| (19) |
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(11) |
EP 1 933 997 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.03.2012 Patentblatt 2012/12 |
| (22) |
Anmeldetag: 13.09.2006 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2006/008900 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/031289 (22.03.2007 Gazette 2007/12) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUM ERZEUGEN EINER ABKANTUNG AN EINEM BLECHELEMENT, DURCH DIESES VERFAHREN
HERGESTELLTES BLECHELEMENT SOWIE VORRICHTUNG ZUM VORPROFILIEREN EINES BLECHELEMENTS
METHOD FOR PRODUCING A FOLD ON A SHEET METAL ELEMENT, SHEET METAL ELEMENT AND DEVICE
FOR PRE-FOLDING A METAL SHEET ELEMENT
PROCEDE POUR PRODUIRE UN PLIAGE SUR UN ELEMENT EN TOLE, ELEMENT EN TOLE ET DISPOSITIF
POUR REALISER UN PRE-PLIAGE SUR UN ELEMENT EN TOLE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Priorität: |
16.09.2005 DE 102005044423
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.06.2008 Patentblatt 2008/26 |
| (73) |
Patentinhaber: BLANCO GmbH + Co KG |
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75038 Oberderdingen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- DITTLER, Bernd
75249 Kieselbronn (DE)
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| (74) |
Vertreter: Hörner, Andreas |
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HOEGER, STELLRECHT & PARTNER Patentanwälte
Uhlandstrasse 14 c 70182 Stuttgart 70182 Stuttgart (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-82/03574 CH-A5- 616 093 GB-A- 160 238
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WO-A-89/01833 FR-A1- 2 207 767
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erzeugen einer Abkantung an
einem Blechelement sowie ein solches Blechelement und eine Vorrichtung zur Vorprofilierung
eines Blechelements gemäβ dem Oberbegriff des Anspruchs 15 bzw. 16.
[0002] Es ist bekannt, eine Abkantung an einem Blechelement, beispielsweise aus einem Edelstahlblech,
mittels einer Gesenkbiegepresse zu erzeugen. Hierbei ist der äußere Biegeradius der
erzeugten Abkantung durch die Materialstärke des Blechelements vorgegeben. So entsteht
beim Biegeprozess eines Blechelements mit einer Materialstärke von 1 mm eine Abkantung
mit einem Außenradius von ungefähr 3,5 mm. Beim Biegen eines Blechelements mit einer
größeren Materialstärke von beispielsweise 1,5 mm entsteht eine Abkantung mit einem
größeren Außenradius von ungefähr 4 mm.
[0003] Die
CH 616 093 A5 offenbart ein Verfahren zum Erzeugen einer Abkantung an einem Blechelement, bei dem
eine Profilierung des Blechelements gleichzeitig mit dem Abkanten erfolgt.
[0004] Die
GB 160 238 A offenbart eine Vorrichtung mit einer Prägerolle mit einem Prägewulst und einer der
Prägerolle gegenüberliegenden Stützrolle mit einer Ausnehmung, wobei die Ausnehmung
und der Prägewulst komplementär zueinander ausgebildet sind.
[0005] Die
FR-A1-2 207 767 offenbart eine Vorrichtung mit einer Prägerolle und einer der Prägerolle gegenüberliegenden
Stützrolle, wobei die Stützrolle eine Ausnehmung aufweist, deren Breite größer ist
als die Breite der Prägerolle.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Erzeugen
einer Abkantung an einem Blechelement zu schaffen, bei welchem der Außenradius der
Abkantung weitgehend unabhängig von der Materialstärke des Blechelements vorgebbar
ist.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren zum Erzeugen einer Abkantung
an einem Blechelement gelöst, welches folgende Verfahrensschritte umfasst:
- Vorprofilieren des Blechelements derart, dass an einer ersten Seite des Blechelements
eine sich längs einer gewünschten Abkantlinie erstreckende Vertiefung und an einer
zweiten Seite des Blechelements ein der Vertiefung gegenüberliegender, sich ebenfalls
längs der gewünschten Abkantlinie erstreckender Vorsprung erzeugt wird; und
- Umbiegen des Blechelements an der Abkantlinie, längs welcher sich die Vertiefung und
der Vorsprung erstrecken, zur Erzeugung der Abkantung.
[0008] Der Erfindung liegt somit das Konzept zugrunde, das Blechelement vor dem eigentlichen
Abkantvorgang so vorzuprofilieren, dass der gewünschte Außenradius erzeugt wird.
