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(11) |
EP 1 915 741 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.08.2013 Patentblatt 2013/35 |
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Anmeldetag: 25.07.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2006/064639 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/020157 (22.02.2007 Gazette 2007/08) |
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DATENAUSTAUSCHVORRICHTUNG
DATA EXCHANGING DEVICE
DISPOSITIF D'ECHANGE DE DONNEES
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Priorität: |
17.08.2005 DE 102005038872
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.04.2008 Patentblatt 2008/18 |
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Patentinhaber: Continental Automotive GmbH |
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30165 Hannover (DE) |
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Erfinder: |
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- NÄTHER, Horst
78052 Villingen-Schwenningen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 713 197 EP-A2- 1 388 825 US-A1- 2005 006 465
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EP-A2- 0 363 871 FR-A1- 2 659 770
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Datenaustauschvorrichtung, insbesondere eine Datenaustauschvorrichtung
eines Tachographen, zum manipulationsgesicherten Austausch von Daten zwischen einer
Karte und der Datenaustauschvorrichtung, welche Karte einen Datenspeicher aufweist,
wobei die Datenaustauschvorrichtung eine Logikeinheit aufweist, die den Datenaustausch
zwischen der Karte und der Datenaustauschvorrichtung überwacht.
[0002] Im gewerblichen Güter- und Personenkraftverkehr werden die Betriebsdaten der Nutzfahrzeuge
personenbezogen mittels eines Tachographen aufgezeichnet. Gemäß EWG-Verordnung 3820
ist die Ausstattung von Neufahrzeugen mit einer neuen Generation von Tachographen
vorgesehen, die im Gegensatz zu der alten Ausführung die Betriebsdaten nicht mehr
analog auf einer papiernen Diagrammscheibe aufzeichnet, sondern digital in einem Speicher
abspeichert, wobei jedem Fahrzeugführer eine Datenkarte zugeordnet ist, die zum Zwecke
des Datenaustauschs mit dem Tachographen mit diesem in Verbindung gebracht werden
kann. Hierbei ist vorgesehen, dass der Tachograph die Karte vollständig aufnimmt,
damit Manipulationsversuche während der Datenübertragung zwischen dem Tachographen
und dem Datenspeicher der Karte erfolglos bleiben. Ein Tachograph dieser Art ist bereits
aus dem europäischen Patent
EP 0 794 499 B1 bekannt. Der Umstieg auf eine digitale Aufzeichnung der Betriebsdaten birgt die Gefahr,
dass diese manipulierbar sind und der wertvolle juristische Nachweischarakter dieser
Aufzeichnungen verloren gehen könnte. Daher werden umfassende Anstrengungen unternommen,
den Erfolg etwaiger Manipulationsversuche zu vermeiden. Beispielsweise ist der Schreibzugriff
auf den Datenspeicher einer Karte nur nach einer sicheren Authentifizierung des Kommunikationspartners
möglich. Daneben ist die verwendete Hardware des Tachographs gegen sämtliche zurzeit
denkbaren Angriffe geschützt.
[0003] In diesem Zusammenhang hat es sich die Erfindung zur Aufgabe gemacht, insbesondere
die auch juristisch sensiblen Daten der Aufzeichnungen eines Tachographs, während
des Austauschs von Daten gegen Manipulationen abzusichern und Manipulationsversuche
sicher zu erkennen bzw. zu registrieren, so dass eine Manipulation als Ereignis zeitlich
nachvollzogen werden kann.
[0004] Zur Lösung der erfindungsgemäßen Aufgabe schlägt die Erfindung eine Datenaustauschvorrichtung
der eingangs genannten Art mit den Merkmalen des Anspruchs 1 vor. Die jeweils rückbezogenen
Unteransprüche beinhalten vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung.
[0005] Die erfindungsgemäße Datenaustauschvorrichtung ist bevorzugt Bestandteil eines Tachographen
und hierbei zweckmäßig in einem gemeinsamen Gehäuse mit anderen Komponenten eines
Tachographen angeordnet, beispielsweise einer Anzeigeeinheit, einem Massenspeicher
zur Aufzeichnung der Betriebsdaten, einem Drucker zur Ausgabe von Ergebnissen verschiedener
Auswertungen der Betriebsdaten oder einer automatisierten Kartenaufnahmevorrichtung,
die eine eingegebene Karte selbsttätig in das Innere des Tachographen befördert oder
bei entsprechender Anforderung ausgibt. Die verwendete Datenkarte weist zweckmäßig
neben einem Datenspeicher auch einen Prozessor und eine Verschlüsselungseinheit auf,
welche Verschlüsselungseinheit zumindest die Absicherung von Schreibvorgängen in dem
Datenspeicher der Karte ermöglicht. Unter einem erfindungsgemäßen Manipulationsereignis
bzw. einem entsprechenden Speichereintrag ist die Zuordnung eines Zeitpunktes zu dem
registrierten Manipulationsvorgang zu verstehen. Unter physikalischer Anwesenheit
ist die Anordnung der Karte an einem bestimmten Ort der Datenaustauschvorrichtung
zu verstehen, der einen Datenaustausch ermöglicht. Die logische Anwesenheit der Karte
meint hierbei das Stattfinden eines Datenaustauschs. Ein entscheidender Vorteil der
Erfindung liegt in der Kombination der beiden Kriterien die den Anlass für den Eintrag
eines Manipulationsereignisses in den Speicher der Datenaustauschvorrichtung oder
der Karte bilden. Ein etwaiger Manipulationsversuch kann sich auf diese Weise nicht
nur darauf beschränken, die physikalische Anwesenheit einer Karte zu simulieren oder
mittels einer Datenübertragung die logische Anwesenheit der Karte vorzutäuschen -
erschwerend muss ein Manipulationsversuch erfindungsgemäß beide Kriterien erfüllen,
um unbemerkt zu bleiben.
[0006] Eine zweckmäßige Möglichkeit, die physikalische Anwesenheit der Karte zu erkennen,
besteht darin, dass mindestens ein erster Sensor vorgesehen ist, der erkennt, ob die
Karte sich in einem Bereich der Datenaustauschvorrichtung befindet, der für einen
Datenaustausch geeignet ist, der Sensor mit der Logikeinheit in Verbindung steht und
die Logikeinheit die Karte als physikalisch anwesend erkennt, wenn der erste Sensor
die Präsenz der Karte meldet. Als besonders sicheres Kriterium für die logische Anwesenheit
der Karte ist ein ungestörter Datenaustausch zwischen der Datenaustauschvorrichtung
und der Logikeinheit zweckmäßig, insbesondere, wenn der Inhalt des Speichers der Karte
sich vollständig von der Datenaustauschvorrichtung auslesen lässt.
[0007] Eine zweckmäßige Weiterbildung der Erfindung sieht vor,' dass die Karte Anschlusskontakte
aufweist, dass die Datenaustauschvorrichtung eine einen Anschlusskontaktsatz aufweisende
Datenübertragungsschnittstelle aufweist, die derart ausgebildet ist, dass mittels
ihrer die Datenaustauschvorrichtung und der Datenspeicher eine datenübertragende Verbindung
eingehen können, dass in einer ersten Position der Karte die Anschlusskontakte an
Kontakten des Anschlusskontaktsatzes anliegen, wobei die Datenaustauschvorrichtung
mindestens einen ersten Sensor aufweist, der erkennt, ob die Karte sich in der ersten
Position befindet, die Logikeinheit derart ausgebildet ist, dass er die Karte als
physikalisch nicht anwesend erkennt, wenn der erste Sensor meldet, dass die Karte
sich nicht in der ersten Position befindet. Eine zweckmäßige andere aber vorzugsweise
zusätzliche Möglichkeit, die physikalische Anwesenheit der Karte zu kontrollieren
besteht darin, dass die Datenaustauschvorrichtung, welche mittels Kontaktes mit der
Karte eine datenübertragende Verbindung bilden kann, eine Verriegelungseinheit aufweist,
die, wenn sie sich in einer ersten Stellung befindet, die physikalisch anwesende Karte
in einer ersten Position fixiert, in der es zu einem die Datenübertragung ermöglichenden
Kontakt der Datenaustauschvorrichtung zu der Karte kommt, wobei mindestens ein zweiter
Sensor vorgesehen ist, der erkennt, ob die Verriegelungseinheit sich in der ersten
Stellung befindet und die Logikeinheit derart ausgebildet ist, dass ein Manipulationsereignis
in einem Speicher der Datenaustauschvorrichtung und/oder der Karte aufgezeichnet wird,
wenn der zweite Sensor meldet, dass sich die Verriegelungseinheit nicht in der ersten
Stellung befindet. Dieses Kriterium zur Aufzeichnung eines Manipulationsereignisses
wirkt gleichsam präventiv, da ein Eingriff in den Verriegelungsmechanismus einer Datenaustauschvorrichtung
bzw. eines Tachographen regelmäßig notwendig ist, um eine Manipulation durchzuführen
obgleich noch keine Einflussnahme auf den Datenfluss erfolgt sein muss.
[0008] Besonders wirkungsvoll zur Detektion eines Manipulationsversuchs an der Software
ist eine Ausbildung der Datenaustauschvorrichtung derart, dass selbige nach dem Zustandekommen
einer Daten übertragenden Verbindung zwischen der Datenaustauschvorrichtung und dem
Datenspeicher zunächst den Datenspeicher vollständig ausliest. Auf diese Weise wird
der gesamte Speicherinhalt des Datenspeichers eingangs überprüft. Um auch Manipulationsversuche
während des laufenden Betriebes der Datenaustauschvorrichtung bzw. eines Tachographen
nachvollziehen zu können, ist es zweckmäßig, wenn die Logikeinheit mittels des ersten
Sensors und/oder des zweiten Sensors zyklisch eine Überprüfung durchführt, ob die
Verriegelungseinheit in der ersten Stellung ist bzw. die Karte sich in der ersten
Position befindet. Da die Datenaustauschvorrichtung bzw. ein Tachograph nach Auswahl
einer Betriebsspannung aufgrund der Fortfalls verschiedener spannungsgebundener Überwachungsmechanismen
anfällig ist für Manipulationen, ist es zweckmäßig, wenn im Anschluss an das Einschalten
der Betriebsspannung die Datenaustauschvorrichtung überprüft, ob die Karte physikalisch
anwesend ist.
[0009] Im Folgenden ist die Erfindung anhand eines speziellen Ausführungsbeispiels unter
Bezugnahme auf Zeichnungen näher verdeutlicht. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung des Zusammenwirkens einer Karte mit einer erfindungsgemäßen
Datenaustauschvorrichtung eines Tachographen und
- Figur 2
- eine schematische Darstellung des Prozessablaufs nach dem Einschalten der Betriebsspannung
einer erfindungsgemäßen Datenaustauschvorrichtung bzw. eines Tachographen.
[0010] In Figur 1 ist eine erfindungsgemäße Datenaustauschvorrichtung 1 als Bestandteil
eines Tachographen DTCO im Zusammenwirken mit einer einen Datenspeicher 2 aufweisenden
Karte 3 schematisch abgebildet. Wesentliche Bestandteile der Datenaustauschvorrichtung
1 sind eine Logikeinheit 4, ein Speicher 5, ein Anschlusskontaktsatz 6, Sensoren 7,
8 und eine Verriegelungseinheit 9. Mit Eingabe der Karte 3 in die Datenaustauschvorrichtung
1 des Tachographen DTCO erreicht die Karte eine erste Position 10 in der Datenaustauschvorrichtung
1, in der der Anschlusskontaktsatz 6 mit Anschlusskontakten 11 zur Anlage kommt, so
dass eine elektrische Verbindung zwischen der Datenaustauschvorrichtung 1 und der
Karte 3 etabliert ist. Der Anschlusskontaktsatz 6 steht in der Datenaustauschvorrichtung
1 mit der Logikeinheit 4 und dem Speicher 5 in Verbindung. Die Anschlusskontakte 11
weisen daneben eine Verbindung zu dem Datenspeicher 2 sowie einem Prozessor 12 und
einer Verschlüsselungseinheit 13 der Karte 3 auf. Demzufolge ist mit Eintritt der
Karte 3 in die erste Position 10 eine datenübertragende Verbindung zwischen dem Datenspeicher
2 der Karte 3 und dem Speicher 5 der Datenaustauschvorrichtung 1 bzw. des Tachographen
DTCO erstellt und Aufzeichnungsdaten können aus dem Datenspeicher 2 ausgelesen werden.
Der Datenspeicher 2 erlaubt ohne entsprechende Authentifizierung lediglich einen "nur-lesen"-Zugriff.
Mit dem Eintritt der Karte 3 in die erste Position 10 verschließt die Verriegelungseinheit
9 die nicht dargestellte Einschuböffnung der Datenaustauschvorrichtung 1 bzw. des
Tachographen DTCO, so dass die Karte 3 in der ersten Position 10 fixiert ist. Ein
erster Sensor 7 erkennt die physikalische Anwesenheit der Karte 3 in der ersten Position
und meldet dies an die Logikeinheit 4. Ein zweiter Sensor 8 meldet das Erreichen einer
ersten Stellung 14 der Verriegelungseinheit 9, welche die Karte 3 in der ersten Position
10 fixiert, an die Logikeinheit 4. Die Logikeinheit 4 überwacht zyklisch mittels der
Sensoren 7, 8 die physikalische Anwesenheit der Karte 3 und veranlasst bei abweichender
Meldung der Sensoren 7, 8 den Speichereintrag eines Manipulationsversuches zunächst
in dem Speicher 5 und anschließend in dem Datenspeicher 2. Daneben überwacht die Logikeinheit
4 auch die logische Anwesenheit der Karte 3, in dem das Vorliegen einer Störung des
Datenaustauschs an der den Anschlusskontaktsatz 6 und die Anschlüsskontakte 11 umfassenden
Datenübertragungsschnittstelle 15 ebenfalls als Veranlassung zur Eintragung eines
Manipulationsereignisses in dem Speicher 5 bzw. dem Datenspeicher 2 erkennt.
[0011] Die Datenaustauschvorrichtung 1 bzw. der Tachograph DTCO wird mittels einer Betriebsspannung
U betrieben, wobei Figur 2 einen Ablauf nach dem Einschalten der Betriebsspannung
U darstellt. In einem ersten Schritt 1. überprüft die Datenaustauscheinheit 1, ob
die Karte 3 anwesend ist. Im Einzelnen überprüft sie sowohl die logische Anwesenheit
als auch die physikalische in zuvor beschriebener Weise. Ist die Karte 3 sowohl logisch
als auch physikalisch nicht anwesend (2.) erfolgt ein Kartenauswurf (3.). Erkennt
die Datenaustauschvorrichtung 1, dass die Karte 3 physikalisch anwesend ist (4.) erfolgt
ein automatischer Einzug (5.) und der Versuch des Auslesens (6.). Resultiert der Versuch
des Auslesens (6.) in einer Fehlermeldung, erfolgt der Auswurf (3.) der Karte 3. Erkennt
die Logikeinheit 4, dass die Karte 3 sowohl logisch als auch physikalisch anwesend
ist (7.) wird eine Untersuchungsabfolge (8.) initiiert, die bei fehlerhaftem Ausgang
zu dem Auswurf (3.) der Karte 3 führt und bei fehlerfreiem Ausgang den normalen Betrieb
(9.) der Datenaustauschvorrichtung 1 bzw. des Tachographen DTCO zur Folge hat. Erkennt
die Logikeinheit 4 eine lediglich logische Anwesenheit (10.) der Karte 3, veranlasst
selbige die Registrierung eines Manipulationsereignisses (12.) und leitet die bereits
zuvor erwähnte Untersuchungsabfolge (8.) ein.
1. Datenaustauschvorrichtung (1) eines Tachographen (DTCO) zum manipulationsgesicherten
Austausch von Daten zwischen einer Karte (3) und der Datenaustauschvorrichtung (1),
wobei die Karte (3) einen Datenspeicher aufweist und wobei die Datenaustauschvorrichtung
(1) eine Logikeinheit (4) aufweist, die den Datenaustausch zwischen der Karte (3)
und der Datenaustauschvorrichtung (1) überwacht, dadurch gekennzeichnet, dass die Logikeinheit (4) derart ausgebildet ist, dass ein Simulieren einer Anordnung
der Karte (3) an einem bestimmten Ort der Datenaustauschvorrichtung (1), der einen
Datenaustausch ermöglicht, in einem Speicher (5) der Datenaustauschvorrichtung (1)
aufgezeichnet wird, wenn die Karte (3) nicht an dem bestimmten Ort der Datenaustauschvorrichtung
(1) angeordnet ist, der einen Datenaustausch ermöglicht, oder ein Vortäuschen eines
Datenaustauschs mit der Karte (3) in einem Speicher (5) der Datenaustauschvorrichtung
(1) aufgezeichnet wird, wenn kein Datenaustausch mit der Karte (3) stattfindet.
2. Datenaustauschvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein erster Sensor (7) vorgesehen ist, der erkennt, ob die Karte (3) sich
in einem Bereich der Datenaustauschvorrichtung (1) befindet, der für einen Datenaustausch
geeignet ist, der erste Sensor (7) mit der Logikeinheit (4) in Verbindung steht und
die Logikeinheit (4) die Karte (3) als an dem bestimmten Ort, der einen Datenaustausch
ermöglicht, der Datenaustauschvorrichtung (1) angeordnet erkennt, wenn der erste Sensor
(7) die Präsenz der Karte (3) meldet.
3. Datenaustauschvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Logikeinheit (4) ein Stattfindend eines Datenaustauschs mit der Karte (3) erkennt,
wenn ein ungestörter Datenaustausch stattfindet.
4. Datenaustauschvorrichtung (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Logikeinheit (4) einen Datenaustausch als ungestört erkennt, wenn der Inhalt
des Speichers sich vollständig auslesen lässt.
5. Datenaustauschvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Karte (3) Anschlusskontakte (11) aufweist, dass die Datenaustauschvorrichtung
(1) eine einen Anschlusskontaktsatz (6) aufweisende Datenübertragungsschnittstelle
(15) aufweist, die derart ausgebildet ist, dass mittels ihrer die Datenaustauschvorrichtung
(1) und der Datenspeicher (2) eine Daten übertragende Verbindung eingehen können,
dass in einer ersten Position (10) der Karte (3) die Anschlusskontakte (11) an Kontakten
des Anschlusskontaktsatzes (6) anliegen, wobei die Datenaustauschvorrichtung (1) mindestens
einen ersten Sensor (7) aufweist, der erkennt, ob die Karte (3) sich in der ersten
Position (10) befindet, die Logikeinheit (4) derart ausgebildet ist, dass sie die
Karte (3) als nicht an dem bestimmten Ort, der einen Datenaustausch ermöglicht, der
Datenaustauschvorrichtung (1) angeordnet erkennt, wenn der erste Sensor (7) meldet,
dass die Karte (3) sich nicht in der ersten Position (10) befindet.
6. Datenaustauschvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Karte (3) Anschlusskontakte (11) aufweist, welche Datenaustauschvorrichtung (1)
eine einen Anschlusskontaktsatz (6) aufweisende Datenübertragungsschnittstelle (15)
aufweist, die derart ausgebildet ist, dass mittels ihrer die Datenaustauschvorrichtung
(1) und der Datenspeicher (2) eine Daten übertragende Verbindung eingehen können,
welche Datenaustauschvorrichtung (1) eine Verriegelungseinheit (9) aufweist, die,
wenn sie sich in einer ersten Stellung (14) befindet, die an dem bestimmten Ort, der
einen Datenaustausch ermöglicht, der Datenaustauschvorrichtung (1) angeordnete Karte
(3) in einer ersten Position (10) fixiert, in der die Anschlusskontakte (11) an Kontakten
des Anschlusskontaktsatzes (6) anliegen, wobei die Datenaustauschvorrichtung (1) mindestens
einen zweiten Sensor (8) aufweist, der erkennt, ob die Verriegelungseinheit (9) sich
in eine ersten Stellung (14) befindet und die Logikeinheit (4) derart ausgebildet
ist, dass ein Manipulationsereignis in einem Speicher (5) der Datenaustauschvorrichtung
(1) aufgezeichnet wird, wenn der zweite Sensor (8) meldet, dass sich die Verriegelungseinheit
(9) nicht in der ersten Stellung (14) befindet.
7. Datenaustauschvorrichtung (1) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Datenaustauschvorrichtung (1) derart ausgebildet ist, dass sie nach dem Zustandekommen
einer Daten übertragenden Verbindung zwischen der Datenaustauschvorrichtung (1) und
dem Datenspeicher (2) zunächst den Datenspeicher (2) vollständig ausliest.
8. Datenaustauschvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Logikeinheit (4) mittels des zweiten Sensors (8) und/oder des ersten Sensors
(7) zyklisch eine Überprüfung durchführt, ob die Verriegelungseinheit (9) in der ersten
Stellung (14) ist und/oder die Karte (3) sich in der ersten Position (10) befindet.
9. Datenaustauschvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Datenaustauschvorrichtung (1) mittels einer Betriebsspannung (U) betrieben wird
und nach einem Einschalten der Betriebsspannung (U) überprüft, ob die Karte (3) an
dem bestimmten Ort, , der einen Datenaustausch ermöglicht der Datenaustauschvorrichtung
angeordnet ist.
1. A data exchanging device (1) of a tachograph (DTCO), for exchanging data in a manipulation-proof
manner between a card (3) and the data exchanging device (1), wherein the card (3)
has a data memory and wherein the data exchanging device (1) has a logic unit (4)
which monitors the exchange of data between the card (3) and the data exchanging device
(1), characterized in that the logic unit (4) is embodied in such a way that simulation of an arrangement of
the card (3) at a specific location of the data exchanging device (1), which location
enables an exchange of data, is recorded in a memory (5) of the data exchanging device
(1), if the card (3) is not arranged at the specific location of the data exchanging
device (1), which location enables an exchange of data, or a simulation of an exchange
of data with the card (3) is recorded in a memory (5) of the data exchanging device
(1), if no exchange of data takes place with the card (3).
2. Data exchanging device (1) according to Claim 1, characterized in that at least a first sensor (7) is provided which detects whether the card (3) is located
in a region of the data exchanging device (1) which is suitable for an exchange of
data, the first sensor (7) is connected to the logic unit (4), and the logic unit
(4) detects the card (3) as being arranged at the specific location, which enables
an exchange of data of the data exchanging device (1) if the first sensor (7) signals
the presence of the card (3).
3. Data exchanging device (1) according to Claim 1, characterized in that an exchange of data which takes place with the card (3) is detected by the logic
unit (4) if an undisrupted exchange of data takes place.
4. Data exchanging device (1) according to Claim 3, characterized in that the logic unit (4) detects an exchange of data as undisrupted if the content of the
memory can be read out completely.
5. Data exchanging device (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the card (3) has connection contacts (11), in that the data exchanging device (1) has a data transmission interface (15) which has a
set (6) of connection contacts and which is embodied in such a way that by means of
said data transmission interface a data transmitting connection can be formed between
the data exchanging device (1) and the data memory (2), in that, in a first position (10) of the card (3), the connection contacts (11) bear against
contacts of the set (6) of connection contacts, wherein the data exchanging device
(1) has at least a first sensor (7) which detects whether the card (3) is located
in the first position (10), and the logic unit (4) is embodied in such a way that
it detects the card (3) as not being arranged at the specific location, which enables
an exchange of data of the data exchanging device (1) if the first sensor (7) signals
that the card (3) is not located in the first position (10).
6. Data exchanging device (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the card (3) has connection contacts (11), which data exchanging device (1) has a
data transmission interface (15) which has a set (6) of connection contacts and is
embodied in such a way that by means of said data transmission interface (15) a data
transmitting connection can be formed between the data exchanging device (1) and the
data memory (2), which data exchanging device (1) has a locking unit (9) which, if
it is located in a first position (14), secures the card (3) arranged at the specific
location, which enables and exchange of data of the data exchanging device (1) in
a first position (10) in which the connection contacts (11) bear against contacts
of the set (6) of connection contacts, wherein the data exchanging device (1) has
at least a second sensor (8) which detects whether the locking unit (9) is located
in a first position (14), and the logic unit (4) is embodied in such a way that a
manipulation event is recorded in a memory (5) of the data exchanging device (1) if
the second sensor (8) signals that the locking unit (9) is not located in the first
position (14).
7. Data exchanging device (1) according to Claim 3 or 4, characterized in that the data exchanging device (1) is embodied in such a way that, after a data transmitting
connection has come about between the data exchanging device (1) and the data memory
(2), it firstly reads out the data memory (2) completely.
8. Data exchanging device (1) according to one of the preceding Claims 2 to 7, characterized in that the logic unit (4) cyclically carries out checking by means of the second sensor
(8) and/or the first sensor (7) to determine whether the locking unit (9) is in the
first position (14) and/or the card (3) is located in the first position (10).
9. Data exchanging device (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the data exchanging device (1) is operated by means of an operating voltage (U),
and after the operating voltage (U) has been switched on it checks whether the card
(3) is arranged at the specific location, which enables an exchange of data of the
data exchanging device.
1. Dispositif (1) d'échange de données d'un tachygraphe (DTCO) pour l'échange sécurisé
à l'encontre d'une manipulation de données entre une carte (3) et le dispositif (1)
d'échange de données, dans lequel la carte (3) a une mémoire de données et dans lequel
le dispositif (1) d'échange de données a une unité (4) logique, qui contrôle l'échange
de données entre la carte (3) et le dispositif (1) d'échange de données, caractérisé en ce que l'unité (4) logique est telle qu'une simulation d'une mise de la carte (3) en un
emplacement déterminé du dispositif (1) d'échange de données, qui permet un échange
de données, est enregistrée dans une mémoire (5) du dispositif (1) d'échange de données
si la carte (3) n'est pas mise à l'emplacement déterminé du dispositif (1) d'échange
de données, il permet un échange de données ou une simulation d'un échange de données
avec la carte (3) est enregistrée dans une mémoire (5) du dispositif (1) d'échange
de données si un échange de données n'a pas lieu avec la carte (3).
2. Dispositif (1) d'échange de données suivant la revendication 1,
caractérisé en ce qu'il est prévu au moins un premier capteur (7), qui détecte si la carte se trouve dans
une zone de dispositif (1) de l'échange de données qui convient pour un échange de
données, le premier capteur (7) est en liaison avec l'unité (4) logique et l'unité
(4) logique détecte la carte (3) comme mise à l'emplacement déterminé qui permet un
échange de données du dispositif (1) d'échange de données, si le premier capteur (7)
indique la présence de la carte (3).
3. Dispositif (1) d'échange de données suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que l'unité (4) logique détecte qu'un échange de données avec la carte (3) a lieu si
un échange de données non perturbé a lieu.
4. Dispositif (1) d'échange de données suivant la revendication 3,
caractérisé en ce que l'unité (4) logique détecte un échange de données comme non perturbé si le contenu
de la mémoire peut se lire complètement.
5. Dispositif (1) d'échange de données suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la carte (3) a des contacts (11) de connexion, en ce que le dispositif (1) d'échange de données a une interface (15) de transmission de données
ayant un jeu (6) de contacts de connexion, interface qui est telle que grâce à elle
le dispositif (1) d'échange de données et la mémoire (2) de données peuvent entrer
dans une liaison transmettant des données, en ce que dans une première position (10) de la carte (3) les contacts (11) de connexion s'appliquent
au contact du jeu (6) de contacts de connexion, le dispositif (1) d'échange de données
ayant au moins un premier capteur (7) qui détecte si la carte (3) se trouve dans la
première position (10), l'unité (4) logique étant telle qu'elle détecte la carte comme
n'étant pas mise à l'emplacement déterminé qui permet un échange de données du dispositif
(1) d'échange de données si le premier capteur (7) indique que la carte (3) ne se
trouve pas dans la première position (10).
6. Dispositif (1) d'échange de données suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la carte (3) a des contacts (11) de connexion, le dispositif (1) d'échange de données
ayant une interface (15) de transmission de données comportant un jeu (6) de contacts
de connexion, interface qui est telle que grâce à elle le dispositif (1) d'échange
de données et la mémoire (2) de données peuvent entrer en une liaison transmettant
des données, le dispositif (1) d'échange de données ayant une unité (9) de verrouillage
qui, lorsqu'elle se trouve dans une première position (14), immobilise dans une première
position (10) la carte (3) mise en l'emplacement déterminé qui permet un échange de
données du dispositif (1) d'échange de données, première position dans laquelle les
contacts (11) de connexion s'appliquent à des contacts du jeu (6) de contacts de connexion,
le dispositif (1) d'échange de données ayant au moins un deuxième capteur (8) qui
détecte si l'unité (9) de verrouillage se trouve dans une première position (14) et
l'unité (4) logique est telle qu'elle enregistre un évènement de manipulation dans
une mémoire (5) du dispositif (1) d'échange de données si le deuxième capteur (8)
indique que l'unité (9) de verrouillage ne se trouve pas dans la première position
(14).
7. Dispositif (1) d'échange de données suivant l'une des revendications 3 ou 4,
caractérisé en ce que l'échange (1) de données est tel qu'il lit complètement d'abord la mémoire (2) de
données après l'établissement d'une liaison transmettant des données entre le dispositif
(1) d'échange de données et la mémoire (2) de données.
8. Dispositif (1) d'échange de données suivant l'une des revendications 2 à 7,
caractérisé en ce que l'unité (4) logique effectue au moyen du deuxième capteur (8) et/ou du premier capteur
(7) cycliquement un contrôle sur le point de savoir si l'unité (9) de verrouillage
est dans la première position (14) et/ou si la carte (3) se trouve dans le première
position (10).
9. Dispositif (1) d'échange de données suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le dispositif (1) d'échange de données fonctionne au moyen d'une tension (U) de fonctionnement
et contrôle, après application de la tension (U) de fonctionnement, si la carte est
mise à l'emplacement déterminé qui permet un échange de données du dispositif d'échange
de données.


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
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Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente