ECHNISCHER HINTERGRUND
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Auftragen von Klebstofffäden
auf ein Substrat sowie diverse Arten der Verwendung von nach dem Verfahren hergestellten
Klebstofffadenfliesen oder Klebstofffadenschichten. Solch Vliese und Schichten finden
üblicherweise Anwendung in einer Vielzahl von technischen Bereichen, wie z.B. beim
Fixieren pulverförmiger Stoffe auf einer Unterlage, wie einem Filterpapier oder -tuch,
bei der Steinwollebeschichtung, bei Hygieneprodukten, wie Windeln und Binden, bei
der Textilkaschierung, bei Teppichbeschichtungen, als Antirutschauftrag, bei der Papierverklebung
wie von Küchen-, Toiletten- oder Serviettenpapier und vielem Anderen mehr.
[0002] Es ist bekannt, feine und feinste Klebstofffäden dadurch zu erzeugen, dass der flüssige,
bei Hotmeltkleber der schmelzflüssige, Klebstoff durch einen Düsenkanal gepresst wird.
Beim Austritt des noch relativ großkalibrigen Klebstofffadens tritt eine Verstreckung
in Längsrichtung und eine Verwirblung des Klebstofffadens dadurch ein, dass der aus
der Düse austretende Klebstofffaden über geeignet angeordnete Luftführungskanäle von
einem Luftwirbel erfasst wird. Die Luftdüsen sind so gerichtet, dass der Faden eine
etwa spiralförmige Bewegung ausführt. Der so gebildete Spinnfaden wird also im Sprühauftrag
auf das mit einem Klebstofffadenmuster zu belegende Substrat gelenkt. Durch die Anwendung
von Luft wird der Klebstofffaden auf seinem Weg zwischen Düse und Substrat abgekühlt.
Deshalb muss die Luft stark erhitzt werden, was bei einem großflächigen Klebstoffauftrag
sehr viel Energie bedarf und aufwendig ist. Eine nur geringe Erhitzung des Klebstofffadens
wirkt in der Regel nur auf einem Teil seiner Flugbahn nach, so dass der Klebstofffaden
bei seinem Auftreffen auf dem Substrat bereits spürbar abgekühlt sein kann. Die Sprühluft,
welche ebenfalls eine Richtungskomponente auf das Substrat aufweist, muss beim Auftreffen
auf das Substrat umgelenkt werden, wenn das Substrat nicht hinreichend luftdurchlässig
ist. Dadurch kann eine Art Luftpoister oberhalb des Substrats entstehen, welches den
sehr leichten, ausgezogenen Klebstofffaden bei seinem Absinken auf das Substrat trägt,
so dass der Faden sich erst dort auf das Substrat legen kann, wo dieser Luftkisseneffekt
ausreichend schwach geworden ist, also in Randzonen. Ein weiterer Nachteil des Luftsprühsystems
(auch andere gasförmige Medien können anstelle von Luft verwendet werden) ist es,
dass sehr geringe Auftragsgewichte pro Substratfläche von z.B. einem bis fünf Gramm
pro m
2 kaum möglich sind. Auch die Feinheit des auf dem Substrat sich niederschlagenden
Geflechts an Klebstofffäden ist vergleichsweise grob, da sich die Klebstofffäden im
Randbereich immer überlappen. Was bei einem Sprühauftrag zu einer Streifenbildung
und einem Klebstoffüberschuss im Randbereich des Klebstoffauftrages führt.
[0003] Die
US 4 898 634 beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Spinnen von Kunststofffasern. Sofort
nach dem Verlassen des noch flüssigen Kunststoffes aus den rotierenden Spinndüsen
werden die Spinnfäden gekühlt, bevor sie mit einer Verarbeitungseinrichtung in Kontakt
kommen. Die Fadenausbildung erfolgt allein aufgrund des durch einen Extruder oder
eine zusätzliche Pumpe erzeugten Drucks. Fliehkräfte bilden für das Spinnen der Fäden
allenfalls eine untergeordnete Rolle. Hergestellt werden in erster Linie Faserstränge
oder Garne unter Zuhilfenahme eines geeigneten Faseraufnahmesystemes. Zum Kühlen und
zumindest oberflächenmäßigen Erhärten der Spinnfasern des Extrudats sowie zum Lenken
der Kunststofffasem auf das Faseraufnahmesystem wird ein kreisförmig um den Spinnkopf
herum angeordneter Luftdüsenring vorgesehen. Als Faseraufnahmesystem dienen halbkugelförmige
Breithalter, die eine ausreichende Abkühlung der Spinnfasern ermöglichen, bevor diese
mit anderen Spinnfasern in Seitenkontakt gelangen. Erst nachfolgend wird eine Mehrzahl
von Spinnfasern zu einem Gamstrang über eine konische der Restkühlung dienende Strecke
zusammengefasst. Eine ähnliche Zusammenfassung erfolgt bei einem weiteren Ausführungsbeispiel,
allerdings ohne Breithalter. An Stelle eines Zusammenfassens der zunächst über den
Breithalter verlaufenden einzelnen Spinnfasern in einem einzigen Punkt, kann der Breithalter
ein schlauchartiges Fasergebilde erzeugen, indem auf eine Verjüngungsstrecke verzichtet
und der breitgehaltene Faser-"Schlauch" am Ende der Breithaltestrecke über Nipwalzen
zu einem schmalen Faserband zusammengepresst wird.
[0004] Die
FR 2 847 178 bezieht sich auf einen raupenartigen Klebstoffauftrag, bei dem eine einzige Klebstoffraupe
nach vertikal unten gerichtet aus einem Extruder abgegeben wird, wobei die Austrittsstelle
aus dem Extruder sich entlang einer Kreisbahn bewegt. Die auf diese Weise spiralförmig
sich ausbildende freifallende Klebstoffraupe wird exakt vermessen.
[0005] Aus der
EP 0 453 819 A1 ist ein Verfahren zur Herstellung von Feinstfaservliesen aus thermoplastischen Polymeren
bekannt, bei dem die radial aus einem Rotationskopf unter Fliehkrafteinfluss ausgeschleuderten
noch nicht erstarrten Feinstfasern mit geringem radialen Abstand vom Rotationskopf
durch ringförmig um den Rotationskopf angeordnete Luftdüsen unter dem Einfluss der
austretenden Kühlluft um 90° umgelenkt werden. Innerhalb des Austrittskreises der
Spinndüsen befinden sich parallel zur Spinnkopf-Rotationsachse erstreckte weitere
Luftkanäle, durch welche vorgeheizte Luft mit einer Temperatur gleich oder größer
als der Spinndüsenkopftemperatur in das Feinstfaserströmungsfeld eingedüst wird. Auf
diese Weise wird der Kühleffekt der radial außen angewendeten Umlenkluft für die Feinstfasern
aufgehoben, so dass trotz der gewünschten 90°-Spinnfaserumlenkung das Spinnfaserströmungsfeld
durch Heizluft hinreichend beheizt wird, bevor die Feinstspinnfaserfäden auf einem
luftdurchlässigen Transportband niedergeschlagen werden. Die Ausbildung einer Feinstspinnfaservlieses
wird also durch einen Kombination von Faserumlenkung durch Luftströmung und wirbelnder
innerer Aufheizung eines horizontal gerichteten Feinstfaserschlauches erreicht. Die
US 5 312 500 A bezieht sich auf flächige Faserprodukte, die durch kreisförmig bewegte Polymerfaserstränge
erzeugt werden. Die vertikal nach unten aus einer Düse abgegebenen Faserstränge können
durch kreisförmige Bewegung der Austrittsdüse oder durch quer zu den Spinnfasersträngen
gerichtete Luftströmungen oder elektromagnetische Felder auf eine etwa kreisförmige
Bahn umgelenkt werden, wobei der sich bildende Faserstrang verstreckt wird, so dass
sich die Festigkeit erhöht.
[0006] Aus der
US 4 163 305 ist ein Spinnverfahren für Kunststofffasem bekannt, bei dem die von den Spinndüsen
ausgehenden Fäden auf eine Prallplatte auftreffen, die sich um die Fadenachse dreht,
so dass der Faden entlang einer Ablenkfläche streicht und an deren radialen Außenkante
leicht verschleudert wird, so dass sich auf einem darunter linear bewegten Substrat
spiralige Fadengebilde aus den verschiedenen Spinndüsen streifenförmige überlagern.
[0007] Die
JP 2004 255 293 A zeigt die Merkmale des Oberbegriffs von Ansprüchen 1 und 5.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Auftragen von Klebstofffäden auf ein
Substrat dahingehend weiterzuentwickeln dass ein verbesserter Auftrag ohne den Ein-satz
von Sprühluft, erzielt wird sowie die Verwendung von so aufgetragenen klebstoffvliesen
und klebstoffschichten.
[0009] Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1
und ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 5 vorgeschlagen. Demnach basiert
die Erfindung darauf, mehrere Klebstoffauftragsdüsen auf einer Umlauf-bahn rotieren
zu lassen, so dass ohne Anwendung störender Sprühluft gezielt vorgebbare Flieakräfte
auf den austretenden Klebstofffaden einwirken und somit die Herstellung eines vergleichsweise
exakt vorgebbaren Klebstofffadenmusters auf dem Substrat zu ermöglichen. Ausgehend
von diesem technischen Konzept ist es nun auf vielfältige Weise möglich, den Klebstoffauftrag
auf dem Substrat gezielt zu variieren. Wesentliche Parameter dieser Veränderung sind:
Die Drehzahl des Auftragkopfes, der Förderdruck im Auftragskopf, der Düsenquerschnitt,
die Anzahl der am Auftragskopf vorgesehenen Düsen, der Auswurfwinkel zwischen der
Rotationsachse des Austrittskopfes und der Düsenachse, die radiale Entfernung der
Mündung der Austrittsdüse von der Rotationsachse, die axiale Länge des Klebstoffversorgungskanals
zwischen dem Klebstoffbeaufschlagungsventil und der axialen Position der Klebstoffaustrittsdüse,
aber auch stoffliche Parameter des Klebstoffs einschließlich seiner Zähigkeit, seines
Schmelzpunktes und der Klebstofftemperatur im Bereich der Austrittsdüse. Die Verstreckungsmöglichkeiten
eines Klebstofffadens hängen demnach auch von den Eigenschaften des Klebstoffs, die
u. a. die innere Kohäsion des Klebstofffadens beeinflussen, ab. Wenn letztere sehr
gering wird, reißt der Klebstofffaden zu mehr oder minder kurzen Abschnitten, die
auch Pünktchenform erhalten können, auseinander. Für die Zwecke die-ser Erfindung
wird die Aneinanderreihung solcher Fadenabschnitte ebenfalls als "Klebstofffaden"
verstanden.
[0010] Bevorzugte Drücke auf den Klebstoff im Bereich der Klebstoffversorgungseinheit bzw.
des Klebstoffversorgungskanals liegen zwischen etwa 10 und 200 bar, besonders bevorzugt
zwischen 25 und 180 bar.
[0011] Ein Vergrößern der Drehzahl des Auftragskopfes vergrößert den Auftragsdurchmesser
und beeinflusst das aufgetragene Flächengewicht an Klebstoff. Letzteres ist auch abhängig
von der Relativgeschwindigkeit zwischen rotierendem Auftragskopf und dem Substrat
in auf die Rotationsachse bezogen radialer Richtung. Je höher die Relativgeschwindigkeit
ist, umso geringer wird das Flächengewicht und umso grober das Fadenmuster. Im Übrigen
wird durch eine relativ höhere Drehzahl der Klebstofffaden nach Austritt aus der Austrittsdüse
zunehmend stark gestreckt. Dadurch kann der Einzelfaden einen sehr geringen Durchmesser
erhalten und beinhaltet demzufolge weniger Klebstoffmasse. Eine besonders feine Klebstoffverteilung
wird trotz geringen oder mäßigen Flächengewichts möglich. Typische Drehzahlen des
Auftragskopfes liegen zwischen 100 und 10000 Umdrehungen pro Minute. Ein bevorzugter
Drehzahlbereich liegt zwischen 400 und etwa 5000 Umdrehungen pro Minute.
[0012] Die Querschnitte des mindestens einen Klebstoffversorgungskanals im Auftragskopf,
werden möglichst groß gewählt, wenn möglichst große Zentrifugalkräfte gewünscht werden.
Diese steigen mit größer werdender bewegter Masse des Klebstoffs im Klebstoffversorgungskanal.
[0013] Bevorzugte Düsenquerschnitte liegen zwischen etwa 0,2 und 2,0 Millimetern. Je kleiner
der Düsenquerschnitt ist, umso größer muss der Materialdruck sein. Die Veränderbarkeit
der Viskosität, z.B. durch unterschiedliche Temperaturen, ist vergleichsweise geringer.
Demnach führen kleiner kalibrierte Düsen wegen des höheren erforderlichen Druckes
zu größeren Auftragsgewichten. Bei größeren Düsenquerschnitten ist ein geringerer
Materialdruck erforderlich. Dadurch erzielt man den unerwarteten Effekt, dass eine
große Düse (etwa mit einem Durchmesser von 1 Millimeter) zu einer sehr guten Fadenverstreckung
führt und hierdurch ein geringeres Fadengewicht je Fadenlängeneinheit erzielt wird.
Geringere Drücke bedeuten auch geringeren betrieblichen Aufwand. Bei kleineren Düsen
ist die Verstreckungsmöglichkeit geringer. Dafür ist die Auftragsbreite bei den kleineren
Düsen unter dem entsprechend höheren Druck größer als bei größeren Düsen mit kleineren
Drücken. Wenn mehrere Düsen mit unterschiedlichem Durchlass- am selben Umfang des
Auftragskopfes angeordnet sind, führt dies zu einem Fadenmuster mit unterschiedlichen
Auftragsbreiten der aus verschiedenen Düsen stammenden Klebstofffäden.
[0014] Wenn zumindest der Auftragskopf, möglichst aber auch seine peripheren Einrichtungen
beheizt wird/werden, kann dadurch das Strömungsverhalten des Klebstoffs im Klebstoffversorgungskanal
beeinflusst werden. Von besonderem Vorteil ist eine kontaktlose Beheizung der unmittelbar
zu den Klebstoffaustrittsdüsen führenden Abschnitte des Klebstoffversorgungskanals.
Zu diesem Zweck könnten z.B. Infrarotstrahler eingesetzt werden, welche ihrerseits
sich nicht zwingendermaßen mit dem Auftragskopf mitdrehen müssen. Bei rotierbaren
Auftragsköpfen in einer - erfindungsgemäß bevorzugten - Tellerform, bietet die Tellerrückseite
eine gute Möglichkeit, erhebliche Wärmemengen auf den Klebstoff in dem des Klebstoffversorgungskanal
einwirken zu lassen. Auf diese Weise kann ein hocherhitzter Strahler ohne körperlichen
Kontakt zum rotierenden Teil des Auftragskopfes diesen berührungslos erwärmen. Ein
zwischen diesem Heizelement und dem rotierenden Teil des Auftragskopfes verbleibender
Luftspalt kann durch aktives Einblasen eines Fluides, wie Luft, frei von Verunreinigungen
gehalten werden.
