[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Haltevorrichtung zum Halten einer Schaltröhre
in einem Tragrahmen eines Schalterpols mit einem eine Durchgangsöffnung aufweisenden
Halteabschnitt, der zum Anliegen an einer Stirnfläche der Schaltröhre eingerichtet
ist, einem mit dem Halteabschnitt fest verbundenen Flanschabschnitt, der die Außenkontur
der Stirnfläche zumindest teilweise umschließt, und einer Tragrahmenbefestigung zur
Montage der Haltevorrichtung an dem Tragrahmen.
[0002] Eine solche Haltevorrichtung ist aus der
US 2001/0025829 A1 bereits bekannt. Die vorbekannte Haltevorrichtung ist zum Halten einer Vakuumschaltröhre
eingerichtet und weist einen kreisplattenförmigen Halteabschnitt auf, der im Betrieb
an einer Stirnseite einer Vakuumschaltröhre anliegt, durch die sich eine in einer
Längsrichtung bewegliche Schaltstange erstreckt. Der Halteabschnitt ist mit einem
sich im Wesentlichen rechtwinklig zu diesem erstreckenden Halteabschnitt verbunden,
der sich in einer eingebauten Stellung um die Kontur der eingesetzten Vakuumschaltröhre
erstreckt und somit ein Abgleiten oder Verrutschen der Vakuumschaltröhre von beziehungsweise
auf dem Flachabschnitt verhindert. Zur Vereinfachung der Montage weist die vorbekannte
Haltevorrichtung an einer Seite eine Art Scharnier auf, mit der zwei Hälften der Haltevorrichtung
auseinander geklappt werden können. An einer dem Scharnier gegenüberliegenden Seite
verfügt die Haltevorrichtung ferner über einen Schnappmechanismus, so dass ein Einspannen
der eingeführten Vakuumschaltröhre ermöglicht ist. Zur Befestigung in einem Tragrahmen
verfügt die Haltevorrichtung über Halteschienen, die in formkomplementäre Nuten des
Tragrahmens einschiebbar sind, so dass die Vakuumschaltröhre durch die Haltevorrichtung
an ihrer Antriebsseite zuverlässig und zentriert in dem Tragrahmen gehalten ist, wobei
gleichzeitig die Beweglichkeit der Schaltstange ermöglicht ist. Der vorbekannten Haltevorrichtung
haftet jedoch der Nachteil an, dass diese aus einem nicht leitenden Kunststoff gefertigt
ist, so dass an spitzen oder eckigen mit einem Hochspannungspotenzial beaufschlagten
Abschnitten der Schaltröhre hohe elektrische Felder oder Kriechströme entstehen. Die
mit den vorbekannten Haltevorrichtungen ausgerüsteten Schalter weisen daher entweder
einen diese hohen elektrischen Feldstärken berücksichtigen Polmittenabstand und somit
eine raumgreifende Bauform auf oder sind hinsichtlich der erlaubten Betriebsspannungen
auf entsprechend herabgesetzte Betriebsparameter begrenzt.
[0003] Eine andere Haltevorrichtung ist aus
JP 10 247444A bekannt. Die dort offenbarte Haltevorrichtung umfasst ein Feldsteuerelement zum Absteuern
eines elektrischen Feldes entlang eines Zwischenraumes zwischen der Haltevorrichtung
und einer Vakuumschaltröhre.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Haltevorrichtung der eingangs
genannten Art bereitzustellen, mit der bei gleich bleibender Betriebsspannung des
Schalters eine kompaktere Bauform eines Schalters oder bei gleich bleibender Bauform
eine erhöhte Betriebsspannung herbeigeführt werden kann, der über eine solche Haltevorrichtung
verfügt.
[0005] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch ein Feldsteuerelement zum Absteuern eines
elektrischen Feldes, das während des Betriebs der Schaltröhre leitend mit einem Bestandteil
der Schaltröhre verbindbar ist, der sich während des Betriebs der Schaltröhre auf
Hochspannungspotenzial befindet, sowie Zentriermittel, die mit dem Halteabschnitt
verbunden und der Durchgangsöffnung zugewandt sind.
