(19)
(11) EP 1 918 236 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
13.04.2011  Patentblatt  2011/15

(21) Anmeldenummer: 07021255.0

(22) Anmeldetag:  30.10.2007
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B65H 45/16(2006.01)

(54)

Sammelzylinder eines Falzapparats einer Druckmaschine

Collection cylinder of the folding apparatus of a printing press

Cylindre de collecte d'un appareil de pliage d'une presse


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 02.11.2006 DE 102006051569

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
07.05.2008  Patentblatt  2008/19

(73) Patentinhaber: manroland AG
63075 Offenbach/Main (DE)

(72) Erfinder:
  • Höhle, Karl-Heinz
    08527 Plauen (DE)

(74) Vertreter: Ulrich, Thomas 
manroland AG Intellectual Property (IP)
86219 Augsburg
86219 Augsburg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 1 069 063
DE-C1- 3 810 439
EP-A- 1 475 336
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Sammelzylinder eines Falzapparats einer Druckmaschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0002] Falzapparate von Druckmaschinen dienen der Ausbildung von Falzen an bedruckten Bedruckstoffen, wobei zur Falzbildung ein bahnförmiger Bedruckstoff üblicherweise zuerst durch einen sogenannten Falztrichter geführt wird, um so am bahnförmigen sowie noch nicht durchtrennten Bedruckstoff einen Längsfalz auszubilden. Ausgehend vom Falztrichter wird der bahnförmige Bedruckstoff über mehrere Zugwalzen in Richtung auf einen Schneidmesserzylinder transportiert, wobei am Schneidmesserzylinder durch Querschneiden vom bahnförmigen Bedruckstoff Exemplare abgetrennt werden. Die am Schneidmesserzylinder vom bahnförmigen Bedruckstoff abgetrennten Exemplare werden von einem mit dem Schneidmesserzylinder zusammenwirkenden Zylinder gehalten bzw. übernommen, wobei Halteeinrichtungen dieses Zylinders für die vom Bedruckstoff abgetrennten Exemplare entweder als Punkturnadeln oder als Greifer ausgeführt sind. Abhängig hiervon ist der mit dem Schneidmesserzylinder zusammenwirkende Zylinder demnach entweder als Punkturnadelzylinder oder Greiferzylinder ausgebildet ist. Sollen Querfalze an den abgetrennten Exemplaren ausgebildet werden, so sind in den Punkturnadelzylinder oder Greiferzylinder Falzmesser integriert, welche die Exemplare unter Ausbildung von Querfalzen zwischen Falzklappen eines mit dem Punkturnadelzylinder oder Greiferzylinder zusammenwirkenden Falzklappenzylinders drücken. Sollen keine Querfalze an den Exemplaren ausgebildet werden, so sind in den Punkturnadelzylinder oder Greiferzylinder auch keine Falzmesser integriert. Die vom bahnförmigen Bedruckstoff abgetrennten und gegebenenfalls mit Querfalzen versehenen Exemplare können im Bereich eines Falztisches mit zweiten Längsfalzen versehen werden, die parallel zu dem im Falztrichter ausgebildeten Längsfalz verlaufen.

    [0003] Der mit dem Schneidmesserzylinder zusammenwirkende Punkturnadelzylinder oder Greiferzylinder kann zur Bereitstellung einer Sammelfunktion des Falzapparats als sogenannter Sammelzylinder ausgebildet sein. Mit derartigen Sammelzylindern ist es möglich, im Bereich des Sammelzylinders mehrere Exemplare aufeinander zu legen und demnach zu sammeln. Im Sammelbetrieb sowie Nichtsammelbetrieb und gegebenenfalls der Falzmesser des Sammelzylinders ist eine spezielle Ansteuerung der Halteeinrichtung und die Bewegung der Falzmesser des Sammelzylinders erforderlich, wobei das Öffnen und Schließen der Halteeinrichtungen im Sammelbetrieb über mindestens je eine Steuerkurve und mindestens je eine Abdeckkurve des Sammelzylinders gesteuert wird. Im Nichtsammelbetrieb wird das Öffnen und Schließen der Halteeinrichtung und die Bewegung der Falzmesser ausschließlich von den Steuerkurven gesteuert.

    [0004] Ein Sammelzylinder eines Falzapparats einer Druckmaschine mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 ist aus der DE 38 10 439 C1 bekannt. So umfasst der Sammelzylinder neben mindestens einer Steuerkurve auch mindestens eine Abdeckkurve. Um den Sammelzylinder gemäß der DE 38 10 439 C1 zwischen dem Sammelbetrieb und dem Nichtsammelbetrieb sowie umgekehrt zu überführen, ist die oder jede Abdeckkurve über ein auf einer teilweise als Schnecke ausgebildeten Welle axial verschiebbar gelagertes Hohlritzel antreibbar, wobei der Sammelzylinder durch eine Axialverschiebung des Hohlritzels zwischen dem Sammelbetrieb und dem Nichtsammelbetrieb sowie umgekehrt überführbar bzw. umstellbar ist. Die Schriften EP 1 475 336 A1 und EP 1 069 063 A1 offenbaren ebenfalls Sammelzylinder der vorgenannten Art. Derartige Konstruktionen von Sammelzylindern bewirken eine relativ große Bauform desselben.

    [0005] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen neuartigen Sammelzylinder eines Falzapparats einer Druckmaschine zu schaffen. Diese Aufgabe wird durch einen Sammelzylinder eines Falzapparats gemäß Anspruch 1 gelöst.

    [0006] Erfindungsgemäß ist der Zylinderkörper des Sammelzylinders zusammen mit der oder jeder Steuerkurve über einen ersten Lagerkörper an einem Gestell gelagert, wobei die oder jede Abdeckkurve über einen zweiten Lagerkörper koaxial zum ersten Lagerkörper auf einer Achse des Sammelzylinders gelagert ist, wobei eine Drehzahldifferenz zwischen der oder jeder Abdeckkurve und dem Sammelzylinder über ein mehrere Zahnräder und eine schaltbare Eindeutigkeitskupplung aufweisendes Übersetzungsgetriebe bereitstellbar ist, und wobei zur Umstellung des Sammelzylinders zwischen dem Nichtsammelbetrieb und dem Sammelbetrieb sowie umgekehrt bei geöffneter Eindeutigkeitskupplung eine ausschließliche Relativverdrehung zwischen der oder jeder Abdeckkurve und dem Sammelzylinder um einen bestimmten Winkel derart realisierbar ist, dass auch die Eindeutigkeitskupplung um diesen Winkel verdrehbar ist.

    [0007] Beim erfindungsgemäßen Sammelzylinder erfolgt die Überführung desselben zwischen dem Nichtsammelbetrieb und dem Sammelbetrieb sowie umgekehrt ausschließlich über eine Relativverdrehung zwischen der oder jeder Abdeckkurve und dem Sammelzylinder.

    [0008] Es erfolgt im Unterschied zum Stand der Technik gemäß DE 38 10 439 C1 bei der Überführung des Sammelzylinders zwischen dem Nichtsammelbetrieb und dem Sammelbetrieb sowie umgekehrt keine axiale Bewegung von Baugruppen desselben, so dass der erfindungsgemäße Sammelzylinder gegenüber dem Stand der Technik eine kleinere Bauform aufweist. Des Weiteren ist die erfindungsgemäße Ausführung eines Sammelzylinders konstruktiv einfacher und damit kostengünstiger.

    [0009] Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung. Ausführungsbeispiele der Erfindung werden, ohne hierauf beschränkt zu sein, an Hand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt:
    Fig. 1:
    eine schematisierte Darstellung eines erfindungsgemäßen Sammelzylinders eines Falzapparats einer Druckmaschine nach einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung; und
    Fig. 2:
    eine schematisierte Darstellung eines erfindungsgemäßen Sammelzylinders eines Falzapparats einer Druckmaschine nach einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung.


    [0010] Nachfolgend wird die hier vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf Fig. 1 und 2 im größeren Detail beschrieben, wobei Fig. 1 und 2 zwei unterschiedliche Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäßen Sammelzylinders eines Falzapparats einer Druckmaschine zeigen.

    [0011] Fig. 1 zeigt einen ausschnittsweisen Querschnitt aus einem Sammelzylinder nach einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung, wobei der Sammelzylinder der Fig. 1 einen Zylinderkörper 1 aufweist, der über einen Lagerkörper 2 an einem Gestell 3 eines Falzapparats gelagert ist. An diesem Lagerkörper 2 greifen weiterhin Steuerkurven 4 an, über die in einem Nichtsammelbetrieb des Sammelzylinders dem Zylinderkörper 1 zugeordnete, an Wellen 5 befestigte Halteeinrichtungen, die vorzugsweise als Punkturnadeln oder Greifer ausgebildet sind, ansteuerbar sind.

    [0012] Im Sammelbetrieb des Sammelzylinders wirken diese Steuerkurven 4 mit Abdeckkurven 6 zusammen, die einem zweiten Lagerkörper 7 zugeordnet sind. Der zweite Lagerkörper 7 erstreckt sich koaxial zum ersten Lagerkörper 2 und ist über Lager 21 auf einer Achse 23 des Sammelzylinders drehbar gelagert. Weiterhin ist der zweite Lagerkörper 7 über Lager 22 gegenüber dem ersten Lagerkörper 2 drehbar gelagert, wobei gemäß Fig. 1 der zweite Lagerkörper 7 einen Abschnitt der Achse 23 des Sammelzylinders umschließt und der erste Lagerkörper 2 den zweiten Lagerkörper 7 abschnittsweise umschließt.

    [0013] Wie bereits ausgeführt, werden die dem Zylinderkörper 1 zugeordneten, an den Wellen 5 befestigten Halteeinrichtungen des Sammelzylinders im Nichtsammelbetrieb ausschließlich von den Steuerkurven 4 und im Sammelbetrieb sowohl von den Steuerkurven 4 als auch von den Abdeckkurven 6 angesteuert, wobei dann eine definierte Differenzdrehzahl zwischen dem Sammelzylinder und den Abdeckkurven 6 erforderlich ist. Diese Differenzdrehzahl wird über ein mehrere Zahnräder 8, 9, 10 und 11 aufweisendes Übersetzungsgetriebe bereitgestellt. Gemäß Fig. 1 sind die Zahnräder 8 und 9 der Achse 23 des Sammelzylinders zugeordnet, die Zahnräder 10 und 11 sind hingegen einer achsparallel zur Achse 23 verlaufenden Welle 12 zugeordnet, der weiterhin eine schaltbare Eindeutigkeitskupplung 13 zugeordnet ist. Die Zahnräder 8 und 11 kämmen ineinander und bilden ein erstes Zahnradpaar, ebenso kämmen die Zahnräder 9 und 10 ineinander und bilden ein zweites Zahnradpaar. Das erste, von den Zahnrädern 8 und 11 gebildete Zahnradpaar verfügt über ein Übersetzungsverhältnis von 1:1. Das von den Zahnrädern 9 und 10 gebildete, zweite Zahnradpaar verfügt hingegen über ein Übersetzungsverhältnis, mit welchem die im Sammelbetrieb benötigte Differenzdrehzahl zwischen dem Sammelzylinder und den Abdeckkurven 6 des Sammelzylinders bereitgestellt werden kann.

    [0014] Gemäß Fig. 1 ist das Zahnrad 8 des ersten Zylinderpaars auf der Achse 23 des Sammelzylinders frei drehbar gelagert. Das Zahnrad 11 des ersten Zylinderpaars ist hingegen auf der Welle 12 fixiert. Das Zahnrad 9 des zweiten Zylinderpaars ist auf der Welle 23 des Sammelzylinders fixiert. Das Zahnrad 10 des zweiten Zylinderpaars ist prinzipiell auf der Welle 12 frei drehbar gelagert, kann jedoch über die Eindeutigkeitskupplung 13 an die Welle fixiert werden. Das der Achse 23 zugeordnete Zahnrad 8 des ersten Zylinderpaars ist demnach als sogenanntes Losrad ausgeführt, welches gegenüber der Achse 23 verdreht werden kann. Die Welle 12, welche die Zahnräder 10 und 11 trägt, ist einerseits im Gestell 3 und andererseits in einem Hilfsgestell 24 drehbar gelagert. Über die der Welle 12 zugeordnete Eindeutigkeitskupplung 13 kann eine Kraftübertragung zwischen den Zahnrädern 10 und 11 bereitgestellt oder auch unterbrochen werden.

    [0015] Dann, wenn über die Eindeutigkeitskupplung 13 die Kraftübertragung zwischen den beiden Zahnrädern 10 und 11 bereitgestellt wird, drehen beide Zahnräder 10 und 11 mit der gleichen Drehzahl zusammen mit der Welle 12. Dann hingegen, wenn die Eindeutigkeitskupplung 13 die Kraftübertragung zwischen den Zahnrädern 10 und 11 unterbricht, ist das Zahnrad 10 im Sinne eines Losrads unabhängig vom Zahnrad 11 sowie von der Welle 12 verdrehbar.

    [0016] Zur Umstellung des in Fig. 1 dargestellten Sammelzylinders zwischen dem Sammelbetrieb und dem Nichtsammelbetrieb sowie umgekehrt ist bei geöffneter Eindeutigkeitskupplung 13 eine ausschließliche Relativverdrehung zwischen den Abdeckkurven 6 und dem Sammelzylinder um einen bestimmten Winkel realisierbar, wobei auch die Eindeutigkeitskupplung 13 um diesen Winkel verdrehbar ist.

    [0017] Wie bereits ausgeführt, unterbricht bei geöffneter Eindeutigkeitskupplung 13 dieselbe die Kraftübertragung zwischen den der Welle 12 zugeordneten Zahnrädern 10 und 11, so dass bei Stillstand eines Hauptantriebs des Falzapparats ein separater Antrieb 17 die Abdeckkurven 6 gegenüber dem Sammelzylinder verdrehen kann. Hierzu treibt der separate Antrieb 17 über ein auf einer weiteren achsparallel zur Achse 23 des Sammelzylinders verlaufenden Welle 14 gelagertes Zahnrad 15 sowie über einen derselben Welle 14 zugeordneten, gesperrten Freilauf 16 in das Zahnrad 8 des ersten Zylinderpaars ein, wobei hierdurch der zweite Lagerkörper 7, der mit dem Zahnrad 8 fest verbunden ist, verdreht wird. Da, wie bereits ausgeführt, an diesem zweiten Lagerkörper 7 die Abdeckkurven 6 angreifen, werden hierdurch die Abdeckkurven 6 relativ zu dem Sammelzylinder verdreht. Da das Zahnrad 8 mit dem Zahnrad 11 in Eingriff steht und das Übersetzungsverhältnis zwischen den Zahnrädern 8 und 11 1:1 beträgt, wird bei Verdrehung der Abdeckkurven 6 um einen definierten Winkel auch die Eindeutigkeitskupplung 13 um diesen definierten Winkel verdreht. Die Zahnräder 9 und 10 stehen hingegen bei geöffneter Eindeutigkeitskupplung still. Das Zahnrad 15 ist drehmomentensteif mit dem Freilauf 16 verbunden. Der Antrieb 17 ist drehmomentensteif mit der Welle 14 verbunden.

    [0018] Die Eindeutigkeitskupplung 13 verfügt über mehrere Schaltpunkte, die jeweils um einen definierten Winkel zueinander versetzt sind. Ein Schließen der Eindeutigkeitskupplung 13 ist nur dann möglich, wenn entsprechende Kupplungsscheiben der Eindeutigkeitskupplung 13 um den jeweiligen Winkel zueinander verdreht wurden. Fig. 1 zeigt eine dem Zahnrad 10 zugeordnete Kupplungsscheibe 18. Bei einem drei Abschnittslängen großen Sammelzylinder und einem Übersetzungsverhältnis zwischen den Abdeckkurven 6 und den Steuerkurven 4 von ¾, beträgt ein Umschaltwinkel von Sammelbetrieb zu Nichtsammelbetrieb 45° und von Nichtsammelbetrieb zu Sammelbetrieb 135°. Damit lassen sich dann für die Eindeutigkeitskupplung 13 vier Schaltpunkte realisieren.

    [0019] Beim erfindungsgemäßen Sammelzylinder 1 erfolgt eine Umstellung zwischen Sammelproduktion und Nichtsammelproduktion sowie umgekehrt demnach ausschließlich über eine Relativverdrehung zwischen den Abdeckkurven 6 und dem Sammelzylinder. Es ist keine axiale Bewegung von Baugruppen des Sammelzylinders bei dieser Umstellung erforderlich. Durch die koaxiale Lagerung des die Abdeckkurven 6 tragenden Lagerkörpers 7 und des die Steuerkurven 4 tragenden Lagerkörpers 2 erfolgt ein Splitting der Lagerdrehzahlen, wobei das Lager 21 zwischen der Achse 23 des Sammelzylinders und dem Lagerkörper 7 der Differenzdrehzahl zwischen der Drehzahl der Abdeckkurven 6 und dem Sammelzylinder ausgesetzt ist, und wobei das Lager 22 zwischen den beiden Lagerkörpern 2, 7 der Drehzahl der Abdeckkurven 6 ausgesetzt ist.

    [0020] Im Ausführungsbeispiel der Fig. 1 erfolgt die Umstellung des Sammelzylinders zwischen dem Sammelbetrieb und dem Nichtsammelbetrieb über einen separaten Antrieb 17, der bei geöffneter Eindeutigkeitskupplung 13 über einen gesperrten Freilauf 16 und ein mit dem Freilauf 16 drehmomentensteif verbundenes Zahnrad 15 die Abdeckkurven 6 sowie den durch die Eindeutigkeitskupplung 13 vom Hauptantrieb des Falzantriebs getrennten Teil des Übersetzungsgetriebes um einen definierten Winkel verdreht, wobei auch die Eindeutigkeitskupplung 13 um diesen Winkel verdreht wird.

    [0021] Fig. 2 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Sammelzylinders eines Falzapparats einer Druckmaschine, wobei der prinzipielle Aufbau des Sammelzylinders der Fig. 2 dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 entspricht, so dass zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen für gleiche Baugruppen gleiche Bezugsziffern verwendet werden. Nachfolgend wird nur auf die Details eingegangen, durch die sich das Ausführungsbeispiel der Fig. 2 vom Ausführungsbeispiel der Fig. 1 unterscheidet.

    [0022] Im Ausführungsbeispiel der Fig. 2 ist zur Bereitstellung der Relativverdrehung zwischen den Abdeckkurven 6 und dem Sammelzylinder kein separater Antrieb erforderlich, so dass beim Ausführungsbeispiel der Fig. 2 die Baugruppen 14, 15, 16 und 17 entfallen.

    [0023] Vielmehr wird beim Ausführungsbeispiel der Fig. 2 die ausschließliche Relativverdrehung zwischen den Abdeckkurven 6 und dem Sammelzylinder dadurch bereitgestellt, dass dem Zahnrad 11 des ersten Zahnradpaars eine Bremsscheibe 19 zugeordnet ist, die mit einer Bremse 20 derart zusammenwirkt, dass zur Umstellung des Sammelzylinders zwischen dem Nichtsammelbetrieb und dem Sammelbetrieb sowie umgekehrt bei geöffneter Eindeutigkeitskupplung 13 und demnach bei unterbrochener Kraftübertragung zwischen den Zahnrädern 10 und 11 die Bremse 20 geschlossen ist. Bei geöffneter Eindeutigkeitskupplung 13 und geschlossener Bremse 20 bleiben die Zahnräder 11 und 8 des ersten Zahnradpaars dann, wenn der Hauptantrieb des Falzapparats mit einer relativ geringen Drehzahl dreht, stehen. Bedingt hierdurch bleiben auch die dem zweiten Lagerkörper 7 zugeordneten Abdeckscheiben 6 stehen, da der Lagerkörper 7 mit dem Zahnrad 8 des ersten Zahnradpaars fest verbunden ist. Demgegenüber können jedoch bei geöffneter Eindeutigkeitskupplung 13 und geschlossener Bremse 20 der Sammelzylinder gegenüber den Abdeckkurven 6 verdreht werden, wobei auch die Eindeutigkeitskupplung 13 entsprechend verdreht wird.

    [0024] Um hierbei eine winkelgleiche Verdrehung von Abdeckkurve 6 und Eindeutigkeitskupplung 13 zu gewährleisten, beträgt im Ausführungsbeispiel der Fig. 2 das Übersetzungsverhältnis zwischen den ineinander kämmenden Zahnrädern 9 und 10 des zweiten Zahnradpaars 1:1, wohingegen das Übersetzungsverhältnis zwischen den Zahnrädern 8 und 11 des ersten Zahnradpaars die im Sammelbetrieb benötigte Drehzahldifferenz zwischen dem Sammelzylinder und Abdeckkurven 6 bereitstellt.

    [0025] Nach ausgeführter Umstellung des Sammelzylinders zwischen dem Sammelbetrieb und dem Nichtsammelbetrieb bzw. umgekehrt zwischen dem Sammelbetrieb und dem Nichtsammelbetrieb wird die Eindeutigkeitskupplung 13 geschlossen und die Bremse 20 geöffnet. Der Vorteil des Ausführungsbeispiels der Fig. 2 gegenüber dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 besteht darin, dass beim Ausführungsbeispiel der Fig. 2 kein separater Antrieb benötigt wird, um die Relativverdrehung zwischen Abdeckkurven 6 und dem Sammelzylinder zu gewährleisten.

    Bezugszeichenliste



    [0026] 
    1
    Zylinderkörper
    2
    Lagerkörper
    3
    Gestell
    4
    Steuerkurve
    5
    Welle
    6
    Abdeckkurve
    7
    Lagerkörper
    8
    Zahnrad
    9
    Zahnrad
    10
    Zahnrad
    11
    Zahnrad
    12
    Welle
    13
    Eindeutigkeitskupplung
    14
    Welle
    15
    Zahnrad
    16
    Freilauf
    17
    Antrieb
    18
    Kupplungsscheibe
    19
    Bremsscheibe
    20
    Bremse
    21
    Lager
    22
    Lager
    23
    Achse
    24
    Hilfsgestell



    Ansprüche

    1. Sammelzylinder eines Falzapparats einer Druckmaschine, mit mehreren über den Umfang eines Zylinderkörpers verteilt angeordneten, zusammen mit dem Zylinderkörper rotierenden Haltesystemen, wobei jedes Haltesystem mehrere Halteeinrichtungen aufweist, wobei das Öffnen und das Schließen der Halteeinrichtung jedes Haltesystems von mindestens einer Steuerkurve und mindestens einer Abdeckkurve derart steuerbar ist, dass in einem Nichtsammelbetrieb des Sammelzylinders ausschließlich die oder jede Steuerkurve das Öffnen und Schließen der Halteeinrichtung der Haltesysteme steuert, und dass in einem Sammelbetrieb des Sammelzylinders die oder jede Steuerkurve und die oder jede Abdeckkurve das Öffnen und Schließen der Halteeinrichtungen der Haltesysteme steuert, und wobei zur Umstellung des Sammelzylinders zwischen dem Nichtsammelbetrieb und dem Sammelbetrieb sowie umgekehrt eine Relativverstellung zwischen der oder jeder Abdeckkurve und dem Sammelzylinder realisierbar ist, wobei der Zylinderkörper (1) zusammen mit der oder jeder Steuerkurve (4) über einen ersten Lagerkörper (2) an einem Gestell (3) gelagert ist, dass die oder jede Abdeckkurve (6) über einen zweiten Lagerkörper (7) koaxial zum ersten Lagerkörper (2) auf einer Achse (23) des Sammelzylinders gelagert ist, dass im Sammelbetrieb eine Drehzahldifferenz zwischen der oder jeder Abdeckkurve (6) und dem Sammelzylinder über ein mehrere Zahnräder (8, 9, 10, 11) und eine schaltbare Eindeutigkeitskupplung (13) aufweisendes Übersetzungsgetriebe bereitstellbar ist, und dass zur Umstellung des Sammelzylinders zwischen dem Nichtsammelbetrieb und dem Sammelbetrieb sowie umgekehrt bei geöffneter Eindeutigkeitskupplung (13) eine ausschließliche Relatiwerdrehung zwischen der oder jeder Abdeckkurve (6) und dem Sammelzylinder um einen bestimmten Winkel derart realisierbar ist, dass auch die Eindeutigkeitskupplung (13) um diesen Winkel verdrehbar ist, wobei das Übersetzungsgetriebe ein erstes ineinander kämmendes Zahnradpaar (8, 11) mit einem Übersetzungsverhältnis, welches die im Sammelbetrieb benötigte Drehzahldifferenz bereitstellt, und ein zweites ineinander kämmendes Zahnradpaar (9,10) mit einem Übersetzungsverhältnis von 1:1 aufweist, wobei jeweils ein erstes Zahnrad (8, 9) der beiden Zahnradpaare der Achse (23) des Sammelzylinders und jeweils ein zweites Zahnrad (10, 11) der beiden Zahnrad-paare einer achsparallel zu der Achse (23) des Sammelzylinders verlaufenden Welle (12) zugeordnet ist, wobei zur Umstellung des Sammelzylinders zwischen dem Nichtsammelbetrieb und dem Sammelbetrieb sowie umgekehrt die Eindeutigkeitskupplung (13) eine Kraftübertragung zwischen den der Welle zugeordneten Zahnrädern (10,11) unterbricht und eine Bremse (20), die mit einer dem der Welle (12) zugeordneten Zahnrad (11) des ersten Zahnradpaars zugeordneten Bremsscheibe (19) zusammenwirkt, schließt, dadurch gekennzeichnet, dass bei geöffneter Eindeutigkeitskupplung (13) und bei geschlossener Bremse (20) das der Welle (12) zugeordnete Zahnrad (11) des ersten Zahnradpaars, welches auf der Welle fixiert ist, und das der Achse (23) des Sammelzylinders zugeordnete Zahnrad (8) des ersten Zahnradpaars, welches auf der Achse (23) frei drehbar gelagert und mit dem zweiten Lagerkörper (7) fest verbunden ist, und somit der zweite Lagerkörper (7) sowie die oder jede Abdeckkurve (6) stillstehen, wohingegen ein mit einer relativ geringen Drehzahl drehender Hauptantrieb den Zylinderkörper (1) und damit den Sammelzylinder relativ zu der oder jeder Abdeckkurve (6) verdreht.
     
    2. Sammelzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Lagerkörper (7) auf der Achse (23) des Sammelzylinders über Lager (21) und koaxial über Lager (22) am ersten Lagerkörper (2) drehbar gelagert ist, wobei der erste Lagerkörper (2) den zweiten Lagerkörper (7) und der zweite Lagerkörper (7) die Achse (23) abschnittsweise umschließt.
     
    3. Sammelzylinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Übersetzungsgetriebe ein erstes ineinander kämmendes Zahnradpaar (8, 11) mit einem Übersetzungsverhältnis von 1:1 und ein zweites ineinander kämmendes Zahnradpaar (9, 10) mit einem Übersetzungsverhältnis, welches die im Sammelbetrieb benötigte Drehzahldifferenz bereitstellt, aufweist, wobei jeweils ein erstes Zahnrad (8, 9) der beiden Zahnrad-paare der Achse (23) des Sammelzylinders und jeweils ein zweites Zahnrad (10, 11) der beiden Zahnradpaare einer achsparallel zu der Achse (23) des Sammelzylinders verlaufenden Welle (12) zugeordnet ist, wobei zur Umstellung des Sammelzylinders zwischen dem Nichtsammelbetrieb und dem Sammelbetrieb sowie umgekehrt die Eindeutigkeitskupplung (13) eine Kraftübertragung zwischen den der Welle (12) zugeordneten Zahnrädern (10, 11) unterbricht und bei Stillstand eines Hauptantriebs ein separater Antrieb (17) über ein auf einer weiteren achsparallel zu der Achse (23) des Sammelzylinders verlaufenden Welle (14) gelagertes Zahnrad (15) und einen derselben Welle (14) zugeordneten Freilauf (16) das der Achse (23) des Sammelzylinders zugeordnete Zahnrad (8) des ersten Zahnradpaars, welches auf der Achse (23) frei drehbar gelagert und mit dem zweiten Lagerkörper (7) fest verbunden ist, und somit die oder jede Abdeckkurve (6) verdreht.
     
    4. Sammelzylinder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Umstellung des Sammelzylinders zwischen dem Nichtsammelbetrieb und dem Sammelbetrieb sowie umgekehrt der Antrieb (17) auch das der Welle (12) zugeordnete Zahnrad (11) des ersten Zahnradpaars, welches auf der Welle (12) fixiert ist, und damit die Eindeutigkeitskupplung (13) verdreht.
     


    Claims

    1. A collecting cylinder of a folder of a printing press with several holding systems arranged distributed over the circumference of a cylindrical body rotating together with the cylindrical body, wherein each holding system comprises several holding devices, wherein the opening and the closing of the holding device of each holding system can be controlled by at least one control cam and at least one cam collect in such a manner that in a non-collecting mode of the collecting cylinder exclusively the or each control cam controls the opening and closing of the holding device of the holding system, and that in a collecting mode of the collecting cylinder the or each control cam and the or each cam collect controls the opening and closing of the holding devices of the holding system, and wherein for changing-over the collecting cylinder between the non-collecting mode and the collecting mode as well as vice versa a relative adjustment between the or each cam collect and the collecting cylinder can be realised, wherein the cylinder body (1) together with the or each control cam (4) is mounted on a frame (3) via a bearing body (2), that the or each covering curve (6) via a second bearing body (7) coaxially to the first bearing body (2) is mounted on an axle (23) of the collecting cylinder, that in the collecting mode a rotational speed difference between the or each cam collect (6) and the collecting cylinder via a step-up transmission comprising several gears (8, 9, 10, 11) and a positive-action clutch (13) can be provided, and that for changing over the collecting cylinder between the non-collecting mode and the collecting mode as well as vice versa with opened positive-action clutch (13) an exclusive relative twisting between the or each cam collect (6) and the collecting cylinder about a defined angle can be realised in such a manner that the positive-action clutch (13) can also be twisted by that angle, wherein the step-up transmission comprises a first inter-meshing gear pair (8, 11) with a transmission ratio that provides the rotational speed difference required in collecting mode, and a second inter-meshing gear pair (9, 10) with a transmission ratio of 1:1, wherein in each case a first gear (8, 9) of the two gear pairs of the axle (23) of the collecting cylinder and a second gear (10, 11) each of the two gear pairs is assigned to a shaft (12) running axis-parallel to the axle (23) of the collecting cylinder, wherein for changing over the collecting cylinder between the non-collecting mode and the collecting mode as well as vice versa the positive-action clutch (13) interrupts a force transmission between the gears (10, 11) assigned to the shaft and closes a brake (20), which interacts with a brake disc (19) assigned to a gear (11) of the first gear pair assigned to the shaft (12), characterized in that with opened positive-action clutch (13) and with closed brake (20) the gear (11) of the first gear pair assigned to the shaft (12), which is fixed on the shaft, and the gear (8) of the first gear pair assigned to the axle (23) of the collecting cylinder, which is rotated on the axle (23) in a freely rotatable manner and connected to the second bearing body (7) in a fixed manner, and thus the second bearing body (7) and the or each cam collect (8) stand still, whereas a main drive rotating with a relatively low rotational speed twists the cylinder body (1) and thus the collecting cylinder relative to the or each cam collect (6).
     
    2. The collecting cylinder according to Claim 1, characterized in that the second bearing body (7) on the axle (23) of the collecting cylinder is rotatably mounted via bearings (21) and coaxially via bearings (22) on the first bearing body (2), wherein the first bearing body (2) surrounds the second bearing body (7) and the second bearing body (7) surrounds the axle (23) in regions.
     
    3. The collecting cylinder according to Claim 1 or 2, characterized in that the step-up transmission comprises a first inter-meshing gear pair (8, 11) with a transmission ratio of 1:1 and a second inter-meshing gear pair (9, 10) with a transmission ratio that provides the rotational speed difference required in collecting mode, wherein in each case a first gear (8, 9) of the two gear pairs of the axle (23) of the collecting cylinder and in each case a second gear (10, 11) of the two gear pairs is assigned to a shaft (12) running axis-parallel to the axle (23) of the collecting cylinder, wherein for changing over the collecting cylinder between the non-collecting mode and the collecting mode and vice versa the positive-action clutch (13) interrupts a force transmission between the gears (10, 11) assigned to the shaft (12) and upon standstill of a main drive a separate drive (17) via a gear (15) mounted on a further shaft (14) running axis-parallel to the axle (23) of the collecting cylinder and a freewheel (16) assigned to the same shaft (14), twists the gear (8) of the first gear pair assigned to the axle (23) of the collecting cylinder, which is mounted in a freely rotatable manner on the axle (23) and connected to the second bearing body (7) in a fixed manner, and thus the or each cam collect (6).
     
    4. The collecting cylinder according to Claim 3, characterized in that for changing over the collecting cylinder between the non-collecting mode and the collecting mode as well as vice versa the drive (17) also twists the gear (11) of the first gear pair assigned to the shaft (12) which is fixed on the shaft 12 and thus the positive-action clutch (13).
     


    Revendications

    1. Cylindre collecteur d'un appareil de pliage de machine d'impression comportant plusieurs systèmes de fixation répartis à la périphérie d'un corps cylindrique et tournant avec le corps cylindrique,

    - chaque système de fixation ayant plusieurs installations de fixation,

    - l'ouverture et la fermeture de l'installation de fixation de chaque système de fixation étant commandée par au moins une came et au moins une courbe de couverture de façon que,

    * dans le mode non collecteur, du cylindre collecteur, exclusivement la came ou chaque came commande l'ouverture et la fermeture de l'installation de fixation du système de fixation, et

    * dans le mode collecteur du cylindre collecteur, la ou chaque came et la ou chaque courbe de couverture commande l'ouverture et la fermeture des installations de fixation du système de fixation, et

    - pour commuter le cylindre collecteur entre le mode non collecteur et le mode collecteur ou inversement, on réalise un déplacement relatif entre la came de couverture ou chaque came de couverture et le cylindre collecteur,

    - le corps de cylindre (1) avec la ou chaque came (4) étant monté sur un bâti (3) par l'intermédiaire d'un premier corps de palier (2) de façon que,

    * la ou chaque courbe de couverture (6) soit montée par l'intermédiaire d'un second corps de palier (7), coaxialement au premier corps de palier (2) sur un axe (23) du cylindre collecteur,

    * qu'en mode collecteur, on a une différence de vitesse de rotation entre la ou chaque came de couverture (6) et le cylindre collecteur par l'intermédiaire d'une transmission de démultiplication comportant plusieurs pignons dentés (8, 9, 10,11) et un embrayage univoque commutable (13), et

    * que pour commuter le cylindre collecteur entre le mode non collecteur et le mode collecteur ou inversement à l'ouverture de l'embrayage univoque (13), on a exclusivement un mouvement relatif entre la ou chaque came de couverture (6) et le cylindre collecteur suivant un angle déterminé,

    * que l'embrayage univoque (13) peut également tourner de cet angle,

    - la transmission de démultiplication comporte une première paire de pignons (8, 11) engrenés, avec un rapport de démultiplication qui assure la différence de vitesse de rotation nécessaire au mode collecteur et une seconde paire de pignons dentés (9, 10) engrenant, ayant un rapport de démultiplication de 1:1,

    - chaque fois un premier pignon denté (8, 9) des deux paires de pignons dentés de l'axe (23) du cylindre collecteur et chaque fois un second pignon denté (10, 11) des deux paires de pignons dentés de l'axe (23) du cylindre collecteur est associé à un axe (12) parallèle à l'axe (23) du cylindre collecteur,

    - la commutation du cylindre collecteur entre le mode non collecteur et le mode collecteur et inversement, fait que l'embrayage univoque (13) interrompt la transmission de la force entre les pignons dentés (10, 11) associés à l'arbre et ferme un frein (20) qui coopère avec un pignon denté (11) associé à l'arbre (12) du disque de frein (19) associé à la première paire de pignons dentés,

    cylindre collecteur caractérisé en ce que
    l'embrayage univoque (13) étant ouvert et le frein (20) fermé, le pignon denté (11) associé à l'arbre (12) de la première paire de pignons fixés sur l'arbre et le pignon denté (8) associé à l'axe (23) du cylindre collecteur de la première paire de pignons dentés monté libre en rotation sur l'axe (23), et est relié solidairement au second corps de palier (7) et ainsi le second corps de palier (7) et la ou chaque came de couverture (6) sont à l'arrêt alors qu'un entraînement principal tournant à une vitesse de rotation relativement faible, fait tourner le corps de cylindre (1) et ainsi le cylindre collecteur par rapport à la came de couverture ou chaque came de couverture (6).
     
    2. Cylindre collecteur selon la revendication 1,
    caractérisé en ce que
    le second corps de palier (7) est monté à rotation sur l'axe (23) du cylindre collecteur par l'intermédiaire de paliers (21) et coaxialement par des paliers (22) su le premier corps de palier (2),

    - le premier corps de palier (2) entourant le second corps de palier (7) qui, lui-même, entoure par segments l'axe (23).


     
    3. Cylindre collecteur selon la revendication 1 ou 2,
    caractérisé en ce que
    la transmission de démultiplication comporte une première paire de pignons dentés engrenés (8, 11) avec un rapport de démultiplication 1:1 et une seconde paire de pignons dentés (9, 10) engrenés avec un rapport de démultiplication qui assure la différence de vitesse de rotation nécessaire au mode de fonctionnement de collecteur,

    - chaque fois un premier pignon denté (8, 9) des deux paires de pignons dentés de l'axe (23) du cylindre collecteur et chaque fois un second pignon denté (10, 11) des secondes paires de pignons dentés comporte un arbre (12) parallèle à l'axe (23) du cylindre collecteur,

    - pour commuter le cylindre collecteur entre le mode non collecteur et le mode collecteur et inversement, l'embrayage univoque (13) coupe la transmission de force entre les pignons dentés (10, 11) associés à l'arbre (12) et à l'arrêt de l'entraînement principal, un entraînement séparé (17) agit par l'intermédiaire d'un pignon denté (15) monté sur un autre arbre (14) parallèle à l'axe (23) du cylindre collecteur, et une roue libre (16) associée à ce même arbre (14) entraîne, le pignon denté (8) associé à l'axe (23) du cylindre collecteur de la première paire de pignons dentés, en étant monté libre en rotation sur l'axe (23) et reliés solidairement au second corps de palier (7), et fait ainsi tourner la ou chaque came de couverture (6).


     
    4. Cylindre collecteur selon la revendication 3,
    caractérisé en ce que
    l'entraînement (17) entraîne également le pignon denté (11) associé à l'arbre (12) de la première paire de pignons dentés, ce pignon étant fixé sur l'arbre (12) et ainsi l'embrayage univoque (13) pour commuter le cylindre collecteur entre le mode non collecteur et le mode collecteur ou inversement.
     




    Zeichnung











    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente