[0001] Die Erfindung betrifft einen Nähautomaten nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Ferner
betrifft die Erfindung eine Einlegestation für einen derartigen Nähautomaten.
[0002] Ein Nähautomat der eingangs genannten Art ist durch offenkundige Vorbenutzung bekannt
durch einen Nähautomaten mit der Typenbezeichnung 2171/4 der Anmelderin. Zum Vornähen
von Taschen verschiedener Größe wird der Nähautomat jeweils umgebaut. Ein solcher
Nähautomat ist beschrieben im Produktdatenblatt der Dürkopp Adler AG "Nähanlage zum
Vornähen von Flügel- und Seitennahttaschen". Weitere Nähautomaten sind bekannt aus
der
US 4,589,358 und der
US 6,230,637 B1.
[0003] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Nähautomaten der eingangs genannten
Art sowie eine Einlegestation hierfür derart weiterzubilden, dass seine Flexibilität
zum Vernähen verschiedener Taschengrößen erhöht ist.
[0004] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch einen Nähautomaten mit den im Anspruch
1 angegebenen Merkmalen.
[0005] Die Einstelleinrichtung ermöglicht ein Umstellen des Nähautomaten zum Vornähen unterschiedlicher
Taschengrößen, ohne dass ein Umbau erforderlich ist. Durch die Abstandsverstellung
der beiden Schneideinrichtungen zueinander lassen sich verschiedene Abstände zum Einschneiden
des Nahtüberstandes für verschiedene Taschengrößen vorgeben. Ein Größenwechsel kann
damit ohne längere Standzeit des Nähautomaten realisiert werden. Die Antriebsvorrichtung
kann unaufwändig ausgeführt sein. Dies gilt insbesondere bei einer Ausgestaltung der
ersten Antriebsvorrichtung als Arbeitszylinder. Alternativ kann die erste Antriebsvorrichtung
auch als elektrischer oder elektro-pneumatischer Antrieb ausgeführt sein. Die zweite
Antriebsvorrichtung gewährleistet, dass unabhängig vom Abstand der beiden Schneideinrichtungen
zueinander zum Beispiel eine konstante Einschnitttiefe vorgegeben werden kann. Auch
die zweite Antriebsvorrichtung kann als Arbeitszylinder ausgestaltet sein.
[0006] Eine geführte Verlagerbarkeit beider Schneideinrichtungsträger nach Anspruch 2 ermöglicht
eine flexible Anpassung beider Einschnittpositionen und damit eine flexible Anpassung
dieser Positionen an die jeweilige Taschengröße.
[0007] Einstellbare Anschläge nach Anspruch 3 führen zu einer unaufwändigen Positionsvorgabe
der Schneideinrichtungen zueinander.
[0008] Eine Unterteilung der zweiten Antriebsvorrichtung in zwei Antriebseinrichtungen nach
Anspruch 4 ermöglicht neben der abstandsabhängigen Einschnitttiefenvorgabe auch noch
das Einfahren einer Neutralposition, was zur Durchführung von Nähoperationen ohne
Einschnitt genutzt werden kann.
[0009] Was die Einlegestation angeht, ist die Aufgabe erfindungsgemäß gelöst durch eine
Einlegestation mit den im Anspruch 5 angegebenen Merkmalen.
[0010] Die Vorteile der Einlegestation entsprechenden denen, die vorstehend in Zusammenhang
mit dem erfindungsgemäßen Nähautomaten erläutert wurden.
[0011] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher
erläutert. In dieser zeigen:
- Fig. 1
- ausschnittsweise eine perspektivische Übersicht eines Nähautomaten schräg von oben
mit einer Einlegestation zum Einlegen und Vorbereiten von Nähgutteilen sowie einer
Nähstation mit einer Nähmaschine zum Vernähen der vorbereiten Nähgutteile;
- Fig. 2
- ebenfalls schräg von oben die Einlegestation des Nähautomaten nach Fig. 1 aus einer
zur Blickrichtung der Fig. 1 in etwa entgegengesetzten Blickrichtung;
- Fig. 3
- die Einlegestation nach Fig. 1 ebenfalls perspektivisch, von unten her gesehen;
- Fig. 4
- einen Ausschnitt des Nähautomaten im Bereich der Einlegestation, wobei zwei Schneideinrichtungen
der Einlegestation beim Einlegen zweier übereinander gelegter Nähgutteile den geringstmöglichen
Abstand (Minimalabständs-Position) zueinander aufweisen; und
- Fig. 5
- eine zu Fig. 4 ähnliche Darstellung, wobei die beiden Schneideinrichtungen den größtmöglichen
Abstand (MaximalabstandsPosition) zueinander aufweisen.
[0012] Ein in der Fig. 1 dargestellter Nähautomat 1 dient zum Automatisieren des Vornähens
von Seitennaht- und Flügeltaschen in Vorderhosen. Der Nähautomat 1 hat eine Nähstation
2 mit einer Nähmaschine 3 zum Vernähen zweier übereinander gelegter Nähgutteile 4,
5. Beim in der Fig. 1 oben liegenden Nähgutteil 4 handelt es sich um einen Taschenbeutel.
Beim in der Fig. 1 unten liegenden Nähgutteile 5 handelt es sich um ein Hosenteil
einer Vorderhose. Fig. 4 zeigt zwei Paare von Nähgutteilen 4, 5, wobei das in der
Fig. 1 linke Paar von Nähgutteilen 4, 5 in der Nähstation verarbeitet wird. Das in
der Fig. 1 rechte Paar von Nähgutteilen 4, 5 liegt in einer Einlegestation 6 zum Einlegen
und Vorbereiten der Nähgutteile 4, 5, die der Nähstation 2 im Prozessablauf des Vernähens
der Vorderhose vorgeordnet ist.
[0013] Im Detail ist die Einlegestation 6 in den Fig. 2 und 3 dargestellt. Die Einlegestation
6 hat einen Positionieranschlag 7 in Form einer Anlagekante einer Anlegeschablone
8. Der Positionieranschlag 7 ist ortsfest auf einer Nähgut-Auflageplatte 9 angeordnet.
Die Form des Positionieranschlags 7 ist komplementär zur dieser zugewandten Form eines
dem Positionieranschlag 7 zugewandten Randes 8a der übereinander gelegten Nähgutteile
4, 5, wie in den Fig. 4 und 5 dargestellt.
[0014] Zur Einlegestation 6 gehört weiterhin eine Schneidvorrichtung 10. Diese hat zwei
Schneideinrichtungen 11, 12 in Form von Scheren zum randseitigen Einschneiden eines
Nahtüberstandes einer durch die Nähstation 2 zwischen den Einschnitten (vgl. 13) auszubildenden
Naht, die in den Fig. 4 und 5 gestrichelt bei 14 dargestellt ist. Die Einschnitte
13 haben eine Länge von etwa 10 mm.
[0015] Soweit der Nähautomat 1 bis hierher beschrieben ist, ist er durch die offenkundig
vorbenutzte Nähanlage 2171/4 der Anmelderin bekannt.
[0016] Zur Einstellung des Abstandes A der beiden Schneideinrichtungen 11, 12 zueinander,
der beim dargestellten Nähautomaten 1 zwischen einem Minimalabstand von 150 mm und
einem Maximalabstand von 190 mm variiert werden kann, dient eine Einstelleinrichtung
15 der Einlegestation 6. Die Einstelleinrichtung 15 hat eine erste Antriebsvorrichtung
16 in Form eines Arbeitszylinders. Die Antriebsvorrichtung 16 ist zwischen einem ersten
Schneideinrichtungsträger 17 und einem zweiten Schneideinrichtungsträger 18 angeordnet.
Die beiden Schneideinrichtungsträger 17, 18 sind mittels Führungsstangen 19 geführt,
die endseitig an Rahmenplatten 20 eines Rahmens 21 der Schneidvorrichtung 10 geführt
sind. Die Führungsstangen 19 erstrecken sich parallel zum Abstand A zwischen den Schneideinrichtungen
11, 12.
[0017] Der erste Schneideinrichtungsträger 17 ist über eine Stellschraube 22 und Stellbolzen
23 mit einem Schneideinrichtungsbock 24 verbunden. Letzterer ist über einen Verbindungskörper
25 mit einem Schneideinrichtungs-Arbeitszylinder 26 verbunden. Dieser wiederum stützt
sich zwischen einer am Verbindungskörper 25 angelenkten Halteplatte 27 und einem beweglichen
Scherenelement 28 der ersten Schneideinrichtung 11 ab. In gleicher Weise ist das Scherenelement
28 der zweiten Schneideinrichtung 12 mit dem zweiten Schneideinrichtungsträger 18
verbunden, weswegen für die Verbindungskomponenten die gleichen Bezugsziffern verwendet
werden.
[0018] Mit dem Schneideinrichtungs-Arbeitszylinder 26 ist eine Schneidbetätigung der ersten
Schneideinrichtung 11 möglich. Die Stellschrauben 22 dienen zur Feineinstellung der
Einschneidtiefe der Schneideinrichtungen 11, 12, also zur Feineinstellung der Länge
der Einschnitte 13.
[0019] Die beiden längs der Führungsstangen 19 geführten Schneideinrichtungsträger 17, 18
sind in ihrem Verlagerungsweg zwischen der in der Fig. 4 dargestellten Minimalabstands-Position
und der in der Fig. 5 dargestellten Maximalabstands-Position zwischen einstellbaren
Anschlägen begrenzt.
[0020] Letztere sind gebildet durch Stellringe 29, die einstellbar auf einer Stellstange
30 zwischen den beiden Führungsstangen 19 festgelegt sind.
[0021] Die Einstelleinrichtung 15 hat ferner eine erste Antriebseinrichtung 31, ebenfalls
ausgeführt als Arbeitszylinder. Die erste Antriebseinrichtung 31 stützt sich einerseits
über eine Zwischenplatte und eine noch zu beschreibende zweite Antriebseinrichtung
33 an einem Rahmenbalken 34 und andererseits an einem Haltewinkel 35 ab. Der Haltewinkel
35 stellt eine zur Auflageplatte 9 ortsfeste Komponente dar und ist an dieser festgelegt.
Durch Betätigung der ersten Antriebseinrichtung 31 kann die Schneidvorrichtung 10
relativ zur Auflageplatte 9 quer zum Abstand A zwischen den beiden Schneideinrichtungen
11, 12 verlagert werden. Durch die erste Antriebseinrichtung 31 ist daher eine angetriebene
Vorgabe der Länge der Einschnitte 13 möglich. Die beiden Antriebseinrichtungen 31,
33 sind Bestandteile einer zweiten Antriebsvorrichtung 36 zur Verlagerung der Schneidvorrichtung
10 gegenüber der Auflageplatte 9. Die erste Antriebseinrichtung 31 dient dabei zur
geführten Verlagerung der Schneidvorrichtung 10 relativ zur Auflageplatte 9 zwischen
zwei Schneidpositionen mit unterschiedlicher Einschnittlänge. Die zweite Antriebseinrichtung
33 dient zur geführten Verlagerung der Schneidvorrichtung relativ zur Auflageplatte
9 quer zum Abstand A zwischen einer Schneidposition und einer in der Zeichnung nicht
dargestellten Neutralposition, in der die Schneideinrichtungen 11, 12 außer Eingriff
mit den am Positionsanschlag 7 ausgerichteten Nähgutteilen 4, 5 sind.
[0022] Zusätzlich ist der Rahmen 21 über Lagergehäuse 36a an der Auflageplatte 9 festgelegt.
Relativ zu den Lagergehäusen 36a sind die Rahmenplatten 20 quer zum Abstand A zwischen
den Schneideinrichtungen 11, 12 geführt über Führungsstangen 36b verlagerbar. Diese
Verlagerung ist in der zum Betrachter der Fig. 2 zugewandten Richtung begrenzt durch
Anschlagschrauben 36c, die durch den Rahmenbalken 34 geschraubt sind.
[0023] Das Vornähen des Taschenbeutels 4 auf das Hosenteil 5 einer Vorderhose erfolgt automatisiert
mit dem Nähautomaten 1 folgendermaßen: Zunächst wird das Hosenteil 5 zusammen mit
dem Taschenbeutel 4 an den Positionieranschlag 7 angelegt und so ausgerichtet, dass
der Rand 8a der Nähgutteile 4, 5 komplementär am Positionieranschlag 7 anliegt. Die
Fig. 4 und 5 zeigen die zueinander schon korrekt ausgerichteten Nähgutteile 4, 5,
bevor sie an dem Positionieranschlag 7 angelegt werden. Anschließend werden die beiden
Nähgutteile 4, 5 durch Unterdruck über Löcher 37 in der Auflageplatte 9 an dieser
angesaugt und bleiben hierdurch auf einem Gleitblech 38 der Auflageplatte 8 fixiert.
In dieser fixierten Position werden die Nähgutteile 4, 5 zusätzlich von einer Stoffklemme
39 festgehalten. Sobald die Nähgutteile 4, 5 in der Einlegeposition am Positionieranschlag
7 fixiert sind, ergreift die Stoffklemme 39 die beiden Nähgutteile 4, 5 zwischen den
Schneideinrichtungen 11, 12, wie in der Fig. 1 dargestellt. Anschließend werden die
beiden Schneideinrichtungs-Antriebszylinder 26 betätigt, so dass die beiden als Scheren
ausgebildeten Schneideinrichtungen 11, 12 die Einschnitte 13 durch Zwicken bilden.
Je nach der programmierbaren Ansteuerung der Schneideinrichtungs-Antriebszylinder
26 kann auch nur eine der beiden Schneideinrichtungen 11, 12 betätigt werden. Anschließend
wird der Fixierungs-Unterdruck abgeschaltet und eine Transportklammer 43 (vgl. Fig.
1) transportiert die Nähgutteile 4, 5 mit den Einschnitten 13 hin zu einer Nadelposition
der Nähmaschine 3 der Nähstation 2. Anschließend werden die Nähgutteile 4, 5 vernäht,
so dass die Naht 14 ausgebildet wird. Durch Ausblasen wird, nachdem sich die Klammer
von den Nähgutteilen 4, 5 gelöst hat, das vernähte Hosenteil dann aus der Nähposition
entfernt.
[0024] Zum Einstellen der Minimalabstands-Position zwischen den Schneideinrichtungen 11,
12, die in der Fig. 4 dargestellt ist, wird die erste Antriebseinrichtung 31 ausgefahren
und die zweite Antriebseinrichtung 33 eingefahren. Die erste Antriebsvorrichtung 16
wird eingefahren, bis die beiden Schneideinrichtungsträger 17, 18 an den beiden inneren
Stellringen 29 anschlagen. Zum Umstellen des Abstandes der Schneideinrichtung 11,
12 auf die Maximalabstands-Position, die in der Fig. 5 dargestellt ist, wird die erste
Antriebsvorrichtung 16 ausgefahren, bis die beiden Schneideinrichtungsträger 17, 18
an den beiden äußeren Stellringen 29 anschlagen.
[0025] Bei der Umstellung auf die Maximalabstands-Position fährt zudem die erste Antriebseinrichtung
31 ein. Diese Einfahrbewegung kann durch die beiden Stellschrauben 36c begrenzt sein.
Das Einfahren der ersten Antriebseinrichtung 31 führt dazu, dass in der Maximalabstands-Position
die Schneideinrichtungen 11, 12 in der Fig. 5 weiter nach links quer zu ihrem Abstand
A verlagert sind, als dies in der Minimalabstands-Position (vgl. Fig. 4) der Fall
ist. Hierdurch folgen die Schneideinrichtungen 11, 12 der Kontur des Positionieranschlags
7, so dass in der Minimalabstands-Position und in der Maximalabstands-Position die
gleiche Einschnitttiefe der Einschnitte 13 gewährleistet ist.
[0026] In Zwischenpositionen zwischen der Minimalabstands- und der Maximalabstands-Position
wird die erste Antriebseinrichtung 31, die auch als elektrischer oder elektro-pneumatischer
Antrieb mit zwischen Maximalstellungen vorgebbaren Zwischenstellungen ausgebildet
sein kann, in eine zwischen der maximal ein- und der maximal ausgefahrenen Position
gestellt, so dass auch in der Zwischenposition die gleiche Einschnitttiefe gewährleistet
ist.
[0027] Durch Ausfahren beider Antriebseinrichtungen 31, 33 können die beiden Schneideinrichtungen
11, 12 in eine Neutralposition verlagert werden, in der sie komplett außer Eingriff
mit den Nähgutteilen 4, 5 auch dann sind, wenn die Nähgutteile 4, 5 am Positionsanschlag
7 ausgerichtet sind. Die Neutralposition ist für Nähoperationen ohne Einsatz der Schneideinrichtungen
11, 12 vorgesehen, zum Beispiel für eine Absteppnaht.
[0028] Eine zentrale Steuereinrichtung 40 steuert die verschiedenen Antriebe zum Umstellen
des Abstandes der beiden Schneideinrichtungen 11, 12 zueinander an, also die erste
Antriebsvorrichtung 16 und die beiden Antriebseinrichtungen 31, 33 der zweiten Antriebsvorrichtung
36 sowie die beiden Schneideinrichtungs-Arbeitszylinder 26. Die Steuerung ist über
ein Bedienfeld 41 und ein Display 42 bedienbar.
1. Nähautomat (1)
- mit einer Nähstation (2) mit einer Nähmaschine (3) zum Vernähen zweier übereinander
gelegter Nähgutteile (4, 5),
- mit einer Auflageplatte (9) für die Nähgutteile (4, 5),
- mit einer Einlegestation (6) zum Einlegen und Vorbereiten der Nähgutteile (4, 5),
die der Nähstation (2) vorgeordnet ist und einen Positionieranschlag (7) zur Vorgabe
einer definierten Relativposition der beiden Nähgutteile (4, 5) zur Auflageplatte
(9) aufweist,
- mit einer Schneidvorrichtung (10) mit zwei zueinander beabstandet angeordneten Schneideinrichtungen
(11, 12) zum randseitigen Einschneiden eines Nahtüberstandes einer durch die Nähstation
(2) zwischen den so erzeugten Einschnitten (13) auszubildenden Naht (14) zum Vernähen
der beiden Nähgutteile (4, 5),
- gekennzeichnet durch eine Einstelleinrichtung (15) zur angetriebenen Einstellung des Abstandes (A) der
beiden Schneideinrichtungen (11, 12) zueinander,
-- mit einer ersten Antriebsvorrichtung (16), die zwischen einem ersten Schneideinrichtungsträger
(17) und einem zweiten Schneideinrichtungsträger (18) angeordnet ist, zur geführten
Verlagerung des ersten Schneideinrichtungsträger (17) relativ zum zweiten Schneideinrichtungsträger
(18) längs des Abstandes (A) zwischen den beiden Schneideinrichtungen (11, 12);
-- mit mindestens einer zweiten Antriebsvorrichtung (36), die zwischen einem Rahmen
(21) der Schneidvorrichtung (10) und einer zur Auflageplatte (9) ortsfesten Komponente
(35) angeordnet ist, zur geführten Verlagerung der Schneidvorrichtung (10) relativ
zur Auflageplatte (9) quer zum Abstand (A) zwischen den beiden Schneideinrichtungen
(11, 12).
2. Nähautomat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beide Schneideinrichtungsträger (17, 18) relativ zu einem Rahmen (21) der Schneidvorrichtung
(10) geführt verlagerbar sind.
3. Nähautomat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine geführt verlagerbare Schneideinrichtungsträger (17, 18) in seinem
Verlagerungsweg zwischen einer Minimalabstands-Position (Fig. 4) und einer Maximalabstands-Position
(Fig. 5) zwischen einstellbaren Anschlägen (29) begrenzt ist.
4. Nähautomat nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Antriebsvorrichtung (36) in zwei Antriebseinrichtungen (31, 33) unterteilt
ist, wobei die erste Antriebseinrichtung (31) zur geführten Verlagerung der Schneidvorrichtung
(10) relativ zur Auflageplatte (9) zwischen zwei Schneidpositionen (Fig. 4, Fig. 5)
und die zweite Antriebseinrichtung (33) zur geführten Verlagerung der Schneidvorrichtung
(10) relativ zur Auflageplatte (9) zwischen einer Schneidposition (Fig. 4, Fig. 5)
und einer Neutralposition, in der die Schneideinrichtungen (11, 12) außer Eingriff
mit den am Positionsanschlag (7) ausgerichteten Nähgutteilen (4, 5) sind, ausgebildet
ist.
5. Einlegestation (6) zum Einlegen und Vorbereiten von Nähgutteilen (4, 5), wobei die
Einlegestation (6) einer Nähstation (2) mit einer Nähmaschine (3) zum Vernähen der
zwei übereinandergelegten Nähgutteile (4, 5) und mit einer Auflageplatte (9) für die
Nähgutteile (4, 5) vorgeordnet ist, wobei die Einlegestation (6) aufweist:
- einen Positionieranschlag (7) zur Vorgabe einer definierten Relativposition der
beiden Nähgutteile (4, 5) zur Auflageplatte (9),
- eine Schneidvorrichtung (10) mit zwei zueinander beabstandet angeordneten Schneideinrichtungen
(11, 12) zum randseitigen Einschneiden eines Nahtüberstandes einer durch die Nähstation
(2) zwischen den so erzeugten Einschnitten (13) auszubildenden Naht (14) zum Vernähen
der beiden Nähgutteile (4, 5),
gekennzeichnet durch eine Einstelleinrichtung (15) zur angetriebenen Einstellung des Abstandes (A) der
beiden Schneideinrichtungen (11, 12) zueinander,
-- mit einer ersten Antriebsvorrichtung (16), die zwischen einem ersten Schneideinrichtungsträger
(17) und einem zweiten Schneideinrichtungsträger (18) angeordnet ist, zur geführten
Verlagerung des ersten Schneideinrichtungsträger (17) relativ zum zweiten Schneideinrichtungsträger
(18) längs des Abstandes (A) zwischen den beiden Schneideinrichtungen (11, 12);
-- mit mindestens einer zweiten Antriebsvorrichtung (36), die zwischen einem Rahmen
(21) der Schneidvorrichtung (10) und einer zur Auflageplatte (9) ortsfesten Komponente
(35) angeordnet ist, zur geführten Verlagerung der Schneidvorrichtung (10) relativ
zur Auflageplatte (9) quer zum Abstand (A) zwischen den beiden Schneideinrichtungen
(11, 12).
1. Automatic sewing assembly (1)
- having a sewing station (2) having a sewing machine (3) for sewing two material
pieces (4, 5) which are placed one on top of the other,
- having a support plate (9) for the material pieces (4, 5),
- having a feeding station (6) for feeding and preparing the material pieces (4, 5),
which is arranged upstream of the sewing station (2) and which has a positioning stop
(7) for setting a defined relative position of the two material pieces (4, 5) relative
to the support plate (9),
- having a cutting apparatus (10) having two cutting devices (11, 12) which are arranged
such as to be spaced from each other for peripheral cutting of a seam allowance of
a seam (14) which is to be formed by the sewing station (2) between the cuts (13)
produced in this manner for sewing the two material pieces (4, 5),
- characterised by an adjustment device (15) for driven adjustment of the mutual spacing (A) of the
two cutting devices (11, 12),
-- having a first drive apparatus (16) arranged between a first cutting device carrier
(17) and a second cutting device carrier (18), for guided displacement of the first
cutting device carrier (17) relative to the second cutting device carrier (18) along
the spacing (A) between the two cutting devices (11, 12);
-- having at least a second drive apparatus (36) arranged between a frame (21) of
the cutting apparatus (10) and a component (35) which is fixed in position relative
to the support plate (9), for guided displacement of the cutting apparatus (10) relative
to the support plate (9) transversely relative to the spacing (A) between the two
cutting devices (11, 12).
2. Automatic sewing assembly according to claim 1, characterised in that both cutting device carriers (17, 18) are displaceable in a guided manner relative
to a frame (21) of the cutting apparatus (10).
3. Automatic sewing assembly according to claim 1 or 2, characterised in that the at least one cutting device carrier (17, 18), which is displaceable in a guided
manner, is limited in its displacement path between a minimum spacing position (Fig.
4) and a maximum spacing position (Fig. 5) between adjustable stops (29).
4. Automatic sewing assembly according to one of claims 1 to 3, characterised in that the second drive apparatus (36) is subdivided into two drive devices (31, 33), the
first drive device (31) being constructed for guided displacement of the cutting apparatus
(10) relative to the support plate (9) between two cutting positions (Fig. 4, Fig.
5) and the second drive device (33) being constructed for guided displacement of the
cutting apparatus (10) relative to the support plate (9) between a cutting position
(Fig. 4, Fig. 5) and a neutral position in which the cutting devices (11, 12) are
not in engagement with the material pieces (4, 5) which are orientated with respect
to the positioning stop (7).
5. Feeding station (6) for feeding and preparing material pieces (4, 5), the feeding
station (6) being arranged upstream of a sewing station (2) having a sewing machine
(3) for sewing the two material pieces (4, 5) which are placed one on top of the other
and having a support plate (9) for the material pieces (4, 5), the feeding station
(6) having:
- a positioning stop (7) for setting a defined relative position of the two material
pieces (4, 5) relative to the support plate (9),
- a cutting apparatus (10) having two cutting devices (11, 12) which are arranged
such as to be spaced from each other for peripheral cutting of a seam allowance of
a seam (14) which is to be formed by the sewing station (2) between the cuts (13)
produced in this manner for sewing the two material pieces (4, 5),
- characterized by an adjustment device (15) for driven adjustment of the mutual spacing (A) of the
two cutting devices (11, 12),
-- having a first drive apparatus (16) arranged between a first cutting device carrier
(17) and a second cutting device carrier (18), for guided displacement of the first
cutting device carrier (17) relative to the second cutting device carrier (18) along
the spacing (A) between the two cutting devices (11, 12);
-- at least a second drive apparatus (36) arranged between a frame (21) of the cutting
apparatus (10) and a component (35) which is fixed in position relative to the support
plate (9), for guided displacement of the cutting apparatus (10) relative to the support
plate (9) transversely relative to the spacing (A) between the two cutting devices
(11, 12).
1. Automate de couture (1)
- comprenant une station de couture (2) comportant une machine à coudre (3) servant
à coudre deux articles à coudre (4, 5) superposés,
- comprenant une plaque d'appui (9) pour les articles à coudre (4, 5),
- comprenant une station d'insertion (6) servant à insérer et à préparer les articles
à coudre (4, 5), qui est située en amont de la station de couture (2) et qui comprend
une butée de positionnement (7) destinée à prédéfinir une position relative définie
des deux articles à coudre (4, 5) par rapport à la plaque d'appui (9),
- comprenant un dispositif de coupe (10) comportant deux systèmes de coupe (11, 12)
agencés à distance l'un de l'autre et servant à inciser côté bord un rentré de couture
d'une couture (14) qui sert à coudre les deux articles à coudre (4, 5) et qui est
destinée à être formée par la station de couture (2) entre les incisions (13) ainsi
produites,
caractérisé par un dispositif de réglage (15) servant au réglage entraîné de l'écart (A) entre les
deux systèmes de coupe (11, 12),
-- comprenant un premier dispositif d'entraînement (16), qui est agencé entre un premier
support (17) de système de coupe et un deuxième support (18) de système de coupe,
et qui sert au déplacement guidé du premier support (17) de système de coupe par rapport
au deuxième support (18) de système de coupe le long de l'écart (A) entre les deux
systèmes de coupe (11, 12) ;
-- comprenant au moins un deuxième dispositif d'entraînement (36), qui est agencé
entre un cadre (21) du dispositif de coupe (10) et un élément (35) fixe par rapport
à la plaque d'appui (9) et qui sert au déplacement guidé du dispositif de coupe (10)
par rapport à la plaque d'appui (9) transversalement à l'écart (A) entre les deux
systèmes de coupe (11, 12).
2. Automate de couture selon la revendication 1, caractérisé en ce que les deux supports (17, 18) de système de coupe peuvent être déplacés de manière guidée
par rapport à un cadre (21) du dispositif de coupe (10).
3. Automate de couture selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le parcours de déplacement du ou des supports (17, 18) de système de coupe, pouvant
être déplacés de manière guidée entre une position d'écart minimal (figure 4) et une
position d'écart maximal (figure 5), est délimité entre des butées (29) réglables.
4. Automate de couture selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le deuxième dispositif d'entraînement (36) est divisé en deux systèmes d'entraînement
(31, 33), le premier système d'entraînement (31) étant conçu pour le déplacement guidé
du dispositif de coupe (10) par rapport à la plaque d'appui (9) entre deux positions
de coupe (figure 4, figure 5) et le deuxième système d'entraînement (33) étant conçu
pour le déplacement guidé du dispositif de coupe (10) par rapport à la plaque d'appui
(9) entre une position de coupe (figure 4, figure 5) et une position neutre, dans
laquelle les systèmes de coupe (11, 12) ne sont pas en contact avec les articles à
coudre (4, 5) orientés sur la butée de position (7).
5. Station d'insertion (6) servant à insérer et à préparer des articles à coudre (4,
5), la station d'insertion (6) étant située en amont d'une station de couture (2)
comprenant une machine à coudre (3) servant à coudre les deux articles à coudre (4,
5) superposés et comprenant une plaque d'appui (9) pour les articles à coudre (4,
5), la station d'insertion (6) comprenant :
- une butée de positionnement (7) servant à prédéfinir une position relative définie
des deux articles à coudre (4, 5) par rapport à la plaque d'appui (9),
- un dispositif de coupe (10) comportant deux systèmes de coupe (11, 12) agencés à
distance l'un de l'autre et servant à inciser côté bord un rentré de couture d'une
couture (14) qui sert à coudre les deux articles à coudre (4, 5) et qui est destinée
à être formée par la station de couture (2) entre les incisions (13) ainsi produites,
caractérisé par un dispositif de réglage (15) servant au réglage entraîné de l'écart (A) entre les
deux systèmes de coupe (11, 12),
-- comprenant un premier dispositif d'entraînement (16), qui est agencé entre un premier
support (17) de système de coupe et un deuxième support (18) de système de coupe,
et qui sert au déplacement guidé du premier support (17) de système de coupe par rapport
au deuxième support (18) de système de coupe le long de l'écart (A) entre les deux
systèmes de coupe (11, 12) ;
-- comprenant au moins un deuxième dispositif d'entraînement (36), qui est agencé
entre un cadre (21) du dispositif de coupe (10) et un élément (35) fixe par rapport
à la plaque d'appui (9) et qui sert au déplacement guidé du dispositif de coupe (10)
par rapport à la plaque d'appui (9) transversalement à l'écart (A) entre les deux
systèmes de coupe (11, 12).