[0001] Die Erfindung betrifft ein Verbindungselement für einen Schutzdamm gegen Hochwasser
und ein Verfahren zum Füllen eines Schutzdamms.
[0002] Zum Schutz von beispielsweise Häusern gegen Hochwasser und Überflutungsphänomene
werden üblicherweise Sandsäcke oder Schutzdämme eingesetzt. Die Schutzdämme bestehen
typischerweise aus mehreren Schläuchen, die parallel zueinander gelagert werden können.
Die Verbindung der Schläuche erfolgt mittels Haken und Ösen, wobei auch mehrere Schläuche
hintereinander geschaltet werden können. Zum Entleeren ist innerhalb eines Schlauchendes
ein sich konisch verjüngender Auslass vorgesehen, der über eine Klemme geschlossen
werden kann. Das Entleeren führt oftmals zu einem Nasswerden der Benutzer. Ferner
erfolgt das Aufrollen der bekannten Schlauchdämme häufig in kniender Haltung der Benutzer.
[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verbindungselement für einen Schutzdamm gegen Hochwasser
zu schaffen, der zur Stabilisierung des Schutzdammes beiträgt und eine einfache Handhabung
des Schutzdammes ermöglicht. Es ist ferner Aufgabe der Erfindung ein einfaches Verfahren
zum Füllen eines Schlauchdamms bereitzustellen.
[0004] Diese Aufgabe wird durch ein Verbindungselement und ein Verfahren mit den Merkmalen
der unabhängigen Ansprüche gelöst.
[0005] Das erfindungsgemässe Verbindungselement kennzeichnet sich durch eine erste Halterung
zum Anschluss eines ersten mit Wasser auffüllbaren, flexiblen Hohlkörpers und eine
zweite Halterung zum Anschluss eines zweiten mit Wasser auffüllbaren, flexiblen Hohlkörpers
aus, wobei ein Verbindungsrohr zur Verbindung der ersten Halterung mit der zweiten
Halterung vorgesehen ist. Bei den mit Wasser auffüllbaren, flexiblen Hohlkörpern handelt
es sich insbesondere um Schläuche, beispielsweise Schutzschläuche mit einem Durchmesser
von 30-90 cm. Das Verbindungsrohr ist vorzugsweise an einer oberen Seite der ersten
Halterung und an einer oberen Seite der zweiten Halterung angeordnet, wobei die erste
und die zweite Halterung bevorzugt nebeneinander positioniert sind. Das Verbindungselement
kann auf diese Weise einfach mit Hilfe des Verbindungsrohrs montiert und bewegt werden.
[0006] Gemäss Ausgestaltung der Erfindung weist das Verbindungsrohr einen Wassereinlass
und einen Wasserauslass auf, über den einzufüllendes Wasser von dem Wassereinlass
in angeschlossene Hohlkörper gelangen kann. Der Wassereinlass ist vorzugsweise mittig
in dem Verbindungsrohr vorgesehen. Es kann sich beispielsweise um einen Einlassstutzen
handeln, an den ein Wasserschlauch angeschlossen werden kann. Der Wasserauslass wird
vorzugsweise durch die Rohröffnungen, d.h. die Öffnungen an den jeweiligen Enden des
Verbindungsrohrs, gebildet. Jeder Halterung ist dabei eine Rohröffnung zugeordnet,
über die Wasser in einen an die jeweilige Halterung angeschlossenen Hohlkörper gelangen
kann.
[0007] Die erste und die zweite Halterung sind vorzugsweise aus einem Metall, insbesondere
aus Aluminium ausgebildet. Das Verbindungsrohr kann ebenfalls aus einem Metall, insbesondere
aus Aluminium, ausgebildet sein.
[0008] Gemäss weiterer Ausgestaltung der Erfindung weisen die erste und die zweite Halterung
jeweils eine Entleereinrichtung zum Entleeren eines an die jeweilige Halterung angeschlossenen,
mit Wasser gefüllten Hohlkörpers auf. Die Entleereinrichtung umfasst bevorzugterweise
eine Öffnung in der jeweiligen Halterung und jeweils einen Schieber zum Verschliessen
der jeweiligen Öffnung. Der Schieber kann insbesondere manuell betätigt werden. Die
Öffnung zum Entleeren der Entleereinrichtung ist in der jeweiligen Halterung vorzugsweise
in dessen unterem Bereich vorgesehen.
