[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Montage eines Rolltorbehanges
auf einer Wickelwelle für ein Rolltor.
[0002] Unter "Rolltorbehang" wird im Sinne der vorliegenden Erfindung ein aus einer Vielzahl
von aneinander gelenkten Stäben gebildeter Rolltorpanzer, aber auch ein Behang in
Form einer Folie oder dergleichen verstanden. Ferner wird unter dem Begriff "Offenendstellung"
die Endstellung des Rolltorbehanges am Ende der Öffnungsbewegung verstanden. Die "Schließendstellung"
ist die Endstellung am Ende der Schließbewegung. In der Schließendstellung ist die
zu verschließende Toröffnung vollständig verschlossen.
[0003] Aus der
EP 0 238 944 A2 oder der
DE 101 27 015 A1 ist es bekannt, einen Rolltorbehang in Form eines Rolltorpanzers in vollständig auf
der Wickelwelle aufgewickeltem Zustand als kompakte Einheit auf die Konsolen oder
Traversen der Tragkonstruktion eines Rolltores zu heben und dort zu befestigten. Nach
dieser Befestigung kann der Rolltorbehang in die Führungsschienen eingeführt und abgelassen
werden. Dieses Montageverfahren hat jedoch den Nachteil, dass die kompakte Einheit
aus Wickelwelle und darauf aufgewickeltem Rolltorpanzer mit einem Hubgerät angehoben
und auf die Konsolen abgelegt werden muss. Dies erfordert den Einsatz schwerer mobiler
Geräte am Einbauort, wie beispielsweise einen Kran, oder der Vormontage einer aufwändigen
Hilfskonstruktion, die nach der Montage wieder demontiert werden muss.
[0004] Gemäß der
EP 0 238 944 A2 und der
DE 101 27 015 A1 wird hierzu an den Tragkonsolen jeweils ein im Vergleich zu einem mobilen Kran vergleichsweise
leichtgewichtiges Montagegerät angebracht. Damit wird der auf die Wickelwelle aufgewickelte
Rolltorpanzer mittels der beiden Montageeinheiten in seine Montageposition oberhalb
der zu verschließenden Öffnung gezogen. Vorgenannte Montagetechnik hat sich jedoch
dahingehend als nachteilig erwiesen, dass ein erhöhter Montageaufwand zur Befestigung
der zwei Montageteile an den Tragkonsolen und einer Absenkvorrichtung sowie eines
Halteteils erforderlich ist.
[0005] Aus der
DE 10 2004 003 067 A1 ist eine Vorrichtung zum Verbinden eines Rollvorhangs mit einer Wickelwelle bekannt.
Diese Druckschrift geht zunächst von einem Stand der Technik nach der
DE 200 20 733 U1 aus, wo beschrieben ist, einen Rollladenpanzer nicht mit Gurtstücken aus Gewebematerial,
sondern mittels bandförmigen Federelementen aus Blattfedermaterial mit einer Wickelwelle
zu verbinden, was Vorteile hinsichtlich des Einbruchschutzes, aber Nachteile hinsichtlich
der Montage hat. Eine Montage und Demontage sei bei Rollladenkästen mit Revisionsöffnung
zur Innenseite hin möglich, jedoch bei Rollladenkästen ohne Revisionsöffnung schwierig.
Um ein Einbauen und ein Ausbauen des Rollladenpanzers durch einen außen am Gebäude
befindlichen Rollladenschlitz zu vereinfachen, schlägt die
DE 10 2004 003 067 A1 vor, einen Endabschnitt des bandförmigen Federelements lösbar mit einem Hauptabschnitt
des Federelements zu verbinden. Hierdurch können die Federelemente zunächst an der
Wickelwelle befestigt werden und dann mit den zuvor auf den Rollladenpanzer zusammengesteckten
Aufhängeprofilabschnitten verbunden werden. Diese Vorrichtung soll gemäß
DE 10 2004 003 067 A1 auch bei anderen Rollvorhängen als bei Rollläden, wie z.B. bei einem Rolltor verwendbar
sein. Damit offenbart die
DE 10 2004 003 067 A1 ein Verfahren zur Montage eines Rolltores, welches eine Wickelwelle und einen auf
die Wickelwelle aufwickelbaren Rolltorbehang aufweist, mit den Schritten
- Montage der Wickelwelle ohne Rolltorbehang an der Montageposition;
- Befestigen von als Montagezugmitteln wirkenden aus Blattfedermaterial bestehenden
Federelementen an der Wickelwelle und Verbinden der Federelemente an auf dem Rolltorbehang
aufgesteckten Aufhängeprofilstücken;
- Hochziehen eines oberen Endbereichs des Rolltorbehanges auf die Wickelwelle mittels
der Federelemente als Montagezugmittel durch Umwickeln des Montagezugmittels um die
Wickelwelle und
- Aufwickeln des Rolltorbehanges auf die Wickelwelle, wobei das durch die Federelemente
gebildete Montagezugmittel zwischen dem Rolltorbehang und der Wickelwelle verbleibt.
[0006] Aus der
US 4 251 039 A, die als nächstliegender Stand der Technik angesehen wird, ist eine Vorrichtung zur
Montage eines Rolltorbehangs sowie ein damit durchführbares Montageverfahren bekannt.
Die Montagevorrichtung weist zwei bewegliche Träger auf, an deren oberen Bereich Öffnungen
zum Aufnehmen einer Drehwelle einer Wickelwelle des Rolltores vorgesehen sind und
an deren unteren Bereich eine Stützvorrichtung mit nach oben ragenden Rädern zum Ablegen
des Rolltorbehanges auf den nach oben ragenden Rädern und mit nach unten ragenden
Rädern zum Verfahren der Montagevorrichtung vorgesehen ist. Zur Montage wird zunächst
eine Wickelwelle ohne den Rolltorbehang in den Öffnungen der beweglichen Träger gelagert
und dann der Rolltorbehang unterhalb der Wickelwelle auf den nach oben ragenden Rädern
abgelegt. Ein Ende eines Seils wird auf der Wickelwelle befestigt und ein anderes
Ende des Seils wird an einem oberen Endbereich des Rolltorbehangs befestigt.
[0007] Das Seil wird durch Drehung der Wickelwelle auf die Wickelwelle aufgewickelt, wodurch
der obere Endbereich des Rolltorbehangs bis zur Wickelwelle hochgezogen wird. Dann
wird der Rolltorbehang temporär fixiert, das Seil entfernt und das obere Ende des
Rolltorbehangs an der Wickelwelle befestigt. Anschließend wird der Rolltorbehang auf
die Wickelwelle aufgewickelt. Dadurch ist die Wickelwelle mit dem aufgewickelten Rolltorbehang
in einer oberen Position positioniert und kann anschließend an dem Gebäude in der
Endposition für den späteren Betrieb montiert werden. Somit offenbart die
US 4 251 039 A1 ein Verfahren zur Montage eines Rolltores, welches eine Wickelwelle und einen auf
die Wickelwelle aufwickelbaren Rolltorbehang aufweist, mit den Schritten
- Montage der Wickelwelle ohne Rolltorbehang an einer oberen Montageposition einer Montagehilfskonstruktion;
- Ablegen des Rolltorbehanges im Bereich des Bodens an der Montagehilfskonstruktion;
- Hochziehen eines oberen Endbereichs des Rolltorbehanges auf die Wickelwelle mittels
eines Montagezugmittels durch Aufwickeln des Montagezugmittels auf die Wickelwelle;
- Entfernen des Montagezugmittels und anschließendes Befestigen des Rolltorbehanges
an der Wickelwelle;
- Aufwickeln des Rolltorbehanges auf die Wickelwelle, und
- Anschließendes Montieren der Wickelwelle mit dem Rolltorbehang an der Endposition
für den späteren Betrieb.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Montage eines Rolltores
anzugeben, bei dem wenig Montagehilfsmittel und ein geringer Montageaufwand erforderlich
sind.
[0009] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Schritten des Anspruches 1 gelöst.
[0010] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0011] Die Erfindung schafft ein Verfahren zur Montage eines Rolltores, welches eine Wickelwelle
und einen auf die Wickelwelle aufwickelbaren Rolltorbehang aufweist, mit den Schritten:
- Montage der Wickelwelle ohne Rolltorbehang an der Montageposition; wobei die Wickelwelle
ohne darauf aufgewickelten Rolltorbehang an ihrer bestimmungsgemäßen Endposition zum
späteren Betrieb des Rolltores positioniert wird und drehbar befestigt wird;
- Ablegen des Rolltorbehangs zum Hochziehen auf dem Boden der durch das Rolltor zu verschließenden
Öffnung;
- Befestigen eines Montagezugmittels an dem Rolltorbehang und an der Wickelwelle, wobei
als Montagezugmittel wenigstens zwei Gurtbändern verwendet werden;
- Hochziehen eines oberen Endbereichs des Rolltorbehanges auf die Wickelwelle mittels
des Montagezugmittels durch Aufwickeln des Montagezugmittels auf die Wickelwelle,
wobei das Montagezugmittel in übereinander liegenden Wicklungen auf die Wickelwelle
aufgewickelt wird;
- Aufwickeln des Rolltorbehanges auf die Wickelwelle, wobei das Montagezugmittel zwischen
dem Rolltorbehang und der Wickelwelle verbleibt, und
- Einführen der Schließkante des Rolltorbehanges in Führungsschienen und Abwickeln des
Rolltorbehangs zur Einführung in die Führungsschienen von der Wickelwelle.
[0012] Erfindungsgemäß wird demnach zunächst nur die Wickelwelle montiert, was aufgrund
des leichteren Gewichtes der Wickelwelle allein relativ einfach möglich ist. Auf die
montierte Wickelwelle wird sodann der Rolltorpanzer mittels Montagezugmitteln nach
oben gezogen. Dies erfolgt durch Aufwickeln des Montagezugmittels auf die Wickelwelle,
indem die Wickelwelle gedreht wird. Dies kann sehr einfach über einen später zum Betrieb
des Rolltores dienenden Antriebsmotor geschehen, der die Wickelwelle antreibt. Nach
dem Hochziehen des oberen Endbereiches des Rolltorbehanges wird die Wickelwelle weiter
gedreht, um so den Rolltorbehang auf die Wickelwelle aufzuwickeln. Dabei ist vorgesehen,
dass das Montagezugmittel auf der Wickelwelle verbleibt. Bereits nach der Aufwicklung
des Montagezugmittels und des Rolltorbehangs auf die Wickelwelle wird die Schließkante
des Rolltorbehanges in Führungsschienen eingeführt und der Rolltorbehang zur Einführung
in die Führungsschienen von der Wickelwelle abgewickelt.
[0013] Um diese Einführung zu vereinfachen, kann im oberen Endbereich der Führungsschienen
jeweils eine Einführhilfe vorgesehen werden oder bereits an den Führungsschienen vorinstalliert
sein.
[0014] Bei der Durchführung des Montageverfahren ist es nicht notwendig, das Montagezugmittel
danach zu entfernen. Vielmehr kann gemäß einer besonders bevorzugten Ausgestaltung
der Erfindung das Montagezugmittel als Zwischenlage zwischen Rolltorbehang und Wickelwelle
dienen.
[0015] Insbesondere, wenn die zum Bilden des Montagezugmittels verwendeten wenigstens zwei
Gurte mit Abstand zueinander an der Wickelwelle angreifen, so können diese aufgewickelten
Gurte als dämpfende Zwischenlage dienen, so dass der Lauf des Rolltores im späteren
Betrieb ruhiger als bei Rolltoren nach dem Stand der Technik erfolgt.
[0016] Das Montagezugmittel wird demnach bevorzugt auf demjenigen axialen Bereich der Wickelwelle
aufgewickelt, der auch zur Aufnahme des Rolltorbehanges dient.
[0017] Eine besonders bevorzugte Verfahrensweise weist die folgenden Schritte auf:
- a) Befestigen der Wickelwelle an einer Tragkonstruktion zur im Betrieb vorgesehenen
Halterung der Wickelwelle;
- b) Installieren von Wickelwelle und Tragkonstruktion an einer für den Betrieb vorgesehenen
Endposition;
- c) Positionieren des Rolltorbehanges im Bereich der durch das Rolltor zu verschließenden
Öffnung;
- d) Befestigen des Montagezugmittels mit einem ersten Ende an der Wickelwelle und mit
einem zweiten Ende an einem oberen Ende des Rolltorbehanges;
- e) Aufwickeln des Montagezugmittels und des Rolltorbehanges auf die Wickelwelle, und
- f) Anordnen einer Befestigungseinheit zur Befestigung des Montagezugmittels und des
Rolltorbehangs an der Wickelwelle.
[0018] Eine Idee der Erfindung liegt demnach darin, zunächst die Wickelwelle ohne darauf
aufgewickeltem Rolltorbehang an ihrer bestimmungsgemäßen Endposition zum späteren
Betrieb des Rolltores zu positionieren und drehbar gelagert zu befestigen und anschließend
den Rolltorbehang im Toröffnungsbereich, vorrangig auf dem Boden unterhalb der Wickelwelle,
zu positionieren.
[0019] Erfindungsgemäß wird erst das Montagehilfszugmittel an dem Rolltorbehang und an der
Wickelwelle befestigt, wobei das Montagezugmittel aus wenigstens zwei Gurtbändern
besteht. Nach Aktivierung des Wickelwellenantriebes oder auch durch manuelles Drehen
der Wickelwelle kann dann zunächst das Montagezugmittel auf die Wickelwelle aufgewickelt
werden. Im Anschluss daran wird der Rolltorbehang auf die Wickelwelle aufgewickelt.
Nachfolgend wird die Drehrichtung der Wickelwelle reversiert, um den Rolltorbehang
von der Wickelwelle abzuwickeln und hierbei die Seitenränder des Rolltorbehanges in
Führungsschienen einfädeln zu können.
[0020] Vorzugsweise in dem vollständig abgewickelten Zustand werden dann das Montagezugmittel
und somit der Rolltorbehang mittels einer Befestigungseinheit an der Wickelwelle befestigt.
Diese Befestigung kann alternativ auch vor dem Einfädeln des Rolltorbehanges in die
Führungsschienen erfolgen, zum Beispiel unmittelbar vor dem ersten Aufwickeln des
durch die Montagezugmittel hochgezogenen Rolltorbehanges.
[0021] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren kann auf den Einsatz von schweren Hubgeräten,
wie beispielsweise einen mobilen Kran, vollständig verzichtet werden. Zudem ist es
ebenfalls nicht erforderlich, vorübergehend Montagegerätschaften beispielsweise an
den Tragkonsolen und etwaige separate Montagezugmittelantriebe vorzusehen. Darüber
hinaus ist es nicht erforderlich, das Montagezugmittel nach Aufwickelung des Rolltorbehanges
auf die Wickelwelle nachträglich zu entfernen. Es kann auf der Wickelwelle verbleiben
und mittels der Befestigungseinheit fixiert bzw. von der Belastung durch den Rolltorbehang
zumindest teilweise entlastet werden.
[0022] Bei einer bevorzugten Weiterbildung des Verfahrens werden im Schritt a) als Tragkonstruktion
zwei Führungsschienen jeweils mit einer Tragkonsole für die Wickelwelle verbunden
und die Wickelwelle an den Tragkonsolen drehbar gelagert befestigt. Die Befestigung
je einer Tragkonsole an einer Führungsschiene kann auf einfache Weise insbesondere
durch Aufstecken und Verschrauben erfolgen. Anschließend kann die Wickelwelle zwischen
den beiden Tragkonsolen drehbar gelagert installiert werden. Eine solche Tragkonstruktion
kann vorteilhafterweise beispielsweise auf dem Boden liegend zusammengebaut und anschließend
in die senkrechte Position gehoben und an der die Toröffnung umgebenden Umrandung
befestigt werden.
[0023] Vorzugsweise wird im Schritt c), das heißt bei der Positionierung des Rolltorbehanges
im Bereich der Öffnung, der Rolltorbehang auf dem Boden vor der Öffnung abgelegt.
