| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 923 317 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
13.01.2010 Patentblatt 2010/02 |
| (22) |
Anmeldetag: 14.11.2007 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
|
| (54) |
Kunststoffpalette mit gleithemmend beschichteter Beladefläche
Plastic pallet with anti-slip coated loading surface
Palette en matière synthétique avec surface de chargement munie d'un revêtement anti-glisse
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
17.11.2006 DE 102006054358
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
21.05.2008 Patentblatt 2008/21 |
| (73) |
Patentinhaber: Schoeller Arca Systems GmbH |
|
82049 Pullach (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Vinke Jan
7881 XA Emmer-compascuum (NL)
- Gielen Ludo
Leopoldsburg (BE)
|
| (74) |
Vertreter: Bockhorni & Kollegen |
|
Elsenheimerstrasse 49 80687 München 80687 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 302 404 DE-A1- 19 522 000 GB-A- 1 512 450 US-A1- 2005 145 143
|
EP-A- 1 637 463 GB-A- 1 414 638 US-A- 3 938 818 US-A1- 2006 254 477
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Kunststoffpalette für die Aufnahme und den Transport
von Waren oder sonstigem Stückgut.
[0002] Paletten, insbesondere Europool-Paletten (umgangssprachlich auch Euro-Paletten genannt)
werden in umfangreicher Weise für den Transport diverser Waren verwendet. Während
Holz-Euro-Paletten weit verbreitet sind, werden zunehmend häufiger auch Kunststoffpaletten
eingesetzt. Der Vorteil von Kunststoffpaletten ist, dass sie deutlich unempfindlicher
gegen Beschädigungen und leichter zu reinigen sind und eine sehr lange Lebensdauer
aufweisen. Auch weisen sie eine deutlich bessere Beständigkeit gegen Umwelteinflüsse,
wie beispielsweise Feuchtigkeit auf. In Holzpaletten können sich Keime oder Pilze
festsetzen, was insbesondere beim Kontakt mit Lebensmitteln unzulässig ist. Ein Nachteil
von Kunststoffpaletten gegenüber Holzpaletten ist, dass sie schlechtere Reibwerte
aufweisen und so Waren, die auf der Palette gestapelt sind, leichter verrutschen können.
Zur Gewichtseinsparung weisen die Kunststoffpaletten im Allgemeinen eine Vielzahl
von Durchbrüchen auf, die durch schmale Rippen begrenzt sind.
[0003] Um das Problem des Verrutschens zu reduzieren, weisen die Kunststoffpaletten häufig
mechanische Arretierungen in Form von auf der Beladefläche punkt- oder leistenförmig
angeformten Erhöhungen oder einem am Außenrand der Beladefläche angeformten Begrenzungsrand
auf. Diese mechanischen Arretierungen sind nachteilig, da sie an die zu transportierenden
Waren angepasst sein müssen, sofern eine entsprechende Rutschsicherung beabsichtigt
ist. Hierdurch wird allerdings die vielseitige Verwendbarkeit vermindert, da die Palette
dann in der Regel für die entsprechenden Spezialwaren verwendet werden muss. Auch
weist ein an dem Palettenrand angeformter, das Rutschen der Ware begrenzender Rand,
den Nachteil auf, dass die Beladefläche hierdurch reduziert und auch das Abnehmen
der Waren durch bloßes Abziehen von der Palette behindert wird. Falls Waren teilweise
auf den Erhöhungen oder Begrenzung abgestellt sind, tritt das Problem des Wackelns
auf, was mit einer reduzierten Standsicherheit verbunden ist.
[0004] Aus der Druckschrift
GB 1512450 A ist eine Kunststoffpalette mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 bekannt,
die aus einem Unterteil und einem Oberteil besteht, welche über Profilträger miteinander
verbunden sind. Das Oberteil weist eine obere, als Ladefläche ausgebildete Deckplatte
auf, welche geschlossenflächig oder mittels einer Vielzahl von Durchbrüchen durchbrochen
ausgebildet ist. Die Durchbrüche sind teilweise dicht aneinander geordnet, so dass
in diesem Bereich der Deckplatte die Durchbrüche nur von Stegen begrenzt sind. Auf
der Deckplatte ist ein Gleitschutzmittel aus Kautschuk in der Art einer dünnen Schicht
aufgebracht. Die gleithemmende Beschichtung ist in Form von einzelnen Noppen oder
Streifen ausgebildet. Zum Aufbringen der Kautschukschicht werden Beschichtungsverfahren
vorgeschlagen, bei welchem ein synthetischer, bevorzugt ein thermoplastischer, Kautschuk,
welcher in einem Lösungsmittel aufgelöst ist, flüssig aufgetragen wird oder bei welchem
eine dünne Kautschukschicht mittels Klebemittel oder durch Wärmeverschweißen auf die
Deckplatte aufgebracht wird. Wegen der auftretenden Haftungsprobleme zwischen der
Kautschukschicht und der Oberfläche der Deckplatte, muss die Oberfläche der Deckplatte
zusätzlich einer Oberflächenbehandlung unterzogen werden. Die möglichen Oberflächenbehandlungen,
wie z.B. Aufrauen durch Sandstrahlen, Flammenspritzen, Oxidierung oder Auftragen eines
Haftvermittlers, sind sehr aufwendig und kostspielig. Abgesehen davon kann wegen der
im Gebrauch zu erwartenden Verformung der Deckplatte - gerade im durchbrochenen Bereich
der Deckplatte - keine sichere Haftung der Gleitschutzschicht gewährleistet werden,
weshalb vorzugsweise die Beschichtung im Bereich der geschlossenen Deckplatte über
den formstabilen Profilträgern vorgesehen ist, da dort die Abschälwirkung infolge
Deformation geringer ist.
[0005] Die
DE 195 22 000 C2 offenbart eine Kunststoffpalette, bei welcher ein Unterteil mit einem Oberteil verschweißt
ist und bei der an der Beladefläche in linienförmigen Bereichen lokal eine Antirutschbeschichtung
aufgebracht ist. Diese wird durch einen Mehrkomponentenspritzguss gefertigt, bei dem
am Werkzeug im Bereich der Beladefläche bewegliche Kerne vorgesehen sind, welche nach
dem ersten Spritzgussschritt der Fertigung einer Basispalette zurückgezogen werden
und im Anschluß wird das Material der Antirutschbeschichtung in die durch die Kerne
geformten nutförmigen Bereiche eingespritzt. Da die gleithemmend beschichteten Bereiche
über die Grundfläche der Basispalette hinaus vorstehen, ergeben sich am Übergangsbereich
von Grundfläche zu den gleithemmend beschichteten Bereichen Kanten, in denen sich
Schmutz sammeln kann. Ferner entstehen an der Antirutschbeschichtung nach oben gerichtete
Grate. Außerdem entstehen durch die beweglichen Kerne erhöhte Herstellkosten bei der
Herstellung der Spritzgussform. Zudem ist auch hier die universelle Verwendbarkeit
begrenzt.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Kunststoffpalette zu schaffen, die
multifunktional für den sicheren Transport beliebiger Güter einsetzbar, leicht zu
reinigen und einfach in der Herstellung ist und gleichwohl in einfacher Weise eine
Rutschsicherung für die transportierten Güter beinhaltet.
[0007] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Teile der Ansprüche 1,
8 und 9 gelöst. Zweckmäßige Weiterbildungen sind durch die in den Unteransprüchen
2 bis 7 enthaltenen Merkmale gekennzeichnet.
[0008] Erfindungsgemäß wird eine Kunststoffpalette geschaffen, deren Beladefläche mittels
einer flächendeckenden Beschichtung durchgehend gleithemmend ausgebildet ist. Die
erfindungsgemäße Beschichtung bedeckt insbesondere auch die mit Stegen bzw. Rippen
durchdrungen ausgebildete Struktur der Beladefläche flächendeckend.
[0009] Die durchgehend gleithemmende Ausbildung der Beladefläche geschieht vorzugsweise
durch eine im Spritzguss aufgespritzte gleithemmende Schicht, welche aus Kunststoff
besteht. Dadurch wird eine untrennbare, stoffschlüssige Verbindung der gleithemmenden
Kunststoffschicht mit der Kunststoffpalette erzeugt.
[0010] Wird die Kunststoffpalette vorzugsweise ebenfalls im Spritzgussverfahren gefertigt,
kann die Beschichtung mit demselben Verfahren, also einem Mehrkomponentenspritzgussverfahren,
und mit demselben Werkzeug an die Kunststoffpalette angeformt werden.
[0011] Die Palettenhauptfläche ist durch die Außenmaße der Palette in Richtung der Breite
und Länge definiert, die in der Regel auch die Beladefläche darstellt. Die Beladefläche
kann aber auch kleiner sein als die genannte Hauptfläche.
[0012] Diese Antirutschbeschichtung wird zweckmäßigerweise aus einem thermoplastischen Elastomer
(TPE) ausgebildet. Das TPE kann eine Materialkombination auf Polypropylenbasis sein.
Wenn auch die Basispalette, also die Kunststoffpalette ohne die gleithemmende Schicht,
aus Polypropylen gefertigt ist, ergibt sich für das Recyclen der Vorteil der weitgehend
sortenreinen Kunststoffkombination. Auch kann die Basispalette aus anderen Kunststoffen,
vorzugsweise Thermoplasten, wie bspw. Polyäthylen gefertigt sein.
[0013] Wenn Waren auf der Beladefläche der Kunststoffpalette, also auf der gleithemmenden
Schicht aufgestellt werden, sorgt diese gleithemmende Schicht dafür, dass zwischen
der Ware und der Kunststoffpalette ein erhöhter Reibwert besteht. Bei dem Bewegen
der Palette, wie es beim Transport mittels Gabelstapler oder Hubwagen oder LKW geschieht,
wird ein verrutschsicherer Stand der Waren gewährleistet. Die Haftung entspricht vorzugsweise
in etwa den Werten von Holz, insbesondere einer geschnittenen also ansonsten unbehandelten
Holzfläche.
[0014] Die Oberfläche der Palette, insbesondere die Beladefläche, ist vorzugsweise eben
ausgeführt.
[0015] Zweckmäßigerweise ist eine Rautiefe R, von ≤ 3mm vorteilhaft. Insbesondere sind kleinere
Rautiefen von 0,5 mm und kleiner denkbar. Bevorzugt wird die Rautiefe zwischen 0,3
und 0,7 mm gewählt, um Verbesserung der Standsicherheit zu bewirken.
[0016] Die Kunststoffpalette kann nicht nur im Bereich der Beladefläche mit der gleithemmenden
Schicht versehen sein, sondern auch im Bereich der Abstellfläche zum Boden und / oder
zu den Eingriffsflächen der Kontaktflächen von Gabelstaplerzinken u. dgl. Transportmittel.
[0017] Im Bereich der Beladefläche ist vorzugsweise eine gleichmäßige Schichtdicke der gleithemmenden
Schicht von mindestens 0,5 mm vorgesehen, es sind aber auch höhere Schichtdicken von
etwa 5 mm möglich. Vorzugsweise liegt die Schichtdicke bei ca. 1 und 3 mm.
[0018] Erfindungsgemäß ist ein Verfahren zur Herstellung einer Kunststoffpalette nach einem
der Ansprüche 1 bis 7 vorgesehen, bei dem in einem ersten Spritzgussschritt ein Basismaterial
in ein Spritzgusswerkzeug eingespritzt und so eine Basispalette mit einer Beladefläche
gefertigt wird und in einem nachfolgenden Arbeitsschritt durch Zurückziehen eines
verschiebbaren Teils des Spritzgusswerkzeugs, welcher einen Bereich des Werkzeugs
umfasst, der eine Beladefläche der Basispalette insgesamt formt, eine einbereichige
Kavität geschaffen wird, in welche das Material für eine flächendeckende Beschichtung
der Beladefläche eingespritzt wird.
[0019] Die Kunststoffpalette besteht vorzugsweise aus zwei Materialien und ist in einem
Spritzgussverfahren herstellbar. Hierbei wird in einem ersten Schritt eine Basispalette
hergestellt. Diese Basispalette weist im Wesentlichen die Form der Europalette auf
und ist derart formstabil ausgelegt, dass sie die Last der Waren sicher aufnehmen
kann. Vorteilhafterweise wird der gleithemmende Bereich mit demselben Werkzeug mittels
eines Mehrkomponentenspritzgussverfahrens stoffschlüssig an der Basispalette angeformt.
Produktionstechnisch wird in dem Mehrkomponentenspritzgusswerkzeug ein beweglicher
Stempel vorgesehen, welcher sich zuerst in einer inneren Stellung befindet, so dass
beim Einspritzen des ersten Kunststoffs die Basispalette hergestellt wird. In einem
nachfolgenden Schritt wird der bewegliche Stempel um einen definierten Bereich nach
außen versetzt, so dass zwischen der Basispalette und dem verschobenen Kern ein Hohlraum
entsteht, in welchen der zweite Kunststoff eingespritzt wird. Der zweite Kunststoff
ist das Material aus welchem die gleithemmende Schicht gebildet wird. Dabei wird zwischen
der Basispalette und der gleithemmenden Schicht eine stoffschlüssige Verbindung erreicht.
Dies bedeutet, dass vorzugsweise durch eine Art Anschmelzen eines Bereichs der Basispalette
die gleithemmende Schicht untrennbar mit der Basispalette verbunden ist.
Die Größe des verschiebbaren Stempels entspricht der gesamten Palettenfläche, insbesondere
der Beladefläche. Dies bringt den Vorteil, dass die gesamte Ladefläche mit der gleithemmenden
Schicht bedeckt ist, was dafür sorgt, dass beliebige Waren sicher transportiert werden
können und die Palette somit universell einsetzbar ist.
[0020] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Kunststoffpalette
- Fig. 2
- die unterschiedlichen Beladungsmöglichkeiten der Kunststoffpalette
[0021] In Fig. 1 ist die Palette beispielshalber als Euro-Palette dargestellt. Diese weist
üblicherweise die Maße 1200 x 800 x 144 mm auf und ist im Wesentlichen quaderförmig.
Die oben liegende Fläche ist die Palettenhauptfläche. Auf der Palettenhauptfläche,
im Folgenden auch Beladefläche 2 genannt, wird die zu transportierenden Ware gestapelt.
Im dargestellten Aufführungsbeispiel entspricht die Beladefläche 2 der genannten Palettenhauptfläche.
Die Palettenhauptfläche weist an den Kanten einen kleinen Radius auf. Die Kanten in
Höhenrichtung der Palette sind jedoch durch einen deutlich größeren Radius gekennzeichnet.
Die Beladefläche 2 ist eben und durchgehend flächendeckend mit einer gleithemmenden
Schicht beschichtet. Zusätzlich weist die Beladefläche 2 eine Vielzahl von Durchbrüchen
auf. Hierdurch wird eine tragende dreidimensionale Struktur gebildet, die eine hohe
Tragfähigkeit verbunden mit möglichst geringem Materialeinsatz erzeugt. Die Durchbrüche
der Beladefläche 2 sind geöffnet, jedoch ist auch denkbar, dass zumindest teilweise
nach unten geschlossene Vertiefungen vorgesehen sind. Die Geometrie der Durchbrüche
ist zweckmäßigerweise so bemessen, dass an keinem Bereich der Kunststoffpalette unzulässig
große Materialanhäufungen gebildet sind.
[0022] Wie die Figur 1 zeigt sind die Durchbrüche rechteckförmig und dicht an dicht nebeneinander
angeordnet, so dass die Beladefläche 2 an diesen Stellen lediglich durch die schmalen
stegartigen Verbindungen zwischen den Durchbrüchen gebildet wird. Die Breite dieser
Stege oder Rippen beträgt 2 bis 6mm, insbesondere ca. 3mm. Vorteilhaft ist die gleithemmende
Beschichtung auch etwas über den Kantenbereich der Rippen oder Stege gezogen, so dass
der obere Bereich der Rippen- oder Stegwände ebenfalls insbesondere am Kantenbereich
beschichtet ist. Im Bereich der Außenkanten sind flächenmäßig kleinere Durchbrüche
oder Vertiefungen angeformt. Ferner ist im Bereich der Außenkanten der flächenmäßige
Anteil der Vertiefungen geringer, was bedeutet, dass hier mehr Kunststoffmaterial
vorgesehen ist, und dass die Palette an den Kanten somit verstärkt ist. Auch diese
schmalen Stege sind beschichtet.
[0023] Der Beladefläche 2 gegenüberliegend liegt die Abstellfläche 3, welche bedarfsweise
eine gleithemmende Schicht aufweist.
[0024] Zum Bewegen der Palette werden häufig Hubwagen oder Gabelstapler eingesetzt. Diese
haben zwei Gabelzinken, welche durch Öffnungen in der Kunststoffpalette in den vier
Seiten, die der Beladefläche 2 benachbart sind, greifen, um die Palette anzuheben.
Die Kontaktbereiche an denen die Forken eines Gabelstaplers an der Kunststoffpalette
1 angreifen, werden im Folgenden Transportflächen 4 genannt. Diese Transportflächen
4 befinden sich im Bereich der genannten seitlichen Öffnungen der Palette und zeigen
nach unten. Auch an den Transportflächen ist vorzugsweise eine gleithemmende Schicht
vorgesehen.
[0025] Fig. 2 zeigt unterschiedliche Arten, in denen die Kunststoffpalette mit Waren beladen
werden kann. Fig. 2a, 2b und 2c zeigen, dass unterschiedliche Bierfässer 10,11,12
sicher auf der Palette stehen können. Da die Durchmesser der Fässer im Bereich der
Standfläche zwischen Fig.2a und Fig.2b unterschiedlich ist und unter Fig. 2c eine
größere Anzahl kleinerer Fässer transportiert wird, liegt der Vorteil einer ebenen
Beladefläche 2 darin, dass keine Erhöhungen vorhanden sind, auf den manche der Waren
möglicherweise nur teilweise stehen, so wackeln können und leicht verrutschen. Ebenso
können, wie in Fig. 2d gezeigt Bierkisten 13 sicher aufgenommen werden. Durch die
ebene Beladefläche 2, welche gleithemmend ausgeführt ist, werden so die Vorteile der
universellen Verwendbarkeit der Kunststoffpalette 1 mit sicherem Stand der Waren verbunden.
1. Kunststoffpalette (1) für den Transport von Waren oder sonstigem Stückgut mit einer
auf der Palettenhauptfläche vorgesehenen Beladefläche (2), welche zumindest teilweise
eine offene Struktur mit einer Vielzahl dicht an dicht nebeneinander angeordneter
Durchbrüche aufweist, wobei die Beladefläche (2) im Bereich der offenen Struktur durch
schmale Stege oder Rippen zwischen den Durchbrüchen gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Beladefläche (2) mittels einer flächendeckenden Beschichtung durchgehend gleithemmend
ausgebildet ist.
2. Kunststoffpalette nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, dass
das Material, aus dem die flächendeckende Beschichtung gebildet ist, ein Kunststoff
ist.
3. Kunststoffpalette nach Anspruch 1 oder 2
dadurch gekennzeichnet, dass
die Rippen oder Stege der Beladefläche, (2) mit einer Breite zwischen 2 und 6 mm,
vorzugsweise etwa 3 mm, ausgebildet sind.
4. Kunststoffpalette (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die flächendeckende Beschichtung einen oberen Kantenbereich der Rippen oder Stege
seitlich übergreift.
5. Kunststoffpalette (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass
die Beladefläche (2) eben ausgebildet ist, insbesondere durchgehend eben bzw. plan
ausgebildet ist.
6. Kunststoffpalette (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die flächendeckende Beschichtung eine Schichtdicke von 0,5 mm bis 7 mm, vorzugsweise
1 mm bis 3 mm aufweist.
7. Kunststoffpalette (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die flächendeckende Beschichtung aus einem thermoplastischen Elastomer, insbesondere
einer Materialkombination auf Polypropylenbasis gefertigt ist und/oder dass die Kunststoffpalette
eine Basispalette umfasst, welche aus Polypropylen oder Polyäthylen gefertigt ist.
8. Verfahren zur Herstellung einer Kunststoffpalette nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
bei dem in einem ersten Spritzgussschritt ein Basismaterial in ein Spritzgusswerkzeug
eingespritzt und so eine Basispalette gefertigt wird, und in einem nachfolgenden Arbeitsschritt
durch Zurückziehen um einen definierten Bereich eines in dem Spritzgusswerkzeug vorgesehenen
verschiebbaren Stempels, dessen Größe der gesamten Beladefläche (2) der Basispalette
entspricht, eine einbereichige Kavität geschaffen wird, in welche das Material für
die flächendeckende Beschichtung der Beladefläche eingespritzt wird.
9. Spritzgusswerkzeug zur Herstellung einer Kunststoffpalette (1) nach einem der Ansprüche
1 bis 7 oder zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 8, bei dem ein verschiebbarer
Stempel ausgehend von einer inneren Stellung, bei welcher ein erster Kunststoff zur
Herstellung einer Basispalette eingespritzt werden kann, um einen definierten Bereich
nach außen versetzbar ist, so dass zwischen der Basispalette und dem verschobenen
Stempel ein Hohlraum entsteht, in welchen ein zweiter Kunststoff eingespritzt werden
kann, wobei die Größe des verschiebbaren Stempels der gesamten Beladefläche (2) der
Basispalette entspricht.
1. A plastic pallet (1) for transporting products or other bulk cargo with a loading
surface (2) provided on the main surface of the pallet, which loading surface at least
partially comprises an open structure with a plurality of openings closely adjacent
to one another, wherein the loading surface (2) in the portion of the open structure
is formed by narrow bars or ribs between the openings, wherein the loading surface
(2) is continuously provided with anti slip properties through a coating extending
over its entire surface.
2. A plastic pallet according to claim 1, wherein the material from which the coating
which extends over the entire surface is formed, is a plastic material.
3. A plastic pallet according to claim 1 or 2, wherein the ribs or bars of the loading
surface (2) are formed with a width between 2 and 6 mm, preferably approximately 3
mm.
4. A plastic pallet (1) according to one of the claims 1 to 3, wherein the coating covering
the entire surface laterally overlaps an upper edge portion of the ribs and bars.
5. A plastic pallet (1) according to one of the preceding claims, wherein the loading
surface (2) is configured flat, in particular continuously flat or planar.
6. A plastic pallet (1) according to one of the preceding claims, wherein the coating
extending over the entire surface comprises a coating thickness of 0.5 mm to 7 mm,
preferably 1 mm to 3 mm.
7. A plastic pallet (1) according to one of the preceding claims, wherein the coating
which covers the entire surface is made of a thermoplastic elastomer, in particular
a material combination on the basis of polypropylene and/or the plastic pallet comprises
a base pallet, which is made of polypropylene or polyethylene.
8. A method for producing a plastic pallet according to one of the claims 1 to 7, in
which a base material is injected into an injection molding tool in a first injection-molding
step to produce a base pallet, and a continuous cavity is created in a subsequent
step by withdrawing a movable stamp by a predetermined amount, which stamp is provided
movable in the injection molding tool and whose size is equal to the entire loading
surface (2) of the base pallet, into which cavity the material for the coating which
covers the entire loading surface is injected.
9. An injection molding tool for producing a plastic pallet (1) according to one of the
claims 1 to 7 or for performing the method according to claim 8, in which a movable
stamp, starting from an inner position, in which a first plastic material for producing
a base pallet can be injected, can be shifted outward by a predetermined amount, so
that a cavity is created between the base pallet and the moved stamp, into which cavity
a second plastic material can be injected, wherein the size of the movable stamp corresponds
to the entire loading surface (2) of the base pallet.
1. Palette en matière synthétique (1) pour le transport de marchandises ou d'articles
autres, comprenant une surface de chargement (2) prévue sur la surface principale
de la palette, surface de chargement qui comporte au moins partiellement une structure
ouverte comprenant une multiplicité d'ouvertures disposées très près les unes des
autres, où la surface de chargement (2), dans la zone de la structure ouverte, est
formée, entre les ouvertures, par des barrettes ou nervures étroites,
caractérisée en ce que la surface de chargement (2) est configurée en continu de façon antiglisse, au moyen
d'un revêtement couvrant la surface.
2. Palette en matière synthétique selon la revendication 1, caractérisée en ce que le matériau, dans lequel est formé le revêtement couvrant la surface, est une matière
synthétique.
3. Palette en matière synthétique selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les nervures ou barrettes de la surface de chargement (2) sont configurées en ayant
une largeur comprise entre 2 mm et 6 mm, de préférence à peu près égale à 3 mm.
4. Palette en matière synthétique (1) selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que le revêtement couvrant la surface recouvre latéralement une zone de bordure supérieure
des nervures ou barrettes.
5. Palette en matière synthétique (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la surface de chargement (2) est configurée de façon plate, en particulier configurée
en continu, de façon plate ou plane.
6. Palette en matière synthétique (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le revêtement couvrant la surface présente une épaisseur de couche de 0,5 mm à 7
mm, de préférence de 1 mm à 3 mm.
7. Palette en matière synthétique (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le revêtement couvrant la surface est fabriqué avec un élastomère thermoplastique,
en particulier avec un matériau mixte à base de polypropylène, et / ou en ce que la palette en matière synthétique comprend une palette de base qui est fabriquée
avec du polypropylène ou du polyéthylène.
8. Procédé de fabrication d'une palette en matière synthétique selon l'une des revendications
1 à 7, dans lequel, au cours d'une première étape de moulage par injection, un matériau
de base est injecté dans un outil de moulage par injection et, ainsi, est produite
une palette de base et, au cours d'une opération de fabrication suivante, par retrait,
autour d'une zone définie, d'un moule mâle mobile prévu dans l'outil de moulage par
injection, on réalise une cavité comportant une seule zone, moule mâle dont la taille
correspond à la totalité de la surface de chargement (2) de la palette de base, cavité
dans laquelle est injecté le matériau pour le revêtement couvrant la surface de chargement.
9. Outil de moulage par injection servant à la fabrication d'une palette en matière synthétique
(1) selon l'une des revendications 1 à 7 ou servant à la mise en oeuvre du procédé
selon la revendication 8, dans lequel un moule mâle mobile, à partir d'une position
intérieure dans laquelle une première matière synthétique peut être injectée pour
la fabrication d'une palette de base, peut être déplacé vers l'extérieur autour d'une
zone définie, de sorte qu'un espace creux se forme entre la palette de base et le
moule mâle déplacé, espace creux dans lequel peut être injectée une deuxième matière
synthétique, la taille du moule mâle mobile correspondant à la totalité de la surface
de chargement (2) de la palette de base.


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente