[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verbundprofil, insbesondere zur Verwendung
als Blendrahmen- oder Flügelrahmensystem eines Fensters, einer Tür oder einer Fassade,
wobei das Verbundprofil ein erstes Halbschalenprofil und ein von dem ersten Halbschalenprofil
beabstandetes zweites Halbschalenprofil sowie einen ersten und einen zweiten Verbindungssteg
aufweist, welche das erste und zweite Halbschalenprofil derart formschlüssig verbinden,
dass zwischen den Verbindungsstegen und den Halbschalenprofilen eine Isolierkammer
eingeschlossen wird. Die Erfindung betrifft des weiteren ein Verfahren zur Herstellung
eines solchen Verbundprofils sowie die Verwendung des Verbundprofils als wärmedämmendes
Verbundprofil in einem Blendrahmensystem und/oder in einem Flügelrahmensystem eines
Fensters, einer Tür oder einer Fassade.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind wärmegedämmte Fenstersysteme allgemein bekannt. So
ist beispielsweise in Fig. 1 in einer teilgeschnittenen perspektivischen Ansicht eine
herkömmliche Lösung zum Wärmedämmen eines Fenstersystems gezeigt. Das Fenstersystem
umfasst ein Fensterrahmenprofil 300, welches sich im wesentlichen aus einem Blendrahmensystem
100 und einem Flügelrahmensystem 200 zusammensetzt. Dabei ist vorgesehen, dass eine
Isolierglasscheibe 301 im Flügelrahmenprofil 200 eingesetzt und zwischen der entsprechenden
Außenschale 203 und Innenschale 202 des Flügelrahmenprofils 200 gehalten wird.
[0003] Das in Fig. 1 gezeigte Fensterrahmenprofil 300 weist als Blendrahmensystem 100 und
Flügelrahmensystem 200 jeweils wärmegedämmte Aluminium-Verbundprofile auf, die jeweils
aus einer Außenschale 103 bzw. 203 und einer Innenschale 102 bzw. 202 vorzugsweise
aus Leichtmetall bestehen, wobei zur Herabsetzung der Wärmeleitfähigkeit die entsprechenden
Außenschalen 103 bzw. 203 und Innenschalen 102 bzw. 202 über vorzugsweise aus Kunststoff
gefertigte Isolierstege 104, 105 bzw. 204, 205 kraftschlüssig miteinander verbunden
sind. Hierzu greifen die Isolierstege 104, 105 bzw. 204, 205 üblicherweise in entsprechende
an den Außenschalen 103 bzw. 203 und Innenschalen 102 bzw. 202 vorgesehene Nuten ein.
[0004] Üblicherweise stellt das Blendrahmensystem 100 ein mit dem Mauerwerk fest verbundener
Rahmen dar, an welchem das Flügelrahmensystem 200 beweglich angebracht ist. Wie bereits
angedeutet sind in Fig. 1 das Blendrahmensystem 100 und das Flügelrahmensystem 200
jeweils als sogenannte "Verbundprofile" ausgebildet, wobei jedes Verbundprofil eine
aus einem Metallprofil bestehende Innenschale 102 bzw. 202 und eine ebenfalls aus
einem Metallprofil bestehende Außenschale 103 bzw. 203 aufweist. Im Nachfolgenden
werden das Innenschalen- und Außenschalenprofil jeweils auch kurz als "Halbschalenprofil"
bezeichnet.
[0005] Die zu einem Verbundprofil gehörenden Halbschalenprofile sind voneinander beabstandet
angeordnet und werden über einen ersten (in Fig. 1 oberen) und einen zweiten (in Fig.
1 unteren) Verbindungssteg miteinander derart verbunden, dass zwischen den Verbindungsstegen
und den Halbschalenprofilen eine Isolierkammer 106 eingeschlossen wird.
[0006] Der Fig. 1 ist zu entnehmen, dass das Blendrahmensystem 100 sowie das Flügelrahmensystem
200 jeweils als wärmegedämmte Verbundprofile ausgeführt sind. Insbesondere sind bei
dem in Fig. 1 dargestellten Fensterrahmensystem 300 die jeweiligen Isolierkammern
106 mit einem Isoliermaterial 107 vollständig ausgefüllt, um möglichst zu verhindern,
dass innerhalb der zwischen den jeweiligen Verbindungsstegen und den Halbschalenprofilen
der jeweiligen Verbundprofile eingeschlosse Hohlkammer (Isolierkammer 106) eine Luftzirkulation
auftreten kann. Dadurch kann eine Verbesserung der Wärmedämmung erreicht werden.
[0007] Das vollständige Ausschäumen der Isolierkammer ermöglicht zwar eine Verbesserung
der Wärmedämmung, da eine Zirkulation der Luft zwischen dem außen liegenden Halbschalenprofil
und dem innen liegenden Halbschalenprofil unterbunden wird, in praktischer Hinsicht
allerdings weist diese Maßnahme - insbesondere im Hinblick auf die Herstellung eines
derartigen Verbundprofils - gewisse Nachteile auf.
[0008] Zum einen hat sich herausgestellt, dass ein vollständiges Ausfüllen der Isolierkammer
mit einem beispielsweise aufschäumenden Isoliermaterial unter Umständen nicht möglich
ist, was zur Folge hat, dass zwischen dem außen liegenden Halbschalenprofil und dem
innen liegenden Halbschalenprofil Luftspalte verbleiben können. Dies ist im Hinblick
auf die Wärmedämmung von Nachteil. Andererseits ist es im Hinblick auf die Herstellung
eines wärmegedämmten Verbundprofils relativ zeit- und arbeitsaufwendig, nach Ausbilden
der Isolierkammer, d.h. nach dem formschlüssigen Verbinden der beiden Halbschalenprofile
mit den jeweiligen Verbindungsstegen, die Isolierkammer mit dem wärmedämmenden Isolierschaum
vollständig auszufüllen. Insbesondere ist es dabei erforderlich, bei jedem Verbundprofil
individuell das Isoliermaterial in die Isolierkammer einzubringen.
[0009] Andererseits hat sich gezeigt, dass eine Verbesserung der Wärmedämmung auch dann
erreicht werden kann, wenn die zwischen den beiden Halbschalenprofilen ausgebildete
Isolierkammer nicht vollständig mit einem Isoliermaterial aufgefüllt wird. So wird
beispielsweise in der Druckschrift
DE 102 12 452 A1 vorgeschlagen, auf ein vollständiges Ausschäumen der Isolierkammer mit einem Isoliermaterial
zu verzichten, und stattdessen vorgefertigte Dämmleisten aus einem wärmedämmenden
Isolierschaum zu verwenden. Bei dieser vorgeschlagenen Lösung wird die Dämmleiste
an einem der beiden Verbindungsstege auf dessen der Isolierkammer zugewandten Seite
entsprechend befestigt. Diese Lösung weist im Hinblick auf einen reduzierten Materialeinsatz
des Dämmmaterials sowie im Hinblick auf den zeitlichen Aufwand bei der Montage des
Verbundprofils im Vergleich zum vollständigen Ausschäumen der Isolierkammer Vorteile
auf.
[0010] Die in der Druckschrift
DE 102 12 452 A1 angegebene Lösung weist allerdings den Nachteil auf, dass die zum Einsatz kommenden
Dämmleisten grundsätzlich in Abhängigkeit von dem Querschnitt der aufzufüllenden Isolierkammer
vorab festgelegt werden müssen. Anders ausgedrückt bedeutet dies, dass der Querschnitt
der zum Einsatz kommenden Dämmleiste an die Querschnittsformgebung der in dem Verbundprofil
ausgebildeten Isolierkammer angepasst werden muss. Somit ist es erforderlich, dass
eine Vielzahl unterschiedlicher Dämmleisten bereitgestellt werden muss, um bei Verbundprofilen
mit Isolierkammern unterschiedlicher Querschnittsformgebung eine Wärmedämmung zu ermöglichen.
Dieses Erfordernis führt dazu, dass die Dämmleisten unter Umständen für jede Anwendung
individuell gefertigt werden müssen, was relativ zeit- und arbeitsaufwendig ist.
[0011] Auf der Grundlage dieser Problemstellung liegt der vorliegenden Erfindung nun die
Aufgabe zugrunde, ein Verbundprofil anzugeben, bei welchem eine gute Wärmedämmung
möglich ist, ohne dass die zuvor beschriebenen Probleme und Nachteile auftreten. Insbesondere
soll ein Verbundprofil angegeben werden, bei dem die Wärmedämmung mit Hilfe von möglichst
universell einsetzbaren und modularen aufgebauten Dämm- bzw. Isolierleisten möglich
ist. Des weiteren liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung
eines solchen wärmegedämmten Verbundprofils anzugeben.
[0012] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird im Hinblick auf die Vorrichtung
mit einem Verbundprofil der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst,
dass erste und zweite Isolierleisten zum Einsatz kommen, welche jeweils ein Basisteil
und zumindest ein auf dem jeweiligen Basisteil aufsitzendes Schaftteil aufweisen,
wobei das Basisteil der ersten Isolierleiste auf der der Isolierkammer zugewandten
Seite des ersten Verbindungsstegs und das Basisteil der zweiten Isolierleiste auf
der der Isolierkammer zugewandten Seite des zweiten Verbindungsstegs aufliegt, und
wobei die erste Isolierleiste eine erste Querschnittsformgebung und die zweite Isolierleiste
eine zur ersten Querschnittsformgebung komplementär ausgeführte zweite Querschnittsformgebung
aufweist, so dass die erste Isolierleiste zumindest teilweise mit der zweiten Isolierleiste
in Eingriff bringbar ist.
[0013] Unter dem hierin verwendeten Begriff "Querschnittsformgebung der Isolierleiste" ist
die spezielle Form der Querschnittsfläche der Isolierleiste zu verstehen, d.h. die
Formgebung der Schnittsfläche der Isolierleiste im Winkel von 90° zu der Längsachse
der Isolierleiste. Insbesondere handelt es sich bei der Form der Querschnittsfläche
um eine von der Größe der Querschnittsfläche unabhängige Kenngröße der Isolierleiste.
[0014] Die mit der erfindungsgemäßen Lösung erzielbaren Vorteile liegen auf der Hand. Durch
die Verwendung von zwei Isolierleisten mit entsprechenden Querschnittsformgebungen
derart, dass die beiden Isolierleisten zumindest teilweise miteinander in Eingriff
bringbar sind, ist es möglich, ein und denselben Isolierleistentyp über einen relativ
weiten Bereich von unterschiedlichen Isolierkammern einzusetzen und dabei eine optimale
Wärmedämmung zu erreichen. Indem die jeweiligen Querschnittsformgebungen der ersten
und zweiten Isolierleiste zueinander komplementär ausgeführt sind, so dass diese beiden
Isolierleisten miteinander in Eingriff gebracht werden können, kann durch das Maß
des Eingriffes der beiden Isolierleisten der relative Abstand der beiden Verbindungsstege
variiert werden, so dass der gleiche Isolierleistentyp bei einem Verbundprofil eingesetzt
werden kann, bei welchem die beiden Verbindungsstege, welche das erste und zweite
Halbschaleprofil formschlüssig miteinander verbinden, nur relativ kurz voneinander
beabstandet sind, während gleichzeitig der Isolierleistentyp auch bei einem Verbundprofil
verwendet werden kann, bei welchem der Abstand zwischen den beiden Verbindungsstegen
größer ist. Wesentlich ist dabei, dass die beiden Isolierleisten im zusammengebauten
Zustand des Verbundprofils zumindest teilweise miteinander in Eingriff stehen, um
somit eine Luftzirkulation durch die Isolierkammer möglichst zu unterbinden, was eine
gute Wärmedämmung ermöglicht.
[0015] Unter dem hierin im Zusammenhang mit den ersten und zweiten Isolierleisten verwendeten
Begriff "in Eingriff stehen" ist allgemein ein Zustand zu verstehen, in welchem die
jeweiligen Schaftteile der ersten und zweiten Isolierleisten zumindest teilweise in
einer gemeinsamen, parallel zum Basisteil der ersten Isolierleiste und/oder zum Basisteil
der zweiten Isolierleiste verlaufenden Ebene liegen. Dies ist beispielsweise dann
der Fall, wenn die Querschnittsformgebung der ersten/zweiten Isolierleiste U-förmig
und die Querschnittsformgebung der zweiten/ersten Isolierleiste T-förmig ausgebildet
ist, wobei im zusammengesetzten Zustand die Schenkel der U-förmig ausgebildeten Isolierleiste
zumindest teilweise den Schaft der T-förmigen Isolierleiste einschließen. Andererseits
liegt beispielsweise auch dann ein Eingriff im Sinne der vorliegenden Spezifikation
vor, wenn die Querschnittsformgebung der ersten/zweiten Isolierleiste L-förmig ausgeführt
ist und die Querschnittsformgebung der zweiten/ersten Isolierleiste eine um 180° gedrehte
L-förmige Formgebung aufweist, wobei die jeweiligen Schäfte der Isolierleisten zumindest
teilweise nebeneinander liegen. Insbesondere ist es somit nicht erforderlich, dass
zwischen der ersten und zweiten Isolierleiste eine form- oder kraftschlüssige Verbindung
vorliegt, wenn diese miteinander in Eingriff stehen.
[0016] Im Hinblick auf das Verfahren wird die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe mit
den nachfolgend angegebenen Verfahrensschritten gelöst:
[0017] Zunächst werden ein erstes und ein zweites Halbschalenprofil sowie ein erster und
ein zweiter Verbindungssteg bereitgestellt. Anschließend werden die ersten und zweiten
Halbschalenprofile mit den ersten und zweiten Verbindungsstegen derart formschlüssig
verbunden, dass zwischen den Halbschalenprofilen und den Verbindungsstegen eine Isolierkammer
gebildet wird. Um eine Wärmedämmung zu ermöglichen, ist bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren ferner vorgesehen, dass erste und zweite Isolierleisten bereitgestellt werden,
welche jeweils ein Basisteil und zumindest ein auf dem jeweiligen Basisteil aufsitzendes
Schaftteil aufweisen. Dabei ist vorgesehen, dass das Basisteil der ersten Isolierleiste
auf der der Isolierkammer zugewandten Seite des ersten Verbindungsstegs und das Basisteil
der zweiten Isolierleiste auf der der Isolierkammer zugewandten Seite des zweiten
Verbindungsstegs befestigt werden. Das Befestigen der jeweiligen Basisteile auf den
zugehörigen Verbindungsstegen kann entweder vor oder nach dem formschlüssigen Verbinden
der beiden Halbschalenprofile mit den beiden Verbindungsstegen erfolgen.
[0018] Wie auch bei dem erfindungsgemäßen Verbundprofil ist bei dem vorgeschlagenen Verfahren
ebenfalls vorgesehen, dass die erste Isolierleiste eine erste Querschnittsformgebung
und die zweite Isolierleiste eine zur ersten Querschnittsformgebung komplementär ausgeführte
zweite Querschnittsformgebung aufweisen, so dass - nach dem formschlüssigen Verbinden
der beiden Halbschalenprofile mit den beiden Verbindungsstegen - in der Isolierkammer
die erste Isolierleiste zumindest teilweise mit der zweiten Isolierleiste in Eingriff
steht.
[0019] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren handelt es sich um ein besonders leicht auszuführendes
und dabei effektives Verfahren zum Bereitstellen eines wärmegedämmten Verbundprofils,
wobei mit diesem Verbundprofil die zuvor beschriebenen Vorteile erzielbar sind.
[0020] Vorteilhafte Weiterentwicklungen des erfindungsgemäßen Verbundprofils bzw. des Verfahrens
zur Herstellung eines derartigen Verbundprofils sind in den abhängigen Ansprüchen
angegeben.
[0021] So ist im Hinblick auf die bei dem Verbundprofil zum Einsatz kommenden Isolierleisten
besonders bevorzugt vorgesehen, dass die erste Isolierleiste und die zweite Isolierleiste
jeweils identische Querschnittsformgebungen aufweisen, wobei allerdings im zusammengebauten
Zustand des wärmegedämmten Verbundprofils die Querschnittsformgebung der zweiten Isolierleiste
im Hinblick auf die Querschnittsformgebung der ersten Isolierleiste um 180° gedreht
ist. Der Vorteil dieser Ausführungsform ist insbesondere darin zu sehen, dass sowohl
für die erste Isolierleiste als auch die zweite Isolierleiste im Hinblick auf die
Querschnittsformgebung ein und derselbe Leistentypen verwendet werden können. Dies
ist hinsichtlich der Herstellung und des Bereitstellens von möglichst modular ausgeführten
Isolierleisten für eine Vielzahl unterschiedlicher Verbundprofiltypen von Vorteil.
[0022] Alternativ oder zusätzlich zu der zuletzt genannten bevorzugten Ausführungsform hinsichtlich
der Querschnittsformgebung der ersten und zweiten Isolierleiste ist es ferner denkbar,
dass die erste und zweite Isolierleiste im Hinblick auf die Mittenlängsachse der Isolierkammer
jeweils punktsymmetrisch ausgeführte Querschnittsformgebungen aufweisen. Unter dem
hierin verwendeten Begriff "Mittenlängsachse der Isolierkammer" ist die in Längsrichtung
verlaufende Achse gemeint, welche durch den Querschnittsmittelpunkt der Isolierkammer
läuft.
[0023] Bei einer bevorzugten Realisierung, insbesondere der zuletzt genanten Ausführungsform,
bei welcher die erste Isolierleiste und die zweite Isolierleiste im Hinblick auf die
Mittenlängsachse der Isolierkammer punktsymmetrisch ausgeführte Querschnittformgebungen
aufweisen, ist vorgesehen, dass die erste Isolierleiste eine im wesentlichen L-förmige
Querschnittsformgebung und die zweite Isolierleiste eine um 180° gedrehte, im wesentlichen
L-förmige Querschnittsformgebung aufweist, wobei die jeweiligen Schaftteile der ersten
und zweiten Isolierleisten im Hinblick auf die Mittenlängsachse der Isolierkammer
punktsymmetrisch ausgebildet und angeordnet sind. Bei dieser bevorzugten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verbundprofils wird somit der Eingriff zwischen den beiden Isolierleisten
durch ein zumindest teilweises seitliches Überlappen der jeweiligen Schaftteile bewirkt.
[0024] Alternativ zu den zuvor diskutierten Weiterentwicklungen, welche die jeweiligen Querschnittsformgebungen
der Isolierleisten betreffen, ist es aber auch denkbar, dass einerseits die erste
Querschnittsformgebung der ersten Isolierleiste im Hinblick auf eine senkrecht zum
Basisteil der ersten Isolierleiste verlaufende Symmetrieachse spiegelsymmetrisch ausgeführt
ist, und dass andererseits die zweite Querschnittsformgebung der zweiten Isolierleiste
im Hinblick auf eine senkrecht zum Basisteil der zweiten Isolierleiste verlaufende
Symmetrieachse spiegelsymmetrisch ausgeführt ist, wobei die erste Isolierleiste mit
der zweiten Isolierleiste durch ein zumindest teilweises Verzahnen der jeweiligen
Schaftteile in Eingriff bringbar ist.
[0025] In einer bevorzugten Realisierung der zuletzt genannten Weiterentwicklung wäre es
dabei denkbar, dass die erste Querschnittsformgebung der ersten Isolierleiste im wesentlichen
U-förmig und die zweite Querschnittsformgebung der zweiten Isolierleiste im wesentlichen
T-förmig ausgebildet ist. Selbstverständlich kommen hier aber auch andere Querschnittsformgebungen
in Frage, wie etwa kammartig ausgeführte Querschnittsformgebungen. Allgemein bleibt
festzuhalten, dass die geeigneten Querschnittformgebungen der ersten und zweiten Isolierleiste
im Hinblick auf die Wärmedämmung besonders bevorzugt sind, wenn der Eingriff zwischen
den beiden Isolierleisten durch ein zumindest teilweises Verzahnen der jeweiligen
Schaftteile erfolgt, da auf diese Weise eine Luftzirkulation in der Isolierkammer
nahezu vollständig unterbunden werden kann.
[0026] Grundsätzlich ist es bevorzugt, dass die erste und/oder die zweite Isolierleiste
aus einem Polyethylenmaterial, insbesondere aus einem Polyethylenschaum gebildet sind.
Dieses Material ist aus dem Stand der Technik als Isoliermaterial bekannt, und weist
auch bei der Fertigung der Isolierleisten Vorteile auf, auf die hierin nicht näher
eingegangen werden soll. Selbstverständlich sind für die Isolierleisten aber auch
andere Materialien denkbar.
[0027] Weiter ist es aus herstellungstechnischer Sicht von Vorteil, wenn die erste und/oder
die zweite Isolierleiste insgesamt einstückig ausgebildet sind, um somit die zur Herstellung
der Isolierleisten erforderlichen Verfahrensschritte zu reduzieren.
[0028] Im Hinblick auf das Befestigen der jeweiligen Basisteile der Isolierleisten auf der
der Isolierkammer zugewandten Seite des zugehörigen Verbindungssteges ist es bevorzugt,
dass auf der der Isolierkammer zugewandten Seite des entsprechenden Verbindungssteges
entsprechende Befestigungsmittel ausgebildet sind, die ausgelegt sind, um eine vorzugsweise
lösbare Verbindung mit dem Basisteil der entsprechenden Isolierleiste auszubilden.
Hierfür kommen beispielsweise Rast- bzw. Klickverbindungen in Frage, wobei ein Teil
des entsprechenden Basisteils der Isolierleiste in einer am Verbindungssteg ausgebildeten
Vorrichtung einrastet und somit kraft- bzw. formschlüssig gehalten wird. Dabei ist
besonders bevorzugt vorgesehen, dass die Verbindung zwischen dem Basisteil der Isolierleiste
und dem Verbindungssteg lösbare ausgeführt ist, um die Montage des erfindungsgemäßen
Verbundprofils zu vereinfachen, und um insbesondere eine Austauschbarkeit der Isolierleisten
zu gewährleisten.
[0029] Alternativ oder zusätzlich zu der zuletzt genannten Ausführungsform, bei welcher
auf der der Isolierkammer zugewandten Seite des entsprechenden Verbindungssteges entsprechende
Befestigungsmittel ausgebildet sind, ist es aber auch denkbar, dass auf der der Isolierkammer
zugewandten Seite des ersten Verbindungsstegs und/oder des zweiten Verbindungsstegs
zumindest eine sich in die Isolierkammer erstreckende Querfahne ausgebildet ist, die
Befestigungsmittel aufweist, welche ausgelegt sind, um eine vorzugsweise lösbare Verbindung
mit dem Schaftteil der ersten und/oder zweiten Isolierleiste zu bilden. Durch das
Vorsehen derartiger Querfahnen kann eine Versteifung der Verbundprofilgeometrie erreicht
werden.
[0030] Schließlich ist besonders bevorzugt vorgesehen, dass die erste und/oder zweite Isolierleiste
mit einer Beschichtung, insbesondere einer temperaturbeständigen Beschichtung versehen
sind, was beispielsweise erforderlich ist, wenn das Verbundprofil im Hinblick auf
den Brandschutz entsprechend ausgelegt werden muss. Selbstverständlich kommen aber
auch andere Beschichtungen in Frage.
[0031] Es ist ersichtlich, dass sich das erfindungsgemäße Verbundprofils insbesondere als
wärmedämmendes Verbundprofil in einem Blendrahmensystem und/oder in einem Flügelrahmensystem
eines Fensters, einer Tür oder einer Fassade eignet.
[0032] Im folgenden werden bevorzugten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verbundprofils
anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
[0033] Es zeigen:
- Fig. 1:
- ein aus dem Stand der Technik bekanntes Fensterrahmensystem in einer teilgeschnittenen
perspektivischen Ansicht;
- Fig. 2:
- eine Querschnittsansicht eines wärmegedämmten Fensterrahmens mit Verbundprofilen gemäß
einer ersten bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 3:
- eine Querschnittsansicht eines wärmegedämmten Fensterrahmens mit Verbundprofilen gemäß
einer zweiten bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung; und
- Fig. 4:
- eine Querschnittsansicht eines wärmegedämmten Fensterrahmens mit Verbundprofilen gemäß
einer dritten bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
[0034] Fig. 1 zeigt in einer teilgeschnittenen, perspektivischen Ansicht eines aus dem Stand
der Technik bekannten wärmegedämmten Fensterrahmens 300. Wie bereits zuvor beschrieben,
sind bei diesem bekannten System die jeweiligen Isolierkammern 106, welche von den
entsprechenden Verbindungsstegen 104, 105, 204 ,205 und den zugehörigen Halbschalenprofilen
102, 103, 202, 203 eingeschlossen wird, mit einem Isoliermaterial 107 vollständig
aufgefüllt. Insbesondere handelt es sich hierbei um werkseitig ausgeschäumte Dämmzonen.
[0035] In Fig. 2 ist in einer Querschnittsansicht ein Aufbau eines wärmegedämmten Fensterrahmens
300 gezeigt, bei welchem sowohl im Blendrahmensystem 100 als auch im Flügelrahmensystem
200 jeweils ein Verbundprofil gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung zum Einsatz kommt.
[0036] Wie dargestellt, ist sowohl das Blendrahmensystem 100 als auch das Flügelrahmensystem
200 jeweils als Verbundprofil hergestellt, wobei jedes Verbundprofil eine vorzugsweise
aus einem Leichtmetallprofil bestehende Innenschale 102 bzw. 202 (erstes Halbschalenprofil)
und eine ebenfalls vorzugsweise aus einem Leichtmetallprofil bestehende Außenschale
103 bzw. 203 (zweites Halbschalenprofil) aufweist. Die ersten und zweiten Halbschalenprofile
sowohl des Blendrahmensystems als auch des Flügelrahmensystems sind voneinander beabstandet
und werden jeweils mit Hilfe eines ersten Verbindungsstegs 104 bzw. 204 und mit Hilfe
eines zweiten Verbindungsstegs 105 bzw. 205 kraft- und formschlüssig miteinander verbunden,
so dass zwischen den jeweiligen Verbindungsstegen und den zugehörigen Halbschalenprofilen
jeweils eine Isolierkammer 106 eingeschlossen wird. Als Verbindungsstege 104, 105,
204, 205 kommen insbesondere glasfaserverstärkte Polyamidstege in Frage, da diese
gute Wärmeisoliereigenschaften aufweisen.
[0037] Innerhalb der jeweiligen in den Verbundprofilen des Blendrahmensystems 100 und des
Flügelrahmensystems 200 ausgebildeten Isolierkammern 106 sind jeweils erste und zweite
Isolierleisten 10, 20 vorgesehen. Jede Isolierleiste 10, 20 weist ein Basisteil 11,
21 und ein auf dem jeweiligen Basisteil 11, 21 aufsitzendes Schaftteil 12, 22 auf.
Allerdings ist die vorliegende Erfindung nicht darauf beschränkt, dass lediglich ein
Schaftteil vorgesehen ist.
[0038] Des weiteren ist der Fig. 2 zu entnehmen, dass einerseits das Basisteil 11 der ersten
Isolierleiste 10 auf der der Isolierkammer 106 zugewandten Seite des ersten Verbindungsstegs
104 bzw. 204, und dass andererseits das Basisteil 21 der zweiten Isolierleiste 20
auf der der Isolierkammer 106 zugewandten Seite des zweiten Verbindungsstegs 105 bzw.
205 aufliegt. Bei der in Fig. 2 dargestellten ersten Ausführungsform sind dabei die
jeweiligen Basisteile 11, 21 auf den zugehörigen Verbindungsstegen aufgeklebt.
[0039] Anhand der durchgehenden Schraffur in Fig. 2 ist zu erkennen, dass die jeweiligen
Isolierleisten 10, 20 jeweils einstückig ausgebildet sind.
[0040] Des weiteren weist die erste Isolierleiste 10 eine erste Querschnittsformgebung auf,
die im Hinblick auf die Querschnittsformgebung der zweiten Isolierleiste 20 komplementär
ausgebildet ist, so dass die beiden Isolierleisten 10, 20 sowohl im Blendrahmensystem
100 als auch im Flügelrahmensystem 200 teilweise miteinander in Eingriff stehen. Im
einzelnen weisen bei der dargestellten Ausführungsform die erste und zweite Isolierleiste
10, 20 jeweils identische, aber um 180° gedrehte Querschnittsformgebungen auf, wobei
die erste Isolierleiste 10 und die zweite Isolierleiste 20 im Hinblick auf die Mittenlängsachse
M der Isolierkammer 6 punktsymmetrisch ausgeführte Querschnittsformgebungen aufweisen.
[0041] In der dargestellten Ausführungsform handelt es sich hierbei um im wesentlichen L-förmige
Querschnittsformgebungen, wobei die jeweiligen Schaftteile 12, 22 der ersten und zweiten
Isolierleisten 10, 20 im Hinblick auf die Mittenlängsachse M der Isolierkammer 106
punktsymmetrisch ausgebildet und angeordnet sind. Mit dieser Anordnung kann erreicht
werden, dass eine Luftzirkulation durch die jeweilige Isolierkammer 106 wirkungsvoll
unterbunden werden kann, so dass zwischen dem ersten Halbschalenprofil 102 bzw. 202
und dem zweiten Halbschalenprofil 103 bzw. 203 des Blendrahmensystems 100 bzw. Flügelrahmensystems
200 eine gute Wärmedämmung vorliegt.
[0042] Andererseits ist insbesondere bei dem im Blendrahmensystem 100 zum Einsatz kommenden
Verbundprofil zu erkennen, dass der Eingriff zwischen der ersten und der zweiten Isolierleiste,
d.h. das gegenseitige Überlappen der zugehörigen Schaftteile 12, 22 der entsprechenden
Isolierleisten 10, 20 in vertikaler Richtung in einem gewissen Bereich variabel ist.
Dies ermöglicht, dass ein und derselbe Isolierleistentyp für unterschiedliche Verbundprofile
einsetzbar ist. Insbesondere eignen sich die verwendeten Isolierleisten 10, 20 auch
bei einem Verbundprofil, bei welchem die Isolierkammer 6 eine größere oder kleinere
Höhe aufweist.
[0043] In Fig. 3 ist eine Querschnittsansicht eines wärmegedämmten Fensterrahmens 300 gezeigt,
bei welchem im Flügelrahmensystem 200 und im Blendrahmensystem 100 jeweils ein Verbundprofil
gemäß einer zweiten bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zum Einsatz
kommen. Im wesentlichen entsprechen die Verbundprofile bei dem in Fig. 3 gezeigten
System den zuvor unter Bezugnahme auf Fig. 2 beschriebenen Profilsystemen, allerdings
mit der Ausnahme, dass beim Flügelrahmensystem 200 in Fig. 3 die ersten und zweiten
Verbindungsstege 204 bzw. 205 in Querschnittsansicht nicht parallel zueinander angeordnet
sind.
[0044] Des weiteren sind sowohl beim Blendrahmensystem 100 als auch beim Flügelrahmensystem
200 des in Fig. 3 gezeigten Fensterrahmenprofils 300 die ersten und zweiten Isolierleisten
10, 20, die in den jeweiligen Isolierkammern 106 der entsprechenden Verbundprofile
zum Einsatz kommen, nicht auf der der Isolierkammer 106 zugewandten Seite der entsprechenden
Verbindungsstege aufgeklebt. Vielmehr liegt hier zwischen den Isolierleisten 10, 20
und den entsprechenden Verbindungsstegen eine lösbare Verbindung vor.
[0045] Im einzelnen sind hierbei an den jeweiligen Verbindungsstegen Klemmeinrichtungen
K vorgesehen, die in Eingriff mit den zugehörigen Basisteilen 11, 21 der Isolierleisten
10, 20 stehen und somit eine kraft- und formschlüssige Verbindung ausbilden.
[0046] In Fig. 4 ist eine Querschnittsansicht eines wärmegedämmten Fensterrahmens 300 gezeigt,
bei welchem im Flügelrahmensystem 200 und im Blendrahmensystem 100 jeweils ein Verbundprofil
gemäß einer dritten bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zum Einsatz
kommen. Im wesentlichen entsprechen die Verbundprofile bei dem in Fig. 4 gezeigten
System den zuvor unter Bezugnahme auf Fig. 2 beschriebenen Profilsystemen, allerdings
erfolgt bei der dritten Ausführungsform die Befestigung der ersten und zweiten Isolierleisten
10, 20 nicht über eine Klebung, sondern über Befestigungsmittel K die an Querfahnen
Q ausgebildet sind, welche sich ausgehend von der der Isolierkammer 106 zugewandten
Seite des ersten Verbindungsstegs 104, 204 und des zweiten Verbindungsstegs 105, 205
zumindest teilweise in die Isolierkammer 106 erstrecken. Die Befestigungsmittel 7
sind ausgelegt, um mit den Schaftteilen 12, 22 der ersten und zweiten Isolierleiste
10, 20 in Eingriff bringbar zu sein. Wie auch bei der zweiten Ausführungsform gemäß
Fig. 3 sind bei der dritten Ausführungsform gemäß Fig. 4 die Befestigungsmittel K
vorzugsweise ausgelegt, um eine vorzugsweise lösbare Verbindung mit den Isolierleisten
10, 20 zu bilden.
[0047] Selbstverständlich ist die vorliegende Erfindung nicht auf die in den Figuren dargestellten
Ausführungsformen beschränkt. Vielmehr ist es auch denkbar, dass bestimmte in den
Figuren gezeigte Einzelmerkmale miteinander kombiniert und bei einem Verbundprofil
angewandt werden. Insbesondere können auch die unterschiedlichen Arten zum Befestigen
der Isolierleisten in einem Verbundprofil kombiniert verwendet werden. Auch kommt
als Querschnittsformgebung der Isolierleisten eine von der L-Form verschiedene Formgebung
in Frage, wie es in den beiliegenden Patentansprüchen ausgeführt ist.
Bezugszeichenliste
[0048]
- 10
- erste Isolierleiste
- 11
- Basisteil der ersten Isolierleiste
- 12
- Schaftteil der ersten Isolierleiste
- 20
- zweite Isolierleiste
- 21
- Basisteil der zweiten Isolierleiste
- 22
- Schaftteil der zweiten Isolierleiste
- 100
- Blendrahmensystem
- 102
- Innenschale/Halbschalenprofil des Blendrahmensystems
- 103
- Außenschale/Halbschalenprofil des Blendrahmensystems
- 104
- erster Isoliersteg/Verbindungssteg des Blendrahmensystems
- 105
- zweiter Isoliersteg/Verbindungssteg des Blendrahmensystems
- 106
- Isolierkammer
- 107
- Isoliermaterial
- 200
- Flügelrahmensystem
- 202
- Innenschale/Halbschalenprofil des Flügelrahmensystems
- 203
- Außenschale/Halbschalenprofil des Flügelrahmensystems
- 204
- erster Isoliersteg/Verbindungssteg des Flügelrahmensystems
- 205
- zweiter Isoliersteg/Verbindungssteg des Flügelrahmensystems
- 300
- Fensterrahmenprofil
- 301
- Isolierglasscheibe
- M
- Mittenlängsachse der Isolierkammer
- K
- Befestigungsmittel / Klemmeinrichtung
- Q
- Querfahne
1. Verbundprofil, insbesondere zur Verwendung als Blendrahmen- oder Flügelrahmensystem
(100, 200) eines Fensters, einer Tür oder einer Fassade, mit:
- einem ersten Halbschalenprofil (102, 202) und einem von dem ersten Halbschalenprofil
(102, 202) beabstandeten zweiten Halbschalenprofil (103, 203); und
- einem ersten und einem zweiten Verbindungssteg (104, 204; 105, 205), welche das
erste und das zweite Halbschalenprofil (102, 202; 103, 203) derart formschlüssig verbinden,
dass zwischen den Verbindungsstegen (104, 204; 105, 205) und den Halbschalenprofilen
(102, 202; 103, 203) eine Isolierkammer (106) eingeschlossen wird;
gekennzeichnet durch
eine erste und eine zweite Isolierleiste (10, 20), welche jeweils ein Basisteil (11,
21) und zumindest ein auf dem jeweiligen Basisteil (11, 21) aufsitzendes Schaftteil
(12, 22) aufweisen,
wobei das Basisteil (11) der ersten Isolierleiste (10) auf der der Isolierkammer (106)
zugewandten Seite des ersten Verbindungsstegs (104, 204) und das Basisteil (21) der
zweiten Isolierleiste (20) auf der der Isolierkammer (106) zugewandten Seite des zweiten
Verbindungsstegs (105, 205) aufliegen, und wobei die erste Isolierleiste (10) eine
erste Querschnittsformgebung und die zweite Isolierleiste (20) eine zur ersten Querschnittsformgebung
komplementär ausgeführte zweite Querschnittsformgebung aufweist, so dass die erste
Isolierleiste (10) zumindest teilweise mit der zweiten Isolierleiste (20) in Eingriff
bringbar ist.
2. Verbundprofil nach Anspruch 1, wobei
die erste Isolierleiste (10) und die zweite Isolierleiste (20) im Hinblick auf Größe
und/oder Form jeweils identische, im wesentlichen um 180° gedrehte Querschnittsformgebungen
aufweisen.
3. Verbundprofil nach Anspruch 1 oder 2, wobei
die erste Isolierleiste (10) und die zweite Isolierleiste (20) im Hinblick auf die
Mittenlängsachse (M) der Isolierkammer (106) punktsymmetrisch ausgeführte Querschnittsformgebungen
aufweisen.
4. Verbundprofil nach einem vorgehenden Ansprüche, insbesondere nach Anspruch 3, wobei
die erste Isolierleiste (10) eine im wesentlichen L-förmige Querschnittsformgebung
und die zweite Isolierleiste (20) eine um 180° gedrehte, im wesentlichen L-förmige
Querschnittsformgebung aufweist, und wobei die jeweiligen Schaftteile (12, 22) der
ersten und zweiten Isolierleiste (10, 20) im Hinblick auf die Mittenlängsachse (M)
der Isolierkammer (106) punktsymmetrisch ausgebildet und angeordnet sind.
5. Verbundprofil nach Anspruch 1, wobei
die erste Querschnittsformgebung der ersten Isolierleiste (10) im Hinblick auf eine
senkrecht zum Basisteil (11) der ersten Isolierleiste (10) verlaufende Symmetrieachse
spiegelsymmetrisch ausgeführt ist, und wobei die zweite Querschnittsformgebung der
zweiten Isolierleiste (20) im Hinblick auf eine senkrecht zum Basisteil (21) der zweiten
Isolierleiste (20) verlaufende Symmetrieachse spiegelsymmetrisch ausgelegt ist, wobei
die erste Isolierleiste (10) mit der zweiten Isolierleiste (20) durch ein zumindest
teilweises Verzahnen der jeweiligen Schaftteile (12, 22) in Eingriff bringbar ist.
6. Verbundprofil nach Anspruch 5, wobei
die erste Querschnittsformgebung der ersten Isolierleiste (10) im wesentlichen U-förmig
und die zweite Querschnittsformgebung der zweiten Isolierleiste (20) im wesentlichen
T-förmig ausgebildet ist.
7. Verbundprofil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
die erste und/oder die zweite Isolierleiste (10, 20) aus einem Polyethylenmaterial,
insbesondere aus Polyethylenschaum gebildet sind.
8. Verbundprofil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
die erste und/oder zweite Isolierleiste (10, 20) einstückig ausgebildet sind.
9. Verbundprofil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
auf der der Isolierkammer (106) zugewandten Seite des ersten Verbindungsstegs (104,
204) und/oder des zweiten Verbindungsstegs (105, 205) Befestigungsmittel (K) ausgebildet
sind, die ausgelegt sind, um eine vorzugsweise lösbare Verbindung mit dem Basisteil
(11, 21) der ersten und/oder zweiten Isolierleiste (10, 20) zu bilden.
10. Verbundprofil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
auf der der Isolierkammer (106) zugewandten Seite des ersten Verbindungsstegs (104,
204) und/oder des zweiten Verbindungsstegs (105, 205) zumindest eine sich in die Isolierkammer
(106) erstreckende Querfahne (Q) ausgebildet ist, die Befestigungsmittel (K) aufweist,
welche ausgelegt sind, um eine vorzugsweise lösbare Verbindung mit dem Schaftteil
(12, 22) der ersten und/oder zweiten Isolierleiste (10, 20) zu bilden.
11. Verbundprofil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
die erste und/oder zweite Isolierleiste (10, 20) eine Beschichtung, insbesondere eine
temperaturbeständige Beschichtung aufweisen.
12. Verwendung des Verbundprofils nach einem der Ansprüche 1 bis 11, als wärmedämmendes
Verbundprofil in einem Blendrahmensystem (100) und/oder in einem Flügelrahmensystem
(200) eines Fensters, einer Tür oder einer Fassade.
13. Verfahren zur Herstellung eines Verbundprofils (1), welches sich insbesondere zur
Verwendung als Blendrahmen- oder Flügelrahmensystem (100, 200) eines Fensters, einer
Tür oder einer Fassade eignet, wobei das Verfahren die folgenden Verfahrensschritte
aufweist:
a) Bereitstellen eines ersten und eines zweiten Halbschalenprofils (102, 202; 103,
203);
b) Bereitstellen eines ersten und eines zweiten Verbindungsstegs (104, 204; 105, 205);
c) formschlüssiges Verbinden des ersten und zweiten Halbschalenprofils (102, 202;
103, 203) mit den ersten und zweiten Verbindungsstegen (104, 204; 105, 205) derart,
dass zwischen den Halbschalenprofilen (102, 202; 103, 203) und den Verbindungsstegen
(104, 204; 105, 205) eine Isolierkammer (106) gebildet wird,
dadurch gekennzeichnet,dass
das Verfahren ferner die folgenden Verfahrensschritte vor dem Verfahrensschritt c)
aufweist:
- Bereitstellen einer ersten und einer zweiten Isolierleiste (10, 20), welche jeweils
ein Basisteil (11, 21) und zumindest ein auf dem jeweiligen Basisteil (11, 21) aufsitzendes
Schaftteil (12, 22) aufweisen;
- Befestigen des Basisteils (11) der ersten Isolierleiste (10) auf der der Isolierkammer
(106) zugewandten Seite des ersten Verbindungsstegs (104, 204); und
- Befestigen des Basisteils (21) der zweiten Isolierleiste (20) auf der der Isolierkammer
(106) zugewandten Seite des zweiten Verbindungsstegs (105, 205),
wobei die erste Isolierleiste (10) eine erste Querschnittsformgebung und die zweite
Isolierleiste (20) eine zur ersten Querschnittsformgebung komplementär ausgeführte
zweite Querschnittsformgebung aufweist, so dass die erste Isolierleiste (10) zumindest
teilweise mit der zweiten Isolierleiste (20) in Eingriff bringbar ist.
14. Verfahren nach Anspruch 13, wobei
die erste Querschnittsformgebung der ersten Isolierleiste (10) im Hinblick auf eine
senkrecht zum Basisteil (11) der ersten Isolierleiste (10) verlaufende Symmetrieachse
spiegelsymmetrisch ausgebildet ist, und wobei die zweite Querschnittsformgebung der
zweiten Isolierleiste (20) im Hinblick auf eine senkrecht zum Basisteil (21) der zweiten
Isolierleiste (20) verlaufende Symmetrieachse spiegelsymmetrisch ausgebildet ist,
und wobei im Verfahrensschritt c) die erste Isolierleiste (10) mit der zweiten Isolierleiste
(20) durch ein zumindest teilweises Verzahnen der jeweiligen Schaftteile (12, 22)
in Eingriff gebracht wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14, wobei
die erste Querschnittsformgebung der ersten Isolierleiste (10) im wesentlichen U-förmig
und die zweite Querschnittsformgebung der zweiten Isolierleiste (20) im wesentlichen
T-förmig ausgebildet ist.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Verbundprofil, insbesondere zur Verwendung als Blendrahmen- oder Flügelrahmensystem
(100, 200) eines Fensters, einer Tür oder einer Fassade, mit:
- einem ersten Halbschalenprofil (102, 202) und einem von dem ersten Halbschalenprofil
(102, 202) beabstandeten zweiten Halbschalenprofil (103, 203);
- einem ersten und einem zweiten Verbindungssteg (104, 204; 105, 205), welche das
erste und das zweite Halbschalenprofil (102, 202; 103, 203) derart formschlüssig verbinden,
dass zwischen den Verbindungsstegen (104, 204; 105, 205) und den Halbschalenprofilen
(102, 202; 103, 203) eine Isolierkammer (106) eingeschlossen wird; und
- eine erste und eine zweite Isolierleiste (10, 20), welche jeweils ein Basisteil
(11, 21) und zumindest ein auf dem jeweiligen Basisteil (11, 21) aufsitzendes Schaftteil
(12, 22) aufweisen,
wobei das Basisteil (11) der ersten Isolierleiste (10) auf der der Isolierkammer (106)
zugewandten Seite des ersten Verbindungsstegs (104, 204) und das Basisteil (21) der
zweiten Isolierleiste (20) auf der der Isolierkammer (106) zugewandten Seite des zweiten
Verbindungsstegs (105, 205) aufliegen,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Isolierleiste (10) eine im wesentlichen L-förmige Querschnittsformgebung
und die zweite Isolierleiste (20) eine um 180° gedrehte, im wesentlichen L-förmige
Querschnittsformgebung aufweist, und wobei die jeweiligen Schaftteile (12, 22) der
ersten und zweiten Isolierleiste (10, 20) im Hinblick auf die Mittenlängsachse (M)
der Isolierkammer (106) punktsymmetrisch ausgebildet und angeordnet sind.
2. Verbundprofil nach dem Oberbegriff des Anspruches 1,
dadurch gekennzeichnet,dass
die erste Isolierleiste (10) eine im Hinblick auf eine senkrecht zum Basisteil (11)
der ersten Isolierleiste (10) verlaufende Symmetrieachse spiegelsymmetrisch ausgeführte,
im wesentlichen U-förmige Querschnittsformgebung und die zweite Isolierleiste (20)
eine im Hinblick auf eine senkrecht zum Basisteil (21) der zweiten Isolierleiste (20)
verlaufende Symmetrieachse spiegelsymmetrisch ausgeführte, im wesentlichen T-förmige
Querschnittsformgebung aufweist.
3. Verbundprofil nach Anspruch 1 oder 2, wobei
die jeweiligen Schaftteile (12, 22) der ersten und zweiten Isolierleiste (10, 20)
zumindest teilweise in einer gemeinsamen, parallel zum Basisteil (11) der ersten Isolierleiste
(10) und/oder zum Basisteil (21) der zweiten Isolierleiste (20) verlaufenden Ebene
liegen.
4. Verbundprofil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
die erste und/oder die zweite Isolierleiste (10, 20) aus einem Polyethylenmaterial,
insbesondere aus Polyethylenschaum gebildet sind.
5. Verbundprofil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
die erste und/oder zweite Isolierleiste (10, 20) einstückig ausgebildet sind.
6. Verbundprofil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
auf der der Isolierkammer (106) zugewandten Seite des ersten Verbindungsstegs (104,
204) und/oder des zweiten Verbindungsstegs (105, 205) Befestigungsmittel (K) ausgebildet
sind, die ausgelegt sind, um eine vorzugsweise lösbare Verbindung mit dem Basisteil
(11,21) der ersten und/oder zweiten Isolierleiste (10,20) zu bilden.
7. Verbundprofil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
auf der der Isolierkammer (106) zugewandten Seite des ersten Verbindungsstegs (104,
204) und/oder des zweiten Verbindungsstegs (105, 205) zumindest eine sich in die Isolierkammer
(106) erstreckende Querfahne (Q) ausgebildet ist, die Befestigungsmittel (K) aufweist,
welche ausgelegt sind, um eine vorzugsweise lösbare Verbindung mit dem Schaftteil
(12, 22) der ersten und/oder zweiten Isolierleiste (10, 20) zu bilden.
8. Verbundprofil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
die erste und/oder zweite Isolierleiste (10, 20) eine Beschichtung, insbesondere eine
temperaturbeständige Beschichtung aufweisen.
9. Verwendung des Verbundprofils nach einem der Ansprüche 1 bis 8 als wärmedämmendes
Verbundprofil in einem Blendrahmensystem (100) und/oder in einem Flügelrahmensystem
(200) eines Fensters, einer Tür oder einer Fassade.
10. Verfahren zur Herstellung eines Verbundprofils (1), welches sich insbesondere zur
Verwendung als Blendrahmen- oder Flügelrahmensystem (100, 200) eines Fensters, einer
Tür oder einer Fassade eignet, wobei das Verfahren die folgenden Verfahrensschritte
aufweist:
a) Bereitstellen eines ersten und eines zweiten Halbschalenprofils (102, 202; 103,
203);
b) Bereitstellen eines ersten und eines zweiten Verbindungsstegs (104, 204; 105, 205);
c) Bereitstellen einer ersten und einer zweiten Isolierleiste (10, 20), welche jeweils
ein Basisteil (11, 21) und zumindest ein auf dem jeweiligen Basisteil (11, 21) aufsitzendes
Schaftteil (12, 22) aufweisen;
d) Befestigen des Basisteils (11) der ersten Isolierleiste (10) auf der der Isolierkammer
(106) zugewandten Seite des ersten Verbindungsstegs (104, 204);
e) Befestigen des Basisteils (21) der zweiten Isolierleiste (20) auf der der Isolierkammer
(106) zugewandten Seite des zweiten Verbindungsstegs (105, 205); und
f) formschlüssiges Verbinden des ersten und zweiten Halbschalenprofils (102, 202;
103, 203) mit den ersten und zweiten Verbindungsstegen (104, 204; 105, 205) derart,
dass zwischen den Halbschalenprofilen (102, 202; 103, 203) und den Verbindungsstegen
(104, 204; 105, 205) eine Isolierkammer (106) gebildet wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Isolierleiste (10) eine im wesentlichen L-förmige Querschnittsformgebung
und die zweite Isolierleiste (20) eine um 180° gedrehte, im wesentlichen L-förmige
Querschnittsformgebung aufweist, und dass die jeweiligen Schaftteile (12, 22) der
ersten und zweiten Isolierleiste (10, 20) im Hinblick auf die Mittenlängsachse (M)
der Isolierkammer (106) punktsymmetrisch ausgebildet und angeordnet werden; oder dass
die erste Isolierleiste (10) eine im Hinblick auf eine senkrecht zum Basisteil (11)
der ersten Isolierleiste (10) verlaufende Symmetrieachse spiegelsymmetrisch ausgeführte,
im wesentlichen U-förmige Querschnittsformgebung und die zweite Isolierleiste (20)
eine im Hinblick auf eine senkrecht zum Basisteil (21) der zweiten Isolierleiste (20)
verlaufende Symmetrieachse spiegelsymmetrisch ausgeführte, im wesentlichen T-förmige
Querschnittsformgebung aufweist.
11. Verfahren nach Anspruch 10, wobei
die erste Isolierleiste (10) und die zweite Isolierleiste (20) so ausgebildet und
angeordnet werden, dass die jeweiligen Schaftteile (12, 22) der ersten und zweiten
Isolierleiste (10, 20) zumindest teilweise in einer gemeinsamen, parallel zum Basisteil
(11) der ersten Isolierleiste (10) und/oder zum Basisteil (21) der zweiten Isolierleiste
(20) verlaufenden Ebene liegen.