TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Prüfeinrichtung für Hochdruck-Injektoren
eines Common-Rail-Einspnitzsystems eines Motorenaggregats, wobei die Hochdruck-Injektoren
jeweils einen Kraftstoffrücklaufanschluss für eine Kraftstoffrücklaufleitung aufweisen
und eine Durchflussmengenmess-/anzeigeeinheit vorhanden ist, die lösbar zwischen Kraftstoffrücklaufanschluss
und Kraftstoffrücklaufleitung anschließbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass für jeden
Hochdruck-Injektor des Motorenaggregats jeweils eine Durchflussmengenmess-/anzeigeeinheit
vorhanden ist. Die vorliegende Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Prüfen der
Funktionsfähigkeit von Hochdruck-Injektoren.
[0002] Eine mögliche Fehlerquelle beim Common-Rail-Einspritzsystem kann ein defekter Hochdruck-Injektor
sein. Derartige Fehlerquellen müssen KFZ-Werkstätten diagnostizieren können. Die Fehlerquelle
beziehungsweise den fehlerhaften Hochdruck-Injektor kann man herausfinden, in dem
man die anfallende Kraftstoffrücklaufmenge der einzelnen Zylinder eines Motorenaggregats
je nach Herstellervorgaben im Leerlauf oder in entsprechenden Drehzahlen untereinander
vergleicht.
[0003] Der Wirkungsgrad eines Hochdruck-Injektors kann auch dadurch beeinträchtigt sein,
dass die Einspritzdüse verschmutzt ist. Es sind Reinigungsverfahren für verschmutzte
Hochdruck-Injektoren bekannt. Es ist jedoch nicht möglich, die Effizienz des Reinigungsvorgangs
beziehungsweise dessen Wirksamkeit umgehend und rasch zu überprüfen.
STAND DER TECHNIK
[0004] Es ist bekannt, bei Hochdruck-Injektoren eines Common-Rail-Einspritzsystems im Rahmen
einer Fehlerdiagnose die Kraftstoffrücklaufmenge anhand eines Prüfröhrchens zu überprüfen.
Dazu entfernt man die Anschlüsse der Kraftstoffrücklaufleitung von den Injektoren
und ersetzt diese durch ein Plexiglasröhrchen mit Originalsteckanschlüssen. Das Plexiglasröhrchen
wird hierbei in einfacher Art und Weise von oben auf den Kraftstoffrücklaufleitungsanschluss
des Injektors aufgesteckt. In manchen Fällen ist es nicht möglich das Prüfröhrchen
aufzustecken, da nicht genügend Platz nach oben im Motorraum vorhanden ist. Abhängig
von dem jeweiligen Hersteller werden jedoch auch Hochdruck-Injektoren eingesetzt,
deren Anschlüsse für die Kraftstoffrücklaufleitung seitlich angeordnet sind-Dadurch
ist ein einfaches Aufstecken des bekannten Prüfröhrchen nicht möglich. Bei Injektoren
der Firma Siemens sitzt der Rücklauf seitlich an der Düse. Bei Injektoren der Firma
Delphi steht lediglich eine seitlich nach oben weisende Tülle zur Verfügung. In manchen
Fällen muss das Prüfröhrchen ein relativ großes Volumen aufweisen, da die Motoren
zum Teil laut Herstellervorgaben im Leerlauf und unter entsprechenden Drehzahlen ca.
1 bis 3 Minuten laufen müssen und dementsprechend viel Kraftstoff zurückläuft. Auch
bei einem eventuellen Defekt einer Injektordüse fließt eine wesentlich größere Kraftstoffmenge
zurück.
