[0001] Es sind Verfahren und entsprechende Vorrichtungen zur Verfestigung, Verdichtung und
Anhebung durch Einspritzen expandierender Kunstharze bekannt welche für Böden gedacht
sind die gewissen mechanischen Belastungen ausgesetzt sind welche, z.B. von Gebäuden,
von tragenden Bauwerken im Straßen- und Bahnbau, von Bauwerken des Zivilschutzes und
dergleichen, ausgeübt werden. Diese Verfestigungsverfahren dienen wesentlich dazu,
die Stabilität und oder die Tragfähigkeit des Bodens zu erhöhen, dessen mechanische
Beständigkeit zu verbessern und eventuell eine Verdichtung zu erreichen welche das
Anheben des Bodens und der Bauwerke welche in diesem gründen, bewirkt.
[0002] Die
JP 8260500 beschreibt ein Einspritzverfahren für eine "chemische Flüssigkeit" in eine Bodenschicht
unter die Fundamente eines Bauwerkes um durch die Bodenverdichtung das Anheben des
Bauwerkes, samt seiner Fundamente zu bewirken, um dieses, z.B. aus einer geneigten
Stellung, in eine Normalstellung zu bringen.
[0003] Die gattungsgemäße
EP 1536069 beschreibt ein Verfahren zur Bodenverfestigung und zur Stabilisierung von Bauwerkfundamenten
durch Verdichtung des Bodens im Bereich wesentlich unter den Fundamenten mittels Einspritzen
expandierender und aushärtender Kunstharze über Rohre welche in Bohrungen eingeführt
werden wobei, nach der Einspritzung über diese Rohre, das erfolgte Anheben des Fundaments
und die erfolgte Verfestigung des Bodens festgestellt wird. Eine Nutzung der im Boden
verbleibenden Rohre als Ankerstäbe, bzw. eine Festlegung der selben am Fundament,
zwecks dauerhafter Stabilisierung, ist nicht vorgesehen.
[0004] Weiters ist aus der
US 5,145,291 bekannt die Verankerung eines Bauwerkfundamentes dadurch zu erreichen, dass in Bohrungen
welche durch den Sockel des Fundamentes eines Bauwerkes hindurch ausgeführt werden,
Betonpfähle eingespritzt werden.
[0005] Die Praxis hat gezeigt dass die Dauer des Verdichtungs- und des Konsolidierungseffektes
welcher durch die bekannten Verfahren erreicht wird eng an die Beibehaltung der physikalischen
und chemischen Eigenschaften der eingespritzten Kunstharze, an die "korrodierende
Wirkung" und/oder an die zersetzende Wirkung der im Boden vorhandenen Wirkstoffe und/oder
an die nachfolgenden Veränderungen in der Bodenstruktur, welche z.B. durch Einsickerungen
oder durch Vibrationen bewirkt werden, gebunden ist. In bestimmten Fällen hält also
das Gleichgewicht welches zwischen den, vom sanierten Bauwerkes verursachten, Belastungen
und den Reaktionskräften des, durch das Einspritzen von expandierenden Kunstharzen,
verdichteten und konsolidierten Bodens, zeitlich nicht an, wobei unter Umständen Bedingungen
geschaffen werden bei welchen die folgenden Setzungen des Bodens nicht mehr von der
Struktur und der Bestimmung des Bauwerkes tragbar sind.
[0006] Die Erfindung stellt sich die Aufgabe ein Verfahren der eingangs erwähnten Art zu
schaffen welche für die Konsolidierung von Böden und die Stabilisierung der Fundamente
von Bauwerken oder Bauelementen geeignet ist, wobei die Böden und Fundamente, welche
die andauernden und unvorhergesehenen Belastungen eines Bauwerkes aufnehmen derart
an den Boden weiterleiten, dass die Stabilisierung auch, infolge physikalischer, chemischer
und/oder geologischer Veränderungen welche im Zeitablauf, innerhalb der eingespritzten
Kunstharzmasse und/oder in der konsolidierten und/oder verdichteten Bodenmasse, auftreten
können, sichergestellt ist.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor, dass die Aufnahme der obgenannten
andauernden und unvorhergesehenen Belastungen eines Bauwerkes, außer vom, durch Einspritzen
von expandierenden Kunstharzen, konsolidierten und/oder verdichteten Boden, zusätzlich
von einer metallischen Bewehrung, welche einerseits mit dem besagten Fundament oder
mit den Strukturelementen verbunden ist und anderseits, auf zeitlich anhaltende effiziente
Weise, von den Fußenden der Bewehrungsstäbe und durch den Scherverbund längs dieser
Bewehrungsstäbe getragen wird, erfolgt.
[0008] Erfindungsgemäß erfolgt die Einspritzung der expandierenden Kunstharze nicht über
die üblichen, eher dünnwandigen und glatten Kupfer- oder Kunststoffrohre sondern mittels
bekannter hohler, vorzugsweise stark belastbarer, Ankerstäbe aus Stahl, z.B. vom Typ
"DYWIDAG", ohne jedoch den Einsatz anderer, eventuell nicht metallischer, Werkstoffe,
wie z.B. faserverstärkte Kunstharze oder Karbon, auszuschließen. Die Ankerstäbe werden
in Bohrungen welche das Fundament durchdringen, eingeführt. Diese Stäbe welche vorzugsweise
selbst, zwecks Ausführung der Bohrlöcher, mit Bohrkrone versehen sind, sind erfindungsgemäß
entlang ihrer Längserstreckung mit Einspritzbohrungen versehen über welche eine Einspritzung
ins Erdreich in unterschiedlichen Tiefenlagen durchführbar ist. Die Länge der Stäbe
ist derart bemessen, dass diese mit ihrem oberen Ende mindestens etwas, über die im
Fundament vorgesehene Bohrung vorstehen. Die Einspritzung der Kunstharze in unterschiedlichen
Tiefenlagen und in unterschiedlichen Zeitabständen kann über bekannte oder erfindungsgemäße
Verschlussvorrichtungen, bzw. über kalibrierte oder gesteuerte Ventile, erfolgen welche
an den Einspritzbohrungen der hohlen Ankerstäbe vorgesehen sind. Die Praxis hat gezeigt,
dass auf vorteilhafte Weise die Steuerung des Austrittes der Kunstharze durch die
Einspritzbohrungen an den hohlen Ankerstäben in unterschiedlichen Tiefenlagen durchführbar
ist indem die Einspritzung der Harze über ein eigenes Einspritzrohr (vorzugsweise
aus Kupfer) erfolgt welches innerhalb der besagten hohlen Ankerstange längsverschiebbar
ist. Die Einspritzung der Kunstharze erfolgt dabei indem diese zuerst aus den Einspritzbohrungen
am unteren Ende der Ankerstange austreten, die folgenden Einspritzungen erfolgen in
einer höheren Tiefenlage, über die nächst höher vorgesehenen Einspritzbohrungen, indem
das innere Rohr jeweils progressiv mit seinem unteren Ende nach oben gezogen wird
und jeweils eine höhere Position zu den in einer bestimmten Tiefenlage angeordneten
Einspritzbohrungen an der Ankerstange einnimmt.
[0009] Erfindungsgemäß werden die Einspritzbereiche in den einzelnen Tiefenlagen durch Dichtungs-Manschetten
begrenzt welche den Ringraum zwischen der Bohrlochinnenfläche und der Ankerstangenaußenfläche
abdichten und einen Rückfluss des eingespritzten Harzes nach oben verhindert. Diese
Manschetten, z.B. aus Schaumgummi, sind jeweils, in Längserstreckung des Ankerstabes,
zwischen den Einspritzbohrungen der jeweiligen Tiefenlage, fest an der Ankerstange
angebracht und legen sich elastisch an der Bohrlochinnenfläche an. Die Ankerstange
kann weiters mit elastischen Abstandselementen versehen werden damit möglichst eine
koaxiale Position des Ankerstabes innerhalb des Bohrloches gesichert ist. Nach der,
durch die Einspritzung, Aufschäumung und Aushärtung des Kunstharzes, erreichten Verfestigung
und/oder Verdichtung des Bodens, wird die Festlegung der oberen Enden aller Ankerstäbe
am Fundament durch "Eingießen" spezifischer Haft-Kunststoffe, Einspritzmörtel oder
Flüssigmörtel in den Freiraum, zwischen dem oberen Bereich der hohlen Ankerstange
und der Innenwand des entsprechenden Bohrloches im Fundament, durchgeführt. Erfindungsgemäß
kann weiters am oberen Ende der Ankerstange, welche sich durch die Bohrung im Fundament
erstreckt, eine Gewindemuffe oder eine Mutter aufgesetzt werden welche derart bemessen
sind, dass diese eine Position innerhalb des Bohrloches im Fundament einnehmen können
um durch das "Eingießen" eine effiziente Verankerung der Ankerstange am Fundament
zu erreichen. Die Erfindung schließt nicht aus, dass die durch "Eingießen" erreichte
Verbindung zusätzlich durch bekannte metallische Befestigunselemente gesichert wird,
oder dass die Verankerung ausschließlich über bekannte Befestigungsmittel, mit oder
ohne den Einsatz bekannter Haftmittel, erreicht wird.
[0010] Die Anzahl der hohlen Ankerstäbe welche fest mit dem Fundament des Bauwerkes verbunden
sind, sind in der Lage die andauernden und zufälligen Belastungen, am Fuß der Ankerstäbe
und durch Scherverbund längs der selben Ankerstäbe, aufzunehmen, wobei der Scherverbund
wegen der Verfestigung und/oder Verdichtung des Bodens infolge der Einspritzung und
der Aufschäumung der Kunstharze besonders effizient ist, aber vor allem auch noch,
infolge eventueller Veränderungen welche im Laufe der Zeit im Kunstharz, bzw. im Boden,
stattfinden, weitgehend ausreichend ist.
[0011] Erfindungsgemäß ist mindestens jener Teil der Ankerstange, welcher den Querschnitt
des Fundamentes durchquert, mit einem Außengewinde, mit ringförmigen Außenrillen oder
mit einer anderen Profilierung versehen welche die Griffigkeit für die, zwischen der
Ankerstange und der Innenwand der Bohrung im Fundament, eingegossenen oder eingespritzten
Materialien (spezifische Haft-Kunstharze, Injektionsmörtel, Flüssigmörtel) erhöht;
alternativ kann dieser Teil der Ankerstange mit einem Querschnitt oder einer Form
versehen sein welche für die Festlegung an Trägerelementen geeignet ist welche ihrerseits
am Fundament verankert sind. Vorteilhafterweise ist die gesamte Ankerstange mit Außengewinde
oder mit einer Außenprofilierung versehen welche geeignet ist die Kontaktfläche mit
dem verfestigten Boden zu erhöhen um einen erhöhten Scherverbund entlang der Ankerstange,
welche vor allem axial wirkende Belastungen aufnimmt, zu erreichen.
[0012] Die Erfindung wird anschließend anhand eines, in den beigelegten Zeichnungen schematisch
dargestellten, vorzuziehenden Ausführungsbeispieles eines erfindungsgemäßen Verfahrens
zur Verfestigung und/oder Verdichtung des Bodens, zwecks einer zeitlich andauernden
Stabilisierung des Bodens und der Fundamente eines Bauwerkes, näher erklärt.
[0013] Die Fig. 1 ist eine schematische vertikale Schnittdarstellung durch eine Bohrung
welche in geneigter Position das Fundament eines Bauwerkes und den darunterliegenden
Boden durchdringt wobei dieser anschließend zu verfestigen und zu verdichten ist um
ein Anheben des Fundamentes zu erreichen.
[0014] Die Fig. 2 zeigt die selbe, in Fig. 1 dargestellte, Bohrung in welche eine hohle
Ankerstange eingeführt ist welche in unterschiedlichen Tiefenlagen mit Einspritzöffnungen
und Dichtungs-Manschetten gegen den Rückfluss des Harzes ausgestattet ist; das obere
Ende der Ankerstange steht über die obere Oberfläche des Fundamentes vor.
[0015] Die Fig. 3 zeigt die Bohrung samt, gemäß Fig. 2, eingeführter hohler Ankerstange,
wobei in diese ein axial gleitendes Einspritzrohr eingeführt ist um die Einspritzungen
in den unterschiedlichen Tiefenlagen durchführen zu können wodurch Verfestigungs-
und Verdichtungskörper ausgebildet werden welche das Anheben des Bodens samt dem Fundament
bewirken.
[0016] Die Fig. 4 zeigt die hohle Ankerstange ohne gleitendem Einspritzrohr, nach der Einspritzung
und.der Verdichtung des Bodens, nach dem maximalen Anheben des Fundamentes und mit
der erfolgten Festlegung zwischen dem oberen Endbereich der hohlen Ankerstange und
dem Fundament durch Eingießen eines Haftmittels ohne Anbringung von Manschetten oder
Muttern.
[0017] Die Fig. 5 zeigt schematisch, teils in Schnittdarstellung zwei Bereiche der selben
hohlen erfindungsgemäßen Ankerstange während der Einspritzphase.
[0018] Die Fig. 6 zeigt in vergrößertem Maßstab den Bereich zwischen der hohlen Ankerstange
und dem Fundament gemäß Fig. 4 in welchem die Festlegung durch Eingießen stattfindet.
[0019] Die Fig. 7 zeigt die Seitenansicht einer konischen Dichtungs-Manschette welche elastisch
an einer Ankerstange (ohne Außenprofilierung) angebracht ist.
[0020] Die Fig. 7a zeigt die Seitenansicht einer Dichtungs-Manschette welche durch eine
Schelle an einer Ankerstange (ohne Außenprofilierung) angebracht ist.
[0021] Die Fig. 7b zeigt die Seitenansicht einer elastischen Zentriervorrichtung welche
an einem Ankerstab (ohne Außenprofilierung) angebracht ist.
[0022] Das Fundament 1a für eine durchgehende Mauer eines Bauwerkes nimmt die permanenten
und zufälligen Belastungen des Bauwerkes auf um diese an den Boden 1 zu übertragen.
Wenn dieser Boden wenig kompakt ist oder wenn, im Falle physikalischer und/oder geologischer
Veränderungen, die Ausgewogenheit zwischen den Kräften welche auf das Bauwerk wirken
und den Reaktionskräften des Bodens 1 nicht gegeben ist, so ist die Setzungen des
Bodens nicht von der strukturellen Gegebenheit und von der Bestimmung des Bauwerkes
(Neigung des gesamten Bauwerkes, Ausbildung von Rissen, usw.) tragbar. In diesen und
in ähnlichen Fällen wird erfindungsgemäß die Sanierung des Bauwerkes durch Verfestigung
des Bodens 1 und durch eventuelle Verdichtung zwecks Anhebung des Bauwerkes mittels
Einspritzung expandierender Kunstharze, vorzugsweise in unterschiedlichen Tiefenlagen
und in unterschiedlichen Zeitabschnitten, empfohlen; die besagte Verfestigung und
eventuelle Verdichtung des Bodens werden jedoch erfindungsgemäß zusätzlich durch eine
unterirdische Bewehrung gesichert und dadurch im Zeitablauf garantiert, wobei diese
aus der Einführung von verstreut angeordneten Ankerstangen 5 geschaffen wird um die
auf das Fundament 1a wirkenden Kräfte in die Bodentiefe weiterzuleiten. Diese Weiterleitung
der Belastungen erfolgt auf kombinierte Weise durch den Scherverbund zwischen der
Längsoberfläche der einzelnen Ankerstangen 5 und dem verfestigten Boden und durch
die Tragkraft an den Fußenden der Ankerstangen welche in den Verfestigungskörpem eingegossen
sind. Die Verbindung zwischen der unterirdischen Struktur der Ankerstangen 5 welche
in den Festkörpern 5a, 5b, 5c im verdichteten Boden eingegossen sind erfolgt erfindungsgemäß
mittels "Eingießen" von Haft-Harzen oder Einspritzmörtel ins Bohrloch am oberen Endabschnitt
5d, mittels Gewindemuffen oder Muttern oder/und mittels mechanischer Verbindung zwischen
den besagten oberen Endabschnitten 5d der Stangen 5 und Tragelementen welche am Fundament
befestigt sind.
