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(11) |
EP 1 934 889 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.04.2014 Patentblatt 2014/17 |
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Anmeldetag: 04.10.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2006/009603 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/039288 (12.04.2007 Gazette 2007/15) |
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ECHTHEITSSICHERUNG VON WERTDOKUMENTEN MITTELS MERKMALSSTOFFEN
SECURING THE AUTHENTICITY OF VALUE DOCUMENTS BY MEANS OF CHARACTERISTIC SUBSTANCES
SIGNE DISTINCTIF D'AUTHENTICITE DE DOCUMENTS DE VALEUR PAR DES MATIERES CARACTERISTIQUES
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Priorität: |
05.10.2005 DE 102005047609
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.06.2008 Patentblatt 2008/26 |
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Patentinhaber: Giesecke & Devrient GmbH |
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81677 München (DE) |
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Erfinder: |
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- SCHOLZ, Ulrich
84428 Buchbach (DE)
- GRAUVOGL, Gregor
82041 Oberhaching (DE)
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Entgegenhaltungen: :
US-A- 4 152 483
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US-A- 4 451 530
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft Merkmalsstoffe zur Echtheitssicherung von Wertdokumenten,
Verfahren zu ihrer Herstellung, Sicherheitselemente und Wertdokumente, die den erfindungsgemäßen
Merkmalsstoff enthalten, sowie Verfahren zur Echtheitssicherung von Sicherheitselementen
und Wertdokumenten unter Verwendung des erfindungsgemäßen Merkmalsstoffs. Die erfindungsgemäßen
Merkmalsstoffe enthalten sowohl mindestens einen Lumineszenzstoff als auch mindestens
einen weiteren Stoff, der bevorzugt magnetisch oder elektrisch leitfähig ist.
[0002] Sicherheitselemente im Sinne der vorliegenden Erfindung sind Elemente mit Echtheitsmerkmalen,
die zur Echtheitssicherung auf ein Wertdokument aufgebracht oder in ein Wertdokument
eingebracht werden. Wertdokumente im Rahmen der Erfindung sind Gegenstände wie Banknoten,
Schecks, Aktien, Wertmarken, Ausweise, Pässe, Kreditkarten, Urkunden und andere Dokumente,
Etiketten, Siegel, und zu sichernde Gegenstände wie beispielsweise CDs, Verpackungen
und ähnliches. Das bevorzugte Anwendungsgebiet sind Banknoten.
[0003] Die Echtheitssicherung von Wertdokumenten mittels lumineszierender Substanzen ist
seit langem bekannt. Bevorzugt werden mit Seltenerdmetallen dotierte Wirtsgitter eingesetzt,
wobei durch geeignete Abstimmung von Seltenerdmetall und Wirtsgitter die Absorptions-
und Emissionsbereiche in einem breiten Bereich variiert werden können. Auch die Verwendung
magnetischer und elektrisch leitfähiger Materialien zur Echtheitssicherung ist an
sich bekannt. Magnetismus, elektrische Leitfähigkeit und Lumineszenzemission sind
durch im Handel verfügbare Messgeräte maschinell nachweisbar, Lumineszenz bei Emission
im sichtbaren Bereich in ausreichender Intensität auch visuell.
[0004] Praktisch ebenso alt wie die Echtheitssicherung von Wertdokumenten ist die Problematik
der Fälschung der Echtheitsmerkmale der Wertdokumente. Die Fälschungssicherheit kann
beispielsweise dadurch erhöht werden, dass nicht nur ein Merkmalsstoff, sondern mehrere
Merkmalsstoffe in Kombination verwendet werden, beispielsweise ein lumineszierender
Stoff und ein magnetischer Stoff, oder ein lumineszierender Stoff und ein die Lumineszenzeigenschaften
beeinflussender Stoff.
[0005] Wenn mehrere Merkmalsstoffe in Kombination eingesetzt werden sollten, gab es bislang
nur die Möglichkeit, entweder ein physikalisches Gemisch der Stoffe herzustellen und
das Gemisch auf die Oberfläche des Wertdokuments aufzubringen oder in das Volumen
des Wertdokuments einzubringen, oder die Merkmalsstoffe separat aufzubringen. Das
getrennte Aufbringen der Merkmalsstoffe in zwei oder mehr Schritten ist zeitraubend
und umständlich. Kombinationen von Merkmalsstoffen werden daher vorwiegend als Gemische
eingesetzt. Zur Herstellung der Gemische werden zuerst die einzelrien Merkmalsstoffe
separat hergestellt, dann die fertigen Merkmalsstoffe, in der Regel trocken, zusammengemischt.
In dem entstehenden physikalischen Gemisch sind die Partikel der verschiedenen Merkmalsstoffe
zwar in Berührung miteinander, gehen aber in der Regel keine spezifischen Wechselwirkungen
miteinander ein, d. h. die Merkmalsstoffe können, gewollt oder ungewollt, wieder voneinander
getrennt werden. Eine Assoziierung der verschiedenen Merkmalsstoffe in einer Weise,
dass ein nicht mehr in die Einzelbestandteile trennbares Produkt entsteht, findet
nicht statt.
[0006] Diese Gemische haben den Nachteil, dass bei ihren Verarbeitungs- und Anwendungsprozessen
eine mehr oder weniger ausgeprägte Entmischung eintreten kann, was zu Sicherheitsmerkmalen
führt, die unterschiedliche Eigenschaften haben, abhängig davon, ob sie zu Beginn
oder am Ende einer Charge hergestellt wurden. Häufig finden auch Entmischungen während
der Lagerung eines Merkmalsstoffgemisches statt, insbesondere wenn die Lagerung in
Form einer Dispersion, wie etwa einer Druckfarbe, geschieht. Es muß daher regelmäßig
durch Qualitätstests überprüft werden, ob nicht ungewollt Entmischungen oder teilweise
Entmischungen zur Inhomogenität und Unbrauchbarkeit des Gemisches geführt haben.
[0007] Sollten Merkmalsstoffe in Form eines bestimmten Musters vorgesehen werden, beispielsweise
eine lumineszierende Codierung bilden, gab es bisher nur die Möglichkeit, den Merkmalsstoff
bzw. das Merkmalsstoffgemisch auf die Oberfläche eines Sicherheitselements oder Wertdokuments
in Form des gewünschten Musters, beispielsweise der Codierung, aufzudrucken. Eine
unmittelbare Einbringung ins Volumen eines Wertdokuments oder Sicherheitselements
in Form einer definierten Anordnung, oder die Erzeugung einer definierten Anordnung
der Merkmalsstoffe auf der Oberfläche eines Wertdokuments oder Sicherheitselements
durch andere Verfahren als Druckverfahren war bisher nicht möglich. Bei der Herstellung
von Codierungen stellt eine Inhomogenität von Merkmalsstoffgemischen durch teilweise
Entmischung ein besonders gravierendes Problem dar, da sie zu einer falschen oder
unlesbaren Codierung führen kann.
[0008] Aus der
US 4,152,483 ist ein mit Pigmenten überzogener Lumineszenzstoff bekannt. Damit die Pigmente auf
dem Lumineszenzstoff anhaften, wird jedoch eine Schicht aus Gelatine-Gummiarabikum
als Klebstoff verwendet, um eine Entmischung von Pigment und Lumineszenzstoff zu verhindern.
[0009] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Merkmalsstoff-Kombination bereitzustellen,
die mindestens zwei verschiedene Stoffe aufweist, die ein sich nicht entmischendes
System bilden.
[0010] Die Merkmalsstoff-Kombination soll bevorzugt auch durch andere Verfahren als Druckverfahren
in Form eines Musters auf oder in einem Wertdokument oder Sicherheitselement vorgesehen
werden können.
[0011] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es auch, ein Verfahren zur Herstellung einer
derartigen Merkmalsstoff-Kombination bereitzustellen.
[0012] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es ferner, ein Verfahren zur Echtheitssicherung
eines Wertdokuments oder Sicherheitselements mittels einer derartigen Merkmalsstoff-Kombination
bereitzustellen.
[0013] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es darüber hinaus, ein Sicherheitselement
oder ein Wertdokument bereitzustellen, das mindestens ein Echtheitsmerkmal auf der
Basis einer derartigen Merkmalsstoff-Kombination aufweist.
[0014] Die Lösungen der obigen Aufgaben ergeben sich aus den Merkmalen der unabhängigen
Ansprüche. Ausführungsformen der Erfindung sind in den jeweiligen abhängigen Ansprüchen
angegeben.
[0015] Die erfindungsgemäße Merkmalsstoff-Kombination weist mindestens einen Lumineszenzstoff
auf, der durch Strahlung im infraroten und/oder sichtbaren und/oder ultravioletten
Bereich zur Lumineszenzemission, bevorzugt Fluoreszenzemission, anregbar ist. Außerdem
weist die erfindungsgemäße Merkmalsstoff-Kombination Nanopartikel auf, die durch Adhäsionskräfte
an die Oberflächen der Lumineszenzstoff-Partikel gebunden sind. Die Haftung ist ausreichend
stark, dass bei Lagerung und Verarbeitung keine Trennung von Lumineszenzstoff und
Nanopartikeln auftritt, zumindest nicht in einem für die Herstellung von Sicherheitsmerkmalen
störendem Ausmaß. Auch bei einer Lagerung als Dispersion ist keine Entmischung zu
befürchten.
[0016] Bei der erfindungsgemäßen Merkmalsstoff-Kombination handelt es sich somit um einen
"Verbund-Merkmalsstoff", der zwar aus mindestens zwei verschiedenen Stoffen aufgebaut
ist, sich aber wie ein einziger Merkmalsstoff verhält. Die Eigenschaften des Verbund-Merkmalsstoffs
stellen eine Kombination der Eigenschaften des Lumineszenzstoffs und der Nanopartikel
dar. Eine "Kombination" kann dabei eine rein additive Kombination und/oder eine Beeinflussung
der Eigenschaften sein.
[0017] Die Erfindung macht sich ein Phänomen zunutze, das in ähnlicher Form zur Stabilisierung
von Emulsionen und bei der Suspensionspolymerisation verwendet wird.
[0018] 1907 entdeckte Pickering, dass Öl-Wasser-Emulsionen durch Kolloide, die spontan an
der Tröpfchengrenzfläche aggregieren, stabilisiert werden können. Bei den sogenannten
"Pickering-Emulsionen" wirken winzige Feststoffpartikel als Emulgatoren, d. h., es
lassen sich tensidfreie Emulsionssysteme herstellen. Die Feststoffpartikel ordnen
sich an der Öl-Wasser-Grenzfläche an und bilden eine dichte Packung, die die Tröpfchen
der Emulsion umgibt. Dieses Feststoffnetzwerk stellt eine mechanische Barriere dar,
die die Koaleszenz der Tröpfchen verhindert und so die Emulsion stabilisiert.
[0019] Voraussetzung dafür, dass Feststoffpartikel als "Pickering-Emulgatoren" wirken können,
ist, dass die Partikelgröße mindestens um den Faktor 10 kleiner ist als die gewünschte
Tröpfchengröße, und dass der Feststoff von der Öl- und der Wasserphase benetzt wird,
jedoch zu beiden Phasen eine unterschiedliche Affinität aufweist. In der chemischen
Verfahrenstechnik verwendet man Pickering-Emulgatoren in der Suspensionspolymerisation
als Stabilisatoren gegen das Verkleben der wachsenden Suspensionspartikel. Die Pickering-Emulgatoren
ordnen sich an der Grenzfläche zwischen Suspensionspartikel und flüssiger Phase an,
umhüllen die Suspensionspartikel und verhindern so ihre Koaleszenz. Die erste Voraussetzung
für das Wirkungsprinzip als Pickering-Emulgator besteht darin, dass der Emulgator
in der flüssigen Phase unlöslich ist und wesentlich kleiner ist als das zu stabilisierende
Suspensionspartikel. Die Voraussetzung für den Anreicherungsprozeß in der Phasengrenzfläche
ist eine geeignete Wechselwirkungskraft, d. h. Adhäsion zwischen dem zu stabilisierenden
Suspensionspartikel und dem Pickering-Emulgator, gleichzeitig aber auch eine ausreichend
gute Benetzbarkeit des Pickering-Emulgators mit der umgebenden Flüssigkeit.
[0020] Überfaschenderweise wurde nun gefunden, dass sich Substanzen von der Art der Pickering-Emulgatoren
unter bestimmten Voraussetzungen zur Herstellung von Merkmalsstoffen für die Echtheitssicherung
von Wertdokumenten einsetzen lassen, wobei Merkmalsstoffe mit bisher nicht erzielbaren
Eigenschaften erhalten werden können.
[0021] Erfindungsgemäß werden Lumineszenzstoffpartikel mit Nanopartikeln umhüllt, wobei
typischerweise eine Nanopartikel-Monoschicht, in der die Nanopartikel eine dichte
Packung bilden, entsteht. Aber auch eine teilweise, bevorzugt weitgehende, Umhüllung
kann ausreichend sein. Die Lumineszenzstoffpartikel weisen eine mittlere Teilchengröße
von etwa 1 bis 100 µm auf. Die Volumina der Nanopartikel sind um mindestens eine Größenordnung,
bevorzugt um 2 bis 3 Größenordnungen, geringer als die Volumina der Lumineszenzstoffpartikel.
[0022] Durch das Umhüllen eines Lumineszenzstoffpartikel-Kerns mit Nanopartikeln werden
verschiedene Merkmalsstoffe zu einem einzigen Merkmalsstoff, bestehend aus Kern und
Hülle, vereinigt. Der erfindungsgemäße Merkmalsstoff ist daher eigentlich ein System
von Merkmalsstoffen, dessen Eigenschaften sich aus der Kombination der Eigenschaften
der Einzelkomponenten ergeben.
[0023] Die zur Herstellung der erfindungsgemäßen Merkmalsstoffe verwendbaren Lumineszenzstoffe
sind nicht in irgendeiner Weise eingeschränkt. Grundsätzlich sind alle Stoffe, insbesondere
Lumineszenzstoffe, geeignet, die durch Bestrahlung mit Licht im infraroten und/oder
sichtbaren und/oder ultravioletten Bereich zur Emission, insbesondere Lumineszenzemission,
angeregt werden können. Die die Emission bzw. Lumineszenzemission erfolgt bevorzugt
ebenfalls im infraroten und/oder sichtbaren und/oder ultravioletten Bereich. Die Lumineszenzstoffe
sind bevorzugt Fluoreszenzstoffe.
[0024] Als Beispiele für geeignete Lumineszenzstoffe können mit Seltenerdmetallen dotierte
Wirtsgitter, beispielsweise mit Ytterbium, Praseodym, Neodym, etc. dotierte Granate
oder Perovskite, genannt werden, auch Mineralphosphore wie Sulfide, Oxide, Selenide
mit Spuren von Schwermetallen wie z. B. Silber, Kupfer, Mangan oder Europium sind
geeignet. Diese Beispiele sollen jedoch nur Anhaltspunkte darstellen, und keinesfalls
beschränkend verstanden werden. Ferner können auch organische Lumineszenzstoffe verwendet
werden, zum Beispiel Rhodamine, Perylene, Isoindolinone, Quinophthalone und Oxazinone
Verfahren zur Herstellung der Lumineszenzstoffe sind dem Fachmann bekannt. Herstellungsverfahren
sind beispielsweise beschrieben in
WO 81/03508 A1 Etliche Lumineszenzstoffe sind auch im Handel erhältlich, beispielsweise Paliosecure
Gelb von BASF, und Cartax von Clariant.
[0025] Zur Bildung der Umhüllung um die Lumineszenzstoffpartikel sind grundsätzlich alle
Feststoffe geeignet, die ausreichend fein zerkleinert werden können, sich im zerkleinerten
Zustand, d. h. als Nanopartikel, an die Lumineszenzstoffpartikel anlagern, und die
entweder selbst Merkmalsstoff-Eigenschaften haben oder zumindest die Lumineszenzeigenschaften
des Lumineszenzstoffs modifizieren.
[0026] Stoffe, die die Lumineszenzeigenschaften des Lumineszenzstoffs modifizieren, sind
beispielsweise solche, die in bestimmten Wellenlängenbereichen, in denen der Lumineszenzstoff
emittiert, absorbieren und so das Lumineszenzspektrum verändern. Ein Beispiel für
eine solche Kombination ist das Beispiel 9 aus der oben genannten
WO 81/03508 A1 als Lumineszenzstoff und nanoskaliges Fe
3O
4 als Nanopartikel-Stoff.
[0027] Ferner können als Nanopartikel auch Lumineszenzstoffe verwendet werden, also grundsätzlich
dieselben Stoffe, die auch zur Bildung des Kerns des erfindungsgemäßen Merkmalsstoffs
geeignet sind. Eine Kombination verschiedener Lumineszenzstoffe ergibt ein Überlagerurigs-Lumineszenzspektrum.
[0028] Bevorzugt werden für die Umhüllung aus Nanopartikeln jedoch Stoffe verwendet, die
über eine maschinell nachweisbare Eigenschaft verfügen, die von der nachweisbaren
Eigenschaft des Kernmaterials verschieden ist, beispielsweise magnetische oder magnetisierbare
Stoffe, elektrisch leitfähige Stoffe und Halbleiter. Diese Stoffe müssen im Anwendungsmedium
stabil sein; so ist nanoskaliges Eisen in Wasser instabil, wandelt sich aber nach
Benetzung mit Wasser in ein nicht näher definierbares magnetisches Oxid um (nanoskalige
Metalle sind in der Regel pyrophor). Bei der Wahl der Materialien ist zu beachten,
dass sie nicht in Bereichen, die für die Identifizierung des Lumineszenzspektrums
wesentlich sind, stark absorbieren dürfen. Das Lumineszenzspektrum darf durch die
Nanopartikel nicht in einem störenden Ausmaß beeinträchtigt werden. Wie stark eine
Veränderung sein darf, um noch nicht als störende Beeinträchtigung empfunden zu werden,
hängt im wesentlichen von der beabsichtigten Anwendung ab. In manchen Fällen kann
eine Veränderung oder Schwächung des Lumineszenzspektrums und/oder Absorptionsspektrums
durchaus erwünscht sein, um eine Identifizierung zu erschweren.
[0029] Ein Beispiel für ein Nanopartikelmaterial sind Kohlenstoffnanoröhren (CNTs, carbon
nano tubes). CNTs sind mikroskopisch kleine röhrenförmige Strukturen aus Kohlenstoff.
In den Wänden der Röhren ist der Kohlenstoff sp
2-hybridisiert und bildet Waben wie bei den Ebenen des Graphits. Der Durchmesser der
Röhren liegt meist im Bereich von 1 bis 50 nm, aber auch kleinere Röhren können hergestellt
werden. Die Längen der einzelnen Röhren können bis zu mehrere Millimeter betragen.
Mehrere einwandige Röhren (SWCNT, single walled carbon nano tubes) können konzentrisch
ineinander liegen, so dass mehrwandige Röhren (MWCNT, multi walled carbon nano tubes)
vorliegen. Abhängig von der genauen Struktur kann die elektrische Leitfähigkeit innerhalb
einer Röhre metallisch oder halbleitend sein.
[0030] CNTs sind im Handel erhältlich (z. B. von MER Corporation oder NanoLab Inc.) und
können durch konventionelle Zerkleinerungsverfahren wie Mahlen auf die erforderlichen
Abmessungen gebracht werden.
[0031] Weitere Beispiele für Nanopartikel-Materialien, die mit Lumineszenzstoffen zu erfindungsgemässen
Merkmalsstoffen kombiniert werden können, sind nano-α-Eisen, nano-Fe
3O
4 und nano-NiFe
2O
4. Die Merkmalsstoffe mit nano-α-Eisen, nano-Fe
3O
4 und mit nano-NiFe
2O
4 sind lumineszierend und magnetisch.
[0032] Im folgenden werden einige nicht beschränkende Beispiele für Zwei-Komponenten-Kombinationen
eines Lumineszenzstoffs mit Nanopulvern aufgeführt. Beispiel 9 oben zitierter
WO 81/03508 A1 als Lumineszenzstoff, mit
MWCNT (Partikelgröße 20-50 nm),
MWCNT (Partikelgröße 20-30 nm),
MWCNT (Partikelgröße 40-70 nm),
nano-α-Eisen (APS 25 nm),
nano-Fe
3O
4 (APS 20-30 nm), oder
nano-NiFe
2O
4 (APS 20-30 nm).
[0033] APS bezieht sich auf den Rörendurchmesser der Kohlenstoffröhren. Die Materialien
sind beispielsweise erhältlich von MER Corporation.
[0034] Die mittleren Partikelgrößen der Nanopulver können im Bereich von etwa 1 bis 1000
nm liegen, wobei die optimalen Partikelgrößen auch von der Größe der
[0035] Lumineszenzstoffpartikel abhängen. Die Lumineszenzstoffpartikel haben typischerweise
mittlere Partikelgrößen im Bereich von etwa 1 bis 100 µm, und die Nanopartikel sind
um mindestens 1, bevorzugt 2 bis 3, Größenordnungen kleiner. Bevorzugte mittlere Partikelgrößen
für die Nanopulver liegen im Bereich von 1 bis 500 nm, besonders bevorzugt 10 bis
100 nm.
[0036] Die Gewichtsverhältnisse von Lumineszenzstoff und Nanopartikelmaterial hängen ab
von Art und Partikelgröße der Materialien. Außerdem hängen sie von der genauen Beschaffenheit
des erwünschten Merkmalsstoffs ab, d. h., davon, ob ein Merkmalsstoff erwünscht ist,
dessen Lumineszenzstoffpartikel möglichst optimal mit einer Nanopartikel-Umhüllung
umgeben sind, ob auch eine teilweise Umhüllung als ausreichend erachtet wird, oder
ob gegebenenfalls auch freie (nicht umhüllte) Lumineszenzstoffpartikel oder freie
Nanopartikel vorliegen sollen. Wenn ein Merkmalsstoff erwünscht ist, der aus möglichst
vollständig von Nanopartikeln umhüllten Lumineszenzstoffpartikeln besteht, aber keine
freien Lumineszenzstoffpartikel und keine freien Nanopartikel enthält, liegt das Gewichtsverhältnis
von Lumineszenzstoff zu Nanopulver typischerweise etwa im Bereich von 1:1.
[0037] Die Gewichtsverhältnisse können aber auch in einem wesentlich breiteren Bereich variieren,
etwa von 100:1 bis 1:100, bevorzugt etwa 5:1 bis 1:3, insbesondere dann, wenn der
erfindungsgemäße Merkmalsstoff zusätzliche freie Lumineszenzstoffe und/oder Nanopartikel
enthält. Bei derartigen Zusätzen ist durch vorangehende Versuche zu testen, ob das
erhaltene System stabil gegen Entmischung ist.
[0038] Der erfindungsgemäße Merkmalsstoff ist nicht auf Kombinationen einer Art von Lumineszenzstoff
mit einer Art von Nanopartikel beschränkt. Vielmehr können 2 oder mehr verschiedene
Lumineszenzstoffe und/oder 2 oder mehr verschiedene Nanopartikel miteinander kombiniert
werden. Auf diese Weise kann man beispielsweise einen Lumineszenzstoff erhalten, der
auch magnetisch und elektrisch leitfähig ist.
[0039] Der Nachweis der kombinierten Eigenschaften des erfindungsgemäßen Merkmalsstoffs
erfolgt in derselben Weise, wie konventionell die Lumineszenzeigenschaften, magnetischen
Eigenschaften und elektrischen Leitfähigkeitseigenschaften der einzelnen Merkmalsstoffe
nachgewiesen werden. Die erforderlichen Spektrometer, Kontrollgeräte für Lumineszenz
oder Magnetismus, und Leitfähigkeitsmessgeräte sind im Handel erhältlich.
[0040] Die Herstellung eines erfindungsgemäßen Merkmalsstoffs erfolgt in sehr einfacher
Weise, indem der Lumineszenzstoff oder die Lumineszenzstoffe und ein Material in Form
eines Nanopulvers, oder gegebenenfalls mehrere verschiedene Nanopulver-Materialien,
in ein Dispersionsmittel gegeben und so lange miteinander verrührt werden, bis eine
Dispersion erhalten wird. Die Dispersion kann als solche verwendet werden, aber bevorzugt
wird der Merkmalsstoff aus der Dispersion abgetrennt, in der Regel durch Filtrieren,
und getrocknet.
[0041] Als Dispersionsmittel wird bevorzugt Wasser verwendet. Die Ausgangsmaterialien, insbesondere
das Nanopulver, sind darin nur schwer dispergierbar, aber im Laufe der Zeit werden
immer mehr Nanopartikel an den Oberflächen der Lumineszenzstoffpartikel durch Adhäsion
gebunden, und wenn kein Überschuß an Nanopartikeln vorhanden ist, erhält man schließlich
eine Dispersion des Merkmalsstoffs, in der keine Nanopartikel-"Klumpen" mehr vorhanden
sind. Die Assoziierung der Nanopartikel an die Lumineszenzstoffpartikel nimmt mehrere
Stunden in Anspruch. Die Assoziierung wird bevorzugt bei Raumtemperatur durchgeführt,
es kann aber auch leicht erwärmt werden, wobei eine Erwärmung aber nur selten zu einer
Beschleunigung der Anlagerung der Nanopartikel an die Lumineszenzstoffpartikel führt.
Das Trocknen des aus der Dispersion abfiltrierten Merkmalsstoffs findet bevorzugt
bei erhöhter Temperatur statt, wobei die Temperatur von dem gewählten Dispersionsmittel
abhängig ist. Bei Wasser als Dispersionsmittel wird bevorzugt bei etwa 110° C getrocknet.
[0042] Die dispergierten Nanopartikel werden bei einer Filtration durch übliche Standardfilter
nicht zurückgehalten. Ihre Rückhaltung ist allenfalls durch Spezialfilter möglich.
Wenn man also einen Merkmalsstoff herstellen will, der aus Lumineszenzstoffpartikeln
besteht, deren Oberflächen möglichst vollständig mit Nanopartikeln überzogen sind,
wobei aber keine freien Nanopartikel mehr vorliegen sollen, so kann die Herstellung
in einfacher Weise dadurch erfolgen, dass man eine deutliche Überschussmenge an Nanopulver
verwendet, ausreichend lange (etwa 10 Stunden) rührt und dann filtriert. Nanopartikel,
die nicht in Form eines Überzugs an Lumineszenzstoffpartikel gebunden sind, gehen
durch den Filter hindurch oder schwimmen je nach Dichte auf der Dispersion, während
der Merkmalsstoff absinkt und später auf dem Filter verbleibt. Sollten noch Nanopartikel-Klumpen
in der Dispersion vorhanden sein, die ebenfalls vom Filter zurückgehalten werden,
schafft vorsichtiges Verreiben und Nachwaschen mit Dispersionsmittel oder vorheriges
Abschöpfen (z.B. bei spezifisch leichteren MWCNTs oder großvolumige Lufteinschlüsse
der nanoskaligen Oxide)Abhilfe.
[0043] Die erfindungsgemäßen Merkmalsstoffe sind sowohl hinsichtlich ihrer Eigenschaften
(Lumineszenz, Magnetismus, elektrische Leitfähigkeit) als auch ihres Aussehens, wie
z. B. ihrer Farbe, Mischprodukte aus den Ausgangskomponenten. Wird beispielsweise
ein weißer oder farbloser Lumineszenzstoff mit einem schwarzen oder einem braunen
Nanopulver überzogen, resultiert ein homogenes Merkmalsstoff-Pulver mit grauer bzw.
hellbrauner Farbe.
[0044] Der erfindungsgemäße Merkmalsstoff wird zur Echtheitssicherung von Wertdokumenten
oder Sicherheitselementen verwendet.
[0045] Wertdokumente und Sicherheitselemente bestehen jeweils mindestens aus einer Schicht
Trägermaterial sowie gegebenenfalls weiteren Schichten. Außerdem weisen sie mindestens
ein Echtheitsmerkmal auf, das von einem oder mehreren Merkmalsstoffen gebildet wird.
Im Unterschied zu einem Wertdokument wird ein Sicherheitselement nicht als solches
in den Verkehr gebracht, sondern in Verbindung mit einem Wertdokument, auf das es
aufgebracht oder in das es eingebracht wird.
[0046] Die erfindungsgemäßen Sicherheitselemente und Wertdokumente weisen mindestens ein
Echtheitsmerkmal auf, das von einem erfindungsgemäßen Merkmalsstoff gebildet wird.
[0047] Hinsichtlich seiner Anbringungsmöglichkeiten unterscheidet sich der erfindungsgemäße
Merkmalsstoff nicht von konventionellen Lumineszenzstoffen. Er kann beispielsweise
in das Volumen oder in Teilbereiche des Volumens eines Sicherheitselements oder Wertdokuments
eingebracht werden, wobei das Trägermaterial aus Papier oder Kunststoff bestehen kann.
Alternativ kann der Merkmalsstoff in Form einer Beschichtung auf mindestens einer
Oberfläche oder auf Teilbereichen mindestens einer Oberfläche eines Sicherheitselements
oder Wertdokuments vorgesehen werden.
[0048] Als weitere Alternative kann der Merkmalsstoff in einer Druckfarbe enthalten sein,
die auf ein Sicherheitselement oder Wertdokument aufgedruckt wird. Der erfindungsgemäße
Merkmalsstoff wird jeweils in Konzentrationen verwendet, wie sie in dem jeweiligen
Anwendungsbereich für Lumineszenzstoffe üblich sind, d. h. etwa 0,05 bis 1 Gew.%,
wenn der Merkmalsstoff im Volumen einer Papierschicht enthalten ist, und etwa 10 bis
40 Gew.%., wenn der Merkmalsstoff in einer Druckfarbe enthalten ist.
[0049] Sicherheitselemente mit dem erfindungsgemäßen Merkmalsstoff sind bevorzugt Sicherheitsfäden,
Melierfasern, Planchetten und Etiketten, die in das Volumen eines Wertdokument-Trägermaterials
eingebracht werden oder auf eine Oberfläche des Trägermaterials oder einer anderen
Schicht eines Wertdokuments aufgeklebt werden.
[0050] Zur Herstellung eines Sicherheitselements kann der erfindungsgemäße Merkmalsstoff
beispielsweise in einen Lack eingerieben werden, der dann zu einem Lackfilm ausgezogen
und auf eine für ein Sicherheitselement geeignete Größe zugeschnitten wird. Ein geeigneter
Lack ist ein Polyamid-Lack, und geeignete Konzentrationen liegen im Bereich von etwa
0,1 bis 1 Gew. %.
[0051] Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Merkmalsstoffe wird erkennbar, wenn
ein erfindungsgemäßer Merkmalsstoff in einer definierten Verteilung vorgesehen werden
soll, wenn der Merkmalsstoff beispielsweise einen Code bilden soll. Bei einem derartigen
Code wechseln Bereiche mit hoher Konzentration an Merkmalsstoff mit Bereichen geringer
Konzentration an Merkmalsstoff bzw. ganz ohne Merkmalsstoff in einer vorbestimmten
Weise ab. Die Anordnung der Bereiche mit hoher Konzentration an Merkmalsstoff und
mit niedriger Konzentration an Merkmalsstoff (bzw. ohne Merkmalsstoff) ist maschinell
auslesbar. Bisher konnten derartige Codes nur durch Aufdrucken von Lumineszenzstoffen
in einem bestimmten Muster hergestellt werden. Im Volumen eines Wertdokuments konnten
sie nicht unmittelbar gebildet werden.
[0052] Die erfindungsgemäßen Merkmalsstoffe jedoch weisen die Besonderheit auf, dass sie
nicht nur Lumineszenzeigenschaften haben, sondern bevorzugt auch magnetisch oder magnetisierbar
oder elektrisch leitfähig sind. In einem elektrischen oder magnetischen Feld richten
sich die Nanopartikel der Umhüllung der Lumineszenzstoffpartikel in dem Feld aus,
und der Merkmalsstoff hat die Tendenz, in dem Feld zu wandern. Voraussetzung für eine
derartige Ausrichtung und gegebenenfalls Wanderung ist, dass das umgebende Medium
des Merkmalsstoffs ausreichend flüssig ist, um eine Bewegung des Merkmalsstoffs zu
erlauben. Das bedeutet in der Praxis, dass der erfindungsgemäße Merkmalsstoff in einem
Trägermaterial oder einer Druckfarbe durch Anlegen eines geeigneten magnetischen oder
elektrischen Feldes in einer gewünschten Weise ausgerichtet oder bewegt werden kann,
solange das Trägermaterial noch ausreichend weich oder feucht, bzw. die Druckfarbe
noch ausreichend flüssig ist. Ein Muster aus Bereichen hoher Konzentration an Merkmalsstoff
und Bereichen niedriger Konzentration an Merkmalsstoff in einer Papierschicht kann
beispielsweise dadurch erzeugt werden, dass ein erfindungsgemäßer Merkmalsstoff mit
lumineszierenden und magnetischen Eigenschaften in der Papiermaschine in das feuchte
Papier eingebracht wird, während sich an dem Papier eine Anordnung von Magneten in
dem gewünschten Code-Muster befindet. Die magnetischen Nanopartikel des Merkmalsstoffs
richten sich dann in der feuchten Papiermasse aus, und die Merkmalsstoffpartikel wandern
zu den Magneten, wobei sie das Anordnungsmuster der Magneten, also den Code, reproduzieren.
Der Code kann z. B. spektrometrisch ausgelesen werden.
[0053] Nachfolgend wird ein allgemeines Herstellungsverfahren für einen erfindungsgemäßen
Merkmalsstoff angegeben.
[0054] In ein Becherglas mit ca. 50 ml Wasser werden 2 g des oben genannten Beispiels 9
aus
WO 81/03508 A1, und 1,5 g MWCNT-Nanopulver eingewogen und einen Tag bei Zimmertemperatur gerührt.
Zu Beginn des Mischvorgangs schwimmt das Nanopulver auf und bildet teilweise große
Klumpen. Nachdem das schwer dispergierbare Nanopulver in der entstandenen Dispersion
fein verteilt vorliegt, wird das Material filtriert. Es findet kein Filterdurchbruch
des Nano-Materials durch die Filterporen statt. Das filtrierte Material wird bei 110°
C beispielsweise über Nacht getrocknet.
[0055] Anschließend kann das so gewonnene Material beispielsweise bei der Herstellung von
Banknotenpapier, z. B. in einer Dosierung von 0,4 Gew. %, eingebracht werden.
[0056] Ebenso kann das Material in einen Polyamidlack eingerieben und der Lack zu einem
Lackfilm ausgezogen werden, wobei die Konzentration an Merkmalsstoff ebenfalls beispielsweise
0,4 Gew.% beträgt. Der Lackfilm ist zum Aufkleben auf Banknoten geeignet.
[0057] Die Echtheit der Banknote kann nun sowohl durch Messung der Infrarot-Lumineszenz
als auch durch Messung der elektrischen Leitfähigkeit, die durch das Nanopulver bedingt
wird, verifiziert werden. Selbstverständlich kann die Echtheit auch durch eine Messung
beider Eigenschaften festgestellt werden.
[0058] Statt des angegebenen Beispiels können auch die oben im Zusammenhang mit
WO 81/03508 A1 erwähnten Nanopulver verwendet werden. Ebenso können andere Lumineszenzstoffe verwendet
werden.
1. Merkmalsstoff zur Echtheitssicherung von Wertdokumenten umfassend mindestens einen
Lumineszenzstoff, der durch Strahlung im infraroten und/oder sichtbaren und/oder ultravioletten
Bereich zur Lumineszenzemission anregbar ist, in Partikelform, mit Nanopartikeln,
die die Oberflächen der Lumineszenzstoffpartikel zumindest zum Teil umhüllen, wobei
sich Eigenschaften des Merkmalsstoffs aus dem Zusammenwirken der Lumineszenzemissionseigenschaften
des Lumineszenzstoffs und Eigenschaften der Nanopartikel ergeben, dadurch gekennzeichnet, dass die Nanopartikel ausgewählt sind aus der Gruppe, die aus Kohlenstoffnanoröhren, nano-α-Eisen,
nano-Fe3O4, nano-NiFe2O4 und Gemischen davon besteht.
2. Merkmalsstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Lumineszenzstoff im infraroten und/oder sichtbaren und/oder ultravioletten Bereich
emittiert.
3. Merkmalsstoff nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lumineszenzstoffpartikel im wesentlichen mit einer Monoschicht von Nanopartikeln
im wesentlichen vollständig umhüllt sind.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Lumineszenzstoff aus Lumineszenzstoffen auf der Basis von mit mindestens einem
Seltenerdmetall dotierten Wirtsgittern ausgewählt ist.
5. Merkmalsstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Lumineszenzstoff aus den Mineralphosphoren ausgewählt ist.
6. Merkmalsstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Lumineszenzstoff aus organischen Lumineszenzstoffen ausgewählt ist.
7. Merkmalsstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Lumineszenzstoff in Form von Partikeln mit einer mittleren Partikelgröße im Bereich
von 1 bis 100 µm vorliegt.
8. Merkmalsstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Nanopartikel aus magnetischen Materialien, magnetisierbaren Materialien, elektrisch
leitfähigen Materialien, Halbleitermaterialien und Gemischen davon ausgewählt sind.
9. Merkmalsstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Nanopartikel eine mittlere Partikelgröße im Bereich von 1 bis 1000 nm, bevorzugt
1 bis 500 nm, besonders bevorzugt 10 bis 100 nm, haben.
10. Merkmalsstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewichtsverhältnis von Lumineszenzstoffpartikeln zu Nanopartikeln im Bereich
von 10:1 bis 1:10, bevorzugt 5:1 bis 1:3, besonders bevorzugt 2:1 bis 1:1, liegt.
11. Merkmalsstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass er außerdem Lumineszenzstoffpartikel, die nicht mit Nanopartikeln umhüllt sind, und/oder
freie Nanopartikel aufweist.
12. Merkmalsstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass er mindestens zwei verschiedene Lumineszenzstoffe und/oder mindestens zwei verschiedene
Arten von Nanopartikeln aufweist.
13. Verfahren zur Herstellung eines Merkmalsstoffs zur Echtheitssicherung von Wertdokumenten,
umfassend mindestens einen Lumineszenzstoff, der durch Strahlung im infraroten und/oder
sichtbaren und/oder ultravioletten Bereich zur Lumineszenzemission anregbar ist, mit
Nanopartikeln, die die Oberflächen des Lumineszenzstoffs zumindest zum Teil umhüllen,
wobei sich die Eigenschaften des Merkmalsstoffs aus dem Zusammenwirken der Lumineszenzstoffeingenschaften
des Lumineszenzstoffs und Eigenschaften der Nanopartikel ergeben, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Lumineszenzstoff in Partikelform und die Nanopartikel in Form
eines Nanopulvers in ein Dispersionsmittel gegeben und so lange miteinander verrührt
werden, bis eine Dispersion erhalten wird, wobei die Nanopartikel durch Adhäsionskräfte
an die Oberflächen der Lumineszenzstoffpartikel gebunden werden, und die Assoziierung
der Nanopartikel an die Lumineszenzstoffpartikel mehrere Stunden in Anspruch nimmt.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass Dispersion zur Abtrennung des Merkmalsstoffs filtriert wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der abgetrennte Merkmalsstoff getrocknet wird.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass als Dispersionsmittel Wasser verwendet wird.
17. Verfahren nach einem der Ansprüchen 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Merkmalsstoff mit mindestens einem weiteren Merkmalsstoff und/oder mindestens
einer weiteren Art von Nanopartikeln gemischt wird.
18. Verfahren zur Echtheitssicherung eines Sicherheitselements oder Wertdokuments,
gekennzeichnet durch den Schritt:
Aufbringen eines Merkmalsstoffs, wie in einem der Ansprüche 1 bis 12 definiert, auf
mindestens Teilbereiche mindestens einer Oberfläche des Sicherheitselements oder Wertdokuments,
oder
Einbringen eines Merkmalsstoffs, wie in einem der Ansprüche 1 bis 12 definiert, in
mindestens einen Teilbereich des Volumens des Wertdokuments oder Sicherheitselements.
19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement oder Wertdokument während der Aufbringung oder Einbringung
des Merkmalsstoffs dergestalt elektrischen oder magnetischen Feldern ausgesetzt wird,
dass eine Ausrichtung und gewünschtenfalls Wanderung der Merkmalsstoffpartikel in
dem elektrischen oder magnetischen Feld stattfindet.
20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Wanderung zu einer definierten Verteilung der Merkmalsstoffpartikel führt, die
maschinell oder visuell verifizierbar ist.
21. Verfahren nach Anspruch 20, gekennzeichnet dadurch, dass die definierte Verteilung einen Code bildet.
22. Wertdokument oder Sicherheitselement, das mindestens ein Trägermaterial und auf oder
in dem Trägermaterial mindestens ein Echtheitsmerkmal auf der Basis eines Merkmalsstoffs
umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass der Merkmalsstoff ein solcher ist, wie er in einem der Ansprüche 1 bis 12 definiert
ist.
23. Wertdokument oder Sicherheitselement nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägermaterial aus Papier oder Kunststoff besteht.
24. Wertdokument oder Sicherheitselement nach Anspruch 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, dass der Merkmalsstoff im Volumen des Trägermaterials vorgesehen ist.
25. Wertdokument oder Sicherheitselement nach Anspruch 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, dass der Merkmalsstoff in einer mindestens auf Teilbereiche einer Oberfläche des Trägermaterials
aufgebrachten Schicht vorliegt.
26. Wertdokument oder Sicherheitselement nach Anspruch 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, dass der Merkmalsstoff in einer auf eine Oberfläche des Wertdokuments oder Sicherheitselements
aufgebrachten Druckfarbe vorliegt.
27. Wertdokument oder Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 22 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass der Merkmalsstoff in einer definierten Verteilung vorliegt, die visuell oder maschinell
verifizierbar ist.
28. Wertdokument oder Sicherheitselement nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass die definierte Verteilung einen Code bildet.
29. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 22 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass es als Sicherheitsfaden oder Melierfaser oder Planchette oder Etikett ausgebildet
ist.
30. Wertdokument nach einem der Ansprüche 22 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass es mit einem Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 22 bis 29 ausgestattet ist.
1. A feature substance for securing the authenticity of value documents, comprising at
least one luminescent substance that can be excited to luminescence emission by radiation
in the infrared and/or visible and/or ultraviolet spectrum, in particle form, with
nanoparticles enveloping the surfaces of the luminescent substance particles at least
partially, wherein properties of the feature substance result from the interaction
of the luminescence emission properties of the luminescent substance and properties
of the nanoparticles, characterized in that the nanoparticles are chosen from the group consisting of carbon nano tubes, nano
α iron, nano Fe3O4, nano NiFe2O4 and mixtures thereof.
2. The feature substance according to claim 1, characterized in that the luminescent substance emits in the infrared and/or visible and/or ultraviolet
spectrum.
3. The feature substance according to claim 1 or 2, characterized in that the luminescent substance particles are enveloped substantially completely by substantially
a monolayer of nanoparticles.
4. The method according to any of the claims 1 to 3, characterized in that the luminescent substance is selected from luminescent substances on the basis of
host lattices doped with at least one rare earth metal.
5. The feature substance according to any of the claims 1 to 3, characterized in that the luminescent substance is selected from the mineral phosphors.
6. The feature substance according to any of the claims 1 to 3, characterized in that the luminescent substance is chosen from organic luminescent substances.
7. The feature substance according to any of the claims 1 to 6, characterized in that the luminescent substance is present in the form of particles with an average particle
size in the range of 1 to 100 µm.
8. The feature substance according to any of the claims 1 to 7, characterized in that the nanoparticles are chosen from magnetic materials, magnetizable materials, electroconductive
materials, semiconductor materials and mixtures thereof.
9. The feature substance according to any of the claims 1 to 8, characterized in that the nanoparticles have an average particle size in the range of 1 to 1000 nm, preferably
1 to 500 nm, particularly preferably 10 to 100 nm.
10. The feature substance according to any of the claims 1 to 9, characterized in that the weight ratio of luminescent substance particles to nanoparticles is in the range
of 10:1 to 1:10, preferably 5:1 to 1:3, particularly preferably 2:1 to 1:1.
11. The feature substance according to any of the claims 1 to 10, characterized in that it additionally has luminescent substance particles that are not enveloped by nanoparticles,
and/or free nanoparticles.
12. The feature substance according to any of the claims 1 to 11, characterized in that it has at least two different luminescent substances and/or at least two different
types of nanoparticles.
13. A method for manufacturing a feature substance for securing the authenticity of value
documents, comprising at least one luminescent substance that can be excited to luminescence
emission by radiation in the infrared and/or visible and/or ultraviolet spectrum,
with nanoparticles enveloping the surfaces of the luminescent substance at least partially,
wherein the properties of the feature substance result from the interaction of the
luminescent substance properties of the luminescent substance and properties of the
nanoparticles, characterized in that the at least one luminescent substance in particle form and the nanoparticles in
the form of a nano powder are added to a dispersant and mixed with each other until
a dispersion is yielded, wherein the nanoparticles are bound to the surfaces of the
luminescent substance particles by adhesive forces, and the association of the nanoparticles
to the luminescent substance particles takes several hours.
14. The method according to claim 13, characterized in that the dispersion is filtered to separate the feature substance.
15. The method according to claim 14, characterized in that the separated feature substance is dried.
16. The method according to any of the claims 13 to 15, characterized in that water is used as dispersant.
17. The method according to any of the claims 13 to 16, characterized in that the feature substance is mixed with at least one further feature substance and/or
at least one further type of nanoparticles.
18. A method for securing the authenticity of a security element or value document,
characterized by the step of:
applying a feature substance as defined in any of the claims 1 to 12 to at least partial
areas of at least one surface of the security element or value document, or
integrating a feature substance as defined in any of the claims 1 to 12 in at least
a partial area of the volume of the value document or security element.
19. The method according to claim 18, characterized in that the security element or value document is subjected to electrical or magnetic fields
during the application or integration of the feature substance in such a fashion that
an orientation and, if desired, migration of the feature substance particles takes
place within the electrical or magnetic field.
20. The method according to claim 19, characterized in that the migration leads to a defined distribution of the feature substance particles
that is machine-verifiable or visually verifiable.
21. The method according to claim 20, characterized in that the defined distribution forms a code.
22. A value document or security element comprising at least one carrier material and,
on or in the carrier material, at least one authenticity feature on the basis of a
feature substance, characterized in that the feature substance is such a substance as defined in any of the claims 1 to 12.
23. The value document or security element according to claim 22, characterized in that the carrier material consists of paper or plastic.
24. The value document or security element according to claim 22 or 23, characterized in that the feature substance is provided in the volume of the carrier material.
25. The value document or security element according to claim 22 or 23, characterized in that the feature substance is present in a layer applied to at least partial areas of
a surface of the carrier material.
26. The value document or security element according to claim 22 or 23, characterized in that the feature substance is present in a printing ink applied to a surface of the value
document or security element.
27. The value document or security element according to any of the claims 22 to 26, characterized in that the feature substance is present in a defined distribution which is visually verifiable
or machine-verifiable.
28. The value document or security element according to claim 27, characterized in that the defined distribution forms a code.
29. The security element according to any of the claims 22 to 28, characterized in that it is configured as a security thread or mottling fiber or planchet or label.
30. The value document according to any of the claims 22 to 28, characterized in that it is equipped with a security element according to any of the claims 22 to 29.
1. Substance caractéristique destinée à la protection de l'authenticité de documents
de valeur, comprenant au moins une substance luminescente qui est, par rayonnement
dans le domaine spectral infrarouge et/ou visible et/ou ultraviolet, excitable de
manière à émettre de la luminescence, sous forme de particules, comportant des nanoparticules
qui enrobent au moins partiellement les surfaces des particules de substance luminescente,
des propriétés de la substance caractéristique découlant de la synergie des propriétés
d'émission de luminescence de la substance luminescente et de propriétés des nanoparticules,
caractérisée en ce que les nanoparticules sont choisies dans le groupe se composant de nanotubes de carbone,
nanofer-α, nano-Fe3O4, nano-NiFe2O4 et mélanges de ces matériaux.
2. Substance caractéristique selon la revendication 1, caractérisée en ce que la substance luminescente émet dans le domaine infrarouge et/ou visible et/ou ultraviolet.
3. Substance caractéristique selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les particules de substance luminescente sont essentiellement entièrement enrobées
essentiellement d'une monocouche de nanoparticules.
4. Procédé selon une des revendications de 1 à 3, caractérisé en ce que la substance luminescente est choisie parmi des substances luminescentes sur la base
de réseaux hôtes dotés d'au moins un métal des terres rares.
5. Substance caractéristique selon une des revendications de 1 à 3, caractérisée en ce que la substance luminescente est choisie parmi les phosphores minéraux.
6. Substance caractéristique selon une des revendications de 1 à 3, caractérisée en ce que la substance luminescente est choisie parmi des substances luminescentes organiques.
7. Substance caractéristique selon une des revendications de 1 à 6, caractérisée en ce que la substance luminescente se présente sous forme de particules dont la taille moyenne
de particule est de l'ordre de 1 à 100 µm.
8. Substance caractéristique selon une des revendications de 1 à 7, caractérisée en ce que les nanoparticules sont choisies parmi des matériaux magnétiques, matériaux magnétisables,
matériaux électroconducteurs, matériaux semi-conducteurs et mélanges de ces matériaux.
9. Substance caractéristique selon une des revendications de 1 à 8, caractérisée en ce que les nanoparticules ont une taille moyenne de particule est de l'ordre de 1 à 1000
nm, de préférence de 1 à 500 nm, particulièrement de préférence de 10 à 100 nm.
10. Substance caractéristique selon une des revendications de 1 à 9, caractérisée en ce que le rapport pondéral des particules de substance luminescente par rapport aux nanoparticules
est de l'ordre de 10:1 à 1:10, de préférence de 5:1 à 1:3, particulièrement de préférence
de 2:1 à 1:1.
11. Substance caractéristique selon une des revendications de 1 à 10, caractérisée en ce qu'elle comporte en outre des particules de substance luminescente non enrobées de nanoparticules
et/ou des nanoparticules libres.
12. Substance caractéristique selon une des revendications de 1 à 11, caractérisée en ce qu'elle comporte au moins deux substances luminescentes différentes et/ou au moins deux
sortes différentes de nanoparticules.
13. Procédé de fabrication d'une substance caractéristique destinée à la protection de
l'authenticité de documents de valeur, comprenant au moins une substance luminescente
qui est, par rayonnement dans le domaine spectral infrarouge et/ou visible et/ou ultraviolet,
excitable de manière à émettre de la luminescence, comportant des nanoparticules qui
enrobent au moins partiellement les surfaces de la substance luminescente, les propriétés
de la substance caractéristique découlant de la synergie des propriétés de substance
luminescente de la substance luminescente et de propriétés des nanoparticules, caractérisé en ce que la au moins une substance luminescente sous forme de particules et les nanoparticules
sous forme d'une nanopoudre sont mises dans un agent dispersant puis mélangées entres
elles jusqu'à obtention d'une dispersion, les nanoparticules étant liées par des forces
d'adhésion aux surfaces des particules de substance luminescente, et l'association
des nanoparticules aux particules de substance luminescente prenant plusieurs heures.
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce que de la dispersion est filtrée pour la séparation de la substance caractéristique.
15. Procédé selon la revendication 14, caractérisé en ce que la substance caractéristique séparée est séchée.
16. Procédé selon une des revendications de 13 à 15, caractérisée en ce que c'est de l'eau qui est utilisée en tant qu'agent dispersant.
17. Procédé selon une des revendications de 13 à 16, caractérisée en ce que la substance caractéristique est mélangée à au moins une autre substance caractéristique
et/ou à au moins une autre sorte de nanoparticules.
18. Procédé de protection de l'authenticité d'un élément de sécurité ou document de valeur,
caractérisé par l'étape:
application d'une substance caractéristique, comme défini dans une des revendications
de 1 à 12, sur au moins des zones partielles d'au moins une surface de l'élément de
sécurité ou du document de valeur,ou
insertion d'une substance caractéristique, comme défini dans une des revendications
de 1 à 12, dans au moins une zone partielle du volume du document de valeur ou de
l'élément de sécurité.
19. Procédé selon la revendication 18, caractérisé en ce que l'élément de sécurité ou le document de valeur est, pendant l'application ou l'insertion
de la substance caractéristique, exposé de telle sorte à des champs électriques ou
magnétiques qu'un alignement et, si désiré, une migration des particules de substance
caractéristique a lieu dans le champ électrique ou magnétique.
20. Procédé selon la revendication 19, caractérisé en ce que la migration conduit à une répartition définie des particules de substance caractéristique
qui est vérifiable par machine ou visuellement.
21. Procédé selon la revendication 20, caractérisé en ce que la répartition définie constitue un code.
22. Document de valeur ou élément de sécurité qui comprend au moins un matériau support
et sur ou dans le matériau support au moins une caractéristique d'authenticité sur
la base d'une substance caractéristique, caractérisé en ce que la substance caractéristique est une substance telle que définie dans une des revendications
de 1 à 12.
23. Document de valeur ou élément de sécurité selon la revendication 22, caractérisé en ce que le matériau support consiste en du papier ou de la matière plastique.
24. Document de valeur ou élément de sécurité selon la revendication 22 ou 23, caractérisé en ce que la substance caractéristique est prévue dans le volume du matériau support.
25. Document de valeur ou élément de sécurité selon la revendication 22 ou 23, caractérisé en ce que la substance caractéristique se trouve dans une couche appliquée au moins sur des
zones partielles d'une surface du matériau support.
26. Document de valeur ou élément de sécurité selon la revendication 22 ou 23, caractérisé en ce que la substance caractéristique se trouve dans une encre d'impression appliquée sur
une surface du document de valeur ou élément de sécurité.
27. Document de valeur ou élément de sécurité selon une des revendications de 22 à 26,
caractérisé en ce que la substance caractéristique se trouve dans une répartition définie qui est vérifiable
visuellement ou par machine.
28. Document de valeur ou élément de sécurité selon la revendication 27, caractérisé en ce que la répartition définie constitue un code.
29. Elément de sécurité selon une des revendications de 22 à 28, caractérisé en ce qu'il est réalisé sous forme de fil de sécurité ou fibre chinée ou planchette ou étiquette.
30. Document de valeur selon une des revendications de 22 à 28, caractérisé en ce qu'il est équipé d'un élément de sécurité selon une des revendications de 22 à 29.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
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