Stand der Technik
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein LED-Modul, das insbesondere zum Einbau in
ein Leuchtaggregat bestimmt ist. Es umfasst mehrere LED-Bauelemente, die auf einem
oder mehreren Trägerelement(en) angeordnet sind. Zusätzlich können noch weitere Elemente,
beispielsweise elektrische Anschlussmittel, über die die LED-Bauelemente mit einer
Stromversorgung verbunden werden können, und/oder ein wärmeleitend mit den LED-Bauelementen
verbundenes thermisches Kontaktelement, über das die Verlustwärme der LED-Bauelemente
vorzugsweise an das Leuchtaggregat bzw. an einen Kühlkörper des Leuchtaggregats abgeführt
werden kann, in das LED-Modul integriert sein.
[0002] Derartige Leuchtaggregate können sowohl zu Zwecken der Innenraumbeleuchtung als auch
bei der Außenbeleuchtung eingesetzt werden. Insbesondere ist ein Einsatz von solchen
Leuchtaggregate auch in oder an Kraftfahrzeugen möglich. Als lichtabgebende LED-Bauelemente
(LED = light emitting diode) können optische Halbleiterbauelemente in der Form von
Leuchtdioden, insbesondere Leuchtdiodenchips (LED-Chips) eingesetzt werden. Vorzugsweise
kann es sich dabei um LED-Chips mit Phosphorbeschichtung oder auch um RGB-LEDs handeln.
Üblicherweise wird dabei eine Vielzahl von LED-Bauelementen (im folgenden auch LEDs
genannt) zu einem Array angeordnet, wobei die LEDs vorzugsweise als oberflächenmontiertes
SMD-Element (SMD = surface mounted device) durch Löten oder Kleben auf einem Träger
oder einer Leiterplatte montiert werden.
[0003] Nicht nur bei Kraftfahrzeugen werden zunehmend LEDs eingesetzt, da sie gegenüber
konventionellen Glühlampen einige wesentliche Vorteile aufweisen. So haben LEDs eine
längere Lebensdauer, eine geringere Baugröße sowie einen guten Wirkungsgrad bei der
Umwandlung elektrischer Energie in Licht. Ferner zeichnen sich LEDs durch eine Unempfindlichkeit
gegenüber Stößen und Erschütterungen aus, was insbesondere bei Kraftfahrzeugen einen
erheblichen Vorteil darstellt.
[0004] Aus der
DE 195 28 459 C2 ist ein Leuchtaggregat bekannt, bei dem mehrere eingekapselte LEDs in gedrahteter
Ausführung auf einer Seite einer Trägerplatte angeordnet sind. Der Betriebsstrom wird
den LEDs über eine Schaltung in Form von Leiterbahnen zugeführt, die auf der anderen
Seite der Trägerplatte aufgebracht sind. Zusätzlich ist zur Abfuhr der Abwärme auf
der mit den LEDs bestückten Seite der Trägerplatte eine mit Bohrungen versehene Kühlplatte
derart angeordnet, dass die Köpfe der LEDs jeweils separat in die Bohrungen der Kühlplatte
hineinragen.
[0005] Um beispielsweise in einem Scheinwerfer eines Kraftfahrzeugs mehrere LEDs oder mehrere
LED-Gruppen anzuordnen, werden üblicherweise flexible Leiterplatten in einer zweidimensionalen
Ebene mit LEDs bestückt, und danach wird das so erhaltene flexible Gebilde auf einen
Kühlkörper aufgeklebt. Der Kühlkörper kann dabei, wie es aus der
DE 199 22 176 A1 bekannt ist, beispielsweise aus Kupfer oder Aluminium bestehen, die für den jeweiligen
Anwendungsfall gewünschte dreidimensionale Form aufweisen und auf den von der Leiterplatte
abgewandten Oberflächen mit Kühlrippen versehen sein. Die Leiterplatte wird dabei
vorzugsweise mit einer Wärmeleitpaste, einen Wärmeleitkleber, einer Wärmeleitfolie
oder dergleichen auf den Kühlkörper befestigt, wobei eine exakte Ausrichtung der LED-Bauelemente
schwierig ist und ebenso wie das Aufkleben der Leiterplatte auf den Kühlkörper einen
erheblichen montagetechnischen Aufwand bedeutet.
