[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bestimmen der Gasrückführrate an Zapfsäulen
mit zwei Zapfpunkten (jeweils für Vergaserkraftstoffe), wobei jedem Zapfpunkt ein
(oder mehrere) Kraftstoff-Durchflussmesser und beiden Zapfpunkten ein gemeinsamer
Gas-Durchflussmesser zugeordnet ist.
[0002] Gasrückführungssysteme an Tankstellen sind seit Anfang der 90er Jahre in einigen
europäischen Ländern vorgeschrieben. Mit einem Gasrückführungssystem werden beim Betanken
eines Kraftfahrzeugs die beim Einfüllen des Kraftstoffs in den Tank des Kraftfahrzeugs
verdrängten Kraftstoffdämpfe mittels einer Gaspumpe abgesaugt und in den Lagertank
der Tankstelle rückgeführt. Dabei sollten der Kraftstoff-Volumenstrom (Kraftstoff-Durchfluss)
und der Gas-Volumenstrom (Gas-Durchfluss), d.h. die pro Zeiteinheit geförderten Volumina
an Kraftstoff bzw. Gas (Dämpfe) gleich groß sein. Die Begriffe Gasrückführrate, Gas-Durchfluss
und Gas-Volumenstrom werden hier synonym gebraucht.
[0003] Bei der herkömmlichen Technik der Gasrückführung wird der Gas-Volumenstrom, den eine
Gaspumpe fördert, entweder durch eine Drehzahlsteuerung des Antriebsmotors der Gaspumpe
oder durch ein Drosselventil eingestellt. Die Parameter, wie diese Einstellung des
Gas-Volumentstroms für die unterschiedlichen Kraftstoff-Volumenströme zu erfolgen
hat, sind in der Betriebselektronik des Gasrückführungssystems gespeichert (Kalibrierungsdaten).
Zur Bestimmung dieser Parameter wird ein Abgleichvorgang der Gasrückführung so durchgeführt,
dass am Gassauger eines Zapfventils ein Durchflussmessgerät (in der Regel ein Balgenzähler)
angeschlossen wird, dessen Durchflussmesswerte dem Einstellparameter jeweils zugeordnet
werden können. Diese Zuordnung wird in der Betriebselektronik des Gasrückführungssystems
abgelegt und ermöglicht es, im nachfolgenden Tankbetrieb - nach der Entfernung des
Balgenzählers - die Gasrückführung so einzustellen, dass der Gas-Volumenstrom dem
Kraftstoff-Volumenstrom entspricht.
[0004] Wegen der aufgetretenen Fehler in der Gasrückführung, die in der Regel unentdeckt
blieben, wurden zusätzliche Gasrückführungs-Überwachungssysteme vorgeschrieben. Diese
sind seit 2003 in größerem Umfang im Einsatz und haben eine deutliche Verbesserung
des Zustandes der Gasrückführung gebracht.
[0005] Die bisherige Technik überwacht die Gasrückführung für jeden Zapfpunkt mit je einem
Gas-Durchflussmesser (Durchflusssensor), so dass bei Abweichungen zwischen den von
dem Gas-Durchflussmesser erhaltenen Messwerten und den von dem Kraftstoff-Durchflussmesser
des Zapfpunkts erhaltenen Messwerten eine eventuelle Fehlfunktion der Gasrückführung
für den betroffenen Zapfpunkt erkannt wird. Eine solche Fehlfunktion muss dann signalisiert
werden. Dies erfolgt durch die Übertragung eines Signals an ein übergeordnetes System,
z.B. den Zapfsäulenrechner, der diese Information an den Kassenrechner der Tankstelle
überträgt, wo sie dem Bedienungspersonal sichtbar gemacht wird. In dem Fall, dass
die Störung über einen definierten Zeitraum nicht behoben wurde, wird von der Gasrückführungsüberwachung
ein Abschaltsignal erzeugt, was den betroffenen Zapfpunkt abschaltet, so dass dort
nicht mehr getankt werden kann.
[0006] Eine Erweiterung dieser Konfiguration kann die Betriebssicherheit der Gasrückführung
erheblich erhöhen. Dies wird erreicht durch eine korrektive Steuerung (
DE 103 37 800 A1), bei der durch eine Modifikation der Kraftstoff-Volumenstromsignale die Gasrückführung
in gewissen Grenzen so nachgeführt werden kann, dass Degradationen ausgeglichen werden.
Dies vermeidet eine unnötige Alarmauslösung und verlängert die Serviceintervalle.
[0007] In der Regel hat eine Zapfsäule einer Tankstelle zwei Zapfpunkte, so dass in der
Zapfsäule zwei Gas-Durchflussmesser eingesetzt werden.
[0008] Bei Zapfsäulen mit zwei Zapfpunkten kann an beiden Seiten gleichzeitig getankt werden.
Gleichzeitige Betankungsvorgänge kommen jedoch nicht sehr häufig vor. Insofern ist
es attraktiv, die Anzahl der Durchflusssensoren zu reduzieren und die Gasrückführung
in der Zapfsäule nur mit einem einzigen Durchflusssensor zu kontrollieren. Ein solches
Verfahren wird in
US 6,622,757,
US 6,880,585 und
US 6,968,868 beschrieben, wobei sogar eine Reduzierung bis auf nur einen Durchflussensor für eine
ganze Tankstelle offenbart ist. Dabei werden alle bei Betankungsvorgängen geförderten
Kraftstoffvolumina in einem bestimmten Zeitraum, deren Gas-Durchflüsse dem einen Durchflusssensor
zugeordnet sind, registriert und das gesamte rückgeführte Gasvolumen bestimmt. Dieser
Vorgang wird so oft wiederholt, wie Zapfpunkte auf einen Gas-Durchflusssensor kommen.
Dann ergibt sich ein eindeutig lösbares lineares Gleichungssystem, so dass jedem Zapfpunkt
ein Rückführverhältnis der Volumina (Gasvolumen/Kraftstoffvolumen) zugeordnet werden
kann.
[0009] Diese Methode ist jedoch mit Nachteilen behaftet.
[0010] Denn bei Tankvorgängen mit unterschiedlichen Durchflüssen (d.h. pro Zeiteinheit geförderten
Mengen) kann das Rückführverhältnis unterschiedlich sein. Dies kommt in der Praxis
relativ häufig vor. Hierbei würde nur ein Mittelwert für den Zapfpunkt bestimmt werden,
und die eigentliche Fehlerursache bei Abweichungen kann nicht erkannt werden.
[0011] Weiterhin besagen die Vorschriften von mehreren europäischen Ländern, dass die Gasrückführung
mit Hilfe des Rückführraten-Verhältnisses (Gasrückführrate/Kraftstoffförderrate, d.h.
pro Zeiteinheit rückgefördertes Volumen an Gas/pro Zeiteinheit gefördertes Kraftstoffvolumen)
überprüft wird. Dies ist mit der bekannten Technik mit einer reduzierten Zahl von
Durchflusssensoren nicht möglich, da nur Volumina und nicht Volumenraten (Volumina
pro Zeiteinheit) verglichen werden können.
[0012] Die Vorschriften von mehreren europäischen Ländern schreiben ferner vor, dass bei
Tankvorgängen, die bestimmten Kriterien bezüglich eines Kraftstoff-Mindestdurchflusses
und einer bestimmten Mindesttankdauer genügen, die Gasrückführraten einzeln bewertet
werden müssen. Bei diesen zu bewertenden Tankvorgängen muss dann kontrolliert werden,
ob sie sich in einem bestimmten vorgegebenen Toleranzband befinden. Ist das für eine
Folge von Tankvorgängen nicht der Fall, so muss ein Alarm ausgelöst werden. Dies ist
ebenfalls mit der bekannten Technik bei reduzierter Anzahl von Durchflusssensoren
nicht möglich, da erst eine längere Folge von Tankvorgängen abgewartet werden muss,
um eine Lösung des Gleichungssystems zu erreichen.
[0013] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verfahren zum Bestimmen der Gasrückführrate
an Tankstellen zu schaffen, dass mit einer reduzierten Anzahl von Gas-Durchflussmessern
auskommt (insbesondere mit nur einem Gas-Durchflussmesser pro Zapfsäule), und dass
es trotzdem ermöglicht, jeden einzelnen Betankungsvorgang zeitnah zu bewerten und
die Gasrückführrate und damit das Rückführraten-Verhältnis zu bestimmen, auch wenn
diese Tankvorgänge zeitlich überlappend erfolgen.
[0014] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen. Der
Anspruch 13 betrifft eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
[0015] Das erfindungsgemäße Verfahren ist zum Bestimmen der Gasrückführrate an Zapfsäulen
mit zwei Zapfpunkten (einem ersten Zapfpunkt und einem zweiten Zapfpunkt) konzipiert,
wobei jedem Zapfpunkt ein eigener Kraftstoff-Durchflussmesser (oder auch mehrere Kraftstoff-Durchflussmesser,
wenn an dem Zapfpunkt mehrere Vergaserkraftstoffsorten erhältlich sind) und beiden
Zapfpunkten ein gemeinsamer Gas-Durchflussmesser zugeordnet ist. Dieser Gas-Durchflussmesser
ist hinter einer Zusammenführung der Gasströme der beiden Zapfpunkte angeordnet. Dabei
werden die von den Kraftstoff-Durchflussmessern der beiden Zapfpunkte und von dem
Gas-Durchflussmesser erhaltenen Messwerte (in Form von Messsignalen oder nach elektronischer
Aufbereitung) in kurzen vorgegebenen Zeitabständen einander zugeordnet aufgezeichnet.
Unter kurzen Zeitabständen sind hier Zeitabstände zu verstehen, die klein sind im
Vergleich zu der Dauer eines typischen Betankungsvorgangs, so dass sich die Messwerte
für die Betankungsvorgänge z.B. graphisch als Funktion der Zeit mit hinreichender
zeitlicher Auflösung darstellen lassen. Bei zumindest teilweise gleichzeitigen Betankungsvorgängen
an beiden Zapfpunkten (d.h. bei zeitlich überlappenden Betankungsvorgängen) wird die
aus den Messwerten der Kraftstoff-Durchflussmesser bestimmte Information über den
zeitlichen Verlauf der beiden Betankungsvorgänge zum Zerlegen der gemessenen Summe
des Gas-Durchflusses beider Zapfpunkte in einen dem ersten Zapfpunkt zugeordneten
Gas-Durchfluss und einen dem zweiten Zapfpunkt zugeordneten Gas-Durchfluss verwendet.
[0016] Wenn der zeitliche Verlauf des Kraftstoff-Durchflusses und des zugeordneten Gas-Durchflusses
bei einem Betankungsvorgang an einem Zapfpunkt allgemein kastenförmig ist (z.B. kastenförmig
mit steilen Anlauf- und Abschaltflanken, wie bei normalen Betankungsvorgängen die
Regel), ist diese Auswertung besonders einfach. Dies wird weiter unten anhand von
Ausführungsbeispielen erläutert. Die Beispiele veranschaulichen dem Fachmann aber
auch, dass bei anderen zeitlichen Verläufen eine Auswertung ebenfalls möglich ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren hat erst dann seine Grenzen, wenn die gleichzeitigen
Betankungsvorgänge an den beiden Zapfpunkten praktisch gleichzeitig beginnen und praktisch
gleichzeitig aufhören, was in der Praxis extrem selten ist. Sollte tatsächlich einmal
ein derartiger Fall auftreten, könnte diesen beiden Betankungsvorgängen ausnahmsweise
kein Gas-Durchfluss zugeordnet werden.
[0017] Ein dem erfindungsgemäßen Verfahren analoges Verfahren lässt sich grundsätzlich auch
bei Zapfsäulen anwenden, die mehr als zwei Zapfpunkte aufweisen und bei denen für
mehr als zwei Zapfpunkte nur ein Gas-Durchflussmesser zur Verfügung steht.
[0018] Für einen gegebenen Betankungsvorgang kann der gemessene Kraftstoff-Durchfluss mit
dem zugeordneten Gas-Durchfluss verglichen werden, z.B. in Form des Quotienten Gasrückführrate/Kraftstoffförderrate
(Rückführraten-Verhältnis). Oder man vergleicht für einen gegebenen Betankungsvorgang
das gemessene Kraftstoff-Volumen mit dem zugeordneten Gas-Volumen, das durch Integration
des zugeordneten Gas-Durchflusses über die Zeit bestimmt wird. Die weitere Auswertung
oder Nutzung der Werte kann also so erfolgen, als ob der Gas-Durchfluss für jeden
Zapfpunkt direkt gemessen worden wäre.
[0019] Zur Durchführung des Verfahrens kann jedem Zapfpunkt eine eigene Gaspumpe zugeordnet
sein, oder beiden Zapfpunkten ist eine gemeinsame Gaspumpe zugeordnet, die hinter
der Zusammenführung der Gasströme der beiden Zapfpunkte angeordnet ist.
[0020] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es also, die beiden Gasrückführungen der
Zapfpunkte mit einem einzigen Gas-Durchflussmesser in einer Zapfsäule zu betreiben.
Die Einsparung der Kosten für einen Gas-Durchflussmesser kann höher sein als der zusätzliche
Aufwand für die Auswertung der Messwerte, die in der Regel in einer in der Zapfsäule
ohnehin vorhandenen Steuer- und Überwachungsvorrichtung (z.B. einem Rechner, gegebenenfalls
mit Zusatzelektronik) durchgeführt werden kann. Ferner ist das Verfahren zur Nachrüstung
von Zapfsäulen geeignet, die nur einen Gas-Durchflussmesser besitzen.
[0021] Bei überlappenden Tankvorgängen lassen sich die Gasrückführraten und auch die rückgeförderten
Gasvolumina getrennt für jeden Zapfpunkt erfassen und damit z.B. die Anforderungen
von Behörden und des Umweltschutzes erfüllen. Die Bedingung, dass eine bestimmte Anzahl
von Tankvorgängen in Folge außerhalb von festgelegten Toleranzgrenzen liegen muss,
kann nur geprüft werden, wenn diese Folge auch tatsächlich ausgewertet werden kann.
Das erfindungsgemäße Verfahren erlaubt eine solche zeitnahe Auswertung für jeden Betankungsvorgang.
Mit der oben erläuterten bekannten Technik war dies nicht möglich.
[0022] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist der Gas-Durchflussmesser als
thermischer Durchflusssensor gestaltet. Bei einem thermischen Durchflusssensor, wie
z.B. in
DE 199 13 968 A beschrieben, wird die Gasströmung zur Kühlung eines beheizten Messfühlers benutzt.
Da die Wärmeabführung von dem Messfühler über den Gas-Massestrom erfolgt, d.h. die
pro Zeiteinheit an dem Messfühler vorbeistreichende Masse an Gas, misst ein thermischer
Durchflusssensor streng genommen nicht einen Gas-Volumenstrom, sondern einen Gas-Massestrom.
Genau dies ist aber bei der Überwachung eines Gasrückführungssystems erwünscht: Erfasst
werden soll der Gas-Volumenstrom am Eingang des Zapfventils. Durch Reibungsverluste
in der Gaspumpe und durch adiabatische Kompression erhöht sich die Gastemperatur,
so dass sich entsprechend der Gasgleichung der Gas-Volumenstrom auf dem Gasströmungsweg
ändert. Ferner steigt je nach Strömungswiderstand im Rückleitungssystem der Druck
an, was ebenfalls den Gas-Volumenstrom beeinflusst. Folglich würde ein auf den Gas-Volumenstrom
reagierender Durchflusssensor falsche Messwerte liefern. Der Gas-Massestrom wird dagegen
durch die genannten Effekte nicht verändert (Kontinuität) und kann auf den Gas-Volumenstrom
am Eingang des Zapfventils zurückgerechnet werden.
[0023] Es hat sich gezeigt, dass eine Anordnung eines Gas-Durchflussmessers hinter den Gaspumpen
einer starken Beeinflussung durch die Pulsation der Gaspumpen ausgesetzt ist. Daher
ist vorzugsweise im Gasströmungsweg zwischen der Gaspumpe bzw. den Gaspumpen und dem
Gas-Durchflussmesser ein Pulsationsdämpfer (z.B. als Schalldämpfer/Kondensatabscheider
ausgestaltet) angeordnet, um die Pulsation der Gasströmung zu vermindern.
[0024] Mittels eines oder mehrerer Wärmeleitfähigkeitssensoren im Gasströmungsweg lässt
sich Information über die Zusammensetzung des rückgeführten Gases erhalten, insbesondere
über den Anteil an Luft in einem Kohlenwasserstoffgemisch (siehe z.B.
DE 199 13 968 A). Dies eröffnet die Möglichkeit, beim Betanken eines ORVR-Fahrzeugs (Kohlekanister-Fahrzeug)
anhand der Zusammensetzung des rückgeführten Gases zu erkennen, dass es sich um ein
ORVR-Fahrzeug handelt, aus dem im wesentlichen kein Kohlenwasserstoffgas, sondern
nur Luft in das Gasrückführsystem gelangt. Daraufhin kann die Gasrückführung für diesen
Betankungsvorgang gestoppt werden.
[0025] Da bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die von den Kraftstoff-Durchflussmessern erhaltenen
Messwerte aufgezeichnet werden, kann deren Langzeitverlauf als Information über den
Zustand von Kraftstofffiltern des Kraftstoff-Leitungssystems verwendet werden. Wenn
der Kraftstoff-Durchfluss im Laufe der Zeit sinkt, ist dies ein Anzeichen für eine
Verschlechterung der Kraftstofffilter.
[0026] Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen weiter beschrieben.
Die Zeichnungen zeigen in
- Figur 1:
- eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäß ausgerüsteten Zapfsäule mit zwei Zapfpunkten,
- Figur 2:
- eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäß ausgerüsteten Zapfsäule mit zwei Zapfpunkten,
bei der die Gasrückführung zusätzlich mit einer korrektiven Steuerung versehen ist,
- Figur 3:
- einen typischen zeitlichen Verlauf des KraftstoffVolumenstroms an einem Zapfpunkt
für eine Anzahl von Betankungsvorgängen, wobei die Pausen zwischen den einzelnen Betankungsvorgängen
nicht dargestellt sind,
- Figur 4:
- ein Beispiel für den zeitlichen Verlauf der Kraftstoff-Volumenströme an den beiden
Zapfpunkten der Zapfsäule und den gemeinsamen Gas-Volumenstrom bei teilweise überlappenden
Betankungsvorgängen und
- Figur 5:
- ein Beispiel für den zeitlichen Verlauf der Kraftstoff-Volumenströme an den beiden
Zapfpunkten der Zapfsäule und den gemeinsamen Gas-Volumenstrom bei vollständig überlappenden
Betankungsvorgängen.
[0027] In Figur 1 ist in schematischer Weise eine Zapfsäule 1 auf einer Tankstelle mit den
wichtigsten darin angeordneten oder der Zapfsäule 1 zugeordneten Teilen dargestellt,
einschließlich der Komponenten eines Gasrückführungssystems.
[0028] Die Zapfsäule 1 hat zwei Zapfpunkte, einen ersten Zapfpunkt 2 und einen zweiten Zapfpunkt
2', so dass zwei Kraftfahrzeuge gleichzeitig betankt werden können. Die Bezugszeichen
korrespondierender Bauteile für den Zapfpunkt 2 und den Zapfpunkt 2' sind bis auf
die Strichkennzeichnung gleich. An den Zapfpunkten 2 und 2' wird im Ausführungsbeispiel
Vergaserkraftstoff getankt. Für weitere Kraftstoffsorten können an der Zapfsäule 1
auch weitere Zapfschläuche vorgesehen sein.
[0029] Beim Betrieb der Zapfsäule 1 gelangt Kraftstoff aus einem unterirdischen Lagertank
3 über eine sich zu den beiden Zapfpunkten 2 und 2' verzweigende Kraftstoffleitung
4 und gefördert von einer Kraftstoffpumpe 6 bzw. 6' durch einen zum Messen des Kraftstoff-Volumenstroms
dienenden Kraftstoff-Durchflussmesser 8 bzw. 8' (der Zählpulse abgibt, wobei die Gesamtzahl
der bei einem Betankungsvorgang abgegebenen Zählpulse ein Maß für die eingetankte
Kraftstoffmenge ist) und einen Zapfschlauch 10 bzw. 10' zu einem Zapfventil 12 bzw.
12', von dem aus der Kraftstoff in den Tank eines Kraftfahrzeugs abgefüllt wird, wie
durch die großen Pfeile angedeutet. (Wenn die Zapfsäule für Druckbetankung ausgelegt
ist, entfallen die Kraftstoffpumpen 6 und 6'.) Gleichzeitig werden die über dem flüssigen
Kraftstoff im Tank des Kraftfahrzeugs stehenden Kraftstoffdämpfe (Gas) abgesaugt,
was durch die beiden kleinen Pfeile an den jeweiligen Zapfventilen 12 und 12' des
ersten Zapfpunkts 2 bzw. des zweiten Zapfpunkts 2' angezeigt ist. Diese Gase werden
über eine innerhalb des Zapfschlauchs 10 bzw. 10' geführte getrennte Leitung von einer
Gaspumpe 14 bzw. 14' angesaugt und gelangen durch eine Gasleitung 15 bzw. 15' zurück
in den Lagertank 3. Die Gaspumpe 14 bzw. 14' wird von einem Antriebsmotor 16 bzw.
16' angetrieben. Die Antriebsmotoren 16 und 16' werden über eine Ansteuerelektronik
18 betrieben, da im Ausführungsbeispiel der Gas-Durchfluss über die Drehzahl des Antriebsmotors
16 bzw. 16' gesteuert wird.
[0030] An der Stelle 19 vereinigen sich die Gasleitungen 15 und 15', so dass dort die Gasströme
der beiden Zapfpunkte 2 und 2' zusammengeführt werden. Zum Bestimmen des gesamten
Gas-Volumenstroms beider Zapfpunkte 2 und 2' dient ein einziger Gas-Durchflussmesser
20.
[0031] Vor dem Gas-Durchflussmesser 20 ist ein Pulsationsdämpfer 21 angeordnet, der in Form
eines Schalldämpfers/Kondensatabscheiders ausgestaltet ist, um die Pulsation der Gasströmung
zu vermindern.
[0032] Bei Gasrückführungssystemen der erläuterten Art muss der Gas-Volumenstrom dem Kraftstoff-Volumenstrom
angepasst werden. Dazu werden die Signale (Zählimpulse) des Kraftstoff-Durchflussmessers
8 bzw. 8' einer Steuer- und Überwachungsvorrichtung zugeführt, um die Ansteuerelektronik
18 so anzusteuern, dass die Volumenförderrate (Volumenstrom) der Gaspumpe 14 bzw.
14' möglichst mit der der Kraftstoffpumpe 6 bzw. 6' übereinstimmt.
[0033] Damit das Überwachungssystem auf Fehler in der Gasförderung reagieren kann, wird
die Volumenförderrate der Gaspumpe 14 bzw. 14' (Gasrückführrate) überwacht. Dazu ist
in der Zapfsäule 1 eine Überwachungseinheit 22 vorgesehen, die mit dem Zapfsäulenrechner
24 verbunden ist. Der Zapfsäulenrechner 24 empfängt die Signale von dem Kraftstoff-Durchflussmesser
8 bzw. 8' und gibt sie an die Überwachungseinheit 22 weiter, die mit der Ansteuerelektronik
18 verbunden ist. Die Überwachungseinheit 22 gibt ein Signal an den Zapfsäulenrechner
24 zurück, das den Zustand der Gasrückführung charakterisiert. Insbesondere enthält
dieses Signal im Fehlerfall der Gasrückführung die Alarmsignale und die Abschaltbefehle.