[0005] Aus der
US 5,187,974 A ist eine Prüfeinrichtung für Hochdruck-Injektoren eines Common-Rail-Einspritzsystems
eines Motorenaggregats bekannt, wobei die Hochdruck-Injektoren jeweils einen Kraftstoffrücklaufanschluss
für eine Kraftstoffrücklaufleitung aufweisen. Dabei wird der in der Kraftstoffrücklaufleitung
vorherrschende Druck gemessen. Die Messeinheit ist lösbar zwischen Kraftstoffrücklaufanschluss
und Kraftstoffrücklaufleitung vorhanden.
[0006] Aus der
EP 0 364 167 A ist es bekannt, infolge in einer Leitung gemessenen Druckänderungen die Durchflussmenge
abzuleiten.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0007] Ausgehend von dem genannten Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die
Aufgabe beziehungsweise das technische Problem zugrunde, eine Prüfeinrichtung und
ein Verfahren der eingangs genannten Art anzugeben, die eine zuverlässige Fehlerdiagnose
ermöglicht, insbesondere mittels derer die Überprüfung der Effizienz eines Reinigungsvorganges
problemlos möglich ist, und die in einfacher Art und Weise in den unterschiedlichsten
Motoren eingesetzt werden kann.
[0008] Die erfindungsgemäße Prüfeinrichtung ist durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs
1 gegeben. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind in den von dem unabhängigen
Anspruch 1 direkt oder indirekt abhängigen Ansprüche angegeben.
[0009] Das erfindungsgemäße Verfahren ist durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs
9 gegeben. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind in den von dem unabhängigen
Anspruch 9 direkt oder indirekt abhängige Ansprüche angegeben.
[0010] Die erfindungsgemäße Prüfeinrichtung ist demgemäß dadurch gekennzeichnet, dass für
jeden Hochdruck-Injektor des Motorenaggregats jeweils eine Durchflussmengenmess-/anzeigeeinheit
vorhanden ist.
[0011] Mit der erfindungsgemäßen Prüfeinrichtung ist es vorteilhaft möglich, die Fehlerhaftigkeit
innerhalb eines Kreislaufsystems insgesamt von Hochdruck-Injektoren zu messen. Hierzu
werden die einzelnen Hochdruck-InJektoren eines Motors miteinander mittels der Prüfeinrichtung
bezüglich der Rückflussmenge des Kraftstoffes in der Kraftstoffrücklaufleitung überprüft.
Fällt ein Hochdruck-Injektor bezüglich der Rückflussmenge aus dem Rahmen, so kann
aufgrund der Werte der übrigen Hochdruck-Injektoren daraus geschlossen werden, dass
dieser Hochdruck-Injektor defekt ist oder in einem ersten Schritt zunächst einmal
gereinigt werden sollte. Dabei ist der Kreislauf des Kraftstoffs geschlossen, so dass
die Möglichkeit eröffnet wird, den Motor zu Überprüfungszwecken über einen längeren
Zeitraum zu betreiben und dabei eventuellen Veränderungen des Kraftstoffrückflusses
zu beobachten beziehungsweise zu dokumentieren.
[0012] Mit der erfindungsgemäßen Prüfvorrichtung ist ebenfalls in einfacher Art und Weise
möglich, die Effizienz eines Reinigungsvorganges zu prüfen. Zunächst wird die Durchflussmengenmess-/anzeigeeinheit
montiert und die Durchflussmenge gemessen. So dann wird der Reinigungsvorgang durchgeführt.
Dann wird erneut der Rückfluss mittels der Durchflussmengenmess-/anzeigeeinheit gemessen.
War der Reinigungsvorgang erfolgreich, zeigt sich eine gleichmäßige Rückflussmenge
an Kraftstoff. Falls sich die Rückflussmengen nicht oder nur unwesentlich an einem
Injektor verändert, kann daraus geschlossen werden, dass der Hochdruck-Injektor einen
Defekt aufweist, der nicht durch Reinigungsverfahren beseitigt werden kann.
[0013] Eine besonders bevorzugte Ausgestaltung zeichnet sich dadurch aus, dass zwischen
dem Kraftstoffrücklaufanschluss und der Durchflussmengenmess-/ anzeigeeinheit eine
erste, insbesondere flexible, Schlaucheinheit angeordnet ist.
[0014] Dabei kann gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung zwischen der Durchflussmengenmess-/anzeigeeinheit
und der Kraftstoffrücklaufleitung eine zweite, insbesondere flexible, Schlaucheinheit
angeordnet werden.
[0015] Durch das Vorsehen von flexiblen Schlaucheinheiten vor und/oder hinter der Durchflussmengenmess-/anzeigeeinheit
ist ein problemloser Einsatz der Prüfeinrichtung auch bei beengten Raumverhältnissen
innerhalb des jeweiligen Motorenaggregats möglich. Es ist auch denkbar, dass eine
separate Anzeigeeinheit vorhanden ist, die mit der Durchflussmengenmess-anzeigeeinheit
kommuniziert.
[0016] Die Anzeigeeinheit kann bevorzugt als digitale oder Zeigereinheit ausgebildet sein.
[0017] Ein konstruktiv besonders einfache, wirtschaftlich herstellbare und dauerhaft zuverlässig
einsetzbare Prüfeinrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass die Durchflussmengenmess-/anzeigeeinheit
als transparentes Hohlprofil mit einem innenseitig in Längsrichtung des Hohlprofils
verschieblich angeordnetem Schwimmkörper ausgebildet ist. Das Hohlprofil kann bevorzugt
aus Glas oder Kunststoff bestehen.
[0018] Weiterhin ist gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung an dem Hohlprofil eine ablesbare
Skala vorhanden.
[0019] In Abhängigkeit der Kraftstoffrückflussmenge, die über den Kraftstoffrücklaufanschluss,
die Durchflussmengenmess-/anzeigeeinheit die Menge des in den Kraftstofftank zurückfließenden
Kraftstoffes, bewirkt je nach Größe ein unterschiedliches Aufschwimmen des Schwimmkörpers
innerhalb des Hohlprofils. Dadurch ist es in einfacher Art und Weise möglich, insbesondere
bei Vorhandensein einer montierten Skala, die Durchflussmenge abzulesen. Diese Ausgestaltung
ist technisch robust und für den Einsatz im rauhen Werkstattbetrieb geeignet. Darüber
hinaus werden zuverlässige Ergebnisse angezeigt.
[0020] Das erfindungsgemäße Verfahren zum Prüfen der Funktionsfähigkeit von Hochdruck-Injektoren
eines Common-Rail-Einspritzsystems eines Motorenaggregats wobei für ein vorgebbares
Zeitintervall zwischen dem Krartstoffrücklaufanschluss des Hochdruck-Injektors und
der Kraftstoffrücklaufteilung eine Durchflussmengenmess-/anzeigeeinheit lösbar eingesetzt
wird und anschließend das Motorenaggregat über vorgebbare Zeitintervalle betrieben
wird, so dass die Menge des zurückfließenden Kraftstoffs gemessen und/oder angezeigt
wird, zeichnet sich demgemäß dadurch aus, dass für jeden Hochdruck-Injektoren des
Motorenaggregats jeweils eine Durchflussmengenmess-/ anzeigeeinheit innerhalb des
vorgebbaren Zeitintervalls eingesetzt wird.
[0021] Eine hinsichtlich der Handhabung besonders vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Verfahrens zeichnet sich dadurch aus, dass zum Herstellen einer Kommunikationsverbindung
zwischen Kraftstoffrücklaufanschluss des Hochdruck-Injektors und der Durchflussmengenmess-/anzeigeeinheit
und/oder zwischen der Durchflussmengenmess-/anzeigeeinheit und der Kraftstoffrücklaufleitung
eine, insbesondere flexible Schlaucheinheit lösbar angeschlossen wird.
[0022] Um in einfacher Art und Weise die Funktionalität sämtlicher Hochdruck-Injektoren
im Vergleich untereinander überprüfen zu können, zeichnet sich eine besonders vorteilhafte
Weiterbildung dadurch aus, dass für jeden Hochdruck-Injektoren des Motorenaggregats
jeweils eine Durchflussmengenmess-/ anzeigeeinheit innerhalb des vorgebbaren Zeitintervalls
eingesetzt wird.
[0023] Um die Effizienz eines durchgeführten Reinigungsprozesses zu dokumentieren zeichnet
sich eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens dadurch
aus, dass die Durchflussmengenmess-/anzeigeeinheit in einem ersten Zeitintervall eingesetzt
wird, anschließend die Hochdruck-Injektoren einem Reinigungsprozess unterzogen wird
und dann die Durchflussmengenmess/ anzeigeeinheit in einem zweiten Zeitintervall eingesetzt
wird.
[0024] Weitere Ausführungsformen und Vorteile der Erfindung ergeben sich durch die in den
Ansprüchen ferner aufgeführten Merkmale sowie durch das nachstehend angegebene Ausführungsbeispiel.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
[0025] Die Erfindung sowie vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen derselben
werden im Folgenden anhand des in der Zeichnung dargestellten Beispiels näher beschrieben
und erläutert. Die der Beschreibung und der Zeichnung zu entnehmenden Merkmale können
einzeln für sich oder zu mehreren in beliebiger Kombination erfindungsgemäß angewandt
werden. Es zeigen:
- Fig. 1
- stark schematisierte Darstellung des Einsatzes einer Prüfeinrichtung mit einer Durchflussmengenmess-/anzeigeeinheit
für einen Hochdruck-Injektor eines Common-Rail-Einspritzsystems,
- Fig. 2
- stark schematisierte Darstellung des Hochdruck-Injektors ohne Prüfeinrichtung bei
angeschlossener Kraftstoffrücklaufleitung,
- Fig. 3
- stark schematisierte Darstellung einer konstruktiven Ausführungsform einer Durchflussmengenmess-/anzeigeeinheit,
ausgebildet als Glasröhrchen mit Kunststoffschwimmkörper und
- Fig. 4a bis c
- stark schematisierte Prinzipdarstellung von vier Hochdruck- Injektoren eines 4-Zylinderaggregats
mit Kraftstoffkreislauf im normalen Betriebszustand (Fig. 4a), im Betriebszustand
beim Prüfen eines Injektors (Fig. 4b) und im Betriebszustand beim Überprüfen aller
vier Injektoren (Fig. 4c).
WEGE ZUM AUSFÜHREN DER ERFINDUNG
[0026] In Fig. 2 sind stark schematisiert die Kraftstofffließverhältnisse bei einem Hochdruck-Injektor
eines Common-Rail-Einspritzsystems eines nicht näher dargestellten Motorenaggregats
dargestellt.
[0027] Aus einem Kraftstofftank 56 wird einem Hochdruck-Injektor 50 Kraftstoff zugeführt.
Sämtliche Steuer-, Regelungs,- und Förderbaueinheiten sind in den Figuren nicht dargestellt.
Die Fließrichtung des Kraftstoffes bis hin zum Einspritzort ist in den Figuren mit
Pfeilen E dargestellt.
[0028] Innerhalb des Hochdruck-Injektors 50 wird der zugeführte Kraftstoff bis heran zur
Einspritzdüse geführt und Teile des nicht benötigten Kraftstoffs fließen zurück. Ist
die Einspritzdüse beziehungsweise der Hochdruck-Injektor 50 defekt oder verschmutzt,
fließt eine stark erhöhte Kraftstoffmenge über einen Kraftstoffrücklaufanschluss 52
des Hochdruck-Injektors 50 und über eine angeschlossene Kraftstoffrücklaufleitung
54 in den Kraftstofftank 56 zurück. Der Rückfluss des Kraftstoffes ist in den Figuren
mit den Pfeilen R dargestellt.
[0029] Um zu überprüfen, ob der Hochdruck-Injektor 50 defekt ist oder ob ein zuvor erfolgter
Reinigungsvorgang Verbesserungen mit sich gebracht hat, wird gemäß Fig. 1 eine Prüfeinrichtung
10 eingesetzt, die eine Durchflussmengenmess-/anzeigeeinheit 12 aufweist. In einem
ersten Schritt wird die Kraftstoffrücklaufleitung 54 von dem Kraftstoffrücklaufanschluss
52 gelöst. Daran anschließend wird über eine erste flexible Schlaucheinheit 20 eine
Verbindung zwischen dem Kraftstoffrücklaufanschluss 52 und der Durchflussmengenmess-/anzeigeeinheit
12 hergestellt. Weiterhin wird die Durchflussmengenmess-/anzeigeeinheit 12 über eine
zweite flexible Schlaucheinheit 22 mit der Rücklaufleitung 54 verbunden. Beim Betrieb
des Hochdruck-Injektors 50 kann nunmehr die Kraftstoffrückflussmenge über die Durchflussmengenmess-/anzeigeeinheit
12 ermittelt und angezeigt werden. Wird die Durchflussmengenmessung vor und nach einem
Reinigungsvorgangs des Hochdruck-Injektors 50 durchgeführt, so kann aufgrund der Anzeige
ermittelt werden, ob der Reinigungsvorgang erfolgreich war oder ob ein anderer Defekt
vorliegt.
[0030] Es ist auch möglich, eine separate Auswerteinheit 30 an die Durchflussmengenmess-/anzeigeeinheit
12 anzuschließen, die die gemessene Ist-Durchflussmenge beispielsweise mit gespeicherten
Soll-Durchflussmengen vergleicht und auswertet.
[0031] Sobald der Messvorgang beendet ist, wird die erste Schlaucheinheit 20 von dem Kraftstoffrücklaufanschluss
52 gelöst und die zweite Schlaucheinheit 22 wird von der Kraftstoffrücklaufleitung
54 gelöst. Daran anschließend wird die Kraftstoffrücklaufleitung 54 wiederum über
den Kraftstoffrücklaufanschluss 52 an den Hochdruck-Injektor 50 angeschlossen.
[0032] Eine konstruktive Ausführungsform der Durchflussmengenmess-/anzeigeeinheit 12 ist
in Fig. 3 schematisch dargestellt. Diese Einheit 12.1 ist als Glasröhrchen ausgebildet,
das oberseitig und unterseitig Anschlusseinheiten 33 für die erste Schlaucheinheit
20 beziehungsweise zweite Schlaucheinheit 22 aufweist, wobei innerhalb der Einheit
12.1 eine Schwimmkörpereinheit 14 vorhanden ist, die längsverschieblich innerhalb
der Einheit 12 gelagert ist und je nach Durchflussmenge unterschiedliche Positionen
einnimmt. Des Weiteren besitzt die Einheit 12.1 eine ablesbare Skala 16 mittels derer
die Größenordnung der Durchflussmenge spezifiziert werden kann. Diese Ausführungsform
stellt eine wirtschaftlich günstig herstellbare Prüfvorrichtung zur Verfügung, die
einfach eingesetzt werden kann und auch unter robusten Werkstattbedingungen eine dauerhaft
zuverlässige Funktion gewährleistet.
[0033] In Fig. 4 sind stark schematisiert die vier Hochdruck-Injektoren 50 eines 4-Zylinderaggregats
dargestellt, denen über eine Einspritzleitung E vom Kraftstofftank 56 aus Kraftstoff
zugeführt wird und die über die Kraftstoffrücklaufleitung 54 in Richtung R überflüssigen
Kraftstoff wieder dem Kraftstofftank 56 zuführen.
[0034] Fig. 4a zeigt stark schematisiert ohne nähere Darstellung der für den Betrieb des
Motoraggregats erforderlichen Steuer-, Regel- und Fördereinheiten den normalen Betriebszustand.
[0035] In Fig. 4b ist der Zustand dargestellt, in dem der linke Hochdruck-Injektor 50 geprüft
wird. Hierbei ist über den Kraftstoffrücklaufanschluss 52 des Hochdruck-Injektors
50 die erste flexible Schlaucheinheit 20 angeschlossen, die wiederum an die Durchflussmengenmess-/anzeigeeinheit
12 angeschlossen ist. Die Durchflussmengenmess-/anzeigeeinheit 12 ist wiederum über
eine zweite flexible Schlaucheinheit 22 an die Rücklaufleitung 54 angeschlossen, so
dass sich insgesamt in Verbindung mit der Zuführung des Kraftstoffs im Einspritzrichtung
E wiederum ein Kraftstoffkreislauf ergibt. Bei Störungen des entsprechenden Hochdruck-Injektors
50 fließt eine gegenüber dem normalen Betriebszustand erhöhte Kraftstoffmenge zurück,
was über die Durchflussmengenmess-/ anzeigeeinheit 12 gemessen beziehungsweise angezeigt
wird.
[0036] In Fig. 4c ist der Zustand dargestellt, der alle vier Hochdruck-Injektoren 50 mittels
der Durchflussmengenmess-/anzeigeeinheit 12 geprüft werden, wobei jeder Hochdruck-Injektor
50 in Verbindung mit der Durchflussmengenmess-/ anzeigeeinheit 12 innerhalb eines
Kraftstoffflusskreislaufs angeordnet ist.
1. Prüfeinrichtung (10) für Hochdruck-Injektoren (50) eines Common-Rail-Einspritzsystems
eines Motorenaggregats, wobei die Hochdruck-Injektoren (50) jeweils einen Kraftstoffrücklaufanschluss
(52) für eine Kraftstoffrücklaufleitung (54) aufweisen und
- eine Durchflussmengenmess-/anzeigeeinheit (12) vorhanden ist, die lösbar zwischen
Kraftstoffrücklaufanschluss (52) und Kraftstoffrücklaufleitung (54) anschließbar ist,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- für jeden Hochdruck-Injektor (50) des Motorenaggregats jeweils eine Durchflussmengenmess-/anzeigeeinheit
(12) vorhanden ist.
2. Prüfeinrichtung nach Anspruch 1,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- zwischen dem Kraftstoffrücklaufanschluss (52) und der Durchflussmengenmess-/anzeigeeinheit
(12) eine erste, insbesondere flexible, Schlaucheinheit (20) angeordnet ist.
3. Prüfeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- zwischen der Durchflussmengenmess-/anzeigeeinheit (12) und der Kraftstoffrücklaufleitung
(54) eine zweite, insbesondere flexible, Schlaucheinheit (22) angeordnet ist.
4. Prüfeinrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- an die Durchflussmengenmess-/anzeigeeinheit (12) eine separate Anzeigeeinheit (30)
angeschlossen ist.
5. Prüfeinrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- die Durchflussmengenmess-anzeigeeinheit (12)/Anzeigeeinheit (30) eine digitale oder
Zeigeranzeigeeinheit aufweist.
6. Prüfeinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- die Durchflussmengenmess-/anzeigeeinheit (12) als transparentes Hohlprofil (12.1)
mit einem innenseitig in Längsrichtung des Hohlprofils (12.1) verschieblich angeordnetem
Schwimmkörper (14) ausgebildet ist.
7. Prüfeinrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Hohlprofil (12.1) aus Glas oder Kunststoff besteht.
8. Prüfeinrichtung nach Anspruch 6 oder 7,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- das Hohlprofil (12.1) eine ablesbare Skala aufweist.
9. Verfahren zum Prüfen der Funktionsfähigkeit von Hochdruck-Injektoren (50) eines Common-Rail-Einspritzsystems
eines Motorenaggregats,
- wobei
- für ein vorgebbaren Zeitintervall zwischen dem Kraltstoffrücklaufanschluss (52)
des Hochdruck-Injektors (50) und der Kraftstoffrücklaufteilung (54) eine Durchflussmengenmess-/anzeigeenheit
(12) lösbar eingesetzt wird und anschließend das Motorenaggregat über vorgebbare Zeitintervalle
betrieben wird, so dass die Menge des zurückfließenden Kraftstoffs gemessen und/oder
angezeigt wird,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- für jeden Hochdruck-Injektoren (50) des Motorenaggregats jeweils eine Durchflussmengenmess-/anzeigeeinheit
(12) innerhalb des vorgebbaren Zeitintervalls eingesetzt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
- dadurch gekennzeichet, dass
- zum Herstellen einer Kommunikationsverbindung zwischen Kraftstoffrücklaufanschluss
(52) des Hochdruck-Injektors (50) und der Durchflussmengenmess-/anzeigeeinheit (12)
und/oder zwischen der Durchflussmengenmess-/anzeigeeinheit (12) und der Kranstoffrücklaufleitung
eine, insbesondere flexible Schlaucheinheit (20, 22) lösbar angeschlossen wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- die Durchflussmengenmess-/anzeigeeinheit (12) in einem ersten Zeitintervall eingesetzt
wird,
- anschließend die Hochdruck-Injektoren einem Reinigungsprozess unterzogen wird und
dann
- die Durchflussmengenmess-/anzeigeeinheit (12) in einem zweiten Zeitintervall eingesetzt
wird.
1. Testing device (10) for high-pressure injectors (50) of a common rail injection system
of an engine unit, with the high-pressure injectors (50) each having a fuel return
connection (52) for a fuel return line (54) and
- a throughflow quantity measuring/display unit (12) which can be detachably connected
between the fuel return connection (52) and fuel return line (54) being present,
- characterized in that
- in each case one throughflow quantity measuring/display unit (12) is present for
each high-pressure injector (50) of the engine unit.
2. Testing device according to Claim 1,
- characterized in that
- a first, in particular flexible hose unit (20) is arranged between the fuel return
connection (52) and the throughflow quantity measuring/display unit (12).
3. Testing device according to Claim 1 or 2,
- characterized in that
- a second, in particular flexible hose unit (22) is arranged between the throughflow
quantity measuring/display unit (12) and the fuel return line (54).
4. Testing device according to one or more of the preceding claims,
- characterized in that
- a separate display unit (30) is connected to the throughflow quantity measuring/display
unit (12).
5. Testing device according to one or more of the preceding claims,
- characterized in that
- the throughflow quantity measuring/display unit (12) / display unit (30) has a digital
or pointer display unit.
6. Testing device according to one or more of Claims 1 to 3,
- characterized in that
- the throughflow quantity measuring/display unit (12) is embodied as a transparent
hollow profile (12.1) with a floating body (14) arranged at the inside so as to be
movable in the longitudinal direction of the hollow profile (12.1).
7. Testing device according to Claim 6,
- characterized in that
- the hollow profile (12.1) is composed of glass or plastic.
8. Testing device according to Claim 6 or 7,
- characterized in that
- the hollow profile (12.1) has a readable scale.
9. Method for testing the functionality of high-pressure injectors (50) of a common rail
injection system of an engine unit,
- wherein,
- for a predefinable time interval, a throughflow quantity measuring/display unit
(12) is detachably inserted between the fuel return connection (52) of the high-pressure
fuel injector (50) and the fuel return line (54), and the engine unit is subsequently
operated over predefinable time intervals, so that the quantity of returning fuel
is measured and/or displayed,
- characterized in that
- in each case one throughflow quantity measuring/display unit (12) is used within
the predefinable time interval for each high-pressure injector (50) of the engine
unit.
10. Method according to Claim 9,
- characterized in that
- an in particular flexible hose unit (20, 22) is detachably connected in order to
produce a communicative connection between the fuel return connection (52) of the
high-pressure injector (50) and the throughflow quantity measuring/display unit (12)
and/or between the throughflow quantity measuring/display unit (12) and the fuel return
line.
11. Method according to Claim 9 or 10,
- characterized in that
- the throughflow quantity measuring/display unit (12) is used in a first time interval,
- the high-pressure injectors are subsequently subjected to a cleaning process, and
then
- the throughflow quantity measuring/display unit (12) is used in a second time interval.
1. Dispositif de contrôle (10) pour des injecteurs haute pression (50) d'un système d'injection
à rampe commune d'un moteur, sachant que les injecteurs haute pression (50) présentent
chacun un raccord de retour de carburant (52) pour une conduite de retour de carburant
(54), et
qu'une unité (12) de mesure/affichage de débit est présente, qui peut être raccordée
de manière amovible entre le raccord de retour de carburant (52) et la conduite de
retour de carburant (54),
caractérisé en ce qu'une unité respective (12) de mesure/affichage de débit est présente pour chaque injecteur
haute pression (50) du moteur.
2. Dispositif de contrôle selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un premier tuyau (20), notamment flexible, est disposé entre le raccord de retour
de carburant (52) et l'unité (12) de mesure/affichage de débit.
3. Dispositif de contrôle selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'un deuxième tuyau (22), notamment flexible, est disposé entre l'unité (12) de mesure/affichage
de débit et la conduite de retour de carburant (54).
4. Dispositif de contrôle selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une unité d'affichage séparée (30) est raccordée à l'unité (12) de mesure/affichage
de débit.
5. Dispositif de contrôle selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité (12) de mesure/affichage de débit/l'unité d'affichage (30) présente une unité
d'affichage numérique ou à aiguille.
6. Dispositif de contrôle selon une ou plusieurs des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'unité (12) de mesure/affichage de débit est réalisée sous forme de profilé creux
transparent (12.1) avec un flotteur (14) disposé à l'intérieur à déplacement dans
la direction longitudinale du profilé creux (12.1).
7. Dispositif de contrôle selon la revendication 6, caractérisé en ce que le profilé creux (12.1) est réalisé en verre ou en matière plastique.
8. Dispositif de contrôle selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que le profilé creux (12.1) présente une échelle graduée lisible.
9. Procédé pour contrôler la capacité de fonctionnement d'injecteurs haute pression (50)
d'un système d'injection à rampe commune d'un moteur,
selon lequel on met en place de manière amovible une unité (12) de mesure/affichage
de débit pendant un intervalle de temps prédéfinissable entre le raccord de retour
de carburant (52) de l'injecteur haute pression (50) et la conduite de retour de carburant
(54), puis on fait fonctionner le moteur pendant des intervalles de temps prédéfinissables,
de sorte que la quantité de carburant en retour est mesurée et/ou affichée.
caractérisé en ce qu'on met en place pour chaque injecteur haute pression (50) du moteur une unité respective
(12) de mesure/affichage de débit pendant l'intervalle de temps prédéfinissable.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que, afin de réaliser une liaison de communication, on raccorde de manière amovible un
tuyau notamment flexible (20, 22) entre le raccord de retour de carburant (52) de
l'injecteur haute pression (50) et l'unité (12) de mesure/affichage de débit, et/ou
entre l'unité (12) de mesure/affichage de débit et la conduite de retour de carburant.
11. Procédé selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que on met en place l'unité (12) de mesure/affichage de débit pendant un premier intervalle
de temps,
puis on soumet les injecteurs haute pression à un processus de nettoyage,
et on met ensuite en place l'unité (12) de mesure/affichage de débit pendant un deuxième
intervalle de temps.