(19)
(11) EP 1 928 747 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
14.10.2009  Patentblatt  2009/42

(21) Anmeldenummer: 06805675.3

(22) Anmeldetag:  08.09.2006
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B65B 13/06(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2006/008779
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2007/033775 (29.03.2007 Gazette  2007/13)

(54)

VORRICHTUNG ZUM UMREIFEN VON PACKSTÜCKEN UND PROFILLEISTE, INSBESONDERE ZUM ABDECKEN DES BANDKANALS DER PACKSTÜCKUMREIFUNGSVORRICHTUNG

APPARATUS FOR STRAPPING ARTICLES AND PROFILE STRIP, IN PARTICULAR FOR COVERING THE BAND CHANNEL OF THE ARTICLE-STRAPPING APPARATUS

DISPOSITIF POUR CERCLER DES PAQUETS ET DES BARRES DE PROFILES, EN PARTICULIER POUR RECOUVRIR UN CANAL A BANDES DU DISPOSITIF DE CERCLAGE DES PAQUETS


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 20.09.2005 DE 202005014864 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
11.06.2008  Patentblatt  2008/24

(73) Patentinhaber:
  • Cyklop GmbH
    50996 Köln (DE)
  • Maschinenfabrik Gerd Mosca AG
    69429 Waldbrunn (DE)

(72) Erfinder:
  • REICHE, Udo
    53332 Bornheim (DE)
  • KOPITZ, Dieter
    51379 Leverkusen (DE)

(74) Vertreter: Hennicke, Ernst Rüdiger et al
Patentanwälte Buschhoff Hennicke Althaus Postfach 19 04 08
50501 Köln
50501 Köln (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A1- 3 203 080
DE-A1- 19 912 940
DE-A1- 3 814 029
US-A1- 2003 006 012
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Umreifen von Packstücken, mit einem Bandführungsrahmen, der das Packstück mit Abstand umgibt und dessen Bandkanal auf seiner dem Packstück zugewandten Seite eine auf ganzer Länge zu öffnende und sich selbsttätig schließende Abdeckung aufweist, welche aus Profilleisten aus einem elastischen Material besteht, die am Bandführungsrahmen befestigt sind und eine Seitenwand und eine Stirnwand aufweisen, welche die dem Packstück zugewandte Seite des Bandkanals im Abstand vom Kanalboden mindestens teilweise übergreift, wobei die Profilleisten jenseits von den freien Rändern und vom Boden des Bandkanals am Bandführungsrahmen befestigt sind und mindestens im Bereich der an der Stirnwand ausgebildete Bandberührungsflächen mit Verschleiß- und/oder Gleitelementen versehen sind. Die Erfindung ist ferner auf eine Profilleiste, insbesondere zum Abdecken des Bandkanals im Bandführungsrahmen einer Packstückumreifungsvorrichtung gerichtet, wobei die Profilleiste eine Seitenwand und eine Stirnwand aufweist, die in einem Winkel zueinander stehen und aus einem elastischen Material mit hoher Biegewechselfestigkeit einstückig gefertigt und im Bereich an der Stirnwand ausgebildeten Bandberührungsflächen mit Verschleiß- und/oder Gleitelementen versehen ist.

    [0002] Umreifungsvorrichtungen für Packstücke, die mit einem Metall- oder insbesondere Kunststoffband umschlungen werden sollen, sind in verschiedenen Ausgestaltungen bekannt. Neben sogenannten Handgeräten gibt es stationäre Umreifungsmaschinen, bei denen das Umreifungsband zunächst in den das zu umreifende Packstück allseits umgebenden Bandkanal am Bandführungsrahmen eingeschossen wird und dann bei der Herstellung der Umreifung aus dem Bandkanal auf seiner dem Packstück zugewandten Innenseite austritt. Der Bandkanal wird dabei durch Profilleisten abgedeckt, die flexibel ausgestaltet sind und somit den Kanal an der dem Packstück zugewandten Innenseite freigeben können, wenn auf das im Bandkanal liegende Umreifungsband beim Festzurren um das Packstück eine Zugkraft in das Innere vom Bandführungsrahmen umschlossenen Raumes ausgeübt wird.