[0006] Erfindungsgemäß ist in oder an der Haltevorrichtung ein Feldsteuerelement vorgesehen,
das während des Betriebs, also bei einer eingesetzten mit Spannung beaufschlagten
Schaltröhre, das Potenzial aufweist, mit dem der Bestandteil der Schaltröhre beaufschlagt
ist, den das Feldsteuerelement kontaktiert. Der Abbau des während des Betriebs entstehenden
elektrischen Feldes findet daher nicht mehr wie beim Stand der Technik zwischen dem
auf Hochspannungspotential liegenden Bestandteil der Schaltröhre und einem auf Erdpotenzial
liegenden Bauteil des Schalters statt, sondern zwischen dem Feldsteuerelement und
dem Bauteil. Dabei ist das Feldsteuerelement wie üblich so ausgestaltet, dass Spitzen,
scharfe Kanten oder dergleichen vermieden sind, an denen hohe Feldintensitäten entstehen
könnten. Da das Feldsteuerelement mit einem Isolierstoff ummantelt ist, wird das hohe
elektrische Feld im Isolierstoff abgesteuert. Mit anderen Worten kommt es gemäß der
vorliegenden Erfindung zu einem kontrollierteren Absteuern des elektrischen Feldes.
Die Haltevorrichtung weist daher nicht nur eine Haltefunktion oder gegebenenfalls
eine Zentrierwirkung auf, sondern ermöglicht darüber hinaus die Erzeugung homogener
Feldverläufe innerhalb des Schalterpols. Die Gefahr von Kriechströmen, Teilentladungen
oder dergleichen ist daher erfindungsgemäß herabgesetzt, so dass kompaktere Bauformen
oder eine höhere Betriebsspannungen ermöglicht sind. Die Ausgestaltung des Feldsteuerelements
ist erfindungsgemäß beliebig, nur beispielsweise seien eingebettete metallische Netzstrukturen
oder elektrisch leitende Oberflächenschichten aus Kunststoff, Lack, Metall oder dergleichen
genannt. Die Zentriermittel sind zum Zentrieren der Haltevorrichtung bezüglich einer
Schaltstange vorgesehen, welche fest mit einem Bewegkontakt der Schaltröhre verbunden
ist und sich durch die von der Haltevorrichtung gehaltene Stirnseite der Schaltröhre
erstreckt.
[0007] Der Flanschabschnitt erstreckt sich vorteilhafterweise winklig und insbesondere rechtwinklig
zu dem vorzugsweise ringscheibenförmig ausgebildeten Halteabschnitt. Dabei umschließt
der Flanschabschnitt die Kontur der Stirnseite der Schaltröhre. Im Falle einer zylinderförmigen
Schaltröhre ist der Halteabschnitt daher ringscheibenmäßig ausgestaltet, wobei sich
der Flanschabschnitt an der Außenkontur des Ringabschnittes erstreckt. Dabei überragt
der Flanschabschnitt im Betrieb die Schaltröhre seitlich und verhindert auf diese
Weise ein Herabgleiten oder Verrutschen der Schaltröhre von beziehungsweise auf dem
Halteabschnitt. Der Flanschabschnitt kann geschlossen um den Halteabschnitt herum
verlaufen. Im Rahmen der Erfindung ist es jedoch ebenso möglich, dass der Flanschabschnitt
sich nur an gewissen Abschnitten der Außenkontur des Halteabschnittes erstreckt. So
ist es beispielsweise möglich, dass der Flanschabschnitt aus drei gleichmäßig über
den Umfang verteilten Stegabschnitten besteht.
[0008] Vorteilhafterweise erstreckt sich das Feldsteuerelement in oder an dem Flanschabschnitt.
Aufgrund der Anordnung des Flanschabschnittes außen an dem Halteabschnitt weist dieser
zu den Komponenten des Schalterpols, die auf einem Erdpotenzial liegen, den geringsten
Abstand auf. Aus diesem Grunde erfolgt die Feldabsteuerung bevorzugt zwischen dem
in dem Flanschabschnitt angeordneten Feldsteuerelement und den auf Erdpotenzial liegenden
Bauteilen.
[0009] Vorteilhafterweise umfasst das Feldsteuerelement einen metallischen Kernbereich des
Flanschabschnittes, der von einer Isolierung umgeben ist. Gemäß dieser vorteilhaften
Weiterentwicklung ist das Feldsteuerelement zumindest teilweise von einem massiven
metallischen Kernbereich des Flanschabschnittes ausgebildet. Der Flanschabschnitt
kann somit fast ausschließlich aus dem Feldsteuerelement bestehen. Zur Isolation ist
der Kernbereich lediglich von einer beispielsweise dünnwandigen Isolierung umgeben.
Die dünnwandige Isolierung wird beispielsweise im Spritzgussverfahren aufgebracht.
[0010] Zweckmäßigerweise bildet das Feldsteuerelement den Halteabschnitt aus. Gemäß dieser
vorteilhaften Weiterentwicklung ist der Halteabschnitt zumindest Teil des Feldsteuerelementes,
wobei dieses entweder einen Kernbereich des Flanschabschnittes umfasst oder aber über
zweckmäßig gebogene flächige Drahtnetze verfügt, die sich in einem Kunststoffteil
des Flanschabschnittes erstrecken.
[0011] Gemäß einer bevorzugten Weiterentwicklung der Erfindung ist der Halteabschnitt metallisch
und einstückig mit einem ebenfalls metallischen Kernbereich des Flanschabschnittes
ausgebildet, wobei der Kernbereich von einer Isolierung umgeben ist, so dass das Feldsteuerelement
durch den Flanschabschnitt und den Kernbereich ausgebildet ist. Die auf diese Weise
ausgebildete Haltevorrichtung ist besonders kostengünstig, da der Kernbereich des
Flanschabschnittes sowie der Halteabschnitt durch übliche Metallherstellungsverfahren,
beispielsweise durch Metall- Druckguss herstellbar ist. Schließlich wird der Kernbereich
im Spritzgussverfahren von einer dünnwandigen Kunststoffschicht umgeben.
[0012] Vorteilhafterweise weisen die Zentriermittel parallel zueinander verlaufende Haltebügel
auf, die über eine Aufnahmenut verfügen, wobei Gewindeplättchen in der Aufnahmenut
angeordnet sind, durch die sich eine auf die Durchgangsöffnung ausgerichtete Zentrierschraube
erstreckt. Gemäß dieser Weiterentwicklung umfassen die Zentriermittel einfache Haltebügel,
die beispielsweise einstückig mit dem Halteabschnitt ausgebildet sein können. Die
Fertigung der Zentriermittel ist daher kostengünstig, da auch die im Weiteren notwendigen
Gewindeplättchen geringpreisig sind.
[0013] Die Erfindung betrifft ferner einen Schalterpol mit wenigstens einer erfindungsgemäßen
Haltevorrichtung.
[0014] Der Schalterpol umfasst vorteilhafterweise einen Tragrahmen, der zum Beispiel aus
einem mechanisch stabilen Kunststoff besteht. An dem Tragrahmen sind ein Eingangsanschluss
sowie ein Abgangsanschluss befestigt, wobei sich zwischen dem Eingangs- und dem Abgangsanschluss
eine Schaltröhre, wie beispielsweise eine Vakuumschaltröhre, erstreckt. Die Vakuumschaltröhre
weist ein aus einem Isoliermaterial bestehendes hohlzylindrisches Gehäuse auf, das
an seinen beiden Stirnseiten mit metallischen Abdeckungen verbunden ist. Die metallischen
Abdeckungen der Stirnseiten sowie das Isoliergehäuse bilden ein vakuumdichtes Vakuumröhrengehäuse
aus, wobei sich an einer Festkontaktseite des Vakuumröhrengehäuses ein feststehender
Festkontaktbolzen durch die metallische Abdeckung hindurch erstreckt. Der Festkontaktbolzen
trägt an seinem in das Vakuumröhrengehäuse hineinragenden Ende ein Festkontaktstück.
Diesem liegt in einer Längsrichtung ein längsbeweglich geführtes Bewegkontäktstück
gegenüber, das an dem freien Ende einer Schaltstange angebracht ist. Die Schaltstange
erstreckt sich durch die dem Festkontaktbolzen gegenüberliegende metallische Abdeckung,
wobei ein Metallfaltenbalg, der einerseits an dem Bewegkontaktstück oder an der Schaltstange
und andererseits an der metallischen Abdeckung befestigt ist, die Beweglichkeit des
Bewegkontaktstückes ermöglicht. In einer Kontaktstellung kontaktiert das Bewegkontaktstück
das Festkontaktstück, so dass ein Stromfluss über die Vakuumschaltröhre ermöglicht
ist. Bei einem Schaltvorgang wird das Bewegkontaktstück von dem Festkontaktstück getrennt,
wobei zwischen den Kontaktstücken ein Lichtbogen gezogen wird, der bei einem Stromnulldurchgang
in dem Vakuum der Vakuumschaltröhre gelöscht wird.
[0015] Die Haltevorrichtung ist zur Aufnahme der Schaltröhre innerhalb des Flanschabschnittes
eingerichtet, wobei diese ein seitliches Abgleiten der Vakuumschaltröhre mit ihrer
Stirnseite von dem Halteabschnitt verhindert. Ist die Haltevorrichtung an der Antriebsseite
der Schaltröhre angeordnet, durchragt die Schaltstange die in dem Halteabschnitt vorgesehene
Durchgangsöffnung, so dass eine Längsbewegung der Schaltröhre ermöglicht ist. Ist
die Haltevorrichtung an der von der Antriebsseite abgewandten Stirnseite der Schaltröhre
angeordnet, durchragt der Festkontaktbolzen die Durchgangsöffnung. Zur Befestigung
der Haltevorrichtung an dem Tragrahmen verfügt die Haltevorrichtung über zweckmäßige
Tragrahmenbefestigungen.
[0016] Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung sind Gegenstand der
nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung unter Bezug auf
die Figuren der Zeichnung, wobei
- Figur 1
- ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Schalterpols,
- Figur 2
- ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Schalterpols,
- Figur 3
- eine Querschnittsansicht des erfindungsgemäßen Schalterpols gemäß Figur 2,
- Figur 4
- ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung und
- Figur 5
- die Haltevorrichtung gemäß Figur 4 in einer Querschnittsansicht zeigen.
[0017] Figur 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Schalterpols
1 in einer perspektivischen Darstellung. Der Schalterpol 1 weist einen mechanisch
festen Tragrahmen 2 auf, an dem ein Polkopfabschnitt 3b eines Ein-, gangsanschluss
3 fest verschraubt ist. Hierzu dient ein sich in Querrichtung erstreckender Befestigungssteg
4 mit Befestigungslöchern zum Anschrauben des Polkopfabschnittes 3b. Der Befestigungssteg
4 weist ferner eine Durchgangsöffnung 5 auf, durch die hindurch ein Festschrauben
einer Vakuumschaltröhre 6 als Schaltröhre an dem Eingangsanschluss 5 ermöglicht ist.
Die Vakuumschaltröhre 6 besteht aus einem hohlzylindrischen Keramikgehäuse 7, das
aus zwei Teilen zusammengesetzt ist, die in der Mitte des Keramikgehäuses unter Zwischenlegung
eines Zwischenflansches miteinander verbunden sind. An den Stirnseiten ist das Keramikgehäuse
7 durch metallische Abdeckungen, die in Figur 1 nicht sichtbar sind, verschlossen,
so dass ein vakuumdichtes Gehäuse ausgebildet ist. An der in Figur 1 oberen Seite
der Vakuumschaltröhre 6 durchragt ein Festkontaktbolzen die obere metallische Abdeckung,
wobei an der in dem Vakuumgehäuse angeordneten freien Seite des Festkontaktbolzens
ein Festkontaktstück ortsfest gehalten ist. Dem Festkontaktstück gegenüberliegend
ist ein längs beweglich geführtes Bewegkontaktstück vorgesehen, das mittels einer
Schaltstange beweglich gehalten ist. Die Schaltstange durchragt eine einem Abgangsanschluss
8 zugewandte metallische Abdeckung, wobei ein Metallfaltenbalg für die axiale Bewegungsfreiheit
der Schaltstange sorgt. Zur Halterung der Vakuumschaltröhre 6 an ihrer vom Befestigungssteg
4 abgewandten Seite ist eine Haltevorrichtung 9 vorgesehen, die über eine Tragrahmenbefestigung
10 verfügt, mit der die Haltevorrichtung 9 in dem Tragrahmen 2 fest verankert ist.
[0018] Eine weitere Haltvorrichtung 9 ist an der Stirnseite der Vakuumschaltröhre 6 angeordnet,
die dem Befestigungssteg 4 zugewandt ist.
[0019] Zum Antrieb des Bewegkontaktstückes ist die Schaltstange über eine zweckmäßige Hebelmechanik
11 mit einem Antrieb verbindbar, der die zum Schalten notwendige Bewegungsenergie
erzeugt.
[0020] Figur 2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Schalterpols
1, der den gleichen Tragrahmen 2, wie das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1, aufweist.
In diesem Ausführungsbeispiel ist die Isolierung jedoch durch zusätzliche Isolierabdeckungen
12 verstärkt, die in zweckmäßigen figürlich nicht dargestellten Rastnuten einrastbar
sind.
[0021] Figur 3 zeigt das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 in einer Querschnittsansicht.
In dieser Ansicht ist erkennbar, dass der Eingangsanschluss 3 neben dem in Figur 1
gezeigten Polkopfabschnitt 3b ferner einen Längsabschnitt 3a umfasst. Der Polkopfabschnitt
3b ist mit dem Festkontaktbolzen 13 der Vakuumschaltröhre 6 verschraubt, während der
Längsabschnitt 3a an dem Polkopfabschnitt 3b befestigt, beispielsweise verschraubt
ist. Über die Länge des lösbar angebrachten Längsabschnittes 3a ist somit auf einfache
Weise die Maulweite des Schalterpols, also der Abstand eines an dem Eingangsanschluss
3 befestigten Leiters von einem an dem Abgangsanschluss 8 befestigten Leiters, einstellbar.
[0022] Eine dem Festkontaktbolzen 13 gegenüberliegende Schaltstange 14 ist über ein flexibles
Stromband 15 mit dem Abgangsanschlussstück 8 verbunden. Zur Isolation der Schaltstange
14 ist eine topfförmige Isolierung 16 vorgesehen, über welche die Schaltstange 14
mit der Hebelmechanik 11 verbunden ist.
[0023] In Figur 3 ist ferner erkennbar, dass die Schaltstange 14 eine Stirnseite 17 einer
metallischen Abdeckung 18 der Vakuumschaltröhre 6 durchragt, wobei eine Führungshülse
19 fest mit der Abdeckung 18 verbunden ist. Die Stirnseite 17 liegt auf der Haltevorrichtung
9 auf. An der dem Befestigungssteg 4 zugewandten Stirnseite der Vakuumschaltröhre
6 ist eine weitere Haltevorrichtung 9 zum Zentrieren der Vakuumschaltröhre 9 und zur
Absteuerung des elektrischen Feldes vorgesehen.
[0024] Figur 4 zeigt eine perspektivische Ansicht der Haltevorrichtung 9, die einen ringscheibenförmigen
Halteabschnitt 20 sowie einen sich diesbezüglich rechtwinklig erstreckenden Flanschabschnitt
21 aufweist. Der Halteabschnitt 20 weist eine Durchgangsöffnung 22 auf, durch die
sich im eingebauten Zustand die Schaltstange 14 und die Führungshülse 19 hindurch
erstrecken. Der Durchgangsöffnung 22 zugewandt sind Zentriermittel in Form von parallel
zueinander angeordneten Haltebügeln 23 vorgesehen, die jeweils zur Aufnahme eines
Gewindeplättchens eingerichtet sind. Dabei weist jedes Gewindeplättchen eine Gewindeschraube
auf, die sich zur Durchgangsöffnung 22 hin erstreckt. Durch Einschrauben der Gewindeschraube
in das Gewindeplättchen kontaktiert diese die fest mit der Vakuumschaftröhre verbundene
Führungshülse 19, so dass durch die Stellung der Zentrierschrauben ein Zentrieren
der Vakuumschaltröhre 6 in der Haltevorrichtung 9 ermöglicht ist. Der Flanschabschnitt
21 ist mit zwei krallenförmigen Tragrahmenbefestigungen 10 verbunden, die, wie in
Figur 1 erkennbar ist, zum Halten der Haltevorrichtung 9 in dem Tragrahmen 2 eingerichtet
sind.
[0025] Figur 5 zeigt die Haltevorrichtung 9 gemäß Figur 4 in einer Querschnittsansicht.
In dieser Darstellung ist erkennbar, dass der Flanschabschnitt 21 aus einem Kernabschnitt
24 besteht, der einstückig mit dem Halteabschnitt 20 ausgebildet und von einer dünnwandigen
Isolierung 25 umgeben ist. Dabei liegt der Halteabschnitt 20 während des Betriebs
leitend auf der metallischen Abdeckung 18 der Vakuumschaltröhre 6 auf, so dass durch
den Kernabschnitt 24 und dem Halteabschnitt 20 ein Feldsteuerelement ausgebildet ist.
In Figur 5 ist weiterhin erkennbar, dass die Haltevorrichtung einen durch den Flanschabschnitt
21 begrenzten Innendurchmesser aufweist, der etwas größer ist als der Außendurchmesser
des Keramikgehäuses 7 der Vakuumschaltröhre 6. Mit anderen Worten ist die Haltevorrichtung
9 formkomplementär zur Stirnseite der Vakuumschaltröhre 6 ausgebildet. Darüber hinaus
ist der Innendurchmesser der Durchgangsöffnung 22 an den Außendurchmesser der Führungshülse
19 angepasst, so dass diese durch die Durchgangsöffnung 22 hindurchführbar ist. Bei
einer figürlich nicht dargestellten Abwandlung der Erfindung ist der Innendurchmesser
des Flanschabschnittes 21 lediglich etwas größer als der Außendurchmesser der metallischen
Abdeckung 18, jedoch etwas kleiner als der Außendurchmesser des Keramikgehäuses 7
der Vakuumschaltröhre 6. Mit anderen Worten bilden die metallische Abdeckung 18 und
das Keramikgehäuse 7 eine umfänglich geschlossen umlaufende Stufe der Vakuumschaltröhre
6 aus, wobei nur die metallische Abdeckung 18 von dem Flanschabschnitt 21 ausgenommen
ist und eine an diesen angepasste Längserstreckung aufweist.
1. Haltevorrichtung (9) zum Halten einer Schaltröhre (6) in einem Tragrahmen (2) eines
Schalterpols (1) mit einem eine Durchgangsöffnung (22) aufweisenden Halteabschnitt
(20), der zum Anliegen an einer Stirnfläche der Schaltröhre (6) eingerichtet ist,
einem mit dem Halteabschnitt (20) fest verbundenen Flanschabschnitt (21), der die
Außenkontur der Stirnfläche zumindest teilweise umschließt, und einer Tragrahmenbefestigung
(10) zur Montage der Haltevorrichtung an dem Tragrahmen (2),
gekennzeichnet durch
- ein Feldsteuerelement (20, 24) zum Absteuern eines elektrischen Feldes, das während
des Betriebs der Schaltröhre (6) leitend mit einem Bestandteil der Schaltröhre (6)
verbindbar ist, der sich während des Betriebs der Schaltröhre (6) auf Hochspannungspotenzial
befindet, sowie
- Zentriermittel (23), die mit dem Halteabschnitt verbunden und der Durchgangsöffnung
(22) zugewandt sind.
2. Haltevorrichtung (9) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
sich das Feldsteuerelement (20, 24) in oder an dem Flanschabschnitt (21) erstreckt.
3. Haltevorrichtung (9) nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Feldsteuerelement einen metallischen Kernbereich (24) des Flanschabschnittes (21)
umfasst, der von einer Isolierung (25) umgeben ist.
4. Haltevorrichtung (9) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Isolierung (25) dünnwandig ist.
5. Haltevorrichtung (9) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Feldsteuerelement den Halteabschnitt (20) ausbildet.
6. Haltevorrichtung (9) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Halteabschnitt (20) metallisch und einstückig mit einem ebenfalls metallischen
Kernbereich (24) des Flanschabschnittes (21) ausgebildet ist, wobei der Kernbereich
(24) von einer Isolierung (25) umgeben ist, so dass das Feldsteuerelement durch den
Flanschabschnitt (20) und den Kernbereich (24) ausgebildet ist.
7. Haltevorrichtung (9) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Zentriermittel parallel zueinander verlaufende Haltebügel (23) aufweisen, die
über eine Aufnahmenut verfügen, wobei Gewindeplättchen in der Aufnahmenut angeordnet
sind, durch die sich eine auf die Durchgangsöffnung ausgerichtete Zentrierschraube
erstreckt.
8. Schalterpol (1) zum Unterbrechen eines elektrischen Wechselstromes,
gekennzeichnet durch
wenigstens eine Haltevorrichtung (9) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche.
1. Holding apparatus (9) for holding an interrupter (6) in a supporting frame (2) of
a switch pole (1) with a holding section (20), which has a through-opening (22) and
is designed to bear against an end face of the interrupter (6), a flange section (21),
which is fixedly connected to the holding section (20) and at least partially surrounds
the outer contour of the end face, and a supporting-frame fastening (10) for fitting
the holding apparatus to the supporting frame (2),
characterized by
- a field control element (20, 24) for shutting off an electrical field, which can
be conductively connected to a constituent part of the interrupter (6) during operation
of the interrupter (6), which part is at high-voltage potential during operation of
the interrupter (6), and
- centering means (23), which are connected to the holding section and face the through-opening
(22).
2. Holding apparatus (9) according to Claim 1,
characterized in that
the field control element (20, 24) extends in or on the flange section (21).
3. Holding apparatus (9) according to either of Claims 1 and 2,
characterized in that
the field control element comprises a metallic core region (24) of the flange section
(21) which is surrounded by insulation (25).
4. Holding apparatus (9) according to Claim 3,
characterized in that
the insulation (25) is thin-walled.
5. Holding apparatus (9) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the field control element forms the holding section (20).
6. Holding apparatus (9) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the holding section (20) is designed to be metallic and integral with a likewise metallic
core region (24) of the flange section (21), the core region (24) being surrounded
by insulation (25), with the result that the field control element is formed by the
flange section (20) and the core region (24).
7. Holding apparatus (9) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the centering means have holding clips (23), which run parallel to one another and
have an accommodating groove, threaded platelets being arranged in the accommodating
groove through which a centering screw extends which is aligned with the through-opening.
8. Switch pole (1) for interrupting an electrical alternating current,
characterized by
at least one holding apparatus (9) according to one of the preceding claims.
1. Dispositif (9) de maintien pour le maintien d'un interrupteur (6) électronique dans
un cadre (2) porteur d'un pôle (1) d'interrupteur, comprenant une partie (20) de maintien,
qui a une ouverture (22) traversante et qui est conçue pour s'appliquer à une surface
frontale de l'interrupteur (6) électronique, une partie (21) de bride, qui est reliée
fixement à la partie (20) de maintien et qui entoure au moins en partie le contour
extérieur de la surface frontale et une fixation (10) du cadre porteur pour le montage
du dispositif de maintien sur le cadre (2) porteur,
caractérisé par
- un élément (20, 24) de commande de champ, qui est destiné à la commande d'un champ
électrique et qui, pendant le fonctionnement de l'interrupteur (6) électronique, peut
être relié d'une manière conductrice à un élément constitutif de l'interrupteur (6)
électronique, qui se trouve pendant le fonctionnement de l'interrupteur (6) électronique
à un potentiel de haute tension, ainsi que par
- des moyens (23) de centrage, qui sont reliés à la partie de maintien et qui sont
tournés vers l'ouverture (22) de traversée.
2. Dispositif (9) de maintien suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'élément (20, 24) de commande de champ s'étend dans la partie (21) de bride ou sur
celle-ci.
3. Dispositif (9) de maintien suivant l'une des revendications 1 ou 2,
caractérisé en ce que
l'élément de commande de champ entoure une partie (24) métallique de noyau de la partie
(21) de bride, qui est entouré d'un isolant (25).
4. Dispositif (9) de maintien suivant la revendication 3
caractérisé en ce que
l'isolant (25) est à paroi mince.
5. Dispositif (9) de maintien suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément de commande de champ constitue la partie (20) de maintien.
6. Dispositif (9) de maintien suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la partie (20) de maintien est constituée métalliquement et d'une pièce avec une zone
(24) de noyau également métallique de la partie (21) de bride, la zone (24) de noyau
étant entourée d'un isolant (25), de manière à ce que l'élément de commande de champ
soit constitué par la partie (20) de bride et par la zone (24) de noyau.
7. Dispositif (9) de maintien suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les moyens de centrage ont des étriers (23) de maintien, qui s'étendent parallèlement
entre eux et qui disposent d'une rainure de réception, des plaquettes filetées étant
montées dans la rainure de réception, plaquettes dans lesquelles s'étend une visse
de centrage dirigée sur l'ouverture de traversée.
8. Pôle (1) d'interrupteur pour interrompre un courant électrique alternatif,
caractérisé par
au moins un dispositif (9) de maintien suivant l'une des revendications précédentes.