[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Harmonika oder ein Akkordeon nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1. Insbesondere befasst sich die vorliegende Erfindung mit der Diskant-
und Bassmechanik sowie die Anordnung und Anzahl der Stimmstöcke und Helikonstimmplatten
einer Harmonika oder eines Akkordeons.
Stand der Technik
[0002] Bei Harmonikas und Akkordeons sind in aus der Praxis bekannter Weise sowohl im Diskant-
als auch im Bassteil Hebel mit einer Betätigungstaste vorhanden. Die Funktionsweise
ist hierbei derart, dass der Balg durch Ziehen am Bassteil gedehnt und mit Luft gefüllt
wird. Wird während des Ziehens eine Taste betätigt, dann strömt in Folge des Unterdrucks
im Instrument die Luft durch eine Öffnung von außen durch eine Anordnung von einer
oder mehreren Stimmplatte(n) und versetzt die jeweils zugehörigen Stimmzungen in Bewegung,
wodurch ein Ton entsteht. Wird bei luftgefülltem Balg auf den Bassteil Druck ausgeübt,
so entsteht ein Überdruck im Balg. Betätigt man nun eine Taste, dann strömt die Luft
in umgekehrter Richtung vom Inneren des Instruments nach außen und versetzt auf diesem
Weg ebenfalls eine oder mehrere Stimmzungen in Schwingung, wodurch wiederum ein Ton
entsteht.
[0003] Sowohl im Diskant als auch im Bassteil wird die mechanische Betätigung der Taste
über ein Hebelgestänge mit mindestens einer Gelenkachse auf eine Klappe übertragen.
Diese Klappe öffnet eine entsprechend vorgesehene Öffnung.
[0004] Die so genannte "steirische" Harmonika, an deren Beispiel die Erfindung hier vorwiegend
dargestellt wird, ist die charakteristische Form einer diatonischen Harmonika, welche
in der Volksmusik vor allem in Bayern, in Österreich, in Südtirol und in Slowenien
Verwendung findet und diese entscheidend geprägt hat.
[0005] Bei steirischen oder diatonischen Harmonikas und bei chromatischen Knopfakkordeons
gibt es prinzipiell zwei Arten von Diskanttastaturen und Diskantmechaniken, nämlich
die "verdeckte" Tastatur und die "offene" Tastatur.
[0006] Bei der "verdeckten" Tastatur ist die eigentliche Mechanik in einem großflächig ausgesparten
Griffteil aufgebaut, wobei die einzelnen Tasten beispielsweise durch Messinglaschen
auf einer Edelstahlachse befestigt sind. Als optischer Abschluss wird vor der Mechanik,
d.h. vor den Tastenhebeln, ein Blech montiert, in dem Bohrungen für die Betätigungstasten
eingebracht sind, so dass nur die Betätigungstasten sichtbar sind. Bei den verdeckten
Mechaniken sind die Tastenhebel auf einer gemeinsamen Achse, in seltenen Fällen bei
Instrumenten mit fünf Tastenreihen auf zwei Achsen gelagert.
[0007] Bei der "offenen" Tastatur sind dagegen nicht nur die Betätigungstasten, sondern
auch die Tastenhebel von oben her sichtbar. Für jeden Tastenhebel ist im Griffteil
eine eigene nutartige Vertiefung eingefräst, in welche die Tastenhebel hineingesteckt
werden, so dass sie durch eine Edelstahlachse fixiert werden können. Die axiale Bewegung
der einzelnen Tasten wird durch die Seitenwände der nutartigen Vertiefungen verhindert.
Bei der offenen Tastatur werden bei Instrumenten mit drei und vier Tastenreihen die
Tastenhebel auf ein bis zwei Achsen gelagert. Instrumente mit fünf Tastenreihen besitzen
meist drei Achsen zur Lagerung der Tastenhebel. Die gebräuchlichste Form bei den steirischen
Harmonikas sind Instrumente mit drei oder vier Tastenreihen. Allgemein gibt es Harmonikas
und Akkordeons mit einer bis hin zu fünf, in seltenen Fällen mehr als fünf Tastenreihen.
[0008] Bei beiden der genannten Tastaturen bedienen die am Griffteil des Instruments äußersten
Tastenreihen über lange Tastenhebel die Öffnungen der der Vorderseite des Instruments
am nächsten liegenden Stimmstöcke, die dann nächste innere Tastenreihe bedient über
unterscheidbar kürzere Tastenhebel den nächsten inneren Stimmstock. Entsprechendes
gilt für die nachfolgenden Tastenreihen bis zur innersten Tastenreihe, die über kurze
Tastenhebel die Öffnungen des dem der Rückseite dem Griffstock des Instruments am
nächsten liegenden Stimmstockes bedient.
[0009] Bei der Bass- bzw. Begleitmechanik wird gemäß dem Stand der Technik jede Schubbewegung
eines Tastendrucks im Falle der diatonischen Harmonika über mindestens zwei Drehlager,
im Falle des chromatischen Akkordeons über mehr als vier gegeneinander bewegliche
Elemente, zum Klappendeckel übertragen, so dass die Schubbewegung einer betätigten
Bass- oder Begleittaste in eine letztendliche Drehbewegung um eine Achse, die zum
Klappendeckel oder den Hebel zum Klappendeckel führt, umgelenkt wird. Der oder die
Klappendeckel werden bei gedrückter Bass- oder Begleittaste dabei nach außen hin weggedreht
und öffnen vorgesehene Öffnungen, die zu den Stimmplatten von Bass und Begleitung
führen. Die Basstasten sind dabei durch Aussparungen am Griffbrett des Bassteils in
Translationsführungen gelagert.
[0010] Um breite und volle Töne zu erreichen, werden im Allgemeinen in den Diskantteil von
Harmonikas und Akkordeons zwei-, drei- oder mehrchörige Stimmen eingebaut. Zweichörigkeit
bei den Diskantstimmen bedeutet, dass bei Tastendruck zur Erzeugung eines bestimmten
Tones zwei Zungen in Schwingung versetzt werden, deren Frequenzen um eine Schwebung
von bis zu sechs Hertz differieren. Bei Bass und Begleitung chromatischer Instrumente
werden zumeist der Bass aus einem Grundbass und einem passenden Oktavton des Begleitstimmensatzes
und der Begleitakkord aus drei einzelnen Tönen des Begleitstimmensatzes mittels eines
mechanischen Systems von Übertragungswellen, Knopfschiebern, Wellen- und Mitnehmerstiften
zusammengesetzt. Die Bässe der diatonischen Harmonika werden nach der Art des erzeugten
Tones in fest zusammengesetzte Bassstimmensätze und Begleitakkorde untergliedert.
[0011] Der besondere Klang so genannter Helikonbässe beruht unter anderem auf der Verwendung
großer Zungen. Bei den Helikonbässen unterscheidet man je nach der Anzahl der zur
Erzeugung eines Tones in Schwingung versetzten Zungen ebenfalls zwischen einchörigen
und mehrchörigen, z.B. zweichörigen, Bässen oder Stimmen (Begleitakkorde sind dagegen
immer nur einchörig). So werden bei zweichörigen Helikonbässen auf Tastendruck durch
die Druck- und Saugluft jeweils zwei Zungen in Schwingung versetzt, beispielsweise
der Grundton C und dessen Oberoktave c. Bei dreichörigen Bässen erklingt neben dem
Grundton C und dessen Oberoktave c die darüber liegende Doppeloktave c'. Im Gegensatz
zu den Stimmen des Diskantteiles werden bei mehrchörigen Bässen also keine Schwebungen,
sondern mindestens zwei gleiche oder um genau eine Oktave verschiedene Töne erzeugt.
Der Einsatz von mehrchörigen, insbesondere zweichörigen Helikonbässen ist besonders
erwünscht, da dadurch ein voller und gleichmäßigerer Klang erreicht wird.
[0012] Eine aus der Praxis bekannte Art der Bauweise des Bassteils einer Harmonika oder
eines Akkordeons mit Helikonbässen gemäß dem Stand der Technik verwendet Stimmplatten,
bei denen für beide Luftströmrichtungen bereits zwei Stimmzungen (Grundton und dessen
Oberoktave) vorgesehen sind. Diese Stimmplatten besitzen vier Stimmzungen. Andere
bekannte Bauweisen benutzen zwei getrennte Stimmplatten, wobei eine den Grundton in
beide Luftströmrichtungen erzeugt und die zweite meist die erste Oberoktave dazu in
beide Luftströmrichtungen erzeugt. Diese Stimmplatten besitzen jeweils zwei Stimmzungen.
[0013] Die
DE 28 50 420 Al und die
US 4 159 664 A offenbaren je ein Akkordeon, enthaltend einen Diskantteil mit einer Diskantmechanik
und einen Bassteil mit einer Bassmechanik, wobei die Diskantmechanik ausgelegt ist,
um eine für alle Töne möglichst gleichmäßige Ansprache der Tonerzeugung zu gewährleisten.
Dazu wird gemäß der
DE 28 50 420 Al mit Haupt- und Rilfstastenhebeln gearbeitet, die um je separate zugeordnete Achsen
schwenkbar sind, und schlägt die
US 4 159 664 A Schubstangen vor, für die die Diskanttasten quer zur üblichen Diskanttasten-Spielebene
angeordnet werden müssen, also ein völlig neues Instrument geschaffen werden muss.
[0014] Die
DE 297 97 660 U1 und die
AT 102 241 B offenbaren jeweils eine Harmonika mit gleichen Tastenhebellängenverhältnissen, wobei
aber für Tasten in verschiedenen Reihen ein verschiedener Tastenhub benötigt wird
und daher keine gleichmäßige Ansprache der Tonerzeugung gewährleistet ist.
[0015] Aus der
DE 917 228 C ist ein nicht-ebener Diskantboden bekannt, der für sich nicht geeignet ist, um eine
gleichmäßige Ansprache der Tonerzeugung zu gewährleisten.
[0016] Alle Gestaltungen des Standes der Technik haben den Nachteil, dass sie aufwendig
sind und bauartbedingte Funktions- und Anordnungsnachteile haben.
Aufgabenstellung
[0017] Die Erfindung hat zum Ziel, eine Harmonika zu schaffen, deren Mechanik einfach ist
und funktions- sowie anordnungsmäßig besser ist als beim Stand der Technik.
[0018] Dieses Ziel wird mit einer Harmonika nach dem Anspruch 1 erreicht.
[0019] Insbesondere und in vorteilhafter Weise wird durch die Erfindung in ihrer grundsätzlichen
Ausgestaltung sowie in ihren verschiedenen darüber hinaus gehenden weiteren Ausgestaltungen,
wie sie u.a. in den abhängigen Ansprüchen angegeben sind, erreicht,
- die unterschiedlichen Hebelwirkungen der Tastatur der Diskantmechanik zu vereinheitlichen,
sowie ggf.
- eine direktere Ansprache der Bassmechanik zu ermöglichen, und/oder
- die Ergonomie der Mechaniken zu erhöhen, und/oder
- infolge der Umsortierung der Stimmplatten eine Platzoptimierung zu schaffen, die eine
Erhöhung der Anzahl der Helikonbässe in zweichöriger Ausführung bei gleicher Baugröße
ermöglicht.
[0020] Die Diskantmechanik hat bei den bisher bekannten Bauweisen sowohl in "offener" als
auch "verdeckter" Ausführung den Nachteil, dass bei einen mit mehreren Tastenreihen
ausgestatteten Harmonika sich aufgrund des unterschiedlichen Abstands der Tastenreihen
als auch aufgrund des unterschiedlichen Abstandes der Stimmstöcke zu den Achsen nicht
nur verschiedene Hebellängen, sondern auch besonders lange Hebellängen für äußere
Tastenreihen ergeben. Die Hebellängen und Hebelverhältnisse sind am Beispiel einer
4-reihigen Harmonika mit "offener" Mechanik in der Fig. 2 und als Explosionszeichnung
der Diskanthebel in in der Fig. 2 und als Explosionszeichnung der Diskanthebel in
der Fig. 3b dargestellt. Entsprechende Ausführungen sind auch mit zwei, drei oder
mehr als vier Reihen üblich.
[0021] Es wird versucht, die im statischen Fall unterschiedlichen Hebelkräfte durch unterschiedlich
starke, auf die Hebel wirkende Federn auszugleichen. Bei Bedienung der Tastenhebel
wirken sich jedoch die unterschiedlichen Trägheitsmomente der verschieden langen Hebel
spürbar aus. Äußere Tastenreihen wirken daher weicher, indirekter und behäbiger als
innere Tastenreihen. Ein Vorteil der Erfindung in entsprechenden Ausgestaltungen ist
es gegenüber diesem Nachteil des Standes der Technik, die Tastenhebellängen und Tastenhebellängenverhältnisse
über alle Tastenreihen hinweg anzugleichen und die Hebellängen dabei generell kurz
zu halten und somit ein über alle Tastenreihen hinweg konstantes Spielgefühl der Tastatur
erzeugen zu können.
[0022] Dazu werden, wie in den entsprechenden abhängigen Ansprüchen angegeben ist, die Stimmstöcke
in zur bisher bekannten Bauweise umgekehrter Reihenfolge auf einen dafür speziell
geformten Diskantboden einsortiert, so dass unter Nutzung von einer zur Anzahl der
Knopfreihen vorzugsweise gleichen Anzahl von Achsen, die so positioniert sind, dass
die Abstände zu Tasten und Klappen über alle Tastenhebel hinweg zumindest im wesentlichen
gleich sind, die Tastenhebellängen und Tastenhebellängenverhältnisse über alle Tastenhebel
der gesamten Tastatur hinweg unwesentlich verschieden bis zumindest im wesentlichen
gleich sind. Die äußersten Tastenreihen bedienen dabei die Öffnungen des der Rückseite
des Instruments nächstliegenden Stimmstocks, die zweitäußerste Tastenreihe die des
der Rückseite zweit nächstliegenden usw. bis hin zur innersten Tastenreihe, die die
Öffnungen des der Vorderseite des Instrumentes nächstliegenden Stimmstocks bedient.
[0023] Die Bassmechaniken von Harmonikas und Akkordeons haben durch eine Anzahl von Gelenken,
Drehachsen und sonstigen, bauartbedingten Übertragungselementen mechanische Nachteile
in Form von Reibung an diesen Gelenken und/oder verwendeten Schub- und Gleitübertragungen,
sowie durch Drehbeanspruchungen des Gestänges entlang der Drahtachse. Die höhere Elastizität
eines Drahtes oder Gestänges in Drehbeanspruchung um oder entlang der Drahtachse verursacht
eine fühlbare und unerwünschte Weichheit der mechanischen Übertragung von der Basstaste
auf den Klappendeckel. Darüber hinaus zeigt jedes zur Übertragung notwendige Gelenk
nach einiger Zeit Verschleißerscheinungen, die eine dauerhafte und exakte Funktion
der Mechanik nicht zulassen. Die Anordnung und Verwendung von Dreh- und Übertragungselementen
ist im Falle der diatonischen Harmonika am Beispiel der steirischen Harmonika in der
Fig. 2 und im Falle des chromatischen Akkordeons in der Fig. 8 dargestellt.
[0024] Mit Vorteil werden bei entsprechenden Ausgestaltungen der Erfindung die Bassmechaniken
derart verändert, dass im Falle der diatonischen Harmonika keine Gelenke und keine
Rotation eines übertragenden Elements mehr und durch gleiche Anwendung im chromatischen
Akkordeon maximal drei drehbar oder lenkbar gestaltete Übertragungselemente zwischen
den Bass- bzw. Begleittasten und den zugehörigen Klappendeckeln auftreten.
[0025] Dies wird gemäß den entsprechenden abhängigen Ansprüchen durch Umkehrung der Klappenöffnungsrichtung
erreicht. Während sich nach dem Stand der Technik Klappendeckel immer nach außen,
vom Inneren weg öffnen, wird gemäß diesen Ausgestaltungen der Erfindung die Klappenöffnung
nach innen ausgeführt. Das Übertragungsgestänge ist im Falle der diatonischen Harmonikas
ein reines Schubgestänge, das keine Gelenk- oder Rotationselemente aufweist, und im
Falle der chromatischen Instrumente auf wesentlich weniger Übertragungselemente im
Vergleich zu bisherigen Bauweisen reduziert. Die konische Form des Klappendeckels,
der sich bei Schließen in die Trennwand einsenkt, ermöglicht eine Verringerung des
Platzbedarfes des Deckels im Inneren des Instruments, um den Durchlasskanal zwischen
Schachtwänden und Klappendeckeln für die Luftströmung möglichst weit öffnen zu können.
[0026] Der Einbau von zwölf mindestens zweichörigen Helikonbässen, also Bassstimmzungen
mit größerer Dimension und damit satterem Klangverhalten und damit entsprechend dem
Klangbild der steirischen Harmonika ist in chromatischen wie diatonischen Instrumenten
gewünscht. Die Möglichkeiten dies in diesen Instrumenten zu verwirklichen ist aber
durch den zur Verfügung stehenden Platz begrenzt und an die Art und Weise der Anordnung
der Stimmplatten gekoppelt. In vorteilhafter Kombination mit der hier beschriebenen
Bassmechanik ist für die Stimmplatten eine andere Anordnungsstruktur möglich, die
einen Nutzungsvorteil des Platzangebotes im Instrument erschließt.
[0027] Im Falle der steirischen Harmonika ist es vorwiegend gewünscht, den Tonumfang auf
die chromatische Tonleiter ohne klangliche Abstriche auszuweiten. Dies erfordert die
Aufnahme zusätzlicher Stimmenplatten. Eine Erhöhung der Anzahl der Helikonbässe hat
bei herkömmlichen Bauarten daher eine Vergrößerung der Abmessungen der Harmonika zur
Folge, wodurch jedoch das charakteristische Erscheinungsbild des Instrumentes und
seine Handhabbarkeit wesentlich beeinträchtigt werden. Aus diesen Gründen ist man
bei der herkömmlichen Bauweise der steirischen Harmonika zu Kompromissen gezwungen.
So werden beispielsweise einige der weniger gespielten Helikonbässe nur einchörig
ausgeführt. Die Aufnahme weiterer Bässe, auch wenn es sich dabei lediglich um einchörige
handelt, ist nur beschränkt möglich.
[0028] Verschiedene, gemäß dem Stand der Technik entsprechende Bauweisen versuchen deshalb
den Platz im Instrumenteninneren und im Balghohlraum zu nutzen, um im Falle der diatonischen
Harmonika die Anzahl der Helikonbässe zu erhöhen und im Falle des chromatischen Akkordeons
die Dimensionen der Stimmzungen zu vergrößern. Dabei ragen entweder Teile, die für
die Erzeugung der Basstöne zuständig sind, wie z.B. Stimmplatten, oder der oder ein
Begleitstimmstock in den Balghohlraum (vgl. Fig. 5a, 5b, 5c). Der im Balginneren zur
Verfügung stehende Raum ist aber durch die in das Instrumenteninnere ragenden Balgfalten
begrenzt. Die
AT 402 241 B beschreibt die Möglichkeit durch eine zweite Basskastenetage, die in den Balgraum
ragt, die Anzahl der Helikonbässe einer steirischen Harmonika ohne Veränderung der
Bauform bzw. Baugröße zu erhöhen. Aber auch diese Bauweise lässt einen Einbau von
mehr als 10 Helikonbässe in doppelter Ausführung bei Einhaltung der üblichen Größe
nicht zu. Es liegt aber im allgemeinen Interesse von Harmonika- und Akkordeonspielern,
den Tonumfang einer Bassseite mit Helikonbässen bei gleicher und für das Instrument
typischer Baugröße zu erweitern, da dies die musikalische Bandbreite des Instruments
erhöht, und das Klangbild der Bässe durch Einbau von Helikonbässen zu erweitern.
[0029] In vorteilhafter Weise wird gemäß entsprechenden Ausgestaltungen die Einsortierung
der Bassstimmplatten in den Bassteil sowie der Kanzellenräume und Luftkanäle so gestaltet,
dass ohne Überschreiten der herkömmlichen Baugrößen ein Einbau von 12 zweichörigen
Helikonbässen im chromatischen Akkordeon und im Falle der diatonischen Harmonika eine
Ausweitung des Tonumfangs auf den einer chromatischen Tonleiter möglich ist.
[0030] Gemäß entsprechenden abhängigen Ansprüchen wird dies erreicht, indem hierbei zwei
getrennte Stimmplatten eingebaut werden, wobei eine den Grundton und die zweite entweder
den gleichen Grundton oder die erste Oberoktave dazu erzeugt. Es wird dazu die Voraussetzung
geschaffen, dass kein Bauteil, das für die Erzeugung der Basstöne zuständig ist, in
den Balghohlraum ragt und die Breite eines Bassschachtes nicht die Dimension einer
einchörigen Helikonbassstimmplatte überschreitet. Durch diese Bauweise wird es ermöglicht,
zum einen die volle Breite des Bassgehäuses für den Einbau von zwölf zweichörigen
Helikonbässen nutzbar zu machen, und zum anderen, dass der Balghohlraum für eine Ausweitung
der Begleitakkordanordnung zur Verfügung steht. Die gleiche Anordnung mit identischem
Klangcharakter kann in Kombination mit der beschriebenen Bassmechanik in das chromatische
Akkordeon eingebaut werden. Die beiden Stimmplatten werden dazu in erster Variante
senkrecht oder nahezu senkrecht zueinander angeordnet. Die Grundtonstimmplatte wird
zumindest im wesentlichen waagrecht eingebaut und lässt an der zur Rückseite gerichteten
Seite der Stimmplatte eine genügend große Luftöffnung zwischen Stimmplatte und Rückwand
des Bassteils für die zweite Stimmplatte frei. Die zweite Stimmplatte wird stehend
parallel oder nahezu parallel zur Rückseite des Bassteils eingebaut, wobei der Hohlraum
zwischen Stimmplatte und Rückwand des Bassteils als Kanzellenraum dieser Stimmplatte
genutzt wird. In einer zweiten Variante wird die zweite Stimmplatte parallel oder
nahezu parallel über der Grundtonstimmplatte angeordnet, wobei der Luftkanal dieser
in eine genügend große Öffnung zwischen der ersten Grundtonstimmplatte und der Instrumentenrückseite
mündet. Die zweite Stimmplatte kann als zweiter Grundton oder wahlweise erste Oberoktave
zum Grundton ausgeführt sein.
[0031] Durch die Erfindung wird zur Erreichung des o.g. Ziels insbesondere geschaffen eine
Harmonika oder ein Akkordeon, enthaltend einen Diskantteil mit einer Diskantmechanik
und einen Bassteil mit einer Bassmechanik, wobei die Diskantmechanik ausgelegt ist,
um eine für alle Töne möglichst gleichmäßige Ansprache der Tonerzeugung zu gewährleisten.
[0032] Dabei ist weiter vorgesehen, dass die Diskantmechanik wenigstens drei Reihen von
Tastenhebeln enthält, die an parallelen Achsen schwenkbar gelagert sind und denen
bezüglich der jeweiligen Achse an einer Seite in einem Tastenabstand L1 von der jeweiligen
Achse Tasten und an der anderen Seite in einem Klappenabstand L2 von der jeweiligen
Achse Klappendeckel zugeordnet sind, und dass bezüglich verschiedener Reihen von Tastenhebeln
die Tastenabstände L1 zumindest annähernd gleich sind und die Klappenabstände L2 zumindest
annähernd gleich sind.
[0033] Erfindungsgemäss ist vorgesehen, dass die Diskantmechanik wenigstens drei Reihen
von Tastenhebeln enthält, die an parallelen Achsen schwenkbar gelagert sind und denen
bezüglich der jeweiligen Achse an einer Seite in einem Tastenabstand L1 von der jeweiligen
Achse Tasten und an der anderen Seite in einem Klappenabstand L2 von der jeweiligen
Achse Klappendeckel zugeordnet sind, und dass bezüglich verschiedener Reihen von Tastenhebeln
die Längenverhältnisse L1/L2 der Tastenabstände L1 zu den Klappenabständen L2 zumindest
annähernd gleich sind.
[0034] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen bestehen darin, dass der Diskantteil mit der
Diskantmechanik wenigstens in drei Reihen angeordnete Tasten an Tastenhebeln enthält,
wobei die Tastenhebel der Tasten einer Reihe an einer gemeinsamen Achse schwenkbar
gelagert sind und mittels Klappendeckeln Öffnungen in einem Diskantboden zu dahinter
liegenden Stimmstöcke mit Stimmplatten und Stimmzungen verschließen und bei Betätigung
der zugehörigen Taste freigeben, und/oder dass der Bassteil die Bassmechanik mit Klappendeckeln
und Gestängen, Tasten und eine Anordnung von Stimmplatten und Stimmzungen enthält,
wobei über eine Betätigung einer Taste ein entsprechender Lufkanal zu den Stimmplatten
und Stimmzungen freigegeben wird.
[0035] Bei einer Harmonika oder einem Akkordeon, enthaltend ein Diskantteil mit Tasten auf
Tastenhebeln, die an einem Griffteil schwenkbar gelagert sind, und mittels Klappendeckeln
Öffnungen in einem Diskantboden mit dahinter liegenden Stimmstöcken mit Stimmplatten
und Stimmzungen verschließt, und ein Bassteil mit Tasten und einer Bassmechanik mit
Klappendeckeln und Gestänge, einer Anordnung von Stimmplatten und Stimmzungen, mindestens
einem Begleitstimmstock mit Stimmplatten und Stimmzungen und gegebenenfalls Basstrichtern,
sind nachfolgend exemplarisch angegebene Ausgestaltungen verteilhaft und bevorzugt:
- a) Eine Harmonika oder ein Akkordeon, wobei die zu einer gemeinsamen Reihe von Tasten
gehörenden Tastenhebel des Diskantteils gemeinsam und ausschließlich auf jeweils einer
der bei Harmonikas oder Akkordeons mit vier Knopfreihen vorzugsweise vier Achsen so
gelagert sind, dass
die äußerste Reihe der Tasten mittels der Tastenhebel, die auf einer Achse schwenkgelagert
sind, mit den daran befestigten Klappendeckeln die im Diskantboden vorgesehenen, der
Rückseite des Instruments nächstliegenden Öffnungen des dahinter liegenden Stimmstocks
verschließen,
die zweitäußerste Reihe der Tasten mittels der Tastenhebel, die auf einer Achse schwenkgelagert
sind, mit den daran befestigten Klappendeckeln die im Diskantboden vorgesehene, der
Rückseite des Instruments zweitnächstliegenden Öffnungen des dahinter liegenden Stimmstocks
verschließen,
die zweitinnerste Reihe der Tasten mittels der Tastenhebel, die auf einer Achse schwenkgelagert
sind, mit den daran befestigten Klappendeckeln die im Diskantboden vorgesehenen, der
Vorderseite des Instruments zweitnächstliegenden Öffnungen des dahinter liegenden
Stimmstocks verschließen, und die innerste Reihe der Tasten mittels der Tastenhebel,
die auf einer Achse schwenkgelagert sind, mit den daran befestigten Klappendeckeln
die im Diskantboden vorgeschenen, der Vorderseite des Instruments nächstliegenden
Öffnungen des dahinter liegenden Stimmstocks verschließen.
- b) Eine Harmonika oder ein Akkordeon, wobei die zu einer gemeinsamen Reihe von Tasten
gehörenden Tastenhebel des Diskantteils gemeinsam und ausschließlich auf jeweils einer
der bei Harmonikas oder Akkordeons mit drei Knopfreihen vorzugsweise drei Achsen so
gelagert sind, dass
die äußerste Reihe der Tasten mittels der Tastenhebel, die auf einer Achse schwenkgelagert
sind, mit den daran befestigten Klappendeckeln die im Diskantboden vorgesehenen, der
Rückseite des Instruments nächstliegenden Öffnungen des dahinter liegenden Stimmstocks
verschließen,
die zweitäußerste Reihe der Tasten mittels der Tastenhebel, die auf einer Achse schwenkgelagert
sind, mit den daran befestigten Klappendeckeln die im Diskantboden vorgesehenen, der
Rückseite des Instruments zweitnächstliegenden Öffnungen des dahinter liegenden Stimmstocks
verschließen, und dass die innerste Reihe der Tasten mittels der Tastenhebel, die
auf einer Achse schwenkgelagert sind, mit den daran befestigten Klappendeckel die
im Diskantboden vorgesehenen, der Vorderseite des Instruments nächstliegenden Öffnungen
des dahinter liegenden Stimmstocks verschließen.
- c) Eine Harmonika oder ein Akkordeon, wobei die zu einer gemeinsamen Reihe von Tasten
gehörenden Tastenhebel des Diskantteils gemeinsam und ausschließlich auf jeweils einer
der bei Harmonikas oder Akkordeons mit fünf Knopfreihen vorzugsweise fünf Achsen so
gelagert sind, dass
die äußerste Reihe der Tasten mittels der Tastenhebel, die auf einer Achse schwenkgelagert
sind, mit den daran befestigten Klappendeckeln die im Diskantboden vorgesehenen, der
Rückseite des Instruments nächstliegenden Öffnungen des dahinter liegenden Stimmstocks
verschließen,
die zweitäußerste Reihe der Tasten mittels der Tastenhebel, die auf einer Achse schwenkgelagert
sind, mit den daran befestigten Klappendeckeln die im Diskantboden vorgesehenen, der
Rückseite des Instruments zweitnächstliegenden Öffnungen des dahinter liegenden Stimmstocks
verschließen,
die drittäußerste oder mittlere Reihe der Tasten mittels der Tastenhebel, die auf
einer Achse schwenkgelagert sind, mit den daran befestigten Klappendeckeln die im
Diskantboden vorgesehenen, der Rückseite des Instruments drittnächstliegenden oder
mittleren Öffnungen des dahinter liegenden Stimmstocks verschließen,
die zweitinnerste Reihe der Tasten mittels der Tastenhebel, die auf einer Achse schwenkgelagert
sind, mit den daran befestigten Klappendeckeln die im Diskantboden vorgesehenen, der
Vorderseite des Instruments zweitnächstliegenden Öffnungen des dahinter liegenden
Stimmstocks verschließen, und die innerste Reihe der Tasten mittels der Tastenhebel,
die auf einer Achse schwenkgelagert sind, mit den daran befestigten Klappendeckeln
die im Diskantboden vorgesehenen, der Vorderseite des Instruments nächstliegenden
Öffnungen, des dahinter liegenden Stimmstocks verschließen.
- d) Eine Harmonika oder ein Akkordeon, wobei die zu einer gemeinsamen Reihe von Tasten
gehörenden Tastenhebel des Diskantteils gemeinsam und ausschließlich auf jeweils einer
der bei Harmonikas oder Akkordeons mit sechs Knopfreihen vorzugsweise sechs Achsen
so gelagert sind, dass
die äußerste Reihe der Tasten mittels der Tastenhebel, die auf einer Achse schwenkgelagert
sind, mit den daran befestigten Klappendeckeln die im Diskantboden vorgesehenen, der
Rückseite des Instruments nächstliegenden Öffnungen des dahinter liegenden Stimmstocks
verschließen,
die zweitäußerste Reihe der Tasten mittels der Tastenhebel, die auf einer Achse schwenkgelagert
sind, mit den daran befestigten Klappendeckeln die im Diskantboden vorgesehenen, der
Rückseite des Instrumentes zweitnäehstliegenden Öffnungen des dahinter liegenden Stimmstocks
verschließen,
die drittäußerste Reihe der Tasten mittels der Tastenhebel, die auf einer Achse schwenkgelagert
sind, mit den daran befestigten Klappendeckeln die im Diskantboden vorgesehenen, der
Rückseite des Instruments drittnächstliegenden Öffnungen des dahinter liegenden Stimmstocks
verschließen,
die drittinnerste Reihe der Tasten mittels der Tastenhebel, die auf einer Achse schwenkgelagert
sind, mit den daran befestigten Klappendeckeln die im Diskantboden vorgesehenen, der
Vorderseite des Instruments drittnächstliegenden Öffnungen des dahinter liegenden
Stimmstocks verschließen,
die zweitinnerste Reihe der Tasten mittels der Tastenhebel, die auf einer Achse schwenkgelagert
sind, mit den daran befestigten Klappendeckeln die im Diskantboden vorgesehenen, der
Vorderseite des Instruments zweitnächstliegenden Öffnungen des dahinter liegenden
Stimmstocks verschließen, und die innerste Reihe der Tasten mittels der Tastenhebel,
die auf einer Achse schwenkgelagert sind, mit den daran befestigten Klappendeckeln
die im Diskantboden vorgesehenen, der Vorderseite des Instruments nächstliegenden
Öffnungen des dahinter liegenden Stimmstocks verschließen.
- e) Eine Harmonika oder ein Akkordeon, wobei die zu einer Gruppe von gemeinsamen Reihen
von Tasten gehörenden Tastenhebel
des Diskantteils gemeinsam und ausschließlich auf jeweils einer der Achsen so gelagert
sind, dass
die äußerste Gruppe von Reihen der Tasten mittels der Tastenhebel, die auf einer Achse
schwenkgelagert sind, mit den daran befestigten Klappendeckeln die im Diskantboden
vorgesehenen, der Rückseite des Instruments nächstliegenden Öffnungen mit dahinter
liegenden Gruppe von Stimmstöcken verschließen,
die zweitäußerste Gruppe von Reihen der Tasten mittels der Tastenhebel, die auf einer
Achse schwenkgelagert sind, mit den daran befestigten Klappendeckeln die im Diskantboden
vorgesehenen, der Rückseite des Instruments zweitnächstliegenden öffnungen mit dahinter
liegenden Gruppe von Stimmstöcken verschließen, und
dass die innerste Gruppe von Reihen der Tasten mittels der Tastenhebel, die auf einer
Achse schwenkgelagert sind, mit den daran befestigten Klappendeckeln die im Diskantboden
vorgesehenen, der Vorderseite des Instruments nächstliegenden Öffnungen mit dahinter
liegenden Gruppe von Stimmstöcken verschließen.
Wie schon in anderer Formulierung ähnlich erläutert, ist es ferner bevorzugt, wenn
im Diskantteil die Längen L1 und L2 und Längenverhältnisse L1/L2 aller Tastenhebel
höchstens unwesentlich unterschiedlich sind.
[0036] Erfindungsgemäss ist vorgesehen, dass die Diskantmechanik wenigstens drei Reihen
von Tastenhebeln enthält, die an parallelen Achsen schwenkbar gelagert sind, und dass
im Diskantteil ein Diskantboden so geformt ist, dass jede Achse in oder nächstliegend
parallel der Ebene, die durch die Schließfläche eines Klappendeckels, dessen Tastenhebel
auf genau dieser Achse gelagert ist, aufgespannt wird, liegt.
[0037] Die nachfolgenden weiteren Ausgestaltungen sind auch ohne die vorstehend genannten
und erläuterten Varianten der Harmonika oder des Akkordeons für sich alleine vorteilhaft,
enthaltend ein Diskantteil mit Tasten auf Tastenhebeln, die an einem Griffteil schwenkbar
gelagert sind, und mittels Klappendeckeln Öffnungen in einem Diskantboden mit dahinter
liegenden Stimmstöcken mit Stimmplatten und Stimmzungen verschließt, und ein Bassteil
mit Tasten und einer Bassmechanik mit Klappendeckeln und Gestänge, einer Anordnung
von Stimmplatten und Stimmzungen, mindestens einem Begleitstimmstock mit Stimmplatten
und Stimmzungen und gegebenenfalls Basstrichtern:
Es ist somit ferner vorteilhaft, wenn die Klappendeckel mittels eines Schubgestänges
zum Öffnen der Luftkanäle in das Instrumenteninnere eingedrückt werden und die Betätigung
der Tasten durch ein Schubgestänge ohne Drehgelenke und ohne schwenkbar auf Achsen
gelagert zu sein, auf die Klappendeckel überträgt.
[0038] Bei einer Weiterbildung davon ist mit Vorzug vorgesehen, dass der Bassteil Klappendeckel
enthält, die mittels eines Schubgestänges zum Öffnen von Luftkanälen in das Instrumenteninnere
eingedrückt werden, und dass das Schubgestänge die Betätigung von Tasten insbesondere
drehgelenkfrei und schwenkachsenfrei auf die Klappendeckel überträgt.
[0039] Noch eine weitere bevorzugte Ausgestaltung besteht darin, dass die Klappendeckel
konisch geformt sind, die zum Instrumenteninneren gerichtete Seite des Klappendeckel
sich also in Form nicht von der zur Außenseite des Instrumentes gerichtete Seite des
Klappendeckeln nicht oder unwesentlich unterscheidet, die beiden Seiten aber von unterschiedlicher
Größe sind und sich die Klappendeckel bei nicht gedrückter Tasten in entsprechend
dem Klappendeckel konisch geformte Öffnungen einsenken.
[0040] Dies ist vorzugsweise dadurch weitergebildet, dass im Bassteil Klappendeckel vorgesehen
sind, die konisch geformt sind und sich bei nicht gedrückten Tasten in entsprechend
den Klappendeckeln konisch geformte Öffnungen einsenken.
[0041] Es ist ferner von Vorteil, wenn im Bassteil eine Anordnung von Helikonstimmplatten
so gewählt ist, dass bei herkömmlicher Bauweise ohne wesentliche Veränderung der instrumententypischen
Baugröße mehr als 10 zweichörige Helikonbässe eingebaut werden können.
[0042] Auch kann vorzugsweise vorgesehen sein, dass im Bassteil eine Anordnung von Helikonstimmplatten
so gewählt ist, dass bei herkömmlicher Bauweise ohne wesentliche Veränderung der Baugröße
und bei gleicher Anzahl der Helikonbässe ein wesentlicher Raumgewinn im Inneren des
Instrumentes herbeizuführen ist.
[0043] Eine noch weitere vorzugsweise Ausgestaltung besteht darin, dass im Bassteil die
Breite von Luftkanälen und von Kanzellenräumen nicht wesentlich größer ist als die
Breite von mit jeweils nur einer Stimmzunge für eine Luftströmrichtung ausgeführten
Helikonstimmplatten, die vorzugsweise zumindest annähernd aufeinander senkrecht stehend
in der Art und Weise angeordnet sind, dass zu einer Stimmplatte, die waagrecht am
oberen Rand des Bassteils liegt und die an ihrer zur Rückseite des Instruments gerichteten
Seite eine genügend große Luftöffnung für eine hinter dieser Öffnung sitzenden, zweiten
Stimmplatte lässt, diese zweite Stimmplatte eingebaut ist, so dass kein Bauteil, das
für die Erzeugung der Basstöne notwendig ist, höher als der Bassteil selbst ist und
nicht in den Hohlraum eines zwischen dem Bassteil und dem Diskantteil angeordneten
Balges ragt und insbesondere gleichzeitig jeder der Bässe zweichörig ist.
[0044] Gemäß einer Alternative dazu ist mit Vorzug vorgesehen, dass im Bassteil die Breite
von Luftkanälen und von Kanzellenräumen nicht wesentlich größer ist als die Breite
von mit jeweils nur einer Stimmzunge für eine Luftströmrichtung ausgeführten Helikonstimmplatten,
die vorzugsweise zumindest annähernd parallel stehend in der Art und Weise angeordnet
sind, dass zu einer Stimmplatte, die waagrecht liegt und die an ihrer zur Rückseite
des Instruments gerichteten Seite eine genügend große Luftöffnung für eine hinter
dieser Öffnung sitzenden, zweiten Stimmplatte lässt, diese zweite Stimmplatte eingebaut
ist, so dass kein Bauteil, das für die Erzeugung der Basstöne notwendig ist, höher
als der Bassteil selbst ist und nicht in den Hohlraum eines zwischen dem Bassteil
und dem Diskantteil angeordneten Balges ragt und insbesondere gleichzeitig jeder der
Bässe zweichörig ist.
[0045] In vorteilhafter Weise kann auch vorgesehen sein, dass ein sich zwischen der Rückseite
des Bassteils und einer vorzugsweise zumindest nahezu senkrecht stehenden Stimmplatte
entstehender Hohlraum als Kanzellenraum zur Verfügung steht oder genutzt wird.
[0046] Es kann außerdem mit Vorteil vorgesehen sein, dass im Bassteil stehende oder liegende
Stimmplatten Stimmzungen mit dem gleichen Grundton und der gleichen Baulänge wie Stimmzungen
eines gleichen Luftkanals haben.
[0047] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn im Bassteil stehende oder liegende Stimmplatten
Stimmzungen mit dem gleichen Grundton wie und kürzere Baulänge als Stimmzungen eines
gleichen Luftkanals haben.
[0048] Darüber hinaus kann insbesondere auch vorgesehen sein, dass im Bassteil stehende
Stimmplatten Stimmzungen mit der ersten Oberoktave zum Grundton der und kürzere Baulänge
als Stimmzungen eines gleichen Luftkanals haben.
[0049] Noch eine weitere bevorzugte Ausgestaltung besteht darin, dass im Bassteil Begleitstimmstöcke
vorgesehen sind, von denen mindesten einer nicht die Höhe des Bassteils übersteigt
und nicht in den Hohlraum eines zwischen dem Bassteil und dem Diskantteil angeordneten
Balges ragt.
[0050] Noch weitere bevorzugte und/oder vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben
sich aus den Ansprüchen und deren Kombinationen sowie den gesamten vorliegenden Anmeldungsunterlagen.
Ausführungsbeispiele
[0051] Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen nachfolgend unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen lediglich exemplarisch näher erläutert, in denen
- Fig. 1
- schematisch einen Querschnitt des erfindungsgemäßen Aufbaus einer steirischen Harmonika
zeigt, welche eine Diskantmechanik, eine Bassmechanik und die Anordnungen der tonerzeugenden
Elemente darstellt, wobei aus Gründen der Zweckmäßigkeit lediglich die für die Beschreibung
der Erfindung relevanten Elemente dargestellt sind,
- Fig. 2
- einen schematischen Querschnitt durch eine Ausführungsform einer steirischen Harmonika
gemäß dem Stand der Technik darstellt,
- Fig. 3a
- eine schematische Explosionszeichnung der erfindungsgemäßen Tastenhebel der Diskantmechanik
mit Tasten und Klappendeckeln ist,
- Fig. 3b
- eine schematische Explosionszeichnung der Tastenhebel einer Diskantmechanik mit Tasten
und Klappendeckeln einer gemäß dem Stand der Technik bekannten Ausführungsform ist,
- Fig. 4a
- schematisch den Querschnitt in Seitenansicht (links) und eine in versetzte Querschnitte
eingeteilte Vorderansicht (rechts) des erfindungsgemäßen Bassteils nach einer ersten
Variante zeigt,
- Fig. 4b
- schematisch die gleichen Ansichten wie in der Fig. 4a mit gedrungenerer Bauhöhe, wobei
die Proportionen bekannten und üblichen Bauweisen der steirischen Harmonika entsprechen,
und wobei die vorzugsweise stehende Helikonstimmplatte (2b) hier in verkürzter Bauform
vorgesehen ist,
- Fig. 4c
- schematisch den Querschnitt in Seitenansicht (links) und eine in versetzte Querschnitte
eingeteilte Vorderansicht (rechts) des erfindungsgemäßen Bassteils nach einer zweiten
Variante zeigt,
- Fig. 5a, 5b und 5c
- schematisch die in versetzte Querschnitte eingeteilten Vorderansichten verschiedener
Ausführungsformen des Bassteils gemäß dem Stand der Technik zeigen,
- Fig. 6
- zwei perspektivische schematische Darstellungen eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäß
konischen Klappendeckel für die Bassmechanik als gesonderte Baugruppe veranschaulicht,
- Fig. 7
- die Auszüge der erfindungsgemäßen Bassund Begleitmechanik eines chromatischen Akkordeons
unter Nutzung der Baugruppe entsprechend der Fig. 6 schematisch zeigt, und
- Fig. 8
- die Auszüge einer Bass- und Begleitmechanik eines chromatischen Akkordeons gemäß dem
Stand der Technik schematisch zeigt.
[0052] Gleiche Bezugszeichen in den einzelnen Figuren und Abbildungen der Zeichnungen bezeichnen
gleiche oder ähnliche oder gleich oder ähnlich wirkende Komponenten. Anhand der Darstellungen
in der Zeichnung werden auch solche Merkmale deutlich, die nicht mit Bezugszeichen
versehen sind, unabhängig davon, ob solche Merkmale nachfolgend beschrieben sind oder
nicht. Andererseits sind auch Merkmale, die in der vorliegenden Beschreibung enthalten,
aber nicht in der Zeichnung sichtbar oder dargestellt sind, ohne weiteres für einen
Fachmann verständlich.
[0053] In der Fig.1 ist ein Querschnitt einer erfindungsgemäß aufgebauten Harmonika dargestellt,
die einen Diskantteil 18 mit offener Diskantmechanik, einen Bassteil 33 und einen
dazwischen liegenden Faltenbalg 31 enthält. Der Diskantteil 18 besteht aus einem Griffbrett
21, Tastenhebeln 24 mit Tasten 23 und Klappendeckeln 25 und dazu angeordneten Stimmstöcken
27. Auf dem Griffbrett sind die Tasten 23 in vier Reihen angeordnet und jeweils über
die Tastenhebel 24 mit den am anderen Ende der Tastenhebel angebrachten Klappendeckeln
25 verbunden, die Öffnungen 26 im Diskantboden 19 verschließen. Die Tastenhebel 24
sind dazu auf Achsen 22 schwenkbar gelagert. Die Tastenhebel 24 sind von den Achsen
22 bis einschließlich des Klappendeckels 25 größtenteils von einem Verdeckblech 30
abgedeckt.
[0054] Mittels einer Druckfeder 20 wird der Tastenhebel 24 so vorgespannt, dass der Klappendeckel
25 im Ruhezustand die Öffnungen 26 im Diskantboden 19 verschließen. Hinter den Öffnungen
26 befinden sich im Instrumenteninneren Stimmstöcke 27 mit Stimmplatten 28, worin
Stimmzungen 29 angeordnet sind. Diese Stimmzungen 29 erzeugen jeweils bei Drücken
bzw. Ziehen am Bassteil bei gleichzeitigem Drücken der Tasten 23, wodurch die Klappendeckel
25 die Öffnungen 26 freigeben, einen Ton.
[0055] Die Tasten der Tastenreihe 23 a betätigen die an der Achse 22 a schwenkbar gelagerten
Tastenhebel 24 mit Klappendeckeln 25, welche die Öffnungen 26 mit dem dahinter liegenden,
der Tastenreihe 23 a nächsten Stimmstock 27 a verschließen.
[0056] Die Tasten der Tastenreihe 23 b betätigen die an der Achse 22 b schwenkbar gelagerten
Tastenhebel 24 mit Klappendeckeln 25, welche die Öffnungen 26 mit dem dahinter liegenden
Stimmstock 27 b verschließen.
[0057] Die Tasten der Tastenreihe 23 c betätigen die an der Achse 22 c schwenkbar gelagerten
Tastenhebel 24 mit Klappendeckeln 25, welche die Öffnungen 26 mit dem dahinter liegenden
Stimmstock 27 c verschließen.
[0058] Die Tasten der Tastenreihe 23 d betätigen die an der Achse 22 d schwenkbar gelagerten
Tastenhebel 24 mit Klappendeckeln 25, welche die Öffnungen 26 mit dem dahinter liegenden,
von der Tastenreihe 23 d am weitesten entferntem Stimmstock 27 d verschließen.
[0059] Die Stimmstöcke 27 sind am erfindungsgemäß geformten Diskantboden 19 so angeordnet,
dass sich die Reihenfolge der Tastenreihen 23 a, b, c, d von außen nach innen in der
Reihenfolge der Stimmstöcke 27 a, b, c, d von hinten nach vorne widerspiegelt, wobei
hinten als die Seite des Instrumentes gilt, an der das Griffteil 21 sitzt.
[0060] An den Diskantteil 18 schließt der Faltenbalg 31 an. An der dem Diskantteil 18 gegenüberliegenden
Seite des Faltenbalges 31 befindet sich der Bassteil 33.
[0061] Der Bassteil 33 besteht aus einer Anordnung von Helikonstimmplatten 2a und 2b mit
Stimmzungen 3a und 3b und Kanzellenräumen 1. Er weist ferner einen Begleitstimmstock
4 mit Stimmplatten 5 und Stimmzungen 6 auf. Der Bassteil 33 zeigt äußerlich mehrere
Basstrichter (nicht sichtbar) als Schallauslässe, einen Handriemen 36 und mehrere
Harmonikafüße 35. Die Basstasten 12 sind in Reihen angeordnet, wobei beispielhaft
zwei Reihen dargestellt sind.
[0062] Erfindungsgemäß konische Klappendeckel 9, 10 verschließen im Ruhezustand entsprechend
konisch ausgeformte Öffnungen, die im geöffneten Zustand den durch Ziehen und Drücken
des Bassteils 33 erzeugten Luftstrom aus dem Balginneren bzw. in das Balginnere durch
die Stimmplatten 2a, 2b, 5 und Stimmzungen 3a, 3b, 6 ermöglichen, wodurch die Stimmzungen
3a, 3b, 6 einen Ton erzeugen. Werden die Stimmplatten 5 mit den Stimmzungen 6 des
Begleitstimmstockes 4 angesprochen, ist für den Luftstrom eine Öffnung 8 vorgesehen.
Ein konisch geformter Klappendeckel 11 verschließt eine entsprechend konisch geformte,
direkt in Instrumenteninnere führende Öffnung, die eine Luftzufuhr in den und Luftentnahme
aus dem Balg 31 ermöglicht, ohne dabei einen Ton zu erzeugen. Der Klappendeckel 11
wird mittels einer Lufttaste 34 bedient.
[0063] Die konisch geformten Klappendeckel 9, 10, 11 werden gemäß der Erfindung durch Übertragung
des Tastendruckes der Basstasten 12 bzw. der Lufttaste 34 mittels eines Schubgestänges
14 ohne Dreh- oder Achsgelenke in das Instrumenteninnere gedrückt, um die Öffnungen
für den Luftstrom freizugeben. Das Schubgestänge 14 ist auf einer Führung 40, 43,
45 gelagert. Der am Schubgestänge befestigte Stellring 42, 47 nimmt beim Drücken der
Basstasten 12 oder der Lufttaste 34 Druckfedern 41, 46 mit und drückt diese gegen
den Rand einer Führung 40, 45 und erzeugt die Rückstellkraft der Klappendeckel 9,
11, um beim Loslassen der Basstaste 12 oder der Lufttaste 34 die Klappendeckel 9,
11 in die Öffnungen zurück zu drücken. Der Klappendeckel 10 nimmt in gleicher Weise
wie Stellringe 42, 47 eine Druckfeder 44 mit und drückt sie gegen den Rand einer Führung
43 des Schubgestänges und erzeugt so die Rückstellkraft für den Klappendeckel 10,
um diesen beim Loslassen in die Öffnung zurück zu drücken.
[0064] Die Druckfedern 41, 44, 46 sind im Ruhezustand so vorgespannt, dass sie die Klappendeckel
9, 10, 11 ausreichend stark in die zugehörigen Öffnungen drücken, so dass kein Luftstrom
ohne Drücken der Basstasten 12 oder der Lufttaste 34 in das oder aus dem Instrument
stattfinden kann.
[0065] In der Fig. 2 ist ein Querschnitt einer gemäß dem Stand der Technik bekannten Harmonika
gezeigt, worin die gleiche Bezifferung wie in der Fig. 1 gewählt wurde. Die in dieser
Fig. 2 gezeigten Harmonika unterscheidet sich von der erfindungsgemäßen Harmonika
zum einen dadurch, dass im Diskantteil 18 die Reihenfolge der Stimmstöcke 27 a, b,
c, d von hinten nach vorne umgekehrt zur Reihenfolge der Tastenreihen 23 a, b, c,
d von außen nach innen steht, die Tasten der Tastenreihe 23 a mit den Klappendeckeln
25 die Öffnungen 26 des von der äußersten Tastenreihe 23 a am weitest entfernten Stimmstocks
27 a, die Tasten der nächstinneren Tastenreihe 23 b die des nächstinneren Stimmstockes
27 b etc. bis hin zu den Tasten der Tastenreihe 23 d die die Öffnungen 26 des der
Tastenreihe 23 d nächstliegenden Stimmstocks 27 bedienen, und zum anderen dadurch,
dass der Diskantboden 19 plan ist und/oder keine Verformungen aufweist.
[0066] Der Bassteil der in der Fig. 2 dargestellten Harmonika unterscheidet sich vom Bassteil
der erfindungsgemäßen Harmonika in der Fig. 1 dadurch, dass die Bassstimmplatten 2
alle nebeneinander und waagrecht angeordnet sind, dass die Klappendeckel 9, 10 , 11
die Öffnungen von außen verschließen, während die Klappendeckel 9, 10, 11 wesentlich
größer sind als die Öffnungen, die sie verschließen, und dass die Betätigung der Basstasten
12 und der Lufttaste 34 über ein Gestänge 14 und mindestens ein Dreh- oder Achsgelenk
15 an die Klappendeckel 9, 10, 11 übertragen wird.
[0067] Die Diskantmechanik der in der Fig. 2 dargestellten Harmonika besitzt unterschiedlich
lange Diskanthebel. Die Spielbarkeit und Ergonomie der Tastatur ist also von der gerade
zu spielenden Reihe abhängig und ist nicht über die ganze Tastatur hinweg gleich.
Eine absolute Gleichheit der Spielbarkeit und Ergonomie ist hier nicht zu erreichen.
Die Bassmechanik besitzt Dreh- und Achsgelenke. Diese Gelenke zeigen erfahrungsgemäß
nach einiger Zeit Verschleißerscheinungen, die - genauso wie die indirekte Übertragung
von Basstaste 12 und Lufttaste 34 zu dem Klappendeckel 9, 10, 11 durch die Gelenke
- eine dauerhafte und exakte Spielbarkeit der Mechanik nicht zulassen.
[0068] Die Fig. 3a zeigt eine schematische, gegenüber der Abbildung der Fig. 1 vergrößerte
oder Explosionsdarstellung einer bevorzugten Bauweise der erfindungsgemäßen Tastenhebel
24 a, b, c, d am Beispiel einer offenen Mechanik. Material und Bauform der Tastenhebel
können sich bei einer verdeckten Mechanik von den hier dargestellten Tastenhebeln
24 a, b, c, d unterscheiden. Die Tastenhebel 24 a, b, c, d werden unter anderem aus
Holz, Kunststoff oder ähnlichen Materialien für den Teil des Tastenhebels von einer
Taste bis etwa zur Achse des Hebels gefertigt. Aber auch Stahl, Eisenlegierungen,
Aluminium oder Aluminiumlegierungen werden zur Herstellung des kompletten Tastenhebels
oder aber für den Teil des Tastenhebels von der Achse bis zum Klappendeckel verwendet.
[0069] Die Tastenhebel 24 sind auf den Achsen 22 gelagert. Die Tasten 23 sind auf dem Tastenhebel
24 im Abstand L1 zur Achse 22 und die Klappendeckel 25 am anderen Ende des Tastenhebels
24 im Abstand L2 zur Achse 22 befestigt. Auf der Seite der Tasten 23 sind die Druckfedern
20 befestigt, die über die Tastenhebel 24 die Klappendeckel 25 auf die Öffnungen 26
des Diskantbodens 19 drücken. Sowohl die Längen L1, L2 als auch die Längenverhältnisse
L1/L2 der vier dargestellten Tastenhebel 24 a, b, c, d sind näherungsweise gleich.
[0070] Fig. 3b zeigt eine Explosionsdarstellung der Bauweise der Tastenhebel 24 a, b, c,
d am Beispiel einer offenen Mechanik gemäß dem Stand der Technik mit Tasten 23, Tastenhebel
24 mit Druckfedern 20 und Klappendeckel 25. Sowohl die Längen L1, L2 als auch die
Längenverhältnisse L1/L2 der vier Tastenhebel 24 a, b, c, d sind größtenteils stark
unterschiedlich.
[0071] In den Fig. 4a, 4b und 4c ist der erfindungsgemäße Bassteil 33 jeweils in einer schematischen
Seitenansicht und entsprechend mit versetzten Querschnitten in einer Vorderansicht
mit den Helikonstimmplatten 2a und 2b, den Stimmzungen 3a und 3b, den Kanzellenräumen
1, den Luftklappen 9, 10, 11 und den Basstasten 12 sowie dem Begleitstimmstock 4 mit
den Stimmplatten 5 und den Stimmzungen 6 dargestellt.
[0072] In der Fig. 4a ist der Bassteil 33 in einer ersten Variante, wie sie bereits im Zusammenhang
mit der Fig. 1 vorgestellt wurde, gezeigt. In der Fig. 4b ist der gleiche Bassteil
33 in gedrungenerer Bauform mit geringerer Bauhöhe entsprechend den üblichen Proportionen
einer steirischen Harmonika dargestellt. Die Fig. 4c zeigt den Bassteil 33 in einer
zweiten Variante. Beiden Varianten ist gemeinsam, dass sich zum einen beide Stimmplatten
in einem Luftkanal befinden und die Schachtbreite des Luftkanal nicht breiter oder
nennenswert breiter als die Breite der Stimmplatte 2a des Grundtons ist, und dass
zum anderen die Anordnung der Stimmplatten 2a und 2b mit den zugehörigen Kanzellenräumen
1 und Luftschächten nicht in den Balghohlraum ragen.
[0073] In der Fig. 4a sowie in der Fig. 4b sind die Helikonstimmplatten 2a und 2b mit jeweils
zwei Stimmzungen 3a und 3b, also eine für jede Luftströmrichtung ausgeführt. Die Helikonstimmplatte
2b ist zur Helikonstimmplatte 2a zumindest näherungsweise senkrecht und so angeordnet,
so dass sich beide Helikonstimmplatten 2a, 2b im gleichen Luftkanal befinden. Die
Fig. 4c zeigt die Darstellung des erfindungsgemäßen Bassteils 33 in einer zweiten
Variante, wonach die zweite Stimmplatte 2b parallel oder nahezu parallel über der
ersten liegt.
[0074] Die Helikonstimmplatte 2a besitzt zwei Stimmzungen 3a mit jeweils dem Grundton des
zu erzeugenden Basstons. Die Stimmzungen 3a sind so montiert, dass eine der beiden
Stimmzungen 3a nur durch die Luftströmung mittels Ziehen und die andere nur durch
die Luftströmung mittels Drücken des Bassteils anspricht. Die Stimmplatte 2b besitzt
ebenfalls zwei Stimmzungen 3b mit gleichen Eigenschaften bei Drücken und Ziehen des
Bassteils. Der Luftstrom wird durch beide Stimmplatten 2a, 2b mittels Öffnen einer
Klappe 9 gewährt, wodurch beide Stimmplatten 2a, 2b mit Stimmzungen 3a, 3b zusammen
einen zweichörigen Basston erzeugen. Es erzeugt sowohl die in den Bauformen gemäß
den Fig. 4a und 4b die vorzugsweise zur Stimmplatte 2a senkrecht stehende als auch
die in der Bauform gemäß der Fig. 4c vorzugsweise zur Stimmplatte 2a parallele Stimmplatte
2b bei Luftströmung ebenfalls den Grundton oder wahlweise die erste Oberoktave des
zu erzeugenden Basstons.
[0075] Sowohl die Helikonstimmplatten 2a, 2b als auch der Begleitstimmstock 4 sind dabei
erfindungsgemäß so angeordnet, dass keines der Bauteile über die Bauhöhe des Bassteils
hinaus bzw. in den Balghohlraum hineinragt und der Raum zwischen Rückwand des Bassteils
33 und Helikonstimmplatte 2b als Kanzellenraum 1 zur Stimmplatte 2b (wie gemäß den
Fig. 4a und 4b) oder als Luftführungsschacht zur oben liegenden Stimmplatte 2b (wie
gemäß der Fig. 4c) genutzt wird. Eine Öffnung, die zwischen der Helikonstimmplatte
2a und der Rückwand des Bassteils 33 frei bleibt, gewährleistet die Luftzufuhr zum
Kanzellenraum 1 der Helikonstimmplatte 2b. Die Vorderansichten der Fig. 4a, 4b und
4c zeigen, dass durch die Einhaltung der Bauhöhe des Bassteils 33 die volle Breite
des Bassteils 33 bis unter die Falten des Balges 31 genutzt werden kann. Sowohl der
Schnitt 1 als auch der Schnitt 2 zeigt eine komplette Breite eines Luftkanals mit
zwei Stimmplatten und zwei Kanzellenräumen 1, so dass zum einen jeder Basston zweichörig
ist und zum anderen bei Nutzung der vollen Breite einer steirischen Harmonika in typischer
Bauform insgesamt zwölf Helikonbässe in das Instrument eingebaut werden können.
[0076] In der Fig. 5a ist eine Ausführungsform eines Bassteils 33 einer Harmonika gemäß
dem Stand der Technik mit zwei versetzten Querschnitten dargestellt. Dies ist die
Vorderansicht des Bassteils 33 wie er bereits in der Fig. 2 als Seitenansicht gezeigt
wurde. Die Helikonstimmplatten 2 sind hier mit vier Stimmzungen, also zwei für jede
Luftströmrichtung ausgeführt und nebeneinander waagrecht über dem Kanzellenraum 1
angeordnet. Der vor den Helikonstimmplatten 2 angeordnete Begleitstimmstock 4 mit
den Stimmplatten 5 und Stimmzungen 6 ragt dabei in den Balgraum.
[0077] In der Fig. 5b ist eine Ausführungsform eines Bassteils 33 einer Harmonika gemäß
dem Stand der Technik mit zwei versetzten Querschnitten in einer Vorderansicht dargestellt,
bei der sich der Begleitstimmstock im hinteren Teil des Bassteils 33 befindet. Die
Helikonstimmplatten 2, die hier mit vier Stimmzungen ausgeführt sind, also zwei Stimmzungen
für jede Luftströmrichtung, sind stehend zu beiden Seiten, also hinten und vorne,
eines Helikonstimmstocks angeordnet. In dieser Darstellung sind nur die vorne am Helikonstimmstock
angeordneten Helikonstimmplatten 2 zu sehen. Die Helikonstimmplatten 2 ragen dabei
in den Balgraum, so dass deren Anzahl seitlich durch die in den Balgraum stehenden
Balgfalten räumlich begrenzt ist.
[0078] In der Fig. 5c ist eine weitere Ausführungsform eines Bassteils 33 einer Harmonika
gemäß dem Stand der Technik mit zwei versetzten Querschnitten in einer Vorderansicht
dargestellt. Die Helikonstimmplatten 2a und 2b sind mit jeweils zwei Stimmzungen,
also eine für jede Luftströmrichtung ausgeführt und auf einem Helikonstimmstock senkrecht
zueinander so angeordnet, so dass sich beide Helikonstimmplatten 2a, 2b im gleichen
Luftkanal befinden. Die Kanzellenräume 1 werden dabei durch die zu den Helikonstimmplatten
2a, 2b parallel ausgeführten Trennwänden zum Luftkanal erzeugt. Eine Öffnung auf Höhe
der Befestigung der Stimmzungen 3a, 3b an den Bassplatten 2a, 2b ermöglicht den Luftstrom
zum Luftkanal. Im vorderen Bassteil sitzt in einem durch die rechtwinklige Anordnung
der Helikonstimmplatten verbleibenden Hohlraum der Begleitstimmstock 4 mit den Stimmplatten
5 und den Stimmzungen 6.
[0079] Bei den in den Fig. 5a, 5b und 5c dargestellten Ausführungsformen des Bassteils einer
Harmonika ist der Einbau einer Anzahl von mehr als 10 Helikonbässen oder ausschließlich
mehrchöriger Helikonbässe nicht oder nur bei Vergrößerung der typischen Bauform möglich.
[0080] Die in den Fig. 5a, 5b und 5c dargestellten Basstasten 12 bedienen die Luftklappen
9, 10 über ein Gestänge 14 mit mindestens einem Dreh- oder Achsgelenk 15 derart, dass
die Klappendeckel 9, 10 nach außen bzw. unten weggedreht werden. Der für diese Bewegung
der Klappendeckel 9, 10 verwendete Hohlraum kann nicht für die Optimierung der Anordnung
der Helikonstimmplatten 2 bzw. 2a und 2b hinsichtlich einer Vergrößerung der Anzahl
der Helikonstimmplatten 2 bzw. 2a und 2b genutzt werden.
[0081] Die in den Fig. 5a, 5b und 5c verwendeten Bezifferungen gleichen denen, wie sie in
der Fig. 1 und der Fig. 2 gewählt wurden. Die Dreh- und Achsgelenke 15 sind nur exemplarisch
beziffert.
[0082] Die Erfindung wurde hier am Beispiel einer diatonischen bzw. steirischen Harmonika
mit vier Tastenreihen im Diskantteil und zwei Tastenreihen im Bassteil erklärt. Die
Erfindung oder Teile davon kann bzw. können erforderlichenfalls nach einer geringfügigen
Adaptierung, die im Durchschnittskönnen des Fachmanns liegt, in jede Harmonika und
in jedes Akkordeon eingebaut werden, die über eine Diskantmechanik mit mehr als einer
Tastenreihe oder einer Bassmechanik verfügt oder Helikonbässe mit Helikonstimmzungen
besitzt bzw. bei der/dem die Klangqualität von Helikonbässen erwünscht ist.
[0083] In der Fig. 6 ist eine erfindungsgemäße Ausführung einer gesonderten Baugruppe der
Bassklappen in zwei Perspektiven dargestellt. Links ist die Baugruppe im geschlossenen
Zustand zu sehen. Eine Ventilklappe 51, ein Ventilrahmen 50 und Druckfedern 51 ersetzen
dabei den Klappendeckel 9, die Führung 40, die Druckfeder 41 und den Stellring 42
aus den Fig. 1, 4a, 4b und 4c. Die Ventilklappe 51 besitzt vier Führungsringe, die
auf vier Führungsstäben des Ventilrahmens 50 gelagert sind. Im geschlossenen Zustand
fügt sich die Ventilklappe 51 passgenau und damit luftdicht in die Aussparung des
Ventilrahmens 50 ein. Der Ventilrahmen 50 kann in eine entsprechende Ausfräsung eines
Bassbodens 70 (vgl. Fig. 7) eingesetzt werden. Druckfedern 52 sind so vorgespannt,
dass sie das Ventil geschlossen halten. Rechts in der Gesamtdarstellung der Fig. 6
ist diese Baugruppe in geöffneter Seitenansicht zu sehen.
[0084] Die Fig. 7 zeigt oben den Auszug aus einer erfindungsgemäßen Ausführung einer chromatischen
Akkordmechanik unter Nutzung der Baugruppe, wie sie in der Fig. 6 dargestellt ist.
Durch Drücken des Akkordknopfes wird ein Knopfschieber 63 bewegt, welcher drei oder
mehr oder weniger von insgesamt meist zwölf Akkordwellen 61 über einen am Knopfschieber
63 befestigten Mitnehmerstift 62 und einen an einer Akkordwelle 61 befestigten Wellenstift
60 dreht. Jede der Akkordwellen 61 ist einem der zwölf Töne der chromatischen Tonleiter
zugewiesen bzw. betätigt eine entsprechende Akkordklappe zu einer Öffnung mit einer
Anordnung von Stimmzungen zur Erzeugung des Tones. Durch die Drehung der Akkordwelle
61 drückt ein damit verbundener Ausleger 59 die mit dem Ausleger 59 gekoppelte Ventilklappe
51 aus dem Ventilrahmen 50 und öffnet die Luftzufuhr zu der entsprechenden Anordnung
von Stimmplatten und Stimmzungen hinter dieser Öffnung.
[0085] In der Gesamtabbildung der Fig. 7 unten wird der Auszug aus der erfindungsgemäßen
Ausführung einer chromatischen Bassmechanik gezeigt.
[0086] Durch das Drücken eines Bassknopfes wird der Knopfschieber 63 bewegt, welcher eine
von meist zwölf Basswellen 68 und vorzugsweise auch eine der meist zwölf Akkordwellen
61 über einen am Knopfschieber 63 befestigten Mitnehmerstift 62 und einen an einer
Basswelle 68 oder einer Akkordwelle 61 befestigten Wellenstift 60 dreht. Jede der
Basswellen 68 ist einem der zwölf Basstöne einer chromatischen Tonleiter zugewiesen
und betätigt eine entsprechende Bassklappe zu einer Öffnung mit einer Anordnung von
Stimmzungen zur Erzeugung des Basstones. Die zusätzlich angesteuerte Akkordwelle lässt
die Erzeugung des gleichen Tones in einer anderen Oktave zu. Die Drehung der Basswelle
68 drückt, genau so wie bei Drehung der Akkordwelle 61 ein damit verbundener Ausleger
59 gedrückt wird, die mit dem Ausleger 59 gekoppelte Ventilklappe 51 aus dem Ventilrahmen
51 und öffnet die Luftzufuhr zu der entsprechenden Anordnung von Stimmplatten und
Stimmzungen hinter dieser Öffnung.
[0087] In der Fig. 8 oben ist ein Auszug einer chromatischen Akkordmechanik gemäß dem Stand
der Technik dargestellt.
[0088] Durch Drücken des Akkordknopfes wird der Knopfschieber 63 bewegt, welcher drei der
zwölf Akkordwellen 61 über einen am Knopfschieber 63 befestigten Mitnehmerstift 62
und einen an einer Akkordwelle 61 befestigten Wellenstift 60 dreht. Jede der Akkordwellen
61 bewegt über einen Wellenstift 60 einen Fingerschieber 64, der einen Clavishebel
65, der drehbar auf einer Lagerachse 66 gelagert ist, so bewegt, dass die zugehörige
Akkordklappe 67 eine Luftöffnung zu einer Anordnung von Stimmplatten bzw. Stimmzungen
freigibt.
[0089] Die Fig. 8 unten zeigt einen Auszug aus einer chromatischen Bassmechanik gemäß dem
Stand der Technik. Durch Drücken des Akkordknopfes wird der Knopfschieber 63 bewegt,
welcher drei der zwölf Basswellen 68 über einen am Knopfschieber 63 befestigten Mitnehmerstift
62 und einen an einer Basswelle 61 befestigten Wellenstift 60 dreht. Jede der Basswellen
61 bewegt über einen Wellenstift 60 einen Fingerschieber 64, der zwei Clavishebel
65, die drehbar auf einer Lagerachse 66 gelagert sind, so bewegt, dass die zugehörige
Bassklappe 69 zusammen mit einer zugehörigen Akkordklappe 67 Luftöffnungen zu einer
Anordnung von Stimmplatten bzw. Bassstimmplatten freigibt.
1. Harmonika oder Akkordeon, enthaltend einen Diskantteil (18) mit einer Diskantmechanik
und einen Bassteil (33) mit einer Bassmechanik, wobei die Diskantmechanik ausgelegt
ist, um eine für alle Töne möglichst gleichmäßige Ansprache der Tonerzeugung zu gewährleisten,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Diskantmechanik wenigstens drei Reihen von Tastenhebeln (24 a, b, c, d) enthält,
die an parallelen Achsen (22) schwenkbar gelagert sind und denen bezüglich der jeweiligen
Achse an einer Seite in einem Tastenabstand (L1) von der jeweiligen Achse (22) Tasten
(23 a, b, c, d) und an der anderen Seite in einem Klappenabstand (L2) von der jeweiligen
Achse (22) Klappendeckel (25) zugeordnet sind, und
dass bezüglich verschiedener Reihen von Tastenhebeln (24 a, b, c, d) die Tastenabstände
(L1) zumindest annähernd gleich sind und die Klappenabstände (L2) zumindest annähernd
gleich sind.
2. Harmonika oder Akkordeon nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass bezüglich verschiedener Reihen von Tastenhebeln (24 a, b, c, d) die Längenverhältnisse
L1/L2 der Tastenabstände (L1) zu den Klappenabztänden (L2) zumindest annähernd gleich
sind.
3. Harmonika oder Akkordeon nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass im Diskantteil (18) ein Diskantboden (19) so geformt ist, dass jede Achse (22) in
oder nächstliegend parallel der Ebene, die durch die Schließfläche eines Klappendeckels
(25), dessen Tastenhebel (24 a, b, c, d) auf genau dieser Achsc gelagert ist, aufgespannt
wird, liegt.
4. Harmonika oder Akkordeon nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Bassteil (33) Klappendeckel (9, 10, 11) enthält, die mittels eines Schubgestänges
(14) zum Öffnen von Luftkanälen in das Instrumenteninnere eingedrückt werden, und
dass das Schubgestänge die Betätigung von Tasten (12) insbesondere drehgelenkfrei
und schwenkachsenfrei auf die Klappendeckel (9, 10, 11) überträgt,
so dass die Bassmechanik ausgelegt ist, um eine für alle Töne möglichst gleichmäßige
Ansprache der Tonerzeugung zu gewährleisten.
5. Harmonika oder Akkordeon nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Bassteil (33) Klappendeckel (9, 10, 11) vorgesehen sind, die konisch geformt sind
und sich bei nicht gedrückten Tasten (12, 34) in entsprechend den Klappendeckeln (9,
10, 11) konisch geformte Öffnungen einsenken.
6. Harmonika oder Akkordeon nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Bassteil (33) eine Anordnung von Helikonstimmplatten so gewählt ist, dass bei
herkömmlicher Bauweise ohne wesentliche Veränderung der instrumententypischen Baugröße
mehr als 10 zweichörige Helikonbässe eingebaut werden können.
7. Harmonika oder Akkordeon nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Bassteil (33) eine Anordnung von Helikonstimmplatten so gewählt ist, dass bei
herkömmlicher Bauweise ohne wesentliche Veränderung der Baugröße und bei gleicher
Anzahl der Helikonbässen ein wesentlicher Raumgewinn im Inneren des Instrumentes herbeizuführen
ist.
8. Harmonika oder Akkordeon nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Bassteil (33) die Breite von Luftkanälen und von Kanzellenräumen (1) nicht wesentlich
größer ist als die Breite von mit jeweils nur einer Stimmzunge für eine Luftströmrichtung
ausgeführten Helikonstimmplatten, die vorzugsweise zumindest annähernd aufeinander
senkrecht stehend in der Art und Weise angeordnet sind, dass zu einer Stimmplatte
(2a), die waagrecht am oberen Rand des Bassteils (33) liegt und die an ihrer zur Rückseite
des Instruments gerichteten Seite eine genügend große Luftöffnung für eine hinter
dieser Öffnung sitzenden, zweiten Stimmplatten (2b) lässt, diese zweite Stimmplatte
(2b) eingebaut ist, so dass kein Bauteil, das für die Erzeugung der Basstöne notwendig
ist, höher als der Bassteil (33) selbst ist und nicht in den Hohlraum eines zwischen
dem Bassteil (33) und dem Diskantteil (18) angeordneten Balges (31) ragt und insbesondere
gleichzeitig jeder der Bässe zweichörig ist.
9. Harmonika oder Akkordeon nach einem der Ansprüchen 4 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein sich zwischen der Rückseite des Bassteils (33) und einer vorzugsweise zumindest
nahezu senkrecht stehenden Stimmplatte (2b) entstehender Hohlraum als Kanzellenraum
(1) zur Verfügung steht oder genutzt wird.
10. Harmonika oder Akkordeon nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Bassteil (33) die Breite von Luftkanälen und von Kanzellenräumen (1) nicht wesentlich
größer ist als die Breite von mit jeweils nur einer Stimmzunge für eine Luftströmrichtung
ausgeführten Helikonstimmplatten, die vorzugsweise zumindest annähernd parallel stehend
in der Art und Weise angeordnet sind, dass zu einer Stimmplatte (2a), die waagrecht
liegt und die an ihrer zur Rückseite des Instruments gerichteten Seite eine genügend
große Luftöffnung für eine hinter dieser Öffnung sitzenden, zweiten Stimmplatte (2b)
lässt, diese zweite Stimmplatte (2b) eingebaut ist, so dass kein Bauteil, das für
die Erzeugung der Basstöne notwendig ist, höher als der Bassteil (33) selbst ist und
nicht in den Hohlraum eines zwischen dem Bassteil (33) und dem Diskantteil (18) angeordneten
Balges (31) ragt und insbesondere gleichzeitig jeder der Bässe zweichörig ist.
11. Harmonika oder Akkordeon nach einem der Ansprüche 4 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Bassteil (33) stehende oder liegende Stimmplatten (2b) Stimmzunge (3b) mit dem
gleichen Grundton und der gleichen Baulänge wie Stimmzunge (3a) eines gleichen Luftkanals
haben.
12. Harmonika oder Akkordeon nach einem der Ansprüche 4 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Bassteil (33) stehenden oder liegende Stimmplatten (2b) Stimmzungen (3b) mit dem
gleichen Grundton wie und kürzere Baulänge als Stimmzunge (3a) eines gleichen Luftkanals
haben.
13. Harmonika oder Akkordeon nach einem der Ansprüche 4 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Bassteil (33) stehende Stimmplatten (2b) Stimmzungen (3b) mit der ersten Oberoktave
zum Grundton der und kürzere Baulänge als Stimmzungen (3a) eines gleichen Luftkanals
haben.
14. Harmonika oder Akkordeon nach einem der Ansprüche 4 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Bassteil (33) Begleitstimmstöcke (4) vorgesehen sind, von denen mindesten einer
nicht die Höhe des Bassteils (33) übersteigt und nicht in den Hohlraum eines zwischen
dem Bassteil (33) und dem Diskantteil (18) angeordneten Balges (31) ragt.
1. A harmonica or accordion, comprising a discant portion (18) with a discant mechanism
and a bass portion (33) with a bass mechanism, the discant mechanism being configured
to ensure a response of the tone generation that is as uniform as possible for all
tones,
characterized in that
the discant mechanism comprises at least three rows of key levers (24 a, b, c, d)
pivotably supported on parallel axes (22) and associated, in relation to the respective
axis, with keys (23 a, b, c, d) at a key distance (L1) from the respective axis (22)
on one side, and with pallet lids (25) at a pallet distance (L2) from the respective
axis (22) on the other side, and
that, in relation to different rows of key levers (24 a, b, c, d), the key distances
(L1) are at least approximately the same and the pallet distances (L2) are at least
approximately the same.
2. The harmonica or accordion according to claim 1,
characterized in that,
in relation to different rows of key levers (24 a, b, c, d), the distance ratios L1/L2
of the key distances (L1) to the pallet distances (L2) are at least approximately
the same.
3. The harmonica or accordion according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the discant mechanism comprises at least three rows of key levers (24 a, b, c, d)
pivotably supported on parallel axes (22), and that a discant base (19) in the discant
portion (18) is formed in such a way that each axis (22) lies in or adjacent and parallel
to the plane spanned by the sealing surface of a pallet lid (25) whose key lever (24
a, b, c, d) is supported on this exact axis.
4. The harmonica or accordion according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the bass portion (33) comprises pallet lids (9, 10, 11) that are pushed into the interior
of the instrument by means of a pushing linkage (14) for opening air channels, and
that the pushing linkage transmits the actuation of keys (12) onto the pallet lids
(9, 10, 11), in particular without rotary joints or pivot axes,
so that the bass mechanism is configured to ensure a response of the tone generation
that is as uniform as possible for all tones.
5. The harmonica or accordion according to claim 4,
characterized in that
pallet lids (9, 10, 11) are provided in the bass portion (33), which have a conical
shape and lower themselves into openings shaped conically so as to correspond with
the pallet lids (9, 10, 11) when the keys (12, 34) are not pressed.
6. The harmonica or accordion according to claim 4 or 5,
characterized in that,
in the bass portion (33), an arrangement of helicon reed plates is chosen in such
a way that, given a conventional construction, more than 10 bichord helicon basses
can be incorporated without any substantial change in the constructional size typical
for the instrument.
7. The harmonica or accordion according to any one of the claims 4 to 6,
characterized in that,
in the bass portion (33), an arrangement of helicon reed plates is chosen in such
a way that, given a conventional construction, a substantial amount of space inside
the instrument can be gained without any substantial change in the constructional
size and with the same number of helicon basses.
8. The harmonica or accordion according to any one of the claims 4 to 7,
characterized in that,
in the bass portion (33), the width of the air channels and of air slot spaces (1)
is not significantly greater than the width of helicon reed plates, which are configured
with, in each case, only one reed for one air flow direction, and which are preferably
disposed at least approximately mutually perpendicular in such a way that, for one
reed plate (2a) that is located horizontally at the upper edge of the bass portion
(33) and that leaves at its side facing towards the rear of the instrument a sufficiently
large air opening for a second reed plate (2b) situated behind this opening, this
second reed plate (2b) is incorporated, so that no component required for generating
bass tones is higher than the bass portion (33) itself and does not protrude into
the cavity of a bellows (31) disposed between the bass portion (33) and the discant
portion (18), and in particular each of the basses is bichord at the same time.
9. The harmonica or accordion according to any one of the claims 4 to 8,
characterized in that
a cavity created between the rear of the bass portion (33) and a preferably at least
almost perpendicular reed plate (2b) is available or used as an air slot space (1).
10. The harmonica or accordion according to any one of the claims 4 to 7,
characterized in that,
in the bass portion (33), the width of the air channels and of air slot spaces (1)
is not significantly greater than the width of helicon reed plates, which are configured
with, in each case, only one reed for one air flow direction, and which are preferably
disposed at least approximately parallel in such a way that, for one reed plate (2a)
that is horizontal and that leaves at its side facing towards the rear of the instrument
a sufficiently large air opening for a second reed plate (2b) situated behind this
opening, this second reed plate (2b) is incorporated, so that no component required
for generating bass tones is higher than the bass portion (33) itself and does not
protrude into the cavity of a bellows (31) disposed between the bass portion (33)
and the discant portion (18), and in particular each of the basses is bichord at the
same time.
11. The harmonica or accordion according to any one of the claims 4 to 10,
characterized in that
reed plates (2b) standing or lying in the bass portion (33) have reeds (3b) with the
same root note and the same construction length as reeds (3a) of an identical air
channel.
12. The harmonica or accordion according to any one of the claims 4 to 11,
characterized in that
reed plates (2b) standing or lying in the bass portion (33) have reeds (3b) with the
same root note as and a shorter construction length than reeds (3a) of an identical
air channel.
13. The harmonica or accordion according to any one of the claims 4 to 12,
characterized in that
reed plates (2b) standing in the bass portion (33) have reeds (3b) with the first
octave above the root note of and a shorter construction length than reeds (3a) of
an identical air channel.
14. The harmonica or accordion according to any one of the claims 4 to 13,
characterized in that
accompaniment reed blocks (4) are provided in the bass portion (33), of which at least
one does not exceed the height of the bass portion (33) and does not protrude into
the cavity of a bellows (31) disposed between the bass portion (33) and the discant
portion (18).
1. Harmonica ou accordéon, comprenant un partie dessus (18) muni d'un mécanisme dessus
et un partie basse (33) muni d'une mécanisme de basse, le mécanisme dessus étant conçu
pour garantir une réponse des sons générés la plus régulière possible pour tous les
sons,
caractérisé en ce,
que le mécanisme dessus comprend au moins trois rangées de leviers de touches (24 a,
b, c, d) qui sont montés de manière pivotante sur des axes parallèles (22) et auxquels
sont associés, par rapport à l'axe respectif, des touches (23 a, b, c, d) sur un partie,
avec un écart des touches (L1) par rapport à l'axe respectif (22), et des couvercles
de clapet (25) sur l'autre partie, avec un écart des clapets (L2) par rapport à l'axe
respectif (22) et
en ce que par rapport à différentes rangées de leviers de touches (24 a, b, c, d),
les écarts des touches (L1) sont au moins approximativement identiques et en ce que
les écarts des clapets (L2) sont au moins approximativement identiques.
2. Harmonica ou accordéon selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que par rapport à différentes rangées de leviers de touches (24 a, b, c, d), les rapports
en longueur L1/L2 des écarts des touches (L1) par rapport aux écarts des clapets (L2)
sont au moins approximativement identiques.
3. Harmonica ou accordéon selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce,
que dans le partie dessus (18), un fond dessus (19) est formé de manière à ce que chaque
axe (22) soit situé dans le plan ou de manière la plus proche parallèlement au plan
qui est défini par la surface de fermeture d'un couvercle de clapet (25), dont le
levier de clapet (24 a, b, c ,d) est monté exactement sur cet axe.
4. Harmonica ou accordéon selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce,
que le partie basse (33) comprend des couvercles de clapet (9, 10, 11) qui sont enfoncés
à l'intérieur de l'instrument à l'aide d'une timonerie de poussée (14) pour ouvrir
des canaux d'air et en ce que le timonerie de poussée transmet l'actionnement de touches
(12) sur les couvercles de clapet (9, 10, 11) notamment sans articulation cylindrique
et sans axe de pivotement, de sorte que le mécanisme de basse est conçu pour garantir
une réponse des sons générés la plus régulière possible pour tous les sons.
5. Harmonica ou accordéon selon la revendication 4,
caractérisé en ce,
que dans le partie basse (33) sont ménagés des couvercles de clapet (9, 10, 11) qui sont
formés de manière conique et qui, lorsque l'on n'appuie pas sur les touches (1.2,
34), s'enfoncent dans des ouvertures formées de manière conique correspondant aux
couvercles de clapet (9, 10, 11).
6. Harmonica, ou accordéon selon la revendication 4 ou 5,
caractérisé en ce,
que dans le partie basse (33) un agencement de plaquettes anches d'hélicon est sélectionné
de manière à ce qu'en cas de construction traditionnelle, plus de 10 basses d'hélicon
bi-sonores puissent être installées sans modification traditionnelle de la taille
typique de l'instrument.
7. Harmonica ou accordéon selon l'une quelconque des revendications 4 à 6, caractérisé en ce
que dans le partie basse (33) un agencement disposition de plaquettes anches d'hélicon
est sélectionné de manière à ce qu'en cas de construction traditionnelle, un gain
d'espace important soit à obtenir à l'intérieur de l'instrument sans modification
essentielle de la taille de construction et avec le même nombre de basses d'hélicon.
8. Harmonica ou accordéon selon l'une quelconque des revendications 4 à 7, caractérisé en ce,
que dans le partie basse (33), la largeur de canaux d'air et de cellules (1) n'est pas
essentiellement plus grande que la largeur de plaquettes anches d'hélicon réalisées
avec respectivement seulement une anche pour un sens du flux d'air, lesquelles sont
de préférence disposées debout au moins approximativement verticalement les unes par
rapport aux autres de manière à ce que, pour une plaquette anche (2a), qui est située
horizontalement sur le bord supérieur du partie basse (33) et qui, sur son partie
orienté vers le partie arrière du partie basse (33), laisse une ouverture d'air suffisamment
grande pour une deuxième plaquette anche (2b) située derrière cette ouverture, cette
deuxième plaquette anche (2b) soit installée, de sorte qu'aucun composant, qui est
nécessaire pour générer les sons de basse, n'est plus haut que le partie basse (33)
lui-même et ne dépasse pas dans la cavité d'un soufflet (31) disposé entre le partie
basse (33) et le partie dessus (18) et que notamment chacune des basses est en même
temps bi-sonore.
9. Harmonica ou accordéon selon l'une quelconque des revendications 4 à 8,
caractérisé en ce,
qu'une cavité, se créant entre le partie arrière du partie basse (33) et une plaquette
anche (2b) située de préférence au moins approximativement verticalement, est disponible
ou est utilisée en tant que cellule (1).
10. Harmonica ou accordéon selon l'une quelconque des revendications 4 à 7, caractérisé en ce,
que dans le partie basse (33), la largeur des canaux d'air et des cellules (1) n'est
pas essentiellement plus grande que la largeur de plaquettes anches d'hélicon réalisées
avec respectivement seulement une anche pour un sens du flux d'air, lesquelles sont
disposées de préférence debout au moins approximativement parallèlement les unes aux
autres de manière à ce que pour une plaquette anche (2a), qui est située horizontalement
et qui, sur son partie orienté vers le partie arrière de l'instrument, laisse une
ouverture d'air suffisamment grande pour une deuxième plaquette anche (2b) située
derrière cette ouverture, cette deuxième plaquette anche (2b) soit installée, de sorte
qu'aucun composant, qui est nécessaire pour générer les sons de basse, n'est plus
haut que le partie basse (33) lui-même et ne dépasse pas dans la cavité d'un soufflet
(31) disposé entre le partie basse (33) et le partie dessus (18) et que notamment
chacune des basses est en même temps bi-sonore.
11. Harmonica ou accordéon selon l'une quelconque des revendications 4 à 10,
caractérisé en ce,
que des plaquettes anches (2b) placées debout ou horizontalement dans le partie basse
(33) ont des anches (3b) ayant le même son fondamental et la même longueur de construction
que des anches (3a) d'un même canal d'air.
12. Harmonica ou accordéon selon l'une quelconque des revendications 4 à 11,
caractérisé en ce
que des plaquettes anches (2b) placées debout ou horizontalement dans le partie basse
(33) ont des anches (3b) ayant le même son fondamental et une longueur de construction
plus courte que des anches (3a) d'un même canal d'air.
13. Harmonica ou accordéon selon l'une quelconque des revendications 4 à 12,
caractérisé en ce,
que des plaquettes anches (2b) placées debout dans le partie basse (33) ont des anches
(3b) ayant la première octave supérieure par rapport au son fondamental des anches
d'un même canal d'air et une longueur de construction plus courte que des anches (3a)
d'un même canal d'air.
14. Harmonica ou accordéon selon l'une quelconque des revendications 4 à 13,
caractérisé en ce,
que des sommiers d'accompagnement (4) sont ménagés dans le partie basse (33), dont au
moins un une ne dépasse pas la hauteur du partie basse (33) et ne dépasse pas dans
la cavité d'un soufflet (31) disposé entre le partie basse (33) et le partie dessus
(18).