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EP 1 933 000 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.09.2016 Patentblatt 2016/38 |
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Anmeldetag: 14.12.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Halter für plattenförmige Bauelemente
Supporting device for plate-shaped elements
Support pour composant en forme de plaques
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
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Priorität: |
15.12.2006 DE 102006059792
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.06.2008 Patentblatt 2008/25 |
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Patentinhaber: EDUARD HUECK GmbH & CO. KG |
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58511 Lüdenscheid (DE) |
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Erfinder: |
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- Volkelt, Thomas
58513 Lüdenscheid (DE)
- Keune, Peter
58640, Iserlohn (DE)
- Weiss, Günther
58515, Lüdenscheid (DE)
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Vertreter: Bungartz, Klaus Peter et al |
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Bungartz Christophersen
Partnerschaft mbB Patentanwälte
Im Mediapark 6A 50670 Köln 50670 Köln (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 1 581 715 WO-A1-96/11310 DE-A1- 10 300 208
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WO-A1-02/35045 WO-A1-2004/011739
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Befestigung eines Halters für plattenförmige
Bauelemente nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Bei den plattenförmigen Bauelementen
handelt es sich dabei insbesondere um Isolierglasscheiben. Die dem Verfahren zugrundeliegenden
Halter werden zwischen die plattenförmigen Bauelemente oder zwischen einem Rand der
Unterkonstruktion und einem plattenförmigen Bauelement angeordnet und ragen mit einem
Haltearm zum Niederdrücken des Bauelementes in eine Befestigungsnut, die an dem Rand
des Bauelementes angeordnet ist. Die Haltearme pressen das plattenförmige Bauelement
gegen Widerlager der Unterkonstruktion und halten so, gegebenenfalls zusammen mit
einer seitlichen oder oberen beziehungsweise unteren Führungskraft das Bauelement
in seiner Position. Die Halter selbst sind über Befestigungsmittel mit der Unterkonstruktion
verbindbar, wobei die Unterkonstruktion Aufnahmen für die Befestigungsmittel aufweist,
in die das Befestigungsmittel formschlüssig einsetzbar ist.
[0002] Eine übliche Anwendung für solche Halter ist die Befestigung von Isolierglasscheiben
an einer verglasten Fassade. Die Aufnahmen für die Befestigungsmittel sind bei dieser
Ausgestaltung üblicherweise Schraubkanäle. Die Halter weisen dann Durchgangsbohrungen
auf, durch die Befestigungsschrauben in die Schraubkanäle eingeschraubt werden können.
Grundsätzlich erfasst der Anwendungsbereich der erfindungsgemäßen Halter sowie der
zugehörigen Unterkonstruktion alle Formen von plattenförmigen Bauelementen, die an
einer vertikalen oder horizontalen Fläche befestigt werden sollen. Die Bauelemente
können eben oder auch gebogen sein.
[0003] Eine bevorzugte Anwendung der Erfindung liegt in der Befestigung von Isolierglasscheiben.
Im Fassadenbau werden üblicherweise Isolierglasscheiben verwendet, die eine innere
Scheibe und eine hierzu beabstandete, äußere Scheibe aufweisen, wobei sich zwischen
diesen Scheiben ein Randverbund, bestehend aus einem Distanzprofil und einer äußeren
Versiegelung befindet. In diesen Randverbund sind bei dieser Ausgestaltung Befestigungsnuten
angeordnet, die einen Teil des Halters aufnehmen und es somit erlauben, dass der Halter
die Isolierglasscheiben auf die Unterkonstruktion presst. Eine Variante benutzt die
durch die beiden Scheiben und den im Scheibenzwischenraum zurückgesetzten Isolierglasrandverbund
als den Halter aufnehmende Nut.
[0004] Die Befestigungsnuten können zum Beispiel dadurch hergestellt werden, dass U-förmige
Leisten vor dem Herstellen der Versiegelung zwischen den Glasscheiben angeordnet werden,
so dass diese U-förmigen Leisten später die Befestigungsnuten bilden und festin der
Isolierglasscheibe verklebt sind.
