[0001] Die Erfindung betrifft eine Beleuchtungsvorrichtung für Backöfen, insbesondere zur
Ausleuchtung der Ofenmuffel, sowie einen Backofen mit mindestens einer Beleuchtungsvorrichtung.
[0002] In der Ofenmuffel beziehungsweise dem Garraum eines Backofens herrschen beim Betrieb
des Backofens hohe Temperaturen. Beleuchtungsvorrichtungen, die die Ofenmuffel ausleuchten
sollen, müssen daher solchen Temperaturen standhalten können. Zu diesem Zweck werden
Backlampen mit einer temperaturbeständigen Glasscheibe versehen. Zur Befestigung der
Backlampe an der Ofenmuffel muss ein Stück der Seitenwand oder Deckwand der Ofenmuffel
herausgeschnitten werden. Über diesen Ausschnitt kommt es zu Wärmeverlusten in der
Ofenmuffel und daher zu einem höheren Energieverbrauch.
[0003] In der
DE 38 27 528 A1 ist zur Beseitigung dieser Probleme eine Vorrichtung für die Beleuchtung innerer
Räume eines Backofens vorgeschlagen, bei der die Lichtquelle in die Frontklappe des
Backofens integriert wird. Die Einleitung der Lichtstrahlen in die Ofenmuffel erfolgt
hierbei direkt von der Lichtquelle oder über Reflektoren. Der Nachteil dieser Art
der Beleuchtung liegt darin, dass diese nur von einer Seite, nämlich der Frontseite
ermöglicht wird. Eine Beleuchtung aus der Blickrichtung ist zudem grundsätzlich von
Nachteil für eine gute Beurteilung der Textur und somit der Eigenschaften des Betrachteten,
hier dem Gargut.
[0004] Darüber hinaus offenbart die
US 5,836,669 eine entfernte Beleuchtung sowie eine Lichtverteilung in Geräten.
[0006] Die
DE 103 01 078 A1 offenbart eine Beleuchtungsvorrichtung für Backöfen.
[0007] Schließlich offenbart die
EP 0 922 910 A1 eine multiebene Beleuchtungsvorrichtung für einen Haushaltsbackofen.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es eine Möglichkeit zu schaffen mit der eine
energiesparende Ausleuchtung der Ofenmuffel gewährleistet werden kann.
[0009] Diese Aufgabe wird nach einem ersten Aspekt der Erfindung durch die Merkmale des
Anspruchs 1 gelöst. Durch das Vorsehen eines Isoliermaterials, das im Folgenden auch
als Dämmmaterial bezeichnet wird, zwischen der Trennwand und der mindestens einen
Lichtquelle kann ein Wärmeverlust aus der Ofenmuffel im Bereich der Beleuchtungsvorrichtung
verhindert werden. Somit wird es möglich die Beleuchtungsvorrichtung großflächig auszugestalten
ohne einen Energieverlust hervorzurufen. Weiterhin können durch das Vorsehen eines
von der Trennwand separaten Isoliermaterials die Materialien der Trennwand und des
Isoliermaterials entsprechend der an diesen Komponenten herrschenden Bedingungen gewählt
werden. Während die Trennwand beispielsweise dem Angriff durch hohe Temperaturen und
gleichzeitig dem Angriff von Dünsten oder Wrasen standhalten muss, kann das Isoliermaterial
nach dessen Wärmedämmvermögen und dessen optischen Eigenschaften gewählt werden. Die
Trennwand stellt vorzugsweise eine temperaturbeständige Glasscheibe dar. Da es sich
bei dem Isoliermaterial um ein festes Material und nicht, wie im Stand der Technik,
um Luft handelt, kann das Isoliermaterial zudem eine Stützfunktion zum Stützen der
Trennwand übernehmen. Durch das Stützen der Trennwand ist es möglich diese großflächig
auszugestalten. Ein Durchbiegen aufgrund thermischer Änderungen kann dabei nicht erfolgen,
so dass die Stabilität und die Lebensdauer auch bei großen Beleuchtungsvorrichtungen
erhöht werden.
[0010] Mit der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung wird es zudem möglich eine so ausreichende
Wärmedämmung zu erzeugen, dass auch Lichtquellen verwendet werden können, die nur
geringen Umgebungstemperaturen standhalten. Eine separate Kühlung der Lichtquelle
beispielsweise über einen separaten Ventilator, der auch zur Kühlung der gesamten
Muffelwandung verwendet wird, kann entfallen. Eine solche Kühlung ist bei herkömmlichen
Beleuchtungsvorrichtungen mit einer hinter einer temperaturbeständigen Glasscheibe
angeordneten Glühbirne notwendig.
[0011] Als Isoliermaterial wird ein transparentes oder transluzentes poröses Material verwendet.
Durch ein Material mit diesen Beschaffenheiten kann zum einen durch die Hohlräume
in der porösen Struktur eine Wärmeleitung durch Konvektion unterbunden und durch den
geringen Festkörperanteil die Festkörperwärmeleitung reduziert werden. Zum anderen
kann der Durchlass des von der Lichtquelle ausgegebenen Lichtes gewährleistet werden.
[0012] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform besteht das Isoliermaterial aus Kieselsäure,
das heißt aus einem Siliziumdioxid. Bei der Kieselsäure kann es sich um pyrogene Kieselsäure,
Fällungskieselsäure, Lichtbogenkieselsäure oder Silica-Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
besteht das Isoliermaterial aus Kieselsäure, das heißt aus einem Siliziumdioxid. Bei
der Kieselsäure kann es sich um pyrogene Kieselsäure, Fällungskieselsäure, Lichtbogenkieselsäure
oder Silica-Aerogel handeln. Diese Materialien besitzen eine geringe Wärmeleitfähigkeit
und können somit zur Wärmedämmung dienen. Die Teilchengröße dieser Materialien kann
im Bereich von 0,5 µm bis 10 mm liegen.
[0013] Besonders bevorzugt besteht das Isoliermaterial aus einem Aerogel, insbesondere einem
Silica-Aerogel. Silica-Aerogel ist ein hoch poröses, nanostrukturiertes Material aus
einem SiO
2 -Netzwerk, das viele Hohlräume aufweist. Aufgrund der hohen Porosität weist Silica-Aerogel
hervorragende thermische Isolationseigenschaften auf. Die hohe Porosität im Nanobereich
führt dazu, dass sowohl die Wärmeleitung durch Konvektion unterbunden als auch durch
den geringen Festkörperanteil die Festkörperwärmeleitung reduziert ist. Zusätzlich
besitzt Silica-Aerogel eine hohe Transparenz für sichtbares Licht. Durch diese Kombination
von Eigenschaften eignet sich Silica-Aerogel besonders als Isoliermaterial für die
erfindungsgemäße Beleuchtungsvorrichtung. Weiterhin besitzt Silica-Aerogel eine geringe
Dichte, so dass die Beleuchtungsvorrichtung mit einem geringen Gewicht hergestellt
werden kann, wodurch die Anforderungen an die Befestigung, über die die Beleuchtungsvorrichtung
an der Innenwand der Ofenmuffel befestigt ist, gering sind, das heißt die Befestigung
einfach ausgestaltet sein kann. Schließlich besitzt Silica-Aerogel im Vergleich zu
anderen Isoliermaterialien eine hohe Festigkeit, durch die die Beständigkeit der Beleuchtungsvorrichtung
und damit deren Lebensdauer auch bei einer geringen Wandstärke der Trennwand erhöht
werden kann.
[0014] Das Isoliermaterial kann als Schüttung von granularem Material vorgesehen sein. Hierdurch
wird das Einbringen des Isoliermaterials zwischen die Trennwand und die mindestens
eine Lichtquelle vereinfacht. Zudem kann bei einer Schüttung die Schüttdichte und
die Verteilung einer Granulatgröße in der Schüttung so eingestellt werden, dass die
für die verwendete Lichtquelle notwendigen optischen Eigenschaften und Temperaturbedingungen
eingestellt werden können. Die zu verwendende Granulatgröße liegt hierbei vorzugsweise
im Bereich von 0,1 mm bis 8 mm. Besonders bevorzugt wird eine Schüttung aus granularem
Silica-Aerogel eingesetzt. Bei dieser Schüttung, insbesondere mit Granulat in dem
bevorzugten Bereich kann eine gute Farbwiedergabe erzielt und so eine naturnahe Begutachtung
des Gargutes gewährleistet werden.
[0015] Das Isoliermaterial kann statt in Form einer Schüttung aus granularem Material auch
in der Form eines Pulvers, insbesondere einer Pulverschüttung, vorliegen beziehungsweise
zwischen die Trennwand und die mindestens eine Lichtquelle eingebracht sein. In diesem
Fall eignet sich als Isoliermaterial beispielsweise pyrogene Kieselsäure, Fällungskieselsäure
oder Lichtbogenkieselsäure. Auch bei diesem Material können durch die Teilchengröße,
die Teilchengrößenverteilung und die Art des Isoliermaterials die Transmissionsspektren
der Isolierschicht beeinflusst werden. Die Korngröße des Pulvers kann hierbei bis
auf 0,5 µm heruntergehen.
[0016] Gemäß einer Ausführungsform ist das Isoliermaterial ein Monolith, insbesondere ein
Silica-Aerogel-Monolith.
[0017] Gemäß einer Ausführungsform wird als Lichtquelle eine Elektrolumineszenz-Lichtquelle
verwendet. Diese kann eine Leuchtfolie oder eine lichtemittierende Diode (LED) sein.
Der Vorteil dieser Lichtquellen liegt zum einen in der einfachen Herstellung und zum
anderen in dem geringen Energieverbrauch, der durch diese Lichtquellen hervorgerufen
wird. Die Verwendung von LEDs, die in der Regel nur Umgebungstemperaturen bis zu 80°C
standhalten, wird bei der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung ermöglicht, da
die LED durch das Isoliermaterial weitestgehend vom Innenraum der Ofenmuffel und den
dort herrschenden Temperaturen entkoppelt ist.
[0018] Insbesondere bei der Verwendung einer Schüttung von Silica-Aerogel als Isoliermaterial
können weitere Vorteile in Verbindung mit der Verwendung einer LED als Lichtquelle
erzielt werden. Durch Streuprozesse an der Schüttung wird das abgestrahlte Licht der
LEDs umverteilt, wodurch die Nachteile, die bei der herkömmlichen Verwendung von LEDs
auftreten, verhindert werden können. Leuchtdioden ermöglichen zwar eine hohe Lichtausbeute,
weisen aber in der Regel ein deutliches Maximum im blauen Spektralbereich auf. Ursache
ist die Erzeugung von blauem Licht im Halbleiterkristall. Dies ist bei der Beleuchtung
eines Backofens nicht erstrebenswert. Bei der Verwendung eines Isoliermaterials aus
nanostruktruierten Silicapartikeln hat es sich gezeigt, dass es zu einer Rotverschiebung
des von der LED emittierten Lichts kommt. Diese Verschiebung zu längeren Wellenlängen
resultiert aus der in dem Isoliermaterial auftretenden Rayleigh-Streuung des von der
LED ausgestrahlten Lichts. Hierdurch kann eine insgesamt naturnahe Farbwiedergabe
erzielt werden.
[0019] Im Vergleich zu Glühbirnen, die in herkömmlichen Beleuchtungsvorrichtungen verwendet
werden, kann die Lichtausbeute bei der Verwendung einer LED gesteigert werden und
damit bei einer vorgegebenen Mindestbeleuchtungsstärke in der Ofenmuffel der Energiebedarf
gesenkt werden.
[0020] Erfindungsgemäß ist es aber auch möglich als Lichtquelle eine Halogen-Glühlampe zu
verwenden. Durch die Verwendung von Leuchtdioden als Lichtquellen beziehungsweise
Leuchtmittel mit einer vorgesetzten Schicht aus transparentem nanostrukturiertem Silica
(Siliziumdioxid) kann eine besonders energiesparende und farbneutrale Backofenbeleuchtung
realisiert werden.
[0021] Vorzugsweise stellt die Trennwand Teil eines Aufnahmebehälters für das Isoliermaterial
dar. Der Aufnahmebehälter kann ein von dem Backofen separates Bauteil sein, das an
oder in der Wandung der Ofenmuffel an- beziehungsweise eingebracht wird. Beispielsweise
kann der Aufnahmebehälter aus zwei Glasscheiben bestehen, die in einem Rahmen gehalten
sind. In dem Aufnahmebehälter kann die mindestens eine Lichtquelle eingebracht sein.
Es ist aber auch möglich die Lichtquellen beispielsweise über Vertiefungen in der
Rückwand des Aufnahmebehälters in den Bereich des Isoliermaterials einzubringen. Durch
das Vorsehen eines Aufnahmebehälters, dessen eine Seite durch die Trennwand gebildet
wird, können optimale Bedingungen für das Isoliermaterial eingestellt werden, was
später genauer erläutert wird. Weiterhin werden die Herstellung und die Anbringung
der Beleuchtungsvorrichtung in der Ofenmuffel vereinfacht.
