| (19) |
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(11) |
EP 1 929 112 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.04.2010 Patentblatt 2010/16 |
| (22) |
Anmeldetag: 04.08.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/AT2006/000330 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/035971 (05.04.2007 Gazette 2007/14) |
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| (54) |
MÖBELSCHARNIER
FURNITURE HINGE
CHARNIERE DE MEUBLE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
28.09.2005 AT 15882005
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.06.2008 Patentblatt 2008/24 |
| (73) |
Patentinhaber: Julius Blum GmbH |
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6973 Höchst (AT) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- SUTTERLÜTTI, Harald
6972 Fussach (AT)
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| (74) |
Vertreter: Hofinger, Stephan et al |
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Wilhelm-Greil-Strasse 16 6020 Innsbruck 6020 Innsbruck (AT) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 128 012 DE-A1- 10 341 999
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EP-A2- 1 199 433 FR-A- 2 741 905
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Möbelscharnier nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1 (siehe z.B.
EP-A-1128012).
[0002] Bei Möbelscharnieren sind mechanische Dämpfer und Schließvorrichtungen bekannt. Diese
beeinflussen die Bewegung der über ein Möbelscharnier verbundenen Möbelteile aber
nur in einem kleinen Winkelbereich der Schließ- oder Öffnungsbewegung. Das restliche
Verschwenken der Möbelteile erfolgt beim Stand der Technik nach wie vor manuell.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es hier eine komfortablere Lösung zu finden.
[0004] Dies wird erfindungsgemäß erreicht, indem das Möbelscharnier mindestens einen Motor,
vorzugsweise Elektromotor, zum Verschwenken der Anschlagteile aufweist.
[0005] Bei Möbelscharnieren handelt es sich meist um Scharniere mit einem Scharniertopf
und/oder einem Scharnierarm als Anschlagteil. Darüber hinaus sind aber auch sogenannte
Rahmenscharniere bekannt. Häufig sind die Anschlagteile auf eine an ein Möbelteil
befestigbare Grundplatte aufklippsbar. Es existieren Möbelscharniere mit einem oder
mehreren Gelenkachsen. Häufig zum Einsatz kommen Möbelscharniere, bei denen die Anschlagteile
über vier oder sieben Gelenkachsen miteinander verbindbar sind. Meist handelt es sich
dabei um Scharniere mit zwei Gelenkhebeln, wobei bei sogenannten Weitwinkelscharnieren
mit sieben Gelenkachsen häufig vorgesehen ist, dass mindestens ein Gelenkhebel zwei
relativ zueinander, über eine Gelenkachse verschwenkbare Schenkel aufweist. Eine Grundeigenschaft
aller Möbelscharniere ist ihre Doppelfunktion. Zum einen tragen sie den schwenkbaren
Möbelteil, zum anderen erlauben und führen sie aber auch die Schwenkbewegungen. Erfindungsgemäß
ist nun zusätzlich bei den Möbelscharnieren zumindest noch eine dritte Funktion, nämlich
der motorische Antrieb des Verschenkens, vorgesehen.
[0006] Die zum Verschwenken der Anschlagteile bevorzugt verwendeten Motoren weisen ein Motorgehäuse
und mindestens eine Motorachse auf, wobei letztere drehbar oder longitudinal verschiebbar
gegenüber dem Motorgehäuse gelagert sein kann. Bei Möbelscharnieren können, wie die
Ausführungsbeispiele weiter im Detail zeigen werden, sowohl Rotationsmotoren als auch
Linearmotoren eingesetzt werden. Beide können sowohl als Gleichstrom - als auch als
Wechselstrommotor ausgebildet sein. Für Möbelscharniere reicht es häufig aus, Motoren
mit vergleichsweise geringen Betriebsspannungen, vorzugsweise Gleichspannungen, zwischen
5 Volt und 25 Volt, vorzugsweise 24 Volt, vorzusehen. Die vom Motor zur Verfügung
zu stellenden elektrischen Leistungen liegen meist zwischen 2 und 30 Watt, vorzugsweise
zwischen 4 und 20 Watt.
[0007] Der Motor kann nicht nur zum Verschwenken der Anschlagteile beim Öffnen oder Schließen
sondern auch zum Dämpfen bzw. Abbremsen der Öffnungs- und/oder Schließbewegung eingesetzt
werden. Der Motor kann hierzu sowohl induktiv als auch mit einem ohmschen Widerstand
belastet werden. Die maximale Dämpfwirkung wird aber durch einfaches Kurzschließen
des Motors erreicht.
[0008] Der Motor kann mit seinem Abtrieb bzw. seiner Motorachse direkt einen Gelenkhebel
oder eine Gelenkachse des Scharniers antreiben. Es können aber auch Getriebe vorgesehen
sein. Darüber hinaus ist es wie weiter unten im Detail noch geschildert günstig, wenn
im Abtrieb des Motors eine, vorzugsweise elektromagnetische, Kupplung angeordnet ist,
welche zumindest zwischen einem geschlossenen Zustand, in dem sie eine Kraft bzw.
ein Drehmoment des Motors überträgt, und einem geöffneten Zustand, in dem sie keine
Kraft bzw. kein Drehmoment des Motors überträgt, vorzugsweise elektrisch, schaltbar
ist. Anstelle oder zusätzlich zur Kupplung können auch Möbelscharniere und vorzugsweise
auch Motoren mit einem, vorzugsweise an- und abschaltbaren, Freilauf verwendet werden,
zum Beispiel um das Scharnier im Falle eines Stromausfalls noch von Hand bewegen zu
können.
[0009] Weitere Vorteile und Einzelheiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Figurenbeschreibung. Dabei zeigen
- Fig. 1 bis 5
- ein erstes erfindungsgemäßes Beispiel, wie ein Motor am Scharnier angeordnet sein
kann,
- Fig. 6 bis 8
- eine alternative Form der Anordnung in Form eines zweiten Ausführungsbeispiels,
- Fig. 9 bis 11
- ein Ausführungsbeispiel, bei dem ein Rotationsmotor die Anschlagteile eines sogenannten
Weitwinkelscharniers gegeneinander verschwenkt,
- Fig. 12 und 13
- ein Weitwinkelscharnier mit einem Linearmotor,
- Fig. 14 und 15
- ein sogenanntens Rahmenscharnier mit einem Linearmotor,
- Fig. 16 und 17
- zwei schematische Schaltbilder zur Realisierung der Erfindung,
- Fig. 18
- ein erfindungsgemäßes Regelschema und
- Fig. 19 und 20
- schematische Darstellungen zu jeweils einer Öffnungs- und Schließbewegung.
[0010] Zunächst werden anhand der Fig. 1 bis 15 verschiedene Beispiele gezeigt, wie Motoren
an verschiedenen Scharniertypen erfindungsgemäß angeordnet werden können.
[0011] Die Fig. 1 bis 5 zeigen eine Ausführungsform, bei der ein Elektromotor 6 seitlich
am Scharnierarm 3 angeordnet ist. Der Scharnierarm 3 selbst, ist wie an sich bekannt,
auf eine im Möbelteil 1 verankerte Grundplatte 7 aufklippsbar. Es ist aber auch jede
andere beim Stand der Technik bekannte Befestigungsvariante möglich. Der Motor 6 ist
hier mit seinem Motorgehäuse 11 am Scharnierarm 3 fixiert. Das Gehäuse 11 könnte aber
auch an jedem anderen Anschlagteil angeordnet sein. Im Abtrieb des Motors ist zwischen
dem Zahnrad 17 und dem Motor auf der Motorachse 12 eine, vorzugsweise elektrisch,
schaltbare Kupplung 13 vorgesehen. Diese ist zumindest zwischen zwei Zuständen schaltbar.