[0006] Deshalb werden zunehmend auch vorgefertigte LED-Leuchtmodule (kurz auch LED-Module
genannt) eingesetzt, bei denen eine bestimmte Anzahl von LEDs in einer bestimmten
Anordnung zu einem Modul zusammengefasst sind, um die geforderte Menge Licht für bestimmte
Applikationen zu erreichen. Derartige Module lassen sich relativ einfach in einem
Leuchtaggregat montieren. Die Ansteuerung der LED-Module bzw. der einzelnen LEDs erfolgt
mittels spezieller Treiberschaltungen, die als externe Steuereinheit außerhalb der
jeweiligen Module angeordnet und separat zu montieren ist.
[0007] Aus der
DE 101 29 691 A1 ist ein Abtastkopfmodul mit einem fotoempfindlichen Detektor bekannt, wie es beispielsweise
in Scannern oder Kopierern oder Faxgeräten eingesetzt werden kann. Dabei sind der
fotoempfindliche Detektor mit einer Prozessorschaltung in einem Modul integriert,
so dass eine Leitung zur Übertragung der detektierten Fotosignale zwischen der Prozessorschaltung
und dem fotoempfindlichen Detektor nicht benötigt wird.
Offenbarung der Erfindung
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein verbessertes LED-Modul der eingangs
genannten Art zu schaffen, das eine noch einfachere und schnellere Montage in ein
Leuchtaggregat ermöglicht.
[0009] Diese Aufgabe wird durch ein LED-Modul nach Anspruch 1 gelöst.
[0010] Die der vorliegenden Erfindung zugrundeliegende Idee besteht darin, dass eine Steuereinheit
zur Ansteuerung der LED-Bauelemente mit dem LED-Modul zu einer einheitlichen Baugruppe
vereinigt ist. Dazu ist eine Steuereinheit in das LED-Modul integriert, die zumindest
für einzelne unmittelbar daran befestigte LED-Bauelemente das Trägerelement bildet.
[0011] Auf dieses Weise wird eine vorgefertigte, kompakte und einfach zu verbauende LED-Baugruppe
geschaffen, die neben den LEDs auch bereits die zur Ansteuerung des LED-Moduls bzw.
die zur Ansteuerung der LEDs erforderlichen Steuerungselemente enthält. Die bisherige
Trennung von Leuchtteil und Steuerteil entfällt damit.
[0012] Das erfindungsgemäße LED-Modul nach Anspruch 1 weist gegenüber den vorbekannten Ausführungsformen
vor allem den Vorteil auf, dass eine separate Montage und anschließende Verbindung
einer externen Steuereinheit für das LED-Modul nicht mehr erforderlich ist, was den
Aufwand und damit auch die Herstellungskosten eines mit derartigen LED-Modulen ausgestatteten
Leuchtaggregats deutlich reduziert. Zur Verarbeitung des erfindungsgemäßen LED-Moduls
sind nur wenige Arbeitsschritte erforderlich.
[0013] Vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des erfindungsgemäßen LED-Moduls
ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0014] So ist es beispielsweise besonders günstig, wenn die Steuereinheit eine elektronische
bzw. integrierte Schaltung umfasst, die als IC (IC = integrated circuit), insbesondere
als anwendungsspezifische ASIC (ASIC = application specific integrated circuit) ausgeführt
ist, wobei die erforderlichen Funktionen zur Ansteuerung der LEDs in dem ASIC mit
geeigneten Prozessen abgebildet werden.
[0015] Vorteilhafterweise kann die Steuereinheit auch einen Silizium-IC oder einen Siliziumcarbid-IC
umfassen, wobei sich Siliziumcarbid durch sehr gute thermische Eigenschaften auszeichnet
und vielfach als Grundmaterial für LEDs verwendet wird.
