(19)
(11) EP 1 920 946 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
21.07.2010  Patentblatt  2010/29

(21) Anmeldenummer: 07118549.0

(22) Anmeldetag:  16.10.2007
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B42F 7/06(2006.01)
B42F 7/10(2006.01)
B42F 7/08(2006.01)

(54)

Mehrfächiger Behälter

Multi-compartment container

Récipient à compartiments multiples


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 09.11.2006 CH 17822006

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
14.05.2008  Patentblatt  2008/20

(73) Patentinhaber: Baltensperger, René
8311 Brütten (CH)

(72) Erfinder:
  • Baltensperger, René
    8311 Brütten (CH)

(74) Vertreter: Hepp, Dieter et al
Hepp Wenger Ryffel AG Friedtalweg 5
9500 Wil
9500 Wil (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 745 492
DE-B- 1 061 491
US-A- 4 790 474
US-A1- 2005 205 449
DE-A1- 3 834 067
FR-A- 1 209 785
US-A- 4 988 038
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen mehrfächerigen Behälter zur geordneten Ablage oder Aufbewahrung von flächig ausgebildeten Gegenständen, insbesondere von Papierblättern gemäss dem Oberbegriff der unabhängigen Patentansprüche.

    [0002] Derartige Behälter sind in vielfachen Ausführungsformen bekannt. In DE 38 34 067 A1 ist beispielsweise ein Papierbehälter gezeigt, der aus sequentiell angeordneten rechteckigen Einzelfächern besteht, wobei jedes Fach an drei Rechteckseiten geschlossen ist und mit dem nächsten Fach verschweisst ist. Die Verscheissung wird mit einer elektrisch leitenden Platte erzielt, auf der Rippen angeordnet sind, die ein Schweissmuster definieren. Das gezeigte Schweissmuster lässt die offenen Rechteckseiten der Einzelfächer frei. Ausserdem sind die beiden Seitenwände der Einzelfächer nicht genau deckungsgleich. Papier kann sich an dem dadurch entstehenden Vorsprung verhaken. Das Einschieben von Papier kann dadurch verhindert werden.

    [0003] An den Stellen, an denen das Schweissmuster nicht bis zum Rand heranreicht, kann Material, zum Beispiel Schmutzpartikel, zwischen die Flächen der Einzelfächer dringen. Die Flächen benachbarter Einzelfächer liegen dann nicht mehr optimal aufeinander, und beim Transport können Knicke oder sogar Verletzungen in dem Flächenmaterials entstehen. Ausserdem kann es passieren, dass beim Einschieben flächiger Gegenstände nicht ein Einzelfach getroffen wird, sondern der Gegenstand zwischen die Einzelfächer gerät. Abgesehen von der Unbequemlichkeit für den Benutzer, wird der Behälter in einer Weise beansprucht, der zu vorzeitigem Verschleiss führt.

    [0004] Aus der Druckschrift EP0745492 sind mehrfächerige Behälter bekannt, bei denen rechteckige Einzelfächer, die an drei Seiten geschlossen sind, an den Rändern der offenen Seiten miteinander verbunden sind. Es besteht keine flächige Verbindung zwischen den Einzelfächern, sodass der mehrfächerige Behälter nicht besonders kompakt ausgebildet ist.

    [0005] Die Druckschrift GB 1,151,635 offenbart einen mehrfächerigen Plastikbehälter, wobei alle rechteckigen Einzelfächer an zwei geschlossenen Seiten zusammengeschweisst sind. Auf diese Weise sind die Aussenflächen des vordersten und des hintersten Fachs miteinander verbunden. Der Behälter eignet sich nur für die Aufnahme von flachen Objekten.

