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<ep-patent-document id="EP07020402A1" file="EP07020402NWA1.xml" lang="de" country="EP" doc-number="1915926" kind="A1" date-publ="20080430" status="n" dtd-version="ep-patent-document-v1-2">
<SDOBI lang="de"><B000><eptags><B001EP>ATBECHDEDKESFRGBGRITLILUNLSEMCPTIESILTLVFIROMKCYALTRBGCZEEHUPLSKBAHRIS..MT..RS..</B001EP><B005EP>J</B005EP><B007EP>DIM360 Ver 2.4  (29 Nov 2007) -  1100000/0</B007EP></eptags></B000><B100><B110>1915926</B110><B120><B121>EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG</B121></B120><B130>A1</B130><B140><date>20080430</date></B140><B190>EP</B190></B100><B200><B210>07020402.9</B210><B220><date>20071018</date></B220><B250>de</B250><B251EP>de</B251EP><B260>de</B260></B200><B300><B310>202006016338 U</B310><B320><date>20061023</date></B320><B330><ctry>DE</ctry></B330></B300><B400><B405><date>20080430</date><bnum>200818</bnum></B405><B430><date>20080430</date><bnum>200818</bnum></B430></B400><B500><B510EP><classification-ipcr sequence="1"><text>A47C   5/06        20060101AFI20080227BHEP        </text></classification-ipcr></B510EP><B540><B541>de</B541><B542>Formstrickbezug und Sitzmöbel mit einem Formstrickbezug</B542><B541>en</B541><B542>Knitted shaped cover and seating furniture with a knitted shaped cover</B542><B541>fr</B541><B542>Revêtement en tricot et meuble destiné à s'asseoir doté d'un revêtement en tricot</B542></B540><B590><B598>1</B598></B590></B500><B700><B710><B711><snm>Gebrüder Achter GmbH &amp; Co. KG</snm><iid>03944921</iid><irf>05578 EP</irf><adr><str>Kaldenkirchener Strasse 4</str><city>41063 Mönchengladbach</city><ctry>DE</ctry></adr></B711></B710><B720><B721><snm>Reichel, Martina</snm><adr><str>An der Breiten 12</str><city>86441 Zusmarshausen</city><ctry>DE</ctry></adr></B721></B720><B740><B741><snm>Bauer, Dirk</snm><iid>00088521</iid><adr><str>BAUER WAGNER PRIESMEYER 
Patent- und Rechtsanwälte 
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<abstract id="abst" lang="de">
<p id="pa01" num="0001">Ein Formstrickbezug (7, 8) für ein Sitzmöbel (1), insbesondere für eine Rückenlehne (5) und/oder eine Sitzfläche (6), weist einen Befestigungsbereich (13) zur Verbindung des Formstrickbezugs (7, 8) mit Halteelementen des Sitzmöbels (1) und einen Stützbereich (16) zur Abstützung einer Körperpartie einer sitzenden Person auf. Der Stützbereich (16) ist einstückig stricktechnisch hergestellt. Um dennoch eine hohe designerische Qualität zu ermöglichen und unterschiedliche Anforderungen an Polstereigenschaften bzw. Lüftungseigenschaften erfüllen zu können, wird vorgeschlagen, dass der Stützbereich (16) abwechselnd aus Bereichen (11) aus einem Abstandsgestrick und aus Bereichen (12) aus einem blickdichten Gestrick oder einem Netzgestrick besteht, wobei die Bereiche (12) aus einem blickdichten oder einem Netzgestrick eine geringere Dicke aufweisen als die Bereiche (11) aus einem Abstandsgestrick.
<img id="iaf01" file="imgaf001.tif" wi="78" he="107" img-content="drawing" img-format="tif"/></p>
</abstract><!-- EPO <DP n="1"> -->
<description id="desc" lang="de">
<heading id="h0001"><b>Stand der Technik</b></heading>
<p id="p0001" num="0001">Die Erfindung betrifft einen Formstrickbezug für einen Sitzmöbel, insbesondere für eine Rückenlehne und/oder eine Sitzfläche, mit einem Befestigungstubus zur Verbindung des Formstrickbezugs mit Halteelementen des Sitzmöbels und einem Stützbereich zur Abstützung einer Körperpartie einer sitzenden Person, wobei der Stützbereich einstückig stricktechnisch hergestellt ist. Außerdem betrifft die Erfindung ein Sitzmöbel mit einem Formstrickbezug der vorgenannten Art.</p>
<p id="p0002" num="0002">Derartige allein stricktechnisch hergestellte Formstrickbezüge bieten gegenüber Bezügen, die beispielsweise durch Vernähen aus Abschnitten von Strick- oder Webware hergestellt sind, den Vorteil, dass sie zum einen optisch ansprechender sind, der Aufwand beim Verbinden des Bezugs mit den Halteelementen des Sitzmöbels geringer ist und wegen fehlender Nähte auch die Festigkeit, d.h. auch die Haltbarkeit, größer ist. Derartige Formstrickbezüge sind beispielsweise aus der <patcit id="pcit0001" dnum="DE202005017080U1"><text>DE 20 2005 017 080 U1</text></patcit> und der <patcit id="pcit0002" dnum="DE202005011112U1"><text>DE 20 2005 011 112 U1</text></patcit> bekannt. Während bei der <patcit id="pcit0003" dnum="DE202005011112U1"><text>DE 20 2005 011 112 U1</text></patcit> der Formstrickbezug insgesamt schlauchförmig ausgebildet ist, weist der bekannte Formstrickbezug gemäß der <patcit id="pcit0004" dnum="DE202005017080U1"><text>DE 20 2005 017 080 U1</text></patcit> umlaufend einen Befestigungstubus auf, wobei der als Rückenlehne dienende Mittelbereich (Stützbereich), der zwischen einem Halterahmen angeordnet ist, aus einem insgesamt homogenen, ebenen Gestrick besteht. Nachteilig bei letztgenanntem Formstrickbezug ist die zwar gegebene hohe Durchlässigkeit des Mittelbereichs der Rückenlehne, so dass es nicht zum "Schwitzen" der ein solchermaßen bezogenes Sitzmöbel nutzenden Person kommt. Der Polstereffekt bei derartigen im Mittelbereich vergleichsweise "dünnen" Gestricken lässt jedoch zu wünschen übrig.</p>
<p id="p0003" num="0003">Bei aus Webware hergestellten Bezügen wird zur Erzeugung des gewünschten Volumens häufig eine Schaum- oder Vliespolsterung eingebracht, wodurch aufgrund der inneren Schaumpolsterung der Rückenlehne oder der Sitzfläche die Atmungsaktivität eingeschränkt wird. Trotz der prinzipiellen Durchlässigkeit der den Schaumkem umgebenden<!-- EPO <DP n="2"> --> Webware kommt es insbesondere bei höheren Raumtemperaturen und längerem (angelehnten) Sitzen zu einer Feuchtigkeitsbildung im Bereich der Rückenlehne oder Sitzfläche. Dies schränkt den Sitzkomfort ein. Außerdem sind die Form- und Werkzeugkosten für die Herstellung von Schaumkernen hoch.</p>
<heading id="h0002"><b>Aufgabe</b></heading>
<p id="p0004" num="0004">Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Formstrickbezug für einen Sitzmöbel vorzuschlagen, der sich einerseits durch eine hinreichende Durchlässigkeit für Luft bzw. Wasserdampf auszeichnet und der zum anderen auch eine ausreichende Polsterwirkung besitzt. Auch soll der Wechsel zwischen verschiedenen Formgebungen und Designs schnell und kostengünstig möglich sein.</p>
<heading id="h0003"><b>Lösung</b></heading>
<p id="p0005" num="0005">Ausgehend von einem Formstrickbezug der eingangs beschriebenen Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Stützbereich abwechselnd aus Bereichen aus einem Abstandsgestrick und aus Bereichen aus einem blickdichten Gestrick oder einem durchsichtigen - vorzugsweise - Netzgestrick besteht, wobei die Bereiche aus dem blickdichten oder dem Netzgestrick eine geringere Dicke aufweisen, als die Bereiche aus dem Abstandsgestrick.</p>
<p id="p0006" num="0006">Aufgrund der erfindungsgemäßen abwechselnden Anordnung mindestens eines Bereichs aus einem Abstandsgestrick und mindestens eines Bereichs aus einem dem gegenüber wesentlich "dünneren" und daher auch durchlässigeren weil "ungefüllten" Gestricks (blickdichtes Gestrick bzw. Netzgestrick), kombiniert der Formstrickbezug gemäß der Erfindung die positiven Eigenschaften des Abstandsgestricks bezüglich einer hohen Polsterwirkung mit den positiven Eigenschaften der Bereiche aus einem blickdichten oder einem Netzgestrick in Bezug auf die Atmungsaktivität aufgrund der guten Durchlässigkeit derartiger Gestricke für Luft- und Wasserdampf. Durch den Verzicht auf jegliche Füllung in den Bereichen aus einem blickdichten Netzgestrick ist keinerlei Sperre vorhanden, die einen<!-- EPO <DP n="3"> --> Feuchtigkeitsdurchtritt dort verhindern könnte. Auch wenn die Durchlässigkeit im Bereich des blickdichten Gestricks bzw. des Netzgestricks am höchsten ist, zeichnen sich auch die Bereiche aus dem Abstandsgestrick im Vergleich mit Schaumfüllungen durch ihre nicht zu vernachlässigende Durchlässigkeit auf. Auch im Innern der Bereiche aus einem Abstandsgestrick ist nämlich eine Füllung, die als Sperre für einen Gasaustausch wirken könnte, nicht vorhanden. Dabei ist ein Abstandsgestrick im Sinne der vorliegenden Anmeldung folgendermaßen definiert:
<ul id="ul0001" list-style="none" compact="compact">
<li>Unter Abstandstextilien, die grundsätzlich im Wege des Strickens, des Webens oder des Wirkens hergestellt werden können, werden textile Waren verstanden, bei denen in einer Verfahrensstufe zwei in einem technisch vorbestimmten Abstand zueinander befindliche textile Oberflächen unmittelbar aus der gleichzeitigen Verarbeitung mehrerer Fadensysteme entstehen, die mindestens durch ein zwischen diesen beiden Flächen sich erstreckendes Fadensystem miteinander verbunden werden. Kommen solche Textilien im ungeschnittenen Zustand zum Einsatz, dann entsprechen jene gewöhnlich bei Velourstoffen als Polfäden bezeichneten ursprünglichen Verbindungsfäden nicht mehr ihrem auf der Art der Weiterverarbeitung des Abstandstextils technologisch begründeten Namen. Aus diesem Grunde wird für die Verbindungsfäden im ungeschnittenen Abstandstextil vorzugsweise der Begriff Abstandsfaden verwendet. Die veränderte Funktion der Verbindungsfäden kommt mit der Wahl dieser Terminologie deutlich zum Ausdruck, da diese Abstandsfäden unter Ausnutzung bestimmter garnspezifischer Eigenschaften den Zweck haben, einen Abstand zwischen den beiden textilen Oberflächen der Ware zu erzielen und beizubehalten und somit eine bestimmte Dicke des Textils bewirken. Für Abstandsgestricke wird synonym auch der Begriff Doppelgestrick bzw. Volumengestrick verwendet.</li>
</ul></p>
<p id="p0007" num="0007">Der erfindungsgemäße Formstrickbezug zeichnet sich des Weiteren aufgrund der abwechselnden Anordnung von Bereichen mit unterschiedlichen Gestrickarten durch seine sehr vorteilhafte Optik aus. Insbesondere kann der Effekt eines versteppten Bezugs nachgeahmt bzw. erreicht werden, wobei die eine geringe Dicke aufweisenden Bereiche mit einem blickdichten Gestrick bzw. einem Netzgestrick die bei einem "echten" Steppbezug zusammengenähten<!-- EPO <DP n="4"> --> Bereiche bilden, wohingegen die Bereiche aus dem Abstandsgestrick den bei einem "echten" Steppbezug gefüllten Bereiche repräsentieren.</p>
<p id="p0008" num="0008">Besonders realistische Nachahmung eines Steppbezugs kann erzielt werden, wenn die abwechselnden Bereiche aus Abstandsgestrick und blickdichtem Gestrick bzw. Netzgestrick die Form von Streifen aufweisen. Dabei können die Streifen - bezogen auf die Einsatzstellung des Formstrickbezugs an dem Sitzmöbel - alternativ sowohl in horizontale Richtung als auch in vertikale Richtung verlaufen. Bei einer Streifenanordnung ist die Verteilung der polsternden Bereiche und der besonders luftdurchlässigen Bereiche sehr gleichmäßig, d.h. der Bezug zeichnet sich praktisch über seine gesamte Fläche durch eine hinreichend homogene Polsterwirkung und gleichzeitig seine Atmungsaktivität aus.</p>
<p id="p0009" num="0009">In stricktechnischer Hinsicht lässt sich der erfindungsgemäße Formstrickbezug auf einer Flachstrickmaschine mit mindestens zwei Nadelbetten auf zwei alternative Weisen herstellen. Zum einen können die Maschenreihen parallel zu den Streifen verlaufen. In diesem Fall wird abwechselnd über alle Maschen entweder ein Abstandsgestrick erzeugt (voluminöse Streifen) oder ein blickdichtes Gestrick bzw. ein Netzgestrick (dazwischen liegende Streifen mit geringer Warendicke). In diesem Fall ist ein einfacher Wechsel zwischen dem Oberflächengarn des Abstandsgestricks und dem Garn des blickdichten oder Netzgestricks möglich, falls dies aus designerischen Gründen erwünscht ist.</p>
<p id="p0010" num="0010">Alternativ zu der vorstehenden Technik ist es aber auch möglich, dass die Maschenreihen senkrecht zu den Streifen verlaufen. In diesem Falle sind in jeder Maschenreihe über die gesamte Breite des Formgestricks abwechselnd nebeneinander Bereiche mit Maschen vorhanden, mit denen ein Abstandsgestrick erzeugt wird, welche Bereiche wiederum an Maschenbereiche anschließen, auf denen ein blickdichtes Gestrick bzw. ein Netzgestrick erzeugt wird.<!-- EPO <DP n="5"> --></p>
<p id="p0011" num="0011">Um an der Oberfläche des Formstrickbezugs ein homogenes Erscheinungsbild zu erzeugen und die Optik eines gesteppten Bezugs zu erhalten, ist nach der Erfindung des Weiteren vorgesehen, dass die Fäden in dein (einlagigen oder zweilagigen) blickdichten Gestrick oder dem Netzgestrick aus demselben Garn bestehen, wie die Fäden der äußeren sichtbaren Lagen des Abstandsgestricks, wobei die an der Oberfläche nicht sichtbaren Abstandsfäden des Abstandsgestricks aus Monofilamentgarn bestehen, das sich durch eine besonders große Steifigkeit auszeichnet und so die Dicke des als "Volumengestrick" zu bezeichnenden Abstandsgestricks bewirkt, auch wenn dass der Bereich mit dem Abstandsgestrick bei Benutzung des Sitzmöbels auf Druck beansprucht wird. Das optische und von seiner Haptik her weniger attraktive Monofilamentgarn tritt somit nicht an die sichtbare Oberfläche des Formstrickbezugs, sondern erfüllt als "Funktionsgarn" im Innern die Polsterwirkung in den Bereichen aus Abstandsgestrick.</p>
<p id="p0012" num="0012">Die Erfindung weiter ausgestaltend ist vorgesehen, dass der Befestigungsbereich von einem Befestigungstubus gebildet wird, der als Schlauch stricktechnisch hergestellt und einstückig mit dem übrigen Formstrickbezug verbunden ist. In einen solchen Befestigungstubus können rahmen- bzw. stabförmige Halteelemente eingeschoben werden, ohne dass bei der Montage des Formstrickbezugs Haltenähte angefertigt werden müssten. Dabei kann der Befestigungstubus drei Randbereiche des Formstrickbezugs U-förmig umlaufen. Eine solche Befestigungstechnik ist insbesondere bei Bürostühlen oder hochwertiger Objektbestuhlung aber auch bei Rollstuhlbezügen verbreitet bzw. sinnvoll.</p>
<p id="p0013" num="0013">Während das blickdichte Gestrick grundsätzlich auch zweilagig ausgeführt sein kann, wird aus Gründen der erhöhten Atmungsaktivität eine Herstellung der Bereiche aus blickdichtem Gestrick auf einem einzigen Nadelbett einer Flachstrickmaschine empfehlenswert sein.<!-- EPO <DP n="6"> --></p>
<heading id="h0004"><b>Ausführungsbeispiele</b></heading>
<p id="p0014" num="0014">Die Erfindung wird nachfolgend anhand mehrerer Ausführungsbeispiele, die in der Zeichnung dargestellt sind, näher erläutert:<br/>
Es zeigt:
<dl id="dl0001">
<dt>Fig. 1</dt><dd>eine perspektivische Ansicht eines Bürostuhls mit zwei erfindungsgemäßen Formstrickbezügen,</dd>
<dt>Fig. 2</dt><dd>eine schematische perspektivische Darstellung einer Rückenlehne mit Querstreifen und</dd>
<dt>Fig. 3</dt><dd>eine schematische perspektivische Darstellung einer Rückenlehne mit Längsstreifen.</dd>
</dl></p>
<p id="p0015" num="0015">Ein in Fig. 1 dargestellter Bürostuhl 1 weist ein gestellartiges, mit einer Mehrzahl von Rollen 2 versehenes Unterteil 3 auf, das drehbar mit einem sitzförmigen Oberteil 4 verbunden ist. Das Oberteil 4 besteht aus einer ungefähr vertikal ausgerichteten, leicht gekrümmten Rückenlehne 5 und einer ungefähr horizontal ausgerichteten Sitzfläche 6. Die Rückenlehne 5 ist mit einem ersten Formstrickbezug 7 und die Sitzfläche 6 mit einem zweiten Formstrickbezug 8 versehen, bei denen es sich jeweils um ein einstückig hergestelltes Gestrickteil handelt, das lediglich auf stricktechnischem Wege hergestellt ist.</p>
<p id="p0016" num="0016">Beide Formstrickbezüge 7 und 8 besitzen ein Streifenmuster, wobei die Streifen jeweils senkrecht zu einer gedachten Längsachse 9, 10 der Rückenlehne 5 bzw. der Sitzfläche 6 verlaufen. Aufgrund des Streifenmusters erwecken die Formstrickbezüge 7, 8, den Anschein, als ob sie im Wege der Stepptechnik hergestellt und mit innerem Polstermaterial in den erhabenen Streifen gefüllt seien.<!-- EPO <DP n="7"> --></p>
<p id="p0017" num="0017">Die Formstrickbezüge 7,8 weisen jeweils "verdickte" Bereiche 11 (erhabene Streifen) auf, die jeweils aus einem Abstandsgestrick bestehen. Zwischen den aus Abstandsgestrick bestehenden streifenförmigen Bereichen 11 mit größerer Dicke befinden sich ebenfalls streifenförmige Bereiche 12 mit reduzierter Dicke. In diesen Bereichen 12 ist das Gestrick konventionell einlagig oder zweilagig ausgeführt. Das Gestrick kann in diesen Bereichen 12 als blickdichtes Gestrick oder aber auch als (durchsichtiges) Netzgestrick ausgeführt sein, wobei bei letzterem Löcher zwischen benachbarten Fäden vorhanden sind, die es ermöglichen, dass stellenweise durch das Gestrick hindurch geschaut werden kann. Charakteristisch ist, dass die Dicke der Bereiche 12 deutlich gegenüber der Dicke in den aus Abstandsgestrick bestehenden Bereichen 11 reduziert ist. Typische Maße für die Dicke in den Bereichen 11 des Abstandsgestricks liegen zwischen 2,0 mm und 30,00 mm, wohingegen die Dicke in den zwischenliegenden "dünneren" Bereichen 12 typischerweise zwischen 1,0 mm und 10,0 mm beträgt.</p>
<p id="p0018" num="0018">Die in Fig. 2 gezeigte Rückenlehne 5' eines Bürostuhls besitzt innere, nicht sichtbare Halteelemente in Form eines U-förmig umlaufenden Rahmens. Dieser ist völlig von dem Formstrickbezug 5 umgeben und zwar von dessen Befestigungsbereich 13, der die Form eines umlaufenden Befestigungstubus, d.h. eines umlaufenden stricktechnisch hergestellten Schlauchs, besitzt. Der sich ohne Öffnung um die Ecken 14 des Formstrickbezugs 5' herum erstreckende Befestigungstubus ist an seinen unteren stirnseitigen Enden 15 offen, um ihn über die rahmenförmigen Halteelemente überziehen zu können. Ein mittiger und durch den an drei Seiten vorhandenen Befestigungstubus begrenzter Mittelbereich 16 des Formstrickbezugs 5' ist abwechselnd durch Streifen gebildet, die jeweils die verdickten Bereiche 11 und die diesen gegenüber dünneren Bereiche 12 enthalten. In einem Lordosenbereich 17 des Stützbereichs 16 ist der Abstand der die Bereiche 11 bildenden Streifen geringer, als dies in einem oberhalb des Lordosenbereichs 17 befindlichen Teil des Stützbereichs 16 der Fall ist. Außerdem ist in dem Lordosenbereich 17 die Breite der verdickten Bereiche 11 geringer, als im darüber befindlichen Bereich. Die Streifen gemäß den Bereichen 11 und 12 verlaufen senkrecht zu der Längsachse 9 der gezeigten Rückenlehne und somit in horizontale Richtung, wenn der Bürostuhl auf dem Boden aufgestellt ist.<!-- EPO <DP n="8"> --></p>
<p id="p0019" num="0019">Im Unterschied hierzu verlaufen die Streifen bei dem Formstrickbezug 5", der in Fig. 3. dargestellt ist, parallel zu der Längsachse 9 der Rückenlehne. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 ist die Breite der die verdickten Streifen bildenden Bereiche 11 ungefähr ebenso groß, wie die Breite der die dazwischen liegenden Bereiche 12 bildenden Streifen.</p>
<p id="p0020" num="0020">Grundsätzlich ist die Breite der verschiedenen Streifen, deren Abstand voneinander und die Gestrickdicke in deren Bereich freibleibend. Neben streifenförmigen Anordnungen der Bereiche aus einem Abstandsgestrick und der Bereiche aus einem blickdichten Gestrick bzw. einem Netzgestrick ist auch eine karoartige Anordnung denkar bzw. eine schachbrettartige Anordnung, bei der vertiefte quadratische oder rechteckige Bereiche von demgegenüber erhöhten gleichfalls quadratischen oder rechteckförmigen Bereichen umgeben sind. Ebenso denkbar ist eine Rauten- oder Trapezform der verschiedenen Bereiche. Wesentlich ist die Existenz sowohl vertiefter als auch demgegenüber erhabener Bereiche um den Effekt einer Steppung bzw. den optischen und haptischen Effekt scheinbar gefüllter Bereiche in Nachbarschaft zu ungefüllten Bereichen zu erzielen.</p>
<p id="p0021" num="0021">Die an der Oberfläche der erfindungsgemäßen Formstrickbezüge befindlichen Garne können je nach Anforderungsprofil aus der gesamten Palette stricktechnisch zu verarbeitender Garne ausgewählt werden, um die beabsichtigten optischen, designerischen bzw. haptischen Effekte zu erzielen.<!-- EPO <DP n="9"> --></p>
<p id="p0022" num="0022">In den Figuren sind
<dl id="dl0002" compact="compact">
<dt>1.</dt><dd>Bürostuhl</dd>
<dt>2</dt><dd>Rollen</dd>
<dt>3</dt><dd>Unterteil</dd>
<dt>4</dt><dd>Oberteil</dd>
<dt>5, 5', 5"</dt><dd>Rückenlehne</dd>
<dt>6</dt><dd>Sitzfläche</dd>
<dt>7, 8</dt><dd>Formstrickbezug</dd>
<dt>9, 10</dt><dd>Längsachse</dd>
<dt>11, 12</dt><dd>Bereich</dd>
<dt>13</dt><dd>Befestigungsbereich</dd>
<dt>14</dt><dd>Ecke</dd>
<dt>15</dt><dd>Ende</dd>
<dt>16</dt><dd>Stützbereich</dd>
<dt>17</dt><dd>Lordosenbereich</dd>
</dl></p>
</description><!-- EPO <DP n="10"> -->
<claims id="claims01" lang="de">
<claim id="c-de-0001" num="0001">
<claim-text>Formstrickbezug (7,8) für ein Sitzmöbel, insbesondere für eine Rückenlehne (5, 5', 5") und/oder eine Sitzfläche (6), mit einem Befestigungsbereich (13) zur Verbindung des Formstrickbezugs (7,8) mit Halteelementen des Sitzmöbels und einem Stützbereich (16) zur Abstützung einer Körperpartie einer sitzenden Person, wobei der Stützbereich (16) einstückig stricktechnisch hergestellt ist, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> der Stützbereich (16) abwechselnd aus Bereichen (11) aus einem Abstandsgestrick und aus Bereichen (12) aus einem blickdichten Gestrick oder einem Netzgestrick besteht, wobei die Bereiche (12) aus einem blickdichten oder einem Netzgestrick eine geringere Dicke aufweisen, als die Bereiche (11) aus einem Abstandsgestrick.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0002" num="0002">
<claim-text>Formstrickbezug nach Anspruch 1, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> die abwechselnden Bereiche sich in ihrer Dicke mindestens um den Faktor 2, vorzugsweise mindestens um den Faktor 3, weiter vorzugsweise mindestens um den Faktor 5 unterscheiden.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0003" num="0003">
<claim-text>Formstrickbezug nach Anspruch 1, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> die abwechselnden Bereiche (11,12) jeweils die Form von Streifen aufweisen.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0004" num="0004">
<claim-text>Formstrickbezug nach Anspruch 3, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> die Streifen - bezogen auf die Einsatzstellung des Formstrickbezugs (7) an dem Sitzmöbel (1) - in horizontale Richtung verlaufen.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0005" num="0005">
<claim-text>Formstrickbezug nach Anspruch 3, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> die Streifen - bezogen auf die Einsatzstellung des Formstrickbezugs (7) an dem Sitzmöbel (1) - in vertikale Richtung verlaufen.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0006" num="0006">
<claim-text>Formstrickbezug nach einem der Ansprüche 3 bis 4, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> die Maschenreihen parallel zu den Streifen verlaufen.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0007" num="0007">
<claim-text>Formstrickbezug nach einem der Ansprüche 3 bis 4, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> die Maschenreihen senkrecht zu den Streifen verlaufen.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0008" num="0008">
<claim-text>Formstrickbezug nach einem der Ansprüche 1 bis 7, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> die Fäden in dem vorzugsweise einlagigen blickdichten<!-- EPO <DP n="11"> --> Gestrick oder dem Netzgestrick aus dem selben Garn bestehen, wie die Fäden der äußeren sichtbaren Lagen des Abstandsgestricks, wobei die an der Oberfläche nicht sichtbaren Abstandsfäden des Abstandsgestricks aus Monofilamentgarn bestehen.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0009" num="0009">
<claim-text>Formstrickbezug nach einem der Ansprüche 1 bis 8, <b>dadurch gekennzeichnet,</b> zeichnet, dass der Befestigungsbereich (13) von einem Befestigungstubus gebildet wird, der stricktechnisch hergestellt und einstückig mit dem übrigen Formstrickbezug (7, 8) verbunden ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0010" num="0010">
<claim-text>Formstrickbezug nach Anspruch 9, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> der Befestigungstubus U-förmig an drei Randbereichen des Formstrickbezugs umläuft und den Stützbereich (16) begrenzt.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0011" num="0011">
<claim-text>Formstrickbezug nach einem der Ansprüche 1 bis 10, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> das blickdichte Gestrick auf einem Nadelbett einer Flachstrickmaschine hergestellt ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0012" num="0012">
<claim-text>Formstrickbezug nach einem der Ansprüche 1 bis 11, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> an einer Oberfläche eines Bereichs (11) aus einem Abstandsgestrick andere Fäden sichtbar sind als die, die die an einer Oberfläche eines Bereichs (12) aus einem blickdichten oder Netzgestrick sichtbar sind.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0013" num="0013">
<claim-text>Sitzmöbel mit einem Formstrickbezug (7, 8) nach einem der vorstehenden Ansprüche.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0014" num="0014">
<claim-text>Sitzmöbel nach Anspruch (13) <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> die Halteelemente von einem Rahmen einer Rückenlehne (5, 5',5") und/oder einem Rahmen einer Sitzfläche (6) gebildet sind.</claim-text></claim>
</claims><!-- EPO <DP n="12"> -->
<drawings id="draw" lang="de">
<figure id="f0001" num=""><img id="if0001" file="imgf0001.tif" wi="165" he="225" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure><!-- EPO <DP n="13"> -->
<figure id="f0002" num=""><img id="if0002" file="imgf0002.tif" wi="165" he="127" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure><!-- EPO <DP n="14"> -->
<figure id="f0003" num=""><img id="if0003" file="imgf0003.tif" wi="158" he="146" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure>
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<search-report-data id="srep" lang="de" srep-office="EP" date-produced=""><doc-page id="srep0001" file="srep0001.tif" wi="151" he="233" type="tif"/><doc-page id="srep0002" file="srep0002.tif" wi="155" he="233" type="tif"/></search-report-data>
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<heading id="ref-h0001"><b>IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE</b></heading>
<p id="ref-p0001" num=""><i>Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.</i></p>
<heading id="ref-h0002"><b>In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente</b></heading>
<p id="ref-p0002" num="">
<ul id="ref-ul0001" list-style="bullet">
<li><patcit id="ref-pcit0001" dnum="DE202005017080U1"><document-id><country>DE</country><doc-number>202005017080</doc-number><kind>U1</kind></document-id></patcit><crossref idref="pcit0001">[0002]</crossref><crossref idref="pcit0004">[0002]</crossref></li>
<li><patcit id="ref-pcit0002" dnum="DE202005011112U1"><document-id><country>DE</country><doc-number>202005011112</doc-number><kind>U1</kind></document-id></patcit><crossref idref="pcit0002">[0002]</crossref><crossref idref="pcit0003">[0002]</crossref></li>
</ul></p>
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</ep-patent-document>
