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EP 1 933 952 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.06.2010 Patentblatt 2010/26 |
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Anmeldetag: 22.09.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2006/001692 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/036209 (05.04.2007 Gazette 2007/14) |
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LEITFÄHIGES GEWEBE FÜR DAS SPORTFECHTEN
CONDUCTIVE FABRIC FOR THE SPORT OF FENCING
TISSU CONDUCTEUR POUR L'ESCRIME
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Priorität: |
28.09.2005 DE 102005046566
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.06.2008 Patentblatt 2008/26 |
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Patentinhaber: Grollmisch, Steffen |
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04435 Schkeuditz (DE) |
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Erfinder: |
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- Grollmisch, Steffen
04435 Schkeuditz (DE)
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Vertreter: Hoffmann, Rolf |
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Kreuzstrasse 7B 04103 Leipzig 04103 Leipzig (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 19 709 692 DE-C1- 19 927 213 FR-A- 2 116 106
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DE-C1- 19 927 148 DE-U1- 9 002 013
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein leitfähiges Gewebe, welches für das Sportfechten mit elektronischer
Trefferanzeige und auch für ein künftiges kabelloses Fechten geeignet ist.
Stand der Technik
[0002] Bei dem Sportfechten mit elektronischer Trefferanzeige, insbesondere mit Florett
und Säbel werden gültige Treffer durch akustische und optische Signale angezeigt.
Gültige Treffer entstehen durch einen Kontakt der o. g. Waffen mit der durch internationales
Reglement der Federation International d'Escrime festgelegten gültigen Treffflächen.
Dazu werden von den Wettkämpfern über der eigentlichen Schutzbekleidung, dem Fechtanzug,
zusätzliche Metallgewebewesten u. ä. getragen, die die gültige Trefffläche markieren.
[0003] Weiterhin ist für das o. g. Sportfechten eine Fechtbahn (Planche) mit leitfähiger
Oberfläche erforderlich.
[0004] Bisher bekannte und dafür verwendete Metallgewebe und Metallgewirke sind jedoch anfällig
gegen Korrosion und starke mechanische Belastungen während der Wettkämpfe. Dadurch
wird unter anderen die Leitfähigkeit der Gewebe bzw. Gewirke erheblich vermindert.
[0005] So ist aus
DE 90 02 013 U1 ist ein Gewebe für Fechtwesten bekannt, für die Kunststofffäden verwendet werden,
die als Flachfäden teilweise beiderseits mit Aluminium kaschiert oder mit Aluminium
bedampft sind. Wenn diese Beschichtung durch die Fechtbewegungen oder die Treffer
bricht, ist dort der Stromfluss nicht mehr gewährleistet.
[0006] Aus
DE 197 09 692 C2 ist weiterhin ein Gewebe für Fechtsportartikel bekannt, das aus einem kohlenstoffhaltigen
leitfähigen Material mit elastischen und reißfesten Eigenschaften besteht. Diese Lösung
hat sich jedoch in der praktischen Anwendung nicht bewährt.
[0007] Außerdem ist aus
DE 199 27 148 C1 ein Gewebe bekannt, das aus synthetischen Fasern besteht, die vollständig metallisch
umhüllt sind und auf diversen Unterlagen angeordnet sind. Mit diesem offenbarten Material
wird eine durchschnittliche Leitfähigkeit von unter 10 Ohm/cm
2 erreicht. Es ist zudem recht aufwendig in der Herstellung und belastet die Fechter
auch gewichtsmäßig. Auch für Fechtbahnen ist in der
DE 199 27 213 C1 eine ähnliche aufwendige Lösung offenbart.
[0008] Mit diesen vorstehend genannten Lösungen können jedoch die zunehmenden Anforderungen
für ein leitfähiges Gewebe mit verbesserter elektrischer Leitfähigkeit nicht mehr
erfüllt werden.
Aufgabe der Erfindung
[0009] Der Erfindung liegt deshalb das Problem zugrunde, ein verbessertes elektrisch leitfähiges
Gewebe für das Sportfechten zu entwickeln, welches kostengünstig herstellbar, leicht
handhabbar sowohl für Fechtbekleidung als auch für Fechtausrüstungen geeignet ist
und eine wesentlich verbesserte elektrische Leitfähigkeit aufweist.
Lösung
[0010] Das Problem wird erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen der Patentansprüche
1 oder 2 gelöst, in Verbindung mit den vorteilhaften Ausgestaltungen der Patentansprüche
2 bis 4.
[0011] Danach besteht das erfindungsgemäße leitfähige Gewebe aus Metallfasern und elastischem
flexiblen Polyesterfasergarn, letzteres umhüllt mit INOX- Metallsplittern , wobei
in der Kette nebeneinander einmal Metallfasern und zweimal metallsplitterumhülltes
Polyesterfasergarn und im Schluss nebeneinander einmal Metallfasern und siebenmal
Metallsplitter umhülltes Polyesterfasergarn eingesetzt werden.
[0012] Vorteilhaft wirkt sich gemäß Patentanspruch 2 aus, dass die Nebeneinanderanordnungen
in Kette und Schuss austauschbar sind.
[0013] Gemäß Patentanspruch 3 weist die elektrische Leitfähigkeit des Gewebes Werte unter
5 Ohm/cm
2 auf.
[0014] Besonders vorteilhaft wirkt sich gemäß Patentanspruch 4 aus, dass das Polyesterfasergarn
einfärbbar ist.
[0015] Das erfindungsgemäße Gewebe weist eine hohe Reißfestigkeit auf; ist geeignet als
Obermaterial zur Markierung gültiger Treffflächen bei Fechtbekleidungen und auch als
leitfähiges Obermaterial bei Fechtbahnen. Die Umhüllung des verwebten Polyesterfasergarnes
hat einen durchschnittlichen Edelstahlgehalt von 15%. Das Gewebe zeigt nur einen geringen
Abrieb.
[0016] Die Verwendung des erfindungsgemäßen Gewebes bietet für den Einsatz im Sportfechten
wesentliche Vorteile gegenüber bekannten Materialien. Neben der erheblich verbesserten
elektrischen Leitfähigkeit wird durch das erfindungsgemäße Gewebe der Einsatz von
Metallfasern und damit die Korrosions- und Bruchgefahr vermindert. Parallel dazu wird
die Beweglichkeit de Sportfechter erhöht und die Haltbarkeit der Fechtbahnen verbessert.
[0017] Hervorzuheben ist weiterhin, dass die Verwendung des erfindungsgemäßen Gewebes die
Einführung eines künftigen kabellosen Fechtens erheblich fördern wird.
[0018] Besonders vorteilhaft für die Attraktivität des Sportfechtens für die breite Öffentlichkeit
ist die erfindungsgemäße Möglichkeit zur Einfärbung des Polyesterfasergarns sowohl
mit üblichen Textilfarben, als auch mit leuchtenden Neonfarben. Durch eine unterschiedliche
farbliche Gestaltung, beispielsweise der Oberfläche der Fechtbahnen, kann für das
Publikum die Rangfolge der Wettkämpfe verdeutlicht werden.
[0019] Das erfindungsgemäße eingefärbte Gewebe ermöglicht auch farblich attraktive Demonstrationswettkämpfe
und damit eine neue Qualität der Werbung für das Sportfechten.
[0020] Die Verwendungsmöglichkeit des erfindungsgemäßen leitfähigen Gewebes ist nicht allein
auf das Sportfechten beschränkt. Weitere Einsatzmöglichkeiten sind z. B. bei antistatischen,
wärmeleitfähigen Materialien oder Bekleidungsteilen mit Erwärmungsfaktor gegeben.
1. Leitfähiges Gewebe, insbesondere für das Sportfechten mit elektronischer Trefferanzeige
und für ein kabelloses Fechten,
wobei das leitfähige Gewebe aus Metallfasern und elastischem Polyesterfasergarn besteht,
dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Polyesterfasergarn umhüllt ist mit INOX- Metallsplittern und dass
in der Kette nebeneinander einmal Metallfaser und zweimal metallsplitterumhülltes
Polyesterfasergarn und im Schuss nebeneinander einmal Metallfasern und siebenmal metallsplitterumhülltes
Polyesterfasergarn eingesetzt werden.
2. Leitfähiges Gewebe, insbesondere für das Sportfechten mit elektronischer Trefferanzeige
und für ein kabelloses Fechten,
wobei das leitfähige Gewebe aus Metallfasern und elastischem Polyesterfasergarn besteht,
dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Polyesterfasergarn umhüllt ist mit INOX- Metallsplittern und dass
in der Kette nebeneinander einmal Metallfaser und siebenmal metallsplitterumhülltes
Polyesterfasergarn und im Schuss nebeneinander einmal Metallfasern und zweimal metallsplitterumhülltes
Polyesterfasergarn eingesetzt werden.
3. Leitfähiges Gewebe gemäß Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Leitfähigkeit des Gewebes unter 5 Ohm/cm2 beträgt.
4. Leitfähiges Gewebe gemäß Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
das metallsplitterumhülltes Polyesterfasergarn mit Textilfarben und Neonfarben eingefärbt
werden kann.
1. Conductive fabric, especially for fencing with electronic hit indicator and cordless
fencing, the conductive fabric being made of metal fibres and elastic polyester fibre
yarn, characterised in that the elastic polyester fibre yarn is cladded with INOX metal chips, and moreover caracterised
in that each warp uses one metal fibre thread and two metal chip cladded polyester fibre
threads placed next to each other, and each weft uses uses one metal fibre thread
and seven metal chip cladded polyester fibre threads placed next to each other.
2. Conductive fabric, especially for fencing with electronic hit indicator and cordless
fencing, the conductive fabric being made of metal fibres and elastic polyester fibre
yarn, characterised in that the elastic polyester fibre yarn is cladded with INOX metal chips and in that each warp uses one metal fibre thread and seven metal chip cladded polyester fibre
threads placed next to each other, and that each weft uses one metal fibre thread
and two metal chip cladded polyester fibre threads placed next to each other.
3. Conductive fabric according to claim 1, characterised in that the electric conductivity of the fabric is below 5 ohms/cm2.
4. Conductive fabric according to claim 1, characterised in that the metal chip cladded polyester fibre yarn can be dyed with textile and neon pigments.
1. Tissu conducteur, conçu en particulier pour l'escrime avec indicateur électrionique
des touches et l'escrime sans câble, le tissu conducteur étant composé de fibres métalliques
et d'un retors en fibres polyester élastiques, caractérisé en ce que le retors en fibres polyester élastiques est revêtus de fragments en métal INOX,
ainsi que caractérisé en ce que chaque chaîne du tissu est composée d'une combinaison d'un fil en fibres métaliques
et de deux fils en fibres polyester revêtu de fragments en métal INOX disposés l'un
à côté de l'autre, et que chaque trame est composée d'une combinaison d'un fil en
fibres métaliques et de sept fils en retors en fibres polyester revêtus de fragments
en métal INOX disposés l'un à côté de l'autre.
2. Tissu conducteur, conçu en particulier pour l'escrime avec indicateur électrionique
des touches et l'escrime sans câble, le tissu conducteur étant composé de fibres métalliques
et d'un retors en fibres polyester élastiques, caractérisé en ce que le retors en fibres polyester élastiques est revêtus de fragments en métal INOX,
ainsi que caractérisé en ce que chaque chaîne du tissu est composée d'une combinaison d'un fil en fibres métaliques
et de sept fils en fibres polyester revêtu de fragments en métal INOX disposés l'un
à côté de l'autre, et que chaque trame est composée d'une combinaison d'un fil en
fibres métaliques et de deux fils en retors en fibres polyester revêtus de fragments
en métal INOX disposés l'un à côté de l'autre.
3. Tissu conducteur selon la revendication 1, caractérisé en ce que la conductivité électrique du tissu est inférieure à 5 ohms/cm2.
4. Tissu conducteur selon la revendication 1, caractérisé en ce que le retors en fibres polyester revêtu de fragments en métal INOX peut être teint avec
des peintures textile ou des peintures néon.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
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