[0001] Die Erfindung betrifft einen kapazitiven Schallwandler mit einer Membran und einer
in geringem Abstand zu der Membran angeordneten Gegenelektrode, die eine erste Perforierung
aufweist. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Kondensatormikrophon mit einem kapazitiven
Schallwandler gemäß der Erfindung.
[0002] Ein kapazitiver Schallwandler eines Kondensatormikrophons enthält eine durch den
Schall bewegte ebene Membran und parallel dazu in geringem Abstand eine perforierte
Gegenelektrode. Membran und Gegenelektrode sind elektrisch leitfähig ausgeführt und
bilden einen elektrischen Kondensator, dessen Kapazität von der vom Schall verursachten
Membranauslenkung abhängig ist. Ein solches Kondensatormikrophon ist beispielsweise
aus der
DE 19715365 bekannt.
[0003] Der luftgefüllte enge Raum zwischen Membran und Gegenelektrode, der sogenannte Luftspalt,
wirkt aufgrund der Viskosität der Luft als Reibungswiderstand, der die Membranbewegung
hemmt. Dieser Effekt wird zu der Kontrolle der Membranbewegung verwendet. Der Luftspaltwiderstand
ist jedoch nicht konstant, sondern hängt vom momentanen Abstand zwischen der Membran
und der Gegenelektrode ab. Wenn sich die Membran auf die Gegenelektrode zu bewegt,
wird der Luftspalt enger und deshalb der Reibungswiderstand größer, andernfalls kleiner.
Daher erzeugt ein Überdruck vor der Membran, der die Membran auf die Gegenelektrode
zu bewegt, eine geringere Membranauslenkung als ein gleich großer Unterdruck, der
die Membran von der Gegenelektrode fort bewegt. Die Membranbewegung und die dadurch
hervorgerufene Kapazitätsänderung ist daher kein lineares Abbild des Schallsignals,
sondern sie ist nichtlinear verzerrt.
[0004] Das Ausmaß der Nichtlinearität kann verringert werden, indem die Membranauslenkung
durch geeignete Maßnahmen, beispielsweise durch eine stärkere Luftspaltdämpfung, reduziert
wird. Daraus ergeben sich aber nachteilige Effekte, weil die Wandlerempfindlichkeit
verringert wird und als Folge davon auch die Rauscheigenschaften des Mikrophons ungünstig
beeinflusst werden.
[0005] Eine vorteilhaftere Möglichkeit, um die Nichtlinearität der Membranauslenkung zu
reduzieren, bietet der sogenannte symmetrische Gegentaktwandler, wie er beispielsweise
in der
DE 43 07 825 A1 beschrieben ist. Er enthält eine zweite Gegenelektrode mit identischen Eigenschaften
wie die erste Gegenelektrode, die so vor der Membran angeordnet ist, dass sich auf
beiden Seiten der Membran gleichartig Luftspalte bilden. Die Membranbewegung bewirkt
in diesem Fall gegensätzliche Widerstandsänderungen in beiden Luftspalten, die sich
gegenseitig kompensieren. Dadurch wird die Membranbewegung linearisiert und die Wandlerverzerrungen
werden minimiert.
[0006] Üblicherweise wird bei Gegentaktwandlern die Kapazitätsänderung zwischen den beiden
Gegenelektroden und der Membran nach dem HF-Prinzip ausgewertet, indem beide Gegenelektroden
mit der elektrischen Schaltung des Mikrophons verbunden werden. Der damit verbundene
prinzipielle Nachteil, dass die zusätzliche, vor der Membran angeordnete Gegenelektrode
unmittelbar der Luftfeuchtigkeit ausgesetzt ist, so dass ihre elektrische Isolation
beeinträchtigt werden kann, wirkt sich bei dem HF-Prinzip nicht aus, da dieses Prinzip
sehr niedrige elektrische Impedanzen ergibt.
[0007] Bei Kondensatormikrophonen und Elektretmikrophonen, die nach dem NF-Prinzip arbeiten,
würde der elektrische Betrieb der vorderen Gegenelektrode wegen der dann sehr hohen
elektrischen Impedanzen zu einer erheblich erhöhten Feuchtigkeitsempfindlichkeit führen.
Dieser Nachteil hat der Einführung des Gegentaktprinzips bisher bei diesen Mikrophontypen
im Wege gestanden.
[0008] Ein weiterer Nachteil der in bekannten Kondensatormikrophonen verwendeten kapazitiven
Schallwandler ist, dass die Membran in den Bereichen, die perforierten Bereichen der
Gegenelektrode gegenüberliegen, bei hohen Frequenzen partielle Eigenschwingungen ausführt,
die zu unerwünschten frequenzabhängigen Änderungen der Übertragungseigenschaften des
Kondensatormikrophons führen. Die Frequenzen, bei denen partielle Eigenschwingungen
auftreten, hängen von der mechanischen Spannung der Membran und von der Größe und
Form der Perforierung der Gegenelektrode ab. Sie liegen häufig noch innerhalb des
Übertragungsbereichs, also des spezifizierten Arbeitsfrequenzbereichs, und führen
zu unerwünschten frequenzabhängigen Änderungen der Übertragungseigenschaften des Kondensatormikrophons.
[0009] Dieses unerwünschte Schwingungsverhalten bei hohen Frequenzen kann in den Bereichen
der Membran, die den nichtperforierten Bereichen der Gegenelektroden gegenüberliegen,
ausreichend unterdrückt werden, wenn der Abstand zwischen der Membran und der Gegenelektrode
so gering ausgeführt wird, dass die Viskosität der Luft in dem von der Membran und
der Gegenelektrode gebildeten Luftspalt für eine hinreichende Dämpfung der Membranbewegung
sorgt. Diese Dämpfung fehlt jedoch in den Membranbereichen, die den perforierten Bereichen
der Gegenelektrode gegenüberliegen, so dass dort die unerwünschten Eigenschwingungen
der Membran nicht unterdrückt werden.
[0010] Bei den bekannten Verfahren zur Dämpfung der Membranbewegung, beispielsweise durch
eine auf der Rückseite der Gegenelektrode angebrachte poröse Gewebeschicht, lässt
sich keine ausreichende Dämpfung der partiellen Eigenschwingungen erreichen, da bei
hohen Frequenzen eine hinreichend direkte Einwirkung durch die akustischen Federungseigenschaften
der in den perforierten Bereichen der Gegenelektrode eingeschlossenen Luft verhindert
wird.
[0011] US 4,817,168 offenbart ein Richtmikrofon in Form eines Kondensatormikrofons, bei dem eine Membran
in geringem Abstand zu einer Gegenelektrode mit einer Perforierung angeordnet ist.
Ferner ist dort, durch eine Luftkammer von der Gegenelektrode getrennt, eine Zwischenwand
25 mit Öffnungen vorgesehen.
[0012] Aus der
GB 921,818 ist ein Kondensatormikrofon bekannt, das eine zweifache Anordnung eines konventionellen
Membran-Gegenelektrodensystems aufweist, die durch einen festen Körper mit einem Verbindungskanal
getrennt sind.
[0013] Aus der
DE 821 217 ist ein Kondensatormikrofon bekannt, bei dem hinter der Membran zwei voneinander
beabstandete perforierte Platten mit zueinander versetzter Perforierung und eine Dämpfungsschicht
angeordnet sind.
[0014] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen kapazitiven Schallwandler zur Verfügung
zu stellen, der auf einfache Weise die nichtlinearen Verzerrungen und die störenden
partiellen Eigenschwingungen der Membran wirksam unterdrückt.
[0015] Die Aufgabe wird bei einem kapazitiven Schallwandler der eingangs genannten Art erfindungsgemäße
gelöst durch eine schalldurchlässige Dämpfungsscheibe, die eine zweite Perforierung
aufweist, wobei die erste Perforierung und die zweite Perforierung zueinander versetzt
angeordnet sind, die Membran zwischen der Gegenelektrode und der Dämpfungsscheibe
angeordnet ist und der Abstand zwischen der Dämpfungsscheibe und der Membran im wesentlichen
gleich dem Abstand zwischen der Gegenelektrode und der Membran ist.
[0016] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass bei einem geringen Abstand zwischen
der Dämpfungsscheibe und der Membran die unerwünschten partiellen Membraneigenschwingungen
auch in den Bereichen, die den perforierten Bereichen, also den Löchern, der Gegenelektrode
gegenüberliegen, durch die Viskosität der zwischen der Membran und der zusätzlichen
Dämpfungsscheibe eingeschlossenen Luft wirksam unterdrückt werden. Um diesen Effekt
zu nutzen, wird die zweite Perforierung derart versetzt angeordnet, dass perforierte
Bereiche der ersten und zweiten Perforierung sich nicht oder nur teilweise überdecken.
Dabei können die Perforierungen der Gegenelektrode und Dämpfungsscheibe beliebig gestaltet
werden. Das betrifft sowohl die Anordnung der perforierten Bereiche, also der Löcher,
als auch ihre Größe, Anzahl und Form.
[0017] Grundsätzlich weist jede Membran Moden auf. Die Frequenzen der Moden, bei denen die
Membran als Ganzes schwingt, sind so niedrig, dass die zugehörigen Wellenlängen so
groß im Vergleich zur Perforierungsstruktur der Gegenelektrode sind, dass hier die
Unterbrechungen des Luftspalts in den perforierten Bereichen nur eine graduelle Verminderung
der Gesamtdämpfung bewirken. Bei den hohen Frequenzen der Partialmoden sind die Verhältnisse
dagegen grundsätzlich anders. Die den perforierten Bereichen der Gegenelektrode gegenüberliegenden
Bereiche der Membran sind mit Partialmembranen vergleichbar, die am Perforierungsrand
eingespannt sind. Die Partialmembranen können im Lochbereich frei und relativ ungedämpft
schwingen. Es bleibt lediglich die innere Dämpfung des Membranmaterials und der Einfluss
des umgebenden Luftspaltbereichs übrig, der aber kaum über die nur geringe Biegesteifigkeit
der Membran in den Lochbereich hineinwirken kann.
