[0001] Die Erfindung betrifft eine Tragehilfe zum Transport von Personen, insbesondere von
Säuglingen oder Kleinkindern, mit einem im Bereich der Oberkörperkontur einer Tragperson
anzuordnenden, insbesondere ein Gestell oder einen oder mehrere Gurte aufweisenden
Trageteil, welches einen im Hüftbereich der Tragperson befindliches, gürtelartiges
Halteteil trägt.
[0002] Derartige Tragehilfen sind durch ihren vielfältigen Einsatz beim Transport von Säuglingen
und Kleinkindern bekannt, beispielsweise aus der
FR 1,215.795 und kommen verbreitet als Ersatz oder Ergänzung radgestützter Transportmittel zum
Einsatz zum Einsatz. In ihrer bekannten Form sind sie allerdings nur bedingt praxistauglich,
da zum einen die Anordnung des Halteteils und damit der zu transportierenden Person
an dem Trageteil zu einer ungünstigen Lasteinleitung und -verteilung für die dann
leicht ermüdende Trageperson führt und sich außerdem die Lage des Halteteils an dem
Trageteil nur mühsam ändern und anderen Gegebenheiten anpassen lässt. Außerdem ist
die der zu transportierenden Person zur Verfügung gestellte Positionierung häufig
unbequem.
[0003] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Tragehilfe zur Verfügung
zu stellen, bei der der Tragekomfort für Tragperson und zu transportierende Person
gleichermaßen erhöht ist und bei welcher sich die Position der zu transportierenden
Person bezüglich der Tragperson leicht ändern lässt.
[0004] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Tragehilfe der eingangs genannten Art, bei der
an dem Halteteil wenigstens ein an diesem bewegliches, von der Kontur der Tragperson
wegweisendes Stützorgan angeordnet ist, und dass an dem dem Halteteil abgewandten
Endbereich des Stützorgans mindestens eine Aufnahmeeinrichtung zur Unterbringung eines
zu transportierenden Körpers vorgesehen ist. Durch die Anordnung eines Stützorgans
zwischen Trageteil und Halteteil lässt sich nämlich eine definierte Lasteinleitung
der zu transportierenden Last am Körper der Tragperson an denjenigen Stellen erreichen,
an welchen das Stützorgan mit dem Halteteil verbunden ist. Durch die an dem Halteteil
bewegliche Auslegung des Stützorgans kann dieses an dem Halteteil verlagert und so
einfach eine andere Position eingenommen werden, während die zu transportierenden
Person komfortabel in einem definierten Abstand zur Tragperson in der Aufnahmeeinrichtung
aufgenommen ist. Auch die Anordnung mehrerer, mit Aufnahmeeinrichtungen versehener
Stützorgane an dem Halteteil ist selbstverständlich möglich.
[0005] Eine gute Lastverteilung und -einleitung an der Verbindung zwischen Halteteil und
Stützorgan wird bei eine besonders zweckmäßigen Ausbildung der Tragehilfe dadurch
erreicht, dass das Stützorgan mindestens ein, bevorzugt zwei oder mehr strebenartige,
mit dem Halteteil verbundene Stützglieder aufweist, da hierdurch die Lasteinleitung
an mehreren definierten, voneinander beabstandeten Punkten erfolgen kann.
[0006] Um eine einfache, ohne erheblichen Kraftaufwand der Trageperson erfolgende Verlagerung
des Stützorgans an seinem bzw. seinen Stützgliedern entlang des Halteteils zu unterstützen
ist es sinnvoll, wenn das oder die Stützglieder in ihrem dem Halteteil zugewandten
Endbereich jeweils ein Führungselement oder ein gemeinsames Führungselement aufweisen,
so dass der Verlagerungsvorgang an diesen Führungselementen geführt stattfindet.
[0007] Eine leicht führbare Weiterbildung kann bei dem oder den an den Stützgliedern angeordneten
Führungselementen in einer die Kontur der Trageperson berücksichtigenden Formgebung
bestehen, so dass dann zweckmäßigerweise das Führungselement als Kufe, insbesondere
als in Richtung des Halteteils konvex gebogenen Kufe, ausgebildet ist.
[0008] Bei einer die einfache Anordnung und gegebenenfalls Entfernung sowie eine notwendige
oder gewünschte Lageänderung der Aufnahmeinrichtung erleichternde Ausführung wird
bei der erfindungsgemäßen Tragehilfe dadurch erreicht, dass das Stützorgan mit der
Aufnahmeeinrichtung über ein Adapterstück verbunden ist, welches gleichzeitig zum
einen die beständige Festlegung der Aufnahmeeinrichtung an den Stützgliedern des Stützorgans
garantiert zum anderen jedoch eine gewisse Flexibilität bei der Positionierung von
Tragperson und zu transportierender Person sicherstellt.
[0009] Gut handhabbar bei der Durchführung einer Lageänderung der zu transportierenden Person
ist eine Weiterbildung der erfindungsgemäßen Tragehilfe, bei der die Aufnahmeeinrichtung
an dem Adapterstück um eine im wesentlichen vertikale Achse in vorgegebene Raststellungen
oder beaufschlagungsfrei, also stufenlos verstellbar, verschwenkbar ist, was beispielsweise
durch die Anbringung einer Drehvorrichtung realisiert werden kann. Die Tatsache, dass
das Stützorgan der Tragehilfe von dem Halteteil wegweist, erlaubt ein Verschwenken
der Aufnahmevorrichtung ohne dass die Extremitäten der transportierten Person dabei
ein Hindernis darstellen. Darüber hinaus können an dem Adapterstück oder der Aufnahmeeinrichtung
Festlegemittel angeordnet sein, die ein unbeabsichtigtes Verschwenken unterbinden.
Bei weiteren Ausführungen kann daneben eine Verschwenkmöglichkeit in weiteren Achsen,
die etwa eine Verkippung der Aufnahmeeinrichtung gestatten, vorgesehen sein.
[0010] Zweckmäßigerweise lässt sich das Halteteil der Körperkontur einer Tragperson insbesondere
im Hüftbereich gut anpassen, weswegen sich eine Ausführungsform der Tragehilfe dadurch
auszeichnet, dass das Halteteil aus mindestens zwei, bevorzugt drei oder mehr benachbarten
Segmenten gebildet ist, so dass die Tragehilfe über ihren gesamten Umfang im Tragezustand
immer möglichst nahe an der Körperkontur angeordnet ist, wobei die Segmente etwa über
Scharniere gegeneinander beweglich ausgebildet sind.
[0011] Um eine definierte Lageänderung des Stützorgans und damit verbunden der Aufnahmeeinrichtung
an dem Halteteil sicher durchführen zu können ist es von Vorteil, wenn sich das Stützorgan
an dem Halteteil führen lässt, weswegen bei einer anderen Ausführungsform der Tragehilfe
an dem Halteteil, insbesondere an dessen Außenumfang, ein Führungsmittel, insbesondere
ein Schienenprofil, vorgesehen ist, in welchem die Führungselemente des Stützorgans
geführt sind.
[0012] Da die Beweglichkeit des Halteteils und seiner Segmente durch die Anordnung des Führungsmittels
nicht nachteilig beeinflusst werden soll ist es bei einer bevorzugten Ausführung der
Tragehilfe vorgesehen, dass auch Führungsmittel über den Umfang des Halteteils segmentiert
ist.
[0013] Damit sich hierbei die Führungselemente bei einer Verlagerung an dem Halteteil nicht
mit den Segmenten des Halteteils verhakt oder aus dem Führungsmittel ausgefädelt werden
ist es bei einer besonders bevorzugten Weiterbildung vorgesehen, dass sich die Enden
der Segmente des Führungsmittels mehrheitlich nicht mit den Enden der Segmente des
Halteteils decken, also beispielsweise die Segmente des Führungsmittels ihre Nahtstellen
jeweils in der Mitte eines Segments des Halteteils haben. Da auch die Segmente des
Führungsmittels zweckmäßigerweise unmittelbar an den Rändern der freien Enden des
Halteteils beginnen, ist eine sinnvolle Konfiguration der Segmente des Führungsmittels
zum Beispiel so gestaltet, dass die von den beiden Enden des Halteteils aus ersten
Segmente eineinhalb Segmente des Halteteils übergreifen und danach die Größe bzw.