[0022] Eine Bedingung, die beispielsweise in dem Aufnahmebehälter eingestellt werden kann,
ist ein Unterdruck. Zur Einstellung der Betriebstemperatur an der Lichtquelle beziehungsweise
des Leuchtmittels ist in der Regel eine entsprechende Dicke der Isolierschicht oder
Schüttdichte des Isoliermaterials notwendig. Eine solche Vergrößerung der Schichtdicke
oder der Schüttdichte führt aber zu einem Sinken der Transmission der von dem Leuchtmittel
ausgehenden Strahlung durch das Isoliermaterial. Durch Evakuieren des Aufnahmebehälters
kann die Dämmmaterialmenge und damit auch die Dicke der Isolierschicht oder die Schüttdichte
reduziert werden. Durch diese Reduktion des Gasdruckes wird die Gaswärmeleitung in
den Hohlräumen des Isoliermaterials unterdrückt und das Isoliermaterial im Aufnahmebehälter
kann in diesem Fall eine Stützfunktion für die Trennwand übernehmen, so dass auch
eine großflächige Trennwand verwendet werden kann, ohne die Wandstärke der Trennwand
erhöhen zu müssen.
[0023] Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung einen Backofen mit mindestens
einer Beleuchtungsvorrichtung zum Ausleuchten der Ofenmuffel. Der Backofen zeichnet
sich dadurch aus, dass die mindestens eine Beleuchtungsvorrichtung eine der Ofenmuffel
zugewandte Trennwand und ein hinter der Trennwand vorgesehenes Isoliermaterial aufweist,
das zwischen der mindestens einen Lichtquelle und der Trennwand vorgesehen ist.
[0024] Die Größe der Beleuchtungsvorrichtungen ist aufgrund der Ausgestaltung der Beleuchtungsvorrichtungen
nicht begrenzt. Es kann auch eine Vielzahl von Beleuchtungsvorrichtungen vorgesehen
sein.
[0025] Gemäß einer Ausführungsform weist der Backofen mindestens zwei Beleuchtungsvorrichtungen
auf, die jeweils oberhalb von jeweils zwei übereinander liegenden Backebenen vorgesehen
sind. Dadurch wird es möglich mehrere Backbleche gleichzeitig auszuleuchten. Durch
die Verwendung der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung kann diese Ausleuchtung
mit deutlich reduzierten Energieverlusten an den Trennwänden und mit einem geringeren
Energiebedarf der gesamten Beleuchtungsvorrichtung erfolgen.
[0026] Bevorzugt sind die Beleuchtungsvorrichtungen an den Seitenwänden des Muffelraums
der Ofenmuffel vorgesehen. Die Beleuchtungsvorrichtungen sind vorzugsweise in die
Seitenwände eingebracht. Hierzu sind in den Seitenwänden des Muffelraums Vertiefungen
vorgesehen. Indem die Beleuchtungsvorrichtungen in Vertiefungen vorgesehen sind, kann
zum einen die Fläche, über die Wärme aus dem Muffelraum austreten könnte, minimiert
werden und zum anderen verkleinern die Beleuchtungsvorrichtungen den Innenraum der
Ofenmuffel nicht, so dass dieser in seiner gesamten Größe zur Aufnahme von Gar- oder
Backgut zur Verfügung steht.
[0027] Durch die seitliche Anordnung kann die Ausleuchtung der Backebenen optimiert werden.
Insbesondere kann auch bei mehreren in die unterschiedlichen Backebenen eingebrachten
Gargutträgern, wie beispielsweise Backbleche, eine Ausleuchtung aller Ebenen gewährleistet
werden. Auch auf der oberen Backebene kann mit der erfindungsgemäßen seitlichen Beleuchtung
eine gleichmäßigere Ausleuchtung der Backebene erzielt werden, als dies mit einer
Beleuchtung durch eine Glühbirne von oben auf die Backebene möglich ist.
[0028] Der Backofen weist vorzugsweise eine erfindungsgemäße Beleuchtungsvorrichtung auf.
[0029] Vorteile und Merkmale, die bezüglich der Beleuchtungsvorrichtung beschrieben werden,
gelten -soweit anwendbar- entsprechend für den erfindungsgemäßen Backofen und umgekehrt.
[0030] Die Erfindung wird im Folgenden erneut unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen
erläutert. Es zeigen:
Figur 1: eine schematische perspektivische Ansicht der Ofenmuffel eines erfindungsgemäßen
Backofens; und
Figur 2: eine schematische Schnittansicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Beleuchtungsvorrichtung.
[0031] Die in Figur 1 gezeigte Ofenmuffel 1 ist quaderförmig ausgestaltet und ohne Ofentür
beziehungsweise Frontklappe dargestellt. Der Muffelraum 2 ist begrenzt durch eine
bodenseitige Muffelwand 3, zwei seitliche, senkrechte Muffelwände 4 und 5, eine obere,
deckseitige Muffelwand 6 sowie eine rückwärtige Muffelwand 7. In fünf übereinander
liegenden Backebenen 8 bis 12 sind an den seitlichen Muffelwänden 4 und 5 Gleitschienen
13 bis 17 angebracht zur Halterung von einschiebbaren Gargutträgern, wie beispielsweise
dem dargestellten Backblech 18.
[0032] Zwischen den Gleitschienen 13 bis 17, die die Backebenen 8 bis 12 definieren, und
oberhalb der oberen Backebene 8 sind an den Seitenwänden 4 und 5 des Muffelraums 2
Beleuchtungsvorrichtungen 19 vorgesehen. Die Beleuchtungsvorrichtungen 19 besitzen
die Form von Beleuchtungsschienen und erstrecken sich in horizontaler Richtung entlang
der Seitenwände 4 und 5 vom Bereich der Vorderseite des Muffelraums 2 bis in die Nähe
der rückwärtigen Muffelwand 7. Die Beleuchtungsvorrichtungen 19 sind in Vertiefungen
20 in den Seitenwänden 4 und 5 der Ofenmuffel 1 aufgenommen und dort befestigt. Vorzugsweise
sind die Beleuchtungsvorrichtungen 19 vollständig in den Vertiefungen 20 aufgenommen,
das heißt stehen nicht in den Muffelraum 2 hinein.
[0033] Der Aufbau einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung wird
im Folgenden unter Bezugnahme auf die Figur 2 erläutert.
[0034] Die Beleuchtungsvorrichtung 19 umfasst in der dargestellten Ausführungsform einen
Aufnahmebehälter 21, der aus einer Trennwand 22, einer Rückwand 23 und einem diese
beiden Wände 22 und 23 tragenden Rahmen 24 besteht. Der Rahmen 24 definiert die Seitenwände
des rechteckigen Querschnitts des Aufnahmebehälters 21.
[0035] An der Rückwand 23 sind der Trennwand 22 des Aufnahmebehälters 21 zugewandt Lichtquellen
25 vorgesehen, die in der Figur nur schematisch angedeutet sind und beispielsweise
LEDs darstellen können. Bei dieser Ausführungsform dient der Aufnahmebehälter 21 somit
nicht nur der Aufnahme des Isoliermaterials 26, sondern auch der Aufnahme der Lichtquellen
25. In der Figur sind drei Lichtquellen 25 in dem Aufnahmebehälter 21 vorgesehen.
Diese können außer den eigentlichen Leuchtmitteln eine entsprechende Halterung umfassen,
die in der Figur 2 nicht gezeigt ist. Der Aufnahmebehälter 21 ist mit einem Isoliermaterial
26 gefüllt. Das Isoliermaterial 26 stellt vorzugsweise eine Schüttung aus Silica-Aerogel
dar. An der Rückwand 23 ist in der dargestellten Ausführungsform auf der der Trennwand
22 zugewandten Seite eine Reflexionsschicht 27, insbesondere eine Verspiegelung, aufgebracht,
über die eine Wiedereinkopplung von auf die Rückwand 23 treffendem Licht erfolgt.
[0036] Im eingebauten Zustand ist die Trennwand 22, die insbesondere eine temperaturbeständige
Glasscheibe darstellt, dem Muffelraum 2 zugewandt. Der Rahmen 24 und die Rückwand
23 sind in der Vertiefung 20 in der Seitenwand 4 oder 5 der Ofenmuffel 1 aufgenommen.
Die Rückwand 23 des Aufnahmebehälters 21 kann aus Glas oder einem anderen temperaturbeständigen
Material gefertigt sein. Der Rahmen 24 besteht beispielsweise aus Metall.
[0037] In dem Aufnahmebehälter 21 herrscht vorzugsweise ein reduzierter Gasdruck. Aus diesem
Grund sind die Übergänge zwischen der Trennwand 22 und dem Rahmen 24 beziehungsweise
dem Rahmen 24 und der Rückwand 23 entsprechend gasdicht ausgestaltet. Es kann beispielsweise
eine separate Dichtmasse (nicht dargestellt) verwendet werden. Alternativ können auch
die Rückwand 23 und der Rahmen 24 einteilig ausgestaltet sein.
[0038] Das von den Lichtquellen 25 ausgestrahlte Licht wird an dem Isoliermaterial 26 gestreut.
Durch diese Rayleigh-Streuung am Isoliermaterial 26 erfolgt eine Verschiebung des
Farbeindrucks des in den Muffelraum 2 eintretenden Lichtes ins Rötliche.
[0039] Mit diesem warmweißen Licht kann eine Ausleuchtung des Backofeninnenraums erzielt
werden, die den höchsten Anforderungen bei der optischen Beurteilung von Gargut entspricht,
insbesondere eine gute, naturnahe Farbwiedergabe gewährleistet.
[0040] Durch die Verwendung eines Silica-Aerogels oder einer anderen Kieselsäure kann eine
ausreichende Beleuchtungsstärke von 300 Ix erzielt werden. Zusätzlich zum mittleren
Wert der Beleuchtungsstärke ist die Verteilung der Beleuchtung von Bedeutung. Hierbei
ist eine gleichmäßige Beleuchtung auf niedrigem Niveau einer ungleichmäßigen Beleuchtung
auf hohem Niveau vorzuziehen. Ebenso von Bedeutung ist die Ausgewogenheit zwischen
diffuser und gerichteter Beleuchtung, die im Folgenden auch als Modelling bezeichnet
wird. Das allgemeine Erscheinungsbild verbessert sich, wenn Gegenstände darin so beleuchtet
werden, dass Form und Oberflächenstrukturen deutlich und auf angenehme Weise erkennbar
sind. Dies wird erreicht, wenn das Licht merkbar eine Vorzugsrichtung besitzt; es
entstehen so die für ein gutes Modelling wichtigen eindeutigen Schatten. Die Beleuchtung
sollte nicht zu stark gerichtet sein, da sich sonst zu harte Schatten bilden. Sie
sollte auch nicht zu diffus sein, da sonst der Modelling-Effekt verloren geht und
sich ein unattraktives Lichtklima ergibt. Diesen Anforderungen kann durch die Verwendung
eines Aerogels, insbesondere eines Silica-Aerogels, in Verbindung mit einer LED als
Lichtquelle Rechnung getragen werden und gleichzeitig die weiteren Vorteile, die mit
dem Aerogel erzielt werden können, insbesondere die gute Wärmedämmung, genutzt werden.
[0041] Mit der vorliegenden Erfindung wird es möglich eine gleichmäßige Beleuchtung des
Backofeninnenraums auch bei Einsatz aller Backbleche in den verschiedenen Backebenen
zu gewährleisten. Zudem kann eine gute Beurteilung des Gargutes ermöglicht werden.
Mit der erfindungsgemäßen Beleuchtung kann eine ausreichende mittlere Beleuchtungsstärke,
ein akzeptables Beleuchtungsklima, eine gute Farbwiedergabe, eine energieverbrauchsarme
Betriebesweise des Beleuchtungssystems und aufgrund der guten Wärmedämmung auch eine
energiearme Betriebsweise des Backofens gewährleistet werden.
1. Beleuchtungsvorrichtung für Backöfen, die mindestens eine Lichtquelle (25) und mindestens
eine Trennwand (22) zur Trennung der mindestens einen Lichtquelle (25) von dem Muffelraum
(2) einer Ofenmuffel (1) aufweist, wobei zwischen der mindestens einen Trennwand (22)
und der mindestens einen Lichtquelle (25) ein Isoliermaterial (26) eingebracht und
dieses ein transparentes oder transluzentes Wärmeisoliermaterial ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Wärmeisolationsmaterial porös ist.
2. Beleuchtungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Isoliermaterial (26) aus Kieselsäure besteht.
3. Beleuchtungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Isoliermaterial (26) ein Silica-Aerogel ist.
4. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Isoliermaterial (26) eine Schüttung von granularem Material ist.
5. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Isoliermaterial (26) eine Pulverschüttung ist.
6. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Isoliermaterial (26) ein Monolith ist.
7. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Lichtquelle (25) eine Elektrolumineszenz-Lichtquelle, insbesondere
eine Licht emittierende Diode (LED), ist.
8. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Trennwand (22) Teil eines Aufnahmebehälters (21) für das Isoliermaterial
(26) ist.
9. Beleuchtungsvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Aufnahmebehälter (21) ein reduzierter Gasdruck herrscht.
10. Backofen mit mindestens einer Beleuchtungsvorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1
bis 9.
11. Backofen nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass dieser mindestens zwei Beleuchtungsvorrichtungen (19) aufweist und diese jeweils
oberhalb von jeweils zwei übereinander liegenden Backebenen (8-12) vorgesehen sind.
12. Backofen nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Beleuchtungsvorrichtung (19) an der Seitenwand (4, 5) der Ofenmuffel
(1) vorgesehen ist.
1. Lighting device for an oven, which comprises at least one light source (25) and at
least one partition (22) for separating the at least one light source (25) from the
muffle chamber (2) of an oven muffle (1), wherein an insulation material (26) is introduced
between the at least one partition (22) and the at least one light source (25) and
said insulation material (26) is a transparent or translucent heat insulation material,
characterised in that the heat insulation material is porous.
2. Lighting device according to one of claims 1, characterised in that the insulation material (26) consists of silica.
3. Lighting device according to claim 1 to 2, characterised in that the insulation material (26) is a silica aerogel.
4. Lighting device according to one of claims 1 to 3, characterised in that the insulation material (26) is a loose fill of granular material.
5. Lighting device according to one of claims 1 to 3, characterised in that the insulation material (26) is a powder fill.
6. Lighting device according to one of claims 1 to 3, characterised in that the insulation material (26) is a monolith.
7. Lighting device according to one of claims 1 to 6, characterised in that the at least one light source (25) is an electroluminescence light source, especially
a light-emitting diode (LED).
8. Lighting device according to one of claims 1 to 7, characterised in that the at least one partition (22) is part of a receptacle (21) for the insulation material
(26).
9. Lighting device according to claim 8, characterised in that a reduced gas pressure prevails in the receptacle (21).
10. Oven with at least one lighting device according to one of claims 1 to 9.
11. Oven according to claim 10, characterised in that this features at least two lighting devices (19) and that these devices are provided
above two oven levels lying one above the other (8-12) in each case.
12. Oven according to one of claims 10 or 11, characterised in that the at least one lighting device (19) is provided on the side wall (4, 5) of the
oven muffle (1).
1. Dispositif d'éclairage pour fours, lequel présente au moins une source lumineuse (25)
et au moins une paroi de séparation (22) pour la séparation de l'au moins une source
lumineuse (25) de l'espace de moufle (2) d'un moufle de four (1), dans lequel un matériau
isolant (26) consistant en un matériau calorifuge transparent ou translucide est inséré
entre l'au moins une paroi de séparation (22) et l'au moins une source lumineuse (25),
caractérisé en ce que le matériau calorifuge est poreux.
2. Dispositif d'éclairage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le matériau isolant (26) est composé d'acide sillicique.
3. Dispositif d'éclairage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le matériau isolant (26) est un aérogel de silice.
4. Dispositif d'éclairage selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le matériau isolant (26) est un matériau granulaire en vrac.
5. Dispositif d'éclairage selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le matériau isolant (26) est une poudre en vrac.
6. Dispositif d'éclairage selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le matériau isolant (26) est un monolithe.
7. Dispositif d'éclairage selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'au moins une source lumineuse (25) est une source lumineuse électroluminescente,
en particulier une diode électroluminescente (DEL).
8. Dispositif d'éclairage selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'au moins une paroi de séparation (22) fait partie d'un réceptacle (21) pour le
matériau isolant (26).
9. Dispositif d'éclairage selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'une pression gazeuse réduite règne dans le réceptacle (21).
10. Four avec au moins un dispositif d'éclairage selon l'une des revendications 1 à 9.
11. Four selon la revendication 10, caractérisé en ce que celui-ci présente au moins deux dispositifs d'éclairage (19) et ces derniers sont
respectivement prévus au-dessus de deux plans de cuisson situés l'un au-dessus de
l'autre (8-12).
12. Four selon l'une des revendications 10 ou 11, caractérisé en ce que l'au moins un dispositif d'éclairage (19) est prévu sur la paroi latérale (4,5) du
moufle de four (1).