[0016] Die Steuereinheit beinhaltet jeweils auch die Logik zum Betrieb des LED-Moduls, so
dass eine voll funktionsfähige LED-Einheit geschaffen wird. Dabei kann die Steuereinheit
Treiberschaltungen umfassen, durch welche die LED-Bauelemente einzeln oder gruppenweise,
in Reihenschaltung oder in Parallelschaltung oder auch in RGB-Anordnungen angesteuert
werden können, was einen flexiblen Einsatz der erfindungsgemäßen LED-Module auch in
solchen Bereichen erlaubt, in denen es auf mehrfarbige Lichtsignale ankommt.
[0017] Besonders vorteilhaft ist es ferner, wenn Sensormittel zur Überwachung der Funktion
der LED-Bauelemente und/oder Ausgleichsmittel zum Ausgleich eines Alterns der LED-Bauelemente
in die Steuereinheit integriert sind. Diese Überwachungsfunktionen können insbesondere
in einem ASIC abgebildet werden.
[0018] Gemäß einer insbesondere hinsichtlich einer einfachen Herstellbarkeit besonders bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die LED-Bauelemente auf die Steuereinheit,
insbesondere auf den IC, aufgeklebt oder aufgelötet sind. Dazu wird bei der Auslegung
eines ICs die für die spätere LED-Bestückung benötigte Fläche ausgespart, welche die
Kontaktfläche für die einzelnen LED-Bauelemente und die für die elektrischen Anschlüsse
benötigten Flächen, etwa sogenannte Bondpads, umfassen kann. Vorzugsweise können diese
Flächen mit einem geeigneten Metallüberzug beschichtet werden. Das LED-Modul kann
dabei in vorteilhafter Weise eine monolitische Chip-on-Chip-Einheit bilden.
[0019] Die Steuereinheit mit den erfindungsgemäß aufgebrachten LED-Bauelementen bildet vorteilhafterweise
eine voll funktionsfähige Halbleiter-Leuchteneinheit, die auf einen Kühlkörper oder
auf einen auch als Lead-Frame bezeichenten Trägerstreifen aufgebracht werden kann.
Da die Temperaturbeständigkeit von integrierten Schaltungen der zulässigen Betriebstemperatur
der LEDs entspricht, kann man mit dieser erfindungemäßen Kombination besonders leicht
eine standardisierte Weiterverarbeitung auf einem geeigneten Kühlkörper oder einem
Lead-Frame vornehmen.
[0020] Vorzugsweise wird hierzu ein Trägerstreifen mit zwei parallel zu einander angeordneten
Montagestegen sowie mit mehreren Trägerelementen mit jeweils mindestens einer Montagefläche
zur Aufnahme eines LED-Moduls vorgeschlagen, wobei die Trägerelemente jeweils über
Verbindungsstege mit den beiden Montagestegen verbunden sind. Die beiden Montagestege
sind dabei jeweils mit Montagemitteln, insbesondere mit Montageöffnungen, zur Befestigung
an einem Gehäuse oder Kühlkörper versehen. Für eine gute Abfuhr der Verlustwärme der
LEDs kann der Trägerstreifen beispielsweise aus Aluminium oder Kupfer oder aus einer
Kupferlegierung bestehen.
[0021] Gemäß einer weiteren besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen,
dass das LED-Modul mindestens ein thermisches Kontaktelement umfasst, mit dem die
LED-Bauelemente wärmeleitend verbunden sind und über das Verlustwärme der LED-Bauelemente
insbesondere an ein das LED-Modul aufnehmendes Leuchtaggregat abgeführt werden kann.
[0022] Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn das thermische Kontaktelement durch ein
offenes oder geschlossenes Gehäuse aus einem wärmeleitenden Material gebildet ist,
in welchem die Steuereinheit mit den LED-Bauelementen, sowie mit gegebenenfalls vorgesehenen
weiteren Komponenten des LED-Moduls, insbesondere elektrischen Anschlussmitteln, aufgenommen
ist. Hierdurch wird eine robuste und besonders kompakte Ausbildung des LED-Moduls
erzielt, die nicht nur leicht handzuhaben ist, sondern gleichzeitig auch einen besonders
effektiven Übergang der abzuführenden Wärme ermöglicht. So kann bei einer geeigneten
Anbringung des Moduls in einer wärmeleitenden Aufnahme des Leuchtaggregats, insbesondere
unmittelbar in dem Kühlkörper des Leuchtaggregats, die Wärme über die Oberfläche des
gesamten Modulgehäuses abgeführt werden. Das Gehäuse kann dabei eine beliebig geformte
Außenkontur aufweisen, die an die an das Leuchtaggregat gestellten Anforderungen angepasst
werden kann. Vorzugsweise besteht das Gehäuse aus einem gut wärmeleitendem Material,
insbesondere aus Kupfer oder Aluminium bzw. aus entsprechenden Legierungen.
[0023] Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn in oder an dem Gehäuse ein Sockel aus einem
gut wärmeleitenden Material vorgesehen ist, auf dem die Steuereinheit mit den daran
befestigten LED-Bauelementen aufgenommen ist. Die Abwärme kann dann über den Sockel,
der vorzugsweise speziell an die Größe der Steuereinheit und an die Anzahl der aufzunehmenden
LEDs des Moduls angepasst ist, je nach Art der Modulaufnahme entweder direkt oder
mittelbar über das Gehäuse weiter an das Leuchtaggregat abgeführt werden. Der Sockel
ist insbesondere einstückig mit dem Gehäuse ausgeführt und besteht somit ebenfalls
vorzugsweise aus Kupfer oder Aluminium.
[0024] Günstig für eine gewünschte Lichtabgabe kann es weiterhin sein, wenn optische Mittel,
insbesondere eine Kunststoffoptik oder optische Konvertierungsmittel, beispielsweise
ein optisches Füllmedium zur Farbumwandlung des von den LEDs des Moduls emittierten
Lichts in dem Gehäuse aufgenommen oder darin eingepasst sind. Vorzugsweise kann so
auch ein zu einer Stirnseite hin offenes Gehäuse durch eine entsprechend ausgebildete
Primäroptik abgeschlossen werden, um eine bestimmte Fokussierung zu erzielen. Auf
besonders einfache Weise kann eine Kunststoffoptik per Clip-Montage in das Gehäuse
eingesetzt werden.
[0025] Um einen dauerhaft effektiven Wärmeübergang zu gewährleisten, wird ferner vorgeschlagen,
dass die Außenseiten des Gehäuses zumindest teilweise eine Zahnung oder eine Rändelung
aufweisen. Über eine derartige gezahnte oder gerändelte Gehäusekontur kann das Gehäuse
des LED-Moduls besonders gut wärmeleitend in einen Kühlkörper des Leuchtaggregats
eingepresst werden.
[0026] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ferner ein Leuchtaggregat mit mehreren
LED-Bauelementen und einem Kühlkörper, über den die Verlustwärme der LEDs abgeführt
werden kann, wobei das Leuchtaggregat ein oder mehrere LED-Module der vorangehend
beschriebenen Art umfasst. Ein derartiges Leuchtaggregat ist aufgrund der vorgefertigten
LED-Module mit integrierter Steuereinheit besonders schnell und einfach zu montieren,
was eine kostengünstige Fertigung ermöglicht.
[0027] Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn das oder die LED-Module jeweils ein Gehäuse
der vorgenannten Art aufweisen, welches kraftschlüssig in dem Kühlkörper des Leuchtaggregats
aufgenommen ist. Hierdurch wird bei einer relativ einfachen und robusten Konstruktion
nicht nur eine sehr schnelle und einfache Montage ermöglicht, sondern es wird vor
allem auch eine zur gewünschten Ausrichtung der LED-Bauelemente erforderlichen Justierung
auf ein Minimum beschränkt oder sogar vollständig entbehrlich gemacht. Vorteilhafterweise
werden die Gehäuse der vorgefertigten LED-Module beim kraftschlüssigen Einsetzen in
den Kühlkörper direkt so aufgenommen, dass die gewünschte Fokussierung der Leuchtdioden
quasi automatisch auf besonders schnelle und einfache Art und Weise erhalten wird.
Gleichzeitig wird auf diese Weise eine schnelle und besonders effektive Wärmeverteilung
(Heatspreader Funktion) ermöglicht.
[0028] Eine besonders präzise Ausrichtung des LED-Moduls kann dadurch erreicht werden, dass
das Gehäuse in eine Öffnung oder in eine Vertiefung des Kühlkörpers des Leuchtaggregats
eingesetzt, vorzugsweise eingepresst wird. Das Einpressen des Modulgehäuses in eine
komplementäre Aufnahme des Kühlkörpers gestattet dabei ein besonders schnelle, kraft-
und formschlüssige Aufnahme und Ausrichtung des LED-Moduls. Vorteilhafterweise können
auch mehrere Gehäuse einer Mehrzahl von LED-Modulen in einen gemeinsamen Kühlkörper
eingepresst werden, wodurch besonders enge Lagetoleranzen der einzelnen LED-Module
zueinander eingehalten werden können und eine aufwändige optische Ausrichtung der
LED-Module zueinander bei der Montage nicht mehr erforderlich ist. Bei der Herstellung
eines derartigen Leuchtaggregats ist es zur Erzielung einer hochexakten optischen
Ausrichtung besonders vorteilhaft, wenn für die Aufnahme mehrerer LED-Module mehrere
Öffnungen und/oder Vertiefungen gleichzeitig und/oder in einer einzigen Aufspannung
des Kühlkörpers in den Kühlkörper eingebracht werden, was vorteilhafterweise mit entsprechenden
Bearbeitungszentren ausgeführt werden kann.
[0029] Unabhängig von optischen Anwendungen und Leuchtaggregaten sind beispielsweise aus
der
DE 197 57 513 A1 Einpressdioden in Kühlplattenbauweise bekannt, die in einer Ausnehmung oder Vertiefung
einer Kühlplatte kraftschlüssig aufgenommen sind. Derartige Einpressdioden werden
beispielsweise in Schweißgeräten als Gleichrichter eingesetzt, wo es jedoch nicht
auf eine exakte Ausrichtung bei der Montage ankommt.
[0030] Besonders vorteilhaft ist es, wenn das erfindungsgemäße Leuchtaggregat ein Scheinwerfer,
insbesondere ein Kraftfahrzeug-Scheinwerfer ist, der einen Scheinwerferkühlkörper
umfasst, in dem mindestens ein Modulgehäuse der vorangehend beschriebenen Art kraftschlüssig
aufgenommen, vorzugsweise eingepresst oder eingeschraubt ist. Auch kann das Leuchtaggregat
als eine andere Kraftfahrzeug-Leuchteinheit, beispielsweise eine Rücklicht- und/oder
Blinkereinheit ausgebildet sein. Die vorliegende Erfindung kann somit insbesondere
im Automotive-Bereich, aber auch bei generellen Beleuchtungsanwendungen in vorteilhafter
Weise zum Einsatz kommen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0031] In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, die in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert werden. Es zeigen:
- Figur 1:
- dreidimensionale Darstellung einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
LED-Moduls von der Vorderseite;
- Figur 2:
- Darstellung des LED-Moduls aus Figur 1 von der Rückseite;
- Figur 3:
- dreidimensionale Darstellung einer zweiten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
LED-Moduls;
- Figur 4:
- dreidimensionale Darstellung eines Kühlkörpers eines Leuchtaggregats mit drei LED-Modulen
nach Figur 3; und
- Figur 5:
- Ausführungsbeispiel eines metallischen Trägerstreifens als Kühlkörper.
Ausführungsformen der Erfindung
[0032] Das in den Figuren 1 und 2 gezeigte LED-Modul 1 ist zum Einbau in ein hier nicht
dargestelltes Leuchtaggregat bestimmt. Es umfasst ein aus Aluminium bestehendes zylindrisches
Gehäuse 2, das an seinen beiden Stirnseiten jeweils eine Vertiefung 3 aufweist und
insofern offen ausgebildet ist. Zwischen den beiden Vertiefungen 3 befindet sich ein
scheibenförmiger Sockel 4, der einstückig mit der hülsenförmigen Wandung 5 des Gehäuses
2 verbunden ist.
[0033] In der vorderseitigen Vertiefung 3 sind insgesamt vier LED-Bauelemente 6 aufgenommen,
die hier jeweils als oberflächenmontierte LED-Chips ausgeführt sind. Die einzelnen
LED-Chips 6 sind dabei in einem 2x2-Array auf der Oberfläche einer Steuerungseinheit
7 des LED-Moduls 1 befestigt, die ihrerseits direkt auf dem Sockel 4 befestigt ist.
Auf diese Weise sind die LED-Chips 6 über die Steuerungseinheit 7 und den Sockel 4
wärmeleitend mit der Wandung 5 des Modulgehäuses 2 verbunden. Das Modulgehäuse 2 stellt
dabei ein thermisches Kontaktelement dar, über das die Verlustwärme der LED-Bauelemente
6 an das das LED-Modul 1 aufnehmende Leuchtaggregat bzw. an einen Kühlkörper 8 eines
Leuchtaggregats abgeführt werden kann.
[0034] In der rückseitigen Vertiefung 3 des Modulgehäuses 2 ist eine Verbindungsplatine
9 aufgenommen, die mit einem hier als Flachkabel ausgeführten Anschlusskabel 13 verbunden
ist, über dessen Leitungen das LED-Modul 1 und somit insbesondere auch die LED-Chips
6 mit Strom versorgt werden können. Über zwei isolierend durch den Sockel 4 hindurchgeführte
Kontaktstifte 11 ist die Verbindungsplatine 9 mit der Steuerungseinheit 7 und den
daran befestigen LED-Chips 6 verbunden. Dazu sind die vorderseitigen Endflächen der
Kontaktstifte 11 durch Bonddrähte 12 mit der Steuerungseinheit 7 verbunden. Die rückseitigen
Endbereiche der Kontaktstifte 11 kontaktieren jeweils eine in der Verbindungsplatine
9 eingelassene Anschlussbuchse. Statt eines Kabels können auch andere Anschlussmittel
13 vorgesehen sein, beispielsweise Anschlussstecker oder Anschlussstifte.
[0035] Um das LED-Modul 1 vorderseitig abzuschließen, kann eine aus Kunststoff bestehende
Primäroptik 14 über die LED-Chips 6 aufgeklebt und/oder in die entsprechende Vertiefung
3 eingesetzt, insbesondere eingeclipst werden, wie in Figur 3 dargestellt ist. Bei
dem hier gezeigten LED-Modul 1 sind die vier LED-Chips 6 in einer Reihe nebeneinander
auf der Steuerungseinheit 7 angeordnet. Grundsätzlich können je nach Einsatzzweck
beliebig viele LED-Chips 6 in beliebiger Anordnung in dem LED-Modul 1 vorgesehen werden.
Auch die Rückseite des Gehäuses 2 kann durch eine geeignete Abdeckung abgeschlossen
werden.
[0036] In jedem Fall wird ein fertig vormontiertes LED-Modul 1 erhalten, in das bereits
eine Steuereinheit 7 zur Ansteuerung der LED-Bauelemente 6 integriert ist. Die vormontierten
LED-Module 1 sind später besonders schnell und einfach in geeignete Ausnehmungen 15
eines Kühlkörpers 8 eines Leuchtaggregats einsetzbar. Um eine besonders effektive
Abgabe der Verlustwärme an den Kühlkörper 2 zu gewährleisten können die LED-Module
1 vorzugsweise an ihrem Gehäuse 2 eine außenseitige Rändelung 16 aufweisen, über die
sie form- und kraftschlüssig in die Ausnehmungen 15 des Kühlkörpers 8 eingepresst
werden. Gleichzeitig ist dabei eine besonders einfache, aber dennoch hoch genaue optische
Ausrichtung der einzelnen LED-Module 1 zueinander erzielbar, so dass eine nachträgliche
Justierung einzelner LEDs zur gewünschten Fokussierung des Leuchtaggregats bei der
Montage nicht erforderlich ist. Die LED-Module 1 können direkt in ihrer durch die
Ausnehmungen 15 vorgegebenen positionsgenauen Ausrichtung in den Kühlkörper 8 eingepresst
werden.
[0037] Der in Figur 4 dargestellte Kühlkörper 8 weist drei Ausnehmungen 15 auf, um insgesamt
drei erfindungsgemäß vorgefertigte LED-Module 1 mit jeweils einer integrierten Steuereinheit
7 kraftschlüssig aufnehmen zu können. Um eine besonders effektive Kühlung zu erreichen
ist der Kühlkörper 8, der ebenfalls aus Aluminium besteht, mit Kühlrippen 17 versehen,
über die die Abwärme an die Umgebung abgeführt werden kann. Da der Kühlkörper 8 hier
ebenso wie die Gehäuse 2 der LED-Module 1 aus Aluminium gefertigt ist, ergibt sich
aufgrund der identischen Wärmeausdehnungskoeffizienten nicht nur eine besonders gute
Wärmeübertragung, sondern es ist auch eine dauerhaft sichere Presspassung zwischen
den Modulgehäusen 2 und dem Kühlkörper 8 gewährleistet.
[0038] Auch hier kann die Anzahl und Anordnung der Bohrungen bzw. Ausnehmungen 15 ebenso
wie die Formgebung des Kühlkörpers 8 je nach den an das zugehörige Leuchtaggregat
gestellten Anforderungen variiert werden. Insbesondere sind bei einem dreidimensionalen
Kühlkörper 8 beliebige Ausrichtungen der Bohrungen oder Ausnehmungen 15 im dreidimensionalen
Raum möglich. Insbesondere kann der Kühlkörper 8 auch für einen KFZ-Scheinwerfer ausgebildet
sein.
[0039] Um eine hochpräzise Ausrichtung der LED-Module 1 im Kühlkörper 8 zu erreichen, werden
die Ausnehmungen 15 vorzugsweise in einem entsprechenden Bearbeitungszentrum in nur
einer einzigen Aufspannung eingebracht.
[0040] In der Figur 5 ist ein metallischer Trägerstreifen 20, ein sogenannter Lead-Frame
gezeigt, an dem mehrere LED-Module 1 angebracht werden können. Der Trägerstreifen
20 ist dabei bevorzugt aus Kupfer oder aus einer Kupferlegierung ausgeführt. Der Trägerstreifen
20 weist einen ersten Montagesteg 21 und einen zweiten Montagesteg 22 auf, wobei die
beiden Montagestege 21, 22 parallel verlaufende Stege ausbilden, in die jeweils Montageöffnungen
23 eingebracht sind. Mittels den Montageöffnungen 23 kann der Trägerstreifen 20 in
einem Gehäuse montiert und gegebenenfalls mit weiteren Kühlelementen verbunden werden.
Zwischen den beiden Stegen 21, 22 sind über dünne Haltearme jeweils Trägerelemente
31, 32 und 33 gehalten, die in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel eine ungefähre
rechteckige, plane Oberfläche ausbilden. Auf den planen Oberflächen der Trägerelemente
31, 32, 33 sind jeweils Montageflächen 41, 42, 43 skizziert, an denen die jeweiligen
LED-Module 1 beispielsweise durch Kleben oder durch Löten aufgebracht werden können.
Das Modulgehäuse 2 kontaktiert hierbei bevorzugt die Oberfläche des jeweils zugehörigen
Trägerelements. Die Montagestege 21, 22 sind jeweils nur über dünne Verbindungsstege
mit den Trägern 31, 32, 33 verbunden. In der Figur 5 sind aus Gründen der Übersichtlichkeit
der Zeichnung nur zwei Verbindungsstege 51, 52 mit einem Bezugszeichen versehen. Mittels
der durch die dünne Ausführung der Verbindungsstege 51 entstehenden Öffnungen können
die Träger 31, 32 mit an ihnen vorbeigeleiteter Luft gekühlt werden. Ferner erlauben
jedoch die Verbindungsstege, insbesondere bei einer Ausführung aus einem Material
mit guter Wärmeleitung, dass über die Verbindungsstege 51, 52 Wärme an die Montagestege
21, 22 zur weiteren Ableitung weggeführt wird. Die Anbringung der LED-Module auf der
Oberfläche der Träger 31, 32, 33 kann mittels aus der Verarbeitung von Leistungshalbleitern
bekannten Fertigungsprozessen erfolgen.
1. LED-Modul (1) mit mehreren LED-Bauelementen (6), die auf mindestens einem Trägerelement
angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Steuereinheit (7) zur Ansteuerung der LED-Bauelemente (6) in das LED-Modul (1)
integriert ist, wobei zumindest einzelne der LED-Bauelemente (6) unmittelbar an der
Steuereinheit (7) befestigt sind, so dass für diese LED-Bauelemente (6) die Steuereinheit
(7) das Trägerelement bildet.
2. LED-Modul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (7) eine integrierte Schaltung (IC), insbesondere einen ASIC, umfasst.
3. LED-ModulnachAnspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (7) einen Silizium-IC oder einen Siliziumcarbid-IC umfasst.
4. LED-Modul nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Sensormittel zur Überwachung der Funktion der LED-Bauelemente (6) und/oder Ausgleichsmittel
zum Ausgleich eines Alterns der LED-Bauelemente (6) in die Steuereinheit (7) integriert
sind.
5. LED-Modul nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die LED-Bauelemente (6) auf die Steuereinheit (7), insbesondere auf den IC, aufgeklebt
oder aufgelötet sind.
6. LED-Modul nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (7) mit den LED-Bauelementen (6) eine Halbleiter-Leuchteneinheit
bildet, die auf einen Kühlkörper (8) oder auf einen Trägerstreifen (Lead-Frame) (20)
aufgebracht ist.
7. LED-Modul nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Trägerstreifen zwei parallel zu einander angeordnete und jeweils mit Montagemitteln
(23), insbesondere mit Montageöffnungen, versehene Montagestege (21, 22) sowie mehrere
Trägerelemente (31, 32, 33) mit jeweils mindestens einer Montagefläche (41, 42, 43)
zur Aufnahme eines LED-Moduls (1) umfasst, wobei die Trägerelemente (31, 32, 33) über
Verbindungsstege (51, 52) mit den Montagestegen (21, 22) verbunden sind.
8. LED-Modul nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens ein thermisches Kontaktelement (2, 5) umfasst, über das Verlustwärme
der wärmeleitend damit verbundenen LED-Bauelemente (6) abführbar, insbesondere an
ein das LED-Modul aufnehmendes Leuchtaggregat überführbar ist.
9. LED-Modul nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das thermische Kontaktelement durch ein offenes oder geschlossenes Gehäuse (2) aus
einem wärmeleitenden Material gebildet ist, in welchem die Steuereinheit (7) mit den
LED-Bauelementen (6), sowie gegebenenfalls vorgesehene weitere Komponenten des LED-Moduls
(1), insbesondere elektrische Anschlussmittel (13), aufgenommen sind.
10. Leuchtaggregat mit mehreren LED-Bauelementen (6) und einem Kühlkörper (8), über den
die Verlustwärme der LED-Bauelemente (6) abführbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens ein LED-Modul (1) nach einem der vorherigen Ansprüche umfasst.
11. Leuchtaggregat nach Anspruch 10 in Kombination mit Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine LED-Modul (1) ein Gehäuse (2, 5) umfasst, welches kraftschlüssig
in dem Kühlkörper (8) aufgenommen, insbesondere in eine Öffnung oder Ausnehmung (15)
des Kühlkörpers (8) eingesetzt, vorzugsweise eingepresst, ist.
12. Leuchtaggregat nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass es als Scheinwerfer, insbesondere als Kraftfahrzeug-Scheinwerfer ausgebildet ist,
der einen Scheinwerferkühlkörper (8) aufweist, in dem mindestens ein LED-Modul (1)
aufgenommen, vorzugsweise vermittels eines Modulgehäuses (2, 5) eingepresst ist.