[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Messvorrichtung zur Bestimmung von Durchflussmengen
dV(z) elektrisch leitender Flüssigkeiten mit der Leitfähigkeit LF durch einen Behälter
bei sich in vertikaler Richtung (z-Richtung) verändernden Füllstandshöhen mit
[0002] Die Messung von Füllstandshöhen wird überall dort durchgeführt, wo Flüssigkeitsvolumina
bzw. Änderungen der Flüssigkeitsvolumina zu ermitteln sind. Die Messung der Füllstandshöhen
erfolgt üblicherweise mittels Elektroden, die in die Flüssigkeit teilweise eintauchen.
Über eine geeignete Messanordnung wird der Widerstand bzw. die elektrische Leitfähigkeit
der Flüssigkeit gemessen, die u. a. proportional der Füllstandshöhe bzw. des Flüssigkeitsvolumens
ist.
[0003] Hierbei wird die physikalische Beziehung
LF = δ
0·
ZK·V ausgenutzt, wobei
LF die elektrische Leitfähigkeit, δ
0 die spezifische Leitfähigkeit der Flüssigkeit, V das Volumen der Flüssigkeit und
ZK die so genannte Zellkonstante bezeichnen, die sich aus dem Verhältnis des Elektrodenabstandes
und der benetzten Elektrodenfläche berechnet.
[0004] Da die spezifische Leitfähigkeit δ
0 die Steigung der Messkurve (Messwerte in Abhängigkeit vom Füllvolumen) beeinflusst,
muss vor der Füllstandsmessung zunächst eine Kalibriermessung zur Ermittlung dieser
jeweiligen spezifischen Leitfähigkeit durchgeführt werden. Dieser Vorgang erfordert
einen zusätzlichen Aufwand, der möglichst vermieden werden soll.
[0005] Aus der
DE 197 26 044 A1 ist ein Flüssigkeitsstandsanzeiger, insbesondere für Pflanzgefäße bekannt, der einen
langgestreckten Stab mit mindestens zwei gegeneinander isolierten Elektroden und eine
elektronische Schaltung umfasst, die mit den Elektroden über in dem Stab verlaufende
Leiter verbunden und von einer Gleichspannungsquelle gespeist ist. Eine Anzeigeeinrichtung
gibt den Flüssigkeitsstand an. Dieser Füllstandsanzeiger erfordert mehrere Elektroden,
die in unterschiedlichen Höhen angeordnet sind. Jede Elektrode ist mit einem eigenen
Leiter mit der elektronischen Schaltung verbunden. Dies erfordert einen entsprechend
hohen Installationsaufwand.
[0006] In der
DE 40 42 257 wird ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Ermittlung von Füllstand und Pegelhöhen
von elektrisch leitenden Flüssigkeiten beschrieben. Hierzu wird beispielsweise eine
Widerstandskette verwendet, die vertikal in die Flüssigkeit eintaucht. Aus der Messung
des Widerstandes der Gesamtanordnung lässt sich ermitteln, wie viele Widerstände oberhalb
des Flüssigkeitsspiegels liegen.oder, was gleichbedeutend ist, in welcher Tiefe der
Flüssigkeitsspiegel liegt, da die Metallflächen längs des Pegels in einem engen und
konstanten Abstand angebracht sind. Auch diese Anordnung ist aufwändig und vermittelt
lediglich diskrete Werte des Füllstandes.
[0007] Aus der
DE 30 18 718 ist eine Füllstandselektrodenvorrichtung bekannt, die ebenfalls einzelne Füllstandselektroden
aufweist, die an einem Träger in Trägerlängsrichtung stufenlos verschiebbar angeordnet
sind.
[0008] Aus der
JP 08050047 A ist eine Elektrodenanordnung mit mehreren Elektroden bekannt, mit der der elektrische
Widerstand der Flüssigkeit zur Bestimmung der Füllstandshöhe gemessen wird.
[0009] Aus der
JP 2004077439 A ist eine Messelektrode zur Bestimmung des Flüssigkeitsstandes bekannt, die eine konische
oder halbkugelförmige Ausgestaltung aufweist. Der kleine Durchmesser der Elektrode
befindet sich am unteren Abschnitt und der große Durchmesser der Elektrode am oberen
Ende.
[0010] Füllstandsmessungen werden insbesondere auch in Wasserfiltereinrichtungen durchgeführt,
wobei die Füllstandsmessungen zur Bestimmung der Erschöpfung des Filtermittels der
Filterkartusche herangezogen werden. Eine solche Erschöpfungsanzeige ist beispielsweise
aus der
EP 1 484 097 A1 bekannt. Diese Erschöpfungsanzeige basiert auf Widerstandsmessungen der Flüssigkeit
mit zwei Elektroden, die im Wasserbehälter übereinander angeordnet sind oder die sich
im Zulaufkanal befinden. Diese Vorrichtung hat den Nachteil, dass bei wechselnder
Wasserqualität Kalibriermessungen erforderlich sind.
[0011] Aus der
WO 01/74719 ist ebenfalls eine Erschöpfungsanzeige bekannt, bei der mehrere Elektroden zum Einsatz
kommen, die in die Flüssigkeit eintauchen. An der Wasserfiltereinrichtung ist eine
Auswerteeinheit zur Ermittlung der erfassten Füllvolumina über eine bestimmte Zeitdauer
angeordnet, die wiederum mit einer Anzeigeeinheit, der so genannten Erschöpfungsanzeige,
verbunden ist. Bei solchen Wasserfiltereinrichtungen wird Rohwasser in den Einlauftrichter
eingefüllt, das durch die Filterkartusche nach unten abläuft und in einer unteren
Kammer als gefiltertes Wasser gesammelt wird. Durch den abwechselnden Zulauf und Ablauf
des Rohwassers ändert sich der Füllstand während der Lebensdauer einer Filterkartusche
vielfach, so dass aus diesen Füllstandsänderungen auf die durch die Filterkartusche
geströmte Flüssigkeitsmenge geschlossen werden kann. Anhand der Flüssigkeitsmenge
wird über die Erschöpfungsanzeige eine Aussage über die Erschöpfung des Filtermittels
gemacht.
[0012] Die
EP 1 125 748 A1 beschreibt eine Druckerpatrone, die mit einer Füllstandsmessvorrichtung versehen
ist. In der Druckerpatrone befinden sich zwei Elektroden, mittels derer die Füllstandshöhe
gemessen wird, wobei die Messwerte mittels einer Korrelations- und einer Koeffiziententabelle
ausgewertet werden.
[0013] Die GB 1,288,177 beschreibt eine Füllstandsmesseinrichtung, die drei Elektroden aufweist.
Hiervon ist die dritte, mittlere Kollektorelektrode schräg angeordnet, so dass sich
der Abstand zwischen der Kollektorelektrode und der Referenzelektrode in vertikaler
Richtung ändert. Der Kollektor kann plattenförmig ausgebildet sein und eine logarithmische
Messfunktion aufweisen.
[0014] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Messvorrichtung bereitzustellen, die einfach
aufgebaut ist und die Kalibriermessungen bezüglich der spezifischen Leitfähigkeit
der Flüssigkeit überflüssig macht. Es ist auch Aufgabe, ein einfach aufgebautes und
handhabbares Messelement und ein Messverfahren anzugeben.
[0015] Diese Aufgabe wird mit einer Messvorrichtung gelöst, die dadurch gekennzeichnet ist,
dass die Leitfähigkeitsmessvorrichtung in zeitlichen Abständen

dass mindestens der Behälter (5) und/oder die Leitfähigkeitsmessvorrichtung derart
ausgelegt ist/sind, dass er/sie durch mindestens eine von V(z) abhängige Parameterfunktion
fPl(V(z)) mit l = 1... m beschreibbar ist/sind,
so dass gilt:

wobei b
M eine Zahl ≠ 0 und ≠ 1 ist,
und dass die Auswertevorrichtung mindestens zur Quotientenbildung der Messwerte und
zum Logarithmieren der Quotienten ausgebildet ist.
[0016] Die z-Richtung wird senkrecht zum Flüssigkeitsspiegel im Flüssigkeitsbehälter gewählt.
Der Exponent kann ein positives oder negatives Vorzeichen besitzen.
[0017] Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, dass zur Bestimmung von Durchflussmengen
elektrisch leitender Flüssigkeiten durch einen Behälter weder der Wert der Leitfähigkeit
der Flüssigkeit bekannt sein muss noch der Absolutwert der Höhe des Flüssigkeitsspiegels
bestimmt werden muss, wenn durch die konstruktive Gestaltung der Messvorrichtung ein
exponentieller Zusammenhang zwischen dem Messwert
Mti(V(z)) und dem Volumen V(z) der Flüssigkeit im Behälter hergestellt wird.
[0018] Es hat sich gezeigt, dass es hierfür verschiedene konstruktive Lösungen gibt, die
sich in allgemeiner Form durch Parameterfunktionen darstellen lassen.
[0019] Unter einer Parameterfunktion
fPl (I beschreibt den Laufindex, d. h.
fP1,
fP2 usw.) wird ein Konstruktionsparameter verstanden, der eine funktionelle Abhängigkeit
von V(z) und damit von z aufweist. Beispiele solcher Parameter P
l sind jeweils in Abhängigkeit von z die Behälterform, die Elektrodenform, der Abstand
der Elektroden und Eigenschaften des Elektrodenmaterials. Der Abstand der Elektroden
kann der räumliche Abstand der beiden Elektroden oder auch der für die elektrischen
Feldlinien relevante Abstand sein. Im letztgenannten Fall können die beiden Elektroden
direkt beieinander liegen, wenn zwischen den Elektroden ein Hindernis angeordnet ist,
das die Weglänge der elektrische Feldlinien verändert.
[0020] Gemäß einer besonderen Ausführungsform ist zwischen den beiden Elektroden mindestens
ein Element angeordnet, das die Wegstrecke der zwischen den beiden Elektroden sich
ausbildenden elektrischen Feldlinien verändert. Es kann sich bei diesem Element um
einen Bestandteil des Trägerelementes handeln, auf dem die beiden Elektroden angeordnet
sind oder um ein zusätzliches Element, das auf dem Trägerelement angeordnet ist. Hierbei
ist es wesentlich, dass das Element eine Gestalt aufweist, so dass sich die Wegstrecke
der Feldlinien mit zunehmenden Wert z exponentiell verändert.
[0021] Vorzugweise weist das Element eine Gestalt auf, so dass die Wegstrecke der elektrischen
Feldlinien mit zunehmenden Wert z abnimmt.
[0022] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist das Element eine Platte, deren freie
Vorderkante einen gekrümmten Verlauf aufweist.
[0023] Die beiden Elektroden können nebeneinander auf dem Trägerelement angeordnet sein,
wobei die Platte zwischen den beiden Elektroden angeordnet ist.
[0024] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind die Elektroden auf gegenüberliegenden Seiten
auf dem Trägerelement angeordnet und seitlich benachbart zu jeder Elektrode ist eine
solche Platte angeordnet, die die Wegstrecke der Feldlinien zwischen den Elektroden
verändert.
[0025] Vorzugsweise kann die Platte senkrecht zum Trägerelement angeordnet sein. Die Ausrichtung
dieser Hindernisplatten richtet sich nach der Ausgestaltung des Trägerelementes und
der Anordnung der Elektroden auf dem Trägerelement. Es ist daher auch bevorzugt, dass
bei gegenüberliegender Anordnung der Elektroden auf einem Trägerelement die Platten
parallel zum Trägerelement angeordnet sein können.
[0026] Wenn, wie dies im Stand der Technik der Fall ist, alle Parameter P
l einen linearen Zusammenhang aufweisen, z. B. der Behälter ein Zylinder ist, der Abstand
der Elektroden konstant gewählt ist, die Fläche der Elektroden konstant ist und das
Elektrodenmaterial über die gesamte Länge einheitlich gewählt wird, sind zur Bestimmung
der Durchflussmengen sowohl die Kenntnis der Leitfähigkeitswerte der Flüssigkeit als
auch die der absoluten Füllstandshöhe erforderlich.
[0027] Es hat sich gezeigt, dass mindestens eine Parameterfunktion
fPl eine exponentielle Abhängigkeit aufweisen muss, um sowohl von der Kenntnis der Leitfähigkeit
der Flüssigkeit als auch von der Kenntnis der absoluten Füllstandshöhe unabhängig
zu werden.
[0028] In allgemeiner Form lässt sich der Zusammenhang für z. B. vier Parameterfunktionen
in einer Matrix darstellen, wobei mit "beliebig" eine beliebige funktionale Abhängigkeit
gemeint ist, wobei allerdings eine Funktion, insbesondere eine logarithmische Funktion,
ausgeschlossen ist, die gegebenenfalls die exponentielle Abhängigkeit einer anderen
Parameterfunktion aufheben könnte.
| Messwert M(V(z)) |
fP1 |
fP2 |
fP3 |
fP4 |
| exponentiell |
exponentiell |
beliebig |
beliebig |
beliebig |
| exponentiell |
beliebig |
exponentiell |
beliebig |
beliebig |
| exponentiell |
beliebig |
beliebig |
exponentiell |
beliebig |
| exponentiell |
beliebig |
beliebig |
beliebig |
exponentiell |
[0029] Es können auch mehr als eine Parameterfunktion
fPl einen exponentiellen oder teilexponentiellen Zusammenhang aufweisen. Hierbei ist
zu beachten, dass sich für M(V(z)) in Abhängigkeit von V(z) und damit von z ein exponentieller
Zusammenhang einstellt.
[0030] Der Vorteil des exponentiellen Zusammenhangs besteht darin, dass sich bei einem Anstieg
des Füllvolumens um einen bestimmten Betrag der Messwert
Mti(
V(
z))∼
bMV(z) jeweils um den gleichen Faktor ändert mit der Folge, dass bei der Bestimmung von
Volumenänderungen der jeweilige Leitfähigkeitswert der Flüssigkeit sowie die beiden
Höhen des Flüssigkeitsspiegels, zwischen denen die Volumenänderung stattfindet, keine
Rolle spielen.
[0031] Gemäß einer besonderen Ausführungsform ist daher vorgesehen, dass für mindestens
eine Parameterfunktion gilt:

[0032] Der Basiswert
bPl ist derart zu wählen, dass sich geringe Volumenänderungen der Flüssigkeit auch in
einer signifikanten Änderung der Messwerte bemerkbar machen. Die Wahl des Basiswertes
bPl hängt auch davon ab, in welcher Einheit z gemessen wird. Alle Angaben beziehen sich
immer auf z gemessen in cm, auch wenn dies nachfolgend nicht ausdrücklich erwähnt
wird. Dementsprechend sind Flächen in cm
2 und Volumen in cm
3 zu berücksichtigen.
[0033] Es ist bevorzugt,
bPl im Bereich von 0 <
bPl ≤ 5, insbesondere von 1 <
bPl ≤ 1,5 zu wählen mit
bPl ≠ 1.
[0034] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der Parameter P
l die Fläche A mindestens einer Elektrode. A(V(z)) ist die mit der Flüssigkeit benetzte
leitende Elektrodenfläche, die sich mit steigendem oder fallendem Volumen gemäß ihrer
konstruktiven Ausgestaltung verändert. Für die Fläche A gilt A(V(z))
= fPl(
V(
z))∼b
A1V(z). In diesem Fall können die übrigen Parameterfunktionen, wie z. B. die Parameterfunktion,
die die Behälterform beschreibt, einen linearen Zusammenhang aufweisen. Insofern kann
beispielsweise der Flüssigkeitsbehälter ein Zylinder, Würfel oder Quader sein.
[0035] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist der Parameter P
l die das Füllvolumen bestimmende Behälterform F, für die gilt: F(V(z)) =
fPl(
V(
z))∼b
FV(z). Die Funktion F(V(z)) reduziert sich vorzugsweise auf eine Funktion des Querschnittes
Q(z), wobei

ist.
[0036] Beispielsweise in einem Flüssigkeitsbehälter mit kleinerer Querschnittsfläche führen
geringe Volumenänderungen zu einer deutlichen Änderung in der Füllstandshöhe, so dass
b
F klein gewählt werden kann, z. B. im Bereich kleiner 2,5.
[0037] Bei Behältern mit großer Querschnittsfläche sind die Verhältnisse umgekehrt. Um eine
entsprechende Messgenauigkeit bei einer vergleichbaren Volumenänderung zu erzielen,
ist daher b
F größter zu wählen, z. B. größter 2,5.
[0038] Wenn die Funktion F(V(z)) einen exponentiellen Zusammenhang aufweist, kann beispielsweise
die Elektrodenfläche eine lineare Abhängigkeit von z aufweisen, d.h. die Elektroden
können beispielsweise über ihre gesamte Erstreckung in z-Richtung eine konstante Breite
besitzen.
[0039] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist der Parameter P
l der Abstand D der Elektroden, wobei für den Abstand D gilt: D(V(z)) =
fPl(
V(
z))∼b
D-V(z).
[0040] In diesem Fall können die Parameterfunktionen bezüglich der das Füllvolumen bestimmenden
Behälterform F(V(z)) und/oder der Fläche der Elektrode A(V(z)) und/oder andere Parameterfunktionen
z. B. einen linearen Zusammenhang aufweisen.
[0041] Eine exponentielle Abhängigkeit kann auch das Material der Elektroden aufweisen,
indem sich die Materialeigenschaften, wie z. B. die Leitfähigkeit des Elektrodenmaterials,
in Abhängigkeit von z exponentiell ändern.
[0042] Vorzugsweise weist das Messelement ein Trägerelement auf, wobei die beiden Elektroden
auf gegenüberliegenden Seiten des Trägerelementes angeordnet sind. Das Trägerelement
kann beispielsweise eine Trägerplatte sein. Die Elektroden werden bei der Herstellung
des Messelementes bereits positioniert, wodurch der Einbau des Messelementes in den
Flüssigkeitsbehälter vereinfacht wind. Eine Justierung der beiden Elektroden zur Einstellung
einer vorgegebenen Größe der Messzelle entfällt.
[0043] Vorzugsweise ist das Messelement derart im Flüssigkeitsbehälter angeordnet, dass
sich das breite zweite Elektrodenende oben befindet. Dadurch wird eine mit steigendem
Füllvolumen ansteigende Messkurve realisiert.
[0044] Gemäß einer besonderen Ausführungsform kann das Messelement in die Wand des Flüssigkeitsbehälters
integriert sein. In diesem Fall ist es bevorzugt, die beiden Elektroden beabstandet
in der Wand des Flüssigkeitsbehälters anzuordnen, oder diese Elektroden gegenüberliegend
anzubringen.
[0045] Gemäß einer besonderen Ausführungsform ist der Flüssigkeitsbehälter ein Einlauftrichter
einer Wasserfiltereinrichtung. Bei derartigen Einlauftrichtern wird die Flüssigkeit
in der Regel von oben zugeführt. Die Ablauföffnung befindet sich in der Bodenwand
des Einlauftrichters, wo auch ein Filterelement, z. B. eine Filterkartusche, angeordnet
ist. Die Ermittlung der Durchflussmenge kann gemäß einer besonderen Verwendung der
Messvorrichtung zur Ermittlung des Zeitpunkts für den Austausch der Filterkartusche
und insofern als Volumenbelastungsmessvorrichtung für Filterkartuschen verwendet werden.
[0046] Die Auswerteeinrichtung kann an einer Anzeigeeinheit angeschlossen sein. Diese Anzeigeeinheit
kann bei Verwendung der Messvorrichtung als Volumenbelastungsmessvorrichtung für Filterkartuschen
eine Anzeigeeinheit sein, die dem Benutzer den Austauschzeitpunkt für die Filterkartusche
anzeigt.
[0047] Vorzugsweise sind mindestens die Spannungsquelle, die Auswerteeinrichtung und das
mindestens eine Messelement in einer Baueinheit integriert. Gemäß einer weiteren Ausführungsform
kann in die Baueinheit auch die Anzeigeeinheit integriert sein. Bei einer externen
Spannungsquelle sind vorzugsweise die Auswerteeinrichtung und das mindestens eine
Messelement in einer Baueinheit zusammengefasst. Diese Ausführungsformen ermöglichen
eine einfache Handhabung und einen schnellen Austausch der Vorrichtung, weil die Vorrichtung
als Einheit lediglich in den Behälter, in dem die Durchflussmengen gemessen werden
sollen, eingesetzt werden muss.
[0048] Das erfindungsgemäße Messelement für die Bestimmung eines füllstandshöhenabhängigen
Messwertes elektrisch leitender Flüssigkeiten mit mindestens einer lang gestreckten
Elektrode sieht vor, dass die Fläche A der Elektrode mit zunehmendem Abstand z vom
ersten Elektrodenende zum zweiten Elektrodenende exponentiell zunimmt. Es gilt A(V(z))∼
bA1V(z), wobei

mit B(z) Breite der Elektrode in Abhängigkeit von z. Daraus folgt, dass auch für
B(z) ein exponentieller Zusammenhang gilt A(V(z))∼A(z)≈B(z)∼
bA2z.
[0049] Für
bA2 gilt vorzugsweise 0 <
bA2 ≤5 und
bA2 ≠ 1, wobei ein bevorzugter Bereich für
bA2 der Bereich zwischen 1 und 1,5 (1 <
bA2 ≤ 1,5) ist.
[0050] Dies gilt jeweils für den Fall, dass z in cm gemessen wird. Für andere Einheiten
für z ist die Basis
bA2 entsprechend anzupassen.
[0051] Es wird eine kontinuierliche Verbreiterung der Elektrode bevorzugt. Gemäß einer weiteren
Ausführungsform kann die Breite der Elektrode sich auch in Stufen ändern, wobei die
Einhüllende der Stufen den beschriebenen exponentiellen Zusammenhang aufweist. Diese
Ausgestaltung führt zu entsprechenden Sprüngen in der Messkurve, die bei entsprechender
Auslegung der an das Messelement angeschlossenen Auswerteeinrichtung zur Bestimmung
der absoluten Füllstandshöhen herangezogen werden können.
[0052] Die Breite B
1 am ersten Elektrodenende beträgt vorzugsweise 0,1 mm bis 20 mm. Die Breite B
2 am zweiten Elektrodenende liegt bei vorzugsweise 5 mm bis 30 mm.
[0053] Am ersten Elektrodenende ist ein sich senkrecht zur Elektrodenachse erstreckender
balkenartiger Elektrodenabschnitt angeordnet. Diese balkenartige Verbreiterung dient
dazu, einen definierten Anfangsmesswert zur Verfügung zu stellen.
[0054] An einem der beiden Elektrodenenden ist ein Kontaktelement vorgesehen. Hierbei wird
das Kontaktelement vorzugsweise an dem oberen Elektrodenende angebracht, das aus der
Flüssigkeit herausragt.
[0055] Die Elektroden können aus einem Metall, einer Metalllegierung, einem elektrisch leitenden
Kunststoff oder einem sonstigen elektrisch leitenden Material bestehen.
[0056] Um die Handhabung der Elektrode zu erleichtern, ist mindestens eine Elektrode auf
einem Trägerelement angeordnet.
[0057] Das Messelement kann auch in die Wand eines Flüssigkeitsbehälters integriert sein.
In diesem Fall bildet die Wand des Flüssigkeitsbehälters das Trägerelement.
[0058] Wenn das Trägerelement ein eigenständiges Bauteil darstellt, ist die Gestalt einer
Platte bevorzugt, auf deren beiden gegenüberliegenden Seiten jeweils eine Elektrode
angeordnet sein kann. Das elektrische Feld zwischen beiden Elektroden verläuft um
das Trägerelement herum.
[0059] Vorzugsweise sind beide Elektroden identisch ausgebildet.
[0060] Die Trägerplatte weist vorzugsweise einen Doppel-T-Querschnitt auf, was den Vorteil
einer großen Stabilität hat und somit eine Beschädigung der Elektrode bei mechanischer
Beanspruchung des Messelementes verhindert.
[0061] Die Trägerplatte weist vorzugsweise benachbart zum ersten Elektrodenende zwei Füße
auf, die dazu dienen, einen definierten Abstand zum Boden des Flüssigkeitsbehälters
herzustellen. Es wird dadurch ein elektrisches Anfangsfeld gebildet, das sich unter
dem Messelement hindurch erstreckt. Bei niedrigen Flüssigkeitsständen im Behälter
befindet sich das Anfangsfeld immer noch vollständig im Innern der Flüssigkeitssäule.
[0062] Es ist von Vorteil, wenn sowohl die Elektroden als auch die Trägerplatte aus Kunststoff
bestehen. Hierfür wird für die Elektroden ein elektrisch leitender Kunststoff und
für die Trägerplatte ein nicht leitender Kunststoff gewählt. Das Messelement kann
auf diese Weise als Zweikomponentenspritzgussteil preiswert hergestellt werden.
[0063] Das Verfahren zur Bestimmung der Gesamtdurchflussmenge elektrisch leitender Flüssigkeiten
mit der Leitfähigkeit LF durch einen Behälter bei sich in vertikaler Richtung (z-Richtung)
verändernden Füllstandshöhen mittels eines Behälters und einer Leitfähigkeitsmessvorrichtung
ist durch folgende Verfahrensschritte gekennzeichnet:
- Auslegung mindestens des Behälters und/oder der Leitfähigkeitsmessvorrichtung, dass
er/sie durch mindestens eine von V(z) abhängige Parameterfunktion fPl (V(z)) mit I = 1... m beschreibbar ist/sind,
- Abstimmung der mindestens einen Parameterfunktion fPl (V(z)) derart, dass für die von der Leitfähigkeitsmessvorrichtung gelieferten Messwerte

- Durchführung einer Messung zur Bestimmung der Basis bM,
- Ermittlung von Messwerten Mti (V(z)) in zeitlichen Abständen ti - ti-1 mit i = 1 ... n,
- Quotientenbildung Mti+1/Mti und Logarithmieren des Quotienten zur Ermittlung von dVi und
- Addition der n-Werte dVi zur Bestimmung der gesamten Durchflussmenge dV.
[0064] Die Messung zur Bestimmung der Basis b
M für das jeweilige System wird in der Regel einmalig mit vorgegebenen Flüssigkeitsmengen
durchgeführt, und zwar bevor die Ermittlung der Messwerte beginnt. Der Wert der Basis
b
M wird somit einmal bestimmt und dann der Berechnung der Messwerte zugrunde gelegt.
Der Wert b
M geht beim Logarithmieren des Quotienten in die Ermittlung von dV
i ein.
[0065] Vorzugsweise werden während des Betriebs der Einrichtung, in die die Messvorrichtung
eingebaut ist, die Messwerte
Mti in zeitlichen Abständen von 1 bis 100 sec ermittelt. Welche zeitlichen Abstände zweckmäßig
sind, ergibt sich unter anderem auch aus der Häufigkeit der Benutzung und aus der
Druckflussgeschwindigkeit der jeweiligen Einrichtung. Wenn es sich bei der betreffenden
Einrichtung um eine Wasserfiltereinrichtung handelt, hängt dies u. a. stark davon
ab, wie viel gefiltertes Wasser vom Benutzer benötigt wird. Als bevorzugte zeitliche
Abstände sind 1 bis 20 sec, insbesondere 2 bis 10 sec, vorgesehen.
[0066] Beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung einer Messvorrichtung gemäß einer ersten Ausführungsform,
- Figur 2
- die Draufsicht auf ein Messelement gemäß einer ersten Ausführungsform,
- Figur 3
- einen Horizontalschnitt durch das in Figur 2 gezeigte Messelement längs der Linie
III-III,
- Figur 4
- einen Vertikalschnitt durch das in Figur 2 gezeigte Messelement längs der Linie IV-IV,
- Figur 5a, b
- Draufsichten auf Messelemente gemäß zweier weiterer Ausführungsformen,
- Figur 6
- einen Flüssigkeitsbehälter mit integrierter Elektrode,
- Figur 7
- eine schematische Darstellung einer Messvorrichtung gemäß einer zweiten Ausführungsform,
- Figur 8
- einen vertikalen Schnitt durch eine Wasserfiltereinrichtung mit Messvorrichtung,
- Figur 9
- eine schematische Darstellung des Messprinzips,
- Figur 10
- ein Diagramm, in dem der Messwert in Abhängigkeit vom Volumen für drei Flüssigkeiten
mit unter- schiedlicher Leitfähigkeit aufgetragen ist,
- Figuren 11a, b
- zwei Seitenansichten eines Messelementes gemäß einer weiteren Ausführungsform,
- Figuren 12a - c
- zwei Seitenansichten und eine Draufsicht auf ein Messelement gemäß einer weiteren
Ausführungs- form,
- Figur 13
- eine Seitenansicht eines Messelements gemäß einer weiteren Ausführungsform und
- Figur 14
- eine Leitfähigkeitsmessvorrichtung als integrale Baueinheit.
[0067] In der Figur 1 ist eine Messvorrichtung 10 gemäß einer ersten Ausführungsform schematisch
dargestellt. Die Messvorrichtung 10 umfasst eine Leitfähigkeitsmessvorrichtung 10a,
die ein Messelement 20 aufweist, das im Innern eines Flüssigkeitsbehälters 5 angeordnet
ist. Der Flüssigkeitsbehälter 5 besitzt eine Umfangswand 6a und eine Bodenwand 6b,
wobei im oberen Bereich der Umfangswand 6a ein Flüssigkeitszulauf 7a und im unteren
Bereich ein Flüssigkeitsablauf 7b angeordnet ist. Sowohl die zugeführte als auch die
abgeführte Flüssigkeitsmenge ändern sich im Laufe der Zeit, so dass sich der Flüssigkeitsspiegel
40 der Flüssigkeit 41 im Behälter 5 ebenfalls ständig ändert (s. Doppelpfeil). Zur
Messung der durch den Behälter 5 fließenden Flüssigkeitsmenge ist die Messvorrichtung
10 vorgesehen.
[0068] Das Messelement 20 der Messvorrichtung 10 weist eine Trägerplatte 21 auf, die an
Vorder- und Rückseite jeweils eine Elektrode 30a, 30b besitzt. Bei der Anordnung der
Trägerplatte 21 mit den Elektroden 30a, 30b ist darauf zu achten, dass bei vollständiger
Befüllung des Behälters weder die Elektroden vollständig noch die elektrischen Anschlüsse
überhaupt eintauchen. Der maximal zulässige Flüssigkeitsspiegel ist mit 42 gekennzeichnet.
In der Figur 1 ist lediglich die auf der Vorderseite angebrachte Elektrode 30a zu
sehen. Die nicht dargestellte Elektrode 30b auf der Rückseite des Messelementes ist
identisch ausgebildet. Es handelt sich hierbei um Elektroden 30a, 30b, deren Breite
von unten nach oben zunimmt, wobei die Breite der Elektrode einer exponentiellen Funktion
in Abhängigkeit des Abstandes z vom unteren oder ersten Elektrodenende 31 gehorcht.
Der funktionale Zusammenhang zwischen A(V(z)) und z ist zunächst über A(V(z))∼
bA1V(z) gegeben, was in einer exponentiellen Verbreiterung der Elektroden resultiert, nämlich
A(V(z))∼
bA2z oder Breite B(z)∼
bA2z. Die z-Achse ist im rechten Teil der Figur 1 dargestellt, wobei der Nullpunkt der
z-Achse am unteren Ende 31 der Elektroden 30a, 30b liegt. Der Abstand des unteren
Endes der Elektrode 30a, 30b zur Bodenwand 6 ist mit a gekennzeichnet. Das Flüssigkeitsvolumen
in diesem Bereich wird bei der Auswertung durch einen Festbetrag berücksichtigt.
[0069] Die beiden Elektroden 30a, 30b sind über eine Verbindungsleitung 11 mit einer Auswerteeinrichtung
12 verbunden, die an eine Anzeigeeinheit 13 angeschlossen ist. Die Komponenten der
Leitfähigkeitsmessvorrichtung sind zweckmäßigerweise alle in einer Baueinheit zusammengefasst,
insbesondere in einem einzigen Gehäuse untergebracht bzw. angeordnet, wie dies beispielhaft
in Figur 14 dargestellt ist. Der Behälter 5 kann damit auf einfache Weise bestückt
werden. Die Leitfähigkeitsmessvorrichtung 10a wird lediglich in den Behälter eingesetzt,
was die Montage erleichtert.
[0070] Mit der Messvorrichtung 10 wird eine Leitfähigkeitsmessung an der Flüssigkeit 41
durchgeführt, wobei die Messung und Auswertung kontinuierlich oder diskontinuierlich
erfolgen kann. Die elektrischen Feldlinien zwischen den beiden Elektroden 30a und
30b sind durch das Bezugszeichen 36 angedeutet.
[0071] In der Figur 2 ist die Draufsicht auf das Messelement 20 vergrößert dargestellt.
Das Messelement 20 besteht aus einer Trägerplatte 21 und zwei Messelektroden 30a,
b. Die Trägerplatte 21 selbst besteht aus einer Mittelplatte 24 und zwei am Rand angeordneten
T-Schenkeln 25a, b, wie dies in Figur 3 zu sehen ist. Dadurch erhält die Trägerplatte
21 im Querschnitt die Gestalt eines Doppel T. Am unteren Ende besitzt die Mittelplatte
24 eine Aussparung 23, wobei die T-Schenkel nach unten verlängert sind und Füße 22a,
b bilden.
[0072] Auf den beiden Seiten der Mittelplatte 24 sind identische Elektroden 30a, b angeordnet,
die bis auf eine Verbreiterung am oberen Ende symmetrisch sind. Jede Elektrode 30a,
b besitzt ein schmales erstes Elektrodenende 31 und ein breites zweites Elektrodenende
32, wobei das erste Elektrodenende 31 unten angeordnet ist und das zweite Elektrodenende
32 den Bereich des maximal zulässigen Flüssigkeitsspiegels 42 bezeichnet. Hierbei
zeigt die Figur 2 die Einbaulage im Flüssigkeitsbehälter 5 der Figur 1.
[0073] Die Breite B der Elektrode 30a nimmt mit zunehmendem Abstand z vom ersten Elektrodenende
31 zum zweiten Elektrodenende 32 kontinuierlich zu. Z
max bezeichnet den Abstand vom unteren ersten Elektrodenende 31 zum oberen Elektrodenende
32. Für die Breite B gilt die Beziehung B(z) proportional
bA2z.
[0074] Am ersten Elektrodenende 31 weist die Elektrode 30a senkrecht zu ihrer Längsachse
eine balkenartige Verbreiterung 35 auf. Diese balkenartige Verbreitung 35 dient dazu,
die Größe des Start-Messwertes zu definieren. Dies gilt auch für die Elektrode 30b.
[0075] An das zweite Elektrodenende 32 schließt sich ein Kontaktelement 33 an, auf dem eine
Kontaktpille 34 beispielsweise aus Silikon mit Graphit aufgebracht ist. Das Kontaktelement
33 ist an die Größe der Kontaktpille 34 angepasst und erstreckt sich seitlich über
die Elektrode hinaus. Die Kontaktpille 34 dient als Anschlusselement für die elektrische
Verbindungsleitung 11, die zur Auswerteeinrichtung 12 führt, wie dies in der Figur
1 dargestellt ist.
[0076] In der Figur 3 ist ein Schnitt längs der Linie III-III durch das in Figur 2 gezeigte
Messelement 20 dargestellt. Es ist zu sehen, dass auf beiden Seiten der Mittelplatte
24 Elektroden 30a, b angeordnet sind.
[0077] In der Figur 4 ist ein Vertikalschnitt längs der Linie IV-IV durch das in Figur 2
gezeigte Messelement dargestellt. Die Trägerplatte 21 besteht aus nicht leitendem
Kunststoff, während die Elektroden 30a, b aus leitendem Kunststoff hergestellt sind.
Es ist dadurch möglich, das Messelement 20 als Zweikomponentenspritzgussteil herzustellen.
[0078] In der Figur 5a ist eine weitere Ausführungsform des Messelementes 20 dargestellt,
die sich von der Ausführungsform gemäß Figur 2 dadurch unterscheidet, dass die Elektroden
30a, 30b (30b auf der Rückseite, daher nicht sichtbar) asymmetrisch ausgeführt sind
und eine gerade und eine exponentielle, d. h. gekrümmte Begrenzungslinie aufweisen.
[0079] In der Figur 5b ist eine weitere Modifikation zu sehen, die eine gestufte Elektrode
30a zeigt. Die Einhüllende 37 der einzelnen Stufen 38 entspricht der rechten Begrenzungslinie
der Elektrode 30a in Figur 5a und zeigt ebenfalls einen exponentiellen Verlauf.
[0080] In der Figur 6 ist eine weitere Ausführungsform der Messvorrichtung 10 dargestellt,
die sich von der in Figur 1 dadurch unterscheidet, dass die Elektroden 30a, 30b in
der Wand 6a des Flüssigkeitsbehälters 5 gegenüberliegend angeordnet sind und dass
der Flüssigkeitszulauf 7a nicht in der Umfangswand sondern in der Deckwand angeordnet
ist. Die Umfangswand 6a übernimmt bei dieser Ausführungsform die Funktion der Trägerplatte
21 gemäß den zuvor beschriebenen Ausführungsformen. Der maximal zulässige Flüssigkeitsspiegel
42 ist derart gewählt, dass das Kontaktelement 33 der Elektroden mit den Anschlüssen
nicht eintaucht.
[0081] In der Figur 7 ist eine weitere Ausführungsform der Messvorrichtung 10 dargestellt.
Während gemäß der Ausführungsform der Figur 1 der Flüssigkeitsbehälter 5 eine quaderförmige
Gestalt aufweist, so dass die Funktion F(V(z)) einer Geraden gehorcht, verjüngt sich
der Flüssigkeitsbehälter 5 gemäß der Figur 7 nach oben. Die Seitenwand 6a ist exponentiell
gekrümmt, so dass die Funktion F(z), die den Querschnitt des Flüssigkeitsbehälters
5 beschreibt, einer Exponentialfunktion gehorcht. Es gilt F(V(z))∼F(z)∼
bF-z. In diesem Fall kann das Messelement 20 mit Elektroden 30a, 30b ausgestattet sein,
die in z-Richtung eine konstante Breite aufweisen.
[0082] In der Figur 8 ist eine Wasserfiltereinrichtung 1 im Vertikalschnitt dargestellt,
die eine Kanne 2 mit Griff 3 und Deckel 4 sowie einen in der Kanne 2 befindlichen
Einlauftrichter 5a aufweist. Im Auslauf 7b des Einlauftrichters 5a ist eine Filterkartusche
50 eingesetzt. Das Rohwasser 8 wird nach Abnahme des Deckels 4 oder durch die Einlauföffnung
7a im Deckel 4 in den Einlauftrichter 5a eingefüllt und strömt von dort durch die
Filterkartusche 50 in die Kanne 2, an deren Boden sich das filtrierte Wasser 9 sammelt.
[0083] Im Einlauftrichter 5a ist die Leitfähigkeitsmessvorrichtung 10a angeordnet, die ein
Messelement 20 aufweist, das über eine elektrische Leitung 11 mit einer Auswerteeinrichtung
12 verbunden ist. Die Auswerteeinrichtung 12 beinhaltet auch die Stromversorgungseinheit.
An der Auswerteeinrichtung 12 ist eine Anzeigeeinheit 13 angebracht, die im Deckel
4 angeordnet und von außen sichtbar sind. Die Leitfähigkeitsmessvorrichtung 10a kann
auch als Baueinheit ausgeführt sein, wie dies in Figur 14 dargestellt ist. Diese Baueinheit
kann beispielsweise in den Deckel oder in den Behälter eingesetzt werden.
[0084] Wenn Rohwasser 8 zuläuft, steigt der Flüssigkeitsspiegel 40 an. Während der Filtration
sinkt der Flüssigkeitsspiegel 40 ab.
[0085] Aus den Füllstandsunterschieden kann auf das Flüssigkeitsvolumen geschlossen werden,
das durch die Filterkartusche 50 geflossen ist. Dieses Volumen ist ein Maß für den
Austauschzeitpunkt der Filterkartusche 50.
[0086] Die Änderungen des Flüssigkeitsspiegels 40 werden von dem Messelement 20 erfasst.
Die Auswerteeinrichtung 12 errechnet aus den Messwerten das dazugehörige Volumen unter
Berücksichtigung der Abmessungen des Einlauftrichters 5a. Wenn ein für die betreffende
Filterkartusche 50 vorgegebener Volumenwert überschritten wird, wird dies über die
Anzeigeeinheit 13 dem Benutzer mitgeteilt. Die Messvorrichtung 10 wird bei dieser
Ausführungsform als Volumenbelastungsmessvorrichtung für die Filterkartusche 50 eingesetzt.
[0087] In der Figur 9 ist eine Prinzipdarstellung der Anordnung der Elektroden 30a, b dargestellt.
dV bezeichnet die Volumenänderung der Flüssigkeit bei Änderung des Flüssigkeitsspiegels
40. Mittels dieser Messvorrichtung 10 wurden für drei Flüssigkeiten mit unterschiedlicher
Leitfähigkeit Messungen durchgeführt. Das Ergebnis ist in dem Diagramm der Figur 10
dargestellt.
[0088] Die Messwerte
Mti werden in vorgegebenen Zeitabständen Δ
t =
ti -
ti-1 ermittelt.
[0089] Es gilt:

und somit für zwei nacheinander ermittelte Messwerte

[0090] Für das Verhältnis der beiden Messwerte gilt:

[0091] Hierbei sind:
M1 = Messwert bei V1, d. h. Zeitpunkt t1
M2 = Messwert bei V2, d. h. Zeitpunkt t2
V1 = absolutes Volumen vor einer Volumenänderung
V2 = absolutes Volumen nach einer Volumenänderung
dV = V1 - V2 (Differenzvolumen)
K = Proportionalitätsfaktor, der u. a. von LF abhängt. Andere Einflussgrößen auf den
Faktor K sind Zellenkonstante, Volumenkonstante, Proportionalitätsfaktor des Messverstärkers
bM = Basiszahl der Exponentialfunktion, wird festgelegt durch die Geometrie der Leitfähigkeitsmesszelle
und Abmessungen des Behälters (Volumenänderung/Messwertänderung)
[0092] Durch Logarithmieren ergibt sich der Zusammenhang:

[0093] An den Formeln ist zu erkennen, dass sich der Faktor K herauskürzt. Die Basis b
M muss für die jeweilige Messanordnung durch eine einmalige Kalibrierung bestimmt werden
und geht als konstante Basiszahl in die Messung ein. Somit ist die Bestimmung des
Differenzvolumens eindeutig.
[0094] Für das Beispiel nach Figur 10 ergeben sich für die Messwerte M
2 = 10 und M
1 = 20 (Basis b
M = 2,5937) folgende Berechnungen (Volumenangaben in Liter, z in cm):
- A) niedrige Leitfähigkeit: K = 1,8181; M1 = 20; V1 = 2,516; M2 = 10; V2 = 1,789 dV = 0,727
- B) mittlere Leitfähigkeit: K = 3,6363; M1 = 20; V1 = 1,789; M2 = 10; V2 = 1,061 dV = 0,727
- C) hohe Leitfähigkeit: K = 7,7272; M1 = 20; V1 = 1,061; M2 = 10; V2 = 0,334 dV = 0,727
[0095] Unabhängig von K und somit von der Leitfähigkeit LF der Flüssigkeit wird immer dieselbe
Volumenänderung gemessen.
[0096] Für die Bestimmungen eines Differenzvolumens ist das exponentielle Messprinzip sehr
gut geeignet. Der Vorteil ist, dass Faktoren wie z. B. die absolute Leitfähigkeit
der Flüssigkeit die Messwertbestimmung nicht beeinflussen und dass nur zwei Messungen
für ein Differenzvolumen notwendig sind.
[0097] In Figuren 11 a und 11 b sind zwei Seitenansichten eines Messelementes 20 gemäß einer
weiteren Ausführungsform dargestellt. Die beiden streifenförmigen Elektroden 30a,
30b, die eine konstante Breite besitzen, sind auf einer Trägerplatte 21 nebeneinander
angeordnet. Zwischen den beiden Elektroden 30a, 30b ist ein Hindernis in Form einer
Platte 26 angeordnet, das aus elektrisch nicht leitendem Material besteht und das
die Weglänge der elektrischen Feldlinien 36 mit zunehmenden z verkürzt. Durch das
Hindernis wird der selbe Effekt erzielt wie bei einem entsprechend sich verändernden
Abstand gegenüberliegender Elektroden. Die Platte 26 besitzt eine von unten nach oben
abnehmende Breite B
a(z) mit der Folge, dass die Weglänge der Feldlinien 36 zu den beiden Elektroden 30a,
30b von unten nach oben abnimmt. Obwohl die beiden Elektroden räumlich benachbart
auf der Trägerplatte 21 angeordnet sind, wird durch die Platte ein sich für die Wegstrecke
der elektrischen Feldlinien exponentiell abnehmender Abstand D der beiden Elektroden
30a, 30b von unten nach oben erzeugt.
[0098] Der funktionale Zusammenhang zwischen dem Abstand B
a und V(z) ist über

gegeben, was schließlich zur exponentiell gekrümmten Vorderkante 27 der Platte 26
führt.
[0099] In den Figuren 12a bis c ist eine Modifikation dieser Ausführungsform dargestellt,
wobei die Figur 12b den Schnitt längs der Linie A-A in Figur 12a zeigt. Die beiden
Elektroden 30a, 30b sind auf gegenüberliegenden Seiten der Trägerplatte 21 angeordnet.
Um die Wegstrecke für die Feldlinien 36 mit zunehmendem z zu verkürzen, sind beidseitig
der Elektroden 30a, 30b Platten 26a, b, c und d angeordnet. Der funktionale Zusammenhang
zwischen dem für die Feldlinien relevanten Abstand der beiden Elektroden 30a, 30b
ist analog zu dem funktionalen Zusammenhang, der im Zusammenhang mit den Figuren 11a
und 11b beschrieben wird.
[0100] In der Figur 13 ist eine weitere Ausführungsform dargestellt, bei der die beiden
Elektroden 30a, b auf gegenüberliegenden Seiten der Trägerplatte 21 angeordnet sind.
Die beiden Platten 26a, b, die den Weg der elektrischen Feldlinie 36 mit zunehmendem
z verkürzen, sind in der Ebene des Trägerelements 21 angeordnet und können auch Bestandteil
der Trägerplatte 21 sein:
[0101] Die Figur 14 zeigt die Ausführungsform des Messelements gemäß Figur 11a mit integrierter
Auswerteeinrichtung 12 und Messeinrichtung 13, die auch die Stromquelle umfasst. Die
Baueinheit wird in einem Behälter eingesetzt und dort befestigt.
Bezugszeichenliste
[0102]
- 1
- Wasserfiltereinrichtung
- 2
- Kanne
- 3
- Griff
- 4
- Deckel
- 5
- Flüssigkeitsbehälter
- 5a
- Einlauftrichter
- 6a
- Umfangswand
- 6b
- Bodenwand
- 7a
- Einlauf
- 7b
- Auslauf
- 8
- Rohwasser
- 9
- filtriertes Wasser
- 10
- Messvorrichtung
- 10a
- Leitfähigkeitsmessvorrichtung
- 11
- elektrische Verbindungsleitung
- 12
- Auswerteeinrichtung
- 13
- Anzeigeeinheit
- 20
- Messelement
- 21
- Trägerplatte
- 22a, b
- Fuß
- 23
- Aussparung
- 24
- Mittelplatte
- 25a, b
- T-Schenkel
- 26
- Platte
- 26a, b, c, d
- Platte
- 27
- Vorderkante
- 30a, b
- Messelektrode
- 31
- erstes Elektrodenende
- 32
- zweites Elektrodenende
- 33
- Kontaktelement
- 34
- Kontaktpille
- 35
- balkenartige Verbreiterung
- 36
- elektrische Feldlinien
- 37
- Einhüllende
- 38
- Stufe
- 40
- Flüssigkeitsspiegel
- 41
- Flüssigkeit
- 42
- maximaler Flüssigkeitsspiegel
- 50
- Filterkartusche
1. Messvorrichtung (10) zur Bestimmung von Durchflussmengen dV(z) elektrisch leitender
Flüssigkeiten mit der Leitfähigkeit LF durch einen Behälter (5) bei sich in vertikaler
Richtung (z-Richtung) verändernden Füllstandshöhen mit
• einem eine Bodenwand (6b) und Zu- und Ablauf (7a, b) aufweisenden Behälter (5) und
mit
• einer Leitfähigkeitsmessvorrichtung (10a), die folgende Komponenten umfasst:
■ eine Spannungsquelle
■ eine Auswerteeinrichtung (12) und
■ mindestens ein Messelement (20),
• das im Behälter (5) angeordnet ist und an die Auswerteeinrichtung (12) angeschlossen
ist und
• das mindestens zwei sich in z-Richtung erstreckende Elektroden (30a, b) aufweist,
die senkrecht zur z-Richtung beabstandet zueinander angeordnet sind, wobei zmax die Entfernung vom unteren ersten Elektrodenende (31) (z = 0) zum oberen zweiten
Elektrodenende (32) bezeichnet, dadurch gekennzeichnet,
dass die Leitfähigkeitsmessvorrichtung (10a) in zeitlichen Abständen t
i - t
i-1 mit i = 1 ... n Messwerte
Mti (V) = M(V(z)) ∼ LF · f
M(V(z)) liefert,
dass mindestens der Behälter (5) und/oder die Leitfähigkeitsmessvorrichtung (10a) derart
ausgelegt ist/sind, dass er/sie durch mindestens eine von V(z) abhängige Parameterfunktion
fPl (V(z)) mit I = 1... m beschreibbar ist/sind,
so dass gilt:

wobei b
M eine Zahl ≠ 0 und ≠ 1 ist,
und
dass die Auswerteeinrichtung (12) mindestens zur Quotientenbildung der Messwerte und zum
Logarithmieren der Quotienten ausgebildet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass für mindestens eine Parameterfunktion gilt:
fPl (V(z)) ~ bPlV(z) vorzugsweise mit 0 < bPl ≤ 5 und bPl ≠ 1 und z in cm.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Parameter Pl derart ausgewählt ist, dass fPl (V(z)) ∼ bPlV(z) vorzugsweise mit 1< bPl ≤ 1,5 und z in cm ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Parameter Pl die Fläche A mindestens einer Elektrode (30a, b) ist und dass für die Fläche A gilt:
A(V(z)) = fPl (V(Z)) ∼ bA1V(z).
5. Messvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Parameter Pl die das Füllvolumen bestimmende Behälterform F ist und dass für die Behälterform
gilt: F(V(z)) = fPl (V(z)) ∼ bFV(z).
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Parameter Pl der Abstand D der Elektroden (30a, b) ist und dass für den Abstand D gilt: D(V(z))
= fPl (V(z)) ∼ bD-V(z).
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Messelement (20) ein Trägerelement (21) aufweist und dass die beiden Elektroden
(30a, b) auf gegenüberliegenden Seiten des Trägerelements (21) angeordnet sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Messelement (20) derart im Flüssigkeitsbehälter (5) angeordnet ist, dass sich
das breite zweite Elektrodenende (32) oben befindet.
9. Messvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Messelement (20) in die Wand (6a) des Flüssigkeitsbehälters (5) integriert ist.
10. Messvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssigkeitsbehälter (5) ein Einlauftrichter (5a) einer Wasserfiltereinrichtung
(1) ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinrichtung (12) an eine Anzeigeeinheit (13) angeschlossen ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens die Spannungsquelle, die Auswerteeinrichtung (12) und das mindestens eine
Messelement (20) in einer Baueinheit integriert sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass in die Baueinheit die Anzeigeeinheit (13) integriert ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den beiden Elektroden (30a, 30b) mindestens ein Element angeordnet ist,
das die Wegstrecke der zwischen den beiden Elektroden (30a, 30b) sich ausbildenden
elektrischen Feldlinien (36) verändert.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Element eine Gestalt aufweist, so dass die Wegstrecke der elektrischen Feldlinien
(36) mit zunehmendem Wert z exponentiell abnimmt.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Element eine Platte (26, 26a-d) ist, deren freie Vorderkante (27) einen gekrümmten
Verlauf aufweist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Elektroden (30a, 30b) nebeneinander auf einem Trägerelement (21) angeordnet
sind, und dass die Platte (26, 26a-d) zwischen den beiden Elektroden (30a, b) angeordnet
ist.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Elektroden (30a, b) auf gegenüberliegenden Seiten auf einem Trägerelement
(21) angeordnet sind und dass seitlich benachbart zu jeder Elektrode (30a, b) jeweils
eine Platte (26, 26a-d) angeordnet ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (26, 26a-d) senkrecht zum Trägerelement (21) angeordnet ist.
20. Verwendung der Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 19 als Volumenbelastungsmessvorrichtung
für Filterkartuschen (50).
21. Verwendung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Messvorrichtung (10) eine Anzeigeeinheit (13) aufweist, die den Austauschzeitpunkt
für die Filterkartusche (50) anzeigt.
22. Messelement für die Bestimmung eines füllstandshöhenabhängigen Messwertes elektrisch
leitender Flüssigkeiten mit mindestens einer lang gestreckten Elektrode (30a, b),
dadurch gekennzeichnet, dass die Fläche A der Elektrode (30a, b) mit zunehmendem Abstand z vom ersten Elektrodenende
(31) zum zweiten Elektrodenende (32) exponentiell zunimmt.
23. Messelement nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass für die Fläche A der Elektrode (30a, b) gilt: A(V(z)) ∼ bA2z mit 0 < bA2 ≤ 5 und bA2 ≠ 1 und z in cm.
24. Messelement nach Anspruch 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, dass für die Fläche A der Elektrode (30a, b) gilt: A(V(z)) ∼ bA2z mit 1 < bA2 ≤ 1,5 und z in cm.
25. Messelement nach einem der Ansprüche 22 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite B der Elektrode (30a, b) sich in Stufen (38) ändert.
26. Messelement nach einem der Ansprüche 22 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite B1 am ersten Elektrodenende (31) 0,1 mm bis 20 mm beträgt.
27. Messelement nach einem der Ansprüche 22 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite B2 am zweiten Elektrodenende (32) 5 mm bis 30 mm beträgt.
28. Messelement nach einem der Ansprüche 22 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass am ersten Elektrodenende (31) eine sich senkrecht zur Elektrodenachse erstreckende
balkenartige Verbreiterung (35) vorgesehen ist.
29. Messelement nach einem der Ansprüche 22 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass sich an einem Elektrodenende (31, 32) ein Kontaktelement (33) anschließt.
30. Messelement nach einem der Ansprüche 22 bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden (30a, b) aus einem Metall, einer Metalllegierung, einem elektrisch
leitenden Kunststoff oder einem sonstigen leitenden Material bestehen.
31. Messelement nach einem der Ansprüche 22 bis 30, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Elektrode (30a, b) auf einem Trägerelement (21) angeordnet ist.
32. Messelement nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement die Wand (6a) eines Flüssigkeitsbehälters (5) ist.
33. Messelement nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement eine Trägerplatte (21) ist, auf deren beiden gegenüberliegenden
Seiten jeweils eine Elektrode (30a, b) angeordnet ist.
34. Messelement nach einem der Ansprüche 31 bis 33, dadurch gekennzeichnet, dass beide Elektroden (30a, b) identisch sind.
35. Messelement nach einem der Ansprüche 33 oder 34, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerplatte (21) einen Doppel-T-Querschnitt aufweist.
36. Messelement nach einem der Ansprüche 31 bis 35, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerplatte (21) benachbart zum ersten Elektrodenende (31) zwei Füße (22a, b)
aufweist.
37. Messelement nach einem der Ansprüche 22 bis 36, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden (30a, b) aus einem elektrisch leitenden Kunststoff und die Trägerplatte
(21) aus einem nicht leitenden Kunststoff bestehen.
38. Messelement nach einem der Ansprüche 22 bis 37, dadurch gekennzeichnet, dass es ein Zweikomponenten-Spritzgussteil ist.
39. Verfahren zur Bestimmung der Gesamtdurchflussmenge dV elektrisch leitender Flüssigkeiten
der Leitfähigkeit LF durch einen Behälter bei sich in vertikaler Richtung (z-Richtung)
verändernden Füllstandshöhen mittels eines Behälters und einer Leitfähigkeitsmessvorrichtung
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
- Auslegung mindestens des Behälters und/oder der Leitfähigkeitsmessvorrichtung, dass
er/sie durch mindestens eine von V(z) abhängige Parameterfunktion fPl (V(z)) mit I = 1... m beschreibbar ist/sind,
- Abstimmung der mindestens einen Parameterfunktion fPl (V(z)) derart, dass für die von der Leitfähigkeitsmessvorrichtung gelieferten Messwerte

- Durchführung einer Messung zur Bestimmung der Basis bM,
- Ermittlung von Messwerten Mti (V(z)) in zeitlichen Abständen ti - ti-1 mit i = 1 ... n,
- Quotientenbildung Mti+1, /Mti und Logarithmieren des Quotienten zur Ermittlung von dVi und
- Addition der n-Werte dVi zur Bestimmung der gesamten Durchflussmenge dV.
40. Verfahren nach Anspruch 39, dadurch gekennzeichnet, dass die Messwerte Mti im zeitlichen Abstand von 1 bis 100 sec ermittelt werden.
41. Verfahren nach Anspruch 39 oder 40, dadurch gekennzeichnet, dass die Messwerte Mti in zeitlichen Abständen von 1 bis 20 sec, vorzugsweise von 2 bis 10 sec, ermittelt
werden.
1. Measurement device (10) for establishing flow rates dV(z) of electrically conductive
fluids having conductivity LF through a container (5) with filling levels which are
variable in a vertical direction (z direction), having
• a container (5) which has a bottom wall (6b) and an inlet and outlet (7a, b) and
having
• a conductivity measurement device (10a) which comprises the following components:
• a voltage source,
• an evaluation device (12) and
• at least one measurement element (20)
• which is arranged in the container (5) and which is connected to the evaluation
device (12) and
• which has at least two electrodes (30a, b) which extend in the z direction and which
are arranged with spacing from each other perpendicularly relative to the z direction,
with zmax denoting the distance from the lower first electrode end (31) (z = 0) to the upper
second electrode end (32), characterised in that
the conductivity measurement device (10a) provides measurement values
Mti (V) = M(V(z)) ∼ LF · f
M(V(z)) at time intervals t
i - t
i-1, with i = 1 ...n,
in that at least the container (5) and/or the conductivity measurement device (10a) is/are
configured in such a manner that it/they is/are able to be described by at least one
parameter function
fPl(V(z)) which is dependent on V(z), with l = 1 ...m,
so that the following applies:

with b
M being a number ≠ 0 and ≠ 1,
and
in that the evaluation device (12) is constructed at least to form a quotient of the measurement
values and to logarithmise the quotients.
2. Device according to claim 1,
characterised in that the following applies to at least one parameter function:

preferably with 0 <
bPl ≤ 5 and
bPl ≠ 1 and z being in cm.
3. Device according to claim 2,
characterised in that at least one parameter P
l is selected in such a manner that

preferably with 1 <
bPl ≤ 1.5 and z being in cm.
4. Device according to any one of claims 1 to 3,
characterised in that the parameter P
l is the surface-area A of at least one electrode (30a, b) and
in that the following applies to the surface-area A:
5. Measurement device according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the parameter Pl is the container shape F which determines the filling volume and in that the following applies to the container shape: F(V(z)) = fPl(V(z)) ∼ bFV(z).
6. Device according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the parameter Pl is the distance D between the electrodes (30a, b) and in that the following applies to the distance D: D(V(z)) = fPl(V(z)) ∼ bD-V(z).
7. Device according to any one of claims 1 to 6, characterised in that the measurement element (20) has a carrier element (21) and in that the two electrodes (30a, b) are arranged at opposing sides of the carrier element
(21).
8. Device according to any one of claims 1 to 7, characterised in that the measurement element (20) is arranged in the fluid container (5) in such a manner
that the wide second electrode end (32) is located in the upper position.
9. Measurement device according to any one of claims 1 to 8, characterised in that the measurement element (20) is integrated in the wall (6a) of the fluid container
(5).
10. Measurement device according to any one of claims 1 to 9, characterised in that the fluid container (5) is an inlet funnel-like member (5a) of a water filter device
(1).
11. Device according to any one of claims 1 to 10, characterised in that the evaluation device (12) is connected to a display unit (13).
12. Device according to any one of claims 1 to 11, characterised in that at least the voltage source, the evaluation device (12) and the at least one measurement
element (20) are integrated in a structural unit.
13. Device according to claim 12, characterised in that the display unit (13) is integrated in the structural unit.
14. Device according to any one of claims 1 to 13, characterised in that at least one element, which changes the path of the electrical field lines (36) which
are formed between the two electrodes (30a, 30b), is/are arranged between the two
electrodes (30a, 30b).
15. Device according to claim 14, characterised in that the element has a shape so that the path of the electrical field lines (36) decreases
exponentially as the value z increases.
16. Device according to either claim 14 or claim 15, characterised in that the element is a plate (26, 26a-d) whose free front side (27) has a curved path.
17. Device according to any one of claims 14 to 16, characterised in that the two electrodes (30a, 30b) are arranged beside each other on a carrier element
(21), and in that the plate (26, 26a-d) is arranged between the two electrodes (30a, b).
18. Device according to any one of claims 14 to 16, characterised in that the two electrodes (30a, b) are arranged at opposing sides on a carrier element (21)
and in that a plate (26, 26a-d) is arranged laterally adjacent to each electrode (30a, b), respectively.
19. Device according to claim 17 or claim 18, characterised in that the plate (26, 26a-d) is arranged perpendicularly relative to the carrier element
(21).
20. Use of the device (10) according to any one of claims 1 to 19 as an occupied volume
measurement device for filter cartridges (50).
21. Use according to claim 20, characterised in that the measurement device (10) has a display unit (13) which displays the exchange time
for the filter cartridge (50).
22. Measurement element for establishing a filling level-dependent measurement value of
electrically conductive fluids having at least one elongate electrode (30a, b), characterised in that the surface-area A of the electrode (30a, b) increases exponentially as the distance
z from the first electrode end (31) to the second electrode end (32) increases.
23. Measurement element according to claim 22, characterised in that the following applies to the surface-area A of the electrode (30a, b): A(V(z)) ∼
bzA2, with 0 < bA2 ≤ 5 and bA2 ≠ 1 and z being in cm.
24. Measurement element according to claim 22 or claim 23, characterised in that the following applies to the surface-area A of the electrode (30a, b): A(V(z)) ∼
bzA2 with 1 < bA2 ≤ 1.5 and z being in cm.
25. Measurement element according to any one of claims 22 to 24, characterised in that the width B of the electrode (30a, b) changes in steps (38).
26. Measurement element according to any one of claims 22 to 25, characterised in that the width B1 at the first electrode end (31) is from 0.1 mm to 20 mm.
27. Measurement element according to any one of claims 22 to 26, characterised in that the width B2 at the second electrode end (32) is from 5 mm to 30 mm.
28. Measurement element according to any one of claims 22 to 27, characterised in that there is provided, at the first electrode end (31), a bar-like widening (35) which
extends perpendicularly relative to the electrode axis.
29. Measurement element according to any one of claims 22 to 28, characterised in that a contact element (33) adjoins an electrode end (31, 32).
30. Measurement element according to any one of claims 22 to 29, characterised in that the electrodes (30a, b) comprise a metal, a metal alloy, an electrically conductive
plastics material or another conductive material.
31. Measurement element according to any one of claims 22 to 30, characterised in that at least one electrode (30a, b) is arranged on a carrier element (21).
32. Measurement element according to claim 31, characterised in that the carrier element is the wall (6a) of a fluid container (5).
33. Measurement element according to claim 31, characterised in that the carrier element is a carrier plate (21), at each of the two opposing sides of
which an electrode (30a, b) is arranged.
34. Measurement element according to any one of claims 31 to 33, characterised in that both electrodes (30a, b) are identical.
35. Measurement element according to either claim 33 or claim 34, characterised in that the carrier plate (21) has a double T-like cross-section.
36. Measurement element according to any one of claims 31 to 35, characterised in that the carrier plate (21) has two feet (22a, b) adjacent to the first electrode end
(31).
37. Measurement element according to any one of claims 22 to 36, characterised in that the electrodes (30a, b) comprise an electrically conductive plastics material and
the carrier plate (21) comprises a non-conductive plastics material.
38. Measurement element according to any one of claims 22 to 37, characterised in that it is a two-part injection moulding component.
39. Method for establishing the total flow rate dV of electrically conductive fluids having
conductivity LF through a container with filling levels which are variable in a vertical
direction (z direction) by means of a container and a conductivity measurement device,
characterised by the following steps:
- configuring at least the container and/or the conductivity measurement device in
such a manner that it/they can be described by at least one parameter function fPl(V(z)) which is dependent on V(z), with l = 1 ...m,
- adapting the at least one parameter function fPl (V(z)) in such a manner that the following applies to the measurement values provided
by the conductivity measurement device:

- carrying out a measurement in order to establish the basis bM,
- establishing measurement values Mti(V(z)) at time intervals of ti-ti-1, with i = 1 ...n,
- forming a quotient Mti+1/Mti and logarithmising the quotient in order to establish dVi and
- adding the n values dVi in order to establish the total flow rate dV.
40. Method according to claim 39, characterised in that the measurement values Mti are established at a time interval of from 1 to 100 seconds.
41. Method according to claim 39 or claim 40, characterised in that the measurement values Mti are established at time intervals of from 1 to 20 seconds, preferably from 2 to 10
seconds.
1. Dispositif de mesure (10) pour déterminer des débits dV(z) de liquides électroconducteurs
avec la conductivité LF à travers un récipient (5) avec des niveaux de remplissage
variables dans la direction verticale (direction z), comprenant
- un récipient (5) présentant une paroi de fond (6b) et une entrée et une sortie (7a,
b), et
- un dispositif de conductimétrie (10a) comprenant les composants suivants :
- une source de tension,
- un dispositif d'évaluation (12), et
- au moins un élément de mesure (20),
- qui est disposé dans le récipient (5) et est connecté au dispositif d'évaluation
(12), et
- qui présente au moins deux électrodes (30a, b) s'étendant dans la direction z, qui
sont disposées en étant espacées l'une de l'autre perpendiculairement à la direction
z, dans lequel zmax désigne l'écartement entre la première extrémité d'électrode inférieure (31) (z =
0) et la deuxième extrémité d'électrode supérieure (32),
caractérisé en ce que
le dispositif de conductimétrie (10a) fournit à des intervalles de temps t
i - t
i-1, avec i = 1 ... n des valeurs mesurées M
ti(V) = M(V(z)) ∼ LF·f
M(V(z)),
en ce qu'au moins le récipient (5) et/ou le dispositif de conductimétrie (10a) est/sont conçu(s)
de telle sorte qu'il(s) peut/peuvent être décrit(s) par au moins une fonction paramétrique
fPl (V(z)), avec l = 1 ... m, dépendante de V(z),
de sorte que :

où b
M est un nombre ≠ 0 et ≠ 1,
et
en ce que le dispositif d'évaluation (12) est réalisé au moins pour la formation des quotients
des valeurs mesurées et pour le calcul logarithmique des quotients.
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que pour au moins une fonction paramétrique ou obtient :

de préférence avec

et z en cm.
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'au moins un paramètre PI est choisi de telle sorte que fPl (V(z)) ∼ bPlV(z), de préférence avec 1 < bPl ≤ 1,5, et z en cm.
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le paramètre Pl est la superficie A d'au moins une électrode (30a, b) et en ce que pour la superficie A on a : A(V(z)) = fPl (V(z)) ∼ bA1V(z).
5. Dispositif de mesure selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le paramètre PI est la forme de récipient F déterminant le volume de remplissage, et en ce que pour la forme de récipient on a : F(V(z)) = fPl (V(z)) ∼ bFV(z).
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le paramètre PI est l'écartement D des électrodes (30a, b), et en ce que pour l'écartement D on a : D(V(z)) = fPl (V(z)) ∼ bD-V(z).
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'élément de mesure (20) présente un élément de support (21), et en ce que les deux électrodes (30a, b) sont disposées sur des côtés opposés de l'élément de
support (21).
8. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'élément de mesure (20) est disposé dans le récipient pour liquide (5) de telle
sorte que la deuxième extrémité d'électrode large (32) se trouve en haut.
9. Dispositif de mesure selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'élément de mesure (20) est intégré dans la paroi (6a) du récipient pour liquide
(5).
10. Dispositif de mesure selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que le récipient de liquide (5) est un entonnoir d'entrée (5a) d'un dispositif de filtration
d'eau (1).
11. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le dispositif d'évaluation (12) est connecté à une unité d'affichage (13).
12. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce qu'au moins la source de tension, le dispositif d'évaluation (12) et ledit au moins un
élément de mesure (20) sont intégrés dans une unité modulaire.
13. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé en ce que l'unité d'affichage (13) est intégrée dans l'unité modulaire.
14. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce qu'entre les deux électrodes (30a, 30b) au moins un élément est disposé qui change le
parcours des lignes de champ électrique (36) qui se forment entre les deux électrodes
(30a, 30b).
15. Dispositif selon la revendication 14, caractérisé en ce que l'élément présente une forme de telle sorte que le parcours des lignes de champ électrique
(36) diminue de façon exponentielle lorsque la valeur z augmente.
16. Dispositif selon l'une des revendications 14 ou 15, caractérisé en ce que l'élément est une plaque (26, 26a à d) dont le bord avant libre (27) présente un
tracé courbe.
17. Dispositif selon l'une des revendications 14 à 16, caractérisé en ce que les deux électrodes (30a, 30b) sont disposées côte à côte sur un élément de support
(21), et en ce que la plaque (26, 26a à d) est disposée entre les deux électrodes (30a, b).
18. Dispositif selon l'une des revendications 14 à 16, caractérisé en ce que les deux électrodes (30a, b) sont disposées sur des côtés opposés sur un élément
de support (21), et en ce que respectivement une plaque (26, 26a à d) est disposée de façon latéralement adjacente
à chaque électrode (30a, b).
19. Dispositif selon la revendication 17 ou 18, caractérisé en ce que la plaque (26, 26a à d) est disposée perpendiculairement à l'élément de support (21).
20. Utilisation du dispositif (10) selon l'une quelconque des revendications 1 à 19 comme
dispositif de mesure de charge volumétrique pour des cartouches de filtre (50).
21. Utilisation selon la revendication 20, caractérisée en ce que le dispositif de mesure (10) présente une unité d'affichage (13) qui affiche la date
de remplacement pour la cartouche de filtre (50).
22. Elément de mesure pour la détermination d'une valeur mesurée dépendant du niveau de
remplissage de liquides électroconducteurs avec au moins une électrode allongée (30a,
b), caractérisé en ce que la superficie A de l'électrode (30a, b) augmente de façon exponentielle lorsque l'écartement
z entre la première extrémité d'électrode (31) et la deuxième extrémité d'électrode
(32) augmente.
23. Elément de mesure selon la revendication 22, caractérisé en ce que pour la superficie A de l'électrode (30a, b) on a : A(V(z)) ∼ bA2, avec 0 < bA2 ≤ 5 et bA2 ≠ 1, et z en cm.
24. Elément de mesure selon la revendication 22 ou 23, caractérisé en ce que pour la superficie A de l'électrode (30a, b) on a : A(V(z)) ∼ bA2Z, avec
1 < bA2 ≤ 1,5, et z en cm.
25. Elément de mesure selon l'une des revendications 22 à 24, caractérisé en ce que la largeur B de l'électrode (30a, b) change par marche (38).
26. Elément de mesure selon l'une des revendications 22 à 25, caractérisé en ce que la largeur B1 à la première extrémité d'électrode (31) mesure de 0,1 mm à 20 mm.
27. Elément de mesure selon l'une des revendications 22 à 26, caractérisé en ce que la largeur B2 à la deuxième extrémité d'électrode (32) mesure de 5 mm à 30 mm.
28. Elément de mesure selon l'une des revendications 22 à 27, caractérisé en ce qu'un élargissement de type poutre (35) s'étendant perpendiculairement à l'axe d'électrode
est prévu à la première extrémité d'électrode (31).
29. Elément de mesure selon l'une des revendications 22 à 28, caractérisé en ce qu'une extrémité d'électrode (31, 32) se prolonge par un élément de contact (33).
30. Elément de mesure selon l'une des revendications 22 à 29, caractérisé en ce que les électrodes (30a, b) se composent d'un métal, d'un alliage de métal, d'une matière
plastique électroconductrice ou d'un autre matériau conducteur.
31. Elément selon l'une des revendications 22 à 30, caractérisé en ce qu'au moins une électrode (30a, b) est disposée sur un élément de support (21).
32. Elément de mesure selon la revendication 31, caractérisé en ce que l'élément de support est la paroi (6a) d'un récipient pour liquide (5).
33. Elément de mesure selon la revendication 31, caractérisé en ce que l'élément de support est une plaque de support (21) sur les deux côtés opposés de
laquelle est respectivement disposée une électrode (30a, b).
34. Elément de mesure selon l'une des revendications 31 à 33, caractérisé en ce que les deux électrodes (30a, b) sont identiques.
35. Elément de mesure selon l'une des revendications 33 ou 34, caractérisé en ce que la plaque de support (21) présente une section transversale en double T.
36. Elément de mesure selon l'une des revendications 31 à 35, caractérisé en ce que la plaque de support (21) présente deux pieds (22a, b) de façon adjacente à la première
extrémité d'électrode (31).
37. Elément de mesure selon l'une des revendications 22 à 36, caractérisé en ce que les électrodes (30a, b) se composent d'une matière plastique électroconductrice et
la plaque de support (21) d'une matière plastique non conductrice.
38. Elément de mesure selon l'une des revendications 22 à 37, caractérisé en ce qu'il s'agit d'une pièce moulée par injection à deux composants.
39. Procédé de détermination du débit total dV de liquides électroconducteurs de la conductibilité
LF à travers un récipient, avec des niveaux de remplissage variables dans la direction
verticale (direction z), au moyen d'un récipient et d'un dispositif de conductimétrie,
caractérisé par les étapes suivantes consistant à :
- concevoir au moins le récipient et/ou le dispositif de conductométrie de telle sorte
qu'il(s) peut/peuvent être décrit(s) par au moins une fonction paramétrique fPI (V(z)), avec l = 1 ... m, dépendante de V(z),
- accorder ladite au moins une fonction paramétrique fPI (V(z)) de telle sorte que pour les valeurs mesurées fournies par le dispositif de
conductométrie on a :

- exécuter une mesure pour déterminer la base bM,
- déterminer des valeurs mesurées MI(V(z)) dans des intervalles de temps ti - ti-1, avec i = 1 ... n,
- former des quotients Mti+1 / Mti et effectuer un calcul logarithmique des quotients pour déterminer dVi, et
- additionner les n valeurs dVi pour déterminer le débit total dV.
40. Procédé selon la revendication 39, caractérisé en ce que les valeurs mesurées Mti sont déterminées dans un intervalle de temps de 1 à 100 s.
41. Procédé selon la revendication 39 ou 40, caractérisé en ce que les valeurs mesurées Mti sont déterminées dans des intervalles de temps de 1 à 20 s, de préférence de 2 à
10 s.