Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Werkstofftechnik. Sie betrifft eine
keramische Wärmedämmschicht, welche zum Beschichten thermisch hochbelasteter Bauteile,
wie z. B. Laufschaufeln einer Gasturbine, eingesetzt wird.
Stand der Technik
[0002] Um die Effizienz von Gasturbinen zu erhöhen werden diese bei sehr hohen Betriebstemperaturen
gefahren. Die den heissen Gasen ausgesetzten Bauteile, z. B. Leit- und Laufschaufeln
oder Brennkammerelemente, werden daher bekanntermassen auf ihrer Oberfläche mit Wärmedämmschichten
(Thermal Barrier Coatings, TBC) versehen, um höhere Betriebstemperaturen zu erreichen
bzw. die Lebensdauer der Bauteile zu verlängern. Diese Wärmedämmschichten bestehen
üblicherweise aus einem keramischen Material, meist aus mit Yttriumoxid (Y
2O
3) stabilisiertem Zirkonoxid (ZrO
2), das auf die Oberfläche der oftmals aus Nickelbasis-Superlegierungen bestehenden
Bauteile aufgebracht wird. Um die Haftung der keramischen Schicht auf dem Bauteil
zu verbessern, werden zwischen der Wärmedämmschicht und der Oberfläche des Bauteiles
oftmals Haftschichten aus MCrAIY vorgesehen, wobei M für Metall, und zwar für Ni,
Fe, Co oder Kombinationen daraus, steht.
[0003] Es ist bekannter Stand der Technik, die TBC thermisch aufzuspritzen. Als mögliche
Verfahren zum Aufbringen dieser Schichten sind Plasmaspritzen, wie z. B. Plasmaspritzen
in Luft (Air Plasma Spraying APS), Niederdruck-Plasmaspritzen (Low Pressure Plasma
Spraying LPPS), Vakuum-Plasmaspritzen (Vacuum Plasma Spraying VPS) oder Flammenspritzen,
wie z. B. Hochgeschwindigkeitsflammenspritzen (High Velocity Oxygen Fuel HVOF), sowie
physikalische Dampfabscheidung (Physical Vapour Deposition PVD), z. B. mittels Elektronenstrahl
(Electron Beam Physical Vapour Deposition EP-PVD) bekannt (siehe z. B.
US 6,352,788 B2,
US 6,544,665 B2).
[0004] Mit Hilfe des EP-PVD-Verfahren werden säulenartige Schichten erzeugt, die eine dehnungstolerante
Kornstruktur aufweisen, die fähig ist sich bei unterschiedlicher Beanspruchung auszudehnen
oder zusammenzuziehen, so dass keine Spannungen erzeugt werden, welche beispielsweise
zum Abplatzen der Schichten führen würden. Nachteilig sind bei diesem Verfahren aber
die hohen Kosten.
[0005] Im Gegensatz dazu haben APS-gespritze TBC z. B. einen hohen Grad an Inhomogenitäten
und Porosität, was vorteilhaft den Wärmetransfer durch die TBC reduziert. Während
des Betriebes einer Gasturbine erhöht aber sich durch Strukturveränderungen, z. B.
Kornwachstum, die thermische Leitfähigkeit, so dass Gegenmassnahmen getroffen werden
müssen um einen ausreichenden Wärmeschutz zu erreichen. Eine dieser Gegenmassnahmen
ist beispielsweise das Spritzen dickerer Schichten. Dies ist nachteilig einerseits
sehr teuer, andererseits praktisch oftmals nicht machbar. Übliche TBC-Schichtdicken
sind ca. 250-300 µm.
[0006] Gemäss
US 6,544,665 B2 wird deshalb vorgeschlagen, z. B. Al
2O
3 (mindestens 0.1-3 Mol-%) in die Mikrostruktur einer TBC einzubringen. Das Al
2O
3 verbindet sich nicht mit der Matrix der keramischen Schicht, sondern bildet Ablagerungen
und verhindert damit das Kornwachstum. Einen positiven Einfluss auf den Spannungsgradienten
und damit auf die Senkung der Abplatzgefahr der TBC hat dies aber nicht.
[0007] Aus
EP 0799 904 A1 sind gradierte TBC bekannt, in deren Mikrostruktur ebenfalls Oxide, vorzugsweise
Al
2O
3, welche vorgängig mit metallischen Materialien, vorzugsweise legierten Nickel-Aluminiden
gemischt und dann verdampft worden sind, eingebracht wurden. Dadurch wird eine verbesserte
Korrosionsbeständigkeit unter thermischer Wechselbeanspruchung erreicht.
[0008] Weiterhin ist bekannt (siehe beispielsweise
Z.L.Dong et al: "Microstructure formation in plasma-sprayed functuonally graded NiCoCrAIY/yttria-stabilized
zirconia coatings", Surface and Coatings Technology 114 (1999), S. 181-186 und
Y.-S. Song et al: "High-temperature properties of plasma-prayed coatings of YSZ/NiCrAIY
on Inconel substrate", Materials Science and Engineering A 332 (2002), S. 129-133), thermisch stark belastete Gasturbinenkomponenten mit funktional gradierten Schichten
zu versehen. Diese Schichten bestehen aus einer Ni- oder NiCo-Aluminidschicht, beispielsweise
NiCrAlY, als Haftschicht, welche auf der Oberfläche des metallischen Substrates aufgebracht
ist (= unterste Schichtlage), aus einer äusseren TBC-Schicht (= oberste Schichtlage),
bestehend aus mit Yttriumoxid (Y
2O
3) stabilisiertem Zirkonoxid (ZrO
2), und aus mehreren Zwischenschichtlagen, bei denen jeweils das Haftschichtmaterial
mit dem TBC-Material in unterschiedlichen Verhältnissen gemischt ist. Derartige Schichten
führen zu einem verbesserten thermischen Ermüdungsverhalten der Bauteile und zu einer
guten Hochtemperatur-Oxidationsbeständigkeit mit vertretbarer Haftfestigkeit.
Darstellung der Erfindung
[0009] Ziel der Erfindung ist es, die genannten Nachteile des Standes der Technik zu vermeiden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, zur Beschichtung einer Komponente aus einer
Nickelbasis-Superlegierung eine verbesserte keramische Wärmedämmschicht auf der Grundlage
von mit Yttriumoxid (Y
2O
3) stabilisiertem Zirkonoxid (ZrO
2) zu entwickeln, welche sich durch eine hohe Lebensdauer und hohe Oxidationsbeständigkeit
und Duktilität auszeichnet.
[0010] Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Wärmedämmschicht auf
der Grundlage von mit Yttriumoxid (Y
2O
3) stabilisiertem Zirkonoxid (ZrO
2) neben herstellungsbedingten Verunreinigungen noch mindestens eine hochtemperatur-
und oxidationsbeständige intermetallische Verbindung aufweist, deren Volumenanteil
in Abhängigkeit vom Abstand von der Oberfläche der Nickel-Basis-Superlegierung kontinuierlich
oder stufenweise, vorzugsweise in exponentieller oder linearer Form, abnimmt, wobei
die intermetallische Verbindung YRh und/oder Erlr ist.
[0011] Der Vorteil der Erfindung besteht darin, dass durch die allmähliche Veränderung der
Zusammensetzung der Wärmedämmschicht in Abhängigkeit von der Dicke der Wärmedämmschicht
ein weniger steiler Spannungsgradient erzeugt wird. Dies führt zu einer höheren Dehnungstoleranz
der TBC-Schicht und damit einerseits zu einer erhöhten Lebensdauer bei thermischer
Beanspruchung (kein Abplatzen) und anderseits zur Möglichkeit, dickere Wärmedämmschichten
aufzubringen und somit die beschichteten Bauteile bei höheren Temperaturen einzusetzen.
Die verwendeten intermetallischen Verbindungen YRh und Erlr sind oxidationsbeständig
und besitzen in einem grossen Temperaturbereich eine ausreichende Duktilität. Ausserdem
haben sie nur eine geringe Tendenz zur Interdiffusion und besitzen einen hohen Schmelzpunkt.
[0012] Verteilhaft ist, wenn der Volumenanteil der intermetallischen Verbindung in der Schicht
an der Oberfläche der Komponente ca. 80 Vol.-% und an der freien Oberfläche ca. 5
% beträgt.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0013] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
[0014] Es zeigen.
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung einer Laufschaufel einer Gasturbine;
- Fig. 2
- einen Schnitt entlang der Linie II-II in Fig. 1 und
- Fig. 3
- einen schematischen Verlauf der Volumenanteile in der TBC in Abhängigkeit vom Abstand
vom Grundsubstrat.
[0015] Es sind nur die für die Erfindung wesentlichen Merkmale dargestellt. Gleiche Elemente
haben in unterschiedlichen Figuren gleiche Bezugszeichen.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0016] Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert.
[0017] Die Erfindung ist anwendbar für alle Komponenten, welche hohen Temperaturen und oxidativen/korrosiven
Umwelteinflüssen ausgesetzt sind, wie z. B. Schaufeln, Wärmestausegmente oder Teile
der Brennkammern von Gasturbinen.
[0018] Fig. 1 zeigt in perspektivischer Darstellung als ein Beispiel derartiger Komponenten
1 eine Laufschaufel einer Gasturbine. Die Laufschaufel 1 besteht aus einem Schaufelfuss
2, einer Plattform 3 und einem Schaufelblatt 4, in welchem Kühlluftkanäle vorhanden
sind, deren Öffnungen in Fig. 1 mit 5 bezeichnet sind. Die Laufschaufel 1 wird mit
ihrem Schaufelfuss 2 in Umfangsnuten im nicht dargestellten Rotor der Gasturbine verankert.
Während des Betriebes der Turbine wird das Schaufelblatt 4 mit heissen Verbrennungsgasen
beaufschlagt, so dass die Oberfläche 7 des Schaufelblattes 4 sowohl den heissen Verbrennungsgasen
als auch Angriffen durch Oxidation, Korrosion und Erosion ausgesetzt ist. Zum Schutz
vor Oxidation/Korrosion sowie zu hoher thermischer Belastung ist das Schaufelblatt
4 daher auf seiner äusseren Oberfläche 7 mit einer metallischen Haftschicht 6 (in
Fig. 1 nicht sichtbar) versehen, auf der eine keramische Wärmedämmschicht 8 aufgespritzt
ist.
[0019] In der Schnittdarstellung gemäss Fig. 2 ist das Beschichtungssystem gut zu erkennen.
Der Grundwerkstoff der Laufschaufel 1 der Gasturbine besteht beispielsweise aus einer
gerichtet erstarrten Nickel-Basissuperlegierung CM 247 mit folgender chemischer Zusammensetzung
(Angaben in Gew.-%): 0.07 C, 8.1 Cr, 9.2 Cr, 0.5 Mo, 9.5 W, 3.2 Ta, 5.6 Al, 0.7 Ti,
0.015 B, 0.015 Zr, 1.4 Hf, Rest Ni.
[0020] In einem anderen beispiel kann die Turbinenschaufel vorzugsweise aus einer Einkristalllegierung,
beispielsweise mit folgender chemischer Zusammensetzung bestehen (Angaben in Gew.-%):
7.7-8.3 Cr, 5.0-5.25 Co, 2.0-2.1 Mo, 7.8-8.3 W, 5.8-6.1 Ta, 4.9-5.1 Al, 1.3-1.4 Ti,
0.11-0.15 Si, 0.11-0.15 Hf, 200-750 ppm C, 50-400 ppm B, Rest Nickel und herstellungsbedingte
Verunreinigungen.
[0021] Diese Grundwerkstoffe (Substrate) sind auf ihrer äusseren Oberfläche 7 mit einer
metallischen Haftschicht 6, vorzugsweise des Typs MCrAIY versehen, wobei M für Metall
steht (Ni, Co, Fe oder deren Kombinationen). Im vorliegenden Falle wurde NiCrAlY für
die Haftschicht 6 verwendet. Die Alreichen Haftschichten dieses Typs bilden eine Al
2O
3-Zunderschicht 9, die sich durch thermische Oxidation der Haftschicht 6 bildet. Diese
Al
2O
3-Schicht 9 bindet chemisch die keramische Wärmedämmschicht an die Haftschicht 6 und
das Substrat (Nickel-Basissuperlegierung).
[0022] Die TBC 8 besteht aus mit Yttriumoxid (Y
2O
3) stabilisiertem Zirkonoxid (ZrO
2), wobei etwa 7 % Yttriumoxid vorhanden ist. Die Wärmedämmschicht 8 wird mittels bekannter
thermischer Spritzverfahren beispielsweise mittels APS aufgespritzt. Dazu wird das
keramische Pulver zunächst mit Pulver aus mindestens einer intermetallischen Verbindung
12, im vorliegenden Beispiel aus YRh, gemischt und anschliessend diese Pulvermischung
auf die Haftschicht 6 thermisch aufgespritzt. Im ersten Verfahrensschritt ist der
Volumenanteil der intermetallischen Verbindung 12 sehr hoch, hier 80 Vol.-%. Die beiden
Verfahrensschritte werden nun mehrfach wiederholt werden, wobei die Pulvermischung
jeweils einen geringeren Volumenanteil an der intermetallischen Verbindung YRh aufweist
als in den vorangegangenen Verfahrensschritten und die Pulvermischung jeweils auf
die bereits im vorangegangenen Verfahrensschritt aufgespritzte Schicht aufgespritzt
wird, so dass letztlich eine Wärmedämmschicht 8 mit einem über die Schichtdicke abnehmenden
Volumenanteil an intermetallischer Verbindung 12 gebildet wird. Letztlich sind an
der Oberfläche der fertig beschichteten Komponente 1 nur noch ca. 5 Vol.-% YRh vorhanden.
[0023] Dies ist in Fig. 3 dargestellt, wo der schematische Verlauf der Volumenanteile an
intermetallischer Verbindungen 12 bzw. an mit Yttriumoxid (Y
2O
3) stabilisiertem Zirkonoxid (ZrO
2) in der Wärmedämmschicht 8 in Abhängigkeit vom Abstand von der Haftschicht 6, d.h.
von der Dicke der Wärmedämmschicht 8 gezeigt wird. Der Volumenanteil an intermetallischer
Verbindung 12 nimmt hier kontinuierlich exponentiell ab. In anderen Beispielen kann
er auch linear oder stufenweise abnehmend sein.
[0024] Es ist bekannt, dass die durch APS erzeugten keramischen Wärmedämmschichten aus einzelnen
Körner bestehen und eine relativ grosse Porosität aufweisen. In Fig. 2 sind diese
Körner mit dem Bezugszeichen 10 und die Poren mit dem Bezugszeichen 11 bezeichnet.
Bei der erfindungsgemässen Wärmedämmschicht 8 lagert sich die intermetallische Verbindung
12, hier YRh, bevorzugt in diesen Poren 11 ab. Die intermetallischen Verbindungen,
wie beispielsweise YRh oder Erlr, sind oxidationsbeständig und besitzen in einem grossen
Temperaturbereich eine ausreichende Duktilität. Ausserdem haben sie nur eine geringe
Tendenz zur Interdiffusion und besitzen einen hohen Schmelzpunkt. Durch die allmähliche
Veränderung der Zusammensetzung der Wärmedämmschicht in Abhängigkeit von der Dicke
der Wärmedämmschicht wird mit Vorteil ein weniger steiler Spannungsgradient in der
Schicht erzeugt. Dies führt zu einer höheren Dehnungstoleranz der Wärmedämmschicht
und damit einerseits zu einer erhöhten Lebensdauer bei thermischer Beanspruchung (kein
Abplatzen) und anderseits zur Möglichkeit, dickere Wärmedämmschichten aufzubringen
und somit die beschichteten Bauteile bei höheren Temperaturen einzusetzen.
[0025] Während bei konventionellen mit Yttriumoxid stabilisierten Zirkonoxid-Wärmedämmschichten
Schichtdicken von ca. 250-300 µm mittels APS gespritzt werden konnten, sind bei der
vorliegenden Erfindung Schichtdicken bis ca. 2 mm problemlos machbar.
[0026] Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf das beschriebene Beispiel beschränkt.
Neben dem bereits erwähnten YRh ist auch die folgende intermetallische Verbindung
geeignet, die erfindungsgemässen Vorteile zu erreichen: Erlr , da diese intermetallischen
Verbindungen oxidationsbeständig sind, in allen Temperaturbereichen eine gute Duktilität
aufweisen, sowie eine geringe Tendenz zur Interdiffusion und hohe Schmelzpunkte haben.
Infolge der allmählichen Abstufung des Volumenanteils an intermetallischer Verbindung
wird ein weniger steiler Spannungsgradient erreicht, so dass die Wärmedämmschicht
wesentlich dehnungstoleranter ist und damit eine längere Lebensdauer bei thermischer
Beanspruchung aufweist.
[0027] Die erfindungsgemässen Wärmedämmschichten können auch auf andere thermisch hochbelastete
Gasturbinenkomponenten, wie beispielsweise Wärmeschutzschilder oder Brennkammerliner,
aufgebracht werden, wobei der Grundwerkstoff der Komponente z. B. Hastalloy oder Haynes
230 sein kann und die Haftschicht z. B. eine NiCoCrAIY-Schicht sein kann.
[0028] Schliesslich sind zum thermischen Spritzen der TBC gemäss vorliegender Erfindung
auch andere Spritzverfahren als APS geeignet, z. B. EB-PVD. Die damit erzeugten Wärmedämmschichten
sind stängelförmig.
[0029] Selbstverständlich ist es auch möglich, die TBC direkt auf die Oberfläche der Komponente
zu spritzen, d.h. ohne eine zusätzliche Haftschicht.
Bezugszeichenliste
[0030]
- 1
- Komponente, z. B. Laufschaufel
- 2
- Schaufelfuss
- 3
- Plattform
- 4
- Schaufelblatt
- 5
- Öffnungen der Kühlluftkanäle
- 6
- Haftschicht
- 7
- Oberfläche der Komponente
- 8
- Wärmedämmschicht, TBC
- 9
- Al2O3-Schicht
- 10
- Korn
- 11
- Pore
- 12
- Intermetallische Verbindung
1. Keramische Wärmedämmschicht (8) zur Beschichtung der Oberfläche (7) einer aus einer
Nickel-Basis-Superlegierung und einer wahlweise darauf aufgebrachten metallischen
Haftschicht (6) bestehenden Komponente (1), wobei die Wärmedämmschicht (8) vorwiegend
aus mit Yttriumoxid (Y2O3) stabilisiertem Zirkonoxid (ZrO2) und herstellungsbedingten Verunreinigungen besteht und die Wärmedämmschicht (8)
mindestens eine hochtemperatur- und oxidationsbeständige intermetallische Verbindung
aufweist, deren Volumenanteil mit zunehmenden Abstand von der Oberfläche (7) der Komponente
(1)/der Haftschicht (6) kontinuierlich oder stufenweise abnimmt, dadurch gekennzeichnet, dass die intermetallische Verbindung YRh und/oder Erlr ist.
2. Wärmedämmschicht (8) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Volumenanteil der intermetallischen Verbindung mit zunehmenden Abstand von der
Oberfläche (7) der Komponente (1)/der Haftschicht (6) exponentiell abnimmt.
3. Wärmedämmschicht (8) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Volumenanteil der intermetallischen Verbindung mit zunehmenden Abstand von der
Oberfläche (7) der Komponente (1)/der Haftschicht (6) linear abnimmt.
4. Wärmedämmschicht (8) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Volumenanteil der intermetallischen Verbindung in der Schicht an der Oberfläche
(7) der Komponente (1) ca. 80 Vol.% und an der freien Oberfläche ca. 5 % beträgt.
5. Gasturbinenkomponente, dadurch gekennzeichnet, dass diese mit einer Wärmedämmschicht (8) nach einem der Ansprüche 1-4 beschichtet ist.
1. Ceramic thermal barrier coating (8) for coating the surface (7) of a component (1)
consisting of a nickel-based superalloy and an adhesive coating optionally applied
thereon (6), the thermal barrier coating (8) preferably consisting of zirconium oxide
(ZrO2) stabilized by yttrium oxide (Y2O3) and production-related impurities, and the thermal barrier coating (8) comprises
at least one high-temperature and oxidation resistant intermetallic compound, the
volume fraction of which decreases continuously or in stages as the distance from
the surface (7) of the component (1)/the adhesive coating (6) increases, characterized in that the intermetallic compound is YRh and/or ErIr.
2. Thermal barrier coating (8) as claimed in Claim 1, characterized in that the volume fraction of the intermetallic compound decreases exponentially as the
distance from the surface (7) of the component (1)/the adhesive coating (6) increases.
3. Thermal barrier coating (8) as claimed in Claim 1, characterized in that the volume fraction of the intermetallic compound decreases linearly as the distance
from the surface (7) of the component (1)/the adhesive coating (6) increases.
4. Thermal barrier coating (8) as claimed in Claim 1, characterized in that the volume fraction of the intermetallic compound in the coating is approximately
80% on the surface (7) of the component (1) and approximately 5% on the free surface.
5. Gas turbine component, characterized in that it is coated with a thermal barrier coating (8) as claimed in one of Claims 1-4.
1. Couche thermiquement isolante (8) en céramique destinée à revêtir la surface (7) d'un
composant (1) constitué d'un superalliage à base de nickel sur lequel une couche métallique
d'adhérence (6) est appliquée sélectivement,
la couche d'isolation thermique (8) étant principalement constituée d'oxyde de zirconium
(ZrO2) stabilisé à l'oxyde d'yttrium (Y2O3) et des impuretés découlant de sa fabrication,
la couche d'isolation thermique (8) présentant au moins un composé intermétallique
qui résiste aux hautes températures et à l'oxydation et dont la teneur volumique diminue
progressivement ou par gradins à une distance croissante de la surface (7) du composant
(1) et/ou de la couche d'adhérence (6),
caractérisée en ce que
le composé intermétallique est YRh et/ou ErIr.
2. Couche d'isolation thermique (8) selon la revendication 1, caractérisée en ce que la teneur volumique en composé intermétallique diminue de manière exponentielle à
distance croissante de la surface (7) du composant (1) et/ou de la couche d'adhérence
(6).
3. Couche d'isolation thermique (8) selon la revendication 1, caractérisée en ce que la teneur volumique en composé intermétallique diminue linéairement à distance croissante
de la surface (7) du composant (1) et/ou de la couche d'adhérence (6).
4. Couche d'isolation thermique (8) selon la revendication 1, caractérisée en ce que la teneur volumique en composant intermétallique est d'environ 80 % en volume dans
la couche située à la surface (7) du composant (1) et d'environ 5 % sur la surface
libre.
5. Composant de turbine à gaz, caractérisé en ce qu'il est revêtu par une couche d'isolation thermique (8) selon l'une des revendications
1 à 4.