[0005] Eine Fassaden konstruktion mit Haltern dieser Art ist aus der
WO 2004/063517 bekannt. Die dort beschriebenen Halter weisen zwei seitliche Haltearme auf, die nach
Drehen des Halters während der Montage in die Befestigungsnuten hineinragen und die,
die der Unterkonstruktion zugewandten Seiten der Befestigungsnuten nach Verschrauben
des Halters in einem Schraubkanal der Unterkonstruktion zwischen sich und der Unterkonstruktion
einklemmen.
[0006] Zum Befestigen der Halter wird in diesem Dokument vorgeschlagen, die Halter mit einem
Spezialwerkzeug anzusetzen und zu drehen, wobei die Befestigungsschraube durch das
Werkzeug hindurch in die Befestigungsnut, den, Halter durchdringend, eingeschraubt
wird.
[0007] Der Nachteil der bekannten Ausgestaltung besteht darin, dass bis zum Einschrauben
der Befestigungsschraube das Werkzeug festgehalten werden muss. Erst nach der Befestigung
über die Befestigungsschraube kann das Werkzeug abgenommen werden, wobei üblicherweise
der Monteur mit einer Hand das Werkzeug halten muss, während er mit der anderen Hand
die Befestigungsschraube einschraubt.
[0008] Die
WO 02/35045 A1 zeigt eine ähnliche Konstruktion, bei der allerdings zunächst der Halter und dann
die Bauelemente montiert werden müssen. Aus der
WO 96/11310 A1 ist ein komplexer Zusammenbau einer Fassade bekannt, bei der der Halter nach Einstecken
von Rückhaltearmen aus Einzelteilen montiert wird, bevor die nächste Scheibe angesetzt
wird. Der Nachteil dieser Lösung besteht in der vergleichsweise aufwändigen Montage
des Halters, der darüber hinaus kostenintensiv ist.
[0009] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verfahren zum Befestigen des Halters zu schaffen,
bei dem die Halter kostengünstig und einfach montierbar sind.
[0010] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung durch ein Verfahren nach Anspruch 1 gelöst
[0011] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Befestigungsverfahrenes für die Halter
können die einzelnen Halter nun leicht auf der Baustelle angesetzt und befestigt werden.
Da der Halter eine Verdrehsicherung aufweist, kann nun zunächst der Halter angesetzt
werden, ohne dass gleich die Befestigung des Halters an die Unterkonstruktion erfolgen
muss. Dies ermöglicht es zum Beispiel, dass ein erster Monteur die Halter zwischen
die ausgelegten, plattenförmigen Bauelemente setzt, während ein zweiter Monteur die
zuvor positionierten Halter befestigt.
[0012] Durch die Zweiteilung der Arbeitsschritte kann zum einen besonders schnell eine Vielzahl
von Haltern positioniert angesetzt werden. Zum anderen kann die Befestigung der Halter
unabhängig von der Positionierung erfolgen, so dass der Monteur die Lage des Halters
nicht mehr besonders beachten und insbesondere den Halter nicht mehr zusätzlich fixieren
muss.
[0013] Die Halter können auf verschiedene Weise ausgebildet sein. Wesentliches Merkmal ist
dabei die Tatsache, dass die vorübergehende Lagepositionierung durch die elastischen
Spannmittel vorgesehen ist.
[0014] Die elastischen Spannmittel können bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung
der Erfindung von einer Hülse oder einem Ring gebildet und auf die freien Enden der
Halter aufgeschoben sein. Ein solcher Halter weist einen mittigen Grundkörper auf
von dem sich die Haltearme seitlich abstehend erstrecken, wobei der übliche Halter,
der zwischen zwei gegenüberliegenden Bauelementen angeordnet wird, zwei gegenüberliegende
Haltearme aufweist. An den Ecken und Rändern der Fassade können auch andere Halter
eingesetzt werden, etwa Halter, die nur einen Haltearm oder winklig zueinander angeordnete
Haltearme aufweisen. Das elastische Spannmittel ist bevorzugt aus einem gummiartigen,
elastischen Material gefertigt. Mit dem Begriff "gummiartig" soll im Zusammenhang
mit dieser Anwendung jeder elastische, künstliche Werkstoff beschrieben sein. Dies
kann ein Naturgummi, ein Kunstgummi oder auch ein elastischer Kunststoff, beispielsweise
Acrylnitrilbutadienstyrol (ABS) sein. Auch ein thermoplastischer Kunststoff, etwa
Polyamid (PA) wird bevorzugt verwendet. Wichtig ist die Tatsache, dass zum einen das
elastische Spannmittel die entsprechende Rückhaltekraft zur Bildung der vorübergehenden
Lagepositionierung aufbringt, zum anderen aber auch ohne zu relaxieren dauerhaft die
Haltekraft auf die Befestigungsnut aufbringen kann.