Im sogenannten geschlossenen Zustand wird eine Kraft bzw. ein Drehmoment des Motors
6 übertragen, während im sogenannten geöffneten Zustand keine Kraft bzw. kein Drehmoment
vom Motor übertragen wird. Zusätzlich ist günstigerweise vorgesehen, dass die Stärke
der Kupplungskraft veränderbar ist. Darüber hinaus kann der Abtrieb in Form der Motorachse
12 auch mit einem aufwendinger gestalteten Getriebe zusammenwirken, wenn dies von
Nöten ist. Günstigerweise werden elektromagnetische Kupplungen 13 eingesetzt, da diese
sehr klein gebaut und einfach angesteuert werden können.
[0012] Die Kräfte- bzw. Drehmomentübertragung erfolgt bei geschlossener Kupplung 13 vom
Zahnrad 17 auf ein zweites Zahnrad 19, welches mit dem Innenhebel 8' über die Gelenkachse
5' starr verbunden ist. In dieser Weise kann eine vom Motor 6 hervorgerufene Drehbewegung
in ein Verschwenken des Gelenkhebels 8' übertragen werden, womit die beiden Anschlagteile
- hier der Scharnierarm 3 und der Scharniertopf 4 - und damit auch die beiden Möbelteile
1 und 2 gegeneinander verschwenkt werden. Die Übertragung der Drehbewegung über das
aus den Zahnrädern 17 und 19 gebildete Getriebe ist bei diesem Ausführungsbeispiel
aus Platzgründen so gewählt worden, damit beim Öffnen und Schließen keine Kollision
zwischen Motor 6 und Möbelteil 2 entsteht. Ein Getriebe kann aber auch zur Unter-
oder Übersetzung der Drehbewegung des Motors eingesetzt werden, falls entsprechend
höhere oder niedrigere Drehmomente gefordert werden. Bei entsprechendem Platzangebot
könnte der Motor aber auch direkt auf die Achse 5' des Innengelenkhebels 8' oder des
äußeren Gelenkhebels 8 geflanscht werden. Es ist auch denkbar, andere Drehachsen 5
zur Übertragung der Kräfte zu nutzen.
[0013] Zur Bestimmung der Ist-Lage und/oder der Ist-Geschwindigkeit ist bei diesem Ausführungsbeispiel
ein Encoder 14, welcher eine Encoderscheibe 15 und einen Lichtsensor 16 aufweist,
vorgesehen. Alternativ könnte als Bewegungs- bzw. Lagesensor aber auch ein Potentiometer
oder dergleichen eingesetzt werden. Günstig ist es, absolut messende Winkel- oder
Längenmesssysteme einzusetzen, welche auch nach einem Stromausschalten oder einem
Stromausfall die Absolutposition der Gelenkhebel 8' bzw. Achsen 5' und damit der Anschlagteile
zueinander bestimmen können. Wie weiter unten anhand von verschiedenen Regelschemata
noch erläutert, können die geschilderten Sensoren sowohl zur Lage- und Geschwindigkeitsbestimmung
als auch als Schalter zum Auslösen oder Stoppen einer Bewegung verwendet werden. Bei
Ausführungsbeispielen wie dem der Fig. 1 bis 5 ist die Motorachse 12 koaxial mit oder
parallel zu der oder einer der Gelenkachsen 5, 5' angeordnet.
[0014] Die Fig. 6 bis 8 zeigen eine erfindungsgemäße Ausführungsform, bei dem die Motorachse
12 im Wesentlichen senkrecht zu den Gelenkachsen 5, 5' angeordnet ist. Hier bietet
es sich an, zwischen Motorachse 12 und den angetriebenen Gelenkachsen 5' oder Gelenkhebeln
8' ein ein Schneckenrad 18 umfassendes Schneckenradgetriebe vorzusehen. Die Schnittdarstellung
gemäß Fig. 7 und 8 zeigen wie die Schnittdarstellung gemäß Fig. 4 und 5, über welche
Bauteile die Übertragung der Drehbewegung von der Motorachse 12 auf den Gelenkhebel
8' erfolgt. Auch hier ist das Zahnrad 19 starr mit der Gelenkachse 5' und dem Gelenkhebel
8' verbunden. Der Befestigungsbügel 20 hält das Motorgehäuse 11 in der für diese Anordnung
optimalen Lage, sodass ein Eingriff der Schnecke 18 in das Zahnrad 19 sichergestellt
ist. In dem Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 6 bis 8 sind der Encoder und der Freilauf
bzw. die Kupplung in das Motorgehäuse 11 integriert. Sie sind also von außen nicht
sichtbar. Diese Motortypen können natürlich grundsätzlich bei allen Ausführungsbeispielen
eingesetzt werden. Alternativ ist es auch möglich, entsprechende Schrittmotoren zu
verwenden.
[0015] Die Fig. 9 bis 13 zeigen in Ausführungsbeispielen, wie sogenannte Weitwinkelscharniere
mittels Motoren 6 zum Verschwenken der Möbelteile 1 und 2 ausgerüstet sein können.
Die Weitwinkelscharniere weisen dabei - wie an sich bekannt - sieben Gelenkachsen
5, 5' auf, wobei der äußere Gelenkhebel in Form von zwei relativ zueinander verschwenkbaren
Schenkeln 9 und 9' ausgebildet ist. Das Motorgehäuse 11 ist im Ausführungsbeispiel
gemäß der Fig. 9 bis 11 an einem relativ zum Scharnierarm 3 verschwenkbaren Zwischenteil
10 angeordnet. Die Motorachse 12 bildet gleichzeitig eine der Gelenkachsen 5'. Auf
ihr sitzt ein Zahnrad 17, welches ein zweites, starr am angetriebenen Schenkel 9'
befestigtes, Zahnrad 21 antreibt. Die Anordnung der Zahnräder 17 und 21 ist besonders
gut in der Schnittdarstellung gemäß Fig. 11 zu sehen. Diese zeigt auch den Hebel 23,
welcher zusammen mit dem Schenkel 9' die Verschwenkbarkeit des Zwischenstücks 10 gegenüber
dem Scharnierarm 3 ermöglicht.
[0016] Im Ausführungsbeispiel gemäß der Fig. 12 und 13 kommt anstelle eines Rotationsmotors
ein Linearmotor zum Einsatz. Auch in diesen ist günstigerweise sowohl der Encoder
zur Lage- und Geschwindigkeitsbestimmung als auch die Kupplung bzw. der Freilauf integriert.
Die Bewegung des Scharniers wird durch ein Ausfahren bzw. Einziehen der Motorachse
12 in das Motorgehäuse 11 bewirkt. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Motorgehäuse
11 schwenkbar am Zwischenteil 10 und die Motorachse 12 schwenkbar an der Gelenkachse
5' angeordnet.
[0017] Die Ausführungsformen gemäß den Fig. 14 und 15 zeigt ein Beispiel, wie ein sogenanntes
Rahmenscharnier mit einem Motor 6 - hier einem Linearmotor - ausgerüstet werden kann.
Am am Möbelrahmen 1 befestigbaren Anschlagteil 24 ist hierfür ein Stützhebel 25 angeordnet,
an welchem sich das Motorgehäuse 11 schwenkbar abstützt. Die in das Motorgehäuse ein-
und ausfahrbare Motorachse 12 ist schwenkbar im Scharniertopf 4 gelagert. Wie bei
allen Ausführungsbeispielen ist es auch hier sinnvoll, Getriebe und Motor nicht selbsthemmend
auszubilden, damit - zum Beispiel im Falle eines Stromausfalles - eine Öffnungs- und
Schließbewegung von Hand möglich ist.
[0018] Die Ansteuerung bzw. Regelung des Motors 6 zum Verschwenken der Anschlagteile wird
nun anhand von zwei schematischen Schaltskizzen gemäß der Fig. 16 und 17 erläutert.
Hierbei wird darauf hingewiesen, dass unter anderem alle vorab gezeigten Varianten,
wie ein Motor 6 am Möbelscharnier angeordnet sein kann, entsprechend regel- oder steuerbar
sind.
[0019] Fig. 16 zeigt ein sehr einfaches Ausführungsbeispiel. Hier ist der Motor über in
den Fig. 1 bis 15 nicht explizit dargestellte Stromleitungen 38 mit einer Stromquelle
37 und einem Schalter 36 verbunden. Der Motor 6 verschwenkt über die Motorachse 12
die Anschlagteile des Möbelscharniers 35. In einer sehr einfachen Ausführungsform
besitzt der - zum Beispiel von Hand - betätigbare Schalter 36 drei Schaltstellungen.
In einer ersten wird der Motor 6 so angesteuert, dass er das Möbelscharnier 35 in
die Offenstellung fährt. In einer zweiten Schaltposition des Schalters 36 wird das
Möbelscharnier 35 in Richtung Schließstellung geschwenkt. Bei der dritten Stellung
ist der Motor 6 stromlos geschaltet, er führt dann also keine Bewegung aus. In diesem
Schaltzustand ist günstigerweise eine im Motor 6 vorhandene Kupplung geöffnet bzw.
ein Freilauf aktiviert, damit das Möbelscharnier zur Not von Hand verschwenkt werden
kann. Neben einem von Hand betätigbaren Schalter 36 können auch durch eine Bewegung
oder Druck und/oder Zugbeaufschlagung der Anschlag- oder Möbelteile schaltbare Sensoren
verwendet werden. Dies können zum Beispiel die vorab erwähnten Encoder 14 oder Potentiometer
oder andere Winkel oder Entfernung messende Systeme, wie zum Beispiel optische Sensoren
oder dergleichen, sein. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass der Motor einen induktiven
Bewegungssensor aufweist, durch den er bei einer Bewegung der Anschlagteile, vorzugsweise
richtungsabhängig, an- und abschaltbar ist. Ist im stromlosen Zustand die Kupplung
oder der Freilauf geöffnet, so können günstigerweise mechanische Haltereinrichtungen
vorgesehen sein, die das Möbelscharnier 35 im Ruhezustand in der jeweiligen Position
halten.
[0020] In Fig. 17 ist eine bevorzugte Anordnung gezeigt. Hier übernimmt eine Regeleinrichtung
29 die Regelung der Öffnungs- und Schließbewegungen des Möbelscharniers 35. Die Regeleinrichtung
29 kann zusätzlich mit einem oben erwähnten Schalter 36 verbunden sein sowie weitere
Kommunikationsschnittstellen 30 zur Datenübertragung oder zum Überspielen von Steuersoftware
aufweisen. Die Regeleinrichtung 29 ist günstigerweise als Mikrocontroller ausgeführt.
Vorzugsweise über die Stromleitung 38 steuert sie den Motor 6 an. Über eine erste
Datenleitung 39 erhält sie von entsprechenden Sensoren im Motor 6 oder im Möbelscharnier
35 die Information über die Ist-Position und/oder Ist-Geschwindigkeit der Anschlagteile
des Möbelscharniers 35 und ein Signal über den Schalterzustand der Kupplung 13. Über
eine zweite Datenleitung 40 erhält sie von ebenfalls im Motor 6 und/oder im Möbelscharnier
35 anordenbaren Sensoren Schaltbefehle zum Verschwenken der Anschlagteile oder zum
Stoppen der Bewegung.
[0021] Günstigerweise ist es vorgesehen, die Sensoren zur Bestimmung der Ist-Position und
Ist-Geschwindigkeit auch als Sensoren für die Übertragung von Schaltbefehlen zu verwenden.
So kann zum Beispiel das leichte Antippen oder Ziehen am Möbelteil 2 über den entsprechenden
Anschlagteil auf einen Encoder oder ein Potentiometer übertragen werden.
[0022] Dieser Sensor gibt dann die Informationen über die erste Datenleitung 39 an die Regeleinrichtung
29 weiter, welche dieses Signal bei Überschreiten einer einstellbaren Schwelle als
Befehl zum Verschwenken des Möbelscharniers interpretiert und den Motor 6 entsprechend
ansteuert. Der Motor 6 kann dabei so angesteuert werden, dass er die an dem Möbelteil
von Hand begonnene Bewegung unterstützt oder gänzlich übernimmt. So kann es zum Beispiel
in einer besonderen Ausgestaltungsform der Schalter 36 vorgesehen sein, dass diese
am Türgriff angeordnet sind und auf entsprechende Druck- oder Zugbewegung am Türgriff
reagieren. Die Regeleinrichtung 29 kann in dieser Weise das Möbelscharnier 35 über
vorbestimmbare Winkelbereiche in die Öffnungs- oder Schließrichtung verschwenken,
die vollständigen Schließ- oder Öffnungsstellungen anfahren aber auch zu vehement
von Hand auf das Möbelteil übertragene Bewegungen dämpfen. Es kann auch vorgesehen
sein, dass nach einem Impuls am Möbelteil das Möbelscharnier 35 in die komplette Schließ-
oder Öffnungsstellung gebracht wird. Zum Beschleunigen und Bremsen der Anschlagteile
bzw. der Motorachse 12 können Vorgabewerte bzw. -funktionen in der Regeleinrichtung
29 gespeichert sein, in denen eine gewisse Reaktion auf eine detektierte Krafteinleitung
in das Möbelteil bzw. den Anschlagteil gespeichert ist. Es kann auch vorgesehen sein,
dass die Regeleinrichtung die Anschlagteile in die Schließstellung bringt, wenn nach
einem vorbestimmten Zeitintervall noch kein neues Ansteuersignal zum Öffnen und/oder
Schließen detektiert wurde. Die Regeleinrichtung 29 übernimmt über die dritte Datenleitung
41 bevorzugt natürlich auch die Ansteuerung der Kupplung 13 und schaltet diese zumindest
zwischen dem geschlossenen und dem geöffneten Zustand. Das Gleiche gilt für den gegebenenfalls
vorgesehenen Freilauf. Die Regeleinrichtung 29 kann separat aber auch am Möbelscharnier
angeordnet oder in dieses integriert sein.
[0023] Fig. 18 zeigt ein Regelschema für den Betrieb eines erfindungsgemäßen Motorscharniers
mittels einer Regelung. Die Regelung und Überwachung des Bewegungsprozesses beim Öffnen,
Schließen und Bremsen bzw. Stoppen übernimmt die Regeleinrichtung 29. Sie steuert
ein Leistungsstellglied in Form einer Verstärkerstufe 32 an. Diese elektronische Leistungsendstufe
verstärkt die Signale der Regeleinrichtung 32, um dann entsprechend den Motor 6 anzusteuern.
Aufgabe des Motors 6 ist es sowohl - vorzugsweise elektrische - Energie in mechanische
Energie umzuwandeln, um die Möbelteile gegeneinander zu verschwenken, als auch beim
Bremsvorgang mechanische Energie in, vorzugsweise elektrische, Energie zu verwandeln.
Die Ankupplung des Motors 6 an das zu bewegende Möbelscharnier 35 kann wie bereits
angeführt über ein Kupplungssystem 13 und gegebenenfalls zusätzlich über ein Getriebe
zur Unter- oder Übersetzung erfolgen. Die Ansteuerung der Kupplung 13 wird über eine
Signalleitung ebenfalls von der Regeleinrichtung 29 erledigt. Beim Verschenken der
Möbelteile 35 wandelt das Sensorsystem 34 die für die Prozessbeherrschung notwendigen
physikalischen Messgrößen wie Ist-Position, Ist-Geschwindigkeit (gegebenenfalls Drehzahl),
Beschleunigung (gegebenenfalls Drehmoment) in, vorzugsweise elektrische, Signale um
und liefert ein genormtes (busfähiges) Ausgangssignal an die Regeleinrichtung 29.
