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(11) |
EP 1 917 440 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.05.2009 Patentblatt 2009/20 |
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Anmeldetag: 09.08.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2006/007868 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/022867 (01.03.2007 Gazette 2007/09) |
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VORRICHTUNG ZUM FÖRDERN VON DICKSTOFFMATERIAL
DEVICE FOR DELIVERING THICK MATTER
DISPOSITIF DE TRANSPORT DE MATIERE CONSISTANTE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Priorität: |
23.08.2005 DE 102005040014
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.05.2008 Patentblatt 2008/19 |
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Patentinhaber: Putzmeister Concrete Pumps GmbH |
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72631 Aichtal (DE) |
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Erfinder: |
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- NEUBRAND, Klaus
73760 Ostfildern (DE)
- FINSTERWALDER, Klemens
83233 Bernau (DE)
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Vertreter: Wolf, Eckhard et al |
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Patentanwälte Wolf & Lutz
Hauptmannsreute 93 70193 Stuttgart 70193 Stuttgart (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 19 524 048 US-A- 5 988 028
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GB-A- 1 220 173
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Fördern von Dickstoffmaterial mit einem
Förderzylinder, mit einem eintrittsseitig mit dem Förderzylinder verbundenen Materialaufgaberaum,
mit einer austrittsseitig an den Förderzylinder angeschlossenen Förderleitung, mit
einem durch den Materialaufgaberaum und den Förderzylinder hindurch hin- und herverschiebbaren
Förderkolben und mit einem an der Austrittsseite des Förderzylinders oder in der Förderleistung
angeordneten, zwischen einer Offenstellung und einer Sperrstellung verstellbaren Sperrorgan.
[0002] Siehe GB 1220773 mit dem nächsten Stand der Technik.
[0003] Es ist eine Vorrichtung dieser Art bekannt (
EP-B-681672), die zum Fördern von Dickstoffen mit zerkleinertem Metallschrott bestimmt ist. Die
Dickstoffe werden dort über den Materialaufgaberaum der Fördervorrichtung zugeführt
und mit Hilfe des Förderkolbens in den Förderzylinder verschoben und von diesem aus
durch die Förderleitung gepresst. Das Sperrorgan sorgt dafür, dass das Dickstoffmaterial
bei jedem Hub zunächst im Förderzylinder verdichtet wird, bevor es bei geöffnetem
Sperrorgan in die Förderleitung eingedrückt wird. Mit dieser Vorrichtung wird das
Dickstoffmaterial zusammen mit den darin befindlichen Fremdstoffen aus Metallschrott
und dergleichen Festkörpern durch das Förderrohr transportiert.
[0004] Grundsätzlich ist es möglich, mit dieser Vorrichtung auch biogene Abfälle zu transportieren,
die in der Regel nicht nur organische Bestandteile, sondern auch in erheblichem Umfang
Fremdstoffe enthalten. Für einen weiteren Verarbeitungsprozess müssen die Fremdstoffe
aus dem Stoffstrom entfernt werden. Solange der Abfall in relativ trockener Form vorliegt,
wird die Fremdstoffabtrennung meist in Handarbeit vorgenommen. Bei nassem organischem
Abfall wählt man dagegen den Weg der Zerkleinerung. Zur Aufbereitung von Speiseresten
werden beispielsweise Hammermühlen eingesetzt, die in der Lage sind, Fremdstoffe,
wie Messergriffe auf eine Partikelgröße von kleiner 10 mm zerkleinern. Derart konditionierte
Dickstoffe lassen sich zwar mit Hilfe einer Dickstoffpumpe der eingangs angegebenen
Art transportieren. Dies hat allerdings den Nachteil, dass die Fremdstoffe immer noch
im Stoffstrom enthalten sind. Das Problem der Stoffabtrennung wird damit nicht gelöst,
sondern auf einen am Ende des Transportprozesses liegenden Verfahrensschritt verlagert.
So wird beispielsweise mit Substrat von Speiseabfällen verfahren, das einem Fermenter
zugeführt wird, und das noch zerkleinerte Plastikverpackungen, Dosen, Tuben, Messer,
Gabeln als Fremdstoffe enthält. Im Gärrest wird dort zwar die organische Substanz
abgebaut. Die im Schlamm vorhandenen zerkleinerten Fremdstoffe müssen aber noch entfernt
werden, wenn der Schlamm als organischer Stickstoffdünger genutzt werden soll. Ohne
eine Abtrennung bleibt nur eine Entsorgung über die Verbrennung.
[0005] Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die bekannte Vorrichtung
zum Fördern von Dickstoffen dahingehend zu verbessern, dass die Fremdstoffe vor der
eigentlichen Verarbeitungsstufe für die Nutzstoffe aus dem Stoffstrom abgetrennt werden.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe wird die im Patentanspruch 1 angegebene Merkmalskombination
vorgeschlagen. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben
sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0007] Der erfindungsgemäßen Lösung liegt der Gedanke zugrunde, eine Vorrichtung zu entwickeln,
die die Eigenschaften einer Dickstoffpumpe, eines Siebes und einer Presse in sich
vereinigt. Um dies zu erreichen, ist bei einer Vorrichtung der eingangs angegebenen
Art der Förderzylinder zumindest über einen Teil seines Zylindermantels perforiert.
Die Vorrichtung bildet in diesem Fall für die über den Kolben vom Materialaufgaberaum
in den Förderzylinder bei gesperrtem Sperrorgan geförderten Dickstoffe eine Presse.
[0008] Der perforierte Zylindermantel bildet eine Siebanlage, durch die hindurch die flüssigen
Nutzstoffe unter der Einwirkung des durch die Presse aufgebauten Druckes nach außen
in einen Auffangschacht gefördert werden. Die Fremdstoffe werden bei anschließend
geöffnetem Sperrorgan nach Art einer Pumpe in die Förderleitung gedrückt.
[0009] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Perforationen des
Zylindermantels durch ein Lochraster gebildet sind. Die Perforationen sind dabei in
einem vom Förderkolben beim Hin- und Herverschieben überstrichenen Bereich des Zylindermantels
angeordnet. Als vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn der Öffnungsquerschnitt der
die Perforationen bildenden Löcher auf der Mantelinnenseite kleiner als auf der Mantelaußenseite
ist. Um einen frühzeitigen Verschleiß zu vermeiden, besteht der Zylindermantel des
Förderzylinders zweckmäßig aus einem innenseitig gehärteten Material.
[0010] Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass im Bereich des Zylindermantels
ein Schieber angeordnet ist, der relativ zum Zylindermantel zwischen einer die Perforationen
verschließenden Schließstellung und einer diese freilassenden Offenstellung verschiebbar
ist.
[0011] Vorteilhafterweise ist der Zylindermantel von einem Schieberrohr umschlossen. Der
Schieber kann dabei axial gegenüber dem Zylindermantel verschoben werden. Eine vorteilhafte
Ausgestaltung der Erfindung sieht dabei vor, dass der Zylindermantel maximal über
seine halbe Länge perforiert ist, während der Schieber eine geschlossene Mantelfläche
aufweist und von der Offen- in die Schließstellung um die halbe Zylindermantellänge
verschoben wird.
[0012] Grundsätzlich ist es jedoch auch möglich, dass der Schieber ein dem Lochraster des
Zylindermantels komplementäres Raster aus Löchern und geschlossenen Zwischenräumen
aufweist. In diesem Fall ist es möglich, dass der Schieber zwischen der Offenstellung
und der Schließstellung in axialer Richtung oder in Umfangsrichtung um die halbe Teilung
des Lochrasters gegenüber dem Zylindermantel verschieb- oder verdrehbar ist. Dadurch
ergibt sich nur eine relativ kleine Dreh- oder Hubbewegung des Schiebers im Vergleich
zu der Ausführungsvariante mit der halben Zylinderlänge.
[0013] Grundsätzlich ist es auch möglich, eine Schließvorrichtung zu verwenden, die für
jedes Perforationsloch ein eigenes Schließorgan, beispielsweise in Form eines Stopfens
oder eines Verschlusskonus aufweist.
[0014] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist ein Steueraggregat
zur gekoppelten Ansteuerung von Antriebsmechanismen für die Kolben-, die Sperrorgan-
und/oder die Schieberbewegung vorgesehen. Um dies zu erreichen, bildet das Steuerorgan
zweckmäßig eine Folgesteuerung zur Ansteuerung der Antriebsaggregate des Kolbens,
des Sperrorgans und des Schiebers.
[0015] In diesem Zusammenhang ist es von Vorteil, wenn das Steueraggregat auf durch den
Kolben erzeugte Wegsignale unter Auslösung einer Schließbewegung des Sperrorgans anspricht,
und/oder wenn das Steueraggregat auf Ausgangssignale eines vor dem Sperrorgan im Förderzylinder
oder in der Förderleitung angeordneten Drucksensors unter Auslösung einer Öffnungsbewegung
des Sperrorgans anspricht.
[0016] Entsprechend kann auch der Schieber einen über das Steueraggregat ansteuerbaren Antriebsmechanismus
aufweisen. In diesem Fall wird das Steueraggregat beispielsweise auf Wegsignale des
Förderkolbens unter Auslösung einer Öffnungsbewegung des Schiebers beim Eindringen
des Förderkolbens in den Förderzylinder ansprechen, während es auf ein Drucksignal
des Drucksensors unter Auslösung einer Schließbewegung des Schiebers beim Überschreiten
eines vorgegebenen Druck-Schwellenwerts anspricht.
[0017] Um sicherzustellen, dass die Perforationslöcher stets für den Durchtritt der Nutzstoffe
offen sind, ist zweckmäßig eine die Perforationslöcher mit Druckluft oder Druckwasser
beaufschlagende Reinigungsvorrichtung vorgesehen. Abgesehen davon, wird das Zusetzen
der Perforationslöcher mit Filterkuchen zuverlässig auch dadurch vermieden, dass die
Zylinderfläche vom vorbeilaufenden Förderkolben bei jedem Hubvorgang selbsttätig gereinigt
wird.
[0018] Der über den Kolbenvorschub einstellbare Druck, bei welchem das Sperrorgan geöffnet
wird, ermöglicht es, die in einem konkreten Fall vorhandenen Partikel gezielt auszuquetschen
und dadurch eine hohe Funktionssicherheit zu erhalten. Außerdem wird gemäß einer vorteilhaften
Ausgestaltung der Erfindung vorgeschlagen, dass die Förderleitung in eine zum Materialaufgaberaum
zurückgeführte, vorzugsweise als Biorohrreaktor ausgebildete Rückführstrecke mündet.
In der Rückführstrecke kann eine das Fördergut aufheizende Heizeinrichtung angeordnet
sein. Um die Aufenthaltsdauer zu verlängern, kann in der Rückführstrecke eine vorzugsweise
mäanderförmig geführte Verlängerungsstrecke angeordnet werden.
[0019] Außerdem kann auf der Außenseite des perforierten Zylindermantels eine Rohrleitung
angeschlossen werden, die zu einer Verarbeitungsstation führt. Die durch die Perforationen
ausgepressten Nutzstoffe können über diese Rohrleitung zur Verarbeitungsstation gefördert
werden. Dadurch erhält die Pumpe die Funktion einer Zweiphasenpumpe.
[0020] Die erfindungsgemäße Vorrichtung eignet sich besonders zur Durchführung eines Verfahrens
zum Fördern von Stoffgemischen mit unterschiedlichen Mischungsbestandteilen, wovon
mindestens einer der Mischungsbestandteile eine überwiegend dickflüssige Konsistenz
und mindestens ein anderer Mischungsbestandteil eine überwiegend partikelartig feste
Konsistenz aufweist. Erfindungsgemäß wird hierbei das Stoffgemisch unter Aufbau eines
Druckes in einen Druckraum gepresst, wobei die Mischungsbestandteile mit überwiegend
dickflüssiger Konsistenz und die Mischungsbestandteile mit überwiegend partikelförmig
fester Konsistenz durch den im Druckraum aufgebauten Druck unter Bildung unterschiedlicher
Stoffströme voneinander getrennt werden. Die Auftrennung in unterschiedliche Stoffströme
erfolgt bevorzugt dadurch, dass die Mischungsbestandteile mit überwiegend dickflüssiger
Konsistenz unter der Einwirkung des Druckes durch Entlastungsöffnungen in einer Begrenzungswand
hindurch aus dem Druckraum in eine erste Förderstrecke gedrängt werden, und dass die
Mischungsbestandteile mit überwiegend partikelförmig fester Konsistenz nach dem Öffnen
eines Sperrorgans aus dem Druckraum in eine zweite Förderstrecke gedrängt werden.
Die Öffnung des Sperrorgans wird dabei zweckmäßig bei Überschreiten eines vorgegebenen
Druckgrenzwerts im Druckraum ausgelöst. Vorteilhafterweise werden bei einer Hubbewegung
des Kolbens die überwiegend dickflüssigen Mischungsbestandteile bei geschlossenem
Sperrorgan durch Perforationen in der Wandung des Zylinders hindurchgepresst, während
die überwiegende partikelartig festen Mischungsbestandteile nach dem Öffnen des Schließorgans
in eine an den Zylinder anschließende Förderleitung verdrängt werden.
[0021] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung in schematischer Weise
dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- ein Schema einer Einkolbenpumpe zur Aufbereitung und Förderung biogener Abfälle;
- Fig. 2a bis c
- eine Seitenansicht, einen Längsschnitt und einen Querschnitt des perforierten Zylindermantels
des Förderzylinders;
- Fig. 3
- eine mäanderförmig geführte Verlängerungsstrecke für den Einbau in die Rückführstrecke
des Pumpenkreislaufs nach Fig. 1.
[0022] Die in der Zeichnung dargestellte Vorrichtung ist zum Aufbereiten und Fördern von
Dickstoffen bestimmt, die einen flüssigen oder pastösen Nutzanteil und feste Fremdanteile
enthält. Die Vorrichtung enthält nach Art einer Einkolbenpumpe einen mit einem Hydraulikkolben
11 eines Hydrozylinders 10 gekoppelten plungerartigen Förderkolben 12, einen über
einen Beschickungsschacht 14 mit Dickstoffmaterial beschickbaren Materialaufgaberaum
16, einen eingangsseitig an den Materialaufgaberaum 16 und ausgangsseitig an eine
Förderleitung 18 angeschlossenen Förderzylinder 20, sowie ein auf der Ausgangsseite
des Förderzylinders 20 angeordnetes schieberartiges Sperrorgan 22, das zwischen einer
Schließ- und einer Offenstellung quer zum Förderzylinder verschiebbar ist. Der Zylindermantel
24 des Förderzylinders 20 weist als Lochraster ausgebildete Perforationen 26 auf,
die auf der Außenseite des Zylindermantels 24 in einen Auffangschacht 28 münden. Die
Materialzufuhr zum Beschickungsschacht 14 erfolgt bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel
über einen Trichter 30 und einen Schraubenförderer 32.
[0023] Bei einer solchen Vorrichtung gestaltet sich der Ablauf eines Pumpentaktes wie folgt:
- a) Zu Taktbeginn (vgl. Fig. 1) befindet sich der Förderkolben 12 in seiner in den
Hydrozylinder 10 zurückgezogenen Stellung. Der Materialaufgaberaum 16 ist über den
Beschickungsschacht 14 bis über den Kolbendurchmesser gefüllt, während das Sperrorgan
22 geschlossen ist.
- b) Sodann setzt sich der Hydraulikkolben 11 zusammen mit dem Förderkolben 12 in Richtung
Sperrorgan 22 in Bewegung und schiebt das im Materialaufgaberaum befindliche Fördergut
in den Förderzylinder 20. Im Förderzylinder 20 baut sich ein Druck P auf. Dadurch
werden flüssige und pastöse Bestandteile durch die Perforationen 26 im Zylindermantel
24 nach außen gepresst. Gleichzeitig wird der Zylindermantel 24 auf der Innenseite
vom Filterkuchen durch den vorbeibewegten Förderkolben 12 gereinigt. In der im Förderzylinder
20 verbleibenden Masse wächst der Druck bis zu einem vorgegebenen Grenzdruck PGrenz an, der produktspezifisch eingestellt werden kann. Der Grenzdruck wird beispielsweise
so gewählt, dass im Fördergut befindliche Verpackungen platzen und ihren Inhalt freigeben.
Die durch die Perforationen 26 gepresste Nutzstofffraktion fließt in den Auffangschacht
28 und wird von dort einer weiteren Verarbeitungsstufe zugeführt.
- c) Ist der Grenzdruck PGrenz erreicht, wird dieser Druck eine kurze Zeit lang gehalten.
- d) Sodann öffnet das Sperrorgan 22. Dabei ergibt sich ein Druckabfall, so dass sich
der Förderkolben 12 in seine Endposition innerhalb des Förderzylinders 20 weiterbewegen
kann. Mit dem Förderkolben 12 wird die noch im Förderzylinder 20 vorhandene Fremdfraktion
in die Förderleitung 18 zur weiteren Behandlung verschoben.
- e) Das Sperrorgan 22 gelangt wieder in seine Schließstellung.
- f) Der Hydraulikkolben 11 bewegt sich zusammen mit dem Förderkolben 12 in die Ausgangslage
zurück. Gleichzeitig wird der Materialaufgaberaum 16 über den Beschickungsschacht
14 neu gefüllt.
[0024] Die Bewegungsabläufe des Förderkolbens 12 und des Sperrorgans 22 werden über ein
Steueraggregat 40 nach Art einer Folgesteuerung über geeignete Antriebsaggregate gekoppelt
angesteuert.
[0025] Je nach Art des zu verarbeitenden Ausgangsmaterials kann der beschriebene Vorgang
mehrmals wiederholt werden. Bei biogenen Stoffen kann die Zwischenschaltung eines
Biorohrreaktors in Form einer Hydrolysestufe sinnvoll sein. Hierzu wird eine zum Beschickungsschacht
14 zurückgeführte Rückführstrecke 34 verwendet, die je nach der gewünschten Aufenthaltsdauer
auch eine mäanderförmig geführte Verlängerungsstrecke 36 enthalten kann.
[0026] Wie aus den Fig. 1 und 2a zu ersehen ist, ist der perforierte Zylindermantel 24 von
einem rohrförmigen Schieber 38 umschlossen, der relativ zum Zylindermantel 24, zwischen
einer die Perforationen 26 verschließenden Schließstellung und einer diese frei lassenden
Offenstellung verschiebbar ist. Bei dem in Fig. 2a gezeigten Ausführungsbeispiel ist
der Zylindermantel etwa über seine halbe Länge perforiert, während der Schieber eine
geschlossene Mantelfläche aufweist und von der Offen- in die Schließstellung um eine
halbe Zylindermantellänge verschoben wird.
[0027] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist angedeutet, dass der Schieber 38 ein
dem Lochraster des Zylindermantels komplementäres Raster aus Löchern und geschlossenen
Zwischenräumen aufweist. In diesem Fall ist es möglich, dass der Schieber zwischen
der Offenstellung und der Schließstellung in axialer Richtung oder in Umfangsrichtung
um eine halbe Teilung des Lochrasters gegenüber dem Zylindermantel verschieb- oder
verdrehbar ist. Dadurch ergibt sich eine nur relativ kleine Hub- oder Drehbewegung
des Schiebers 38 im Vergleich zur Ausführungsvariante nach Fig. 2a. In Fig. 1 ist
angedeutet, dass auch der Schieber über das Steueraggregat 40 angesteuert wird. Zu
diesem Zweck bildet das Steueraggregat 40 eine Folgesteuerung zur Ansteuerung der
Antriebsaggregate des Förderkolbens 12, des Sperrorgans 82 und des Schiebers 38.
[0028] Zusammenfassend ist folgendes festzuhalten: Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung
zum Fördern von Dickstoffmaterial. Die Vorrichtung umfasst einen Förderzylinder 20,
einen eintrittsseitig mit dem Förderzylinder 20 verbundenen Materialaufgaberaum 16,
eine austrittsseitig an den Förderzylinder 20 angeschlossene Förderleitung 18, einen
durch den Materialaufgaberaum 16 und den Förderzylinder 20 hindurch hin- und herverschiebbaren
Förderkolben 12 und ein an der Austrittsstelle des Förderzylinders 20 oder in der
Förderleitung 18 angeordnetes, zwischen einer Offenstellung und einer Sperrstellung
verstellbares Sperrorgan 22. Um die in dem Dickstoffstrom enthaltenen Fremdstoffe
vor der eigentlichen Verarbeitungsstufe für die Nutzstoffe aus dem Dickstoffstrom
abtrennen zu können, wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, dass der Förderzylinder
20 zumindest über einen Teil seines Zylindermantels 24 perforiert ist. Mit diesen
Maßnahmen erhält man eine Vorrichtung, die die Eigenschaften einer Dickstoffpumpe,
eines Siebes und einer Presse in sich vereinigt.
1. Vorrichtung zum Fördern von Stoffgemischen mit unterschiedlichen Mischungsbestandteilen,
wovon mindestens einer der Mischungsbestandteile eine überwiegend dickflüssige Konsistenz
und mindestens ein anderer Mischungsbestandtell eine überwiegend partikelartig feste
Konsistenz aufweist, mit einem Förderzylinder (20), mit einem eintrittsseitig mit
dem Förderzylinder (20) verbundenen Materialaufgaberaum (16), mit einer austrittsseitig
an den Förderzylinder (20) angeschlossenen Förderleitung (18), mit einem durch den
Materialaufgaberaum (16) und den Förderzylinder (20) hindurch hin- und herverschiebbaren
Förderkolben (12) und mit einem an der Austrittsseite des Förderzylinders (20) oder
in der Förderleitung (18) angeordneten, zwischen einer Offenstellung und einer Sperrstellung
verstellbaren Sperrorgan (22), dadurch gekennzeichnet, dass der Förderzylinder (20) über einen Teil seines Zylindermantels (24) Perforationen
(26) aufweist und dass er über eine auf der Außenseite des perforierten Zylindermantels
angeordnete Rohrleitung mit einer Verarbeitungsstation für aus dem Stoffgemisch über
die Perforationen abgetrennte Mischungsbestandteile verbunden ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Förderzylinder (20) auf der Außenseite des perforierten Zylindermantels mit einem
Auffangschacht (28) in Verbindung steht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Perforationen (26) des Zylindermantels (24) durch ein Lochraster gebildet sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Perforationen (26) in einem vom Förderkolben (12) beim Hin- und Herverschieben
überstrichenen Bereich des Zylindermantels (24) angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Öffnungsquerschnitt der die Perforationen (26) bildenden Löcher auf der Mantelinnenseite
kleiner als auf der Mantelaußenseite ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylindermantel (24) des Förderzylinders (20) aus einem innenseitig gehärteten
Material besteht.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch einen im Bereich des Zylindermantels (24) angeordneten Schieber (38), der relativ
zum Zylindermantel (24) zwischen einer die Perforationen (26) verschließenden Schließstellung
und einer diese frei lassenden Offenstellung verschiebbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (38) den Zylindermantel (24) rohrförmig umschließt.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch ein Steueraggregat (40) zur gekoppelten Ansteuerung von Antriebsmechanismen für die
Förderkolben-, die Sperrorgan- und/oder die Schieberbewegung.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Steueraggregat (40) eine Folgesteuerung zur Ansteuerung der Antriebsaggregate
des Förderkolbens (12), der Sperrorgans (22) und des Schiebers (38) aufweist
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Steueraggregat (40) auf durch den Förderkolben (12) erzeugte Wegsignale unter
Auslösung einer Schließbewegung des Sperrorgans (22) anspricht.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Steueraggregat (40) auf Ausgangssignale eines vor dem Sperrorgan (22) im Förderzylinder
(20) oder in der Förderleitung (18) angeordneten Drucksensors (42) unter Auslösung
einer Öffnungsbewegung des Sperrorgans (22) anspricht.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (38) einen über das Steueraggregat (40) ansteuerbaren Antriebsmechanismus
aufweist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (38) axial gegenüber dem Zylindermantel (24) verschiebbar ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylindermantel (24) maximal über seine halbe Länge perforiert ist und der Schieber
(38) eine geschlossene Mantelfläche aufweist und von der Offen- in die Schließstellung
um die halbe Zylindermantellänge verschiebbar ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (38) ein dem Lochraster des Zylindermantels (24) komplementäres Raster
aus Löchern und geschlossenen Zwischenräumen aufweist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (38) zwischen der Offenstellung und der Schließstellung in axialer Richtung
oder in Umfangsrichtung um die halbe Rastteilung des Lochrasters gegenüber dem Zylindermantel
(24) verschieb- oder verdrehbar ist.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Steueraggregat (40) auf Wegsignale des Förderkolbens (12) unter Auslösung einer
Öffnungsbewegung des Schiebers (38) beim Eindringen des Förderkolbens (12) in den
Förderzylinder (20) anspricht.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Steueraggregat (40) auf ein Drucksignal des Drucksensors (42) unter Auslösung
einer Schließbewegung des Schiebers (38) beim Überschreiten eines vorgegebenen Druck-Schwellenwertes
(PGrenz) anspricht.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (38) eine relativ zum Zylindermantel (24) bewegbare Schneidkante aufweist.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch eine Schließvorrichtung, die für jedes Perforationsloch (26) ein Schließorgan aufweist.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 21, gekennzeichnet durch eine die Perforationslöcher (26) mit Druckluft oder Druckwasser beaufschlagende Reinigungsvorrichtung.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Förderkolben eine Schneidkante aufweist.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderleitung (18) in eine zum Materialaufgaberaum (16) zurückgeführte, als Biorohrreaktor
ausgebildete Rückführstrecke (34) mündet.
25. Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass in der in der Rückführstrecke (34) eine das Fördergut aufheizende Heizeinrichtung
(44) angeordnet ist.
26. Vorrichtung nach Anspruch 24 oder 25, dadurch gekennzeichnet, dass in der Rückführstrecke (34) eine vorzugsweise mäanderförmig geführte Verlängerungsstrecke
(36) angeordnet ist.
27. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Außenseite des perforierten Zylindermantels (24) eine Rohrleitung angeordnet
ist, die zu einer Verarbeitungsstation führt.
28. Verfahren zum Fördern von Stoffgemischen mit unterschiedlichen Mischungsbestandteilen,
wovon mindestens einer der Mischungsbestandteile eine überwiegend dickflüssige Konsistenz
und mindestens ein anderer Mischungsbestandteil eine überwiegend partikelartig feste
Konsistenz aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Stoffgemisch unter Aufbau eines Druckes in einen Druckraum eingepresst wird und
dass die Mischungsbestandteile mit überwiegend dickflüssiger Konsistenz und die Mischungsbestandteile
mit überwiegend partikelförmig fester Konsistenz durch den im Druckraum aufgebauten
Druck unter Bildung unterschiedlicher Stoffströme voneinander getrennt werden, wobei
die Mischungsbestandteile mit überwiegend dickflüssiger Konsistenz unter der Einwirkung
des Druckes durch Entlastungsöffnungen in einer Begrenzungswand hindurch aus dem Druckraum
in eine erste Förderstrecke gedrängt werden, und dass die Mischungsbestandteile mit
überwiegend partikelartig fester Konsistenz nach dem Öffnen eines Sperrorgans aus
dem Druckraum in eine zweite Förderstrecke gedrängt werden.
29. Verfahren nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrorgan bei Überschreiten eines vorgegebenen Grenzdruckes im Druckraum geöffnet
wird.
30. Verfahren nach Anspruch 28 oder 29, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Vorschubbewegung eines Kolbens einer Zylinder-/Kolbenanordnung die überwiegend
dickflüssigen Mischungsbestandteile bei geschlossenem Sperrorgan durch Perforationen
in der Wandung des Zylinders nach außen gepresst werden, und dass die überwiegend
partikelförmig festen Mischungsbestandteile nach dem Öffnen des Sperrorgans in eine
an den Zylinder anschließende Förderleitung verdrängt werden.
1. A device for conveying mixtures of substances containing different components, at
least one of the mixture components predominantly having a viscous consistency and
at least one other mixture component predominantly having a solid, particle-like consistency;
the device comprising a delivery cylinder (20), a material feed space (16) connected
to the inlet side of the delivery cylinder (20), a delivery line (18) connected to
the outlet side of the delivery cylinder (20), a delivery piston (12) which is reciprocatable
through the material feed space (16) and the delivery cylinder (20), and further comprising
a closure member (22) which is located at the outlet side of the delivery cylinder
(20) or in the delivery line (18) and is movable between an open position and a closed
position, wherein the delivery cylinder (20) has perforations over a portion of its
lateral wall (24) and is connected, via a pipeline provided on the outside of the
perforated lateral cylinder wall, to a processing station for mixture components which
are separated from the mixture of substances through the perforations.
2. The device as recited in claim 1, wherein the delivery cylinder (20) is in communication
with a collecting duct (28) on the outside of the perforated lateral cylinder wall.
3. The device as recited in claim 2, wherein the perforations (26) of the lateral cylinder
wall (24) are in the form of a grid of holes.
4. The device as recited in one of claims 1 through 3, wherein the perforations (26)
are arranged in a portion of the lateral cylinder wall (24) that is swept by the delivery
piston (12) during reciprocation.
5. The device as recited in one of claims 1 through 4, wherein the cross-sectional area
of the holes forming the perforations (26) is smaller on the inside than on the outside
of the lateral wall.
6. The device as recited in one of claims 1 through 5, wherein the lateral wall (24)
of the delivery cylinder (20) is made from a material that is hardened on the inner
side.
7. The device as recited in one of claims 1 through 6, characterized by a slide (38) which is disposed in the area of the lateral cylinder wall (24) and
is movable relative to the lateral cylinder wall (24) between a closed position, in
which the perforations (26) are sealed, and an open position, in which the perforations
are left open.
8. The device as recited in claim 7, wherein the slide (38) surrounds the lateral cylinder
wall (24) in the manner of a tube.
9. The device as recited in one of claims 1 through 8, characterized by a control unit (40) for coupled control of drive mechanisms for moving the delivery
piston, the closure member and/or the slide.
10. The device as recited in claim 9, wherein the control unit (40) provides a sequence
control system for controlling the drive units of the delivery piston (12), of the
closure member (22), and of the slide (38).
11. The device as recited in claim 9 or 10, wherein in response to displacement signals
produced by the delivery piston (12), the control unit (40) causes the closure member
(22) to perform a closing movement.
12. The device as recited in one of claims 9 through 11, wherein in response to output
signals of a pressure sensor (42) located upstream of the closure member (22) in the
delivery cylinder (20) or in the delivery line (18), the control unit (40) causes
the closure member (22) to perform an opening movement.
13. The device as recited in one of claims 9 through 12, wherein the slide (38) has a
drive mechanism that is controllable by the control unit (40).
14. The device as recited in one of claims 7 through 13, wherein the slide (38) is movable
axially with respect to the lateral cylinder wall (24).
15. The device as recited in claim 14, wherein the lateral cylinder wall (24) is perforated
over at most half its length, while the slide (38) has a closed shell and is movable
by half the length of the lateral cylinder wall from the open position to the closed
position.
16. The device as recited in one of claims 7 through 13, wherein the slide (38) has a
grid of holes and closed areas therebetween, said grid being complementary to the
grid of holes of the lateral cylinder wall (24).
17. The device as recited in claim 16, wherein the slide (38) can be moved or rotated
between the open position and the closed position in an axial or circumferential direction
with respect to the lateral cylinder wall (24) by half the grid spacing of the grid
of holes.
18. The device as recited in one of claims 9 through 17, wherein the control unit (40)
responds to displacement signals of the delivery piston (12) by causing the slide
(38) to perform an opening movement as the delivery piston (12) moves into the delivery
cylinder (20).
19. The device as recited in one of claims 9 through 18, wherein the control unit (40)
responds to a pressure signal of the pressure sensor (42) by causing the slide (38)
to perform a closing movement when the pressure exceeds a predetermined threshold
(Plimit).
20. The device as recited in one of claims 7 through 19, wherein the slide (38) has a
cutting edge which is movable relative to the lateral cylinder wall (24).
21. The device as recited in one of claims 1 through 6, characterized by a sealing device having a separate sealing member for each perforation hole (26).
22. The device as recited in one of claims 1 through 21, characterized by a cleaning device which applies compressed air or pressurized water to the perforation
holes (26).
23. The device as recited in one of claims 1 through 22, wherein the delivery piston has
a cutting edge.
24. The device as recited in one of claims 1 through 23, wherein the delivery line (18)
feeds into a return section (34) which leads back to the material feed space (16)
and is in the form of a bioreactor.
25. The device as recited in claim 24, wherein the return section (34) has a heating means
(44) disposed therein which heats the material being conveyed.
26. The device as recited in claim 24 or 25, wherein the return section (34) has an extension
section (36) disposed therein which is preferably arranged in a meandering pattern.
27. The device as recited in one of claims 7 through 26, wherein a pipeline leading to
a processing station is connected on the outside of the perforated lateral cylinder
wall (24).
28. A method for conveying mixtures of substances containing different components, at
least one of the mixture components predominantly having a viscous consistency and
at least one other mixture component predominantly having a solid, particle-like consistency,
wherein the mixture of substances is forced into a compression chamber while pressure
is being built up; and the mixture components predominantly having a viscous consistency
and the mixture components predominantly having a solid, particle-like consistency
are separated by the pressure developed in the compression chamber, thereby producing
different flows of material; the mixture components predominantly having a viscous
consistency being forced by the pressure out of the compression chamber and into a
first delivery path through relief openings in a boundary wall; and the mixture components
predominantly having a solid, particle-like consistency are forced out of the compression
chamber and into a second delivery path after a closure member is opened.
29. The method as recited in claim 28, wherein the closure member is opened when the pressure
in the compression chamber exceeds a predetermined limit.
30. The method as recited in claim 28 or 29, wherein during a forward stroke of a piston
of a cylinder/piston arrangement, the predominantly viscous components of the mixture
are forced out through perforations in the cylinder wall while the closure member
is in a closed position; and the predominantly particle-like, solid components of
the mixture are forced into a delivery line downstream of the cylinder after the closure
member is opened.
1. Dispositif de transport de mélanges de matières contenant différents composants de
mélange, au moins un des composants de mélange présentant une consistance essentiellement
visqueuse et au moins un autre composant de mélange une consistance essentiellement
solide à la manière de particules, avec un cylindre de transport (20), avec une chambre
d'alimentation en matières (16) reliée au cylindre de transport (20) côté entrée,
avec une conduite de transport (18) raccordée au cylindre de transport (20) côté sortie,
avec un piston de transport (12) pouvant effectuer un mouvement alternatif à travers
la chambre d'alimentation en matières (16) et le cylindre de transport (20) et avec
un organe d'arrêt (22) disposé du côté sortie du cylindre de transport (20) ou dans
la conduite de transport (18), réglable entre une position ouverte et une position
fermée, caractérisé en ce que le cylindre de transport (20) présente des perforations sur une partie de son enveloppe
de cylindre (24) et qu'il est relié, par l'intermédiaire d'une tuyauterie disposée
du côté extérieur de l'enveloppe de cylindre perforée, à une station de traitement
des composants de mélange séparés du mélanges de matières par les perforations.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le cylindre de transport (20) est relié à un puits de collecte (28) du côté extérieur
de l'enveloppe de cylindre perforée.
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que les perforations (26) de l'enveloppe de cylindre (24) sont formées par une trame
de trous.
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les perforations (26) sont disposées dans une région de l'enveloppe de cylindre (24)
couverte par le mouvement alternatif du cylindre de transport (20).
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la section d'ouverture des trous formant les perforations (26) est plus petite du
côté intérieur de l'enveloppe que du côté extérieur de l'enveloppe.
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'enveloppe de cylindre (24) du cylindre de transport (20) est composée d'un matériau
durci côté intérieur.
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé par un coulisseau (38) qui est disposé dans la région de l'enveloppe de cylindre (24)
et qui est déplaçable par rapport à l'enveloppe de cylindre (24) entre une position
de fermeture fermant les perforations (26) et une position d'ouverture laissant celles-ci
ouvertes.
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que le coulisseau (38) entoure en forme de tube l'enveloppe de cylindre (24).
9. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé par une unité de commande (40) pour la commande couplée de mécanismes d'entraînement
pour le mouvement du piston de transport, de l'organe d'arrêt et/ou du coulisseau.
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'unité de commande (40) présente une commande séquentielle pour commander les unités
d'entraînement du piston de transport (12), de l'organe d'arrêt (22) et du coulisseau
(38).
11. Dispositif selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que l'unité de commande (40) réagit à des signaux de position générés par le piston de
transport (12) en déclenchant un mouvement de fermeture de l'organe d'arrêt (22).
12. Dispositif selon l'une des revendications 9 à 11, caractérisé en ce que l'unité de commande (40) réagit à des signaux de sortie d'un capteur de pression
(42) disposé en amont de l'organe d'arrêt (22) dans le cylindre de transport (20)
ou dans la conduite de transport (18) en déclenchant un mouvement d'ouverture de l'organe
d'arrêt (22).
13. Dispositif selon l'une des revendications 9 à 12, caractérisé en ce que le coulisseau (38) présente un mécanisme d'entraînement pouvant être commandé par
une unité de commande (40).
14. Dispositif selon l'une des revendications 7 à 13, caractérisé en ce que le coulisseau (38) est déplaçable axialement par rapport à l'enveloppe de cylindre
(24).
15. Dispositif selon la revendication 14, caractérisé en ce que l'enveloppe de cylindre (24) est perforée au maximum sur la moitié de sa longueur
et que le coulisseau (38) présente une surface d'enveloppe fermée et est déplaçable
de la moitié de la longueur de l'enveloppe de cylindre de la position ouverte dans
la position fermée.
16. Dispositif selon l'une des revendications 7 à 13, caractérisé en ce que le coulisseau (38) présente une trame de trous et d'espaces fermés complémentaire
de la trame de trous de l'enveloppe de cylindre (24).
17. Dispositif selon la revendication 16, caractérisé en ce que le coulisseau (38) peut être déplacé ou tourné, par rapport à l'enveloppe de cylindre
(24), en direction axiale ou en direction circonférentielle de la moitié du pas de
tramage de la trame de trous entre la position ouverte et la position fermée.
18. Dispositif selon l'une des revendications 9 à 17, caractérisé en ce que l'unité de commande (40) réagit à des signaux de position du piston de transport
(12) en déclenchant un mouvement d'ouverture du coulisseau (38) lors de la pénétration
du piston de transport (12) dans le cylindre de transport (20).
19. Dispositif selon l'une des revendications 9 à 18, caractérisé en ce que l'unité de commande (40) réagit à un signal de pression du capteur de pression (42)
en déclenchant un mouvement de fermeture du coulisseau (38) en cas de dépassement
d'une valeur seuil de pression prédéfinie (Plim).
20. Dispositif selon l'une des revendications 7 à 19, caractérisé en ce que le coulisseau (38) présente une arête de coupe déplaçable par rapport à l'enveloppe
de cylindre (24).
21. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé par un dispositif de fermeture qui présente un organe de fermeture pour chaque trou perforé
(26).
22. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 21, caractérisé par un dispositif de nettoyage soumettant les trous perforés (26) à de l'air comprimé
ou de l'eau de pression.
23. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 22, caractérisé en ce que le piston de transport présente une arête de coupe.
24. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 23, caractérisé en ce que la conduite de transport (18) débouche dans une section de retour (34), configurée
en bioréacteur tubulaire, ramenée à la chambre d'alimentation en matières (16).
25. Dispositif selon la revendication 24, caractérisé en ce qu'un dispositif de chauffage (44) chauffant les matières transportées est disposé dans
la section de retour (34).
26. Dispositif selon la revendication 24 ou 25, caractérisé en ce qu'une section de rallonge (36), de préférence méandriforme, est disposée dans la section
de retour (34).
27. Dispositif selon l'une des revendications 7 à 26, caractérisé en ce qu'une tuyauterie qui mène à une station de traitement est disposée du côté extérieur
de l'enveloppe de cylindre perforée (24).
28. Procédé de transport de mélanges de matières contenant différents composants de mélange,
au moins un des composants de mélange présentant une consistance essentiellement visqueuse
et au moins un autre composant de mélange une consistance essentiellement solide à
la manière de particules, caractérisé en ce que le mélange de matières est injecté dans une chambre de pression en établissant une
pression et que les composants de mélange ayant une consistance essentiellement visqueuse
et les composants de mélange ayant une consistance essentiellement solide à la manière
de particules sont séparés les uns des autres par la pression établie dans la chambre
de pression en formant différents courants de matières, les composants de mélange
ayant une consistance essentiellement visqueuse étant repoussés, sous l'action de
la pression, à travers des ouvertures de décharge dans une paroi de séparation, de
la chambre de pression dans une première section de transport, et que les composants
de mélange ayant une consistance essentiellement solide à la manière de particules
sont repoussés, après l'ouverture d'un organe d'arrêt, de la chambre de pression dans
une deuxième section de transport.
29. Procédé selon la revendication 28, caractérisé en ce que l'organe d'arrêt est ouvert en cas de dépassement d'une pression limite prédéfinie
dans la chambre de pression.
30. Procédé selon la revendication 28 ou 29, caractérisé en ce que lors d'un mouvement d'avance d'un piston d'un agencement cylindre/piston, les composants
de mélange essentiellement visqueux sont pressés vers l'extérieur à travers des perforations
dans la paroi du cylindre, l'organe d'arrêt étant fermé, et que les composants de
mélange essentiellement solides sous forme de particules sont poussés dans une conduite
de transport raccordée au cylindre après l'ouverture de l'organe d'arrêt.
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