[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Stahl-Flachprodukten, wie
Bändern oder Blechzuschnitten, aus hochfesten Komplexphasenstählen. Derartige CP-Stähle
gehören zur Gruppe der Mehrphasenstähle. Bei diesen handelt es sich üblicherweise
um Stähle, deren Eigenschaften durch Art, Menge und Anordnung der Phasen des Gefüges
bestimmt werden. Im Gefüge liegen daher mindestens zwei Phasen vor (z. B. Ferrit,
Martensit, Bainit). Dadurch haben sie eine gegenüber konventionellen Stählen überlegene
Festigkeits-/Umformbarkeitskombination.
[0002] Aufgrund dieser Besonderheiten sind Mehrphasenstähle insbesondere für den Automobilbau
von großem Interesse, da sie aufgrund ihrer hohen Festigkeit zum einen die Verwendung
geringerer Materialstärken und damit einhergehend eine Reduzierung des Fahrzeuggewichts
erlauben und zum anderen die Sicherheit der Fahrzeugkarosserie im Fall eines Zusammenstoßes
(Crash-Verhalten) verbessern. So ermöglichen Mehrphasenstähle bei mindestens gleich
bleibender Festigkeit der Gesamtkarosse eine Reduzierung der Blechdicke eines aus
solchen Mehrphasenstählen hergestellten Bauteils gegenüber einer aus konventionellen
Stählen hergestellten Karosserie.
[0003] Üblicherweise werden Mehrphasenstähle im Konverterstahlwerk erschmolzen und auf einer
Stranggießanlage zu Brammen oder Dünnbrammen vergossen, die dann zu Warmband warmgewalzt
und gehaspelt werden. Durch eine gezielt gesteuerte Abkühlung des Warmbands nach dem
Warmwalzen mit dem Ziel einer Einstellung bestimmter Gefügeanteile können dabei die
mechanischen Eigenschaften des Warmbandes variiert werden. Die Warmbänder können darüber
hinaus zu Kaltband kaltgewalzt werden, um auch dünnere Blechdicken zur Verfügung zu
stellen (
EP 0 910 675 B1,
EP 0 966 547 B1,
EP 1 169 486 B1,
EP 1 319 725 B1,
EP 1 398 390 A1).
[0004] Probleme bereitet diese Herstellungsroute insbesondere beim Vergießen von peritektisch
erstarrenden Zusammensetzungen. Bei diesen Stahlgüten besteht die Gefahr der Bildung
von Längsrissen beim Stranggießen. Die Entstehung von derartigen Längsrissen kann
die Qualität der aus den gegossenen Brammen bzw. Dünnbrammen erzeugten Warmbänder
so stark herabsetzen, dass sie unbrauchbar werden. Um dieser Gefahr vorzubeugen, sind
umfangreiche Maßnahmen, wie ein erhöhter Flämmaufwand, erforderlich, der so weit gehen
kann, dass die Verarbeitung derartiger Stahlgüten unwirtschaftlich wird. Beim Vergießen
von Stählen mit hohen Al-Gehalten kommt es darüber hinaus zu unerwünschten Wechselwirkungen
mit dem Gießpulver, durch die die Qualität eines aus diesen Stählen gefertigten Flachprodukts
ebenfalls negativ beeinflusst wird.
[0005] Ein weiteres Problem bei der Fertigung von Flachprodukten aus hochfesten Mehrphasenstählen
besteht darin, dass beim Walzen derartiger Stähle hohe Walzkräfte aufgebracht werden
müssen. Diese Anforderung hat zur Folge, dass in der Regel mit den derzeit üblicherweise
zur Verfügung stehenden Fertigungsanlagen hochfeste Warmbänder aus Stählen der in
Rede stehenden Art vielfach nur in einer Breite und Dicke zur Verfügung gestellt werden
können, die den heute im Bereich des Automobilbaus gestellten Anforderungen nicht
mehr in vollem Umfang gerecht werden. Es besteht zusätzlicher Bedarf an Bändern geringer
Dicke bei ausreichenden Breiten. Auch erweist es sich bei konventioneller Vorgehensweise
in der Praxis als schwierig, aus Mehrphasenstählen Kaltbänder mit Festigkeiten von
mehr als 800 MPa herzustellen.
