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(11) |
EP 1 907 172 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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20.05.2015 Patentblatt 2015/21 |
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Anmeldetag: 21.07.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2006/001273 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/012311 (01.02.2007 Gazette 2007/05) |
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ELEKTROWERKZEUG, INSBESONDERE AKKUBETRIEBENE GEWINDESCHNEIDMASCHINE
ELECTRIC TOOL IN PARTICULAR BATTERY-DRIVEN THREAD-CUTTING MACHINE
OUTIL ELECTRIQUE, NOTAMMENT MACHINE A FILETER SANS FIL
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Priorität: |
27.07.2005 DE 102005035039
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.04.2008 Patentblatt 2008/15 |
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Patentinhaber: Marquardt GmbH |
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78604 Rietheim-Weilheim (DE) |
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Erfinder: |
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- BROGHAMMER, Peter
78573 Wurmlingen (DE)
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Vertreter: Otten, Roth, Dobler & Partner |
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Patentanwälte
Grosstobeler Strasse 39 88276 Ravensburg / Berg 88276 Ravensburg / Berg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-02/078416 US-A- 5 014 793
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US-A- 4 540 318 US-A1- 2005 103 510
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb eines Elektrowerkzeugs nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0003] Solche Elektrowerkzeuge finden Verwendung als Gewindeschneidmaschine, Bohrmaschine,
Schraubmaschine o. dgl., wobei es sich insbesondere um ein Akku-Elektrowerkzeug handeln
kann.
[0004] Akku- und/oder netzbetriebene Elektrowerkzeuge, welche aus der
WO 02/078416 A1, der
US 2005/0103510 A1 oder der
US 5 014 793 A bekannt sind, besitzen einen Elektromotor zum Antrieb einer Werkzeugaufnahme. Desweiteren
ist das Elektrowerkzeug mit einem ein Betätigungsorgan aufweisenden Schalter zum Ein-
und/oder Ausschalten der Spannungsversorgung für den Elektromotor sowie mit einem
Umschalter für den Rechts-/Linkslauf des Elektromotors ausgestattet. In erweiterten
Ausstattungen besitzt das Elektrowerkzeug eine Elektronik zur Drehzahlsteuerung und/oder
-regelung des Elektromotors sowie eine Kurzschlußbremsung für den Elektromotor.
[0005] Solche Akkuschrauber werden sehr häufig zum Schneiden von Gewinden eingesetzt. Hierfür
ist in die Werkzeugaufnahme dann ein Gewindeschneider eingesetzt. Insbesondere bei
größeren Werkstücken, die nicht mit einer Ständer- oder Tischbohrmaschine mit adaptierter
Gewindeschneidvorrichtung bearbeitet werden können, bietet sich der Einsatz solch
eines Akkuschraubers an.
[0006] In der
US 2005/0103510 A1 ist weiter der Einsatz des Akkuschraubers für das Gewindeschneiden beschrieben. Nach
Betätigen des Betätigungsorgans läuft der Elektromotor im Rechtslauf, wobei das Gewinde
durch Eindrehen des Gewindeschneiders geschnitten wird. Ist die Gewindetiefe erreicht,
wird der Elektromotor in den Linkslauf umgeschaltet. Danach wird der Gewindeschneider
wiederum aus dem Gewinde herausgedreht.
[0007] Dieser Einsatz von Akkuschraubern zum Gewindeschneiden hat jedoch den Nachteil, daß
durch das häufige Umschalten zwischen Rechts- und Linkslauf des Elektromotors die
Lebensdauer des Umschalters für den Rechts-/Linkslauf aufgrund von Abnützung der elektrischen
Umschaltkontakte schnell erreicht wird. Im Akkordbetrieb kann es zudem vorkommen,
daß schon dann vom Benutzer umgeschaltet wird, wenn sich der Elektromotor noch dreht.
Das führt zusätzlich zu einem vorzeitigen Verschleiß der Umschaltkontakte. Desweiteren
ist die mechanische Drehmomentkupplung zu ungenau, was zum Bruch des Gewindebohrers
durch Verkanten oder zu dessen Festfressen führen kann. Herkömmliche Akkuschrauber
sind somit nur bedingt geeignet für das Schneiden von Gewinden. Insbesondere ist die
Lebensdauer des Motors und der Schaltkontakte dieser Akkuschrauber begrenzt. Dieselben
Nachteile sind ebenso bei netzbetriebenen Schraubern zu beobachten, wenn diese zum
Gewindeschneiden verwendet werden.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Gewindeschneiden mit dem akku- und/oder
netzbetriebenen Elektrowerkzeug effektiver und sicherer zu machen. Insbesondere soll
das zum Gewindeschneiden geeignete akku- und/oder netzbetriebene Elektrowerkzeug im
Hinblick auf dessen Lebensdauer weiterentwickelt werden.
[0009] Diese Aufgabe wird bei einem gattungsgemäßen Verfahren zum Betrieb des Elektrowerkzeugs
durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0010] Ein derartiges Elektrowerkzeug bildet eine völlig neue Gerätegeneration für den Nischenmarkt
des Gewindeschneidens. Grundlage der Erfindung ist ein akkubetriebenes Elektrowerkzeug,
das über verschiedene Elektronikfunktionen verfügt. Idealerweise handelt es sich hierbei
um ein Elektrowerkzeug, das auch die Funktionen eines üblichen Akkuschraubers, nämlich
Schraubfunktion, Bohrfunktion, Rechts/Links-Umschaltung; Bremse, Drehzahlsteuerung,
Abschaltkupplung o. dgl. besitzt.
[0011] Das Elektrowerkzeug kann zwischen manuellem und/oder automatischem Betrieb umschaltbar
sein. Eine derartige Umschaltfunktion bietet dem Benutzer die komfortable Möglichkeit,
das Elektrowerkzeug nach einem vorgegebenen Programm automatisch zu betreiben. Falls
gewünscht kann der Benutzer jedoch auch manuell in den Ablauf eingreifen.
[0012] Der automatische Betrieb im Hinblick auf das Gewindeschneiden läuft dabei wie folgt
ab. Sobald das Betätigungsorgan am Elektrowerkzeug durch den Benutzer gedrückt wird,
läuft der Motor vorwärts im Pechtslauf entsprechend einer voreingestellten Kennlinie,
also mit einer Art von Rampenfunktion, bis auf die ideale Drehzahl hoch. Diese vorgebbare
ideale Drehzahl variiert beispielsweise entsprechend dem Gewindedurchmesser und/oder
dem, zu bearbeitenden Werkstoff. Anschließend wird das Gewinde durch Eindrehen des
Gewindeschneiders im Rechtslauf mit dieser idealen Drehzahl geschnitten. Beim Eindrehen
wird die Anzahl n der Gewindegänge gezählt, was in einfacher Weise mittels der Elektronik
möglich ist. Ist die gewünschte Gewindetiefe erreicht, oder läuft der Gewindeschneider
in einem Sackloch auf, oder läßt der Anwender das Betätigungsorgan los, oder ist eine
sonstige Bedingung erfüllt, so wird der Elektromotor automatisch in den Linkslauf
umgeschaltet. Dadurch wird der Gewindeschneider im Linkslauf wieder aus dem Gewinde
herausgedreht, wobei der Gewindebohrer mit einer höheren Geschwindigkeit im Linkslauf
als im Rechtslauf bewegt wird, um so die Arbeitsleistung des Elektrowerkzeugs für
das Gewindeschneiden zu erhöhen. Beim Herausdrehen des Gewindeschneiders wird dann
auf wenigstens die Anzahl der Gewindegänge gezählt. Sicherheitshalber kann jedoch
etwas weiter gezählt werden, beispielsweise auf n+3 Gewindegänge. Ist diese Anzahl
erreicht, so schaltet die Elektronik den Elektromotor automatisch ab. Dieser Ablauf
gewährleistet einen schnellen und dennoch sicheren sowie qualitativ hochwertigen automatischen
Arbeitszyklus.
[0013] Der manuelle Betrieb läuft wie folgt ab. Der Anwender schaltet in dieser Betriebsart
über das Betätigungsorgan den Motor ein und/oder aus. Die Drehzahl wird im Rechtslauf
über den Betätigungsweg des Betätigungsorgans vom Benutzer gesteuert. Ist die Gewindetiefe
erreicht, so schaltet der Anwender auf Linkslauf. Bei Überschreiten des vorgewählten
Drehmoments schaltet die Maschine ab.
[0014] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0015] Erweiternd ist auch eine automatische Spanbrechfunktion durch abwechselndes Vor-
und Rückwärtsdrehen entsprechend des Rechts- und Linkslaufs des Elektromotors realisierbar.
Hierfür dreht der Elektromotor beispielsweise eine Umdrehung vorwärts, und danach
etwas mehr als eine Umdrehung wieder rückwärts. In Versuchen hat sich eine Rückwärtsdrehung
um in etwa 1,4 Umdrehungen als besonders effektiv erwiesen. Hierbei wird dann der
Span sicher gebrochen. Das Beschleunigen und/oder Abbremsen des Elektromotors geschieht
zweckmäßigerweise mit einer geeigneten Kennlinie in der Art einer Rampenfunktion.
[0016] Beim Umschalters des erfindungsgemäßen Elektrowerkzeugs handelt es sich in weiterer
Ausgestaltung um einen elektronischen Umschalter, der insbesondere einen Leistungshalbleiter
zum kontaktlosen Umschalten der Polarität der Spannungsversorgung für den Elektromotor
aufweist. Das Ein- sowie Umschalten der Spannungsversorgung für den Elektromotor geschieht
folglich elektronisch, so daß kein Kontaktverschleiß wie bisher auftreten kann, womit
wiederum die Lebensdauer des Elektrowerkzeugs gesteigert wird.
[0017] In zweckmäßiger Ausgestaltung kann der Leistungshalbleiter über eine elektronische
Schaltung beziehungsweise Elektronik zum Umschalten angesteuert werden, was manuell
durch den Benutzer und/oder auch automatisch bei Vorliegen gewisser Bedingungen erfolgen
kann. Die Elektronik kann somit vorteilhafterweise das Elektrowerkzeug im automatischen
Betrieb programmgesteuert betreiben. Das Umschalten läßt sich mittels eines Umschaltsignals
an die Elektronik auslösen. Bei manuellem Betrieb bietet es sich an, daß das Umschaltsignal
von einem lediglich einen Signalstrom führenden Hilfskontakt erzeugt wird, der seinerseits
mittels eines Betätigungselements am Elektrowerkzeug durch den Benutzer betätigbar
sein kann.
[0018] Die elektronische Schaltung für das Umschalten kann zusätzlich als Elektronik zur
Steuerung des Elektromotors dienen, so daß hierfür keine zusätzlichen Kosten anfallen.
Zweckmäßigerweise besitzt die Elektronik einen Mikroprozessor, womit eine sehr kompakt
ausgebildete Steuerung für den Elektromotor in der Art einer Mikroprozessor-Steuerung
resultiert. Bevorzugterweise handelt es sich bei dem Elektromotor um einen bürstenlosen,
elektronisch kommutierten (EC-)Elektromotor, der besonders robust und langlebig ist.
Außerdem ist ein solcher EC-Elektromotor wartungsarm, da ein Austausch von Kohlebürsten
entfällt. Allerdings kann gewünschtenfalls auch ein bürstanbehafteter Motor für das
Elektrowerkzeug verwendet werden. Jedoch bietet sich besonders für die speziellen
Gewindeschneidfunktionen ein Elektrowerkzeug mit einem bürstenlosen Gleichstrom(DC)-Motor
an, da hier schon ein Großteil der elektronischen Komponenten der vorhandenen Steuerung
gleichzeitig für die Elektronik und/oder den Umschalter verwendet werden kann, so
daß eine besonders kostengünstige Lösung bereitgestellt ist.
[0019] Das System, bestehend aus EC-Motor und EC-Steuerelektronik, kann in einfacher Weise
sowohl mit herkömmlichen Punktionen als auch mit einer Erweiterung auf die Zusatzfunktionen
für das Gewindeschneiden versehen sein. So kann das Elektrowerkzeugs zum einen ein
Mittel zur Drehzahlerfassung aufweisen. Zum anderen kann das Elektrowerkzeugs ein
Mittel zur Drehmomenterfassung aufweisen. Zweckmäßigerweise erfolgt die Drehmomenterfassung
mittels einer Strommessung. Es kann dann ein maximales Drehmoments vorgebbar sein,
das beispielsweise über einen externen Schalter, über ein Potentiometer o. dgl. einstellbar
ist. Bei Erreichen des maximalen Drehmoments wird dann der Elektromotor abgeschaltet.
In einfacher Weise ist dadurch eine Anpassung auf kleine oder auch größere Gewindebohrer,
unterschiedliche zu bearbeitende Werkstoffe o. dgl. ermöglicht.
[0020] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß das Ein-/Aus-Schalten
des Elektrowerkzeugs sowie das Umschalten zwischen Rechts- und Linkslauf für das Elektrowerkzeug
elektronisch vorgenommen wird. Es kann daher kein Kontaktverschleiß auftreten, so
daß die Lebensdauer des Elektrowerkzeugs erhöht ist. Insbesondere ergibt sich als
weiterer Vorteil bei Verwendung eines EC-Motors eine zusätzliche Steigerung der Lebensdauer,
da kein Bürstenverschleiß auftritt. Durch die sehr hohe Lebensdauer aller Komponenten
kann das Elektrowerkzeug auch im Mehrschichtbetrieb sehr lange sowie zuverlässig und
insbesondere im professionellen Bereich eingesetzt werden.
[0021] Im Allgemeinen sind bei derartigen Elektrowerkzeugen elektronische und/oder elektrische
Komponenten zur Drehzahlerfassung, Strommessung, Steuerung mittels eines Mikroprozessors
o. dgl. sowieso schon vorhanden. Diese elektronischen und/oder elektrischen Komponenten
können wenigstens zum Teil für das elektronische Schalten und/oder Umschalten verwendet
werden. Somit resultieren allenfalls geringfügig höhere
[0022] Kosten für die Realisierung der Erfindung. Zumindest wird durch die hohe Lebensdauer
und durch den hohen Wirkungsgrad für das Elektrowerkzeug ein eventuell etwaig höherer
Preis gegenüber herkömmlichen Elektrowerkzeugen schnell kompensiert.
[0023] Wird das erfindungsgemäße Elektrowerkzeug als Gewindeschneidwerkzeug benutzt, so
können im Automatikbetrieb sehr kurze Taktzeiten erreicht werden. Außerdem wird die
Standzeit der Gewindebohrer erhöht. Dies ermöglicht die Einführung von neuen akkubetriebenen
Elektrowerkzeugen auf dem Markt für das Spezialgebiet des Gewindeschneidens.
