[0001] Die Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung insbesondere für eine KFZ-Antenne
nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Es sind bereits eine Vielzahl von Befestigungseinrichtungen insbesondere für Kraftfahrzeug-Antennen
an einer Karosserieöffnung bekannt geworden.
[0003] Beispielsweise zeigt die
EP 0 758 802 B1 eine stabförmige Kraftfahrzeugantenne. An einem Fußteil einer derartigen KFZ-Antenne
steht eine Gewindehülse nach unten vor, die durch eine Öffnung in der Regel in einem
Kraftfahrzeug-Karosserieteil im Dachbereich hindurchgeführt werden kann. Durch das
mit einem Längsschlitz versehene Schraubglied wird ein Antennenkabel seitlich herausgeführt.
Eine von unten aufdrehbare Mutter dient dazu, die Antenne an dem Karosserieteil fest
zu verankern.
[0004] Gemäß der
EP 0 891 002 B1 und der
DE 202 04 863 U1 sind zwei versetzt zueinander liegende Öffnungen im Karosseriedach vorgesehen, wobei
bei der Vorveröffentlichung
EP 0 891 002 B1 die Fixierung der Antenne mittels eines Befestigungsmittels an der Innenseite der
Karossiere erfolgt und an der zweiten Öffnung im Karosserieteil ein mit dem Antennenfuß
verbundener Zapfen hindurchgeführt wird, an welchem ein Antennenkabel anschließbar
ist. Der erwähnte Zapfen dient dabei auch dazu, die Antenne verdrehsicher an der Karosserie
zu befestigen, ebenso wie bei der vorstehend erwähnten
DE 202 04 863 U1.
[0005] Die vorstehend genannten Antennenbefestigungen weisen u.a. den Nachteil auf, dass
stets nach dem Aufsetzen auf dem Karosseriedach von innen her ein Gegen-Gewindeglied
auf einen Gewindezapfen aufgedreht werden muss, um die Fixierung und sichere Verankerung
der Antenne zu gewährleisten, wobei teilsweise eine zweite Karosserieöffnung mit einem
dort hindurchgeführten Zapfen zur Erzielung einer Verdrehsicherung notwendig ist.
[0006] Gemäß der
DE 100 09 978 A1 wird ebenfalls eine Schraubbefestigung mittels einer sogenannten Zentralbefestigung
vorgeschlagen, allerdings mit zusätzlichen zweischenkligen Federelementen, deren Schenkel
in Richtung der Einführbewegung der Befestigungsvorrichtung in die KraftfahrzeugÖffnung
zusammengeführt sind und derart die Querschnittsfläche der Vorrichtung überragen,
dass sie beim Einbringen in die Karosserie-Öffnung von einer Begrenzungswand der Öffnung
zusammengedrückt werden und nach Passieren der Öffnung auf der der Fahrzeugantenne
abgewandten Seite der Karosserie-Öffnung zurückfedern, um die Karosserie-Öffnung zu
hintergreifen. Dadurch lässt sich eine Vorjustierung der Antenne gewährleisten. Anschließend
muss das Schraubglied auf den Gewindezapfen aufgesetzt und festgedreht werden.
[0007] Eine insoweit vergleichbare oder ähnliche Befestigungsvorrichtung ist auch aus der
DE 298 14 054 A1 bekannt geworden.
[0008] Eine Befestigungseinrichtung für eine Fahrzeugantenne ist auch aus der
DE 202 03 914 U1 bekannt geworden. Hier wird eine Raststütze verwendet, die elastisch beim Einführen
der Befestigungseinrichtung durch eine Kraftfahrzeug-Öffnung nach innen elastisch
vorgepresst wird und nach Passieren der Karosserie-Öffnung wieder nach außen auffedert
und/oder den Rand der Karosserie-Öffnung auf der gegenüberliegenden Seite zur Grundplatte
bzw. zum Fußteil der Antenne übergreift. Diese Ausführung ist gegenüber dem zuvor
genannten Stand der Technik derart ausgebildet, dass bereits eine Schraube zur Halterung
der Befestigungseinrichtung vormontiert ist und auf einer zur Antenne entfernt liegenden
Seite eines umlaufenden ringförmigen Randes einer Raststütze aufliegt. Nach der oben
beschriebenen Vormontage wird dann die Schraube festgezogen, wobei spreitzfähige äußere
Raststützelemente mit einem stufenförmigen Absatz am Karosserieblech zur Anlage kommen
und sich dort abstützen. Durch die Befestigungseinrichtung selbst sind hindurchverlegte
Kabel geführt, die im Bereich der Befestigungsvorrichtung keine Schnittstelle aufweisen.
[0009] Eine diesem Stand der Technik weitgehend ähnliche Befestigungsvorrichtung ist auch
aus dem gattungsbildenden Stand der Technik gemäß der
DE 10 2005 029 686 A1 bekannt geworden. Die Befestigungsvorrichtung für eine Antenne umfasst in diesem
Ausführungsbeispiel ein oder mehrere axiale Steckverbinder, die an den Eckpunkten
eines quadratisch-oder rechteckförmigen Gehäuseabschnitts einer ersten Befestigungseinrichtung
ausgebildet sind. Im Zentrum steht eine mit Längsschlitzen versehene Hülse, die vom
Fußteil der Antenne weggerichtet verläuft. Auf dieser Hülse wird eine zweite Befestigungseinrichtung
aufgesetzt, die mit seitlich vorstehenden Schenkel versehen ist, die sich auf den
zum Fußteil der Antenne gegenüberliegenden Seite des Karosserie-Bleches abstützen
können, wenn eine entsprechende Schraube in eine Zentralöffnung der zweiten Befestigungseinrichtung
eingeführt und an der Unterseite des Fußteils in ein Gegengewinde eingedreht und dort
befestigt wird. Um den Gesamtaufbau der Befestigungseinrichtung zumindest vergleichsweise
kompakt zu gestalten, ragt von der Unterseite der Befestigungseinrichtung die erwähnte
Hülse vom Fußteil weg und endet in einer entfernter liegenden Ebene als der Öffnungs-
oder Einsteckbereich der freiliegenden Steckverbinder. Durch die aufzusetzende topfförmige
zweite Befestigungseinrichtung und durch die hierin einzudrehende Schraube wird der
gesamte Aufbau dieses Zentralabschnittes noch höher und überragt bei weitem den Öffnungs-
und Einsteckbereich der Steckverbinder.
[0010] Demgegenüber ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Vorrichtung
insbesondere für eine Kraftfahrzeug-Antenne zu schaffen, die im Bereich der Befestigungseinrichtung
vorzugsweise standardisiert ausgebildete Steckverbinder beispielsweise nach dem standardisierten
FAKRA-System vorsieht, und dies bei gleichzeitiger Minimierung des Montage- und Bauvolumens.
Bevorzugt soll die Montageöffnung im Kraftfahrzeugdach möglichst klein gestaltet sein,
wobei ebenfalls in vorteilhafter Weise die Lösung weiterhin nach Art einer Zentralbefestigung
gestaltet sein soll.
[0011] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß entsprechend den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen
gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0012] Durch die Erfindung wird eine Befestigungsvorrichtung insbesondere für Kraftfahrzeug-Antennen
in einer Kraftfahrzeugkarosserie geschaffen, nämlich an einer vergleichsweise klein
dimensionierten Durchtrittsöffnung, und dies, obgleich im Rahmen der Befestigungsvorrichtung
weiterhin ein oder mehrere geschirmte oder ungeschirmte, eine oder mehrere Leitungen
umfassende Steckverbinder vorgesehen sein können. Das erfindungsgemäße System eignet
sich insbesondere zur Verwendung von standardisierten FAKRA HF-Steckverbindern.
[0013] Dabei wird das sich in der Vergangenheit als vorteilhaft erwiesene System einer Zentralbefestigung
beibehalten.
[0014] Im Rahmen der Erfindung ist es dabei ferner möglich, ein Anbauteil insbesondere in
Form einer Kraftfahrzeug-Antenne mittels einer "Ein-Hand-Montage" zu befestigen, also
mittels einer Vorverrastung beispielsweise am Fahrzeugdach. Separat zur Handhabung
der Komponenten der Antennenbefestigung wie Muttern, Schrauben, Klemmungen etc., die
mit dem anzubringenden Anbauteil insbesondere in Form der Antenne nicht fest und damit
unverlierbar verbunden sind, werden im Rahmen der Erfindung vermieden.
[0015] Insbesondere kann im Rahmen der Erfindung eine Zentralbefestigung realisiert werden,
die eine Direktkontaktierung mittels eines SMD-bestückbaren Steckverbinder-Systems
vorzugsweise nach Art eines Mehrfach-FAKRA-Steckers erlaubt. Die Anordnung und Ausrichtung
der Steckverbinder kann dabei zum Beispiel auf ein zum Stecken von FAKRA Einzelkontakten
erforderliches minimales Achsabstandsmaß (von beispielsweise 10 mm) ausgelegt werden,
welches der für das FAKRA-Stecksystem grundlegenden Norm (DIN 72594-1 "Straßenfahrzeuge-50-Ohm-Hochfrequenzschnittstelle")
entspricht. Der benötigte Bauraum wird dabei durch die gegenüber den Steckern größere
Buchsengeometrie bestimmt.
[0016] Die Orientierung bzw. Ausrichtung der einzelnen Steckverbinder kann dabei so sein,
dass die einzelnen FAKRA-Steckverbinder unabhängig voneinander steck- und lösbar sind
(bei entsprechendem Entriegeln und Abziehen).
[0017] Bei den oben erwähnten Steckverbindern nach dem genormten FAKRA-System ist an sich
eine der vorliegenden Erfindung vergleichbare Lösung nicht durchführbar, da kein Freiraum
zur Integration einer Zentralbefestigung mehr vorhanden ist.
[0018] Hier setzt die Erfindung an.
[0019] Grundsätzlich könnte daran gedacht werden, mechanische Befestigungselemente zu den
Steckverbindern außenliegend vorzusehen. Dies würde jedoch zu einer dramatischen Vergrößerung
des gesamten benötigten Bauraumes und zu einer zwangsläufig zu vergrößernden Montageöffnung
im Fahrzeugdach führen.
[0020] Demgegenüber schlägt die Erfindung vor, wesentliche Teile für die Zentralbefestigung
(d.h. insbesondere die Spannelemente zum Verspannen der Befestigungseinrichtung) im
Bereich der Montageöffnung (insbesondere einer Karosserieöffnung) und/oder in einer
Ebene und/oder einem Bereich vorzusehen, der dem Anbauteil, insbesondere in Form der
Kraftfahrzeugantenne näher liegt als jene Ebene, in der die Einstecköffnung der einen
oder mehreren Steckverbinder zu liegen kommt. Mit anderen Worten liegt die Einstecköffnung
der Steckverbinder zum Anbauteil, insbesondere in Form der Kraftfahrzeugantenne, entfernter
als die für die Zentralbefestigung wesentlichen Teile, d.h. insbesondere die für die
Zentralbefestigung benötigten Spannelemente und/oder Gewindeglied, welches auf die
Spannelemente einwirkt.
[0021] In einem Extremfall kann erfindungsgemäß sogar vorgesehen sein, dass die für die
Zentralbefestigung wesentlichen Teile (wie beispielsweise Spannelemente, ein Spann-
oder Rastbügel etc. und/oder eine Befestigungsschraube) bezogen auf die Montagerichtung
zumindest teilweise die Montageöffnung nicht einmal durchragen, sondern lediglich
mit ihren Klemm- und Befestigungsabschnitten, die diese Montageöffnung durchsetzen,
um den Rand der Montageöffnung zu hintergreifen, wodurch das Anbauteil gehalten wird.
In diesem Fall kann sogar die Ebene, die durch die Lage der Einstecköffnung des einen
oder der mehreren Steckverbinder definiert ist, in unmittelbarer Nachbarschaft zur
Ebene der Montageöffnung zu liegen kommen. Im Extremfall kann sogar die durch die
Lage der Einstecköffnung des ein oder mehreren Steckverbinder definierten Ebene bezogen
auf die Montage- und Einsteckrichtung sogar noch vor der Montageöffnung liegen, nämlich
insbesondere dann, wenn beispielsweise eine Montageplatte oder ein Chassis des Anbauteils
(vorzugsweise in Form der Kraftfahrzeugantenne) einen entsprechenden der Karosseriefläche
zugewandt liegenden Raum oder eine entsprechende Kammer zur Aufnahme der Steckverbinder
aufweist. Mit anderen Worten können die wesentlichen Teile der Spannelemente ausgehend
von der Bodenplatte oder dem Chassis des Anbauteils nur in einer Teilhöhe von weniger
als 90%, insbesondere von weniger als 80%, 60%, 50%, 40%, 30% und sogar weniger als
von 20% oder 10% zu liegen kommen, so dass die Steckverbinder die Zentralbefestigung
und ihre entsprechenden Spannelemente ein Vielfaches überragt und der gesamte Raum
beim Aufstecken von Buchsen etc. auf die Steckverbinder zur Verfügung steht.
[0022] Mit anderen Worten wird also erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass der zur Handhabung
zugängliche Teil der Zentralbefestigung bei der Montage (d.h. die Schraube der Zentralbefestigung)
beim Anziehen aus dem Bereich der Buchsenkontakte herausbewegt wird, der im eingesteckten
Zustand von in den Kontaktverbindern eingesteckten Kontakten benötigt wird. Somit
liegen also die für die Handhabung wesentlichen Teil der Zentralbefestigung in einer
unteren Ebene verglichen mit der "Steckverbinder- oder Buchsenebene". Konkret bedeutet
dies, dass die beispielsweise an einem Kabelbaum befindlichen Buchsenkontakte erst
am Ende der Montage einer Antenne auf die Steckverbinder aufgesteckt werden können.
Dies entspricht jedoch der üblichen Montagefolge beim Bandeinbau einer Dachantenne
und stellt den ordnungsgemäßen Einbau der Antenne sicher.
[0023] Die eigentlichen zum Klemmen einer Antenne erforderlichen Montageteile (beispielsweise
in Form von elastisch verformbaren Stützelementen, Federblechen und/oder Klemmstücken)
liegen erfindungsgemäß in einer Ebene oder in einem Bereich, der in Montage- oder
Steckrichtung zur Ebene der Einstecköffnung der Steckverbinder um die Gesamthöhe oder
zumindest die axialen Teilhöhe der Steckverbinder versetzt zu liegen kommt, nämlich
unterhalb der Einstecköffnung der Steckverbinder. Bevorzugt ist also vorgesehen, dass
lediglich die Befestigungsschraube im vormontierten Zustand vor dem endgültigen Festdrehen
mit ihrem Schraubenkopf noch entfernter zum Anbauteil (vorzugsweise der KFZ-Antenne)
liegt und noch bis in den Bereich der aufzusetzenden Buchsen oder Buchsenebene reicht.
Sobald allerdings die Antennenbefestigungsvorrichtung in der Montageöffnung im Kraftfahrzeugdach
eingefügt, durch die Spannelemente voreingerastet und durch Festziehen der Befestigungsschraube
fest montiert ist, steht die gesamte Einsteckhöhe der anzuschließenden Buchsen an
den Steckverbindern wieder zur Verfügung. Dabei können an den Steckverbindern bzw.
an dem die Steckverbinder verbindenden Gehäuse- oder Isolierteil entsprechende Kodierungen
beispielsweise in Form von außenliegenden Längsrippen ausgebildet sein, so dass an
einem bestimmten Steckverbinder immer nur ein passender, zugehöriger Gegen-Steckverbinder
aufsetz- und somit anschließbar ist.
[0024] Die vorstehend erwähnten Kodierungen oder Führungen, also die sogenannten Kodierrippen,
werden dabei an einen Steckverbinder bevorzugt von der Steckoberseite aus beginnend
nur über eine Teilhöhe von z.B. mindestens 3,5 mm der Steckverbinder ausgebildet,
so dass hier eine ausreichende Verstellhöhe für die Befestigungsschraube zur Verfügung
steht, um diese von ihrem vormontierten Zustand (der ein Einfügen der Befestigungseinrichtung
durch die Montageöffnung im Kraftfahrzeugdach erlaubt) bis zu ihrer endgültigen Montageposition
eindrehen zu können.
[0025] Da die oben zitierte, für das FAKRA-Stecksystem grundlegende Norm diese Kodierführungen
oder Kodierrippen nur im oberen 3,5 mm von der Steckoberseite nach unten zur Steckerbasis
hin verlaufenden Bereich des Stecker-Kodiergehäuses als erforderlich definiert, ist
ein derartiger Verzicht auf diese Geometrien in dem dazwischen liegenden Bereich zulässig.
In dem so entstandenen Freiraum kann sich also der Kopf der Befestigungsschraube bewegen.
Zusätzlich kann im Bedarfsfall auch ein Teilsegment der zylindrischen Steckercodierung
entfallen.
[0026] Der benötigte Eindrehweg der Schraube ergibt sich aus der Addition von Vorspann-
bzw. Verspannbereich der elastisch ausgeführten Spannelemente der Zentralbefestigung,
dem Kompressionsbereich der Dichtelemente der Antenne zwischen Antennenfuß und Fahrzeugaußenhaut,
der Differenz der auszugleichenden unterschiedlichen Stärken der Fahrzeugaußenhaut
(bzw. in dem Klemmbereich der Fahrzeugdächer) und dem erforderlichen Weg zum sicheren
Hinterrasten der vorzugsweise in Form eines Federbleches ausgebildeten Spannelemente
beim Vorverrasten der Antenne (wodurch die sogenannte "Ein-Hand-Montage" ermöglich
wird).
[0027] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die äußerst niedrige
Bauhöhe der Befestigungsvorrichtung, insbesondere für die Kraftfahrzeug-Antenne, dadurch
erfüllt, dass die für die Zentralbefestigung benötigten Komponenten teilweise durch
entsprechende Öffnungen im Fußteil, d.h. insbesondere in der Grundplatte oder dem
Chassis der Antenne in den Innenraum der Antenne ragen, also in jenem Raum zwischen
einer Leiterplattenunterseite und der Chassisinnenseite.
[0028] Bevorzugt sind die federelastischen Spannelemente aus Metall gebildet, beispielsweise
aus einem Federblech.
[0029] Durch diese Werkstoffauswahl kann die bei der Montage (beispielsweise der Dachantenne)
erzeugte Kraft, mit der die Antenne an das Fahrzeugdach gezogen wird, unabhängig von
thermischen oder mechanischen Umwelteinflüssen (die im Laufe des Fahrzeuglebenszyklus
auf die Antenne bzw. mechanische Befestigung einwirken) nahezu konstant gehalten werden.
Dies zeichnet die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung gegenüber nach dem Stand
der Technik vorbekannten Lösungen aus, insbesondere solchen Lösungen, bei denen für
die Befestigungs- oder Vorspannelemente Komponenten aus Kunststoff verwendet werden,
die mit der Zeit aufrund von Werkstoffalterung in Verbindung mit den oben genannten
Umwelteinflüssen den Anpressdrücken nachgeben (also ein Relaxieren der Spannelemente
erzeugen). Dadurch würde nämlich der Anpressdruck der zu befestigenden Kraftfahrzeug-Antenne
auf das Fahrzeugaußendach und damit auch die Dichtwirkung der vorhandenen Dichtelemente
nachlassen.
[0030] Im Rahmen der Erfindung ist eine weitere bevorzugte Ausführungsform möglich, die
der Forderung nach unverlierbaren Komponenten der Zentralbefestigung Rechnung trägt.
Dies wird in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung dadurch erreicht, dass
die einzelnen Komponenten der Befestigung (wie beispielsweise die aus einem Federblech
bestehenden Spannelemente, Druckstücke oder Druckschrauben etc.) miteinander formschlüssig
verbunden bzw. durch Eindrehen der Schraube zwar beweglich, aber unlösbar miteinander
verbunden sind.
[0031] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung erweist sich ferner
als vorteilhaft, dass ein verwendetes Um- oder Kodiergehäuse (beispielsweise der FAKRA-Norm
entsprechend) im Fertigungsablauf nach der Montage der Befestigungselemente auf den
Steckverbindern aufgerastet wird, so dass die darunter liegende Zentralbefestigung
selbst beim Losdrehen des Schraubgliedes nicht herausfallen kann. Dies gilt insbesondere
auch bei Verwendung des oben erwähnten FAKRA-Steckverbindersystems.
[0032] Als besonders günstig erweist sich auch, dass unterschiedliche Möglichkeiten der
Zentralbefestigung realisiert werden können.
[0033] So ist es im Rahmen der Erfindung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform möglich,
ein Spannmittel zu verwenden, das durch das verwendete Material, die Materialstärke,
die Materialformgebung etc. so gebildet und geformt ist, dass es die an sich konträren
Anforderungen an ein Rast- und/oder Spannelement erfüllt. Diese Forderungen beinhalten
zum einen eine Spanneinrichtung vorzusehen, die eine eher weiche oder elastische Komponente
zur Reduzierung der bei der Montage der Antenne erforderlichen Anpresskraft zum Vorverrasten
der Antenne in einer Verankerungsöffnung (beispielsweise Karosserie-Öffnung) auf dem
Kraftfahrzeugdach umfasst, und zum anderen eine demgegenüber eher harte und stabile
Komponente (zur Übertragung der benötigten hohen Kraft) während der Endmontage zum
Verspannen der Antenne auf dem Fahrzeugdach. Hier hat sich gezeigt, dass insbesondere
durch eine geeignete geometrische Gestaltung diesen Forderungen Rechnung getragen
werden kann.
[0034] Sollten demgegenüber gleichwohl noch höhere Anpresskräfte zur Befestigung des Anbauteils
insbesondere in Form der Antenne erforderlich sein (bei denen ein akzeptabler Kompromiss
aus Elastizität und Härte durch die geometrische Gestaltung der Spanneinrichtung vorzugsweise
in Form eines Federbleches beispielsweise durch Prägen unter Ausbildung von Stellen
erhöhter Steifigkeit und an demgegenüber elastischeren Abschnitten nicht möglich ist),
werden diese erhöhten Außenkräfte durch die Verwendung eines zusätzlichen Druckstückes
erzielt, das mit dem eher elastischeren Spannmittel zusammenwirkt.
[0035] Weitere Vorteile, Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgend
erläuterten Ausführungsbeispielen der Erfindung. Dabei zeigen im Einzelnen:
- Figur 1 :
- eine schematische räumliche Darstellung eines Fuß- oder Gehäuseteils einer KFZ-Antenne,
die an einer Durchtrittsöffnung an einer Karosserie-Öffnung montiert werden soll;
- Figur 2 :
- eine schematische Unteransicht auf das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 (mit zusätzlich
dargestellter Antennenaußenkontur der bereits auf der Karosserie montierten Antenne);
- Figur 3 :
- eine entsprechende Darstellung nach dem Aufsetzen von Kabelkupplern oder eines Buchsengehäuses
auf die auf der Unter- oder Kraftfahrzeuginnenseite befindliche Steckeranordnung nach
dem Einstecken und Montieren der Kraftfahrzeugantenne;
- Figur 4 :
- eine zu Figur 1 entsprechende ähnliche Darstellung jedoch im Vertikalschnitt;
- Figur 5 :
- eine Querschnittsdarstellung der fertig montierten KFZ-Antenne vor dem Einstecken
der Kabelkuppler auf die Steckeranordnung;
- Figur 6 :
- eine vereinfachte räumliche Darstellung der Befestigungsvorrichtung vor der Montage
in einer Durchtrittsöffnung in einer KFZ-Karosserie;
- Figur 7a :
- eine entsprechende Darstellung zu Figur 6 im Vertikalschnitt;
- Figur 7b :
- eine Querschnittsdarstellung durch das Beispiel gemäß Figur 7a;
- Figuren 8a und 8b:
- eine räumliche Darstellung und eine Querschnittsdarstellung zum Zeitpunkt des Aufsetzens
der Befestigungseinrichtung in einer Durchtrittsöffnung;
- Figuren 9a und 9b:
- eine entsprechende Darstellung zu Figuren 8a und 8b, nachdem die Befestigungseinrichtung
die Befestigungsöffnung passiert hat;
- Figuren 10a und 10b:
- eine entsprechende Darstellung nach dem Festziehen der Befestigungseinrichtung;
- Figur 11 :
- eine räumliche, vergrößerte Darstellung des Federbügels oder Federblechs der Befestigungseinrichtung;
- Figur 12 :
- eine Unteransicht zu dem Federbügel oder Federblech gemäß Figur 11;
- Figur 13 :
- eine entsprechende Darstellung zu Figur 11 bezüglich eines abgewandelten Ausführungsbeispiels
mit einem zusätzlichen Druckstück, welches mit dem Federblech oder Federbügel zusammenwirkt;
- Figur 14 :
- eine entsprechende Ansicht auf das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 13, jedoch von
der gegenüberliegenden Seite;
- Figur 15a :
- eine entsprechende Darstellung vergleichbar Figur 7a, jedoch unter Verwendung eines
Druckstückes entsprechend Figuren 13 und 14;
- Figur 15b :
- eine Querschnittsdarstellung durch das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 15a, vergleichbar
jener Ausführungsform nach Figur 7b;
- Figur 16a :
- eine räumliche Darstellung der festgezogenen Befestigungseinrichtung in räumlicher
Schnittdarstellung vergleichbar dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 10a;
- Figur 16b :
- eine Querschnittsdarstellung durch das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 16a; und
- Figur 17:
- eine perspektivische Ansicht eines abgewandelten Ausführungsbeispiels eines Federbügels
oder Federblechs mit zugehörigem Druckstück; und
- Figur 18:
- eine Darstellung des Ausführungsbeispiels nach Figur 17, jedoch von der gegenüberliegenden
Seite aus.
[0036] Nachfolgend wird ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung
für ein Anbauteil 1 insbesondere in Form einer KFZ-Antenne 1' erläutert, welche an
einer Montageöffnung 3 in einer Montagewand 5, vorzugsweise in Form eines Karosseriebleches
5', montiert werden soll.
[0037] Dazu ist in Figur 1 in schematischer, räumlicher Darstellung die KFZ-Antenne 1' teilweise
gezeigt, mit einem Gehäuse oder einer Haube 7, unterhalb derer eine Montageplatte
oder ein Chassis 9 vorgesehen ist, welches durch die Haube 7 abgedichtet ist. Im Inneren
ist die notwendige Elektronik untergebracht, wobei ein sich nach oben weiter erhebender
Teil der Gehäuseabdeckung 7 in der Zeichnung weggelassen ist, innerhalb der eine oder
mehrere Antennen oder Antenneneinrichtungen ergänzend mit untergebracht sind, und
weiter nach oben ragen.
[0038] In Figur 2 ist eine schematische Unteransicht nach erfolgter Montage gezeigt, wobei
die Umrandung oder Abdichtung des Chassis oder einer im Außenrandbereich vorgesehenen
Dichtung 11 mit angedeutet ist, welche von der Unterseite des Karosseriebleches 5'
an sich nicht sichtbar ist. Durch die Montageöffnung 3 hindurch ragt eine Steckeranordnung
13 mit beispielsweise mehreren Steckverbindern 15 mit zugehörigem Steckerverbinder-Gehäuse
15', im gezeigten Ausführungsbeispiel vier Steckverbinder 15, die an den Ecken eines
Rechteckes angeordnet sind. Hierbei kann es sich um geschirmte Koaxialstecker handeln,
ebenso aber auch um nichtgeschirmte Leitungen, wobei diese Steckverbinder ein oder
mehrere Leitungen oder Innenleiter aufweisen können. Einschränkungen sind insoweit
nicht gegeben.
[0039] In Figur 3 ist eine entsprechende Darstellung zu Figur 2 wiedergegeben, wobei hier
allerdings noch Kabelkuppler aufgesetzt sind, welche nachfolgend teilweise auch als
kodiertes Kabelkuppler-Gehäuse 19 bezeichnet wird. In diesem Ausführungsbeispiel sind
noch quer wegragende Kabelanbindungen 20 an den Kabelkupplern 19 vorgesehen, die aber
nicht vorgesehen sein müssen.
[0040] Bevorzugt kann es sich bei den Steckverbindern 15 um Steckverbinder handeln, die
die FAKRA-Norm erfüllen. Es kann sich insoweit um ein SMD bestückbaren FAKRA-Stecksystem
17 handeln, welches die erwähnten mehreren Steckverbinder 15 entsprechend der DIN-Norm
7254994-1 "Straßenfahrzeuge-50-Ohm-Hochfrequenzschnittstelle" erfüllt. Dieses System
ist zum Stecken von FAKRA-Einzelkontakten ausgelegt, die einen erforderlichen minimalen
Achsabstand von 10 mm aufweisen.
[0041] Eine entsprechende Darstellung zu Figur 1 im Vertikalschnitt ist anhand von Figur
4 wiedergegeben. Dort ist auch die Montageplatte oder das Chassis 9 im Schnitt zusammen
mit einer dem Karosserieblech 5' zugewandt liegenden Kunststoffumhüllung und/oder
-abdichtung 10 zu ersehen.
[0042] Nachfolgend wird auf Figuren 6 ff. Bezug genommen, die das Befestigungssystem im
größeren Detail erläutern.
[0043] In Figur 6 ist ausschnittsweise wiederum die Wand, insbesondere in Form des Karosseriebleches
5' mit der Montageöffnung 3 gezeigt. Von dem Anbauteil, vorzugsweise in Form der KFZ-Antenne
1' ist lediglich ein Ausschnitt der Montageplatte oder des Chassis 9 wiedergegeben,
in welcher bzw. in welches das erwähnte Stecksystem 17 eingebaut und montiert gehalten
ist.
[0044] Aus den weiteren Darstellungen geht der weitere Aufbau und der Montagevorgang im
Detail hervor.
[0045] Wie insbesondere aus den Darstellungen gemäß den Figuren 7a und 7b zu ersehen ist,
umfasst die Befestigungseinrichtung eine Befestigungsschraube 21, deren Gewindeschaft
21a in eine Gewindebohrung 9a im Chassis 9 eingedreht ist. Diese Gewindebohrung 9a
ist mit einem entsprechenden Innengewinde versehen und umfasst einen Aufnahmeraum,
im gezeigten Ausführungsbeispiel in Form einer die Montageplatte 9 durchsetzenden
Öffnung, in welche der Schaft der Befestigungsschraube 21 eingedreht wird. Um einen
ausreichend festen Sitz zu gewährleisten, ist die Montageplatte 9 in diesem Bereich
mit einer von der Montagewand 5 weg ragenden hülsenförmigen Erweiterung 9b versehen.
[0046] Ferner sind in der Montageplatte 9 im gezeigten Ausführungsbeispiel zur Befestigungsschraube
21 gegenüberliegend (im 180°-Winkel versetzt zueinander) Durchbrüche 23 vorgesehen.
[0047] Wie aus Figuren 7a und 7b zu ersehen ist, ist ferner eine Spann- oder Rasteinrichtung
25 vorgesehen, die nachfolgend auch teilweise als Federblech oder Federbügel bezeichnet
wird. Dieses Federblech oder Federbügel ist im größeren Detail aus Figuren 11 und
12 zu ersehen. Daraus ist zu entnehmen, dass diese Spann- oder Rasteinrichtung 25
einen mittleren Abschnitt 25a umfasst, der mit einer Öffnung 25b versehen ist, durch
welche die erwähnte Befestigungsschraube 21 eingeführt wird. Gegenüberliegend zu der
zentrischen Öffnung 25b sind Klemm- und Rastabschnitte 25c vorgesehen, die entgegengesetzt
zur Einsteckrichtung gemäß der Pfeildarstellung 29 divergierend ausgerichtet sind.
[0048] Diese Klemm- und Rastabschnitte 25c sind über eine Doppel-V-förmige, S- oder Z-förmige
Federkonstruktion 25d mit dem mittleren Abschnitt 25a verbunden, so dass mit anderen
Worten der mittlere Abschnitt 25a über eine erste in Richtung Anbauteil 1 führende
Abwinkelung 31a in einen nachfolgenden Schenkelabschnitt 31b, und dieser über eine
nachfolgende Abwinkelung 31c (die fast eine 180°-Umlenkung bildet) in einen benachbarten
Schenkelabschnitt 31d übergeht, an dessem freien Ende dann eine nochmalige, ebenfalls
wieder eine fast 180°-Umlenkung ergebende Abwinkelung 31e ausgebildet ist, die in
einem Klemmauflagenabschnitt 31f endet.
[0049] Benachbart zu der Öffnung 25b in dem sogenannten Federblech oder Federbügel 25' ist
im gezeigten Ausführungsbeispiel eine trichterförmige Vertiefung 25e vorgesehen, deren
Ausformung der Unterseite des Schraubenkopfes 21b der Befestigungsschraube 21 entspricht,
die hier eine konische Verjüngung vom Übergang vom Schraubenkopf zum Schraubenschaft
aufweist. Um eine ausreichende Versteifung einerseits oder aber auch eine gewünschte
Elastizität andererseits an verschiedenen Abschnitten dieser Spann-und/oder Rasteinrichtung
25 zu gewährleisten, können beispielsweise im Bereich des mittleren Abschnittes 25a
Längsrippen und/oder Vertiefungen 25g oder sonstige Einprägungen und/oder Maßnahmen
vorgesehen sein. Um eine höhere Elastizität im Bereich der so gebildeten Klemmfüße
31 zu gewährleisten (die nachfolgend teilweise auch als Klemm- und Stützelemente bezeichnet
werden), ist hier ein mittlerer Materialabschnitt mit einer Ausnehmung 31h versehen,
wobei ein Teil des ausgestanzten Materials als vorstehender, d.h. von dem Klemm- und
Auflageabschnitt 31f wegragender Steg 31j ausgebildet.
[0050] Gemäß der Darstellung nach Figuren 7a und 7b befindet sich das Anbauteil 1 in Form
der KFZ-Antenne 1' vor seiner Vorjustierung und Befestigung in der Montageöffnung
3.
[0051] Anhand von Figuren 8a und 8b ist gezeigt, wie beim weiteren Einführen entsprechend
der Montage- oder Einsteckrichtung 29 die außenliegenden Klemm- und/oder Auflaufflächen
31f, die in Einsteckeinrichtung aufeinander zulaufen, an dem Rand 3' der Montageöffnung
3 auflaufen. Bei weiterem Eindrücken des Anbauteils 1 mit der Befestigungseinrichtung
werden diese Klemm- und/oder Auflaufabschnitte 31f durch den Rand 3' der Montageöffnung
3 weiter nach innen in Richtung Befestigungsschraube 21 gedrückt, und zwar unter Erhöhung
der Spannkräfte, da die Schenkelabschnitte 31b und 31d dabei zunehmend mehr aufeinander
zu gedrückt werden.
[0052] Während der weiteren Einschubbewegung gleitet der Rand 3' längs der Klemm- und/oder
Auflauffläche 31f, bis die nachlaufende Kante 31i dieser Klemm- und/oder Aufflageabschnitte
den Rand 3' der Montageöffnung 3 passiert und anschließend durch die elastischen Spannkräfte
der Befestigungseinrichtung die Klemm- und/oder Auflagenabschnitte 31f wieder nach
außen wegfedern, wie dies anhand von Figuren 9a und 9b gezeigt ist.
[0053] Damit ist die Voraussetzung für eine Ein-Hand-Montage erfüllt, da nach dem Hindurchstecken
der so aufgebauen Befestigungseinrichtung und dem Hintergreifen der Montageöffnung
3 durch Klemm- und Auflageabschnitte 31f die KFZ-Antenne 1' unverlierbar in der Montageöffnung
3 in der KFZ-Karosserie 5' gehalten ist.
[0054] Nunmehr wird die Befestigungsschraube 21 mit einem geeigneten Werkzeug, beispielsweise
in Form eines Schraubendrehers, auf Anschlag festgezogen, wie dies anhand von Figuren
10a und 10b gezeigt ist. Dabei kommt die nachlaufende Kante 31i mit der Unter- oder
Innenseite 5a eines Kraftfahrzeug-Innenraumes des Karosseriebleches 5' in Berührung,
und zwar bereits zu einem Zeitpunkt, wo die Befestigungsschraube 21 noch nicht voll
eingedreht ist. Unter weiterem Festziehen der Befestigungsschraube 21 wird dann der
mittlere Abschnitt 25a des Federbleches oder Federbügels 25' zunehmend mehr in Richtung
Unterseite der Montageplatte 9 bewegt, wobei zunehmend höhere Klemm- und Spannkräfte
über die Klemmfüße 31 und die durch die nachlaufende Kante 31i gebildeten Klemmauflage
erzeugt, die sich auf der Unterseite der Montagewand 5 abstützen. In dieser Position
ist die Befestigungseinrichtung dann fest und unverrutschbar gehalten.
[0055] Nach dem Festdrehen der Befestigungsschraube 21 kommt die nach unten weisende Oberseite
der Befestigungsschraube 21, d.h. der Schraubenkopf 21b, in einer Ebene 41 zu liegen,
die nochmals deutlich näher zur Montageplatte 9 bzw. zur Montagewand 5 liegt, also
deren Abstand nochmals größer zu der Ebene 43 ist, die durch die Einstecköffnung 15a
der Steckverbinder 15 gebildet ist.
[0056] Nach dem Festziehen der Schraube 21 zur festen Verankerung der KFZ-Antenne in der
Montageöffnung 3 kann dann nachfolgend der bereits erwähnte Kabelkuppler 19 auf die
Steckverbinder 15 aufgesteckt werden, wobei ein ausreichender Raum hierfür zur Verfügung
steht, ohne dass die Befestigungseinrichtung mit der Spann- und/oder Rasteinrichtung
25 und der Befestigungsschraube 21 den notwendigen Montageraum verstellen würde.
[0057] Um bei Bedarf zum einen eine ausreichende Elastizität für die das Federblech oder
den Federbügel 25' umfassende Spanneinrichtung zu gewährleisten, andererseits aber
auch sicherzustellen, dass beim Festziehen der Befestigungsschraube die hohen Feststellkräfte
möglichst voll wirksam sind, um mittels der erfindungsgemäßen Befestigungseinrichtung
das in Rede stehende Anbauteil zu halten und zu fixieren, ist gemäß eines abgewandelten
Ausführungsbeispieles nach den Figuren 13 und 14 gezeigt, dass neben dem eigentlichen
Federblech oder Federbügel 25' noch ein zusätzliches Druckteil 125 zusätzlich vorgesehen
sein kann.
[0058] Das Druckteil 125 weist ebenfalls einen mittleren Abschnitt 125a mit einer in der
Mitte liegenden Öffnung 125b auf, an die sich zwei gegenüberliegende Druckabschnitte
oder Druckarme 125c anschließen, die in eine nachfolgende Biegung 125d und nachfolgende,
in Richtung Montageplatte abgewinkelte Druckübertragungsarme 125e übergehen. Das Ende
dieser Druckübertragungsarme 125f kommt dabei zwischen den beiden Schenkelabschnitten
31b und 31d der Klemmfüße 31 des Federblechs oder Federbügels 25' zu liegen.
[0059] In diesem Ausführungsbeispiel können die Klemmfüße 31 mit ihren Schenkelabschnitten
und Abwinklungen durch entsprechende Materialwahl, Formgebung etc. so ausgestaltet
sein, dass hier die elastische Ausweichbewegung beim Aufsetzen der Befestigungseinrichtung,
also beim Passieren der Klemm-Auflageabschnitte 31f durch die Montageöffnung 3, leichter
unter Erzeugung geringerer Federkräfte erfolgt. Beim Festziehen der Befestigungsschraube
21 kommen dann jedoch die Enden 125f des Druckteils 125 zwischen den jeweiligen Schenkelabschnitts-Paaren
mit den Schenkelabschnitten 31b und 31d an der dazwischen liegenden Abwinkelung 31c
zur Anlage, so dass im Verlauf der Feststellbewegung der Feststellschraube zunehmend
größere Anpresskräfte auf diese Abwinkelung 31c ausgeübt und damit entgegengesetzt
zur Montagerichtung 29 die zu den Klemm-Auflageabschnitten 31f führenden Schenkelabschnitte
31d zunehmend mehr in Anziehrichtung zugbelastet werden.
[0060] Durch eine derartige Konstruktion kann der Vorgabe einer entsprechenden Elastizität
und einer möglichst hohen Übertragung von Druck- bzw. Zugkräften auf die Klemmabschnitte
Rechnung getragen werden.
[0061] In Figuren 15a und 15b ist dabei die Situation mit einem Federbügel 25' mit einem
zusätzlichen Druckteil 125 vor der Montage gezeigt, wohingegen in Figuren 16a und
16b die Situation dann nach dem endgültigen Vorjustieren in der Montageöffnung 3 und
dem nachfolgendem Festziehen der Schraube 21 wiedergegeben ist. In dieser Situation
wird dann durch das Druckteil 125 durch die Enden 125f auf die Abwinkelung 31c des
Federbügels 25' Anpresskräfte in Richtung KFZ-Antenne ausgeübt, worüber über den nachfolgenden
Schenkel 31d und die Klemm- und Auflageabschnitte die nachfolgende Kante 31i an die
Unterseite des Karosseriebleches 5' mit höheren Anpresskräften angedrückt wird.
[0062] Anhand der Figuren 17 und 18 ist insoweit noch eine Alternative bezüglich des zuletzt
erläuterten Ausführungsbeispieles gezeigt, bei welcher die Klemmfüße 31 abgewandelt
ausgebildet sind. Diese Klemmfüße 31 sind in dieser Ausführungsform im Wesentlichen
nur V-förmig oder U-förmig oder ähnlich dazu gebildet, wobei der eigentliche Klemm
und Auflageabschnitt 31f nicht eine nochmalige umgekehrte Abwinkelung zur Abwinkelung
31c umfasst, sondern hier quer zur Schenkelebene vorragende Klemmnasen 31k ausgebildet
sind, deren Klemm- oder Auflageabschnitte 31f mit ihren Klemmkanten 31i an der Unterseite
der Montagewand 5, also an der Unterseite der Karosserieblech-Anordnung 5' benachbart
zur Montageöffnung 3 zur Anlage kommen. Insoweit sind weitere Abwandlungen möglich.
[0063] Nach erfolgter Montage, d.h. nach dem Festziehen der Befestigungsschraube 21, steht
die gesamte Höhe der Steckverbinder dann zum Kontaktieren mit dem aufzusteckenden
Kabelkuppler oder entsprechend geformten weiteren komplementären Steckverbindern zur
Verfügung, ohne das die erläuterte Befestigungseinrichtung insoweit zu einer Erhöhung
des Bauraumes beiträgt. Somit können dann die in den Figuren 1, 3 und 5 gezeigten
Kabelkuppler auf das Steckverbindergehäuse 15' aufgesteckt werden, die durch entsprechende
Nasen und Vertiefungen unverlierbar an dem Steckverbindergehäuse 15' gehalten sind.
[0064] Eine insgesamt niedrige Bauhöhe lässt sich erfindungsgemäß auch dadurch realisieren,
dass die Klemmfüße 31 eine oder mehrere Abwinkelungen umfassen, die so ausgebildet
sind, dass sie durch eine Öffnung oder durch Durchbrüche 23 in der Montageplatte bzw.
im Chassis 9 hindurchragen, also auf entgegengesetzt zur Montagerichtung 29 vorstehen,
und die Montageöffnung 3 gegebenenfalls durchragen, so dass die Klemmkanten 31i zumindest
näherungsweise in Höhe des mittleren Abschnittes 25c des Federblechs oder des Federbügels
25' liegen kann. Im Extremfall kann sogar der mittlere Abschnitt 25c zur Einstecköffnung
der Steckverbinder entfernter liegen, sogar auf der Seite des Karosseriebleches liegen,
auf dem das Anbauteil 1 positioniert ist, so dass im Wesentlichen nur die Klemmkanten
31i durch die Montageöffnung hindurchgreifen und die Montageöffnung hintergreifen,
um sich an der Montagewand 5 abzustützen. Durch diese Ausbildung der Klemmfüße kann
insgesamt sogar der mittlere Teil des Federblechs oder des Federbügels 25' in Steckrichtung
betrachtet nicht nur tiefer als die Klemmkante 31i, sondern bezüglich der Einsteckrichtung
29 sogar nachlaufend zu liegen kommen, also sogar auf der gegenüberliegenden Seite
zu der mit der Montageöffnung 3 versehenen Montagewand 5.
[0065] Abschließend wird darauf hingewiesen, dass das Druckteil 125 ebenfalls mit einem
Innengewinde versehen sein kann, so dass das Druckteil 125 mit dem Federblech oder
dem Federbügel 25' beim Eindrehen der Schraube unverlierbar an der Schraube gehalten
ist, also nicht vom Schraubenschaft abgleiten kann.
1. Befestigungsvorrichtung für ein Anbauteil insbesondere in Form einer KFZ-Antenne mit
den folgenden Merkmalen:
- das Anbauteil (1) umfasst eine Montageplatte oder ein Chassis (9), worüber das Anbauteil
(1) auf einer mit einer Montageöffnung (3) versehenen Montagewand (5) aufsetz- und
montierbar ist,
- die Montageplatte oder das Chassis (9) sind mit einer Gewindeeinrichtung (9a) versehen,
- es ist ferner ein Schraubglied (21) vorgesehen, das in die Gewindeeinrichtung (9a)
ein- und ausdrehbar ist,
- das Gewindeglied (21) und/oder die Schraubeinrichtung (9a) durchsetzen eine Spann-
und/oder Rasteinrichtung (25),
- die Spann und/oder Rasteinrichtung (25) umfasst ein oder mehrere Klemm- und/oder
Stützelemente (31),
- das zumindest eine oder die mehreren Klemm- und/oder Stützelemente (31) hinterrasten
die Montageöffnung (3), wenn sie von der das Anbauteil (1) umfassenden Anbauseite
her durch die Montageöffnung (3) eingeführt und/oder eingesteckt sind,
- mittels des Gewindegliedes (21) ist die Spann- und/oder Rasteinrichtung (25) so
druckbeaufschlagbar, dass die Klemm- und/oder Stützelemente (31) auf der zum Anbauteil
(1) gegenüberliegenden Seite der Montageöffnung (3) sich an der die Montageöffnung
(3) umgehenden Montagewand (5) abstützen und das Anbauteil (1) fixiert halten, und
- an der Unterseite der Montageplatte oder des Chassis (9) ist ein Stecksystem (17)
mit zumindest einem Steckverbinder (15) vorgesehen, welches zum Schraubglied (21)
versetzt angeordnet ist, und zwar derart, dass bei Betrachtung senkrecht zur Montageöffnung
(3) der zumindest eine Steckverbinder (15) im Bereich der Montageöffnung (3) ganz
oder teilweise angeordnet ist, wobei das Stecksystem (17) mit dem zumindest einen
Steckverbinder (15) und insbesondere mit einem zugehörigen Steckverbinder-Gehäuse
(15') über die Montageplatte oder das Chassis (9) gehalten ist,
gekennzeichnet durch die folgenden weiteren Merkmale:
- die Spann- und/oder Rasteinrichtung (25) und/oder das die Spann- und/oder Rasteinrichtung
(25) druckbeaufschlagende Schraubglied (21) liegt in einem Bereich oder in einer Ebene
(41) parallel zur Montageöffnung (3) und/oder der die Montageöffnung (3) umgebenden
Montagewand (5), die in Montage- und Einsteckrichtung (29) der Befestigungseinrichtung
nachlaufend zu einer Ebene (43) angeordnet ist, die durch die Einstecköffnung des zumindest einen Steckverbinders (15) des Steckverbindersystems
(19) definiert ist.
2. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spann- und/oder Rasteinrichtung (25) mit einer Durchtrittsöffnung (25b) versehen
ist, welche von einem Schraubenschaft (21) des Schraubgliedes (21) durchsetzt ist,
wobei der so gebildete mittlere Abschnitt (25a) der vorzugsweise in Form eines Federbleches
oder eines Federbügels (25') ausgebildeten Spann- und/oder Rasteinrichtung 25' in
einem Bereich oder in einer Ebene (41) liegt, die in Einsteck- und Montagerichtung
(29) zur Ebene (43), in der die Einstecköffnung des zumindest einen Einsteckverbinders
(15) liegt, nachfolgend positioniert ist.
3. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Spann- und/oder Rasteinrichtung (25) anschließend an einen mittleren Abschnitt
(25a) Klemm- und/oder Stützelemente (31) aufweisen, die abgewinkelte Abschnitte umfassen,
die zumindest teilweise über einen oder mehrere Durchbrüche (23) in der Montageplatte
oder dem Chassis (9) oder in dort entsprechend ausgebildeten Vertiefungen hindurch-
bzw. hineinragen.
4. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Spann- und/oder Rasteinrichtung (25) und insbesondere ein mittlerer Abschnitt
(25a) eines so gebildeten Federblechs oder Federbügels (25') und/oder die Oberseite
eines Schraubenkopfes (21b) des Gewindegliedes (21) in einem Bereich, in einer Höhe
und/oder in einer Ebene liegt, die soweit unterhalb der durch die Einstecköffnung
des zumindest einen Steckverbinders (15) gebildeten Einsteckebene (41) liegt, dass
hierauf Gegen-Steckverbinder ohne Kollision mit der Spann- und/oder Rasteinrichtung
(25) und/oder Kollision mit dem Schraubglied (21) aufsteckbar sind.
5. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der mittlere Abschnitt (25a) der in Form eines Federbleches oder Federbügels (25')
gebildeten Spann- und/oder Rasteinrichtung (25) in einem Bereich und/oder einer Ebene
(41) liegt, die dem Anbauteil (1) näher liegt als Klemmkanten (31i) der Spann- und/oder
Rasteinrichtung (25), die sich an der Montagewand (5) auf der zum Anbauteil (1) gegenüberliegenden
Seite abstützen.
6. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite des Schraubgliedes (21) in einem Abstand zu der mit der Montageöffnung
(3) versehenen Montageplatte (5) zu liegen kommt, welcher weniger als 80%, insbesondere
weniger als 60%, vorzugsweise weniger als 40%, insbesondere weniger als 20% oder sogar
10% des Abstandes der durch die Einstecköffnung des zumindest einen Steckverbinders
(15) gebildeten Ebene (43) zur Montagewand (5) beträgt.
7. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass an den mittleren Abschnitt (25a) der in Form eines Federblechs oder Federbügels (25')
ausgebildeten Spann- und/oder Rasteinrichtung (25) außenliegend die Klemm- und/oder
Stützelemente (31) vorzugsweise nach Art von Klemmfüßen ausgebildet sind, die in Seitenansicht
S-förmig oder ähnlich oder zumindest U- oder V-förmig gebildet sind, und zwar derart,
dass sie zumindest zwei Schenkelabschnitte (31b, 31d) umfassen, die über eine Abwinkelung
(31c), die vorzugsweise in Richtung Anbauteil (1) ragt, miteinander verbunden sind,
wobei zumindest einer der beiden Schenkel (31d) und vorzugsweise beide Schenkel (31b,
31d) die Montageöffnung (3) durchsetzen, und wobei am außenliegenden Schenkel (31d)
eine die Montageöffnung (3) hintergreifende Klemmkante (31i) ausgebildet ist.
8. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Spann- und/oder Rasteinrichtung (25) im mittleren Abschnitt (25a) Rippen und/oder
Vertiefungen (25g) zur Erhöhung der Steifigkeit aufweist.
9. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass Klemmfüße (31) Rippen, Erhöhungen und/oder Vertiefungen und/oder Materialausschnitte
(31h) umfassen, worüber die Elastizität der Klemmfüße (31) definiert ist.
10. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei Klemmkanten (31i) an den jeweils radial außenliegenden Ende der Spann-
und/oder Rasteinrichtung (25) ausgebildet sind, die in Seitenansicht über U- oder
V-förmig gebildete Klemmfüße (31) gehalten sind.
11. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass an der Spann- und/oder Rasteinrichtung (25) vorzugsweise in Form eines Federbleches
oder Federbügels (25') vorstehende Klemmnasen (31k) ausgebildet sind, die im montierten
Zustand die Montageöffnung (3) an der zum Anbauteil (1) gegenüberliegenden Seite der
Montagewand (5) hintergreifen.
12. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass ferner ein Druckteil (125) vorgesehen ist, welches gegenüberliegend zum Anbauteil
(1) parallel zum mittleren Abschnitt (25a) des Federblechs oder Federbügels (25')
angeordnet ist und durch den Schraubkopf (21b) des Schraubgliedes (21) druckbeaufschlagt
ist, wobei das Druckglied (125) an seinen außenliegenden Abschnitten über eine Abwinkelung
(125d) in Druckübertragungsarme (125e) übergeht, die bei festgezogenem Schraubglied
(21) auf die konkave Abwinkelung (125f) zwischen den beiden Schenkelabschnitten (31b,
31d) der so gebildeten Klemmfüße (31) drückt.
13. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckteil (125) und das Federblech und/oder der Federbügel (25') über den Schraubenschaft
(21a) des Schraubgliedes (21) gehalten sind.
14. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass auf das Stecksystem (17) Kabelkuppler (19) aufsetzbar und daran verankerbar sind.