[0001] Die Erfindung betrifft eine Sicherungseinrichtung für einen Drallgeschoss-Zünder
mit einem fliehkraftabhängig verlagerbaren, federbelasteten Bolzen.
[0002] Eine derartige Sicherungseinrichtung ist aus der
DE 41 19 337 A1 zur Gewährleistung auch des zweiten, vom Drall im Freiflug nach dem Abschuss des
Geschosses abhängigen Entsicherungskriteriums bekannt. Diese Sicherungseinrichtung
weist einen parallel zur Längs- und Rotationsachse des koaxial mit einem Zünder bestückten
Drallgeschosses eingebauten Bolzen auf. Der ist wegen seiner Einbaugegebenheiten nicht
nur aufgrund der Abschussbeschleunigung gegen eine Rückstell-Federkraft axial, sondern
außerdem aufgrund der Zentrifugalkraft des Geschoss-Dralles geneigt gegenüber der
Bolzenachse verlagerbar. Bei unzureichend auftretender Zentrifugalkraft nach Abklingen
der Abschussbeschleunigung wird der Bolzen nicht bis in eine Entsicherungs-Arretierstellung
verschwenkt, sondern unter der Einwirkung der Feder über Rampen in seine achsparallele
Orientierung zurückgelenkt und in die Sicherungsstellung zurück verschoben, in der
er einen zuvor mechanisch freigegebenen Entsicherungsrotor wieder blockiert. Dadurch
wird das Geschoss zum scharfen Blindgänger, was aber in Hinblick auf etwaige Kollateralschäden
vermieden werden sollte. Von Nachteil ist außerdem, dass sich ein derartig verschieb-
und verschwenkbarer Sicherungsbolzen allenfalls schlecht in eine zeitgemäße Inline-Zündeinrichtung
mit etwa über einen EFI-Detonator elektrisch zu initiierendem Sekundärsprengstoff
integrieren lässt.
[0003] Eine derartige Sicherungseinrichtung ist auch aus der
US 2 903 534 A bekannt. Bei Überschreiten eines Schwellwerts in Bezug auf die Zentrifugalkraft kommt
es durch die Bewegung eines Bolzens radial nach außen zum irreversiblen Aufbrechen
einer Lötstelle und dadurch zur Aufhebung eines Kurzschlusses einer Zündpille.
[0004] Die
US 3 381 613 A offenbart eine Sicherungseinrichtung für einen Zünder, bei welcher bei Vorliegen
ausreichend hoher Zentrifugalkraft zwei einen Schieber arretierenden Gewichte diesen
freigeben, wodurch der Kurzschluss eines elektrischen Detonators aufgehoben wird.
[0005] In Erkenntnis dieser Gegebenheiten liegt der Erfindung die technische Problemstellung
zugrunde, eine Sicherungseinrichtung gattungsgemäßer Art für einen elektrischen Inline-Zündkreis
auszulegen und dabei möglichst eine funktionale Optimierung dahingehend zu eröffnen,
dass nur vorübergehend auftretende Querbeschleunigungen noch nicht zur Blockade eines
danach erst drallabhängig fälligen Entsicherungsvorganges führen.
[0006] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch die im Hauptanspruch angegebenen wesentlichen
Merkmale erfüllt. Jeder dieser wenigstens zwei Bolzen ist unter elektrisch leitender
(ohmscher) Überbrückung zweier in einem elektrischen Stromkreis liegender Kontakte
quer zur Zünderachse orientiert. Solche Kurzschluss-Bolzen sind nach dem Abschuss
unter dem Einfluss der drallabhängigen Zentrifugal- oder Fliehkraft gegen eine Rückstellfeder
so weit (nämlich in ihre Entsicherungsstellung) axial verlagerbar, dass die Kontaktüberbrückung
schließlich aufgehoben, der Sicherungsstromkreis also geöffnet wird. Nur kurzzeitig
auftretende Querbeschleunigungen dagegen führen noch nicht zu einer hinreichenden
Verlagerung für eine dauerhafte Freischaltung, sondern der federbelastete Bolzen wird
sogleich wieder in seine, weiterhin funktionstüchtig bleibende, Sicherungsstellung
mit dem weiterhin bzw. wiederum anstehenden elektrischen Kurzschluss über sein Kontaktpaar
zurückgeschoben.
[0007] Diese Sicherungseinrichtung stellt somit einen Sensor dar, der auf die Unterbrechung
eines Stromkreises als dem Entsicherungskriterium anspricht und insofern schaltungstechnisch
problemlos in die logischen Verknüpfungen des Zündstromkreises eingebunden werden
kann. Das Abklingen von nur kurzzeitig auftretenden Querbeschleunigungen führt infolge
der Federbelastung zum Rückführen des Bolzens in seine Sicherungsstellung unter Aufrechterhalten
oder Wiederherstellen der elektrisch leitenden Überbrückung des Kontaktpaares; bis
eine länger anstehende drallbedingte Zentrifugalkraft zu endgültiger Verlagerung des
Bolzens aus seiner Kurzschlussstellung heraus und mit der endgültigen Stromunterbrechung
zu sensorischem Ansprechen auf das eingetretene Entsicherungskriterium führt.
[0008] Dadurch ist diese Sicherungseinrichtung unempfindlich beispielsweise gegen bei Falltests
aus Querlagen heraus vorübergehend auftretende Querbeschleunigungen; und auch gegen
die enormen aber nur kurzzeitig anstehenden Querkräfte beim Einsatz eines automatischen
Waffenladers, womit diesbezüglich sogar die so genannte Flickramming-Sicherheit gewährleistet
ist.
[0009] Damit der Bolzen sich nicht zu rasch aus seiner Kurzschlussstellung in die radial
außen gelegen, geöffneten Entsicherungsstellung verlagern kann, ist mit der Wirkung
eines mechanischen Tiefpasses eine konstruktive Hemmung zweckmäßig. Die kann fertigungstechnisch
relativ einfach und deshalb kostengünstig und funktionszuverlässig dadurch realisiert
werden, dass für die lineare Bolzenbewegung eine schraubenförmige Führung ausgebildet
wird, etwa als Nut in einer hohlzylindrischen Innenwandung, in die eine radial vorspringende
Nase vom Bolzen eingreift.
[0010] Da sich der Bolzen konstruktionsbedingt nur nach außen, also radial von der Zünderachse
fort verlagern kann, führt es zu einer weiteren Steigerung der Funktionszuverlässigkeit,
(wenigstens) zwei derartige Bolzen-Kontaktpaare apparativ einander diametral gegenüberliegend
anzuordnen und elektrisch parallel zu schalten. Denn bei einer etwa test- oder handhabungsbedingt
nur einseitigen Stoßbeanspruchung wird dann allenfalls einer beider Bolzen (vorübergehend)
nach außen verlagert; der gegenüberliegende Bolzen verbleibt gegen einen konstruktiven
Anschlag in seiner Ruheposition und hält sein dem anderen parallel geschaltetes Kontaktpaar
stationär überbrückt, so dass eine Entsicherung und Zündkreisfreigabe noch zuverlässig
unterbunden bleibt. Erst dann wenn, da fliehkraftbedingt, sich beide Bolzen gleichzeitig
so weit radial nach außen verlagert haben, dass ihre einander elektrisch parallel
geschalteten Kontaktpaare beide geöffnet sind, ist der Stromkreis über die Kontaktpaare
tatsächlich unterbrochen und damit das elektrische Entsicherungskriterium gegeben.
[0011] Um herstellungsaufwändige und angesichts der außerordentlich hoch auftretenden Beschleunigungskräfte
beim Abschuss der Munition funktionskritische Verdrahtungen zu vermeiden, sind vorteilhafterweise
für den Sensor- oder Sicherungsstromkreis gegeneinander unter Isolierung axial versetzte
mindestens halbringförmige Leiter vorgesehen, die jeweils zur Lagerung eines Bolzens
ein radiales, beide Ringe anschneidendes, von der Zünderachse fort geöffnetes Sackloch
aufweisen. Das ist zweckmäßigerweise als Durchgangsbohrung ausgeführt, die dann aber
zur Zünderachse hin durch einen lokalen Deckel oder umlaufenden Ring verschlossen
ist. Gegenüberliegend ist in der Einbauumgebung, also beispielsweise direkt in der
Zünderwandung eine Freisparung zur Aufnahme des aus seiner Kontaktstellung herausbewegten
Bolzens ausgebildet. Hier ist auch die Druckfeder, etwa eine Schraubenfeder, gegengelagert,
wenn nicht der Rückstellfederkraft etwa durch einen gummibandartig über alle Bolzenpositionen
peripher umlaufenden radialelastischen Ring ausgeübt wird. Der in die Zünderinnenwandung
eingebrachte Hohlraum sollte zweckmäßigerweise quer zur Drallachse so tief ausgelegt
sein, dass der zugeordnete Bolzen auch gegen den Federdruck zentrifugalbedingt ganz
aus seinem Sackloch herausgleiten kann und dann dort gänzlich aufgenommen wird, weil
er aus dieser Position heraus, mangels Längsführung außerhalb des Sackloches, von
der Feder nicht wieder in das Sackloch zurückführbar ist.
[0012] Zusätzliche Weiterbildungen und Alternativen zur erfindungsgemäßen Lösung ergeben
sich aus den weiteren Ansprüchen und, auch hinsichtlich deren Vorteilen, aus nachstehender
Beschreibung eines in der Zeichnung auf das Funktionswesentliche beschränkt und nicht
ganz maßstabsgerecht skizzierten bevorzugten Realisierungsbeispieles zur Erfindung.
In der Zeichnung zeigt:
- Fig. 1
- im Axialquerschnitt durch eine Zünder-Ogive die stationären Positionen zweier einander
diametral gegenüber angeordneter Kurzschluss-Bolzen in ihren Führungen nach der erfindungsgemäßen
Sicherungseinrichtung,
- Fig. 2
- in Schrägansicht einen Aufbau einer derartigen Sicherungseinrichtung selbst und
- Fig. 3
- im Ausschnitt eine Wendelkurvenführung für ein verlangsamtes Längsverlagern des Kurzschluss-Bolzens
aus seiner Sicherungsstellung heraus.
[0013] Die Querschnittsdarstellung einer Sicherungseinrichtung 11 nach Fig.1 veranschaulicht
deren koaxialen Einbau in den konisch sich verjüngenden Bereich eines Zünders 12 für
drallstabilisierte Munition. Zwei zur Flug- und Drall-Achse 13, die auch die Längs-
oder System-Achse 13 des Projektils mit seinem Zünder 12 ist, konzentrisch über- oder
wie dargestellt ineinander liegende Ringe14, 15 können aus Kunststoff bestehen und
wenigstens über einen Halbkreis hinweg elektrisch leitend beschichtet sein; es sind
wegen der wesentlich höheren mechanischen Belastbarkeit aber vorzugsweise radial unter
Zwischenlage eines lsolierstreifens gegeneinander isolierte, gemäß Fig.2 über einen
Halbkreis oder gemäß Fig.1 und Fig.3 ganz umlaufende, massive metallene Ringe 14,
15, die aus elektrisch leitendem Material wie Kupfer oder Aluminium realisiert sind.
[0014] Ein bezüglich dieser System-Achse 13 radial gerichtetes Sackloch 16 dient der Aufnahme
und hohlzylindrischen Längsführung eines Bolzens 17. Der ist seinerseits axial zwischen
einer zentripetal wirkenden Feder 18 und dem Sackloch-Boden 19 eingespannt. Fertigungstechnisch
ist es einfacher, durch die Ringe 14, 15 hindurch eine radiale Bohrung einzubringen
und diese durch einen Deckel 20 oder einen gleich ganz umlaufenden Reifen 21 zur Achse
13 hin zu verschließen. Denn der Reifen 21 würde dann auch weitere Durchgangsbohrungen
zu Sacklöchern 16 für die Aufnahme von Bolzen 17 verschließen, wie in der Zeichnung
für eine weitere Position diametral gegenüber veranschaulicht
[0015] Beim Sackloch 16 werden die zueinander parallelen, an sich gegeneinander isolierten
Ringe 14 und 15 beide gleichzeitig vom Bolzen 17 kontaktiert. Der Bolzen 17 kann elektrisch
leitend beschichtet sein; bevorzugt besteht der Bolzen 17 jedoch massiv aus elektrisch
leitendem Material. Die beiden Ringe 14, 15 stellen so hier ein Kontaktpaar 22-23
dar, das vom in seiner stationären Ruhestellung im Sackloch 16 dazwischen hinein ragenden
Bolzen 17 ohmsch überbrückt, also kurzgeschlossen wird. Die beiden einander in einer
Querschnittsebene diametral gegenüberliegenden Kontaktpaare 22-23 / 22-23 sind einander
über die elektrisch leitenden, wenigstens halb umlaufenden Ringe 14, 15 elektrisch
parallel geschaltet.
[0016] Die Einwirkung einer entsprechend orientierten Querkraft-Komponente führt nur beim
entsprechend orientierten der Bolzen 17 zu seiner Bewegung gegen die Kraft der Rückstellfeder
18 aus der Ruhestellung des Endanschlags gegen den Sackloch-Boden 19 (vor dem Deckel
20) aus dem Sackloch heraus; der diametral gegenüberlegende Bolzen 17 wird in seiner
hohlzylindrischen Längsführung in gleicher resultierender Richtung beschleunigt und
verbleibt deshalb in seiner gegen den Sackloch-Boden 19 abgestützten Sicherungs-Ruhestellung.
[0017] Der Kurzschluss über eines der Kontaktpaare 22-23, so zwischen den beiden Ringen
14 - 15, bleibt dadurch in jenem gegenüberliegenden16 Sackloch bestehen, wenn nur
der andere Bolzen 17 sich radial nach außen bewegt hat. Da also hierdurch nur eines
der beiden einander parallel geschalteten Kontaktpaare 22-23 geöffnet wird, das andere
aber überbrückt bleibt, öffnet der Sicherungsstromkreis 24, in dem die beiden Kontaktpaare
22-23 schaltungstechnisch zueinander parallel liegen, dadurch noch nicht. Wenn die
auf den anderen Bolzen 17 in seiner Längsrichtung einwirkende Kraftkomponente wieder,
verschwindet, wird dieser Bolzen 17 von seiner Feder 18 wieder gegen den Sackloch-Boden
19 in auch seine Sicherungs-Ruhestellung rückgeführt, in der auch sein Kontaktpaar
22-23 wieder überbrückt ist.
[0018] Wenn dagegen im Freiflug der Munition eine drallbedingte Zentrifugalkraft beide Bolzen
17 aus ihren Anlagen im jeweiligen Sackloch 16 heraus axial (bezüglich der Drall-Achse
13 radial) nach außen verlagert, öffnen schließlich beide Kontaktpaare 22-23, und
der Sicherungsstromkreis 24 ist unterbrochen. Das kann von einer Prüfschaltung 25
sensiert werden, die nun ein Freiflug-Entsicherungssignal 26 an den Zündschaltkreis
27 liefert.
[0019] Zweckmäßigerweise gleiten die Bolzen 17 zentrifugalbedingt alle ganz aus ihren Sacklöchern
16 heraus und jeweils gänzlich in einen konzentrisch sich anschließenden Hohlraum
28 hinein, der in die Innenmantelfläche der Zünder-Wandung 29 eingearbeitet ist und
gegen dessen Grund die Rückstell-Feder 18 sich abstützt. Weil hier im Hohlraum 28
die Längsführung des Sackloches 16 fehlt, kann die Feder 18 den Bolzen 17 nach Abklingen
der Zentrifugalkraft nicht wieder in das Sackloch 16 hinein zu seinem Kontaktpaar
22-23 zurückschieben. Der Bolzen 16 bleibt also zuverlässig und störungsfrei in seinem
Hohlraum 28 aufgenommen und der Zünder 12 dadurch entsichert, wenn dieses Kriterium
erst einmal aufgetreten ist - ein Rückfall in die Sicherungsstellung ist so schon
mechanisch zuverlässig unterbunden, lässt sich aber zusätzlich auch etwa noch durch
monostabiles Schaltverhalten der Prüfschaltung 25 gewährleisten.
[0020] Bei nur vorübergehend auftretender Querbeschleunigung soll wie schon erwähnt der
Bolzen 17 von der Rückstell-Feder 18 in seine Kurzschlussstellung zurückgeführt werden,
also sein Sackloch 16 noch nicht verlassen haben. Die entgegenwirkende Feder 18 bewirkt
je nach ihrer Federkonstante wegabhängig, dass ein Bolzen 17 sich nicht unter Einfluss
einer nur vorübergehend auf die System-Achse 13 einwirkenden Querkraft zu schnell
aus seinem Sackloch 16 heraus bewegt. Diese Drosselung der Bolzenverlagerung wird
zweckmäßigerweise gemäß Fig.3 durch eine mechanische Führung längs einer Wendelkurve
30 wegunabhängig verstärkt. Die ist wie dargestellt in die hohlzylindrische Innenmantelfläche
des Sackloches 16 eingestochen. Von der Außenmantelfläche des Bolzens 16 steht zu
dessen Führung eine in die Wendelkurve 30 eingreifende Nase 32 radial vor. Über diese
Schraubengangführung wird der Längsbewegung des Bolzens 17 eine Drehbewegung überlagert
und die Längsbewegung aus dem Sackloch 16 heraus entsprechend verzögert. Dadurch kann
der Bolzen 17 bei nicht zu lang anstehender Querbeschleunigung dann von seiner Feder
18 wieder in die Kurzschlussposition im Sackloch 16 zurückgeschoben werden, so dass
die Sicherungsfunktion bis zum Auftreten von Zentrifugalkräften voll funktionstüchtig
erhalten bleibt.
[0021] Eine insbesondere für einen elektrischen Zündschaltkreis 27 ausgelegte Sicherungseinrichtung
11 spricht also zuverlässig noch nicht auf bloß einseitige Querbeanspruchungen, sondern
erst auf infolge Freiflugdralles anstehende Zentrifugalkräfte an, indem erfindungsgemäß
zwei über Ringbögen einander elektrisch parallel geschaltete, einander diametral gegenüber
ausgebildete Kontaktpaare 22-23, 22-23 beide gleichzeitig nicht mehr von Bolzen 17,
17 elektrisch leitend überbrückt sind, weil nur zentrifugalbedingt beide Bolzen 17,
17 gleichzeitig in ihren quer zur Rotationsachse 13 orientierten Sacklöchern 16, 16
aus ihren Kurzschluss-Sicherungsstellungen heraus radial nach außen verlagert werden.
Bezugszeichenliste
[0022]
- 11
- Sicherungseinrichtung
- 12
- Zünder (mit 11)
- 13
- Achse (von 11, 12, 14, 15)
- 14
- Ring
- 15
- Ring
- 16
- Sackloch (durch 14, 15)
- 17
- Bolzen (in 16 über 22-23)
- 18
- Feder (zwischen 17 und 28)
- 19
- Boden (von 16)
- 20
- Deckel (hinter 16)
- 21
- Reifen (20 bildend)
- 22
- Kontakt (an 14)
- 23
- Kontakt (an 15)
- 24
- Sicherungsstromkreis (über 22-23)
- 25
- Prüfschaltung (in 24)
- 26
- Entsicherungssignal (von 25 für 27)
- 27
- Zündschaltkreis (in 12)
- 28
- Hohlraum (in 29)
- 29
- Wandung (von 12)
- 30
- Wendelkurve (in 31)
- 31
- Innenmantelfläche (von 16)
- 32
- Nase (an 17, in 30)
1. Sicherungseinrichtung (11), für einen Drallgeschoss-Zünder (12), mit
a. wenigstens zwei über den Umfang des Drallgeschoss-Zünders (12) gegeneinander peripher
versetzten Kontaktpaaren (22 - 23), wobei die Kontaktpaare (22 - 23) einander parallel
geschaltet sind und jeweils ein Kontaktpaar (22 - 23) von zwei ohmschen Kontakten
(22, 23) gebildet wird, und
b. wenigstens zwei fliehkraftabhängig verlagerbaren, federbelasteten Bolzen (17),
wobei jedem Bolzen (17) ein Kontaktpaar (22 - 23) zugeordnet ist und der Bolzen (17)
gegen die Kraft einer Rückstellfeder (18) quer zur Rotations- und Längs-Achse (13)
des Zünders (12) aus einer Kurzschlussstellung über zwei mit einem Sicherungsstromkreis
(24) in Serie liegenden ohmschen Kontakten (22, 23) des Kontaktpaars (22 - 23) derart
heraus verlagerbar ist, dass eine Überbrückung der Kontakte (22, 23) durch den Bolzen
(17) aufhebbar ist.
2. Sicherungseinrichtung nach dem vorangehenden Anspruch,
wobei die Kontaktpaare (22 - 23) an konzentrisch einander radial, axial oder peripher
distanziert benachbarten elektrisch leitenden Bögen gegeben sind.
3. Sicherungseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
wobei zwei einander diametral gegenüberliegende Kontaktpaare (22 - 23) vorgesehen
und einander elektrisch parallel geschaltet sind.
4. Sicherungseinrichtung nach dem vorangehenden Anspruch,
wobei die Kontaktpaare (22 - 23) an zwei halb oder ganz umlaufenden Ringen (14, 15)
aus elektrisch leitendem Material gegeben sind.
5. Sicherungseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
wobei der ein Kontaktpaar (22 - 23) elektrisch überbrückende Bolzen (17) in einem
radial zur Zünder-Achse (13) orientierten Sackloch (16) längsgeführt ist.
6. Sicherungseinrichtung nach dem vorangehenden Anspruch,
wobei das Sackloch (16) als Durchgangsbohrung ausgelegt ist, die zur Zünder-Achse
(13) hin mittels eines Deckels (20) oder Reifens (21) als Boden (19) verschlossen
ist.
7. Sicherungseinrichtung nach einem der beiden vorangehenden Ansprüche,
wobei dem Boden (19) des Sackloches (16) gegenüber in der Innenmantelfläche (31) der
Zünder-Wandung (29) ein Hohlraum (29) zur Aufnahme des aus dem Sackloch (16) ausgetretenen
Bolzens (17) ausgebildet ist.
8. Sicherungseinrichtung nach einem der drei vorangehenden Ansprüche,
wobei der Bolzen (17) mit einer Nase (32) ausgestattet ist, die in eine in der Innenmantelfläche
(31) des Sackloches (16) vorgesehene Wendelkurve (30) eingreift.
1. Safety and arming unit (11) for a spinning projectile fuze (12), having
a. at least two contact pairs (22 - 23) which are peripherally offset with respect
to one another over the circumference of the spinning projectile fuse (12), wherein
the contact pairs (22 - 23) are connected in parallel with one another and one contact
pair (22 - 23) is in each case formed by two resistive contacts (22, 23), and
b. at least two spring-loaded bolts (17) which can be moved as a function of centrifugal
force, wherein each bolt (17) is associated with one contact pair (22 - 23), and the
bolt (17) can be moved against the force of a return spring (18), transversely with
respect to the rotation and longitudinal axis (13) of the fuse (12), from a short-circuit
position beyond two resistive contacts (22, 23) of the contact pair (22 - 23), which
are connected in series with a safety circuit (24), such that bridging of the contacts
(22, 23) by the bolt (17) can be cancelled.
2. Safety and arming unit according to the preceding claim, wherein the contact pairs
(22-23) are provided on electrically conductive arcs which are concentrically adjacent
to one another radially, axially or peripherally at a distance.
3. Safety and arming unit according to one of the preceding claims, wherein two mutually
diametrically opposite contact pairs (22-23) are provided, and are connected electrically
in parallel with one another.
4. Safety and arming unit according to the preceding claim, wherein the contact pairs
(22-23) are provided on two half-circumferential or complete-circumferential rings
(14, 15) composed of electrically conductive material.
5. Safety and arming unit according to one of the preceding claims, wherein the bolt
(17) which electrically bridges one contact pair (22-23) is guided longitudinally
in a blind hole (16) oriented radially with respect to the fuze axis (13).
6. Safety and arming unit according to the preceding claim, wherein the blind hole (16)
is in the form of a through-hole which is closed towards the fuze axis (13) by means
of a cover (20) or band (21) as the base (19).
7. Safety and arming unit according to one of the two preceding claims, wherein a cavity
(29) for holding the bolt (17), which emerges from the blind hole (16), is formed
opposite the base (19) at the blind hole (16) in the inner casing surface (31) of
the fuze wall (29).
8. Safety and arming unit according to one of the three preceding claims, wherein the
bolt (17) is provided with a tab (32) which engages in a helical curve (30) provided
in the inner casing surface (31) of the blind hole (16).
1. Dispositif de sécurité (11) pour un détonateur de projectile à autorotation (12) comprenant
a. au moins deux paires de contacts (22 - 23) avec un décalage périphérique mutuel
sur le pourtour du détonateur de projectile à autorotation (12), les paires de contacts
(22 - 23) étant branchées en parallèle les unes avec les autres et une paire de contacts
(22 - 23) étant à chaque fois formée par deux contacts ohmiques (22, 23), et
b. au moins deux goujons (17) pouvant être déplacés en fonction de la force centrifuge
et chargés par ressort, une paire de contacts (22 - 23) étant associée à chaque goujon
(17) et le goujon (17) pouvant être déplacé contre la force d'un ressort de rappel
(18) transversalement par rapport à l'axe de rotation et longitudinal (13) du détonateur
(12) hors d'une position de court-circuit par deux contacts ohmiques (22, 23) de la
paire de contacts (22 - 23) qui se trouvent en série avec un circuit électrique de
sécurité (24) de telle sorte qu'un pontage des contacts (22, 23) par le goujon (17)
puisse être annulé.
2. Dispositif de sécurité selon la revendication précédente, les paires de contacts (22
- 23) se trouvant sur des arcs concentriques électriquement conducteurs voisins les
uns des autres dans le sens radial, axial ou à espacement périphérique.
3. Dispositif de sécurité selon l'une des revendications précédentes, deux paires de
contacts (22 - 23) diamétralement opposées l'une à l'autre étant prévues et branchées
électriquement en parallèle l'une avec l'autre.
4. Dispositif de sécurité selon la revendication précédente, les paires de contacts (22
- 23) se trouvant sur deux bagues (14, 15) en matériau électriquement conducteur qui
couvrent la moitié ou la totalité du pourtour.
5. Dispositif de sécurité selon l'une des revendications précédentes, le goujon (17)
qui ponte électriquement une paire de contacts (22 - 23) étant guidé en longueur dans
un trou borgne (16) orienté dans le sens radial par rapport à l'axe du détonateur
(13).
6. Dispositif de sécurité selon la revendication précédente, le trou borgne (16) étant
réalisé sous la forme d'un orifice traversant qui est fermé vers l'axe du détonateur
(13) au moyen d'un couvercle (20) ou d'un collier (21) faisant office de fond (19).
7. Dispositif de sécurité selon l'une des deux revendications précédentes, un espace
creux (29) destiné à accueillir le goujon (17) qui sort du trou borgne (16) étant
formé dans le fond (19) du trou borgne (16) par rapport à la surface d'enveloppe intérieure
(31) de la paroi du détonateur (29).
8. Dispositif de sécurité selon l'une des trois revendications précédentes, le goujon
(17) étant équipé d'un tenon (32) qui vient en prise dans une came en spirale (30)
prévue dans la surface d'enveloppe intérieure (31) du trou borgne (16).