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EP 1 923 576 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.03.2010 Patentblatt 2010/10 |
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Anmeldetag: 16.11.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Rohrbogen für Fluidkanäle
Bend for a fluid duct
Coude pour une conduite de fluide
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.05.2008 Patentblatt 2008/21 |
| (62) |
Anmeldenummer der früheren Anmeldung nach Art. 76 EPÜ: |
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05024982.0 / 1788259 |
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Patentinhaber: Naber Holding GmbH & Co. KG |
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48529 Nordhorn (DE) |
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Erfinder: |
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- Naber, Hans-Joachim
48527 Nordhorn (DE)
- Friebel, Wolf-Christoph
49134 Wallenhorst (DE)
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Vertreter: Tönhardt, Marion |
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Forrester & Boehmert
Pettenkoferstrasse 20-22 80366 München 80366 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
BE-A- 510 469 DE-C- 387 935 DE-C- 742 475 US-A- 4 919 170
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DE-B3- 10 360 839 DE-C- 588 113 GB-A- 509 287
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- 30. September 2005 (2005-09-30), FABER , XP002378977 Gefunden im Internet: URL:http://www.faberonline.com/isolainstal
l.pdf> * Seite 9, Absatz 3; Abbildung 5 *
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Rohrbogen für Fluidkanäle gemäß dem Oberbegriff
des Anspruches 1.
[0002] Derartige Rohrbögen sind ein wesentliches Element von Fluidkanälen, die vermehrt
in Gebäuden aller Art für die Belüftung, für die Entlüftung, für Klimaanlagen eingesetzt
werden. Prinzipiell ist die Anwendung bei allen Fluiden, Flüssigkeit und Gasen möglich,
auch für Erdgasleitung oder für Ölleitungen.
[0003] Eine bevorzugte Anwendung sind Zuluft- und insbesondere Abluftkanäle für Abzugshauben
in modernen Küchen.
[0004] Fluidkanäle haben einen bestimmten Leitungswiderstand, der zu Druckverlusten führt,
sie benötigen bestimmte Querschnitte und Antriebsmotoren für den Transport, wie für
Ventilatoren; diese können mit hohen Geräuschen verbunden sein.
[0005] Ziel der Erfindung ist, den Druckverlust durch den Leitungswiderstand, und damit
den Leistungsquerschnitt zu verringern, oder die Durchflussmenge zu erhöhen, gleichzeitig
den Geräuschpegel und auch die für den Fluidtransport erforderliche Motorleistung
zu verringern.
[0006] Dieses Ziel wird durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Weitere Ausgestaltungen
der Erfindung sind in den Unteransprüchen unter Schutz gestellt.
[0007] Eine wesentliche Erfindungsidee besteht darin, in den Rohrbögen Leitelemente in ganz
bestimmter Weise anzubringen, so dass der Fluidstrom innerhalb des Rohrbogens komplett
in mehrere Abschnitte, vorzugsweise zwei oder drei Abschnitte, unterteilt wird,. Bisherige
Leitelemente in Rohrbögen so in Dubbel, Taschenbuch für den Maschinenbau, Springer-Verlag
Berlin, 1970,
DE-Patentschrift 588113, oder
DE-PS 742475 konnten nichts Entscheidendes zu dieser Problemlösung beitragen.
[0008] Die
BE 510469 A offenbart einen Rohrbogen für Fluidkanäle mit kreisrundem Querschnitt, der im Innern
parallel zur Außen- sowie Innenbewandung verlaufende kreisförmige Leitflächen aufweist,
die dazu geeignet sind, bei Rohrbögen mit durchgängig kreisrundem Querschnitt den
Druckabfall in Durchflußrichtun zu minimieren.
[0009] Die erfindungsgemäßen Leitelemente, auch als Leitkörper bezeichnet, verringern die
Wirbelbildung und sorgen für gleichmäßigere Geschwindigkeit.
