[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Trocknung von Raumluft mittels eines
mobilen Trocknungsgerätes nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Derartige Vorrichtungen
werden benötigt, wenn feuchtigkeits- und wassergeschädigte Dämmschichten, Hohlräume
und Isolationen getrocknet werden sollen, um z. B. einen neu erstellten Bau möglichst
schnell benutzen zu können, oder um Feuchtigkeitsschäden an bestehenden Bauten schnell
beheben zu können.
[0002] Wenn z. B. Wasser aus einer Wasserleitung oder einer Heizungsleitung ausgetreten
ist, oder es andere Arten von Überschwemmungen gegeben hat, z. B. in Küchen, Bädern,
oder durch äußere Einwirkungen, ist es erforderlich, die Bodenschichten, insbesondere
unter einem Estrich, schnell zu entfeuchten. Es gibt im Wesentlichen zwei Verfahren
zur Trocknung von Bodenschichten. Beim Überdruckverfahren wird trockene erwärmte Luft
durch spezielle Öffnungen in die Dämmschicht eingeblasen. Die eingeblasene Luft nimmt
Feuchtigkeit aus dem Dämmmaterial auf und entweicht über Randfugen und Entlastungsbohrungen
in dem betreffenden Raum und kann mittels aufgestellter Trocknungsgeräte getrocknet
werden. Durch diesen Kreislauf wird eine Austrocknung der Bodenschicht bis zur materialspezifischen
Ausgleichsfeuchte erreicht.
[0003] Beim Unterdruckverfahren wird der Vorgang umgekehrt betrieben. Hierbei wird mittels
Vakuumturbinen feuchte Luft aus einer Dämmschicht herausgesaugt. Das entstehende Vakuum
zieht über spezielle Bohrungen oder geöffnete Randfugen mittels eines Trocknungsgerätes
getrocknete Raumluft in die Dämmschicht ein, so dass der Feuchtegehalt der Dämmschicht
verringert werden kann.
[0004] Eine einfachere Trocknungsmöglichkeit besteht in der Verwendung von Lüftern, welche
heiße Luft in das zu trocknende Gebiet einblasen. Das Verfahren ist jedoch nur auf
solche Fälle beschränkt, in denen die zugeführte Luft sehr trocken ist, da anderenfalls
der Wirkungsgrad erheblich verringert ist.
[0005] Es sind auch Kondensationstrockner bekannt, die nach dem Prinzip eines Kältetrockners
arbeiten, bei denen die Entfeuchtung durch Kondensatableitung der Feuchte in einem
geschlossenen Luftkreislauf erreichbar ist.
[0006] Schließlich sind Adsorptionstrockner bekannt, bei denen die Prozessluft des Gerätes
über eine Adsorptionseinrichtung bis auf 2 - 4% relativer Feuchte erniedrigt wird.
Solche Adsorptionstrockner weisen einen hohen Wirkungsgrad bei niedrigen Temperaturen
auf.
[0007] Aus der
DE 695 11 895 ist eine Vorrichtung zur Trocknung von Bodenschichten bekannt, welche es bei hohem
Luftdruck erlaubt, eine wassergeschädigte Bodenschicht zu durchlüften und zu trocknen.
Die Einrichtung weist einen Trocknungsrotor auf, welcher die hindurchgeführte Luft
trocknet, wobei die im Trocknungsrotor aufgenommene Feuchtigkeit durch eine gegenläufige
Strömung extern abgegeben werden kann.
[0008] Die Vorrichtung ist als mobiles Trocknungsgerät ausgeführt, das einen Ansaugstutzen
und einen Auslassstutzen enthält. Ein erstes Gebläse saugt Raumluft über den Ansaugstutzen
in das Gerät und durch den Trocknungsrotor. Ein Teil der durch den Trocknungsrotor
geführten Luft wird im Gegenstrom nach Aufheizung in einer Heizeinrichtung durch den
Trocknungsrotor zurückgeführt und an die Außenatmosphäre abgegeben. Der andere Teil
der durch den Trocknungsrotor geführten Luft wird über einen Verdichter an einem Auslass
geleitet, und dem zu trocknenden Bodenbereich zugeführt, wobei die in den Verdichter
eintretende Luft zuvor den Verdichtermotor umströmt und dabei erwärmt wird.
[0009] Bei dieser Einrichtung wird die Prozessluft mittels zweier Lüfter befördert, nämlich
einem ersten Lüfter, der die Prozessluft durch den Trocknungsrotor fördert und einen
zweiten Lüfter, der die Verdichtung der Prozessluft übernimmt. Da der Wirkungsgrad
des Regenerationsschritts zur Rückspülung des Trocknungsrotors unmittelbar von der
Temperatur der durchströmenden Luft abhängt, ist es erforderlich, die Regenerationsluft
aufzuheizen. Hierzu dient bei dieser bekannten Einrichtung eine gesonderte Heizung.
Die zusätzliche Aufheizung der Prozessluft über die Kühlung des Verdichterlüfters
bewirkt, dass die aus dem Trocknungsgerät austretende Luft zur Erwärmung eines zu
trocknenden Raumes führt, die bei Dauerbetrieb und bei relativ hohen Umgebungstemperaturen
zu Schäden an Möbeln und anderen Einrichtungen des Raumes führen kann, welche nicht
hinnehmbar sind. Die Einsatzmöglichkeiten dieses Gerätes sind daher beschränkt.
[0010] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Trocknung von
Raumluft mittels eines mobilen Trocknungsgerätes anzugeben, welche mit relativ niedrigen
Prozesslufttemperaturen arbeitet und die energieeffizient ausgeführt ist.
[0011] Des Weiteren soll die erfindungsgemäße Vorrichtung in der Lage sein, sowohl im Unterdruck-
als auch im Überdruckverfahren betrieben zu werden.
[0012] Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebene Erfindung gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind in Unteransprüchen angegeben.
[0013] Gemäß dem kennzeichnenden Merkmal des Anspruchs 1 ist die Vorrichtung zur Trocknung
von Raumluft dadurch gekennzeichnet, dass der Trocknungsrotor mit einem Ansaugstutzen
des Trocknungsgerätes und mit dem ersten Gebläse verbindbar ist, wobei das erste Gebläse
als Hochdruckgebläse ausgebildet ist, und dass das zweite Gebläse mit einem Einlass
für Raumluft in Verbindung-steht und der vom zweiten Gebläse erzeugte Luftstrom zur
Kühlung des Hochdruckgebläses über dessen Gehäuse geführt und dem Regenerationseinlass
des Trocknungsrotors zugeleitet wird, von dem der Luftstrom über einen Gehäuseauslass
aus dem Trocknungsgerät abgeleitet wird.
[0014] Die über den Gehäuseeinlass zugeführte Raumluft wird dabei ohne Verwendung des zweiten
Gebläses unmittelbar durch den Trocknungsrotor geleitet und von diesem unmittelbar
dem ersten Gebläse zugeführt, von dem die Luft in verdichteter Form in die zu trocknende
Bodenschicht geleitet werden kann. Die Regeneration des Rotors erfolgt mittels Durchleitung
von Raumluft, welche über einen zweiten Lüfter zugeführt wird, dessen Luftstrom über
das Gehäuse des ersten Lüfters und von dort dem ersten Regenerationseinlass des Trocknungsrotors
zugeführt wird. Durch die Umspülung des ersten Gebläses erwärmt sich diese Luft bereits.
Eine weitere Erwärmung kann durch eine am Eingang des Regenerationseinlasses angeordnete
Heizeinrichtung erfolgen.
[0015] Die erfindungsgemäße Ausbildung der Trocknungsvorrichtung vermeidet eine Temperaturerhöhung
der Prozessluft und hält damit die Temperatur der Trocknungsluft in sicheren Grenzen.