[0024] Durch Wegfall einer mechanischen Momentenkupplung aufgrund der elektronischen Drehmomenterfassung
ist das Elektrowerkzeug kürzer ausgestaltbar. Desweiteren kann der Gewindebohrer auch
direkt in die Spindel, beispielsweise mittels einer magnetischen Vierkantaufnahme,
ohne Benutzung des Bohrfutters eingesetzt werden. Dies führt zu einer weiteren Verkürzung
des Elektrowerkzeugs, so daß dessen Handhabung für den Benutzer verbessert wird.
[0025] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung mit verschiedenen Weiterbildungen und Ausgestaltungen
ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 ein Elektrowerkzeug zum Gewindeschneiden,
Fig. 2 das Elektrowerkzeug aus Fig. 1 in Draufsicht und
Fig. 3 ein Blockschaltbild für die Ansteuerung des Elektrowerkzeugs.
[0026] In Fig. 1 ist ein Elektrowerkzeug 1 mit einem Gehäuse 2 zu sehen, das in bekannter
Art als Bohrmaschine, Schraubmaschine o. dgl. einsetzbar ist. Vorliegend handelt es
sich bei dem Elektrowerkzeug 1 um ein Akku-Elektrowerkzeug, das mittels eines in den
Handgriff 3 am Gehäuse 2 einsteckbaren Akkus 4 betreibbar ist. In neuartiger Weise
ist das Elektrowerkzeug 1 als Gewindeschneidmaschine verwendbar, indem in die Werkzeugaufnahme
5 des Elektrowerkzeugs 1 ein Gewindeschneider 6 einsetzbar ist.
[0027] Wie in Fig. 3 zu sehen ist, besitzt das Elektrowerkzeug 1 einen Elektromotor 7 zum
Antrieb der Werkzeugaufnahme 5 über ein Getriebe 14. Zum Ein- und/oder Ausschalten
der Spannungsversorgung für den Elektromotor 7 weist das Elektrowerkzeug 1 einen Ein-/Aus-Schalter
8 mit einem vom Benutzer bedienbaren, in Fig. 1 sichtbaren Betätigungsorgan 9 auf.
Der Elektromotor 7 wird mittels einer elektronischen Schaltung 12, nachfolgend auch
kurz als Elektronik 12 bezeichnet, betrieben. Die Elektronik 12, die einen Mikroprozessor
umfaßt und/oder aus einem Mikroprozessor besteht, steuert für den gewünschten Betrieb
des Elektromotors 7 eine Anordnung von Leistungshalbleitern 13 zur Spannungsversorgung
des Elektromotors 7 in der Art einer Mikroprozessor-Steuerung dementsprechend an.
[0028] Desweiteren besitzt das Elektrowerkzeug 1 einen Umschalter 10 für den Rechts-/Linkslauf
des Elektromotors 7. Der Umschalter 10 ist als elektronischer Umschalter ausgebildet
und weist einen Leistungshalbleiter zum kontaktlosen Umschalten der Polarität der
Spannungsversorgung für den Elektromotor 7 auf, wobei hierfür der Leistungshalbleiter
13 für die Spannungsversorgung des Elektromotors 7 verwendet wird. Zum manuellen Betätigen
des elektronischen Umschalters 10 durch den Benutzer dient ein in Fig. 1 sichtbares
Betätigungselement 11, das auf einen Rechts/Links-Schalter 22 einwirkt.
[0029] Ebenso wird der Leistungshalbleiter 13 für das Einschalten des Elektromotors 7 mitverwendet.
Der Ein-/Aus-Schalter 8 sowie der Rechts/Links-Schalter 22 umfassen folglich jeweils
einen Hilfskontakt, der an einem Eingang des Mikroprozessors 12 angeschaltet ist.
Durch Bedienung des Betätigungsorgans 9 und/oder des Betätigungselements 11 wird der
Hilfskontakt 8, 22 geschaltet und erzeugt dadurch ein Ein-/Aus-Schaltsignal und/oder
ein Umschaltsignal, so daß die elektronische Schaltung 12 den Leistungshalbleiter
13 zum Ein-/Ausschalten und/oder Umschalten ansteuert. Da das Ein-/Ausschalten und/oder
das Umschalten des Laststroms am Elektromotor 7 elektronisch vorgenommen wird, kann
daher auch kein Kontaktverschleiß auftreten. An den Hilfskontakten 8, 22 hingegen
tritt lediglich ein geringer, keinen wesentlichen Verschleiß bewirkender Signalstrom
auf.
[0030] Das Elektrowerkzeug 1 ist weiter mit einer Elektronik zur Drehzahlsteuerung und/oder-regelung
des Elektromotors 7 ausgestattet, wobei diese Elektronik wiederum vom Mikroprozessor
12 gebildet wird. Hierzu weist das Elektrowerkzeug 1 ein Mittel zur Drehzahlerfassung
auf, wobei die am Elektromotor 7 erfaßte Ist-Drehzahl n einem Eingang 15 des Mikroprozessors
12 zugeführt wird. Die Soll-Drehzahl wird in bekannter Weise vom Bewegungsweg des
als Drücker ausgebildeten Betätigungsorgans 9 vom Benutzer vorgegeben. Desweiteren
ist im Elektrowerkzeug 1 eine Kurzschlußbremsung für den Elektromotor 7 realisiert.
[0031] Das Elektrowerkzeug 1 besitzt ein Mittel zur Drehmomenterfassung. Die Drehmomenterfassung
kann mittels einer Strommessung am Elektromotor 7 geschehen. Der gemessene Strom,
der zum Ist-Drehmoment korrespondiert, wird einem Eingang 16 am Mikroprozessor 12
zugeführt. Das gewünschte maximale Drehmoment kann vom Benutzer mittels eines externen
Schalters, eines Potentiometers 17 o. dgl. vorgegeben werden. Am Gehäuse 2 befindet
sich zur Einstellung des Potentiometers 17 ein vom Benutzer bedienbarer, in Fig. 2
sichtbarer Drehknopf 18. Bei Erreichen des maximalen Drehmoments wird dann der Elektromotor
7 vom Mikroprozessor 12 über den Leistungshalbleiter 13 abgeschaltet. Der Drehknopf
18 gestattet somit auch eine Anpassung auf kleine oder größere Gewindebohrer, unterschiedliche
Werkstoffe o. dgl., um ein optimales Ergebnis beim Gewindeschneiden zu erzielen. Bevorzugt
ist, daß es sich bei dem Elektromotor 7 um einen bürstenlosen, elektronisch kommutierten
(EC)Elektromotor handelt, der ein langlebiges, funktionssicheres sowie wartungsarmes
Elektrowerkzeug 1 gewährleistet.
[0032] Das Elektrowerkzeug 1 besitzt eine Umschaltfunktion zwischen manuellem und automatischem
Betrieb, welche nachfolgend näher erläutert sind. Für diese Umschaltfunktion ist am
Gehäuse 2 ein Schalter 19 angeordnet, wie anhand von Fig. 2 zu sehen ist. Ein weiterer
Schalter 20 dient zum Umschalten zwischen Bohr-/Schraub-Betrieb und dem Gewindeschneiden.
Nochmals ein weiterer Schalter 21 dient zum Einschalten der ebenfalls nachfolgend
erläuterten Spanbrechfunktion.
[0033] Im automatischen Betrieb des Elektrowerkzeugs 1 für das Gewindeschneiden läuft nach
Betätigen des Betätigungsorgans 9 durch den Benutzer der Elektromotor 7 im Rechtslauf
auf die ideale Drehzahl hoch. Die vorgebbare ideale Drehzahl hängt von verschiedenen
Umständen ab, beispielsweise vom Durchmesser des zu schneidenden Gewindes. Zweckmäßigerweise
erfolgt der Hochlauf mit einer Art von Rampenfunktion, also gemäß einer vorgegebenen
Kennlinie, um eine Überbelastung zu vermeiden. Anschließend wird dann das Gewinde
durch Eindrehen des Gewindeschneiders 6 im Rechtslauf des Elektromotors 7 geschnitten.
Sobald die gewünschte Gewindetiefe erreicht ist, wird automatisch in den Linkslauf
des Elektromotors 7 umgeschaltet. Selbstverständlich können hierzu auch andere Bedingungen,
beispielsweise sobald der Gewindeschneider 6 in einem Sackloch aufläuft, sobald der
Anwender das Betätigungsorgan 9 losläßt o. dgl., herangezogen werden. Danach wird
der Gewindeschneider 6 wieder im Linkslauf aus dem Gewinde herausgedreht. Um Zeit
einzusparen, kann dies bei einer höheren Geschwindigkeit erfolgen. Im manuellen Betrieb
des Elektrowerkzeugs 1 hingegen schaltet der Benutzer mittels des Betätigungselements
11 manuell zwischen Rechts- und Linkslauf des Elektromotors 7 um.
[0034] Erweiternd gewährleistet nachfolgender Ablauf einen besonders schnellen und dennoch
sicheren Arbeitszyklus. Beim Eindrehen des Gewindeschneiders 6 wird die Anzahl n der
Gewindegänge gezählt, wozu sich der Mikroprozessor der Elektronik 12 vorteilhafterweise
verwenden läßt. Beim Herausdrehen des Gewindeschneiders 6 wird auf wenigstens die
Anzahl der Gewindegänge gezählt. Es können jedoch auch beispielsweise n+3 Gewindegänge
gezählt werden, so daß der Gewindeschneider 6 mit Sicherheit vollständig herausgedreht
ist. Bei Erreichen dieser Anzahl n bzw. n+3 im Linkslauf wird dann die Elektronik
12 mitsamt dem Elektromotor 7 automatisch abgeschaltet.
[0035] Eine automatische Spanbrechfunktion, die sich vor allem für den automatischen Betrieb
eignet, wird dadurch realisiert, dass der Elektromotor 7 entsprechend seines Rechts-
und Linkslaufs abwechselnd vor- und rückwärts gedreht wird. Beispielsweise wird der
Elektromotor 7 eine Umdrehung vorwärts sowie danach etwas mehr als eine Umdrehung
wieder rückwärts gedreht. Dabei wird der Span dann mit Sicherheit gebrochen. Gemäß
durchgeführter Versuche werden besonders gute Ergebnisse für die Spanbrechfunktion
erzielt, wenn der Elektromotor 7 in etwa 1,4 Umdrehungen rückwärts gedreht wird. Das
Beschleunigen und/oder Abbremsen des Elektromotors 7 läßt sich wiederum mit einer
geeigneten Rampenfunktion oder auch gemäß einer sonstigen Kennlinie durchführen, um
einer Überlastung des Gewindeschneiders 6 vorzubeugen. Dadurch gelingt die Herstellung
von Gewinden in besonders guter Qualität.
[0036] Die Erfindung ist nicht auf das beschriebene und dargestellte Ausführungsbeispiel
beschränkt. Sie umfaßt vielmehr auch alle fachmännischen Weiterbildungen im Rahmen
der durch die Patentansprüche definierten Erfindung. So ist die Erfindung zwar anhand
eines Akku-Elektrowerkzeugs beschrieben, kann jedoch auch an mit Netzspannung betriebenen
Elektrowerkzeugen Verwendung finden. Desweiteren ist ein erfindungsgemäßes Elektrowerkzeug
nicht nur zum Gewindeschneiden, insbesondere im professionellen Bereich, sondern auch
für sonstige Bearbeitungsaufgaben vorteilhaft einzusetzen.
Bezugszeichen-Liste:
[0037]
- 1:
- Elektrowerkzeug
- 2:
- Gehäuse
- 3:
- Handgriff
- 4:
- Akku
- 5:
- Werkzeugaufnahme
- 6:
- Gewindeschneider
- 7:
- Elektromotor
- 8:
- Ein-/Aus-Schalter / Hilfskontakt
- 9:
- Betätigungsorgan
- 10:
- (elektronischer) Umschalter
- 11:
- Betätigungselement
- 12:
- Mikroprozessor / elektronische Schaltung / Elektronik
- 13:
- Leistungshalbleiter
- 14:
- Getriebe
- 15:
- Eingang (an Mikroprozessor für Ist-Drehzahl)
- 16:
- Eingang (an Mikroprozessor für Ist-Drehmoment)
- 17:
- Potentiometer (für Drehmoment)
- 18:
- Drehknopf
- 19:
- Schalter (für Umschaltfunktion Manuell / Automatisch)
- 20:
- Schalter (für Umschaltfunktion Bohren / Gewindeschneiden)
- 21:
- Schalter (für Spanbrechfunktion)
- 22:
- Rechts/Links-Schalter / Hilfskontakt
1. Verfahren zum Betrieb eines Elektrowerkzeugs (1) für das Gewindeschneiden, insbesondere
eines Akku-Elektrowerkzeugs, mit einem Elektromotor (7) zum Antrieb einer Werkzeugaufnahme
(5) für einen Gewindeschneider (6), mit einem ein Betätigungsorgan (9) aufweisenden
Schalter (8) zum Ein- und/oder Ausschalten der Spannungsversorgung für den Elektromotor
(7), mit einem Umschalter für den Rechts-/Linkslauf des Elektromotors (7), mit einer
Elektronik (12) zur Drehzahlsteuerung und/oder -Regelung des Elektromotors (7), sowie
gegebenenfalls mit einer Kurzschlußbremsung für den Elektromotor (7), wobei nach Betätigen
des Betätigungsorgans (9) der Elektromotor (7) in Rechtslauf mit einer Art von Rampenfunktion
auf die ideale Drehzahl hochläuft, wobei anschließend das Gewinde durch Eindrehen
des Gewindeschneiders (6) im Rechtslauf geschnitten wird, wobei sobald die Gewindetiefe
erreicht ist, sobald der Gewindeschneider (6) in einem Sackloch aufläuft, sobald der
Anwender das Betätigungsorgan (9) loslässt o. dgl. der Elektromotor (7) in den Linkslauf
umgeschaltet wird, und wobei danach der Gewindeschneider (6) wieder im Linkslauf aus
dem Gewinde herausgedreht wird, dadurch gekennzeichnet, dass beim Eindrehen des Gewindeschneiders (6) im Rechtslauf die Anzahl n der Gewindegänge
mittels der Elektronik (12) gezählt wird, dass das Umschalten des Elektromotors (7)
in den Linkslauf automatisch erfolgt, dass das Herausdrehen des Gewindeschneiders
(6) im Linkslauf mit einer höheren Geschwindigkeit als das Eindrehen im Rechtslauf
erfolgt, dass beim Herausdrehen des Gewindeschneiders (6) im Linkslauf auf wenigstens
die Anzahl der Gewindegänge, beispielsweise auf n+3 Gewindegänge, gezählt wird, und
dass bei Erreichen dieser Anzahl die Elektronik (12) den Elektromotor (7) automatisch
abschaltet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch abwechselndes Vorwärts- und Rückwärtsdrehen entsprechend des Rechts- und Linkslaufs
des Elektromotors (7) eine automatische Spanbrechfunktion realisiert wird, beispielsweise
indem der Elektromotor (7) eine Umdrehung vorwärts sowie danach in etwa 1,4 Umdrehungen
rückwärts dreht, wobei vorzugsweise das Beschleunigen und/oder Abbremsen des Elektromotors
(7) mit einer geeigneten Rampenfunktion durchgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Umschalter um einen elektronischen Umschalter (10) handelt, der insbesondere
einen Leistungshalbleiter (13) zum kontaktlosen Umschalten der Polarität der Spannungsversorgung
für den Elektromotor (7) aufweist.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Leistungshalbleiter (13) manuell und/oder automatisch über eine elektronische
Schaltung (12) zum Umschalten angesteuert wird, dass vorzugsweise das Umschalten mittels
eines Umschaltsignals ausgelöst wird, und daß weiter vorzugsweise das Umschaltsignal
bei manuellem Betrieb von einem Hilfskontakt (22) erzeugt wird, der insbesondere mittels
eines Betätigungselements (11) betätigbar ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Elektromotor (7) um einen bürstenlosen, elektronisch kommutierten
(EC-)Elektromotor handelt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektronik (12) für das Umschalten zusätzlich zur Steuerung des Elektromotors
(7) dient, und dass vorzugsweise die Elektronik (12) einen Mikroprozessor besitzt,
derart dass es sich um eine Mikroprozessor-Steuerung handelt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Elektrowerkzeug (1) ein Mittel zur. Drehzahlerfassung aufweist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Elektrowerkzeug (1) ein Mittel zur Drehmomenterfassung, das insbesondere mittels
einer Strommessung arbeitet, aufweist, dass vorzugsweise ein maximales Drehmoment,
beispielsweise über einen externen Schalter, über ein Potentiometer (17) o. dgl. vorgegeben
werden kann, und dass weiter vorzugsweise bei Erreichen des maximalen Drehmoments
der Elektromotor (7) abgeschaltet wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Elektrowerkzeug (1) zwischen manuellem und/oder automatischem Betrieb umschaltbar
ist.
1. A method for the operation of an electric power tool (1) for thread-cutting, in particular,
a battery electric power tool, with an electric motor (7) for the drive of a tool
holder (5) for a thread cutter (6), with a switch (8) having an actuating member (9)
for switching on and/or off the voltage supply for the electric motor (7), with a
changeover switch for the right-/left-handed rotation of the electric motor (7), with
an electronics (12) for the speed control and/or regulation of the electric motor
(7), as well as, if necessary, having a short-circuit breaking for the electric motor
(7), wherein after actuation of the actuating member (9) the electric motor (7) runs
up in the right-handed rotation with a type of ramp function to the ideal speed, wherein
subsequently the thread is cut by screwing in the threat cutter (6) in the right-handed
rotation, wherein as soon as the thread depth is achieved, as soon as the thread cutter
(6) accumulates in a blind hole, as soon as the user releases the actuating member
(9) or the like, the electric motor (7) is switched over into the left-handed rotation,
and wherein then the thread cutter (6) is unscrewed again in the left-handed rotation
from the thread, characterized in that during the screwing in of the thread cutter (6) in the right-handed rotation the
number n of threads is counted by means of the electronics (12), that the switching
over of the electric motor (7) into the left-handed rotation occurs automatically,
that the unscrewing of the thread cutter (6) in the left-handed rotation with a higher
velocity than the screwing in in the right-handed rotation occurs, that during the
unscrewing of the threat cutter (6) in the left-handed rotation at least the number
of the threads, for example, at n+3 threads is counted, and that when this number
is reached the electronics (12) automatically switch off the electric motor (7).
2. A method according to claim 1, characterized in that by alternately forwards and backwards rotation corresponding to the right-handed
and left-handed rotation of the electric motor (7) an automatic chip breaking function
is realized, for example, while the electric motor (7) rotates one revolution forwards
as well as then in approximately 1.4 revolutions backwards, wherein preferably the
acceleration and/or deceleration of the electric motor (7) is carried out with a suitable
ramp function.
3. A method according to claim 1 or 2, characterized in that the changeover switch is an electronic changeover switch (10), which in particular
has a power semiconductor (13) for contactless switching over of the polarity of the
voltage supply for the electric motor (7).
4. A method according to claim 1, 2 or 3, characterized in that the power semiconductor (13) is triggered manually and/or automatically via an electronic
circuit (12) for the switching over, that preferably the switching over is triggered
by means of a switchover signal, and that further preferably the switchover signal
is generated in the manual operation of an auxiliary contact (22), which can be actuated,
in particular, by means of an actuating element (11).
5. A method according to one of claims 1 to 4, characterized in that the electric motor (7) is a brushless, electronically commutated (EC-) electric motor.
6. A method according to one of claims 1 to 5, characterized in that the electronics (12) for the switching over is used in addition to the control of
the electric motor (7), and that preferably the electronics (12) has a microprocessor,
such that there is a microprocessor control.
7. A method according to one of claims 1 to 6, characterized in that the electric power tool (1) has a means for speed measurement.
8. A method according to one of claims 1 to 7, characterized in that the electric power tool (1) has a means for the torque measurement, which operates
in particular by means of a current measurement, that preferably a maximum torque
can be provided, for example, via an external switch, via a potentiometer (17) or
the like, and that further preferably the electric motor (7) is switched off when
the maximum torque is attained.
9. A method according to one of claims 1 to 8, characterized in that the electric power tool (1) can be switched over between manual and/or automatic
operation.
1. Procédé d'utilisation d'un outil électrique (1) pour le filetage, en particulier d'un
outil électrique à accumulateur, comprenant un moteur électrique (7) destiné à entraîner
un support d'outil (5) pour un taraud (6), comprenant un interrupteur (8) présentant
un élément d'actionnement (9) destiné à activer et/ou à désactiver l'alimentation
en tension pour le moteur électrique (7), comprenant un commutateur pour la marche
à droite/à gauche du moteur électrique (7), comprenant un système électronique (12)
pour la commande et/ou le réglage de la vitesse de rotation du moteur électrique (7),
et comprenant également le cas échéant un freinage à court-circuit pour le moteur
électrique (7), étant entendu qu'après l'actionnement de l'élément d'actionnement
(9), le moteur électrique (7) démarre en marche à droite avec une sorte de fonction
de rampe jusqu'à la vitesse de rotation idéale, étant entendu que le filet est ensuite
découpé par l'engagement en rotation du taraud (6) en marche à droite, étant entendu
que dès que la profondeur de filet est atteinte, dès que le taraud (6) rencontre un
trou borgne, dès que l'utilisateur relâche l'élément d'actionnement (9) ou similaire,
le moteur électrique (7) est commuté en marche à gauche, et étant entendu que le taraud
(6) est ensuite à nouveau dégagé du filet en rotation en marche à gauche, caractérisé en ce que lors de l'engagement en rotation du taraud (6) en marche à droite, le nombre n de
pas de filetage est compté au moyen du système électronique (12), en ce que la commutation du moteur électrique (7) en marche à gauche s'effectue automatiquement,
en ce que le dégagement du taraud (6) en rotation en marche à gauche s'effectue à une vitesse
plus élevée que l'engagement en rotation en marche à droite, en ce que lors du dégagement du taraud (6) en rotation en marche à gauche, on compte au moins
le nombre de pas de filetage, par exemple n+3 pas de filetage, et en ce que lorsque ce nombre est atteint, le système électronique (12) arrête automatiquement
le moteur électrique (7).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une fonction de brise-copeau automatique est réalisée par le biais d'une rotation
vers l'avant et vers l'arrière en alternance, correspondant à la marche à droite et
à gauche du moteur électrique (7), par exemple, en ce que le moteur électrique (7) effectue une rotation vers l'avant, puis environ 1,4 rotation
vers l'arrière, étant entendu que de préférence, l'accélération et/ou le freinage
du moteur électrique (7) est réalisé avec une fonction de rampe appropriée.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le convertisseur est un convertisseur électronique (10), qui présente en particulier
un semi-conducteur de puissance (13) pour la commutation sans contact de la polarité
de l'alimentation en tension pour le moteur électrique (7).
4. Procédé selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que le semi-conducteur de puissance (13) est commandé manuellement et/ou automatiquement
par le biais d'un couplage électronique (12) pour réaliser la commutation, en ce que de préférence, la commutation est déclenchée au moyen d'un signal de commutation,
et en ce que de façon encore plus préférée, le signal de commutation est produit, dans un mode
de fonctionnement manuel, par un contact auxiliaire (22) qui peut en particulier être
actionné au moyen d'un élément d'actionnement (11).
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le moteur électrique (7) est un moteur électrique (CE) à commutation électronique
sans balai.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le système électronique (12) destiné à la commutation sert également à la commande
du moteur électrique (7) et en ce que le système électronique (12) possède de préférence un microprocessus, de telle sorte
qu'il s'agit d'une commande à microprocesseur.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'outil électrique (1) présente un moyen de détection de la vitesse de rotation.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'outil électrique (1) présente un moyen de détection du couple, qui fonctionne en
particulier au moyen d'une mesure de courant, en ce que de préférence, un couple maximal peut être prédéfini, par exemple, par le biais d'un
interrupteur extérieur, d'un potentiomètre (17) ou similaire, et en ce que de façon encore plus préférée, le moteur électrique (7) est arrêté lorsque le couple
maximal est atteint.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'outil électrique (1) peut être commuté entre un mode de fonctionnement manuel et/ou
automatique.
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