    [0003] Bei den im Einsatz befindlichen Umreifungsvorrichtungen wird der Bandkanal durch winkelförmige Metallleisten kurzer Länge abgedeckt, die an den beiden Seitenwänden des Bandführungsrahmens gelenkig angeordnet sind und von Schraubenfedern in eine den Bandführungskanal verschließende Ruhestellung gedrückt gehalten werden, wobei sie entgegen der Wirkung der Schraubenfedern nach außen kippen können, wenn das Umreifungsband gegen das Packstück zusammengezogen und gespannt wird. Da die Abdeckprofilklappen zwar federnd gelagert, aber selbst starr sind, öffnen und schließen sie sich unter dem nach innen gerichteten Zug des Umreifungsbandes nicht allmählich sondern schlagartig und auf ihrer ganzen Länge, wodurch das Austreten des Umreifungsbandes aus dem Bandkanal ungleichmäßig und mit großer Geräuschentwicklung erfolgt. Da die Federspannung an den Lagern der einzelnen Klappen kaum gleichmäßig einzustellen ist, entwickeln die Abdeckklappen längs des Bandführungsrahmens unterschiedliche Schließkräfte und lassen das Umreifungsband beim Bandspannvorgang an unterschiedlichen, nicht vorherbestimmbaren Stellen des Bandführungsrahmens aus dem Kanal austreten. Ein Problem besteht auch häufig darin, dass die Seiten- und Stirnwände der Metallklappen an ihren Stoßstellen nicht in einer Flucht liegen, sondern dass dort stufenförmige Übergänge entstehen, an denen das in den Bandkanal eingeschossene Umreifungsband mit seiner vorderen Querkante anstoßen kann, was Störungen nach sich zieht.

    [0004] Um die vorstehend erläuterten Nachteile bei den bislang eingesetzten Umreifungsvorrichtungen zu vermeiden, ist mit der gattungsbildenden DE 199 12 940 A1 vorgeschlagen worden, die aus Metallleisten bestehenden Abdeckklappen durch eine Profilleiste aus einem elastischen Material zu ersetzen, die den Bandkanal an seiner Innenseite in jeweils einem Stück abdecken können, so dass keine Stoßstellen in der Abdeckung mehr vorhanden sind. Da die Profilleiste selbst elastisch ist, öffnet sie den Bandkanal jeweils nur unmittelbar in dem Bereich, in dem das Band bei dessen Zusammenziehen um das Packstück aus dem Bandkanal austreten muss und verschließt diesen unmittelbar dahinter wieder.

    [0005] Die Umsetzung dieses aus der DE 199 12 940 bekannten, grundsätzlich hervorragenden Vorschlages in die Praxis hat sich als schwieriger als erwartet erwiesen. Das Umreifungsband, das beim Umreifungsvorgang aus dem Bandkanal radial nach innen gezogen wird, bewirkte einen hohen Verschleiß der Profilleisten an den an ihren Stirnwänden ausgebildeten wandberührungsflächen, so dass ohne dort vorgesehene Verschleiß- und/oder Gleitelemente, die aus einem besonders verschleißfesten Material bestehen, auch nur halbwegs akzeptable Standzeiten der Profilleiste nicht erreicht werden konnten. Die mit der DE 199 12 940 vorgeschlagenen Verschleiß- und Gleitelemente aus Polytetrafluorethylen (PTFE) oder einem Copolymer hierzu, die in Koextrusion mit dem Rest der Profilleiste hergestellt werden sollten, hatten den Nachteil, die Flexibilität der Profilleiste erheblich zu verringern, so dass ein unverzügliches Wiederverschließen des Bandkanals nach dem Austritt des Umreifungsbandes hiermit nicht erreichbar war.

    [0006] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Umreifen von Packstücken sowie eine bei dieser einsetzbare Profilleiste der eingangs genannten Art zu schaffen, womit der Bandkanal der Umreifungsvorrichtung im wesentlichen lückenlos abgedeckt werden kann und sich unter dem nach innen gerichteten Zug des Umreifungsbandes diesem folgend gleichmäßig öffnet und hinter dem ausgetretenen Band zuverlässig und schnell wieder schließt, wobei die Profilleiste eine hohe Standzeit hat und ihre Funktion auch nach vielen Umreifungsvorgängen noch zuverlässig erfüllt.

    [0007] Diese Aufgabe wird mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung dadurch gelöst, dass die Verschleiß- und/oder Gleitelemente aus mindestens einem in dem hoch elastischen Material eingebetteten Metallspiralfederelement bestehen, dessen Schraubenfederachse im wesentlichen parallel zum Bandkanal verläuft und dessen Windungen ein Stück weit aus dem elastischen Material der Stirnwand in das Bandkanalinnere hineinragen und im wesentlichen quer zum Bandkanal verlaufende, gekrümmte Gleitflächen bilden.

    [0008] Diese Ausgestaltung schafft eine bemerkenswerte Verschleißfestigkeit der Profilleiste mit Hilfe des eingebetteten Metallspiralfederelements, denn die aus dem elastischen Material der Stirnwand herausragenden Abschnitte ihrer metallischen Windungen, die natürlich eine erheblich höhere Verschleißfestigkeit haben als das elastische Material, in das sie eingebettet sind, bilden im wesentlichen die einzigen Berührungsflächen mit dem in dem Bandkanal eingeschlossenen und darin radial nach innen aus dem Bandführungsrahmen wieder heraus gezogene Umreifungsband. Darüber hinaus erhöht das Metallspiralfederelement auch die Fähigkeit der Profilleiste, sich nach dem Austritt des Umreifungsbandes schnell wieder in ihre ursprüngliche Lage zurückzuverformen und hierdurch den Bandkanal wieder zu verschließen, denn die Feder wird beim Herausziehen des Umreifungsbandes aus dem Bandkanal durch die sich dabei ergebende Verformung der Profilleiste im jeweiligen Öffnungsbereich belastet, gerät also unter eine Spannung und ist bestrebt, ihre ursprüngliche Lage schnellstmöglich wieder einzunehmen, wobei sie natürlich auch die Stirnwand der Profilleiste, in die sie eingebettet ist, in ihre Verschlusslage wieder mit zurücknimmt. Auch ein elastisches Material, dass selbst keine so hohen Rückstelleigenschaften aufweist, dass ein Wiederverschluss des Bandkanals unmittelbar nach dem Austreten des Umreifungsbandes gewährleistet wäre, kann daher bei der Erfindung zum Einsatz kommen, beispielsweise wenn dies aufgrund der sonstigen Materialeigenschaften wie verschleißfestigkeit u. dgl. wünschenswert ist, denn die für den schnellen Wiederverschluss des Kanals erforderliche Rückstellkraft wird ja durch das Spiralfederelement sichergestellt.

    [0009] Das Metallspiralfederelement kann eine Druck- oder eine Zugfeder sein und besteht vorzugsweise aus Stahl. Es ist zweckmäßig am freien Rand der Stirnwand angeordnet, denn dort ist die vom Umreifungsband auf die Profilleiste ausgeübte Belastung am größten. Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung ergibt sich, indem mehrere Metallspiralfederelemente parallel nebeneinander liegend in den an der Stirnwand ausgebildeten Bandberührungsflächen angeordnet sind.

    [0010] Besonders vorteilhaft ist es, wenn das elastische Material aus einer zu der elastischen Profilleiste aushärtenden Elastomer-Gussmasse besteht und wenn das Metallspiralfederelement in die Profilleiste eingegossen ist, wodurch eine sehr innige Verbindung zwischen dem Metall des Federelements und der aufnehmenden elastischen Profilleiste erreicht wird. Als besonders geeignet für die Elastomer-Gussmasse hat sich ein Polyurethan-Elastomer auf NDI-Basis erwiesen. Ein derartiges Polyurethan-Elastomer zeichnet sich durch sehr hohe dynamische Belastbarkeit, hohe Verschleißfestigkeit und hohe Weiterreißfestigkeit aus, ist in einem weiten Temperaturbereich von - 40°C bis + 80°C einsetzbar und auch gegenüber mineralischen Ölen und Fetten, Benzin und Ozon beständig.

