[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung mit einem als Vakuumpumpe ausgebildeten Vakuumgerät,
einem ersten Bussystem und einer Steuereinheit gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1. Sie betrifft außerdem ein Verfahren zum Betrieb dieser Anordnung.
[0002] Anordnungen mit Vakuumgeräten bilden in Forschung und Industrie wichtige Systeme
zur Erzeugung von Produkten oder zur Analyse von Stoffen. Die Fertigungsprozesse sind
zunehmend komplex und hocheffizient geworden, und stellen immer unterschiedlichere
Anforderungen an diese System. Um diesen Anforderungen zu genügen sind zum einen die
Möglichkeiten der unterschiedlichen Konfiguration von Vakuumgeräten und -systemen
gestiegen, zum anderen stellt der breite Anwendungsbereich harte Anforderungen an
die Konstruktion und Qualitätskontrolle.
[0003] Anordnungen des Standes der Technik weisen wenigstens ein Vakuumgerät, ein Bussystem
und eine Steuereinheit auf. Bei Vakuumgeräten kann es sich beispielsweise um Turbomolekularpumpen
handeln, die mit Antriebselektroniken ausgestattet sind, welche heute oftmals programmierbare
Mikroprozessoreinheiten aufweisen. Es kann sich auch um Druckmessgeräte, Ventilsteuereinrichtungen
und mehr handeln, soweit diese elektronisch fernsteuerbar oder überwachbar sind. Über
ein Bussystem, welches meist eine Installation aus elektrischen Leitern zwischen den
angeschlossenen Geräten ist, sendet eine Steuereinheit Steuerdaten an die angeschlossenen
Vakuumgeräte.
[0004] Durch den Aufbau gemäß Stand der Technik entstehen nun eine Reihe von Problemen,
durch die die Anordnungen mit Vakuumgeräten nicht mehr den heutigen Anforderungen
entsprechen.
[0005] Änderungen, beispielsweise an der Betriebsoftware, erfordern in der Regel einen manuellen
Eingriff am jeweiligen Vakuumgerät. Dies kann die Kommunikation anderer Vakuumgeräte
und damit den Prozess stören. Zudem erfordert der manuelle Eingriff beispielsweise
das Abziehen und Wiederaufstecken von Steckverbindern, beispielsweise des Bussystems,
was zu Fehlern und Ausfällen führen kann.
[0006] Der Zugriff auf ein oder mehrere Vakuumgeräte ist oft durch ein vom Anwender verwendetes
industrielles Bussystem nicht im vom Anwender oder Hersteller gewünschten und für
die Anpassung an neue Betriebsumstände notwendigen Umfang möglich.
[0007] Die Einrichtung eines Systems zur Datenerfassung im Rahmen der Anordnung mit einem
Vakuumgerät kann unmöglich werden, wenn sie nicht bereits in der Planungsphase des
Anwenders berücksichtigt wird. Ist dieses System darüber hinaus untrennbar in den
Prozess des Anwenders zu integrieren, so verursacht dies Kosten, die der Anwender
eventuell nicht zu tragen bereit ist. Dies liegt unter anderem an folgendem: Bei kompakt
gestalteten Geräten, wie sie bei Vakuumpumpen üblicherweise vorkommen, ist u.a. aus
Platz- und Preisgründen die Zahl der Steckverbinder gering zu halten, so dass verschiedene
Funktionen auf einem Steckverbinder realisiert werden. Anwender insbesondere größerer
Anlagen konfektionieren ihre Kabel und Steckverbinder oft vor, so dass es aufwändig
ist, nachträglich an Funktionen zu gelangen, die bereits durch die Steckverbinder
des Anwenders belegt sind.
[0008] Ein weiterer Nachteil ist, dass Vakuumgeräte in den beschriebenen Anordnungen nur
aufwändig ersetzt werden können. Hierzu muss meist die komplette Anordnung außer Betrieb
gesetzt werden. Dann wird das Vakuumgerät gegen ein neues ausgetauscht und sämtliche
Einstellungen des alten Vakuumgeräts manuell am Austauschvakuumgerät eingestellt.
Dies kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Die
US 6 272 400 B1 offenbart eine Anordnung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Weiterer Stand der
Technik ist aus
US 2003/0014160 A1,
EP 0 809 164 A1 und
US 5 793 963 A bekannt.
[0009] Es ist eine Aufgabe der Erfindung, die herkömmlichen Anordnungen mit Vakuumgerät
so zu verbessern, dass oben genannte Nachteile beseitigt werden.
[0010] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Anordnung mit einem Vakuumgerät mit den Merkmalen
des ersten Patentanspruchs. Sie wird außerdem gelöst durch ein Verfahren zum Betrieb
dieser Anordnung nach Anspruch 3.
Die erfindungsgemäße Anordnung weist eine Verwaltungseinheit auf, die an das Bussystem
angeschlossen ist, wobei das Bussystem so eingerichtet ist, dass es Kommunikationsmittel
aufweist, die für einen ersten Datenaustausch zwischen Vakuumgerät und Steuereinheit
einerseits und einem zweiten Datenaustausch zwischen Vakuumgerät und der Verwaltungseinheit
angepasst sind, wobei erster und zweiter Datenaustausch unabhängig voneinander sind.
Das Betriebsverfahren für eine Anordnung mit allen Merkmalen eines oder mehrerer der
Ansprüche 1 oder 2 weist einen Schritt A, in welchem im zweiten Datenaustausch entweder
die Konfigurationsdaten oder die Betriebsdaten oder beide zusammen vom Vakuumgerät
an die Verwaltungseinheit übertragen werden.
[0011] Die Unabhängigkeit zwischen einem ersten und einem zweiten Datenaustausch ermöglicht
es, Daten der Vakuumgeräte auszulesen und in der Verwaltungseinheit zu verarbeiten,
ohne den Betrieb der Anordnung, d.h. das die Vakuumgeräte, das Bussystem, die Verwaltungseinheit
und die Steuereinheit aufweisende System, zu stören. Durch das erfindungsgemäße Verfahren
können in der Verwaltungseinheit Betriebsdaten gesammelt und die Konfigurationsdaten
gespeichert werden. Je nach Anwendung kann es sinnvoll sein, nur Betriebsdaten oder
Konfigurationsdaten oder beide zu verarbeiten. Die Verarbeitung von Betriebsdaten
erlaubt es Anwender und/oder Hersteller, statistische Auswertungen über längere Zeiträume
hinweg durchzuführen. Hierdurch ist es beispielsweise möglich, Servicefälle frühzeitig
zu erkennen. Auch ist es möglich, zu einem Zeitpunkt die Konfigurationen und aktuellen
Betriebsdaten abzurufen, ohne den Betrieb des Systems zu unterbrechen. Die abhängigen
Ansprüche 2 und 4 bis 8 stellen vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung dar.
[0012] Der Vorteil der Maßnahme nach Anspruch 2, die Kommunikationsmittel ein zweites Bussystem
aufweisen zu lassen, liegt in der leichten Nachrüstbarkeit bei Systemen, wo die Verwaltungseinheit
nicht schon beim Bau geplant wurde.
[0013] Erfindungsgemäß sind die Verwaltungs- und Steuereinheit als Teil einer Kontrolleinheit
gestaltet. Es werden weniger Komponenten gebraucht, d.h. das System wird preiswerter.
Außerdem sind alle Funktionen an einer räumlichen Stelle zusammengefasst.
[0014] Durch die Weiterbildung des Verfahrens nach Anspruch 4 kann der Stand der Konfigurationsdaten
der Vakuumgeräte und damit die Konfiguration des Systems zu jedem Zeitpunkt zentral
gespeichert werden. Damit ist es möglich, die Konfiguration zu betrachten, ohne jedes
einzelne Vakuumgerät zu überprüfen. Es ist vorteilhaft möglich, dies auch bei laufendem
Betrieb zu tun.
[0015] Die Maßnahme nach Anspruch 5 erlaubt es, Konfigurationsdaten eines oder mehrerer
Vakuumgeräte innerhalb der Verwaltungseinheit mit gleichartigen Daten zu vergleichen.
Quellen dieser Vergleichsdaten können von anderen Vakuumgeräten stammende Konfigurationsdaten
oder Teile davon sein. Die Vergleichsdaten können aber auch auf andere Weise in die
Verwaltungseinheit gelangen, beispielweise durch Handeingabe des Benutzers oder Anbindung
der Verwaltungseinheit an ein Computernetzwerk. Der Vergleich erlaubt vorteilhaft,
Änderungen und/oder Abweichungen der Konfigurationen aufzuzeigen.
[0016] Die Maßnahme nach Anspruch 6 erleichtert den Austausch eines Vakuumgeräts. Ein Ersatzvakuumgerät
kann an die Stelle eines Vakuumgeräts treten und bekommt von der Verwaltungseinheit
die Konfigurationsdaten überspielt. Hierdurch müssen keine langwierigen Konfigurationsarbeiten
vor Ort durchgeführt werden, der Austausch geht viel schneller, wodurch Zeit und Geld
gespart wird. Außerdem ist garantiert, dass die Konfiguration des Ersatzvakuumgeräts
wirklich derjenigen des vorherigen Vakuumgeräts entspricht. Damit werden Fehler, die
letztlich zu technischem Versagen führen können, vemieden.
[0017] Der Datenaustausch zwischen Vakuumgerät und Verwaltungseinheit kann nach Anspruch
7 zyklisch geschehen. Dies ist vorteilhaft beim Erstellen von Statistiken über Betriebsdaten.
Es ist auch vorteilhaft, um routinemäßig die Konfiguration zu speichern und so im
Konfigurationsdatenspeicher den aktuellen Stand des Systems zu haben.
[0018] Es kann vorteilhaft sein, das Verfahren nach Anspruch 8 weiterzuentwickeln und den
Austausch von Konfigurationsdaten oder Betriebsdaten oder beiden zusammen ereignisgesteuert
durchzuführen. Dies erlaubt es beispielsweise einem Servicetechniker, den Austausch
zu starten, um so die Konfigurationsdaten eines Vakuumgeräts unmittelbar vor dem Austausch
eines Vakuumgeräts in die Verwaltungseinheit einzulesen.
[0019] Anhand von Ausführungsbeispielen soll die Erfindung näher erläutert werden. Es zeigen:
Fig. 1: Schematische Darstellung einer ersten Anordnung mit Vakuumgerät.
Fig. 2: Schematische Darstellung einer zweiten Anordnung mit Vakuumgerät.
Fig. 3: Schematische Darstellung einer dritten Anordnung mit Vakuumgerät.
[0020] In den folgenden Figuren 1 bis 3 ist ein Rezipient 1 gezeigt, an dem über Flansche
Vakuumgeräte angeschlossen sind. Der Rezipient kann eine einfache Vakuumkammer, eine
Mehrkammeranlage oder Teil eines komplexen Vakuumsystems sein, wobei die Vakuumgeräte
an verschiedenen Punkten des Systems angeordnet sein können. Als Vakuumgeräte sind
in den Figuren 1 bis 3 eine erste Vakuumpumpe 2, eine zweite Vakuumpumpe 3 und ein
Messgerät 4 dargestellt. Die Vakuumpumpe 2 weist einen Pumpenteil 2a mit dem Pumpsystem
zur Erzeugung eines Vakuums und ein Betriebsgerät 2b auf. Dieses Betriebsgerät 2b
beinhaltet die Steuerelektronik zum Antreiben der elektrischen und elektronischen
Kompenenten des Pumpenteils 2a, insbesondere des Antriebsmotors. Im Betriebsgerät
2b können auch Leistungsteil und Netzteil angeordnet sein. Das Vakuumgerät 3 ist eine
Vakuumpumpe, bei dem Pumpenteil 3a mit einem Pumpsystem und Betriebsgerät 3b getrennt
voneinander sind und über eines oder mehrere Kabel miteinander in Verbindung stehen.
Das Vakuumgerät 4 ist in den Beispielen als ein Messgerät ausgebildet, beispielsweise
ein Druckmessgerät, wobei es mindestens eine Elektronik beinhaltet, von der Messwerte
an anschließbare Geräte weitergegeben werden. Eine Steuereinheit 6 dient in bekannter
Weise zur Steuerung der Vakuumgeräte. Hier kann beispielsweise von zentraler Stelle
aus das Ein- und Ausschalten von einzelnen Vakuumgeräten abhängig von dem in dem Vakuumsystem
ablaufenden Prozess geschehen. Zur Kommunikation zwischen den Vakuumgeräten und der
Steuereinheit ist ein Bussystem 5 vorgesehen, an welches Steuereinheit und Vakuumgeräte
angeschlossen sind, beispielsweise über eine Kabelverbindung 5a. Den angeschlossenen
Geräten und Einheiten werden Adressen zugewiesen, an denen sie zur Kommunikation erreichbar
sind. Als Komunikationsmittel zur Gestaltung des Bussystems können Kabel und Funkstrecken
zum Einsatz kommen. Zur Kommunikation selbst können übliche Protokolle und Verfahren
genutzt werden, beispielsweise Internetprotokolle oder solche, die im Bereich der
industrieüblichen "speicherprogrammierbare Steuerung (SPS)" genutzt werden.
[0021] Im ersten Ausführungsbeispiel nach Figur 1 ist eine Verwaltungseinheit 7 über eine
Kabelverbindung 5b an das Bussystem 5 angeschlossen. Diese Verwaltungseinheit sammelt
und verteilt Konfigurationsdaten der Vakuumgeräte. Das Bussystem ist in diesem Beispiel
so ausgeführt, dass eine parallele Kommunikation durchgeführt werden kann. Insbesondere
muss das Bussystem so gestaltet sein, dass es den quasigleichzeitigen Betrieb mit
mehreren sogenannten Mastern erlaubt. Beispiele solcher Bussysteme sind Ethernet und
der "Process Field Bus" (Profibus). Verwaltungs- und Steuereinheit sind in diesem
Zusammenhang Master.
[0022] Im zweiten Ausführungsbeispiel nach Figur 2 besitzt die Verwaltungseinheit 7 ein
Funkmodul und kommuniziert über eine Funkverbindung 5b' mit einem an ein zweites Bussystem
5' angeschlossenen Funkmodul. Das zweite Bussystem ist parallel zum ersten Bussystem
5 angeordnet, so dass über beide ein Datenaustausch stattfinden kann. Mit der Funkverbindung
5b' als Verbindung zum Bussystem lässt sich besonders einfach eine temporär anschließbare
Verwaltungseinheit realisieren. Sie kann dann beispielsweise die Form eines Personal
Digital Assistant (PDA) annehmen oder ein mit einem Funkmodul ausgerüsteter tragbarer
Computer ("Laptop") sein. Denkbar ist auch, das komplette Bussystem 5' oder Teile
davon über Funkverbindungen aufzubauen.
[0023] Im dritten Ausführungsbeispiel der Anordnung nach Figur 3 sind Steuereinheit und
Verwaltungseinheit Teile einer Kontrolleinheit 9, welche über eine Verbindung 5b"
an das Busssystem 5 angeschlossen ist. Diese Verbindung kann wie gezeigt aus mehreren
Kabeln bestehen. Alternativ ist es denkbar, ein Kabel zu verwenden, auf welches durch
geeignete Mittel die Daten beider Einheiten 6 und 7 gegeben werden. Über eine Außenverbindung
10 ist es der möglich Verwaltungseinheit, Daten zu empfangen und zu senden. Eine solche
Verbindung kann beispielsweise eine Computernetzwerkverbindung wie Intranet oder Internet
sein.
[0024] Die Datenaustausche zwischen Vakuumgerät und Steuereinheit einerseits und Vakuumgerät
und erfindungsgemäßer Verwaltungseinheit andererseits sind unabhängig voneinander.
Das bedeutet insbesondere, dass die Verwaltungseinheit Daten aus dem Vakuumgerät auslesen
kann, ohne den Datenaustausch zwischen Vakuumgerät und Steuereinheit wesentlich zu
beeinträchtigen. Gewährleistet wird dies durch den oben beschriebenen Aufbau der Anordnung.
Die im Datenaustausch übertragenen Daten setzen sich aus Steuerdaten, Betriebsdaten
und Konfigurationsdaten zusammen. Dabei umfassen die Steuerdaten insbesondere Stellbefehle
und Anweisungen, die vom Steuergerät auf das Vakuumgerät übertragen werden und beispielsweise
Aktionen auslösen wie Auslesen eines Messwertes, Ändern der Drehzahl, und dergleichen.
Die Betriebsdaten umfassen die Ist-Werte des Vakuumgeräts und werden von Steuer- und/oder
Verwaltungseinheit nur ausgelesen. Hierbei handelt es sich beispielsweise um die Drehzahl,
einen Druck oder eine Temperatur. Die Konfigurationsdaten umfassen die solche Daten
wie Pumpentyp, Softwarestand, Einstellungen von Parametern wie beispielsweise Zyklenzahl
und -dauer von Messwertaufnahmen, Temperatur von Temperaturmanagementsystemen, Kühlmittelfluss,
und dergleichen. Die Summe aller Konfigurationsdaten eines Vakuumgeräts bildet einen
Konfigurationsdatensatz, die Konfigurationsdaten beschreiben die Konfiguration des
Vakuumgeräts.
[0025] Das Verfahren zum Betreiben der oben beschriebenen Anordnung wird nachfolgend beispielhaft
erläutert.
[0026] Die Steuereinheit sendet über das Bussystem Daten an einzelne oder mehrere Vakuumgeräte.
Diese Daten werden von den Betriebsgeräten an den Vakuumgeräten empfangen, als Befehle
interpretiert und die zugehörigen Aktionen ausgelöst. Wenn das Vakuumgerät eine Vakuumpumpe
ist, kann solche eine Aktion beispielsweise das Beschleunigen aus einem Standbyzustand
mit verminderter Rotordrehzahl auf Enddrehzahl sein. Da das Ablaufen des Prozesses
im Rezipienten bestimmte Aktionen und Zustände der Vakuumgeräte bedingt, senden die
Betriebsgeräte der Vakuumgeräte Betriebsdaten an die Steuereinheit, die ihren Zustand
beschreiben. Dieses Senden kann in regelmäßigen, vordefinierten Abständen oder als
Reaktion auf einen entsprechenden Befehl der Steuereinheit geschehen. Das Versenden
der Daten zwischen den Betriebsgeräten und der Steuereinheit stellt einen Datenaustausch
dar.
[0027] Die erfindungsgemäße Verwaltungseinheit sendet und empfängt Daten, wobei dieser Datenaustausch
mit den Vakuumgeräten stattfindet und den zuvor beschriebenen Datenaustausch nicht
behindert. Bei diesen Daten handelt es sich um Konfigurationsdaten oder Betriebsdaten
oder beides zusammen. Diese Daten können vielfältig genutzt werden, beispielsweise
können sie auf einem Anzeigegerät angezeigt, in einem Datenspeicher abgelegt oder
über ein Computernetzwerk übertragen werden. Ein Beispiel für die Anwendung des Verfahrens
ist, dass eine Vakuumpumpe einen Temperatursensor enthält, dessen Temperatursignal
als Teil der Betriebsdaten an die Verwaltungseinheit gesendet wird. Diese speichert
jeden Temperaturwert oder nur einen vorher festgelegten Anteil der Temperaturwerte
ab und zeigt sich gleichzeitig auf einem Anzeigegerät, beispielsweise einem Bildschirm,
an. Auch ist es möglich, dass die Verwaltungseinheit die aktuellen Betriebs- und Konfigurationsdaten
der Anordnung ganz oder teilweise darstellt und so ihren Zustand repräsentiert und
visualisiert.
[0028] In einem weiteren Beispiel sendet die Verwaltungseinheit einen Befehl an das Vakuumgerät,
auf welchen dieses als Reaktion seine Konfigurationsdaten übermittelt. Diese werden
in einem Schritt B des Verfahrens in der Verwaltungseinheit unter Angabe der Adresse
des Vakuumgeräts innerhalb des Bussystems, wodurch eine Zuordnung der Konfigurationsdaten
zum Vakuumgerät stattfindet, abgespeichert. Anschließend wird das Vakuumgerät ausgetauscht
und ein vom Bautyp her gleiches Vakuumgerät an seine Stelle in die Anordnung eingebaut.
Wieder sendet die Verwaltungseinheit einen Befehl an die Adresse des Vakuumgeräts
und erhält als Reaktion Konfigurationsdaten übermittelt. In der Verwaltungseinheit
findet nun ein Vergleich des ganzen oder eines Teils des Konfigurationsdatensatzes
statt. Ist das Ergebnis des Vergleiches so, dass die Konfigurationsdaten des neuen
Vakuumgeräts nicht denen des alten Vakuumgeräts entsprechen, werden die im Speicher
der Verwaltungseinheit abgelegten Konfigurationsdaten ganz oder teilweise auf das
Vakuumgerät überspielt, so dass es in der Folge die Funktion des alten Vakuumgeräts
erfüllen kann.
[0029] Der Schritt A des Übertragens von Konfigurationsdaten oder Betriebsdaten oder beiden
zusammen von einem Vakuumgerät an die Verwaltungseinheit kann ereignisgesteuert oder
zyklisch erfolgen. Zyklisch heißt, dass nach Ablauf eines vorgegeben Zeitintervalls
der Schritt wiederholt wird. Dieses Zeitintervall ist in der Verwaltungseinheit oder
im Vakuumgerät abgelegt. Es kann festgelegt sein oder veränderlich sein. Ein Beispiel
für eine Ereignissteuerung ist, wenn ein Anwender die Verwaltungseinheit bedient und
dabei den Datenaustausch auslöst.
1. Anordnung mit einem als Vakuumpumpe ausgebildeten Vakuumgerät (2, 3, 4), einem ersten
Bussystem (5) und einer Steuereinheit (6), wobei eine Verwaltungseinheit (7) an dem
Bussystem angeschlossen ist und das Bussystem Kommunikationsmittel aufweist, die für
einen ersten Datenaustausch zwischen Vakuumgerät (2, 3, 4) und Steuereinheit (6) einerseits
und einem zweiten Datenaustausch zwischen Vakuumgerät (2, 3, 4) und der Verwaltungseinheit
(7) angepasst sind, wobei erster und zweiter Datenaustausch unabhängig voneinander
sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
Steuereinheit und Verwaltungseinheit Teil einer Kontrolleinheit (9) sind.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikationsmittel ein zweites Bussystem (5') umfassen.
3. Verfahren zum Betreiben einer Anordnung mit allen Merkmalen gemäss einem oder mehreren
der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Verfahren einen Schritt A aufweist, in welchem
im zweiten Datenaustausch entweder die Konfigurationsdaten oder die Betriebsdaten
oder beide zusammen vom Vakuumgerät (2, 3, 4) an die Verwaltungseinheit (7) übertragen
werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Schritt B die Konfigurationsdaten in einem Konfigurationsdatenspeicher abgelegt
werden, wobei eine Zuordnung zu dem Vakuumgerät (2, 3, 4) stattfindet, von dem die
Konfigurationsdaten stammen.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verwaltungseinheit (7) die im zweiten Datenaustausch übermittelten Konfigurationsdaten
ganz oder teilweise mit gleichartigen, in der Verwaltungseinheit (7) vorliegenden
Konfigurationsdaten vergleicht.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass in einem weiteren Schritt die Verwaltungseinheit (7) im zweiten Datenaustausch entweder
Konfigurationsdaten oder eine Betriebssoftware oder beide zusammen an das Vakuumgerät
(2, 3, 4) übermittelt.
7. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt A zyklisch wiederholt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt A ereignisgesteuert ist.
1. An arrangement comprising a vacuum device (2, 3, 4) configured as a vacuum pump; a
first bus system (5); and a control unit (6), wherein a management unit (7) is connected
to the bus system and the bus system has communication means which are adapted for
a first data exchange between the vacuum device (2, 3, 4) and the control unit (6),
on the one hand, and for a second data exchange between the vacuum device (2, 3, 4)
and the management unit (7), on the other hand, with the first and second data exchanges
being independent of one another,
characterized in that
the control unit and the management unit are part of a control unit (9).
2. An arrangement in accordance with claim 1, characterized in that the communication means comprise a second bus system (5').
3. A method of operating an arrangement having all the features in accordance with one
or more of the preceding claims, wherein the method comprises a step A in which either
the configuration data or the operating data or both together are transmitted from
the vacuum device (2, 3, 4) to the management unit (7) in the second data exchange.
4. A method in accordance with claim 3, characterized in that, in a step B, the configuration data are stored in a configuration data memory, with
an association taking place with the vacuum device (2, 3, 4) from which the configuration
data originate.
5. A method in accordance with claim 4, characterized in that the management unit (7) fully or partly compares the configuration data transmitted
in the second data exchange with configuration data of the same kind present in the
management unit (7).
6. A method in accordance with claim 4 or claim 5, characterized in that, in a further step, the management unit (7) transmits either configuration data or
operating software or both together to the vacuum device (2, 3, 4) in the second data
exchange.
7. A method in accordance with claim 3, characterized in that step A is cyclically repeated.
8. A method in accordance with claim 3, characterized in that step A is event-controlled.
1. Agencement comportant un appareil à vide (2, 3, 4) réalisé sous forme de pompe à vide,
un premier système de bus (5) et une unité de commande (6), une unité de gestion (7)
étant reliée au système de bus et le système de bus comportant des moyens de communication
adaptés pour un premier échange de données entre l'appareil à vide (2, 3, 4) et l'unité
de commande (6) d'une part et un second échange de données entre l'appareil à vide
(2, 3, 4) et l'unité de gestion (7) d'autre part, le premier et le second échange
de données étant indépendants l'un de l'autre,
caractérisé en ce que
l'unité de commande et l'unité de gestion font partie d'une unité de contrôle (9).
2. Agencement selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les moyens de communication comprennent un deuxième système de bus (5').
3. Procédé de fonctionnement d'un agencement présentant toutes les caractéristiques selon
l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
le procédé comprenant une étape A dans laquelle, lors du deuxième échange de données,
soit les données de configuration, soit les données d'exploitation, soit les deux
ensemble, sont transmises de l'appareil à vide (2, 3, 4) à l'unité de gestion (7).
4. Procédé selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
dans une étape B, les données de configuration sont stockées dans une mémoire de données
de configuration en étant affectées à l'appareil à vide (2, 3, 4) d'où proviennent
les données de configuration.
5. Procédé selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
l'unité de gestion (7) compare tout ou partie des données de configuration transmises
lors du deuxième échange de données avec des données de configuration de même type
disponibles dans l'unité de gestion (7).
6. Procédé selon la revendication 4 ou 5,
caractérisé en ce que
dans une autre étape, lors du deuxième échange de données, l'unité de gestion (7)
transmet soit des données de configuration, soit un logiciel d'exploitation, soit
les deux ensemble à l'appareil à vide (2, 3, 4).
7. Procédé selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
l'étape A est répétée de façon cyclique.
8. Procédé selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
l'étape A est à commande par événements.