[0023] Das erfindungsgemäße Verfahren umfasst die folgenden Phasen:
- Ausführung einer Reihe von Bohrungen 3 im Boden 1 welche unterschiedliche Neigung
3i, 3v aufweisen, das Fundament 1a durchdringen 3b oder in dessen unmittelbarer Nähe
ausgeführt sind; vorteilhafterweise werden diese Bohrungen mittels hohler mit Bohrkrone
versehener Stangen 5 oder mittels spezifischer Bohrstangen durchgeführt;
- Einführen der entsprechenden hohlen Ankerstangen 5 ohne Bohrkrone welche zwischen
den Einspritzbohrungen 5e mit Dichtungs-Manschetten 6 und eventuell mit elastischen
Zentriervorrichtungen 9 ausgestattet sind;
- Einspritzen C des expandierenden Kunstharzes in unterschiedlichen Tiefenlagen über
ein gleitendes P, S Einspritzrohr 16 welches vorher in die Ankerstange eingeführt
worden ist - alternativ kann die Einspritzung direkt über den Hohlraum der Ankerstange
erfolgen wenn die einzelnen Einspritzbohrungen 5e mit bekannten oder mit erfindungsgemäßen
kalibrierten oder steuerbaren Verschlussvorrichtungen (10, 11, 13; 12, 14), bzw. mit
bekannten Ventilen oder Verschlüssen, versehen ist;
- Messung der Ausdehnung und/oder des Grades der Verfestigung (z.B. durch Penetrometer)
und/oder Messung des Anhebens 1 b des Fundamentes 1 a;
- eventuelle weitere Einspritzungen von expandierenden Kunstharzen bis die erwünschte
Anhebung, bzw. Verfestigung erreicht ist;
- Festlegung der oberen Endbereiche 5d der hohlen Ankerstangen 5 am Fundament 1a mittels
"Eingießen" von Haftharzen oder Injektionsmörtel und/oder durch mechanische Verbindung.
[0024] Die Durchführung der Bohrungen 3, von denen vorzugsweise ein Teil mit geneigter Achse
3i und ein Teil mit vertikaler Achse 3v oder mit einem anderen Neigungswinkel erstellt
wird, erfolgt vorteilhafterweise mittels bekannter hohler Stangen 5 von der Art welche
mit Bohrkrone und mit einem Außengewinde versehen ist und mittels Gewindemuffen verbindbar
sind. Diese Stangen 5 sind erfindungsgemäß entlang ihrer Längserstreckung mit, unter
sich beabstandeten, Einspritzbohrungen 5e versehen welche unterschiedlichen Tiefenlagen
entsprechen. Die Bohrungen 3 können ausschließlich mit gleichzeitiger Durchbohrung
3b des Fundamentes, oder können teilweise oder alle in der unmittelbaren Nähe des
Fundamentes oder an diesem anliegend, erstellt werden. Die hohle Ankerstange 5 mit
Bohrkrone wird, nach Ausziehen aus der Bohrung 3, von der Bohrkrone entledigt und
zwischen den einzelnen Tiefenlagen welche durch die Einspritzbohrungen 5e bestimmt
sind mitDichtungs- Manschetten 6 zur Verhinderung des Rückflusses des Harzes und eventuell
mit Zentriervorrichtungen 9, ausgestattet und anschließend wieder in die Bohrung 3
eingeführt wobei sichergestellt wird, dass das untere Ende der Stange 5 am Boden 3a
des Bohrloches 3 aufliegt während das obere Ende 5d der Stange 5 um ein Stück vom
Fundament vorsteht welches etwas länger ist als die eventuelle Anhebung 1 b des Fundamentes
durch Verdichtung des Bodens 1 ausmacht. In die hohle Stange 5 welche in der Bohrung
3 eingeführt ist wird anschließend ein gleitendes P, R Einspritzrohr 16 eingeführt
welches eine entsprechende Länge aufweist so dass die tiefsten Einspritzbohrungen
5e am Endbereich der Sange 5 nicht verschlossen werden; mit dem Einspritzrohr 16 in
dieser Position erfolgt die Einspritzung C des expandierenden Harzes wodurch der untere
Verfestigungskörper 5a ausgebildet wird. Anschließend können die folgenden Einspritzungen,
entsprechend den unterschiedlichen Tiefenlagen, durch Herausziehen R des Einspritzrohres
16 und Ausbildung der Verfestigungskörper 5b, 5c, durch das expandierende Kunstharz,
über eine oder mehrere Serien von hohlen Ankerstangen 5 erfolgen von welchen jede
Serie eine unterschiedliche Anzahl von Einspritzbohrungen 5e aufweist welche entsprechend
unterschiedlicher Tiefenlagen angeordnet sind. Die hohlen Ankerstäbe 5 einer dieser
Serien können erfindungsgemäß ausschließlich am unteren Endbereich mit Einspritzbohrungen
versehen sein, in diesem Fall wird natürlich die Einspritzung C des Kunstharzes ohne
Einspritzrohr 16, direkt über den Hohlraum der Ankerstange 5 durchgeführt.
[0025] Die Einspritzungen in den unterschiedlichen Tiefenlagen können auch durch bekannte
Verschlussvorrichtungen erreicht werden welche an den einzelnen Einspritzbohrungen
5e der Ankerstangen 5 vorgesehen sind. Diese Verschlussvorrichtungen geben den Durchfluss
der Einspritzmasse frei sobald ein bestimmter Druck innen im Hohlraum der Ankerstange
5 erreicht ist; die Verschlussvorrichtungen sind je nach Tiefenlage, bzw. je nach
gewünschter Reihenfolge der Einspritzung in den unterschiedlichen Tiefenlagen, tariert
oder über "Reißleinen" betätigbar.
[0026] Die Messung der Verdichtung des Bodens mit Anhebung 1 b des Fundamentes und/oder
die eventuelle Messung des Verfestigungsgrades und/oder der Ausdehnung der Verfestigung
des Bodens während der Einspritzung und der Expansion des Kunstharzes und/oder nach
Abschluss der Einspritzungen, ist Teil des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0027] Nach Anhebung 1b des Fundamentes 1a um das erforderliche Maß und/oder nach Erreichung
der erforderlichen Verfestigung des Bodens 1, erfolgt erfindungsgemäß die Festlegung
15, 15a zwischen dem Fundament 1a und den einzelnen Ankerstäben 5 durch Einspritzen
oder "Eingießen" A spezifischer Haft-Kunstharze, Einspritzmörtel oder Gießmörtel,
zwischen dem oberen Endbereich 5d der Stange 5 und der entsprechenden Innenwand der
Bohrung 3b im Fundament 1a oder durch mechanische Verbindung zwischen dem Endbereich
5d der Stäbe und dem Fundament 1a mittels bekannter Befestigunselemente, ohne eine
kombinierte oder doppelte Festlegung durch mechanische Verbindung und durch "Eingießen"
auszuschließen. Erfindungsgemäß kann die Festlegung durch "Eingießen" besonders widerstandsfähig
ausgeführt werden indem an jenem Teil der Ankerstange welcher, innerhalb der Bohrung
3b, das Fundament 1a durchdringt, eine Mutter oder ein anderes Element angebracht
wird welches größeren Querschnitt als jenen der Stange 5 aufweist und welches im eingegossenen
Material 15 "eingebettet" wird.
1. Verfahren zur Bodenverfestigung und zur Stabilisierung von BauwerkFundamenten durch
Verfestigung und/oder Verdichtung des Bodens im Bereich wesentlich unter den Fundamenten
mittels Einspritzung expandierender und aushärtender Kunstharze über Rohre welche
in Bohrungen eingeführt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohre hohle Ankerstäbe (5) sind und dass, nach der Einspritzung (C) über die
hohlen Ankerstäbe (5) und nach Feststellung des erfolgten Anhebens (1 b) des Fundamentes
(1 a) und/oder der erfolgten Verfestigung des Bodens (1), die Festlegung zwischen
dem Fundament (1a) und den einzelnen hohlen Ankerstäben (5) erfolgt.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einspritzung (C) der expandierenden Kunstharze in unterschiedlichen Tiefenlagen
und in unterschiedlichen Zeitabständen durchgeführt wird.
3. Verfahren gemäß den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Serie von Einspritzungen (C) expandierender Kunstharze in einem ersten
Zeitabschnitt in einer weniger tiefen Lage durchgeführt wird, dass in einem folgenden
Zeitabschnitt mindestens eine Serie von Einspritzungen in mindestens einer tieferen
Lage durchgeführt wird und dass, im Falle von Einspritzungen in tieferen Lagen, jene
Einspritzungen welche, über die selben hohlen Ankerstäbe (5), in der höheren Lage
durchgeführt werden, wesentlich in der selben Tiefenlage der ersten Serie von Einspritzungen
durchgeführt werden.
4. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass infolge der Feststellung des erfolgten erforderlichen Anhebens (1 b) des Fundamentes
(1a), bzw. der erforderlichen Verfestigung des Bodens (1), die Festlegung zwischen
dem Fundament (1a) und den einzelnen hohlen Ankerstangen (5) durch "Eingießen" (A)
oder Einspritzen spezifischer Haft-Kunstharze, Injektionsmörtel oder flüssigem Mörtel
zwischen den oberen Bereichen der Ankerstäbe (5) und den Innenwänden der entsprechenden
Bohrungen (3b) aus denen die oberen Enden der besagten Ankerstangen (5) vorstehen,
erfolgt.
5. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nach der Feststellung des erfolgten erforderlichen Anhebens (1 b) des Fundamentes
(1a), bzw. der erforderlichen Verfestigung des Bodens, die Festlegung zwischen dem
Fundament (1a) und den einzelnen hohlen Ankerstangen (5) durch mechanische Befestigung
direkt, mittels bekannter Befestigungselemente, oder indirekt, mittels metallischer
Halterungen, erfolgt welche mittels bekannter Befestigungsmittel fixiert sind.
6. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einspritzung des Kunstharzes über ein, axial im innern des Hohlraumes der Stange
(5) verschiebbares (P, R) Einspritzrohr (16) erfolgt, wobei durch das progressive
Herausziehen (R) des Rohres (16), die Öffnung der Einspritzbohrungen (5e) progressiv
von der untersten Tiefenlage bis zur höchstgelegenen Tiefenlage erfolgt.
1. Method for soil consolidation and for stabilizing building foundations by consolidating
and/or compacting the soil in the region essentially below the foundations by means
of injecting expanding and curing synthetic resins via pipes which are inserted into
boreholes, characterized in that the pipes are hollow anchor bars (5), and in that, after the injection (C) via the hollow anchor bars (5) and after determining the
lifting (1b) of the foundation (1a) that has taken place and/or the consolidation
of the soil (1) that has taken place, the foundation (1a) and the individual hollow
anchor bars (5) are fastened together.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the injection (C) of the expanding synthetic resins is carried out at different depth
positions and at different time intervals.
3. Method according to Claims 1 and 2, characterized in that a first series of injections (C) of expanding synthetic resins is carried out in
a first time period at a less deep position, in that in a following time period at least one series of injections is carried out at at
least one deeper position, and in that, in the case of injections at deeper positions, those injections which are carried
out in the higher position via the same hollow anchor bars (5) are carried out substantially
at the same depth position of the first series of injections.
4. Method according to Claim 1, characterized in that, as a result of determining the required lifting (1b) of the foundation (1a) that
has taken place, or the required consolidation of the soil (1), the foundation (1a)
and the individual hollow anchor rods (5) are fastened together by "pouring in" (A)
or injecting specific adhesive synthetic resins, injection mortar or liquid mortar
between the upper regions of the anchor bars (5) and the inner walls of the corresponding
boreholes (3b), from which the upper ends of said anchor rods (5) project.
5. Method according to Claim 1, characterized in that, after determining the required lifting (1b) of the foundation (1a) that has taken
place, or the required consolidation of the soil, the foundation (1a) and the individual
hollow anchor rods (5) are fastened together by mechanical fastening directly, by
means of known fastening elements, or indirectly, by means of metal holders which
are fixed using known fastening means.
6. Method according to Claim 1, characterized in that the synthetic resin is injected via an injection tube (16) which can be displaced
(P, R) axially inside the hollow space of the rod (5), wherein the progressive extraction
(R) of the tube (16) causes the injection holes (5e) to open progressively from the
lowermost depth position to the highermost depth position.
1. Procédé de consolidation de sols et de stabilisation de fondations d'édifices par
consolidation et/ou compactage du sol dans la zone se trouvant essentiellement sous
les fondations, par injection de résines synthétiques durcissant et à expansion, par
des tuyaux, lesquels sont introduits dans des trous de forage, caractérisé en ce que les tuyaux sont des tiges d'ancrage creuses (5) et en ce qu'après l'injection (C) par l'intermédiaire de tiges d'ancrage creuses (5) et après
constatation du soulèvement (1 b) effectué des fondations (1a) et/ou de la consolidation
effectuée du sol (1), les tiges d'ancrage creuses individuelles (5) sont fixées aux
fondations (1a).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'injection (C) des résines synthétiques à expansion est réalisée à différentes profondeurs
et à différents intervalles de temps.
3. Procédé selon les revendications 1 et 2, caractérisé en ce qu'une première série d'injections (C) de résines synthétiques à expansion est réalisée
dans une première période à un emplacement peu profond, en ce que dans une période suivante, au moins une série d'injections est réalisée à au moins
un emplacement plus profond, et en ce que, dans le cas d'injections à des endroits plus profonds, chaque injection, laquelle
est réalisée par l'intermédiaire des mêmes tiges d'ancrage creuses (5) à l'emplacement
plus haut, est réalisée essentiellement à la même profondeur de la première série
d'injections.
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, suite à la constatation du soulèvement (1 b) effectué et nécessaire des fondations
(1a) ou de la consolidation nécessaire du sol (1), la fixation entre les fondations
(1a) et les tiges d'ancrage creuses (5) individuelles est effectuée par « coulage
» (A) ou injection de résines synthétiques collantes spécifiques, de mortier d'injection
ou de mortier liquide, entre les zones supérieures des tiges d'ancrage (5) et les
parois intérieures des trous de forage (3b) correspondant, depuis lesquels les extrémités
supérieures desdites tiges d'ancrage (5) font saillie.
5. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, suite à la constatation du soulèvement (1 b) effectué et nécessaire des fondations
(1a) ou de la consolidation nécessaire du sol, la fixation entre les fondations (1a)
et les tiges d'ancrage creuses (5) individuelles est effectuée par fixation mécanique,
directement, à l'aide d'éléments de fixation connus, ou indirectement, à l'aide de
dispositifs de maintien métalliques, lesquels sont fixés à l'aide de moyens de fixation
connus.
6. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'injection de la résine synthétique est effectuée par le biais d'un tuyau d'injection
(16) mobile (P, R) axialement à l'intérieur de l'espace creux de la tige (5), sachant
que l'ouverture des orifices d'injection (5e) s'effectue progressivement par le retrait
(R) progressif du tuyau (16), de l'emplacement le plus profond jusqu'à l'emplacement
le plus haut.