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EP 1 925 746 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.05.2017 Patentblatt 2017/22 |
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Anmeldetag: 29.10.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Pistenpflegevorrichtung für ein Kettenfahrzeug
Piste preparation device for a tracked vehicle
Dispositif d'entretien de pistes pour un véhicule à chenilles
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR IT LI |
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Priorität: |
23.11.2006 DE 102006057272
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.05.2008 Patentblatt 2008/22 |
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Patentinhaber: Kässbohrer Geländefahrzeug AG |
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88471 Laupheim (DE) |
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Erfinder: |
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- Westmont, Scott A.
Reno, Nevada 89521 (US)
- Beer, Franz
89275 Elchingen (DE)
- Friedmann, Gerd
89079 Ulm (DE)
- Nusser, Hans-Martin
89231 Neu-Ulm (DE)
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| (74) |
Vertreter: Patentanwälte
Ruff, Wilhelm, Beier, Dauster & Partner mbB |
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Kronenstraße 30 70174 Stuttgart 70174 Stuttgart (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 648 899 WO-A1-01/44582 FR-A- 2 470 194
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EP-A- 0 674 734 DE-A1- 4 101 617 US-A- 4 775 014
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Pistenpflegevorrichtung für ein Kettenfahrzeug nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Eine Pistenpflegevorrichtung für ein Kettenfahrzeug gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1 ist aus der
WO 01/44582 A1 bekannt. Die bekannte Pistenpflegevorrichtung stellt eine Heckfräse für eine Pistenraupe
dar, die mehrere nebeneinander angeordnete Fräseneinheiten aufweist. Jede Fräseneinheit
bildet jeweils ein Fräsengehäuse für jeweils eine Fräswelle. Eine Glätteinrichtung
in Form eines Finishers ist separat über einen Finisher-Schwenkmechanismus gelagert.
[0003] Eine weitere Pistenpflegevorrichtung ist aus der
EP 0 674 734 B1 bekannt. Die bekannte Pistenpflegevorrichtung ist zum Heckanbau an ein Kettenfahrzeug
zur Schneepistenpflege vorgesehen. Die Pistenpflegevorrichtung weist eine zweigeteilte
Fräswellenanordnung auf, die in einem ebenfalls zweigeteilten Prallgehäuse untergebracht
ist. Das Prallgehäuse ist um eine quer zur Fahrtrichtung erstreckte Schwenkachse an
einem Fräsenträger schwenkbeweglich angeordnet, um ein Anheben und Absenken der Fräswellenanordnung
zu ermöglichen. Die Schwenkachse für das Prallgehäuse und die Fräswellenanordnung
befindet sich - in normaler Fahrtrichtung des Kettenfahrzeugs gesehen - vor der Fräswellenanordnung,
so dass die Fräswellenanordnung und das Prallgehäuse durch den Fräsenträger und damit
auch durch das Kettenfahrzeug, an das der Fräsenträger angekoppelt ist, geschleppt
wird. Am Fräsenträger ist zudem - in normaler Fahrtrichtung des Kettenfahrzeugs gesehen
- hinter der Fräswellenanordnung eine Glätteinrichtung vorgesehen, die durch wenigstens
einen Stellzylinder in ihrem Auflageverhalten auf der Schneeoberfläche veränderbar
ist.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Pistenpflegevorrichtung der eingangs genannten
Art zu schaffen, die eine weiter verbesserte Qualität der bearbeiteten Pistenoberfläche
ermöglicht.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Durch die erfindungsgemäße
Lösung wird die Fräswellenanordnung geschoben und nicht geschleppt, wie dies beim
Stand der Technik der Fall ist. Durch die von hinten erfolgende Schubfunktion der
Fräswellenanordnung wird eine verbesserte Bearbeitung der Pistenoberfläche erreicht,
da durch den ausgeübten Schub ein gleichmäßiger Anpressdruck von Fräswellenanordnung
und Prallgehäuse gegen den zu bearbeitenden Schnee erzielt wird. Unabhängig von der
Frästiefe der Fräswellenanordnung bleibt die Glätteinrichtung in gleicher Stellung,
da entsprechende Stütz- und Stellmittel für die Glätteinrichtung am Fräsenträger angeordnet
sind. Die erfindungsgemäße Lösung eignet sich in besonders vorteilhafter Weise für
eine Ausgestaltung der Pistenpflegevorrichtung als Heckanbaugerät für ein Kettenfahrzeug
zur Schneepistenpflege. Die Verstellbarkeit der Glätteinrichtung gewährleistet einen
ausreichenden und gleichbleibenden Anpressdruck hinter der Fräswellenanordnung und
damit auf den bereits bearbeiteten und zerkleinerten Schnee. Die geschobene Fräswellenanordnung
bewirkt somit eine verbesserte Zerkleinerung der Schnee- und Eisoberfläche, die Stütz-
und Stellmittel, die auf die heckseitig anschließende Glätteinrichtung einwirken,
bewirken eine hochwertige Glättung der bearbeiteten Schnee- und Eismengen. Die Glätteinrichtung
weist ein Glättbrett auf, das auch als Finisher bezeichnet wird und ein- oder mehrteilig
ausgeführt sein kann. Vorzugsweise ist der Finisher über die gesamte Bearbeitungsbreite
durchgängig gestaltet, um über die gesamte Arbeitsbreite eine gleichmäßig bearbeitete
Schneeoberfläche zu erzielen. In Fahrtrichtung gesehen kann der Finisher aus wenigstens
zwei hintereinander angeordneten Teilen gestaltet sein. Bei einer derart mehrgeteilten
Gestaltung des Finishers ist wenigstens ein Finisherteil von den Stellmitteln beaufschlagt.
Ergänzend kann die Pistenpflegevorrichtung mit Seitenfinishern versehen sein, die
beidseitig des Prallgehäuses angeordnet sind und eine Glättung der seitlichen Aufwurfränder
während des Fahrbetriebs des Kettenfahrzeugs erzielen. Die Fräswellenanordnung kann
eine einzige, durchgehende Fräswelle sein oder auch mehrere, vorzugsweise in einer
Flucht nebeneinander angeordnete Fräswellen umfassen. In dem letztgenannten Fall handelt
es sich um eine mehrgeteilte Fräswellenanordnung, in dem erstgenannten Fall um eine
einteilige Fräswellenanordnung. Das zumindest teilweise flexible Glättgebilde wird
auch als Finisher bezeichnet. Die Trägereinheit kann ein- oder mehrteilig ausgeführt
sein. Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst die Trägereinheit
mehrere Tragarme, die über die Breite der Glätteinrichtung verteilt angeordnet und
an dem Querträger des Fräsenträgers gelagert sind. Als Stellmittel sind vorzugsweise
mechanische Stellschrauben vorgesehen, die an dem wenigstens einen Tragarm derart
angeordnet sind, dass sie von oben her einen Druck auf einen Teil des Glättgebildes
nach unten ausüben können, wodurch sich insbesondere die Krümmung des Glättgebildes,
die Anpressfläche und der Anpressdruck verändern lassen. Es sind aber auch hydraulisch
oder pneumatisch wirkende Stellmittel vorgesehen. Die Tragarme sind vorzugsweise derart
an dem Finisher gehalten, dass sowohl Zug- als auch Druckbelastungen auf den Finisher
ausgeübt werden können.
[0006] In Ausgestaltung der Erfindung umfasst der Fräsenträger zwei zumindest etwa in Fahrzeuglängsrichtung
erstreckte Längsträger, die das Prallgehäuse übergreifen und die endseitig durch einen
Querträger miteinander verbunden sind. Vorzugsweise definiert der Querträger die Schwenkachse
für die Fräswellenanordnung und das Prallgehäuse. In vorteilhafter Weise ist der Querträger
als rotationssymmetrisches Hohlprofil ausgeführt, in dem eine Trägerwelle drehbar
gelagert ist, mit der das Prallgehäuse und die in dem Prallgehäuse gelagerte Fräswellenanordnung
drehfest verbunden sind.
[0007] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist dem Fräsenträger wenigstens ein Schwingungsdämpfer
zugeordnet, der zwischen einem zentralen Kopplungsbereich, mittels dessen die Pistenpflegevorrichtung
mit dem Kraftfahrzeug verbindbar ist, und dem Fräsenträger angeordnet ist. Der wenigstens
eine Schwingungsdämpfer trägt dazu bei, dass ein Aufschwingen des Heckanbaugerätes,
insbesondere der Heckfräse, im Fahrbetrieb des Kettenfahrzeugs verhindert wird. Die
Qualität der Bearbeitung der Schneepistenoberfläche kann hierdurch weiter verbessert
werden.
[0008] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind zwei den Kopplungsbereich spiegelsymmetrisch
flankierende Schwingungsdämpfer vorgesehen. Vorzugsweise werden die Schwingungsdämpfer
dazu eingesetzt, um Schwingungen des Heckanbaugerätes und insbesondere des Fräsenträgers
um eine in Fahrzeuglängsrichtung erstreckte Schwingungsachse auszugleichen. In vorteilhafter
Weise sind die Schwingungsdämpfer hydraulisch wirkend ausgeführt.
[0009] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen. Nachfolgend
sind bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben und anhand der Zeichnungen
dargestellt.
- Fig. 1
- zeigt in perspektivischer Darstellung eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Pistenpflegevorrichtung,
- Fig. 2
- die Pistenpflegevorrichtung nach Fig. 1 in einer Seitenansicht,
- Fig. 3
- eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Pistenpflegevorrichtung in perspektivischer
Darstellung und
- Fig. 4
- die Pistenpflegevorrichtung nach Fig. 3 in einer Seitenansicht.
[0010] Ein Pistenpflegefahrzeug in Form eines Kettenfahrzeugs dient zur Gestaltung und zur
Pflege von Schneepisten. Ein derartiges Kettenfahrzeug ist mit einer Heckfräse 1 gemäß
den Fig. 1 und 2 versehen, wobei die Heckfräse 1 ein Heckanbaugerät und damit eine
Pistenpflegevorrichtung im Sinne der Erfindung darstellt. Die Heckfräse 1 wird über
eine zentrale Koppeleinheit 2, die grundsätzlich bekannt ist, mit einem korrespondierenden
Koppelteil in Form eines Heckgeräteträgers an einem Heck des Kettenfahrzeugs verbunden.
Die Heckfräse 1 ist mit Hydraulikmotoren für einen Fräswellenantrieb sowie mit verschiedenen
hydraulischen Stellzylindern versehen, die durch eine Fahrzeughydraulik des Kettenfahrzeugs
angesteuert werden. Hierzu wird die Heckfräse 1 in am Kettenfahrzeug angebautem Zustand
mittels entsprechender Hydraulikleitungen an die Fahrzeughydraulik angeschlossen.
Die Kopplung der Heckfräse 1 mit dem Fahrzeugheck und der hydraulische Anschluss der
Heckfräse 1 an die Fahrzeughydraulik sind von "PistenBully"-Kettenfahrzeugen der Anmelderin
bekannt, so dass an dieser Stelle hierauf nicht näher eingegangen werden muss.
[0011] Die Heckfräse 1 ist mit der zentralen Koppeleinheit 2 an den Heckgeräteträger des
Kettenfahrzeugs in grundsätzlich bekannter Weise ankoppelbar. Die Heckfräse 1 weist
einen Fräsenträger 3 auf, der mit der zentralen Koppeleinheit 2 versehen ist. Der
Fräsenträger 3 ist relativ zu der zentralen Koppeleinheit 2 um eine etwa horizontal
in Fahrzeuglängsrichtung ausgerichtete Drehachse D zumindest geringfügig schwingungsbeweglich
gelagert. Die zentrale Koppeleinheit 2 weist an spiegelsymmetrisch zu einer vertikalen
Mittellängsebene vorgesehenen Seitenbereichen Aufnahmen für zwei Schwingungsdämpfer
19 auf, die Schwingungen des Fräsenträgers 3 relativ zur zentralen Koppeleinheit 2
insbesondere um die beschriebene Drehachse D dämpfen. Die Schwingungsdämpfer 19 sind
hydraulisch ausgeführt und greifen mit ihren unteren Bereichen an Lagerböcken eines
Querträgers 6 des Fräsenträgers 3 an.
[0012] Der Fräsenträger 3 weist zwei Längsträger 4 auf, die sich - auf eine Vorwärtsfahrtrichtung
des Kettenfahrzeugs und der Heckfräse 1 bezogen - nach hinten und nach unten erstrecken
und mit ihren heckseitigen Stirnenden mit einem weiteren Querträger 5 verbunden sind,
der sich in Fräsenquerrichtung erstreckt. Der Querträger 5 ist als rotationssymmetrisches
Profil ausgeführt, vorliegend als Zylinderprofil. Koaxial zu dem Querträger 5 ist
eine Schwenkachse für ein mehrteiliges Prallgehäuse 7 vorgesehen, in dem eine in Fig.
2 erkennbare Fräswellenanordnung F gelagert ist. Das Prallgehäuse 7 weist drei Teile
7a, 7b, 7c auf, in denen jeweils eine Fräswelle drehbar gelagert ist. Die drei Prallgehäuseabschnitte
7a bis 7c sind über Trägerprofile zu dem gemeinsamen Prallgehäuse 7 miteinander verbunden.
Das gesamte Prallgehäuse 7 einschließlich der mehrteiligen Fräswellenanordnung F ist
mittels einer Schwenkhydraulik 13, 17 um eine koaxial zum Querträger 5 ausgerichtete
Schwenkachse schwenkbeweglich gelagert. Die Schwenkachse ist - in normaler Vorwärtsfahrtrichtung
des Kettenfahrzeugs und der Heckfräse 1 gesehen - in Abstand hinter einer Rotationsachse
der in Fig. 2 teilweise erkennbaren Fräswellenanordnung F positioniert. Die Schwenkachse
für das Prallgehäuse und die Fräswellenanordnung ist zudem gegenüber dem Niveau der
Rotationsachse der Fräswellenanordnung F nach oben versetzt angeordnet. Die Schwenkachse
für Prallgehäuse und Fräswellenanordnung ist somit sowohl nach hinten als auch nach
oben versetzt zu der Rotationsachse der Fräswellenanordnung F positioniert.
[0013] Die Schwenkhydraulik 13, 17 weist zwei Hydraulikzylinder 13 auf, die an Lagerböcken
16 angeordnet sind, die fest mit dem Querträger des Fräsenträgers 3 verbunden sind
(Fig. 1). Die Hydraulikzylinder 13 greifen an brückenartig gestalteten Trägerprofilen
17 an, die das Prallgehäuse 7 oben umschließen. Die Längsträger 4 des Fräsenträgers
erstrecken sich oberhalb des Prallgehäuses 7 über dieses hinweg, wie anhand der Fig.
1 und 2 erkennbar ist. Das gesamte Prallgehäuse 7 einschließlich der Fräswellenanordnung
F innerhalb des Prallgehäuses sind somit zumindest im wesentlichen um eine Mittellängsachse
des Querträgers 5 des Fräsenträgers 3 verschwenkbar. Dadurch, dass diese Schwenkachse
hinter dem Prallgehäuse 7 positioniert ist, ergibt sich bei einer Schwenkbewegung
im wesentlichen eine Anhebe- oder Absenkbewegung des Prallgehäuses, die die Frästiefe
für die Fräswellenanordnung definiert. Die Fräswellenanordnung F wird durch die hinter
ihrer Rotationsachse liegende Aufhängung des Prallgehäuses 7 durch die zu bearbeitende
Schnee- und/oder Eisoberfläche hindurchgeschoben.
[0014] An den als Trägerfortsätzen gestalteten Lagerböcken 16 des Querträgers 5 sind zudem
zwei Tragarme 9 gelagert, die auf der dem Prallgehäuse abgewandten Seite der Lagerböcke
16 angeordnet sind. Jeder Tragarm 9 ist wippenartig gestaltet und zentral im Bereich
einer in etwa in Längsrichtung der Heckfräse 1 und damit etwa in Fahrzeuglängsrichtung
gerichteten Schwenkachse 12 begrenzt schwenkbeweglich gelagert. Die zwei Tragarme
9 sind im Bereich ihrer seitlichen Stirnenden an Stützstegen 10 befestigt, die an
einer formstabilen Stützleiste 21 eines Finishers 8 einer Glätteinrichtung angelenkt
sind. Der Finisher 8 erstreckt sich über die gesamte Breite der Heckfräse 1 und ist
als durchgängiges, flexibles Glättgebilde ausgeführt. Der Finisher 8 schließt heckseitig
an das Prallgehäuse 7 an. Die Stützleiste 21 ist formschlüssig und flächig mit dem
Finisher 8 verbunden und erstreckt sich über nahezu die gesamte Breite - in Querrichtung
der Heckfräse 1 gesehen - des Finishers 8. Die Stützleiste 21 ist um eine parallel
zur Rotationsachse der Fräswellenanordnung F ausgerichtete Schwenkachse im Bereich
der insgesamt vier Stützstege 10 schwenkbeweglich an den Tragarmen 9 gehalten. Um
die Schwenkstellung der Stützleiste 21 und damit auch des Finishers 8 relativ zu den
Tragarmen 9 und insbesondere den Stützstegen 10 verändern und gewünschte Schwenkwinkel
und Schwenkpositionen sichern zu können, sind Stellmittel in Form kleiner mechanischer
Stellschrauben 11 vorgesehen, die sich längs jedes Stützsteges 10 erstrecken und einerseits
am Stützsteg 10 und damit auch am Tragarm 9 und andererseits an der Stützleiste 21
abgestützt sind. Durch entsprechende Justierung dieser Stellschrauben 11 ist die Stützleiste
21 in ihrem Winkel relativ zu den Tragarmen 9 verstellbar, so dass der Finisher 8
in entsprechender Weise steiler oder flacher angestellt werden kann.
[0015] Der Finisher 8 erstreckt sich über die Breite des Prallgehäuses 7 zu beiden Fahrzeugseiten
hinaus. An den Stirnseiten des Prallgehäuses 7 ist jeweils ein Seitenfinisher 14 vorgesehen,
der in grundsätzlich bekannter Weise seitlich aufgeworfene Schnee- oder Eisränder
glättet. Der Finisher 8 gibt hinter den Seitenfinishern 14 der Pistenoberfläche in
diesen Randbereichen die Schlussglättung.
[0016] An dem Fräsenträger 3 sind seitlich nach außen abragende Schneefänger 15 vorgesehen,
die verhindern sollen, dass im Betrieb des Kettenfahrzeugs von den Ketten heckseitig
hochgeschleuderter Schnee über die Heckfräse 1 hinwegfliegt und so die Qualität der
durch die Heckfräse 1 bearbeiteten Pistenoberfläche mindert oder die Oberseite der
Heckfräse 1 mit Schnee zusetzt.
[0017] Die Ausführungsform nach den Fig. 3 und 4 ist bezüglich ihres funktionalen Aufbaus
identisch gestaltet wie die Heckfräse 1 nach den Fig. 1 und 2. Funktionsgleiche Teile
und Abschnitte der Heckfräse 1' sind mit gleichen Bezugszeichen unter Hinzufügung
des Zeichens "'" versehen. Wesentlicher Unterschied ist es, dass sowohl das Prallgehäuse
7' als auch die Fräswellenanordnung F' lediglich zweigeteilt und nicht dreigeteilt
ausgeführt sind, wie dies bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 der Fall war.
Zur Vermeidung von Wiederholungen wird daher auf die Beschreibung zur Ausführungsform
nach den Fig. 1 und 2 verwiesen. Auch die Heckfräse 1' weist ein Prallgehäuse 7' und
eine Fräswellenanordnung F' auf, die um eine hinter der Rotationsachse der Fräswellenanordnung
F' angeordnete Schwenkachse an dem Fräsenträger 3' schwenkbeweglich gelagert sind.
Auch die Fräswellenanordnung F' wird somit im Fahrbetrieb des Kettenfahrzeugs durch
die rückseitige Krafteinleitung über den Fräsenträger 3' geschoben. Der Fräsenträger
3' ist wie die Ausführungsformen nach den Fig. 1 und 2 mit zwei nicht dargestellten
Schwingungsdämpfern versehen, die an entsprechenden Lagerböcken 20 im Bereich der
zentralen Koppeleinheit 2' und im Bereich des oberen Querträgers 6' des Fräsenträgers
3' angeordnet sind. Die Abdeckung der zentralen Koppeleinheit 2' ist aus Übersichtlichkeitsgründen
nicht dargestellt. Anhand der Fig. 3 und 4 ist erkennbar, dass die verschiedenen Teile
der Heckfräse 1' funktional identisch ausgeführt sind. Lediglich die konstruktive
Gestaltung ist im Detail anders ausgeführt, wie anhand der Fig. 3 und 4 ersichtlich
ist. Bei der Heckfräse 1' sind zudem die Stellzylinder 11' nicht hinter den Stützstegen
10', wie dies bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 der Fall ist, angeordnet,
sondern vielmehr in Vorwärtsfahrtrichtung vor den Stützstegen 10' angeordnet. Daher
ergibt sich eine umgekehrte Anlenkung der Stützleiste 21' des Finishers 8', ohne dass
sich aber die Stellfunktion für den Finisher 8' ändert.
[0018] Auch die Seitenfinisher 14' sind konstruktiv anders ausgeführt und erstrecken sich
gegenüber den Seitenrändern des Finishers 8' noch weiter seitlich nach außen. Bezüglich
weiterer konstruktiver Details der Heckfräse 1' wird auf die Fig. 3 und 4 verwiesen.
Alle dort erkennbaren technischen Merkmale sind für die Erfindung wesentlich. Dies
gilt in gleicher Weise für die Darstellungen in den Fig. 3 und 4.
[0019] Die um die bei gerader Ausrichtung der Heckfräse im Fahrbetrieb etwa in Fahrzeuglängsrichtung
erstreckten Schwenkachsen 12, 12' begrenzt wippbeweglichen Tragarme 9, 9' der Trägereinheit
für den Finisher 8, 8' sind an Trägerfortsätzen des Querträgers 5, 5' gelagert, die
starr mit dem Querträger 5, 5' verbunden sind und damit Teile des Querträgers und
des Fräsenträgers darstellen. Die Lage der Schwenkachse 12, 12' für die Tragarme 9,
9' ändert sich somit im Verhältnis zum Fräsenträger 3, 3' nicht und zwar unabhängig
davon, ob das Prallgehäuse 7, 7' und die jeweils aufgenommene Fräswellenanordnung
F, F' relativ zum Fräsenträger 3, 3' verstellt werden oder nicht. Die für die Ausrichtung
des Finishers 8, 8' maßgebliche Stützleiste 21, 21' ist mittels der mechanischen Justier-
oder Stellschrauben 11, 11' und den Stützstegen 10, 10' zumindest im wesentlichen
starr relativ zum Fräsenträger 3, 3' gehalten, so dass durch eine Verschwenkung des
Prallgehäuses 7, 7' und der Fräswellenanordnung F, F' allenfalls der in normaler Fahrtrichtung
vor der Stützleiste 21, 21' befindliche Abschnitt des Finishers 8, 8' mit bewegt wird.
Die Glättfunktion des Finishers 8, 8' ist somit unabhängig von der Schwenkstellung
des Prallgehäuses 7, 7' und der Fräswellenanordnung F, F'.
1. Pistenpflegevorrichtung für ein Kettenfahrzeug, mit einem relativ zu dem Kettenfahrzeug
um mehrere Achsen verstellbaren Fräsenträger (3, 3'), der einen in Fräsenquerrichtung
erstreckten Querträger (5, 5') umfasst, mit einer Fräswellenanordnung (F, F'), die
rotierbar in einem Prallgehäuse (7, 7') angeordnet ist, sowie mit einer Glätteinrichtung,
die - in Vorwärtsfahrtrichtung des Kraftfahrzeugs gesehen - hinter der Fräswellenanordnung
(F, F') angeordnet und durch wenigstens ein Stellmittel verstellbar gehalten ist,
wobei das Prallgehäuse (7, 7') und die Fräswellenanordnung (F, F') an dem Fräsenträger
(3, 3') um eine Schwenkachse verstellbar gehalten sind, die - in Vorwärtsfahrtrichtung
des Kettenfahrzeugs gesehen - hinter einer Rotationsachse der Fräswellenanordnung
(F, F') liegt,
wobei die Glätteinrichtung ein flexibles Glättgebilde in der Form eines Finishers
(8, 8') aufweist,
wobei der Finisher (8, 8') heckseitig an das Prallgehäuse (7, 7') anschließt,
wobei der Querträger (5, 5') Trägerfortsätze (16, 16') aufweist, die starr mit dem
Querträger (5, 5') verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
an den Trägerfortsätzen (16, 16') wippenartig gestaltete Tragarme (9, 9') einer Trägereinheit
für den flexiblen Finisher (8, 8') der Glätteinrichtung um in Fräsenlängsrichtung
erstreckte Schwenkachsen (12, 12') begrenzt wippbeweglich gelagert sind, wobei jeder
Tragarm (9, 9') im Bereich seiner seitlichen Stirnenden an Stützstegen (10) befestigt
ist, die an einer formstabilen Stützleiste (21) des Finishers (8, 8') der Glätteinrichtung
angelenkt sind,
wobei die Stützleiste (21) um eine parallel zur Rotationsachse der Fräswellenanordnung
(F, F') ausgerichtete Schwenkachse im Bereich der Stützstege (10) schwenkbeweglich
an den Tragarmen (9, 9') gehalten ist,
so dass die Glättfunktion des Finishers (8, 8') unabhängig von der Schwenkstellung
des Prallgehäuses (7, 7') und der Fräswellenanordnung (F, F') ist.
2. Pistenpflegevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fräsenträger (3, 3') zwei zumindest etwa in Fahrzeuglängsrichtung erstreckte
Längsträger (4, 4') umfasst, die das Prallgehäuse (7, 7') übergreifen und die endseitig
durch den Querträger (5, 5') miteinander verbunden sind.
3. Pistenpflegevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Fräsenträger (3, 3') wenigstens ein Schwingungsdämpfer (19) zugeordnet ist, der
zwischen einem zentralen Kopplungsbereich (2, 2'), mittels dessen die Pistenpflegevorrichtung
mit dem Kraftfahrzeug verbindbar ist, und dem Fräsenträger (3, 3') angeordnet ist.
4. Pistenpflegevorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwei den Kopplungsbereich (2, 2') spiegelsymmetrisch flankierende Schwingungsdämpfer
(19) vorgesehen sind.
5. Pistenpflegevorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwingungsdämpfer (19) hydraulisch wirkend ausgeführt sind.
1. Piste preparation device for a tracked vehicle, comprising a cutter support (3, 3')
which can be adjusted relative to the tracked vehicle about a plurality of axes, which
cutter support comprises a cross member (5, 5') extending in the cutter transverse
direction, comprising a cutting shaft arrangement (F, F') disposed rotatably in an
impact housing (7, 7'), and comprising a smoothing mechanism which - as seen in the
forward direction of travel of the motor vehicle - is arranged behind the cutting
shaft arrangement (F, F') and is held in an adjustable manner by means of at least
one adjusting means, wherein the impact housing (7, 7') and the cutting shaft arrangement
(F, F') are held on the cutter support (3, 3') in an adjustable manner about a pivot
axis which - as seen in the forward direction of travel of the tracked vehicle - lies
behind an axis of rotation of the cutting shaft arrangement (F, F'),
wherein the smoothing mechanism includes a flexible smoothing formation in the form
of a finisher (8, 8'),
wherein the finisher (8, 8') adjoins the rear side of the impact housing (7, 7'),
wherein the cross member (5, 5') includes support extensions (16, 16') rigidly connected
to the cross member (5, 5'),
characterized in that
supporting arms (9, 9') in a rocker-type design of a support unit for the flexible
finisher (8, 8') of the smoothing mechanism are mounted on the support extensions
(16, 16') for rocker-type movement to a limited extend about pivot axes (12, 12')
extending in the longitudinal direction of the cutter, wherein each supporting arm
(9, 9') is fixed in the region of its lateral end faces on support webs (10), which
are articulated to a dimensionally stable support bar (21) of the finisher (8, 8')
of the smoothing mechanism,
wherein the support bar (21) is held on the supporting arms (9, 9') such that it can
pivot about a pivot axis oriented in parallel in relation to the axis of rotation
of the cutting shaft arrangement (F, F') in the region of the support webs (10),
so that the smoothing function of the finisher (8, 8') is independent of the pivot
position of the impact housing (7, 7') and the cutting shaft arrangement (F, F').
2. Piste preparation device according to claim 1, characterized in that the cutter support (3, 3') comprises two longitudinal members (4, 4') extending at
least approximately in the longitudinal direction of the vehicle, which engage over
the impact housing (7, 7') and are connected to each other on end sides by the cross
member (5, 5').
3. Piste preparation device according to claim 1, characterized in that the cutter support (3, 3') is assigned with at least one oscillation damper (19),
which is arranged between a central coupling region (2, 2'), by means of which the
piste preparation device can be connected to the motor vehicle, and the cutter support
(3, 3').
4. Piste preparation device according to claim 3, characterized in that two oscillation dampers (19) are provided flanking the coupling region (2, 2') in
a mirror-symmetrical manner.
5. Piste preparation device according to claim 3 or 4, characterized in that the oscillation dampers (19) are configured in a manner such that they act hydraulically.
1. Dispositif d'entretien de pistes pour un véhicule à chenilles, comprenant un support
de fraise (3, 3') ajustable par rapport au véhicule à chenilles autour de plusieurs
axes, ledit support comportant une traverse (5, 5') s'étendant dans la direction transversale
de la fraise, comprenant un agencement d'arbre de fraisage (F, F') disposé de manière
rotatif dans un boîtier déflecteur (7, 7'), ainsi que comprenant un dispositif de
lissage disposé - vu dans le sens d'avancement du véhicule automobile - derrière l'agencement
d'arbre de fraisage (F, F') et retenu de manière ajustable par le biais d'au moins
un moyen de réglage, dans lequel le boîtier déflecteur (7, 7') et l'agencement d'arbre
de fraisage (F, F') sont retenus de manière ajustable autour d'un axe de pivotement
sur le support de fraise (3, 3'), ledit axe se situant - vu dans le sens d'avancement
du véhicule à chenilles - derrière un axe de rotation de l'agencement d'arbre de fraisage
(F, F'),
dans lequel le dispositif de lissage présente une formation de lissage flexible sous
forme d'un finisseur (8, 8'),
dans lequel le finisseur (8, 8') se joint au boîtier déflecteur (7, 7') sur le côté
arrière, dans lequel la traverse (5, 5') présente des prolongements de support (16,
16') reliés à la traverse (5, 5') par une connexion rigide,
caractérisé en ce que
des bras de support (9, 9') conçus de type bascule d'une unité de support pour le
finisseur (8, 8') flexible du dispositif de lissage sont montés sur les prolongements
de support (16, 16') pour un mouvement basculant limité autour des axes de pivotement
(12, 12') s'étendant dans la direction longitudinale de la fraise,
dans lequel chacun des bras de support (9, 9') est fixé dans la région de ses faces
d'extrémité laterales sur des arêtes d'appui (10) articulées sur une barrette d'appui
(21) présentant stabilité dimensionnelle du finisseur (8, 8') du dispositif de lissage,
dans lequel la barrette d'appui (21) est retenue sur les bras de support (9, 9') de
manière pivotante autour d'un axe de pivotement orienté parallèlement par rapport
à l'axe de rotation de l'agencement d'arbre de fraisage (F, F') dans la région des
arêtes d'appui (10),
de façon à ce que la fonction de lissage du finisseur (8, 8') soit indépendant du
position de pivotement du boîtier déflecteur (7, 7') et de l'agencement d'arbre de
fraisage (F, F').
2. Dispositif d'entretien de pistes selon la revendication 1, caractérisé en ce que le support de fraise (3, 3') comporte deux longerons (4, 4') s'étendant au moins
approximativement dans la direction longitudinale du véhicule, chevauchant le boîtier
déflecteur (7, 7') et reliés entre aux sur les côtés d'extrémité par la traverse (5,
5').
3. Dispositif d'entretien de pistes selon la revendication 1, caractérisé en ce que le support de fraise (3, 3') est associé à au moins un amortisseur de vibrations
(19) qui est disposé entre une région de couplage centrale (2, 2'), par le biais duquel
le dispositif d'entretien de pistes peut être couplé au véhicule automobile, et le
support de fraise (3, 3').
4. Dispositif d'entretien de pistes selon la revendication 3, caractérisé en ce que deux amortisseurs de vibrations (19) flanquant la région de couplage (2, 2') sont
prévus de façon symétrique.
5. Dispositif d'entretien de pistes selon l'une des revendications 3 ou 4, caractérisé en ce que les amortisseurs de vibrations (19) sont conçus de manière à ce qu'ils présentent
une action hydraulique.
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