[0034] Bei herkömmlichen Systemen ist für jeden Zapfpunkt ein eigener Gas-Durchflussmesser
vorgesehen, dessen Signale oder Messwerte an die Überwachungseinheit gelegt werden,
um die Signale des jeweiligen Kraftstoff-Durchflussmessers und des jeweiligen Gas-Durchflussmessers
in der Steuer- und Überwachungsvorrichtung zu vergleichen, auszuwerten und zur Bewertung
der Gasrückführung zu benutzen.
[0035] Gemäß Figur 1 hat die Zapfsäule 1 jedoch nur einen gemeinsamen Gas-Durchflussmesser
20, dessen Signale oder Messwerte zu der Überwachungseinheit 22 geführt werden und
damit für die Überwachungsvorrichtung 22 verfügbar sind. In der Überwachungsvorrichtung
22 wird, wie im folgenden erläutert, die von dem Gas-Durchflussmesser 20 gemessene
Summe des Gas-Durchflusses beider Zapfpunkte 2, 2' in einen dem ersten Zapfpunkt 2
zugeordneten Gas-Durchfluss und einen dem zweiten Zapfpunkt 2' zugeordneten Gas-Durchfluss
zerlegt (Auswertung). Diese zugeordneten Gas-Durchflüsse können dann benutzt werden,
um die Gasrückführung in herkömmlicher Weise für jeden Zapfpunkt 2; 2' individuell
zu überwachen.
[0036] Zuvor sei aber noch auf die Figur 2 hingewiesen, die ebenfalls eine Zapfsäule mit
zwei Zapfpunkten und einem Gasdurchflussmesser zeigt, wobei jedoch im Unterschied
zu der Ausführung gemäß Figur 1 die Gasrückführung zusätzlich mit einer korrektiven
Steuerung versehen ist. Das Prinzip der korrektiven Steuerung ist in
DE 103 37 800 A1 beschrieben. Wegen der großen Ähnlichkeit der Anordnungen gemäß Figur 1 und Figur
2 sind in Figur 1 und Figur 2 dieselben Bezugszeichen benutzt. In Figur 2 ist der
Datenfluss zur Steuerung der Gasrückführung durch Pfeilspitzen verdeutlicht. Was die
Einbindung des Gas-Durchflussmessers 20 anbelangt, der zur Überwachung der Gasrückführung
für beide Zapfpunkte 2 und 2' dient, besteht zwischen den Anordnungen gemäß Figur
1 und Figur 2 kein Unterschied. Wenn das Rückführraten-Verhältnis (so ermittelt, wie
weiter unten beschrieben) von seinem Sollwert abweicht, werden bei der korrektiven
Steuerung die Signale (Zählimpulse) des Kraftstoff-Durchflussmessers 8 bzw. 8' modifiziert,
um der Ansteuerelektronik 18 einen anderen Kraftstoff-Volumenstrom vorzutäuschen.
Aufgrund der (mittlerweile fehlerhaften) Kalibrierungsdaten und den entsprechend modifizierten
Kraftstoff-Volumenstromsignalen ergibt sich dann eine korrekte Ansteuerung der Gaspumpen
14 und 14', so dass die Volumenförderrate (Volumenstrom) der Gaspumpe 14 bzw. 14'
wieder möglichst gut mit der der Kraftstoffpumpe 6 bzw. 6' übereinstimmt.
[0037] Nun wird anhand der Figuren 3 bis 5 erläutert, wie mit Hilfe des einen Gas-Durchflussmessers
20 die Gasrückführung beider Zapfpunkte 2, 2' überwacht werden kann.
[0038] Für Tankvorgänge, die von unterschiedlichen Zapfpunkten 2, 2' der Zapfsäule 1 getätigt
werden und die keine zeitliche Überlappung haben, ist die Auswertung problemlos, da
die Gasflüsse den Kraftstoffflüssen eindeutig zugeordnet werden können.
[0039] Bei der Auswertung von überlappenden Betankungsvorgängen kann die Tatsache ausgenutzt
werden, dass Betankungen beinahe ausschließlich so erfolgen, dass nach Einführen des
Zapfventils in den Tankstutzen das Zapfventil betätigt wird und die Betankung mit
nahezu gleichförmigem Kraftstoff-Volumenstrom (Kraftstoff-Durchfluss) erfolgt. Ein
Beispiel einer solchen Tankfolge eines Zapfpunktes ist in der Figur 3 dargestellt.
Es sind jeweils die Momentanwerte des Kraftstoff-Durchflusses gezeigt. Die Pausen
zwischen den Tankvorgängen sind nicht dargestellt. Es ist erkennbar, dass der Kraftstoff-Durchfluss
etwa bei 40 1/min liegt. Der zeitliche Verlauf des Kraftstoff-Durchflusses ist weitgehend
kastenförmig mit sehr steilen Flanken. Wenn ein Zapfpunkt mit mehreren Zapfschläuchen
(für verschiedene Vergaserkraftstoffe) ausgerüstet ist, sind die Kraftstoff-Durchflüsse
bei den verschiedenen Zapfschläuchen meist unterschiedlich, z.B. wegen unterschiedlicher
Strömungswiderstände der Kraftstofffilter, die sich mit der Zeit zusetzen.
[0040] Wird nun für eine gewisse Zeit auf beiden Zapfsäulenseiten, d.h. an beiden Zapfpunkten
2 und 2' (gemäß Figur 4 auf Seite A und auf Seite B), gleichzeitig getankt, dann addiert
sich für diese Zeit der Gas-Durchfluss für die Gasrückführung. Ein Beispiel für eine
solche zeitliche Überlappung ist in Figur 3 gezeigt. Die Überlappung ist so gut wie
niemals 100%, da die Tankvorgänge nicht zu genau dem gleichen Zeitpunkt anfangen oder
aufhören. In dem gezeigten Beispiel ist erkennbar, dass zunächst der Tankvorgang auf
Seite A beginnt und der dazugehörige Gas-Durchfluss ohne Beeinflussung durch die Seite
B direkt mittels des einen Gas-Durchflussmessers 20 bestimmt werden kann. Damit kann
das Rückführraten-Verhältnis als Quotient Gas-Volumenstrom/Kraftstoff-Volumenstrom
(d.h. Gas-Durchfluss/Kraftstoff-Durchfluss) für den Tankvorgang auf Seite A bestimmt
werden. Der Tankvorgang auf Seite B beginnt später und dauert über das Ende des Tankvorganges
auf Seite A hinaus an. In dem zeitlichen Bereich nach Beendigung des Betankungsvorgangs
auf Seite A lässt sich der Gas-Durchfluss für die Seite B und damit das Rückführraten-Verhältnis
für die Seite B bestimmen. Im direkten Überlappungsbereich wird die Summe aus den
Gas-Durchflüssen der Seite A und der Seite B gemessen. Dieser Wert kann ebenfalls
mit ausgewertet werden und kann der Kontrolle dienen.
[0041] Nach Beendigung beider überlappender Tankvorgänge sind sofort auch die vertankten
Kraftstoffvolumina für beide Zapfsäulenseiten bekannt. Aus den Gas-Durchflüssen im
Nichtüberlappungsbereich und den durch die zeitlichen Verläufe der Kraftstoff-Durchflüsse
auf den Seiten A und B gegebenen Zeitmarken können die rückgeförderten Gasvolumina
an den Seiten A und B mittels der Beziehung
Gasvolumen = Gas-Durchfluss *
Zeit berechnet werden. Für den Überlappbereich wird dabei von einer Nahezukonstanz der
Gas-Durchflüsse ausgegangen, was in der Praxis nahezu immer gegeben ist. Damit kann
das Rückführungsverhältnis als Gasvolumen/Kraftstoffvolumen des jeweiligen Tankvorganges
bestimmt werden, falls dies vorgeschrieben wird.
[0042] Um die erläuterte Auswertung durchführen zu können, müssen also die in Figur 4 gezeigten
zeitlichen Verläufe zur Verfügung stehen. Dazu werden die von den beiden Kraftstoff-Durchflussmessern
8, 8' und von dem Gas-Durchflussmesser 20 erhaltenen Messwerte in kurzen vorgegebenen
Zeitabständen aufgezeichnet, wobei die Aufzeichnungszeitpunkte einander zugeordnet
werden. "Kurz" heißt hier, dass die Zeitabstände kurz gegen die typische Dauer eines
Betankungsvorgangs sein müssen, um quasikontinuierliche und aussagekräftige Kurven
wie in Figur 4 zu erhalten. Die Messwerte können auch als Signale oder in kodierter
Form aufgezeichnet oder gespeichert werde. Die Datenspeicherung und die Auswertung
erfolgen in der Überwachungsvorrichtung 22. Damit das beschriebene Verfahren auf einem
bestehenden System durchgeführt werden kann, genügt zur Umrüstung meist bereits ein
neues Programm, gegebenfalls ergänzt durch Firmware oder auch Hardwarekomponenten.
[0043] Ein weiterer Fall ist in der Figur 5 dargestellt. Hier beginnt ebenfalls zunächst
ein Tankvorgang auf Seite A, und es kann der Gas-Durchfluss für diese Seite bestimmt
werden. Während dieser Tankvorgang noch läuft, beginnt ein Tankvorgang auf Seite B.
Damit erhöht sich der gemessene Gas-Durchfluss um den zusätzlichen Gas-Durchfluss
von der Gasrückführung der Seite B. Der Tankvorgang von der Seite B ist jedoch früher
beendet, und der Gas-Durchfluss sinkt wieder auf den vorigen Wert der Seite A ab.
Wie aus dem Kurvenverlauf in dem Diagramm ersichtlich, lässt sich der Gas-Durchfluss
der Seite B durch Subtraktion des zuvor ermittelten Gas-Durchflusses der Seite A von
dem gemessenen Gas-Durchfluss im Überlappungsbereich bestimmen. Somit kann auch das
Rückführraten-Verhältnis für die beiden Seiten A und B ermittelt werden. Die absoluten
rückgeförderten Gasvolumina können in zu dem Beispiel gemäß Figur 4 analoger Weise
berechnet werden.
1. Verfahren zum Bestimmen der Gasrückführrate an Zapfsäulen (1) mit zwei Zapfpunkten
(2, 2'), einem ersten Zapfpunkt (2) und einem zweiten Zapfpunkt (2'), wobei jedem
Zapfpunkt (2, 2') mindestens ein eigener Kraftstoff-Durchflussmesser (8, 8') und beiden
Zapfpunkten (2, 2') ein gemeinsamer Gas-Durchflussmesser (20) zugeordnet ist, der
hinter einer Zusammenführung (19) der Gasströme der beiden Zapfpunkte (2, 2') angeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, dass die von den Kraftstoff-Durchflussmessern (8, 8') und von dem Gas-Durchflussmesser
(20) erhaltenen Messwerte in kurzen vorgegebenen Zeitabständen einander zugeordnet
aufgezeichnet werden, und dass bei zumindest teilweise gleichzeitigen Betankungsvorgängen
an beiden Zapfpunkten (2, 2') die aus den Messwerten der Kraftstoff-Durchflussmesser
(8, 8') bestimmte Information über den zeitlichen Verlauf der beiden Betankungsvorgänge
zum Zerlegen der gemessenen Summe des Gas-Durchflusses beider Zapfpunkte (2, 2') in
einen dem ersten Zapfpunkt (2) zugeordneten Gas-Durchfluss und einen dem zweiten Zapfpunkt
(2') zugeordneten Gas-Durchfluss verwendet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für einen gegebenen Betankungsvorgang der gemessene Kraftstoff-Durchfluss mit dem
zugeordneten Gas-Durchfluss verglichen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass für einen gegebenen Betankungsvorgang das gemessene Kraftstoff-Volumen mit dem zugeordneten
Gas-Volumen verglichen wird, das durch Integration des zugeordneten Gas-Durchflusses
bestimmt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zeitliche Verlauf des Kraftstoff-Durchflusses und des zugeordneten Gas-Durchflusses
bei einem Betankungsvorgang an einem Zapfpunkt (2, 2') allgemein kastenförmig ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Zapfpunkt (2, 2') eine eigene Gaspumpe (14, 14') zugeordnet ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass beiden Zapfpunkten eine gemeinsame Gaspumpe zugeordnet ist, die hinter der Zusammenführung
der Gasströme der beiden Zapfpunkte angeordnet ist.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Gas-Durchflussmesser (20) als thermischer Durchflusssensor gestaltet ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass mittels mindestens eines Wärmeleitfähigkeitssensors Information über die Zusammensetzung
des rückgeführten Gases erhalten wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass beim Betanken eines ORVR-Fahrzeugs anhand der Zusammensetzung des rückgeführten Gases
erkannt wird, dass es sich um ein ORVR-Fahrzeug handelt, wobei vorzugsweise daraufhin
die Gasrückführung für diesen Betankungsvorgang gestoppt wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Pulsation der Gaströmung durch mindestens einen Pulsationsdämpfer (21) gedämpft
wird, der im Gasströmungsweg zwischen der Gaspumpe bzw. den Gaspumpen (14, 14') und
dem Gas-Durchflussmesser (20) angeordnet ist.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich der Langzeitverlauf der von den Kraftstoff-Durchflussmessern (8, 8') erhaltenen
Messwerte als Information über den Zustand von Kraftstofffiltern verwendet wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine Änderung des Rückführraten-Verhältnisses durch eine korrektive Steuerung ausgeglichen
wird.
13. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12, mit
einer Überwachungseinrichtung (22), die dazu eingerichtet ist, die von den beiden
Kraftstoff-Durchflussmessern (8, 8') und von dem Gas-Durchflussmesser (20) erhaltenen
Messwerte in kurzen vorgegebenen Zeitabständen einander zugeordnet aufzuzeichnen und
bei zumindest teilweise gleichzeitigen Betankungsvorgängen an beiden Zapfpunkten (2,
2') die aus den Messwerten der Kraftstoff-Durchflussmesser (8, 8') bestimmte Information
über den zeitlichen Verlauf der beiden Betankungsvorgänge zum Zerlegen der gemessenen
Summe des Gas-Durchflusses beider Zapfpunkte (2, 2') in einen dem ersten Zapfpunkt
(2) zugeordneten Gas-Durchfluss und einen dem zweiten Zapfpunkt (2') zugeordneten
Gas-Durchfluss zu verwenden, und optional einem als thermischer Durchflusssensor gestalteten
Gas-Durchflussmesser (20).