[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung und ein Verfahren zum Einschlagen von aus
mehreren verpackten Produkten zusammengestellten Gebinden in Folie mit einem in Transportrichtung
umlaufend angetriebenen, endlosen Transportband, auf das die Gebinde aufsetzbar sind,
einer über das Transportband zugeführten Folie, einem ersten vor einem ersten aufgesetzten
Gebinde in Transportrichtung mit der Geschwindigkeit des Transportbandes umlaufenden
ersten Bügel, an dem das erste Gebinde anliegt, mindestens einem zweiten vor einem
zweiten aufgesetzten Gebinde in Transportrichtung mit der Geschwindigkeit des Transportbandes
umlaufenden zweiten Bügel, und mit einem unterhalb der zugeführten Folie angeordneten,
mit höherer Geschwindigkeit als das Transportband angetriebenen dritten Bügel, der
auf einer Bahnkurve das Transportband umrundet und auf seiner Bahnkurve oberhalb des
Transportbandes die Folie um das am ersten Bügel anliegende Gebinde herumzieht.
[0002] Eine solche Einrichtung ist beispielsweise aus der
DE 42 07 725 A1 bekannt.
[0003] Einzeln verpackte Produkte, wie beispielsweise in Kartons eingefüllte Getränke oder
in Tüten verpacktes Mehl oder dergleichen werden zum besseren Transport anschließend
zu größeren Gebinden zusammengefasst. Hierzu werden die Produkte in einer Verpackungsmaschine
zusammen gefördert und durch entsprechende Steuerung der Transportbänder zu Gruppen
gewünschter Größe zusammengefasst. Ein solches Gebinde kann dann beispielsweise durch
Einfüllen mehrerer Produkte in eine Verpackung aus Karton oder durch Einwickeln in
Folie erfolgen, die anschließend geschrumpft wird, so dass das Gebinde stabil wird.
[0004] Aus der
US 2002/0189204 A1 ist ein Verfahren zum Einschlagen von Produkten mit einer Schrumpffolie und eine
Vorrichtung hierzu bekannt.
[0005] Kleinere Verpackungen, insbesondere Getränkekartons, die keinen Quader sondern einen
Polyeder bilden, müssen in Umkartons einfüllt werden, da ihre Aufstandsfläche so klein
ist, dass sie vielfach beim Einschlagen in Folie umfallen, was dann zu einem Produktionsstillstand
führt, weil das gesamte Gebinde, das die umgefallene Packung enthält, vom Band geräumt
werden muss, was die Produktionskosten deutlich erhöht.
[0006] Um das Umfallen der Produkte zu verhindern, ist bei der Einrichtung nach der
DE 42 07 725 A1 vorgesehen, dass vor und hinter einem Gebinde Abstützbügel an die Produkte angelegt
werden. Dann wird das Gebinde mittels eines dritten Bügels zusammen mit den Abstützbügeln
mit Folie umwickelt. Wenn der Wickelvorgang beendet ist, werden die Bügel seitlich
herausgezogen, bevor der Schrumpfvorgang beginnt.
[0007] Mit dieser Ausgestaltung kann das Umfallen verhindert werden. Damit die Bügel aber
seitlich herausgezogen werden können, ist eine entsprechend längere Förderstrecke
notwendig. Außerdem sind Störungen nicht ausgeschlossen, wenn die Folie zu eng gewickelt
wird und dadurch die auf die Bügel einwirkenden Reibungskräfte hoch sind. Durch die
entsprechend lockere Wickelung ist der Folienbedarf pro Gebinde hoch. Außerdem können
nur zwei Einschlagbahnen unmittelbar nebeneinander angeordnet werden, weil seitlich
neben jeder Bahn ausreichend Platz verbleiben muss, um die Abstützbügel herausfahren
zu können.
[0008] Die nachveröffentlichte
DE 10 2005 051 027 A1 offenbart eine Einrichtung und ein Verfahren zum Einschlagen eines Gebindes mit Folie.
Die zu einem Gebinde zusammengefassten Produkte werden mit ihrer Aufstandsfläche auf
die Folie aufgelegt und stützen sich gegen einen ersten umlaufenden Bügel ab, der
mit derselben Geschwindigkeit wie das Transportband und die Folie umläuft und dadurch
wirkungsvoll verhindert, dass einzelne Produkte während des Förderprozesses umfallen.
Ein zweiter Bügel umwickelt das Gebinde mit der Folie und beide Bügel tauchen auf
ihren Bahnkurven am Ende des Transportbandes unter dieses ab. Das dann in Folie geschlagene
Gebinde kann übergeben werden auf ein dem Transportband nachfolgend angeordnetes Band,
das das Gebinde in einen Schrumpfofen fördert, in dem die Folie geschrumpft wird,
so dass das Gebinde stabil transportierbar wird.
[0009] Von dieser Problemstellung ausgehend sollen die gattungsgemäße Einrichtung und das
beschriebene Verfahren so verbessert werden, dass das Einschlagen der Gebinde in Folie
vereinfacht wird und der Verfahrensablauf zeitlich optimiert wird.
[0010] Zur Problemlösung zeichnet sich eine gattungsgemäße Einrichtung durch folgende Merkmale
aus:
- der erste und der zweite Bügel umrunden das Transportband auf einer Bahnkurve,
- die Bahnkurve für den ersten Bügel und den zweiten Bügel ist identisch,
- der erste Bügel steht mit einem ersten Antrieb und der zweite Bügel steht mit einem
zweiten Antrieb in Verbindung,
- die Bügel, an denen die Gebinde anliegen, tauchen hinter dem Transportband zeitlich
vor dem dritten Bügel nach unten ab, und
- werden hierzu zumindest kurzfristig beschleunigt.
[0011] Verfahrensmäßig erfolgt die Lösung des Problems durch folgende Schritte:
- Antreiben eines ersten Bügels entlang einer ersten Bahnkurve, die um ein mit einer
Transportgeschwindigkeit in Transportrichtung angetriebenes Transportband verläuft,
in Bezug auf die Transportrichtung mit Transportgeschwindigkeit,
- Antreiben eines zweiten Bügels entlang der ersten Bahnkurve,
- Antreiben mindestens eines dritten Bügels entlang einer, von der ersten Bahnkurve
unterschiedlichen zweiten Bahnkurve, die um das angetriebene Transportband verläuft,
mit einer Geschwindigkeit, die größer ist als die Transportgeschwindigkeit,
- Auflegen einer Folienbahn auf den vorderen Bereich des Transportbandes vor dem ersten
Bügel und Mitführen der Folienbahn mit Transportgeschwindigkeit,
- Aufsetzen eines ersten Gebindes auf die mit dem Transportband transportierte Folienbahn
mit Transportgeschwindigkeit derart, dass das Gebinde an dem ersten Bügel anliegt,
- Anheben der Folienbahn von dem Transportband mittels des mindestens einen dritten
Bügels über das Gebinde hinweg,
- Vorbeiführen des dritten Bügels mit der angehobenen Folienbahn über das Gebinde,
- Beschleunigen des ersten Bügels am Ende des Transportbandes,
- Absenken des ersten Bügels hinter dem Transportband,
- Absenken der Folienbahn auf das Transportband mittels des mindestens einen dritten
Bügels hinter dem ersten Gebinde am Ende des Transportbandes,
- Absenken des mindestens einen dritten Bügels hinter dem Transportband,
- Zurückführen beider Bügel unterhalb des Transportbandes auf ihren Bahnkurven,
- Abbremsen des ersten Bügels auf die Transportgeschwindigkeit,
[0012] Durch diese Ausgestaltung werden die zu dem Gebinde zusammengefassten Produkte mit
ihrer Aufstandsfläche auf die Folie aufgelegt und stützen sich gegen den ersten Bügel
bzw. den zweiten Bügel ab, der mit derselben Geschwindigkeit wie das Transportband
und die Folie umläuft und dadurch wirkungsvoll verhindert, dass einzelne Produkte
während des Förderprozesses umfallen. Der dritte Bügel umwickelt das Gebinde mit der
Folie und beide Bügel tauchen auf ihren Bahnkurven am Ende des Transportbandes unter
dieses ab. Das dann in Folie eingeschlagene Gebinde kann übergeben werden auf ein
dem Transportband nachfolgend angeordnetes Band, das das Gebinde in einen Schrumpfofen
fördert, in dem die Folie geschrumpft wird, so dass das Gebinde stabil transportierbar
wird. Dadurch, dass die beiden Bügel, an denen die Gebinde anliegen von jeweils einem
eigenen Antrieb angetrieben werden, und die Antriebe voneinander unabhängig ansteuerbar
sind, können diese Bügel, wenn sie das Ende des Transportbandes erreicht haben, beschleunigt
werden, bevor sie hinter dem Transportband nach unten abtauchen. Dadurch kann die
von der Länge des Transportbandes bestimmte Transportstrecke reduziert werden, weil
die Beschleunigung des Haltebügels (erster bzw. zweiter Bügel) erfolgt, bevor dieser
von dem Folieneinschlagbügel (dritter Bügel) überholt wird. Dadurch, dass der erste
und der zweite Bügel voneinander unabhängig angetrieben werden, können unterschiedlich
große Gebinde bzw. Produkte auf der Anlage gefahren werden.
[0013] Vorzugsweise sind zum Antrieb des ersten und zweiten Bügels jeweils ein Servomotor
vorgesehen. Auch der dritte Bügel kann durch einen eigenen Servomotor angetrieben
werden.
[0014] Zumindest der erste und zweite Bügel sind vorzugsweise an zwei beidseitig neben dem
Transportband verlaufenden Zugmittel, die insbesondere Ketten sein können, befestigt.
Dadurch ist eine parallele Lagefixierung und Führung der Bügel gewährleistet.
[0015] Vorzugsweise ist in Transportrichtung T vor dem Transportband eine Folienschneidvorrichtung
angeordnet. Dadurch wird sichergestellt, dass die von der Rolle zuführbare Folienbahn
auf die zum Einschlagen des Gebindes notwendige Länge zugeschnitten wird, nachdem
der zweite Bügel die Folienbahn anhebt, was das weitere Transportieren und Einschlagen
erleichtert.
[0016] Die Folienschneideinrichtung ist bevorzugt in einer Ebene unterhalb des Transportbandes
angeordnet. Ebenfalls in einer Ebene unterhalb des Transportbandes ist vorzugsweise
die die Folie aufnehmende Rolle gelagert.
[0017] Die in Folie eingeschlagenen Gebinde werden vorzugsweise in einer dem Transportband
nachgeordneten Schrumpfeinrichtung im Durchlauf geschrumpft.
[0018] Mit Hilfe einer Zeichnung soll ein Ausführungsbeispiel der Erfindung nachfolgend
näher beschrieben werden.
[0019] Es zeigt:
- Figur 1a
- die schematische Ansicht einer Verpackungsmaschine mit der integrierten Folieneinschlageinrichtung,
- Figur 1b
- eine vergrößerte Teildarstellung aus Figur 1a,
- Figur 2
- die schematische Ansicht des Bereiches III nach Figur 1a entgegen der Transportrichtung
T,
- Figuren 3a bis 3e
- den Ablauf des Einschlagens eines aus mehreren nebeneinander stehenden Produkten gebildeten
Gebindes in Folie,
- Figuren 4a bis 4c
- den Ablauf des Einschlagens eines aus mehreren hintereinander stehenden Produkten
gebildeten Gebindes in Folie.
[0020] Die in Figur 1a dargestellte Verpackungsmaschine arbeitet vereinfacht erläutert wie
folgt:
[0021] Aus einem hier nicht näher dargestellten Produktionsprozess werden die Produkte P
hintereinander der Verpackungsmaschine zugeführt. Im ersten Bereich I werden die Produkte
P um 90° gedreht und dann aus einem aus vier oder mehr Produkten P bestehenden Gebinde
G
i zusammengefasst. Im Bereich II wird das Gebinde G
i über eine Greif- und Drehvorrichtung 1 ergriffen, auf eine Transportgeschwindigkeit
v
T beschleunigt, erneut um 90° gedreht und am Ende des Bereiches II auf die im Bereich
III angeordnete Folieneinschlageinrichtung 2 übergeben. Hier wird das Gebinde G
i in Folie 5 eingeschlagen und anschließend über eine kurze Rollenbahn an ein Transportband
12 übergeben, das das Gebinde G in einem im Bereich IV angeordneten Schrumpfofen 3
transportiert, wo es im Durchlauf unter Hitzewirkung geschrumpft wird.
[0022] Unterhalb des Gestells der Verpackungsanlage ist eine Rolle 4 gelagert, auf die eine
Folienbahn 5 aufgewickelt ist. Die Folienbahn 5 wird über verschiedene Umlenk- und
Spannvorrichtungen, die hier nicht näher erläutert werden sollen, in Richtung des
mit Transportgeschwindigkeit v
T umlaufenden Transportbandes 6 der in Folienschlageinrichtung 2 gefördert. Vor dem
Transportband 6 ist eine Folienschneidvorrichtung 9 angeordnet, mit der die Folienbahn
5 in Längen getrennt wird, die notwendig sind, um ein Gebinde G im Bereich III in
Folie einzuschlagen.
[0023] Die Folieneinschlagvorrichtung 2 besteht im Wesentlichen aus dem in Transportrichtung
T umlaufend angetriebenen Transportband 6, das über eine Mehrzahl hier nicht einzeln
bezeichneter Umlenk- und Spannrollen geführt ist. Ein erster, auf einer ersten Bahnkurve
B
1 quer (in Zeichenebene) über das Transportband 6 ragender Bügel 7a wird über einen
ersten Servomotor 18 angetrieben. Ein zweiter Bügel 7b wird über einen zweiten, hier
nicht näher dargestellten Servomotor angetrieben. Die beiden Servomotoren 18 sind
voneinander unabhängig ansteuerbar. Die Bügel 7a, 7b werden an parallel neben dem
Transportband 6 angeordneten Ketten 13, 14; 15, 16 geführt, die auf einer identischen
Bahnkurve B
1 laufen. Die Bahnkurven B
1 sind in vertikaler Richtung identisch. In horizontaler Richtung verlaufen sie parallel
zueinander.
[0024] Auf einer zweiten Bahnkurve B
2 werden zwei ebenfalls quer (in Zeichenebene) über das Transportband 6 ragende Bügel
8a, 8b mit einer Geschwindigkeit v
2 angetrieben, die bezogen auf die Transportrichtung T größer ist als die Transportgeschwindigkeit
v
T mit dem das Transportband 6 umläuft. Der unterschiedliche Verlauf der Bahnkurven
B
1, B
2 oberhalb und unterhalb des Transportbandes 6 ist den Figuren 3a bis e bzw. 4a bis
e entnehmbar.
[0025] Die Folienbahn 5 wird in Richtung auf das Transportband 6 zugeführt, in der Schneidvorrichtung
9 geschnitten und ihr freies Ende über die diversen Rollen 10 dann auf den Anfang
des Transportbandes 6 zugefördert und hier auf das Transportband 6 aufgelegt, von
dem es ergriffen und mit Transportgeschwindigkeit v
T mitgezogen wird. Über die Greif- und Drehvorrichtung 1 wird das zuvor auf Transportgeschwindigkeit
v
T beschleunigte Gebinde G
1 auf die am Anfang des Förderbandes 6 liegende Folienbahn 5 aufgestellt, wobei es
am Bügel 7a, der zu diesem Zeitpunkt ebenfalls am Anfang des Förderbandes 6 auf seiner
Bahnkurve B
1 läuft und mit Transportgeschwindigkeit v
T angetrieben wird, anliegt. Das Gebinde G
1 wird dann am Bügel 7a anliegend mit Transportgeschwindigkeit v
T weitergeführt (vgl. Figur 3b). Der auf seiner Bahnkurve B
2 mit höherer Geschwindigkeit v
2 angetriebene Bügel 8a tritt in vertikaler Richtung vor dem Transportband 6 nach oben
vorbei, hebt dabei die Folie 5 an und zieht sie entlang der Bahnkurve B
2 um das Gebinde G
1 herum. Am Ende des Einschlagvorganges (vgl. Figuren 3c, 4c) gelangt das Gebinde G
1 in Eingriff mit dem Förderer 11, der die Stützfunktion übernimmt, so dass der Bügel
7a hinter dem Transportband 6 nach unten auf seiner Bahnkurve B
1 zurückgeführt werden kann, dabei wird der Bügel 7a mittels des Servomotors 18 beschleunigt,
um sicherzustellen, dass er nicht vom Bügel 8a eingeholt wird. Das Gebinde G
1 wird weitertransportiert, bis auch der zweite Bügel 8a unter das Transportband 6
taucht, wobei ein Teil der Folie 5 dann über den Aufstandsbereich des Gebindes G
1 hervorsteht. Das Gebinde G
1 wird dann mittels des Förderers 11 von dem Transportband 6 auf das Transportband
12 übergeben, wobei der überstehende Teil der Folie 5 um den Aufstandsbereich des
Gebindes G
1 herumgezogen wird und das Gebinde G
1 dann in den Schrumpfofen 3 überführt wird.
[0026] Das Schneiden der Folie 5 erfolgt vorzugsweise, nachdem der Bügel 8a die Folie 5
vom Transportband 6 angehoben hat, und zwar dann, wenn ausreichend Folie 5 abgezogen
ist, um das Gebinde G
i vollständig einzuschlagen. Bei kleineren Gebinden ist es gleichwohl möglich, die
Folie 5 vor dem Anheben durch den Bügel 8a, 8b zu schneiden. Sie wird dann durch die
diversen Rollen 10 dem Transportband 6 zugeführt.
[0027] Die Bügel 7a, 7b; 8a, 8b laufen unterhalb des Transportbandes 6 nach vorn zum Anfang
zurück und das nächste Gebinde G
i kann vorn Bügel 7a gestützt und - wie vorstehend beschrieben - mittels des Bügels
8a in Folie eingeschlagen werden. Im Bereich unterhalb des Transportbandes 6 wird
der zuvor zum rechtzeitigen Abtauchen beschleunigte Bügel 7a wieder soweit verzögert,
dass er vor das nächste Gebinde G
2 wieder mit der Transportgeschwindigkeit v
T auftauchen kann, so dass sich das Gebinde G
2 anlegt. Die Gesamtzahl der Bügel 7a, 7b; 8a, 8b ist abhängig von der Länge des Transportbandes
6 und der Transportgeschwindigkeit v
T, mit dem Ziel, eine möglichst hohe Taktzahl zu erreichen.
[0028] Dadurch, dass die Bügel 7a, 7b; 8a, 8b auf ihren Bahnkurven B
1, B
2 um das Transportband 6 herumlaufen, ist das Transportband 6 seitlich frei, so dass
eine beliebige Anzahl von Transportbändern 6 zur Kapazitätserhöhung der Gesamtanlage
unmittelbar parallel nebeneinander angeordnet und betrieben werden können und über
eine hier nicht näher dargestellte Weiche die Gebinde G
i auf die einzelnen Bahnen dann verteilt werden.
[0029] Um die Spalte S
1, S
2 zwischen den Transportbändern 6, 17 bzw. 6, 12 möglichst eng halten zu können, sind
die Bahnkurven B
1 und B
2 an der Stelle, wo die Bügel 7a, 7b, 8a, 8b auftauchen bzw. abtauchen, identisch.
Jeder Bügel 7a, 7b, 8a, 8b passiert also das Transportband in dieser Situation an
demselben Punkt.
[0030] Figur 2 zeigt, dass zwei aus mehreren parallel nebeneinander stehenden Produkten
gebildeten Gebinde G
1 nebeneinander geführt werden können. Unterhalb des Förderbandes 6 ist zu Beginn des
Förderbandes eine hier nicht näher dargestellte Schneideinrichtung vorgesehen, die
die Folie 5 in Transportrichtung T mittig trennt, so dass zwei Folienstreifen über
die beiden Gebinde G
1 geschlagen werden.
Bezugszeichenliste:
[0031]
- 1
- Greif- und Drehvorrichtung
- 2
- Folieneinschlageinrichtung
- 3
- Schrumpfofen
- 4
- Rolle
- 5
- Folie/Folienbahn
- 6
- Transportband
- 7a
- Bügel
- 7b
- Bügel
- 8a
- Bügel
- 8b
- Bügel
- 9
- Schneidvorrichtung
- 10
- Rolle
- 11
- Förderer
- 12
- Transportband
- 13
- Zugmittel/Kette
- 14
- Zugmittel/Kette
- 15
- Zugmittel/Kette
- 16
- Zugmittel/Kette
- 17
- Transportband
- B1
- Bahnkurve
- B2
- Bahnkurve
- G1
- Gebinde
- G2
- Gebinde
- G3
- Gebinde
- Gi
- Gebinde
- P
- Produkt
- S1
- Spalt
- S2
- Spalt
- T
- Transportrichtung
- vT
- Transportgeschwindigkeit
- v2
- Geschwindigkeit der Bügel 8a, 8b
1. Einrichtung zum Einschlagen von aus mehreren verpackten Produkten (P) zusammengestellten
Gebinden (G
i) in Folie (5) mit
a) einem in Transportrichtung (T) umlaufend angetriebenen, endlosen Transportband
(6), auf das die Gebinde (Gi) aufsetzbar sind,
b) einer über das Transportband (6) zugeführten Folie (5),
c) einem vor einem ersten aufgesetzten Gebinde (G1) in Transportrichtung (T) mit der Geschwindigkeit vT des Transportbandes (6) umlaufenden ersten Bügel (7a), an dem das erste Gebinde (G1) anliegt,
d) mindestens einem zweiten vor einem zweiten aufgesetzten Gebinde (G2) in Transportrichtung (T) mit der Geschwindigkeit vT des Transportbandes (6) umlaufenden zweiten Bügel (7b), an dem ein zweites Gebinde
(G2) anliegt,
e) mindestens einem unterhalb der zugeführten Folie (9) angeordneten, mit höherer
Geschwindigkeit als das Transportband (6) angetriebenen dritten Bügel (8a, 8b), der
auf einer Bahnkurve (B2) das Transportband (6) umrundet und auf seiner Bahnkurve (B2) oberhalb des Transportbandes (6) die Folie (5) um das am ersten Bügel (7a) anliegende
Gebinde herumzieht,
dadurch gekennzeichnet, dass
f) der erste und der zweite Bügel (7a, 7b) das Transportband (6) auf einer Bahnkurve
(B1) umrunden,
g) die Bahnkurve (B1) für den ersten Bügel (7a) und den zweiten Bügel (7b) identisch ist,
h) der erste Bügel (7a) mit einem ersten Antrieb (13) und der zweite Bügel (7b) mit
einem zweiten Antrieb (14) in Verbindung stehen,
i) der Bügel (7a, 7b), an denen das Gebinde (G1, G2) anliegt, hinter dem Transportband (6) zeitlich vor dem mindestens einen dritten
Bügel (8a, 8b) nach unten abtauchen, und
j) der Bügel (7a, 7b) hierzu zumindest kurzfristig beschleunigt wird.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Antrieb des ersten und zweiten Bügels (7a, 7b) jeweils ein Servomotor (18) vorgesehen
ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine dritte Bügel (8a, 8b) von einem Servomotor (17) antreibbar ist.
4. Einrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest der erste und der zweite Bügel (7a, 7b) an zwei beidseitig neben dem Transportband
(6) verlaufenden Zugmitteln (15, 16; 17, 18) befestigt sind.
5. Einrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine in Transportrichtung (T) vor dem Transportband (6) angeordnete Folienschneidvorrichtung
(9).
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Folienschneideinrichtung (9) in einer Ebene unterhalb des Transportbandes (6)
angeordnet ist.
7. Einrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie (5) von einer Rolle (4) zuführbar ist.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Rolle (4) in einer Ebene unterhalb des Transportbandes (6) gelagert ist.
9. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugmittel (14, 15; 16, 17) Ketten sind.
10. Verfahren zum Einschlagen von aus mehreren verpackten Produkten (P) zusammengestellten
Gebinden (G
i) in Folie (5) mit folgenden Schritten:
a) Antreiben eines ersten Bügels (7a) entlang einer ersten Bahnkurve (B1), die um ein mit einer Transportgeschwindigkeit vT in Transportrichtung (T) angetriebenes Transportband (6) verläuft, in Bezug auf die
Transportrichtung (T) mit Transportgeschwindigkeit vT,
b) Antreiben eines zweiten Bügels (7b) entlang der ersten Bahnkurve (B1),
c) Antreiben mindestens eines dritten Bügels (8a, 8b) entlang einer, von der ersten
Bahnkurve (B1) unterschiedlichen zweiten Bahnkurve (B2), die um das angetriebene Transportband (6) verläuft, mit einer Geschwindigkeit v2, die größer ist als die Transportgeschwindigkeit vT,
d) Auflegen einer Folienbahn (5) auf den vorderen Bereich des Transportbandes (6)
vor dem ersten Bügel (7a) und Mitführen der Folienbahn (5) mit Transportgeschwindigkeit
vT,
e) Aufsetzen eines ersten Gebindes (G1) auf die mit dem Transportband (6) transportierte Folienbahn (5) mit Transportgeschwindigkeit
vT derart, dass das Gebinde (G1) an dem ersten Bügel (7a) anliegt,
f) Anheben der Folienbahn (5) von dem Transportband (6) mittels des dritten Bügels
(8a) über das Gebinde (G1) hinweg,
g) Vorbeiführen des mindestens einen dritten Bügels (8a) mit der angehobenen Folienbahn
(5) über das Gebinde (G1),
h) Beschleunigen des ersten Bügels (7a) am Ende des Transportbandes (6),
i) Absenken des ersten Bügels (7a) hinter dem Transportband (6),
j) Absenken der Folienbahn (5) auf das Transportband (6) mittels des dritten Bügels
(8a) hinter dem ersten Gebinde (G1) am Ende des Transportbandes (6),
k) Absenken des mindestens einen dritten Bügels (8a) hinter dem Transportband (6),
l) Zurückführen beider Bügel (7a, 8) unterhalb des Transportbandes (6) auf ihren Bahnkurven
(B1, B2),
m) Abbremsen des ersten Bügels (7a) auf die Transportgeschwindigkeit vT.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Folienbahn (5) durchtrennt wird, nachdem sie mittels des mindestens einen dritten
Bügels (8a, 8b) angehoben wird.