[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Motorstarter mit einem Leistungshalbleiterschalter,
mit einem dazu parallel geschalteten elektromechanischen By-pass-Schalter sowie mit
einer Steuerelektronik zur Ansteuerung des By-pass-Schalters.
[0002] Derartige Motorstarter werden auch als "Sanft-Starter" bezeichnet. Bei einem solchen
Motorstarter wird der Motor während einer Anfahrphase über den Leistungshalbleiterschalter,
der beispielsweise als Thyristor ausgebildet ist, beschaltet, während der parallele
By-pass-Schalter geöffnet ist. Durch entsprechende Ansteuerung des Leistungshalbleiterschalters
wird dabei die Anfahrleistung des Motors kontinuierlich und allmählich, insbesondere
geregelt, hochgefahren, so dass der Motor nicht ruckartig, sondern "sanft" anfährt.
Im Betrieb des Motors würden die herkömmlicherweise verwendeten Leistungshalbleiterschalter
aber nachteiligerweise eine vergleichsweise hohe Verlustleistung abwerfen. Um diese
Verlustleistung zu vermeiden, wird nach Abschluss der Anfahrphase der Versorgungsstrom
für den Motor nicht mehr über den Leistungshalbleiterschalter, sondern über den By-pass-Schalter
geleitet, der als mechanisches Schaltglied wesentlich verlustärmer ist. Als By-pass-Schalter
wird üblicherweise ein gewöhnliches elektromechanisches Schaltrelais verwendet, das
zur Betätigung des eigentlichen mechanischen Schaltglieds in der Regel eine magnetische
Betätigungseinheit umfasst. Der By-pass-Schalter wird über eine Steuerelektronik angesteuert,
die in einer so genannten Flachbaugruppe aufgenommen ist. Die Flachbaugruppe ist üblicherweise
über oder neben dem By-pass-Schalter montiert und mittels im Wesentlichen freier Drahtleitungen
mit dem By-pass-Schalter kontaktiert. Die Leitungen sind beispielsweise mit entsprechenden
Anschlüssen der Flachbaugruppe verlötet und an dem By-pass-Schalter mittels einer
Steckverbindung kontaktiert.
[0003] Diese herkömmliche Lösung ist zum einen vergleichsweise platzaufwändig, insbesondere
zumal genügend Freiraum für die Leitungen im Gehäuse des Motorstarters vorgesehen
werden muss. Die Kontaktierung der Flachbaugruppe mit dem By-pass-Schalter erfordert
des Weiteren einen vergleichsweise hohen Montage- und Materialaufwand. Von den im
Montagezustand im Wesentlichen lose und damit in gewissem Umfang unkontrollierbar
im Gerät hängenden Leitungen geht ferner ein gewisses Risiko für Störungen der elektromagnetischen
Verträglichkeit (EMV) ebenso wie ein gewisses Risiko von Funktionsstörungen durch
fehlerhaft angeschlagene Leitungen oder eine fehlerhafte Steckkontaktierung aus.
[0004] Die
WO 2005/101642 A zeigt eine Ausbildung eines Motorstarters mit einem Leistungshalbleiterschalter,
einem dazu parallel geschalteten elektromechanischen By-pass-Schalter sowie einer
Steuerelektronik zur Ansteuerung des By-pass-Schalters.
[0005] Die
EP 0 735 559 A2 offenbart ein Sockelteil eines elektromagnetischen Schaltgerätes, insbesondere eines
Schützes, welches auf einer Grundplatte montiert ist. Der Sockelteil enthält den Kern
eines Elektromagneten, eine Magnetspule und eine Leiterbahnplatte. Hierbei wird die
Magnetspule über Stumpfkontaktstücke mit der Leiterbahnplatte kontaktiert.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Motorstarter der eingangs genannten
Art vor dem vorstehend genannten Hintergrund zu verbessern.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Merkmale des Anspruchs 1. Danach
ist vorgesehen, die Flachbaugruppe und den By-pass-Schalter derart auszubilden, dass
sie in einem Montagezustand aneinander fixiert sind, wobei bei der Fixierung die Flachbaugruppe
gleichzeitig mit dem By-pass-Schalter elektrisch kontaktiert wird.
[0008] Bevorzugt ist die Fixierung zwischen der Flachbaugruppe und dem By-pass-Schalter
derart ausgebildet, dass die Flachbaugruppe und der By-pass-Schalter in dem Montagezustand
ein zusammenhängendes, im Wesentlichen starres Bauteil bilden, das nicht oder nur
unter Kraftaufwendung wieder getrennt werden kann. Die Flachbaugruppe ist dabei bevorzugt
mit dem By-pass-Schalter verschnappt, wobei aber auch andere Befestigungsarten wie
z.B. Verschraubung, Verklebung, Verschweißung, etc. Verwendung finden können.
[0009] Der Begriff Fixierung kann im Sinne der Erfindung aber auch als bloße Lagefixierung
der Flachbaugruppe und des By-pass-Schalter zueinander zu verstehen sein, die bei
bestimmungsgemäßer Montage des Motorstarters durch andere Bestandteile des Motorstarters,
insbesondere ein Gehäuse desselben hergestellt oder arretiert wird.
[0010] Wesentlich im Sinne der Erfindung ist bei beiden Varianten, dass die Flachbaugruppe
und der By-pass-Schalter im Montagezustand in einer wohldefinierten Position zueinander
angeordnet sind, und dass infolge dieser Positionierung die Flachbaugruppe mit dem
By-pass-Schalter gleichzeitig elektrisch kontaktiert wird. Hierdurch entfallen die
üblicherweise zur Kontaktierung der Flachbaugruppe mit dem By-pass-Schalter erforderlichen
Leitungen sowie etwaige Steck- und Lötkontakte und alle damit herkömmlicherweise verbundenen
Nachteile.
[0011] Erfindungsgemäß ist der By-pass-Schalter durch ein mechanisches Schaltglied sowie
eine, insbesondere magnetische Betätigungseinheit zur Betätigung desselben gebildet.
Besonders platzsparend ist die Flachbaugruppe dabei zweckmäßigerweise als U-förmige
oder wannenförmige Hohlform ausgebildet, die im Montagezustand auf die Betätigungseinheit
aufgestülpt ist, so dass die Betätigungseinheit im Inneren der Hohlform aufgenommen
ist. Neben der Platzersparnis hat diese Ausbildung insbesondere die weiteren Vorteile,
dass besonders kurze elektrische Wege innerhalb des durch die Flachbaugruppe und die
Betätigungseinheit gebildeten Schaltkreises realisierbar sind, was zum einen die leitungslose
Kontaktierung der Flachbaugruppe mit dem By-pass-Schalter erleichtert, zum anderen
aber unter dem Aspekt der EMV vorteilhaft ist. Zudem sind die Betätigungseinheit und
die Innenfläche der Flachbaugruppe auf diese Weise durch die Außenwand der Flachbaugruppe
effektiv gegen mechanische Beschädigungen, insbesondere im Zuge des Fertigungsprozesses,
abgeschirmt. Unter Ausnutzung dieses Abschirmeffekts werden insbesondere mechanisch
empfindliche elektronische Bauteile der Flachbaugruppe vorzugsweise an der Innenfläche
derselben montiert.
[0012] Zweckmäßigerweise ist die Flachbaugruppe in der Montagestellung an der Betätigungseinheit
des By-pass-Schalters, und dort insbesondere in unmittelbarer Nähe zu den Kontaktierungsstellen,
fixiert. Auf diese Weise wird eine besonders stabile und ausfallsichere elektrische
Kontaktierung erzielt. Die Fixierung der Flachbaugruppe an der Betätigungseinheit
ist insbesondere auch dann vorteilhaft, wenn die Betätigungseinheit des By-pass-Schalters
von dem eigentlichen Schaltglied trennbar ist. In diesem Fall können die Betätigungseinheit
und die Flachbaugruppe im Zuge der Montage zunächst separat verbunden und kontaktiert,
und erst in einem nachfolgenden Fertigungsschritt als Bauteil auf das Schaltglied
aufgesetzt werden, was fertigungstechnisch vorteilhaft ist.
[0013] Für eine fertigungstechnisch einfach zu realisierende, preiswerte und ausfallsichere
Kontaktierung der Flachbaugruppe mit dem By-pass-Schalter, insbesondere der Betätigungseinheit
desselben, ist vorzugsweise mindestens ein Federkontakt vorgesehen.
[0014] Um sowohl die Bestückung der Flachbaugruppe mit elektronischen Bauteilen als auch
die Anbringung der Flachbaugruppe an dem By-pass-Schalter zu erleichtern, die die
Flachbaugruppe zweckmäßigerweise flexibel ausgebildet. In einer bevorzugten Ausführungsform
ist die Flachbaugruppe mit Sollbiegestellen, insbesondere in Form von Filmscharnieren
versehen, um welche die Flachbaugruppe zerstörungsfrei gebogen werden kann. Alternativ
oder zusätzlich kann die Flachbaugruppe optional auch aus mehreren Stücken zusammengesetzt
sein.
[0015] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer Zeichnung näher
erläutert. Darin zeigen:
- FIG 1
- in schematischer perspektivischer Ansicht einen Motorstarter mit einem Leistungshalbleiterschalter,
einem diesem parallel geschalteten elektromechanischen By-pass-Schalter sowie mit
einer eine Steuerelektronik zur Ansteuerung des By-pass-Schalters enthaltenden Flachbaugruppe,
- FIG 2
- in gegenüber FIG 1 gedrehter perspektivischer Darstellung den By-pass-Schalter des
Motorstarters mit einem mechanischen Schaltglied sowie einer elektromagnetischen Betätigungseinheit,
- FIG 3
- in wiederum gedrehter perspektivischer Darstellung die Betätigungseinheit des By-pass-Schalters
mit einer darauf montierten Leiterplatte der Flachbaugruppe,
- FIG 4
- in wiederum gedrehter perspektivischer Darstellung die Betätigungseinheit und die
nunmehr mit elektronischen Bauteilen bestückte Leiterplatte der Flachbaugruppe, sowie
- FIG 5
- in einem vergrößerten Ausschnitt V aus FIG 1 einen Federkontakt zur Kontaktierung
der Flachbaugruppe mit dem By-pass-Schalterelement.
[0016] Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren stets mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0017] Der in FIG 1 dargestellte Motorstarter 1 umfasst einen Leistungshalbleiterschalter
2, insbesondere einen Thyristor. Der Motorstarter 1 umfasst weiterhin einen dem Leistungshalbleiterschalter
2 parallel geschalteten, elektromechanischen By-pass-Schalter 3 sowie eine Flachbaugruppe
4, die eine Steuerelektronik 5 zur Ansteuerung des By-pass-Schalters 4 trägt.
[0018] Der Leistungshalbleiterschalter 2, der By-pass-Schalter 3 und die Flachbaugruppe
4 sind in dem in FIG 1 gezeigten Montagezustand in einem gemeinsamen Gehäuse 6 aufgenommen,
das in FIG 1 lediglich durch Umrisslinien angedeutet ist. Aus dem Gehäuse 6 ragen
in dem Montagezustand lediglich Anschlusskontakte 7 und 7' zum Anschluss einer Antriebsstromleitung
für einen (nicht dargestellten) Motor.
[0019] In der Ausführungsform gemäß FIG 1 ist der Motorstarter 1 dazu ausgebildet, in eine
(hier beispielhaft zweiphasige) Antriebsstromleitung für einen Motor geschaltet zu
werden. Der Motorstarter 1 umfasst entsprechend jeweils ein Paar von Anschlusskontakten
7 und 7' für jede der zwei Phasenleitungen auf, die an entgegengesetzten Seiten aus
dem Gehäuse 6 hervorstehen und an die ein netzseitiger Teil bzw. ein motorseitiger
Teil der Antriebsstromleitung anschließbar ist.
[0020] Den zugehörigen Anschlusskontakten 7, 7' sind intern der Leistungshalbleiterschalter
2 und der By-pass-Schalter 3 in Parallelschaltung zwischengeschaltet.
[0021] Im bestimmungsgemäßen Gebrauch ist der Motorstarter 1 in der Antriebsstromleitung
dem elektrisch betriebenen Motor vorgeschaltet und dient zum An- und Ausschalten des
Motors. Bei dem Motorstarter 1 handelt es sich hierbei um einen so genannten Sanft-Starter,
bei dem die Motorleistung während einer Anfahrphase des Motors allmählich, insbesondere
geregelt hochgefahren wird. In dieser Anfahrphase ist der By-pass-Schalter 3 geöffnet
und der Motor damit lediglich über den Leistungshalbleiterschalter 2 mit dem Netz
verbunden. Das allmähliche, insbesondere geregelte Hochfahren der Motorleistung erfolgt
hierbei über entsprechende Ansteuerung des Leistungshalbleiterschalters 2. Um die
im Betrieb des Motors an dem Leistungshalbleiterschalter 2 abfallende Verlustleistung
einzusparen, wird nach Beendigung der Anfahrphase der By-pass-Schalter 3 geschlossen
und der Leistungshalbleiterschalter 2 damit überbrückt, so dass der Antriebsstrom
für den Motor verlustarm über den By-pass-Schalter 3 fließt.
[0022] Der in FIG 2 nochmals gesondert dargestellte By-pass-Schalter 3 des Motorstarters
1 umfasst ein mechanisches Schaltglied 8, das mittels einer elektromagnetischen Betätigungseinheit
9 schaltbar ist.
[0023] Das Schaltglied 8 umfasst für jede Phasenleitung je ein Paar von einander gegenüberstehenden
Festkontakten 10,10', deren jeder mit einem korrespondierenden Anschlusskontakt 7
bzw. 7' elektrisch verbunden ist. Die Festkontakte 10 und 10' derselben Phasenleitung
sind jeweils über eine bewegliche Kontaktbrücke 11 reversibel elektrisch verbindbar
und trennbar.
[0024] Alle Kontaktbrücken 11 sind an einem gemeinsamen Stößel 12 befestigt und werden durch
Bewegung des Stößels 12 stets gemeinsam betätigt. Durch eine (nicht näher dargestellte)
Feder ist der Stößel 12 derart vorgespannt, dass die Kontaktbrücken 11 im Ruhezustand
in einer in FIG 2 dargestellten Öffnungsstellung verharren, in der die Anschlusskontakte
7,7' einer jeden Phasenleitung voneinander elektrisch getrennt sind.
[0025] Die Betätigungseinheit 9 umfasst eine Magnetspule 13 und ein Magnetjoch 14, die mit
einem Magnetanker 15 einen Magnetkreis bilden. Der Magnetanker 15 ist hierbei an dem
Stößel 12 befestigt und bildet somit - konstruktiv gesehen - einen Bestandteil des
Schaltglieds 8. Die Komponenten de Betätigungseinheit 9, insbesondere also die Magnetspule
13 und das Magnetjoch 14, sind in einer zusammenhängenden und im Wesentlichen starren
Baugruppe zusammengefasst, die an dem Schaltglied 8 mittels einer Schnappverbindung
16 befestigt ist.
[0026] Im Montagezustand wird durch Anlegen einer Spannung an die Magnetspule 13 in dem
Magnetkreis ein Magnetfeld erzeugt. Unter Wirkung dieses Magnetfelds wird der Magnetanker
15 gegen das Magnetjoch 14 angezogen und bewegt dabei über den Stößel 12 die Kontaktbrücken
11 gegen den Federdruck aus der Öffnungsstellung in eine Schließstellung, in der die
einander zugehörigen Festkontakte 10, 10' einer jeden Phasenleitung miteinander über
die Kontaktbrücke 11 elektrisch leitend verbunden sind.
[0027] Die in den FIG 3 und 4 zusammen mit der Betätigungseinheit 9 gesondert gezeigte Flachbaugruppe
4 ist im Wesentlichen aus einer Leiterplatte 17 mit darauf montierten elektronischen
Bauteilen 18 gebildet, die zu der Steuerelektronik 5 verschaltet sind. FIG 3 zeigt
hierbei der Übersichtlichkeit halber die unbestückte Leiterplatte 17. Die mit den
Bauteilen 18 bestückte Leiterplatte 17 ist in FIG 4 abgebildet.
[0028] Wie den Darstellungen zu entnehmen ist, ist die Leiterplatte 17 im Montagezustand
zu einer im Querschnitt im Wesentlichen U-förmigen Hohlform gebogen, die die Betätigungseinheit
9 in ihrem Innenraum aufnimmt. Die elektronischen Bauteile 18 der Flachbaugruppe 4
sind hierbei überwiegend an der der Betätigungseinheit 9 zugewandten Innenfläche der
Leiterplatte 17 aufmontiert. Dies hat zum einen den Vorteil, dass der im Innenraum
der Leiterplatte 17 vorhandene Raum, so weit er nicht von der Betätigungseinheit 9
eingenommen wird, besonders gut genutzt wird, und dass zum anderen die Bauteile 18
nach außen hin gut abgeschirmt und damit vor mechanischen Beschädigungen, z.B. während
des Montagevorgangs, geschützt sind.
[0029] Wie FIG 4 zu entnehmen ist, sind auf die Leiterplatte 17 an deren Stirnseiten kleinere
(Leiterplatten-)Ansatzstücke 19 aufgesteckt, die die Stirnflächen der Leiterplatte
17 teilweise verdecken. Die Ansatzstücke 19 können weitere elektronische Bauteile
18 tragen und vergrößern somit die für den Aufbau der Steuerelektronik 5 zur Verfügung
stehende Nutzfläche der Leiterplatte 17. Sie bieten zudem einen zusätzlicher Schutz
der Steuerelektronik 5 und der Betätigungseinheit 9 gegen mechanische Beschädigung.
[0030] Den FIG 3 und 4 ist entnehmbar, dass die Leiterplatte 17 mittels Schnappverbindungen
20,21 an der Betätigungseinheit 9 fixiert ist, so dass die Flachbaugruppe 4 und die
Betätigungseinheit 9 eine selbsttragend zusammenhängende und im Wesentlichen starre
Baugruppe bilden. Die mechanische Stabilität dieser Baugruppe wird durch zwei Stützarme
22, die von der Betätigungseinheit 9 abragen und sich freiendseitig an einem Dach
23 der Leiterplatte 17 abstützen, verbessert.
[0031] Wie insbesondere aus FIG 5, die eine vergrößerte Detaildarstellung aus FIG 1 ist,
und FIG 2 erkennbar ist, erfolgt die Kontaktierung der Flachbaugruppe 4 mit der Betätigungseinheit
9 über zwei Federkontakte 24. Jeder Federkontakt 24 umfasst eine Druckfeder 25 aus
elektrisch leitendem Material, die auf einem von der Betätigungseinheit 9 abragenden
Führungsstift 26 aufgeschoben ist. Vorzugsweise ist die Druckfeder 25 hierbei auf
den Führungsstift 26 aufgeklemmt und damit verliersicher an der Betätigungseinheit
9 gehalten. Jeder Führungsstift 26 ist intern mit einem Spulenanschluss 27 der Magnetspule
13 kontaktiert.
[0032] Um die Montage des Motorstarters 1 zu vereinfachen, ist die Leiterplatte 17 mit flexiblen
Sollfaltstellen 28 in Form von Filmscharnieren versehen, die es ermöglichen, die Leiterplatte
17 aus einem ursprünglich ebenen Zustand zerstörungsfrei in die in FIG 3 und 4 ersichtliche
U-Form zu biegen. Zweckmäßigerweise wird die Leiterplatte 17 in dem ebenem Zustand
mit den elektronischen Bauteilen 18 bestückt. Anschließend wird die fertige Flachbaugruppe
4 auf der Betätigungseinheit 9 aufgeschnappt und dabei in die besagte U-Form gefaltet.
Die Leiterplatte 17 ist dabei auf ihrer Innenfläche mit leitenden Kontaktflächen 29
versehen, die derart angeordnet sind, dass die Druckfeder 25 eines jeden Federkontakts
24 beim Aufschnappen der Leiterplatte 17 gegen eine der Kontaktflächen 29 anschlägt.
Auf diese Weise wird beim Aufschnappen der Leiterplatte 17 auf der Betätigungseinheit
9 gleichzeitig die Flachbaugruppe 4 mit der Betätigungseinheit 9 kontaktiert.
[0033] Nach dem Aufschnappen der Flachbaugruppe 4 auf der Betätigungseinheit 9 wird die
hierdurch gebildete Baugruppe auf das Schaltglied 8 aufgeschnappt und der somit fertig
gestellte By-pass-Schalter 3 mit dem Leistungshalbleiterschalter 2 verbunden.
[0034] Insgesamt ist auf diese Weise ein sowohl einfach herzustellender als auch kompakter
und Material sparender Motorstarter 1 gebildet, der zudem sowohl im Hinblick auf EMV-Kriterien
als auch im Hinblick auf die Ausfallsicherheit gegenüber herkömmlichen Motorstartern
der eingangs genannten Art verbessert ist.
1. Motorstarter (1) mit einem Leistungshalbleiterschalter (2), mit einem dazu parallel
geschalteten elektromechanischen By-pass-Schalter (3) sowie mit einer Steuerelektronik
(4) zur Ansteuerung des By-pass-Schalters (3), wobei die Steuerelektronik (5) in Form
einer in einem Montagezustand an dem By-pass-Schalter (3) fixierten Flachbaugruppe
(4) realisiert ist, wobei der By-pass-Schalter (3) ein mechanisches Schaltglied (8)
sowie eine, insbesondere elektromagnetische Betätigungseinheit (9) zur Betätigung
des Schaltglieds (8) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Flachbaugruppe (4) und der By-pass-Schalter (3) derart ausgebildet sind, dass
bei der Fixierung die Flachbaugruppe (4) gleichzeitig mit dem By-pass-Schalter (3)
elektrisch kontaktiert wird, wobei die Flachbaugruppe (4) als U-förmige oder wannenförmige
Hohlform ausgebildet ist, in deren Inneren im Montagezustand die Betätigungseinheit
(9) aufgenommen ist.
2. Motorstarter (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Flachbaugruppe (4) in der Montagestellung an der Betätigungseinheit (9) fixiert
ist.
3. Motorstarter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Flachbaugruppe (4) über mindestens einen Federkontakt (24) mit dem By-pass-Schalter
(3) kontaktiert ist.
4. Motorstarter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet , dass mindestens ein elektronisches Bauteil (18) der Flachbaugruppe (4) an einer in Einbaustellung
der Betätigungseinheit (9) zugewandten Innenseite der Flachbaugruppe (4) angeordnet
ist.
5. Motorstarter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinheit (9) im Wesentlichen durch eine Magnetspule (13) und ein Magnetjoch
(14) gebildet ist.
6. Motorstarter (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Flachbaugruppe (4) und die Betätigungseinheit (9) im Montagezustand als zusammenhängende
Baugruppe an dem Schaltglied (8) fixiert sind.
7. Motorstarter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekeinnzeichnet, dass die Flachbaugruppe (4) an dem By-pass-Schalter (3) mittels einer Schnapp-Verbindung
(20,21) fixiert ist.
8. Motorstarter (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinheit (9) an dem Schaltglied (8) mittels einer Schnappverbindung
(16) fixiert ist.
9. Motorstarter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Flachbaugruppe (4) eine flexible Leiterplatte (17) umfasst und/oder aus mehreren
Leiterplattenstücken (17,19) gebildet ist.
10. Motorstarter (1) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die bzw. mindestens eine Leiterplatte (17) mindestens eine flexible Sollfaltstelle
(28) aufweist.
1. Motor starter (1) having a power semiconductor switch (2), having an electromechanical
bypass switch (3) connected in parallel with it and having control electronics (5)
for driving the bypass switch (3), with the control electronics (5) being in the form
of a printed circuit board assembly (4) which is fixed to the bypass switch (3) in
an installed state, with the bypass switch (3) having a mechanical switching element
(8) and an operating unit (9), in particular an electromagnetic operating unit (9),
for operating the switching element (8), characterized in that the printed circuit board assembly (4) and the bypass switch (3) are designed such
that, when being fixed, the printed circuit board assembly (4) makes electrical contact
with the bypass switch (3) at the same time, with the printed circuit board assembly
(4) having a U-shaped hollow form or a hollow form in the form of a trough, in whose
interior the operating unit (9) is accommodated in the installed state.
2. Motor starter (1) according to Claim 1,
characterized in that the printed circuit board assembly (4) is fixed to the operating unit (9) in the
installed position.
3. Motor starter (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that the printed circuit board assembly (4) makes contact with the bypass switch (3) via
at least one spring contact (24).
4. Motor starter (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that at least one electronic component (18) on the printed circuit board assembly (4)
is arranged on an inside of the printed circuit board assembly (4), facing the operating
unit (9) in the installed position.
5. Motor starter (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that the operating unit (9) is formed essentially by a magnet coil (13) and a magnet yoke
(14).
6. Motor starter (1) according to one of Claims 2 to 5, characterized in that the printed circuit board assembly (4) and the operating unit (9) are fixed as a
cohesive assembly to the switching element (8) in the installed state.
7. Motor starter (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that the printed circuit assembly (4) is fixed to the bypass switch (3) by means of a
snap-action connection (20, 21).
8. Motor starter (1) according to one of Claims 5 to 7, characterized in that the operating unit (9) is fixed to the switching element (8) by means of a snap-action
connection (16).
9. Motor starter (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that the printed circuit board assembly (4) has a flexible printed circuit board (17)
and/or is formed from a plurality of printed circuit board pieces (17, 19).
10. Motor starter (1) according to Claim 9,
characterized in that the or the at least one printed circuit board (17) has at least one flexible nominal
folding point (28).
1. Démarreur ( 1 ) de moteur ayant un commutateur ( 2 ) de puissance à semiconducteur,
un commutateur ( 3 ) électromécanique de dérivation, monté en parallèle avec lui,
ainsi qu'une électronique ( 4 ) de commande pour la commande du commutateur (3) de
dérivation, l'électronique ( 5 ) de commande étant réalisée sous la forme d'un module
( 4 ) à circuit imprimé, immobilisé dans un état de montage sur le commutateur ( 3
) de dérivation, le commutateur ( 3 ) de dérivation ayant un élément ( 8 ) de commutation
mécanique ainsi qu'une unité ( 9 ) d'actionnement, notamment électromagnétique, pour
l'actionnement de l'élément ( 8 ) de commutation, caractérisé en ce que le module ( 4 ) à circuit imprimé et le commutateur ( 3 ) de dérivation sont constitués
de manière à venir, lorsque le module ( 4 ) à circuit imprimé est immobilisé, en contact
électriquement en même temps avec le commutateur ( 3 ) de dérivation, le module (
4 ) à circuit imprimé étant sous une forme creuse en U ou en cuvette, à l'intérieur
de laquelle l'unité ( 9 ) d'actionnement est reçue à l'état de montage.
2. Démarreur ( 1 ) de moteur suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le module ( 4 ) à circuit imprimé est immobilisé sur l'unité ( 9 ) d'actionnement
dans la position de montage.
3. Démarreur ( 1 ) de moteur suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le module ( 4 ) à circuit imprimé est mis en contact avec le commutateur ( 3 ) de
dérivation par au moins par un contact ( 24 ) à ressort.
4. Démarreur ( 1 ) de moteur suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un composant ( 18 ) électronique du module ( 4 ) à circuit imprimé est monté
sur un côté intérieur du module ( 4 ) à circuit imprimé tourné, dans la position de
montage, vers l'unité ( 9 ) d'actionnement.
5. Démarreur ( 1 ) de moteur suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité ( 9 ) d'actionnement est formée essentiellement d'une bobine ( 13 ) d'électroaimant
et d'une culasse ( 14 ) magnétique.
6. Démarreur ( 1 ) suivant l'une des revendications 2 à 5, caractérisé en ce que le module (4 ) à circuit imprimé et l'unité ( 9 ) d'actionnement sont immobilisés
dans l'état de montage sur l'élément ( 8 ) de commutation en tant que module d'un
seul tenant.
7. Démarreur ( 1 ) de moteur suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le module ( 4 ) à circuit imprimé est immobilisé sur le commutateur ( 3 ) de dérivation
au moyen d'une liaison ( 20, 21 ) à déclic.
8. Démarreur ( 1 ) suivant l'une des revendications 2 à 5, caractérisé en ce que l'unité ( 9 ) d'actionnement est immobilisée sur l'élément ( 8 ) de commutation au
moyen d'une liaison ( 16 ) à déclic.
9. Démarreur ( 1 ) de moteur suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le module ( 4 ) à circuit imprimé comprend une plaquette ( 17 ) à circuit imprimé
souple et/ou est formé de plusieurs pièces ( 17, 19 ) de plaquette à circuit imprimé.
10. Démarreur ( 1 ) de moteur suivant la revendication 9, caractérisé en ce que la ou la au moins une plaquette ( 7 ) à circuit imprimé a au moins un point ( 28
) souple destiné à être plié.