Andererseits wird die notwendige Erwärmung der Regenerationsluft durch Vorbeileiten
am Gehäuse des ersten Lüfters erreicht. Die zur weiteren Erhöhung der Temperatur der
durch den Regenerationskanal geführten Spülluft mittels einer Heizeinrichtung lässt
sich vorzugsweise in Abhängigkeit von der Temperatur des in die Heizeinrichtung eintretenden
Luftstroms regeln. Damit lässt sich der Regenerationskanal des Trocknungsrotors unabhängig
von äußeren Temperaturen im optimalen Bereich fahren.
[0016] Zur Vereinfachung des Gehäuseaufbaus des Trocknungsgerätes kann der mit dem zweiten
Gebläse verbundene Einlass für Raumluft an einem Abzweig des Ansaugstutzens angeschlossen
sein, so dass lediglich ein einziger Ansaugstutzen im Trocknungsgerät erforderlich
ist.
[0017] Vorzugsweise ist das Hochdruckgebläse als Seitenkanalverdichter ausgeführt, der einen
hohen Druck ermöglicht, welcher bei Überführung von Trockenluft in Bodenschichten,
wie z. B. unter einem Estrich, erforderlich ist.
[0018] Vorzugsweise ist das Trocknungsgerät in eine erste und eine zweite Kammer unterteilt,
wobei der Trocknungsrotor einen Teil der Trennwand zwischen erster und zweiter Kammer
bildet. Der ersten Kammer wird über einen Ansaugstutzen Raumluft zugeführt, die über
den Trocknungsrotor zum ersten Gebläse geführt wird, welches sich in der zweiten Kammer
befindet. Die Druckseite des ersten Gebläses ist an den Auslassstutzen angeschlossen.
[0019] Wenn das zweite Gebläse einen eigenen Ansaugstutzen aufweist, wird damit die gesamte
in die erste Kammer eintretende Raumluft durch den Trocknungsrotor geführt. Durch
die zweite Kammer wird ausschließlich die durch den zweiten Lüfter geführte Luft gespült,
so dass die gesamte Abwärme des ersten Lüfters von dem Luftstrom des zweiten Lüfters
aufgenommen wird und zur Spülung des Trocknungsrotors verwendet werden kann.
[0020] Vorzugsweise ist der Trocknungsrotor wahlweise mit der Saugseite oder der Druckseite
des ersten Gebläses verbindbar. Damit lässt sich das Trocknungsgerät sowohl im Saugverfahren
als auch im Druckverfahren betreiben.
[0021] Wenn der Trocknungsrotor mit der Druckseite des ersten Gebläses verbunden ist, wird
die Saugseite des ersten Gebläses an einen Raumluftanschluss des Trocknungsgerätes
angeschlossen. Bei diesem Saugverfahren wird die vom ersten Lüfter verdichtete Raumluft
durch den Trocknungsrotor hindurchgeführt und über die erste Kammer des Trocknungsgerätes
an einen zu trocknenden Raum oder eine Bodenschicht abgegeben. Wenn der Ansaugstutzen
des ersten Gebläses direkt an die Bodenschicht angeschlossen ist, führt der Auslass
der ersten Kammer getrocknete Luft in den Raum zurück, so dass sich ein Trocknungskreislauf
ergibt.
[0022] In dem Fall, dass der Trocknungsrotor mit der Saugseite des ersten Gebläses verbunden
ist, wird die Druckseite des ersten Gebläses an einen Raumluftanschluss des Trocknungsgerätes
angeschlossen. Der Raumluftanschluss kann dann an eine Bodenschicht des Raumes angeschlossen
werden, so dass die Bodenschicht mittels Druckluft durchströmt wird. Der Raumluftanschluss
der oberen Kammer nimmt die aus der Bodenschicht austretende Raumluft auf und trocknet
sie.
[0023] Die wahlweise Verwendung des Trocknungsrotors lässt sich sehr einfach dadurch umschalten,
dass entsprechende wechselbare Schlauchverbindungen verwendet werden. In einer alternativen
Ausführungsform kann die wahlweise Verbindung auch über ein Dreiwegeventil herstellbar
sein.
[0024] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform verzichtet das Trocknungsgerät auf
einen eigenständigen Antrieb für den zweiten Lüfter. Bei dieser Ausführungsform wird
der zweite Lüfter vom Motor des ersten Lüfters mit angetrieben. Dadurch ergibt sich
ein vereinfachter Gehäuseaufbau.
[0025] Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Prinzipdarstellung eines Trocknungsgerätes zur Verwendung im Druckverfahren,
- Fig. 2
- eine Aufbauansicht eines Trocknungsgerätes gemäß Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Prinzipdarstellung eines Trocknungsgerätes im Saugverfahren,
- Fig. 4
- einen Gehäuseaufbau eines Trocknungsgerätes, das gemäß Fig. 3 arbeitet, und
- Fig. 5
- bevorzugte Weiterbildungen des Gehäuseaufbaus eines Trocknungsgerätes.
[0026] Die in Fig. 1 dargestellte Prinzipansicht eines Trocknungsgerätes zeigt einen Trocknungsrotor
3, dem über einen Ansaugstutzen 1 Raumluft zugeführt wird, die vom Trocknungsrotor
3 über ein erstes Gebläse 4 an einen Auslassstutzen 2 geführt wird, von dem die getrocknete
Raumluft in den zu entfeuchtenden Bereich überführt wird. Ein zweites Gebläse 5 saugt
über einen Einlass 6 ebenfalls Raumluft an, welche über das Gehäuse 7 des ersten Lüfters
geführt wird und von dort über eine Heizeinrichtung 10 dem Regenerationseinlass 8
des Trocknungsrotors und von dort über einen Gehäuseauslass 9 an eine äußere Atmosphäre
abgegeben wird.
[0027] Die in den Ansaugstutzen 1 eintretende Luft wird mittels des Trocknungsrotors 3 getrocknet
und über das erste Gebläse verdichtet an die zu entfeuchtende Schicht abgegeben. Die
im Trocknungsrotor 3 aufgenommene Feuchte wird durch Rückspülung ständig entfernt,
so dass das Trocknungsgerät im Dauerbetrieb arbeiten kann.
[0028] Bei einem Trocknungsrotor der verwendeten Art handelt es sich um ein an sich bekanntes
radförmiges Trocknungselement mit einer wabenförmigen Struktur mit sehr großer Oberfläche.
Die vom Rotor aufgenommene Feuchtigkeit wird abgegeben, sobald der Trocknungsrotor
im Regenerationsbereich von heißer Luft im Gegenstrom durchspült wird. Der Rotor dreht
mit einer Geschwindigkeit von etwa 0,5 Umdrehungen pro Minute, angetriebenen durch
einen langsam drehenden Motor. Adsorptionstrockner der genannten Art sind als solche
bekannt.
[0029] Fig. 2 zeigt den mechanischen Aufbau eines quaderförmigen Trocknungsgerätes der beanspruchten
Art. Das Trocknungsgerät weist im Wesentlichen eine obere erste Kammer 11 und eine
untere zweite Kammer 12 auf, wobei der Trocknungsrotor 3 einen Teil der Trennwand
13 zwischen der ersten Kammer 11 und der zweiten Kammer 12 bildet. Die Kammer 11 ist
mit einem Ansaugstutzen 1 sowie einem Einlass 6 versehen. An den Einlass 6 ist ein
zweiter Lüfter 5 angeschlossen, dessen Auslass 14 in die zweite Kammer 12 mündet.
[0030] Die über den Ansaugstutzen 1 in die erste Kammer 11 eintretende Raumluft wird über
den in der zweiten Kammer 12 angeordneten Seitenkanalverdichter, der das erste Gebläse
4 bildet, angesaugt, indem die durch den Trocknungsrotor 3 geführte Raumluft über
eine Schlauchverbindung 16 unmittelbar in das erste Gebläse 4 eingesaugt wird. Die
im ersten Gebläse 4 verdichtete Luft wird über einen Auslassstutzen 2 aus dem Trocknungsgerät
ausgegeben.
[0031] Die durch das zweite Gebläse 5 in die zweite Kammer 12 eingeblasene Raumluft umstreicht
das Gehäuse des ersten Gebläses 4 und wird dann über die Heizeinrichtung 10 und den
Gehäuseauslass 9 in die Rückspülstrecke des Trocknungsrotors 3 und von dort über einen
Gehäuseauslass 9 an die Außenatmosphäre geleitet. Um in der Heizeinrichtung 10 die
nötige Wärme erzeugen zu lassen, wird die Luftraumtemperatur in der zweiten Kammer
12 durch einen nicht dargestellten Sensor erfasst. Das Sensorsignal steuert über eine
geeignete Steuereinrichtung die Heizleistung der Heizeinrichtung 10, so dass die über
den Regenerationseinlass 8 in den Trocknungsrotor eintretende Sprühluft eine optimale
Arbeitstemperatur aufweist.
[0032] Fig. 3 zeigt ein Trocknungsgerät der erfindungsgemäßen Art bei Verwendung im Saugverfahren.
Hierbei wird über den Raumluftanschluss 15 Raumluft über das erste Gebläse 4 angesaugt
und über den Trocknungsrotor 3 an den Raumluftanschluss 17 abgegeben. Über den Einlass
6 wird Raumluft mittels des zweiten Gebläses 5 über das Gehäuse 7 des ersten Gebläses
4 geführt und über die Heizeinrichtung 10 dem Regenerationseinlass des Trocknungsrotors
3 zugeführt, von dem die Spülluft über den Gehäuseauslass 9 an die Atmosphäre abgegeben
wird.
[0033] Der mechanische Aufbau des in Fig. 3 dargestellten Saugprinzips ist in Fig. 4 dargestellt.
Vom Raumluftanschluss 15 wird Raumluft vom ersten Gebläse 4 angesaugt und über den
Druckluftanschluss über die Schlauchverbindung 16, die teilweise außerhalb des Gehäuses
geführt ist, an den Trocknungsrotor 3 gegeben, von dem die darin getrocknete Luft
über den Raumluftanschluss 17 aus dem Trocknungsgerät abgegeben wird. Auch in diesem
Fall erfolgt die Rückspülung des Trocknungsrotors 3 über vom zweiten Gebläse 5 durch
die zweite Kammer 12 geführte Raumluft, die über die Heizeinrichtung 10 durch die
Rückspülstrecke des Trocknungsrotors geführt wird und über den Gehäuseauslass 9 an
die äußere Atmosphäre abgegeben wird.
[0034] Die alternative Verwendung des Trocknungsgerätes im Saugverfahren oder Druckverfahren
lässt sich daher durch einfachen Wechsel der Schlauchverbindung 16 herstellen, indem
ein Ende des außerhalb des Gerätes geführten Schlauches alternativ an den Raumluftanschluss
15 (Fig. 2) oder den Auslassstutzen 2 (Fig. 4) angeschlossen wird.
[0035] In einer anderen Ausführungsform der Erfindung, die in Fig. 5 dargestellt ist, lässt
sich das Wechseln der Anschlüsse auch durch Verwendung eines drehbaren Dreiwegeventils
18 erreichen, so dass eine vereinfachte Bedienung des Gerätes zur wahlweisen Verwendung
im Druck- oder Saugbetrieb erreichbar ist.
[0036] Fig. 5 zeigt auch eine Möglichkeit der Verwendung des zweiten Gebläses 5, bei der
das Gebläse 5 unmittelbar vom Motor des ersten Gebläses 4 angetrieben wird. Durch
den Antrieb des ersten Gebläses 4 wird damit gleichzeitig das zweite Gebläse 5 betrieben,
welches über einen rückseitigen Einlass Raumluft in die zweite Kammer 12 einführt.
[0037] Das dargestellte Trocknungsgerät ist kompakt aufzubauen und einfach herstellbar.
Die Verbindung der zentralen Elemente des Gerätes, nämlich Trocknungsrotor, erste
und zweite Lüfter und die Anschlüsse nach außen lassen sich sehr einfach durch flexible
Schlauchverbindungen herstellen, wobei aber auch metallische Rohrverbindungen verwendbar
sind. Zur Geräuschverringerung kann das Gehäuse mit geräuschdämmenden Auskleidungen
versehen sein.
Bezugszeichen
[0038]
- 1
- Ansaugstutzen
- 2
- Auslassstutzen
- 3
- Trockungsrotor
- 4
- erstes Gebläse
- 5
- zweites Gebläse
- 6
- Einlass
- 7
- Gehäuse
- 8
- Regenerationseinlass
- 9
- Gehäuseauslass
- 10
- Heizeinrichtung
- 11
- erste Kammer
- 12
- zweite Kammer
- 13
- Trennwand
- 14
- Auslass
- 15
- Raumluftanschluss
- 16
- Schlauchverbindung
- 17
- Raumluftanschluss
- 18
- Dreiwegeventil
1. Vorrichtung zur Trocknung von Raumluft mittels eines mobilen Trocknungsgerätes, das
einen Ansaugstutzen und einen Auslassstutzen enthält, mit einem Trocknungsrotor (3)
zur Trocknung der vom Ansaugstutzen mittels eines ersten Gebläses (4) über den Trocknungsrotor
(3) zum Auslassstutzen geführten Raumluft, und mit einem zweiten Gebläse (5) zur Erzeugung
eines Luftstroms zur Regeneration des Trocknungsrotors,
dadurch gekennzeichnet,
- dass der Trocknungsrotor (3) mit dem Ansaugstutzen des Trocknungsgerätes und mit dem ersten
Gebläse verbindbar ist,
- dass das erste Gebläse (4) als Hochdruckgebläse ausgebildet ist,
- dass das zweite Gebläse (5) mit einem Einlass für Raumluft in Verbindung steht und der
vom zweiten Gebläse erzeugte Luftstrom zur Kühlung des Hochdruckgebläses über dessen
Gehäuse geführt und dem Regenerationseinlass (8) des Trocknungsrotors (3) zugeleitet
wird, von dem der Luftstrom über einen Gehäuseauslass (9) aus dem Trocknungsgerät
abgeleitet wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Regenerationseinlass eine Heizeinrichtung (10) vorgeschaltet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizeinrichtung (10) in Abhängigkeit von der Temperatur des in die Heizeinrichtung
eintretenden Luftstroms regelbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mit dem zweiten Gebläse (5) verbundene Einlass für Raumluft an einen Abzweig
des Ansaugstutzens angeschlossen ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Hochdruckgebläse ein Seitenkanalverdichter ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse des Trocknungsgerätes wenigstens eine erste (11) und eine zweite Kammer
(12) aufweist, wobei der Trocknungsrotor (3) einen Teil der Trennwand (13) zwischen
der ersten und der zweiten Kammer bildet, dass der ersten Kammer über den Ansaugstutzen
Raumluft zugeführt wird, die über den Trocknungsrotor (3) zum ersten Gebläse geführt
wird, welches sich in der zweiten Kammer befindet, und dass die Druckseite des ersten
Gebläses an den Auslassstutzen angeschlossen ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Gebläse (5) in der ersten Kammer (11) angeordnet ist, dass der Auslass
des zweiten Gebläses in die zweite Kammer (12) führt, und dass die zweite Kammer (12)
zum Regenerationseinlass (8) des Trocknungsrotors (3) geöffnet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Trocknungsrotor wahlweise mit der Saugseite oder der Druckseite des ersten Gebläses
verbindbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Fall, in dem der Trocknungsrotor (3) mit der Druckseite des ersten Gebläses
(4) verbunden ist, die Saugseite des ersten Gebläses an einen Raumluftanschluss (15)
des Trocknungsgerätes angeschlossen ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Fall, in dem der Trocknungsrotor mit der Saugseite des ersten Gebläses verbunden
ist, die Druckseite des ersten Gebläses (4) an einem Raumluftanschluss (2) des Trocknungsgerätes
angeschlossen ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die wahlweise Verbindung über eine wechselbare Schlauchverbindung (16) herstellbar
ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die wahlweise Verbindung über ein Dreiwegeventil (18) herstellbar ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Gebläse (5) von dem Motor des ersten Gebläses (4) angetrieben wird.