(19)
(11) EP 1 925 567 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
28.05.2008  Patentblatt  2008/22

(21) Anmeldenummer: 06124744.1

(22) Anmeldetag:  24.11.2006
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B65D 81/07(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA HR MK RS

(71) Anmelder: Adriano Callegari Ltd.
9000 St. Gallen (CH)

(72) Erfinder:
  • Callegari, Adriano
    9043 Trogen (CH)

(74) Vertreter: Hepp, Dieter et al
Hepp, Wenger & Ryffel AG, Friedtalweg 5
9500 Wil
9500 Wil (CH)

   


(54) Verpackungsanordnung, Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen und Füllen von Verpackungen


(57) Eine Verpackungsanordnung mit einer quaderförmigen Aussenkontur enthält eine Membranverpackung (2) mit zwei mit flexiblen Membranen (6, 7) versehen Rahmenteilen (3, 4) und eine Umhüllung (18) in Form eines taschenförmigen Behälters oder in Form eines Hohlprofils, in welche die Membranverpackung (2) einschiebbar ist. Zum Fixieren der Endstellung sind seitlich an den Rahmenteilen (3, 4) Verbindungsteile (10) vorgesehen, die jeweils an zwei einander gegenüberliegenden Seiten der Rahmenteile (3, 4) befestigt sind. Somit ist wenigstens eine Aussenseite (8, 9) der Aussenkontur durch die Befestigungsmittel (10) gebildet.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Verpackungsanordnung zur Aufnahme von Verpackungsgut gemäss dem Oberbegriff von Anspruch 1. Derartige Verpackungsanordnungen werden insbesondere zur Verpackung von stossempfindlichem Verpackungsgut verwendet. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen und Füllen von Verpackungen gemäss Anspruch 8 bzw. Anspruch 9.

[0002] Die Verwendung von Membranverpackungen ist seit längerer Zeit bekannt und gebräuchlich. Eine Membranverpackung für Schmuck ist beispielsweise in der DE 20 2006 002 329 U1 gezeigt. Die Membranverpackung besteht im Wesentlichen aus zwei Rahmenteilen, auf denen jeweils flexible Membranen aufgespannt sind. Zum Verpacken des Schmuckes werden die Rahmenteile in übereinander liegender Positionierung durch einen Klemmsitz miteinander verbunden. Derartige Membranverpackungen sind jedoch wenig für Transport oder Lagerung geeignet.

[0003] Aus der EP 403 514 B1 ist eine Verpackungsanordnung bekannt geworden, bei welcher eine Membranverpackung in eine Schachtel eingesetzt ist. Eine solche Schachtel lässt sich zwar einfach transportieren und lagern, sie weist jedoch verschiedene Nachteile auf. So kann sie beispielsweise höheren Ansprüchen hinsichtlich ästhetischer Präsentation nicht genügen. Weiter kann sie ungünstig in der Handhabung sein. Insbesondere lässt sich die Membranverpackung nicht einfach aus der Schachtel herausnehmen.

[0004] Es ist deshalb eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Nachteile des Bekannten zu vermeiden, insbesondere eine Verpackungsanordnung der Eingangs genannten Art zu schaffen, welche einfach in der Handhabung und einfach transportier- und lagerbar ist. Die Verpackungsanordnung soll weiterhin höheren Ansprüchen hinsichtlich ästhetischer Präsentation genügen.

[0005] Diese Aufgaben werden erfindungsgemäss mit einer Verpackungsanordnung gelöst, die die Merkmale in Anspruch 1 aufweist.

[0006] Die Verpackungsanordnung weist eine mehrflächige Aussenkontur auf, wobei sie bevorzugt eine quaderförmige Aussenkontur aufweisen kann. Denkbar sind aber insbesondere auch prismatische Aussenkonturformen. Die Verpackungsanordnung enthält eine Membranverpackung mit zwei mit flexiblen Membranen versehen Rahmenteilen, zwischen welchen Verpackungsgut in einer Endstellung sandwichartig aufnehmbar ist. Für eine derartige stossdämpfende Anordnung könnten für die Membrane Membranfolien verwendet werden, wie sie beispielsweise in der EP 403 514 B1 beschrieben sind. Eine Membranfolie kann dabei den durch ein Rahmenteil ausgebildeten offenen Raum flächig abdecken. Zum Fixieren der Endstellung sind die Rahmenteile mittels Befestigungsmitteln miteinander verbindbar oder verbunden. Befestigungsmittel können beispielsweise Verbindungselemente sein, die als separate Bauteile ausgebildet sind.

[0007] Selbstverständlich wäre es aber auch vorstellbar, die Befestigungsmittel in den Rahmenteilen zu integrieren. Die Befestigung könnte hierbei beispielsweise über einen Klemmsitz erfolgen. Die Verpackungsanordnung zeichnet sich dadurch aus, dass wenigstens eine Aussenseite ihrer Aussenkontur durch die Rahmenteile und/oder die Befestigungsmittel vorgegeben ist. Durch diese Verwendung der Membranverpackung zur Bildung der Aussenkontur können statt aufwendigen, schachtelartigen Umverpackungen einfach konstruierte, schlauchartige Umhüllungen verwendet werden.

[0008] In einer ersten Ausführungsform für die Verpackungsanordnung können die Befestigungsmittel Verbindungsteile enthalten, die jeweils seitlich an die Rahmenteile befestigbar oder befestigt sind. Auf diese Art und Weise kann die Endstellung der Membranverpackung auf einfache Art und Weise fixiert werden. Bevorzugt weist die Verpackungsanordnung zwei Verbindungsteile auf, wobei je ein Verbindungsteil jeweils einer Seite von zwei einander gegenüberliegenden Seiten der Rahmenteile zugeordnet ist.

[0009] Vorteilhaft kann es sein, wenn das Verbindungsteil durch Formschluss, insbesondere mittels einer Schienen-Nut-Verbindung an die Rahmenteile zum Fixieren der Endstellung lösbar befestigbar oder befestigt ist. Diese Befestigungsart ist anwenderfreundlich und erlaubt insbesondere ein rasches Verpacken von Verpackungsgut.

[0010] Jeweils wenigstens ein Rahmenelement von jedem Rahmenteil kann im Querschnitt wenigstens abschnittsweise L-förmig ausgebildet sein. Somit können in Ruhestellung jeweils zwei übereinander liegende Rahmenelemente wenigstens abschnittsweise eine im Querschnitt T-förmige Schiene definieren. Das entsprechende Verbindungsteil kann eine komplementäre T-Nut aufweisen. Auf diese Weise lässt sich eine vorteilhafte Schienen-Nut-Verbindung zwischen den Rahmenteilen und jeweils einem Verbindungsteil erreichen.

[0011] Die L-Form im Bereich wenigstens einer Seite von zwei übereinander liegenden Rahmenelementen und/oder die T-förmige Schiene kann sich über die gesamte Seitenlänge des Rahmenelements bzw. des Rahmenteils erstrecken. Für eine einfache Montierbarkeit kann es aber vorteilhaft sein, wenn die entsprechenden Rahmenelemente einen wenigstens bezogen auf die Seitenlänge des Rahmenelements begrenzt ausgebildeten Nutabschnitt zur Bildung der L-Form aufweisen und wenn in der T-Nut des Verbindungsteils zum Aufsetzen von vorne eine korrespondierende Aussparung vorgesehen ist. Diese Ausführung zeichnet sich durch eine einfache Handhabung aus, da auf diese Weise der Schiebeweg der Schienen-Nut-Verbindung in Nutrichtung massiv verkürzt werden kann. Besonders vorteilhaft werden dabei zwei Nutabschnitte auf jeweils einem Rahmenelement vorgesehen, die vorzugsweise im Bereich der Enden der Rahmenelemente angeordnet sind.

[0012] Die Rahmenteile können schwenkbar über ein Scharnier oder mittels eines anderen Klappmechanismus miteinander verbunden sein. Dabei kann es vorteilhaft sein, wenn das Scharnier ein Filmscharnier ist, das durch eine gemeinsame Membran der beiden Rahmenteile gebildet ist. Ein Scharnier hat den Vorteil, dass eine präzise Endstellung der Rahmenteile erreichbar ist, in welcher die Rahmenteile genau ausgerichtet übereinander liegen.

[0013] Zum Festlegen einer quaderförmigen Aussenkontur kann die Verpackungsanordnung eine wenigstens einseitig offene Umhüllung aufweisen, in welche die Membranverpackung einschiebbar ist. Eine offene Umhüllung kann ein taschenförmiger Behälter mit einer Stirnwand und vier rechtwinklig oder etwa rechtwinklig an den Bodenabschnitt anschliessenden Seitenwänden sein. Die Umhüllung kann jedoch auch auf zwei Seiten offen sein, wobei sie dabei die Form eines Hohlprofils aufweisen kann. Ein solches Hohlprofil weist vier Seitenwände auf, die wenigstens in einer Ruhestellung im Querschnitt ein Rechteck bilden.

