Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Elektrische Lampe mit Außenkolben gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1. Es handelt sich dabei insbesondere um Metallhalogenidlampen, Quecksilber-Hochdruckentladungslampen,
aber auch Halogenglühlampen mit Außenkolben. Der Innenkolben der Lampe ist mit Abdichtungsteilen
zweiseitig verschlossen.
Stand der Technik
[0002] Aus der
EP 1 492 146 ist eine Lampe mit Außenkolben bekannt, der den Innenkolben nicht vollständig umschließt.
Der Außenkolben ist an einer oder beiden Abdichtungsteilen jeweils durch ein Halsteil
am Ende befestigt.
[0003] Aus der
DE 10 2004 056 452.3 (noch nicht offengelegt) ist es bekannt, einen derartigen Außenkolben jeweils mit
einem engen Halsteil am Ende zu versehen, das an einem Wulst am Ende der Abdichtung
des Innenkolbens befestigt ist.
[0004] Aus der
US-A 5 253 153 ist eine Metallhalogenid-Entladungslampe für Kfz-Scheinwerfer bekannt, die einen
Innenkolben und einen diesen umgebenden Außenkolben aufweist, der mit dem Innenkolben
über einen Glaswulst verbunden ist.
[0005] Nachteilig an diesen Verbindungstechniken ist, dass die Folie im Abdichtungsteil
des Innenkolbens sehr stark temperaturbelastet ist, was zu einem vorzeitigen Ausfall
der Lampe führen kann.
Garstellung der Erfindung
[0006] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Lampe gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1 bereitzustellen, die die Temperaturbelastung an den stromzuführenden metallischen
Bauteilen, die sich in Kontakt mit sauerstoffhaltiger Atmosphäre befinden, möglichst
gering hält..
[0007] Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Besonders
vorteilhafte Ausgestaltungen finden sich in den abhängigen Ansprüchen.
[0008] Die erfindungsgemäße Lampe besitzt ein vakuumdicht abgeschlossenen Innenkolben, insbesondere
ein Entladungsgefäß, das eine Lampenachse definiert, und das an einander gegenüberliegenden
Enden durch Abdichtungsteile verschlossen ist. Das Abdichtungsteil ist eine Quetschung
oder auch Einschmelzung. Das Leuchtmittel im Innern der Lampe ist ein Entladungsbogen
zwischen zwei Elektroden oder ein Leuchtkörper. Es ist mit den zu ihm führenden inneren
Stromzuführungen elektrisch leitend verbunden. Das Abdichtungsteil ist insbesondere
mit einer nach außen abstehenden Verlängerung versehen, die als hohles Rohr ausgebildet
ist.
[0009] Metallische Stromdurchführungsbauteile bei Quarzglaslampen, im speziellen Stromzuführung
und Folie, sind im Lampenbetrieb einer Temperaturbelastung ausgesetzt die, wenn sie
zu hoch ist und die umgebende Atmosphäre sauerstoffhaltig ist, zu vorzeitigen Lampenausfällen
führen kann. Ausfallmechanismus ist ein oxidationsbedingtes Durchbrennen der Stromzuführung
oder durch Oxidation der Metallteile bedingte Schädigungen am Glas, die zu einer Öffnung
des Brennraums führen können. Bei gattungsgemäßen Lampen wurde festgestellt, daß typische
Lebensdauerwerte von 10.000 h und mehr nur dann erreicht werden, wenn zu starke Oxidationsvorgänge
im Bereich der Stromzuführungsdrähte und Einschmetzfolien weitgehend vermieden werden.
Maß für ein ausreichend sicheres Lampendesign, ist dabei die Temperatur der Molybdänfolien
an den äußeren Ende ihrer vakuumdichten Einbettung ins Quarzglas. An dieser Stelle
sollte die thermische Belastung immer unterhalb von etwa 350°C liegen. Bekannte Maßnahmen
dies zu erreichen, sind beispielsweise ausreichend lange Folienquetschungen oder stark
vergrößerte Oberfläche der Abdichtungsteile aus Glas. Eine Anhebung des genannten
Grenzwertes um 20 bis 40° C kann durch einen zusätzlichen Oxidationsschutz der metallischen
Bauteile über Beschichtungen beispielsweise mit Chrom oder Platin erreicht werden.
[0010] Das beschriebene Problem der temperaturabhängigen Oxidation der Stromzuführungsbauteile
tritt bei Lampen mit evakuierten und mittels Quetschung abgedichteten Außenkolben
nicht auf, weil dadurch der Zutritt von Luftsauerstoff an die heißen Stellen der Stromdurchführung
durch ein doppelt abgedichtetes System über zwei hintereinander liegende Molybdänfolien
verhindert wird.
[0011] Die Erfindung beschreibt eine besondere geometrische Gestaltung.eines gasgefüllten
Schutzkolbens durch eine Verjüngung seines meist rohrförmigen Durchmessers an den
Enden soweit über seine Länge, das damit die Konvektion von heißem Außenkolbenfüllgas
über die Länge der seitlichen Abdichtungsteile der Lampe deutlich behindert wird.
Durch die erfindungsgemäße Verjüngung der Enden des Außenkolbens wird der Temperaturgradient
von innen nach außen größer, so dass auch die Enden kälter werden. Dieser Effekt überträgt
sich auch auf die metallischen Stromdurchführungsbauteile der seitlichen Abdichtungsteile
der Lampe. Über die Glasoberflächen der Abdichtungsteile kann besser oder schneller
Temperatur an das kältere Außenkolbenfüllgas und auch Außenkolbenglas abgegeben werden.
Somit fällt die Temperatur über die Länge der Abdichtungsteile schneller von innen
nach außen hin ab. Dadurch werden niedrigere Temperaturen am Ende der Folie oder kürzere
Folierieinschmelzungen/-quetschungen möglich.
[0012] Im einzelnen handelt es sich um einen Innenkolben, der ein Leuchtmittel (2) enthält
und an einander gegenüberliegenden Enden durch Abdichtungsteile (6; 15), die Folien
(7) enthalten, verschlossen ist, wobei der Außenkolben (14) zwei verengte Halsteile
(13) an seinen Enden besitzt und dem Innenkolben übergestülpt ist, und wobei mindestens
ein Halsteil (13) an einem Verbindungsabschnitt (12) am Ende des Abdichtungsteils
des Innenkolbens befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass es einen endständigen
Abschnitt (Z) des Abdichtungsteils gibt, in dem der Abstand (D) zwischen Halsteil
und Abdichtungsteil höchstens 4 mm, bevorzugt höchstens 2,5 mm, beträgt, wobei dieser
Abstand (D) zum Innenkolben hin mindestens soweit eingehalten wird, dass der verengte
Bereich des Halsteils einen Teilbereich (Y) der Folie umschließt, der zumindest 20
% , insbesondere zumindest 40 %, der axialen Länge der Folie einschließt. Die Abdichtungsteile
sind entweder Einschmelzungen oder Quetschungen, die H-förmig gestaltet sind, bevorzugt
sind die längsten Abmessungen in etwa quadratisch, insbesondere auf 30 % genau.
[0013] Bevorzugt ist der Verbindungsabschnitt durch einen ringförmigen Wulst am Abdichtungsteil
gebildet.
[0014] Um Konvektion möglichst gut zu unterbinden sollte der Abstand zwischen Halsteile,
und Abdichtung möglichst klein sein, jedoch sollte er mindestens 0,1 mm, insbesondere
mindestens 0,7 mm, betragen.
[0015] Eine verbesserte Kühlwirkung wird noch dadurch erzielt, dass der Außenkolben mit
einem Kühlung vermittelnden Gas, insbesondere zu mehr als 50 % einem Inertgas wie
Argon, gefüllt ist.
[0016] Eine ausreichende Kühlung wird bereits erzielt, wenn die axiale Länge des verengten
Bereichs mindestens 4 mm, insbesondere mindestens 6 mm, beträgt.
[0017] Je nach Herstellungsprozess kann es sinnvoll sein, darauf zu achten, dass der Außenkolben
mit den zwei verengten Halsteilen ein am Abdichtungsteil befindliches Loch verschließt.
[0018] Je nach Lampentyp und Wattage kann es hilfreich sein, wenn der Durchmesser des Halsteil
im verengten Bereich entweder konstant ist oder nach außen hin kleiner wird.
[0019] Die Gesamtlänge des verengten Halsteils sollte normalerweise höchstens 20 mm, bevorzugt
höchstens 12 mm, betragen. Dabei kann die Verengung eines rohrförmigen Glaskörpers
als Vorläufer des Außenkolbens allein durch Formroll- oder Formblasprozesse nach vorheriger
Erwärmung erzeugt werden kann. Je kürzer das Halsteil, umso leichter kann dieser Herstellprozess
angewendet werden. Insbesondere gilt dies für Längen bis 6 oder bis 10 mm.
[0020] Wenn die Gesamtlänge des verengten Halsteils mindestens 6 mm, bevorzugt mindestens
11 mm, beträgt, wird die Verengung des rohrförmigen Glaskörpers als Vorläufer des
Außenkolbens durch Formroll- oder Formblasprozesse nach vorheriger Erwärmung, kombiniert
mit Warmverformung durch Ausziehprozesse der bereits verengten Teile des Außenkolbens,
erzeugt.
[0021] Die Herstellung solch verjüngter Bereiche ist besonders materialsparend. Die Verjüngung
der Enden des Außenkolbens sollte dabei inklusive der Radien oder Schrägen, die die
maximalen und minimalen radialen Ausbreitungen des Außenkolbens miteinander verbinden,
mindestens über eine Länge von 2 mm und maximal über die gesamte Länge den Bereich
mit den vakuumdichten Abdichtungsteilen der Lampe eng umschließen. Der minimale Innendurchmesser
des zumeist rohrförmigen Außenkolbens sollte dabei an seinen verjüngten Bereichen
nicht größer als 4 mm vom maximalen Außendurchmesser der seitlichen Abdichtungsteile
der Lampe entfernt sein. Auch kann der minimale Innendurchmesser des Außenkolbens
dem maximalen Außendurchmessers der Abdichtungsteile entsprechen und sogar teilweise
miteinander verbunden sein.
[0022] Vorteilhaft ist die Außenkolbengeometrie ähnlich der Geometrie des Innengefäßes gestaltet,
was grundsätzlich bedeutet, dass der Abstand zwischen Außenkolben und den Verlängerungsteilen
des Entladungsgefäßes, also der Bereiche mit den vakuumdichten Stromdurchführungsbauteilen,
höchstens 4 mm betragen soll.
[0023] Ein besonderes Problem dabei ist die kostengünstige Herstellung solch einer Außenkolbenform.
Es ergeben sich dabei im wesentlichen zwei Möglichkeiten. Zum einen die Herstellung
aus mehreren Einzelteilen zumeist unterschiedlicher Abmessungen, die durch Glasschmelzprozesse
fest miteinander verbunden werden. Zum anderen kann solch ein Außenkolben auch durch
Glasformprozesse aus einem Rohling. heraus auf die gewünschte Form gebracht werden,
was eine besonders kostengünstige Ausführungsform beschreibt.
[0024] Beispielhaft eignet sich diese Technik für eine Metallhalogenidlampe mit relativ
niedriger Leistung von 35 bis 250 W .
[0025] Die Verjüngung des Außenkolbens über eine größer Länge kann dabei bevorzugt in Kombination
mit einer Wulst/Beulen-Ansetztechnik am Abdichtungsteil, insbesondere dem Verlängerungsteil
einer Abdichtung des Innengefäßes, durchgeführt werden. Diese Technik des Schaffens
eines Wulstes ist an sich bekannt, beispielsweise aus
EP-A 588 602 oder
EP-A 465 083 sowie
DE 10 2004 056 452.3.
[0026] Genauso kombinierbar ist die Verjüngung mit der Puniplochverschlusstechnik über ein
Loch am Brennerrohr und anschließendem Verschluss über das Außenkolbenglas. Gerade
hier ergibt sich ein weiterer Vorteil, denn am vorgerollten Bereich kann durch ein
zusätzliches Ausziehen, was sich als besonders günstige Ausführungsform ergeben hat,
Glasmasse reduziert werden, was den Verschluss des darunter liegenden Pumplochs einfacher
macht.
[0027] Anspruchsvoll ist die Herstellung der verjüngten Enden des Außenkolbens durch Glasformung
über eine größere Länge. Eine "normale" Verjüngung über eine Länge von maximal 55
% des Durchmessers des Außenkolbens kann relativ einfach durch einen mehrstufigen
Formrollprozess bei rotierendem Glas hergestellt werden. Ein typisches Beispiel ist
eine Länge des verjüngten Teils, die hier als Halslänge definiert wird, von 2 bis
12 mm bei einem typischen Durchmesser von ca. 22 mm des Außenkolbens.
[0028] Die Herstellung eines längeren Halsteils ist mit einem mehrstufigen freien Rollprozess
wie bekannt äußerst schwierig herstellbar bzw. ab Längen von mindestens 75 % des Durchmessers
des Außenkolbens, beispielsweise von ca. 17 mm bei einem 22 mm Durchmesser, nicht
mehr technisch sinnvoll anwendbar. Eine Alternative ist eine Technik, bei der mehrere
Glasrohre unterschiedlichen Durchmessers hintereinander gesetzt werden. Nachteilig
daran ist jedoch der fertigungstechnische und kostenseitige Mehraufwand, bedingt durch
zusätzliche Lampenbauteile.
[0029] Einfacher und kostengünstiger ist die Herstellung über einen kombinierten Roll- und
Ziehprozess. Dabei wird zunächst die maximal mögliche Länge HTL des Halsteils, also
in etwa von 50 % des Außendurchmessers des Außenkolbens mit dem bekannten freien Rollprozess
gefertigt. Die eigentliche Endlänge des Halsteils wird in einem weiteren Schritt durch
Ausziehen im Bereich des bereits gerollten Abschnitts erreicht. Dies hat zusätzlich
den Vorteil, dass etwaige Materialanhäufungen am vorgerollten Bereich wieder auf gleichmäßige
Wandstärken ausgezogen werden konnen.
[0030] Der Außenkolben ist vorteilhaft ein Kolben mit zentralem Bauch und endständig daran
angrenzenden, insbesondere angesetzten oder angeformten, Rohrstücken, die hier als
Halsteile bezeichnet werden.
[0031] Eine bevorzugte Ausführungsform sieht beim Innengefäß ein rohrförmiges Verlängerungsstück
des Abdichtungsteils vor, an dem eine Wulst angrenzt. Er ist insbesondere angesetzt
oder angeformt. Dadurch ist auch bei einer nicht radialsymmetrischen Quetschung die
Bereitstellung eines radialsymmetrischen Wulstes möglich. Der Wulst kann aus dem Abdichtungsteil
erzeugt werden, beispielsweise durch Stauchen, oder als separate Perle darauf aufgesetzt
werden. Die Bruchfestigkeit der Verbindung zwischen Außenkolben und Wulst nimmt dabei
zu, je inniger der Kontakt zwischen den beiden ist.
[0032] Bevorzugt sind sowohl Innenkolben als auch Außenkolben aus Quarzglas oder Hartglas.
[0033] Ein möglicher konkreter Herstellprozess basiert auf folgenden Schritten:
- a.) Bereitstellen eines bestückten Innengefäßes aus Glas, insbesondere eines Rohres
aus Quarzglas, der ein inneres Volumen definiert und der zwei Enden besitzt, wobei
jeweils ein Stromdurchführungssystem von außen über die Enden in das Volumen ragt,
wobei das System insbesondere ein Elektrodensystem ist, das zumindest eine Elektrode,
eine Folie und eine Stromzuführung umfasst, wobei das innere Volumen mit einer gashaltigen
Füllung befüllt ist, wobei das Ende des Innengefäßes mittels eines Abdichtungsteils,
das einen zentralen Teil des Stromdurchführungssystems gasdicht umschließt, und evtl.
eines Verlängerungsteil, das einen außen liegenden Teil des Stromdurchführungssystems
enthält, gebildet wird;
- b.) Bereitstellen eines zweiten Rohrs aus Quarzglas mit gegebenem maximalen Außendurchmesser
mit größerer Abmessung und zwei offenen Enden, wobei die Abmessung des zweiten Rohrs
so bemessen ist, dass das zweite Rohr das innere Volumen, und zumindest den Abdichtungsbereich
und evtl. einen gewissen Teil des Verlängerungsteils überdeckt,
- c.) Überstülpen des zweiten Rohrs über das Innengefäß
- d.) Formen eines verengten Halsteils an einem ersten Ende des zweiten Rohrs über eine
Länge von typisch 4 bis 10 mm mittels eines Formrollprozesses; dazu wird der zu verformende
Bereich am Glasteil erwärmt und mit einer sich drehenden Formrolle soweit nach innen
geschoben, dass sich ein Halsteil mit einem kleineren Durchmesser ergibt; für typische
Längen von größer als 10 mm des Halsteils wird das beschriebene Formrollen zusätzlich
mit einem Ausziehen am bereits vorgeformten Glasteil durch Erwärmen und anschließendem
axialen Ziehen kombiniert, so dass das Halsteil zusätzlich verlängert wird;
- e.) Formen eines zweiten verengten Halsteils am zweiten Ende analog Schritt d.)
- f.) Verbinden des äußersten Endes des geformten Halsteils der ersten Seite mit dem
Verlängerungsteil des Innengefäßes.
- g.) Verbinden des geformten Halsteils der zweiten Seite mit dem Verlängerungsteil
des Innengefäßes.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0034] Im folgenden soll die Erfindung anhand mehrerer Ausführungsbeispiele näher erläutert
werden. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Halogenglühlampe in Seitenansicht (Fig. 1a) und im Querschnitt (Fig. 1 b);
- Figur 2
- ein Ausführungsbeispiel einer Metallhalogenidlampe in Seitenansicht (Fig. 2a) und
im Querschnitt (Fig. 2b):
- Figur 3 bis 5
- die Verfahrensschritte der Herstellung einer Metallhalogenidlampe gemäß Figur 2.
Bevorzudte Ausführung der Erfindung
[0035] Figur 1a zeigt die seitliche Ansicht einer zweiseitig gequetschten Halogenglühlampe.
Sie besteht aus einem inneren Kolben 1, in dessen Mittelteil 4 ein Leuchtkörper 2
axial angeordnet ist.
[0036] Die Enden 5 des Leuchtkörpers sind in ihrer Funktion als innere Stromzuführung direkt
in die Quetschung 6, die als Abdichtung fungiert, eingebettet und dort mit einer Quetschfolie
7 verbunden.
[0037] Die Quetschung 6 besitzt außen als Verlängerungsteil, das auch als Sockelbestandteil
dienen kann, eine rohrförmige Glashülse 11, die an der Quetschung angeformt ist.
[0038] An der Hülse. 11 ist quer zur Lampenachse nach außen ein Wulst 12 ausgebildet. An
ihm setzt das als verengtes zylindrisches Halsteil 13 ausgebildete Ende eines Außenkolbens
14 an, so dass sich der Außenkolben mit zwei Halsteilen 13 zwischen den beiden Wülsten
12 auf beiden Seiten des Mittelteils 4 erstreckt.
[0039] Außerdem kann ein Sockel an einem Ende des Abdichtungsteils angebracht sein, wie
an sich bekannt, wobei der Sockel ein elektrisches Kontaktelement (nicht dargestellt)
aufweist, das mit einer zu einem Leuchtmittel führenden Stromzuführung elektrisch
leitend verbunden ist, wobei das Kontaktelement in der rohrförmigen Verlängerung des
Abdichtungsteils untergebracht ist.
[0040] Der Abstand D zwischen dem verengten Halsteil und der H-förmigen Quetschung 6 beträgt
1,5 mm. Dabei ist mit dem Abstand D der Mittelwert zwischen dem Tal der Quetschung
auf der Breitseite und den beiden Spitzen des H gemeint, siehe Figur 1b. Eine H-förmige
Quetschung hat eine große Oberfläche und kühlt daher die Abdichtung sehr gut.
[0041] In Figur 2a ist eine Metallhalogenidlampe 25 gezeigt, die durch Einschmelzungen 15
abgedichtet ist. Dabei ist zur verstärkten Unterbindung der Konvektion das eine Halsteil
13a nach außen hin verengt ausgeführt, während das andere Halsteil 13b einen konstanten
Durchmesser besitzt, aber aus einem separaten Rohrstück gefertigt ist, das dem Außenkolben
an der nach innen gerichteten Schräge angesetzt ist. Der Kaltfülldruck im Außenkolben
bei Argonfüllung ist insbesondere 200 bis 400 mbar.
[0042] Die Herstellung läuft so ab, dass zunächst als Vorbereitungsschritt das Entladungsgefäß
geformt, mit einem Durchführungssystem bestückt und mit einer Gasfüllung befüllt und
dann verschlossen wird. Diese Schritte sind an sich bekannt.
[0043] In Figur 3 ist ein erster Schritt der weiteren Herstellung gezeigt. Dabei wird ein
bestücktes Innengefäß 30 aus Glas bereitgestellt, insbesondere ein Rohr aus Quarzglas,
das ein inneres Volumen definiert und das zwei abgedichtete Enden 31 besitzt, wobei
jeweils ein Stromdurchführungssystem 32 von außen über die Enden in das Volumen ragt.
Dieses System ist insbesondere ein Elektrodensystem, das zumindest eine Elektrode,
eine Folie und eine Stromzuführung umfasst. Das innere Volumen des Entladungsgefäßes
ist mit einer gashaltigen Füllung befüllt, wobei das Ende 31 des Innengefäßes durch
ein Abdichtungsteil 34, das einen zentralen Teil des Stromdurchführungssystems gasdicht
umschließt, und ein Verlängerungsteil mit Wulst 33, das einen außen liegenden Teil
des Stromdurchführungssystems enthält, gebildet wird.
[0044] In einem zweiten Schritt erfolgt das Bereitstellen eines zweiten außen liegenden
Rohrs 35 aus Quarzglas mit gegebenem maximalen Außendurchmesser mit größerer Abmessung
als das Entladungsgefäß und mit zwei offenen Enden, wobei die Abmessung des zweiten
Rohrs 35 so bemessen ist, dass das zweite Rohr das innere Volumen des Entladungsgefäßes
und zumindest den Abdichtungsbereich und evtl. einen gewissen Teil des Verlängerungsteils
überdeckt.
[0045] In einem dritten schirtt erfolgt das Überstülpen des zweiten Rohrs über das Innengefäß.
[0046] In einem vierten Schritt erfolgt das Formen eines ersten verengten Halsteils 36,
an einem ersten Ende des zweiten Rohrs 35 über eine Länge von typisch 4 bis 10 mm
mittels eines Formrollprozesses. Dazu wird der zu verformende Bereich am Glasteil
erwärmt und mit einer sich drehenden Formrolle 37 soweit nach innen geschoben, dass
sich das Halsteil 36 mit einem verkleinerten Durchmesser ergibt.
[0047] In einem fünften Schritt erfolgt das Formen eines zweiten verengten Halsteils am
zweiten Ende 31 b mittels einer zweiten Formrolle 39 analog dem vierten Schritt, siehe
dazu Figur 4.
[0048] In einem sechsten Schritt erfolgt das Verbinden des äußersten Endes des geformten
Halsteils auf der ersten Seite 31a mit dem Verlängerungsteil des Innengefäßes (nicht
dargestellt).
[0049] In einem siebten schirtt erfolgt das Verbinden des geformten Halsteils auf der zweiten
Seite 31 b mit dem Verlängerungsteil des Innengefäßes (nicht dargestellt).
[0050] Für typische Längen L des Halsteils von L größer als 10 mm wird das beschriebene
Formrollen zusätzlich mit einem Ausziehen am bereits vorgeformten Glasteil durch Erwärmen
und anschließendem axialen Ziehen (Pfeil 40) kombiniert, so dass das Halsteil 36 zusätzlich
verlängert wird; siehe Figur 5.
[0051] In den letzteren Schritten kann jeweils mit Argon gespült und evtl. sogar eine Glovebox
verwendet werden.
1. Elektrische Lampe mit Außenkolben (14) und mit einem vakuumdicht abgeschlossenen,
längsgestreckten Innenkolben (1), der eine Längsachse (A) definiert, ein Leuchtmittel
(2) enthält und an einander gegenüberliegenden Enden durch Abdichtungsteile (6; 15),
die Folien (7) enthalten, verschlossen ist, wobei der Außenkolben (14) zwei verengte
Halsteile (13) an seinen Enden besitzt und dem Innenkolben übergestülpt ist, und wobei
mindestens ein Halsteil (13) an einem Verbindungsabschnitt (12) am Ende des Abdichtungsteils
des Innenkolbens befestigt ist, wobei es einen endständigen Abschnitt (Z) des Abdichtungsteils
gibt, in dem der Abstand (D) zwischen Halsteil und Abdichtungsteil höchstens 4 mm,
beträgt, wobei dieser Abstand (D) zum Innenkolben hin mindestens soweit eingehalten
wird, dass der verengte Bereich des Halsteils einen Teilbereich (Y) der Folie umschließt,
der zumindest 20 %, der axialen Länge der Folie einschließt, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdichtungsteile (6; 15) jeweils H-förmig gestaltet sind.
2. Elektrische Lampe mit Außenkolben nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsabschnitt durch einen ringförmigen Wulst (12) am Abdichtungsteil gebildet
ist.
3. Elektrische Lampe mit Außenkolben nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Mindestabstand des Halsteils im verengten Bereich mindestens 0,1 mm, insbesondere
mindestens 0,7 mm, beträgt.
4. Elektrische Lampe mit Außenkolben nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Außenkolben mit einem Kühlung vermittelnden Gas, insbesondere zu mehr als 50
% einem Inertgas wie Argon, gefüllt ist.
5. Elektrische Lampe mit Außenkolbens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die axiale Länge des verengten Bereichs mindestens 4 mm, insbesondere mindestens
6 mm, beträgt.
6. Elektrische Lampe mit Außenkolben nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Außenkolben mit den zwei verengten Halsteilen ein am Abdichtungsteil befindliches
Loch verschließt.
7. Elektrische Lampe mit Außenkolben nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser des Halsteil im verengten Bereich entweder konstant ist oder nach
außen hin kleiner wird.
8. Elektrische Lampe mit Außenkolben nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gesamtlänge des verengten Halsteils höchstens 20 mm, bevorzugt höchstens 12 mm,
beträgt, wobei die Verengung eines rohrförmigen Glaskörpers als Vorläufer des Außenkolbens
allein durch Formroll- oder Formblasprozesse nach vorheriger Erwärmung erzeugt wurde.
9. Elektrische Lampe mit Außenkolben nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gesamtlänge des verengten Halsteils mindestens 6 mm, bevorzugt mindestens 11
mm, beträgt, wobei die Verengung eines rohrförmigen Glaskörpers als Vorläufer des
Außenkolbens durch Formroll- oder Formblasprozesse nach vorheriger Erwärmung, kombiniert
mit Warmverformung durch Ausziehprozesse der bereits verengten Teile des Außenkolbens,
erzeugt wurde.
10. Elektrische Lampe mit Außenkolben nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Außenkolben und die verengten Halsteile aus mehreren Bauteilen unterschiedlicher
Abmessungen zusammengesetzt sind.
1. Electrical lamp having an outer bulb (14) and an elongate inner bulb (1), which is
closed in a vacuum-tight fashion and defines a longitudinal axis (A), contains a lighting
means (2) and is closed at opposite ends by sealing parts (6; 15) that contain foils
(7), wherein the outer bulb (14) has two narrowed neck parts (13) at its ends and
is fitted over the inner bulb, and wherein at least one neck part (13) is fastened
on a connecting section (12) at the end of the sealing part of the inner bulb, wherein
there is a terminal section (Z) of the sealing part in which the distance (D) between
the neck part and the sealing part is at most 4 mm, wherein this distance (D) from
the inner bulb is maintained at least to such an extent that the narrowed portion
of the neck part encloses a subportion (Y) of the foil, which includes at least 20%
of the axial length of the foil, characterized in that the sealing parts (6; 15) are each configured in an H-shape.
2. Electrical lamp having an outer bulb according to claim 1, characterized in that the connecting section is formed by an annular bead (12) on the sealing part.
3. Electrical lamp having an outer bulb according to claim 1, characterized in that the minimum distance of the neck part in the narrowed portion is at least 0.1 mm,
in particular at least 0.7 mm.
4. Electrical lamp having an outer bulb according to claim 1, characterized in that the outer bulb is filled with a gas that contributes to cooling, in particular with
more than 50% of an inert gas such as argon.
5. Electrical lamp having an outer bulb according to claim 1, characterized in that the axial length of the narrowed portion is at least 4 mm, in particular at least
6 mm.
6. Electrical lamp having an outer bulb according to claim 1, characterized in that the outer bulb with the two narrowed neck parts closes a hole located on the sealing
part.
7. Electrical lamp having an outer bulb according to claim 1, characterized in that the diameter of the neck part in the narrowed portion is either constant or becomes
smaller in an outward direction.
8. Electrical lamp having an outer bulb according to claim 1, characterized in that the overall length of the narrowed neck part is at most 20 mm, preferably at most
12 mm, the narrowing of a tubular glass body as a precursor of the outer bulb having
been produced only by rolling or blowing shaping processes after prior heating.
9. Electrical lamp having an outer bulb according to claim 1, characterized in that the overall length of the narrowed neck part is at least 6 mm, preferably at least
11 mm, the narrowing of a tubular glass body as a precursor of the outer bulb having
been produced by rolling or blowing shaping processes after prior heating, combined
with hot forming by pulling processes of the already narrowed parts of the outer bulb.
10. Electrical lamp having an outer bulb according to claim 1, characterized in that the outer bulb and the narrowed neck parts are composed of a plurality of components
having different dimensions.
1. Lampe électrique avec une ampoule externe (14) et une ampoule interne allongée (1)
scellée de manière étanche au vide, qui définit un axe longitudinal (A), contient
un moyen luminescent (2) et est fermée à des extrémités en regard l'une de l'autre
par des parties d'étanchéité (6 ; 15) qui contiennent des films (7), dans laquelle
l'ampoule externe (14) comprend deux parties de gorge rétrécies (13) à ses extrémités
et recouvre l'ampoule interne, et dans laquelle au moins une partie de gorge (13)
est fixée sur une section de liaison (12) à l'extrémité de la partie d'étanchéité
de l'ampoule interne, dans laquelle il y a une section terminale (Z) de la partie
d'étanchéité dans laquelle la distance (D) entre la partie de gorge et la partie d'étanchéité
est au maximum 4 mm, dans laquelle cette distance (D) est maintenue par rapport à
l'ampoule au moins assez largement pour que la zone rétrécie de la partie de gorge
entoure une zone partielle (Y) du film qui enserre au moins 20 % de la longueur axiale
du film, caractérisée en ce que les parties d'étanchéité (6 ; 15) sont respectivement conformées en H.
2. Lampe électrique avec une ampoule externe selon la revendication 1, caractérisée en ce que la section de liaison est formée sur la partie d'étanchéité par un bourrelet annulaire
(12).
3. Lampe électrique avec une ampoule externe selon la revendication 1, caractérisée en ce que la distance minimale de la partie de gorge dans la zone rétrécie est au moins 0,1
mm, en particulier au moins 0,7 mm.
4. Lampe électrique avec une ampoule externe selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'ampoule externe est remplie d'un gaz assurant un refroidissement, en particulier
à plus de 50 % d'un gaz inerte comme l'argon.
5. Lampe électrique avec une ampoule externe selon la revendication 1, caractérisée en ce que la longueur axiale de la zone rétrécie est au moins 4 mm, en particulier au moins
6 mm.
6. Lampe électrique avec une ampoule externe selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'ampoule externe ferme avec ses deux parties de gorge rétrécies un trou se trouvant
sur la partie d'étanchéité.
7. Lampe électrique avec une ampoule externe selon la revendication 1, caractérisée en ce que le diamètre de la partie de gorge dans la zone rétrécie est constant ou plus petit
vers l'extérieur.
8. Lampe électrique avec une ampoule externe selon la revendication 1, caractérisée en ce que la longueur totale de la partie de gorge rétrécie est au maximum 20 mm, de préférence
au maximum 12 mm, dans laquelle le rétrécissement d'un corps de verre tubulaire comme
précurseur de l'ampoule externe est produit seulement par des procédés de laminage
de forme ou de soufflage de forme selon le chauffage antérieur.
9. Lampe électrique avec une ampoule externe selon la revendication 1, caractérisée en ce que la longueur totale de la partie de gorge rétrécie est au minimum 6 mm, de préférence
au moins 11 mm, dans laquelle le rétrécissement d'un corps de verre tubulaire comme
précurseur de l'ampoule externe est produit par des procédés de laminage de forme
ou de soufflage de forme selon le chauffage antérieur, combinés avec une déformation
à chaud par des procédés d'extraction des parties déjà rétrécies de l'ampoule externe.
10. Lampe électrique avec une ampoule externe selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'ampoule externe et les parties de gorge rétrécies sont composées de plusieurs pièces
de différentes dimensions.