[0015] Selbstverständlich kann das elastische Spannmittel auch ein metallisches Element
aufweisen, das gegen die Kraft einer Feder gegen den Haltearm gedrückt werden kann.
Solche mechanischen Konstruktionen werden aber üblicherweise den Nachteil aufweisen,
dass sie nur mit hohen Herstellungskosten herstellbar sind.
[0016] Bevorzugt wird das elastische Spannmittel auf der der Unterkonstruktion abgewandten
Seite des Haltearms angeordnet. Auf diese Weise kann der gegenüberliegende Bereich
des Haltearms druckstabil ausgebildet werden, während das elastische Spannmittel ausreichend
elastisch dimensioniert werden kann, so dass es auch über einen größeren Temperaturbereich,
wie er üblicherweise auf Baustellen vorliegen kann, leichtin die Befestigungsnut einsetzbarist.
[0017] Im Falle der oben genannten Hülse kann beispielsweise eine Seite eine größere Wandstärke
aufweisen, die dann das elastische Spannmittel bildet. Auch kann eine Seite der Hülse
mit zusätzlichen Erhebungen versehen sein. Die Hülse kann als separates Bauteil gefertigt
und später auf den metallischen Halter aufgeschoben werden. Alternativ kann die Hülse
auch unmittelbar auf den Haltearm aufvulkanisiert werden. Anstelle der Hülse können
auch Ringe oder sogar Dorne verwendet werden, wobei ein solcher Dorn durch eine Durchgangsöffnung
in den Haltearm gesteckt werden und zu beiden Seiten mit einem mehr oder weniger erhabenen
Bereich vorstehen kann.
[0018] Ist das federartige Spannmittel von einem separaten Bauteil gebildet, kann es über
eine zusätzliche Abrutschsicherung mit dem freien Ende des Halterarms verbunden sein.
Eine solche Abrutschsicherung kein entweder von einer elastischen Spannkraft, einer
Klebekraft oder einem formschlüssigen Verbund gebildet sein.
[0019] Alternativ zu einer gummiartigen Ausgestaltung des elastischen Spannmittels kann
dieses auch von dem Haltearm selbst gebildet sein, wenn diese entsprechend gebogen
ist, so dass er sich, vergleichbar mit einem Federblech, elastisch in der Befestigungsnut
verspannen kann. Hierzu kann beispielsweise das freie Ende des Halterarms um annähernd
180° gebogen sein. Damit der Haltearm auch bei dieser Ausgestaltung leicht in die
Befestigungsnut eingefädelt werden kann, kann er zusätzlich in Querrichtung gebogen
werden.
[0020] Der Halter wird bevorzugt über ein Spezialwerkzeug angesetzt. Dieses Spezialwerkzeug
kann günstig hergestellt werden und weist einen Ansatzbereich auf, mit denen es an
den Halter angesetzt werden kann. Dieser Ansatzbereich kann wie ein herkömmlicher
Schraubendreher ausgestaltet sein, alternativ kann er auch von zwei Platten gebildet
sein, die seitlich an den Halter ansetzbar sind, so dass das angesetzte Spezialwerkzeug
den zwischen den Platten angeordneten Halter mitdreht.
[0021] Um mit einem solchen Werkzeug den Halter besonders einfach positionieren zu können,
kann ein zusätzliches Merkmal von einer dornartigen Positionierungshilfe gebildet
sein. Diese Positionierungshilfe ist zwischen den Platten angeordnet oder erstreckt
sich von dem schraubendreherartigen Klingenbereich des Werkzeugs in Richtung des Halters
in Form eines Dorns. Dieser Dorn kann durch die Durchgangsbohrung des Halters hindurch
in den Schraubkanalder Unterkonstruktion gesteckt werden. Nach Verdrehen des Halters
um den Dorn herum kann dann das Werkzeug wieder abgezogen werden, da der Halter nun
über die Verdrehsicherung und Lagefixierung ortsfest gehalten ist.
[0022] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsbeispiele für Halter zur Umsetzung des erfindungsgemäßen Verfahrens
anhand der Zeichnungen.
[0023] In den Zeichnungen zeigt:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht der Verbindungsstelle zweier plattenförmiger Bauelemente, die über
einen erfindungsgemäßen Halter an einer Unterkonstruktion befestigt sind, und
- Fig. 2
- eine weitere Ansicht der Befestigung zweier plattenförmiger Bauelemente mit angesetztem
Montagewerkzeug.
[0024] In Figur 1 ist eine Fassadenkonstruktion als beispielhafte Anwendung für die Erfindung
dargestellt, bei der die erfindungsgemäßen Halter verwendet wurden. Hier werden an
einer Unterkonstruktion 4 Isolierglasscheiben als plattenförmige Bauelemente 1 verwendet.
Diese Isolierglasscheiben weisen zwei im Abstand zueinander angeordnete Einzelscheiben
auf, die fest miteinander verbunden sind. In den Randbereichen zwischen den Einzelscheiben
sind Nuten eingebracht, über die die Isolierglasscheiben an der Unterkonstruktion
4 befestigt werden können. Hierzu werden die erfindungsgemäßen Halter verwendet, von
denen einer im mittleren Bereich der Figur 1 als Ausschnitt einer größeren Fassade
dargestellt ist.
[0025] Der Halter weist einen zentralen Bereich mit einer Durchgangsbohrung auf, über die
er mit der Unterkonstruktion 4 verschraubt werden kann. Ein solcher Halter wird in
Profile, die zwischen den Scheiben angeordnet werden, eingesetzt, um die Scheiben
gegen die Unterkonstruktion zu drücken. Die Profile und auch die Halter weisen eine
Nutauf, in die später, nach Befestigung der Halter über die Verschraubung, ein Schaumstoffbett
7 eingesetzt werden kann. Dieses Schaumstoffbett 7 dient im Wesentlichen als Lager
für die spätere Silikonschicht 6 die zwischen die beiden äußeren Scheiben zweier sich
gegenüberliegenden Scheiben angeordnet wird. Ferner dient das Schaumstoffbett 7 als
zusätzliche thermische Isolierung. Die erfindungsgemäßen Halter weisen seitlich hervorragend
zwei sich gegenüberliegende Haltearme 3 auf, die die gegenüberliegenden Glasscheiben
gegen die Unterkonstruktion drücken.
[0026] Hierzu greifen die Haltearme 3 in die Nuten 2 ein, so dass bei Anschrauben der Halter
eine Spannkraft auf die der Unterkonstruktion 4 zugewandte Seite der Nuten aufgebracht
werden kann. Die Halter weisen zur Bildung einer Verdrehsicherung bzw. einer vorübergehenden
Lagepositionierung, bevor die Schraubverbindung befestigt ist, an den äußeren Bereichen
der Haltearme erfindungsgemäß ein elastisches Spannmittel 5 auf, dass im gezeigten
Ausführungsbeispiel hülsenartig auf die Enden der Haltearme aufgeschoben ist. Hierbei
handelt es sich nur um ein Ausführungsbeispiel, auch alle anderen Arten von Spannmitteln,
die geeignet sind, eine Spannkraft zwischen den Wandungen der Nuten aufzubringen,
können verwendet werden.
[0027] Der Halter selbst ist im mittleren Bereich mit einer nutförmigen Einsenkung im Bereich
der Kontaktfläche mit der Unterkonstruktion 4 versehen, so dass die Unterkonstruktion
4 mit einer dem Halter entgegen springenden Montageleiste in diese nutförmige Kontaktfläche
eingreifen kann. Dies bewirkt eine zusätzliche Zentrierung und Verdrehsicherung für
den Halter, nachdem die Schraubverbindung angezogen wurde.
[0028] Figur 2 zeigt die Ausgestaltung der Erfindung nach Figur 1 vor Verfüllen der Fuge
zwischen den beiden, sich gegenüberliegenden Glasscheiben mit angesetztem Montagewerkzeug
8. Durch die besondere Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Halters kann dieses Montagewerkzeug
8 nun erst angesetzt werden, wenn der Halter bereits in der Fuge positioniert ist,
Die elastischen Spannmittel 5 verhindern ein Verschieben des Halters auch ohne Befestigung
der Schraubverbindung, so dass die Montage der Halter unabhängig von der endgültigen
Befestigung als vorgelagerter Schritt erfolgen kann.
Bezugszeichenliste:
[0029]
- 1
- Plattenförmiges Bauelement
- 2
- Befestigungsnut
- 3
- Haltearm
- 4
- Unterkonstruktion
- 5
- Elastisches Spannmittel
- 6
- Silikonfuge
- 7
- Schaumstoffbett
- 8
- Montagewerkzeug
1. Verfahren zum Einbau eines Halters für plattenförmige Bauelemente (1) an einer Unterkonstruktion
(4), wobei die plattenförmigen Bauelemente (1) an zumindest einem Rand eine seitlich
in dem Rand angeordnete Befestigungsnut (2) aufweisen und die Unterkonstruktion (4)
an wenigstens einer Seite neben den zu befestigenden, plattenförmigen Bauelementen
(1) eine Aufnahme für den Halter aufweist, in der der Halter über Befestigungsmittel
befestigbar ist, und wobei der Halter einen, von einem mittigen Grundkörper gebildeten,
zentralen Bereich mit einer Durchgangsbohrung zur Verschraubung mit der Unterkonstruktion
(4) und wenigstens einen, seitlich von dem Grundkörper abstehenden Haltearm (3) zum
Drücken des plattenförmigen Bauelementes auf die Unterkonstruktion aufweist, wobei
das Verfahren die Schritte Einsetzen des Halters zwischen die ausgelegten plattenförmigen
Bauelemente (1), Verdrehen des Halters und des Haltearms (3) derart, dass der Haltearm
(3) in die Befestigungsnut (2) ragt und Befestigung des Halters an der Unterkonstruktion
(4) derart, dass das plattenförmige Bauelement (1) durch den Haltearm (3) auf die
Unterkonstruktion (4) gedrücktist, umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass Halter verwendet werden, die an den Haltearmen (3) zur Bildung einer Verdrehsicherung
für den noch nicht befestigten Halter und einer vorübergehenden Lagepositionierung
ein elastisches Spannmittel (5) aufweisen, wobei in einem ersten Schritt der Halter
angesetzt wird, ohne dass der Halter an der Unterkonstruktion befestigt wird, so dass
der Haltearm (3) in der Befestigungsnut (2) vorgespannt zwischen Seitenwänden der
Befestigungsnut (2) gehalten ist, und in einem nachfolgenden Schritt der zuvor positionierte
Halter an der Unterkonstruktion befestigt wird.
2. Verfahren zum Einbau eines Halters nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Halter verwendet wird, bei dem das elastische Spannmittel (5) von einer, auf
ein freies Ende des Haltearms (3) geschobenen Hülse (6) gebildet ist.
3. Verfahren zum Einbau eines Halters nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Halter verwendet wird, dessen Hülse (6) aus einem gummiartigen, elastischen Material
gefertigtist.
4. Verfahren zum Einbau eines Halters nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Halter verwendet wird, bei dem die Hülse (6') eine einseitig offene Einstecköffnung
für den Haltearm (3) aufweist, wobei der Haltearm (3) unter Überwindung einer elastischen
Vorspannung in die Einstecköffnung eingesteckt ist.
5. Verfahren zum Einbau eines Halters nach einem der Ansprüche 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Halter verwendet wird, bei dem die Hülse (6) an der bei montiertem Halter der
Unterkonstruktion (4) abgewandten Seite eine federartige Klemmvorrichtung aufweist.
6. Verfahren zum Einbau eines Halters nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Halter verwendet wird, bei dem die federartige Klemmvorrichtung von einem verdickten,
elastischen Wandbereich der Hülse (6) gebildet ist.
7. Verfahren zum Einbau eines Halters nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Halter verwendet wird, bei dem das elastische Spannmittel (5) von einem gummiartigen
Klemmdorn gebildet ist, wobei der Haltearm (3) eine Durchgangsöffnung aufweist, in
die der Klemmdorn rastend eingesteckt ist, und der Klemmdorn sich mit einem vorderen
und hinteren Bereich über den Haltearm (3) hinaus erstreckt.
8. Verfahren zum Einbau eines Halters nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Halter verwendet wird, bei dem der vordere und hintere Bereich des Klemmdorns
in Form einer Halbkugel ausgebildet ist, wobei der vordere und der hintere Bereich
unter elastischer Kompression in die Befestigungsnut (2) einschiebbar ist.
9. Verfahren zum Einbau eines Halters nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Halter verwendet wird, bei dem das elastische Spannmittel (5) von einem Abschnitt
des Haltearms (3) gebildet ist, der unter elastischer Verformung, in die Befestigungsnut
(2) klemmbar ist.
10. Verfahren zum Einbau eines Halters nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Halter verwendet wird, bei dem zur Bildung des elastischen Spannmittels (5) das
freie Ende des Haltearms (3) um mehr als 135° umgebogen ist und der Haltearm (3) zur
Bildung einer Einfädelhilfe in Querrichtung abgerundet ist, so dass sich bei Einschieben
in die Befestigungsnut (2) der abgerundete Bereich des Haltearms (3) auf den Rändern
der Befestigungsnut (2) abzustützen vermag.
11. Verfahren zum Einbau eines Halters nach Anspruch 9 dadurch gekennzeichnet, dass ein Halter verwendet wird, bei dem der Halter und der Haltearm (3) aus einem metallischen
Werkstoff gefertigt sind und das elastische Spannmittel (5) von einem auf den Haltearm
(3) aufvulkanisierten oder geklebten Bereich gebildet ist, der an seinen seitlichen
Rändern zur Vermeidung eines Abscherens während der Montage abgerundet ist.
12. Verfahren zur Befestigung einer Mehrzahl von neben- und/oder übereinander angeordneten,
plattenförmigen in Bauelementen (1) an einem Gebäude oder dergleichen, wobei die plattenförmigen
Bauelemente (1) über die zwischen den Bauelementen (1) angeordnete Halter an der fest
mit dem Gebäude verbundenen Unterkonstruktion befestigt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Halter nach einem Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche
eingebaut werden, wobei in einem ersten Schritt die Halter ohne Befestigung an die
Unterkonstruktion zwischen die ausgelegten, plattenförmigen Bauelemente angesetzt
werden und in einem zweiten Schritt die zuvor positionierten Halter an der Unterkonstruktion
befestigt werden.
1. Method for installing a holder for plate-shaped structural elements (1) on a substructure
(4), wherein the plate-shaped structural elements (1) have a fastening groove (2)
arranged on the side in the border on at least one edge and the substructure (4) has
a recess for the holder on at least one side adjacent to the fastening, plate-shaped
structural elements (1), in which recess the holder can be fastened by fastening means,
and wherein the holder has a central region formed by a central base body with a through
hole for screwing to the substructure (4), and at least one retaining arm (3) protruding
laterally from the base body to press the plate-shaped structural element (1) to the
substructure (4), wherein the method comprises the steps to insert the holder between
the positioned plate-shaped structural elements (1), twisting the holder and the retaining
arm (3) such that the retaining arm (3) extends into the fastening groove (2), and
fastening the holder to the substructure (4), such that the plate-shaped structural
element (1) is forced by the retaining arm (3) to the substructure (4), characterised in that
holders are used that have an elastic clamping means (5) to form an anti-rotation
device for the holder that is not yet fastened and to provide temporary positioning,
wherein, in a first step, the holder is positioned without it being fastened on the
substructure (4) so that the retaining arm (3) is retained in the fastening groove
(2), clamped between side walls of the fastening groove (2), and, in a subsequent
step, the holder positioned previously is fastened to the substructure (4).
2. Method for installing a holder according to claim 1, characterised in that a holder is used in which the elastic clamping means (5) is formed as a sleeve (6)
pushed on to a free end of the retaining arm (3).
3. Method for installing a holder according to the preceding claim, characterised in that a holder is used whose sleeve (6) is made from a rubbery, elastic material.
4. Method for installing a holder according to either one of the two preceding claims,
characterised in that a holder is used in which the sleeve (6') has an insertion opening open on one side
for the retaining arm (3) wherein the retaining arm (3) is inserted into the insertion
opening while overcoming elastic prestress.
5. Method for installing a holder according to any one of claims 2, 3 or 4, characterised in that a holder is used in which the sleeve (6) has a spring-like clamping device on the
side away from the substructure (4) with the holder fitted.
6. Method for installing a holder according to the preceding claim, characterised in that a holder is used in which the spring-like clamping device is formed from a thickened,
elastic wall region of the sleeve (6).
7. Method for installing a holder according to claim 1, characterised in that a holder is used in which the elastic clamping means (5) are formed from a rubbery
clamping mandrel wherein the retaining arm (3) has a through hole in which the clamping
mandrel is inserted but projects, and the clamping mandrel, with a front region and
a rear region extends beyond retaining arm (3).
8. Method for installing a holder according to the preceding claim, characterised in that a holder is used in which the front and rear region of the clamping mandrel is designed
in the form of a hemisphere wherein the front and the rear region can be pushed into
the fastening groove (2) under elastic compression.
9. Method for installing a holder according to claim 1, characterised in that a holder is used in which the elastic clamping means (5) are formed from a section
of the retaining arm (3) which can be clamped into the fastening groove (2) under
elastic deformation.
10. Method for installing a holder according to any one of the preceding claims, characterised in that, in order to form the elastic clamping means (5), a holder is used in which the free
end of the retaining arm (3) is bent by more than 135° in a transverse direction and
the retaining arm (3) is rounded to form a threading aid so that, when pushing into
the fastening groove (2), the rounded region of the retaining arm (3) is supported
on the rims of the fastening groove (2).
11. Method for installing a holder according to claim 9, characterised in that a holder is used in which the holder and the retaining arm (3) are made from a metallic
material and the elastic clamping means (5) are formed from a vulcanised or glued
region on the retaining arm (3) which is rounded on its lateral edges to avoid shearing
off during assembly.
12. Method for fastening a multiplicity of plate-shaped structural elements (1), arranged
adjacent to each other and/or one over the other, to a building or similar in which
the plate-shaped structural elements (1) are attached to the substructure joined solidly
to the building by holders arranged between the structural elements (1), characterised in that the individual holders are installed in accordance with a method according to any
one of the preceding claims, wherein, in a first step, the holders are positioned
without being fastened on the substructure between the positioned plate-shaped structural
elements, and, in a second step, the holders positioned previously are fastened to
the substructure.
1. Procédé d'intégration d'un support pour éléments de construction en forme de plaque
(1) sur une infrastructure (4), où les éléments de construction en forme de plaque
(1) présentent au moins au niveau d'un bord une gorge de fixation (2) disposée latéralement
au niveau dudit bord et l'infrastructure (4) présente au moins au niveau d'un côté,
outre les éléments de construction en forme de plaque à fixer (1) un réceptacle pour
le support, réceptacle dans lequel le support peut être fixé à l'aide de moyens de
fixation et où le support présente une zone médiane, constituée d'un corps de base
central, pourvu d'un alésage de passage pour vissage avec l'infrastructure (4) et
au moins un bras de retenue (3) dépassant latéralement du corps de base pour comprimer
l'élément de construction en forme de plaque sur l'infrastructure, où le procédé comprend
une phase d'intégration du support entre les éléments de construction en forme de
plaque (1) posés, une phase de rotation du support et du bras de retenue (3) de telle
sorte que le bras de retenue (3) pénètre dans la gorge de fixation (2) et une phase
de fixation du support sur l'infrastructure (4) de telle sorte que l'élément de construction
en forme de plaque (1) est comprimé contre l'infrastructure (4) par le bras de retenue
(3), caractérisé en ce que l'on utilise des supports présentant au niveau des bras de retenue (3) un moyen de
serrage élastique (5) pour constituer un blocage en rotation pour le support non encore
fixé et permettant un positionnement transitoire, où le support est utilisé dans une
première phase sans que le support ne soit fixé à l'infrastructure de façon à maintenir
le bras de retenue (3) dans la gorge de fixation (2) prétendu entre les parois latérales
de la gorge de fixation (2) et dans une étape suivante le support positionné auparavant
est fixé à l'infrastructure.
2. Procédé d'intégration d'un support selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on utilise un support au niveau duquel est constitué le moyen de serrage élastique
(5) à partir d'un manchon (6) repoussé sur une extrémité libre du bras de retenue
(3).
3. Procédé d'intégration d'un support selon la revendication précédente, caractérisé en ce que l'on utilise un support dont le manchon (6) est constitué d'un matériau élastique
de type caoutchouc.
4. Procédé d'intégration d'un support selon l'une des deux revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'on utilise un support au niveau duquel le manchon (6') présente une ouverture d'enfichage
ouverte d'un côté pour le bras de retenue (3), où le bras de retenue (3) est introduit
dans ouverture d'enfichage en s'opposant à la force d'une précontrainte élastique.
5. Procédé d'intégration d'un support selon l'une des revendications 2, 3 ou 4, caractérisé en ce que l'on utilise un support au niveau duquel le manchon (6) présente un dispositif de
serrage à ressort sur le côté opposé de l'infrastructure (4) une fois le support en
place.
6. Procédé d'intégration d'un support selon la revendication précédente, caractérisé en ce que l'on utilise un support au niveau duquel le dispositif de serrage à ressort est constitué
d'une zone de paroi élastique, plus épaisse, du manchon (6).
7. Procédé d'intégration d'un support selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on utilise un support au niveau duquel le moyen de serrage élastique (5) est constitué
d'une broche de serrage de type caoutchouc, où le bras de retenue (3) présente une
ouverture de passage dans laquelle est encliquetée la broche de serrage, et la broche
de serrage s'étend au-dessus et au-delà du bras de retenue (3) par une zone avant
et une zone arrière.
8. Procédé d'intégration d'un support selon la revendication précédente, caractérisé en ce que l'on utilise un support au niveau duquel la zone avant et la zone arrière de la broche
de serrage est de forme hémisphérique, où la zone avant et la zone arrière peuvent
être introduites dans la gorge de fixation (2) par compression élastique.
9. Procédé d'intégration d'un support selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on utilise un support au niveau duquel le moyen de serrage élastique (5) est constitué
d'une partie du bras de retenue (3) que l'on peut fixer dans la gorge de fixation
(2) par un effet de déformation élastique.
10. Procédé d'intégration d'un support selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on utilise un support au niveau duquel l'extrémité libre du bras de retenue (3)
est recourbée de plus de 135° pour constituer le moyen de serrage élastique (5) et
le bras de retenue (3) est arrondi dans le sens transversal pour constituer un passe-fil
de sorte que lors de l'introduction dans la gorge de fixation (2), la zone arrondie
du bras de retenue (3) réussit à s'appuyer sur les bords de a gorge de fixation (2).
11. Procédé d'intégration d'un support selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'on utilise un support au niveau duquel le support et le bras de retenue (3) sont
constitués d'un matériau métallique et le moyen de serrage élastique (5) est constitué
d'une zone vulcanisée ou collée sur le bras de retenue (3), laquelle zone est arrondie
en ses bords latéraux pour éviter tout cisaillement lors du montage.
12. Procédé de fixation d'une pluralité d'éléments de construction en forme de plaque
(1) disposés les uns à côté des autres et/ou les uns au-dessus des autres, à un immeuble
ou similaire, où les éléments de construction en forme de plaque (1) sont fixés à
l'aide des supports disposés entre les éléments de construction (1) au niveau de l'infrastructure
solidarisée de l'immeuble, caractérisé en ce que les divers supports sont intégrés conformément à un procédé selon l'une des revendications
précédentes, où dans une première étape les supports sont insérés sans fixation au
niveau de l'infrastructure entre les éléments de construction compensés en forme de
plaque posés et dans une deuxième étape les supports positionnés auparavant sont fixés
à l'infrastructure.


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