[0001] Die Erfindung betrifft ein ergonomisch formveränderbares, ein Fluid, z.B. Gas (Luft,
Stickstoff, Helium etc.), Flüssigkeit (Wasser, Alkohol, etc) oder Gel, enthaltendes
Kissen, Sitz- oder Matratzenteil nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Ein derartiges formveränderbares Kissen ist aus der
DE 42 05 650 A1 bekannt, welches zwei mit Luft gefüllte Balge aufweist, die luftschlüssig miteinander
verbunden sind. Die beiden im Querschnitt etwa tragflügelförmigen Balge sind hierbei
quer zur Liegerichtung eines Nutzers nebeneinander angeordnet so dass sich dessen
Kopf in Zentrallage zwischen diesen beiden Balgen stabilisiert, da beide Balge mit
gleichem Luftvolumen und -druck gefüllt sind. Nachteil ist, dass bei einer Lagenveränderung
des Kopfes des Nutzers, insbesondere zur Seite in Richtung auf einen der Balge, die
Luft aus diesem Balg in den anderen hinein verdrängt wird, so dass damit keine optimal
stabile Lagerung des Kopfes des Nutzers außerhalb der stabilen Zentrallage möglich
ist. Dieses Kissen ist daher nicht optimal geeignet für eine ergonomische Stabilisierung
des Kopfes des Nutzers in beliebiger Seitenlage, da die Luftverbindung zwischen den
beiden Balgen nicht unterbrochen werden kann. Weiterhin ist keine ergonomische Stabilisierung
beliebiger anderer, vorwiegend benachbarter Körperteile möglich, da dieses Kissen
ausschließlich für die Aufnahme eines Kopfes des Nutzers ausgestaltet ist.
[0003] Die
DE 299 00 747 U1 offenbart ein luftgefülltes Sitzkissen für variables aktives Sitzen, mit einem im
Querschnitt rechteckförmigen Bodenkissen und zwei darauf befindlichen im Querschnitt
quadratischen Körperkissen, welche jeweils die halbe Breite des Bodenkissens einnehmen
und aneinander anliegen. Die beiden oberen Körperkissen sind untereinander über ein
absperrbares Ventil lüftschlüssig verbunden, ebenso wie das untere Bodenkissen mit
einem der oberen Körperkissen. Es können auch mehrere Bodenkissen und mehr als zwei
Körperkissen zum Einsatz kommen. Die mit diesem Sitzkissen zu erzielende ergonomische
Stabilisierung für einen darauf sitzenden Nutzer ist zwar etwas günstiger als bei
der zuvor erwähnten
DE 42 05 650 A1, jedoch kann eine optimale ergonomische Anpassung an den menschlichen Körper deswegen
nicht erfolgen, da alle Kissen immer ein Mindestvolumen an Luft benötigen, da die
Kissen Quaderform aufweisen und ausschließlich rein vertikal oder rein horizontal
über- oder nebeneinander angeordnet sind. Ein Teil der Oberfläche des Sitzkissens
liegt daher immer nicht optimal ergonomisch an der Anatomie des darauf befindlichen
Körperteils an.
[0004] Mit der
DE 91 16 220 U1 ist ein Luftkammerkissen für den leicht durchführbaren Seitenlagenwechsel bei Schwerkranken
bekannt geworden, wobei das Luftkammerkissen aus zwei Teilkammern besteht, welche
über Schläuche und ein zu öffnendes und zu schließendes Ventil luftschlüssig in Verbindung
stehen. Die beiden Teilkammern sind dabei nebeneinander angeordnet und über eine Schweißnaht
miteinander mechanisch verbunden. Eine andere Anordnungsart der beiden Teilkammern
ist hier nicht offenbart. Mit diesem Luftkammerkissen kann ein Patient durch nur eine
Pflegeperson in ihrer Seitenlage verändert werden, um insbesondere Dekubitus (Gewebeschäden
bei langer Druckbelastung) zu vermeiden. Nachteil ist, dass auch hier eine optimale
ergonomische Anpassung des Luftkammerkissens an den darauf liegenden Körperteil des
Patienten nicht erfolgen kann, da die Teilkammern im Querschnitt oval geformt sind
und insbesondere in Längserstreckung ringförmig gebogen sind.
[0005] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ausgehend von der
DE 91 16 220 U1, ein ergonomisch formveränderbares, ein Fluid enthaltendes und ggf. wiederholt befüllbares
Kissen, Sitz- oder Matratzenteil derart weiterzubilden, dass dieses individuell an
unterschiedliche Körperteile unterschiedlicher Personen optimal ergonomisch, einfach
und schnell anpassbar ist, sowie kostengünstig ist.
[0006] Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist die Erfindung durch die Merkmale des Patentanspruchs
1 gekennzeichnet. Wesentlich dabei ist, dass alle aneinander angrenzende Teilkammern
derart teilweise aufeinander liegend aneinander befestigt sind, dass sich ihre in
Längs- und Breitenrichtung erstreckenden Oberflächen gegenseitig überlappen und überdecken
und dadurch die mit einem Körperteil z.B. eines Menschen in Kontakt bringbaren äußeren
Kontaktflächen aller Teilkammern harmonisch ineinander übergehen und sich somit im
Wesentlichen satt und daher ergonomisch daran anlegen.
[0007] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0008] Mit der gegebenen technischen Lehre ergibt sich der Vorteil, dass nun auf schnelle
und einfache Weise das ergonomisch formveränderbare Kissen oder Matratzenteil derart
verändert werden kann, dass harmonisch ineinander übergehende nahezu glatte, garantiert
fließende ineinander harmonische übergehende und ununterbrochene ergonomische Kontaktflächen
für nahezu beliebige menschliche Körperbereiche einfach, schnell und kostengünstig
ggf. durch den Nutzer selbst eingestellt, bzw. auch liegend körpergerecht verändert
werden können.
[0009] Im Überlappungsbereich der Teilkammern wird die Gesamthöhe des Kissens oder Matratzenteils
durch die Addition der Höhen aller Teilkammern erzielt. Damit wird eine wesentlich
feinfühligere und stabilere Einstellung der Gesamthöhe des Kissens, Sitz- oder Matratzenteils
bewirkt.
[0010] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind zwei Teilkammern vorgesehen,
welche sich um einen Betrag zwischen 25% und 75% der Länge der Teilkammern überlappen,
insbesondere im Bereich von 50% der Länge. Damit wird ein kostengünstiges ergonomisch
formveränderbares Kissen oder Matratzenteil bereit gestellt, welches einerseits eine
satte Anlage für den Körper eines Nutzers bietet, andererseits aber auch für die dem
Körper entgegen gesetzte Unterlage wie z.B. ein Polster, ein Lattenrost oder ein Verbandmaterial.
[0011] Die Herstellung der Teilkammern kann einzeln erfolgen, die dann überlappend aneinander
angebracht werden, z.B. durch Schweißen oder Kleben. Dies kann jedoch auch durch Abtrennen
einer einzigen Kammer geschehen und anschließender überlappender Befestigung der abgetrennten
Teilkammern aufeinander.
[0012] Eingesetzt werden als Materialien für die Teilkammern Kunststoff-Folien wie z.B.
Elastomer-Folien oder einfache PVC-Folien etc, in Form von Im Querschnitt kreisförmigen
oder elliptischen Schlauchzylindern.
[0013] Die Teilkammern können mit jedem beliebigen gasförmigen, flüssigen oder gelartigen
Fluid befüllt werden, insbesondere Luft, Wasser oder einem Gel.
[0014] Die Abtrennung bzw. fluidleitende Verbindung zwischen den Teilkammern geschieht über
ein herkömmliches Absperrventil, das zwischen zwei flexible Schläuche oder feste Röhrchen
geschaltet ist, welche mit den Teilkammern fluidleitend verbunden sind.
Das gesamte erfindungsgemäße Kissen kann auf eine Unterlage oder zwischen zwei Unterlagen
sandwichartig aufgeklebt werden, damit die Gesamtbreite des Kissens etwa konstant
bleibt.
[0015] Für das rasche Einfüllen eines flüssigen oder gelartigen Fluid und Entlüften wird
ein Einfüll- und Entlüftungsventil in die Wandung mindestens einer der Teilkammern
eingebracht, über welches auch das Entleeren der Teilkammern erfolgen kann. Hierzu
ist das Einfüll- und Entlüftungsventil als "Schraube-in Schraube" ausgebildet wobei
die äußere Schraube in einer Gegenmutter in der Wandung einer Teilkammer einschraubt
ist und die innere Schraube in einem Gegengewinde in der äußeren Schraube. Beide Schraubverbindungen
müssen natürlich fluiddicht ausgebildet sein, wozu auch Dichtringe eingesetzt werden
können. Zur raschen Entlüftung ist in der Bohrung des Gegengewindes für die innere
Schraube eine axial sich erstreckende Nut eingebracht über die Luft aus den Teilkammern
in Freie gelangen kann.
[0016] Das Füllen bzw. Entleeren kann aber auch über das Absperrventil zwischen den Teilkammern
erfolgen, welches dann einen zusätzlichen Anschluss aufweist.
[0017] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von einen Ausführungsweg darstellende Zeichnungen
näher erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung weitere
Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.
[0018] Es zeigen:
- Figur 1:
- Perspektivische Darstellung des erfindungsgemäßen Kissens oder Matratzenteils;
- Figur 2:
- Ansicht in Längserstreckungsrichtung nach Figur 1 mit etwa gleichem Füllvolumen der
beiden Kammern des erfindungsgemäßen Kissens oder Matratzenteils;
- Figur 3:
- Ansicht nach Figur 2 mit größerem Füllvolumen der rechten Kammer;
- Figur 4:
- Ansicht nach Figur 2 mit größerem Füllvolumen der linken Kammer;
- Figur 5:
- Ansicht nach Figur 3 mit weiter vergrößertem Füllvolumen der rechten Kammer;
- Figur 6:
- Ansicht nach Figur 4 mit weiter vergrößertem Füllvolumen der linken Kammer;
- Figur 7:
- Axialansicht von oben auf das Befüll- und Entlüftungsventil des erfindungsgemäßen
Kissens oder Matratzenteils;
- Figur 8:
- Seitenansicht der Fig. 7 im Schnitt;
- Figur 9:
- Draufsicht der Fig. 7 im Schnitt mit darüber dargestellter Verschlussschraube.
[0019] In Figur 1 ist nun das erfindungsgemäße Kissen oder Matratzenteil 1 dargestellt,
beinhaltend zwei benachbarte Teilkammern 2, 3, die aufeinander liegend miteinander
befestigt sind.
[0020] Jede der Teilkammern 2, 3 wurde separat aus einem bandförmigen Kunststoffmaterial
gefertigt, durch Umfalten zweier sich gegenüber liegenden Kanten und Verschweißen
oder Verkleben dieser Kanten 4, 5 aufeinander zu jeweils einem rundzylindrischen Folienschlauch
mit Gesamtbreite B, der auf Grund der Erdschwerekraft und Auflage auf einem ebenen
Untergrund die Tragflügelform nach Fig. 1 erhält.
[0021] Danach werden die beiden Teilkammern 2, 3 in Form der Folienschläuche aufeinander
gelegt, wie dies in Fig. 1 zu sehen ist, so dass sich die jeweiligen Längen L1, L2
der Teilkammern 2, 3 in Längserstreckungsrichtung 7 des Kissens oder Matratzenteils
1 um ca. 50% auf der Ober- und Unterseite gegenseitig überdecken und die Gesamtlänge
L des Kissens oder Matratzenteils 1 kleiner ist, als die Summe aus den Einzellängen
L1 und L2 der Teilkammern 2, 3.
[0022] Zwischen den beiden verschweißten oder verklebten Kanten 4 und 5 der beiden Teilkammern
2, 3 wird dann eine Schweiß- oder Klebeverbindung 6 zwischen den Teilkammern 2, 3
durchgeführt, so dass ggf. vor dem Aufeinanderlegen der Teilkammern 2, 3 eine Klebstoffschicht
in diesen Bereich 6 auf mindestens ein der beiden Oberflächen der Teilkammern 2, 3
aufgebracht werden muss.
[0023] Das somit erzeugte erfindungsgemäße Kissen, Sitz- oder Matratzenteil 1 beinhaltet
daher zwei zu ihrer Symmetrieachse 8 spiegelsymmetrische Teilkammern 2, 3 mit einer
Gesamtlänge L in Längsrichtung 7, einer Gesamthöhe H in Hochachse 9, sowie einer Gesamtbreite
B in Richtung der Symmetrieachse 8.
[0024] Die Ebene (bzw. eine Tangente hierzu) der Schweiß- oder Klebeverbindung 6 zwischen
den Teilkammern 2, 3 liegt auf Grund der Tragflügelform der einzelnen Teilkammern
2, 3 im Winkel (hier ca. 45°) zur Längsachse 7 bzw. zur Hochachse 9.
[0025] Die beiden Teilkammern 2, 3 sind jeweils mit Luft gefüllt und miteinander über das
Absperrventil 10 und die Zuführschläuche 11 luftleitend luftschlüssig verbunden.
[0026] In der Wandung einer der Teilkammern 3 ist ein Befüll- und Entlüftungsventil 12 eingebracht,
welches nachfolgend noch näher anhand der Figuren 7-9 beschrieben wird.
[0027] In den Figuren 2-6 sind nun verschiedene Varianten mit unterschiedlicher Befüllung
mit Fluid der Teilkammern 2, 3 des erfindungsgemäßen Kissens oder Matratzenteils 1
zu sehen. Aus Vereinfachungsgründen sind die Gesamtbreite B und Gesamtlänge L dabei
im Wesentlichen immer gleich gezeichnet, so dass nur die Gesamthöhe H variiert. In
Wirklichkeit wird sich aber auch die Gesamtbreite B und Gesamtlänge L in geringen
Grenzen verändern, was aber zu vernachlässigen ist.
[0028] Fig. 2 zeigt, dass beide Teilkammern 2, 3 etwa zu gleichen Teilen mit Fluid befüllt
sind und daher die Einzelhöhen H1, H2 etwa der Gesamthöhe H des Kissens oder Matratzenteils
1 entspricht.
[0029] In Fig. 3 und 4 ist einmal die rechte Teilkammer 3 und einmal die linke Teilkammer
2 mit Fluid aus der jeweiligen anderen Teilkammer 2 oder 3 über das Ventil 10 befüllt
worden, so dass die Teilhöhen H1 und H2 der rechten oder linken Teilkammer 2 oder
3 die Gesamthöhe H des Kissens oder Matratzenteils 1 bestimmt.
[0030] Fig. 5 und 6 zeigen die Ausführungen der Fig. 3 und 4 mit noch extremeren Umfüllungsmengen
des Fluids aus der Teilkammer 2 in die Teilkammer 3 und umgekehrt.
[0031] Fig. 7-9 zeigen nun das Befüll- und Entlüftungsventil 12 näher im Detail. Es besteht
aus einer Verschluss-Schraube 13, die in ein zentrales Innengewinde 15 eines rundzylindrischen
Grundteils 14 derart einschraubbar ist, dass der Schraubenkopf 16 auf einer O-Ringdichtung
17 dichtend aufliegt, die auf dem Grund einer Senkbohrung 18 liegt, wobei die Senkbohrung
18 koaxial in Einschraubrichtung vor dem Innengewinde 15 eingebracht ist.
[0032] Das Grundteil 14 des Befüll- und Entlüftungsventils 12 besitzt ein Außengewinde 19,
mit dem es in ein Innengewinde eines Gegenstücks (nicht gezeigt) in der Wandung der
Teilkammer 3 des Kissens oder Matratzenteils 1 nach Fig. 1 eingeschraubt ist. Zur
Anschlagbegrenzung ist ein äußerer Ringbund 20 vorhanden, der gleichzeitig als Handhabe
für das Einschrauben dient. Zum endgültigen Festschrauben oder Lösen des Grundteils
14 im Gegenstück in der Wandung der Teilkammer 3, sind auf der äußeren Stirnseite
21 des Grundteils 14 zwei um 180° versetzte Sack-Bohrungen 22 eingebracht, in die
ein nicht näher dargestelltes Werkzeug mit zwei Stiften eingreifen kann.
[0033] Über die Bohrung 23 des zentralen Innengewindes 15 für die Verschluss-Schraube 13
kann nun das Fluid in die Teilkammer 3 des Kissens oder Matratzenteils 1 vor der ersten
Nutzung oder bei nachträglichem Bedarf eingebracht werden und über diese Öffnung bei
Bedarf wieder entfernt werden. Bei geschlossenem Ventil 10, d.h. die Schraube 13 ist
in das Innengewinde 15 des Grundteils 14 eingeschraubt und dichtet mit dem O-Ring
17 ab, kann über das Absperrventil 10 und die Schläuche 11 dann das Fluid von dieser
extern befüllbaren Teilkammer 3 in die nicht extern befüllbare Teilkammer 2 gebracht
werden, z.B. in dem per Hand Druck auf die extern befüllbare Teilkammer 3 aufgebracht
wird.
[0034] Zur Entlüftung der extern befüllbaren Teilkammer 3, aber auch der nicht extern befüllbaren
Teilkammer 2 (bei geöffnetem Ventil 10) ist in die Bohrung 23 des zentralen Innengewindes
15 eine axiale, radial die Bohrung geringfügig aufweitende Nut 24 eingebracht, durch
die Luft aus den Teilkammern 2, 3 über die Sackbohrung 18 nach außen in die Umgebung
entweichen kann, wenn diese mit flüssigem oder gelartigem Fluid befüllt werden, oder
wenn Luft als Fluid oder auch unerwünscht vorhandene Luft aus den Teilkammern 2, 3
entfernt werden soll.
Zeichnungslegende
[0035]
| 1 |
Kissen der Matratzenteil |
17 |
O-Ring |
| 2 |
Teilkammer; 2a, 3a Kontaktflächen für Körper; 2b, 3b Kontaktflächen für ext. Gegendruckelement |
18 |
Senkbohrung in 14 |
| 19 |
Außengewinde von 14 |
| 20 |
Stirnflansch von 14 |
| 21 |
Stirnseite von 20 |
| 3 |
Teilkammer |
22 |
Bohrungen in 20 |
| 4 |
Schweiß- oder Klebekante |
23 |
Bohrungen für 15 |
| 5 |
Schweiß- oder Klebekante |
24 |
Entlüftungs-Nut in 23 |
| 6 |
Längsachse |
B = Breite von 1, 2 und 3 |
| 7 |
Schweiß- oder Klebeverbindung |
H = Gesamthöhe von 1 |
| H1 = Höhe Teilkammer 2 |
| 8 |
Breitenachse |
H2 = Höhe Teilkammer 3 |
| 9 |
Hochachse |
L = Gesamtlänge von 1 |
| 10 |
Absperrventil |
L1 = Länge von 2 |
| 11 |
Schlauch |
L2 = Länge von 3 |
| 12 |
Befüll- und Entlüftungsventil |
|
|
| |
|
| 13 |
Verschluss-Schraube |
|
|
| 14 |
Grundteil von 12 |
|
|
| 15 |
Innengewinde in 14 |
|
|
| 16 |
Schraubenkopf von 13 |
|
|
1. Ergonomisch verformbares Fluid enthaltendes Kissen, Sitz- oder Matratzenteil (1),
beinhaltend mindestens zwei kettenförmig seriell hintereinander angeordnete und miteinander
mechanisch verbundene Teilkammern (2, 3), welche extern über Schläuche (11) oder Rohre
und über mindestens ein Absperrventil (10) fluidschlüssig bzw. fluidleitend miteinander
gekoppelt sind, so dass die Teilkammern (2, 3) je nach äußerer Druckbelastung das
darin enthaltene Fluid in Form eines Gases, einer Flüssigkeit oder eines Gels, wie
z.B. Luft, Wasser oder Gel, untereinander austauschen können, dadurch gekennzeichnet, dass alle aneinander angrenzende Teilkammern (2, 3) derart teilweise aufeinander liegend
aneinander befestigt sind, dass sich ihre in Längs-und Breitenrichtung (7, 8) erstreckenden
Oberflächen (2a, 3a; 2b, 3b) gegenseitig überlappen und überdecken und dadurch die
mit einem Körperteil z.B. eines Menschen in Kontakt bringbaren äußeren Kontaktflächen
(2a, 3a) aller Teilkammern (2, 3) harmonisch und fließend ineinander übergehen und
sich somit im Wesentlichen satt und stetig und daher ergonomisch daran anlegen.
2. Kissen, Sitz- oder Matratzenteil (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auch die mit einem Kissen- oder Matratzenteilexternen Gegendruckelement, z.B. eines
Lattenrostes, einer Matratze oder eines Verbandmaterials, in Kontakt bringbaren äußeren
Kontaktflächen (2b, 3b) aller Teilkammern (2, 3) harmonisch ineinander übergehen und
sich somit im Wesentlichen satt daran anlegen.
3. Kissen, Sitz- oder Matratzenteil (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Teilkammern (2, 3) vorgesehen, welche sich um einen Betrag zwischen 25% und
75% der Länge (L1, L2) der Teilkammern (2, 3) überlappen, insbesondere im Bereich
von 50% der Länge (L1, L2) der Teilkammern (2, 3).
4. Kissen, Sitz- oder Matratzenteil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Dichtnähte (4, 5) der Teilkammern (2, 3), als auch die Verbindung (6)
der Teilkammern (2, 3) untereinander Schweiß- und/oder Klebeverbindungen sind.
5. Kissen, Sitz- oder Matratzenteil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Material der Teilkammern (2, 3) aus Kunststoff-Folien besteht, insbesondere aus
Elastomer-Folien oder PVC-Folien.
6. Kissen, Sitz- oder Matratzenteil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Teilkammern (2, 3) ein Befüll-/Entleer- und Entlüftungsventil
(12) aufweist, welches ein Grundteil (14) aufweist, in dessen axialer Durchgangsbohrung
(18, 23) mit axialem Innengewinde (15) eine Verschluss-Schraube (13) lösbar und abdichtend
eingeschraubt ist.
7. Kissen, Sitz- oder Matratzenteil (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Befüll-/Entleer- und Entlüftungsventil (12) im Wesentlichen zylindrisch und nach
dem Prinzip "Schraube-in-Schraube" aufgebaut ist, so dass auch das Grundteil (14)
ein Außengewinde (19) aufweist, welches in ein Gegengewinde in der Wandung der mindestens
einen Teilkammer (2, 3) einschraubbar ist.
8. Kissen, Sitz- oder Matratzenteil (1) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich in der axialen Durchgangsbohrung (18, 23) im Innengewinde (15) eine axial sich
erstreckende Entlüftungs-Nut (24) eingebracht ist, welche durch den Schraubenkopf
(16) der Verschluss-Schraube (13) und ggfs. einen Dichtring (17) fluiddicht abdichtbar
ist.