[0015] Um einen bahnenförmigen Materialauftrag aus Klebstofffäden in Schichtform zu erhalten,
wird der Auftragskopf relativ zu einer Unterläge bewegt. Bevorzugt verbleibt der Auftragskopf
in einer vorgegebenen Position und ein mit Abstand unter ihm herlaufendes Endlosband,
das zwischen zwei Umlenkwalzen geführt ist, nimmt die Klebstofffadenschicht auf und
transportiert sie bis zu einer Übergabestelle weiter. Hierbei ist es sowohl möglich,
ein bahnenförmiges Substrat mit dem Transportband oder einer anderen Transportvorrichtung
für bahnenförmiges Material fortschreitend unter dem Auftragskopf verfahren zu lassen,
so dass die Materialbahn als Substrat für die Klebstofffadenschicht dient und mithin
eine mehrschichtige Materialbahn entsteht, auf deren Oberseite sich die Klebstoffadenschicht
befindet. Es ist aber auch möglich, dass Transportband selber als Substrat zu verwenden
und darauf lediglich die Klebstofffadenschicht aufzutragen. Wenn die dem Klebstoff
zugewandte Oberfläche des Transportbandes aus entsprechendem Material, wie einer PE-Schicht
besteht, kann die Klebstofffadenschicht überraschender Weise nach einer Abkühlstrecke
von dem Transportband abgehoben und als eigenständiges Klebstofffadenflies gehandhabt,
z.B. aufgewickelt oder weiterverarbeitet werden. In beiden Fällen ist die Klebstofffadenschicht
mehr oder minder porös, wobei die Porosität sowie das Auftragsmuster mit Hilfe der
Prozessparameter und der Gestaltung des Auftragskopfes vorgegeben werden kann. Das
Transportband hat auch die Funktion, eine Kühlstrecke für die Klebstofffadenschicht
oder das Klebstofffadenflies zu definieren. Dies kann mit und ohne aktive Kühlung
geschehen. Die Grammatur kann in sehr weiten Grenzen eingestellt werden, wobei 1 Gramm
pro qm
2 etwa einer Fliesdicke von 1 µm entspricht.
[0016] Durch die Erfindung wird unter anderem erreicht, dass die Auftragsränder des Klebstoffs
relativ scharf sind, und vergleichsweise gut mit Klebstoff versorgt werden, weil die
Fäden in bzw. etwa parallel zur Arbeitsrichtung (relative Bewegungsrichtung zwischen
Substrat und Auftragskopf) übereinander liegen. Dies kann in bestimmten Fällen zu
einer gewissen Überversorgung an den Bahnrändern mit Klebstoff führen. Eine solche
Überversorgung kann vermieden werden, beispielsweise dadurch, dass an dem Austrittskopf
mehrere Düsen vorgesehen sind und sich die Anordnung dieser Düsen voneinander unterscheidet,
und zwar in einer solchen Weise, dass ein Teil der Düsen zu einer (im Vergleich zu
den übrigen Düsen) unterschiedlichen Klebstoffauftragsbreite führen. Dies wird z.B.
durch unterschiedliche radiale Abstände der einzelnen Düsen von der Rotationsachse
erreicht und/oder unterschiedliche axiale Positionen der Austrittsdüsen in Bezug auf
den Wellenschaft. Dadurch werden von jeder Düse mit anderer Anordnung ein eigenes
Auftragsbild erzielt. Wenn dadurch die Auftragsbreite der einzelnen Auftragsbilder
unterschiedlich ist, so wird die Überversorgung der insgesamt mit Klebstofffäden versehenen
Substratstreifen vermindert. Auch der Auswurfwinkel kann zu diesem Zweck genutzt werden.
Dieser kann grundsätzlich auch 0° betragen, d.h., dass die Achse der Austrittsdüse
parallel zur Rotationsachse verläuft. Sogar negative Auswurfwinkel sind möglich, d.h.,
dass die Düsenachse zurück auf die Rotationsachse gerichtet ist. In solchen Fällen
führen die relativ großen Fliegkräfte, die am austretenden Klebstofffaden wirken aber
dazu, dass der Klebstofffaden abreißen kann. Deshalb betragen die Auswurfwinkel bevorzugt
15° und mehr in nach radial außen gerichteter Richtung. Auch große Auswurfwinkel von
z.B. 90° sind möglich. Allerdings sind dann die Auftragsbilder an den Rändern weniger
scharf.
[0017] Teller- oder scheibenförmige Auftragsköpfe haben sich besonders bewährt. Dies u.
a. deshalb, weil sie relativ wenig Luftbewegung erzeugen, welche den Fadenflug beeinflussen
könnte. Auch in den Auftragskopf versenkte Düsen fördern dieses Ziel.
[0018] Durch die vergleichsweise einfache Änderungsmöglichkeit der Betriebsparameter der
Auftragsvorrichtung ist es auch möglich, während des Klebstoffauftrags Änderungen
des Auftragsbildes vorzunehmen, insbesondere die Auftragsbreite zu verändern. Dies
insbesondere durch Ändern des auf den Klebstoff wirkenden Drucks und/oder Drehzahländerung
des Auftragskopfes. Auf diese Weise werden nicht bewegungsparallele Auftragskonturen
verwirklicht.
[0019] Durch die Erfindung können völlig neue Produkte nämlich ein Kunststofffadenflies,
mit vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten sowie verbesserte mehrschichtige Materialbahnen
hergestellt werden, wobei die eine der Materialbahnen die Klebstofffadenschicht ist.
Folgende Produkte lassen sich mit der Erfindung unter anderem neu oder in besonders
vorteilhafter Weise herstellen.
- Ein Flies aus Klebstofffäden (Klebstofffadenflies), welches sich in vorgegebener Breite,
Grammatur, Durchlässigkeit/Porosität Klebeigenschaften und Musterbildung herstellen
lässt. Hierbei handelt es sich also um ein völlig neuartiges eigenständig handhabbares
Produkt.
- Als Alternative kann ein derartiges Flies mit feinteiligem Material, wie Aktivkohlefilterpartikel,
Superabsorberpartikeln Samenkörner und anderen Partikeln noch vor dem Erkalten/Erhärten
bestäubt werden, so dass diese feinteiligen Partikel an den Klebstofffäden haften
und ein definierte Flächenbeladung mit den feinteiligen Partikeln erzielt wird. -
Ein derartiges Klebstofffadenflies kann zu einem Mehrschichtwerkstoff weiterverarbeitet
werden, z.B. können unter Wärmeeinwirkung auch beliebige Flächen in beliebigen Flächenformen
aufgeklebt oder kaschiert werden. - Natürlich ist es auch möglich, das Substrat, auf
dem die feinteiligen Partikel verteilt festgelegt werden sollen, mit der Klebstofffadenschicht
zu belegen und gleichzeitig bzw. kurz nachfolgend mit den feinteiligen Partikeln zu
bestäuben, so lange der Klebstoff noch klebfähig ist. Die so entstehende, zumindest
dreilagige Bahnware kann auch in bekannten Walzenanordnungen vorsichtig komprimiert
werden, um die Klebstofffadenschicht in das Substrat und die feinteiligen Partikel
in die Klebstofffadenschicht bzw. das Substrat tiefer einzuarbeiten. So kann z.B.
ein dünnes Flies, z.B. aus Polyester, welches luftdurchlässig ist, mit der Klebstofffadenschicht
auf der einen Oberseite versehen und dann anschließend mit Aktivkohle- oder Superabsorberstaub
bepudert werden. Derartige Materialien sind in Luftfiltern vorzüglich verwendbar,
wobei eine ungewöhnlich große Gleichmäßigkeit der Aktivkohlebeschichtung erreicht
wird.
- Die Klebstofffadenschicht kann im Bereich der Textilienverklebung als Klebstoffzwischenlage
dienen, z.B. bei der Verklebung von Textil mit Textil, Textil mit einer Membran, wie
z.B. wasserdichten aber dampfdurchlässigen Membran, wie sie in der Bekleidungs- einschließlich
der Schuhindustrie oder auch in der Automobilindustrie, um nur einige Beispiele zu
nennen, Anwendung finden können. Da das Verfahren hinsichtlich der verwendbaren Klebstoffe
kaum eingeschränkt ist, können auch waschbeständige Textilklebstoffe verwendet werden.
Diese sind heutzutage bis zu 90°C waschbar.
- Ein anderes Anwendungsfeld sind so genannte Superabsorber, die sie für Krankenbettunterlagen,
Damenbinden, Windeln, Höscheneinlagen, als Schutzbekleidung, als Absorberkissen für
Verpackungen von feuchtigkeitsempfindlichen Teilen, Absorberflies für Kisten oder
Kartonverpackungen, z.B. zur Auskleidung, für das Verpacken von feuchtigkeitsempfindlichen
Teilen, als Absorberflies für die Entfeuchtung von Böden oder Räumen, unter anderem
in Neubauten oder nach Überschwemmungen, oder auch als Dachunterspannbahnen Anwendung
finden können. Materialbahnen für derartige Produkte bestehen also zumindest aus einem
Klebstofffadenflies, insbesondere aus einem Hotmeltklebstoff und einer feinteiligen
Beschichtung, die für den jeweiligen Anwendungsbereich besonders geeignet ist. Durch
Wärmeaktivierung lässt sich der Hotmeltflies nachträglich verkleben, nachdem er zuvor
exakt in Position gebracht wurde.
- Ein Klebstofffadenflies, insbesondere aus Hotmeltklebstoff kann, beschichtet mit feinteiliger
Aktivkohle, kann für Schutzbekleidung, Atemschutz, in Form von Schutzschuheinlagen
als Geruchsfilter und in vielen weiteren Anwendungen der Adsorbtionstechnik Anwendung
finden. - Soweit die Anwendung im Rahmen der Kaschierung, insbesondere der Presskaschierung
von Zuschnitten für Kraftfahrzeuginnenraumteile betrifft, wie die Herstellung von
Dachhimmeln, Türverkleidungen, Dekorteisten, Armaturenbrettern oder dergleichen, kann
auch ein Polyuritanheißschmelzkleber (Pur-Hotmelt) als Klebstofffadenflies Anwendung
finden. Auch diese Kleber lassen sich durch Wärme aktivieren und gestatten somit eine
exakte Positionierung und nachträgliche Verklebung solcher Zuschnitte.
- Fußbodentrittdämmmatten, wie sie z.B. unter harten Bodenbelägen, wie so genannten
Laminatböden Verwendung finden, stellen eine weitere Ausführungsform erfindungsgemäßer
Materialbahnen dar, wobei das Substrat für den Auftrag einer Klebstofffadenschicht
ein Gelege aus geeigneten Fasern, wie z.B. Mineralfasern, sein kann.
- Eine weitere Ausführungsform ist eine Folie mit einer Antislipbeschichtung auf zumindest
einer Folienseite. Kunststofffolien werden zunehmend zum Schutz von im Freien lagernden
Gütern, wie frisch geschnittenem Holz, Abdeckplanen im Transportwesen und dergleichen
verwendet. Sie sind daher bestimmungsgemäß einer gelegentlichen Feuchtigkeit, wie
z.B. von Regentropfen, ausgesetzt. Wenn solche folienabgedeckte Güter begehbar sind,
besteht eine hohe Ausrutschgefahr. Durch die Erfindung kann auf die Folienoberfläche
ein Muster von Klebstofffäden geeigneter Dichte und Anordnung klebend auf die eine
Folienseite aufgetragen werden, sodass nach dem sich Verbinden des Klebstoffes mit
dem Substrat und dem Erhärten des Klebstoffs eine gewisse Antislipwirkung erreicht
wird. Diese kann durch geeignete Klebstoffauswahl an den Anwendungsfall angepasst
werden.
- Eine weitere Ausführungsform sind Dekorationsstoffe oder Dekorationsfliese. Hierzu
wird entweder ein Dekorationsstoff als Substrat verwendet oder ein Klebstofffadenflies
stellt selbst den Dekorationsbehang dar. In beiden Fällen wird ein Klebstoff mit z.B.
optischen Aufhellern, wie UV-Indikatoren versehen. Bei entsprechender Beleuchtung
einer derartigen Klebstofffadenschicht, werden interessante Lichteffekte erzeugt.
- Gemäß einem weiteren Aspekt ist ein erfindungsgemäß hergestelltes Files auch dazu
nutzbar, im landwirtschaftlichen oder gartenbaulichen Bereich eingesetzt zu werden,
indem das Flies im noch klebrigen Zustand mit bestimmten Samen oder dergleichen bestreut
wird. Z.B. können Rasensamen in der erforderlichen Dichte aufgestreut werden, so dass
das fertige Flies mit der Schere zugeschnitten werden kann um Reparatur - und ähnliche
Stellen an einer Rasenfläche zu komplettieren oder ganze Rasenflächen anzulegen. Auch
weniger dicht zu verteilende Samen, wie die von Nutzpflanzen, wie Radieschen, die
einen bestimmten Setzabstand von einander benötigen, ist ein derartiges Flies nutzbar.
In diesem Falle werden die Samen in einer entsprechenden Matrix bzw. Abstandsmuster
auf das Flies aufgebracht. Für die vorgenannten Zwecke sind neben Heißklebern vor
allem auch Kaltkleber einsetzbar. Besonders bevorzugt sind wasserlösliche Klebstoffe,
weil sich das Flies dann mit der Zeit vollständig auflöst und die Verarbeitung sowie
die Pflanzenaufzucht erleichtert wird. Die vorangehend erwähnten Anwendungen sind
allerdings auch auf solche Fliese oder sogar Folien aus Klebstoff, insbesondere wasserlöslichem
Klebstoff anwendbar, die nicht mit einem Rotationsspinnkopf erzeugt werden. Insoweit
sind die vorgestellten Lösungen von eigenständiger erfinderischer Bedeutung.
- Gemäß einem noch weiteren Aspekt ist ein erfindungsgemäß hergestelltes. Flies auch
in einem weiteren landwirtschaftlichen oder gartenbaulichen bzw. pflanzenpflegerischen
Bereich einsetzbar, nämlich als Feuchtigkeitsspender. Hierzu wird das noch nicht erhärtete
Flies mit bestimmten partikelförmigen Wasserspeichermedien bestreut, wie z.B. Superabsorberpartikeln,
Johannisbrotkernmehl oder dergleichen. Dieses Flies kann z.B. so geformt werden, dass
es in einen Blumentopf eingelegt werden kann. Eine in diesem Blumentopf gepflanzte
Pflanze wird dann einmal sehr stark mit Wasser gegossen. Dabei füllt sich das Wasserspeichermedium
nachfolgend auch "Wasserpad" genannt mit Wasser. Bestimmte Superabsorber oder das
Johannisbrotkernmehl können sich mit dem ca. 500 fachen ihres Volumens mit Wasser
füllen. Dieses Wasser wird dann an die umgebende Erde bzw. die Pflanze sehr langsam
abgegeben. Die Pflanze kann dann, ohne anfänglich "zu ertrinken" sehr lange von diesem
Wasservorrat Feuchtigkeit beziehen. Wiederholungen sind in der Regel möglich. Auf
diese Weise können auch Setzlinge für die Pflanzenzucht in landwirtschaftlicher Anwendung
feucht gehalten werden, z.B. in sehr warmen Gebieten der Erde. Ein solches Wasserpad
kann, wenn es nicht mehr benötigt wird komplett entfernt werden. Es ist aber auch
möglich, einen wasserlöslichen Klebstoff für das Klebstofffaden-Flies zu verwenden,
so dass dieses im Erdreich bleiben kann, da es sich langsam zersetzt und biologisch
abgebaut wird
- Die vorerwähnten Ausführungsformen von Klebstofffadenbeschichtungen stellen keinesfalls
eine abschließende Aufzählung dar, sondern derzeit besonders bevorzugte Ausführungsformen,
die ihrerseits in vielen Varianten Einsatz finden können.
[0020] Die vorgenannten sowie die in den Ausführungsbeispielen beschriebenen zu verwendenden
Bauteile unterliegen in ihrer Größe, Formgestaltung, Materialauswahl und technischen
Konzeption keinen besonderen Ausnahmebedingungen, so dass die in dem Anwendungsgebiet
bekannten Auswahlkriterien uneingeschränkt Anwendung finden können.
[0021] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile des Gegenstandes der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen, sowie aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen
Zeichnung und Tabelle, in der - beispielhaft - ein Ausführungsbeispiel einer Auftragsvorrichtung
zum Auftragen von Klebstofffäden auf ein Substrat, dargestellt ist.
[0022] In der Zeichnung zeigen
- Fig. 1
- eine Vorrichtung zum Auftragen von Klebstofffäden in Seitenansicht (Ansicht A-A gemäß
Figuren 2 und 3);
- Fig. 2
- dieselbe Vorrichtung in einer bezüglich Fig. 1 um 90° gedrehten Seitenansicht (Ansicht
B-B gemäß Figuren 2 und 3);
- Fig. 3
- dieselbe Vorrichtung in Ansicht von oben bei fortgelassenem Antrieb (Ansicht C-C gemäß
Figuren 1 und 2);
- Fig. 4A - 4C
- von derselben Vorrichtung der rotierbare Auftragskopf sowie weitere Beispiele für
alternative Ausführungen desselben, wobei Fig. 4A eine abgestufte Tellerform zeigen,
Fig. 4B eine einfache Tellerform mit versenkten Düsen und Fig. 4C eine einfache Tellerform
mit verschieden geeigneten Düsen - jeweils in Seitenaussicht und Draufsicht; Fig.
5A - 5D schematische Darstellungen verschiedener rotierender Auftragsköpfe sowie der
sich auf dem Substrat ergebenden Fadenmuster sowie
- Fig. 6
- schematische Darstellung einer Produktionseinrichtung für ein Klebstofffadenflies.
[0023] Wie aus Figuren 1 bis 3 ersichtlich, besteht eine kompakt aufgebaute Vorrichtung
zum Auftragen von Klebstofffäden aus einem Antriebsmotor 12 (in Figur 3 fortgelassen),
einem Getriebe 14, einer Beheizungseinheit 16, einem rotierbaren Auftragskopf 18,
einer Klebstoffversorgungseinheit 20 und einer Ventilanordnung 22 zum Beaufschlagen
des Klebstoffauftragskopfes mit Klebstoff, wie Heißkleber oder Kaltleim.
[0024] In dem dargestellten und insoweit bevorzugten Ausführungsbeispiel wird der Antriebsmotor
12 über Tragmittel 13, wie einer Grundplatte 13A und Stützen oder Abstandshaltern
13B an der Gehäuseoberseite der Klebstoffversorgungseinheit 20 gehalten, über welche
die Grundplatte 13A seitlich hinausragt. Auf diese Weise kann die mit dem Antriebsmotor
12 steckbar verbundene Antriebswelle 15 an der Klebstoffversorgungseinheit 20 seitlich
vorbei zum Getriebe 14 geführt werden. Das mit einer Seitenwand der Klebstoffversorgungseinheit
20 verschraubte Getriebe 14 hat die Aufgabe, das Drehmoment der z.B. aus Vollmaterial
bestehenden Antriebswelle 15 auf den hohlen Wellenschaft 18B (siehe Fig. 4A bis 4C)
zu übertragen, so dass die Ventilanordnung 22 mit dem Wellenschaft 18B des Auftragskopfes
18 über eine gedichtete Drehdurchführung koaxial fluidisch verbindbar ist. Es reicht
also aus, eine Getriebeuntersetzung von 1:1 vorzusehen und die Erzeugung verschiedener
Drehzahlen einer Frequenzregelung des Antriebsmotors 12 oder dergleichen zu überlassen.
Das Getriebe 14 ist ansonsten allseitig geschlossen ausgeführt, wobei in dem Ausführungsbeispiel
ein gehäuseförmiges, dreiteiliges, zerlegbares Getriebegestell verwendet und dargestellt
ist.
[0025] Die Beheizungseinheit 16 ist unterhalb des Getriebes 14 und der Klebstoffversorgungseinheit
20 angeordnet und (in diesem Ausführungsbeispiel) mit diesen verbunden, also feststehend.
Auch mit dem Auftragskopf mitdrehende Beheizungseinheit sind realisierbar. Die dargestellte
Beheizungseinheit ermöglicht einen Durchgriff des Wellenschaftes 18B und nimmt ein
Beheizungsmittel auf. Hierbei kann es sich um einen Infrarotstrahler 16A handeln,
der in einer entsprechenden Aufnahme, z.B. in einer unterhalb der Klebstoffversorgungseinheit
20 vorgesehenen Position angeordnet ist und von dort aus mit elektrischer Energie
versorgbar ist. Es sind auch mehrere IR-H-eizstrahler auf einem um den Wellenschaft
18B herum verteilten Anordnung, oder alternativ das Vorsehen von Fluidkanälen möglich,
die von einem Beheizungsfluid durchströmt werden und die Beheizungswärme über den
Querschnitt der Beheizungseinheit, insbesondere an deren Unterseite mehr oder minder
gleichmäßig verteilen. Diese Unterseite ist in dem Ausführungsbeispiel glatt ausgeführt,
so dass ein nur geringfügiger Abstandsspalt zur eben ausgeführten Oberseite (Rückseite)
des rotierenden Auftragskopfes 18 verbleibt. Dieser Abstandsspalt kann mit leichtem
Überdruck an Luft von z.B. 0,02 bar gespült werden, so dass sich brennbare oder explosive
Stäube in diesem Spalt nicht ablagern können. Derartige Probleme könnten im Tissue-Bereich
wegen der dort üblichen Staubentwicklung, aber auch beim Beschichten von Substraten
mit pulverförmigen Medien, wie z.B. Aktivkohlestaub entstehen.
[0026] Die aus Figur 4A bis 4C ersichtlichen Auftragsköpfe sind teller- oder zylinderförmig
aufgebaut, und an der ebenen Rückseite mit einem hohlen Wellenschaft 18B versehen.
Der mit dem hohlen Wellenschaft beginnende Klebstoffversorgungskanal 18C verzweigt
sich, wenn am Auftragskopf mehrere Düsen 18A vorgesehen sind, über geeignete, miteinander
fluidisch in Verbindung stehende Bohrungen oder Nuten. Typische Querschnitte der Versorgungskanäle
liegen in der Größenordnung von einigen Millimetern. Der Auftragskopf 18 kann auch
mehrteilig ausgeführt sein, um das Herstellen von Klebstoffversorgungskanälen zu vereinfachen.
Auf der dem Substrat zugewandten Unterseite des Auftragskopfes kann dieser flach konisch
wie z.B. pyramiden- oder kegelförausgeführt sein, um das Entstehen eines Unterdrucks
in diesem Bereich möglichst weitgehend zu unterdrücken. Die Düsen 18A sind besonders
einfach montierbar, wenn der Tellerteil des Auftragskopfes an seinem Umfang in demjenigen
Winkel angefasst ist, in dem die Düsen 18A zur Rotationsachse 18D (Auswurfwinkel α
- siehe auch Fig. 2) orientiert werden sollen. Bei der Ausführungsform nach Fig. 4A
besitzt der Auftragskopf Tellerform mit einer Durchmesserabstufung, sodass die Düsen
18A und 18A' beider Ebenen oder Stufen unterschiedliche radiale Abstände b und b'
von der Rotationsachse 18D haben und auch ihre Axialpositionen unterschiedlich sind.
Hierzu können auch zwei- oder mehrteilige Scheibenanordnungen dienen.
[0027] Aus Figur 4B ist ersichtlich, dass die Düsen 18A versenkt in die Peripherie des Auftragskopfes
18 eingebaut werden können, sodass der die durch die Düsen erzeugten Luftwirbel minimiert
werden.
[0028] Aus Fig. 4C ist ersichtlich, wie Düsen in verschiedenen Auswurfwinkeln an der Rotationskopfperipherie
angeordnet sein können. Dies ist nicht in der Draufsicht, sondern in der Seitenansicht
erkennbar, wobei der linke Teil der Seitenansicht Düsen mit einem Auswurfwinkel α
von etwa 70° und der rechte Teil Düsen mit einem Auswurfwinkel von etwa 90° zeigt.
- Auch können an demselben Auftragskopf Düsen unterschiedlichen Auswurfwinkels vorgesehen
sein. Dies wiederum mit der Folge, dass der Klebstofffaden jeder Düse ein anderes
Auftragsbild im Vergleich zu Düsen mit anderen Auswurfwinkeln erzeugt.
[0029] Während vorangehend scheibenförmige Rotationsköpfe gezeigt wurden, versteht es sich,
dass für die Zwecke der Erfindung auch ringförmig, sternförmig, armförmig oder andersartig
aufgebaute Auftragsköpfe verwendet werden können.
[0030] Die Klebstoffversorgungseinheit 20 und die mit ihr durch Schrauben verbundene Ventilanordnung
22 übernehmen die Versorgung des Auftragskopfes 18 mit der erforderlichen Menge an
Klebstoff pro Zeiteinheit einschließlich der Steuerung des Klebstoffdruckes und der
Ein- und Ausschaltperioden der Klebstoffzufuhr. Dies geschieht in an sich bekannter
Weise und bedarf keiner allzu ausführlichen Erläuterung. In dem dargestellten und
insoweit bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die Klebstoffversorgungseinheit 20 über
einen Vorlauf 20A mit einer Klebstoffzufuhr versorgt. Nicht abgegebener Klebstoff
verlässt die Einheit über einen Rücklauf 20B. In bestimmten Fällen kann auf eine Zirkulation
des Klebstoffes durch einen Vorlauf- und Rücklaufschlauch verzichtet werden. Das ist
u. a. dann der Fall, wenn es nur selten zu Stillstandzeiten beim Beschichten kommt.
Der gewünschte Klebstoffdruck wird über eine Pumpe innerhalb der Klebstoffversorgungseinheit
20 aufgebaut. Bei der Ventilanordnung 22 kann es sich um ein Auf-/Zu-Ventil handeln,
dass auf seiner Eintrittsseite fluidisch mit der Druckpumpe der Klebstoffversorgungseinheit
20 und auf seiner Austrittsseite mit dem Klebstoffversorgungskanal am eingangsseitigen
Mündungsende des Wellenschaftes 20B verbunden ist. Zu diesem Zweck kann das freie
Wellenschaftende an der Unterseite in die Ventilanordnung eingesteckt und dort mit
einer Drehdichtung versehen sein, so dass der auf der Ventilaustrittsseite abströmende
Klebstoff von dem stillstehenden Ventil in den rotierenden Auftragskopf eingeführt
wird, ohne dass Klebstoff-Leckagen auftreten.
[0031] Aus dem vorangehenden wird verständlich, dass der Auftragskopf sehr verschieden aufgebaut
sein kann. Eine Tellerform ist in vielen Anwendungsfällen zweckmäßig aber nicht zwingend.
Wie sich aus den nachfolgenden schematischen Ausführungsbeispielen gemäß Figuren 5A
bis 5D ergibt, ist die Düsenanordnung je nach gewünschtem Auftragsbild (Klebstoff-Fadenmuster)
unterschiedlich:
[0032] Gemäß einer nicht erfidungsgemäβen Bauform nach Fig. 5A ist der Auftragskopf 18 als
Zylinderdüse mit einer Radial-Bohrung gestaltet. Es reicht aus, eine z.B. zentrale
Bohrung entlang der Achse des Auftragskopfes und eine zur Zylinderperipherie führende
Querbohrung vorzunehmen, wobei diese an ihrem zylindermantelseitigen Austrittsende
mit einer Düse geeigneten Durchmessers und bezüglich der Rotationsachse 18D geeigneter
Ausrichtung im radialen Abstand b von der Rotationsachse angeschlossen ist. Ein mit
einem solchen Auftragskopf erzeugbares Klebstofffadenmuster mit Beleimungsbreite a
ist in Figur 5A schematisch und beispielhaft dargestellt. Grundsätzlich ist die auf
dem Substrat 30 erzeugte Klebstofffadenspur kreisförmig, wobei die Größe des Kreisdurchmessers
und die Fadendicke von den eingangs beschriebenen Parametern abhängt. Dadurch, dass
das Substrat 30 und der Auftragskopf 18 relativ zu einander bewegt werden (Doppelpfeil
D), wird aus der kreisförmigen Klebstoffspur eine spiralförmige. Die Beleimungsbreite
a ergibt sich aus dem Durchmesser der Klebstoffspur.
[0033] Ein erfidungsgemäβes und komplexeres Ausführungsbeispiel ist in Figur 5B dargestellt.
Hier sollen zwei kreisförmige bzw. spiralförmige Klebstoffspuren verschiedenen Durchmessers
auf das Substrat 30 aufgetragen werden. Zu diesem Zweck ist nach dem Ausführungsbeispiel
wiederum eine Zylinderdüse - nun aber mit zwei Radialbohrungen - vorgesehen. Jede
ist mit der zentralen Versorgungsbohrung fluidisch verbunden, um durch die eine Düse
18A eine Klebstoffspur mit einem anderen Durchmesser zu erzeugen als die andere Düse
18A' ihn erzeugt. Wie Eingangs ausgeführt, können verschiedene Wege beschritten werden,
z.B. die Anbringung der zu den beiden Düsen führenden Radialbohrungen in verschiedener
axialer Länge bezogen auf die Zentralbohrung des Wellenschaftes 18B. Dadurch wird
in dem Ausführungsbeispiel nach Figur 5B von der Düse 18A eine Klebstoffspur größeren
Durchmessers als von der Düse 18A' erzeugt, wenn ansonsten gleiche Verhältnisse an
den Düsen vorgesehen sind. Es ist aber auch möglich, den Düsenquerschnitt und/oder
den Auswurfwinkel α der beiden Düsen unterschiedlich zu wählen um von jeder der Düsen
ein anderes Auftragsbild erzeugen zu lassen.
[0034] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 5C sind an einem zylinderförmigen Auftragskopf
18 umfangsverteilt vier Düsen 18A, 18A' mit radialem Abstand ihrer Austrittsöffnung
von der Rotationsachse 18D vorgesehen, so dass sich auf dem Substrat 30 vier unterschiedliche
Auftragsmuster überlagern. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 5D werden vier bis
acht Düsen verwendet, wobei der Auftragskopf 18 tellerförmig ist und die Düsen für
verschieden große Abwurfweiten vorgesehen sind, so dass z.B. das in Figur 5D dargestellte
Klebstofffadenmuster auf dem Substrat 30 entsteht.
[0035] Aus der schematischen Darstellung einer Produktionsanlage eines Klebstofffadendflieses
gemäß Fig. 6 ist ein Transportband 32 ersichtlich, dass als Endlosband um zwei Umlenkwalzen
32A, 32B geführt ist, von denen zumindest eine drehangetrieben ist. Das Transportband
ist auf seiner nach außen weisenden Oberfläche in geeigneter Weise antihaftbeschichtet
und mit vorgebbarer Geschwindigkeit angetrieben. Der Auftragskopf 18 befindet sich
in der Stromaufzone des Transportbandes mit Abstand oberhalb von dessen Obertrum,
so dass er eine Klebstofffadenschicht gewünschter Breite und Dichte mit einem einzigen
oder gegebenenfalls weiteren Auftragsköpfen direkt auf das darunter sich fortbewegende
Transportband auftragen wird. Dadurch entsteht ein Klebstofffadenflies 40, das am
Stromabende der gegebenenfalls gekühlten Transportstrecke von dem Transportband 32
abhebbar und weiterverarbeitbar ist, z.B. durch Aufwickeln zu einem Wickel oder auch
zum Auftrag auf ein Substrat zu Kaschierzwecken in einem beheizten Doppelwalzenspalt.
In der Textiltechnik bekannte Zwischenspeicher in Gestalt bewegbarer Umlenkrollen
lassen auch eine intermittierende Kaschierung zu.
Bezugszeichenliste:
[0036]
- 10
- Auftragsvorrichtung
- 12
- Antriebsmotor
- 13
- Tragmittel
- 13A
- Grundplatte
- 13B
- Stützen
- 14
- Getriebe
- 15
- Antriebswelle
- 16
- Beheizungseinheit
- 16A
- IR-Heizstrahler
- 18
- Auftragskopf
- 18A
- Düsen
- 18B
- Wellenschaft
- 18C
- Klebstoffversorgungskanal
- 18D
- Rotationsachse
- 20
- Klebstoffversorgungseinheit
- 20A
- Vorlauf
- 20B
- Rücklauf
- 22
- Ventilanordnung
- 30
- Substrat
- 32
- Transportband
- 32A/B
- Umlenkwalzen
- 40
- Klebstofffadenflies
- 42
- Klebstofffadenflächen
- A
- Ansicht
- B
- Ansicht
- C
- Ansicht
- D
- Doppelpfeil
- α
- Auswurfwinkel
- a
- Beleimungsbreite
- b
- radialer Abstand
1. Klebstoffauftragsvorrichtung zum Auftragen einer flächigen Klebstofffadenschicht auf
ein Substrat (30), mit
einem relativ zum Substrat (30) verfahrbaren rotierbaren Auftragskopf (18) mit mindestens
zwei mit radialem Abstand (b) von der Rotationsachse (18D) des Auftragskopfes (18)
angeordneten Klebstoffaustrittsdüsen (18A), einem Wellenschaft (18B) und mindestens
einem von einer Klebstoff umfassenden Klebstoffversorgungseinheit (20) über den Wellenschaft
(18B) zu den mindestens zwei Klebstoffauftragsdüsen (18A) führenden, innerhalb des
rotierbaren Auftragskopfes liegenden Klebstoffversorgungskanal (18C), bei der ein
Drehantrieb (12, 15, 14) den Auftragskopf (18) um seinen Wellenschaft (18B) rotiert,
und bei der die Klebstoffvorsorgungseinheit (20) und/oder eine Ventilanordnung (22)
die Beaufschlagung des Klebstoffversorgungskanals (18C) des Auftragskopfes (18) mit
Klebstoff steuert und bei der ohne Anwendung von Sprühluft gezielt vorgebbare Fliehkräfte
auf den austretenden Klebstofffaden einwirken, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebstoffauftragsd Düsen (184) derart vorgesehen sind, dass ein Teil der Klebstoffauftragsd
Düsen ein von der mindestens einen anderen Klebstoffauftragsd Düse unterschiedliches
Klebstoffauftragsbild herbeiführt, und mit das Verfahren des rotierbaren Auftragskopfes
(18) relativ zum Substrat (30) ermöglichenden Mitteln.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Auftragskopf (18) teller- oder scheibenförmig gestaltet ist und auf seiner vom
Substrat (30) abgewandten Rückseite eine nicht mitrotierende Beheizungseinheit (16)
zur kontaktlosen flächigen Beheizung des Auftragskopfes (18) vorgesehen ist, wobei
zwischen der Unterseite der Beheizungseinheit und der Oberseite des Auftragskopfes
ein geringfügiger Abstandsspalt verbleibt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstandsspalt mit Spülluft versorgbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebstoffaustrittsdüsen (18A) des Auftragskopfes (18) in unterschiedlichen Axialpositionen
bezüglich des Wellenschaftes (18B) münden.
5. Klebstoffauftragsverfahren zum flächigen Auftragen einer Klebstofffadenschicht auf
ein Substrat, wobei
der noch flüssige Klebstoff durch mindestens zwei rotierende, von der Rotationsachse
(18D) radial beabstandete Klebstoffaustrittsdüsen (18A) eines Auftragskopfes (18)
austritt und als Klebstofffaden in einer etwa kreisförmigen Bewegung auf ein relativ
zum Auftragskopf verfahrendes Substrat (30) unter Ausbildung eines Klebstofffadenvlieses
oder einer Klebstofffadenschicht ohne Anwendung von Sprühluft geschleudert wird, wobei
gezielt vorgebbare Fliehkräfte auf den austretenden Klebstofffaden
einwirken dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil der Klebstoffaustrittsddüsen ein von der mindestens einen anderen Klebstoffaustrittsddüse
unterschiedliches Klebstoffauftragsbild herbeiführt.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Klebstoff aus einem Kaltkleber besteht und/oder wasserlöslich ist.
7. Verwendung eines Klebstofffadenvlies oder einer Klebstofffadenschicht, hergestellt
nach einem der Ansprüche 5 bis 6,
bestehend aus elliptisch geformten und spiralig versetzt zu einander angeordneten
Klebstoffspinnfäden, die an ihren Überkreuzungspunkten zusammenhaften und eine in
sich zusammenhängende Materialbahn bilden, und
mit an den Klebstofffäden haftenden oder in die Klebstofffäden eingearbeitete feinteilige
Partikeln oder Substanzen,
wobei adsorbierende Partikel, wie Aktivkohlepartikel oder Feuchtigkeit adsorbierende
Partikel an oder ein optischer Indikator in den Klebstofffäden angeordnet sind,
als Aktivkohlefilter, mit oder ohne Trägersubstrat,
als Hygieneartikel, wie eine Windel, oder eine Slipeinlage, mit oder ohne Trägersubstrat,
als technisches Textilmaterial für Schutzanzüge, bestehend aus einem textilen Substrat
und dem Klebstofffadenvlies oder der Klebstofffadenschicht,
als bahnenförmiges Verpackungsmaterial zum Verpacken von Einzelteilen oder zum Innenbeschichten
von Verpackungsboxen, wie solchen aus Kartonnagenmaterial, Holz oder Kunststoff, mit
oder ohne Trägersubstrat, oder
als textiles oder textilartiges bahnförmiges Dekorationsmaterial, mit oder ohne Trägersubstrat,
8. Verwendung eines Klebstofffadenvlies oder einer Klebstofffadenschicht, hergestellt
nach einem der Ansprüche 5 bis 6,
bestehend aus elliptisch geformten und spiralig versetzt zu einander angeordneten
Klebstoffspinnfäden, die an ihren Überkreuzungspunkten zusammenhaften und eine in
sich zusammenhängende Materialbahn bilden,
als Dämmmatte, insbesondere Fußbodentrittschalldämmmatte, bestehend aus einer Dämmschicht
und dem Klebstofffadenvlies oder der Klebstofffadenschicht, oder
als Abdeckfolie als Feuchtigkeitsschutz einschließlich atmender oder nicht atmender
Dacheindeckungsbahnen mit einem Antislipauftrag in Gestalt des Klebstofffadenvlieses
oder der Klebstofffadenschicht,
als Samenverlegesubstrat wobei Samen in vorgegebener Dichte oder entsprechend einer
Matrix an dem Vlies anhaften, oder
als Feuchtigkeit spendendes Klebstofffadenvlies, an dem Superabsorberpartikel, Johannisbrotkernmehl
oder ein anderes partikelförmiges Wasserspeichermedium anhaftet.
1. Adhesive application apparatus for applying an extensive layer of adhesive threads
to a substrate (30), having
a rotatable application head (18) which is movable in relation to the substrate (30)
and has at least two adhesive outlet nozzles (18A), which are arranged at a radial
distance (b) from the rotational axis (18D) of the application head (18), a shaft
shank (18B) and at least one adhesive supply duct (18C) that leads from an adhesive-comprising
adhesive supply unit (20) via the shaft shank (18B) to the at least two adhesive application
nozzles (18A) and is located within the rotatable application head, wherein a rotary
drive (12, 15, 14) rotates the application head (18) about its shaft shank (18B) and
wherein the adhesive supply unit (20) and/or a valve arrangement (22) controls the
admission of adhesive to the adhesive supply duct (18C) of the application head (18),
and wherein centrifugal forces, which are definable in a targeted manner without the
use of spraying air, act on the emerging adhesive thread, characterized in that the adhesive application nozzles (18A) are provided such that a part of the adhesive
application nozzles brings about a different adhesive application pattern from the
at least one other adhesive application nozzle, and by way of means that make it possible
to move the rotatable application head (18) in relation to the substrate (30) .
2. Apparatus according to Claim 1, characterized in that the application head (18) is configured in a plate- or disc-shaped manner and is
provided on its rear side remote from the substrate (30) with a non-corotating heating
unit (16) for the contactless extensive heating of the application head (18), wherein
a small gap remains between the underside of the heating unit and the top side of
the application head.
3. Apparatus according to Claim 2, characterized in that the gap is suppliable with purging air.
4. Apparatus according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the adhesive outlet nozzles (18A) of the application head (18) open out in different
axial positions with regard to the shaft shank (18B).
5. Adhesive application method for the extensive application of a layer of adhesive threads
to a substrate, wherein the still liquid adhesive emerges through at least two rotating
adhesive outlet nozzles (18A) of an application head (18), said adhesive outlet nozzles
(18A) being at a radial distance from the rotational axis (18D), and is thrown as
an adhesive thread in an approximately circular movement onto a substrate (30), which
moves in relation to the application head, forming a web of adhesive threads or a
layer of adhesive threads without the use of spraying air, wherein centrifugal forces,
which are definable in a targeted manner, act on the emerging adhesive threads, characterized in that a part of the adhesive outlet nozzles brings about a different adhesive application
pattern than the at least one other adhesive outlet nozzle.
6. Method according to Claim 5, characterized in that the adhesive consists of a cold adhesive and/or is water-soluble.
7. Use of a web of adhesive threads or a layer of adhesive threads, produced according
to either of Claims 5 and 6, consisting of elliptically shaped spun adhesive threads
that are arranged offset in a spiral manner with respect to one another, adhere together
at their crossing points and form a coherent material web, and having finely divided
particles or substances that adhere to the adhesive threads or are incorporated into
the adhesive threads, wherein adsorbent particles, such as activated carbon particles
or particles that adsorb moisture are arranged on the adhesive threads or an optical
indicator is arranged in the adhesive threads,
as an activated carbon filter, with or without a carrier substrate,
as a hygiene article, such as a diaper or a panty liner, with or without a carrier
substrate,
as a technical textile material for protective suits, consisting of a textile substrate
and the web of adhesive threads or the layer of adhesive threads,
as a sheet-like packing material for packing individual parts or for coating the inside
of packing boxes, such as those made of cardboard material, wood or plastic, with
or without a carrier substrate, or
as a textile or textile-like sheet-like decoration material, with or without a carrier
substrate.
8. Use of a web of adhesive threads or a layer of adhesive threads, produced according
to either of Claims 5 and 6, consisting of elliptically shaped spun adhesive threads
that are arranged offset in a spiral manner with respect to one another, adhere together
at their crossing points and form a coherent material web,
as an insulating mat, in particular an insulating mat for footfall sound on floors,
consisting of an insulating layer and the web of adhesive threads or the layer of
adhesive threads, or
as a cover film for protection against moisture, including breathable or non-breathable
roof cladding webs having a non-slip application in the form of the web of adhesive
threads or the layer of adhesive threads,
as a seed laying substrate, wherein seeds adhere to the web in a defined density or
in accordance with a matrix, or
as a moisturizing web of adhesive threads, to which superabsorbent particles, locust
bean gum or some other particulate water storage medium adheres.
1. Dispositif d'application d'adhésif destiné à appliquer une couche de surface de film
adhésif sur un substrat (30), le dispositif présentant
une tête d'application (18) apte à tourner et à se déplacer par rapport au substrat
(30) et dotée d'au moins deux tuyères (18A) de sortie d'adhésif disposées à distance
radiale (b) de l'axe de rotation (18D) de la tête d'application (18),
une tige d'arbre (18B) et au moins un canal (18C) d'alimentation en adhésif situé
à l'intérieur de la tête rotative d'application, qui relie une unité (20) d'alimentation
en adhésif qui contient l'adhésif à la ou aux tuyères (18A) d'application d'adhésif
par l'intermédiaire de la tige d'arbre (18B),
un entraînement de rotation (12, 15, 14) faisant tourner la tête d'application (18)
autour de sa tige d'arbre (18B),
l'unité (20) d'alimentation en adhésif et/ou un système de soupape (22) commandant
l'alimentation du canal (18C) d'alimentation en adhésif de la tête (18) d'application
d'adhésif,
des forces centrifuges prédéterminées de manière contrôlée agissant sur les fils d'adhésif
sortant sans devoir recourir à de l'air de pulvérisation, caractérisé en ce que
les tuyères (18A) d'application d'adhésif sont prévues de telle sorte qu'une partie
des tuyères d'application d'adhésif forme un motif d'application d'adhésif qui diffère
de celui d'au moins une autre tuyère d'application d'adhésif et
en ce que le dispositif présente des moyens qui permettent de déplacer la tête rotative d'application
(18) par rapport au substrat (30).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la tête d'application (18) a une configuration en plateau ou en disque et en ce qu'une unité de chauffage (16) ne tournant pas conjointement est prévue sur son côté
arrière non tourné vers le substrat (30) pour chauffer en surface et sans contact
la tête d'application (18), un petit interstice restant entre le côté inférieur de
l'unité de chauffage et le côté supérieur de la tête d'application.
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'interstice peut être alimenté en air de balayage.
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les tuyères (18A) de sortie d'adhésif de la tête d'application (18) débouchent en
différentes positions axiales par rapport à la tige d'arbre (18B).
5. Procédé d'application d'adhésif destiné à appliquer en surface une couche de fil adhésif
sur un substrat, l'adhésif encore liquide sortant par au moins deux tuyères rotatives
(18A) de sortie d'adhésif d'une tête d'application (18) situées à distance radiale
de l'axe de rotation (18D) étant centrifugé dans un déplacement sensiblement circulaire
sous la forme de fils d'adhésif sur un substrat (30) qui se déplace par rapport à
la tête d'application, pour ainsi former un feutre de fils d'adhésif ou une couche
de fils d'adhésif sans avoir recours à de l'air de pulvérisation, des forces centrifuges
prédéterminées de manière contrôlée agissant sur les fils d'adhésif sortant,
caractérisé en ce que
une partie des tuyères d'application d'adhésif forme un motif d'application d'adhésif
qui diffère de celui d'au moins une autre tuyère d'application d'adhésif.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'adhésif est constitué d'un adhésif à froid et/ou est soluble dans l'eau.
7. Utilisation d'un feutre de fils d'adhésif ou d'une couche de fils d'adhésif réalisée
selon l'une des revendications 5 ou 6, le feutre ou la couche de fils d'adhésif étant
constitués de fils filés d'adhésif de forme elliptique, disposés en spirales décalées
les unes par rapport aux autres, qui adhèrent en leurs points de croisement et forment
une nappe continue de matière, des particules ou substances finement divisées adhérant
aux fils d'adhésif ou étant incorporées dans les fils d'adhésif, des particules adsorbantes,
par exemple des particules de charbon actif ou des particules adsorbant l'humidité
ou un indicateur optique étant disposés dans les fils d'adhésif,
comme filtre à charbon actif avec ou sans substrat de support,
comme article hygiénique, par exemple une couche ou un protège-slip avec ou sans substrat
de support,
comme matériau textile technique pour vêtements de protection, constitué d'un substrat
textile et du feutre de fils d'adhésif ou de la couche de fils d'adhésif,
comme matériau d'emballage en nappe, pour l'emballage de pièces ou le revêtement intérieur
de boîtes d'emballage, par exemple des boîtes en carton, en bois ou en matière synthétique,
avec ou sans substrat de support, ou
comme matériau décoratif textile ou de type textile, en forme de nappe, avec ou sans
substrat de support.
8. Utilisation d'un feutre de fils d'adhésif ou d'une couche de fils d'adhésif réalisée
selon l'une des revendications 5 ou 6, le feutre ou la couche de fils d'adhésif étant
constitués de fils filés d'adhésif de forme elliptique, disposés en spirales décalées
les unes par rapport aux autres, qui adhèrent en leurs points de croisement et forment
une nappe continue de matière,
comme matelas d'isolation, en particulier matelas d'isolation du bruit de pas sur
le sol, constitué d'une couche d'isolation et du feutre de fils d'adhésif ou de la
couche de fils d'adhésif,
comme feuille de recouvrement utilisée comme protection contre l'humidité, y compris
des nappes de couverture de toits respirantes ou non respirantes, avec application
anti-glissement sous la forme du feutre de fils d'adhésif ou de la couche de fils
d'adhésif,
comme substrat de pose de semences, les semences adhérant sur le feutre à une densité
prédéterminée ou suivant une matrice, ou
comme feutre de fils d'adhésif libérant l'humidité, sur lequel adhèrent des particules
superabsorbantes, de la farine de noix de caroube ou un autre moyen d'accumulation
d'eau en forme de particules.