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EP 1 912 296 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.06.2011 Patentblatt 2011/23 |
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Anmeldetag: 04.10.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Einrichtung und Verfahren zur Bestimmung der Lage einer Kabelbestückung an einem Kabel
Device and method for determining the position of a cable mounting on a cable
Procédé et dispositif destinés à déterminer la position d'un l'équipement de câble
sur un câble
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI |
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Priorität: |
09.10.2006 EP 06121963
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.04.2008 Patentblatt 2008/16 |
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Patentinhaber: Komax Holding AG |
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6036 Dierikon (CH) |
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Erfinder: |
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- Signer, Daniel
6020 Emmenbrücke (CH)
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Vertreter: Blöchle, Hans et al |
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Inventio AG,
Seestrasse 55
Postfach 6052 Hergiswil 6052 Hergiswil (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 689 049 EP-A1- 1 016 496 US-A1- 2001 039 707
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EP-A1- 0 626 738 US-A- 5 724 723
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung und ein Verfahren zur Bestückung von elektrischen
Kabeln mit Kabelbestückungen, wobei ein Bestückungsmodul einen von einer Ausgangslage
in eine Endlage und zurück bewegbaren Bestückungskopf aufweist, der die feststehenden
Kabel mit den Kabelbestückungen bestückt.
[0002] Aus der Patentschrift
EP 0 626 738 B1 ist eine Einrichtung zur Tüllenbestückung von elektrischen Kabeln bekannt geworden.
Mit derartigen Einrichtungen können Tüllen, die beispielsweise für feuchtigkeitsdichte
Durchführungen von elektrischen Kabeln durch Gehäusewände von Elektroapparaten benötigt
werden, rationell auf die Kabel aufgeschoben werden. Die Einrichtung besteht aus einer
an einer Stirnseite offenen, mit Tüllen füllbaren Trommel, welche um eine schräg zur
Horizontalen verlaufenden Achse antreibbar ist. Im Innern der Trommel angeordnete
Schaufeln übergeben einer in die Trommel hineinragenden Förderschiene bei drehender
Trommel Tüllen zum Zwecke der lagerichtigen Speicherung und Weiterbeförderung. Eine
Ausstossvorrichtung mit einem auf und ab bewegbaren Zentrierdorn führt jeweils die
erste Tülle in der Förderschiene einer Drehvorrichtung zu, die mehrere Dorne aufweist
und schrittweise um einen bestimmten Winkel weiterdrehbar ist, wobei in einer ersten
Stellung der Drehvorrichtung jeweils eine Tülle auf die Spitze eines Dornes geschoben
wird. In einer zweiten Stellung der Drehvorrichtung wird mittels einer Aufschiebeeinheit
die Tülle zum Zwecke des Aufweitens auf einen Teil des Dornes geschoben. In einer
weiteren Stellung der Drehvorrichtung wird mittels eines Bestückungskopfes mit Tüllenaufnahmeteil
und Aufspreizteil die Tülle vom Dorn abgezogen und die Tülle im aufgeweiteten Zustand
auf das Kabel geschoben.
[0003] Die Erfindung, wie sie in Anspruch 1 gekennzeichnet ist, löst die Aufgabe, eine Einrichtung
und eine Verfahren zur automatischen Bestimmung der Lage einer Kabelbestückung an
einem Kabel zu schaffen.
[0004] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen
angegeben.
[0005] Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen,
dass eine Qualitätskontrolle durchgeführt werden kann, ohne die Produktivität des
Bestückungsmoduls und der nachfolgenden Bearbeitungsprozesse zu verringern. Während
des Bestückungsvorganges wird mit einer Vorwärtsbewegung des Bestückungskopfes die
Kabelbestückung auf das Kabel gebracht und bei der Rückwärtsbewegung des Bestückungskopfes
die Form und die Lage der Kabelbestückung am Kabel ausgemessen. Mit den Messresultaten
kann festgestellt werden, ob die Kabelbestückung lagemässig korrekt am Kabel bestückt
ist oder ob die Kabelbestückung in Bezug auf den Kabelmantel und in Bezug auf den
freigelegten Kabelleiter ausserhalb einer tolerierbaren Abweichung bestückt ist. Weiter
kann mit den Messresultaten festgestellt werden, ob die Achslage der Kabelbestückung
von der Kabellängsachse abweicht, ob die richtige Tülle oder überhaupt eine Tülle
bestückt worden ist, ob die Tülle um 180° gedreht ist, ob der zur Tülle passende Dorn
eingerichtet oder beschädigt worden ist oder ob beim Bestückungsvorgang Litzen des
Kabelleiters aufgefächert worden sind. Weiter vorteilhaft ist, dass das Kabelende
während der Lagemessung in Ruhe bleibt, was die Messgenauigkeit wesentlich verbessert.
Weiter muss bei der Rückwärtsbewegung des Bestückungskopfes in Sachen Beschleunigung/Verzögerung
keine Rücksicht genommen werden auf die Masse des freien Kabelendes mit der Kabelbestückung.
Kabel mit unterschiedlichen Abmessungen können mit unterschiedlichen Kabelbestückungssorten
bestückt werden ohne eine Wirkung auf die Messgenauigkeit zu haben. Ebenso ist für
die Lagemessung die übliche Länge des freien Kabelendes von etwa 40 mm bedeutungslos.
Auch wird das Ende des Kabelleiters vermessen und damit die Weiterfahrt des bestückten
Kabels für die nachfolgenden Bearbeitungsprozesse freigegeben. Mit der Weiterfahrt
des Kabels muss nicht gewartet werden, bis der Bestückungskopf wieder in der Ausgangslage
ist.
[0006] Anhand der beiliegenden Figuren wird die vorliegende Erfindung näher erläutert.
[0007] Es zeigen:
Fig. 1
ein erfindungsgemässes Bestückungsmodul,
Fig. 2 und Fig. 3
eine am Bestückungsmodul angeordnete Messeinrichtung und
Fig. 4a bis 4g
eine Darstellung des Vorganges zur Bestückung von Kabeln mit Kabelbestückungen.
[0008] Fig. 1 zeigt Einzelheiten eines Bestückungsmoduls 1.2 einer Einrichtung zur Tüllenbestückung
wie in der Anmeldeschrift
EP 1 689 049 A1 dargestellt. Eine Ausstossvorrichtung 10 ist oberhalb einer Förderschiene 7 für Kabelbestückungen,
beispielsweise Tüllen 17, angeordnet. Die Ausstossvorrichtung 10 weist einen auf und
ab bewegbaren Zentrierdorn 30 auf, der beispielsweise pneumatisch antreibbar ist.
Eine Drehvorrichtung 11, die unterhalb der Förderschiene 7 angeordnet ist, weist vier
Dorne 31 auf, die um einen Winkel von 90° voneinander versetzt sind. Die Drehvorrichtung
11 kann mittels eines nicht dargestellten Schrittmotores schrittweise um einen Winkel
von 90° weitergedreht werden. Die Dorne 31 weisen zwei verschiedene Durchmesser auf,
wobei der Durchmesser im Bereiche der Spitze des Dornes der kleinere ist. Die Drehvorrichtung
11 ist derart angeordnet, dass jeweils ein Dorn 31 in einer ersten Stellung I der
Drehvorrichtung 11 mit der vertikalen Bohrung 24 (Fig. 4a-4g) der Förderschiene 7
fluchtet. Mit 33 ist eine Aufschiebeeinheit bezeichnet, die zwei Formplatten 34 aufweist,
in welchen je eine Hälfte einer Bohrung 35 angeordnet ist, die in einer zweiten Stellung
II der Drehvorrichtung 11 jeweils mit einem Dorn 31 fluchtet. Die Formplatten 34 sind
an Haltern 36 befestigt. Die Aufschiebeeinheit 33 kann (beispielsweise pneumatisch)
in Richtung des Dornes 31 geradlinig verschoben werden.
[0009] Ein Bestückungskopf 40 weist ein Tüllenaufnahmeteil 41 und ein Aufspreizteil 42 auf,
wobei der Bestückungskopf 40 in Richtung der Kabellängsachse vor-/rückwärts verschiebbar
ist. Das Tüllenaufnahmeteil 41 besteht aus zwei Backen 43, die je eine Hälfte einer
zylindrischen Ausnehmung 44 aufweisen, deren Grösse der Form der zu verarbeitenden
Tüllen 17 angepasst ist. Die Backen 43 sind radial gegenläufig (beispielsweise pneumatisch)
verschiebbar auf einem nicht sichtbaren Führungsträger angeordnet. Das Aufspreizteil
42 besteht aus zwei weiteren Backen 46, die je eine Hälfte eines hülsenförmigen Ansatzes
47 und einer durch diesen verlaufende Bohrung 48 aufweisen. Die Bohrung 48 weist an
der dem hülsenförmigen Ansatz 47 abgewandten Seite der weiteren Backen 46 eine trichterförmige
Erweiterung 49 auf und ist so bemessen, dass das zu bestückende Kabel 13 aufgenommen
werden kann. Die weiteren Backen 46 sind verschiebbar auf einem weiteren Führungsträger
50 angeordnet, wobei sie gleichzeitig mit den Backen 43 vor-/rückwärts verschiebbar
sind. Das Tüllenaufnahmeteil 41 und das Aufspreizteil 42 sind derart angeordnet, dass
die zylindrische Ausnehmung 44 und die Bohrung 48 in einer weiteren Stellung IV der
Drehvorrichtung 11 mit einem der Dorne 31 fluchten, wobei die weitere Stellung IV
gegenüber der zweiten Stellung II um einen Winkel von 180° versetzt ist. Das Tüllenaufnahmeteil
41 ist innerhalb einer u-förmigen Ausnehmung des weiteren Führungsträgers 50 in Achsrichtung
der zylindrischen Ausnehmung 44 (beispielsweise pneumatisch) verschiebbar angeordnet.
Der weitere Führungsträger 50 ist mit einem Gehäuse verbunden, das in Achsrichtung
der zylindrischen Ausnehmung 44 und Bohrung 48 zusammen mit dem Tüllenaufnahmeteil
41 und dem Aufspreizteil 42 (ebenfalls beispielsweise pneumatisch) vor-/rückwärts
verschoben werden kann.
[0010] Am Bestückungskopf 40 angeordnet sind auch ein Sender 101 mit Linse, beispielsweise
ein LED Lichtsender, und ein Empfänger 102, beispielsweise ein CCD Zeilensensor. Der
Sender 101 erzeugt einen zwischen Tüllenaufnahmeteil 41 und Aufspreizteil 42 liegenden,
vorhangartigen Strahl 103, der vom Empfänger 102 messbar ist. Sender 101 und Empfänger
102 sind am zweiteiligen Tüllenaufnahmeteil 41 montiert und vor-/rückwärts in Richtung
der Kabellängsachse verschiebbar, wobei bei der Vorwärtsbewegung die Kabelbestückung
bzw. die Tülle 17 am Kabel 13 bestückt wird und bei der Rückwärtsbewegung die Kabelbestückung
bzw. die Tülle 17 form- und lagemässig ausgemessen wird.
