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EP 1 918 232 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.09.2010 Patentblatt 2010/37 |
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Anmeldetag: 06.11.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren zur Herstellung von aus mehreren Druckprodukten gebildeten klebegebundenen
Druckerzeugnissen und Einrichtung und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
Method for making a bound printed product made of several adhesive-bound printed products
and device for carrying out said method
Méthode pour fabriquer un produit imprimé relié constitué de plusieurs produits imprimés
reliés par adhésif et dispositif pour la mise en oeuvre de cette méthode
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.05.2008 Patentblatt 2008/19 |
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Patentinhaber: Müller Martini Holding AG |
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6052 Hergiswil (CH) |
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Erfinder: |
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- Abegglen, Christian
8500 Frauenfeld (CH)
- Hug, Theo
8360 Wallenwil TG (CH)
- Vaucher, Christophe
8500 Frauenfeld (CH)
- Boos, Konrad
9507 Stettfurt (CH)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 351 873 JP-A- 62 016 983
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EP-A2- 0 337 315
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von aus mehreren Druckprodukten
gebildeten klebegebundenen Druckerzeugnissen, bei dem die zur Bildung loser Buchblocks
zusammengetragenen Druckprodukte mittels entlang einer Sammelstrecke angeordneten,
wenigstens annähernd taktsynchron angetriebenen Anlegern einer in regelmässigen Abständen
sich folgenden Aufnahmevorrichtungen aufweisende Fördervorrichtung zugeführt und durch
diese in eine Klebebindevorrichtung überführt werden, wobei bei einem Unterbruch eines
Verarbeitungsprozesses die der Fördervorrichtung förderwirksam nachgeschaltete Klebebindevorrichtung
leer gefahren wird.
[0002] Buchfertigungslinien haben die Aufgabe, Druckprodukte mit einer Zusammentragvorrichtung
in der richtigen Reihenfolge zu sammeln und anschliessend in einer Klebebindevorrichtung
zu Buchblocks zu binden. Wird die Zusammentragvorrichtung angehalten, soll die Klebebindevorrichtung
noch mindestens solange weiter laufen, bis alle sich in den Transportklammern der
Klebebindevorrichtung befindenden Buchblocks zu rohen Büchern verarbeitet sind. Dies
ist deshalb nötig, weil sonst der im Rückenbereich der Buchblocks aufgetragene Klebstoff
abbinden und die Umschläge nicht mehr haften würden. Nach dem Stand der Technik werden
die lose zu Buchblocks zusammengetragenen Druckbogen mit Hilfe eines sogenannten Trennelementes
von der Zusammentragvorrichtung in die Klebebindevorrichtung überführt, wobei das
Trennelement mit der Klebebindevorrichtung synchron antriebsverbunden ist. Mit jedem
Maschinentakt wird ein Buchblock von der Zusammentragvorrichtung in die Klebebindevorrichtung
überführt. Wird die Zusammentragvorrichtung angehalten, geht die Synchronität mit
der Klebebindevorrichtung verloren und jeder weitere während dem Anhalten überführte
Buchblock würde bei der Ueberführung in die Klebebindevorrichtung zu Störungen führen.
Um bei schnell laufenden Anlagen die Zusammentragvorrichtung von der Klebebindevorrichtung
abkuppeln und abbremsen zu können, muss deshalb zuerst die gesamte Linie auf eine
Geschwindigkeit verzögert werden, bei der eine störungsfreie Abkupplung möglich ist.
Aus diesem Grund steht bei einer solchen Ausführung zum Abbremsen der Zusammentragvorrichtung
eine Bremsstrecke entsprechend einer Teilung von Buchblock zu Buchblock zur Verfügung.
Dies kann wiederum zu Störungen in der Klebebindevorrichtung führen.
Ein weiterer Nachteil zeigt sich, wenn die Zusammentragvorrichtung aufgrund eines
Fehlers eines Anlegers von der Klebebindevorrichtung abgekuppelt und angehalten werden
muss. Während der gesamten Auslaufphase der Zusammentragvorrichtung entstehen stromabwärts
des den Fehler verursachenden Anlegers mehrere fehlerhafte Buchblocks, die nicht in
dieser Form in die Klebebindevorrichtung überführt werden dürfen. Um dies zu erreichen
sind zwei Verfahren bekannt: Alle fehlerhaften Buchblocks zwischen der Zusammentragvorrichtung
und der Klebebindevorrichtung werden ausgeschleust oder repariert. Ausschleusen hat
den Nachteil, dass die ungebundenen Buchblocks von Hand oder maschinell aufgelöst,
nach den ursprünglichen Druckprodukten sortiert und in die entsprechenden Anleger
zurückgeführt werden müssen. Sollen die fehlerhaften Buchblocks in der stillstehenden
Zusammentragvorrichtung repariert werden, kann dies manuell erfolgen. Zudem kann während
diesen manuellen Verrichtungen nicht produziert werden.
In der
EP 0 337 315 B1 wird vorgeschlagen, fehlerhafte lose Buchblocks über eine Ablenkvorrichtung an eine
Rückführungsvorrichtung zu übergeben und die Buchblocks anschliessend in einer Vereinzelungsvorrichtung
zumindest teilweise in Druckprodukte aufzulösen.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, in einer Buchfertigungslinie die Zusammentragvorrichtung
bei hoher Produktionsgeschwindigkeit von der Klebebindevorrichtung abzukuppeln und
die Produktion an der unterbrochenen Stelle wieder aufzunehmen.
[0004] Die Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass während dem Leerfahren der
Klebebindevorrichtung die weitere Beschickung der Aufnahmevorrichtungen der Fördervorrichtung
mit Druckprodukten wie auch die weitere Zufuhr von losen Buchblocks an die Klebebindevorrichtung
eingestellt werden.
[0005] Die Erfindung wird anschliessend unter Bezugnahme auf die Zeichnung, auf die bezüglich
aller in der Beschreibung nicht näher erwähnten Einzelheiten verwiesen wird, anhand
von Ausführungsbeispielen erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Buchfertigungslinie, während der Produktion,
- Fig. 2
- die Buchfertigungslinie gemäss Fig. 1 kurz nach dem Auftreten eines Fehlers an einem
Anleger,
- Fig. 3
- die Buchfertigungslinie gemäss Fig. 2 mit angehaltener Zusammentragvorrichtung und
sich leerender Klebebindevorrichtung,
- Fig. 4
- die Buchfertigungslinie gemäss Fig. 3 in Startposition nach der Fehlerbehebung,
- Fig. 5
- die Buchfertigungslinie gemäss Fig. 3 in Startposition nach der Fehlerbehebung nach
einem alternativen Verfahren,
- Fig. 6
- die Buchfertigungslinie gemäss Fig. 5 nach dem Start und
- Fig. 7
- eine Buchfertigungslinie mit einer alternativen Ausführung der Klebebindevorrichtung
im Uebergabebereich.
[0006] Die Fig. 1 zeigt eine Buchfertigungslinie 1, bestehend aus einer Zusammentragvorrichtung
8 zum Sammeln von Druckprodukten 4 zu losen Buchblocks 5, mit einer eine Förderstrecke
6 und eine Rücklaufstrecke 14 aufweisenden Fördervorrichtung 2 und einer Klebebindevorrichtung
16, in der die losen Buchblocks 5 durch Verkleben der Druckbogen an den Rücken zu
roh gebunden Büchern, Broschuren, Buchblocks oder dergleichen Druckerzeugnissen 9
verarbeitet werden. Zur Aufnahme und Förderung der Druckprodukte 4, verfügt die Fördervorrichtung
2 über sich in regelmässigen Abständen folgende Aufnahmevorrichtungen 7, die in einer
geschlossenen Umlaufbahn 15 geführt sind. Eine Aufnahmevorrichtung 7 wird beispielsweise
gebildet durch einen Mitnehmer und einen feststehenden Kanal, durch den der Mitnehmer
die Druckprodukte 4 schiebt oder durch ein mitlaufendes Fach, auf dem die Druckprodukte
4 gesammelt werden. Entlang der Förderstrecke 6 angeordnete und taktsynchron zur Fördervorrichtung
2 angetriebene Anleger 3 sind für die Beschickung der Aufnahmevorrichtungen 7 mit
Druckprodukten 4 vorgesehen. Jeder Anleger 3 wird dazu üblicherweise mit einer Art
von Druckprodukten 4 beschickt. Jeder Anleger 3 verfügt über Mittel zum getakteten
Vereinzeln, der in seinem Magazin bereit gestellten Druckprodukte 4 und einen Förderer
10, zum Fördern der Druckprodukte 4 in die sich vorbeibewegenden Aufnahmevorrichtungen
7 der Fördervorrichtung 2. Die Fördervorrichtung 2 wird durch einen nicht dargestellten
Antrieb angetrieben. Die Anleger 3 werden gemeinsam durch einen weiteren, nicht dargestellten
Antrieb oder in einer bevorzugten Form je durch einen eigenen Antrieb angetrieben.
Zwecks zeitlich richtiger Übergabe der Druckprodukte 4 in die Aufnahmevorrichtungen
7 der Fördervorrichtung 2 sind der Antrieb bzw. die Antriebe der Anleger 3 mit dem
Antrieb der Fördervorrichtung 2 synchron gekoppelt. Da jede Aufnahmevorrichtung 7
innerhalb der Förderstrecke 6 an jedem Anleger 3 vorbeifährt, kann sie von jedem Anleger
3 mit je einem Druckprodukt 4 beschickt werden und am Ende der Förderstrecke 6 einen
kompletten losen Buchblock 5 enthalten.
In einem an die Förderstrecke 6 stromabwärts anschliessenden Übergabebereich 11 der
Fördervorrichtung 2 nach der Klebebindevorrichtung 16 werden komplette und fehlerfreie
Buchblocks 5 aus den Aufnahmevorrichtungen 7 in die Klebebindevorrichtung 16 überführt,
sodass die Rücken der Buchblocks 5 in der Klebebindevorrichtung 16 von den in Bearbeitungsrichtung
hintereinander angeordneten Buchrückenbearbeitungsstationen bearbeitet, gebunden und
an nachfolgende Verarbeitungsmaschinen abgegeben werden. Am Anfang des Übergabebereichs
11 ist eine steuerbare Weiche 13 angeordnet, die wahlweise Buchblocks 5 in Richtung
eines Transportmittels 12 der Klebebindevorrichtung 16 ablenkt oder in den Aufnahmevorrichtungen
7 der Fördervorrichtung belässt. Fehlerhafte Buchblocks 5, beispielsweise solche mit
mehreren Druckprodukten 4 der gleichen Art oder unvollständige Buchblocks, können
mit einer nicht dargestellten Ausschleusweiche ausgeschleust werden, die bevorzugt
zwischen dem in Förderrichtung F letzten Anleger 3 und der Weiche 13 angeordnet ist.
Für die Steuerung der Zusammentragvorrichtung 8 und der Klebebindevorrichtung 16 sind
Steuervorrichtungen 20, 21 vorgesehen, die für den Datenaustausch direkt oder über
eine übergeordnete Steuervorrichtung 22 miteinander verbunden sind. Die Steuervorrichtung
20 der Zusammentragvorrichtung 8 steuert beispielsweise jeden einzelnen Anleger 3,
die Ausschleusweiche und die Weiche 13. Die Steuervorrichtung 21 steuert die Klebebindevorrichtung
16 mit ihren Buchrückenbearbeitungsstationen und den zugehörigen Fördervorrichtungen
der Buchblocks 5. Dazu erhalten die Steuervorrichtungen 20, 21 laufend Eingangssignale
von Sensoren an den Maschinen oder Steuerbefehle des Bedienpersonals. Während der
Überführung der Buchblocks 5, von den Aufnahmevorrichtungen 7 in die Klebebindevorrichtung
16 müssen die Aufnahmevorrichtungen 7 und das Transportmittel 12 der Klebebindevorrichtung
16 exakt zueinander ausgerichtet sein resp. auf zwei parallelen Bahnen geführt und
mit gleicher Geschwindigkeit angetrieben sein. Für das Verfahren ist es nicht wesentlich,
ob das Transportmittel 12 durch in der Klebebindevorrichtung 16.für den Transport
während der Bearbeitung erforderliche Transportklammern 18 oder durch eine den Transportklammern
18 vorgelagerte und der Klebebindevorrichtung 16 zugehörige Transportvorrichtung 17
gebildet wird. Eine derartige Ausführung der Klebebindevorrichtung 16 ist in der Fig.
7 dargestellt.
Die Fig. 1 zeigt ausserdem einen Materialfluss bei ungestörter Produktion. Die Arten
der zu sammelnden Druckprodukte 4 sind mit Buchstaben A, B, C, D und die losen Buchblocks
5, resp. Druckerzeugnisse 9 mit Laufnummern bezeichnet. 45A bezeichnet beispielsweise
das Druckprodukt 4 nach der Art A, das zusammen mit den Druckprodukten 45B, 45C und
45D den losen Buchblock 5 mit der Laufnummer 45 bildet.
Fig. 2 zeigt die Situation der losen Buchblocks 5 nach einer Störung am Anleger 3
der Druckprodukteart B. Nach dem Zuführen des Druckprodukts mit der Identifikationsnummer
48B ist am Anleger 3 für die Druckprodukteart B ein Fehler aufgetreten. Das nachfolgende
Druckprodukt 49B und folgende werden nicht mehr zugeführt. Eine solche Störung kann
beispielsweise entstehen, wenn ein Druckprodukt 4 beschädigt oder nicht richtig in
das Magazin des Anlegers 3 eingelegt worden ist oder wenn am Anleger 3 ein technischer
Defekt aufgetreten ist. Fehlende, mehrfach vorhandene oder falsch eingelegte Druckprodukte
4 können mittels optischen, kapazitiven oder mechanischen Sensoren detektiert und
der Steuervorrichtung 20 der Zusammentragvorrichtung 8 gemeldet werden. Bei sporadisch
auftretenden Fehlern können die betroffenen Buchblocks 5 ausgeschleust und ein Anhalten
der Zusammentragvorrichtung 8 vermieden werden. Beim Auftreten eines andauernden Fehlers
muss die Zusammentragvorrichtung 8 automatisch von der Steuervorrichtung 20 angehalten
und der Fehler bei still stehender Zusammentragvorrichtung 8 behoben werden. Es ist
ebenfalls vorgesehen, dass der Bediener bei Bedarf die Zusammentragvorrichtung 8 anhalten
kann. Ein Anhalten der aus Zusammentragvorrichtung 8 und Klebebindevorrichtung 16
bestehenden Linie hätte zur Folge, dass alle am Buchrücken beleimten, jedoch noch
nicht mit einem Umschlag versehenen Buchblocks 5 wegen dem abbindenden Leim zu fehlerhaften
Druckerzeugnissen werden, die ausgeschleust werden müssen. Es ist deshalb sinnvoll,
die Zusammentragvorrichtung 8 anzuhalten und die Klebebindevorrichtung 16 so lange
weiter zu betreiben, bis das letzte Druckerzeugnis 9 in der Klebebindevorrichtung
16 fertig bearbeitet ist. Dazu wird zuerst die Überführung loser Buchblocks 5 von
der Fördervorrichtung 2 in das Transportmittel 12 der Klebebindevorrichtung 16 durch
die Weiche 13 unterbrochen. Mindestens solange wie sich lose Buchblocks 5 innerhalb
des Übergabebereichs 11 befinden, müssen die Fördervorrichtung 2 und die Klebebindevorrichtung
16 synchron zueinander laufen. Sobald der nach Fig. 2 beispielhafte letzte lose Buchblock
mit der Laufnummer 40 vollständig dem Transportmittel 12 übergeben wurde, kann die
Synchronität der Zusammentragvorrichtung 8 mit der Klebebindevorrichtung 16 aufgegeben
werden resp. die Zusammentragvorrichtung 8 zum Stillstand abgebremst werden. Das Verlassen
der Synchronität vor diesem Zeitpunkt würde zu Kollisionen der Buchblocks 5 im Übergabebereich
11 mit der Fördervorrichtung 2 und/oder dem Transportmittel 12 der Klebebindevorrichtung
16 führen. Unmittelbar nach der Auslösung eines Stopps der Zusammentragvorrichtung
8 wird ebenfalls die Zufuhr von Druckprodukten 4 an allen Anlegern 3 unterbrochen,
sodass sich nach dem Anhalten der Zusammentragvorrichtung 8 im Bereich der Förderer
10 zwischen Anleger 3 und Fördervorrichtung 2 keine Druckprodukte 4 mehr befinden.
Die sich dadurch ergebende Situation der Buchblocks 5 ist in der Fig. 3 dargestellt.
Die Zusammentragvorrichtung 8 ist angehalten und die Synchronität zwischen Zusammentragvorrichtung
8 und Klebebindevorrichtung 16 ist aufgehoben. Die Klebebindevorrichtung 16 produziert
mindestens solange weiter bis das Druckerzeugnis 9 mit der Laufnummer 40 fertig gestellt
ist. Anschliessend kann die Klebebindevorrichtung 16 mit einer sehr tiefen Geschwindigkeit
und ohne Produkte weiter laufen. Die nicht mehr an die Klebebindevorrichtung 16 überführten
Buchblocks 5 mit den Laufnummern 41 bis 43 befinden sich stromabwärts der Weiche 13.
Sobald die Zusammentragvorrichtung 8 zum Stillstand gekommen ist, kann die Störung
am Anleger 3 durch das Bedienpersonal beseitigt werden.
Nachdem die Störung beseitigt und die Zusammentragvorrichtung 8 wieder betriebsbereit
ist, sind verschiedene Abläufe denkbar, um weiter zu produzieren. Soll die ursprünglich
geplante Produktionsreihenfolge beibehalten werden, müssen die Aufnahmevorrichtungen
7, die nur einen Teil der für ein komplettes Druckerzeugnis 9 benötigten Druckprodukte
4 enthalten, soweit stromaufwärts zu den Anlegern 3 versetzt werden, dass beim nächsten
Vorbeifahren der Aufnahmevorrichtungen 7 an den Förderern 10 der Anleger 3, die fehlenden
Druckprodukte 4 zugeführt werden können. Dies kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn
die Druckerzeugnisse 9 einem bestimmten Empfänger und/oder einer bestimmten Postroute
zugeordnet sind. Dieser Zustand kann erreicht werden, indem die komplette Zusammentragvorrichtung
8, aber mindestens die Fördervorrichtung 2 in die in der Fig.4 dargestellte Position
verfahren wird. Es ist nicht wesentlich, ob die Zusammentragvorrichtung 8 resp. die
Fördervorrichtung 2 in oder gegen die Förderrichtung F in die dargestellte Position
verfahren wird. Falls nur die Fördervorrichtung 2 verfahren wird, müssen vor der Wiederaufnahme
der Produktion die Anleger 3 und die Fördervorrichtung 2 zueinander neu synchronisiert
werden. Nach dem Synchronisieren der Zusammentragvorrichtung 8 mit der Klebebindevorrichtung
16 oder umgekehrt, kann die Produktion an der unterbrochenen Stelle wieder aufgenommen
werden, wozu die Weiche 13 in die in den Fig. 1 bis 7 nach oben zeigende Richtung
zu schalten ist.
Sind alle Druckerzeugnisse 9 einer Produktion identisch, ist nicht wesentlich, in
welcher Reihenfolge die Druckerzeugnisse 9 gefertigt werden. In diesem Fall ist es
denkbar, ausgehend von der in der Fig.3 gezeigten Situation, die Zusammentragvorrichtung
8 mit der Klebebindevorrichtung 16 zu synchronisieren und mit Hilfe der Weiche 13
komplette Buchblocks 5, die sich noch vor der Weiche 13 befinden, in die Klebebindevorrichtung
16 und unkomplette Buchblocks 5 in den Aufnahmevorrichtungen 7 der Fördervorrichtung
2 zu belassen. Die Fig. 5 zeigt den Zustand, wo die Zusammentragvorrichtung 8 und
die Klebebindevorrichtung 16 wieder synchronisiert sind resp. sich synchron bewegen.
Die kompletten Buchblocks 5 mit den Laufnummern 41 bis 43 befinden sich stromabwärts
der Weiche 13 und können somit nicht direkt in die Klebebindevorrichtung 16 überführt
werden, sondern erst beim nächsten Durchgang. Die kompletten Buchblocks 5 mit den
Laufnummern 44, 45 befinden sich stromaufwärts zur Weiche 13 und werden in die Klebebindevorrichtung
16 überführt, während die nicht kompletten Buchblocks 5 mit den Laufnummern 46 bis
52 in den Aufnahmevorrichtungen 7 der Zusammentragvorrichtung 8 verbleiben. Die Fig.
6 zeigt den Zustand, nachdem die kompletten Buchblocks 5 mit den Laufnummern 44, 45
in die Klebebindevorrichtung 16 überführt sind und nachfolgende, unkomplette Buchblocks
5 in den Aufnahmevorrichtungen 7 verbleiben. Die unkompletten Buchblocks 5 werden
bei der nächsten Vorbeifahrt an den Anlegern 3 komplettiert. Die gesamte Koordination
der Anleger 3, welche Druckprodukte 4 in die Aufnahmevorrichtungen 7 überführen, wird
durch die Steuerungsvorrichtung 20 der Zusammentragvorrichtung 8 vorgenommen.
1. Verfahren zur Herstellung von aus mehreren Druckprodukten (4) gebildeten klebegebundenen
Druckerzeugnissen (9), bei dem die zur Bildung loser Buchblocks (5) zusammengetragenen
Druckprodukte (4) mittels entlang einer Sammelstrecke (6) angeordneten, wenigstens
annähernd taktsynchron angetriebenen Anlegern (3) einer in regelmässigen Abständen
sich folgenden Aufnahmevorrichtungen (7) aufweisende Fördervorrichtung (2) zugeführt
und durch diese in eine Klebebindevorrichtung (16) überführt werden, wobei bei einem
Unterbruch eines Verarbeitungsprozesses die der Fördervorrichtung (2) förderwirksam
nachgeschaltete Klebebindevorrichtung (16) leer gefahren wird, dadurch gekennzeichnet, dass während dem Leerfahren der Klebebindevorrichtung (16), die weitere Beschickung der
Aufnahmevorrichtungen (7) der Fördervorrichtung (2) mit Druckprodukten (4) wie auch
die weitere Zufuhr von losen Buchblocks (5) an die Klebebindevorrichtung (16) eingestellt
werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die losen Buchblocks (5) bei eingestellter Zufuhr in die Klebebindevorrichtung (16)
in der Fördervorrichtung (2) verbleiben.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördervorrichtung (2) bis zur Übergabe des letzten für die Klebebindevorrichtung
(16) bestimmten Buchblocks (5) taktsynchron mit der Klebebindevorrichtung (16) ausgefahren
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördervorrichtung (2) nach dem Ausfahren angehalten wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördervorrichtung (2) nach dem Anhalten in eine Position zur Wiederaufnahme der
Produktion gefahren wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördervorrichtung (2) in Förderrichtung (F) gefahren wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördervorrichtung (2) entgegen der Förderrichtung (F) gefahren wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die unvollständigen Buchblocks (5) bei Wiederaufnahme der Produktion mit fehlenden
Druckprodukten (4) komplettiert werden.
9. Buchfertigungslinie (1) zur Herstellung von aus mehreren Druckprodukten (4) gebildeten,
klebegebundenen Druckerzeugnissen (9), mit einer aus einer Fördervorrichtung (2) und
entlang einer Sammelstrecke (6) der Fördervorrichtung (2) angeordneten Anlegern (3)
gebildeten Zusammentragvorrichtung (8), die die Anleger (3) passierende, zur Beschickung
ausgebildete Aufnahmevorrichtungen (7) aufweist, und einer der Fördervorrichtung (2)
förderwirksam nachgeschalteten Klebebindevorrichtung (16), mit parallel zur Fördervorrichtung
(2) angetriebenen Transportklammern (18), an die die durch die Fördervorrichtung (2)
transportierten losen Buchblocks (9) überführt werden, dadurch gekennzeichnet, dass am Anfang eines Uebergabebereichs (11) zwischen Fördervorrichtung (2) und Klebebindevorrichtung
(16) eine schaltbare Weiche (13) angeordnet ist zur wahlweise Ablenkung der Buchblocks
(9) in Richtung eines Transportmittels der Klebebindevorrichtung (16) oder zur Beibehaltung
der Buchblocks (9) in den Aufnahmevorrichtungen (7) der Fördervorrichtung (2).
10. Buchfertigungslinie (1) nach Anspruch 9, mit einer in Bearbeitungsrichtung hintereinander
Buchrückenbearbeitungsstationen aufweisenden Klebebindevorrichtung (16), dadurch gekennzeichnet, dass die Weiche (13) vor den Rückenbearbeitungsstationen in die Klebebindevorrichtung
mündet.
1. A method for making a bound printed product (9) made of a plurality of adhesive-bound
printed products (4), where the printed products (4) combined to form loose inner
books (5) are fed by means of feeders (3) arranged along a gathering section (6) and
driven at least approximately synchronously to a conveying device (2) having receiving
devices (7) that follow each other at regular intervals, and are transferred by this
into a adhesive binding device (16), wherein, if a processing process is interrupted,
the adhesive binding device (16) is connected in series to the conveying device (2)
by active conveying is run empty, characterised in that the further feeding of the receiving devices (7) of the conveying device (2) with
printed products (4), as well as the further feeding of loose inner books (5) to the
adhesive binding device (16) during the empty running of the adhesive binding device
(16) are discontinued.
2. The method according to Claim 1, characterised in that the loose inner books (5) remain in the conveying device (2) when the feeding into
the adhesive binding device (16) has been set.
3. The method according to Claim 2, characterised in that the conveying device (2) is extended synchronously with the adhesive binding device
(16) until the last inner book (5) intended for the adhesive binding device (16) has
been transferred.
4. The method according to Claim 3, characterised in that the conveying device (2) is stopped after extension.
5. The method according to Claim 4, characterised in that the conveying device (2) is moved, after stopping, into a position for resuming production.
6. The method according to Claim 5, characterised in that the conveying device (2) is moved in the conveying direction (F).
7. The method according to Claim 5, characterised in that the conveying device (2) is moved against the conveying direction (F).
8. The method according to any one of Claims 5 to 7, characterised in that the incomplete inner books (5) are completed with missing printed products (4) when
the production is resumed.
9. A book production line (1) for making adhesive bound printed products (9) formed from
a plurality of printed products (4), with a gathering device (8) formed from a conveying
device (2) and feeders (3) arranged along a gathering section (6) of the conveying
device (2), which gathering device has receiving devices (7) passing through the feeders
(3) and designed for feeding, and with an adhesive binding device (16) connected in
series by active conveying to a conveying device (2), with transporting clamps (18)
driven in parallel with the conveying device (2), to which clamps the loose inner
books (9) conveyed by the conveying device (2) are transferred, characterised in that a switchable point (13) is arranged in a transfer area (11) between the conveying
device (2) and the adhesive binding device (16) for optional deflection of the inner
book (9) in the direction of a means of transport of the adhesive binding device (16)
or for retaining the inner book (9) in the receiving devices (7) of the conveying
device (2).
10. The book production line (1) according to Claim 9, with an adhesive binding device
(16) having spine processing stations arranged behind each other in the processing
direction, characterised in that the point (13) opens into the adhesive binding device in front of the spine processing
stations, characterised in that the point (13) opens into the adhesive binding device in front of the spine processing
stations.
1. Procédé de fabrication d'ouvrages d'impression (9) à reliure encollée, constitués
de plusieurs produits imprimés (4), dans lequel lesdits produits imprimés (4), regroupés
pour former des corps d'ouvrage (5) à l'état lâche, sont délivrés au moyen de margeurs
(3), implantés le long d'un trajet de collecte (6) et entraînés au moins approximativement
avec cadence synchrone, à un dispositif de convoyage (2) qui comporte des dispositifs
de recueil (7) se succédant à intervalles réguliers, et par lequel ils sont transférés
à un dispositif (16) de reliure par encollage, lequel dispositif (16) de reliure par
encollage, installé en aval dudit dispositif de convoyage (2) avec effet d'acheminement
opérant, est actionné à vide en cas d'interruption d'un processus de traitement, caractérisé par le fait que, durant la marche à vide du dispositif (16) de reliure par encollage, il est mis
un terme à la poursuite de l'alimentation des dispositifs de recueil (7) dudit dispositif
de convoyage (2) en produits imprimés (4), ainsi qu'à la poursuite de la délivrance
de corps d'ouvrage lâches (5) audit dispositif (16) de reliure par encollage.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que les corps d'ouvrage lâches (5) demeurent dans le dispositif de convoyage (2) à l'état
arrêté de la délivrance au dispositif (16) de reliure par encollage.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé par le fait que, jusqu'au transfert du dernier corps d'ouvrage (5) destiné au dispositif (16) de
reliure par encollage, le dispositif de convoyage (2) est désengagé en synchronisme
avec ledit dispositif (16) de reliure par encollage.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé par le fait que le dispositif de convoyage (2) est mis à l'arrêt à l'issue du désengagement.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé par le fait que le dispositif de convoyage (2) est amené, à l'issue de la mise à l'arrêt, à un emplacement
de reprise de la production.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé par le fait que le dispositif de convoyage (2) est déplacé dans la direction de convoyage (F).
7. Procédé selon la revendication 5, caractérisé par le fait que dispositif de convoyage (2) est déplacé en sens inverse de la direction de convoyage
(F).
8. Procédé selon l'une des revendications 5 à 7, caractérisé par le fait que les corps d'ouvrage (5) incomplets sont complétés, lors de la reprise de la production,
par des produits imprimés (4) manquants.
9. Chaîne (1) de production de livres, dédiée à la fabrication d'ouvrages d'impression
(9) à reliure encollée constitués de plusieurs produits imprimés (4), équipée d'un
dispositif de regroupement (8) qui est formé d'un dispositif de convoyage (2) et de
margeurs (3) implantés le long d'un trajet de collecte (6) dudit dispositif de convoyage
(2), et est pourvu de dispositifs de recueil (7) franchissant lesdits margeurs (3)
et réalisés en vue de l'alimentation ; et d'un dispositif (16) de reliure par encollage
qui est installé en aval dudit dispositif de convoyage (2), avec effet d'acheminement
opérant, et comporte des pinces de transport (18) entraînées parallèlement audit dispositif
de convoyage (2) et auxquelles sont transférés les corps d'ouvrage (9) à l'état lâche,
transportés par ledit dispositif de convoyage (2), caractérisée par le fait qu'un déflecteur commutable (13) est installé au début d'une zone de transfert (11) entre
le dispositif de convoyage (2) et le dispositif (16) de reliure par encollage, en
vue de provoquer, sélectivement, la déviation des corps d'ouvrage (9) en direction
d'un moyen de transport dudit dispositif (16) de reliure par encollage, ou le maintien
desdits corps d'ouvrage (9) dans les dispositifs de recueil (7) dudit dispositif de
convoyage (2).
10. Chaîne (1) de production de livres, selon la revendication 9, équipée d'un dispositif
(16) de reliure par encollage qui présente des postes de traitement de dos de livres,
agencés en succession mutuelle dans la direction du traitement, caractérisée par le fait que le déflecteur (13) débouche, dans ledit dispositif de reliure par encollage, avant
lesdits postes de traitement des dos des livres.
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