[0010] Die Verbesserungen sind knapp zusammengefasst:
- höhere Strömungsleistung
- - geringerer Energieverbrauch
- weniger Lärm, z. B. an einer Ablufthaube
- - größere mechanische Festigkeit
- - leichtere Montage durch Einführfasen
- kompaktere Abmessungen, insbesondere geringere Höhe.
[0011] Ein Grund, warum sich derartige innere, Leitelemente bisher nicht durchsetzen, könnte
auch an den relativ schwierigen Herstellungsproblemen liegen. Nachfolgende Ansprüche
zeigen unter anderem spezielle Ausführungsformen einer zweiteiligen Herstellung unterschiedlicher
Rohrbögen und spezielle Merkmale des Zusammenfügens dieser zweiteiligen Rohrbögen,
sowie vorteilhafte Ausgestaltungen und Anordnungen der Leitelemente und der Endkanten
der Anschlussflansche. Dadurch ist zum einen ein sehr rasches, einfaches und präzises
Zusammenfügen möglich, zum anderen wird das Strömungsprofil im Inneren der Rohrbögen
praktisch nicht beeinflusst, und weiterhin wird für einen festen Halt der beiden miteinander
verbundenen Hälften der Rohrbögen gesorgt.
[0012] Je nach Rohrbogen sind die Abschnitte der Strömungs-Leitelemente unterschiedlich.
Derartige Rohrbögen können auch als Umlenkstücke zwischen verschiedenen Rohrquerschnitten,
beispielsweise Flach-Rund, ausgebildet sein. Alle Winkel von Rohrbögen sind möglich,
je spitzer der Winkel, umso bedeutsamer wirkt sich die Erfindung aus; am häufigsten
sind 90°-Winkel.
[0013] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt.
[0014] Es zeigt:
Figur 1 ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in Form eines Umlenkstückes zwischen
vertikalem Flachkanal und kreisrundem Kanal in perspektivischer Explosionsdarstellung,
Figur 2 das Umlenkstück von Figur 1 perspektivisch im zusammengebauten Zustand, wobei
auch die unterschiedlichen Kanalbreiten sichtbar werden,
Figur 3 den Querschnitt durch das Umlenkstück von Figur 2 entlang der Schnittlinie
A-A.
[0016] Figur 1 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung in Form eines Umlenkstückes
80 zwischen einem Flachkanal und einem kreisrunden Kanal, um eine Verbindung zwischen
Flachkanälen und Rundkanälen zu ermöglichen.
[0017] Bei diesem besonderen Ausführungsbeispiel gibt es einige konstruktive Besonderheiten.
So sind hier die beiden, zueinander parallel geführten Leitelemente nicht parallel
zur Innenwand beziehungsweise Außenwand. Um ein gleich großes Durchgangsvolumen für
das Fluid aufrecht zu erhalten, ergibt sich auch vom Flachkanal zum Rundkanal eine
Verjüngung des Kanalabschnittes. Schließlich ist auch keine Herstellung aus zwei Teilstücken
vorgesehen, sondern die Anfertigung von kompletten Einsatzteilen 86. 88 mit Seitenabschnitten
87 beziehungsweise 89. Hierbei sind die zwei vorgesehenen Leitelemente als komplette
Bauteile 86. 88 mit Seitenwänden 87 bzw. 89 ausgebildet, die als ganzes in den Rohrbogen
eingeschoben und verankert werden. Die Seitenwände dieser Leitelemente und die entsprechenden
Außenwände des Umlenk-Rohrbogens sind so gestaltet, dass sie im eingebauten Zustand
miteinander bündig sind und somit keinen zusätzlichen Wandwiderstand ergeben. Die
schmälere Kante 90 des inneren Leitelementes 88 greift hierbei geringfügig in den
Flanschbereich 92 des kreisrunden Anschlussstückes ein, der für das Überschieben eines
runden Kanal- Anschlussstückes ausgebildet ist. Diese Leitelemente sind somit etwas
aufwändiger in der Herstellung, erlauben jedoch einen Verzicht auf eine zweiteilige
Herstellung der Rohrbögen. Selbstverständlich ist diese andersartige Technik bei allen
möglichen Rohrbögen und nicht nur bei dem gezeigten Umlenkstück einsetzbar.
[0018] Figur 2 zeigt das komplette Anschlussstück 80, wobei der Flachkanal 82 vertikal und
der kreisrunde Kanal 84 horizontal angeordnet sind. Gut sichtbar sind das äußere Leitelement
86 und das innere Leitelement 84. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die Austrittsbreite
des mittleren Kanales um etwa 20 Prozent breiter als die beiden anderen Kanäle ausgebildet.
Ähnliches gilt auch für den Bereich des Flachkanales.
[0019] Figur 3 zeigt den Querschnitt durch den Umlenkstück-Rohrbogen von Figur 2. Hier sind
insbesondere die genauen Krümmungen von Außenwandung 92, äußerem Leitblech 86, innerem
Leitblech 88, das in den Flanschbereich des Rundanschlusses 84 geringfügig hineinragt.
[0020] Die gekrümmte Außenfläche 92 beschreibt, ausgehend vom kreisrunden Kanalanschluss,
im Wesentlichen zunächst einen Kreisbogen mit großem Radius und geht dann in eine
ebene Fläche in Richtung zum Flachkanalanschluss über. Das äußere Leitelement 86 und
das innere Leitelement 88 haben im Wesentlichen die Form einer Ellipse. Die Kanalbreiten
des Flachkanal-Anschlusses und des Rundkanal-Anschlusses stehen hierbei im gleichen
Verhältnis zueinander.
1. Rohrbogen für Fluidkanäle mit starren Fluid-Leitelementen (86, 88), insbesondere für
Zu- und Abluftkanäle, insbesondere für Küchen, mit einem Übergangsstück (80) von Flachkanal
(82) zu kreisrundem Kanal (84),
dadurch gekennzeichnet, daß die Leitelemente (86, 88) im wesentlichen eine Ellipsenform aufweisen und nicht parallel
zur Innenwand beziehungsweise Außenwand verlaufen sowie in ein gerades Stück (87,
89) Richtung Flachkanal übergehen, und daß die Kanalbreiten des kreisrunden Kanalanschlusses
(84) und des Flachkanalanschlusses (82) proportional zueinander stehen.
2. Rohrbogen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohrbogen ein Umlenkstück (80) von einem vertikalen Flachkanal (82) zu einem
kreisrunden Kanal (84) ist, in welchem die vorzugsweise zwei Leitelemente (86, 88)
in gleichen Abständen oder mit einem um etwa 10 bis 30 % breiteren Innenkanal verlaufen.
3. Rohrbogen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden elliptischen Leitelemente (86, 88) von dem kreisrunden Anschlußstück zu
dem Flachkanalanschlußstück verlaufen, und daß die gekrümmte Außenfläche (92) alternativ
ebenfalls elliptisch verläuft oder sich an das kreisrunde Anschlußstück (84) erst
als ein Kreisbogen mit großem Radius anschließt und dann in Richtung Flachkanal in
ein gerades ebenes Stück übergeht,
wobei die Proportionen der Kanalbreiten im kreisrunden Anschlußstück und im Flachkanalanschlußstück
im wesentlichen gleich sind, und
wobei vorzugsweise der Mittelkanal um etwa 10 bis 30 % breiter ist als die beiden
Außenkanäle.
4. Rohrbogen nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohrbogen einstückig ausgebildet ist und daß die Leitelemente (86, 88) in den
Rohrbogen eingeschoben und mit diesem abdichtend verbunden werden, durch Verschweißen
oder Verkleben.
5. Rohrbogen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwände (87, 89) der Leitelemente (86, 88) in entsprechende Aussparungen
(83) an der Innenwand des Rohrbogens, bzw. in sich nach außen erstreckende Ausbuchtungen,
derart einführbar und befestigbar sind, daß sich eine ebene Innenfläche des Rohrbogens
ergibt.
1. Pipe bend for fluid ducts with rigid fluid directing elements (86, 88), in particular
for air inlet and exhaust ducts, in particular for kitchens, with a transition piece
(80) from flat duct (82) to circular duct (84), characterised in that the directing elements (86, 88) are essentially elliptical in shape and do not run
parallel to the inner wall or outer wall respectively and also transition into a straight
piece (87, 89) in the direction of the flat duct, and that the duct widths of the
circular duct connection (84) and of the flat duct connection (82) are proportional
to each other.
2. Pipe bend according to claim 1, characterised in that the pipe bend is a deflection piece (80) from a vertical flat duct (82) to a circular
duct (84), in which the preferably two directing elements (86, 88) run equidistantly
or with an approximately 10 to 30% wider inner duct.
3. Pipe bend according to claim 2, characterised in that the two elliptical directing elements (86, 88) run from the circular connection piece
to the flat duct connection piece, and that alternatively the curved outer surface
(92) likewise runs elliptically or is attached to the circular connection piece (84)
firstly as a circular arc with a large radius and then transitions in the direction
of the flat duct into a straight planar piece, the proportions of the duct widths
in the circular connection piece and in the flat duct connection piece being essentially
identical, and the middle duct preferably being some 10 to 30% wider than the two
outer ducts.
4. Pipe bend according to one of the preceding claims, characterised in that the pipe bend is formed all in one piece and that the directing elements (86, 88)
are pushed into the pipe bend and attached thereto so as to form a seal, by welding
or luting.
5. Pipe bend according to claim 4, characterised in that the side walls (87, 89) of the directing elements (86, 88) can be inserted and fixed
in corresponding recesses (83) on the inner wall of the pipe bend or in outwardly
extending protrusions so as to produce a planar inner surface of the pipe bend.
1. Coude tubulaire pour des conduits de fluide avec des éléments de guidage du fluide
(86, 88) rigides, en particulier pour les conduits d'admission et les conduits d'évacuation,
en particulier pour des cuisines, avec une partie de transition (80) entre le conduit
plat (82) et le conduit circulaire (84),
caractérisé en ce que les éléments de guidage (86, 88) ont sensiblement une forme elliptique et ne sont
pas orientés parallèlement à la paroi intérieure ou à la paroi extérieure et se prolongent
vers le conduit plat par une partie droite (87, 89), et en ce que la largeur du raccord de conduit circulaire (84) et la largeur du raccord de conduit
plat (82) sont proportionnelles l'une par rapport à l'autre.
2. Coude tubulaire selon la revendication 1, caractérisé en ce que ledit coude est une partie de déviation (80) depuis un conduit plat (82) vertical
vers un conduit circulaire (84), dans laquelle les éléments de guidage (86, 88), de
préférence au nombre de deux, sont disposés à distance égale ou s'étendent avec un
conduit intérieur plus large d'environ 10 à 30%.
3. Coude tubulaire selon la revendication 2, caractérisé en ce que les deux éléments de guidage (86, 88) elliptiques s'étendent depuis le raccord de
conduit circulaire vers le raccord de conduit plat, et en ce que la face extérieure (92) coudée est, en alternative, également elliptique ou est adjacente
au raccord de conduit circulaire (84) d'abord sous forme d'arc de cercle avec un grand
rayon et se prolonge ensuite vers le conduit plat par une partie droite plane, les
proportions des largeurs de conduit dans le raccord de conduit circulaire et dans
le raccord de conduit plat étant sensiblement identiques et le conduit central étant
de préférence plus large que les deux conduits extérieurs d'environ 10 à 30%.
4. Coude tubulaire selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que ledit coude est réalisé d'un seul tenant et en ce que les éléments de guidage (86, 88) sont insérés dans le coude et sont assemblés de
manière étanche à celui-ci par soudage ou collage.
5. Coude tubulaire selon la revendication 4, caractérisé en ce que les parois latérales (87, 89) des éléments de guidage (86, 88) peuvent être introduites
et fixées dans des évidements (83) correspondants, ménagés sur la paroi intérieure
du coude, ou dans des échancrures orientées vers l'extérieur, de manière à conférer
une face intérieure plane au coude tubulaire.


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