[0009] Durch das erfindungsgemäß vorgesehene Vorprofilieren wird ferner der spätere Abkantvorgang
erleichtert; insbesondere ist die für die Abkantung des Blechelements erforderliche
Anpresskraft bei dem erfindungsgemäßen Verfahren geringer als die Anpresskraft, die
erforderlich wäre, um einen entsprechend kleinen Außenradius mittels des herkömmlichen
Gesenkbiegepressens ohne Vorprofilierung zu erzeugen.
[0010] Aus der
WO 82/03574 ist ein Verfahren zum Biegen eines warmgewalzten Streifens bekannt, bei welchem während
des Warmwalzens eine Längsnut in den Streifen eingebracht wird, um den anschließenden
Biegevorgang zu erleichtern. Bei diesem Verfahren wird jedoch kein der Längsnut gegenüberliegender
Vorsprung erzeugt, und der Außenradius der Abkantung wird erst beim Biegevorgang bestimmt.
[0011] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen,
dass der Vorsprung an der (konvex gekrümmten) Außenseite der erzeugten Abkantung liegt.
[0012] Das Blechelement wird vorteilhafterweise so vorprofiliert, dass der beim Vorprofilieren
erzeugte Vorsprung einen Außenradius aufweist, der dem gewünschten Außenradius der
Abkantung entspricht oder größer ist als der gewünschte Außenradius der Abkantung.
[0013] Vorzugsweise beträgt der Außenradius des Vorsprungs höchstens ungefähr das Zehnfache,
insbesondere höchstens ungefähr das Fünffache, des gewünschten Außenradius der Abkantung.
[0014] Beispielsweise kann der Außenradius des Vorsprungs im Bereich bis zu ungefähr 10
mm liegen.
[0015] Die Vorprofilierung des Blechelements wird vorzugsweise mittels mindestens einer
Prägerolle durchgeführt.
[0016] Diese Prägerolle kann einen im Querschnitt keilförmigen Prägewulst aufweisen.
[0017] Besonders günstig ist es, wenn der Prägewulst einen Keilwinkel, d.h. einen von den
angrenzenden Begrenzungsflächen des Prägewulstes eingeschlossenen Winkel, von ungefähr
90° aufweist.
[0018] Die Prägerolle wird zur Erzeugung der Vertiefung und des gegenüberliegenden Vorsprungs
vorzugsweise mit einer Anpresskraft von ungefähr 5 kN bis ungefähr 250 kN gegen das
Blechelement gepresst.
[0019] Zur Vorprofilierung kann das Blechelement mit einer Geschwindigkeit an der Prägerolle
vorbeigeführt werden, welche im wesentlichen der Drehgeschwindigkeit der Prägerolle
an deren Außenumfang entspricht:
[0020] Die Geschwindigkeit, mit welcher das Blechelement an der Prägerolle vorbeigeführt
wird, kann beispielsweise von ungefähr 0,5 m pro Minute bis ungefähr 40 m pro Minute
betragen.
[0021] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird das Blechelement bei der Vorprofilierung
an einer Stützrolle vorbeigeführt, welche eine Ausnehmung, insbesondere eine Umfangsnut,
zur Aufnahme des bei der Vorprofilierung erzeugten Vorsprungs aufweist.
[0022] Die Breite der Ausnehmung, insbesondere der Umfangsnut, beträgt beispielsweise von
ungefähr 1 mm bis ungefähr 10 mm.
[0023] Besonders günstig ist es, wenn das Blechelement bei der Vorprofilierung zwischen
einer Prägerolle und einer der Prägerolle gegenüberliegenden Stützrolle hindurchgeführt
wird.
[0024] Der Außenradius des bei der Vorprofilierung erzeugten Vorsprungs beträgt vorzugsweise
höchstens 10 mm, beispielsweise ungefähr 5 mm.
[0025] Der Außenradius der an dem Blechelement erzeugten Abkantung beträgt vorzugsweise
höchstens 2 mm, beispielsweise ungefähr 1 mm.
[0026] Die Vorprofilierung des Blechelements wird vorzugsweise mittels einer Prägerolle
mit einem Prägewulst und einer der Prägerolle gegenüberliegenden Stützrolle mit einer
dem Prägewulst gegenüberliegenden Umfangsnut durchgeführt, wobei die Nutbreite (B)
der Umfangsnut kleiner ist als die Breite (b) des Prägewulstes.
[0027] Anspruch 15 ist auf ein Blechelement mit mindestens einer Abkantung gerichtet, die
nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erzeugt worden ist, wobei der Außenradius der
an dem Blechelement erzeugten Abkantung höchstens 2 mm beträgt.
[0028] Ein solches Blechelement mit einer oder mehreren erfindungsgemäß erzeugten Abkantungen
eignet sich insbesondere zur Verwendung als Bestandteil einer Arbeitsplatte, eine
Spülmoduls, einer Küchenrückwand oder einer Küchenfront. Der vorliegenden Erfindung
liegt die weitere Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, welche es ermöglicht,
eine Abkantung an einem Blechelement mit einem von der Materialstärke des Blechelements
weitgehend unabhängigen Außenradius zu erzeugen.
[0029] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung zur Vorprofilierung eines
Blechelements vor einem Abkantvorgang nach Anspruch 16 gelöst.
[0030] Besondere Ausgestaltungen dieser erfindungsgemäßen Vorrichtung sind Gegenstand der
Ansprüche 17 bis 20, deren Vorteile bereits vorstehend im Zusammenhang mit den besonderen
Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens erläutert worden sind.
[0031] Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglichen es,
in einfacher Weise Abkantungen an einem Blechelement mit besonders kleinem Außenradius
zu erzeugen.
[0032] Ein kleiner Außenradius einer Abkantung führt zu besonderer Prägnanz des Gesamteindrucks
der optischen Gestaltung.
[0033] Durch einen kleineren Außenradius einer Abkantung wird ferner die Gestaltung und
Definition von Fasen längs der Abkantung erleichtert.
[0034] Ferner können durch die Reduzierung des Außenradius der Abkantungen beispielsweise
aus den abgekanteten Blechelementen gebildete Arbeitsplattenelemente bei der Montage
mehrteiliger Arbeitsplatten, beispielsweise in L-Form oder in U-Form, direkt gegeneinander
gestoßen werden, was die Herstellung der Schraubverbindungen für die Montage der Arbeitsplattenelemente
sowie die Montage selbst erleichtert.
[0035] Weitere vorteilhafte Merkmale und Vorteile der Erfindung sind Gegenstand der nachfolgenden
Beschreibung und der zeichnerischen Darstellung eines Ausführungsbeispiels.
[0036] In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- einen schematischen Schnitt durch ein abzukantendes Blechelement in einem Ausgangszustand;
- Fig. 2
- eine schematische Vorderansicht einer Vorprofilierungsvorrichtung zum Vorprofilieren
des Blechelements vor der Abkantung;
- Fig. 3
- eine schematische Seitenansicht der Vorprofilierungsvorrichtung aus Fig. 2, mit der
Blickrichtung in Richtung des Pfeiles 3 in Fig. 2;
- Fig. 4
- eine schematische Vorderansicht einer Abkantvorrichtung zum Abkanten des Blechelements,
vor der Durchführung des Abkantvorgangs;
- Fig. 5
- eine schematische Vorderansicht der Abkantvorrichtung aus Fig. 4, am Ende des Abkantvorgangs;
und
- Fig. 6
- eine schematische Draufsicht auf das abgekantete Blechelement.
[0037] Gleiche oder funktional äquivalente Elemente sind in allen Figuren mit denselben
Bezugszeichen bezeichnet.
[0038] Das in Fig. 1 dargestellte, mit 100 bezeichnete abzukantende metallische Blechelement
ist als eine im wesentlichen ebene Blechplatte mit einer Materialstärke d im Bereich
von beispielsweise ungefähr 0,5 mm bis ungefähr 2 mm ausgebildet.
[0039] Das Blechelement 100 kann beispielsweise als ein Edelstahl-Blechelement, insbesondere
als ein Chrom-Nickel-Stahl-Blechelement, ausgebildet sein.
[0040] Beispielsweise kann das Blechelement 100 aus dem Stahl mit der Werkstoffnummer 1.4301
(gemäß DIN EN 10088) gebildet sein.
[0041] Vor dem eigentlichen Abkantvorgang wird das abzukantende Blechelement 100 in einer
in den Fig. 2 und 3 dargestellten Vorprofilierungseinrichtung 102 derart vorprofiliert,
dass an einer ersten Hauptfläche 104 eine Vertiefung 106, die sich längs der gewünschten
Abkantlinie erstreckt und einen keilförmigen Querschnitt aufweist, und an einer gegenüberliegenden
zweiten Hauptfläche 108 ein der Vertiefung 106 gegenüberliegender, sich ebenfalls
längs der gewünschten Abkantlinie erstreckender Vorsprung 110 erzeugt wird, wobei
der Vorsprung 110 einen Außenradius R aufweist, welcher dem gewünschten Außenradius
R
A des abgekanteten Blechelements 100 an der Abkantung entspricht oder größer ist als
der gewünschte Außenradius R
A der Abkantung.
[0042] Die Vorprofilierungseinrichtung 102 umfasst eine im wesentlichen zylindrische Prägerolle
112, welche an ihrem Umfang mit einem Prägewulst 114 versehen ist, der über die zylindrische
Umfangsfläche 116 der Prägerolle 112 um eine Höhe h von beispielsweise ungefähr 0,2
mm bis ungefähr 1 mm übersteht.
[0043] Der Prägewulst 114 weist einen keilförmigen Querschnitt mit einem Keilwinkel α von
ungefähr 92° auf, so dass die beiden Begrenzungsflächen 118a, 118b des Prägewulstes
114 miteinander einen Winkel von ungefähr 92° einschließen.
[0044] Die Breite b des Prägewulstes 114, d.h. dessen Erstreckung in der Axialrichtung der
Prägerolle 112, beträgt beispielsweise von ungefähr 1 mm bis ungefähr 3 mm.
[0045] Die Prägerolle 112 ist um ihre Längsachse 118 drehbar gelagert und zu einer Drehbewegung
in der Drehrichtung 120 (in Fig. 3 im Uhrzeigersinn) antreibbar.
[0046] Ferner umfasst die Vorprofilierungseinrichtung 102 eine parallel zur Prägerolle 112
ausgerichtete, von derselben beabstandete Stützrolle 122, die im wesentlichen zylindrisch
ausgebildet ist und eine dem Prägewulst 114 der Prägerolle 112 gegenüberliegende Umfangsnut
124 aufweist.
[0047] Die Breite B der Umfangsnut 124, d.h. deren Erstreckung in der Axialrichtung der
Stützrolle 122, beträgt beispielsweise von ungefähr 1 mm bis ungefähr 10 mm.
[0048] Nach der erfindungs gemäβen Vorrichtung die Nutbreite B kleiner als die Breite b
des Prägewulstes 114.
[0049] Die Tiefe der Umfangsnut 124 ist so gewählt, dass sich der bei der Vorprofilierung
gebildete Vorsprung 110 in die Umfangsnut 124 hinein erstrecken kann.
[0050] Die Stützrolle 122 ist in einer Drehrichtung 126 (in Fig. 3 im Gegenuhrzeigersinn)
um ihre Längsachse 128 drehbar gelagert.
[0051] Die Spaltbreite s des Spaltes zwischen den Umfangsflächen der Prägerolle 112 einerseits
und der Stützrolle 122 andererseits ist etwas größer als die Materialstärke d des
Blechelements 100, so dass das Blechelement 100 in den Spalt zwischen der Prägerolle
112 und der Stützrolle 122 eingeführt und das Blechelement 100 in der Bewegungsrichtung
130 durch diesen Spalt hindurch bewegt werden kann.
[0052] Die Bewegungsrichtung 130 des Blechelements 100 stimmt dabei an der Kontaktstelle
des Blechelements 100 mit der Prägerolle 112 mit der Drehrichtung 120 der Prägerolle
112 und an der Kontaktstelle des Blechelements 100 mit der Stützrolle 122 mit der
Drehrichtung 126 der Stützrolle 122 überein.
[0053] Die Bewegungsgeschwindigkeit des Blechelements 100 ist mit der Drehgeschwindigkeit
der Prägerolle 112 an deren Umfangsfläche und mit der Drehgeschwindigkeit der Stützrolle
122 an deren Umfangsfläche identisch und beträgt beispielsweise von ungefähr 0,5 m
pro Minute bis ungefähr 40 m pro Minute.
[0054] Die Prägerolle 112 wird mit einer Anpresskraft im Bereich von ungefähr 5 kN bis ungefähr
250 kN gegen das Blechelement 100 gepresst und prägt so mittels des Prägewulstes 114
die Vertiefung 106 in das Blechelement 100 ein, wobei zugleich der in die Umfangsnut
124 der Stützrolle 122 vorstehende Vorsprung 110 gebildet wird.
[0055] Die Form des Prägewulstes 114 und der Anpressdruck werden so gewählt, dass der erzeugte
Vorsprung 110 den gewünschten Außenradius R aufweist, der dem gewünschten Außenradius
R
A der späteren Abkantung entspricht oder größer ist als der gewünschte Außenradius
R
A der Abkantung.
[0056] Für einen gewünschten Außenradius R
A der Abkantung von 1 mm bei einer Materialstärke des Blechelements 100 von 1,25 mm
wird beispielsweise ein Prägewulst 114 verwendet, der eine Breite b von 1,78 mm und
eine Höhe h von 0,5 mm aufweist. Die Bewegungsgeschwindigkeit des Blechelements 100
und die Drehgeschwindigkeit der Prägerolle 112 an deren Umfang betragen in diesem
Fall ungefähr 4 m pro Minute. Die Anpresskraft, mit welcher die Prägerolle 112 gegen
das Blechelement 100 gepresst wird, beträgt in diesem Fall ungefähr 50 kN.
[0057] Nachdem in der vorstehend beschriebenen Weise die Vertiefung 106 und der Vorsprung
110 an dem Blechelement 100 in der Vorprofilierungseinrichtung 102 erzeugt worden
sind, wird das in dieser Weise vorprofilierte Blechelement 100 der in den Fig. 4 und
5 dargestellten Abkantvorrichtung 132 zugeführt, in welcher der eigentliche Abkantvorgang
durchgeführt wird.
[0058] Die Abkantvorrichtung 132 umfasst eine Matrize 134 mit einer Ausnehmung 136, deren
Begrenzungsflächen 138a, 138b miteinander einen Winkel von beispielsweise ungefähr
30° einschließen.
[0059] Am Grunde der Ausnehmung 136 kann eine Aussparung 140 mit rechteckigem Querschnitt
vorgesehen sein.
[0060] Ferner umfasst die Abkantvorrichtung 132 einen der Matrize 134 gegenüberstehenden
Stempel 142, dessen zur Matrize 134 weisende Spitze Begrenzungsflächen 144a, 144b
aufweist, welche ebenfalls miteinander einen Winkel von beispielsweise ungefähr 30°
einschließen und im wesentlichen parallel zu den Begrenzungsflächen 138a bzw. 138b
der Matrize 134 ausgerichtet sind.
[0061] Der Stempel 142 der Abkantvorrichtung 132 ist in einer vertikalen Richtung 146 relativ
zu der Matrize 134 bewegbar.
[0062] Nachdem das vorprofilierte Blechelement 100 in den Zwischenraum zwischen dem Stempel
142 und der Matrize 134 (bei von der Matrize 134 wegbewegtem Stempel 142) eingebracht
worden ist (siehe Fig. 4), wird der Stempel 142 relativ zu der Matrize 134 längs der
Richtung 146 auf die Matrize 134 zu bewegt, wobei das dazwischenliegende Blechelement
100 so verformt wird, dass die außerhalb der Vertiefung 106 liegenden Bereiche der
ersten Hauptfläche 104 miteinander einen Winkel von ungefähr 90° einschließen und
die außerhalb des Vorsprungs 110 liegenden Bereiche der zweiten Hauptfläche 108 ebenfalls
miteinander einen Winkel von ungefähr 90° einschließen, so dass das Blechelement 100
längs der Vertiefung 106 und des Vorsprungs 110 um einen Winkel von ungefähr 90° abgekantet
wird, wie dies in Fig. 5 dargestellt ist.
[0063] Bei diesem Abkantvorgang werden die Begrenzungsflächen 148a, 148b der Vertiefung
106 aufeinander zu bewegt, bis die Vertiefung 106 nahezu geschlossen ist.
[0064] Je nach Verfahrensführung wird der Vorsprung 110 bei dem Abkantvorgang im wesentlichen
nicht verformt, so dass sein bei der Vorprofilierung erzeugter Außenradius R im wesentlichen
erhalten bleibt, oder abgestreckt, so dass sein bei der Vorprofilierung erzeugter
Außenradius abnimmt.
[0065] Das in Fig. 6 dargestellte, fertig abgekantete Blechelement 100 weist daher an seiner
Abkantlinie 150 einen Außenradius R
A von ungefähr 1 mm auf, welcher dem bei der Vorprofilierung erzeugten Außenradius
R des Vorsprungs 110 entspricht oder geringer ist als dieser.
[0066] Das abgekantete Blechelement 100 kann in dieser Form verwendet oder aber durch weitere
Abkantvorgänge oder andere Umformvorgänge weiterbearbeitet werden.
[0067] Das mit der Abkantung versehene Blechelement 100 eignet sich insbesondere zur Verwendung
als Bestandteil einer Arbeitsplatte, eines Spülenmoduls, einer Küchenrückwand oder
einer Küchenfront.
[0068] Ferner kann die in der vorstehend beschriebenen Weise an dem Blechelement 100 erzeugte
Abkantung, beispielsweise durch Anfasen und/oder Polieren, weiterbearbeitet werden.
1. Verfahren zum Erzeugen einer Abkantung an einem Blechelement (100), umfassend folgende
Verfahrensschritte:
- Vorprofilieren des Blechelements (100) derart, dass an einer ersten Seite (104)
des Blechelements (100) eine sich längs einer gewünschten Abkantlinie erstreckende
Vertiefung (106) und an einer zweiten Seite (108) des Blechelements (100) ein der
Vertiefung (106) gegenüberliegender, sich ebenfalls längs der gewünschten Abkantlinie
erstreckender Vorsprung (110) erzeugt wird; und
- Umbiegen des Blechelements (100) an der Abkantlinie, längs welcher sich die Vertiefung
(106) und der Vorsprung (110) erstrecken, zur Erzeugung der Abkantung.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung (110) an der Außenseite der erzeugten Abkantung liegt.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Blechelement (100) so vorprofiliert wird, dass der beim Vorprofilieren erzeugte
Vorsprung (110) einen Außenradius (R) aufweist, der dem gewünschten Außenradius (RA) der Abkantung entspricht oder größer ist als der gewünschte Außenradius (RA),
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorprofilierung des Blechelements (100) mittels mindestens einer Prägerolle (112)
durchgeführt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Prägerolle (112) einen im Querschnitt keilförmigen Prägewulst (114) aufweist.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Prägewulst (114) einen Keilwinkel (α) von ungefähr 90° aufweist.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, das die Prägerolle (112) mit einer Anpresskraft von 5 kN bis 250 kN gegen das Blechelement
(100) gepresst wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Blechelement (100) mit einer Geschwindigkeit an der Prägerolle (112) vorbeigeführt
wird, welche im wesentlichen der Drehgeschwindigkeit der Prägerolle (112) an deren
Außenumfang entspricht.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschwindigkeit, mit welcher das Blechelement (100) an der Prägerolle (112) vorbeigeführt
wird, von 0,5 m pro Minute bis 40 m pro Minute beträgt.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Blechelement (100) bei der Vorprofilierung an einer Stützrolle (122) vorbeigeführt
wird, welche eine Ausnehmung, insbesondere eine Umfangsnut (124), zur Aufnahme des
Vorsprungs (110) aufweist.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der Ausnehmung von ungefähr 1 mm bis ungefähr 10 mm beträgt.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Blechelement (100) bei der Vorprofilierung zwischen einer Prägerolle (112) und
einer der Prägerolle (112) gegenüberliegenden Stützrolle (122) hindurchgeführt wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Außenradius (R) des bei der Vorprofilierung erzeugten Vorsprungs (110) höchstens
zehn Millimeter beträgt.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorprofilieren des Blechelements (100) mittels einer Prägerolle (112) mit einem
Prägewulst (114) und einer der Prägerolle (112) gegenüberliegenden Stützrolle (122)
mit einer dem Prägewulst (114) gegenüberliegenden Umfangsnut (124) durchgeführt wird,
wobei die Nutbreite (B) der Umfangsnut (124) kleiner ist als die Breite (b) des Prägewulstes
(114).
15. Blechelement mit mindestens einer Abkantung, die nach einem Verfahren gemäß einem
der Ansprüche 1 bis 14 erzeugt worden ist, der Außenradius der an dem Blechelement
(100) erzeugten Abkantung höchstens 2 mm beträgt.
16. Vorrichtung zur Vorprofilierung eines Blechelements (100) vor einem Abkantvorgang,
umfassend eine Prägerolle (112) mit einem Prägewulst (114) und eine der Prägerolle
(112) gegenüberliegende Stützrolle (122) mit einer dem Prägewulst (114) gegenüberliegenden
Umfangsnut (124), dadurch gekennzeichnet, dass die Nutbreite (B) der Umfangsnut (124) kleiner ist als die Breite (b) des Prägewulstes
(114), d.h.dessen Erstreckung in der Axialrichtung der Prägerolle (112).
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Prägewulst (114) der Prägerolle (112) einen keilförmigen Querschnitt aufweist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Prägewulst (114) einen Keilwinkel (α) von ungefähr 90° aufweist.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Prägerolle (112) mit einer Anpresskraft von 5 kN bis 250 kN gegen das Blechelement
(100) pressbar ist.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite (B) der Ausnehmung der Stützrolle (122) von ungefähr 1 mm bis ungefähr
10 mm beträgt.
1. A method for producing a fold in a sheet metal element (100) which comprises the following
method steps:
- pre-profiling the sheet metal element (100) in such a manner that a recess (106)
extending along a desired fold line is produced at a first side (104) of the sheet
metal element (100) and a protrusion (110) likewise extending along the desired fold
line and located opposite the recess (106) is produced at a second side (108) of the
sheet metal element (100); and
- bending the sheet metal element (100) at the fold line along which the recess (106)
and the protrusion (110) extend for the purposes of producing the fold.
2. A method in accordance with Claim 1, characterized in that the protrusion (110) is located on the outer surface of the produced fold.
3. A method in accordance with either of the Claims 1 or 2, characterized in that the sheet metal element (100) is pre-profiled in such a way that the protrusion (110)
produced during the pre-profiling process has an external radius (R) which corresponds
to the desired external radius (RA) of the fold or is larger than the desired external radius (RA).
4. A method in accordance with any of the Claims 1 to 3, characterized in that the process of pre-profiling the sheet metal element (100) is carried out by means
of at least one embossing roller (112).
5. A method in accordance with Claim 4, characterized in that the embossing roller (112) comprises an embossing projection (114) having a wedge-shaped
cross section.
6. A method in accordance with Claim 5, characterized in that the embossing projection (114) has a wedge angle (α) of approximately 90°.
7. A method in accordance with any of the Claims 4 to 6, characterized in that the embossing roller (112) is pressed against the sheet metal element (100) with
a contact force of 5 kN to 250 kN.
8. A method in accordance with any of the Claims 4 to 7, characterized in that the sheet metal element (100) is fed past the embossing roller (112) at a speed which
substantially corresponds to the rotational speed of the embossing roller (112) at
the outer periphery thereof.
9. A method in accordance with any of the Claims 4 to 8, characterized in that the speed at which the sheet metal element (100) is fed past the embossing roller
(112) amounts to from 0.5 m per minute to 40 m per minute.
10. A method in accordance with any of the Claims 1 to 9, characterized in that, during the pre-profiling process, the sheet metal element (100) is fed past a supporting
roller (122) which has a recess, in particular a peripheral groove (124), for accommodating
the protrusion (110).
11. A method in accordance with Claim 10, characterized in that the width of the recess amounts to from approximately 1 mm to approximately 10 mm.
12. A method in accordance with any of the Claims 4 to 11, characterized in that, during the pre-profiling process, the sheet metal element (100) is fed between an
embossing roller (112) and a supporting roller (122) located opposite the embossing
roller (112).
13. A method in accordance with any of the Claims 1 to 12, characterized in that the external radius (R) of the protrusion (110) produced during the pre-profiling
process amounts to at most ten millimetres.
14. A method in accordance with any of the Claims 1 to 13, characterized in that the process of pre-profiling the sheet metal element (100) is carried out by means
of an embossing roller (112) incorporating an embossing projection (114) and a supporting
roller (122) which is located opposite the embossing roller (112) and comprises a
peripheral groove (124) that is located opposite the embossing projection (114), wherein
the groove width (B) of the peripheral groove (124) is smaller than the width (b)
of the embossing projection (114).
15. A sheet metal element comprising at least one fold which has been produced by a method
in accordance with any of the Claims 1 to 14, characterized in that the external radius of the fold produced in the sheet metal element (100) amounts
to at most 2 mm.
16. A device for a process of pre-profiling a sheet metal element (100) prior to a folding
process,
comprising an embossing roller (112) incorporating an embossing projection (114) and
a supporting roller (122) which is located opposite the embossing roller (112) and
comprises a peripheral groove (124) located opposite the embossing projection (114),
characterized in that the groove width (B) of the peripheral groove (124) is smaller than the width (b)
of the embossing projection (114), i.e. its extent in the axial direction of the embossing
roller (112).
17. A device in accordance with Claim 16, characterized in that the embossing projection (114) of the embossing roller (112) has a wedge-shaped cross
section.
18. A device in accordance with Claim 17, characterized in that the embossing projection (114) has a wedge angle (α) of approximately 90°.
19. A device in accordance with any of the Claims 16 to 18, characterized in that the embossing roller (112) is pressable against the sheet metal element (100) with
a contact force of 5 kN to 250 kN.
20. A device in accordance with any of the Claims 16 to 19, characterized in that the width (B) of the recess in the supporting roller (122) amounts to from approximately
1 mm to approximately 10 mm.
1. Procédé pour effectuer un pliage sur un élément de tôle (100), comprenant les étapes
de procédé suivantes consistant à :
- pré-profiler l'élément de tôle (100) de manière à ménager une cavité (106) s'étendant
le long d'une ligne de pliage souhaitée sur un premier côté (104) de l'élément de
tôle (100) et former une saillie (110) faisant face à la cavité (106) et s'étendant
également le long de la ligne de pliage souhaitée sur un second côté (108) de l'élément
de tôle (100) ; et
- replier l'élément de tôle (100) sur la ligne de pliage le long de laquelle la cavité
(106) et la saillie (110) s'étendent, pour effectuer le pliage.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la saillie (110) se situe sur le côté externe du pliage effectué.
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que l'élément de tôle (100) est pré-profilé de telle sorte que la saillie (110) formée
lors du pré-profilage présente un rayon externe (R) qui correspond au rayon externe
(RA) souhaité du pliage ou qui est plus grand que le rayon externe (RA) souhaité.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le pré-profilage de l'élément de tôle (100) est effectué au moyen d'au moins un rouleau
d'estampage (112).
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que le rouleau d'estampage (112) présente un renflement d'estampage (114) cunéiforme
en section transversale.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que le renflement d'estampage (114) présente un angle d'attaque (α) d'environ 90 °.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 4 à 6, caractérisé en ce que le rouleau d'estampage (112) est pressé avec une force d'application allant de 5
kN à 250 kN contre l'élément de tôle (100).
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 4 à 7, caractérisé en ce que l'élément de tôle (100) passe devant le rouleau d'estampage (112) à une vitesse qui
correspond sensiblement à la vitesse de rotation du rouleau d'estampage (112) sur
sa circonférence.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 4 à 8, caractérisé en ce que la vitesse, à laquelle l'élément de tôle (100) passe devant le rouleau d'estampage
(112), est comprise entre 0,5 m par minute et 40 m par minute.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'élément de tôle (100) passe lors du pré-profilage devant un rouleau d'appui (122),
qui présente un évidement, en particulier une rainure périphérique (124), pour la
réception de la saillie (110).
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que la largeur de l'évidement est comprise entre environ 1 mm et environ 10 mm.
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications 4 à 11, caractérisé en ce que l'élément de tôle (100) est passé lors du pré-profilage entre un rouleau d'estampage
(112) et un rouleau d'appui (122) faisant face au rouleau d'estampage (112).
13. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que le rayon externe (R) de la saillie (110) formée lors du pré-profilage est au maximum
de dix millimètres.
14. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que le pré-profilage de l'élément de tôle (100) se fait au moyen d'un rouleau d'estampage
(112) avec un renflement d'estampage (114) et d'un rouleau d'appui (122) faisant face
au rouleau d'estampage (112) avec une rainure périphérique (124) opposée au renflement
d'estampage (114), la largeur (B) de la rainure périphérique (124) étant inférieure
à la largeur (b) du renflement d'estampage (114).
15. Elément de tôle avec au moins un pli, qui a été effectué selon un procédé selon l'une
quelconque des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que
le rayon externe du pli effectué sur l'élément de tôle (100) est au maximum de 2 mm.
16. Dispositif de pré-profilage d'un élément de tôle (100) avant une opération de pliage,
comprenant un rouleau d'estampage (112) avec un renflement d'estampage (114) et un
rouleau d'appui (122) faisant face au rouleau d'estampage (112) avec une rainure périphérique
(124) faisant face au renflement d'estampage (114), caractérisé en ce que la largeur (B) de la rainure périphérique (124) est inférieure à la largeur (b) du
renflement d'estampage (114), c'est-à-dire à son extension dans la direction axiale
du rouleau d'estampage (112).
17. Dispositif selon la revendication 16, caractérisé en ce que le renflement d'estampage (114) du rouleau d'estampage (112) présente une section
transversale cunéiforme.
18. Dispositif selon la revendication 17, caractérisé en ce que le renflement d'estampage (114) présente un angle d'attaque (α) d'environ 90 °.
19. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 16 à 18, caractérisé en ce que le rouleau d'estampage (112) peut être pressé avec une force d'application allant
de 5 kN à 250 kN contre l'élément de tôle (100).
20. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 16 à 19, caractérisé en ce que la largeur (B) de l'évidement du rouleau d'appui (122) est comprise entre environ
1 mm et environ 10 mm.
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