Für diesen Signal- bzw. Informationstransfer zwischen Sensorsystem 34 und Regeleinrichtung
29 wird je nach Komplexität des Datenaustausches entweder eine analoge Schnittstelle
(zum Beispiel Spannungsschnittstelle mit 0 bis 10 Volt) oder eine busfähige Schnittstelle
eingesetzt. An die Regeleinrichtung 29 kann über eine entsprechende analoge oder busfähige
Schnittstelle ein zusätzliches Bedienelement 28 angeschlossen sein. Das Bedienelement
28 kann in Form von Schaltern 36, speziellen Betätigungselementen, zum Beispiel zur
Unterstützung der Handbetätigung, oder optional auch als Notaustaster ausgebildet
sein. Darüber hinaus kann an die Regeleinrichtung 29 auch optional noch ein Anzeige-
bzw. Visualisierungselement 27 angeschlossen sein. Auch hier wird man je nach günstigerweise
Typ des Anzeigeelementes entweder eine analoge oder eine busfähige Schnittstelle vorsehen.
Vor allem zum Überspielen von Steuerungs- und Regelungssoftware 26 ist es in aller
Regel günstig, wenn die Regeleinrichtung 29 noch eine Kommunikationsschnittstelle
30 zur Parametrierung und/oder Programmierung aufweist. Diese ermöglichst günstigerweise
eine Anbindung an einen PC oder dergleichen und kann auch zum Informationsaustausch
mit einer möglichen übergeordneten Steuer- bzw. Regeleinrichtung, bei der zum Beispiel
mehrere Antriebe miteinander vernetzt sind, dienen. In der Regel werden auch hier
busfähige Schnittstellen eingesetzt. Je nach Ausbildung der Regeleinrichtung 29 sind
verschiedene Komponenten der Software 26 vorzusehen. Eine davon dient der Prozessregelung
und gegebenenfalls der Autoparametrierung des Regelprozesses. Darüber hinaus können
auch Softwarekomponenten zur Ansteuerung der Schnittstellen vorgesehen sein. Auch
zur Diagnose und Parametrierung des Antriebes können verschiedene Softwarekomponenten
vorgesehen werden. So kann der gesamte Bewegungsprozess beim Verschwenken der Möbelteile
visualisiert werden. Darüber hinaus kann auch Software zur manuellen Parametrierung
des Antriebsystems und zur Gesamtbedienung und Diagnose des Antriebssystems vorgesehen
sein. Bei der Energieversorgung 31 für die Energieeinspeisung in das Gesamtsystem
handelt es sich günstigerweise um eine 24 Volt Gleichstromleitung. Bei der Auslegung
der Energieversorgung ist in der Regel davon auszugehen, dass eine maximale mechanische
Leistung von ungefähr 5 Watt vorzusehen ist, woraus sich bei einem Wirkungsgrad von
ca. 25 % eine elektrische Leistung des Antriebs von ca. 20 Watt ergibt.
[0024] Fig. 19 zeigt ein Ablaufschema zum motorischen Verschwenken zweier über zumindest
ein erfindungsgemäßes Möbelscharnier verbundenen Möbelteile, wie zum Beispiel einer
Möbeltür und einem Möbelkorpus. Gegen eine Zeitachse t ist der Öffnungswinkel a -
gemessen zwischen Möbeltür und Möbelkorpus -, der Kupplungsstrom I
K und der Motorstrom I
M aufgetragen. α = 0 entspricht der Stellung der geschlossenen Türe. α
max bedeutet die maximale Öffnung der Türe. Bei I
Kmax ist die Kupplung im geschlossenen Zustand. Hier wird die Kraft bzw. das Drehmoment
des Motors 6 übertragen. Bei I
K = 0 ist die Kupplung geöffnet. Ein Motorstrom I
M = 0 bedeutet, dass der Motor sich nicht dreht. Beim I
M+ dreht sich der Motor in Richtung der Öffnungsstellung, bei I
M- in Richtung der Schließstellung. Bei der nun folgenden Beschreibung des Bewegungsablaufes
wird davon ausgegangen, dass zum t
0 über einen Schalter 36 der Befehl zum Öffnen der Tür gegeben wird. Zum Zeitpunkt
t
1 wird die Kupplung geschlossen. Zum Zeitpunkt t
2 läuft der Motor an und die Tür beginnt sich zu öffnen. Zum Zeitpunkt t
3 wird die Kupplung geöffnet und die Tür vor dem Erreichen der Öffnungsstellung durch
ein mechanisches Bremssystem, wie zum Beispiel einem Dämpfer, gebremst. Zum Zeitpunkt
t
4 erreicht sie ihren maximalen Öffnungswinkel α
max. Der Motor wird ausgestellt. Anstelle eines mechanischen Bremssystems kann natürlich
auch vorgesehen sein, dass der Motor vor dem Öffnen der Kupplung, also vor t
3, ausgestellt und widerstandsbelastet bzw. kurzgeschlossen wird. Er übernimmt dann
die Dämpffunktion solange die Kupplung geschlossen ist.
[0025] Solange die Türe in der Öffnungsstellung α
max verbleiben soll, sind Motor und Kupplung stromlos geschaltet. Die Kupplung ist dabei
geöffnet. Zum Zeitpunkt t
5 erhält der Schalter 36 den Befehl zum Schließen der Türe. Die Kupplung wird geschlossen.
Zum Zeitpunkt t
6 wird der Motor eingeschaltet. Er schließt nun die Türe, was am Verlauf von α zu erkennen
ist. Vor dem Erreichen der vollständigen Schließstellung (α = 0) öffnet die Kupplung
zum Zeitpunkt t
7. Der Motor wird zum Zeitpunkt t
8 abgestellt. Auf dem restlichen Schließweg Δα wird die Türe von einem beim Stand der
Technik bekannten mechanischen Schließsystem geschlossen. Alternativ ist es natürlich
auch möglich, auf das mechanische Schließsystem zu verzichten und den Motor bei geschlossener
Kupplung entsprechend länger in Betrieb zu halten bis die Türe geschlossen ist. Auch
hier kann das Abbremsen mittels Motor oder mittels eines mechanischen Dämpfers erfolgen.
[0026] In Fig. 20 ist der Bewegungsablauf bei einer alternativen Form der Regelung dargestellt.
Hier erfolgt die Auslösung der Schließ- und Öffnungsbewegung der Türe nicht durch
Betätigung eines Schalters 36 oder dergleichen sondern durch ein leichtes Verschwenken
α
s der Möbeltüre. Dies wird von einem entsprechenden Sensor, wie zum Beispiel einem
Encoder oder Potentiometer, erkannt und an die Regeleinrichtung 29 weitergeleitet.
Diese interpretiert das Verschwenken beim Überschreiten einer voreinstellbaren Schwelle
als Schaltbefehl und schließt zum Zeitpunkt t
1 die Kupplung. Zum Zeitpunkt t
2 wird der Motor angeschaltet, um die Türe zu öffnen. Bei Erreichen eines gewissen
Öffnungswinkels α zum Zeitpunkt t
a merkt das Sensorsystem, dass die Türe von einem Benutzer manuell in Öffnungsrichtung
beschleunigt wird. Die Regeleinrichtung öffnet daraufhin zum Zeitpunkt t
a die Kupplung und schaltet zum Zeitpunkt t
b den Motor aus. Zum Zeitpunkt t
c bemerkt der Sensor, dass die Türe nun nicht mehr von Hand weiterbewegt wird. Die
Regeleinrichtung 29 schaltet die Kupplung zum Zeitpunkt t
c und den Motor zum Zeitpunkt t
d wieder an, um die Türe vollständig zu öffnen. Der restliche Vorgang bis zum Erreichen
von α
max entspricht dem des Beispiels gemäß Fig. 19. Auch der Schließvorgang beginnt ab dem
Zeitpunkt t
5, wie oben angeführt. Die Auslösung zum Zeitpunkt t
5 kann sowohl über ein leichtes Verschwenken der Türe, wie bei α
s oder über einen Schalter 36 erfolgen. Auch beim Schließen der Türe ist nun das Eingreifen
einer Person in den Schließvorgang gezeigt. So wird zum Zeitpunkt t
e vom Sensor registriert, dass die Tür manuell beschleunigt wird. Die Kupplung wird
geöffnet. Der Motor wird zum Zeitpunkt t
f ausgeschaltet. Zum Zeitpunkt t
g registriert der Sensor das Ende der Betätigung der Tür von Hand. Die Kupplung wird
wieder eingeschaltet. Der Motor folgt zum Zeitpunkt t
h und schließt die Türe so weit, bis das mechanische Schließsystem das endgültige Schließen
auf dem Restweg Δα übernimmt.
[0027] Je nach Art der zu verschwenkenden Möbelteile kann es ausreichen, eine Möbeltüre
mit nur einem motorgetriebenen Scharnier und ergänzend mehreren Standardscharnieren
zu bestücken.
1. Möbelscharnier zum schwenkbaren Verbinden von zumindest zwei Möbelteilen mit mindestens
zwei jeweils an einem Möbelteil befestigbaren Anschlagteilen, wobei mindestens eines
der Anschlagteile, ein Scharniertopf (4) und mindestens eines der Anschlagteile ein
Scharnierarm (3) ist, die über mindestens eine Gelenkachse gelenkig miteinander verbindbar
sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Möbelscharnier mindestens einen Motor (6), vorzugsweise Elektromotor, zum Verschwenken
der Anschlagteile aufweist.
2. Möbelscharnier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Möbelscharnier ein Rahmenscharnier ist.
3. Möbelscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Anschlagteile auf eine an einem Möbelteil (1, 2) befestigbare
Grundplatte (7) aufklipsbar ist.
4. Möbelscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagteile über vier oder sieben Gelenkachsen (5, 5') miteinander verbindbar
sind.
5. Möbelscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagteile über mindestens einen, vorzugsweise zwei, Gelenkhebel (8, 8') miteinander
verbindbar sind.
6. Möbelscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Gelenkhebel (8, 8') zwei relativ zueinander über eine Gelenkachse
(5, 5') verschwenkbare Schenkel (9) aufweist.
7. Möbelscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (6) ein Motorgehäuse (11) und mindestens eine Motorachse (12) aufweist,
wobei die Motorachse (12) drehbar oder longitudinal verschiebbar gegenüber dem Motorgehäuse
(11) gelagert ist.
8. Möbelscharnier nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (6), vorzugsweise mit seinem Motorgehäuse (11), an einem Anschlagteil angeordnet,
vorzugsweise fixiert, ist.
9. Möbelscharnier nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (6), vorzugsweise mit seinem Motorgehäuse (11), an einem gegebenenfalls
vorhandenen Gelenkhebel (8) angeordnet, vorzugsweise fixiert ist.
10. Möbelscharnier nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (6), vorzugsweise mit seiner Motorachse (12), an der oder einer der Gelenkachse(n)
(5')angreift oder angeordnet ist.
11. Möbelscharnier nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (6), vorzugsweise über ein an seiner Motorachse (12) angeordnetes Zahnrad
(17) oder Schneckenrad (18), in einer Gelenkachse (5') oder einem Gelenkhebel (8')
angeordnetes Zahnrad (19) oder Schneckenrad eingreift.
12. Möbelscharnier nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Motorachse (12) koaxial mit oder parallel zu der oder einer der Gelenkachse(n)
(5, 5') angeordnet ist.
13. Möbelscharnier nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Motorachse (12) im Wesentlichen senkrecht zu der oder einer der Gelenkachse(n)
(5, 5') angeordnet ist.
14. Möbelscharnier nach einem der Ansprüche 7 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Motorgehäuse (11) an einem der Anschlagteile angeordnet ist und die Motorachse
(12), gegebenenfalls über einen Hebel bzw. Kniehebel, an dem oder einem der Gelenkhebel
(8') bzw. an der oder einer der Gelenkachsen (5') des Scharniers oder an dem anderen
Anschlagteil angreift.
15. Möbelscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (6) ein Rotationsmotor oder ein Linearmotor ist.
16. Möbelscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (6) ein Gleichstrommotor oder ein Wechselstrommotor ist.
17. Möbelscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (6) eine Betriebsspannung, vorzugsweise Gleichspannung, zwischen 5 V und
25 V, vorzugsweise von 24 V, benötigt.
18. Möbelscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (6) eine Leistung von 2 W bis 30 W, vorzugsweise von 4 W bis 20 W, aufweist.
19. Möbelscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (6) dazu geeignet ist, die Relativbewegung der Anschlagteile zueinander,
vorzugsweise in Abhängigkeit von mindestens einem Vorgabewert oder einer Vorgabefunktion,
bei einer Öffnungs- und/oder Schließbewegung zu dämpfen bzw. zu bremsen.
20. Möbelscharnier nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (6) induktiv oder widerstandsbelastet dämpfbar ist.
21. Möbelscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Möbelscharnier, vorzugsweise der Motor (6), einen, vorzugsweise an- und abschaltbaren,
Freilauf aufweist.
22. Möbelscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Abtrieb des Motors (6) eine, vorzugsweise elektromagnetische, Kupplung (13)
angeordnet ist, welche zumindest zwischen einem geschlossenen Zustand, in dem sie
eine Kraft bzw. ein Drehmoment des Motors (6) überträgt, und einem geöffneten Zustand,
in dem sie keine Kraft bzw. kein Drehmoment des Motors (6) überträgt, vorzugsweise
elektrisch, schaltbar ist.
23. Möbelscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (6) durch eine Bewegung oder eine Druck- und/oder Zugbeaufschlagung der
Anschlagteile an- bzw. anschaltbar ist.
24. Möbelscharnier nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass das Möbelscharnier, vorzugsweise der Motor (6), einen vorzugsweise Absolutwerte bestimmenden,
Bewegungssensor (34), vorzugsweise einen Encoder (14) oder ein Potentiometer, oder
einen Druck- und/oder Zugbeaufschlagungssensor zum Auslösen des Motors (6) aufweist.
25. Möbelscharnier nach Anspruch 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (6) einen induktiven Bewegungssensor aufweist, durch den er bei einer Bewegung
der Anschlagteile auslösbar ist.
26. Möbelscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass es eine mechanische Halteeinrichtung aufweist, die das Möbelscharnier (35) im Ruhezustand
in der jeweiligen Momentanposition, vorzugsweise in der Schließposition, hält.
27. Möbelscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass das Möbelscharnier, vorzugsweise der Motor (6), eine Einrichtung zur Bestimmung der
momentanen relativen Lage und/oder der momentanen relativen Geschwindigkeit von zumindest
zwei der Anschlagteile zueinander aufweist.
28. Möbelscharnier nach einem der Ansprüche 7 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (6) eine Einrichtung zur Bestimmung der momentanen relativen Lage und/oder
der momentanen relativen Geschwindigkeit der Motorachse (12) zum Motorgehäuse (11)
aufweist.
29. Möbelscharnier nach Anspruch 27 oder 28, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Bestimmung der relativen Lage und/oder der momentanen relativen
Geschwindigkeit ein, vorzugsweise Absolutwerte bestimmender, Encoder (14) oder Potentiometer
ist oder der Motor ein Schrittmotor ist.
30. Anordnung mit einem Möbelscharnier nach einem der Ansprüche 27 bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Regeleinrichtung (29) aufweist, welche dazu geeignet ist, unter Verwendung
mindestens eines Ist-Wertes der momentanen relativen Lage und/oder der momentanen
relativen Geschwindigkeit der Anschlagteile, den Motor (6) zur Beschleunigung und/oder
zum Bremsen der Anschlagteile in Abhängigkeit eines Vorgabewertes oder einer Vorgabefunktion
zu regeln.
31. Anordnung mit einem Möbelscharnier nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Regeleinrichtung (29) aufweist, welche dazu geeignet ist, unter Verwendung
mindestens eines Ist-Wertes der momentanen relativen Lage und/oder der momentanen
relativen Geschwindigkeit der Motorachse (12) zum Motorgehäuse (11), den Motor (6)
zur Beschleunigung und/oder zum Bremsen der Anschlagteile in Abhängigkeit eines Vorgabewertes
oder einer Vorgabefunktion zu regeln.
32. Anordnung nach einem der Ansprüche 30 oder 31, dadurch gekennzeichnet, dass die Regeleinrichtung dazu geeignet ist, unter Verwendung mindestens eines Ist-Wertes
eines gegebenenfalls vorhandenen Bewegungssensors (34) oder eines gegebenenfalls vorhandenen
Druck- und/oder Zugbeaufschlagungssensors, den Motor (6), vorzugsweise unter Berücksichtigung
des Vorgabewertes oder der Vorgabefunktion, so zu regeln, dass eine Beschleunigung
oder ein Bremsen der Anschlagteile ausgelöst wird.
33. Anordnung nach einem der Ansprüche 30 bis 32, dadurch gekennzeichnet, dass die Regeleinrichtung dazu geeignet ist, den Motor (6) so zu regeln, dass dieser,
vorzugsweise unter Berücksichtigung mindestens eines Ist-Wertes der momentanen relativen
Lage und/oder der momentanen relativen Geschwindigkeit der Anschlagteile oder der
Motorachse (12) zum Motorgehäuse (11), die Anschlagteile über einen vorbestimmten
Winkelbereich in Öffnungs- oder Schließrichtung zu verschwenken.
34. Anordnung nach einem der Ansprüche 30 oder 33, dadurch gekennzeichnet, dass die Regeleinrichtung dazu geeignet ist, den Motor (6) so zu regeln, dass dieser in
Abhängigkeit eines Signals eines gegebenenfalls vorhandenen Bewegungssensors (34)
oder eines gegebenenfalls vorhandenen Druck- und/oder Zugbeaufschlagungssensors, die
Anschlagteile in die Schließ -oder Öffnungsstellung bringt.
35. Anordnung nach einem der Ansprüche 30 bis 34, dadurch gekennzeichnet, dass die Regeleinrichtung dazu geeignet ist, den Motor (6) so zu regeln, dass dieser,
im Fall einer geöffneten Stellung der Anschlagteile, diese nach einem vorbestimmten
Zeitintervall in eine Schließstellung bringt.
36. Anordnung nach einem der Ansprüche 30 bis 35, dadurch gekennzeichnet, dass diese zusätzlich zum Möbelscharnier einem an einem Möbelteil (1, 2) anordenbaren
Bewegungssensor oder Druck- und/oder Zugbeaufschlagungssensor aufweist.
37. Anordnung nach einem der Ansprüche 30 bis 36 mit einem Möbelscharnier nach Anspruch
24, dadurch gekennzeichnet, dass die Regeleinrichtung (29) die Kupplung (13) zwischen dem geschlossenen und dem geöffneten
Zustand schaltet.
38. Anordnung nach einem der Ansprüche 29 bis 35, dadurch gekennzeichnet, dass die Regeleinrichtung (29) am Möbelscharnier angeordnet oder in dieses integriert
ist.
1. A furniture hinge for pivotably connecting at least two parts of an item of furniture
comprising at least two stop parts which can each be fastened to one part of the item
of furniture wherein at least one of the stop parts is a hinge cup (4) and at least
one of the stop parts is a hinge arm (3) which can be articulated to one another via
at least one articulated axle, wherein the furniture hinge has at least one motor
(6), preferably an electric motor, for swiveling the stop parts.
2. The furniture hinge as claimed in claim 1, wherein the furniture hinge is a frame
hinge.
3. The furniture hinge as claimed in any one of claims 1 to 2, wherein at least one of
the stop parts can be clipped onto a base plate (7) which can be fastened to a part
(1, 2) of the item of furniture.
4. The furniture hinge as claimed in any one of claims 1 to 3, wherein the stop parts
can be joined together via four or seven articulated axles (5, 5').
5. The furniture hinge as claimed in any one of claims 1 to 4, wherein the stop parts
can be joined together via at least one, preferably two, articulated levers (8, 8').
6. The furniture hinge as claimed in any one of claims 1 to 5, wherein at least one articulated
lever (8, 8') has two legs (9) which can be swiveled relative to each other via an
articulated axle (5, 5').
7. The furniture hinge as claimed in any one of claims 1 to 6, wherein the motor (6)
has a motor housing (11) and at least one motor shaft (12), the motor shaft (12) being
mounted so as to be rotatable or longitudinally displaceable with respect to the motor
housing (11).
8. The furniture hinge as claimed in claim 7, wherein the motor (6), preferably with
its motor housing (11), is arranged on, preferably fixed to, a stop part.
9. The furniture hinge as claimed in either claim 7 or claim 8, wherein the motor (6),
preferably with its motor housing (11), is arranged on, preferably fixed to, an articulated
lever (8) which may be present.
10. The furniture hinge as claimed in any one of claims 7 to 9, wherein the motor (6),
preferably with its motor shaft (12), acts or is arranged on the or one of the articulated
axle(s) (5').
11. The furniture hinge as claimed in any one of claims 7 to 10, wherein the motor (6)
engages, preferably via a gear-wheel (17) or worm wheel (18) arranged on its motor
shaft (12), with a gear-wheel (19) or a worm wheel, arranged on an articulated axle
(5') or an articulated lever (8').
12. The furniture hinge as claimed in any one of claims 7 to 11, wherein the motor shaft
(12) is arranged coaxially with or parallel to the or one of the articulated axle(s)
(5, 5').
13. The furniture hinge as claimed in any one of claims 7 to 11, wherein the motor shaft
(12) is arranged substantially perpendicularly to the or one of the articulated axle(s)
(5, 5').
14. The furniture hinge as claimed in any one of claims 7 to 13, wherein the motor housing
(11) is arranged on one of the stop parts and the motor shaft (12) acts, optionally
via a lever or toggle lever, on the or one of the articulated levers (8') or on the
or one of the articulated axles (5') of the hinge or on the other stop part.
15. The furniture hinge as claimed in any one of claims 1 to 14, wherein the motor (6)
is a rotational motor or a linear motor.
16. The furniture hinge as claimed in any one of claims 1 to 5, wherein the motor (6)
is a DC motor or an AC motor.
17. The furniture hinge as claimed in any one of claims 1 to 16, wherein the motor (6)
requires an operating voltage, preferably a DC voltage, of between 5 V and 25 V, preferably
of 24 V.
18. The furniture hinge as claimed in any one of claims 1 to 17, wherein the motor (6)
has a power of from 2 W to 30 W, preferably of from 4'W to 20 W.
19. The furniture hinge as claimed in any one of claims 1 to 18, wherein the motor (6)
is capable of damping or braking the relative movement of the stop parts with respect
to one another, preferably in dependence on at least one defined value or a defined
function, during an opening and/or closing movement.
20. The furniture hinge as claimed in claim 19, wherein the motor (6) can be damped inductively
or in a resistance-loaded manner.
21. The furniture hinge as claimed in any one of claims 1 to 20, wherein the furniture
hinge, preferably the motor (6), has a free-wheel which can preferably be switched
on and off.
22. The furniture hinge as claimed in any one of claims 1 to 21, wherein there is arranged
in an output of the motor (8) a, preferably electromagnetic, coupling (13) which is
switchable, preferably electrically, at least between a closed state in which it transmits
a force or a torque of the motor (6) and an opened state in which it transmits no
force or no torque of the motor (6).
23. The furniture hinge as claimed in any one of claims 1 to 22, wherein the motor (6)
can be switched on or off by a movement or an exertion of pressure and/or tension
on the stop parts.
24. The furniture hinge as claimed in claim 23, wherein the furniture hinge, preferably
the motor (6), has a movement sensor (34), preferably an encoder (14) or a potentiometer,
which determines a preferably absolute value, or a pressure and/or tension exertion
sensor for triggering the motor (6).
25. The furniture hinge as claimed in either claim 23 or claim 24, wherein the motor (6)
has an inductive movement sensor by means of which it can be triggered in the event
of movement of the stop parts.
26. The furniture hinge as claimed in any one of claims 1 to 25, wherein it has a mechanical
holding means which holds the furniture hinge (35) in the resting state in the respective
instantaneous position, preferably in the closed position.
27. The furniture hinge as claimed in any one of claims 1 to 26, wherein the furniture
hinge, preferably the motor (6), has a means for determining the instantaneous relative
position and/or the instantaneous relative speed of a least two of the stop parts
with respect to one another.
28. The furniture hinge as claimed in any one of claims 7 to 26, wherein the motor (6)
has a means for determining the instantaneous relative position and/or the instantaneous
relative speed of the motor shaft (12) with respect to the motor housing (11).
29. The furniture hinge as claimed in either claim 27 or claim 28, wherein the means for
determining the relative position and/or the instantaneous relative speed is an encoder
(14) or potentiometer, which preferably determines absolute values, or the motor is
a stepper motor.
30. An arrangement comprising a furniture hinge as claimed in any one of claims 27 to
29, wherein it has a regulating means (29) which is capable of regulating, using at
least one actual value of the instantaneous relative position and/or the instantaneous
relative speed of the stop parts, the motor (6) for accelerating and/or for braking
the stop parts in dependence on a defined value or a defined function.
31. An arrangement comprising a furniture hinge as claimed in claim 30, wherein it has
a regulating means (29) which is capable of regulating, using at least one actual
value of the instantaneous relative position and/or the instantaneous relative speed
of the motor shaft (12) with respect to the motor housing (11), the motor (6) for
accelerating and/or for braking the stop parts in dependence on a defined value or
a defined function.
32. The arrangement as claimed in either claim 30 or claim 31, wherein the regulating
means is capable of regulating, using at least one actual value of a movement sensor
(34) which may be present or of a pressure and/or tension exertion sensor which may
be present, the motor (6), preferably taking into account the defined value or the
defined function, in such a way as to trigger acceleration or braking of the stop
parts.
33. The arrangement as claimed in any one of claims 30 to 32, wherein the regulating means
is capable of regulating the motor (6) in such a way that said motor swivels, preferably
taking into account at least one actual value of the instantaneous relative position
and/or the instantaneous relative speed of the stop parts or of the motor shaft (12)
with respect to the motor housing (11), the stop parts over a predetermined angular
range in the opening or closing direction.
34. The arrangement as claimed in either claim 30 or claim 33, wherein the regulating
means is capable of regulating the motor (6) in such a way that said motor brings,
in dependence on a signal of a movement sensor (34) which may be present or of a pressure
and/or tension exertion sensor which may be present, the stop parts into the closed
or open position.
35. The arrangement as claimed in any one of claims 30 to 34, wherein the regulating means
is capable of regulating the motor (6) in such a way that said motor brings the stop
parts, if they are in an opened position, into a closed position after a predetermined
period of time.
36. The arrangement as claimed in any one of claims 30 to 35, wherein said arrangement
has, in addition to the furniture hinge, a movement sensor or pressure and/or tension
exertion sensor which can be arranged on a part (1, 2) of the item of furniture.
37. The arrangement as claimed in any one of claims 30 to 36 comprising a furniture hinge
as claimed in claim 24, wherein the regulating means (29) switches the coupling (13)
between the closed and the opened state.
38. The arrangement as claimed in any one of claims 29 to 35, wherein the regulating means
(29) is arranged on the furniture hinge or integrated therein.
1. Charnière de meuble pour l'assemblage pivotant d'au moins deux éléments d'un meuble,
comportant au moins deux éléments de butée, pouvant être fixés chacun à un élément
du meuble, où au moins l'un des éléments de butée est un godet de charnière (4) et
au moins un des éléments de butée est un bras de charnière (3), qui peuvent être reliés
l'un à l'autre de manière articulée par l'intermédiaire d'au moins un pivot d'articulation,
caractérisée en ce que la charnière de meuble comporte au moins un moteur (6), de préférence un moteur électrique,
destiné à faire pivoter les éléments de butée.
2. Charnière de meuble selon la revendication 1, caractérisée en ce que la charnière de meuble est une charnière cadre.
3. Charnière de meuble selon l'une quelconque des revendications 1 à 2, caractérisée en ce qu'au moins un des éléments de butée peut être clipsé sur une platine de base (7) apte
à être fixée sur un élément du meuble (1, 2).
4. Charnière de meuble selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que les éléments de butée peuvent être reliés entre eux par l'intermédiaire de quatre
ou sept pivots d'articulation (5, 5').
5. Charnière de meuble selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que les éléments de butée peuvent être reliés entre eux par au moins un, de préférence
deux leviers d'articulation (8, 8').
6. Charnière de meuble selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée en ce qu'au moins un levier d'articulation (8, 8') comporte deux branches (9) aptes à pivoter
l'une par rapport à l'autre par l'intermédiaire d'un pivot d'articulation (5, 5').
7. Charnière de meuble selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que le moteur (6) comporte un boîtier (11) et au moins un axe (12), l'axe (12) du moteur
étant monté rotatif ou mobile longitudinalement par rapport au boîtier (11).
8. Charnière de meuble selon la revendication 7, caractérisée en ce que le moteur (6), de préférence avec son boîtier (11), est disposé, de préférence fixé,
sur un élément de butée.
9. Charnière de meuble selon la revendication 7 ou 8, caractérisée en ce que le moteur (6), de préférence avec son boîtier (11), est disposé, de préférence fixé,
sur un levier d'articulation (8) éventuellement présent.
10. Charnière de meuble selon l'une quelconque des revendications 7 à 9, caractérisée en ce que le moteur (6), de préférence avec son boîtier (11), est attaché ou disposé sur le
ou l'un des pivots d'articulation (5').
11. Charnière de meuble selon l'une quelconque des revendications 7 à 10, caractérisée en ce que le moteur (6), de préférence par l'intermédiaire d'une roue dentée (17) ou vis sans
fin (18), montée sur son axe (12), engrène avec un pivot d'articulation (5') ou une
roue dentée (19) ou vis sans fin, montée sur le levier d'articulation (8').
12. Charnière de meuble selon l'une quelconque des revendications 7 à 11, caractérisée en ce que l'axe (12) du moteur est monté coaxialement ou parallèlement au ou à l'un des pivots
d'articulation (5, 5').
13. Charnière de meuble selon l'une quelconque des revendications 7 à 11, caractérisée en ce que l'axe (12) du moteur est monté sensiblement perpendiculairement au ou à l'un des
pivots d'articulation (5, 5').
14. Charnière de meuble selon l'une quelconque des revendications 7 à 13, caractérisée en ce que le boîtier (11) du moteur est monté sur un des éléments de butée, et l'axe (12) du
moteur, le cas échéant par l'intermédiaire d'un levier ou levier coudé, entre en prise
sur le ou l'un des leviers d'articulation (8') ou sur le ou l'un des pivots d'articulation
(5') de la charnière ou sur l'autre élément de butée.
15. Charnière de meuble selon l'une quelconque des revendications 1 à 14, caractérisée en ce que le moteur (6) est un moteur rotatif ou un moteur linéaire.
16. Charnière de meuble selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que le moteur (6) est un moteur à courant continu ou un moteur à courant alternatif.
17. Charnière de meuble selon l'une quelconque des revendications 1 à 16, caractérisée en ce que le moteur (6) nécessite une tension de service, de préférence une tension continue,
entre 5 V et 25 V, de préférence 24 V.
18. Charnière de meuble selon l'une quelconque des revendications 1 à 17, caractérisée en ce que le moteur (6) a une puissance de 2 W à 30 W, de préférence de 4 W à 20 W.
19. Charnière de meuble selon l'une quelconque des revendications 1 à 18, caractérisée en ce que le moteur (6) est apte à amortir ou freiner pendant un mouvement d'ouverture et/ou
de fermeture le mouvement relatif des éléments de butée l'un par rapport à l'autre,
de préférence en fonction d'au moins une valeur de référence ou d'une fonction de
référence.
20. Charnière de meuble selon la revendication 19, caractérisée en ce que le moteur (6) peut être atténué par voie inductive ou par une sollicitation de résistance.
21. Charnière de meuble selon l'une quelconque des revendications 1 à 20, caractérisée en ce que la charnière de meuble, de préférence le moteur (6), comporte une roue libre, pouvant
de préférence être connectée ou déconnectée.
22. Charnière de meuble selon l'une quelconque des revendications 1 à 21, caractérisée en ce que dans un organe de sortie du moteur (6) est monté un embrayage (13), de préférence
électromagnétique, qui peut être commuté, de préférence électriquement, au moins entre
une position fermée, dans laquelle il transmet une force ou un couple de rotation
du moteur (6), et une position ouverte, dans laquelle il ne transmet ni force ni couple
de rotation du moteur (6).
23. Charnière de meuble selon l'une quelconque des revendications 1 à 22, caractérisée en ce que le moteur (6) peut être connecté ou déconnecté par un mouvement ou une sollicitation
de pression et/ou de traction des éléments de butée.
24. Charnière de meuble selon la revendication 23, caractérisée en ce que la charnière de meuble, de préférence le moteur (6), comporte un capteur de déplacement
(34), de préférence un codeur (14) ou un potentiomètre, déterminant de préférence
des valeurs absolues, ou un capteur de sollicitation de pression et/ou de traction
pour déclencher le moteur (6).
25. Charnière de meuble selon la revendication 23 ou 24, caractérisée en ce que le moteur (6) comporte un capteur de déplacement inductif, par lequel il peut être
déclenché lors d'un mouvement des éléments de butée.
26. Charnière de meuble selon l'une quelconque des revendications 1 à 25, caractérisée en ce qu'elle comporte un dispositif de retenue mécanique, par lequel la charnière de meuble
(35), en position de repos, est maintenue dans la position actuelle respective, de
préférence dans la position de fermeture.
27. Charnière de meuble selon l'une quelconque des revendications 1 à 26, caractérisée en ce que la charnière de meuble, de préférence le moteur (6), comporte un dispositif destiné
à déterminer la position relative actuelle et/ou la vitesse relative actuelle d'au
moins deux des éléments de butée l'un par rapport à l'autre.
28. Charnière de meuble selon l'une quelconque des revendications 7 à 26, caractérisée en ce que le moteur (6) comporte un dispositif destiné à déterminer la position relative actuelle
et/ou la vitesse relative actuelle de l'axe (12) du moteur par rapport au boîtier
(11) du moteur.
29. Charnière de meuble selon la revendication 27 ou 28, caractérisée en ce que le dispositif destiné à déterminer la position relative et/ou la vitesse relative
actuelle est un codeur (14) ou potentiomètre, déterminant de préférence des valeurs
absolues, ou le moteur est un moteur pas à pas.
30. Charnière de meuble selon l'une quelconque des revendications 27 à 29, caractérisée en ce qu'elle comporte un dispositif de réglage (29) qui, moyennant l'utilisation d'au moins
une valeur réelle de la position relative actuelle et/ou de la vitesse relative actuelle
des éléments de butée, est apte à régler le moteur (6) en vue de l'accélération et/ou
en vue du freinage des éléments de butée en fonction d'une valeur de référence ou
d'une fonction de référence.
31. Système comportant une charnière de meuble selon la revendication 30, caractérisé en ce qu'il comporte un dispositif de réglage (29) qui, moyennant l'utilisation d'au moins
une valeur réelle de la position relative actuelle et/ou de la vitesse relative actuelle
de l'axe (12) du moteur par rapport au boîtier (11) du moteur, est apte à régler le
moteur (6) en vue de l'accélération et/ou en vue du freinage des éléments de butée
en fonction d'une valeur de référence ou d'une fonction de référence.
32. Système selon la revendication 30 ou 31, caractérisé en ce que le dispositif de réglage, moyennant l'utilisation d'au moins une valeur réelle d'un
capteur de déplacement (34) éventuellement présent ou d'un capteur de sollicitation
de pression et/ou de traction éventuellement présent, est apte à régler le moteur
(6), de préférence en tenant compte de la valeur de référence ou de la fonction de
référence, de telle sorte qu'une accélération ou un freinage des éléments de butée
se déclenchent.
33. Système selon l'une quelconque des revendications 30 à 32, caractérisé en ce que le dispositif de réglage est apte à régler le moteur (6), de telle sorte que celui-ci,
de préférence en tenant compte d'au moins une valeur réelle de la position relative
actuelle et/ou de la vitesse relative actuelle des éléments de butée ou de l'axe (12)
du moteur par rapport au boîtier (11) du moteur, fait pivoter les éléments de butée
d'une zone angulaire prédéterminée dans la direction d'ouverture ou la direction de
fermeture.
34. Système selon la revendication 30 ou 33, caractérisé en ce que le dispositif de réglage est apte à régler le moteur (6), de telle sorte que celui-ci,
en fonction d'un signal d'un capteur de déplacement (34) éventuellement présent ou
d'un capteur de sollicitation de pression et/ou de traction éventuellement présent,
amène les éléments de butée dans la position de fermeture ou la position d'ouverture.
35. Système selon l'une quelconque des revendications 30 à 34, caractérisé en ce que le dispositif de réglage est apte à régler le moteur (6), de telle sorte que, lorsque
les éléments de butée sont en position ouverte, il les amène dans une position de
fermeture après un intervalle de temps prédéterminé.
36. Système selon l'une quelconque des revendications 30 à 35, caractérisé en ce que celui-ci, en plus de la charnière de meuble, comporte un capteur de déplacement ou
capteur de sollicitation de pression et/ou de traction, pouvant être agencé sur un
élément (1, 2) du meuble.
37. Système selon l'une quelconque des revendications 30 à 36, comportant une charnière
de meuble selon la revendication 24, caractérisé en ce que le dispositif de réglage (29) commute l'embrayage (13) entre la position fermée et
la position ouverte.
38. Système selon l'une quelconque des revendications 29 à 35, caractérisé en ce que le dispositif de réglage (29) est monté sur la charnière de meuble ou est intégré
dans celle-ci.
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