[0006] Ein alternativer Weg der Herstellung von Stahlbändern aus einem Mehrphasenstahl ist
in der
EP 1 072 689 B1 (
DE 600 09 611 T2) vorgeschlagen worden. Gemäß diesem bekannten Verfahren wird zur Herstellung von
dünnen Stahlbändern zunächst eine Stahlschmelze, die (in Gew.-%) 0,05 und 0,25 % C,
in Summe 0,5 - 3 % Mn, Cu und Ni, in Summe 0,1 - 4 % Si und Al, in Summe bis zu 0,1
% P, Sn, As und Sb, in Summe weniger als 0,3 % Ti, Nb, V, Zr und REM sowie jeweils
weniger als 1 % Cr, Mo und V, Rest Eisen und unvermeidbare Verunreinigungen enthält,
zu einem gegossenen Band mit einer Dicke von 0,5 - 10 mm, insbesondere 1 - 5 mm, vergossen.
Das gegossene Band wird anschließend in-Line in ein oder mehreren Stichen mit einem
zwischen 25 % und 70 % liegenden Umformgrad zu einem Warmband warmgewalzt. Die Endtemperatur
des Warmwalzens liegt dabei oberhalb der Ar
3-Temperatur. Nach dem Ende des Warmwalzens wird das erhaltene Warmband dann zweistufig
abgekühlt. In der ersten Stufe dieser Abkühlung wird eine Abkühlgeschwindigkeit von
5 - 100 °C/s eingehalten, bis eine zwischen 400 - 550 °C liegende Temperatur erreicht
ist. Bei dieser Temperatur lässt man dann das Warmband für eine Pausenzeit verweilen,
die benötigt wird, um eine bainitische Umwandlung des Stahls mit einem Restaustenitanteil
von mehr als 5 % zu ermöglichen. Die Bildung von Perlit soll dabei vermieden werden.
Nach einer für die Einstellung der geforderten Gefügestruktur ausreichenden Pausenzeit
wird der Umwandlungsvorgang durch den Beginn der zweiten Stufe der Abkühlung abgebrochen,
bei der das Warmband auf eine Temperatur unter 400 °C gebracht wird, um es anschließend
bei einer unter 350 °C liegenden Haspeltemperatur zu einem Coil zu wickeln.
[0007] Mit der in der
EP 1 072 689 B1 beschriebenen Vorgehensweise soll eine einfache Herstellung von Warmband mit bainitischen
Gefügeanteilen aus einem Mehrphasenstahl möglich sein, das TRIP-Eigenschaften ("TRIP"
= "
Transformation
Induced
Plasticity") aufweist. Derartige Stähle weisen relativ hohe Festigkeiten bei guter
Verformbarkeit auf. Allerdings reichen die Festigkeiten für viele Anwendungsfälle
insbesondere im Bereich des Automobilbaus nicht aus.
[0008] Die Aufgabe der Erfindung bestand daher darin, ein Verfahren zur Verfügung zu stellen,
mit dem sich hochfeste Stahl-Flachprodukte über eine große Bandbreite von geometrischen
Abmessungen bei vermindertem Herstellaufwand erzeugen lassen.
[0009] Ausgehend von dem voranstehend erläuterten Stand der Technik ist diese Aufgabe durch
ein Verfahren gemäß A.I zum Herstellen von Stahl-Flachprodukten gelöst worden, bei
dem erfindungsgemäß ein ein Komplexphasen-Gefüge bildender Stahl, der (in Gew.-%)
0, 08 - 0,11 % C, 1,00 - 1,30 % Mn, bis zu 0,030 % P, bis zu 0,004 % S, 0,60 - 0,80
% Si, bis zu 0,05 % Al, bis zu 0,0060 % N, 0,30 - 0,80 % Cr, 0,060 - 0,120 % Ti und
als Rest Eisen und unvermeidbare Verunreinigungen enthält, zu einem gegossenen Band
mit einer Dicke von 1 - 4 mm vergossen wird, bei dem das gegossene Band in einem kontinuierlichen
Arbeitsablauf mit einem Umformgrad von mehr als 20 % in-Line bei einer im Bereich
von 900 - 1100 °C liegenden Warmwalzendtemperatur zu einem Warmband mit einer Dicke
von 0,5 - 3,2 mm warmgewalzt wird und bei dem das Warmband bei einer 550 - 620 °C
betragenden Haspeltemperatur gehaspelt wird, so dass ein Warmband erhalten wird, dessen
Zugfestigkeit R
m mindestens 800 MPa bei einer Bruchdehnung A
80 von mindestens 10 % beträgt.