[0014] Gemäss einem weiteren Aspekt der Erfindung zeichnet sich ein Verfahren zum Herstellen und Füllen von Verpackungen durch folgende Schritte aus: Aufsetzen einer trichterförmigen Befülleinrichtung auf ein erstes Rahmenteil einer Membranverpackung in Aufnahmestellung; Aufgeben von Verpackungsgut auf die Oberseite der Membran des Rahmenteils mittels der bzw. über die Befülleinrichtung, während die Membran durch Vakuumbeaufschlagung von der Unterseite her konkav gewölbt ist; Erstellen einer Endstellung der Membranverpackung durch Auflegen eines zweiten Rahmenteils auf das erste Rahmenteil und Fixieren der Endstellung mittels Befestigungsmittel; und schliesslich eventuell noch Einschieben der Membranverpackung in eine Umhüllung. Dieses Verfahren eignet sich insbesondere, aber nicht ausschliesslich zum Herstellen und Füllen der vorgängig beschriebenen Verpackungsanordnung. Die Vakuumbeaufschlagung hat den Vorteil, dass das Verpackungsgut sich einfach in einer gewünschten Position, insbesondere in einer zentralen Position auf der Membran platzieren lässt. Der erwähnte Verfahrenschritt des Auflegens kann bei Verwendung zweier separater Rahmenteile durch Aufsetzen oder bei Verwendung von schwenkbar miteinander verbundenen Rahmenteile durch Einklappen erfolgen.

[0015] Sodann betrifft die Erfindung in vorrichtungsmässiger Hinsicht eine Vorrichtung zum Herstellen und Füllen von Verpackungen, welche die Merkmale in Anspruch 9 aufweist.

[0016] Weitere Einzelmerkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele und aus den Zeichnungen. Es zeigen:
Figur 1
eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemässen Verpackungsanordnung,
Figur 2
einen Längsschnitt durch eine Verpackungsanordnung (Schnittebene B gemäss Figur 1),
Figur 3
eine perspektivische Explosionsdarstellung einer Membranverpackung für die Verpackungsanordnung gemäss Figur 2,
Figur 4
die Membranverpackung gemäss Figur 3 beim Befestigungsvorgang zum Fixieren der Endstellung,
Figur 5
eine fertig montierte Membranverpackung und eine Umhülle in ausgebautem Zustand,
Figur 6
die Verpackungsanordnung mit einem etwa hälftig in die Umhüllung eingeschobenen Membranverpackung,
Figur 7
eine fertig montierte Membranverpackung,
Figur 8
eine perspektivische Darstellung einer Membranverpackung gemäss einem weiteren Ausführungsbeispiel mit zusammengeklappten Rahmenteilen und noch nicht aufgesetzten Verbindungsteilen,
Figur 9
eine perspektivische Darstellung der Rahmenteile gemäss Figur 8 in Aufnahmestellung mit einer Befülleinrichtung,
Figur 10
eine perspektivische Darstellung einer Vorrichtung zum Herstellen und Füllen einer Verpackungsanordnung mit aufgeklappten Rahmenteilen in Aufnahmestellung während einem Befüllvorgang,
Figur 11
die Vorrichtung gemäss Figur 10 mit den Rahmenteilen in Endstellung nach dem Befüllvorgang,
Figur 12
einen Längsschnitt durch eine Verpackungsanordnung gemäss einem alternativen Ausführungsbeispiel, und
Figur 13
einen Längsschnitt durch eine weitere Verpackungsanordnung.


[0017] Wie in Figur 1 dargestellt, weist eine insgesamt mit 1 bezeichnete Verpackungsanordnung eine quaderförmige Kontur auf. Wesentliche Komponenten der Verpackungsanordnung 1 sind eine Umhüllung 18 und eine Membranverpackung 2, die in der Umhüllung eingeschoben ist. Die Umhüllung 18 ist etwa kastenartig ausgebildet und weist ersichtlicherweise wenigstens eine offene Seite auf. Diese offene Seite ist durch die Membranverpackung 2 verschlossen, die somit die mit 8 bezeichnete Aussenseite der Verpackungsanordnung vorgibt bzw. festlegt.

[0018] Im Ausführungsbeispiel gemäss Figur 1 ist die Aussenkontur quaderförmig. Selbstverständlich wären aber auch andere Aussenkonturen vorstellbar. Die Umhüllung und die korrespondierende Membranverpackung könnte beispielsweise prismatisch ausgebildet sein. Die Grundfläche des Prisma könnte - statt rechteckig - auch dreieckig, fünfeckig oder weiterhin mehreckig ausgebildet sein.

[0019] Im Ausführungsbeispiel gemäss Figur 2 ist die Umhüllung 18 auf zwei Seiten offen ausgebildet. Bei dieser Verpackungsanordnung 1 sind also beide Aussenseiten 8 und 9 durch die Membranverpackung vorgegeben, die vorzugsweise etwa bündig zur Umhüllung 18 ausgebildet ist. Die Membranverpackung 2 besteht aus zwei Rahmenteilen 3 und 4, die jeweils mit einer flächigen, flexiblen Membran 6 und 7 versehen sind. Zwischen den beiden Membranen ist sandwichartig ein mit 5 bezeichnetes Verpackungsgut gehalten. Diese Membranverpackung kann grundsätzlich für jede Art von Gütern, insbesondere jedoch vor allem für stoss- und bruchempfindliche Güter verwendet werden. Verpackungsgut könnten beispielsweise Schmuckgegenstände sein.

[0020] Auf zwei einander gegenüberliegenden Seiten der Rahmenteile 3 und 4 sind jeweils L-förmige Rahmenelemente 11 und 12 angeordnet. Ersichtlicherweise definieren je zwei übereinander liegende Rahmenelemente 11, 12 im Querschnitt eine T-förmige Schiene, die in einer komplementären T-Nut eines Verbindungsteils 10 formschlüssig aufgenommen ist. Diese Verbindungsteile bilden dann jeweils gleichzeitig die Aussenseiten 8 und 9. Die Verbindungsteile 10 sind in der Regel als Spritzgussteile ausgestaltet. Die Rahmenteile und/oder die Verbindungsteile können aus Kunststoff oder einem anderen Material bestehen. Die Umhüllung kann ebenfalls aus Kunststoff bestehen, wobei für Präsentationszwecke für alle Teile beispielsweise transparente Kunststoff-Materialien wie z.B. ABS vorteilhaft sein können. Selbstverständlich wären in diesem Fall auf die Membrane 6 und 7 transparent ausgebildet.

[0021] In den Figuren 3 bis 7 sind die einzelnen Herstellschritte zum Montieren der Verpackungsanordnung dargestellt, wobei allerdings der Einfachheit halber kein Verpackungsgut gezeigt ist. Wie Figur 3 zeigt, besteht eine Membranverpackung aus zwei Verbindungsteilen 10 und zwei separat ausgebildeten Rahmenteilen 3 und 4. Jedes Rahmenteil 3, 4 weist auf zwei einander gegenüberliegenden Seiten Rahmenelemente 11 bzw. 12 auf, die im Querschnitt L-förmig ausgebildet sind. Die Rahmenteile 3 und 4 werden übereinander ausgerichtet und aufeinander gelegt. Die Verbindungsteile 10 können dann von einem Ende her über deren T-Nut 13 eingeführt werden. Dieser Vorgang ist in Figur 4 gezeigt. Zum Fertigstellen der Schienen-Nut-Verbindung zwischen den Rahmenteilen 3, 4 und den Verbindungsteilen 10 müssen die Verbindungsteile über die gesamte Seitenlänge eingeschoben werden, bis die Stellung gemäss Figur 5 erreicht wird. Eine derartig montierte Membranverpackung 2 kann nun in eine entsprechende schlauchartige Umhüllung 18 eingeschoben werden. Beim Einschiebevorgang (Figur 6) bilden die Innenseiten der Seitenwände der Umhüllung 18 eine Gleitfläche für die korrespondierenden Seiten der Verbindungsteile 10.

[0022] Im Ausführungsbeispiel gemäss Figur 8 ist gezeigt, dass die Nut für die L-Form der Rahmenelemente nicht zwingend über die gesamte Seitenlänge des Rahmenelements verlaufen muss. Ersichtlicherweise sind auf den Rahmenteilen 3 und 4 jeweils verhältnismässig kurze Nutabschnitte 14 und 15 vorgesehen, die jeweils an den Enden der Rahmenelemente angeordnet sind. Auch die korrespondierende T-Nut 13 ist lediglich abschnittsweise ausgebildet. Mit 16 ist eine Aussparung gekennzeichnet, in welche zum Aufsetzen von vorne der korrespondierende Nutabschnitt 15 aufnehmbar ist. Nach dem Aufsetzen der Verbindungsteile müssen diese dann nur noch über eine kurze Strecke in Schieberichtung der Schienen-Nut-Verbindung verschoben werden. Zum richtigen Ausrichten für das Aufsetzen sind ersichtlicherweise jeweils mittig auf den Rahmenteilen und auf den Verbindungsteilen Positionierungshilfen angeordnet.

[0023] In Figur 9 ist eine trichterförmige Befülleinrichtung 20 auf einem Rahmenteil 3 aufgesetzt. Mit Hilfe dieser Befülleinrichtung 20 kann das Verpackungsgut auf die freie Oberseite der Membran 6 aufgegeben werden, der im vom Rahmenteil ausgebildeten offenen Bereich liegt. Die Befülleinrichtung hat insbesondere Vorteile für Verpackungsgut in loser Schuttgut-Form.

[0024] Wie aus Figur 9 weiterhin hervorgeht, sind die Rahmenteile 3 und 4 über ein Filmscharnier 13 miteinander verbunden. Dieses Filmscharnier 13 wird über die Membran 6 gebildet, die sowohl auf dem Rahmenteil 3 als auch auf dem Rahmenteil 4 angebracht ist.

[0025] In Figur 10 ist eine Vorrichtung zum Herstellen und Füllen der Membranverpackung gezeigt. Dabei sind für einen ersten Verfahrensschritt die Rahmenteile 3 und 4 aufgeklappt in einer Aufnahmestellung bereit gestellt, wobei der Rahmenteil 3 auf einem Vakuumtisch 21 und der Rahmenteil 4 auf einem Auflagetisch 22 aufliegt. Der Vakuumtisch weist einen Vakuumanschluss 23 auf, über welchen die Membran 6 von der Unterseite her mit Vakuum beaufschlagbar ist. Die Vakuumbeaufschlagung ist durch einen Pfeil V angedeutet. Weiterhin ist erkennbar, dass auf einer dem Rahmenteil 3 zugewandten Oberseite des Vakuumtisches 21 mehrere Sauglöcher 24 der Vakuumanordnung angeordnet sind. Durch die Vakuumbeaufschlagung kann erreicht werden, dass die Membran 6 sich (bezogen auf die Oberseite) konkav wölbt, wodurch Verpackungsgut über die Befülleinrichtung 20 von oben her auf vorteilhafte Weise aufgegeben werden kann. Eine mittige Platzierung kann so beispielsweise einfach erreicht werden.

[0026] Nach Abschliessen des Aufgabevorgangs von Verpackungsgut kann eine Endstellung erstellt werden. In Figur 11 ist eine solche Endstellung gezeit, in welcher der zweite Rahmenteil 4 auf den ersten Rahmenteil 2 geklappt wurde. In der Endstellung können die (hier nicht gezeigten) Verbindungsteile aufgesetzt und formschlüssig in vorgängig beschriebener Weise befestigt werden. Nach Abschluss dieses Vorgangs kann die Vakuumbeaufschlagung V aufgehoben werden.

[0027] Wie aus den Figuren 12 und 13 hervor geht, müssen die betreffenden Aussenseiten nicht unbedingt durch die Verbindungsteile gebildet bzw. vorgegeben sein. So ist etwa die eine Aussenseite 8 der Verpackungsanordnung 1 durch die Rahmenelemente 11' und 12' der Rahmenteile 3 und 4 gebildet. Selbstverständlich wäre es auch vorstellbar in derselben Weise die gegenüberliegende Seite auszubilden. Im Ausführungsbeispiel gemäss Figur 13 ist gezeigt, dass die Umhüllung 18 auch lediglich einseitig offen ausgebildet sein kann. Die Umhüllung 18 weist eine Stirnwand 20 auf, an welche etwa rechtwinklig Seitenwände anschliessen. Hier wäre also lediglich die mit 9 bezeichnete Aussenseite durch die Membranverpackung gebildet bzw. vorgegeben. Weiterhin ist in Figur 13 auch noch erkennbar, dass die Membranen über ein Filmscharnier 17 miteinander verbunden sind.


Ansprüche

1. Verpackungsanordnung mit einer mehrflächigen Aussenkontur, insbesondere mit einer quaderförmigen Aussenkontur enthaltend eine Membranverpackung (2) mit zwei mit flexiblen Membranen (6, 7) versehen Rahmenteilen (3, 4), zwischen welchen Verpackungsgut (5) in einer Endstellung sandwichartig aufnehmbar ist, wobei die Rahmenteile mittels Befestigungsmitteln (10) miteinander verbindbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Aussenseite (8, 9) der Aussenkontur durch die Rahmenteile (3, 4) und/oder die Befestigungsmittel (10) gebildet ist.
 
2. Verpackungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel wenigstens ein Verbindungsteil (10) enthalten, das zum Fixieren der Endstellung seitlich an die Rahmenteile (3, 4), vorgesehen ist, wobei vorzugsweise zwei Verbindungsteile (3, 4) vorgesehen sind, die jeweils an zwei einander gegenüberliegenden Seiten der Rahmenteile (3, 4) befestigbar oder befestigt sind.
 
3. Verpackungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsteil (10) durch Formschluss, insbesondere mittels einer Schienen-Nut-Verbindung an die Rahmenteile (3, 4) lösbar befestigbar oder fixier ist.
 
4. Verpackungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils wenigstens ein Rahmenelement (11, 12) von jedem Rahmenteil (3, 4) im Querschnitt wenigstens abschnittsweise L-förmig ausgebildet ist, wodurch in Ruhestellung jeweils zwei übereinander liegende Rahmenelemente (11, 12) wenigstens abschnittsweise eine T-förmige Schiene definieren, und dass das entsprechende Verbindungsteil (10) eine komplementäre T-Nut (13) aufweist.
 
5. Verpackungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rahmenelemente (11, 12) wenigstens einen bezogen auf eine Seitenlänge des Rahmenelements begrenzt ausgebildeten Nutabschnitt (14, 15) aufweist und dass in der T-Nut (13) des Verbindungsteils (10) zum Aufsetzen von vorne eine korrespondierende Aussparung (16) vorgesehen ist.
 
6. Verpackungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rahmenteile (3, 4) schwenkbar über ein Scharnier miteinander verbunden sind, wobei das Scharnier vorzugsweise ein Filmscharnier (17) gebildet durch eine gemeinsame Membran (6) der beiden Rahmenteile ist.
 
7. Verpackungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sie zum Festlegen einer quaderförmigen Aussenkontur eine wenigstens einseitig offene Umhüllung (18) in Form eines taschenförmigen Behälters oder in Form eines Hohlprofils aufweist, in welche die Membranverpackung (2) einschiebbar ist.
 
8. Verfahren zum Herstellen und Füllen von Verpackungen insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch die Schritte:

- Aufsetzen einer Befülleinrichtung (20) auf ein erstes Rahmenteil (3) einer Membranverpackung (2) in Aufnahmestellung,

- Aufgeben von Verpackungsgut (5) auf die Oberseite der Membran (6) des ersten Rahmenteils (3) mittels der bzw. über die Befülleinrichtung (20), während die Membran (6) durch Vakuumbeaufschlagung von der Unterseite her konkav gewölbt ist,

- Erstellen einer Endstellung der Membranverpackung (2) durch Auflegen eines zweiten Rahmenteils (4) auf das erste Rahmenteil (3) und Fixieren der Endstellung mittels Befestigungsmittel (10).


 
9. Vorrichtung zum Herstellen und Füllen von Verpackungen, insbesondere von Verpackungsanordnungen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, enthaltend eine Membranverpackung (2) mit zwei mit flexiblen Membranen (6, 7) versehen Rahmenteilen (3, 4), zwischen welchen Verpackungsgut (5) in einer Endstellung sandwichartig aufnehmbar ist, mit einem Vakuumtisch (21) für eines der Rahmenteile (3, 4) zum Beaufschlagen der Unterseite der Membran (6) mit Vakuum, wodurch Membran konkav wölbbar ist und mit einer trichterförmigen Befülleinrichtung (20), die auf den Rahmenteil aufsetzbar ist, wobei vorzugsweise unter Vakuumbeaufschlagung Verpackungsgut auf die Oberseite der Membran (6) aufgegeben werden kann.
 




Zeichnung






















Recherchenbericht













Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente