Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Injektor zum Einspritzen von Kraftstoff in einen
Brennraum einer Verbrennungskraftmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Zum Einspritzen von Kraftstoff in direkt einspritzende Verbrennungskraftmaschinen
werden Kraftstoffinjektoren eingesetzt. Diese umfassen im allgemeinen ein aktorbetätigtes
Steuerventil. Als Aktoren werden üblicherweise Magnetaktoren oder Piezoaktoren eingesetzt.
Aufgrund der sehr kleinen Hübe führen bereits geringe Abweichungen in den Abmaßen
der einzelnen Bauteile des Injektors zu Fehlfunktionen.
[0003] Bei Kraftstoffinjektoren, die mit einem Piezoaktor betätigt werden, ist üblicherweise
ein Kopplerkolben zwischen den Piezoaktor und das Steuerventil geschaltet. Durch den
Kopplerkolben wird der Hub des Aktors übersetzt. Solche Übersetzereinheiten sind beispielsweise
aus
WO 2004/027252 bekannt, wo ein Steuerventil beschrieben wird, das eine mechanische Übersetzungseinrichtung
umfasst, um die von dem Piezoelement erzeugte Kraft auf die Ventilnadel zu übertragen.
Dazu überträgt der Piezoaktor über die Stirnfläche eine Kraft auf Hebel, wobei sich
zwischen den Hebeln und dem Aktorkopf ein Druckstück befindet, das eine Ausnehmung
zur Aufnahme des Aktorkopfes aufweist. In
EP 1 865 189 wird ein Kraftstoffinjektor beschrieben, der ein Schaltventil zum Öffnen und Schließen
der Einspritzöffnungen mittels eines Einspritzgliedes vorsieht. Dieses Schaltventil
umfasst einen Aktor, der einen Ventilkolben betätigt. Ein scheibenförmiges Einsatzteil
mit daran ausgebildeten Zapfen überträgt den Aktorhub auf den Ventilkolben, der zwischen
den Ventilsitzen schaltet.
[0004] Um Längentoleranzen zwischen dem Piezoaktor und dem Kopplerkolben auszugleichen,
ist zwischen dem Piezoaktor und dem Kopplerkolben eine Einstellscheibe aufgenommen.
Die Dicke der Einstellscheibe wird dabei so gewählt, dass die Längentoleranzen ausgeglichen
werden. Bei den Einstellscheiben, wie sie nach dem Stand der Technik eingesetzt werden,
ist in der Einstellscheibe eine Bohrung in zwei verschiedenen Durchmessern ausgeführt.
Auf der Seite mit kleinerem Durchmesser schließt sich an die Bohrung eine kalottenförmige
Erweiterung an. Bei korrekter Montage der Einstellscheibe liegt ein Fortsatz am Aktorkopf
des Piezoaktors an der kalottenförmigen Erweiterung an. Ein am Kopplerkolben ausgebildeter
Fortsatz ist in der Bohrung mit dem größeren Durchmesser aufgenommen. Die Einstellscheibe
liegt auf einer Erweiterung am Kopplerkolben auf. Wenn die Einstellscheibe jedoch
falsch herum eingesetzt wird, liegt der Fortsatz am Kopplerkolben an der kalottenförmigen
Erweiterung an, da dieser nicht von der Bohrung mit dem geringeren Durchmesser aufgenommen
werden kann. Gleichzeitig liegt auch der Fortsatz am Aktorkopf des Piezoaktors auf
der Einstellscheibe auf. Die Einstellscheibe liegt somit nicht auf dem Kopplerkolben
auf und der Abstand zwischen Kopplerkolben und Aktorkopf ist größer als ein vorgegebenes
Maß. Daran lässt sich erkennen, dass die Einstellscheibe falsch herum eingebaut worden
ist.
[0005] Nachteil der Einstellscheibe mit einer Bohrung in zwei verschiedenen Durchmessern
und der kalottenförmigen Erweiterung ist jedoch, dass diese durch ein aufwendiges
Herstellverfahren hergestellt werden muss. Hierbei wird die Einstellscheibe zunächst
ausgestanzt, in einem nächsten Schritt durch Gleitschleifen glatt geschliffen, in
die geschliffene Scheibe werden die Bohrung und die kalottenförmige Vertiefung gesenkt,
wodurch sich auf einer Seite der Scheibe eine Prägewulst ausbildet. Daran anschließend
wird die Einstellscheibe gehärtet und der Prägewulst abgeschliffen. Die Klassierung
der Einstellscheibe erfolgt durch Fertigschleifen und anschließendes Gleitschleifen
zum Glätten. Abschließend wird die Einstellscheibe geprüft und klassifiziert. Da die
kalottenförmige Vertiefung beim Gleitschleifung beschädigt werden kann, ist eine Sichtprüfung
jeder einzelnen Einstellscheibe erforderlich.
Offenbarung der Erfindung
Vorteile der Erfindung
[0006] Bei einem erfindungsgemäß ausgebildeten Injektor zum Einspitzen von Kraftstoff in
einen Brennraum einer Verbrennungskraftmaschine wird ein Einspritzventilglied zum
Freigeben oder Verschließen mindestens einer Einspritzöffnung durch ein aktorbetätigtes
Steuerventil angesteuert. Der Aktor umfasst einen Aktorkopf, der auf einen Kopplerkolben
wirkt. Zum Ausgleich von Längentoleranzen ist zwischen dem Aktorkopf und dem Kopplerkolben
eine Einstellscheibe angeordnet, wobei am Aktorkopf ein Fortsatz ausgebildet ist,
der in einer Vertiefung der Einstellscheibe aufgenommen ist. An der Einstellscheibe
ist eine Wulst derart ausgebildet, dass bei einer falschen Positionierung der Einstellscheibe
das Abstandsmaß zwischen Aktorkopf und Kopplerkolben von einem vorgegebenen Maß abweicht.
[0007] Um zu vermeiden, dass bei der Montage die Einstellscheibe auf dem Kopplerkolben verrutschen
kann, ist die Einstellscheibe von einer Bohrung durchsetzt, wobei in der Bohrung ein
Fortsatz des Kopplerkolbens aufgenommen ist.
[0008] Damit die Einstellscheibe beim Betrieb des Injektors nicht verkanten kann, sind der
Aktor und der Kopplerkolben axial fluchtend zueinander ausgerichtet. Die Bohrung mündet
daher vorzugsweise in der Vertiefung an der Einstellscheibe, in der der Fortsatz am
Aktorkopf aufgenommen ist.
[0009] Die erfindungsgemäß eingesetzte Einstellscheibe, zum Ausgleich von Längentoleranzen,
lässt sich aufwendig weniger herstellen als die Einstellscheibe gemäß dem Stand der
Technik. Die erforderliche Wulst entsteht beim Senken der Vertiefung. Anders als bei
den aus dem Stand der Technik bekannten Einstellscheiben ist es nicht notwendig, die
Wulst, die beim Senken der Vertiefung entstanden ist, abzuschleifen. Ein weiterer
Vorteil ist auch, dass eine Sichtprüfung nicht mehr erforderlich ist, da eine Beschädigung
im Bereich der Vertiefung nicht mehr auftreten kann. Zudem kann das Stanzen der Einstellscheibe
mit einem massiveren Stempel erfolgen.
[0010] Die Wulst ist vorzugsweise so ausgebildet, dass diese die Vertiefung in der Einstellscheibe
umschließt. Bei richtiger Montage der Einstellscheibe umschließt dann die Wulst den
Fort satz am Aktorkopf. Bei falscher Montage der Einstellscheibe führt dies dazu,
dass die Wulst auf dem Kopplerkolben aufliegt. Dies führt dazu, dass der Abstand zwischen
dem Kopplerkolben und dem Fortsatz am Aktor größer ist als ein vorgegebenes Maß. Hieran
lässt sich erkennen, dass eine falsche Montage erfolgt ist.
[0011] Damit bei einer falschen Montage der Einstellscheibe der Fortsatz am Aktorkopf nicht
in die Bohrung in der Einstellscheibe eingeführt werden kann, um hierdurch eine deutliche
Abweichung des Ist-Maßes vom vorgegebenen Soll-Maß zu erreichen, ist der Durchmesser
des Fortsatzes am Kopplerkolben vorzugsweise kleiner als der Durchmesser des Fortsatzes
am Aktorkopf. Hierdurch lässt sich auch der Durchmesser der Bohrung kleiner fertigen
als der Durchmesser des Fortsatzes am Aktorkopf.
[0012] Am Kopplerkolben ist im allgemeinen eine tellerförmige Erweiterung ausgebildet, auf
der die Einstellscheibe aufliegt. Bei richtiger Montage der Einstellscheibe liegt
die Einstellscheibe mit ihrer flachen Stirnseite auf der Erweiterung am Kopplerkolben
auf. Bei falscher Montage der Einstellscheibe liegt die Wulst auf der tellerförmigen
Erweiterung auf und führt dazu, dass das Ist-Maß des Abstandes von Aktorkopf und Kopplerkolben
von einem vorgegebenen Soll-Maß abweicht. Hieran lässt sich die falsche Montage der
Einstellscheibe erkennen.
[0013] Die Vertiefung in der Einstellscheibe, in der der Fortsatz am Aktorkopf aufgenommen
ist, ist vorzugsweise kalottenförmig ausgebildet. Der Fortsatz am Aktorkopf schließt
vorzugsweise mit einer Kugelschicht ab, so dass die Kugelschicht bündig in der kalottenförmigen
Vertiefung anliegt. Durch die kalottenförmige Vertiefung ist eine kardanische Aufhängung
des Aktorkopfes in der Einstellscheibe möglich.
[0014] Im allgemeinen wird die Wulst durch Prägen der Vertiefung in der Einstellscheibe
hergestellt. Neben dem Prägen der Vertiefung und der daraus folgenden Entstehung der
Wulst ist es jedoch auch möglich, die Vertiefung z.B. durch ein spanendes Verfahren
herzustellen. In diesem Fall lässt sich die Wulst z.B. auch durch ein spanabhebendes
Verfahren an der Stirnfläche der Einstellscheibe herstellen. Auch ist es möglich,
die Wulst durch Materialauftrag z.B. durch Schweißen herzustellen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0015] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
[0016] Es zeigen
- Figur 1
- einen Kraftstoffinjektor mit Einstellscheibe,
- Figur 2
- eine vergrößerte Darstellung von Aktorkopf, Kopplerkolben und Einstellscheibe mit
korrekter Montage der Einstellscheibe,
- Figur 3
- eine vergrößerte Darstellung von Aktorkopf, Kopplerkolben und Einstellscheibe mit
falscher Montage der Einstellscheibe.
Ausführungsformen der Erfindung
[0017] In Figur 1 ist ein Kraftstoffinjektor mit einer Einstellscheibe dargestellt.
[0018] Ein Injektor 1 umfasst ein Steuerventil 3, welches über einen Aktor 5 bestätigt wird.
Bei dem in Figur 1 dargestellten Kraftstoffinjektor ist der Aktor 5 ein Piezoaktor.
Der Aktor 5 ist mit einem Aktorkopf 7 verbunden, der auf einen Kopplerkolben 9 wirkt.
Mit seiner dem Aktorkopf 7 abgewandten Stirnfläche 11 mündet der Kopplerkolben 9 in
einen Übersetzerraum 13. An der dem Kopplerkolben 9 gegenüber liegenden Seite begrenzt
ein Übersetzerkolben 15 den Übersetzerraum 13. Der Übersetzerkolben 15 wirkt auf ein
Ventilglied 17 des Steuerventils 3. Durch den Kopplerkolben 9 und den Übersetzerkolben
15 wird der Hub des Aktors 5 hydraulisch übersetzt. Die Übersetzung des Hubes ist
dabei abhängig vom Durchmesser des Kopplerkolbens 9 und dem Durchmesser des Übersetzerkolbens
15. Bei einem kleineren Durchmesser des Übersetzerkolbens 15 ist der Hub, den dieser
zurücklegt, größer als der Hub des Kopplerkolbens 9. Hierdurch ist ein kleinerer Hub
des Aktors 5 erforderlich. Bei Verwendung eines Piezoaktors als Aktor 5 kann so ein
kleinerer Piezoaktor eingesetzt werden. Es ist weniger Bauraum für den Injektor 1
erforderlich. Über das Steuerventil 3 wird ein Einspritzventilglied 19 angesteuert.
Das Einspritzventilglied 19 gibt mindestens eine Einspritzöffnung 21 frei oder verschließt
diese. Hierzu ist das Einspritzventilglied 19 in einen Sitz 23 in einem unteren Gehäuseteil
25 stellbar.
[0019] Das Einspritzventilglied 19 mündet mit einer Stirnfläche 27 in einen Steuerraum 29.
Der Steuerraum 29 wird weiterhin von einem Ringelement 31 und einer Zwischenscheibe
33 begrenzt. Am Ringelement 31 ist eine Beißkante 35 ausgebildet, die gegen die Zwischenscheibe
33 gestellt ist. Hierdurch wird eine flüssigkeitsdichte Verbindung von Ringelement
31 und Zwischenscheibe 33 erzielt. Die erforderliche Kraft wird durch ein Federelement
37, das auf das Ringelement 31 wirkt, aufgebracht. Mit der anderen Seite wirkt das
Federelemcnt 37 auf eine Schulter 39 am Einspritzventilglied 19. Die erforderliche
Federkraft wird durch einen Einstellring 41 eingestellt. Die Federkraft des Federelementes
37 ist dabei abhängig von der Höhe des Einstellringes 41. Das Federelement 37 ist
z.B. eine als Spiralfeder ausgebildete Druckfeder.
[0020] An die Zwischenscheibe 33 schließt sich eine Ventilscheibe 43 an. In der Ventilscheibe
43 ist ein Ventilsitz 45 des Steuerventils 3 ausgebildet. An die Ventilscheibe 43
schließt sich ein oberes Gehäuseteil 47 an. Das unsere Gehäuseteil 25, die Zwischenscheibe
33, die Ventilscheibe 43 und das obere Gehäuseteil 47 sind durch eine Düsenspannmutter
49 miteinander verbunden.
[0021] Der Aktor 5, in der hier dargestellten Ausführungsform ein Piezoaktor, ist in einem
Aktorraum 51 aufgenommen. Der Aktorraum 51 ist z.B. als Sacklochbohrung im oberen
Gehäuseteil 47 ausgeführt. Der Aktor 5 ist im Aktorraum 51 zwischen einem Aktorfuß
53 und dem Aktorkopf 7 aufgenommen. Um den Aktor 5 gegen Kraftstoff abzudichten, ist
der Aktor 5 von einer Hülse 55 umschlossen. Eine stabile Befestigung des Aktors 5
in der Hülse 55 wird dadurch erreicht, dass der Aktor mithilfe von Vergussmasse 57
in die Hülse eingegossen ist. Damit kein Kraftstoff in die Hülse 55 eindringen kann,
ist die Hülse im Bereich des Aktorkopfes 7 durch eine Membran 59 verschlossen.
[0022] Zum Ausgleich von Längentoleranzen, die sich z.B. bei der Bohrung des Aktorraumes
51 und durch das Aktormodul, den Aktorfuß 53, den Aktor 5 und den Aktorkopf 7 umfassend,
ergeben, ist zwischen dem Aktorkopf 7 und dem Kopplerkolben 9 eine Einstellscheibe
61 aufgenommen.
[0023] Figur 2 zeigt eine vergrößerte Darstellung von Aktorkopf, Kopplerkolben und Einstellscheibe
bei richtiger Montage der Einstellscheibe.
[0024] Am Aktorkopf 7 ist ein Fortsatz 71 ausgebildet, der in eine Vertiefung 73 in der
Einstellscheibe 61 gestellt ist. Die Vertiefung 73 ist kalottenförmig ausgebildet.
Der Fortsatz 71 läuft in Form einer Kugelschicht 75 aus, so dass der Fortsatz 71 bündig
an der kalottenförmigen Vertiefung 73 anliegt.
[0025] Am Kopplerkolben 9 ist ein Fortsatz 77 ausgebildet, der in einer Bohrung 79, die
in der Einstellscheibe 61 ausgebildet ist, aufgenommen ist. Der Durchmesser der Bohrung
79 wird vorzugsweise so gewählt, dass die Einstellscheibe 61 spielfrei über den Fortsatz
7 am Kopplerkolben 9 gesetzt werden kann.
[0026] Bei richtiger Montage liegt die Einstellscheibe 61 mit einer plangeschliffenen Stirnfläche
81 auf einer Erweiterung 83 am Kopplerkolben 9 auf.
[0027] Erfindungsgemäß ist an der Einstellscheibe 61 eine Wulst 85 ausgebildet. Die Wulst
85 umschließt die Vertiefung 73 in der Einstellscheibe 61 und somit bei richtiger
Montage auch den Fortsatz 71 am Aktorkopf 7. Die Wulst 85 entsteht dabei z.B. durch
Senken der Vertiefung 73 in die Einstellscheibe 61.
[0028] Durch die Einstellscheibe 61 wird ein vorgegebener Soll-Abstand s zwischen einer
oberen Stirnfläche 87 der Erweiterung 83 am Kopplerkolben 9, auf der die Einstellscheibe
61 aufliegt, und einer Schulter 89 am Aktorkopf 7 eingestellt. Die Einstellung des
Soll-Abstandes s erfolgt dabei über die Höhe h der Einstellscheibe 61.
[0029] In Figur 3 ist ein Aktorkopf, ein Kopplerkolben und eine Einstellscheibe dargestellt
bei falscher Montage der Einstellscheibe.
[0030] Bei falscher Montage der Einstellscheibe 61 liegt die an der Einstellscheibe 61 ausgebildete
Wulst 85 auf der oberen Stirnfläche 87 der Erweiterung 83 am Kopplerkolben 9 auf.
Der Fortsatz 77 am Kopplerkolben 9 ragt durch die Vertiefung 73 in die Bohrung 79,
die in der Einstellscheibe 61 ausgebildet ist.
[0031] Da erfindungsgemäß der Durchmesser des Fortsatzes 77 am Kopplerkolben kleiner ist
als der Durchmesser des Fortsatzes 71 am Aktorkopf 7 und auch der Durchmesser der
Borhung 79 demzufolge kleiner ist als der Durchmesser des Fortsatzes 71 am Aktorkopf
7, kann der Fortsatz 71 nicht in die Bohrung 79 eingeführt werden. Bei falscher Montage
der Einstellscheibe 61 liegt der Fortsatz 71 somit auf der Einstellscheibe 61 auf.
[0032] In der in Figur 2 und 3 dargestellten Ausführungsform ist an der Bohrung 79 in der
Einstellscheibe 61 an der der Vertiefung 73 gegenüber liegenden Seite eine Fase 91
ausgebildet. Abhängig vom Durchmesser des Fortsatzes 71 ist es möglich, dass der Fortsatz
71 am Aktorkopf 7 mit der Kugelschicht 75 bei falscher Montage an der Fase 91 anliegt.
[0033] Da bei falscher Montage der Einstellscheibe 61 die Wulst 85 auf der Erweiterung 83
am Kopplerkolben 9 aufliegt und der Fortsatz 71 am Aktorkopf 7 nicht in die Bohrung
79 eingeführt werden kann, ist der Abstand zwischen der oberen Stirnfläche 87 an der
Erweiterung 83 des Kopplerkolbens 9 und der Schulter 89 am Aktorkopf 7 größer als
der Soll-Abstand s. Der Abstand zwischen der Schulter 89 am Aktorkopf 7 und der oberen
Stirnfläche 87 der Erweiterung 83 am Kopplerkolben 9 erreicht einen Wert von s+x.
Dabei bedeutet x die Differenz zwischen dem tatsächlichen Abstand zwischen der Schulter
89 und der oberen Stirnfläche 87 und dem Soll-Abstand s. Bei falscher Montage nimmt
der Abstand zwischen der Schulter 89 am Aktorkopf 7 und der oberen Stirnfläche 87
der Erweiterung 83 am Kopplerkolben 9 den Wert s+x ein. An diesem zu großen Wert lässt
sich die falsche Montage der Einstellscheibe 61. erkennen.
1. Injektor zum Einspritzen von Kraftstoff in einen Brennraum einer Verbrennungskraftmaschine,
bei dem ein Einspritzventilglied (19) zum Freigeben oder Verschließen mindestens einer
Einspritzöffnung (21) durch ein aktorbetätigtes Steuerventil (3) angesteuert wird,
wobei der Aktor (5) einen Aktorkopf (7) umfasst, der auf einen Kopplerkolben (9) wirkt,
und zum Ausgleich von Längentoleranzen eine Einstellscheibe (61) zwischen dem Aktorkopf
(7) und dem Kopplerkolben (9) angeordnet ist, wobei am Aktorkopf (7) ein Fortsatz
(71) ausgebildet ist, der in einer Vertiefung (73) in der Einstellscheibe (61) aufgenommen
ist, wobei an der Einstellscheibe (61) eine Wulst (85) derart ausgebildet ist, dass
bei einer falschen Positionierung der Einstellscheibe (61) das Abstandsmaß zwischen
Aktorkopf (7) und Kopplerkolben (9) von einem vorgegebenen Maß abweicht, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellscheibe (61) von einer Bohrung (79) durchsetzt ist, wobei in der Bohrung
(79) ein Fortsatz (77) des Kopplerkolbens (9) aufgenommen ist und die Bohrung (79)
in der Vertiefung (73) in der Einstellscheibe (61) mündet, in der der Fortsatz (71)
am Aktorkopf (7) aufgenommen ist.
2. Injektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wulst (85) die Vertiefung (73) in der Einstellscheibe (61) umschließt.
3. Injektor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei richtiger Montage der Einstellscheibe (61) zwischen Aktorkopf (7) und Kopplerkolben
(9) die Wulst (85) den Fortsatz (71) am Aktorkopf (7) umschließt.
4. Injektor nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser des Fortsatzes (77) am Kopplerkolben (9) kleiner ist als der Durchmesser
des Fortsatzes (71) am Aktorkopf (7).
5. Injektor nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass am Kopplerkolben (9) eine tellerförmige Erweiterung (83) ausgebildet ist, auf der
die Einstellscheibe (61) aufliegt.
6. Injektor nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefung (73) in der Einstellscheibe (61), in der der Fortsatz (71) am Aktorkopf
(7) aufgenommen ist, kalottenförmig ausgebildet ist und der Fortsatz (71) am Aktorkopf
(7) mit einer Kugelschicht (75) abschließt, wobei die Kugelschicht (75) bündig an
der kalottenförmigen Vertiefung (73) anliegt.
7. Injektor nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Wulst (85) durch Prägen der Vertiefung (73) in der Einstellscheibe (61) hergestellt
wird.
1. Injector for injecting fuel into a combustion chamber of an internal combustion engine,
in which injector an injection valve member (19) is driven by means of an actuator-actuated
control valve (3) so as to open up or close off at least one injection opening (21),
with the actuator (5) comprising an actuator head (7) which acts on a coupler piston
(9), and with an adjusting disc (61) being arranged between the actuator head (7)
and the coupler piston (9) to compensate for length tolerances, with a projection
(71) being formed on the actuator head (7), which projection (71) is held in a depression
(73) in the adjusting disc (61), with a bead (85) being formed on the adjusting disc
(61) in such a way that, in the event of false positioning of the adjusting disc (61),
the spacing dimension between the actuator head (7) and coupler piston (9) deviates
from a predefined dimension, characterized in that a bore (79) extends through the adjusting disc (61), with a projection (77) of the
coupler piston (9) being held in the bore (79) and with the bore (79) opening out
in the depression (73), in which the projection (71) on the actuator head (7) is held,
in the adjusting disc (61).
2. Injector according to Claim 1, characterized in that the bead (85) surrounds the depression (73) in the adjusting disc (61).
3. Injector according to Claim 1 or 2, characterized in that, when the adjusting disc (61) is correctly mounted between the actuator head (7)
and coupler piston (9), the bead (85) surrounds the projection (71) on the actuator
head (7).
4. Injector according to Claim 1 to 3, characterized in that the diameter of the projection (77) on the coupler piston (9) is smaller than the
diameter of the projection (71) on the actuator head (7).
5. Injector according to one of Claims 1 to 4, characterized in that a plate-shaped widened portion (83) is formed on the coupler piston (9), on which
widened portion (83) the adjusting disc (61) rests.
6. Injector according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the depression (73), in which the projection (71) on the actuator head (7) is held,
in the adjusting disc (61) is formed in the shape of a spherical cap, and the projection
(71) on the actuator head (7) ends with a spherical layer (75), the spherical layer
(75) bearing flush against the spherical-cap-shaped depression (73).
7. Injector according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the bead (85) is produced by stamping the depression (73) in the adjusting disc (61).
1. Injecteur pour l'injection de carburant dans une chambre de combustion d'un moteur
à combustion interne, dans lequel un organe de soupape d'injection (19) est commandé
pour libérer ou fermer au moins une ouverture d'injection (21) par une soupape de
commande (3) actionnée par un actionneur, l'actionneur (5) comprenant une tête d'actionneur
(7) qui agit sur un piston de coupleur (9), et une rondelle d'ajustement (61) est
disposée entre la tête d'actionneur (7) et le piston de coupleur (9) pour compenser
les tolérances longitudinales, une saillie (71) étant réalisée sur la tête d'actionneur
(7), laquelle est reçue dans un renfoncement (73) de la rondelle d'ajustement (61),
un bourrelet (85) étant réalisé sur la rondelle d'ajustement (61) de telle sorte que,
dans le cas d'un mauvais positionnement de la rondelle d'ajustement (61), la distance
entre la tête d'actionneur (7) et le piston de coupleur (9) s'écarte d'une mesure
prédéfinie, caractérisé en ce que la rondelle d'ajustement (61) est traversée par un alésage (79), une saillie (77)
du piston de coupleur (9) étant reçue dans l'alésage (79) et l'alésage (79) débouchant
dans le renfoncement (73) de la rondelle d'ajustement (61) dans lequel la saillie
(71) est reçue sur la tête d'actionneur (7).
2. Injecteur selon la revendication 1, caractérisé en ce que le bourrelet (85) entoure le renfoncement (73) de la rondelle d'ajustement (61).
3. Injecteur selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que, dans le cas d'un montage correct de la rondelle d'ajustement (61) entre la tête
d'actionneur (7) et le piston de coupleur (9), le bourrelet (85) entoure la saillie
(71) sur la tête d'actionneur (7).
4. Injecteur selon les revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le diamètre de la saillie (77) sur le piston de coupleur (9) est inférieur au diamètre
de la saillie (71) sur la tête d'actionneur (7).
5. Injecteur selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'un élargissement en forme de coupelle (83) est réalisé sur le piston de coupleur (9),
élargissement sur lequel repose la rondelle d'ajustement (61).
6. Injecteur selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le renfoncement (73) de la rondelle d'ajustement (61), dans lequel est reçue la saillie
(71) sur la tête d'actionneur (7), est réalisé en forme de calotte et la saillie (71)
sur la tête d'actionneur (7) se termine avec une couche sphérique (75), la couche
sphérique (75) s'appliquant en affleurement contre le renfoncement (73) en forme de
calotte.
7. Injecteur selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le bourrelet (85) est fabriqué par matriçage du renfoncement (73) de la rondelle
d'ajustement (61).