[0009] Gemäss einem weiteren Aspekt der Erfindung sind die erste Halterung und die zweite
Halterung im Wesentlichen rechteckförmig ausgestaltet. Dies schliesst Ausgestaltungen
ein, die quadratisch sind, die oval sind, deren Ecken abgerundet und/oder abgeschrägt
sind. Ein mit Wasser auffüllbarer, flexibler Hohlkörper eines Schutzdamms, beispielsweise
ein Schlauch, verformt sich unter Wasserdruck normalerweise derart, dass er im gefüllten
Zustand einen rechteckförmigen, insbesondere einen ovalen, Querschnitt aufweist. Die
rechteckförmige Ausgestaltung der ersten und zweiten Halterung begünstigt diese Eigenschaft
eines an die jeweilige Halterung anzuschliessenden mit Wasser auffüllbaren, flexiblen
Hohlkörpers vorteilhafterweise.
[0010] Gemäss einem weiteren Aspekt der Erfindung ist an einem Seitenrand sowohl der ersten
als auch der zweiten Halterung jeweils eine Kurbel zum Aufrollen des Schutzdamms vorgesehen.
Die Kurbel ist insbesondere abnehmbar ausgeführt und bevorzugt mittig an der jeweiligen
Seitenwand angeordnet. Ein Schlauchdamm, umfassend mindestens ein Verbindungselement,
an dessen erste und zweite Halterung jeweils ein Hohlkörper, beispielsweise ein Schlauch
angeschlossen ist, kann durch Drehen der Kurbel einfach aufgerollt werden. Insbesondere
kann das Aufrollen mittels eines Fahrzeugs bzw. Wagens erfolgen, indem das Ende des
Schutzdamms mit dem Verbindungselement auf dem Fahrzeug positioniert wird und bei
einer Rückwärtsbewegung des Fahrzeugs die Kurbel gedreht wird. Ein Bücken oder Knien
von Benutzern zum Aufrollen des Schutzdamms kann so vorteilhafterweise im Wesentlichen
vermieden werden.
[0011] Gemäss einem weiteren Aspekt der Erfindung weisen die erste und die zweite Halterung
jeweils in ihrem Randbereich eine erste Nut zur Aufnahme eines Keders eines Hohlkörpers
aufweisen. Bei einem Keder handelt es sich um eine Randverstärkung des Hohlkörpers,
beispielsweise in der Form eines Wulstes. Auf diese Weise wird eine stabile Befestigung
eines Hohlkörpers an der jeweiligen Halterung des Verbindungselements ermöglicht ermöglicht.
Die erste und die zweite Halterung weisen vorzugsweise jeweils in ihrem Randbereich
eine zweite Nut zur Aufnahme eines Dichtungsrings auf, wobei in Richtung eines angeschlossenen
Hohlkörpers die erste Nut bevorzugt vor der zweiten Nut vorgesehen ist. Der Dichtungsring
kann beispielsweise aus Gummi sein. Das Vorsehen einer Nut für einen Dichtungsring
bzw. eines Dichtungsring führt zu einer besseren Abdichtung des Schlauchdamms, sodass
im gefüllten Zustand weniger Wasser entweichen kann.
[0012] Die erste und/oder die zweite Nut sind vorzugsweise an der Rückseite der jeweiligen
Halterung vorgesehen, wobei unter der Rückseite die Seite verstanden wird, die bei
angeschlossenem Hohlkörper in diesen hinein weist bzw. auf diesen ausgerichtet ist.
Die Frontseite der jeweiligen Halterung ist die der Rückseite gegenüberliegende Seite.
[0013] Hohlkörper, beispielsweise Schläuche, für einen Schutzdamm weisen üblicherweise zur
Stabilisierung Haltungsplatten, insbesondere Kopf- und Fussplatten auf. Damit diese
an die Halterungen des Verbindungselements angebracht werden können, sind die erste
und/oder die zweite Nut vorzugsweise derart ausgestaltet sind, dass eine an einem
Hohlkörper vorgesehene Haltungsplatte im angeschlossenen mit dem Rand der jeweiligen
Halterung abschliesst. Dies führt zu einer verbesserten Dichtung des Schlauchdamms.
[0014] Bei dem erfindungsgemässen Verfahren zum Füllen eines Schlauchdamms, der mindestens
zwei Verbindungselemente und vier mit Wasser auffüllbare, flexible Hohlkörper umfasst,
wobei der erste und der zweite Hohlkörper die Rückseiten der ersten und der zweiten
Halterung des ersten Verbindungselements mit den Frontseite der ersten und der zweiten
Halterung des zweiten Verbindungselements verbinden und an die Rückseiten der ersten
und der zweiten Halterung des zweiten Verbindungselements der dritte und der vierte
Hohlkörper angeschlossen sind, verschliessen beim Füllen des Schlauchdamms die Schieber
des ersten Verbindungselements die Öffnungen des ersten Verbindungselements, während
die Schieber des zweiten Verbindungselements die Öffnungen des zweiten Verbindungselements
nicht verschliessen. Es kann ein drittes Verbindungselement zum Verschliessen der
nicht mit dem zweiten Verbindungselement verbundenen Enden des dritten und des vierten
Hohlkörpers vorgesehen sein, bei dem die Schieber die Öffnungen verschliessen.
[0015] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
und den anhand der Zeichnungen nachfolgend dargestellten Ausführungsbeispielen. Es
zeigen:
Figur 1 eine Frontansicht eines erfindungsgemässen Verbindungselements,
Figur 2 eine Rückansicht eines erfindungsgemässen Verbindungselements,
Figur 3 einen Ausschnitt der Rückansicht des Verbindungselements gemäss Figur 2,
Figur 4 einen Schutzdamm mit erfindungsgemässen Verbindungselementen,
Figur 5 eine Seitenansicht eines erfindungsgemässen Verbindungselements und
Figur 6 einen Querschnitt durch die Seitenansicht nach Figur 5.
[0016] In den Figuren bezeichnen gleiche Bezugszeichen strukturell bzw. funktionell gleichwirkende
Komponenten.
[0017] Figur 1 zeigt eine Frontansicht bzw. Frontseite eines erfindungsgemässen Verbindungselements
1. Figur 2 zeigt eine Rückansicht bzw. Rückseite des Verbindungselements 1. Das Verbindungselement
1 weist eine erste Halterung 2 und eine zweite Halterung 3 auf, an die jeweils ein
mit Wasser auffüllbarer, flexibler Hohlkörper angeschlossen werden kann. Bei angeschlossenen
Hohlkörpern (nicht dargestellt) weist die Rückansicht bzw. Rückseite in die Hohlkörper
hinein, während die Frontansicht bzw. Frontseite des Verbindungselements von diesen
weg zeigt.
[0018] Es ist ein Verbindungsrohr 4 vorgesehen, welches an den oberen Rändern 5, 6 der Halterungen
2, 3 angebracht ist. Das Verbindungsrohr 4 verfügt über einen Wassereinlass 7, an
den beispielsweise ein Wasserschlauch zum Einfüllen von Wasser angeschlossen werden
kann. Über Rohröffnungen 8 und 9 des Verbindungsrohrs 4, die einen Wasserauslass bilden,
gelangt das Wasser in die angeschlossenen Hohlkörper. An dem jeweiligen unteren Rand
bzw. in dem jeweiligen unteren Bereich der Halterungen 2, 3 ist je eine Öffnung 10
vorgesehen, über die an die Halterungen 2, 3 angeschlossene, mit Wasser gefüllt Hohlkörper
entleert werden können. Es ist jeweils ein Schieber 11 vorgesehen, der im gefüllten
Zustand die jeweilige Öffnung 10 verschliesst. Der jeweilige Schieber 11 besteht aus
einem länglichen Stab 11.1, an den ein Verschlusselement 11.2 angebracht ist, dessen
Querschnitt den Querschnitt der Öffnung 10 übersteigt, so dass mittels des Verschlusselements
11.2 die Öffnung 10 verschlossen bzw. verdeckt werden kann. Durch Bewegung des Stabs
11.1 kann das Verschlusselement 11.2 vor die Öffnung 10 bzw. von der Öffnung 10 weg
geschoben werden. Die Bewegung des Stabs 11.1 erfolgt vorzugsweise manuell. Der jeweilige
Schieber 11 ist vorzugsweise derart in den jeweiligen Halterungen 2, 3 angebracht,
dass der Stab 11.1 vertikal nach oben ragt und in vertikaler Richtung bewegt werden
kann. Im oberen Bereich der jeweiligen Halterung 2, 3 ist vorzugsweise jeweils eine
Führung 12 vorgesehen, in der der Stab 11.1 entlanggleiten kann und die der Führung
des Stabs 11.1 dient. Bei der Führung 12 kann es sich insbesondere um ein quer verlaufendes
Metallstück handeln, welches beidseitig des Stabes 11.1 mit der jeweiligen Halterung
2, 3 verschraubt oder vernietet ist. Der Schieber 11 und die Öffnung 10 bilden eine
Entleereinrichtung.
[0019] Die Halterungen 2, 3 weisen vorteilhafterweise einen rechteckförmigen Querschnitt
auf. Dies entspricht im Wesentlichen dem Querschnitt eines an die Halterungen 2, 3
jeweils angeschlossenen flexiblen Hohlkörpers, der mit Wasser gefüllt ist.
[0020] An einer Seitenwand 13 jeder Halterung 2, 3, die in Bezug auf das Verbindungselement
1 nach aussen weist, ist vorzugsweise mittig eine Kurbel 14 vorgesehen. Durch Drehen
der Kurbel 14 kann ein Schutzdamm, der mindestens ein Verbindungselement 1 und Hohlkörpern,
die an das Verbindungselement 1 angeschlossen sind, umfasst, aufgerollt werden. Das
Aufrollen kann vorteilhafterweise auf der Beladefläche eines Fahrzeugs erfolgen, wobei
das Fahrzeug zum Aufrollen vorzugsweise rückwärts fährt. Hierfür ist bevorzugterweise
ein so genanntes U-Profil auf der Beladefläche angeordnet, in welchem der Schutzdamm
bzw. dessen Verbindungselement beim Aufrollen aufgenommen wird.
[0021] Wie aus Figur 3 ersichtlich, die eine als "A" bezeichnete Detaildarstellung der Rückansicht
des Verbindungselements von Figur 2 zeigt, ist an der jeweiligen Seitenwand 13 bevorzugt
ein Führungszapfen 15 vorgesehen, auf den die Kurbel 14 angebracht werden kann. Die
Kurbel 14 ist vorzugsweise abnehmbar ausgeführt und kann von dem Führungszapfen 15
bzw. von der jeweiligen Halterung 2, 3 abgezogen werden. Es sind bevorzugterweise
Verstärkungsstücke 16 vorgesehen, die zwischen die jeweilige Seitenwand 13 bzw. den
jeweiligen Führungszapfen 15 und die jeweilige Kurbel 14 geschaltet werden können,
sodass für das Aufrollen eines Schutzdamms mehr Hebelkraft zur Verfügung steht. Die
Verstärkungsstücke 16 sind in Figur 1 separat dargestellt und sind grundsätzlich als
längliche Rohre ausgeführt.
[0022] Das Verbindungsrohr 4 ist vorzugsweise derart ausgebildet, dass es mit einem weiteren
Verbindungsrohr 4 verbunden werden kann. Hierfür kann am Verbindungsrohr 4, beispielsweise
mittig und an dessen nicht näher bezeichneten unteren Rand, eine Lasche 17 mit einer
Öse 18 vorgesehen sein.
[0023] Vorzugsweise sind die Halterungen 2 und 3 zusätzlich in ihrem unteren Bereich über
einen Steg 19 verbunden. Dies erhöht die Stabilität des Verbindungselements 1 und
somit eines Schutzdamms, der das Verbindungselement 1 enthält.
[0024] Figur 4 zeigt schematisch einen Schutzdamm 20, der Verbindungselemente 1 aufweist,
an die jeweils Hohlkörper 21, 22 angeschlossen sind. An die Rückseite einer ersten
Halterung 2.1 eines ersten Verbindungselements 1.1 ist ein Ende eines ersten Hohlkörpers
21.1 angeschlossen, dessen anderes Ende an die Frontseite einer ersten Halterung 2.2
eines zweiten Verbindungselements 1.2 angeschlossen ist. An die Rückseite einer zweiten
Halterung 3.1 des ersten Verbindungselements 1.1 ist ein Ende eines zweiten Hohlkörpers
22.1 angeschlossen, dessen anderes Ende an die Frontseite einer zweiten Halterung
3.2 eines zweiten Verbindungselements 1.2 angeschlossen ist. An die Rückseite der
ersten Halterung 2.2 des zweiten Verbindungselements 1.2 ist nun wiederum ein Ende
eines dritten Hohlkörpers 21.2 angeschlossen, dessen anderes Ende an die Frontseite
einer ersten Halterung 2.3 eines dritten Verbindungselements 1.3 angeschlossen ist.
An die Rückseite der zweiten Halterung 3.2 des zweiten Verbindungselements 1.2 ist
entsprechend ein Ende eines vierten Hohlkörpers 22.2 angeschlossen, dessen anderes
Ende an die Frontseite einer zweiten Halterung 3.3 des dritten Verbindungselements
1.3 angeschlossen ist. An die Rückseiten der Halterungen 2.3, 3.3 des dritten Verbindungselements
1.3 bzw. an die Frontseiten der Halterungen 2.1, 3.1 des ersten Verbindungselements
1.1 können selbstverständlich weitere Hohlkörper 21 und 22 angeschlossen werden, je
nachdem wie die gewünschte Länge des Schutzdamms 20 ist.
[0025] Zur Erhöhung der Stabilität des dargestellten Schutzdamms 20 können die Verbindungselemente
1.1, 1.2, 1.3 über die an den Verbindungsrohren 4 jeweils vorgesehene Einrichtung
in Form von einer Lasche 17 mit einer Öse 18 (vgl. Figuren 1 und 2) miteinander verbunden
werden. Diese Verbindung kann beispielsweise mittels eines flexiblen Stabs oder Seils
erfolgen. Alternativ oder zusätzlich können auch mehrere Verbindungsrohre 4 parallel
nebeneinander angeordnet und/oder miteinander verbunden werden, sodass sie über den
Hohlkörpern 21, 22 entlang verlaufen.
[0026] Die Figuren 5 und 6 zeigen eine Seitenansicht (Figur 5) und einen Querschnitt durch
eine Seitenansicht (Figur 6) eines erfindungsgemässen Verbindungselements 1 mit einer
ersten Halterung 2 und einer zweiten Halterung 3. Im Randbereich jeder Halterung 2,
3 sind jeweils an der nicht näher bezeichneten Rückseite eine erste Nut 23 zur Aufnahme
eines Keders eines anzuschliessenden Hohlkörpers und eine zweite Nut 24 zur Aufnahme
eines Dichtungsrings 25 vorgesehen. Die erste Nut 23 liegt vorzugsweise in Richtung
auf einen anzuschliessenden Hohlkörper hin gesehen vor der zweiten Nut 24. Die erste
und die zweite Nut 23, 24 sind bevorzugt derart tief ausgebildet, dass eine an dem
Hohlkörper angebrachte Haltungsplatte derart auf ihnen angeordnet werden kann, dass
die Haltungsplatte mit der jeweiligen Halterung 2, 3 fluchtend abschliesst.
1. Verbindungselement für einen Schutzdamm (20) gegen Hochwasser, gekennzeichnet durch eine erste Halterung (2) zum Anschluss eines ersten mit Wasser auffüllbaren, flexiblen
Hohlkörpers (21) und eine zweite Halterung (3) zum Anschluss eines zweiten mit Wasser
auffüllbaren, flexiblen Hohlkörpers (22), wobei ein Verbindungsrohr (4) zur Verbindung
der ersten Halterung (2) mit der zweiten Halterung (3) vorgesehen ist.
2. Verbindungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsrohr (4) einen Wassereinlass (7) und einen Wasserauslass (8, 9) aufweisst,
über den einzufüllendes Wasser von dem Wassereinlass (7) in einen angeschlossenen
ersten (21) und in einen angeschlossenen zweiten (22) Hohlkörper gelangen kann.
3. Verbindungselement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Wasserauslass durch Rohröffnungen (8, 9) des Verbindungsrohrs (4) gebildet ist.
4. Verbindungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsrohr (4) an einem oberen Rand (5) der ersten Halterung (2) und an
einem oberen Rand (6) der zweiten Halterung (3) angeordnet ist.
5. Verbindungselement nach einem der vorhergehenden Anschlüsse, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (1; 1.1, 1.2, 1.3) derart ausgestaltet ist, dass es mit einem
weiteren Verbindungselement (1; 1.1, 1.2, 1.3) verbunden werden kann.
6. Verbindungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Halterung (2) und die zweite Halterung (3) aus einem Metall, insbesondere
aus Aluminium, ausgebildet sind.
7. Verbindungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Halterung (2) und die zweite Halterung (3) jeweils eine Entleereinrichtung
(10, 11, 11.1, 11.2) zum Entleeren eines angeschlossenen, mit Wasser gefüllten Hohlkörpers
(21, 22) aufweisen.
8. Verbindungselement nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Entleereinrichtung (10, 11, 11.1, 11.2) eine Öffnung (10) in der jeweiligen Halterung
(2,3) und einen Schieber (11, 11.1, 11.2) zum Verschliessen der jeweiligen Öffnung
(10) umfasst.
9. Verbindungselement für einen Schutzdamm (20) gegen Hochwasser, insbesondere nach einem
der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine erste Halterung (2) zum Anschluss eines ersten mit Wasser auffüllbaren, flexiblen
Hohlkörpers (21) und eine zweite Halterung (3) zum Anschluss eines zweiten mit Wasser
auffüllbaren, flexiblen Hohlkörpers (22), wobei die erste Halterung (2) und die zweite
Halterung (3) im Wesentlichen rechteckförmig ausgestaltet sind.
10. Verbindungselement für einen Schutzdamm (20) gegen Hochwasser, insbesondere nach einem
der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine erste Halterung (2) zum Anschluss eines ersten mit Wasser auffüllbaren, flexiblen
Hohlkörpers (21) und eine zweite Halterung (3) zum Anschluss eines zweiten mit Wasser
auffüllbaren, flexiblen Hohlkörpers (22), wobei an einem Seitenrand (13) jeder Halterung
(2, 3) jeweils eine Kurbel (14) zum Aufrollen des Schutzdamms (20) vorgesehen ist.
11. Verbindungselement nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurbel (14) abnehmbar ist.
12. Verbindungselement für einen Schutzdamm (20) gegen Hochwasser, insbesondere nach einem
der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine erste Halterung (2) zum Anschluss eines ersten mit Wasser auffüllbaren, flexiblen
Hohlkörpers (21) und eine zweite Halterung (3) zum Anschluss eines zweiten mit Wasser
auffüllbaren, flexiblen Hohlkörpers (22), wobei die erste (2) und die zweite (3) Halterung
jeweils in ihrem Randbereich eine erste Nut (23) zur Aufnahme eines Keders eines Hohlkörpers
(21, 22) aufweisen.
13. Verbindungselement nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die erste (2) und die zweite (3) Halterung jeweils in ihrem Randbereich eine zweite
Nut (24) zur Aufnahme eines Dichtungsrings (25) aufweisen.
14. Verbindungselement nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass in Richtung eines angeschlossenen Hohlkörpers (21, 22) die erste Nut (23) vor der
zweiten Nut (24) vorgesehen ist.
15. Verbindungselement nach einem der Anspruch 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die erste (23) und/oder die zweite Nut (24) derart ausgestaltet sind, dass eine an
einem Hohlkörper (21, 22) vorgesehene Haltungsplatte im angeschlossenen Zustand mit
dem Rand (5, 6) der jeweiligen Halterung (2, 3) abschliesst.
16. Schlauchdamm mit mindestens einem Verbindungselement (1; 1.1, 1.2, 1.3) nach einem
der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Halterung (2; 2.1, 2.2, 2.3) des Verbindungselements (1; 1.1, 1.2, 1.3)
mit einem ersten, mit Wasser auffüllbaren, flexiblen Hohlkörper (21; 21.1, 21.2) und
die zweite Halterung (3; 3.1, 3.2, 3.3) des Verbindungselements (1; 1.1, 1.2, 1.3)
mit einem zweiten, mit Wasser auffüllbaren, flexiblen Hohlkörper (22; 22.1, 22.2)
verbunden ist.
17. Verfahren zum Füllen eines Schlauchdamms nach Anspruch 16, wobei der Schlauchdamm
(20) mindestens zwei Verbindungselemente (1; 1.1; 1.2) nach einem der Ansprüche 8
bis 15 und vier mit Wasser auffüllbare, flexible Hohlkörper (21, 22; 21.1, 22.1, 21.2,
22.2) umfasst, wobei der erste (21.1) und der zweite (22.1) Hohlkörper die Rückseiten
der ersten (2.1) und der zweiten (3.1) Halterung des ersten Verbindungselements (1.1)
mit den Frontseite der ersten (2.2) und der zweiten Halterung (3.2) des zweiten Verbindungselements
(1.2) verbinden und an die Rückseiten der ersten (2.2) und der zweiten (3.2) Halterung
des zweiten Verbindungselements (1.2) der dritte (21.2) und der vierte (22.2) Hohlkörper
angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, dass beim Füllen des Schlauchdamms (20), die Schieber (11) des ersten Verbindungselements
(1.1) die Öffnungen (10) des ersten Verbindungselements (1.1) verschliessen, während
die Schieber (11) des zweiten Verbindungselements (1.2) die Öffnungen (10) des zweiten
Verbindungselements (1.2) nicht verschliessen.