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(11) |
EP 1 922 472 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.08.2017 Patentblatt 2017/32 |
| (22) |
Anmeldetag: 26.08.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2006/001496 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/028354 (15.03.2007 Gazette 2007/11) |
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GASTURBINE MIT EINER EINRICHTUNG ZUR DETEKTION EINES WELLENBRUCHS
GAS TURBINE COMPRISING A UNIT FOR DETECTING A SHAFT RUPTURE
TURBINE A GAZ POURVUE D'UN DISPOSITIF DE DETECTION D'UNE RUPTURE DE L'ARBRE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB |
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Priorität: |
06.09.2005 DE 102005042271
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.05.2008 Patentblatt 2008/21 |
| (73) |
Patentinhaber: MTU Aero Engines AG |
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80995 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BILSON, Christopher
14163 Berlin (DE)
- DEWEY, Derek
England (GB)
- COX, Andrew
14163 Berlin (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-2005/083237 CH-A- 445 949 SU-A1- 885 572 US-A- 5 411 364
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BE-A1- 854 653 DE-A1- 19 727 296 US-A- 3 591 308
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Gasturbine mit einer Einrichtung zur Detektion eines
Wellenbruchs an einer Gasturbine.
[0002] Als Flugtriebwerke ausgebildete Gasturbinen verfügen über mindestens einen Verdichter,
mindestens eine Brennkammer sowie mindestens eine Turbine. Aus dem Stand der Technik
sind Flugtriebwerke bekannt, die einerseits drei stromaufwärts der Brennkammer positionierte
Verdichter sowie drei stromabwärts der Brennkammer positionierte Turbinen aufweisen.
Bei den drei Verdichtern handelt es sich um einen Niederdruckverdichter, einen Mitteldruckverdichter
sowie einen Hochdruckverdichter. Bei den drei Turbinen handelt es sich um eine Hochdruckturbine,
eine Mitteldruckturbine sowie eine Niederdruckturbine. Nach dem Stand der Technik
sind die Rotoren von Hochdruckverdichter und Hochdruckturbine, von Mitteldruckverdichter
und Mitteldruckturbine sowie von Niederdruckverdichter und Niederdruckturbine durch
jeweils eine Welle miteinander verbunden, wobei die drei Wellen einander konzentrisch
umschließen und demnach ineinander verschachtelt sind.
[0003] Bricht zum Beispiel die den Mitteldruckverdichter sowie die Mitteldruckturbine verbindende
Welle, so kann der Mitteldruckverdichter der Mitteldruckturbine keine Arbeit bzw.
Leistung mehr entnehmen, wodurch sich dann eine Überdrehzahl an der Mitteldruckturbine
einstellen kann. Ein solches Durchdrehen der Mitteldruckturbine muss vermieden werden,
da hierdurch das gesamte Flugtriebwerk beschädigt werden kann. Aus Sicherheitsgründen
muss demnach ein Wellenbruch an einer Gasturbine sicher detektierbar sein, um bei
Auftreten eines Wellenbruchs eine Brennstoffzufuhr zur Brennkammer zu unterbrechen.
Eine derartige Detektion eines Wellenbruchs bereitet insbesondere dann Schwierigkeiten,
wenn die Gasturbine, wie oben beschrieben, drei sich konzentrisch umschließende und
damit ineinander verschachtelte Wellen aufweist. In diesem Fall bereitet vor allem
die Detektion eines Wellenbruchs der mittleren Welle, welche die Mitteldruckturbine
mit dem Mitteldruckverdichter koppelt, Schwierigkeiten. Eine ähnliche Problematik
stellt sich auch bei stationären Gasturbinen.
[0004] Aus der
CH 445 949 ist eine Schutzvorrichtung für Strömungsmaschinen bekannt, die eine Detektion einer
Verringerung des radialen Spaltes zwischen beweglichen und unbeweglichen Teilen gestattet.
Aus der
US 5,411,364 A ist eine Gasturbine mit einem Fehler-Detektions-System bekannt, das einen im Stromkanal
angeordneten Sensor umfasst.
[0005] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung das Problem zu Grunde, eine neuartige
Einrichtung zur Detektion eines Wellenbruchs an einer Gasturbine zu schaffen.
[0006] Dieses Problem wird durch eine Gasturbine mit einer Einrichtung zur Detektion eines
Wellenbruchs an der Gasturbine im Sinne von Patentanspruch 1 gelöst. Im Sinne der
Erfindung wird eine Einrichtung zur Detektion eines Wellenbruchs an einem Rotor einer
Turbine einer Gasturbine vorgeschlagen, wobei stromabwärts der Turbine mindestens
ein statorseitiges Sensorelement im Bereich eines statorseitigen Leitschaufelkranzes
einer weiteren Turbine positioniert ist, insbesondere einer Niederdruckturbine, und
gemäss Anspruch 1 bei einem Wellenbruch des Rotors der Turbine ein radial außenliegender
Abschnitt eines in Strömungsrichtung gesehen letzten, rotorseitigen Laufschaufelkranzes
der Turbine mit dem oder jedem Sensorelement zusammenwirkt, um ein dem Wellenbruch
entsprechendes elektrisches Signal zu generieren.
[0007] Mit der hier vorliegenden Erfindung wird eine effektive sowie konstruktiv relativ
einfache Lösung vorgeschlagen, um einen Wellenbruch einer eine Turbine mit einem Verdichter
verbindenden Welle zu detektieren.
[0008] Vorzugsweise ist einem in Strömungsrichtung gesehen ersten, statorseitigen Leitschaufelkranz
einer stromabwärts einer Mitteldruckturbine positionierten Niederdruckturbine mindestens
ein statorseitiges Sensorelement zugeordnet, wobei im Falle eines Wellenbruchs der
radial außen liegende Abschnitt des in Strömungsrichtung gesehen letzten, rotorseitigen
Laufschaufelkranzes der Mitteldruckturbine mit dem oder jedem Sensorelement derart
zusammenwirkt, dass ein Wellenbruch detektiert werden kann. Hierzu wird ein dem Wellenbruch
entsprechendes elektrisches Signal generiert und an ein Schaltelement übertragen,
um als Reaktion auf den Wellenbruch die Kraftstoffzufuhr zur Brennkammer zu unterbrechen.
[0009] Vorzugsweise ist das oder jedes Sensorelement als Leiter, insbesondere als mineralisolierter
Leiter, ausgebildet, wobei bei einem Wellenbruch des Rotors der Turbine der radial
außen liegende Abschnitt des in Strömungsrichtung gesehen letzten, rotorseitigen Laufschaufelkranzes
den oder jeden Leiter durchtrennt und so ein dem Wellenbruch entsprechendes elektrisches
Signal generiert.
[0010] Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und
der nachfolgenden Beschreibung. Ausführungsbeispiele der Erfindung werden, ohne hierauf
beschränkt zu sein, an Hand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- einen Ausschnitt aus einer erfindungsgemäßen Gasturbine mit einer erfindungsgemäßen
Einrichtung zur Detektion eines Wellenbruchs an einer Gasturbine nach einem ersten
Ausführungsbeispiel der Erfindung;
- Fig. 2
- ein vergrößertes Detail der Anordnung der Fig. 1;
- Fig. 3
- einen Ausschnitt aus einer erfindungsgemäßen Gasturbine mit einer erfindungsgemäßen
Einrichtung zur Detektion eines Wellenbruchs an einer Gasturbine nach einem zweiten
Ausführungsbeispiel der Erfindung;
- Fig. 4
- ein vergrößertes Detail der Anordnung der Fig. 3;
- Fig. 5
- einen Ausschnitt aus einer erfindungsgemäßen Gasturbine mit einer erfindungsgemäßen
Einrichtung zur Detektion eines Wellenbruchs an einer Gasturbine nach einem dritten
Ausführungsbeispiel der Erfindung; und
- Fig. 6
- einen Ausschnitt aus einer erfindungsgemäßen Gasturbine mit einer erfindungsgemäßen
Einrichtung zur Detektion eines Wellenbruchs an einer Gasturbine nach einem weiteren
Ausführungsbeispiel der Erfindung.
[0011] Nachfolgend wird die hier vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf Fig. 1 bis 6
in größerem Detail beschrieben.
[0012] Fig. 1 zeigt einen Ausschnitt aus einer erfindungsgemäßen Gasturbine, nämlich einem
Flugtriebwerk, nach einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung zwischen einem
Rotor einer Mitteldruckturbine 10 und einem Stator einer Niederdruckturbine 11. Vom
Rotor der Mitteldruckturbine 10 ist ein radial außen liegender Abschnitt 12 einer
Laufschaufel 13 des in Strömungsrichtung (Pfeil 14) gesehen letzten Laufschaufelkranzes
der Mitteldruckturbine 10 dargestellt. Vom Stator der Niederdruckturbine 11 ist ein
radial außen liegender Abschnitt 15 einer Leitschaufel 16 des in Strömungsrichtung
(Pfeil 14) gesehen ersten Leitschaufelkranzes der Niederdruckturbine 11 und ein Gehäuseabschnitt
17 gezeigt.
[0013] Der in Strömungsrichtung gesehen erste bzw. vorderste Leitschaufelkranz der Niederdruckturbine
11 grenzt demnach an den in Strömungsrichtung gesehen letzten bzw. hintersten Laufschaufelkranz
der Mitteldruckturbine 10 an. Stromaufwärts der Mitteldruckturbine 10 ist eine Hochdruckturbine
positioniert.
[0014] Wie bereits erwähnt, sind bei derartigen Gasturbinen, die drei Turbinen sowie drei
Verdichter aufweisen, die Rotoren von Hochdruckturbine sowie Hochdruckverdichter,
Mitteldruckturbine sowie Mitteldruckverdichter sowie Niederdruckturbine und Niederdruckverdichter
durch jeweils eine Welle miteinander verbunden, wobei diese drei Wellen sich einander
konzentrisch umschließen und damit ineinander verschachtelt sind. Es liegt nun im
Sinne der hier vorliegenden Erfindung, eine Einrichtung zur Detektion eines Wellenbruchs
an einer Gasturbine bereitzustellen, die sich insbesondere zur Detektion eines Wellenbruchs
der den Mitteldruckturbinenrotor mit dem Mitteldruckverdichterrotor verbindenden Welle
eignet. Bricht nämlich diese Welle, so kann der Mitteldruckverdichter der Mitteldruckturbine
keine Arbeit bzw. Leistung mehr entnehmen, was zu einem Überdrehen der Mitteldruckturbine
führen kann. Da ein derartiges Überdrehen der Turbine zu schweren Beschädigungen des
Flugtriebwerks führen kann, muss ein Wellenbruch sicher detektiert werden.
[0015] Im Bereich des in Strömungsrichtung gesehen ersten, statorseitigen Leitschaufelkranzes
der Niederdruckturbine 11 ist in den gezeigten Ausführungsbeispielen mindestens ein
Sensorelement 18 positioniert. Das oder jedes Sensorelement 18 ist einem radial außen
liegenden Abschnitt dieses Leitschaufelkranzes der Niederdruckturbine 11 und damit
einem radial außen liegenden Abschnitt eines Strömungskanals der Niederdruckturbine
11 zugeordnet. Das oder jedes Sensorelement 18 wirkt zur Detektion eines Wellenbruchs
mit dem radial außen liegenden Abschnitt 12 des in Strömungsrichtung (Pfeil 14) gesehen,
letzten rotorseitigen Laufschaufelkranzes der Mitteldruckturbine 10 derart zusammen,
dass bei einem Wellenbruch der in Strömungsrichtung gesehen hinterste bzw. letzte
Laufschaufelkranz der Mitteldruckturbine 10 mit dem radial außen liegenden Abschnitt
12 das Sensorelement 18 kontaktiert und dabei vorzugsweise durchtrennt, um so ein
dem Wellenbruch entsprechendes elektrisches Signal zu generieren und an ein nicht-dargestelltes
Schaltelement zu übertragen.
[0016] Das oder jedes Sensorelement ist dabei als elektrischer Leiter, vorzugsweise als
mineralisolierter Stromleiter, ausgebildet, der bei einem Wellenbruch von dem radial
außen liegenden Abschnitt 12 des in Strömungsrichtung gesehen letzten Laufschaufelkranzes
der Mitteldruckturbine 10 durchtrennt wird. In Folge der Druckverhältnisse in einer
Turbine wird nämlich bei einem Wellenbruch der die Mitteldruckturbine 10 mit dem nicht-dargestellten
Mitteldruckverdichter verbindenden Welle der Rotor der Mitteldruckturbine 10 in Strömungsrichtung
(Pfeil 14) und damit in Richtung auf den ersten Leitschaufelkranz der Niederdruckturbine
11 bewegt. Das oder jedes als Leiter ausgebildete Sensorelement 18 wird dabei von
einem in Strömungsrichtung vorstehenden Abschnitt 19 eines Außendeckbandes des in
Strömungsrichtung gesehen letzten Laufschaufelkranzes der Mitteldruckturbine 10 durchtrennt.
[0017] Wie Fig. 1 entnommen werden kann, wird das oder jedes Sensorelement 18 von radial
außen dem in Strömungsrichtung gesehen ersten Leitschaufelkranz der Niederdruckturbine
11 zugeführt und mit einem Endabschnitt 20 in eine Ausnehmung 21 des in Strömungsrichtung
gesehen ersten Leitschaufelkranzes der Niederdruckturbine 11 eingeführt, wobei diese
Ausnehmung 21 dem radial außen liegenden Abschnitt 15 der Leitschaufeln 16 des ersten
Leitschaufelkranzes der Niederdruckturbine 11 zugeordnet ist. Im Ausführungsbeispiel
der Fig. 1 und 2 ragt der jeweilige Endabschnitt 20 des oder jedes Sensorelements
18 in die jeweilige Ausnehmung 21 hinein und ist im Leitschaufelkranz 16 eingeschlossen.
Die Ausnehmung 21 wird dabei auf der dem in Strömungsrichtung gesehen letzten, rotorseitigen
Laufschaufelkranz der Mitteldruckturbine 10 zugewandten Seite von einer Materialdicke
begrenzt, die bei einem Wellenbruch von dem Abschnitt 19 des Außendeckbands des in
Strömungsrichtung letzten Laufschaufelkranzes der Mitteldruckturbine 10 durchtrennt
bzw. durchdrungen werden kann. Nach Durchdringen dieses Materialabschnitts gelangt
der Abschnitt 19 auf den Endabschnitt 20 des jeweiligen Sensorelements 18, durchtrennt
das Sensorelement 18 und generiert so ein dem Wellenbruch entsprechendes elektrisches
Signal. Wie insbesondere Fig. 2 entnommen werden kann, ist im Bereich der Ausnehmung
21 eine Öffnung 22 ausgebildet, die eine Verbindung der Ausnehmung 21 zum Strömungskanal
herstellt, um so durch die Ausnehmung 21 eine Strömung zur Kühlung des jeweiligen
Sensorelements 18 zu leiten. Fig. 2 verdeutlicht mit Pfeilen 23 die am jeweiligen
Sensorelement 18 vorbeigeführte Strömung zur Kühlung desselben. Diese Strömung wird
vorzugsweise von einer relativ kalten Bypass-Strömung abgezweigt, am jeweiligen Sensorelement
18 vorbeigeführt und über die Öffnung 22 in den Strömungskanal der Niederdruckturbine
11 geführt.
[0018] Im Ausführungsbeispiel der Fig. 1 und 2 wird das oder jedes Sensorelement 18 von
radial außen kommend bogenförmig geführt, um den Endabschnitt 20 in die jeweilige
Ausnehmung 21 einzuführen. Radial außen greift am Gehäuse 17 eine Ferrule 24 an, um
das jeweilige Sensorelement 18 zu führen und abzudichten. Vorzugsweise sind über den
Umfang des Leitschaufelkranzes der Niederdruckturbine 11 mehrere derartige Sensorelemente
18 gleichverteilt positioniert, wobei bei Durchtrennen mindestens eines derartigen
Sensorelements auf einen Wellenbruch geschlossen wird.
[0019] Fig. 3 und 4 zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel der hier vorliegenden Erfindung,
welches im Wesentlichen dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 und 2 entspricht. Zur Vermeidung
unnötiger Wiederholungen werden daher für gleiche Baugruppen gleiche Bezugsziffern
verwendet und es wird nachfolgend nur auf die Details eingegangen, durch die sich
das Ausführungsbeispiel der Fig. 3 und 4 vom Ausführungsbeispiel der Fig. 1 und 2
unterscheidet. So wird im Ausführungsbeispiel der Fig. 3 und 4 das oder jedes Sensorelement
18 wiederum von radial außen dem in Strömungsrichtung gesehen ersten Leitschaufelkranz
der Niederdruckturbine 11 zugeführt und in eine entsprechende Ausnehmung 21 eingeführt,
wobei im Ausführungsbeispiel der Fig. 3 und 4 das Sensorelement 18 geradlinig ohne
Umlenkungen bzw. Umbiegungen mit dem Endabschnitt 20 in die entsprechende Ausnehmung
21 eingeführt wird. Hierdurch kann zu Wartungszwecken das Sensorelement 18 einfach
aus der Ausnehmung 21 herausgezogen werden, ohne dass die Gasturbine, insbesondere
die Niederdruckturbine 11 derselben, zerlegt werden muss. Hinsichtlich der übrigen
Details kann auf die Ausführungen zum Ausführungsbeispiel der Fig. 1 und 2 verweisen
werden.
[0020] Fig. 5 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel der hier vorliegenden Erfindung. Im
Ausführungsbeispiel der Fig. 5 ist das oder jedes Sensorelement 18 von einer Bewehrung
25 bzw. einer Armierung umhüllt. Das oder jedes Sensorelement 18 durchdringt zusammen
mit der jeweiligen Bewehrung 25 eine Ausnehmung 21 des in Strömungsrichtung gesehen
ersten Leitschaufelkranzes der Niederdruckturbine 11, wobei jedoch im Unterschied
zum Ausführungsbeispiel der Fig. 1 und 2 bzw. der Fig. 3 und 4 im Ausführungsbeispiel
der Fig. 5 der Endabschnitt 20 des Sensorelements 18 nicht im Leitschaufelkranz eingeschlossen
ist, sondern vielmehr in den Strömungskanal hineinragt, und zwar in einen Abschnitt
zwischen dem in Strömungsrichtung gesehen letzten, rotorseitigen Laufschaufelkranz
der Mitteldruckturbine 10 und dem in Strömungsrichtung gesehen ersten, statorseitigen
Leitschaufelkranz der Niederdruckturbine 11. In diesem Fall muss beim Wellenbruch
der in Strömungsrichtung vorstehende Abschnitt 19 des Außendeckbands des Laufschaufelkranzes
der Mitteldruckturbine 10 die Bewehrung 25 durchdringen bzw. durchschlagen, um so
das entsprechende Sensorelement 18 zu durchtrennen und ein dem Wellenbruch entsprechendes
elektrisches Signal zu generieren. Wie Fig. 5 entnommen werden kann, ist in die Bewehrung
25 eine Öffnung 26 integriert, um so zwischen der Bewehrung 25 und dem jeweiligen
Sensorelement 18 eine Strömung zur Kühlung des jeweiligen Sensorelements 18 zu leiten.
Diese Strömung kann dann über die Öffnung 26 in den Strömungskanal der Niederdruckturbine
11 entweichen.
[0021] Ein weiteres Ausführungsbeispiel der hier vorliegenden Erfindung zeigt Fig. 6, welches
im Wesentlichen im Ausführungsbeispiel der Fig. 3 entspricht. Der Unterschied zwischen
dem Ausführungsbeispiel der Fig. 6 und dem Ausführungsbeispiel der Fig. 3 liegt darin,
dass im Ausführungsbeispiel der Fig. 6 zusätzlich die Bewehrung 25 vorhanden ist.
Bei einem Wellenbruch der die Mitteldruckturbine 10 mit dem Mitteldruckverdichter
verbindenden Welle muss demnach der in Strömungsrichtung vorstehende Abschnitt 19
des in Strömungsrichtung gesehen letzten Laufschaufelkranzes der Mitteldruckturbine
10 sowohl das die Ausnehmung 20 auf der dem Laufschaufelkranz zugewandten Seite begrenzende
Material als auch die Bewehrung 25 durchdringen, um in Kontakt mit dem Sensor 18 zu
gelangen. Hinsichtlich der übrigen Details kann auf die obigen Ausführungen verwiesen
werden.
[0022] In den gezeigten Ausführungsbeispielen ist das oder jedes Sensorelement im Bereich
eines statorseitigen Leitschaufelkranzes positioniert. Es sei darauf hingewiesen,
dass das oder jedes Sensorelement auch anderen statorseitigen Baugruppen der Gasturbine
zugeordnet sein kann.
[0023] Mit der hier vorliegenden Erfindung wird eine Einrichtung zur Detektion eines Wellenbruchs
an einem Rotor einer Gasturbine vorgeschlagen, wobei ein radial außen liegendes Ende
eines in Strömungsrichtung gesehen letzten Laufschaufelkranzes der Turbine, die mit
der hinsichtlich des Wellenbruchs zu überwachenden Welle verbunden ist, mit mindestens
einem Sensorelement zusammenwirkt, welches einem Stator, insbesondere einem in Strömungsrichtung
gesehen ersten Leitschaufelkranz einer stromabwärts positionierten Turbine, zugeordnet
ist. Das oder jedes Sensorelement ist vorzugsweise als mineralisolierter Leiter ausgebildet,
der bei einem Wellenbruch von einem in Strömungsrichtung vorstehenden Abschnitt eines
Außendeckbands des in Strömungsrichtung gesehen letzten Laufschaufelkranzes der Turbine,
die mit der hinsichtlich des Wellenbruchs zu überwachenden Welle verbunden ist, durchschlagen
bzw. durchtrennt wird. Bei Durchtrennung mindestens eines derartigen mineralisolierten
Leiters kann auf einen Wellenbruch geschlossen werden. Der mineralisolierte Leiter
verfügt über einen Durchmesser zwischen 1 und 4 mm, vorzugsweise über einen Durchmesser
zwischen 2 und 3 mm. Im Betrieb der Gasturbine wird an dem mineralisolierten Leiter
zur Kühlung desselben eine Gasströmung vorbeigeführt, um denselben auf eine Temperatur
von etwa 900° Celsius herabzukühlen.
1. Gasturbine mit einer Einrichtung zur Detektion eines Wellenbruchs an einem Rotor einer
Turbine (10) der Gasturbine, wobei stromabwärts der Turbine (10) mindestens ein statorseitiges
Sensorelement (18) der Einrichtung im Bereich eines statorseiten Leitschaufelkranzes
einer weiteren Turbine (11) positioniert ist und wobei bei einem Wellenbruch des Rotors
der Turbine (10) ein radial außenliegender Abschnitt (19) eines in Strömungsrichtung
gesehen letzten, rotorseitigen Laufschaufelkranzes der Turbine (10) mit dem oder jedem
Sensorelement (18) zusammenwirkt, um ein dem Wellenbruch entsprechendes elektrisches
Signal zu generieren, dadurch gekennzeichnet,
dass das oder jedes Sensorelement (18) von radial außen einem in Strömungsrichtung gesehen
ersten Leitschaufelkranz der weiteren Turbine (11) zugeführt und in jeweils eine radial
außen positionierte Ausnehmung (21) des Leitschaufelkranzes eingeführt ist.
2. Gasturbine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das oder jedes Sensorelement (18) als Leiter ausgebildet ist, wobei bei einem Wellenbruch
des Rotors der Turbine (10) der radial außenliegende Abschnitt (19) des in Strömungsrichtung
gesehen letzten, rotorseitigen Laufschaufelkranzes mindestens einen Leiter durchtrennt
und so ein dem Wellenbruch entsprechendes elektrisches Signal generiert.
3. Gasturbine nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der oder jeder Leiter als mineralisolierter Leiter ausgebildet ist.
4. Gasturbine nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der oder jeder mineralisolierte Leiter eine Leiterdicke bzw. einen Druckmesser zwischen
1 und 4 mm, insbesondere zwischen 2 und 3 mm, aufweist.
5. Gasturbine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass über den Umfang verteilt mehrere Sensorelemente (18) vorhanden sind.
6. Gasturbine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Endabschnitt (20) des oder jedes Sensorelements (18) in die jeweilige Ausnehmung
(21) des Statorshineinragt und in demselben eingeschlossen ist.
7. Gasturbine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die jeweilige Ausnehmung (21) auf der dem in Strömungsrichtung gesehen letzten, rotorseitigen
Laufschaufelkranzes der Turbine (10) zuwandten Seite von einer Materialdicke begrenzt
ist, die bei einem Wellenbruch von dem letzten, rotorseitigen Laufschaufelkranzes
der Turbine (10) durchdringbar ist.
8. Gasturbine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Endabschnitt (20) des oder jedes Sensorelements (18) die jeweilige Ausnehmung
(21) des Stators durchdringt und in den Strömungskanal zwischen dem in Strömungsrichtung
gesehen letzten, rotorseitigen Laufschaufelkranzes der Turbine (10) und dem Stator
hineinragt.
9. Gasturbine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass das oder jedes Sensorelement (18) von einer Bewehrung (25) bzw. Armierung umhüllt
ist.
10. Gasturbine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ausnehmung (21) und gegebenenfalls die Bewehung (25) eine Öffnung (22, 26) aufweist,
sodass dieselbe zur Kühlung des jeweiligen Sensorelements (18) durchströmbar sind.
11. Gasturbine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10 mit mindestens einem Verdichter,
mit mindestens einer Brennkammer, mit mindestens einer Turbine.
1. A gas turbine comprising a device for detecting a shaft rupture in a rotor of a turbine
(10) of the gas turbine, wherein, on a downstream side of the turbine (10), at least
one stator-side sensor element (18) of the device is positioned in the region of a
stator-side guide blade ring of another turbine (11), and wherein, if the rotor of
the turbine (10) experiences a shaft rupture, a radially externally situated section
(19) of a rotor-side moving blade ring of the turbine (10) that is last as seen in
the direction of flow interacts with the sensor element(s) (18) in order to generate
an electrical signal corresponding to the shaft rupture, characterized in that the sensor element(s) (18) is/are led from radially outside to a guide blade ring
of the other turbine (11) that is first as seen in the direction of flow, and is/are
respectively introduced into a recess (21) of the guide blade ring that is positioned
radially externally.
2. The gas turbine according to claim 1, characterized in that the sensor element(s) (18) is/are configured as a conductor/conductors, wherein,
if the turbine (10) experiences a shaft rupture, the radially externally situated
section (19) of the rotor-side moving blade ring that is last as seen in the direction
of flow cuts through at least one conductor and thus generates an electrical signal
corresponding to the shaft rupture.
3. The gas turbine according to claim 2, characterized in that the conductor(s) is/are configured as a mineral-insulated conductor/mineral-insulated
conductors.
4. The gas turbine according to claim 3, characterized in that the mineral-insulated conductor(s) has/have a conductor thickness or diameter between
1 and 4 mm, in particular, between 2 and 3 mm.
5. The gas turbine according to one or more of claims 1 to 3, characterized in that a plurality of sensor elements (18) are distributed over the circumference.
6. The gas turbine according to one or more of claims 1 to 5, characterized in that an end section (20) of (each of) the sensor element(s) (18) protrudes into the respective
recess (21) of the stator, and is enclosed therein.
7. The gas turbine according to one or more of claims 1 to 6, characterized in that the respective recess (21) is bounded, on the side facing the rotor-side moving blade
ring of the turbine (10) that is last as seen in the direction of flow, by a material
thickness that is capable of being penetrated by the last, rotor-side moving blade
ring of the turbine (10) when there is a shaft rupture.
8. The gas turbine according to one or more of claims 1 to 5, characterized in that an end section (20) of (each of) the sensor element(s) (18) penetrates a respective
recess (21) of the stator, and protrudes into the flow duct between the stator and
the rotor-side moving blade ring of the turbine (10) that is last as seen in the direction
of flow.
9. The gas turbine according to one or more of claims 1 to 8, characterized in that the sensor element(s) (18) is/are sheathed by an armor (25) or reinforcement.
10. The gas turbine according to one or more of claims 1 to 9, characterized in that the recess (21) and optionally the armor (25) comprise(s) an opening (22, 26) so
as to allow a flow therethrough in order to cool the respective sensor element (18).
11. The gas turbine according to one or more of claims 1 to 10, having at least one compressor,
having at least one combustion chamber, having at least one turbine.
1. Turbine à gaz avec un dispositif de détection d'une rupture d'arbre sur un rotor d'une
turbine (10) de la turbine à gaz, dans laquelle est positionné, en aval de la turbine
(10), au moins un élément capteur côté stator (18) du dispositif dans la zone d'une
couronne d'aubes directrices côté stator d'une autre turbine (11) et dans lequel,
dans le cas d'une rupture d'arbre du rotor de la turbine (10), une section radialement
externe (19) d'une couronne de pales côté rotor de la turbine (10) disposée en dernier
en se plaçant dans le sens d'écoulement coopère avec le ou chaque élément capteur
(18) pour générer un signal électrique correspondant à la rupture d'arbre,
caractérisée en ce que :
le ou chaque élément capteur (18) est alimenté par une première couronne d'aubes directrices
de l'autre turbine (11) en observant dans le sens d'écoulement radialement vers l'extérieur
et est mis en place dans respectivement une cavité (21) de la couronne d'aubes directrices
positionnée radialement à l'extérieur.
2. Turbine à gaz selon la revendication 1,
caractérisée en ce que :
le ou chaque élément capteur (18) se présente sous la forme d'un conducteur, dans
lequel, lors d'une rupture d'arbre du rotor de la turbine (10), la section radialement
externe (19) de la couronne d'aubes directrices côté rotor disposée en premier en
observant dans le sens d'écoulement sectionne au moins un conducteur et génère de
la sorte un signal électrique correspondant à la rupture d'arbre.
3. Turbine à gaz selon la revendication 2,
caractérisée en ce que :
le ou chaque conducteur se présente sous la forme d'un conducteur à isolation minérale.
4. Turbine à gaz selon la revendication 3,
caractérisée en ce que :
le ou chaque conducteur à isolation minérale présente une épaisseur ou un diamètre
compris entre 1 et 4 mm, en particulier entre 2 et 3 mm.
5. Turbine à gaz selon une ou plusieurs des revendications 1 à 3,
caractérisée en ce que :
plusieurs éléments capteurs (18) répartis sur la périphérie sont présents.
6. Turbine à gaz selon une ou plusieurs des revendications 1 à 5,
caractérisée en ce que :
une section d'extrémité (20) du ou de chaque élément capteur (18) fait saillie dans
l'évidement respectif (21) du stator et est enserrée dans celui-ci.
7. Turbine à gaz selon une ou plusieurs des revendications 1 à 6,
caractérisée en ce que :
l'évidement respectif (21) est limité sur le côté tourné vers la couronne de pales
côté rotor disposée en dernier en observant dans le sens d'écoulement de la turbine
(10) par une épaisseur de matériau qui, lors d'une rupture d'arbre, peut être pénétrée
par la dernière couronne de pales côté rotor de la turbine (10).
8. Turbine à gaz selon une ou plusieurs des revendications 1 à 5,
caractérisée en ce qu'une section d'extrémité (20) du ou de chaque élément capteur (18) pénètre dans l'évidement
respectif (21) du stator et fait saillie dans le canal d'écoulement entre la couronne
de pales côté rotor de la turbine (10) disposée en dernier en observant dans le sens
d'écoulement et le stator.
9. Turbine à gaz selon une ou plusieurs des revendications 1 à 8,
caractérisée en ce que :
le ou chaque élément capteur (18) est gainé par une armure (25) ou un blindage.
10. Turbine à gaz selon une ou plusieurs des revendications 1 à 9,
caractérisée en ce que :
l'évidement (21) et éventuellement l'armure (25) présentent une ouverture (22, 26)
de sorte que ceux-ci puissent être parcourus pour refroidir l'élément capteur respectif
(18).
11. Turbine à gaz selon une ou plusieurs des revendications 1 à 10 avec au moins un compresseur,
avec au moins une chambre de combustion, avec au moins une turbine.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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