[0010] Die Erfindung nutzt die Möglichkeit des Bandgießens dazu, einen hochfesten, peritektisch
erstarrenden Komplexphasenstahl zu einem Warmband zu verarbeiten. Da das gegossene
Band dabei selbst schon eine geringe Dicke besitzt, müssen im Zuge des Warmwalzens
dieses Bandes nur relativ geringe Umformgrade eingehalten werden, um Flachprodukte
mit geringen Dicken zu erzeugen, wie sie insbesondere im Bereich der Automobilindustrie
benötigt werden. So ist es durch Vorgabe einer entsprechenden Ausgangsdicke des gegossenen
Bandes problemlos möglich, mit dem erfindungsgemäßen Verfahren Warmbänder herzustellen,
die bei einer optimalen Eigenschaftsverteilung eine maximale Dicke von 1,5 mm aufweisen
und aus denen sich beispielsweise Elemente für die Tragstruktur eines Automobils fertigen
lassen.
[0011] Aufgrund der geringen Umformgrade während des Warmwalzens sind die dazu erforderlichen
Walzkräfte verglichen mit den beim Warmwalzen von Brammen oder Dünnbrammen bei der
konventionellen Vorgehensweise erforderlichen Kräften gering, so dass mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren problemlos Warmbänder von großer Breite erzeugt werden können, die deutlich
über der Breite von in konventioneller Weise erzeugbaren Warmbändern derselben Festigkeits-
und Dickenklasse liegen. So erlaubt es die Erfindung, hochfeste, aus einem Komplexphasenstahl
der angegebenen erfindungsgemäß verarbeiteten Zusammensetzung bestehende Warmbänder
sicher zu fertigen, deren Breite mehr als 1.200 mm, insbesondere mehr als 1.600 mm
beträgt.
[0012] Die erfindungsgemäße Anwendung des Bandgießverfahrens bei der Verarbeitung von hochfesten
Stählen der erfindungsgemäß zusammengesetzten Art bietet neben den voranstehend genannten
Vorteilen auf Grund seiner verfahrensspezifischen Eigenschaften und Stellgrößen (z.
B. Warmwalzendtemperatur, Abkühlung, Haspeltemperatur) die Möglichkeit, auch hinsichtlich
ihres Erstarrungsverhalten kritische Stahlzusammensetzungen der erfindungsgemäß verarbeiteten
Art sicher zu vergießen. So führt die für das Bandgießen charakteristische sehr rasche
Erstarrung des gegossenen Bandes zu gegenüber einer konventionellen Fertigung deutlich
verminderten Gefahr der Entstehung von Mittenseigerungen mit der Folge, dass das erfindungsgemäß
erzeugte Warmband über seinen Querschnitt und seine Länge eine besonders gleichmäßige
Eigenschaftsverteilung und Gefügestruktur aufweist.
[0013] Ein weiterer besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Vorgehensweise besteht darin,
dass erfindungsgemäß erzeugtes Warmband hohe Festigkeiten von mindestens 800 MPa aufweist,
ohne dass dazu ein besonderer Abkühlzyklus des Warmbands zwischen dem Ende des Warmwalzens
und des Haspelns eingehalten werden muss, wie dies beispielsweise in der
EP 1 072 689 B1 durch die Notwendigkeit einer Kühlpause vorgeschrieben ist. Bei der Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens muss lediglich sichergestellt sein, dass das Warmwalzen
in einem relativ eng umgrenzten Temperaturfenster beendet und auch das Haspeln in
einem exakt definierten Temperaturbereich durchgeführt wird. Dazwischen findet eine
einstufige Abkühlung statt.
[0014] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Vorgehensweise besteht darin, dass eine
Erweiterung der Spannbreite der mechanischen Eigenschaften des erfindungsgemäß erzeugten
Bandes basierend auf nur einer Stahlanalyse durch eine Variation der Abkühl- und Walzbedingungen
erreicht werden kann.
[0015] Erfindungsgemäß erzeugte Warmbänder eignen sich besonders zur Weiterverarbeitung
zu kaltgewalztem Band. Dementsprechend sieht eine praxisgerechte Ausgestaltung der
Erfindung vor, dass das Warmband zu einem Kaltband mit einer Dicke von 0,5 - 1,4 mm,
insbesondere 0,7 mm bis 1,3 mm kaltgewalzt wird, wie es zum Bau von Automobilkarosserien
benötigt wird. Um während des Kaltwalzens entstehende Verfestigungen zu beseitigen,
kann das Kaltband bei einer Glühtemperatur von 750 - 850 °C geglüht werden. Für auf
diese Weise aus dem erfindungsgemäß hergestellten Warmband erzeugtes Kaltband können
Zugfestigkeiten von mindestens 800 MPa sicher gewährleistet werden. Die Bruchdehnung
A
50 des Kaltbands beträgt dabei ebenso sicher mindestens 10 %.
[0016] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird das Kaltband
in an sich bekannter Weise mit einer metallischen Beschichtung versehen, bei der es
sich beispielsweise um eine Verzinkung handeln kann.
[0017] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
[0018] In zum Nachweis der Wirkung der Erfindung durchgeführten Versuchen sind zwei erfindungsgemäß
zusammengesetzte Stähle A und B mit der in Tabelle 1 angegebenen Zusammensetzung erschmolzen
und in einer Zweiwalzengieß-Maschine jeweils zu gegossenem Band vergossen worden,
das 1,6 mm dick war.
Tabelle 1 (Angaben in Gew.-%)
| |
C |
Mn |
P |
S |
Si |
Al |
N |
Cr |
Ti |
| A |
0,09 |
1,17 |
0,005 |
0,003 |
0,71 |
0,019 |
0,0043 |
0, 68 |
0,065 |
| B |
0,09 |
1,16 |
0,006 |
0,003 |
0,71 |
0,017 |
0,0047 |
0, 68 |
0,089 |
[0019] Die aus den Stählen A und B gegossenen Bänder sind im unmittelbaren Anschluss an
das Bandgießen in-Line bei einer Warmwalzendtemperatur WET zu einem Warmband warmgewalzt
worden, dessen Dicke 1,25 mm betrug. Anschließend ist das jeweils erhaltene Warmband
direkt in einem Kühlschritt auf eine Haspeltemperatur HT abgekühlt und gehaspelt worden.
Nach dem Haspeln wiesen die aus den Stählen A und B erzeugten Warmbänder jeweils eine
Zugfestigkeit R
m und eine Bruchdehnung A
80 auf, die wie die bei ihrer Herstellung jeweils eingehaltene Warmwalzendtemperatur
WET und Haspeltemperatur HT in Tabelle 2 angegeben sind.
Tabelle 2
| Stahl |
WET
[°C] |
HT
[°C] |
Rm
[MPa] |
A80
[%] |
| A |
1000 |
580 |
836 |
11,0 |
| B |
1030 |
615 |
813 |
11,7 |
[0020] Das aus dem Stahl B erzeugte Warmband ist nach dem Haspeln und Beizen zu einem 0,7
mm dicken Kaltband kaltgewalzt und bei einer Glühtemperatur von 800 °C im Durchlauf
geglüht worden, um das Band zu rekristallisieren.
[0021] Bei einer Bruchdehnung A
50 von 15,4 % betrug die Zugfestigkeit R
m des so erhaltenen Kaltbands 838 MPa.
1. Verfahren zum Herstellen von Stahl-Flachprodukten,
- bei dem ein ein Komplexphasen-Gefüge bildender Stahl folgender Zusammensetzung (in
Gew.-%)
C: 0,08 - 0,11 %
Mn: 1,00 - 1,30 %
P: ≤ 0,030 %
S: ≤ 0,004 %
Si: 0,60 - 0,80 %
Al: ≤ 0,05 %
N: ≤ 0,0060 %
Cr: 0,30 - 0,80 %
Ti: 0,060 - 0,120 %
Rest Eisen und unvermeidbare Verunreinigungen
zu einem gegossenen Band mit einer Dicke von 1 - 4 mm vergossen wird,
- bei dem das gegossene Band in einem kontinuierlichen Arbeitsablauf mit einem Umformgrad
von mehr als 20 % in-Line bei einer im Bereich von 900 - 1100 °C liegenden Warmwalzendtemperatur
zu einem Warmband mit einer Dicke von 0,5 - 3,2 mm warmgewalzt wird in einem Kühlschritt
auf die Haspeltemperatur abgekühlt und
- bei dem das Warmband bei einer 550 - 620°C betragenden Haspeltemperatur gehaspelt
wird,
- so dass ein Warmband erhalten wird, dessen Zugfestigkeit Rm mindestens 800 MPa bei einer Bruchdehnung A80 von mindestens 10 % beträgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass die Breite des Warmbands mehr als 1.200 mm, insbesondere mehr als 1.600 mm beträgt.
3. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke des Warmbands höchstens 1,5 mm beträgt.
4. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Warmband zu einem Kaltband mit einer Dicke von 0,5 - 1,4 mm kaltgewalzt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, dass das Kaltband bei einer Glühtemperatur von 750 - 850°C geglüht wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugfestigkeit des Kaltbands mindestens 800 MPa beträgt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass das Kaltband eine Bruchdehnung A50 von mindestens 10 % aufweist.
8. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Warmband oder das Kaltband mit einer metallischen Beschichtung versehen wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die metallische Beschichtung eine Verzinkung ist.
1. Method for manufacturing flat steel products,
- wherein a steel that forms a complex phase microstructure with the following composition
(in wt. %)
C: 0.08 - 0.11 %
Mn: 1.00 - 1.30 %
P: ≤ 0.030 %
S : ≤ 0.004 %
Si: 0.60 - 0.80 %
Al: ≤ 0.05%
N: ≤ 0.0060 %
Cr: 0.30 - 0.80 %
Ti: 0.060 - 0.120 %
remainder iron and unavoidable impurities
is cast into a cast strip having a thickness of 1 - 4 mm,
- wherein the cast strip is hot-rolled in-line into a hot-rolled strip having a thickness
ranging from 0.5 to 3.2 mm in a continuous process at a final hot-rolling temperature
ranging from 900 to 1100 °C, the deformation degree being greater than 20 %, cooled
in one cooling step to coiling temperature, and
- wherein the hot-rolled strip is coiled at a coiling temperature ranging from 550
to 620 °C,
- so as to obtain a hot-rolled strip, which has a minimum tensile strength Rm of 800 MPa at a minimum breaking elongation A80 of 10 %.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the width of the hot-rolled strip is greater than 1,200 mm, in particular greater
than 1,600 mm.
3. Method according to any one of the preceding claims, characterized in that the thickness of the hot-rolled strip is 1.5 mm at most.
4. Method according to any one of the preceding claims, characterized in that the hot-rolled strip is cold-rolled into cold-rolled strip having a thickness of
0.5 - 1.4 mm.
5. Method according to Claim 4, characterized in that the cold-rolled strip is annealed at an annealing temperature of 750 - 850 °C.
6. Method according to Claim 4 or 5, characterized in that the minimum tensile strength of the cold-rolled strip is 800 MPa.
7. Method according to any one of Claims 4 to 6, characterized in that the cold-rolled strip has a minimum breaking elongation A50 of 10 % -
8. Method according to any one of the preceding claims, characterized in that the hot-rolled strip or cold-rolled strip is provided with a metallic coating.
9. Method according to Claim 8, characterized in that the metallic coating is a zinc coating.
1. Procédé pour la fabrication de produits Laminés plats en acier,
- dans lequel un acier, qui forme une structure à phases complexes et présente la
composition suivante (en % de poids) :
C : 0,08 - 0,11 %
Min : 1,00 - 1,30 %
P : ≤ 0,030 %
S : ≤ 0,004 %
Si : 0, 60 - 0,80 %
Al : ≤ 0,05 %
N : ≤ 0,0060 %
Cr : 0,30 - 0,80 %
Ti : 0, 060 - 0,120 %
le complément étant du fer et des impuretés inévitables, est coulé en un feuillard
coulé présentant une épaisseur de 1 à 4 mm,
- dans lequel, le feuillard coulé est laminé à chaud en un feuillard laminé à chaud
d'une épaisseur de 0,5 à 3,2 mm, au cours d'une opération continue, avec un taux de
déformation de plus de 20 % en ligne, à une température de laminage à chaud finale
située dans une plage de 900 à 1100 °C, puis refroidi à la température de bobinage,
au cours d'une étape de refroidissement, et
- dans lequel le feuillard laminé à chaud est bobiné à une température de bobinage
de 550 à 620 °C,
- de sorte que l'on obtienne un feuillard laminé à chaud, dont la résistance à la
traction Rm est de 800 MPa au minimum, pour un allongement à la rupture A80 de 10 % au minimum.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la largeur du feuillard laminé à chaud est supérieure à 1.200 mm, en particulier
supérieure à 1.600 mm.
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'épaisseur du feuillard laminé à chaud est de 1,5 mm au maximum.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le feuillard laminé à chaud est laminé à froid en un feuillard laminé à froid d'une
épaisseur de 0,5 à 1,4 mm.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que le feuillard laminé à froid est recuit à une température rouge de 750 à 850 °C.
6. Procédé selon revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que la résistance à la traction du feuillard laminé à froid est de 800 MPa au minimum.
7. Procédé selon l'une des revendications 4 à 6, caractérisé en ce que le feuillard laminé à froid présente un allongement à la rupture A50 de 10 % au minimum.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on pourvoit le feuillard laminé à chaud ou le feuillard laminé à froid d'un revêtement
métallique.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que le revêtement métallique est un zingage.