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EP 1 915 938 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.03.2009 Patentblatt 2009/12 |
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Anmeldetag: 26.09.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Filterbeutel
Filter bag
Sac filtrant
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
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Priorität: |
23.10.2006 DE 202006016403 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.04.2008 Patentblatt 2008/18 |
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Patentinhaber: Wolf PVG GmbH & Co. Kommanditgesellschaft |
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32602 Vlotho-Exter (DE) |
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Erfinder: |
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- Czado, Wolfgang
32427 Minden (DE)
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Vertreter: Dantz, Jan Henning et al |
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Loesenbeck - Stracke - Specht - Dantz
Patentanwälte Rechtsanwälte
Am Zwinger 2 33602 Bielefeld 33602 Bielefeld (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
US-A- 1 302 886 US-A- 3 370 405
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US-A- 2 848 062 US-A- 4 784 676
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Filterbeutel, insbesondere für Staubsauger,
der einen Beutel aus einem luftdurchlässigen Material aufweist und eine Einströmöffnung
besitzt.
[0002] Es gibt Filterbeutel für Staubsauger, wo ein Stutzen eines Staubsaugers in die Einströmöffnung
eingefügt wird und dann einströmende Luft mittig eingeleitet wird. Dadurch setzt sich
das Filtermaterial des Beutels gleichmäßig zu und der eingesaugte Luftvolumenstrom
und die Filterleistung nehmen relativ schnell ab. Sofern an dem Stutzen des Staubsaugers
eine Umlenkdüse vorgesehen ist, kann jedoch eine zyklonartige Luftströmung entstehen,
die für eine Verwirbelung sorgt und gewährleistet, dass der Staub nicht über die gesamte
Fläche des Filtermaterials nach kurzer Zeit anhaftet. Allerdings besitzen zahlreiche
Staubsauger keine Umlenkdüsen.
[0003] Aus der
DE 102 09 718 ist eine Filterbeutel für einen Staubsauger bekannt, bei der eine verschwenkbare
Verschlussklappe an einer Einströmöffnung angeordnet ist. Die Verschlussklappe kann
dabei auch für eine gewisse geringfügige Umlenkung des eintretenden Luftstromes sorgen.
[0004] Die
US 5,658,362 zeigt einen Staubsaugerbeutel, bei dem in Fig. 18 benachbart zu einer Einströmöffnung
eine Umlenkung innerhalb des Staubsaugerbeutels angeordnet ist. Dadurch kann ein eintretender
Luftstrom abgelenkt werden, so dass ein Durchströmen der Staubsaugerbeutels in dessen
Längsrichtung erreicht wird. Der Volumenstromabfall bei einer zunehmenden Befüllung
des Staubsaugerbeutels wird durch ein so gestaltetes Umlenkelement allerdings nicht
wesentlich vermindert.
[0005] Die
US 3,370,405 offenbart einen Staubsaugerbeutel aus einem Filterpapier, der im Innenraum eine Zwischenwand
aufweist. Hierfür ist ein Streifen an gegenüberliegenden Längskanten mit dem Filterpapier
des Staubsaugerbeutels an dessen Innenseite verklebt, was relativ aufwendig in der
Herstellung ist. In der Zwischenwand ist eine Durchtrittsöffnung ausgebildet, die
an einem zu einer Einströmöffnung gegenüberliegenden Ende ausgebildet ist. Die Zwischenwand
bildet somit eine Art Prallschutz, allerdings wird durch die Unterteilung mit der
relativ schmalen Zwischenwand nur ein länglicher Einströmkanal ausgebildet, der bei
zunehmender Beladung des Staubsaugerbeutels mit Staub einen erheblichen Abfall des
Volumenstroms nicht verhindern kann. Denn in dem Einströmkanal kann sich Staub aufgrund
der Strömungsverhältnisse kaum ansammeln.
[0006] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen Filterbeutel, insbesondere
für Staubsauger zu schaffen, der mit zunehmender Beladung mit Staub einen nur geringen
Abfall des Volumenstromes besitzt.
[0007] Diese Aufgabe wird mit einem Filterbeutel mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
[0008] Erfindungsgemäß ist benachbart zu der Einströmöffnung des Beutels mindestens ein
Leitelement vorgesehen, mittels dem der eintretende Luftstrom umlenkbar ist. Dabei
ist das Leitelement schräg zur Ebene der Einströmöffnung angeordnet. Je nach Neigung
des Leitelementes kann eine mehr oder weniger starke Umlenkung des Luftstromes erfolgen.
Das Leitelement ist als Streifen ausgebildet, der an gegenüberliegenden Enden an dem
Beutel fixiert ist. Dadurch wird eine Zwangsumlenkung vorgenommen, die innerhalb des
Beutels für eine entsprechende Luftleitung sorgt. Der Streifen kann dabei an einem
Ende an einer Schweißnaht des Beutels und an dem gegenüberliegenden Ende in einem
Bereich benachbart zu der Einströmöffnung fixiert sein. Dadurch wird eine schräge
Anordnung des Streifens in dem geöffneten Zustand des Beutels gewährleistet und zudem
erfolgt eine definierte Luftströmung in Richtung der Schweißnaht verbundenen Endes.
[0009] Dadurch entsteht eine zyklonartige Luftbewegung und es werden Staubanhaftungen an
der Beutelwand vermindert und so die Luftdurchlässigkeit verbessert. Denn durch die
Luftbewegung wird der eingesaugte Staub zunächst in einer Ecke gesammelt, anstatt
die Beutelwände gleichmäßig zu belegen. Dies führt dazu, dass die Saugleistung bei
Beladung mit Staub deutlich weniger abnimmt, als dies mit der geradlinigen Einbringung
der eingesaugten Luft bisher der Fall war. Ein zusätzlicher Nutzen ergibt sich auch
daraus, dass abrasive Staubpartikel nicht mehr ständig aufgewirbelt und gegen eine
einzige Stelle geblasen werden und diese schädigen können. Dadurch können die Maßnahmen
für einen Prallschutz an dem Filterbeutel entfallen.
[0010] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann der Streifen aus einer Kunststofffolie
gebildet sein. Das Leitelement kann dadurch kostengünstig hergestellt werden, wobei
eine Luftundurchlässigkeit eine besonders gute Umlenkung gewährleistet. Allerdings
ist es auch möglich, andere Materialien einzusetzen, wie Papier, Vlies, insbesondere
Spunbond mit 10 gr. bis 300 gr. pro m
2, so dass der Luftstrom seitlich abgelenkt wird und eine zyklonartige Drehung erfolgt.
Wenn dabei luftdurchlässige Materialien eingesetzt werden, kann ein Teil der Luft
das Material des Streifens durchströmen, so dass die Strömungsgeschwindigkeit abgesenkt
wird und somit mitgeführt Staubpartikel abgebremst werden, so dass das Beutelmaterial
weniger stark beschädigt wird.
[0011] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann das Leitelement aus einem Abschnitt
gebildet sein, der die Einströmöffnung teilweise überdeckt und biegbar ist. Der Abschnitt
kann dabei durch eine Ausstanzung hergestellt werden, die im Wesentlichen die Kontur
der Einströmöffnung besitzt und über eine Brücke mit dem Material des Beutels verbunden
ist. Dann kann derjenige Bereich, der üblicherweise zur Herstellung der Einströmöffnung
ausgestanzt wird, als Leitelement verwendet werden, wobei lediglich eine Verbindung
zu dem Material des Beutels belassen wird. Dabei kann beim Ausstanzen der Abschnitt
aus Vliesmaterial durch ein heißes Formstück oder einen Stempel plastisch zu einem
sphärischen Vliesstoffabschnitt verformt werden.
[0012] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles mit Bezug auf die
beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
- Figur 1
- eine schematische Ansicht eines erfindungsgemäßen Filterbeutels.
[0013] Ein Filterbeutel 1 umfasst eine obere Lage 2 und eine untere Lage 3 aus luftdurchlässigem
Material, beispielsweise Vliesstoff, der ein- oder mehrlagig ausgebildet ist, oder
Papier. Der Beutel ist an den Seitenkanten 4 miteinander verschweißt und kann als
Flachbeutel oder Klotzbodenbeutel ausgebildet sein. An der oberen Lage 2 ist eine
Halteplatte 5 vorgesehen, in der eine Einströmöffnung 6 ausgespart ist. In Gebrauch
wird ein Stutzen eines Staubsaugers in die Einströmöffnung 6 durch die Halteplatte
und die obere Lage 2 eingesteckt.
[0014] Um den durch die Einströmöffnung 6 eintretenden Luftstrom umzulenken, ist ein Streifen
7 vorgesehen, der an einem Ende 8 an einer Schweißnaht 9 der oberen Lage 2 und der
unteren Lage 3 fixiert ist. An dem gegenüberliegenden Ende 10 ist ein Streifen 7 an
der oberen Lage 2 im Bereich eines Randes der Halteplatte 5 benachbart zu der Einströmöffnung
6 fixiert. Dadurch besitzt der Streifen 7 im geöffneten Zustand des Filterbeutels
1 eine schräge Lage und kann den eintretenden Luftstrom umlenken, sowie dies mit den
Pfeilen dargestellt ist. Durch die zyklonartige Luftströmung wird erreicht, dass sich
die Beutelwände nicht gleichmäßig mit Staub beladen, sondern es Ecken gibt, die vorrangig
zur Ablagerung von Staub dienen, so dass die effektive Saugleistung auch bei einer
gewissen Beladung des Filterbeutels 1 nicht so stark abnimmt.
[0015] Der Streifen 7 kann aus Papier, Vlies, insbesondere Spundbond mit 10 gr. bis 300
gr. pro m
2 oder einem anderen geeigneten Stoff bestehen. Wenn er luftdurchlässig ausgebildet
ist, wird der eintretende Luftstrom auch abgebremst, so dass die mitgeführten Partikel
ebenfalls sich verlangsamen und die Lagen 2 und 3 des Filterbeutels 1 weniger stark
beschädigen. Ein luftundurchlässiges Material sorgt hingegen für eine besonderes gute
Verwirbelung der eintretenden Luft.
1. Filterbeutel, insbesondere für Staubsauger, der einen Beutel aus einem luftdurchlässigen
Material aufweist und eine Einströmöffnung (6) besitzt, wobei benachbart zu der Einströmöffnung
(6) mindestens ein Leitelement (7) vorgesehen ist, mittels dem der eintretende Luftstrom
umlenkbar ist, wobei das Leitelement als Streifen (7) ausgebildet ist, der an gegenüberliegenden
Enden (8, 10) an dem Beutel fixiert ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Leitelement (7) im geöffneten Zustand des Filterbeutels schräg zur Ebene der
Einströmöffnung (6) angeordnet ist und der Streifen (7) an einem Ende (8) an einer
Schweißnaht (9) des Beutels und an dem gegenüberliegenden Ende (10) in einem Bereich
benachbart zu der Einströmöffnung (6) fixiert ist.
2. Filterbeutel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Streifen (7) aus einer Kunststofffolie gebildet ist.
3. Filterbeutel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Streifen (7) aus einem luftdurchlässigen Material gebildet ist.
4. Filterbeutel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Streifen (7) aus einem Vlies gebildet ist.
5. Filterbeutel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Streifen (7) mit einem Ende (10) an einer oberen Lage (2) des Filterbeutels im
Bereich eines Randes der Halteplatte (5) fixiert ist.
6. Filterbeutel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Streifen (7) benachbart zu der Einströmöffnung (6) breiter ausgebildet ist als
benachbart zu der Seitenkante.
1. Filter bag, in particular for vacuum cleaners, which has a bag made of an air-permeable
material and also has a inflow opening (6), there being provided adjacent to the inflow
opening (6) at least one directing element (7) by means of which the incoming air
stream can be deflected, and the directing element being in the form of a strip (7)
which is fixed on the bag at opposite ends (8, 10), characterized in that, in the open state of the filter bag, the directing element (7) is arranged obliquely
in relation to the plane of the inflow opening (6), and the strip (7) is fixed, at
one end (8), at a weld seam (9) of the bag and, at the opposite end (10), in a region
adjacent to the inflow opening (6).
2. Filter bag according to Claim 1, characterized in that the strip (7) is formed from a plastic sheet material.
3. Filter bag according to Claim 1, characterized in that the strip (7) is formed from an air-permeable material.
4. Filter bag according to Claim 3, characterized in that the strip (7) is formed from a nonwoven material.
5. Filter bag according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the strip (7) is fixed, by one end (10), on a top layer (2) of the filter bag, in
the region of a periphery of the retaining plate (5).
6. Filter bag according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the strip (7) is designed to be wider adjacent to the inflow opening (6) than adjacent
to the side edge.
1. Sac filtrant, en particulier pour aspirateurs, qui est formé par une poche en matériau
perméable à l'air et comporte une ouverture d'admission (6), sachant qu'au moins un
élément de guidage (7) est prévu au voisinage de l'ouverture d'admission (6) et est
destiné à dévier le flux d'air entrant, l'élément de guidage étant réalisé sous forme
de bande (7), qui est fixée contre la poche au niveau des extrémités (8, 10) opposées,
caractérisé en ce que l'élément de guidage (7), dans la position ouverte du sac filtrant, est disposé en
oblique par rapport au plan de l'ouverture d'admission (6), et la bande (7) est fixée
avec une extrémité (8) dans un cordon de soudure (9) de la poche et, au niveau de
l'extrémité (10) opposée, est fixée dans une zone adjacente à l'ouverture d'admission
(6).
2. Sac filtrant selon la revendication 1, caractérisé en ce que la bande (7) est réalisée dans une feuille en matière plastique.
3. Sac filtrant selon la revendication 1, caractérisé en ce que la bande (7) est réalisée dans un matériau perméable à l'air.
4. Sac filtrant selon la revendication 3, caractérisé en ce que la bande (7) est réalisée dans un non-tissé.
5. Sac filtrant selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la bande (7) est fixée avec une extrémité (10) contre une couche (2) supérieure du
sac filtrant dans la zone d'un bord de la plaque de fixation (5).
6. Sac filtrant selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la bande (7), au voisinage de l'ouverture d'admission (6), est plus large qu'au voisinage
du bord latéral.

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