Länge der Segmente denjenigen des Halteteils entspricht und auf diese Art eine bei
geschlossenem Halteteil durchgehende Führung mittels des Führungsmittels gewährleistet
ist. Hierbei werden dann jeweils die einander zugewandten Hälften von Segmenten des
Halteteils von einem Segment des Führungsmittels übergriffen.
[0014] Für einen sicheren Halt des Halteteils an der Körperkontur der Tragperson ist das
Halteteil vorzugsweise zu schließen, weswegen die freien Enden des Halteteils durch
ein Verschlusssegment miteinander verbindbar sind. Optional kann das betreffende Verschlusssegment
auch mit einem Segment des Führungsmittels versehen sein.
[0015] Ein verbesserter Tragekomfort wird der Tragperson durch eine weitere Ausführung der
erfindungsgemäßen Tragehilfe vermittelt, bei welcher an der dem Körper der Tragperson
zugewandten Innenseite des Halteteils eine Polsterung vorgesehen ist, so dass zum
Beispiel Druckstellen vermieden werden können.
[0016] Dem Komfort und der Stabilisierung ebenfalls zuträglich sind bei einer Weiterbildung
der Tragehilfe an dem Halteteil weitere, die Kontur der Tragperson stützende Stützteile
bzw. Aufnahmen für lösbar verbindbare Stützteile vorgesehen. Sind an dem Trageteil
eine genügende Anzahl die Last vernünftig verteilender Stützteile vorgesehen, kann
gegebenenfalls sogar auf die Anordnung des Trageteils an dem Halteteil verzichtet
werden.
[0017] Ein höheres Maß an Wohlbefinden, Komfort, aber auch Sicherheit kann der zu transportierenden
Person darüber hinaus dadurch vermittelt werden, dass bei einer Ausführung der Tragehilfe
die Aufnahmeeinrichtung durch einen oder mehrere, insbesondere Körperformen angepasste
oder anpassbare, Sitze gebildet ist, wobei letztere Variante dann den Transport mehrerer
Personen im Säuglings- oder Kleinkindalter gestattet.
[0018] Das in hohem Maße unerwünschte, unbeabsichtigte Entweichen der zu transportierenden
Person aus der Aufnahmeeinrichtung wird bei einer Weiterbildung der Tragehilfe vermieden,
bei der die Aufnahmeeinrichtung mit einer Sicherungseinrichtung, insbesondere einem
Gurtsystem versehen ist.
[0019] Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen in der Zeichnung
näher erläutert. Es zeigen, teilweise in stark schematisierter Darstellung, die
- Fig.1
- eine teilweise geschnittene Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels der Tragehilfe
mit Trageteil, Halteteilen und einer an einem Halteteil angeordneten Aufnahmeeinrichtung;
- Fig.2
- eine teilweise geschnittene Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels der
Tragehilfe mit an dem Halteteil angeordneten Stützteilen, aber ohne Trageteil;
- Fig.3
- eine Seitenansicht von oben auf das Stützorgan mit Stützgliedern und daran angeordneten
Führungselementen sowie einem Adapterstück;
- Fig.4
- eine perspektivische Seitenansicht des des Halteteils mit Führungsmittel sowie dem
daran anzuordnenden Stützorgan;
- Fig.5
- eine Seitensicht des Stützorgans mit Stützgliedern, Führungselementen und Adapterstück;
- Fig.6
- eine geschnittene Seitenansicht des an dem Führungsmittel des Halteteils mittels der
Führungselemente angeordneten Stützorgans;
- Fig.7
- eine perspektivische Seitenansicht des Halteteils;
- Fig.8
- eine Seitenansicht eiens anderen Ausführungsbeispiels des Halteteils von oben mit
Verschlusssegment und Polterung; und die
- Fig.9
- eine perspektivische Seitenansicht des Halteteils aus der Fig.7 mit Verschlussegment.
[0020] Die Fig.1 zeigt eine im Ganzen mit 1 bezeichnete Tragehilfe zum Transport von Personen
mit einem im Bereich der nicht abgebildeten Oberkörperkontur einer Tragperson anzuordnenden,
mehrere Gurte aufweisenden Trageteil 2, welches einen im Hüftbereich der Tragperson
befindliches, gürtelartiges Halteteil 3 trägt. Gut zu erkennen ist ebenfalls, dass
an dem Halteteil 3 zwei an diesem bewegliche, von der Kontur der Tragperson wegweisende
Stützorgane 4 angeordnet sind, und dass an dem dem Halteteil 3 jeweils abgewandten
Endbereich der Stützorgane 4 mindestens eine Aufnahmeeinrichtung 5 zur Unterbringung
eines zu transportierenden Körpers vorgesehen ist, wobei sich lediglich an dem vom
Betrachter aus linken Stützorgan 4 eine solche Aufnahmeeinrichtung 5 in Form eines
Schalensitzes befindet. Der Sitz ist mit einer zusätzlichen Sicherungseinrichtung
20 in Form eines eine in die Aufnahmeeinrichtung 5 platzierbaren Körpers zurückhaltenden
Gurtsystems versehen. Die Stützorgane 4 sind beidseitig der Oberkörperkontur der Tragperson
an dem Halteteil 3 angeordnet und weisen strebenartige, zunächst horizontal von dem
Halteteil 3 weg und sodann in einer Kurve schräg nach oben verlaufende Stützglieder
6 auf. An dem mit dem Halteteil 3 verbundenen Ende der Stützglieder 6 befindet sich
jeweils ein kufenartiges, in Richtung des Halteteils 3 konvex gebogenes Führungselement
7, das in ein an dem Außenumfang des Halteteils 3 vorgesehenes, schienenprofilartiges
Führungsmittel 8 eingreift und von diesem geführt und gehalten ist. Ebenfalls in der
Fig.1 zu erkennen ist, dass die Aufnahmeeinrichtung 5 mit dem Stützorgan 4 über ein
Adapterstück 9 verbunden ist., welches in seinem dem Halteteil 3 zugewandten Bereich
der Kontur der Stützglieder 6 folgt und an deren Ende horizontal abknickt.
[0021] In der Fig.2 ist eine Ausführung der erfindungsgemäßen Tragehilfe 1 mit der gleichen
Anordnung von Stützorgan 4 mit Stützgliedern 6 und Führungselementen 7 an den Führungsmitteln
8 der Halteteils 3 gezeigt, bei der jedoch das Trageteil 2 weggelassen und durch in
an dem Halteteil 3 befindliche Aufnahmen 18 eingeführte, aus diesen vertikal nach
oben weisende, stabartige Stützteile 19 ersetzt wurde.
[0022] In der Fig.3 ist eine Ausführung des an dem Halteteil 3 der Tragehilfe 1 anzuordnenden
Stützorgans 4 gezeigt. An dieser ist zu erkennen, dass das Stützorgan 4 zwei miteinander
verbundene, strebenartige Stützglieder 6 aufweist, deren Verbindungsstelle von dem
den Betrachter zugewandten Adapterstück 9 überdeckt ist. Durch den Verlauf und die
Form der Stützglieder wird das Adapterstück 9 sehr gut gegen die in Betrachtungsrichtung
wirkende Last abgestützt. An den dem Halteteil zugewandten Enden der Stützglieder
6 des Stützorgans 4 ist jeweils ein konvex gegen das nicht dargestellte Halteteil
3 gebogene Führungselemente 7 angeordnet, wobei die Pfeile die gebogenen Bewegungsrichtungen
des Stützorgans 4 entlang des Halteteils 3 andeuten und gut zu erkennen ist, dass
die konvexe Kontur der Führungselemente 7 dieser bogenförmigen Bewegungsrichtungen
folgt. Schließlich ist der Fig.3 auch zu entnehmen, dass an dem horizontalen Bereich
des Adapterstücks 9 eine nicht näher dargestellte Drehvorrichtung 10 angeordnet ist,
mit der sich die nicht dargestellte Aufnahmevorrichtung 5 um eine vertikale Achse
verschwenken lässt.
[0023] Die Fig.4 zeigt das Stützorgan 4 mit daran angeordnetem Adapterstück 9 in rückwärtiger
Ansicht so, dass der horizontale Bereich des Adapterstücks 9 auf den Betrachter zuweist.
Die an den freien Enden der Stützglieder 6 befindlichen Führungselemente 7 können
ersichtlich in die an dem Außenumfang des Halteteils 3 angeordneten schienenprofilartigen
Führungsmittel 8 eingreifen, wie es durch den Richtungspfeil angedeutet ist. Sowohl
das Halteteil 3 wie auch die Führungsmittel 8 sind dabei segmentiert ausgebildet,
und zwar derart, das bis auf den Bereich der freien Enden des Halteteils 3 die Segmente
von Halteteil 3 und Führungsmitteln 8 so zueinander angeordnet sind, dass ein Segment
der Führungsmittel 8 die Hälften zweier einander zugewandter Segmente des Halteteils
3 übergreift.
[0024] In den Fign.5-7 sind nochmals in gegenüber den vorhergehenden Figuren vergrößerter
Darstellung einzelne Gegenstände der Tragehilfe 1 gezeigt. So ist in der Fig.5 neben
den an den freien Enden der Stützglieder 6 erkennbaren Führungselementen 7 nochmals
genauer die Anordnung des Adapterstücks 9 an dem Stützorgan 4 sowie die Abstützung
des zu den Stützgliedern 6 des Stützorgans 4 parallelen Bereichs des Adapterstücks
9 an diesen sowie insbesondere die Abstützung des Übergangsbereichs des Adapterstücks
9 in horizontale Richtung an dem Verbindungspunkt der beiden Stützglieder 6 zu erkennen.
[0025] In der Fig.6 zeigt wiederum die Anordnung des Stützorgans 4 an dem Halteelement der
Tragehilfe 1, wobei diese Darstellung verdeutlicht, dass mittels des an dem Halteteil
3 angeordneten Stützorgans 4 mit seinen bereits vorstehend beschriebenen Gegenständen
eine sehr gut handhabbare Positionierung der zugunsten der Übersichtlichkeit nicht
dargestellten Aufnahmevorrichtung 5 der Tragehilfe 1 gelingt, wobei diese an der Drehvorrichtung
10 des Adapterstücks 9 festgelegt vorteilhaft um eine vertikale Achse verschwenkt
werden kann.
[0026] In der Fig.7 ist nochmals das segmentierte Halteteil 3 mit an dessen Außenumfang
angeordnetem ebenfalls segmentiertem Führungsmittel 8 in welches die an den freien
Enden der Stützglieder des nicht gezeigten Stützorgans befindlichen Führungselemente
7 in Pfeilrichtung eingreifen können. Dieser Eingriff ist auch entgegen der Pfeilrichtung
an dem gegenüberliegenden freien Ende des Halteteils 3 möglich. Ebenso ist es denkbar,
dass das schienenprofilartige Führungsmittel 8 am Umfang des Halteteils einstückig
ausgebildet ist und so eine durchgehende Schienenführung für die an dem Stützorgan
angeordneten Führungselemente 7 bildet.
[0027] Die Fig. 8 zeigt eine weiter Ausführung des Halteteils 3 mit seinen Segmenten, wobei
am Außenumfang dieses Halteteils 3 eine andere Art von Führungsmitteln 8 angeordnet
ist, deren Schienenprofilsegmente hier in der Mehrzahl zweieinhalb Segmente des Halteteils
übergreifen, während die an den freien Enden des Halteteils 3 angeordneten Schienenprofilsegmente
zwei Segmente des Halteteils 3 übergreifen. Zwischen den freien Enden des Halteteils
3 befindet sich ein Verschlusssegment 11 ohne Schienenprofil. Am Innenrand seiner
Segmente ist das Halteteil 3 mit einem durchgehenden Polster 12 versehen.
[0028] Schließlich zeigt die Fig.9 erneut ein Halteteil 3 mit bereits aus der Fig.7 bekannter
Segmentierung und Schienenprofilanordnung, dessen freie Enden wiederum durch ein Verschlusssegment
11 verschlossen sind. Das Verschlusssegment 11 kann dabei einerseits mit einem hier
nicht gezeigten Schienenprofilstück des Führungsmittels 8 versehen sein, so dass das
Führungsmittel dann vollständig um das Halteteil herumgeführt ist. Andererseits kann
das Verschlusssegment aber auch wie hier gegeben, aber nicht weiter dargestellt, mit
einem Sperrglied 13 versehen sein, welches ein Herausgleiten von Führungselementen
7 aus dem Führungsmittel verhindert.
[0029] Die vorstehend beschriebene Erfindung betrifft demnach eine Tragehilfe 1 zum Transport
von Personen, insbesondere von Säuglingen oder Kleinkindern, mit einem im Bereich
der Oberkörperkontur einer Tragperson anzuordnenden, insbesondere ein Gestell oder
einen oder mehrere Gurte aufweisenden Trageteil 2, welches einen im Hüftbereich der
Tragperson befindliches, gürtelartiges Halteteil 3 trägt. Besonders komfortabel und
gut handhabbar ist die Tragehilfe für die Tragperson wenn an dem Halteteil 3 wenigstens
ein an diesem bewegliches, von der Kontur der Tragperson wegweisendes Stützorgan 4
angeordnet ist, und dass an dem dem Halteteil 3 abgewandten Endbereich des Stützorgans
4 mindestens eine Aufnahmeeinrichtung 5 zur Unterbringung eines zu transportierenden
Körpers vorgesehen ist.
1. Tragehilfe (1) zum Transport von Personen, insbesondere von Säuglingen oder Kleinkindern,
mit einem im Bereich der Oberkörperkontur einer Tragperson anzuordnenden, insbesondere
ein Gestell oder einen oder mehrere Gurte aufweisenden Trageteil (2), welches einen
im Hüftbereich der Tragperson befindliches, gürtelartiges Halteteil (3) trägt, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Halteteil (3) wenigstens ein an diesem bewegliches, von der Kontur der Tragperson
wegweisendes Stützorgan (4) angeordnet ist, und dass an dem dem Halteteil (3) abgewandten
Endbereich des Stützorgans (4) mindestens eine Aufnahmeeinrichtung (5) zur Unterbringung
eines zu transportierenden Körpers vorgesehen ist.
2. Tragehilfe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützorgan (4) mindestens ein, bevorzugt zwei oder mehr strebenartige, mit dem
Halteteil (3) verbundene Stützglieder (6) aufweist.
3. Tragehilfe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die Stützglieder (6) in ihrem dem Halteteil (3) zugewandten Endbereich jeweils
ein Führungselement (7) oder ein gemeinsames Führungselement (7) aufweisen.
4. Traghilfe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement (7) als Kufe, insbesondere als in Richtung des Halteteils konvex
gebogenen Kufe, ausgebildet ist.
5. Tragehilfe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützorgan (4) mit der Aufnahmeeinrichtung (5) über ein Adapterstück (9) verbunden
ist.
6. Tragehilfe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeeinrichtung (5) an dem Adapterstück (9) um eine im wesentlichen vertikale
Achse in vorgegebene Raststellungen oder beaufschlagungsfrei verschwenkbar ist.
7. Tragehilfe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteteil (3) aus mindestens zwei, bevorzugt drei oder mehr benachbarten Segmenten
gebildet ist.
8. Tragehilfe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Halteteil (3), insbesondere an dessen Außenumfang, ein Führungsmittel (8),
insbesondere ein Schienenprofil, vorgesehen ist, in welchem die Führungselemente (7)
des Stützorgans (4) geführt sind.
9. Tragehilfe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsmittel(8) über den Umfang des Halteteils (3) segmentiert ist.
10. Tragehilfe nach Anspruch 9, dass sich die Enden der Segmente des Führungsmittels (8)
mehrheitlich nicht mit den Enden der Segmente des Halteteils (3) decken.
11. Tragehilfe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die freien Enden des Halteteils (3) durch ein Verschlusssegment miteinander verbindbar
sind.
12. Tragehilfe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der dem Körper der Tragperson zugewandten Innenseite des Halteteils (3) eine Polsterung
(12) vorgesehen ist.
13. Tragehilfe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Halteteil (3) weitere, die Kontur der Tragperson stützende Stützteile (19)
bzw. Aufnahmen für lösbar verbindbare Stützteile (19) vorgesehen sind.
14. Tragehilfe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeeinrichtung (5) durch einen oder mehrere, insbesondere Körperformen angepasste
oder anpassbare, Sitze gebildet ist.
15. Tragehilfe nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeeinrichtung (5) mit einer Sicherungseinrichtung (20) versehen ist.