    [0006] Die Druckschrift US2004/0007544 zeigt einen mehrfächerigen Behälter für eine Hängeablage. Im Bereich einer offenen Seite liegen die Aussenflächen benachbarter Einzelfächer aneinander an und sind so miteinander verbunden, dass ein Hängebügel eingeschoben werden kann. Die Einzelfächer sind nur an einer Seite geschlossen. Der Behälter kann daher nicht unabhängig benutzt werden, sondern benötigt eine Aufnahme, zum Beispiel einen Kasten oder ein Gestell.

    [0007] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, einen Behälter vorzustellen, der die Nachteile der bekannten Behälterüberwindet, der angenehm in der Handhabung, widerstandsfähig gegen vorzeitigen Verschleiss und einfach herzustellen ist.

    [0008] Die Aufgabe wird gelöst durch einen Behälter mit den Merkmalen des unabhängigen Patentanspruchs 1. Die Einzelfächer weisen je zwei Seitenwände auf. Die Seitenwände sind an ihren Rändern zum Teil verbunden und an anderen Rändern nicht verbunden. Daraus ergeben sich taschenartige Fächer mit zwei oder maximal drei offenen Seiten und mit wenigstens einer geschlossenen Seite. Es sind mindestens zwei Einzelfächer aus Kunststoff vorgesehen, von denen jeweils eine Aussenfläche der Seitenwände mit einer Aussenfläche der Seitenwände des nächsten Einzelfachs fest verbunden ist, wobei an den jeweils offenen Seiten der Einzelfächer zumindest Randstücke der jeweiligen Aussenflächen übereinander liegen. Bei dem erfindungsgemässen Behälter sind die Flächen zumindest entlang eines Teils der an den jeweils offenen Seiten der Einzelfächer aneinander liegenden Randabschnitt durch eine umlaufende Schweissnaht miteinander verbunden, wobei der Bereich innerhalb der Schweissnaht komplett durch die Schweissnaht abgeschlossen ist..

    [0009] Die rechteckigen Einzelfächer können verschiedene Formen und Grössen haben. Bevorzugt handelt es sich um Behälter mit gleichartigen Einzelfächern, beispielsweise zur Aufnahme von Papierblättern eines bestimmten Formates, von Dokumenten, von Sammelkarten oder auch von flächigen Datenträgern, wie Disketten.

    [0010] Die Einzelfächer lassen sich derart stapeln, dass Randabschnitt der offenen Seiten aneinander liegen. An diese Randabschnitte besteht eine Verbindung zum nächsten Einzelfach.

    [0011] Die so gestaltete Verbindung schliesst den Raum zwischen den Einzelfächern, wobei es ausreicht, wenn Teile der aneinander liegenden Ränder verbunden sind. Dort, wo die Ränder benachbarter Einzelfächer verbunden sind, kann ein flächig ausgebildeter Gegenstand nicht versehentlich zwischen die Einzelfächer geschoben werden.

    [0012] Der Rand an einer offenen Seite eines Einzelfachs unterliegt weniger der Gefahr des Einknickens oder Einreissens, wenn er mit dem Rand einer Seite eines benachbarten Einzelfachs verbunden ist. In dem Bereich, in welchem die Verbindung vorliegt, besitzt der Behälter doppelte Wandstärke. Diese verleiht dem Behälter eine gewisse Stabilität, vor allem, wenn die Einzelfächer einen vergleichsweise grossen Öffnungsbereich aufweisen wobei der offene Bereich die Hälfte oder mehr als die Hälfte des Umfangs der Einzelfachfläche einnimmt.

    [0013] In einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung besteht die Verbindung zwischen benachbarten Einzelfächern teilweise entlang eines Bereichs, der in einem Abstand und zumindest teilweise parallel zum Rand der geschlossenen Seiten der Einzelfächer angeordnet ist. Die Ränder der geschlossenen Seiten können sich im Rahmen des Abstandes von dem Verbindungsbereich entfernen. Dadurch entsteht ein Ziehharmonika-Effekt, der vorteilhaft ist, wenn grössere Mengen von flachen Gegenständen in ein Einzelfach gepackt werden.

    [0014] Ein parallel zum Rand verlaufender Verbindungsbereich trägt ebenfalls zur Stabilität des Behälters bei, weil die dort vorhandene Materialverdickung und/oder Versteifung die Grundform der Einzelfächer stützt.

    [0015] Die Verbindung kann bevorzugt nicht ohne spezielles Werkzeug gelöst werden kann. Die Verbindungen sind Schweissverbindungen, als umlaufende Schweissnähte ausgebildet, die zumindest über einen Teil des Randes der offenen Seiten der Einzelfächer verlaufen.

    [0016] Die Verbindung besteht aus einer umlaufenden Schweissnaht. Der Bereich innerhalb der Schweissnaht ist durch die Schweissnaht komplett abgeschlossen, sodass keine Gegenstände, vor allem keine Schmutzpartikel, dorthin gelangen können.

    [0017] Bevorzugt verläuft die Schweissnaht in einem Abstand zu einer geschlossenen Seite eines Einzelfachs, bis sie auf eine offene Seite trifft, von dort wird sie entlang des Randes weitergeführt.

    [0018] In dem von der Schweissnaht umfassten Bereich liegt das Material, aus dem die Einzelfächer gefertigt sind, doppellagig vor und kann nicht gegeneinander verschoben werden. Dies erhöht die Stabilität des Behälters, wobei die eigentliche Verbindung einen vergleichsweise kleinen Bereich, nämlich nur entlang der Schweissnaht, einnimmt. In den Bereich innerhalb der Schweissnaht kann auch gezielt noch eine weitere Materiallage eingebracht sein, die zur Verstärkung dient oder als Dekor.

    [0019] In einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung sind Register an den Rändern der offenen Seiten der Einzelfächer vorgesehen. Die Register, die zur Markierung und/oder Beschriftung der Einzelfächer dienen, können als Ausnehmungen oder Fortsätze in den Randbereich der offenen Seiten der jeweiligen Einzelfächer integriert sein. Registerfächer zur Aufnahme von Beschriftungen können auch an den miteinander verbundenen Randstücken angebracht sein.

    [0020] Die Einzelfächer bestehen vorteilhafterweise aus einem Material mit einer Materialstärke, die zwischen 0,1mm-0,5mm, insbeondere zwischen 0,18mm und 0,45mm liegt. In Bereichen, in denen benachbarte Einzelfächer nicht verbunden sind, insbesondere in der Nähe der geschlossenen Seiten, haben die Einzelfächer damit noch eine genügend grosse Flexibilität, um sich leicht auseinander ziehen und bestücken zu lassen. In den miteinander verbundenen Bereichen besitzt der Behälter hingegen eine ausreichende Stabilität, ohne zu schwer zu sein.

    [0021] Als Material zur Fertigung der Einzelfächer wird bevorzugt ein Polymerwerkstoff gewählt, zum Beispiel PP oder PVC. Auch andere Werkstoffe sind denkbar, beispielsweise Pappe oder beschichtete Pappe.

    [0022] Durch die sequentielle Anordnung der Einzelfächer besteht die Doppellagigkeit jeweils zwischen den Einzelfächern. Um entsprechende Stabilität auch an den Aussenseiten des Behälters zu erlangen, können die an den Aussenseiten liegenden Einzelfächer oder deren nach aussen weisende Seitenwände aus dickerem Material gefertigt werden.

    [0023] Gemäss einer vorteilhaften Ausbildung ist mindestens eine Aussenfläche des Behälters mit einer Verstärkungslage verstärkt. Dazu wird die Aussenfläche des entsprechenden Einzelfachs, welche die Aussenfläche des Behälters bildet, vor oder nach dem Zusammenfügen mit den übrigen Einzelfächern mit einer Verstärkungslage verstärkt. Die Verstärkungslage ist bevorzugt ähnlich wie das nächste Einzelfach mit dem an der Aussenseite liegenden Einzelfach verbunden.

    [0024] Über die Verstärkungslage liegt an der Aussenseite des Behälters ebenfalls, wie zwischen den Einzelfächern, doppelte Materialstärke. vor, so dass keine andere Materialdicke für die am Rand liegenden Einzelfächer gewählt werden braucht.

    [0025] Die Verstärkungslage kann gleichzeitig zur Dekoration oder Kennzeichnung des Behälters genutzt werden. Bevorzugt ist die Verstärkungslage als Fach ausgebildet, in welches Deckblätter oder ähnliche eingelegt werden können.

    [0026] Die Verstärkungslage kann so gross ausgeführt sein, dass sie sich wie ein Umschlag um den Behälter legen lässt und diesen verschliesst. Es kann auch ein Gummizug vorgesehen sein, der sich um die Behälter legen lässt und so dafür sorgt, dass der Inhalt in den Fächern verbleibt.

    [0027] Die Einzelfächer können in beliebigen rechteckigen Grundformen, entsprechend ihrer Bestimmung vorliegen. Besonders geeignet ist der Behälter jedoch zur Aufnahmen von Papierbögen. Daher besitzen die Einzelfächer eine rechteckige Grundform.

    [0028] Die Einzelflächen sind nur an einer oder an zwei nebeneinander liegenden Rechteckseiten geschlossen. Sind die Einzelfächer nur an einer Seite geschlossen, so kann der Behälter als Vorlagemappe benutzt werden, dessen Mappenseiten sich blättern lassen. Einzelfächer mit einer oder zwei aneinander anliegenden geschlossenen Rechteckseiten besitzen einen grossen Öffnungsbereich und lassen sich leicht bestücken, bzw. der Inhalt lässt sich leicht austauschen.

    [0029] Besonders bevorzugt sind die rechteckigen Einzelfächer an zwei nebeneinander liegenden Rechteckseiten geschlossen und an den zwei übrigen Seiten offen. Die Einzelfächer lassen sich bei dieser Behälterausführung bequem öffnen. Der erfindungsgemässe Behälter ist als selbstständiger Behälter verwendbar. Er kann auch als Register in einer Mappe abgelegt werden oder mit weiteren Behältern kombiniert werden.

    [0030] Erfindungsgemäss sind die Einzelfächer an den Rändern der offenen Rechteckseiten miteinander verbunden, sodass beim Blättern oder beim Bestücken stets das Einzelfach geöffnet wird und in das Fach eingesetzte Blätter nicht versehentlich zwischen die Einzelfächer gelangen.

    [0031] Bevorzugt sind die übereinander liegenden Ränder von mit Ecken versehenen Einzelfächern zumindest an den Ecken verbunden, insbesondere ist eine Schweissnaht über mindestes eine Ecke zwischen offenen Rechteckseiten des Einzelfachs geführt.

    [0032] Die Ecke ist durch die Verbindung verstärkt und weniger anfällig gegen Umknicken.

    [0033] Die verwendeten Materialien und die Gestaltung der Aussenflächen können einzeln oder in Kombination in Analogie zu dem vorher beschriebenen Behälter gewählt werden.

    [0034] Es zeigen:
    Figur 1
    eine schematische Darstellung eines Einzelfachs in perspektivischer Ansicht,
    Figur 2
    eine schematische Darstellung eines Behälters in perspektivischer Ansicht, und
    Figur 3
    eine schematische Darstellung eines Schweissmusters in Draufsicht.


    [0035] Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Einzelfachs 1 in perspektivischer Ansicht wobei es sich nicht um eine Ausführungsform der Erfindung handelt, sondern um ein Beispiel, die das Verständnis der Erfindung erleichtert. Das Einzelfach besitzt eine offene Seite 2 und eine geschlossene Seite 3. Im gezeigten Beispiel besitzt das Einzelfach 1 eine Rechteckform und ist an zwei Rechteckseiten 4 geschlossen. Das Einzelfach besteht aus einer flächigen Kunststofffolie aus Polypropylen mit einer Dicke von ca. 0,2mm. Die Folie ist entlang einer Rechteckseite 4 gefaltet und entlang der anderen Rechteckseite verschweisst.

    [0036] Zur Ausbildung eines Behälters werden die Einzelfächer 1 sequentiell angeordnet, sodass jeweils eine Aussenfläche 5 des Einzelfachs an der Aussenfläche eines (in Figur 1 nicht gezeigten) nächsten Einzelfachs 1 anliegt sodass Randstücke 6 der offenen Seite 2 der beiden benachbarten Fächer übereinander liegen.

    [0037] Figur 2 zeigt eine schematische Darstellung eines Behälters 7 in perspektivischer Ansicht wobei es sich nicht um eine Ausführungsform der Erfindung handelt, sondern um ein Beispiel, die das Verständnis der Erfindung erleichtert.. Die übereinander liegenden, schraffiert dargestellten Randstücke 6 der Einzelfächer 1 sind miteinander verbunden. Die Verbindung ist ohne geeignetes Werkzeug unlösbar und kann als Schweissnaht 8 vorliegen.

    [0038] Der Behälter 7 besitzt ein Register 9. An den Randstücken 6 der Einzelfächer 1 sind dazu Registerfächer 10 zur Aufnahme von nicht explizit gezeigten Markierungen oder Beschriftungen angebracht. Die Registerfächer können einstückig mit dem Einzelfach ausgebildet sein.

    [0039] Die Aussenfläche 5 des zuvorderst angeordneten Einzelfachs 1 ist mit einer Verstärkungslage 11 versehen. Diese ist auf der Aussenfläche 5 aufgeschweisst und als Fach ausgebildet, sodass sie zur Aufnahme eines in der Figur nicht gezeigten flächigen Gegenstandes, zum Beispiel eines Deckblatts, geeignet ist. Die Verstärkungslage ist aus der gleichen Folie hergestellt wie die Einzelfächer.

    [0040] Ausserdem oder alternativ ist das erste und das letzte Einzelfach aus einer dickeren Folie, typischerweise von 0,4 mm Dicke, gebildet. Damit wird die Stabilität insgesamt erhöht.

    [0041] Die Erfindung ist im Folgenden in einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.

    [0042] Figur 3 zeigt eine schematische Darstellung eines Schweissmusters 12 in Draufsicht. Der Verlauf der umlaufenden Schweissnaht 8 zwischen den Einzelfächern des erfindungsgemässen Behälters entspricht der rechteckigen Grundform des Einzelfachs 1, wobei der Bereich innerhalb der Schweissnaht durch die Schweissnaht abgeschlossen ist.

    [0043] An der geschlossenen Seite 3 verläuft die umlaufende Schweissnaht 8 in einem Bereich 14 parallel zum Rand 13 und in einem Abstand 15 zum Rand. An der offenen Seite 2 verbindet die umlaufende Schweissnaht 8 die Randstücke 6 benachbarter Einzelfächer 1. Die umlaufende Schweissnaht 8 ist ausserdem über die Ecke 16 der offenen Seite 2 geführt.


    Ansprüche

    1. Mehrfächeriger Behälter zur geordneten Ablage oder Aufbewahrung von flächig ausgebildeten Gegenständen, insbesondere von Papierblättern, wobei

    - mindestens zwei Einzelfächer (1) aus Kunststoff vorgesehen sind, von denen eine Aussenfläche (5) mit einer Aussenfläche (5) des nächsten Einzelfachs (1) fest verbunden ist, wobei an den jeweils offenen Seiten (2) der Einzelfächer (1) zumindest Randstücke (6) der jeweiligen Aussenflächen (5) aneinander liegen, und die Flächen (5) zumindest entlang eines Teils der an den jeweils offenen Seiten (2) der Einzelfächer (1) aneinander liegenden Randstücke (6) miteinander verbunden sind,
    und wobei

    - die Einzelfächer (1) eine rechteckige Grundform besitzen und wobei

    - die Einzelfächer (1) nur an einer Rechteckseite (4) geschlossen sind oder
    an zwei nebeneinander liegenden Rechteckseiten (4) geschlossen und an den zwei übrigen Seiten offen sind, wobei

    die Verbindungen zwischen benachbarten Einzelfächern als Schweissnähte (8) ausgebildet sind, die zumindest über einen Teil des Randes (6) der offenen Seiten (2) der Einzelfächer (1) verlaufen, dadurch gekennzeichnet, dass
    eine Verbindung aus einer umlaufenden Schweissnaht besteht, wobei der Bereich innerhalb der Schweissnaht komplett durch die Schweissnaht abgeschlossen ist.
     
    2. Behälter gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an den geschlossenen Seiten (3) der Einzelfächer eine Verbindung zwischen benachbarten Einzelfächern (1) entlang eines Bereichs (14) besteht, der in einem Abstand (15) und zumindest teilweise parallel zum Rand (13) der geschlossenen Seiten (3) der Einzelfächer (1) angeordnet ist.
     
    3. Behälter gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Register (9) an den offenen Seiten (2) der Einzelfächer (1) vorgesehen sind.
     
    4. Behälter gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzelfächer (1) aus einem Material gefertigt sind mit einer Materialstärke, die zwischen 0,1mm-0,5mm, insbesondere zwischen 0,18mm und 0,45mm, liegt.
     
    5. Behälter gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Einzelfächer (1) aus einem Polymerwerkstoff, insbesondere PP oder PVC, gefertigt sind.
     
    6. Behälter gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Aussenfläche (5) des vordersten und/oder hintersten Einzelfachs, bevorzugt das ganze vordere oder hintere Einzelfach aus einem Material mit einer Materialstärke gefertigt ist, die grösser ist als die Materialstärke der innen liegenden Einzelfächer.
     
    7. Behälter gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Aussenfläche (5) mit einer Verstärkungslage (11) verstärkt ist.
     
    8. Behälter gemäss Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet dass die Verstärkungslage (11) als Fach ausgebildet ist.
     
    9. Behälter gemäss Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schweissnaht (8) über mindestens eine Ecke (16) zwischen offenen Rechteckseiten (4) geführt ist.
     


    Claims

    1. Multi-compartment container for the ordered filing or storage of flat objects, in particular sheets of paper, wherein

    - there are at least two individual compartments (1) made of plastic, of which an outer surface (5) is firmly connected to an outer surface (5) of the adjacent individual compartment, wherein at least edge pieces (6) of the respective outer surfaces (5) butt against one another on the respectively open sides (2) of the individual compartments (1) and the surfaces (5) are connected together at least along part of the edge pieces (6) butting against one another on the respectively open sides (2) of the individual compartments (1),
    and wherein

    - the basic form of the individual compartments (1) is rectangular,
    and wherein

    - the individual compartments (1) are closed only on one rectangular side (4), or

    are closed on two adjacent rectangular sides (4) and are open on the other two sides,
    wherein
    the connections between adjacent individual compartments are formed as weld seams (8) that run at least over part of the edge (6) of the open sides (2) of the individual compartments (1), characterized in that
    a connection consists of a peripheral weld seam, wherein the region within the weld seam is closed off completely by the weld seam.
     
    2. Container according to Claim 1, characterized in that on the closed sides (3) of the individual compartments there is a connection between adjacent individual compartments (1) along a region (14) which is arranged at a distance (15) from and at least partly parallel to the edge (13) of the closed sides (3) of the individual compartments (1).
     
    3. Container according to either of the preceding claims, characterized in that indexes (9) are provided on the open sides (2) of the individual compartments (1).
     
    4. Container according to one of the preceding claims, characterized in that the individual compartments (1) are manufactured from a material having a thickness of between 0.1 mm and 0.5 mm, in particular between 0.18 mm and 0.45 mm.
     
    5. Container according to one of the preceding claims, characterized in that the individual compartments (1) are manufactured from a polymer material, in particular PP or PVC.
     
    6. Container according to one of the preceding claims, characterized in that at least one outer surface (5) of the frontmost and/or rearmost individual compartment, preferably all of the frontmost or rearmost individual compartment, is manufactured from a material having a thickness greater than the thickness of the material of the internal individual compartments.
     
    7. Container according to one of the preceding claims, characterized in that at least one outer surface (5) is reinforced with a reinforcing ply (11).
     
    8. Container according to Claim 7, characterized in that the reinforcing ply (11) is formed as a compartment.
     
    9. Container according to Claim 3, characterized in that a weld seam (8) is made to run over at least one corner (16) between open rectangular sides (4).
     


    Revendications

    1. Récipient à compartiments multiples pour le dépôt ou le rangement ordonné d'objets de forme plate, en particulier de feuilles de papier, dans lequel

    - il est prévu au moins deux compartiments individuels (1) en matière plastique, dont une face extérieure (5) est solidaire d'une face extérieure (5) du compartiment individuel suivant (1), dans lequel au moins des pièces de bord (6) des faces extérieures respectives (5) sont appliquées l'une sur l'autre sur les côtés respectivement ouverts (2) des compartiments individuels (1), et les faces (5) sont assemblées l'une à l'autre au moins le long d'une partie des pièces de bord (6) appliquées l'une sur l'autre sur les côtés respectivement ouverts (2) des compartiments individuels (1),
    et dans lequel

    - les compartiments individuels (1) présentent une forme de base rectangulaire,
    et dans lequel

    - les compartiments individuels (1) ne sont fermés que sur un côté (4) du rectangle, ou
    sont fermés sur deux côtés adjacents (4) du rectangle et sont ouverts sur les deux autres côtés,
    dans lequel
    les assemblages entre des compartiments individuels voisins sont réalisés sous la forme de cordons de soudure (8), qui s'étendent au moins sur une partie du bord (6) des côtés ouverts (2) des compartiments individuels (1),
    caractérisé en ce qu'un assemblage se compose d'un cordon de soudure périphérique, dans lequel la zone située à l'intérieur du cordon de soudure est complètement fermée par le cordon de soudure.


     
    2. Récipient selon la revendication 1, caractérisé en ce que, sur les côtés fermés (3) des compartiments individuels, il existe un assemblage entre des compartiments individuels voisins (1) le long d'une zone (14), qui est disposée à une distance (15) et est au moins en partie parallèle au bord (13) des côtés fermés (3) des compartiments individuels (1).
     
    3. Récipient selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu des repères (9) sur les côtés ouverts (2) des compartiments individuels (1).
     
    4. Récipient selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les compartiments individuels (1) sont fabriqués en une matière présentant une épaisseur de matière qui se situe entre 0,1 mm et 0,5 mm, en particulier entre 0,18 mm et 0,45 mm.
     
    5. Récipient selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que des compartiments individuels (1) sont fabriqués en une matière polymère, en particulier en PP ou en PVC.
     
    6. Récipient selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une face extérieure (5) du compartiment individuel le plus avant et/ou le plus arrière, de préférence tout le compartiment individuel avant ou arrière, est fabriqué(e) en une matière présentant une épaisseur de matière qui est plus grande que l'épaisseur de matière des compartiments individuels situés à l'intérieur.
     
    7. Récipient selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une face extérieure (5) est renforcée avec une couche de renfort (11).
     
    8. Récipient selon la revendication 7, caractérisé en ce que la couche de renfort (11) est réalisée sous la forme d'un compartiment.
     
    9. Récipient selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'un cordon de soudure (8) est mené par au moins un angle (16) entre des côtés ouverts (4) du rectangle.
     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente