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EP 1 923 644 A2 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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21.05.2008 Patentblatt 2008/21 |
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Anmeldetag: 07.11.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL BA HR MK RS |
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Priorität: |
16.11.2006 DE 102006053993
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Anmelder: Robert Bosch GmbH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Cardoso, Pedro
3800 Aveiro (PT)
- Martins, Luis
3830-749 Praia da Barra (PT)
- Reis, Raul
3880-014 Ovar (PT)
- Ricardo, Vieira
4520-625 San Joao de Ver (PT)
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(57) Die Erfindung betrifft einen stromnetzunabhängig betriebenen Wassererhitzer mit einem
Gasbrenner, mindestens einem in Abhängigkeit der Auslaufwassermenge steuerbaren elektromagnetischen
Gasventil (8, 9), welches eine Spule aufweist und mit einer Feder (11) in der Schließposition
gehalten wird, einer Regeleinrichtung und einer in die Wasserleitung (1) integrierten
Wasserturbine (5) zur Erzeugung von elektrischer Spannung für Komponenten durch die
Wasserströmung (2) beim Öffnen eines Warmwasser-Auslassventils. Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen stromnetzunabhängig betriebenen
Wassererhitzer insbesondere im Hinblick auf einen möglichst niedrigen Verbrauch an
elektrischer Energie zu optimieren. Gekennzeichnet ist die Erfindung dadurch, dass die Wasserturbine (5) mechanisch mit
einem Permanentmagneten (7) verbunden ist, welcher in Abhängigkeit der Wasserströmung
(2) rotiert und dass die Spule des mindestens einen Gasventils (8, 9) in Wirkverbindung
mit der Kreisbahn der Permanentmagnet-Pole steht.
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[0001] Die Erfindung betrifft einen stromnetzunabhängig betriebenen Wassererhitzer nach
dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Stromnetzunabhängig betriebene Wassererhitzer mit einem Gasbrenner sind allgemein
bekannt. Sie arbeiten völlig autark von einem Stromnetz und sind daher auch sehr einfach
zu installieren. Im Wesentlichen bestehen gattungsgemäße Wassererhitzer aus mindestens
einem in Abhängigkeit der Auslaufwassermenge steuerbaren elektromagnetischen Gasventil.
Üblicherweise werden aus Sicherheitsgründen zwei in Reihe geschaltete Gasventile eingesetzt.
Jedes Gasventil weist eine Spule auf und wird mit einer entgegengesetzt wirkenden
Feder in der Schließposition gehalten. Weiterhin ist eine Regeleinrichtung für den
Betrieb des Gasbrenners vorgesehen, auch um beispielsweise eine voreingestellte Warmwasser-Auslauftemperatur
einzuhalten.
[0003] Weiterhin sind Wassererhitzer mit einer in die Wasserleitung integrierten Wasserturbine
und einem gekoppelten Generator zur Erzeugung von elektrischer Spannung für Komponenten
bekannt. Durch die Wasserströmung beim Öffnen eines Warmwasser-Auslassventils wird
die Wasserturbine betrieben. Die erzeugten elektrischen Leistungen sind relativ klein,
so dass man damit bisher lediglich die Zündspannung erzeugen wollte. Aus der
US-PS 4 740 725 ist bekannt, einen hydraulischen Mikro-Turbinen-Generator zur Erzeugung einer Zündspannung
zum Zünden eines Gasbrenners für Wassererhitzer einzusetzen. Als Vorteil wird darauf
hingewiesen, dass dadurch auf eine permanente Zündflamme verzichtet werden kann. Auch
aus der
EP 361 333 geht eine Wasserarmatur für sanitäre Hausinstallationen hervor, wobei in einem Strömungskanal
ein von durchströmenden Wasser beaufschlagtes Turbinenrad vorgesehen ist, das einen
elektrischen Generator antreibt. Das Turbinenrad ist dabei unmittelbar im Strömungsweg
des Wasser führenden Leitungsstrangs angeordnet. Die vom Generator erzeugte Spannung
wird dabei zum Laden eines Akkumulators verwendet, der eine Steueranordnung mit Spannung
versorgt, die ein Ventil eines Wasserspenders betätigt.
[0004] Weiterhin ist aus der
DE 199 54 967 A1 eine Vorrichtung bekannt, mit der unabhängig von der Durchflussmenge im Leitungsstrang
die zum Antreiben der Turbine beziehungsweise des Generators notwendige Strömungsmenge
im Wesentlichen konstant bleibt. Dadurch wird gewährleistet, dass unabhängig von der
Stellung des Auslassventils eine ausreichenden elektrische Spannung für die elektrischen
Verbraucher des Wassererhitzers zu Verfügung steht.
[0005] Alle diese Lösungen benötigen mehrere Sensoren sowie zusätzliche Einzelkomponenten
und Bauelemente zum genauen Detektieren des Wasserdurchflusses und zum nachfolgenden
Regeln der Brennerleistung über die Gasmenge, welche über die Magnetventile eingestellt
wird. Erst durch aufwändige Auswertung des Wasserdurchflusses und Verknüpfung mehrerer
Komponenten wird somit die erforderliche Brennerleistung nachgeführt.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen stromnetzunabhängig betriebenen
Wassererhitzer insbesondere im Hinblick auf einen möglichst niedrigen Verbrauch an
elektrischer Energie zu optimieren.
[0007] Erfindungsgemäß wird dies mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0008] Der Wassererhitzer ist dadurch gekennzeichnet, dass die Wasserturbine mechanisch
mit einem drehbar gelagerten Permanentmagneten verbunden ist, welcher in Abhängigkeit
der Wasserströmung rotiert und dass die Spule des mindestens einen Gasventils in Wirkverbindung
mit der Kreisbahn der Permanentmagnet-Pole steht.
[0009] Eine zunehmende Rotationsfrequenz des Permanentmagneten bewirkt somit eine zunehmende
Elektrisierung der Spule eines Gasventils und somit ein zunehmendes Öffnen eines Gasventils.
Dabei kann die Spule eines Gasventils bei jedem Passieren der Permanentmagnet-Pole
aktiviert sein. Alternativ dazu kann auch die dem Gasbrenner zugeführte Gasmenge moduliert
werden, indem die Spule eines Gasventils nur bei jedem zweiten oder dritten Passieren
der Permanentmagnet-Pole oder in größeren Intervallen aktiviert wird. Das Deaktivieren
einer Spule erfolgt zum Beispiel durch das Öffnen eines elektrischen Kontaktes.
[0010] Vorteilhafterweise sind die Wasserturbine, der Permanentmagnet und das mindestens
eine Gasventil in einem Bauteil zusammengefasst und/oder in ein Gehäuse integriert.
Dies ist wartungs- und montagefreundlich, da einige Teile und erheblicher Bauaufwand
im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen eingespart werden. Die gesamte Anordnung ist
daher sehr Platz sparend und führt zu sehr kompakt aufgebauten Wassererhitzern.
[0011] Weiterhin kann die Regeleinrichtung zur Einhaltung der geforderten Warmwasser-Auslauftemperatur
und/oder der geforderten Leistung des Gasbrenners die notwendige Elektrisierung der
Spule eines Gasventils ermitteln. Dabei wird mit Messeinrichtungen die Position des
Permanentmagneten und damit die Rotationsfrequenz zusätzlich zur Warmwasser-Eintrittstemperatur
und zur Warmwasser-Austrittstemperatur erfasst. Das Einstellen der Brennerleistung
ist erfindungsgemäß ganz einfach durch die Überwachung der Elektrisierung der Spule
eines Gasventils möglich. Das bisher allgemein dabei übliche Wechseln der Gasventile
entfällt.
[0012] Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dar und zeigt in einer
einzigen Figur den schematischen Aufbau in einem stromnetzunabhängig betriebenen Wassererhitzer.
[0013] Im Wassererhitzer ist in die Wasserleitung 1 eine Wasserturbine 5 zur Erzeugung von
elektrischer Spannung für Komponenten integrierten, welche durch die Wasserströmung
2 beim Öffnen eines nicht dargestellten Warmwasser-Auslassventils betrieben wird.
Die Wasserturbine 5 bringt über eine mechanischen Antrieb 6 einen Permanentmagneten
7 Abhängigkeit der Wasserströmung 2 in Rotation.
[0014] Der Permanentmagnet 7 steht mit seinen Polen auf seiner Kreisbahn in Wirkverbindung
mit den jeweiligen Spulen von steuerbaren elektromagnetischen Gasventilen 8, 9, welche
zwischen einem Gas-Einlass 3 und einem Gas-Auslass 4 angeordnet sind. Über die Elektrisierung
der Spule werden die Gasventile 8, 9 geöffnet und mit einer Feder 10 werden diese
in der Schließposition gehalten. Mit Messeinrichtungen 11 wird die Position und die
Rotationsfrequenz des Permanentmagneten 7 erfasst.
[0015] Da die Rotationsfrequenz des Permanentmagneten 7 direkt von der Wasserströmung 2
abhängt, können die Gasventile 8, 9 und damit die Leistung des Gasbrenners sehr genau
geregelt werden.
1. Stromnetzunabhängig betriebener Wassererhitzer mit einem Gasbrenner, mindestens einem
in Abhängigkeit der Auslaufwassermenge steuerbaren elektromagnetischen Gasventil (8,
9), welches eine Spule aufweist und mit einer Feder (11) in der Schließposition gehalten
wird, einer Regeleinrichtung und einer in die Wasserleitung (1) integrierten Wasserturbine
(5) zur Erzeugung von elektrischer Spannung für Komponenten durch die Wasserströmung
(2) beim Öffnen eines Warmwasser-Auslassventils,
dadurch gekennzeichnet, dass die Wasserturbine (5) mechanisch mit einem Permanentmagneten (7) verbunden ist, welcher
in Abhängigkeit der Wasserströmung (2) rotiert und dass die Spule des mindestens einen
Gasventils (8, 9) in Wirkverbindung mit der Kreisbahn der Permanentmagnet-Pole steht.
2. Wassererhitzer nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass eine zunehmende Rotationsfrequenz des Permanentmagneten (7) eine zunehmende Elektrisierung
der Spule eines Gasventils (8, 9) und somit ein zunehmendes Öffnen eines Gasventils
(8, 9) bewirkt.
3. Wassererhitzer nach den Ansprüchen 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Spule eines Gasventils (8, 9) bei jedem Passieren der Permanentmagnet-Pole aktiviert
ist.
4. Wassererhitzer nach den Ansprüchen 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die dem Gasbrenner zugeführte Gasmenge moduliert wird, indem die Spule eines Gasventils
(8, 9) nur bei jedem zweiten oder dritten Passieren der Permanentmagnet-Pole oder
in größeren Intervallen aktiviert wird.
5. Wassererhitzer nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Wasserturbine (5), der Permanentmagnet (7) und das mindestens eine Gasventil
(8, 9) in einem Bauteil zusammengefasst und/oder in ein Gehäuse integriert sind.
6. Wassererhitzer nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Regeleinrichtung zur Einhaltung der geforderten Warmwasser-Auslauftemperatur
und/oder der geforderten Leistung des Gasbrenners die notwendige Elektrisierung der
Spule eines Gasventils (8, 9) ermittelt, indem mit Messeinrichtungen (11) die Position
des Permanentmagneten (7) und damit die Rotationsfrequenz, die Warmwasser-Eintrittstemperatur
sowie die Warmwasser-Austrittstemperatur erfasst werden.

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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