Von Vorteil ist dabei, wenn der Rolltorbehang noch in einer Verpackungseinheit liegend
zusammen mit der Verpackung im Bereich der Öffnung positioniert wird. Der Rolltorbehang
kann dann aus der Verpackungseinheit heraus mittels des Montagezugmittels auf die
Wickelwelle gewickelt werden. Somit ist es nicht erforderlich, den Rolltorbehang mittels
eines Hebezeugs anzuheben und an den Tragkonsolen oder den Führungsschienen zu befestigen.
Die Verpackung selbst kann mit Gleitführungen versehen sein, die den Rolltorbehang
schonend bei dessen Hochziehen aus de Verpackung heraus führen. Für den Transport
ist der Rolltorbehang vorzugsweise so in der Verpackung gelagert, dass nach Öffnen
der Verpackung zunächst der obere Endbereich des Rolltorbehanges, der zuerst auf die
Wickelwelle aufgewickelt werden soll, zugänglich ist. Der Rolltorbehang ist demnach
bevorzugt in der Verpackung anders herum gewickelt gelagert als später im Betrieb
auf der Wickelwelle. Beim Hochziehen des Rolltorbehanges wickelt sich der Rolltorbehang
aus dieser Lage aus der Verpackung heraus und wird hierbei an den Gleitführungen geführt.
Ebenfalls kann zwischen den einzelnen Lagen des in der Verpackung eingewickelten Rolltorbehanges
eine schonende Zwischenlage vorhanden sein, die nach Montage des Rolltores entsorgbar
ist.
[0024] In vorteilhafter Weiterbildung wird in Schritt d) das zweite Ende des Montagezugmittels
an einer Abschlusskante des Rolltorbehanges befestigt. Diese Abschlusskante liegt
gegenüber der Schließkante des Rolltorbehanges. Um diese Befestigung zu ermöglichen,
kann im Bereich der Abschlusskante eine Ausnehmung, eine Lasche oder sonstige Befestigungselemente
gewählt werden.
[0025] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden wenigstens zwei Gurtbänder als Montagezugmittel
befestigt. Vorzugsweise werden zwei Gurtbänder im gleichem Abstand von den beiden
Enden der Wickelwelle befestigt, um eine symmetrische Anordnung und dadurch ein symmetrisches
Hochziehen des Rolltorbehanges zu erreichen. Zusätzlich können auch noch weitere Gurtbänder
als Montagezugmittel vorgesehen werden, was zu einer weiteren Verbesserung der weiter
unten noch erläuterten Dämpfungseigenschaften beiträgt.
[0026] In bevorzugter Ausgestaltung wird das Montagezugmittel im Schritt e) in übereinander
liegenden Wicklungen auf die Wickelwelle aufgewickelt. Dies dient nicht nur dem symmetrischen
Hochziehen des Rolltorbehanges, sondern auch dazu, dass die jeweils durch die übereinander
liegenden Bahnen erzeugte beabstandete Positionierung im Bereich der Gurtbänder gegenüber
dem Rolltorbehang gleichmäßig ist, so dass auch im Betrieb eine symmetrische Belastung
erfolgt. Zudem wird dadurch eine gleichmäßige Dämpfung bewirkt. Ferner erleichtert
es die Anbringung der Befestigungseinheit.
[0027] In bevorzugter Weiterbildung wird das Montagezugmittel in seiner vollständig aufgewickelten
Position mittels einer Befestigungseinheit an der Wickelwelle befestigt. Bei Verwendung
zweier Gurtbänder mit gleicher Länge als Montagezugmittel ist zur Befestigung mittels
der Befestigungseinheit keine Justierung der Gurtbänder erforderlich.
[0028] Zwischen dem Rolltorbehang und der Wickelwelle kann weiter noch eine Drängeinrichtung
vorhanden sein, die den oberen Endbereich des Rolltorbehanges in der Schließendstellung
des Rolltores radial weg von der Wickelwelle drängt. Eine solche Drängeinrichtung
hat zum einen den Vorteil, dass der Abschluss des Rolltores im oberen Endbereich besser
abgedichtet erfolgt, da dann der obere Endbereich näher an der Öffnungsberandung liegt.
Eine solche Drängeinrichtung kann aber weiter auch zur Unterstützung einer Aufschiebesicherung
dienen, indem im entlasteten Zustand der obere Endbereich in Richtung auf die Öffnungsberandung
gedrängt wird und sich dort bei einem Versuch, den Rolltorbehang nach oben aufzuschieben,
an einem Gegenlager verhaken kann, wobei bei Drehung der Wickelwelle in Öffnungsbewegungsrichtung
die obere Endkante radial hin zur Wickelwelle gezogen wird und so aus der Lage, in
der die Aufschiebesicherung wirken kann, gezogen wird.
[0029] Die Drängeinrichtung kann insbesondere durch eine Federeinheit gebildet sein, die
zwischen die Wickelwelle und den Rolltorbehang geschaltet ist und insbesondere zwischen
dem behangseitigen Ende des Montagezugmittels und dem Rolltorbehang angeordnet ist.
[0030] Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung kann hierzu ein erstes Ende einer
Federeinheit über die Befestigungseinheit mit dem zweiten Ende des Montagezugmittels
und ein zweites Ende der Federeinheit mit dem Rolltorbehang verbunden werden, das
Montagezugmittel auf der Wickelwelle aufgewickelt werden und mittels der Befestigungseinheit
an der Wickelwelle befestigt werden. Hierbei kann die Federeinheit gleichermaßen wie
das Montagezugmittel vorab an dem Rolltorbehang und/oder an der Wickelwelle, das heißt
mit nur einem Ende oder aber mit beiden Enden, befestigt werden. Dies führt zu einer
weiteren Vereinfachung und reduziert den Montageaufwand nochmals. So kann beispielsweise
das Montagezugmittel mit daran angeschlossener Federeinheit auf der Wickelwelle aufgewickelt
in der oben erwähnten Verpackungseinheit untergebracht werden. Auf diese Weise reduzieren
sich die zur Montage erforderlichen Verfahrensschritte vor Ort und werden zudem weiter
vereinfacht, so dass eine falsche Montage weitgehend ausgeschlossen werden kann.
[0031] In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Federeinheit wenigstens eine Blattfeder.
Je nach Ausgestaltung der Befestigungseinheit ist die Federeinheit direkt oder indirekt
über das Montagezugmittel an der Wickelwelle befestigt.
[0032] Im Folgenden werden Eigenschaften eines Rolltores beschrieben, das mit dem Montageverfahren
montierbar ist.
[0033] Das Rolltor ist mit einem auf einer Wickelwelle auf- und abwickelbaren Rolltorbehang
versehen, wobei der Rolltorbehang über wenigstens ein Montagezugmittel mit der Wickelwelle
verbunden ist.
[0034] Es ist bevorzugt, dass das aufgewickelte Montagezugmittel im Betrieb des Rolltors
eine insbesondere dämpfende Zwischenlage zwischen der Wickelwelle und dem Rolltorbehang
bildet.
[0035] Es ist bevorzugt, dass das Montagezugmittel im aufgewickelten Zustand eine Länge
hat, die größer als die Hälfte der aufgewickelten Länge des Rolltorbehanges ist.
[0036] Es ist bevorzugt, dass als Montagezugmittel wenigstens zwei Gurtbänder vorgesehen
sind.
[0037] Es ist bevorzugt, dass das Montagezugmittel über eine Befestigungseinheit mit der
Wickelwelle verbunden ist.
[0038] Es ist bevorzugt, dass das Montagezugmittel in übereinander liegenden Wicklungen
auf die Wickelwelle aufgewickelt ist.
[0039] Es ist bevorzugt, dass das Montagezugmittel über eine Federeinheit mit dem Rolltorbehang
verbunden ist.
[0040] Ein Rolltor ist mit einem auf eine Wickelwelle auf- und abwickelbaren Rolltorbehang
versehen, wobei der Rolltorbehang über ein Montagezugmittel mit der Wickelwelle verbunden
ist. Dieses Montagezugmittel ist vorzugsweise mit dem erfindungsgemäßen Verfahren
mit der Wickelwelle verbunden und verbleibt nach Durchführung der Montage permanent
an der Wickelwelle. Bevorzugt werden als Montagehilfszugmittel mehrere Gurtbänder
verwendet. Weiterhin dient das Montagezugmittel im aufgewickelten Zustand als Distanz-
und/oder Auflagerring. Eine nachträgliche Demontage des Montagezugmittels entfällt.
Auf diese Weise wird eine Wickelwellenanordnung mit Dämpfung ermöglicht. Dies wirkt
sich vorteilhaft auf die Lebensdauer von Wickelwelle und Rolltorbehang aus.
[0041] Vorzugsweise ist das Montagezugmittel über eine Befestigungseinheit mit der Wickelwelle
verbunden. Diese Verbindung von Montagezugmittel und Befestigungseinheit kann bereits
vorab hergestellt sein, so dass eine diesbezügliche Montage vor Ort entfällt. Die
Befestigungseinheit dient zur Fixierung des Montagezugmittels im aufgewickelten Zustand
und/oder zur Befestigung des Rolltorbehanges an der Wickelwelle.
[0042] Vorzugsweise ist das Montagezugmittel in übereinander liegenden Bahnen auf die Wickelwelle
aufgewickelt. Das Material und die Abmessungen des Montagezugmittels wird dabei unter
Berücksichtigung auf die gewünschte Funktion einerseits als Montagehilfsmittel während
der Montage und andererseits zugleich als Auflager- und/oder Distanzeinheit nach der
durchgeführten Montage während der restlichen Lebensdauer bemessen und ausgelegt.
[0043] Insbesondere ist es für die Funktion als Montagezugmittel hilfreich, wenn die Länge
des Montagezugmittels wenigstens der Hälfte der Länge des hochzuziehenden Rolltorbehanges,
vorzugsweise wenigstens drei Viertel dieser Länge und mehr insbesondere ungefähr dieser
Länge oder mehr als diese Länge entspricht, so dass ein möglichst großer Anteil des
Rolltorbehanges mittels der Montagezughilfe hier nach oben gezogen werden kann.
[0044] Vorzugsweise ist das Montagezugmittel über eine Federeinheit mit dem Rolltorbehang
verbunden. Die Federeinheit ist vorzugsweise als Blattfeder ausgebildet und kann zugleich
mit einer Verriegelungsvorrichtung zusammenwirken oder Bestandteil davon sein. Eine
solche Verriegelungsvorrichtung umfasst eine Sperreinheit und eine Riegeleinheit und
dient zur Ver-/Entriegelung des von einer Offenendstellung in eine Schließendstellung
verfahrbaren Rolltorbehanges, wobei die Sperreinheit die Riegeleinheit in der Verriegelungsstellung
an einer Bewegung des Rolltorbehanges aus der Schließendstellung in Richtung der Offenendstellung
sperrt und in der Entriegelungsstellung freigibt. Die Federeinheit steht zur Ausübung
einer Kraft auf die Riegeleinheit mit dieser derart in Wirkverbindung, so dass die
Riegeleinheit von der Verriegelungsstellung in die Entriegelungsstellung und umgekehrt
verstellbar ist, wobei die von der Federeinheit ausgehende Kraft auf die Riegeleinheit
durch die Bewegung der Wickelwelle veränderbar ist.
[0045] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
weiter erläutert. Dabei zeigen schematisch:
- Fig. 1 bis 9
- perspektivische Ansichten verschiedener Stadien eines Verfahrens zur Montage eines
Rolltores;
- Fig. 10
- einen Querschnitt durch ein mittels des Verfahrens montierten Rolltores im teilweise
aufgewickelten Zustand eines Montagezugmittels;
- Fig. 11
- einen Querschnitt gemäß Fig. 10 in vollständig aufgewickeltem Zustand des Montagezugmittels
und mit einer Verriegelungsvorrichtung in einer ersten Ausführungsform;
- Fig. 12
- einen vergrößerten Ausschnitt der Verriegelungsvorrichtung gemäß Fig. 11;
- Fig. 13
- eine perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform der Verriegelungsvorrichtung;
- Fig. 14
- einen Schnitt durch die zweite Ausführungsform der Verriegelungsvorrichtung in einer
Verriegelungsstellung, und
- Fig. 15, 16
- einen Schnitt durch die zweite Ausführungsform der Verriegelungsvorrichtung in einer
Entriegelungsstellung.
[0046] Die Figuren 1 bis 9 zeigen Verfahrensschritte zur Montage eines Rolltorbehanges 10
auf einer Wickelwelle 30 und ein derart montiertes Rolltor 1 an sich. Die Figuren
10 bis 12 zeigen eine erste Ausführungsform einer Verriegelungsvorrichtung 70 zur
Ver-/Entriegelung des Rolltorbehanges 10. Ferner zeigen die Figuren 13 bis 16 eine
zweite Ausführungsform vorgenannter Verriegelungsvorrichtung 70.
[0047] Der Rolltorbehang 10 dient zum Verschließen einer in einer Umrandung 3, wie beispielsweise
einem Wandabschnitt, vorhandenen Toröffnung 2. Der Rolltorbehang 10 umfasst eine Vielzahl
aneinander angelenkter Stäbe 11 zur Bildung eines sogenannten Rolltorpanzers. Alternativ
kann der Rolltorbehang zumindest abschnittsweise aus einer Folie oder sonstigem flexiblen
Material bestehen. Dieser Rolltorbehang 10 oder Rolltorpanzer weist im unteren Endbereich
eine Schließkante 13, im oberen Endbereich eine Abschlusskante 12 und zwei Seitenränder
14, 15 auf. In einer Schließendstellung des Rolltorbehanges 10 berührt die Schließkante
13 in der Regel den Boden der Toröffnung 2. Die Schließkante 13 kann beispielsweise
auch anstelle durch einen Stab 11 durch ein Dichtprofil oder ein Einklemmschutzprofil
gebildet werden. Die Abschlusskante 12 befindet sich am gegenüber liegenden Ende im
oberen Endbereich und verläuft in der Regel parallel zur Schließkante 13. Mittels
der Wickelwelle 30 lässt sich der Rolltorbehang 10 auf die Wickelwelle 30 auf- und
von der Wickelwelle 30 abwickeln.
[0048] Um die Wickelwelle 30 in der für den Betrieb vorgesehenen Endposition drehbar gelagert
an der Umrandung 3 zu fixieren, ist eine Tragkonstruktion aus zwei Führungsschienen
20, 22 und zwei Tragkonsolen 24, 26 vorgesehen.
[0049] Alle nachstehend beschriebenen Verfahrensschritte des Montageverfahrens werden im
Folgenden insbesondere anhand der Figuren 1 bis 9 erläutert. Die zur Montage des Rolltorbehanges
10 an der Wickelwelle 30 notwendigen Bauteile werden in einer Verpackungseinheit 16
zusammengestellt zum vorgesehenen Einbauort geliefert. Wie insbesondere die Figuren
1 und 7 zu erkennen geben, umfasst die Verpackungseinheit 16 im wesentlichen drei
Verpackungsteile 17 mit mehreren Fächern 18. So dient ein in Fig. 1 in dem mittleren
Verpackungsteil 17 vorgesehenes Fach 18 zum Verstauen der beiden Führungsschienen
20, 22. Im oberen Endbereich aller drei Verpackungsteile 17 befindet sich jeweils
ein Fach 18 in Form einer Ausnehmung zur Lagerung der Wickelwelle 30. Wie bei dem
in Fig. 1 linken Verpackungsteil 17 zu erkennen, befindet sich in den beiden seitlichen
Verpackungsteilen 17 jeweils ein Fach 18 zur Aufnahme der Tragkonsolen 24, 26. Der
Rolltorbehang 10 ist in muldenartigen Fächern 18 der drei Verpackungsteile 17 gelagert.
Weiterhin umfasst wenigstens das mittlere Verpackungsteil 17 im Fußbereich ein weiteres
Fach 18, beispielsweise zur Aufnahme von Befestigungsmitteln wie Schrauben, Muttern
oder dergleichen. Weiterhin sind auf der Oberseite der Verpackungseinheit 16, wie
in Fig. 1 dargestellt, mehrere Abdeckelemente einer Sturzblende 28 aufgelegt.
[0050] Somit ermöglicht die Verpackungseinheit 16 eine kompakte und platzsparende Zusammenstellung
der benötigten Bauteile und zugleich eine separate Entnahme der jeweils benötigten
Bauteile, ohne dass zunächst nicht benötigte Bauteile vorab entnommen werden müssen.
[0051] Nach Entfernen einer Schutzfolie oder dergleichen von der Verpackungseinheit 16 werden
zunächst die Wickelwelle 30, die Führungsschienen 20, 22 und die Tragkonsolen 24,
26 aus den entsprechenden Verpackungsteilen 17 und Fächern 18 entnommen und im Bereich
der Toröffnung 2 auf den Boden gelegt. Sodann kann die Wickelwelle 30 an ihren beiden
Enden jeweils mit einer Tragkonsole 24 bzw. 26 derart verbunden werden, dass die Wickelwelle
30 drehbar gelagert ist. An die Tragkonsolen 24, 26 werden dann die Führungsschienen
20, 22 montiert.
[0052] Diese Zusammenstellung aus Führungsschienen 20, 22 und Tragkonsolen 24, 26 bildet
eine Tragkonstruktion für die im späteren Betrieb vorgesehene Halterung der Wickelwelle.
Als nächstes werden zwei Elemente der Sturzblende 28 aus der Verpackungseinheit 16
entnommen und, wie in Fig. 2 gezeigt, an den beiden Tragkonsolen 24, 26 befestigt.
[0053] Wie aus einer Zusammenschau der Figuren 2 und 3 ersichtlich, wird die Tragkonstruktion
20, 22, 24, 26 mit daran befestigter Wickelwelle 30 aufgestellt und im Bereich der
Toröffnung 2 positioniert. Nach Ausrichtung von Wickelwelle 30 und Tragkonstruktion
kann diese Zusammenstellung an der Umrandung 3 mittels üblicher Befestigungsmittel
fixiert werden. Nach dieser Installation befindet sich die Wickelwelle 30 also schon
in ihrer für den Betrieb vorgesehenen Position.
[0054] Anschließend wird die Verpackungseinheit 16 inklusive dem noch darin befindlichen
Rolltorbehang 10 im Bereich der Toröffnung 2 unterhalb der Wickelwelle 30 positioniert
(Fig. 4). Als nächstes wird ein Montagezugmittel 40 aus der Verpackungseinheit 16
entnommen und sowohl mit der Wickelwelle 30 als auch mit dem Rolltorbehang 10 verbunden.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel bilden zwei Gurtbänder 42, 44 aus gleichem Material
und mit gleichen Abmessungen, insbesondere mit gleicher Länge, das Montagezugmittel
40. Jedes der Gurtbänder 42, 44 weist ein erstes Ende 46 und ein zweites Ende 48 auf.
An diesen beiden Enden 46, 48 sind Befestigungselemente 65, 66 zur Befestigung der
Gurtbänder 42, 44 an der Wickelwelle 30 bzw. an dem Rolltorbehang 10 vorgesehen. Wie
sich der Fig. 5 entnehmen lässt, werden die beiden Gurtbänder 42, 44 mit ihrem ersten
Ende 46 gleich weit von den beiden Enden der Wickelwelle 30 beabstandet an der Wickelwelle
30 befestigt. Die zweiten Enden 48 der Gurtbänder 42, 44 werden an einer Abschlusskante
12 des Rolltorbehangs 10 ebenfalls jeweils gleich weit von den Seitenrändern 14, 15
des Rolltorbehangs 10 an der Abschlusskante 12 befestigt.
[0055] In einer Variante zu vorgenanntem Verfahrensschritt kann die Befestigung des ersten
Endes 46 und/oder des zweiten Endes 48 der Gurtbänder 42, 44 an der Wickelwelle 30
und/oder an dem Rolltorbehang 10 bereits vorab im Werk durchgeführt werden und entsprechend
in der Verpackungseinheit 16 verstaut werden. Alternativ kann das Montagezugmittel
40 auch mehr als zwei Gurtbänder umfassen. Diese Gurtbänder bestehen aus einem flexiblen
Material, das geeignet ist, einerseits den während der Montage auftretenden Belastungen
Stand zu halten und andererseits auf übereinander liegenden Wicklungen oder Bahnen
auf die Wickelwelle 30 aufgewickelt werden zu können.
[0056] Nach der Befestigung des Montagezugmittels 40 kann der Antrieb der Wickelwelle 30
aktiviert werden, um den Rolltorbehang 10 mittels der Gurtbänder 42, 44 als Montagehilfsmittel
nach oben zu ziehen (Fig. 5 und 6). Dabei werden zunächst die Gurtbänder 42, 44 in
übereinander liegenden Wicklungen auf der Wickelwelle 30 aufgewickelt. Nach vollständiger
Aufwicklung der Gurtbänder 42, 44 auf der Wickelwelle 30 wird auch der Rolltorbehang
10 auf die Wickelwelle 30 aufgewickelt. Dieser Aufwickelvorgang erfolgt so lange bis
der letzte Stab 11 im Bereich der Schließkante 13 sich etwa im oberen Endbereich der
Führungsschienen 20, 22 befindet.
[0057] Nach Erreichen dieser Position des Rolltorbehanges 10 kann nun der unterste Stab
11 mit der Schließkante 13 im oberen Endbereich der Führungsschienen 20, 22 in diese
eingeführt werden. Hierzu können die Endbereiche mit entsprechenden Einfädelhilfen
ausgestattet sein oder nachträglich ausgestattet werden. Zur vollständigen Einführung
und späteren seitlichen Führung der Seitenränder 14, 15 in den Führungsschienen 20,
22 wird der Rolltorbehang 10 nun vollständig abgewickelt, wie aus den Figuren 8 und
9 ersichtlich.
[0058] Wie aus Fig. 9 hervorgeht, werden anschließend die aufgewickelten Gurtbänder 42,
44 mittels einer Befestigungseinheit 60 an der Wickelwelle 30 befestigt. Die Befestigungseinheit
60 umfasst ein U-Profil 61 mit an den beiden Stegen des U-Profils angeschlossenen
Befestigungsflanschen 62, 63. Jeder der Befestigungsflansche 62, 63 weist zwei Ausnehmungen
auf über die die Befestigungseinheit 60 mittels Schrauben oder dergleichen an der
Wickelwelle 30 befestigt werden kann. Die Abmessungen der Befestigungseinheit 60 sind
dabei derart gewählt, dass die übereinander liegenden Wicklungen des Gurtbandes 42
an die Wickelwelle angedrückt werden. Die das Gurtband 42, 44 an die Wickelwelle 30
anpressende Befestigungseinheit 60, ermöglicht eine wenigstens teilweise, vorzugsweise
eine totale Entlastung des Gurtbandes 42, 44 im späteren bestimmungsgemäßen Betrieb
des Rolltores 1. Alternativ können auch andere Befestigungsmittel vorgesehen werden,
die eine dauerhafte Festlegung des Montagezugmittels 40, 42, 44 an der Wickelwelle
30 gewährleisten.
[0059] Ein weiterer Vorteil der Gurtbänder 42, 44 besteht darin, dass die aufgewickelten
Gurtbänder 42, 44 nicht nachträglich entfernt werden müssen, sondern zugleich als
dämpfende Auflagerringe während des Aufwickel- oder Abwickelvorganges dienen können.
Somit kann die Materialwahl des Montagezugmittels 40 auf diese spätere Dämpfungsfunktion
vorab abgestimmt werden. Hierzu kann auch eine entsprechende Anzahl von Gurtbändern
als Montagehilfszugmittel gewählt werden.
[0060] Im Folgenden werden anhand der Fig. 10 bis 15 zwei Ausführungsformen einer Verriegelungsvorrichtung
70 zur Ver-/Entriegelung des Rolltorbehanges 10 sowie das Rolltor 1 mit einer solchen
Verriegelungsvorrichtung 70 beschrieben. Die in den Querschnitten dargestellte Verriegelungsvorrichtung
70 ist im Bereich beider Seitenränder 14, 15 vorgesehen. So zeigen die Figuren 10
bis 12 jeweils einen Querschnitt durch das oben beschriebene Rolltor 1 mit der Verriegelungsvorrichtung
70 gemäß einer ersten Ausführungsform.
[0061] Hierbei umfasst die Verriegelungsvorrichtung 70 eine Sperreinheit 80, eine Riegeleinheit
90 und eine Federeinheit 50.
[0062] Die Federeinheit 50 weist eine Blattfeder 52 bzw. 54 auf, die mit ihrem ersten Ende
56 über die Befestigungseinheit 60 an der Wickelwelle 30 fixiert ist und mit ihrem
zweiten Ende 58 mit der Riegeleinheit 90 verbunden ist. Wie bereits oben erläutert,
fixiert die Befestigungseinheit 60 zugleich die Gurtbänder 42, 44 an der Wickelwelle
30.
[0063] Die Sperreinheit umfasst einen Sperrhaken 80 mit einem an der Umrandung 3 festgelegten
Befestigungsabschnitt 81 und einem einteilig mit diesem Befestigungsabschnitt 81 verbundenen
Hakenabschnitt 82, der in einem vorbestimmten Winkel von dem Befestigungsabschnitt
81 bzw. der Umrandung 3 abragt.
[0064] Die Riegeleinheit 90 ist um eine parallel zur Toröffnung 2 verlaufende horizontale
Achse drehbeweglich und dient zugleich als Verbindungselement zwischen dem zweiten
Ende 58 der Blattfeder 52 und dem obersten Stab 11 des Rolltorbehanges 10. Wie insbesondere
aus Fig. 12 hervorgeht, umfasst die Riegeleinheit 90 mehrere Abschnitte mit einer
U-förmigen Nut 92 zum Eingriff mit dem Hakenabschnitt 82, einem Anschlusselement 94
zur drehbeweglichen Verbindung mit dem obersten Stab 11 und einem Drehbolzen 96, der
in einer Schlaufe des zweiten Ende 58 der Blattfeder 52 drehbeweglich gelagert ist.
[0065] Bei einer Bewegung der Wickelwelle 30 während der Auf- und Abwickelbewegung der Wickelwelle
30 ist die Riegeleinheit infolge der durch die Wickelbewegung veränderten Biegung
der Blattfeder 52 von einer Verriegelungsstellung in eine Entriegelungsstellung und
umgekehrt verstellbar.
[0066] Die Verriegelungsvorrichtung 70 befindet sich bei geöffnetem oder nur teilweise geöffneten
Rolltor 1, wie in Fig. 10 gezeigt, in der Entriegelungsstellung, in der die Riegeleinheit
90 in einem bestimmten Abstand A von der Umrandung 3 entfernt ist. Dieser Abstand
A ergibt sich ohnehin infolge der Führung des Rolltorbehanges 10 in den Führungsschienen
20, 22.
[0067] Erst wenn sich der Rolltorbehang 10 nahe oder in der Schließendstellung befindet,
wie in Fig. 11 und 12 gezeigt, wird die Riegeleinheit 90 in die Verriegelungsstellung
verstellt. In dieser Stellung ragt der oberste Stab 11 wenigstens teilweise aus dem
oberen Ende der Führungsschiene 20, 22 hinaus. Infolge der teilweisen Aufwicklung
der Blattfeder 52 auf der Wickelwelle 30 und infolge eines Abstandes B zwischen der
Drehachse der Wickelwelle 30 und der Umrandung 3 erfährt die Blattfeder 52 in dieser
Position eine bestimmte Biegung und übt eine Kraft F1 in Richtung der Umrandung 3
auf die Riegeleinheit 90 und den oberen Endbereich des obersten Stabes 11 aus.
[0068] Infolge dieser Krafteinwirkung wird die zur Umrandung 3 gerichtete Außenseite des
obersten Stabes 11 näher in Richtung der Umrandung 3 oder sogar bis an die Umrandung
3 gedrückt, so dass bei einem Einbruchsversuch mit einer Bewegung des Rolltorbehanges
10 nach oben, die Riegeleinheit 90 mit ihrer Nut 92 in Eingriff mit dem Hakenabschnitt
82 gelangt, wodurch eine Bewegung der Riegeleinheit 90 an der Sperreinheit 80 vorbei
nicht möglich ist.
[0069] Bei der zweiten Ausführungsform der Verriegelungsvorrichtung 70 ist als Sperreinheit
85 ein über eine Halterung 87 beabstandet von der Umrandung 3 angeordneter Sperrbolzen
86 vorgesehen. Die zugehörige Riegeleinheit 100 wird durch eine teilweise biegsame
Anschlussplatte 100 mit einer Ausnehmung 102 gebildet, wie insbesondere aus Fig. 14
hervorgeht. Diese Anschlussplatte 100 ist drehbeweglich an der Abschlusskante 12 des
obersten Stabs 11 angelenkt.
[0070] Zur Ver-/Entriegelung der Verriegelungsvorrichtung 70 sind des Weiteren die bereits
im Zusammenhang mit der ersten Ausführungsform beschriebene Federeinheit 50 in Form
einer Blattfeder 52 sowie ein Sperrelement 110 in Form einer Blattfeder 112 vorgesehen.
[0071] Wie Fig. 13 zeigt, fixiert die Befestigungseinheit 60 wiederum sowohl die aufgewickelten
Gurtbänder 42, 44 als auch die Blattfeder 52 an der Wickelwelle 30. Die Blattfeder
52 ist mit ihrem zweiten Ende 58 an der Anschlussplatte 100 befestigt.
[0072] Der Abschnitt der Blattfeder 52 zwischen der Befestigungseinheit 60 und der Anschlussplatte
100 dient zur Ausübung einer Kraft auf die Anschlussplatte 100, um diese in Richtung
der Umrandung 3 zu schwenken und umgekehrt. Diese Kraft wird sowohl durch die lagemäßige
Anordnung, den Biegeradius, die Abmessungen als auch durch die Bewegung der Wickelwelle
30 beeinflusst.
[0073] Die Blattfeder 112 ist mit ihrem ersten Ende 114 über Langlöcher 118 mittels zugehöriger
Befestigungsmittel an der Wickelwelle 30 festgelegt. Die Langlöcher 118 können dienen
zur genauen Positionierung der Blattfeder 112 an der der Wickelwelle 30, so dass die
Blattfeder 112 in einem geeigneten Bereich verschiebbar ist, beispielsweise ohne an
die Abschlusskante 12 anzustoßen. Das zweite Ende 116 der Blattfeder 112 ist über
eine Führung in den Richtungen G gemäß dem Pfeil in Fig. 13 bewegbar, um die Ausnehmung
102 zu versperren oder freizugeben. Die Führung umfasst zwei L-Profile 106, 107, die
an der Anschlussplatte 100 befestigt sind. Die Blattfeder 112 kann wahlweise nur zur
Sperrung oder Freigabe der Ausnehmung 102 oder aber zusätzlich zur Ausübung einer
Kraft auf die Anschlussplatte 100 in Richtung der Umrandung 3 eingesetzt werden.
[0074] Die in Fig. 13 in einer perspektivischen Ansicht dargestellte Verriegelungsstellung
im Bereich der Führungsschiene 22 ist nochmals in Fig. 15 im Querschnitt gezeigt.
Die Entriegelungsstellung geht aus Fig. 16 hervor. Wie aus den beiden Figuren 15 und
16 zu entnehmen, befindet sich die Blattfeder 112 in der Verriegelungsstellung in
einer Sperrstellung, bei der das zweite Ende 116 die Ausnehmung 102 verdeckt, so dass
der Sperrbolzen 85 nicht durch die Ausnehmung 102 gelangen kann. Der Rolltorbehang
10 kann nicht an dem Sperrbolzen 85 vorbei gefahren werden. In Fig. 16 befindet sich
das Sperrelement 110 in einer Freigabestellung, bei der das zweite Ende 116 infolge
einer Drehung der Wickelwelle 30 der Blattfeder 112 in eine die Ausnehmung 102 freigebende
Position überführt ist. Infolge dieser Drehung der Wickelwelle 30 verändert sich die
von der Blattfeder 52 ausgeübte Kraft derart, dass die Anschlussplatte 100 derart
verschwenkt werden kann, so dass sich die Anschlussplatte 100 nach dem Schwenkvorgang
auf der anderen Seite des Sperrbolzens 85 und somit in der Entriegelungsstellung befindet
(siehe Fig. 15, 16).
[0075] Sowohl die erste als auch die zweite Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass
die Blattfeder 52 infolge der Bewegung der Wickelwelle 30 zur Verstellung der Riegeleinheit
90 von der Verriegelungsstellung in die Entriegelungsstellung und umgekehrt dient.
Weiterhin kann die Befestigungseinheit 60 zur Festlegung und Entlastung des um die
Wickelwelle 30 gewickelten Montagezugmittels 40 und zur Befestigung der Blattfeder
52 eingesetzt werden kann. Ein Vorteil der zweiten Ausführungsform besteht darin,
dass die Blattfeder 112 einen unberechtigten Öffnungsversuch zuverlässig verhindern
kann.
[0076] Ferner wird mittels der Gurtbänder 42, 44 als Montagehilfszugmittel eine einfach
handhabbare und wenig Arbeitsschritte erfordernde Montage des Rolltorbehanges 10 auf
der Wickelwelle 30 ermöglicht. Zudem können die Gurtbänder 42, 44 nach der Montage
auf der Wickelwelle 30 verbleiben und dienen als Auflager- und Distanzringe.
Bezugszeichenliste
[0077]
- 1
- Rolltor
- 2
- Toröffnung
- 3
- Umrandung
- 10
- Rolltorbehang
- 11
- Stab
- 12
- Abschlusskante
- 13
- Schließkante
- 14
- Seitenrand
- 15
- Seitenrand
- 16
- Verpackungseinheit
- 17
- Verpackungsteil
- 18
- Fach
- 20
- Führungsschiene
- 22
- Führungsschiene
- 24
- Tragkonsole
- 26
- Tragkonsole
- 28
- Sturzblende
- 30
- Wickelwelle
- 40
- Montagezugmittel
- 42
- Gurtband
- 44
- Gurtband
- 46
- erstes Ende
- 48
- zweites Ende
- 50
- Federeinheit
- 52
- Blattfeder
- 54
- Blattfeder
- 56
- erstes Ende
- 58
- zweites Ende
- 60
- Befestigungseinheit
- 61
- U-Profil
- 62
- Flansch
- 63
- Flansch
- 65
- Befestigungselement
- 66
- Befestigungselement
- 70
- Verriegelungsvorrichtung
- 80
- Sperreinheit
- 81
- Befestigungsabschnitt
- 82
- Hakenabschnitt
- 85
- Sperreinheit
- 86
- Sperrbolzen
- 87
- Halterung
- 90
- Riegeleinheit
- 92
- Nut
- 94
- Anschlusselement
- 96
- Drehbolzen
- 100
- Anschlussplatte
- 102
- Ausnehmung
- 106
- L-Profil
- 107
- L-Profil
- 110
- Sperrelement
- 112
- Blattfeder
- 114
- erstes Ende
- 116
- zweites Ende
- 118
- Langloch
- A
- Abstand
- B
- Abstand
- F1
- Kraft
- F2
- Kraft
- G
- Richtung
1. Verfahren zur Montage eines Rolltores (1), welches eine Wickelwelle (30) und einen
auf die Wickelwelle (30) aufwickelbaren Rolltorbehang (10) aufweist, mit den Schritten:
• Montage der Wickelwelle (30) ohne Rolltorbehang an der Montageposition; wobei die
Wickelwelle (30) ohne darauf aufgewickelten Rolltorbehang (10) an ihrer bestimmungsgemäßen
Endposition zum späteren Betrieb des Rolltores positioniert wird und drehbar befestigt
wird;
• Ablegen des Rolltorbehangs (10) zum Hochziehen auf dem Boden der durch das Rolltor
zu verschließenden Öffnung (2);
• Befestigen eines Montagezugmittels an dem Rolltorbehang und an der Wickelwelle,
wobei als Montagezugmittel wenigstens zwei Gurtbändern verwendet werden;
• Hochziehen eines oberen Endbereichs (12) des Rolltorbehanges (10) auf die Wickelwelle
(30) mittels des Montagezugmittels (40, 42, 44) durch Aufwickeln des Montagezugmittels
auf die Wickelwelle (30), wobei das Montagezugmittel (40, 42, 44) in übereinander
liegenden Wicklungen auf die Wickelwelle (30) aufgewickelt wird;
• Aufwickeln des Rolltorbehanges (10) auf die Wickelwelle (30), wobei das Montagezugmittel
(40, 42, 44) zwischen dem Rolltorbehang (10) und der Wickelwelle verbleibt und
• Einführen der Schließkante (13) des Rolltorbehanges (10) in Führungsschienen (20,
22) und Abwickeln des Rolltorbehangs (10) zur Einführung in die Führungsschienen (20,
22) von der Wickelwelle (30).
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Montagezugmittel (40, 42, 44) auf einen axialen Bereich der Wickelwelle (30)
aufgewickelt wird, über dem im Betrieb der Rolltorbehang (10) aufgewickelt wird, wobei
das Montagezugmittel nach der Montage nicht entfernt wird, so dass das aufgewickelte
Montagezugmittel (40, 42, 44) im Betrieb des Rolltores (1) als insbesondere dämpfende
Zwischenlage zwischen Wickelwelle (30) und Rolltorbehang (10) dient.
3. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zum Bilden einer Tragkonstruktion (20, 22, 24, 26) für die Wickelwelle (30) des Rolltors
(1) zwei Führungsschienen (20, 22) jeweils mit einer Tragkonsole (24, 26) für die
Wickelwelle (30) verbunden werden und die Wickelwelle (30) an den Tragkonsolen (24,
26) drehbar gelagert befestigt wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Montagezugmittel (40, 42, 44) an einer oberen Abschlusskante (12) des Rolltorbehanges
(10) befestigt wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Montagezugmittel (40, 42, 44) in seiner vollständig aufgewickelten Position an
der Wickelwelle (30) mittels einer Befestigungseinheit (60) befestigt wird, um ein
Abwickeln des Montagezugmittels (40, 42, 44) im Betrieb des Rolltores zu vermeiden.
6. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
a) Befestigen der Wickelwelle (30) an einer Tragkonstruktion (20, 22, 24, 26) zur
im Betrieb vorgesehenen Halterung der Wickelwelle (30);
b) Installieren von Wickelwelle (30) und Tragkonstruktion (20, 22, 24, 26) an einer
für den Betrieb vorgesehenen Endposition;
c) Positionieren des Rolltorbehanges (10) im Bereich der durch das Rolltor (1) zu verschließenden Öffnung (2);
d) Befestigen des Montagezugmittels (40, 42, 44) mit einem ersten Ende (46) an der
Wickelwelle (30) und mit einem zweiten Ende (46) an dem oberen Endbereich des Rolltorbehanges
(10);
e) Aufwickeln des Montagezugmittels (40) und des Rolltorbehanges (10) auf die Wickelwelle
(30), und
f) Anordnen einer Befestigungseinheit (60) zur Befestigung des Montagezugmittels (40,
42, 44) und des Rolltorbehangs (10) an der Wickelwelle (30).
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein erstes Ende (56) einer Federeinheit (50) über die Befestigungseinheit (60) mit
dem Montagezugmittel (40, 42, 44) und ein zweites Ende (58) der Federeinheit (50)
mit dem Rolltorbehang (10) verbunden wird und dass Montagezugmittel (40) auf der Wickelwelle
(30) aufgewickelt und mittels der Befestigungseinheit (60) an der Wickelwelle (30)
befestigt wird.
1. Assembly method for a rolling gate (1) that comprises a winding shaft (30), a rolling
gate curtain (10) capable of being wound onto the winding shaft (30), the method comprising
the following steps:
• mounting the winding shaft (30) without the rolling gate curtain at the mounting
position; wherein the winding shaft (30) without the rolling gate curtain (10) wound
onto it being positioned at its determined final position for later operation of the
rolling gate and rotatably fixed;
• deposition of the rolling gate curtain (10) for hoisting on the floor of the opening
(2) to be closed by the rolling gate;
• fixing a pulling mounting device to the rolling gate curtain and to the winding
shaft, wherein at least two belt bands are used as a pulling mounting device;
• hoisting an upper end portion (12) of the rolling gate curtain (10) onto the winding
shaft (30) using the pulling mounting device (40, 42, 44) by winding said pulling
mounting device onto the winding shaft (30), wherein the pulling mounting device (40,
42, 44) is wound onto the winding shaft (30);
• winding the rolling gate curtain (10) onto the winding shaft (30), wherein the pulling
mounting device (40, 42, 44) remains between the rolling gate curtain (10) and the
winding shaft, and
• introducing the closing edge (13) of the rolling gate curtain (10) into guide rails
(20, 22) and unwinding the rolling gate curtain (10) from the winding shaft (30) for
introduction into the guide rails (20, 22).
2. Method according to claim 1,
characterized in that the pulling mounting device (40, 42, 44) is wound onto an axial region of the winding
shaft (30) over which the rolling gate curtain (10) is wound up during operation,
wherein the pulling mounting device is not removed after mounting so that the wound-up
pulling mounting device (40, 42, 44) serves in particular as a damping intermediate
layer between the winding shaft (30) and the rolling gate curtain (10) during the
operation of the rolling gate (1).
3. Method according to one of the preceding claims, characterized in that for forming a supporting structure (20, 22, 24, 26) for the winding shaft (30) of
the rolling gate (1), two guide rails (20, 22) are each connected to a supporting
bracket (24, 26) for the winding shaft (30) and the winding shaft (30) is supported
for rotation on and fixed to said supporting brackets (24, 26).
4. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the pulling mounting device (40, 42, 44) is fixed to an upper terminal edge (12)
of the rolling gate curtain (10).
5. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the pulling mounting device (40, 42, 44) in its fully wound-up position on the winding
shaft (30) is fixed by a fixing unit (60) so as to prevent the pulling mounting device
from unwinding during the operation of the rolling gate.
6. Method according to one of the preceding claims,
characterized by the following steps:
a) fixing the winding shaft (30) to a supporting structure (20, 22, 24, 26) for supporting
the winding shaft (30) during operation;
b) installing the winding shaft (30) and the supporting structure (20, 22, 24, 26)
at an end position provided for operation;
c) positioning the rolling gate curtain (10) in the region of the opening (2) to be
closed by the rolling gate (1);
d) fixing the pulling mounting device (40, 42, 44) with a first end (46) to the winding
shaft (30) and with a second end (46) to the upper end region of the rolling gate
curtain (10);
e) winding the pulling mounting device (40) and the rolling gate curtain (10) onto
the winding shaft (30), and
f) arranging a fixing unit (60) for fixing the pulling mounting device (40, 42, 44)
and the rolling gate curtain (10) to the winding shaft.
7. Method according to one of the claims 5 or 6, characterized in that a first end (56) of a spring unit (50) is connected to the pulling mounting device
(40, 42, 44) via the fixing unit (60) and a second end (58) of the spring unit (50)
is connected to the rolling gate curtain (10), and that the pulling mounting device
(40) is wound onto the winding shaft (30) and is fixed to the winding shaft (30) by
means of the fixing unit (60).
1. Procédé pour monter une porte à enroulement (1) qui comprend un arbre d'enroulement
(30) et un rideau de porte à enroulement (10) enroulable sur l'arbre d'enroulement
(30), comprenant les étapes suivantes :
- on monte l'arbre d'enroulement (30) dépourvu du rideau enroulable dans la position
de montage ; l'arbre d'enroulement (30) dépourvu du rideau enroulable (10) étant positionné
dans sa position finale conforme à sa destination pour le fonctionnement ultérieur
de la porte à enroulement et étant fixé avec faculté de rotation ;
- on pose le rideau enroulable (10) à relever sur le sol de l'ouverture (2) à refermer
par la porte à enroulement ;
- on fixe un moyen de traction de montage sur le rideau enroulable et sur l'arbre
d'enroulement, en utilisant à titre de moyen de traction de montage au moins deux
sangles ;
- on relève une zone d'extrémité supérieure (12) du rideau enroulable (10) sur l'arbre
d'enroulement (30) à l'aide du moyen de traction de montage (40, 42, 44) par enroulement
du moyen de traction de montage sur l'arbre d'enroulement (30), le moyen de traction
de montage (40, 42, 44) étant enroulé en enroulements superposés sur l'arbre d'enroulement
(30) ;
- on enroule le rideau enroulable (10) sur l'arbre d'enroulement (30), le moyen de
traction de montage (40, 42, 44) restant entre le rideau enroulable (10) et l'arbre
d'enroulement, et
- on introduit l'arête de fermeture (13) du rideau enroulable (10) dans des rails
de guidage (20, 22) et on déroule le rideau enroulable (10) depuis l'arbre d'enroulement
(30) pour l'introduire dans les rails de guidage (20, 22).
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'on enroule le moyen de traction de montage (40, 42, 44) sur une zone axiale de l'arbre
d'enroulement (30), zone sur laquelle le rideau enroulable (10) est enroulé pendant
le fonctionnement, le moyen de traction de montage n'étant pas enlevé après le montage,
de sorte que pendant le fonctionnement du rideau enroulable (1) le moyen de traction
de montage enroulé (40, 42, 44) sert de couche intermédiaire en particulier amortissante
entre l'arbre d'enroulement (30) et le rideau enroulable (10).
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que pour former une construction de support (20, 22, 24, 26) pour l'arbre d'enroulement
(30) de la porte à enroulement (1), on relie deux rails de guidage (20, 22) respectivement
à une console de support (24, 26) pour l'arbre d'enroulement (30) et on fixe l'arbre
d'enroulement (30) avec faculté de rotation sur les consoles de support (24, 26).
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on fixe le moyen de traction de montage (40, 42, 44) sur une arête terminale (12)
du rideau enroulable (10).
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on fixe le moyen de traction de montage (40, 42, 44) sur l'arbre d'enroulement
(30) dans sa position complètement enroulée à l'aide d'une unité de fixation (60)
pour éviter un déroulement du moyen de traction de montage (40, 42, 44) pendant le
fonctionnement de la porte à enroulement.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par les étapes suivantes :
a) on fixe l'arbre d'enroulement (30) sur une construction de support (20, 22, 24,
26) pour le maintien de l'arbre d'enroulement (30) prévu pendant le fonctionnement
;
b) on installe l'arbre d'enroulement (30) et la construction de support (20, 22, 24,
26) dans une position finale prévue pour le fonctionnement ;
c) on positionne le rideau enroulable (10) dans la zone de l'ouverture (2) à refermer
par la porte à enroulement ;
d) on fixe le moyen de traction de montage (40, 42, 44) par une première extrémité
(46) sur l'arbre d'enroulement (30) et par une seconde extrémité (48) sur la zone
d'extrémité supérieure du rideau enroulable (10) ;
e) on enroule le moyen de traction de montage (40) et le rideau enroulable (10) sur
l'arbre d'enroulement (30), et
f) on agence sur l'arbre d'enroulement (30) une unité de fixation (60) destinée à
fixer le moyen de traction de montage (40, 42, 44) et le rideau enroulable (10).
7. Procédé selon l'une des revendications 5 ou 6, caractérisé en ce que l'on relie une première extrémité (56) d'une unité à ressort (50) au moyen de traction
de montage (40, 42, 44) par l'unité de fixation (60) et on relie une seconde extrémité
(58) de l'unité à ressort (50) au rideau enroulable (10), et en ce que l'on enroule le moyen de traction de montage (40) sur l'arbre d'enroulement (30)
et on le fixe sur l'arbre d'enroulement (30) à l'aide de l'unité de fixation (60).