[0018] Bei der tiefsten partiellen Eigenschwingung (Grundmode) schwingt die Partialmembran
in der Mitte am stärksten. Deshalb muss hier der dämpfende Einfluss am größten sein.
Erfindungsgemäß wird dies erreicht, indem zumindest der mittlere Bereich der Partialmembran
durch mindestens einen Luftspalt bedämpft wird. Im Randbereich der Partialmembran
können sich die Perforierungen der Gegenelektrode und der Dämpfungsscheibe teilweise
überlappen, ohne dass dadurch der dämpfende Effekt wesentlich beeinträchtigt wird.
Als Richtwert für eine ausreichende Bedämpfung kann gelten, dass mindestens die halbe
Partialmembranfläche von mindestens einem Luftspalt überdeckt wird.
[0019] Weitere Partialschwingungsmoden bei noch höheren Frequenzen sind in der Regel so
schwach ausgeprägt, dass sie in diesem Zusammenhang nicht besonders berücksichtigt
werden müssen.
[0020] Durch die erfindungsgemäße schalldurchlässig perforierte Dämpfungsscheibe werden
die übrigen akustischen Eigenschaften des kapazitiven Schallwandlers nur minimal beeinflusst,
die Eigenschwingungen der Membran und Verzerrungen der Membranbewegung aber wirksam
unterdrückt, was zu einer deutlich verbesserten Übertragungsqualität des Wandlers
insbesondere bei hohen Frequenzen führt. Durch die Anordnung der erfindungsgemäßen
Dämpfungsscheibe wird eine Dämpfung erreicht, die lokal und unmittelbar in den Bereichen
der Membran wirkt, die zu partiellen Eigenschwingungen neigen. Die lokale und unmittelbare
Wirkung wird erreicht, indem die Viskosität der zwischen der Membran und der Dämpfungsscheibe
befindlichen Luft direkt, also ohne zusätzliche mechanische oder akustische Koppelelemente,
zur Dämpfung genutzt wird.
[0021] Bei hinreichend geringem Abstand zwischen der Membran und der Gegenelektrode einerseits
und der Membran und der Dämpfungsscheibe andererseits kann eine ausreichend hohe und
möglichst gleichmäßig über die Membran verteilte Dämpfungswirkung auch dann erreicht
werden, wenn sich die perforierten Bereiche der Gegenelektrode und der Dämpfungsscheibe
teilweise überlappen.
[0022] Diese Anordnung ist außerdem besonders vorteilhaft, da die Dämpfungsscheibe bei beliebiger
Membranauslenkung für eine gegensinnige Änderung der akustischen Impedanzen in den
beiden Luftspalten sorgt, so dass die gesamte akustische Impedanz des erfindungsgemäßen
kapazitiven Schallwandlers weniger als bei konventionellen kapazitiven Schallwandlern
von der Membranauslenkung abhängt. Dadurch werden auf einfache Art und Weise die Eigenschwingungen
der Membran und die nichtlinearen Verzerrungen geschwächt, ohne die übrigen Eigenschaften
des kapazitiven Schallwandlers zu beeinträchtigen.
[0023] Der erfindungsgemäße kapazitive Schallwandler ermöglicht einen gleichmäßigen Verlauf
des Frequenzgangs bei hohen Frequenzen. Der Frequenzgang ist eine der wichtigsten
dokumentierbaren Wandlereigenschaften. Eine Verbesserung ist für den Nutzer eines
erfindungsgemäßen kapazitiven Schallwandlers sofort ersichtlich und schlägt sich ummittelbar
positiv in der Übertragungsqualität nieder.
[0024] Die erfindungsgemäße Dämpfungsscheibe erfordert nur eine geringe bauliche Veränderung
eines kapazitiven Schallwandlers, wodurch die Dämpfung von störenden Einflüssen auf
einfache und kostengünstige Weise ermöglicht wird.
[0025] Bevorzugte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen kapazitiven Schallwandlers sind
in den Unteransprüchen angegeben.
[0026] Vorteilhafterweise sind die erste Perforierung und die zweite Perforierung derart
zueinander versetzt, dass perforierten Bereichen, also den Löchern, der Gegenelektrode
jeweils nichtperforierte Bereiche der Dämpfungsscheibe gegenüberliegen. Auf diese
Weise liegt jedem Bereich der Membran mindestens ein dämpfender Luftspalt gegenüber,
der die störenden Eigenschwingungen dämpft. Durch eine solche Anordnung der Perforierungen
zueinander wird ein maximaler Dämpfungseffekt der Partialschwingungen erreicht.
[0027] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die erste Perforierung und die
zweite Perforierung derart zueinander versetzt , dass perforierten Bereichen der Gegenelektrode
jeweils ein Teil eines perforierten Bereiches der Dämpfungsscheibe gegenüberliegt.
Bei einer solchen Anordnung der Perforierungen zueinander überlappen sich die perforierten
Bereiche der Gegenelektrode und der Dämpfungsscheibe teilweise. Es gibt somit Bereiche
der Membran, denen kein nichtperforierter Bereich gegenüberliegt. Dies ist besonders
vorteilhaft, da dann die perforierten Bereiche der ersten und zweiten Perforierung
enger beieinander liegend und in größerer Anzahl angeordnet werden können. Das ist
vorteilhaft, weil dadurch die Schalldurchlässigkeit der Gegenelektrode und der Dämpfungsscheibe
erhöht und so der Wandlerwirkungsgrad bei den hohen Frequenzen verbessert wird.
[0028] Bevorzugt sind die erste Perforierung und die zweite Perforierung derart zueinander
versetzt, dass perforierten Bereichen der Gegenelektrode jeweils ein Teil eines ersten
perforierten Bereiches der Dämpfungsscheibe und mindestens ein Teil eines zweiten
perforierten Bereiches der Dämpfungsscheibe gegenüberliegt. In dieser Ausführungsform
wird ein perforierter Bereich der Gegenelektrode von mindestens zwei perforierten
Bereichen der Dämpfungsscheibe überlappt. Dies ermöglicht eine erfindungsgemäße Dämpfung
auch in dem Fall, in dem eine große Anzahl von perforierten Bereichen der ersten Perforierung
vorgesehen ist, zu der eine ebenfalls große Anzahl von perforierten Bereichen der
zweiten Perforierung versetzt angeordnet ist.
[0029] In einer weiteren besonders vorteilhaften Ausgestaltung ist der Teil eines perforierten
Bereiches der Dämpfungsscheibe, der mindestens einem perforierten Bereich der Gegenelektrode
gegenüberliegend angeordnet ist, ein Randbereich des perforierten Bereiches der Dämpfungsscheibe.
In einer solchen Anordnung überlappen sich die Löcher der Gegenelektrode und der Dämpfungsscheibe
teilweise geringfügig in den Randbereichen. Auf diese Weise liegt einem mittleren
Bereich einer Partialmembran stets mindestens ein nichtperforierter Bereich gegenüber.
Eine solche Anordnung ermöglicht einen Kompromiss zwischen einem maximalen Dämpfungseffekt
(keine Überlappung der Perforierungen) und dichter Anordnung und/oder große Anzahl
von Perforierungen der Gegenelektrode und der Dämpfungsscheibe (Teile der Perforierungen
überlappen).
[0030] In einer weiteren Ausgestaltung ist es vorgesehen, dass die zweite Perforierung im
wesentlichen gleichartig perforierte Bereiche wie die erste Perforierung aufweist.
Auf diese Weise werden die akustischen Eigenschaften der Dämpfungsscheibe an die der
Gegenelektrode angeglichen. Beispielsweise sind Größe, Form, Anzahl und Anordnung
der perforierten Bereiche, also der Löcher, identisch, so dass sich durch einen entsprechenden
Versatzwinkel zwischen der Gegenelektrode und der Dämpfungsscheibe, also durch eine
Verdrehung der Dämpfungsscheibe um ihre senkrecht zur Dämpfungsscheibe liegende Rotationsachse
gegenüber der Gegenelektrode, eine wirksame Bedämpfung der Membran einerseits und
eine für eine verzerrungsarme Membranbewegung günstige Symmetrie andererseits erreichen
lässt.
[0031] Vorteilhaft ist es, perforierte Bereiche unterschiedlicher Größen innerhalb der ersten
und/oder der zweiten Perforierung anzuordnen. Unterschiedliche Lochgrößen ergeben
eine entsprechende Verteilung der Partialschwingungsfrequenzen. Dadurch können die
Resonanzeffekte über einen größeren Frequenzbereich verteilt werden, sodass sie nicht
bei einer Frequenz konzentriert in Erscheinung treten. Allerdings sind die Partialschwingungen
ohne die erfindungsgemäße Anordnung einer Dämpfungsscheibe weiterhin ungedämpft und
wirken sich durch störendes Ein- und Ausschwingen nachteilig auf die Übertragungsqualität
aus. Deshalb ist es auch in diesem Fall vorteilhaft, die erfindungsgemäße Bedämpfung
vorzunehmen.
[0032] Die Perforierungen können besonders vorteilhaft rotationssymmetrisch, kreisförmig,
in Reihen oder Waben angeordnet werden. Eine Rotationssymmetrie kreisförmiger Lochanordnungen
erleichtert die symmetrische Gestaltung der beiden perforierten Scheiben und gestattet
es somit in einfacher Weise, akustisch symmetrische Lösungen mit gleichen Lochanzahlen
in akustisch gleichwertigen Bereichen der Gegenelektrode und der Dämpfungsscheibe
zu finden. Diese Anordnung ist für die Realisierung eines symmetrischen Gegentaktwandlers
besonders vorteilhaft. Die Anordnung der Perforierungen in Reihen oder auch Wabenform
ermöglicht besonders vorteilhaft eine gleichmäßigere und engere Struktur der perforierten
Bereiche. Dadurch wird eine höhere akustische Durchlässigkeit ermöglicht, die sich
insbesondere bei hohen Frequenzen günstig auswirkt.
[0033] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Dämpfungsscheibe als eine
zweite Gegenelektrode ausgebildet. Wird eine zusätzliche Gegenelektrode als Dämpfungsscheibe
verwendet, übernimmt diese bei erfindungsgemäßer Anordnung ihrer Perforierung die
dämpfende Funktion der Dämpfungsscheibe. Auf diese Weise können die Vorteile eines
Gegentaktwandlers mit denen der erfindungsgemäßen Dämpfungsscheibe kombiniert werden.
Mit der erfindungsgemäßen versetzten Anordnung der zweiten Perforierung der zweiten
Gegenelektrode gegenüber der ersten Perforierung der ersten Gegenelektrode wird es
ermöglicht, störende Einflüsse durch Nichtlinearitäten der Membranbewegung und Eigenschwingungen
der Membran in einem Gegentaktwandler zu unterdrücken, so dass dieser in hohen Frequenzbereichen
deutlich bessere Übertragungseigenschaften aufweist, als es mit einem Gegentaktwandler
gemäß dem Stand der Technik bisher möglich war. Diese Ausführung ist vorteilhaft zusammen
mit dem HF-Prinzip einsetzbar, während sich die Ausführung mit einer Dämpfungsscheibe
ohne elektrische Funktion besonders für Koridensatormikrophone eignet, die nach dem
NF-Prinzip arbeiten.
[0034] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Dämpfungsscheibe nicht elektrisch
mit dem Schallwandler gekoppelt und es findet keine elektrische Auswertung statt.
Auf diese Weise wird ein sehr einfacher Aufbau eines Schallwandlers ermöglicht, welcher
nur um die erfindungsgemäße Dämpfungsscheibe ergänzt wird, ohne an dem elektrischen
Aufbau des Wandlers Änderungen vornehmen zu müssen.
[0035] Weiterhin ist es bevorzugt, dass der Abstand zwischen der Gegenelektrode und der
Membran gleich dem Abstand zwischen der Dämpfungsscheibe und der Membran ist. Durch
die symmetrische Anordnung wird erreicht, dass beliebige Membranauslenkungen zu gleichgroßen
gegensinnigen Änderungen der akustischen Impedanzen in den beiden Luftspalten führen
und die gesamte akustische Impedanz des Schallwandlers konstant bleibt. Dadurch werden
sowohl die Eigenschwingungen der Membran als auch die nichtlinearen Verzerrungen des
Schallwandlers unterdrückt.
[0036] Weiterhin betrifft die Erfindung ein Kondensatormikrophon mit einem Schallwandler,
wie er in den Ansprüchen 1 bis 11 definiert ist.
[0037] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht eines bekannten Kondensatormik- rophons mit einem kapazitiven
Schallwandler,
- Fig. 2a
- eine Draufsicht auf eine Membran bei einem bekannten kapazi- tiven Schallwandler,
- Fig. 2b
- einen Querschnitt durch eine Membran und eine Gegenelektro- de bei einem bekannten
kapazitiven Schallwandler,
- Fig. 3a
- eine Draufsicht auf eine Dämpfungsscheibe bei einem erfin- dungsgemäßen kapazitiven
Schallwandler gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung,
- Fig. 3b
- einen Querschnitt durch eine Dämpfungsscheibe, Membran und Gegenelektrode bei einem
erfindungsgemäßen kapazitiven Schallwandler gemäß einer ersten Ausführungsform der
Erfin- dung,
- Fig. 4
- eine zweite Ausführungsform in einer Draufsicht auf eine Dämp- fungsscheibe bei einem
erfindungsgemäßenkapazitiven Schallwandler, und
- Fig. 5
- eine dritte Ausführungsform in einer Draufsicht auf eine Dämp- fungsscheibe bei einem
erfindungsgemäßenkapazitiven Schallwandler.
[0038] Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch ein bekanntes Kondensatormikrophon (Elektretmikrophon)
mit einem kapazitiven Schallwandler, welches vielfach in identischer oder ähnlicher
Weise produziert wird. Innerhalb des mit einer Schalleinlassöffnung 11 versehenen
Mikrophongehäuses 13 sind dort folgende Elemente vorgesehen: ein Membranring 12, eine
auf dem Membranring 12 aufgeklebte Membran 3, eine Distanzscheibe 4, eine Elektretfolie
15, eine damit verbundene Gegenelektrode 1, ein Kontaktring 17, ein Isolierteil 18
und eine Platine 19 mit einer darauf angebrachten Schaltungsanordnung 20 (insbesondere
mit einem Feldeffekt-Transistor) und mit Anschlusskontakten 21. Der Luftspalt 5 zwischen
der Membran 3 und der Elektretfolie 15 bzw. der Gegenelektrode 1 wird dabei definiert
durch die Distanzscheibe 4.
[0039] Eine solche Konstruktion weist jedoch Nachteile auf, so dass ein solches Kondensatormikrophon
sich nicht besonders als hochwertiges Mikrophon eignet. Im Bereich hoher Frequenzen
werden Eigenschwingungen der Membran 3 in den Bereichen angeregt, die nicht einem
dämpfenden Luftspalt der Gegenelektrode 1 gegenüberliegen. Diese Eigenschwingungen
führen zu störenden Einflüssen auf das Übertragungsverhalten des Kondensatormikrophons.
[0040] Fig. 2a zeigt in schematischer Darstellung eine Draufsicht auf eine Membran eines
kapazitiven Schallwandlers bei einem herkömmlichen. Kondensatormikrophon; Fig. 2b
zeigt einen Querschnitt des eigentlichen kapazitiven Schallwandlers. Die Membran 3
ist vor der Gegenelektrode 1 mit der Perforierung 2 (gestrichelt) angeordnet. Die
im Luftspalt 5 zwischen der Membran 3 und der Gegenelektrode 1 eingeschlossene Luft
bedämpft aufgrund ihrer Viskosität die Membranbewegung. Im Bereich der Perforierung
wird die Membran 3 jedoch nicht ausreichend bedämpft, sodass sich hier störende Eigenschwingungen
6 ausbilden können.
[0041] Fig. 3a und Fig. 3b stellen in Analogie zu Fig. 2a und Fig. 2b die im wesentlichen
geänderten Elemente eines kapazitiven Schallwandlers gemäß einer ersten Ausführungsform
der Erfindung dar. Vor der Membran 3 ist dabei eine zusätzliche Dämpfungsscheibe 7
mit einer Perforierung 8 (nicht gestrichelt) angeordnet. Dabei sind die Perforierungen
2, 8 so versetzt zueinander angeordnet, dass sie sich nirgends überlappen. Eine zur
Distanzscheibe 4 ähnlich gestaltete Distanzscheibe 9 bestimmt den Abstand zwischen
der Dämpfungsscheibe 7 und der Membran 3. Dadurch wird ein zweiter Luftspalt 10 gebildet.
Auf diese Weise wird erreicht, dass die Membran 3 auf ihrer gesamten Fläche durch
einen Luftspalt 5 und/oder einen Luftspalt 10, also durch mindestens einen nichtperforierten
Bereich, bedämpft wird. So werden die Eigenschwingungen 6 der Membran 3 wirksam unterdrückt.
[0042] In der in Fig. 3a und Fig. 3b gezeigten Ausführungsform sind die erste Perforierung
2 und die zweite Perforierung 8 derart versetzt zueinander angeordnet, dass perforierten
Bereichen der Gegenelektrode 1 jeweils nichtperforierte Bereiche der Dämpfungsscheibe
7 gegenüberliegen. Die perforierten Bereiche der Dämpfungsscheibe 7 und der Gegenelektrode
1 sind von gleicher Größe und Form, jedoch von unterschiedlicher Anzahl und Anordnung
in Reihen.
[0043] Fig. 4 zeigt beispielhaft eine zweite erfindungsgemäße Ausführungsform, bei der die
Perforierung 8 der Dämpfungsscheibe 7 die Perforierung 2 der Gegenelektrode 1 teilweise
überlappt und bei der die Perforierungen 2, 8 in Reihen angeordnet sind. Dabei sind
die erste Perforierung 2 und die zweite Perforierung 8 derart versetzt zueinander
angeordnet sind, dass perforierten Bereichen der Gegenelektrode 1 jeweils ein Teil
eines ersten perforierten Bereiches der Dämpfungsscheibe 7 und ein Teil eines zweiten
perforierten Bereiches der Dämpfungsscheibe 7 gegenüberliegt. Auch in diesem Fall
kann eine wirksame Bedämpfung der Membran 3 erreicht werden, wenn die Überlappung
vornehmlich in den Randbereichen der Perforierungen stattfindet, so dass der Membran
auch in den perforierten Bereichen der Löcher 2 bzw. 8 ausreichend große dämpfende
Flächen der Gegenelektrode 1 bzw. der Dämpfungsscheibe 7, insbesondere in den mittleren
Bereichen der Partialmembranen, gegenüberliegen.
[0044] Fig. 5 zeigt beispielhaft eine dritte mögliche Ausführung mit rotationssymmetrisch
angeordneten Perforierungen, bei der sich die Perforierung 8 der Dämpfungsscheibe
7 und die Perforierung 2 der Gegenelektrode 1 nur geringfügig in den Randbereichen
überlappen. Die Anzahl der Löcher in der Gegenelektrode 1 und in der Dämpfungsscheibe
7 ist in den hier beispielhaft ausgeführten drei Zonen gleich groß und die akustische
Wirkung der Gegenelektrode 1 und der Dämpfungsscheibe 7 folglich gleichartig. Diese
Ausführungsform ist besonders geeignet für die Realisierung eines symmetrischen Gegentaktwandlers,
der die Vorteile der erfindungsgemäßen Dämpfungsscheibe und eines symmetrischen Gegentaktwandlers
in sich vereint.
[0045] In den Figuren 2 bis 5 wurden die Perforierungen stellvertretend durch kreisförmige
Löcher mit einheitlichen Lochgrößen dargestellt, die Perforierungen sind aber durchaus
mit beliebig anderen Formen und Größen von perforierten Bereichen realisierbar. Weiterhin
können die Perforierungen der beiden Scheiben unterschiedlich angeordnet sein und/oder
sich in Anzahl und Form voneinander unterscheiden.
[0046] Die reihen- und kreisförmigen Lochanordnungen in den Figuren haben ebenfalls nur
beispielhafte Bedeutung, auch andere Anordnungen von perforierten Bereichen können
eine äquivalente Dämpfung der Eigenschwingungen der Membran bewirken.
[0047] Die erfindungsgemäße Dämpfungsscheibe kann sowohl in einem kapazitiven Aufnahmewandler
wie auch in einem kapazitiven Wiedergabewandler angeordnet werden. In beiden Schallwandlern
wirkt eine Dämpfungsscheibe gemäß der Erfindung dämpfend und verzerrungsmindernd und
steigert somit die Signalqualität.
[0048] Ein maximaler Dämpfungseffekt der Partialschwingungen wird erreicht, wenn einem perforierten
Bereich der Gegenelektrode ein nicht perforierter Bereich der Dämpfungsscheibe gegenüberliegt.
Überlappen die perforierten Bereiche der Gegenelektrode und der Dämpfungsscheibe,
so wird der Dämpfungseffekt der Partialmoden zwar geringer, jedoch können mehr perforierte
Bereiche auf der Gegenelektrode und/oder Dämpfungsscheibe untergebracht werden, was
die zu einer Erhöhung der Schalldurchlässigkeit der Gegenelektrode und/oder der Dämpfungsscheibe
führt. Für einen speziellen kapazitiven Wandler kann also ein Kompromiss in der Anzahl
und Anordnungen der Perforierungen zueinander gewählt werden.
1. Kapazitiver Schallwandler mit einer Membran (3) und einer Gegenelektrode (1), die
eine erste Perforierung (2) aufweist,
gekennzeichnet durch eine schalldurchlässige Dämpfungsscheibe (7), die eine zweite Perforierung (8) aufweist,
wobei die erste Perforierung (2) und die zweite Perforierung (8) zueinander versetzt
angeordnet sind, die Membran (3) zwischen der Gegenelektrode (1) und der Dämpfungsscheibe
(7) angeordnet ist und der Abstand zwischen der Dämpfungsscheibe (7) und der Membran
(3) im wesentlichen gleich dem Abstand zwischen der Gegenelektrode (1) und der Membran
(3) ist.
2. Kapazitiver Schallwandler nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Perforierung (2) und die zweite Perforierung (8) derart versetzt angeordnet
sind, dass perforierten Bereichen der Gegenelektrode (1) jeweils nichtperforierte
Bereiche der Dämpfungsscheibe (7) gegenüberliegen.
3. Kapazitiver Schallwandler nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Perforierung (2) und die zweite Perforierung (8) derart versetzt angeordnet
sind, dass perforierten Bereichen der Gegenelektrode (1) jeweils ein Teil eines perforierten
Bereiches der Dämpfungsscheibe (7) gegenüberliegt.
4. Kapazitiver Schallwandler nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Perforierung (2) und die zweite Perforierung (8) derart versetzt angeordnet
sind, dass perforierten Bereichen der Gegenelektrode (1) jeweils ein Teil eines ersten
perforierten Bereiches der Dämpfungsscheibe (7) und mindestens ein Teil eines zweiten
perforierten Bereiches der Dämpfungsscheibe (7) gegenüberliegt.
5. Kapazitiver Schallwandler nach einem der Ansprüche 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, dass der Teil eines perforierten Bereiches der Dämpfungsscheibe (7) ein Randbereich des
perforierten Bereiches der Dämpfungscheibe (7) ist.
6. Kapazitiver Schallwandler nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Perforierung (8) im wesentlichen gleichartig perforierte Bereiche, insbesondere
in Form, Größe, Anzahl und Anordnung, wie die erste Perforierung (2) aufweist.
7. Kapazitiver Schallwandler nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass perforierte Bereiche unterschiedlicher Größe innerhalb der ersten Perforierung (2)
und/oder der zweiten Perforierung (8) angeordnet sind.
8. Kapazitiver Schallwandler nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die perforierten Bereiche mindestens einer Perforierung (2, 8) in einer Rotationssymmetrie,
in Reihen oder in Waben angeordnet sind.
9. Kapazitiver Schallwandler nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungsscheibe (7) als zusätzliche Gegenelektrode ausgebildet ist.
10. Kapazitiver Schallwandler nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungsscheibe (7) nicht elektrisch mit dem Schallwandler gekoppelt ist.
11. Kapazitiver Schallwandler nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen der Gegenelektrode (1) und der Membran (3) im wesentlichen gleich
dem Abstand zwischen der Dämpfungsscheibe (7) und der Membran (3) ist.
12. Kondensatormikrophon mit einem kapazitiven Schallwandler nach einem der vorstehenden
Ansprüche.
1. A capacitive sound transducer comprising a diaphragm (3) and a counterelectrode (1)
which is provided with first perforations (2),
characterized by a sound-permeable attenuation disc (7) having second perforations (8), wherein the
first perforations (2) and the second perforations (8) are offset in relation to each
other, the diaphragm (3) is arranged between the counterelectrode (1) and the attenuation
disc (7), and the distance between the attenuation disc (7) and the diaphragm (3)
is substantially equal to the distance between the counterelectrode (1) and the diaphragm
(3).
2. The capacitive sound transducer of claim 1,
characterized in that the first perforations (2) and the second perforations (8) are offset from each other
in such a way that perforated regions of the counterelectrode (1) lie opposite non-perforated
regions of the attenuation disc (7).
3. The capacitive sound transducer of claim 1,
characterized in that the first perforations (2) and the second perforations (8) are offset from each other
in such a way that perforated regions of the counterelectrode (1) each lie opposite
a part of a perforated region of the attenuation disc (7).
4. The capacitive sound transducer of claim 1,
characterized in that the first perforations (2) and the second perforations (8) are offset from each other
in such a way that perforated regions of the counterelectrode (1) each lie opposite
a part of a first perforated region of the attenuation disc (7) and at least one part
of a second perforated region of the attenuation disc (7).
5. The capacitive sound transducer of any of claims 3 or 4,
characterized in that the part of a perforated region of the attenuation disc (7) is an edge region of
the perforated region of the attenuation disc (7).
6. The capacitive sound transducer of any of the preceding claims, characterized in that the second perforations (8) has perforated regions that are substantially identical
to the first perforations (2), particularly in respect of shape, size, quantity and
arrangement.
7. The capacitive sound transducer of any of the preceding claims, characterized in that perforated regions of various sizes are arranged within the first perforations (2)
and/or the second perforations (8).
8. The capacitive sound transducer of any of the preceding claims, characterized in that the perforated regions of at least one set of perforations (2, 8) are arranged in
rotational symmetry, in rows or in honeycombs.
9. The capacitive sound transducer of any of the preceding claims, characterized in that the attenuation disk (7) is configured as an additional counterelectrode.
10. The capacitive sound transducer of any of the preceding claims, characterized in that the attenuation disk (7) is not coupled electrically to the sound transducer.
11. The capacitive sound transducer of any of the preceding claims, characterized in that the distance between the counterelectrode (1) and the diaphragm (3) is substantially
equal to the distance between the attenuation disc (7) and the diaphragm (3).
12. A condenser microphone provided with a capacitive sound transducer of any of the preceding
claims.
1. Transducteur acoustique capacitif avec une membrane (3) et une contre-électrode (1)
qui présente une première perforation (2),
caractérisé par un disque d'amortissement (7) perméable au son qui présente une seconde perforation
(8), la première perforation (2) et la seconde perforation (8) étant disposées en
décalage l'une par rapport à l'autre, la membrane (3) étant disposée entre la contre-électrode
(1) et le disque d'amortissement (7) et la distance entre le disque d'amortissement
(7) et la membrane (3) étant essentiellement identique à la distance entre la contre-électrode
(1) et la membrane (3).
2. Transducteur acoustique capacitif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que la première perforation (2) et la seconde perforation (8) sont disposées en décalage
de telle manière qu'aux zones perforées de la contre-électrode (1) font face respectivement
des zones non perforées du disque d'amortissement (7).
3. Transducteur acoustique capacitif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que la première perforation (2) et la seconde perforation (8) sont disposées en décalage
de telle manière qu'aux zones perforées de la contra-électrode (1) fait face respectivement
une partie d'une zone perforée du disque d'amortissement (7).
4. Transducteur acoustique capacitif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que la première perforation (2) et la seconde perforation (8) sont disposées en décalage
de telle manière qu'aux zones perforées de la contre-électrode (1) font face respectivement
une partie d'une première zone perforée du disque d'amortissement (7) et au moins
une partie d'une seconde zone perforée du disque d'amortissement (7).
5. Transducteur acoustique capacitif selon l'une quelconque des revendications 3 et 4,
caractérisé en ce que la partie d'une zone perforée du disque d'amortissement (7) est une zone de bord
de la zone perforée du disque d'amortissement (7).
6. Transducteur acoustique capacitif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la seconde perforation (8) présente des zones perforées essentiellement de manière
identique, en particulier en forme, taille, nombre et disposition, à la première perforation
(2).
7. Transducteur acoustique capacitif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que des zones perforées de taille différente sont disposées dans la première perforation
(2) et/ou la seconde perforation (8).
8. Transducteur acoustique capacitif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les zones perforées au moins d'une perforation (2, 8) sont disposées dans une symétrie
de révolution, en ligne ou en nids d'abeilles.
9. Transducteur acoustique capacitif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le disque d'amortissement (7) est réalisé en tant que contre-électrode supplémentaire.
10. Transducteur acoustique capacitif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le disque d'amortissement (7) n'est pas couplé électriquement au transducteur acoustique.
11. Transducteur acoustique capacitif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la distance entre la contre-électrode (1) et la membrane (3) est essentiellement
identique à la distance entre le disque d'amortissement (7) et la membrane (3).
12. Microphone électrostatique avec un transducteur acoustique capacitif selon l'une quelconque
des revendications précédentes.