| (19) |
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(11) |
EP 1 901 633 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.03.2011 Patentblatt 2011/13 |
| (22) |
Anmeldetag: 29.06.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/AT2006/000270 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/006061 (18.01.2007 Gazette 2007/03) |
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| (54) |
MÖBEL
PIECE OF FURNITURE
MEUBLE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
12.07.2005 AT 11672005
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.03.2008 Patentblatt 2008/13 |
| (73) |
Patentinhaber: Julius Blum GmbH |
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6973 Höchst (AT) |
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Erfinder: |
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- FITZ, Helmut
A-6890 Lustenau (AT)
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| (74) |
Vertreter: Hofinger, Stephan et al |
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Torggler & Hofinger
Patentanwälte
Wilhelm-Greil-Strasse 16 6020 Innsbruck 6020 Innsbruck (AT) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 374 732 DE-U1- 8 802 343 US-A- 128 439
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AT-B- 211 504 GB-A- 751 838 US-A- 2 873 159
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Möbel mit einem Möbelkorpus und mit
einer ersten und zumindest einer zweiten relativ zum Möbelkorpus verfahrbaren Schublade,
wobei in der Schließstellung der Schubladen die Frontblende der ersten Schublade die
Frontblende bzw. die Frontwand der zumindest einen zweiten Schublade im Wesentlichen
vollständig bedeckt, wobei die erste und die zumindest eine zweite Schublade jeweils
eine Ausstoßvorrichtung zum Bewegen der Schubladen von einer Schließstellung in eine
Offenstellung aufweisen.
[0002] Derartige Möbel beschreiben unter anderem so genannte Innenauszüge, deren Frontplatte
bzw. Frontwand sich hinter einer größeren bzw. hochgezogenen Frontblende eines Frontauszuges
befindet. Beim Einbau eines Innenauszuges in ein schrankförmiges Möbel muss daher
immer zuerst der Frontauszug geöffnet werden, damit der Innenauszug zugänglich wird
und ebenfalls geöffnet werden kann. Oft weisen diese Innenauszüge aus ästhetischen
Gründen oder aus Platzgründen keine Handhabe bzw. keinen Handgriff auf, wodurch die
Bedienmöglichkeit eingeschränkt ist. Ist der Innenauszug zudem direkt unterhalb eines
Travers, eines Zwischenbodens oder unter zusätzlichen Innenauszügen angeordnet, so
besteht keine, komfortable Möglichkeit, den Innenauszug zu öffnen. Ist der Innenauszug
darüber hinaus mit einem Schließmechanismus versehen, der den Innenauszug in seiner
Schließstellung mit einer Zuhaltekraft beaufschlagt, so ist eine Betätigung überdies
unpraktisch, da das Öffnen gegen den Federwiderstand erheblich erschwert ist.
[0003] In der
AT 211 504 B ist ein nicht-gattungsgemäßes Möbel mit mehreren übereinander angeordneten Schubladen
beschrieben. Über Wähltasten kann ein elektrischer Motor über Kupplungsmagnete die
verschiedenen Schubladen unabhängig voneinander betreiben.
[0004] Die
DE 88 02 343 U beschreibt ein Möbel mit einer Frontauszug-Innenauszug-Kombination, wobei zwischen
der Frontwand des Innenauszuges und der Rückseite der Frontblende des Frontauszuges
ein Rastmechanismus wirksam ist, der zum lösbaren Verbinden der beiden Auszüge vorgesehen
ist. Hierbei ist vorgesehen, dass der Innenauszug beim Ausfahren des Frontauszuges
stets mit herausgezogen wird. Ausstoßvorrichtungen zum Bewegen der Schubladen sind
diesem Dokument nicht zu entnehmen, weshalb die Bedienung aufgrund der rein manuellen
Betätigungsmöglichkeit erschwert ist.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Möbel der eingangs erwähnten
Gattung vorzuschlagen, das einem Benutzer einen hohen Bedienkomfort bietet.
[0006] Dies wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Weitere
vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den abhängigen Unteransprüchen definiert.
[0007] Gemäß der Erfindung ist also vorgesehen, dass zwischen den beiden Ausstoßvorrichtungen
ein Schaltelement angeordnet ist, das in einer ersten Schaltstellung die beiden Ausstoßvorrichtungen
koppelt und in einer zweiten Schaltstellung entkoppelt.
[0008] Wirkt die Ausstoßvorrichtung beispielsweise auf die zweite Schublade (Innenauszug),
so kann diese in bequemer Weise in eine Offenstellung bewegt werden, ohne dass hierfür
ein Hintergreifen des Innenauszuges durch den Benutzer notwendig ist. Wirkt die Ausstoßvorrichtung
auf die erste Schublade (Frontauszug), so kann diese wahlweise durch eine vorzugsweise
mechanische Kopplungsmöglichkeit mit dem Innenauszug gekoppelt oder auch nicht gekoppelt
werden.
[0009] Um den Ausstoßvorgang der Schublade zu begünstigen, kann man auch vorsehen, dass
wenigstens eine Ausstoßvorrichtung eine Antriebsvorrichtung, vorzugsweise zumindest
eine Feder oder zumindest einen elektrischen Motor, aufweist, durch die ein Ausstoßelement
zum Ausstoßen der Schublade beaufschlagt oder beaufschlagbar ist. Um dabei ein ruckartiges
Aufspringen der Schublade zu vermeiden, kann es auch günstig sein, die Relativbewegung
zwischen der Ausstoßvorrichtung und der Schublade bzw. deren Führungsschienen mittels
einer Dämpfvorrichtung zu dämpfen.
[0010] Die erste Schublade und die wenigstens eine zweite Schublade weisen jeweils eine
gesonderte Ausstoßvorrichtung zum Bewegen der Schubladen von einer Schließstellung
in eine Offenstellung auf. Dadurch können die Ausfahrbewegungen in unabhängiger Weise
voneinander gesteuert werden. Eine vorteilhafte Ausgestaltung sieht dabei vor, dass
die Ausstoßvorrichtung der ersten und der zumindest zweiten Schublade gekoppelt sind,
sodass die Ausstoßvorrichtung der zweiten Schublade über die Ausstoßvorrichtung der
ersten Schublade auslösbar ist. Dabei können die wenigstens zwei Ausstoßvorrichtungen
mechanisch oder elektrisch miteinander gekoppelt werden, sodass sich verschiedenste
Auslöse- und Schaltkombinationen ergeben. Eine Ausgestaltung kann dabei so getroffen
werden, wenn zwischen den beiden Ausstoßvorrichtungen ein Schaltelement angeordnet
ist, das in einer ersten Schaltstellung die beiden Ausstoßvorrichtungen koppelt und
in einer zweiten Schaltstellung entkoppelt. Das Schaltelement kann dabei entweder
als mechanischer Schalter ausgeführt werden, oder - gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel
- als logische Schaltung zur Verknüpfung von Digitalsignalen nach den Regeln der Booleschen
Algebra.
[0011] Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung sieht vor, dass wenigstens die erste
Schublade eine erste Endstellung aufweist, die der Schließstellung der ersten Schublade
entspricht und dass die erste Schublade ausgehend von dieser Endstellung durch Druckausübung
in Schließrichtung derselben in eine, weiter in den Möbelkorpus hinein gelegene, zweite
Endstellung bewegbar ist. Dabei kann die Ausgestaltung so getroffen sein, dass die
Ausstoßvorrichtung derart ausgebildet ist, dass sie die Schublade ausgehend von der
zweiten Endstellung in eine Offenstellung bewegt. Derartige Beschläge sind als Touch-Latch-Beschläge
bekannt, die dadurch betätigt werden, dass die Schublade um eine vorgegebene Wegstrecke
eingedrückt wird, um anschließend durch eine Kraftspeichervorrichtung (Federvorrichtung,
Fluiddämpfer, elektrischer Motor) in eine Offenstellung bewegt zu werden.
[0012] Alternativ oder ergänzend kann es auch von Vorteil sein, wenn die wenigstens erste
Schublade eine Endstellung aufweist, die der Schließstellung der Schublade entspricht
und dass die erste Schublade ausgehend von dieser Endstellung durch Zugausübung in
eine Offenstellung bewegbar ist, wobei die Ausstoßvorrichtung inaktiv ist. Wird die
erste Schublade (Frontauszug) über einen Zugimpuls aktiviert, so wird dabei vorzugsweise
nur der Frontauszug ausgefahren, da die Ausstoßvorrichtung des Innenauszuges keinen
Schaltimpuls erhält. Der Innenauszug kann dabei wahlweise in der Schließstellung verbleiben
oder wahlweise durch manuelle Druck- oder Zugausübung auf dessen Frontblende aktiviert
werden.
[0013] Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung kann vorgesehen sein, dass
das Möbel eine Steuer- und/oder eine Regeleinrichtung zum selektiven Bewegen der Schubladen
aufweist. Dadurch kann z.B. eine selektive Aktivierung, der Zeitpunkt der Ansteuerung
und/oder der Bewegungsablauf der Schublade separat oder in allen möglichen Kombinationen
gesteuert werden. In diesem Zusammenhang kann es günstig sein, wenn die Ausstoßvorrichtung
zumindest einen elektrischen Schalter aufweist, der durch Zug- und/oder Druckausübung
auf die Schublade aktivierbar ist, wobei dessen Signale der Steuerund/oder Regeleinrichtung
zuführbar sind. Dabei kann der elektrische Schalter als Mikroschalter ausgeführt werden,
dessen Schaltimpulse einem Adressdecodierer zum programmierten Ansteuern der einzelnen
Ausstoßvorrichtungen zugeführt werden können. Beispielhaft kann die Ausgestaltung
so getroffen sein, dass die Steuer- und/oder Regeleinrichtung derart ausgebildet ist,
dass sie die Ausstoßvorrichtung der wenigstens zweiten Schublade (Innenauszug) bei
vorzugsweise einmaliger Druckausübung auf die erste Schublade (Frontauszug) nicht
aktiviert. Mit anderen Worten wird der Innenauszug bei einmaliger Druckausübung auf
die Frontblende des Frontauszuges nicht ausgefahren, während sich der Frontauszug
alleine in die Offenstellung bewegt. Ein weiteres Ausführungsbeispiel kann so getroffen
sein, dass die Steuer- und/oder Regeleinrichtung derart ausgebildet ist, dass sie
die Ausstoßvorrichtung der wenigstens zweiten Schublade (Innenauszug) bei vorzugsweise
zwei aufeinander folgenden Druckausübungen auf die erste Schublade (Frontauszug) innerhalb
einer vorgegebenen oder vorgebbaren Zeitspanne aktiviert. Mit anderen Worten wird
bei einem "Doppelclick" auf den Frontauszug sowohl der Frontauszug als auch der Innenauszug
in eine Offenstellung bewegt. In einer zweckmäßigen Weiterbildung kann auch vorgesehen
sein, dass die Steuer- und/oder Regeleinrichtung derart ausgebildet ist, dass sie
bei Zugausübung auf die erste Schublade die Ausstoßvorrichtung(en) nicht aktiviert.
Hierbei sei angemerkt, dass in diesem Zusammenhang verschiedenste Schaltmöglichkeiten
für den mit dieser Aufgabe befassten Fachmann möglich sind.
[0014] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das
Möbel eine lösbare Kopplungsvorrichtung zum zeitweiligen Koppeln der beiden Schubladen
aufweist. Durch die zusätzliche Anordnung dieser lösbaren Kopplungsvorrichtung in
Kombination mit wenigstens einer Ausstoßvorrichtung der Schublade ergeben sich zusätzliche
Kombinationsmöglichkeiten. Dabei kann es von Vorteil sein, wenn durch die lösbare
Kopplungsvorrichtung die zumindest zweite Schublade zumindest von der vollständigen
Schließstellung in eine Offenstellung bewegbar ist. In diesem Zusammenhang ist es
günstig, wenn die lösbare Kopplungsvorrichtung zwei oder mehrere, vorzugsweise vorwählbare,
Betriebsmodi aufweist. Durch die Einstellmöglichkeit der lösbaren Kopplungsvorrichtung
kann beispielsweise die erste Schublade (Frontauszug) geöffnet werden, wobei entsprechend
den beiden Betriebsmodi wahlweise festgelegt werden kann, ob die wenigstens zweite
Schublade (Innenauszug) die Bewegung des Frontauszuges mitmacht oder auch nicht. Dabei
ist es vorteilhaft, wenn die lösbare Kopplungsvorrichtung derartig angeordnet oder
ausgebildet ist, dass die Schubladen, vorzugsweise in einer gemeinsamen Offenstellung
derselben, entkoppelbar sind, sodass jede Schublade für sich allein betätigbar ist.
[0015] Hinsichtlich der lösbaren Kopplungsvorrichtung lassen sich in einer für den Fachmann
geläufigen Art und Weise vielerlei Ausgestaltungen realisieren. Bei einem Ausführungsbeispiel
kann vorgesehen sein, dass die lösbare Kopplungsvorrichtung vorzugsweise zwischen
der Rückseite der Frontblende der ersten Schublade und zwischen der Vorderseite der
Frontblende bzw. Frontwand der zumindest zweiten Schublade wirksam ist. Im einfachsten
Fall kann es günstig sein, wenn die lösbare Kopplungsvorrichtung eine mechanische
Rastverbindung (z.B. wenigstens ein federbelastetes Rastelement) umfasst.
[0016] In einem alternativen Ausführungsbeispiel kann es auch sein, wenn zwischen der Frontblende
der ersten Schublade und der Frontblende bzw. Frontwand der zweiten Schublade wenigstens
ein, vorzugsweise federbeaufschlagter, Federpuffer und/oder wenigstens ein Distanzstück,
vorzugsweise aus einem dämpfenden Material, angeordnet ist (sind). Dadurch lässt sich
ein hartes Aufschlagen der Frontblende der ersten Schublade auf die Frontblende bzw.
Frontwand der zweiten Schublade wirkungsvoll verhindern, sodass die dabei auftretenden
Schlaggeräusche weitgehend reduziert werden.
[0017] Schließlich kann bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung vorgesehen sein, dass
wenigstens eine der Schubladen eine Einzugsvorrichtung aufweist, durch die die Schublade
in die geschlossene Endstellung bewegbar ist, wobei vorzugsweise der letzte Schließweg
bis hin zur vollständigen Schließstellung derselben gedämpft abläuft. Dabei kann man
jede Schublade des Möbels mit einer derartigen Einzugsvorrichtung ausrüsten, die die
Schubladen sicher in die geschlossene Endlage bringen. Üblicherweise sind derartige
Einzugsvorrichtungen auch mit einer Dämpfvorrichtung versehen, die die Bewegung der
Schublade über den letzten Schließbereich dämpft, sodass diese nicht mit zuviel Schwung
in den Möbelkorpus eingezogen wird. Als Dämpfvorrichtungen kommen dabei vorteilhafterweise
Fluiddämpfer, beispielsweise Linear- oder Rotationsdämpfer, zum Einsatz.
[0018] Weitere Einzelheiten und Vorteile der gegenständlichen Erfindung werden anhand der
Figurenbeschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen im Folgenden näher erläutert.
Darin zeigt bzw. zeigen:
- Fig. 1
- ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Möbels in einer perspektivischen Darstellung,
wobei das Möbel einen Frontauszug und zwei dahinter liegende Innenauszüge aufweist,
- Fig.2
- ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung mit einer lösbaren Kopplungsvorrichtung
zwischen dem unteren Innenauszug und dem Frontauszug sowie mit einem Federpuffer zwischen
oberem Innenauszug und dem Frontauszug, und
- Fig. 3a-3d
- verschiedene Ausführungsbeispiele der Auslöse- und Kopplungsmöglichkeiten zwischen
einem Innenauszug und dem Frontauszug, wobei die Fig. 3a-3c Beispiele zeigen, die
von den Anspruchen nicht abgedecht sind.
[0019] Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Möbels 1 in einer perspektivischen
Darstellung. Das schrankförmige Möbel 1 weist einen Möbelkorpus 2 auf, in dem eine
erste Schublade 3 (Frontauszug) mit einer hochgezogenen Frontblende 3' verfahrbar
ist. Im Weiteren befinden sich im Möbelkorpus 2 eine zweite und eine dritte Schublade
4 und 5 (Innenauszüge), deren Frontwand 4' und 5' in der Schließstellung der Schubladen
3, 4, 5 hinter der hochgezogenen Frontblende 3' des Frontauszuges 3 liegt. Um die
beiden Innenauszüge 4 und 5 zu öffnen, muss daher immer zuerst der Frontauszug 3 geöffnet
werden, was die Bedienbarkeit der Schubladen 3, 4, 5 erschwert. Zu diesem Zweck sind
auf der nur teilweise dargestellten Möbelrückwand 8 drei gesonderte Ausstoßvorrichtungen
9, 9' und 9" vorgesehen, deren Ausstoßelemente 9a, 9a' und 9a" vorzugsweise die jeweiligen
Rückwände der einzelnen Schubladen 3, 4 und 5 beaufschlagen, sodass die Schubladen
3, 4 und 5 ausgehend von der Schließstellung unter Überwindung deren Massenträgheit
beschleunigt werden, sodass dadurch die Schubladen 3, 4 und 5 in eine Offenstellung
bringbar sind. Die Ausstoßvorrichtungen 9, 9' und 9" umfassen vorzugsweise eine nicht
näher dargestellte Federeinrichtung, oder gemäß einem alternativen Ausführungsbeispiel
wenigstens eine elektrische Antriebseinheit, sodass ein Drehmoment auf die jeweiligen
Ausstoßelemente 9a, 9a' und 9a" ausgeübt wird. Die Rückwand der jeweiligen Schubladen
3, 4 und 5 eignet sich besonders für die Kraftbeaufschlagung der Ausstoßelemente 9a,
9a' und 9a", wobei die freien Enden der Ausstoßelemente 9a, 9a' und 9a" in der geschlossenen
Endlage an den jeweiligen Rückwänden der Schubladen 3, 4 und 5 anliegen. Grundsätzlich
können die Ausstoßvorrichtungen 9, 9' und 9" auch an einer anderen Stelle des Möbels
wirken, beispielsweise auch an deren Ausziehschienen, die an beiden Seiten der Schublade
3, 4 und 5 angeordnet sind.
[0020] Durch die gesonderten Ausstoßvorrichtungen 9, 9' und 9", die gemäß der Erfindung
durch wenigstens ein Schaltelement gekoppelt werden, ergeben sich verschiedene Kombinationsmöglichkeiten,
die in den nachstehenden Figuren noch näher erläutert werden. Um die Kombinationsmöglichkeiten
der Schubladen 3, 4 und 5 noch zu erweitern, sind lösbare Kopplungsvorrichtungen zur
wahlweisen bzw. zeitweiligen Kopplung eines Innenauszuges 4, 5 mit dem Frontauszug
3 vorgesehen, sodass bei einer Ausfahrbewegung des Frontauszuges 3 auch ein Innenauszug
4, 5 mitfährt oder auch nicht. Die lösbare Kopplungsvorrichtung umfasst im Wesentlichen
hakenförmige Mitnehmerelemente 10b bzw. 11b sowie Koppelelemente 10a und 11a. Die
hakenförmigen Mitnehmerelemente 10b und 11b sind im Bereich der Frontwände 4' und
5' angeordnet und sind mit den Koppelelementen 10a und 11a der Frontblende 3' lösbar
koppelbar. Dabei kann günstigerweise vorgesehen sein, dass die Mitnehmerelemente 10b
und 11b und/oder die Koppelelemente 10a und 11a wenigstens zwei Betriebsstellungen
aufweisen, wobei in einer ersten Betriebsstellung die Mitnehmerelemente 10b und 11b
beim Zusammenführen des Frontauszuges 3 mit den Innenauszügen 4, 5 automatisch mit
dem Koppelelement 10a bzw. 11a verrasten und wobei in einer zweiten Betriebsstellung
keine Verrastung zwischen den Mitnehmerelementen 10b, 11b und den Koppelelementen
10a und 11a erfolgt. In diesem Zusammenhang ist es günstig, wenn das Mitnehmerelement
10b bzw. 11b eine Verstellmöglichkeit aufweist, durch die die zwei Betriebsstellungen,
beispielsweise durch manuelle Betätigung, aktivierbar sind. Das kann dadurch erfolgen,
dass entweder die Mitnehmerelemente 10b bzw. 11b oder die Koppelelemente 10a bzw.
11a um 180° drehbar ausgebildet sind, sodass die Kopplung in einer Stellung aktiviert
und in der 180° verdrehten Stellung deaktiviert ist.
[0021] Fig. 2 zeigt eine geringfügige Abänderung des Ausführungsbeispiels aus Fig. 1. Der
Aufbau des Möbels 1 ist mit dem der Fig. 1 identisch, mit der Ausnahme, dass für den
oberen Innenauszug 5 bzw. dessen Frontwand 5' keine Kopplungsmöglichkeit mit der hochgezogenen
Frontblende 3' des Frontauszuges 3 vorgesehen ist. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
ist auf der Rückseite der Frontblende 3' des Frontauszuges 3 ein Federpuffer 12 vorgesehen,
der in der geschlossenen Endlage der beiden Schubladen 3 und 5 an der Frontwand 5'
des oberen Innenauszuges 5 anliegt. Der Federpuffer 12 verhindert dadurch einen unerwünschten
Blendenaufschlag der Frontblende 3', wenn die Schublade 3 geschlossen wird. Der Federpuffer
12 kann auch durch ein Distanzstück ersetzt werden, welches vorzugsweise aus seinem
dämpfenden Material mit gummielastischen Eigenschaften gebildet ist.
[0022] Fig. 3a-3d zeigen verschiedene Ausführungsbeispiele der Auslöse- und Kopplungsmöglichkeiten
anhand einer vereinfachten Darstellung des Frontauszuges 3 und eines Innenauszuges
4 in einer Seitenansich, wobei die Fig. 3a-3c Beispiele zeigen, die von den Ansprüchen
nicht abgedecht sind.
[0023] Fig. 3a zeigt den Frontauszug 3 mit seiner hochgezogenen Frontblende 3', die in der
Schließstellung der Schubladen 3 und 4 die Frontwand 4' des Innenauszuges 4 im Wesentlichen
vollständig bedeckt. An der Rückwand 8 des Möbels 1 sind zwei gesonderte Ausstoßvorrichtungen
9 und 9' vorgesehen, deren Ausstoßelemente 9a und 9a' die jeweilige Schubladenrückwand
beaufschlagen. Im gezeigten Beispiel ist vorgesehen, dass der Frontauszug 3 eine erste
Endstellung aufweist, die der Schließstellung des Frontauszuges 3 entspricht und dass
der Frontauszug 3 ausgehend von dieser Einstellung durch Druckausübung in Schließrichtung
desselben in eine, weiter in den Möbelkorpus 2 hinein gelegene, zweite Endstellung
bewegbar ist, sodass das Ausstoßelement 9a der Ausstoßvorrichtung 9 durch Druck auf
den Frontauszug 3 beaufschlagbar ist. Die Ausstoßvorrichtungen 9 und 9' sind im gezeigten
Beispiel nicht gekoppelt, auch ist keine lösbare Kopplungsmöglichkeit zwischen der
Frontblende 3' und der Frontwand 4' vorgesehen. Der Öffnungsvorgang der Schubladen
3, 4 erfolgt in voneinander unabhängiger Weise, d.h. der Innenauszug 4 kann erst ausgefahren
werden, nachdem der Frontauszug 3 bewusst über die Ausstoßvorrichtung 9 in eine Offenstellung
bewegt wurde. Im Anschluss daran kann nach gesonderter Aktivierung der Ausstoßvorrichtung
9' der Innenauszug 4 in eine Offenstellung bewegt werden.
[0024] Fig. 3b zeigt ein alternatives Beispiel in einer Seitenansicht. Im Gegensatz zu Fig.
3a ist der Innenauszug 4 bzw. dessen Frontwand 4' über eine lösbare Kopplungsvorrichtung
11 mit der Frontblende 3' des Frontauszuges 3 gekoppelt. Die lösbare Kopplungsvorrichtung
11 besteht aus dem in Fig. 1 gezeigten Mitnehmerelement 11b und dem Koppelelement
11a. Die lösbare Kopplungsvorrichtung 11 ist vorzugsweise zwischen der Rückseite der
Frontblende (3') der ersten Schublade (3) und zwischen der Vorderseite (4') der Frontblende
bzw. Frontwand der zumindest zweiten Schublade (4) wirksam und weist vorzugsweise
zwei vorwählbare Betriebsmodi auf, wobei in einem ersten Betriebsmodus die beiden
Schubladen 3 und 4 miteinander gekoppelt sind und in einem weiteren Betriebsmodus
nicht koppeln. Wird nun die Ausstoßvorrichtung 9 des Frontauszuges 3 - beispielsweise
durch manuelle Druck- öder Zugbelastung der Frontblende 3' - aktiviert, so fährt der
Innenauszug 4 bei aktiver Kopplung der lösbaren Kopplungsvorrichtung 11 gemeinsam
mit dem Frontauszug 3 aus dem Möbelkorpus 2 heraus. Ist die lösbare Kopplungsvorrichtung
11 nicht aktiv, so kann eine gesonderte Aktivierung des Innenauszuges 4 (ebenfalls
durch Druck- oder Zugausübung auf die Frontblende 4') zum Bewegen aus seiner geschlossenen
Endlage in eine Offenstellung erfolgen.
[0025] Fig. 3c zeigt ein weiteres Beispiel. Zwischen der Frontblende 3' des Frontauszuges
3 und der Frontwand 4' des Innenauszuges 4 ist ein - wie in Fig. 2 gezeigter Federpuffer
12 oder ein Distanzstück - wirksam. Wird auf die Frontblende 3' ein Druck ausgeübt,
so kann die Schublade 3 - ausgehend von der gezeigten Endstellung, die der Schließstellung
des Frontauszuges 3 entspricht - in eine weiter in dem Möbelkorpus 2 hinein gelegene
zweite Endstellung bewegt werden, sodass auch Druck auf das Ausstoßelement 9a ausgeübt
wird. Durch den Federpuffer 12 bzw. das Distanzstück wird auch Druck auf das Ausstoßelement
9a' der Ausstoßvorrichtung 9' ausgeübt, sodass dies zu einem gemeinsamen Auslösen
der beiden Ausstoßvorrichtungen 9 und 9' führt. Dabei kann vorgesehen sein, dass bei
Zugausübung auf die Frontblende 3' nur die Ausstoßvorrichtung 9 des Frontauszuges
3 aktiviert wird. Der Innenauszug 4 kann unabhängig vom Frontauszug 3 über Druck-
oder Zugimpulse auf seine Frontblende 4' aktiviert werden.
[0026] Fig. 3d zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. In der gezeigten Figur ist schematisch
ein Schaltelement 13 gezeigt, das zwischen den beiden Ausstoßvorrichtungen 9 und 9'
wirksam ist. Das Schaltelement 13 weist zumindest zwei Schaltstellungen auf, wobei
das Schaltelement 13 in einer ersten Schaltstellung die beiden Schubladen 3 und 4
koppelt und in einer zweiten Schaltstellung entkoppelt. Wird nun die Ausstoßvorrichtung
9 des Frontauszuges 3 aktiviert, so fährt der Innenauszug 4 je nach Schaltstellung
mit dem Frontauszug 3 mit oder auch nicht.
[0027] Das Schaltelement 13 kann auch Teil einer Programmlogik einer Steuer- und/oder Regeleinrichtung
14 sein, durch die die wenigstens zwei Ausstoßvorrichtungen 9 und 9' selektiv (an-)steuerbar
sind. Durch vorzugsweise manuelle Zug- und/oder Druckausübung auf die Frontblende
3' des Frontauszuges 3 können verschiedene Auslösungsimpulse realisiert werden. Hierbei
kann beispielhaft vorgesehen werden, dass die Ausstoßvorrichtung 9' des Innenauszuges
4 bei vorzugsweise einmaliger Druckausübung auf die Frontblende 3' des Frontauszuges
3 nicht aktiviert wird. In einer vorteilhaften Weiterbildung kann es auch sein, dass
die Ausstoßvorrichtung 9' bei vorzugsweise zwei aufeinanderfolgenden Druckausübungen
auf die Frontblende 3' des Frontauszuges 3 innerhalb einer vorgegebenen oder vorgebbaren
Zeitspanne aktiviert wird.
[0028] Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die gezeigten Ausführungsbeispiele. Auch
sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, unten, seitlich
usw., auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind bei
einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen. Die erläuterten Aktivierungsmöglichkeiten
der einzelnen Ausstoßvorrichtungen seien lediglich beispielhaft verstanden, da eine
Vielzahl weiterer Möglichkeiten für den mit der technischen Aufgabe befassten Fachmann
zu realisieren sind.
1. Möbel (1) mit einem Möbelkorpus (2) und mit einer ersten und zumindest einer zweiten
relativ zum Möbelkorpus (2) verfahrbaren Schublade (3, 4), wobei in der Schließstellung
der Schubladen (3, 4) die Frontblende (3') der ersten Schublade (3) die Frontblende
(4') bzw. die Frontwand der zumindest einen zweiten Schublade (4) im Wesentlichen
vollständig bedeckt, wobei die erste und die zumindest eine zweite Schublade (3, 4)
jeweils eine Ausstoßvorrichtung (9, 9') zum Bewegen der Schubladen (3, 4) von einer
Schließstellung in eine Offenstellung aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den beiden Ausstoßvorrichtungen (9, 9') ein Schaltelement (13) angeordnet
ist, das in einer ersten Schaltstellung die beiden Ausstoßvorrichtungen (9, 9') koppelt
und in einer zweiten Schaltstellung entkoppelt.
2. Möbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Ausstoßvorrichtung (9, 9') eine Antriebsvorrichtung, vorzugsweise
zumindest eine Feder oder zumindest einen elektrischen Motor, aufweist, durch die
ein Ausstoßelement (9a') zum Ausstoßen der Schublade (3, 4) beaufschlagt oder beaufschlagbar
ist.
3. Möbel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausstoßvorrichtung (9') der zumindest einen zweiten Schublade (4) über die Ausstoßvorrichtung
(9) der ersten Schublade (3) auslösbar ist.
4. Möbel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens die erste Schublade (3) eine erste Endstellung aufweist, die der Schließstellung
der ersten Schublade (3) entspricht und dass die erste Schublade (3) ausgehend von
dieser Endstellung durch Druckausübung in Schließrichtung derselben in eine, weiter
in den Möbelkorpus (2) hinein gelegene, zweite Endstellung bewegbar ist.
5. Möbel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausstoßvorrichtung (9) die erste Schublade (3) ausgehend von der zweiten Endstellung
in eine Offenstellung bewegt.
6. Möbel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens die erste Schublade (3) eine Endstellung aufweist, die der Schließstellung
der Schublade (3) entspricht und dass die erste Schublade (3) ausgehend von dieser
Endstellung durch Zugausübung in eine Offenstellung bewegbar ist, wobei die Ausstoßvorrichtung
(9) inaktiv ist.
7. Möbel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Möbel (1) eine Steuer- oder eine Regeleinrichtung (14) zum selektiven Bewegen
der Schubladen (3, 4, 5) aufweist.
8. Möbel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausstoßvorrichtung (9) zumindest einen elektrischen Schalter aufweist, der durch
Zug- und/oder Druckausübung auf die Schublade (3, 4, 5) aktivierbar ist, wobei dessen
Signale der Steuer- oder Regeleinrichtung (14) zuführbar sind.
9. Möbel nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- oder Regeleinrichtung (14) derart ausgebildet ist, dass sie die Ausstoßvorrichtung
(9') der wenigstens zweiten Schublade (4) bei, vorzugsweise einmaliger, Druckausübung
auf die erste Schublade (3) nicht aktiviert.
10. Möbel nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- oder Regeleinrichtung (14) derart ausgebildet ist, dass sie die Ausstoßvortichtung
(9') der wenigstens einen zweiten Schublade (4) bei, vorzugsweise zwei, aufeinanderfolgenden
Druckausübungen auf die erste Schublade (3) innerhalb einer vorgegebenen oder vorgebbaren
Zeitspanne aktiviert.
11. Möbel nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- oder Regeleinrichtung (14) derart ausgebildet ist, dass sie bei Zugausübung
auf die erste Schublade (3) die Ausstoßvorrichtung(en) (9, 9', 9") nicht aktiviert.
12. Möbel nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die mindestens eine zweite Schublade (3, 4) eine lösbare Kopplungsvorrichtung
(11) zum zeitweiligen Koppeln der beiden Schubladen (3, 4) aufweisen.
13. Möbel nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schubladen (3, 4) durch die lösbare Kopplungsvorrichtung (11) während der Bewegung
von der vollständigen Schließstellung in eine Offenstellung gekoppelt sind.
14. Möbel nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Schubladen (3, 4) durch Lösen der Kopplungsvorrichtung (11) in einer gemeinsamen
Offenstellung derselben entkoppelbar sind.
15. Möbel nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die lösbare Kopplungsvorrichtung (11) zwischen der Rückseite der Frontblende (3')
der ersten Schublade (3) und zwischen der Vorderseite der Frontblende (4') bzw. Frontwand
der zumindest zweiten Schublade (4) wirksam ist.
16. Möbel nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die lösbare Kopplungsvorrichtung (11) eine mechanische Rastverbindung umfasst.
17. Möbel nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die mechanische Rastverbindung ein vorzugsweise hakenförmiges Mitnehmerelement (10b,
11b) aufweist, das mit einem Koppelelement (10a, 11a) koppelbar ist.
18. Möbel nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Mitnehmerelement (10b, 11b) auf der Vorderseite der Frontblende (4') bzw. Frontwand
der zumindest einen zweiten Schublade (4) und das Koppelelement (10a, 11a) auf der
Rückseite der Frontblende (3') der ersten Schublade (3) angeordnet ist.
19. Möbel nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Mitnehmerelement (10b, 11b) und/oder das Koppelelement (10a, 11a) wenigstens
zwei Betriebsstellungen aufweist (aufweisen), wobei in einer ersten Betriebsstellung
das Mitnehmerelement (10b, 11b) beim Zusammenführen der beiden Schubladen (3, 4) automatisch
mit dem Koppelelement (10a, 11a) verrastet, und wobei in einer zweiten Betriebsstellung
keine Verrastung zwischen Mitnehmerelement (10b, 11b) und Koppelelement (10a, 11a)
erfolgt.
20. Möbel nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Mitnehmerelement (10b, 11b) und/oder das Koppelelement (10a, 11a) eine Verstelleinrichtung
aufweist (aufweisen), durch die die wenigstens zwei Betriebsstellungen, vorzugsweise
durch manuelle Betätigung, aktivierbar sind.
21. Möbel nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Frontblende (3') der ersten Schublade (3) und der Frontblende (4') bzw.
Frontwand der zumindest einen zweiten Schublade (4) wenigstens ein, vorzugsweise federbeaufschlagter,
Federpuffer (12) und/oder wenigstens ein Distanzstück, vorzugsweise aus einem dämpfenden
Material, angeordnet ist (sind).
22. Möbel nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Schubladen (3, 4, 5) eine Einzugsvorrichtung aufweist, durch
welche die Schublade (3, 4, 5) in die geschlossene Endstellung bewegbar ist, wobei
vorzugsweise der letzte Schließweg bis hin zur vollständigen Schließstellung derselben
gedämpft abläuft.
1. An article of furniture (1) comprising a furniture carcass (2), a first drawer (3)
and at least one second drawer (4) being displaceable relative to the furniture carcass
(2), wherein in the closed position of the two drawers (3, 4) the front panel (3')
of the first drawer (3) substantially completely covers the front panel (4') or the
front wall of the at least one second drawer (4), and wherein the first drawer (3)
and the at least one second drawer (4) each have an ejection device (9, 9') for moving
the drawers (3, 4) from a closed position into an open position, characterized in that arranged between the two ejection devices (9, 9') is a switching element (13) which
couples the two ejection devices (9, 9') in a first switching position and uncouples
them in a second switching position.
2. The article of furniture according to claim 1, characterized in that at least one ejection device (9, 9') has a drive device, preferably at least one
spring or at least an electric motor, by which an ejection element (9a) is or can
be acted upon for ejection of the drawer (3).
3. The article of furniture according to claim 2, characterized in that the ejection device (9') of the at least one second drawer (4) can be triggered by
way of the ejection device (9) of the first drawer (3).
4. The article of furniture according to one of the claims 1 to 3, characterized in that at least the first drawer (3) has a first end position which corresponds to the closed
position of the first drawer (3) and that the first drawer (3) is movable starting
from that end position by application of pressure in the closing direction thereof
into a second end position which is further into the furniture carcass (2).
5. The article of furniture according to claim 4, characterized in that the ejection device (9) moves the first drawer (3) starting from the second end position
towards an open position.
6. The article of furniture according to one of the claims 1 to 5, characterized in that the at least the first drawer (3) has an end position which corresponds to the closed
position of the drawer (3) and that the first drawer (3) is movable starting from
that end position by applying a pulling force into an open position, wherein the ejection
device (9) is inactive.
7. The article of furniture according to one of the claims 1 to 6, characterized in that the article of furniture (1) has a control or a regulating device (14) for selectively
moving the drawers (3, 4, 5).
8. The article of furniture according to claim 7, characterized in that the ejection device (9) has at least one electric switch which can be activated by
application of a pulling force or a pushing force to the drawer (3, 4, 5), wherein
the signals thereof can be passed to the control or regulating device (14).
9. The article of furniture according to claim 7 or 8, characterized in that the control or regulating device (14) is so designed that it does not activate the
ejection device (9') of the at least second drawer (4) when a pressure is, preferably
once, applied to the first drawer (3).
10. The article of furniture according to one of the claims 7 to 9, characterized in that the control or regulating device (14) is so designed that it activates the ejection
device (9') of the at least second drawer (4) when successive pressure is, preferably
twice, applied to the first drawer (3) within a predetermined or predeterminable period
of time.
11. The article of furniture according to one of the claims 7 to 10, characterized in that the control or regulating device (14) is so designed that it does not activate the
ejection device or ejection devices (9, 9', 9") when a pulling force is applied to
the first drawer (3).
12. The article of furniture according to one of the claims 1 to 11, characterized in that the article of furniture (1) has a releasable coupling device (11) for temporarily
coupling the two drawers (3, 4) with each other.
13. The article of furniture according to claim 12, characterized in that the drawers (3, 4) are coupled by the releasable coupling device (11) when being
moved from the fully closed position into an open position.
14. The article of furniture according to claim 13, characterized in that the drawers (3, 4) in a common open position can be decoupled from each other by
releasing the coupling device (11).
15. The article of furniture according to one of the claims 12 to 14, characterized in that the releasable coupling device (11) is being operative between the back side of the
front wall (3') of the first drawer (3) and the front side of the front panel (4')
or front wall of the at least one second drawer (4).
16. The article of furniture according to one of the claims 12 to 15, characterized in that the releasable coupling device (11) comprises a mechanical latching connection.
17. The article of furniture according to claim 16, characterized in that the mechanical latching connection has a, preferably hook-shaped, entrainment element
(10b, 11b) which can be coupled to a coupling element (10a, 11a).
18. The article of furniture according to claim 17, characterized in that the entrainment element (10b, 11b) is arranged on the front side of the front panel
(4') or front wall of the second drawer (4) and the coupling element (10a, 11a) is
arranged on the rear side of the front panel (3') of the first drawer (3).
19. The article of furniture according to claim 17 or 18, characterized in that the entrainment element (10b, 11b) and/or the coupling element (10a, 11a) has or
have at least two operating positions, wherein in a first operating position the entrainment
element (10b, 11b) automatically latches to the coupling element (10a, 11a) when the
two drawers (3, 4) are brought together and wherein in a second operating position
no latching is effected between the entrainment element (10b, 11b) and the coupling
element (10a, 11a).
20. The article of furniture according to claim 19, characterized in that the entrainment element (10b, 11b) and/or the coupling element (10a, 11a) has or
have an adjustment device by means of which the at least two operating positions can
be activated, preferably by manual actuation.
21. The article of furniture according to one of the claims 1 to 20, characterized in that at least one, preferably spring-loaded, spring buffer (12) and/or at least one spacer
portion, preferably comprising a damping material, is or are arranged between the
front panel (3') of the first drawer (3) and the front panel (4') or front wall of
the second drawer (4).
22. The article of furniture according to one of the claims 1 to 21, characterized in that at least one of the drawers (3, 4, 5) has a retraction device by which the drawer
(3, 4, 5) can be moved into the closed position, wherein preferably the last closing
path towards the fully closed position is subjected to a damping operation.
1. Meuble (1), comportant un corps (2) et comportant un premier et au moins un deuxième
tiroir (3, 4), aptes à être déplacés par rapport au corps (2) du meuble, dans lequel,
dans la position de fermeture des tiroirs (3, 4), le panneau frontal (3') du premier
tiroir (3) couvre sensiblement en entier le panneau frontal (4') ou la paroi frontale
dudit au moins un deuxième tiroir (4), le premier et ledit au moins un deuxième tiroir
(3, 4) comportant chacun un dispositif de poussée (9, 9') pour déplacer les tiroirs
(3, 4) d'une position de fermeture dans une position d'ouverture, caractérisé en ce qu'entre les deux dispositifs de poussée (9, 9') est agencé un élément de manoeuvre (13)
qui, dans une première position de manoeuvre, couple les deux dispositifs de poussée
(9, 9') et, dans une deuxième position de manoeuvre, découple ceux-ci.
2. Meuble selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins un dispositif de poussée (9, 9') comporte un dispositif d'entraînement, de
préférence au moins un ressort ou au moins un moteur électrique, par lesquels un élément
de poussée (9a') est sollicité ou peut être sollicité pour pousser le tiroir (3, 4).
3. Meuble selon la revendication 2, caractérisé en ce que le dispositif de poussée (9') dudit au moins un deuxième tiroir (4) peut être déclenché
par le dispositif de poussée (9) du premier tiroir (3).
4. Meuble selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'au moins le premier tiroir (3) comporte une première position finale, qui correspond
à la position de fermeture du premier tiroir (3), et en ce que le premier tiroir (3) peut, sous l'effet de l'application d'une pression dans le
sens de fermeture de ce dernier, être déplacé à partir de cette position finale dans
une deuxième position finale située davantage à l'intérieur du corps (2) du meuble.
5. Meuble selon la revendication 4, caractérisé en ce que le dispositif de poussée (9) déplace le premier tiroir (3) à partir de la deuxième
position finale dans une position d'ouverture.
6. Meuble selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'au moins le premier tiroir (3) comporte une position finale qui correspond à la position
de fermeture du tiroir (3), et en ce que le premier tiroir (3) peut être déplacé, sous l'effet de l'application d'une traction,
depuis cette position finale dans une position d'ouverture, le dispositif de poussée
(9) étant inactif.
7. Meuble selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le meuble (1) comporte un dispositif de commande ou un dispositif de réglage (14)
pour le déplacement sélectif des tiroirs (3, 4, 5).
8. Meuble selon la revendication 7, caractérisé en ce que le dispositif de poussée (9) comporte au moins un commutateur électrique, qui peut
être active par l'application d'une traction et/ou d'une pression sur le tiroir (3,
4, 5), les signaux dudit commutateur pouvant être acheminés vers le dispositif de
commande ou le dispositif de réglage (14).
9. Meuble selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que le dispositif de commande ou le dispositif de réglage (14) est configuré de telle
sorte qu'il n'active pas le dispositif de poussée (9') dudit au moins un deuxième
tiroir (4), lorsqu'une pression, de préférence une seule, est appliquée sur le premier
tiroir (3).
10. Meuble selon l'une quelconque des revendications 7 à 9, caractérisé en ce que le dispositif de commande ou le dispositif de réglage (14) est configuré de telle
sorte qu'il active le dispositif de poussée (9') dudit au moins un deuxième tiroir
(4) lorsque des pressions successives, de préférence deux, sont appliquées sur le
tiroir (3) pendant un intervalle de temps prédéfini ou prédéfinissable.
11. Meuble selon l'une quelconque des revendications 7 à 10, caractérisé en ce que le dispositif de commande ou le dispositif de réglage (14) est configuré de telle
sorte qu'il n'active pas le(s) dispositif(s) de poussée (9, 9', 9") lorsqu'une traction
est appliquée sur le premier tiroir (3).
12. Meuble selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que le premier et ledit au moins un deuxième tiroir (3, 4) comportent un dispositif de
couplage (11) amovible pour un couplage temporaire des deux tiroirs (3, 4).
13. Meuble selon la revendication 12, caractérisé en ce que les tiroirs (3, 4) sont couplés par le dispositif de couplage (11) amovible pendant
le déplacement à partir de la position entièrement fermée dans une position ouverte.
14. Meuble selon la revendication 13, caractérisé en ce que les tiroirs (3, 4), dans une position d'ouverture commune de ceux-ci, peuvent être
découplés par la désolidarisation du dispositif de couplage (11).
15. Meuble selon l'une quelconque des revendications 12 à 14, caractérisé en ce que le dispositif de couplage (11) amovible est actif entre la face arrière du panneau
frontal (3') du premier tiroir (3) et entre la face avant du panneau frontal (4')
ou de la paroi frontale dudit au moins un deuxième tiroir (4).
16. Meuble selon l'une quelconque des revendications 12 à 15, caractérisé en ce que le dispositif de couplage (11) amovible comporte un assemblage par encliquetage mécanique.
17. Meuble selon la revendication 16, caractérisé en ce que l'assemblage par encliquetage mécanique comporte un élément d'entraînement (10b,
11b), de préférence en forme de crochet, qui peut être couplé avec un élément de couplage
(10a, 11a).
18. Meuble selon la revendication 17, caractérisé en ce que l'élément d'entraînement (10b, 11b) est disposé sur la face avant du panneau frontal
(4') ou de la paroi frontale dudit au moins un deuxième tiroir (4), et l'élément de
couplage (10a, 11a) est disposé sur la face arrière du panneau frontal (3') du premier
tiroir (3).
19. Meuble selon la revendication 17 ou 18, caractérisé en ce que l'élément d'entraînement (10b, 11b) et/ou l'élément de couplage (10a, 11a) comporte
(comportent) au moins deux positions de service, dans lequel, dans une première position
de service, l'élément d'entraînement (10b, 11b) s'enclenche automatiquement avec l'élément
de couplage (10a, 11a) lorsque les deux tiroirs (3, 4) sont déplacés conjointement
et dans lequel, dans une deuxième position de service, il ne se produit pas d'enclenchement
entre l'élément d'entraînement (10b, 11b) et l'élément de couplage (10a, 11a).
20. Meuble selon la revendication 19, caractérisé en ce que l'élément d'entraînement (10b, 11b) et/ou l'élément de couplage (10a, 11a) comporte
(comportent) un dispositif de réglage, par lequel les au moins deux positions de service
peuvent être activées, de préférence par un actionnement manuel.
21. Meuble selon l'une quelconque des revendications 1 à 20, caractérisé en ce qu'au moins un butoir élastique (12), de préférence sollicité par un ressort, et/ou au
moins un écarteur, réalisé de préférence dans un matériau amortisseur, est (sont)
disposé(s) entre le panneau frontal (3') du premier tiroir (3) et le panneau frontal
(4') ou la paroi frontale dudit au moins un deuxième tiroir (4).
22. Meuble selon l'une quelconque des revendications 1 à 21, caractérisé en ce qu'au moins un des tiroirs (3, 4, 5) comporte un dispositif de rentrée, par lequel le
tiroir (3, 4, 5) peut être déplacé dans la position finale fermée, dans lequel de
préférence le dernier mouvement de fermeture se déroule en étant amorti jusque dans
la position de fermeture complète dudit tiroir.
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