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(11) |
EP 1 924 733 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.01.2009 Patentblatt 2009/04 |
| (22) |
Anmeldetag: 15.09.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH2005/000545 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/030954 (22.03.2007 Gazette 2007/12) |
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VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINER GEWEBEBAHN, INSBESONDERE EINES BANDGEWEBES, MIT EINER
SAMTKANTE, SOWIE VORRICHTUNG ZUR DURCHFÜHRUNG DES VERFAHRENS
METHOD FOR PRODUCTION OF A MATERIAL WEB IN PARTICULAR A RIBBON WITH A VELVET EDGE
AND DEVICE FOR CARRYING OUT THE METHOD
PROCEDE POUR FABRIQUER UNE BANDE DE TISSU, EN PARTICULIER UN TISSU ETROIT, PRESENTANT
UN BORD DE VELOURS ET DISPOSITIF PERMETTANT LA MISE EN OEUVRE DU PROCEDE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.05.2008 Patentblatt 2008/22 |
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Patentinhaber: TEXTILMA AG |
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6362 Stansstad (CH) |
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Erfinder: |
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- SPEICH, Francisco
CH-5073 Gipf-Oberfrick (CH)
- KIPP, Stefan
CH-5073 Gipf-Oberfrick (CH)
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| (74) |
Vertreter: Kleinschmidt, Michael et al |
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Schmauder & Partner AG
Patent- und Markenanwälte VSP
Zwängiweg 7 8038 Zürich 8038 Zürich (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 546 485 DE-A1- 3 608 787
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WO-A-93/01920 DE-U1- 9 014 500
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Gewebebahn, insbesondere
eines Bandgewebes, mit einer Samtkante gemäss Oberbegriff des Anspruches 1 sowie eine
Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäss Oberbegriff des Anspruches 8.
Stand der Technik
[0002] Ein Verfahren und eine Vorrichtung der eingangs genannten Art sind aus der
EP 0 546 485A bekannt. Dort wird beschrieben, dass eine auf einer Webmaschine hergestellte Breitgewebebahn
in einzelne Bänder zerschnitten wird, wobei nach dem Schneiden an der Schneidkante
angrenzende Kettfäden herausgezogen und abgeführt werden. Die freiliegenden Enden
der Schussfäden bilden dann die Fransen einer Samtkante. Zum Herausziehen der Kettfäden
dient eine Abzugsvorrichtung, die über der Gewebebahn angeordnet ist und ein rotierendes
Rohr beinhaltet, durch das die abzuziehenden Kettfäden hindurchzuführen sind. Durch
Reibkontakt werden die abgezogenen Kettfäden nach Art eines Seiles zusammengedreht
und einer entsprechenden Abzugsvorrichtung zugeführt. Nachteilig ist es, dass durch
den freien Abzug der Kettfäden aus der Gewebebahn kein kontrollierter Abzug gewährleistet
ist und insbesondere die Gefahr besteht, dass die in der Gewebebahn vorhandenen Kettfäden,
die verbleiben sollen, gelockert werden. Damit ergibt sich keine einwandfreie, gleichmässige
und dauerhafte Samtkante an der Gewebebahn. Überdies sind sowohl das Verfahren wie
die Vorrichtung relativ kompliziert.
Darstellung der Erfindung
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung einer Gewebebahn, insbesondere
eines Bandgewebes, mit einer Samtkante und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
zu verbessern.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss gelöst:
- a) beim Verfahren der eingangs genannten Art durch die kennzeichnenden Merkmale des
Anspruches 1;
- b) bei der Vorrichtung der eingangs genannten Art durch die kennzeichnenden Merkmale
des Anspruches 8.
[0005] Dadurch, dass man nach dem Schneidwerkzeug an mindestens einer Seite in der Gewebebahn
und im Abstand der abzuziehenden Kettfäden von der Schneidkante ein Ablenkglied anordnet,
um die abzuziehenden Kettfäden von den verbleibenden Kettfäden zu trennen, ergibt
sich eine genau definiertes Abziehen der Kettfäden aus dem Randbereich der Gewebebahn.
Dabei werden insbesondere die in der Gewebebahn verbleibenden Kettfäden in ihrer Lage
gehalten und es wird verhindert, dass sie sich im Zuge des Abziehens der Kettfäden
lockern können. Das Ablenkglied sorgt vielmehr noch dafür, dass die verbleibenden
Kettfäden der Gewebebahn fester aneinander gedrückt werden. Damit ergibt sich eine
Samtkante mit Fransen von gleich bleibender Länge und mit grosser Dauerhaftigkeit.
[0006] Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist ausserordentlich einfach und
wirksam, da sie lediglich die Anordnung eines Ablenkgliedes erfordert, dass dem Schneidwerkzeug
nachgeschaltet stationär an der Vorrichtung angeordnet ist.
[0007] Vorteilhafte Ausgestaltungen des Verfahrens sind in den Ansprüchen 2 bis 8, und hinsichtlich
der Vorrichtung in den Ansprüchen 10 bis 14 beschrieben.
[0008] Grundsätzlich ist es möglich, eine Gewebebahn herzustellen, die nur auf einer Seite
eine Samtkante aufweist. Der von der Gewebebahn abgeschnittene Teil kann dann beispielsweise
ein Abfall sein, der zu entsorgen ist. Vorteilhafter ist das Verfahren nach Anspruch
2, wonach beidseits des Schneidwerkzeuges ein solches Ablenkglied angeordnet ist,
um in beiden getrennten Gewebebahnen Kettfäden zur Bildung von Samtkanten abzuziehen.
Damit ist die Samtkantenbildung symmetrisch und verbessert die gleichmässige Bildung
der Samtkanten.
[0009] Ausserdem ermöglicht es diese Ausbildung, eine breite Gewebebahn in einzelne Bandgewebe
zu unterteilen, die beidseits mit einer Samtkante versehen sind, so wie dies aus der
EP 0 546 485 bekannt ist.
[0010] Die Samtkante lässt sich weiter verbessern, wenn man gemäss Anspruch 3 in der Gewebebahn
den Samtkantenbereich zur Gewebebahn hin begrenzende Schmelzfäden anordnet, deren
Schmelztemperatur kleiner ist als eine etwaige Schmelztemperatur der übrigen Fäden
der Gewebebahn. Zum Schmelzen kann dann gemäss Anspruch 4 entweder das Schneidwerkzeug
verwendet werden, das auf die Temperatur der Schmelzkettfäden aufgeheizt ist, oder
gemäss Anspruch 5 das Ablenkglied, das auf eine entsprechende Temperatur aufgeheizt
ist. Unter Umständen ist es auch denkbar, gemäss Anspruch 6 in der Gewebebahn Klebfäden
anzuordnen, die den Samtkantenbereich zur Gewebebahn hin begrenzen. Dabei ist es von
Vorteil, wenn man nach Anspruch 7 die Ablenkglieder so anordnet, dass zwischen dem
Ablenkglied und dem Schmelzkettfaden einerseits oder einem Klebekettfaden andererseits
mindestens ein normaler Kettfaden angeordnet ist. Dadurch lässt sich die Samtkante
weiter verfestigen, ohne dass das Ablenkglied und/oder die Fransen der Samtkante verschmutzt
werden oder gar miteinander verkleben.
[0011] Grundsätzlich kann das Schneiden der Schussfäden thermisch mittels Durchschmelzen
oder Durchbrennen erfolgen. Dies liefert in der Regel jedoch keine einwandfreien Enden
der Fransen. Gemäss Anspruch 8 erfolgt das Schneiden vorzugsweise mechanisch, beispielsweise
mittels eines Schneidmessers oder einer Schere, um einwandfreie Enden der Fransen
zu erhalten.
[0012] Die Ansprüche 9 bis 13 beschreiben verschiedene Vorrichtungsmerkmale, um die oben
diskutierten Verfahrensvarianten zu verwirklichen.
[0013] Grundsätzlich kann die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens unabhängig von
einer Webmaschine sein, wobei die Gewebebahnliefervorrichtung aus einer Rolle bestehen
kann, zu der die Gewebebahn aufgewickelt ist. Vorteilhaft ist es jedoch, wenn die
Vorrichtung gemäss Anspruch 14 in eine Webmaschine integriert ist, wobei sie der Webstelle
nachgeordnet ist.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0014] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen
näher beschrieben, dabei zeigen:
- Figur 1
- eine Vorrichtung zur Herstellung eine Gewebebahn, insbesondere eines Bandgewebes,
mit einer Samtkante, in Seitenansicht;
- Figur 2
- die Vorrichtung der Figur 1 im Ausschnitt und in grösserem Massstab, sowie in Draufsicht.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0015] Die Figur 1 zeigt eine Vorrichtung 2 zur Herstellung einer Gewebebahn 4 mit einer
Samtkante 6. Sie enthält eine Gewebebahnliefervorrichtung 8, welche im vorliegenden
Beispiel als bekannte Webmaschine ausgebildet ist. An einer Webstelle 10 wird eine
Gewebebahn 4 erzeugt, die an einem Warenabzug 14 abgezogen wird.
[0016] Wie insbesondere aus Figur 2 weiter zu entnehmen ist, ist der Webstelle 10 ein Schneidwerkzeug
16 nachgeordnet, das beispielsweise als stehendes oder rotierendes Schneidmesser oder
gegebenenfalls als Schere ausgebildet sein kann. Das Schneidwerkzeug 16 durchtrennt
Schussfäden 18 in Richtung der Kettfäden 20, sodass die Gewebebahn 4 in zwei Gewebebahnen
4a, 4b unterteilt wird. Beidseits des Schneidwerkzeuges 16 sind Ablenkglieder 22,
24 angeordnet, und zwar in einem solchen seitlichen Abstand zum Schneidwerkzeug 16,
der den Kettfäden 20a entspricht, die aus der Gewebebahn entfernt werden sollen, um
die Samtkante 6 zu bilden. Die Ablenkglieder 22, 24 sorgen für ein geordnetes Abziehen
der Kettfäden 20a, sodass eine gleichmässige Samtkante 6 gebildet wird, ohne die verbleibenden
Kettfäden 20 zu lockern. Die Ablenkglieder 22, 24 bewirken sogar ein Eindrücken und
damit Verdichten der verbleibenden Kettfäden gegen die Gewebebahn und damit eine Verfestigung
der Samtkante 6 und erhöhen somit die Dauerhaftigkeit der Samtkante 6. Die zu entfernenden
Kettfäden 20a werden beidseits mittels Abzugsvorrichtungen 26, 28 abgeführt.
[0017] Zur weiteren Verbesserung der Verfestigung der Samtkanten 6 enthält die Gewebebahn
4 Schmelzkettfäden 20b, deren Schmelztemperatur kleiner ist als die Schmelztemperatur
der übrigen Fäden der Gewebebahn. Die Schmelzkettfäden 20b werden vorzugsweise mittels
der Ablenkglieder 22,24 aktiviert, die auf eine Temperatur aufheizbar sind, welche
der Schmelztemperatur der Schmelzkettfäden 20b entspricht. Um ein Verkleben der durch
die freien Enden der Schussfäden 18 gebildeten Fransen 30 der Samtkante 6 untereinander
beziehungsweise mit den Ablenkgliedern 22, 24 zu verhindern, ist zwischen den Ablenkgliedern
22, 24 und den Schmelzkettfäden 20b mindestens ein normaler Kettfaden 20 angeordnet.
Dies ergibt eine gleichmässige Samtkante 6, bei der die Fransen 30 überall eine gleiche
Länge aufweisen, und die sich durch besonders gute Stabilität und Dauerfestigkeit
auszeichnet.
[0018] Anstelle der Schmelzkettfäden 20b ist es auch denkbar, Klebekettfäden zu verwenden.
[0019] Die Vorrichtung zeichnet sich durch einen besonders einfachen Aufbau aus, da die
Ablenkglieder 22, 24 stationär angeordnet sind also keines Antriebes bedürfen. Die
Vorrichtung kann auch so ausgebildet sein, dass aus einer breiten Gewebebahn mehrere
Bandgewebe mit beidseitigen Samtkanten hergestellt werden, wie dies aus der
EP 0 546 485 bekannt ist.
Bezugszeichenliste
[0020]
- 2
- Vorrichtung
- 4
- Gewebebahn
- 4a
- Gewebebahn
- 4b
- Gewebebahn
- 6
- Samtkante
- 8
- Gewebebahnliefervorrichtung
- 10
- Webstelle
- 14
- Warenabzug
- 16
- Schneidwerkzeug
- 18
- Schussfaden
- 20
- Kettfaden
- 20a
- Kettfaden
- 20b
- Schmelzkettfaden
- 22
- Ablenkglied
- 24
- Ablenkglied
- 26
- Abzugsvorrichtung
- 28
- Abzugsvorrichtung
- 30
- Franse
1. Verfahren zur Herstellung einer Gewebebahn, insbesondere eines Bandgewebes, mit einer
Samtkante (6), wobei man eine Gewebebahn (4) mittels eines Schneidwerkzeuges (16)
durch Schneiden der Schussfäden (18) längs der Kettfäden (20,20a,20b) trennt und an
der Schneidkante angrenzende Kettfäden (20a) herauszieht und entfernt, dadurch gekennzeichnet, dass man nach dem Schneidwerkzeug (16) an mindestens einer Seite in der Gewebebahn (4a,4b)
und im Abstand der abzuziehenden Kettfäden (20a) von der Schneidkante ein Ablenkglied
(22,24) anordnet, um die abzuziehenden Kettfäden (20a) von den verbleibenden Kettfäden
(20,20b) zu trennen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man beidseits des Schneidwerkzeuges (16) ein solches Ablenkglied (22,24) anordnet,
um in beiden getrennten Gewebebahnen (4a,4b) Kettfäden (20a) zur Bildung von Samtkanten
(6) abzuziehen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man in der Gewebebahn (4,4a,4b) den Samtkantenbereich zur Gewebebahn hin begrenzende
Schmelzkettfäden (20b) anordnet, deren Schmelztemperatur kleiner ist als eine etwaige
Schmelztemperatur der übrigen Fäden (20,20a,18) der Gewebebahn.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Schneidwerkzeug (16) verwendet, das auf die Temperatur der Schmelzkettfäden
(20b) aufgeheizt ist.
5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Ablenkglied (22,24) verwendet, das auf die Temperatur der Schmelzkettfäden
(20b) aufgeheizt ist.
6. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man in der Gewebebahn (4,4a,4b) den Samtkantenbereich zur Gewebebahn hin begrenzende
Klebekettfäden anordnet.
7. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass man das Ablenkglied (22,24) so anordnet, dass zwischen dem Ablenkglied (22,24) und
dem Schmelzkettfaden (20b) oder dem Klebekettfaden mindestens ein trennender Kettfaden
(20) angeordnet ist.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Schussfäden mechanisch schneidet.
9. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei
einer Gewebebahnliefervorrichtung (8) mindestens ein Schneidwerkzeug (16) zum Durchtrennen
der Schussfäden (18) in Kettrichtung zugeordnet ist, wobei dem Schneidwerkzeug eine
Abzugsvorrichtung (26,28) zum Abziehen von Kettfäden (20a) an der Schneidkante der
Gewebebahn (4a,4b) nachgeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Abzugsvorrichtung (26,28) und dem Schneidwerkzeug (16) mindestens auf
einer Seite des Schneidwerkzeuges ein in die Gewebebahn (4a,4b) eingreifendes Ablenkglied
(22,24) für die abzuziehenden Kettfäden (20a) angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidwerkzeug (16) mechanisch scheidend ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidwerkzeug (16) auf die Temperatur eines Schmelzkettfadens (20b) aufheizbar
ist, die kleiner ist als die Schmelztemperatur der übrigen Fäden (20,20a,18) der Gewebebahn
(4,4a,4b).
12. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Ablenkglied (22,24) auf die Temperatur eines Schmelzkettfadens (20b) aufheizbar
ist, die kleiner ist als die Schmelztemperatur der übrigen Fäden (20,20a,18) der Gewebebahn.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass beidseits des Schneidwerkzeuges (16) eine Abzugsvorrichtung (26,28) und ein Ablenkglied
(22,24) zum Abziehen von Kettfäden (20a) vorhanden ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewebebahnliefervorrichtung (8) eine Webmaschine ist, bei der die Vorrichtung
zur Bildung der Samtkante (6) der Webstelle (10) nachgeordnet ist.
1. A method for production of a fabric web, in particular a ribbon fabric, having a velvet
edge (6), a fabric web (4) being separated by means of a cutting tool (16) by cutting
the weft threads (18) along the warp threads (20, 20a, 20b) and warp threads (20a)
adjacent to the cutting edge being drawn out and removed, characterized in that a deflection member (22, 24) is arranged downstream of the cutting tool (16) on at
least one side in the fabric web (4a, 4b) and at the distance of the warp threads
(20a) to be drawn off from the cutting edge, in order to separate the warp threads
(20a) to be drawn off from the remaining warp threads (20, 20b).
2. The method as claimed in claim 1, characterized in that such a deflection member (22, 24) is arranged on both sides of the cutting tool (16),
in order, in the two separate fabric webs (4a, 4b), to draw off warp threads (20a)
in order to form velvet edges (6).
3. The method as claimed in claim 1 or 2, characterized in that the fabric web (4, 4a, 4b) has arranged in it melt warp threads (20b) which delimit
the velvet edge region with respect to the fabric web and the melting temperature
of which is lower than any melting temperature of the remaining threads (20, 20a,
18) of the fabric web.
4. The method as claimed in claim 3, characterized in that a cutting tool (16) is used which is heated to the temperature of the melt warp threads
(20b).
5. The method as claimed in claim 3, characterized in that a deflection member (22, 24) is used which is heated to the temperature of the melt
warp threads (20b).
6. The method as claimed in claim 1 or 2, characterized in that the fabric web (4, 4a, 4b) has arranged in it adhesive warp threads which delimit
the velvet edge region with respect to the fabric web.
7. The method as claimed in claim 3 or 4, characterized in that the deflection member (22, 24) is arranged such that at least one separating warp
thread (20) is arranged between the deflection member (22, 24) and the melt warp thread
(20b) or the adhesive warp thread.
8. The method as claimed in claim 1, characterized in that the weft threads are cut mechanically.
9. A device for carrying out the method as claimed in one of claims 1 to 8, a fabric
web delivery device (8) being assigned at least one cutting tool (16) for severing
the weft threads (18) in the warp direction, the cutting tool being followed by a
draw-off device (26, 28) for drawing off warp threads (20a) at the cut edge of the
fabric web (4a, 4b), characterized in that a deflection member (22, 24), engaging in the fabric web (4a, 4b), for the warp threads
(20a) to be drawn off is arranged on at least one side of the cutting tool (16) between
the draw-off device (26, 28) and said cutting tool (16).
10. The device as claimed in claim 9, characterized in that the cutting tool (16) is designed to cut mechanically.
11. The device as claimed in claim 9 or 10, characterized in that the cutting tool (16) can be heated to the temperature of a melt warp thread (20b)
which is lower than the melting temperature of the remaining threads (20, 20a, 18)
of the fabric web (4, 4a, 4b).
12. The device as claimed in claim 9 or 10, characterized in that the deflection member (22, 24) can be heated to the temperature of a melt warp thread
(20b) which is lower than the melting temperature of the remaining threads (20, 20a,
18) of the fabric web.
13. The device as claimed in one of claims 9 to 12, characterized in that a draw-off device (26, 28) and a deflection member (22, 24) for drawing off warp
threads (20a) are present on both sides of the cutting tool (16).
14. The device as claimed in one of claims 9 to 13, characterized in that the fabric web delivery device (8) is a weaving machine in which the device for forming
the velvet edge (6) follows the weaving station (10).
1. Procédé de fabrication d'une bande de tissu, notamment d'une bande de tissu ayant
un bord de velours (6) selon lequel, à l'aide d'un outil de coupe (16), on coupe les
fils de trame (18) le long des fils de chaîne (20, 20a, 20b) pour former une bande
de tissu (4) et on extrait et on enlève les fils de chaîne (20a) voisins de l'arête
de coupe,
caractérisé en ce qu'
un organe de déviation (22, 24) est prévu après l'outil de coupe (16) sur au moins
un côté de la bande de tissu (4a, 4b) et à distance des fils de chaîne (20a) à enlever
de l'arête de coupe, pour séparer les fils de chaîne (20a) à retirer par rapport aux
fils de chaîne (20, 20b) qui restent.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
un tel organe de déviation (22, 24) est installé des deux côtés de l'outil de coupe
(16) pour enlever les fils de chaîne (20a) des deux bandes de tissu (4a, 4b), séparées,
afin de former les bords de velours (6).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce qu'
on prévoit des fils de chaîne fusibles (20b) dans la bande de tissu (4, 4a, 4b), délimitant
la zone du bord de velours par rapport à la bande de tissu, fils dont la température
de fusion est inférieure à une quelconque température de fusion des autres fils (20,
20a, 18) de la bande de tissu.
4. Procédé selon la revendication 3,
caractérisé en ce qu'
on utilise un outil de coupe (16) que l'on chauffe à la température des fils de chaîne
fusibles (20b).
5. Procédé selon la revendication 3,
caractérisé en ce qu'
on utilise un organe de déviation (22, 24) chauffé à la température des fils de chaîne
fusibles (20b).
6. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce qu'
on intègre des fils de chaîne collants dans la bande de tissu (4, 4a, 4b) pour délimiter
la zone de bord de velours par rapport à la bande de tissu.
7. Procédé selon la revendication 3 ou 4,
caractérisé en ce qu'
on installe l'organe de déviation (22, 24) de façon à avoir au moins un fil de chaîne
(20), à séparer entre l'organe de séparation (22, 24) et le fil de chaîne fusible
(20b) ou le fil de chaîne collant.
8. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
on coupe mécaniquement les fils de trame.
9. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé selon l'une des revendications 1 à 8,
selon lequel
on associe à un dispositif de fourniture de bande de tissu (8) au moins un outil de
coupe (16) pour couper les fils de trame (18) dans la direction de la chaîne, et un
dispositif d'extraction (26, 28) est prévu en aval de l'outil de coupe pour extraire
les fils de chaîne (20a) au niveau de l'arête de coupe de la bande de tissu (4a, 4b),
caractérisé en ce qu'
entre le dispositif de d'extraction (26, 28) et l'arête de coupe (16), il est prévu
au moins sur un côté de l'outil de coupe, un organe de déviation (22, 24) qui pénètre
dans la bande de tissu (4a, 4b) pour les fils de chaîne (20a) à enlever.
10. Dispositif selon la revendication 9,
caractérisé par
l'outil de coupe (16) mécanique.
11. Dispositif selon la revendication 9 ou 10,
caractérisé en ce que
l'outil de coupe (16) est chauffé à la température d'un fil de chaîne fusible (20b),
température inférieure à la température de fusion des autres fils (20, 20a, 18) de
la bande de tissu (4, 4a, 4b).
12. Dispositif selon la revendication 9 ou 10,
caractérisé en ce que
l'organe de déviation (22, 24) est chauffé à la température d'un fil de chaîne fusible
(20b), température inférieure à la température de fusion des autres fils (20, 20a,
18) de la bande de tissu.
13. Dispositif selon l'une des revendications 9 à 12,
caractérisé en ce que
de part et d'autre de l'outil de coupe (16), il est prévu un dispositif d'extraction
(26, 28) et un organe de déviation (22, 24) pour extraire des fils de chaîne (20a).
14. Dispositif selon l'une des revendications 9 à 13,
caractérisé en ce que
le dispositif de fourniture de la bande de tissu (8) est un métier à tisser avec,
en aval de celui-ci, un dispositif pour former le bord de velours (6) du point de
tissage (10).

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