    [0011] Die erfindungsgemäße Profilleiste zeichnet sich also bevorzugt dadurch aus, dass sie aus einer elastisch aushärtenden Elastomer-Gussmasse besteht und dass die Verschleiß- oder Gleitelemente aus mindestens einem Metallspiralfederelement bestehen, das in die Profilleiste so eingegossen ist, dass seine Windungen ein Stück weit aus der ausgehärteten elastischen Vergussmasse an der Stirnwand herausragen. Die Anordnung ist dabei zweckmäßig so getroffen, dass sich die einzelnen Windungen des Metallspiralfederlements in einem Abstand voneinander befinden, so dass sie eine Vielzahl von quer zum Bandkanal verlaufenden, gekrümmten Gleitflächen bilden, zwischen denen sich jeweils ein Zwischenraum ausbildet. Der Abstand der einzelnen Windungen voneinander kann dem Drahtdurchmesser des Federelements mindestens entsprechen, womit sich also Zwischenräume zwischen den einzelnen, parallel liegenden Gleitflächen ergeben, deren Breite mindestens so groß ist wie der Durchmesser des Federdrahts, aus dem das Metallspiralfederelement besteht.

    [0012] Bei dem Metallspiralfederelement kann es sich um eine Stahldruck- oder Zugfeder handeln, wobei vorzugsweise das Metallspiralfederelement aus einem Federdraht besteht, der eine besonders glatte, insbesondere eine polierte Oberfläche aufweist. Hierdurch wird ein besonders geringer Reibungsbeiwert zwischen dem Federelement und dem Umreifungsband sichergestellt, das während des Umreifungsbandes in gleitendem Kontakt mit den Windungen des Federelements ist.

    [0013] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnung, worin eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung anhand eines Beispiels näher erläutert wird. Es zeigt:
    Fig. 1
    eine erfindungsgemäße Umreifungsvorrichtung in einer seitlichen Ansicht;
    Fig. 2
    eine Einzelheit II der Fig. 1 in vergrößertem Maßstab, die den Austritt des Umreifungsbandes aus dem Bandkanal zeigt;
    Fig. 3
    einen Teilquerschnitt durch den Gegenstand der Fig. 2;
    Fig. 4
    einen Querschnitt durch eine den Bandkanal abdeckende Profilleiste in vergrößertem Maßstab; und
    Fig. 5
    den Gegenstand der Fig. 4 im Teilschnitt der Linie V-V.


    [0014] Die in der Zeichnung in ihrer Gesamtheit mit 10 bezeichnete Umreifungsvorrichtung dient zum Umreifen eines Packstückes 11 mit einem Umreifungsband 12 aus Kunststoff. In an sich bekannter Weise weist die Vorrichtung 10 einen Bandführungsrahmen 13 auf, der aus zwei vertikalen Pfosten 14 und 15, einem Oberriegel 16 und einer Bandführungszunge 17 besteht. Unter dem Bandführungsrahmen 13 befindet sich eine Rollenbahn 18, auf der das auf einem doppelten Palettenboden 19 ruhende Packstück 11 in die Umreifungsebene gefahren werden kann, die von dem Bandführungsrahmen 13 aufgespannt wird.

    [0015] Seitlich neben dem Bandführungsrahmen 13 ist ein Maschinengehäuse 20 mit einem Umreifungsagregat 21 angeordnet, das in Richtung des Pfeiles 22 aus dem Maschinengehäuse gegen das Packstück 11 fahren kann und mit dem das Umreifungsband 12 eingeschossen, gespannt, verschlossen und abgeschnitten wird.

    [0016] Zum Herstellen einer Umreifung wird die Bandführungszunge 17 vom Maschinengehäuse 20 aus durch den Palettenboden 19 hindurch bis zum vertikalen Pfosten 15 vorgeschoben und das Umreifungsband 12 vom Maschinengehäuse 20 aus im Bandführungsrahmen 13 durch die Bandführungszunge 17, den Pfosten 15, den Oberriegel 16 und den Pfosten 14 um das Packstück 11 herumgeführt und im Umreifungsagregat 21 festgeklemmt. Das Umreifungsagregat 21 fährt dann mit dem eingeklemmten Bandende in Richtung des Pfeiles 22 gegen das Packstück 11 vor und zieht beim nachfolgenden Spannen das Umreifungsband aus dem Bandkanal ins Innere 26 des Bandführungsrahmens 13, so dass sich das Umreifungsband 12 an das Packstück anlegt. Nach dem vollständigen Spannen und Abschneiden des Umreifungsbandes 12 wird die Bandführungszunge 17 zurückgezogen und die Palette kann mit dem umreiften Packstück 11 auf der Rollenbahn 18 aus der Umreifungsstation 10 ausfahren.

    [0017] Die Pfosten 14 und 15, der Oberriegel 16 und die Bandführungszunge 17 haben Bandführungsleisten 23, die auf Tragleisten 25 befestigt sind und auf ihren dem Inneren 26 des Bandführungsrahmens 13 zugewandten Seiten eine im Querschnitt rechteckige und zum Inneren des Bandführungsrahmens hin offene Ausnehmung 27 aufweisen, die den Bandkanal 28 bildet. Dieser Bandkanal wird auf seiner dem Packstück 11 zugewandten Seite durch die Stirnwände 29 von zwei Profilleisten 30 abgedeckt, die an den Seitenflächen 31 der Bandführungsleisten 23 und 24 des Bandführungsrahmens 13 befestigt sind.

    [0018] Soweit bis hierher beschrieben entspricht die Umreifungsvorrichtung nach der Erfindung derjenigen, wie sie in der älteren DE 199 12 940 A1 dargestellt und beschrieben ist, auf deren Offenbarungsgehalt zur weiteren Erläuterung der Funktionsweise solcher Umreifungsvorrichtungen hiermit ausdrücklich Bezug genommen wird. Die erfindungsgemäße Vorrichtung unterscheidet sich von der vorbekannten Maschine im Wesentlichen in der Ausgestaltung der bei ihr zum Einsatz kommenden Profilleisten, die in den Fig. 3 bis 6 näher dargestellt sind.

    [0019] Die Profilleisten 30 weisen eine Seitenwand 32 und eine mit dieser fest verbundene Stirnwand 29 auf, die etwa rechtwinklig zueinander angeordnet sind. Die einstückig hergestellten Seiten- und Stirnwände der Profilleiste bestehen aus einer elastisch aushärtenden Elastomer-Gussmasse, nämlich einem Polyurethan-Elastomer auf NDI-Basis. An der Innenseite 33 der Stirnwand sind bei jeder Profilleiste vier nebeneinander in Längsrichtung des Bandkanals verlaufende Verschleiß- und Gleitelemente in Form von Metallspiralfedern 34 angeordnet, die bei der Herstellung der Profilleiste so in diese eingegossen sind, dass ihre Windungen ein Stück weit aus dem elastischen Material der Stirnwand in das Bandkanalinnere 28 hineinragen, so dass die aus dem Material der Stirnwand herausragenden Windungsteile 35 der Federn 34 im wesentlichen quer zum Bandkanal 28 verlaufende, gekrümmte Gleitflächen bilden.

    [0020] Bei den Metallspiralfederelementen 34 handelt es sich um Druckfedern oder Zugfedern aus Stahldraht, vorzugsweise aus poliertem Stahldraht, der eine besonders glatte Oberfläche hat und an dem das Umreifungsband 12 mit sehr geringem Widerstand entlanggleiten kann, ohne dabei beschädigt zu werden. Da die Windungen der Federn ein Stück weit vom elastischen Trägermaterial der Profilleiste vorstehen, ist während des Umreifungsvorganges sichergestellt, dass das Umreifungsband nicht oder jedenfalls nicht in nennenswerter Weise in Kontakt mit dem elastischen Material der Profilleiste kommt und dieses verschleißt. Vielmehr sorgen die metallischen, quer zum Bandkanal verlaufenden, gekrümmten Gleitflächen der Federwindungsteile 35, die aus dem elastischen Material der Stirnwand herausragen, dafür, dass ein Berührungskontakt nur zwischen dem Umreifungsband und dem verschleißfesten Stahl der Spiralfederelemente stattfindet.

    [0021] Wenn das Umreifungsband 12 aus dem Bandkanal 28 zum Umreifen des Packstückes in das Innere 26 des Bandführungsrahmens 13 gezogen wird, wie dies in den Figuren 2 und 3 dargestellt ist, werden die an den Bandführungsleisten 23 und 24 mittels Klemmleisten 36 befestigten Profilleisten ein Stück weit aufgebogen, sodass sich die Seitenwände 32 etwas von den Bandführungsleisten 23 und 24 abheben und die Stirnwände 29 von dem Umreifungsband ein Stück weit ins Innere 26 des Bandführungsrahmens verformt werden. Dabei werden auch die Metallspiralfederelemente 34 gedehnt und geraten unter Zugspannung, wobei die Verformung und demgemäß die auftretende Spannung bei dem in unmittelbarer Nähe der freien Kante 37 der Stirnwand befindlichem Federelement 34a am größten ist. Die aus diesen Spannungen resultierenden Rückstellkräfte der Federn bewirken, dass die Profilleisten unmittelbar nach dem Austritt des Umreifungsbandes 12 aus dem Bandkanal 28 wieder in ihre ursprüngliche, in Fig. 4 gezeigte Lage zurückkehren, in der sie den Bandkanal 28 innenseitig verschließen. Die Federelemente bewirken an der Profilleiste also eine Art Memory-Effekt, und zwar auch dann, wenn das elastische Material der Profilleiste nach längerem Gebrauch seine Elastizität (teilweise) eingebüßt hat, denn auch dann bleibt die Federwirkung der Spiralfederelemente aus Metall zuverlässig erhalten.


    Ansprüche

    1. Vorrichtung zum Umreifen von Packstücken, mit einem Bandführungsrahmen, der das Packstück mit Abstand umgibt und dessen Bandkanal auf seiner dem Packstück zugewandten Seite eine auf ganzer Länge zu öffnende und sich selbsttätig schließende Abdeckung aufweist, welche aus Profilleisten aus einem elastischen Material besteht, die am Bandführungsrahmen befestigt sind und eine Seitenwand und eine Stirnwand aufweisen, welche die dem Packstück zugewandte Seite des Bandkanals im Abstand vom Kanalboden mindestens teilweise übergreift, wobei die Profilleisten jenseits von den freien Rändern und vom Boden des Bandkanals am Bandführungsrahmen befestigt sind und mindestens im Bereich der an der Stirnwand ausgebildeten Bandberührungsflächen mit Verschleiß- und/oder Gleitelementen versehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die verschleiß- und/oder Gleitelemente aus mindestens einem in dem elastischen Material eingebetteten Metallspiralfederelement (34) bestehen, dessen Schraubenfederachse im wesentlichen parallel zum Bandkanal (28) verläuft und dessen Windungen (35) ein Stück weit aus dem elastischen Material der Stirnwand (29) in das Bandkanalinnere (26) hineinragen und im wesentlichen quer zum Bandkanal (28) verlaufende, gekrümmte Gleitflächen bilden.
     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Metallspiralfederelement (34) eine Druck- oder eine Zugfeder ist.
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Metallspiralfederelement (34) aus Stahl besteht.
     
    4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Metallspiralfederelement (34) am freien Rand (37) der Stirnwand (29) angeordnet ist.
     
    5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Metallspiralfederelemente (34) parallel nebeneinander liegend in den an der Stirnwand (29) ausgebildeten Bandberührungsflächen (33) angeordnet sind.
     
    6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Material aus einer zu der elastischen Profilleiste aushärtenden Elastomer-Gussmasse besteht und dass das Metallspiralfederelement (34) in die Profilleiste (30) eingegossen ist.
     
    7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Elastomer-Gussmasse ein Polyurethan-Elastomer auf NDI-Basis ist.
     
    8. Profilleiste, insbesondere zum Abdecken des Bandkanals im Bandführungsrahmen einer Packstückumreifungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Profilleiste eine Seitenwand und eine Stirnwand aufweist, die in einem Winkel zueinander stehen und aus einem elastischen Material mit hoher Biegewechselfestigkeit einstückig gefertigt und an im Bereich der an der Stirnwand ausgebildeten Bandberührungsflächen mit Verschleiß- und/oder Gleitelementen versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einer elastisch aushärtenden Elastomer-Gussmasse besteht und dass die Verschleiß- und/oder Gleitelemente aus mindestens einem Metallspiralfederelement (34) bestehen, das in die Profilleiste (30) so eingegossen ist, dass seine Windungen (35) ein Stück weit aus der ausgehärteten elastischen Vergussmasse an der Stirnwand (29) herausragen.
     
    9. Profilleiste nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich die einzelnen Windungen (35) des Metallspiralfederelements (34) in einem Abstand voneinander befinden.
     
    10. Profilleiste nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand dem Drahtdurchmesser des Federelements (34) mindestens entspricht.
     
    11. Profilleiste nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Metallspiralfederelement (34) eine Stahl-Druck- oder Zugfeder ist.
     
    12. Profilleiste nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Metallspiralfederelement (34) aus einem Federdraht mit besonders glatter, insbesondere polierter Oberfläche besteht.
     


    Claims

    1. Apparatus for strapping an article, with a band guiding frame, which surrounds the article with a distance, and the band channel of which comprises a cover on the side facing the article, which cover opens along its entire length and closes itself automatically, said cover consisting of profile strips of an elastic material which are secured to the band guiding frame and comprise a side wall and a front wall, which overlaps the side of the band channel facing the article at least partially, wherein the profile strips are secured at the band guiding frame beyond the free edges and from the base of the band channel and are provided with wear and/or sliding elements at least in the region of the band contact surfaces formed at the front wall, characterised in that the wear and/or sliding elements consist of at least one metal helical spring element (34) embedded in the elastic material, the axis of the helical spring running essentially parallel to the band channel (28), and the coils (35) of which project a little from the elastic material of the front wall (29) into the interior (26) of the band channel and form curved sliding surfaces running essentially transversely to the band channel (28).
     
    2. Apparatus according to claim 1, characterised in that the metal helical spring element (34) is a compression or an extension spring.
     
    3. Apparatus according to claim 1 or 2, characterised in that the metal helical spring element (34) consists of steel.
     
    4. Apparatus according to one of claims 1 to 3, characterised in that the metal helical spring element (34) is arranged at the free edge (37) of the front wall (29).
     
    5. Apparatus according to one of claims 1 to 4, characterised in that several metal helical spring elements (34) are arranged in the band contact surfaces (33) formed in the front wall (29) in a parallel manner.
     
    6. Apparatus according to one of claims 1 to 4, characterised in that the elastic material consists of an elastomer cast mass curing to the elastic profile strip, and that the metal helical spring element (34) is cast into the profile strip (30).
     
    7. Apparatus according to claim 6, characterised in that the elastomer casting mass is a polyurethane elastomer based on NDI.
     
    8. Profile strip, in particular for covering the band channel in the band guiding frame of an article strapping apparatus according to one of claims 1 to 7, wherein the profile strip comprises a side wall and a front wall, which are angled to one another and which are made in one piece of an elastic material with a high fatigue strength under reversed bending, and which is provided with wear and/or slide elements in the region of the band contact surfaces formed at the front wall, characterised in that it consists of an elastically curing elastomer cast mass and that the wear and/or sliding elements consist of at least one metal helical spring element (34) which is cast within the profile strip (30) in such a manner that its coils (35) project a little from the cured elastic cast compound at the front wall (29).
     
    9. Profile strip according to claim 8, characterised in that the individual coils (35) of the metal helical spring element (34) have a distance from one another.
     
    10. Profile strip according to claim 9, characterised in that the distance corresponds at least to the wire diameter of the spring element (34).
     
    11. Apparatus according to one of claims 8 to 10, characterised in that the metal helical spring element (34) is a steel compression or extension spring.
     
    12. Profile strip according to one of claims 8 to 11, characterised in that the metal helical spring element (34) consists of a spring wire with a particularly smooth, especially polished surface.
     


    Revendications

    1. Dispositif de cerclage d'emballages, qui présente :

    un cadre guide-ruban qui entoure l'emballage à distance et dont le canal à ruban présente sur son côté tourné vers l'emballage un recouvrement qui s'ouvre et se ferme automatiquement sur toute sa longueur et qui est constitué de languettes profilées en un matériau élastique qui sont fixées sur le cadre guide-ruban et qui présentent une paroi latérale et une paroi frontale qui chevauche au moins partiellement et à distance du fond du canal le côté du canal à ruban tourné vers l'emballage,

    les languettes profilées étant fixées sur le cadre guide-ruban de chaque côté, par les bords libres et par le fond du canal à ruban et étant dotées d'éléments d'usure et/ou de glissement formés sur la paroi frontale, au moins dans la partie des surfaces de contact avec le ruban, caractérisé en ce que les éléments d'usure et/ou de glissement sont constitués d'au moins un élément métallique (34) en ressort spiralé incorporé dans le matériau élastique, dont l'axe du ressort spiralé s'étend essentiellement en parallèle au canal (28) à ruban et dont les enroulements (35) s'enfoncent à l'intérieur (26) du canal à ruban en débordant légèrement du matériau élastique de la paroi frontale (29) et forment des surfaces de glissement courbes qui s'étendent essentiellement transversalement par rapport au canal (28) à ruban.


     
    2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément métallique (34) à ressort spiralé est un ressort de compression ou un ressort de traction.
     
    3. Dispositif selon les revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que l'élément métallique (34) en ressort spiralé est constitué d'acier.
     
    4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'élément métallique (34) en ressort spiralé est disposé sur le bord libre (37) de la paroi frontale (29).
     
    5. Dispositif selon les revendications 1 à 4, caractérisé en ce que plusieurs éléments métalliques (34) en ressort spiralé sont disposés parallèlement les uns aux autres dans les surfaces (33) de contact avec le ruban formé sur la paroi frontale (29).
     
    6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le matériau élastique est constitué d'une pâte de moulage en élastomère qui durcit pour former la languette profilée élastique et en ce que l'élément métallique (34) en ressort spiralé est moulé dans la languette profilée (30).
     
    7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que la pâte moulée en élastomère est un élastomère de polyuréthane à base de NDI.
     
    8. Languette profilée, en particulier pour recouvrir le canal à ruban du cadre guide-ruban d'un dispositif de cerclage d'emballages selon l'une des revendications 1 à 7, la languette profilée présentant une paroi latérale et une paroi frontale qui sont disposées obliquement l'une par rapport à l'autre qui sont réalisées d'une seule pièce en un matériau élastique à haute résistance aux flexions alternées et étant dotée d'éléments d'usure et/ou de glissement sur la partie de la surface de contact avec le ruban formée sur la paroi frontale, caractérisée en ce que elle est constituée d'une pâte de moulage en élastomère élastique durcissant et en ce que les éléments d'usure et/ou de glissement sont constitués d'au moins un élément métallique (34) en ressort spiralé qui est moulé dans la languette profilée (30) de telle sorte que ses enroulements (35) débordent sur la paroi frontale (29) légèrement au-delà de la pâte de moulage élastique durcie.
     
    9. Languette profilée selon la revendication 8, caractérisée en ce que les différents enroulements (35) de l'élément métallique (34) en ressort spiralé sont écartés les uns des autres.
     
    10. Languette profilée selon la revendication 9, caractérisée en ce que l'écart correspond au moins au diamètre du fil de l'élément élastique (34).
     
    11. Languette profilée selon l'une des revendications 8 à 10, caractérisée en ce que l'élément métallique (34) en ressort spiralé est un ressort de compression ou de traction en acier.
     
    12. Languette profilée selon l'une des revendications 8 à 11, caractérisée en ce que l'élément métallique (34) en ressort spiralé est constitué d'un fil de ressort dont la surface est particulièrement lisse et est en particulier polie.
     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente