[0001] Die Erfindung betrifft eine Kletterschalung im Baubereich mit einem Kletterschuh,
wie er zum Halten von Schienen an Wandungen von einem Bauwerk an schon erstellten
Betonierabschnitten eingesetzt wird. Die bekannten Kletterschuhe führen und halten
die Kletterschiene an der Wandung, wobei an den Kletterschienen die notwendigen Anbauten
für die Einschalung eines neu zu erstellenden Betonierabschnitts angebracht werden.
Innerhalb der Kletterschuhe lassen sich die Kletterschienen bei Bedarf verfahren und
in gewünschten Positionen in den Kletterschuhen unverrückbar halten. Nachdem auf die
Kletterschuhe und die in der Wandung vorgesehenen Ankerstellen über die dort befestigten
Kletterschuhe große Lasten wirken, müssen sowohl die Ankerstellen als auch die Kletterschuhe
konstruktiv so ausgebildet sein, dass sie diese Kräfte gesichert und dauerhaft aufnehmen
können.
[0002] Die
DE 196 41 813 A1 offenbart ein Arbeitsgerüst, welches an einer Wand oder auf einem Dach befestigbar
ist. Das Arbeitsgerüst weist einen parallel zur Wand verlaufende Tragholm auf, in
dessen oberen Bereich ein Schlaufenhaken vorgesehen ist. Der Schlaufenhaken ist über
Steckbolzen mit dem Tragholm verbunden und in einen Tragbolzen einer Ankerplatte eingehängt.
[0003] In der
FR 2 298 662 A ist eine Kletterschalung gezeigt und beschrieben, welche beidseits einer zu betonierenden
Wand anliegende Schalplatten aufweist. Jede Schalplatte ist über eine Vorrichtung
anhebbar und in ihrer Winkellage bezüglich der Aussenoberfläche der zu betonierenden
Wand verstellbar. Über eine parallel zur Wand verlaufende Strebe und Befestigungsvorrichtungen
ist die Vorrichtung an einem bereits ausgehärteten Betonierabschnitt befestigt. Die
Befestigungsvorrichtungen weisen jeweils einen senkrecht zur Wand ausgerichteten Tragholm
auf, welcher an einem in der Wand verankertes Wandteil angelenkt ist.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Kletterschalung mit einem Kletterschuh bereitzustellen,
der möglichst momentenfrei Kräfte, resultierend aus dem Gewicht einer Kletterschiene
und den damit verbundenen Anbauten, in eine Ankerstelle einer Wandung einleitet bzw.
diese Kräfte momentfrei aufnehmen kann, wobei die Kletterschuhe an gerundeten Wandungen
eingesetzt werden können.
[0005] Gelöst wird die Aufgabe durch den Gegenstand des unabhängigen Patentanspruches. Der
Kletterschuh der erfindungsgemäßen Kletterschalung im Baubereich, weist einen Gleitschuhteil
und einen Wandschuhteil auf, wobei das Wandschuhteil an einer Wandung eines Betonierabschnitts
ortsfest befestigbar ist und das Gleitschuhteil gelenkig verbunden ist, und wobei
das Wandschuhteil um eine vertikal ausgerichtete Achse in sich verschwenkbar und das
Gleitschuhteil gegenüber dem Wandschuhteil um eine horizontal ausgerichtete Achse
verschwenkbar ist.
[0006] Über die gelenkige Verbindung unter Ausbildung eines kardanischen Gelenks zwischen
Wand- und Gleitschuhteil ist es möglich, dass sich das Gleitschuhteil unter der Lastaufnahme
einer Kletterschiene an der Kletterschiene anlegt und so als Gegenlager zu den im
Gleitschuhteil ausgebildeten Klinken wirkt, die als Auflager die Tragbolzen der Kletterschiene
halten. Die gelenkige Lagerung erlaubt eine Ausrichtung des Gleitschuhteils zur Kletterschiene,
zum Wandschuhteil und zur
[0007] Ankerstelle in der Wandung unter kraftflussoptimierten Gesichtspunkten. Weisen Kletterschuhe
kardanische Gelenke auf, so können in den Kletterschuhen gehaltene Kletterschienen
immer parallel zueinander ausgerichtet werden. Dies ermöglicht zusätzlich auch die
parallele Ausrichtung von Anbauten an den Kletterschienen, wie z. B. Konsolen oder
Schienen.
[0008] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist das Wandschuhteil mit dem Gleitschuhteil
über eine lösbare Steckwelle verbunden. Dies hat den Vorteil, dass der Kletterschuh
bei Bedarf geteilt werden kann. Dies ermöglicht einen erleichterten Ein- und Ausbau
von einer Kletterschiene.
[0009] Die im Gleitschuhteil gelagerten verschwenkbaren Klinken dienen als Auflager von
Tragbolzen der Kletterschienen und die Klinken können innerhalb des Gleitschuhteils
so verschwenkt werden, dass ein Verschieben der Kletterschienen innerhalb eines Gleitschuhteils
möglich ist. Beim Klettern der Kletterschienen werden die Klinken außer Eingriff zu
den Tragbolzen gedrückt und ist ein Klettervorgang beendet, so verschwenken die Klinken
selbsttätig in ihre Ausgangsstellung zurück und können die Kletterschiene in der neuen
Lage unverrückbar an der Wandung eines Bauwerks halten.
[0010] Ein Kletterschuh einer erfindungsgemäßen Kletterschalung ist in den nachfolgenden
Fign. gezeigt und beschrieben. Die in dem Ausführungsbeispiel gezeigten und beschriebenen
Gelenke sind beispielhaft zu verstehen und können auch über konstruktive Ausbildungen
realisiert werden. Ebenfalls können die Tragbolzen der Kletterschiene durch Öffnungen,
Laschen oder Vorsprünge ersetzt werden, in die entsprechende Klinkenausformungen des
Gleitschuhteils eingreifen können.
[0011] Es zeigt:
- Fig. 1
- einen Schnitt durch einen Kletterschuh, einer Kletterschalung, wie er an einer betonierten
Wandung ortsfest angebracht ist, und eine Kletterschiene unverrückbar führt und hält
zur allgemeinen Erläute- rung;
- Fig. 2
- einen Schnitt durch einen Kletterschuh, einer Kletterschalung, mit in den Kletterschuh
eingeschwenkter Klinke zur allgemeinen Erläute- rung;
- Fig. 3
- einen Schnitt durch einen Kletterschuh gemäß Fig. 1 und 2 mit aus dem Kletterschuh
ausgeschwenkter Klinke und frei von einem Ein- griff mit einem Tragbolzen;
- Fig. 4
- einen Kletterschuh mit einem Deckenschuhteil, das auf die Decke eines Betonierabschnitts
aufgelegt und dort befestigt ist;
- Fig. 5
- einen Kletterschuh in Draufsicht, wie er an einem Betonierabschnitt befestigt ist
und mit Klauen eine Kletterschiene umgreift;
- Fig. 6
- einen Kletterschuh in Draufsicht, wie er an einem Betonierabschnitt einer Wandung
befestigt ist mit einseitig geöffneter Klaue zum Ab- nehmen von einer Kletterschiene;
- Fig. 7
- eine Seitenansicht eines Kletterschuhs einer erfindungsgemäßen Kletterschalung, wie
er an der Wandung eines Betonierabschnitts ortsfest befestigt ist, mit einer kardanischen
Lagerung um eine horizontal und vertikal ausgerichtete Achse;
- Fig. 8
- eine Draufsicht auf einen Kletterschuh gemäß Fig. 7; und
- Fig. 9
- kardanisch gelagerte und ortsfest befestigte Kletterschuhe an einer konvex ausgebildeten
Wandung eines Betonierabschnitts mit Klet- terschienen, die Konsolen bzw. Schienenelemente
parallel ausge- richtet halten.
[0012] Die Figuren zeigen die erfindungsgemäßen Ausbildungen stark schematisiert und sind
nicht maßstäblich zu verstehen. Man beachte, dass die Fign. 1 bis 6 das erfindungsgemäße
Merkmal, wonach das Wandschuhteil um eine vertikal ausgerichtete Achse in sich verschwenkbar
ist, nicht zeigen.
[0013] Gleiche Funktionselemente sind in den nachfolgend beschriebenen Figuren weitestgehend
mit den gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet. Diese Funktionselemente können gegenständlich
unterschiedlichst ausgestaltet sein.
[0014] Fig. 1 zeigt in einer Seitenansicht und teilweise geschnitten einen Kletterschuh
10, wie er an einer Wandung 12 eines Betonierabschnitts 14 ortsfest an einer Ankerstelle
angebracht ist. Der Kletterschuh 10 setzt sich aus einem Gleitschuhteil 16 und aus
einem Wandschuhteil 18 zusammen. Eine Kletterschiene 20 wird über eine Klinke 22 des
Gleitschuhteils 16 getragen und seitlich geführt, indem die Klinke 22 einen Tragbolzen
24 der Kletterschiene 20 untergreift. Die Klinke 22 ist in ihrer maximal möglichen
Auslenkung gezeigt und gegenständlich ausgebildete Gegenlager innerhalb des Gleitschuhteils
16 verhindern eine weitere Auslenkung der Klinke 22 im Uhrzeigersinn.
[0015] Auf das Gleitschuhteil 16 des Kletterschuhs 10 ist ein Kletterzylinder 26 aufgesetzt.
Von dem Kletterzylinder 26 ist nur der unterste Teil des Zylinders zu sehen,
an den sich ein Gehäuse 28 anschließt, über das der Kletterzylinder 26 auf eine Gelenkwelle
30 des Kletterschuhs 10 aufgesteckt ist. Ein Sicherheitsbolzen 32 fixiert das Gehäuse
28 an der Gelenkwelle 30 ohne den Verschwenkbereich des Kletterzylinders 26 um die
Gelenkwelle 30 zu behindern. Wird der Sicherheitsbolzen 32 gegen eine Federkraft aus
dem Eingriff zur Gelenkwelle 30 gezogen, kann der Kletterzylinder 26 von der Gelenkwelle
30 abgezogen werden. Das Gehäuse 28 des Kletterzylinders 26 stützt sich über ein gummi-
oder zähelastisches Element 33 auf einer Gehäusewandung des Gleitschuhteils 16 ab.
[0016] Das Gleitschuhteil 16 ist über eine Steckwelle 34, die horizontal ausgerichtet ist,
mit dem Wandschuhteil 18 gelenkig verbunden. Um die Steckwelle 34 kann das Gleitschuhteil
16 gegenüber dem Wandschuhteil 18 verschwenkt werden. Innerhalb des Gleitschuhteils
16 ist die Klinke 22 um einen Drehpunkt 36 gegen den Druck einer Feder 38 entgegen
dem Uhrzeigersinn verschwenkbar.
[0017] Wird die Klinke 22 nicht über Tragbolzen 24 der Kletterschiene 20 gewichtsbelastet,
so kann die Klinke 22 gegen den Druck der Feder 38 von Hand über den Hebel 40 in das
Gleitschuhteil 16 verschwenkt werden. Dies ist immer dann notwendig, wenn die Kletterschiene
20 gegenüber dem ortsfest angeordneten Kletterschuh 10 nach unten verfahren werden
soll.
[0018] Von dem Betonierabschnitt 14, der Kletterschiene 20 und dem Kletterzylinder 26 sind
in der Figur nur kleine Ausschnitte gezeigt.
[0019] Fig. 2 zeigt eine Momentaufnahme der Kletterschiene 20, wie sie über den Kletterzylinder
20 entlang einer Wandung 12 des Betonierabschnitts 14 in Pfeilrichtung 42 nach oben
verschoben wird. Für diesen Klettervorgang der Kletterschiene 20 in Pfeilrichtung
42 wird der Kolben des Kletterzylinders 26 ausgefahren, der an seinem freien Ende
ebenfalls eine Klinke aufweist, die den Tragbolzen 24 der Kletterschiene 20 untergreifen
und tragen kann.
[0020] Wird die Kletterschiene 20 über den Kletterzylinder 26 in Pfeilrichtung 42 verfahren,
so drückt ein Tragbolzen 24 der Kletterschiene 20 auf eine Auflaufschräge 44 der Klinke
22 und verschwenkt die Klinke 22 um den Drehpunkt 36 gegen den Druck der Feder 38.
Die Klinke 22 verschwenkt dabei in das Gleitschuhteil 16 des Kletterschuhs 10.
[0021] Fig. 3 zeigt den Kletterschuh 10 der Fig. 1 und 2 an der Wandung 12 des Betonierabschnitts
14, wie die Klinke 22 um den Drehpunkt 36 unter dem Druck der Feder 38 in ihre Ausgangslage
zurückverschwenkt. Die Kletterschiene 20 wurde über den Kletterzylinder 26 in Pfeilrichtung
42 weiterverfahren, so dass der Tragbolzen 24 die Klinke 22 wieder freigegeben hat
und diese in ihre Ausgangsstellung zurückschwenken konnte.
[0022] Wird der Kletterzylinder 26 eingefahren, so setzt sich der Tragbolzen 24 auf der
Klinke 22 ab und der Kletterschuh 10 hält die Kletterschiene 20 in der in der Figur
gezeigten Position an der Wandung 12 des Betonierabschnitts 14.
[0023] Fig. 4 zeigt in einer Seitenansicht einen modifizierten Kletterschuh 10, der sich aus dem
Gleitschuhteil 16 und einem Deckenschuhteil 46 zusammensetzt. Das Deckenschuhteil
46 liegt auf einer Decke 48 des Betonierabschnitts 14 auf und ist dort auch ortsfest
befestigt. Über die Steckwelle 34 ist das Gleitschuhteil 16 gelenkig am Deckenschuhteil
46 befestigt. Wird die Steckwelle 34 aus dem Deckenschuhteil 46 herausgenommen, so
kann das Gleitschuhteil 16 mit Klauen 50 vom Deckenschuhteil 46 abgenommen werden.
Die Klinke oder die Klinken des Gleitschuhteils 16, die bei eingeführter Kletterschiene
Tragbolzen der Kletterschiene untergreifen bzw. von den Tragbolzen bei einem Klettervorgang
verschwenkt werden können, sind von den Klauen 50 verdeckt. Der Hebel 40, der an der
Klinke im Gleitschuhteil 16 angelenkt ist, ist in der Figur gezeigt und über den Hebel
40 kann die Klinke bzw. die Klinken im Gleitschuhteil 16 von Hand verschwenkt werden.
[0024] Eine Lasche 52 ist am Gleitschuhteil 16 gezeigt, die die Gelenkwelle 30 trägt. Auf
die Gelenkwelle 30 kann ein Kletterzylinder aufgesetzt werden.
[0025] Fig. 5 zeigt in Draufsicht einen Kletterschuh 10, der sich aus einem Gleitschuhteil 16 und
einem Wandschuhteil 18 zusammensetzt, wie er ortsfest an der Wandung 12 des Betonierabschnitts
14 befestigt ist.
Über die Steckwelle 34 ist das Gleitschuhteil 16 gelenkig mit dem Wandschuhteil 18
verbunden. Die Klauen 50 umgreifen die Schenkel des U-förmigen Profils der Kletterschiene
20 und halten die Kletterschienen 20 geführt an der Wandung 12. Klinken 22 des Gleitschuhteils
16 untergreifen den Tragbolzen 24 auf einer Seite der Kletterschiene 20. Auf dem Gleitschuhteil
16 ist die Gelenkwelle 30 zum Aufstecken eines Kletterzylinders angeordnet. Eine Hälfte
der Klauen 50 ist um eine Achse 54 verschwenkbar, sofern ein Absteckbolzen 56 aus
seiner Halterung herausgezogen wird, der eine mögliche Schwenkbewegung der linken
Klaue 50 verhindert.
[0026] Fig. 6 zeigt den Kletterschuh 10 von Fig. 5 mit auf einer Seite aufgeschwenkter Klaue 50.
[0027] Soll ein Kletterschuh 10 an einer Wandung 12 des Betonierabschnitts 14 auch bei Anwesenheit
der Kletterschiene 20 aus- bzw. abgebaut werden, so kann eine Klaue 50 des Gleitschuhteils
16 aufgeschwenkt werden, wenn der Absteckbolzen 56 aus dem Eingriff von einem starren
Wandabschnitt des Gleitschuhteils 16 gebracht wird und aus einem Durchbruch in der
Klaue 50 herausgezogen wird. Ist die Entriegelung gelöst, so kann die Klaue 50 um
die Achse 54 verschwenkt werden. Ist die Klaue 50 aufgeschwenkt, so kann der Absteckbolzen
56 wieder in seine die Klaue 50 verriegelnde Position eingesteckt werden, und es ist
dann gewährleistet, dass die Klaue 50 im in der Figur gezeigten Zustand verbleibt.
Wird anschließend noch die Steckwelle 34 zwischen dem Gleitschuhteil 16 und dem Wandschuhteil
18 entfernt, indem man sie in Pfeilrichtung 57 aus der gemeinsamen Lagerung herauszieht,
so kann das Gleitschuhteil 16 von der Kletterschiene 20 entfernt werden. Anschließend
kann bei Bedarf auch noch das Wandschuhteil 18 von der Ankerstelle in der Wandung
12 gelöst und abgenommen werden.
[0028] Fig. 7 zeigt eine Seitenansicht eines kardanisch gelagerten Kletterschuhs einer erfindungsgemäßen
Kletterschalung 10 an der Wandung 12 des Betonierabschnitts 14. Das Gleitschuhteil
16 ist über die Steckwelle 34 mit dem Wandschuhteil 18 in horizontaler Richtung gelenkig
verbunden. Zusätzlich zu den Kletterschuhen aus den Fig. 1 bis 6 weist das Wandschuhteil
18 eine vertikal ausgerichtete Achse 58 auf, um die das Wandschuhteil 18 mit dem Gleitschuhteil
16 bei Bedarf ausgelenkt werden kann. Am Gleitschuhteil 16 ist die Lasche 52 ausgebildet,
die die Gelenkwelle 30 trägt. Die Klauen 50 verdecken die zwischen den Klauen 50 angeordneten
Klinken.
[0029] Fig. 8 zeigt den kardanisch gelagerten Kletterschuh 10 der Fig. 7 in Draufsich. Der Kletterschuh
10 ist an der Wandung 12 des Betonierabschnitts 14 ortsfest gehalten und kann um die
vertikal ausgerichtete Achse 58 und um die horizontal ausgerichtete Achse, die von
der Steckwelle 34 gebildet wird, verschwenken. Das Gleitschuhteil 16 ist verschwenkbar
am Wandschuhteil 18 über die Steckwelle 34 gehalten und über die Achse 58 kann das
Wandschuhteil 18 in sich verschwenken. Eine Klaue 50 ist um die Achse 54 verschwenkbar
gelagert, wobei der Absteckbolzen 56 im gesetzten Zustand eine starre Klauenverbindung
zwischen dem Gleitschuhteil 16 und der verschwenkbaren Klaue 50 herstellt. Zwischen
den Klauen 50 sind die verschwenkbaren Klinken 22 im Gleitschuhteil 16 angeordnet.
[0030] Fig. 9 zeigt in einer Draufsicht einen Betonierabschnitt 14, der gerundet ausgebildet ist.
An am Betonierabschnitt 14 vorgesehenen Ankerstellen sind die Kletterschuhe 10 befestigt,
die jeweils zwischen den Klauen 50 eine Kletterschiene 20 führen, und über die in
den Kletterschuhen 10 angeordneten Klinken werden die Kletterschienen 20 über die
in den Kletterschienen 20 vorgesehenen Tragbolzen 24 in Position gehalten.
[0031] An den Kletterschienen 20 sind Konsolen bzw. Schienen 60 befestigt, die über die
kardanisch gelagerten Kletterschuhe 10 immer parallel ausgerichtet am Betonierabschnitt
14 verlaufen. Sind die Konsolen bzw. Schienen 60 auch bei unterschiedlichsten Krümmungen
des Betonierabschnitts 14 stets parallel ausgerichtet, so können über die Schienen
60 Schalungswagen an den Betonierabschnitt 14 heran- bzw. von dem Betonierabschnitt
14 weg verfahren werden. Über die vertikal ausgerichteten Achsen 58 werden die Kletterschuhe
10 mit den Kletterschienen 20 stets so ausgerichtet, dass die Konsolen 60 bzw. Schienen
parallel zueinander verlaufen, und dies unabhängig vom Krümmungsradius eines Betonierabschnitts
14.
[0032] Ein Kletterschuh 10 setzt sich aus einem Gleitschuhteil 16 und aus einem Wandschuhteil
18 zusammen. Das Gleitschuhteil 16 ist so ausgelegt, dass es eine Kletterschiene führen
und halten kann. Das Wandschuhteil 18 ist mit dem Gleitschuhteil 16 gelenkig verbunden.
1. Kletterschalung im Baubereich mit einem Kletterschuh (10), der einen Gleitschuhteil
(16) und einen Wandschuhteil (18) aufweist,
wobei das Wandschuhteil (18) an einer Wandung (12) eines
Betonierabschnitts (14) ortsfest befestigbar ist und das Gleitschuhteil (16) Mittel
zum Führen und Halten einer Kletterschiene (20) aufweist,
wobei das Wandschuhteil (18) mit dem Gleitschuhteil (16) gelenkig verbunden ist,
und wobei das Gleitschuhteil (16) gegenüber dem Wandschuhteil (18) um eine horizontal
ausgerichtete Achse verschwenkbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Wandschuhteil (18) um eine vertikal ausgerichtete Achse (58) in sich verschwenkbar
ist.
2. Kletterschalung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Wandschuhteil (18) mit dem Gleitschuhteil (16) über eine lösbare Steckwelle (34)
verbunden ist.
3. Kletterschalung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Gleitschuhteil (16) verschwenkbare Klinken (22) als Auflager von Tragbolzen (24)
einer Kletterschiene (20) vorgesehen sind.
1. Climbing formwork in the building sector having a climbing shoe (10), comprising a
sliding shoe section (16) and a wall shoe section (18) whereby the wall shoe section
(18) can be fastened in a stationary manner to a wall (12) of a concreting section
(14), and the sliding shoe section (16) has means for guiding and holding a climbing
rail (20),
whereby the wall shoe section (18) is connected in an articulated manner to the sliding
shoe section (16),
and wherein the sliding shoe section (16) is pivotable with respect to the wall shoe
section (18) about a horizontal axis,
characterized in that
the wall shoe section (18) is pivotable about a vertical axis (58).
2. Climbing formwork in accordance with claim 1, characterised in that the wall shoe section (18) is connected to the sliding shoe section (16) via a detachable
stub shaft (34).
3. Climbing formwork in accordance with claims 1 or 2, characterised in that in the sliding shoe section (16) pivotable catches (22) are provided as rests for
load-carrying bolts (24) of a climbing rail (20).
1. Coffrage grimpant dans le domaine des ouvrages de construction et du bâtiment, comprenant
un patin d'élévation (10) qui présente une partie de patin de glissement (16) et une
partie de patin de mur (18),
dans lequel la partie de patin de mur (18) peut être fixée en position fixe sur une
paroi de mur (12) d'un tronçon bétonné (14), et la partie de patin de glissement (16)
présente des moyens pour guider et supporter un rail grimpant (20), dans lequel la
partie de patin de mur (18) est reliée de manière articulée à la partie de patin de
glissement (16),
et dans lequel la partie de patin de glissement (16) peut pivoter par rapport à la
partie de patin de mur (18) autour d'un axe d'orientation horizontale,
caractérisé en ce que
la partie de patin de mur (18) peut pivoter en soi autour d'un axe (58) d'orientation
verticale.
2. Coffrage grimpant selon la revendication 1,
caractérisé en ce que la partie de patin de mur (18) est reliée à la partie de patin de glissement (16)
par l'intermédiaire d'un arbre enfichable (34) amovible.
3. Coffrage grimpant selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que dans la partie de patin de glissement (16) sont prévus des cliquets (22) pivotants
en tant que butées d'appui de broches de support (24) d'un rail grimpant (20).