[0011] Am Bestückungsmodul 1.2 angeordnet ist ein Messkopf 104 zur Messung des Weges des
Bestückungskopfes 40, insbesondere zur Messung des Weges des Bestückungskopfes 40
bei der Rückwärtsbewegung. Der Messkopf 104 ist gegenüber dem Bestückungskopf 40 ortsfest
am Bestückungsmodul 1.2 angeordnet und misst mittels eines am Bestückungskopf 40 angeordneten
Massstabes 105 die Relativbewegung in Richtung der Kabellängsachse des Bestückungskopfes
40 gegenüber dem Bestückungsmodul 1.2.
[0012] Fig. 2 und Fig. 3 zeigen die am Bestückungsmodul 1.2 bzw. am Bestückungskopf 40 angeordnete
Messeinrichtung bestehend aus Sender 101 mit Strahl 103, Empfänger 102 und Messkopf
104 mit Massstab 105. Die Position des Strahls 103 wie gezeigt in Fig. 2 entspricht
etwa der Position des Strahls wie gezeigt in Fig. 4e. Das Kabel 13 wird von einem
Greifer 106 gehalten, der während des Bestückungsvorganges und während des Messvorganges
nicht bewegt wird. Der Bestückungskopf 40 ist während des Bestückungsvorganges in
die Endlage 109 vorwärts bewegt worden, wobei der Strahl 103 den Grundriss des Kabelmantels
bei der Position des Strahls 103 am Empfänger 102 abbildet. Im Ausschnitt 107 des
Bestückungskopfes 40 ist ein Zeilensensor, beipielsweise ein CCD Zeilensensor 102.1
sichtbar, der den vorhangartigen Strahl 103, beispielsweise eines LED Lichtsenders
detektiert. Die Elemente des CCD Zeilensensors 102.1 erfassen den Strahl 103 wie auch
den durch den Kabelgrundriss verursachten Strahlschatten 108. Der Strahlschatten 108
entspricht dem Kabelgrundriss.
[0013] Wie in Fig. 3 gezeigt, ist der Bestückungskopf 40 in Richtung Ausgangslage bewegt
bzw. verschoben worden, was mit einem Pfeil 110 symbolisiert ist. Die Position des
Strahls 103 wie gezeigt in Fig. 3 entspricht etwa der Position des Strahls 103 wie
gezeigt in Fig. 4f. Die Verschiebung des Bestückungskopfes 40 ist auch am Massstab
105 ablesbar, der sich gegenüber dem feststehenden Messkopf 104 in Richtung Ausgangslage
gleich wie der Bestückungskopf 40 verschoben hat. Die Elemente des CCD Zeilensensors
102.1 erfassen den Strahl 103 wie auch den durch den Tüllengrundriss verursachten
Strahlschatten 108. Der Strahlschatten 108 entspricht dem Tüllengrundriss.
[0014] Ein Kabel 13 wird wie folgt mit einer Kabelbestückung bzw. einer Tülle 17 bestückt
und ausgemessen (Fig. 4a bis 4g): Nachdem die Tüllen 17 lagerichtig auf der Förderschiene
7 gespeichert sind, wird jeweils die vorderste Tülle 17 im Puffer 20 über die vertikale
Bohrung 24 gefördert (Fig. 4a). Die Tülle 17 wird nun mittels des Zentrierdornes 30
der Ausstossvorrichtung 10 auf die Spitze des in der ersten Stellung I befindlichen
Dornes 31 geschoben (Fig. 4a, 4b). Gleichzeitig wird eine auf einem in der zweiten
Stellung II befindlichen Dorn 31 sitzende Tülle 17 mittels der Aufschiebeeinheit 33
auf den dickeren Teil des Dornes 31 geschoben, womit sie aufgeweitet und in die richtige
Position gebracht wird. Da die Bohrung 35 kleiner als der Dorn 31 ist, werden hierbei
die Formplatten 34 entgegen einer Federkraft auseinandergedrückt (Fig. 4b). Während
der gleichen Zeit wird eine auf einem in der weiteren Stellung IV befindlichen Dorn
31 sitzende Tülle 17 von den Backen 43 des Tüllenaufnahmeteiles 41 umfasst, wobei
auch die weiteren Backen 46 des Aufspreizteiles 42 geschlossen werden (Fig. 4a, 4b).
Dann wird der Zentrierdorn 30 der Ausstossvorrichtung 10 zurückgezogen und das Tüllenaufnahmeteil
41 mit der Tülle 17 gegen das Aufspreizteil 42 geschoben, wobei der hülsenförmige
Ansatz 47 des Aufspreizteiles 42 in die Tüllenbohrung eindringt und die Tülle 17 nochmals
etwas aufgeweitet wird (Fig. 4c). Danach wird die Aufschiebeeinheit 33 zurückgeschoben,
sowie die Tülle 17 mittels des Tüllenaufnahmeteiles 41 vom Dorn 31 abgezogen und in
Richtung Kabel 13 transportiert. Hierbei wird die Tülle 17 vom Aufspreizteil 42 im
aufgeweiteten Zustand gehalten bis die richtige Position auf dem Kabel 13 erreicht
ist. Sodann wird das Aufspreizteil 42 relativ zum Tüllenaufnahmeteil 41 verschoben,
wobei die Tülle 17 abgestreift wird und sich auf dem Kabel 13 festklemmt (Fig. 4d).
Danach öffnen sich die Backen 43 und 46, so dass das bestückte Kabel 13 entfernt und
ein neues zugeführt werden kann. Gleichzeitig dreht sich die Drehvorrichtung 11 um
einen Winkel von 90°, wobei der leere Dorn 31 in die erste Stellung I und die bereits
bestückten Dorne 31 in die zweite und die weitere Stellung II bzw. IV gedreht werden
(Fig. 4e).
[0015] In den Verfahrensschritten der Fig. 4a bis 4e hat sich der Bestückungskopf 40 bzw.
haben sich das Tüllenaufnahmeteil 41 und das Aufspreizteil 42 in Vorwärtsrichtung
von der Ausgangslage gemäss Fig. 4a in die Endlage gemäss Fig. 4e bewegt und mit ihnen
auch der Sender 101, der Empfänger 102 und der Massstab 105. Beim Bestückungsvorgang
und beim Messvorgang bleibt das Kabel 13 ortsfest bzw. wird nicht bewegt. Nach Abschluss
des Bestückungsvorganges wird wie in Fig. 4e gezeigt erstmals der Sender 101 eingeschaltet
und der Strahl 103 vom Empfänger 102 gemessen. Gleichzeitig misst der ortsfeste Messkopf
104 mittels des Massstabes 105 die Position des Bestückungskopfes 40 bzw. die Lage
des Strahls 103. In Fig. 4e wird der Grundriss des Kabelmantels an der Position der
Strahls 103 am Empfänger 102 abgebildet. Danach wird der Bestückungskopf 40 von der
Endlage gemäss Fig. 4e in Richtung und bis zur Ausgangslage gemäss Fig. 4a rückwärts
bewegt bzw. verschoben. Wie in Fig. 4f gezeigt, ist der Strahl 103 etwa in der Mitte
der Kabelbestückung bzw. in der Mitte der Tülle 17 positioniert. Dann misst der Empfänger
102 den Grundriss der Kabelbestückung bzw. der Tülle 17 an der Position der Strahls
103. Danach wird der Bestückungskopf 40 erneut rückwärts bewegt bzw. verschoben bis
der Strahl 103 etwa am vom Kabelmantel befreiten Kabelleiter positioniert ist, wie
in Fig. 4g gezeigt. Dann wird der Grundriss des Kabelleiters an der Position der Strahls
103 am Empfänger 102 abgebildet. Dann wird das Tüllenaufnahmeteil 41 und das Aufspreizteil
42 in Rückwärtssrichtung weiter bewegt, bis die in Fig. 4a gezeigte Ausgangslage erreicht
ist.
[0016] In der Realität werden nicht 3 Messungen durchgeführt sondern mehrere Hundert Messungen,
beispielsweise alle 50 Mikrometer, wobei zu jeder Messung die Position des Strahls
103 gegenüber dem feststehenden Kabel 13 mittels des Messkopfes 104 und des Massstabes
105 erfasst wird. Die Steuerung des Messkopfes 104 initialisiert bei jeder Positionsmessung
den Sender 101 und den Empfänger 102. Sender 101 und Empfänger 102 werden auf den
Messkopf 104 synchronisiert. Aus den Abbildungen im Empfänger 102 zusammen mit den
Positionsmessungen wird dann ein Schattenbild des Kabels 13 mit der bestückten Tülle
17 bzw. der Kabelbestückung erzeugt und mit einem Musterbild oder Merkmalen der Tülle
17 verglichen. Musterbild und die Merkmale der Tülle sind beispielsweise als Tabelle
in der Steuerung des Bestückungsmoduls 1.2 abgelegt. Beispielsweise durchstochene
und deshalb schräg auf das Kabel aufgesetzte Tüllen, zu weit oder zu wenig weit vom
Kabelmantelende entfernte Tüllen, falsche Tüllen, um 180° gedrehte Tüllen, beschädigter
oder falscher Dorn oder beim Bestückungsvorgang aufgefächerte Litzen des Kabelleiters
können so festgestellt werden. Die Steuerung des Bestückungsmoduls kennt auch die
Merkmale der zu den Tüllen passenden Dornen, wobei die Dornen mittels separatem Messlauf
vermessen werden. Auch wird das Ende des Kabelleiters vermessen und damit die Weiterfahrt
des bestückten Kabels für die nachfolgenden Bearbeitungsprozesse freigegeben. Mit
der Weiterfahrt des Kabels muss nicht gewartet werden, bis der Bestückungskopf in
der Ausgangslage ist.
[0017] Der Bestückungskopf 40 kann auch für andere Kabelbestückungen als Tüllen 17 eingerichtet
sein. Beispielsweise können die vom Kabelmantel befreiten Kabelleiter mit Endhülsen
bestückt werden. Die Endhülsen werden mit einer Vorwärtsbewegung des Bestückungskopfes
auf den Kabelleiter aufgeschoben und verpresst. Bei der Rückwärtsbewegung von der
Endlage in die Ausgangslage wird das Kabel zusammen mit der Endhülse vergleichbar
mit der Tülle vermessen und bei der Auswertung der Messergebnisse Bestückungsfehler
festgestellt.
[0018] Andere Messsysteme als die oben erwähnte optische Messeinrichtung sind auch denkbar,
beispielsweise auf Ultraschall oder Radar basierende Messeinrichtungen.
1. Einrichtung zur Bestückung von elektrischen Kabeln (13) mit Kabelbestückungen (17),
wobei ein Bestückungsmodul (1.2) einen von einer Ausgangslage in eine Endlage und
zurück bewegbaren Bestückungskopf (40) aufweist, der die feststehenden Kabel (13)
mit den Kabelbestückungen (17) bestückt,
dadurch gekennzeichnet,
dass am Bestückungsmodul (1.2) ein Messkopf (104) und am Bestückungskopf (40) ein Sender
(101) und ein Empfänger (102) angeordnet sind, wobei bei der Bewegung des Messkopfes
(40) von der Endlage in die Ausgangslage das Kabel (13) zusammen mit der Kabelbestückung
(17) vermessbar ist und bei der Auswertung der Messergebnisse Bestückungsfehler feststellbar
sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass am Bestückungskopf (40) ein Massstab (105) angeordnet ist, wobei die Verschiebung
des Bestückungskopfes (40) gegenüber dem Bestückungsmodul (1.2) mittels Massstab (105)
und Messkopf (104) messbar ist.
3. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kabel (13) mit den Kabelbestückungen (17) während des Messvorganges in Ruhe sind.
4. Verfahren zur Vermessung von elektrischen Kabeln (13) mit Kabelbestückungen (17),
die mittels Bestückungsmodul (1.2) und einem von einer Ausgangslage in eine Endlage
und zurück bewegbaren Bestückungskopf (40) an den feststehenden Kabeln (13) bestückt
werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kabel (13) bei der Bewegung des Bestückungskopfes (40) von der Ausgangslage in
die Endlage mit Kabelbestückungen (17) bestückt werden und
dass die Kabel (13) mit den Kabelbestückungen (17) bei der Bewegung des Bestückungskopfes
(40) von der Endlage in die Ausgangslage vermessen werden und bei der Auswertung der
Messergebnisse Bestückungsfehler festgestellt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein am Bestückungskopf (40) angeordneter Sender (101) einen Strahl (103) aussendet,
wobei die zu vermessenden Kabel (13) und Kabelbestückungen (17) im Strahl (103) liegen,
der mittels eines am Bestückungskopf (40) angeordneten Empfängers (102) gemessen wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verschiebung des Bestückungskopfes (40) gegenüber dem Bestückungsmodul (1.2)
mittels eines am Bestückungskopf (40) angeordneten Massstabes (105) und mittels eines
am Bestückungsmodul (1.2) angeordneten Messkopfes (104) gemessen wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass aus den Messwerten des Empfängers (102) und aus den Messwerten des Messkopfes (104)
ein Schattenbild des Kabels (13) mit der Kabelbestückung (17) erzeugt wird und mit
einem Musterbild oder Merkmalen der Kabelbestückung (17) verglichen wird und aus dem
Vergleich Bestückungsfehler festgestellt werden.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Musterbild oder die Merkmale der Kabelbestückung (17) in der Steuerung des Bestückungsmoduls
(1.2) abgelegt sind.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Ende des Kabelleiters vermessen wird und damit die Weiterfahrt des bestückten
Kabels (13) für die nachfolgenden Bearbeitungsprozesse freigegeben wird.
1. Device for fitting electric wires (13) with wire fittings (17), wherein a fitting
module (1.2) has a fitting head (40) that can be moved from a starting position into
an end position and back, that fits the stationary wires (13) with the wire fittings
(17),
characterized in that
arranged on the fitting module (1.2) are a measuring head (104) and on the fitting
head (40) a transmitter (101) and a receiver (102), such that during the movement
of the measurement head (40) from the end position into the starting position the
wire (13) together with the wire fitting (17) can be measured and during the evaluation
of the measurement results fitting faults can be detected.
2. Device according to Claim 1,
characterized in that
arranged on the fitting head (40) is a scale (105), the displacement of the fitting
head (40) relative to the fitting module (1.2) being measurable by means of scale
(105) and measuring head (104).
3. Device according to one of claims 1 or 2,
characterized in that
during the measuring operation the wires (13) with the wire fittings (17) are at rest.
4. Method of measuring electric wires (13) with wire fittings (17) that by means of a
fitting module (1.2) and a fitting head (40) that is movable from a starting position
into an end position and back are fitted onto the stationary wires (13),
characterized in that
during the movement of the fitting head (40) from the starting position into the end
position, the wires (13) are fitted with wire fittings (17) and in that during the movement of the fitting head (40) from the end position into the starting
position the wires (13) with the wire fittings (17) are measured and during the evaluation
of the measurement results fitting faults are detected.
5. Method according to Claim 4,
characterized in that
a transmitter (101) that is arranged on the fitting head (40) transmits a beam (103),
the wires (13) that are to be measured and the wire fittings (17) lying in the beam
(103) that is measured by means of a receiver (102) that is arranged on the fitting
head (40).
6. Method according to Claim 4,
characterized in that
the displacement of the fitting head (40) relative to the fitting module (1.2) is
measured by means of a scale (105) that is arranged on the fitting head (40) and by
means of a measuring head (104) that is arranged on the fitting module (1.2)
7. Method according to one of the following claims,
characterized in that
from the measurement values of the receiver (102) and the measurement values of the
measuring head (104) a silhouette of the wire (13) with the wire fitting (17) is generated
and compared with a template or characteristics of the wire fitting (17) and from
the comparison fitting faults are detected.
8. Method according to Claim 7,
characterized in that
the template or the characteristics of the wire fitting (17) are saved in the control
of the fitting module (1.2).
9. Method according to one of claims 7 or 8,
characterized in that
the end of the wire conductor is measured and thereby the further travel of the fitted
wire (13) for the subsequent processing processes is released.
1. Dispositif pour poser des équipements de câble (17) sur des câbles électriques (13),
étant précisé qu'un module d'équipement (1.2) comporte une tête d'équipement (40)
qui est apte à être déplacée d'une position de départ jusqu'à une position de fin
de course et inversement et qui pose les équipements de câble (17) sur les câbles
fixes (13),
caractérisé en ce qu'il est prévu sur le module d'équipement (1.2) une tête de mesure (104), et sur la
tête d'équipement (40) un émetteur (101) et un récepteur (102), étant précisé que
lors du déplacement de la tête de mesure (40) de la position de fin de course jusqu'à
la position de départ, le câble (13) avec son équipement (17) est apte à être mesuré,
et que lors de l'analyse des résultats de mesure, des défauts d'équipement peuvent
être constatés.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est prévu sur la tête d'équipement (40) une règle graduée (105), étant précisé
que le déplacement de la tête d'équipement (40) par rapport au module d'équipement
(1.2) est apte à être mesuré à l'aide de la règle graduée (105) et de la tête de mesure
(104).
3. Dispositif selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que les câbles (13) avec leur équipement (17) sont au repos pendant l'opération de mesure.
4. Procédé pour mesurer des câbles électriques (13) avec des équipements de câble (17)
qui sont posés sur les câbles fixes (13) à l'aide d'un module d'équipement (1.2) et
d'une tête d'équipement (40) apte à être déplacée d'une position de départ jusqu'à
une position de fin de course et inversement,
caractérisé en ce que les équipements (17) sont posés sur les câbles (13) lors du déplacement de la tête
d'équipement (40) de la position de départ jusqu'à la position de fin de course, et
en ce que les câbles (13) avec leur équipement (17) sont mesurés lors du déplacement de la
tête d'équipement (40) de la position de fin de course jusqu'à la position de départ,
et lors de l'analyse des résultats de mesure, des erreurs d'équipement sont constatées.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'un émetteur (101) disposé sur la tête d'équipement (40) émet un rayon (103), étant
précisé que les câbles (13) et équipements de câble (17) à mesurer se trouvent dans
le rayon (103), qui est mesuré à l'aide d'un récepteur (102) disposé sur la tête d'équipement
(40).
6. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que le déplacement de la tête d'équipement (40) par rapport au module d'équipement (1.2)
est mesuré à l'aide d'une règle graduée (105) disposée sur la tête d'équipement (40)
et à l'aide d'une tête de mesure (104) disposée sur le module d'équipement (1.2).
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une silhouette du câble (13) avec l'équipement de câble (17) est produite à partir
des valeurs de mesure du récepteur (102) et des valeurs de mesure de la tête de mesure
(104) et est comparée à un modèle ou à des propriétés d'équipement de câble (17),
et des défauts d'équipement sont constatés à partir de la comparaison.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que le modèle ou les propriétés d'équipement de câble (17) sont stockés dans la commande
du module d'équipement (1.2).
9. Procédé selon l'une des revendications 7 ou 8, caractérisé en ce que l'extrémité du conducteur de câble est mesurée, et la poursuite du déplacement du
câble (13) équipé, pour les opérations de traitement suivantes, est ainsi autorisée.
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